Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 75891
Eingetragen
5.10.2015
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Die Anpachtung und/oder die Anmietung von Immobilien aller Art - insbesondere von Laden-, Mall- und sonstigen Flächen in Einzelhandelsimmobilien sowie von Parkhäusern/Parkflächen - und der damit in Verbindung stehenden Einrichtungsgegenständen zum Zwecke der Untervermietung und/oder eigenen Betreibung. Unternehmensgegenstand ist ferner die Übernahme von Managementund Verwaltungsaufgaben für Immobilien einschließlich des An- und Verkaufs beweglicher Sachen mit Ausnahme erlaubnispflichtiger Waren. Unternehmensgegenstand ist schließlich die Vermittlung des Abschlusses von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume und der Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge (Maklergeschäfte).

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (6)

NameAnteil
Purple Grafton S.à r.l.LUX
82.03%
Purple Grafton S.à r.l.LUX
9.12%
Rodamco Retail Deutschland B.V.NLD
7.16%
Rodamco Retail Deutschland B.V.NLD
0.80%
CPP Investment Board Europe Inc.CAN
0.80%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
180.000 €
90.00%
Germany
20.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

mfi Betriebsgesellschaft mbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftsmodell

Gegenstand der mfi Betriebsgesellschaft mbH, Düsseldorf (mfi Betriebs GmbH) ist die Pachtung und/oder die Anmietung von Immobilien aller Art - insbesondere von Laden-, Mall- und sonstigen Flächen in Einzelhandelsimmobilien sowie von Parkhäusern/Parkflächen - und der damit in Verbindung stehenden Einrichtungs­gegenstände zum Zwecke der Untervermietung und/oder eigenen Betreibung.

Unternehmensgegenstand ist ferner die Übernahme von Management- und Verwaltungsaufgaben für Immobilien einschließlich des An- und Verkaufs beweglicher Sachen mit Ausnahme erlaubnispflichtiger Waren.

Unternehmensgegenstand ist schließlich die Vermittlung des Abschlusses von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume und der Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge (Maklergeschäfte).

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr unserer Gesellschaft war von folgenden Geschäfts- und Rahmen-bedingungen geprägt.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", so die Präsidentin des statistischen Bundesamtes bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so die Präsidentin weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Laut dem Investmentmarktüberblick von JLL zum Q4 2023 hat der deutsche Investmentmarkt das Jahr 2023 mit einem Transaktionsvolumen inklusive der Nutzungen Living von insgesamt Mrd. 32 EUR abgeschlossen. Das Ergebnis ist gleichbedeutend mit einem Minus von rund 52 % gegenüber dem Vorjahr. Damit schließt 2023 als das schlechtestes Investmentjahr seit 2011 und sogar um 58 % unter dem 10-Jahres-Schnitt. Vom Rückgang beim Transaktionsvolumen um 52 % sind Portfolio- und Einzeltransaktionen gleichermaßen betroffen.

Mit Einzeltransaktionen wurde 2023 ein Volumen von knapp Mrd. 20 EUR erzielt         (- 49%), auf Portfoliodeals entfielen Mrd. 12 EUR (- 56 %).

Der Handelsverband Deutschland (HDE) blickt in seiner Jahrespressekonferenz am 31. Januar 2024 auf ein schwaches Jahr 2023 zurück. So verliert der Einzelhandel preisbereinigt 3,5 % an Umsatz gegenüber dem Vorjahr.

3. Geschäftsverlauf und Lage

3.1       Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von EUR 1,8 Mio. abgeschlossen. Die Ergebnisveränderungen stellen sich im Verhältnis zum Vorjahr wie folgt dar:

2023

2022

Veränderung

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Betriebliche Leistungen1)

22,2

20,4

1,8

Betriebliche Aufwendungen2)

-20,3

-17,4

-2,8

EBIT

1,9

3,0

-1,1

Finanzergebnis3)

-0,1

-0,1

-0

Ergebnis vor Ergebnisabführung

1,8

2,9

-1,1

Ergebnisabführung

-1,8

-2,9

+1,1

Jahresüberschuss

0

0

0

1) Summe der Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge

2) Summe Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen

3) Summe der Zinserträge und -aufwendungen

Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein um EUR 1,1 Mio. niedrigeres Ergebnis erzielt. Dabei erhöhten sich die betrieblichen Leistungen um EUR 1,8 Mio. während die betrieblichen Auf­wendungen um EUR 2,9 Mio. stiegen. Das Finanzergebnis blieb ohne Veränderung.

Die Erhöhung der betrieblichen Leistungen resultiert im Wesentlichen aus den höheren Kasseneinnahmen in den Parkhäusern und den Erlösen aus den temporären Kiosken, nachdem die Beschränkungen durch Corona gelockert bzw. aufgehoben wurden. Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen steht ebenfalls in Verbindung mit den vorgenannten Ereignissen bzw. den daraus resultierend gestiegenen Aufwendungen für die Bewirtschaftung der Parkhäuser. Zusätzlich wurden im Jahr 2023 Wertberichtigungen auf voraussichtlich nicht einbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,9 Mio. erfasst, die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen als Einmaleffekt erhöhen.

Die Umsatzerlöse entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

2023

2022

Veränderung

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Parkhäuser

12,7

11,2

1,5

Mallflächen

8,1

5,8

2,3

Foodcourt

1,6

1,0

0,6

Sonstige

0,0

1,1

-1,1

Gesamt

22,4

19,1

2,3

3.2       Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme wurde um EUR 1,2 Mio. auf EUR 21,7 Mio. gesteigert.

Im laufenden Geschäftsjahr betragen die Abschreibungen EUR 1,1 Mio., welche maßgeblich zum Rückgang des Anlagevermögens beigetragen haben. Gegenläufig dazu wirkte sich der Zugang im Anlagevermögen mit EUR 0,3 Mio. Die Veränderung im Anlagevermögen beträgt kumuliert EUR -0,7 Mio. Das Umlaufvermögen hat sich um EUR 1,9 Mio. auf EUR 19,5 Mio. erhöht, was auf mehrere Entwicklungen zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Vermietung sind gleichgeblieben. Dies ergibt sich einerseits durch die Umgliederung des Bestandes an unfertigen Leistungen i.H.v EUR 0,8 Mio, sowie einem gegenläufigen Effekt durch Erhöhung der Wertberichtigung auf die Forderungen um EUR 0,9 Mio. Darüber hinaus führten nach Ende der Corona-Beschränkungen höheren Einnahmen der Parkhauskassen und der Anstieg der Einnahmen aus den temporären Kiosken zu einem Anstieg der liquiden Mittel um EUR 3,1 Mio.

Der Anstieg der Bilanzsumme ergibt sich auf der Passivseite im Wesentlichen aus der Zunahme von Rückstellungen aufgrund noch nicht abgerechneter Leistungen um EUR 0,5 Mio. sowie dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. EUR 2,0 Mio. durch die Ergebnisabführung.

Durch das unveränderte Eigenkapital ergibt sich dadurch eine leicht geringere Eigenkapitalquote von 2,30 % (Vj. 2,43 %) gegenüber dem Vorjahr.

Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft stellt sich anhand einer zusammen-gefassten Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wie folgt dar:

31.12.2023

Mio. EUR

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

3,4

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-0,3

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

0,0

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds

3,1

Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

12,0

Finanzmittelfonds am Ende der Periode

15,1

Der Finanzmittelfonds setzt sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr ausschließlich aus liquiden Mitteln, d.h. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

3.3       Kennzahlen

Für die Gesellschaft wesentliche Leistungsindikatoren werden anhand nachstehender Kennzahlen dargestellt.

2023

2022

Mio. EUR

Mio. EUR

Umsatzerlöse

22,4

19,1

EBIT

1,9

3,0

3.4       Prognose-Ist-Vergleich

Entgegen der im Vorjahr getroffenen Prognose eines moderat steigenden EBITs konnte durch den Anstieg der Umsatzerlöse das EBIT nicht gesteigert werden (Rückgang EBIT von EUR -1,1 Mio). Moderat bedeutete in diesem Zusammenhang einen Anstieg von mehr als 5%. Die Umsatzerlöse stiegen deutlich um EUR 3,3 Mio. (17%), während lediglich ein Zuwachs von mehr als 5% prognostiziert wurde. Diese Entwicklung ist insbesondere auf das Auslaufen der pandemischen Lage zurückzuführen. Weiterhin sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unerwartet hoch in Höhe von EUR 0,9 Mio. gestiegen, was zu einer Verfehlung des EBIT-Ziels beigetragen hat.

4. Finanzsituation

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen selbständig durch Einnahmen in den Geschäfts­bereichen Parkhausvermietung, Mallvermietung einschließlich der Vermie­tung von Werbeflächen sowie Servicebereiche Foodcourts. Die hierfür entstehenden laufenden Aufwendungen können durch die Einnahmen grundsätzlich gedeckt werden. Insgesamt hat sich der Bestand an flüssigen Mitteln im Berichtsjahr auf EUR 15,1 Mio. erhöht (Vj.: EUR 12,0 Mio). Im Allgemeinen sind kurzfristige Veränderungen der Finanzsituation durch die Mutterunternehmen unserer Gesellschaft gesichert. In diesem Zusammen­hang wurde ein Ergebnis­abführungsvertrag mit der Gesellschafterin Unibail-Rodamco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, (im Folgenden: UR Beteiligungs) geschlossen, aufgrund dessen unsere Gesellschaft einen Jahresüberschuss abführt bzw. ein Jahres­fehl­betrag von der UR Beteiligungs ausgeglichen wird. Außerdem schlossen am 20. April 2022 die Minto GmbH, Düsseldorf, die Pasing Arcaden GmbH, Düsseldorf, die Palais Vest GmbH, Düsseldorf, (zusammen: "Gläubiger") und die Gesellschaft jeweils einen Nachtrag zu einem Kauf- und Übereignungsvertrag im Hinblick auf die zum Stichtag 31. Dezember 2023 bestehenden Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 8,4 Mio. ab, wobei sich die Gläubiger verpflichten, die Kaufpreisforderung aus der Veräußerung der Betriebsvorrichtungen an die Gesellschaft nicht vor dem 1. Juli 2024 fällig zu stellen.

5. Risiko- und Chancenbericht

5.1       Risikomanagement

Das Risikoprofil der mfi Betriebs GmbH ist mittelbar von Konjunkturschwankungen des Einzelhandels geprägt, die einen entsprechenden Einfluss auf das Vermietungsgeschäft ausüben können und somit auch die Ertragschancen der Geschäftsfelder Parkhaus­betrieb, Foodcourts und Mallvermietung beeinflussen können.

Des Weiteren ist die mfi Betriebs GmbH als zentrale Servicegesellschaft wesentlich von der Entwick­lung der Tochtergesellschaften der URW Germany Gruppe geprägt. Entsprechende Objekt- sowie Projektrisiken des URW-Portfolios wirken sich auch auf die Gesellschaft aus. Ähnliche Risiken sind beeinflusst von der Entwicklung des Portfolios von betreuten Drittobjekten.

Hierzu ist es erforderlich, diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten. Dabei ist für unternehmerische Entschei­dungen immer die Summe aller Einzelrisiken, bereinigt um konzerninterne Risiko­beziehun­gen, im Ver­hältnis zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten URW-Gruppe relevant.

Um Projektrisiken zu beherrschen, sind bei der URW ein Objekt-, ein Projekt- und ein Finanz­controlling installiert.

Im Projekt- und Objektcontrolling werden mit Hilfe standardisierter Instrumente die einzelnen Objekte und Projekte systematisch erfasst, bewertet, gesteuert und über­wacht. Durch diesen kontinuierlichen Prozess ist gewährleistet, dass Einzelrisiken früh­zeitig erkannt werden. Im Finanzcontrolling werden dann die finanziellen Auswir­kungen dieser Einzelrisiken systema­tisch im Rahmen der viertel­jährlichen Hoch­rechnungen für das laufende Geschäftsjahr und im Rahmen des Planungs­prozesses bezüglich der zukünftigen Entwicklung der URW bewertet und zusammen­gefasst abgebildet.

Darüber hinaus werden situationsbedingt zusätzliche Einzelanalysen durchgeführt (z.B. Szenario­berechnungen, Worst-Case-Betrachtungen, Chancenanalysen).

Im Rahmen des Finanzcontrollings wird die Liquidität des Unternehmens, aber auch die der relevanten Betriebs- und Projektgesellschaften, ständig überprüft und an die aktuellen Entwicklungen angepasst.

Insgesamt wird dem Management der URW durch das Controlling eine Informa­tions-basis zur Verfügung gestellt, um wirtschaftliche Entscheidungen unter Berück­sichtigung der jeweiligen Risikosituation zu treffen.

Die nachfolgenden Chancen und Risiken werden nach absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt und umfassen einen Prognosezeitraum von einem Jahr. Sie werden zudem brutto vor Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen dargestellt.

5.2       Besondere Risiken und Chancen

Assetmanagementrisiken und -chancen

Durch den Aufbau eines eigenen Portfolios an Shopping Centern, insbesondere mit dem Halten von selbst entwickelten und dem Erwerb bestehender Shopping Center, werden mittelbar auch die Geschäftsfelder der mfi Betriebs GmbH erweitert, wodurch auch weitere Chancen für das Servicegeschäft der Gesellschaft entstehen.

Liquiditätsrisiken

Die Ausgangslage bezüglich der Liquiditätsrisiken ist durch die starke Eigenkapitalbasis auf der deutschen Konzern-Ebene sowie die derzeit bestehenden Avallinien (bei verschiedenen Kreditinstituten) von TEUR 12.000 gekennzeichnet. Außerdem schlossen am 20. April 2022 die Minto GmbH, Düsseldorf, die Pasing Arcaden GmbH, Düsseldorf, die Palais Vest GmbH, Düsseldorf, (zusammen: "Gläubiger") und die Gesellschaft jeweils einen Nachtrag zu einem Kauf- und Übereignungsvertrag im Hinblick auf die zum Stichtag 31. Dezember 2023 besteh­enden Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 8,4 Mio. ab, wobei sich die Gläubiger verpflichten, die Kaufpreisforderung aus der Veräußerung der Betriebsvorrichtungen an die Gesellschaft nicht vor dem 1. Juli 2024 fällig zu stellen.

Liquiditätsengpässe in der Gruppe können sich dadurch ergeben, wenn zur Wahr­nehmung von Projekt­chancen kurzfristige Akquisitionen vorgenommen werden, und der damit verbundene Kapitalbedarf in der Liquiditätsplanung der Gesellschaft nicht ent­halten war. Hier ist jedoch davon auszugehen, dass ein solcher Bedarf durch eine weitere Stärkung der Fremd- oder Eigenkapital­basis der URW in Abstimmung mit unseren Gesellschaftern gedeckt werden wird.

Geopolitische Risiken, wie z.B. Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise auf die Markt­entwicklung in Europa, können sich grundsätzlich nachteilig auf unsere Entwicklung auswirken.

Neben den Risiken, die sich mittelbar aus negativen Konjunkturschwankungen des Einzelhandels auf die erzielbaren Vermietungserlöse ergeben können, bestehen allgemeine Risiken in der Durchsetzbarkeit von Nebenkostenforderungen aufgrund aktueller Rechtsprechung. Dem Ausfallrisiko solcher Forderungen wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen werden durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur der Forderungen zusammen mit einem ausgeprägten Mahnwesen begegnet.

Darüber hinaus gehende Risiken in Bezug auf die Nebenkostenabrechnungen werden über angemessene Rückstellungen abgebildet. Pauschale Risikoabschläge und vertragliche Vereinbarungen mit den einzelnen Mietern werden innerhalb der Vorratsbewertung berücksichtigt.

Die Risiken aus dem Ausbruch der Corona Krise haben sich in 2023 deutlich abgeschwächt.

6. Voraussichtliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Schwächephase hält auch zum Jahreswechsel 2023/24 an. Nach einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP um 0,3 % zum Jahresende 2023 deuten aktuelle Frühindikatoren noch nicht auf eine rasche konjunkturelle Erholung hin. Mit einem rückläufigen Trend der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen, führt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz der Bundesrepublik Deutschland (BMWK) in seiner Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 aus.

JLL führt in seinem Ausblick für 2024 aus, dass je nachdem, wie sich die Zentralbanken in ihrer Zinspolitik positionieren, sich im Laufe des Jahres 2024 auch rasch eine dynamischere Aufwärtsentwicklung ergeben könnte. Aus der aktuellen Marktsituation heraus erachtet JLL für das Jahr 2024 ein Transaktionsplus von 20-30 % gegenüber 2023 als realistisch. Darin enthalten ist auch eine Rückkehr institutioneller Anleger, die nahezu das gesamte Jahr 2023 im Beobachtungsmodus operiert haben. JLL bemerkte bereits, dass sie langsam aktiver werden und Immobilien wieder mehr in den Fokus rücken. Dies umso mehr, weil die Renditen von Staatsanleihen stark gesunken sind und bei realer Betrachtung nach Abzug der Inflation erneut in den negativen Bereich zurückgefallen sind.

Nach einem schwierigen Jahr 2023 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit zumindest leicht verbesserten Umsätzen für den Einzelhandel im laufenden Jahr. Im Vorjahresvergleich steigen die Umsätze demnach nominal um 3,5 %, real entspricht das einem Plus von 1 %. Gleichzeitig bleiben aber viele Risiken für den Konsum. Dazu gehören die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie der sich verschärfende Arbeitskräftemangel, berichtete der HDE in seiner Pressekonferenz am 31. Januar 2024.

Die Gestaltung des Kundenerlebnisses bleibt weiterhin im Fokus. Durch marketinggetriebene Prozesse sind wir bestrebt, die Shopping Center mit einem Profil zu positionieren, das Demographie, Umweltaspekte und Wettbewerbssituation in vollem Umfang Rechnung trägt. In diesem Zusammenhang erwarten wir auch für das Projektgeschäft positive Impulse im Jahr 2024.

Die Neu- und Nachvermietungen von freistehenden Mietflächen sowie die weitere Optimierung der Shopping Center werden auch in den kommenden Geschäftsjahren fortgesetzt, so dass auch hier weiterhin mit der Umsetzung weiterer Projekte und Umbaumaßnahmen für das Jahr 2024 gerechnet werden kann.

Auf Basis der in unseren Planungen zugrunde gelegten Prämissen sehen wir für die Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund der sich laufend verändernden Situation ist die weitere Entwicklung jedoch fortlaufend zu beobachten.

Unter Berücksichtigung der Entwicklungsziele der Gesellschaft werden für 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr moderat steigende Umsatzerlöse sowie ein moderat ansteigendes EBIT prognostiziert. In diesem Kontext bedeutet "moderat steigend" einen Zuwachs von größer 5 % im Vergleich zum Vorjahr.

 

Düsseldorf, 25. Juli 2024

mfi Betriebsgesellschaft mbH

- Geschäftsführung -

Jakub Albert

Aurélie Desbois

Paul Douay

Luisa Lorentz-Leder

Nils Lange

Bernhard Wünstel

Nathalie Lohaus

Constantin Wiesmann

Bilanz

Aktiva 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.087.473,29 2.824.662,00
2.087.473,29 2.824.662,00
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 152.000,00 152.000,00
2.239.473,29 2.976.662,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Noch nicht abgerechnete Leistungen 1.757.846,33 3.229.539,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Vermietung 1.766.708,36 1.818.287,96
2. Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 500.365,31 22.344,58
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 66.510,18 22.756,52
4. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 123.657,44
5. Sonstige Vermögensgegenstände 237.400,20 275.181,98
2.570.984,05 2.262.228,48
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 15.138.231,22 12.082.132,55
19.467.061,60 17.573.900,78
21.706.534,89 20.550.562,78
Passiva 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
500.000,00 500.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 4.982.711,14 4.443.918,90
4.982.711,14 4.443.918,90
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 1.275.982,86 1.520.113,74
2. Verbindlichkeiten aus Vermietung 97.004,50 982.961,42
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 690.544,12 434.480,97
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.369.314,37 8.526.427,75
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.514.911,81 3.549.102,61
15.947.757,66 15.013.086,49
D. Rechnungsabgrenzungsposten 276.066,09 593.557,39
21.706.534,89 20.550.562,78

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.397.578,93 19.084.011,86
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an noch
nicht abgerechneten Leistungen -1.471.693,42 326.199,79
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.238.884,58 1.036.979,98
22.164.770,09 20.447.191,63
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Bewirtschaftung 16.729.180,78 14.961.883,97
b) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen 502.584,31 491.021,78
17.231.765,09 15.452.905,75
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 1.070.838,00 1.161.536,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.991.373,74 864.001,26
20.293.976,83 17.478.443,01
7.  Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 130,63
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 83.468,32 83.468,32
davon an verbundene Unternehmen EUR 83.468,32 (Vj. EUR 83.468,32)    
-83.468,32 -83.337,69
1.787.324,94 2.885.410,93
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.372,00 27.372,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.759.952,94 2.858.038,93
11. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
12. Aufwendungen aus Gewinnabführung -1.759.952,94 -2.858.038,93
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

I.          Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist unter der Firma mfi Betriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Düsseldorf im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 75891 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Zur Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 5 und 6 HGB um neue Posten ergänzt bzw. deren Bezeichnung geändert.

Die Forderungen gegen Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesell­ schaftern werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen; bei den Gesell­schaftern handelt es sich ausschließlich um verbundene Unternehmen.

Um den unternehmensspezifischen Besonderheiten der Gesellschaft Rechnung zu tragen und zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit sowie in Anlehnung an die gemäß § 330 HGB bei Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Formblätter für die Gliederung des Jahres­abschlusses von Wohnungsunternehmen sind die nach­stehenden Postenbezeichnungen entsprechend den Regelungen des § 265 Abs. 6 HGB verwendet worden:

-       Forderungen aus Vermietung

-       Noch nicht abgerechnete Leistungen

-       Verbindlichkeiten aus Vermietung

-       Erhöhung oder Verminderung des Bestands an noch nicht abgerechneten Leistungen

-       Aufwendungen für Bewirtschaftung.

Zwischen der Gesellschaft und der Unibail-Rodamco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, als Organträger besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der am 11. Juli 2013 in das Handels­register eingetragen wurde. Aufgrund der ertrag­steuerlichen Organschaft werden etwaige latente Steuern nicht von der mfi Betriebs­gesellschaft mbH bilanziert, sondern sind vom Organträger zu erfassen.

II.        Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren daher im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurde, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen vier und fünfundzwanzig Jahren) vermindert. Seit dem 1. Januar 2018 werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wert­minderung zum Abschluss­stichtag erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Abweichend zu den vorherigen Jahresabschlüssen wurden Teile der noch nicht abgerechneten Leistungen im aktuellen Geschäftsjahr korrigiert und werden zukünftig als Forderungen ausgewiesen, da bei dem zugrunde liegenden Sachverhalt die Voraussetzungen zur Umsatzrealisation vorliegen.

Wir hatten im Vorjahr bestimmte abgeschlossene, jedoch noch nicht abgerechnete Leistungen aus umsatzabhängigen Mieten als unfertige Leistungen im Vorratsvermögen ausgewiesen. Da bei diesen Sachverhalten jedoch die Voraussetzungen einer Erlösrealisation gegeben sind, handelt es sich nicht um unfertige Leistungen, sondern um noch nicht abgerechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, teilweise gegen verbundene Unternehmen. Weiterhin sind in Höhe der nunmehr umzugliedernden Leistungen Umsatzerlöse anstelle von Bestandserhöhungen in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen.

Da insoweit nur eine Ausweisänderung vorliegt, haben wir den Ausweis in laufender Rechnung korrigiert und weisen die Forderungen aus noch nicht abgerechneten Leistungen nunmehr in den Forderungen aus Lieferungen und Leistung aus.

Wir haben so zum 31. Dezember 2023 noch nicht abgerechnete Leistungen vom Vorratsvermögen zu EUR 795.345,97 in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Somit bestehen zum Abschlussstichtag des Berichtsjahres keine Vorräte aus nicht abgerechneten umsatzabhängigen Mieten mehr. Im Vorratsbestand verbleiben Vorräte aus noch nicht abgerechneten Betriebskosten i. H. v. EUR 1.757.846,33 (i. Vj. EUR 2.187.177,38). Diese werden in Anlehnung an die Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen im Vorratsbestand ausgewiesen. Der Vorjahresausweis des Vorratsvermögens aus noch nicht abgerechneten Leistungen i.H.v. EUR 978.496,08 bleibt insoweit bestehen. Aus der Umgliederung resultierten des Weiteren Bestandsminderungen und Umsatzerlöse jeweils i. H. v. EUR 795.345,97.

Die Bewertung der Vorräte aus noch nicht abgerechneten Betriebskosten erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorrats­vermögen, die sich aus geminderter Verwert­barkeit bzw. Weiterbelastbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwer­tungen berück­sichtigt.

Die Forderungen aus Vermietung, die Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Forderungen gegen Gesellschafter, die sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassen­bestand sowie die Guthaben bei Kredit­instituten sind jeweils mit ihrem Nennbetrag ange­setzt.

Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwert­berichtigungen Rechnung getragen.

Das Gezeichnete Kapital stimmt mit den Angaben im Gesellschaftsvertrag sowie mit der Eintragung im Handelsregister überein und betrug zum Abschlussstichtag EUR 200.000,00.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle er­kennbaren Risiken und unge­wissen Verbindlichkeiten. Sie sind nach vernünftiger kauf­männischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag bemessen.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Die im Geschäftsjahr verausgabten bzw. vereinnahmten Beträge, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum in folgenden Geschäftsjahren darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten passivisch abgegrenzt und zeit­anteilig aufgelöst.

III.       Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

In den Finanzanlagen sind Geschäftsanteile an der Neukölln Kino-Betriebs-gesellschaft mbH, Düsseldorf, mit einem Beteiligungsbuchwert in Höhe von EUR 152.000,00 (Vj. TEUR 152) enthalten. Aufgrund des Vorjahres­abschlusses dieser Beteiligung i.S.d. § 271 Abs. 1 HGB ergibt sich die Aufstellung des Anteilsbesitzes wie folgt:

Name und Sitz der

Anteil am

Eigenkapital der

Jahresergebnis

Gesellschaft

Kapital

Gesellschaft zum

2022 der

 

 

31.12.2022

Gesellschaft

%

EUR

EUR

Unmittelbare Beteiligung

100

719.367,46

325.079,09

Neukölln Kino-

 

 

 

Betriebsgesellschaft mbH,

 

 

 

Düsseldorf

 

 

 

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten analog zum Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich zusätzlich wie folgt zusammen:

31.12.2023

EUR

ausstehende Eingangsrechnung

4.400.278,34

ausstehende Rechnungen für Mietnebenkosten

515.123,80

übrige Rückstellungen

67.309,00

4.982.711,14

Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Vermietung in Höhe von EUR 97.004,50 (Vj. TEUR 983) werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten aus­schließlich Verbind­lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 8.369.314,37 (Vj. TEUR 8.526) und haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten zum Abschlussstichtag Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung i.H.v. EUR 1.760 (Vj. TEUR 2.858) gegenüber der Unibail-Rodamco Beteiligungs GmbH und Verbindlichkeiten aus der umsatz­steuerlichen Organschaft mit der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, i.H.v. EUR 896.919,94 (Vj. TEUR 691).

Alle Verbindlichkeiten, außer den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unter­nehmen, haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, haftet die Gesellschaft für solche Steuern des Organ­trägers, für welche die Organschaft zwischen ihnen steuerlich von Bedeutung ist.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023

31.12.2022

TEUR

TEUR

Specialty Leasing

            178

 

            325

Investitionskostenzuschüsse für

Betriebsausstattungen diverser Parkhäuser

83

164

Betriebsausstattungen diverser Foodcourts

und Spülküche

8

31

Werbeflächen

7

74

276

594

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pachtverträgen für Parkhäuser in Höhe von TEUR 47.638 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 35.275) sowie aus Mietverträgen für sonstige Flächen in Höhe von TEUR 3.989 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 3.097). Bei den ange­gebenen Verpflichtungen handelt es sich um Mindestmieten zuzüglich Nebenkosten­pauschalen und Nebenkostenvorauszahlungen; zusätzlich wurden umsatz­abhängige Mieten vereinbart, deren Höhe aktuell noch nicht abgeschätzt werden kann. Zudem ergeben sich aufgrund des Geschäftsbesorgungs­vertrags mit der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von jährlich TEUR 170 sowie aufgrund des Geschäfts­besorgungsvertrags (Specialty Leasing) mit der mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf, sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von jährlich TEUR 290.

IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 760 (Vj. TEUR 476), Investitions­kosten­zuschüssen i.H.v. TEUR 104 (Vj. TEUR 91), Erträge durch Auflösung von Einzelwertberichtigungen TEUR 5 (Vj. TEUR 55) sowie Erträge aus Weiterbelastungen TEUR 80 (Vj. TEUR 18), denen im Wesentlichen in gleicher Höhe Aufwendungen gegenüberstehen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses wurde der Materialaufwand in die Unterposten Aufwendungen für Bewirtschaftung sowie Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen aufgegliedert.

V. Sonstige Angaben

Konzernverhältnisse

Die Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, stellt als Mutterunter­nehmen zum 31. Dezember 2023 den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf, in den die Gesellschaft einbe­zogen wird. Die Offenlegung dieses Konzern­abschlusses erfolgt durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundes­anzeigers. Mit der Gesellschafterin Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf (Organträger), besteht ein umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis.

Der Konzernabschluss für den größten Konzernkreis, in den die Gesellschaft einbe­zogen wird, wird zum 31. Dezember 2023 von der Unibail-Rodamco-Westfield S.E., Paris, Frankreich, auf­gestellt und ist dort bzw. auf deren Internet-Seite erhältlich.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.

Geschäftsführung

In der Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum Datum dieses Anhangs wurde die Geschäfts­führung und Vertretung der Gesellschaft von folgenden Geschäftsführern wahr­genommen:

-    Herr Jakub Albert, Wien, Head of PMPS, Utilities & CSR Austria & Germany bei der URW Invest GmbH, Wien (seit 29. September 2022)

-    Frau Aurélie Geneviéve Maria Odette Desbois, Wien, Head of Marketing bei der Unibail-Rodamco Austria Verwaltungs GmbH, Wien (seit 24. Mai 2023)

-    Herr Paul Douay, Düsseldorf, Director of Operations Austria & Germany bei der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf

-    Herr Nils Lange, Sprockhövel, Head of Shopping Center Management Austria & Germany (seit 29. September 2022)

-    Frau Nathalie Lohaus, Ratingen, Head of Media, Brand Experience & Partnerships Austria & Germany bei der mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf

-    Frau Luisa Lorentz-Leder, Berlin, Head of Center Operations bei der mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf (seit 29. September 2022)

-    Herr Constantin Wiesmann, Köln, Director of Leasing Austria & Germany bei der mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf

-    Herr Bernhard Wünstel, Düsseldorf, Head of Asset Management bei der mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf.

  Im Berichtsjahr oder in der Zeit bis zum Datum des Jahresabschlusses sind die folgenden Geschäftsführer ausgeschieden:

-    Frau Andrea Eggers, Düsseldorf, Head of Marketing Austria & Germany bei der mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf (bis 24. Mai 2023)

-    Herr Christian Zimmermann, Düsseldorf, Director of Asset Management bei der mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf (bis 23. August 2023).

-    Herr Andreas Hohlmann, Tübingen, Regional Managing Director Austria & Germany, bei der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf (bis 30. Juni 2024)

-    Herr Olaf Ley, Hamburg, Director of Investment Austria & Germany bei der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf (bis 30. Juni 2024)

Die Geschäftsführung erhielt für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr keine gesonderte Vergütung von unserer Gesellschaft.

Honorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist in den ent­sprechenden Angaben im Konzernabschluss der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, enthalten.

Wesentliche Vorgänge nach dem Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendung

Infolge des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wird der sonst entstehende Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 an die Unibail-Rodamco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, abgeführt; eine entsprechende Verbindlichkeit ist zum Abschluss­stichtag erfasst.

 

Düsseldorf, 25. Juli 2024

mfi Betriebsgesellschaft mbH

- Geschäftsführung -

Jakub Albert

Aurélie Desbois

Paul Douay

Luisa Lorentz-Leder

Nils Lange

Bernhard Wünstel

Nathalie Lohaus

Constantin Wiesmann

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 89.370,00 0,00 0,00 0,00 89.370,00
89.370,00 0,00 0,00 0,00 89.370,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.160.958,51 333.649,29 0,00 0,00 13.494.607,80
13.160.958,51 333.649,29 0,00 0,00 13.494.607,80
III.Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 152.000,00 0,00 0,00 0,00 152.000,00
13.402.328,51 333.649,29 0,00 0,00 13.735.977,80
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 89.370,00 0,00 0,00 89.370,00
89.370,00 0,00 0,00 89.370,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.336.296,51 1.070.838,00 0,00 11.407.134,51
10.336.296,51 1.070.838,00 0,00 11.407.134,51
III.Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
10.425.666,51 1.070.838,00 0,00 11.496.504,51
      Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.087.473,29 2.824.662,00
2.087.473,29 2.824.662,00
III.Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 152.000,00 152.000,00
2.239.473,29 2.976.662,00

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mfi Betriebsgesellschaft mbH, Düsseldorf​, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mfi Betriebsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023​ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

-    entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften​​ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

-    vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB​​ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB​​ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung​​​ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter​​ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften​​ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB​​ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung​ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

-     identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

-     gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

-     beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

-     ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

-     beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

-     beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

-     führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Düsseldorf, den​ 25. Juli 2024

KPMG AGWirtschaftsprüfungsgesellschaft​

Velder                                                         Hoffmann

Wirtschaftsprüfer                                         Wirtschaftsprüfer

Der jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 05. August 2024 festgestellt.

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