Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 99850
Vorher
Agamus Dienstleistungs GmbH für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
Eingetragen
28.12.2005
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenErbringung von Fundraising-Dienstleistungen
Gegenstand
(1) Die Gesellschaft wird überwiegend für die Gesellschaften im Verbund der Alexianer tätig und darüber hinaus überwiegend für Einrichtungen oder Gesellschaften, die mildtätige und/oder kirchliche Zwecke verfolgen. (2) Gegenstand der Gesellschaft ist a) die Erbringung sowie Organisation von Dienst- und Service-Leistungen für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens; b) die Erbringung von Erzeugungs-, Liefer-, Dienst- und Beratungsleistungen im Energiebereich (Strom, Gas, Wärme); c) die Erbringung von Dienstund Beratungsleistungen zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz bei der Energieversorgung; d) die Erbringung von Dienstund Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von energieintensiven Anlagen, wie beispielsweise Klimaanlagen, Beleuchtungsanlagen oder ähnliches, einschließlich der Errichtung, des Betriebs und der Modernisierung solcher Anlagen und der Lieferung von Nutzenergie; e) die Erbringung von sonstigen Dienst- und Beratungsleistungen, einschließlich der Energielieferung, sofern sie mit den zuvor genannten Leistungen im Zusammenhang stehen und mit diesen vergleichbar sind, im planmäßigen Zusammenwirken insbesondere mit den Einrichtungen der Alexianer GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaften sowie sonstiger verbundener Gesellschaften. (3) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. (4) Zweck der Gesellschaft ist - die Förderung von Wissenschaft und Forschung; - die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege; - die Förderung der Jugendund Altenhilfe; - die Förderung von Kunst und Kultur; - die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe; - die Förderung des Wohlfahrtswesens, insbesondere der Zwecke der amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege (§ 23 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung), ihrer Unterverbände und ihrer angeschlossenen Einrichtungen und Anstalten; - die Förderung der Hilfe für Menschen mit Behinderung; - die Förderung des Sports; - die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen i.S.d. § 53 AO sowie - die Förderung kirchlicher Zwecke i.S.d. § 54 AO. (5) Die Gesellschaft verwirklicht ihre steuerbegünstigten Zwecke durch planmäßiges Zusammenwirken gemäß § 57 Abs. 3 AO mit der Stiftung der Alexianerbrüder, der Alexianer GmbH und den zum Unternehmensverbund der Alexianer GmbH gehörenden Tochterund Beteiligungsgesellschaften sowie der Johannesstift Diakonie Services GmbH mit Sitz in Berlin - AG Charlottenburg, HRB 79947, soweit die vorgenannten verbundenen Unternehmen, Einrichtungen und Gesellschaften die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 der AO erfüllen. (6) Dieses planmäßige Zusammenwirken erfolgt mit einzelnen oder mehreren der genannten Gesellschaften zusammen durch das wechselseitige, aufeinander abgestimmte und koordinierte Erbringen von Verwaltungs- und Servicedienstleistungen, Nutzungsüberlassungen von beweglichen oder unbeweglichen Vermögensgegenständen, Lieferungen (insbesondere Waren-, Wärme- und Stromlieferungen) oder durch die Beistellung beziehungsweise Überlassung von Personal zur Erfüllung ihrer jeweiligen gemeinsamen steuerbegünstigten Satzungszwecke. Diese Leistungen werden jeweils einzeln vereinbart. (7) Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten und sich an Geschäften gleichen Gegenstandes zu beteiligen. (8) Die Gesellschaft erfüllt ihren Zweck und betreibt die von ihr unterhaltenen Einrichtungen auf der Grundlage des Auftrages der Stiftung der Alexianerbrüder und des Selbstverständnisses der Katholischen Kirche. Die in der Gesellschaft und in ihren Einrichtungen im vorgenannten Sinne beschäftigten Mitarbeiter werden in Erfüllung dieses Auftrages tätig. (9) Die Gesellschaft kann alle Geschäfte eingehen, die zur Erreichung oder Förderung der Gesellschaftszwecke dienlich sind.

Historie

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Management

NameRolle
Dietmar Priewe
seit 23.6.2025
Prokura
Marianne Schweiger
seit 8.4.2025
Prokura
Katrin Wierth
seit 8.4.2025
Prokura
Markus Blankertz
seit 8.4.2025
Prokura
Soner Memis
seit 14.8.2015
Prokura
Hendrik Hermann Vliem
seit 21.12.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stiftung der Alexianbrüder
94.20%
AACHENER AKTIENGESELLSCHAFT ZUR UNTERSTÜTZUNG HILFSBEDÜRFTER PERSONEN
5.80%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Alexianer Service GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alexianer Agamus GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht 2018

Die Geschäftsführung der Alexianer Agamus GmbH stellt in diesem Bericht die Lage der Gesellschaft in ihrem wirtschaftlichen Umfeld wie folgt dar:

1.

Grundlagen des Unternehmens

2.
Wirtschaftsbericht
a)

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

b)

Geschäftsverlauf

c)

Ertragslage

d)

Finanzlage / Vermögenslage

e)

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
a)

Chancen- und Risikobericht

b)

Prognosebericht

4.

Angaben zur Frauenquote nach § 289f Abs. 4 HGB

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Alexianer Agamus GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Alexianer Service GmbH mit Sitz in Berlin. Die Alexianer Service GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Alexianer GmbH, welche für die Stiftung der Alexianerbrüder, mit Sitz in Münster/ Westfalen, als Dachgesellschaft für verschiedene Standorte fungiert.

Die Alexianer Agamus GmbH erbringt seit mehr als 10 Jahren Dienstleistungen im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Agamus Dienste GmbH wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018 mit der Alexianer Agamus GmbH verschmolzen.

Die Alexianer Agamus GmbH ist in diesem System in den folgenden Geschäftsfeldern mit den aufgeführten Einrichtungen und Abteilungen tätig:

Standort/Dienstleistungen Bau und Technik Management- und Beratungsleistungen Servicedienste Verpflegung
Aachen x   x  
Berlin-Hedwig x x x x
Berlin-Weißensee x x x x
Köln/Rhein-Sieg     x  
Krefeld/Tönisvorst     x x
Münster     x x
Münster-Misericordia     x x
Potsdam x x x x
Sachsen-Anhalt x x x x
Nicht verbundene Unternehmen x x x x

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für das Berichtsjahr grundsätzlich als positiv einzuschätzen. Trotz der andauernden schwierigen Arbeitsmarktsituation im Dienstleistungssektor ist es dem Unternehmen gelungen den Leistungs- und Qualitätsanforderungen gerecht zu werden.

b) Geschäftsverlauf

Bau und Technik

Im St. Hedwig-Krankenhaus Berlin-Mitte wurde die Sanierung des Zentral-OPs beendet und ging nach dem Umzug aus dem Modulbau in Betrieb. Nach Abschluss der OP-Sanierung wurde der Modulbau für die Interimsnutzung durch die ITS umgebaut, um Anfang 2019 mit der Sanierung des ITS-Bereiches beginnen zu können. Ebenfalls wurde im Elisabethhaus, die in 2016 begonnene Sanierung beendet und das Ärztehaus seinen neuen Mietern übergeben.

Am Standort Krankenhaus Hedwigshöhe wurde der im Sommer 2016 begonnene Neubau Pavillon D als Standorterweiterung fertiggestellt und im April 2018 in Betrieb genommen. Zum weiteren Ausbau des Standortes hat die Alexianer Agamus GmbH damit begonnen eine Planung zur Erweiterung des Haupthauses zu erstellen.

Für das St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee wird unter Leitung der Alexianer Agamus GmbH auf einem benachbarten Grundstück in einem Neubau ein therapeutisch betreutes Heim für seelisch Behinderte errichtet. Die bauliche Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant.

Der Bereich Medizintechnik betreibt seit mehreren Jahren für das Evangelische Zentrum für Altersmedizin in Potsdam ein Medizingerätemanagement und führte sicherheits- und messtechnische Kontrollen durch. Ferner wurden für die Oberlinklinik in Potsdam, die in 2016 begonnenen Leistungen für den OP-Neubau fortgesetzt.

Die Betreuung durch die Technik an den Standorten der Krankenhäuser in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat wie in den vergangenen Jahren für einen störungsfreien Betrieb der Krankenhäuser und Seniorenpflegeeinrichtungen gesorgt. Aufgetretene Havarien wurden schnellstmöglich beseitigt. Gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen und Inspektionen wurden pflichtgemäß durchgeführt.

Management- und Beratungsleistungen

Durch zusätzliche Agamus-Bereiche an den Standorten in Nordrhein-Westfalen und weiteren Außenstellen in Sachsen-Anhalt haben sich die Tätigkeitsbereiche der Stabsstelle Arbeitssicherheit, Brand- und Umweltschutz (ABUS) im Alexianer Verbund ausgeweitet. Außerdem hat die Stabsstelle ABUS auch die Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragten für Medizinprodukte übernommen und vertritt zu diesem Thema alle Standorte in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt gegenüber Ämtern und Behörden. Die Betreuung der Paul-Gerhardt-Diakonie Services (PGDS) an den Standorten in Berlin und Sachsen-Anhalt auf dem Gebiet Arbeitssicherheit und Brandschutz hat sich durch die Fusion von Paul-Gerhardt-Diakonie und Evangelischem Johannisstift ebenfalls erweitert.

Seitens der Abteilung Qualität und Hygiene wurden im Jahr 2018 in Zusammenarbeit und im Auftrag eines akkreditierten Prüfhauses acht "third party audits" gegen den "Internationalen Food Standard" - ein Standard des Lebensmittelhandels zur Prüfung ihrer Zulieferer - durchgeführt. Des Weiteren wurde im Auftrag der PGDS ein Hygieneaudit getätigt.

Servicedienste

Im St. Hedwig-Krankenhaus wurden zum Mai 2018 die prämedizierten Patiententransporte reduziert. Im November 2018 wurde im St. Hedwig-Krankenhaus der Zentral-OP nach Umbauarbeiten wieder in Betrieb genommen. Damit änderten sich auch für die Reinigung die Prozesse zurück zum Normalbetrieb. Nach Fertigstellung und Bezug des Elisabethhauses - vorwiegend durch Arztpraxen - konnten hier Neukunden gewonnen werden.

Die Serviceleistungen im Krankenhaus Hedwigshöhe wurden ab April 2018 um einen Sicherheitsdienst erweitert. Die geplante Reduzierung der Empfangsbesetzung über die Nachtstunden im Krankenhaus Hedwigshöhe wurde aufgrund der dafür notwendigen technischen Veränderungen nicht umgesetzt. Rufbereitschaften der externen Logistik wurden durch den OP im Krankenhaus Hedwigshöhe vermehrt in Anspruch genommen, so dass weitere Regelfahrten zwischen der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung am St. Hedwig-Krankenhaus und dem Krankenhaus Hedwigshöhe eingerichtet werden müssen. Im Krankenhaus Hedwigshöhe führte die Inbetriebnahme des Pavillons D zur Erweiterung der Reinigungs- und Logistikleistungen.

Die Empfänge im St. Franziskus Seniorenpflegeheim bzw. Seniorenzentrum St. Elisabeth sind am 01.01.2018 an den Kunden zurückgegangen.

In Sachsen-Anhalt wurden für die Psychosozialen Zentren Leuchtturm in Dessau-Roßlau und Leuchtfeuer in Köthen Reinigungsleistungen erweitert bzw. erstmalig erbracht.

Verpflegung

Für den Bereich Verpflegung wurde erstmalig eine Lieferantenbewertung durchgeführt und ausgewertet. Die eingeführten standardisierten HACCP-Konzepte wurden auch in 2018 weiterentwickelt. Bei Begehungen der jeweiligen Küchen wurde ein gesicherter Hygienestatus bescheinigt.

Im Krankenhaus Hedwigshöhe wurde mit Fertigstellung des Pavillon D die Verpflegungsleistung im teil- und vollstationären Bereich gesteigert. Bedingt durch die begrenzten Kapazitäten vor Ort wurde u.a. die Mineralwasserversorgung der Patienten auf stationäre Spendersysteme umgestellt.

Aus der Zentralküche in Berlin-Weißensee wird seit Oktober die Tagesklinik im Prenzlauer Berg zusätzlich mit Mittagessen versorgt.

Im Café am Park in Krefeld können Mitarbeiter und Gäste die Speisen und Getränke seit Mai letzten Jahres bargeldlos bezahlen. Dies wird durch ein vorhandenes Transpondersystem, welches mittels Bargeld oder Debit-Karte aufgeladen wird, umgesetzt.

Eine Steigerung der Auslastung in der Zentralküche in Münster-Amelsbüren konnte durch die Belieferung des Maria-Ludwig-Stifts und der Raphaelsklinik mit Mittagessen erreicht werden.

c) Ertragslage

Die Ertragslage entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Ist IST 2018
T€
Ist IST 2017
T€
Plan WP 2018
T€
Abweichung 2017/2018
T€
Abweichung Plan/Ist 2018
T€
Umsatzerlöse 49.657 40.898 47.834 8.759 1.823
sonstige Erträge 551 368 1.198 183 -647
Materialaufwand 11.136 10.394 12.410 742 -1.274
sonstige Aufwendungen 3.826 2.544 1.059 1.282 2.767
Personalaufwand 34.511 28.236 35.168 6.275 -657
Abschreibungen 969 211 323 758 646
neutrales Ergebnis 473 129 -67 344 540
Jahresergebnis 239 11 5 228 234

Die wesentlichen Veränderungen in der Ertragslage sind zum einen auf die vormaligen Dienstleistungen der Agamus Dienste GmbH an den Standorten Aachen, Krefeld und Köln zurückzuführen, welche in 2017 unterjährig von der Alexianer Agamus GmbH übernommen wurden und sich in 2018 erstmalig ganzjährig niederschlagen. Zum anderen wurde die Verschmelzung mit der Agamus Dienste GmbH mit der Übernahme der Gebäudereinigung und Logistik für den Standort Münster sowie noch ausstehender Dienstleistungsbereiche in der Region Köln/Rhein-Sieg zum 01.01.2018 abgeschlossen. Des Weiteren erfolgten zum 01.01.2018 AVR-Übergänge hauptsächlich im Empfangs- und Hauswirtschaftsbereich der Region Köln/Rhein-Sieg.

d) Finanzlage / Vermögenslage

i. Vermögens- und Kapitalstruktur

31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Aktiva            
Anlagevermögen 5.606 56,4% 815 17,9% 4.791 588,0%
Umlaufvermögen 3.114 31,3% 2.453 54,0% 661 26,9%
ARAP 1.227 12,3% 1.276 28,1% -49 -3,9%
  9.947 100,0% 4.544 100,0% 5.403 118,9%
Passiva            
Kapital und ähnl. Mittel 403 4% 154 3% 249 162%
Mittel- und langfr. Fremdk. 6.319 64% 1.303 29% 5.016 385%
kurzfristiges Fremdkapital 3.225 32% 3.087 68% 138 4%
  9.947 100% 4.544 100% 5.403 119%

Die solide Vermögenslage der Gesellschaft zeigt die Zusammensetzung der Vermögens- und der Kapitalstruktur. Das Eigenkapital (incl. Sonderposten) beträgt 4 % am Gesamtkapital.

Das Eigenkapital sowie das langfristige Fremdkapital (einschl. Sonderposten) decken das gesamte Anlagevermögen zu 92,63 %, wobei die Anlagenintensität 58,46 % beträgt.

Die wesentlichen laufenden Finanzierungsmaßnahmen werden entsprechend der bestehenden Planungen ordnungsgemäß bedient.

ii. Investitionen

31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Veränderung
T€
Außenanlage und Bauten auf fremden Grundstücken 3.679 0 3.679
Technische Anlagen 539 0 539
Div. Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände 1.129 137 992
Nutzungsrechte/ Lizenzen 20 35 -15
GWG 259 31 228
Anlagen im Bau 0 1 -1
  5.626 204 5.422

Die getätigten Investitionen in 2018 erfolgten teilweise durch Fremdfinanzierung.

iii. Liquidität

Die Betrachtung des Cashflows im Geschäftsjahr ist der nachfolgenden Übersichtstabelle zu entnehmen:

2018
T€
2017
T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.941 30
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.622 -205
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -114 31
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 364 159

Die Liquidität zeigt zum Bilanzstichtag einen Barliquiditätsgrad von 5,44 %. Diese wird als ausreichend angesehen. Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling des Konzerns teil.

Die Fähigkeit des Unternehmens Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen war zu keinem Zeitpunkt des Berichtszeitraums gefährdet.

e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Einrichtungen haben sich wie folgt entwickelt:

Finanzieller Leistungsindikator Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
(T€) (T€) (T€) in %
EBIT 322 6 316 5266,7%
EBITDA 1.291 340 951 279,7%
Eigenkapitalrendite 60,9% 7,1%    
Umsatzrendite 0,6% 0,7%    

Die Abteilung Qualität und Hygiene (QHyM) unterstützt alle Bereiche der Alexianer Agamus GmbH fortlaufend in allen Belangen der Qualität und Hygiene. An den Schnittstellen zwischen den Alexianern und der Agamus wird eine reibungslose Zusammenarbeit gewährleistet. Der Kontakt zu den QM- und Hygienebeauftragten der Alexianer wird gepflegt. Kritische Beschwerden werden mit den Verantwortlichen besprochen und kundengerecht formuliert. Die Instrumente der Abteilung Qualität und Hygiene (QHyM) leiten sich von den Elementen den DIN EN ISO 9001 ab. Für alle Bereiche der Alexianer Agamus GmbH wird "dokumentierte Information" in Zusammenarbeit mit den Bereichen bereitgestellt, fortlaufend weiterentwickelt und aktualisiert. Die zentrale Erarbeitung von dokumentierter Information hat zum Ziel, Prozesse gleichmäßig zu steuern und abzusichern. Die Adressaten werden seitens QHyM aktiv über Emails oder den Agamus-Newsletter informiert.

Die im Jahr 2016 erstmalig erstellten Unternehmensziele, die sich aus den Feldern "Finanzen und Produktivität", "Personalentwicklung/PE", "Markt und Innovation", "Organisation", "Kundenzufriedenheit und Kultur" sowie "Projekte" rekrutieren, wurden weiter entwickelt:

Eines der wichtigsten Finanzziele ist es den Krankenstand mittels Krankenrückkehrgesprächen, eines betrieblichen Eingliederungsmanagements sowie Maßnahmen der Gesundheitsförderung zu senken. Hierbei gilt es Personalabteilung, Betriebsmedizin und die Stabsstelle Arbeitssicherheit, Brand- und Umweltschutz (ABUS) eng einzubinden. In 2018 konnte mit 6,5 % Krankenstand das Ziel nicht erreicht werden.

Ein PE-Ziel ist es die Kompetenz der Fach- und Führungskräfte weiterzuentwickeln und zu festigen. Dadurch kann Mitarbeiterpotenzial optimal genutzt und dem Fachkräftemangel entgegen gewirkt werden. Die Motivation und Mitarbeiterbindung kann erhöht, Fluktuation vermieden und die Arbeitgeberattraktivität gesteigert werden. Effizientere Mitarbeiter können Kunden effektiver zur Seite stehen, was zu verbesserter Servicequalität führt und das Unternehmen wiederum stärkt. In 2018 wurde eine Vollzeitkraft durchschnittlich in ca. fünf Stunden geschult.

Das Marktziel der permanenten Leistungsoptimierung ist wichtiger denn je, um auf veränderte Kundenbedürfnisse schnell reagieren zu können. Verantwortlich sind die Unternehmensentwicklungen. In 2018 konnten bspw. in der Cafeteria Krefeld durch Einführung eines Transpondersystems die Wartezeiten beim Kassieren erheblich reduziert werden.

Mittels Patientenfragebögen der verbundinternen Kunden wird die Zufriedenheit mit der Reinigungs- und sonstigen Serviceleistungen erhoben. In 2018 fielen die Durchschnittswerte überwiegend sehr positiv aus. Die Bewertung der Verpflegungsassistenz lag bei allen erhobenen Standorten im höchsten Bewertungsfeld.

Das Organisationsziel, 20 interne Audits im Jahr durchzuführen, wurde erstmalig erreicht. Der Schwerpunkt lag im Bereich der Verpflegung.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Chancen- und Risikobericht

Das monatliche Berichtswesen und ein vereinbartes Rücksprachesystem sind die elementaren Säulen der Risikoüberwachung im wirtschaftlichen Bereich. Das Berichtswesen enthält Plan-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen und wird zentral durch die Alexianer GmbH gesteuert. Die Gesellschaft verfügt über umfassende Budgetkontrollen und kurzfristige Ergebnisrechnungen, sodass die Geschäftsführung, die Gesellschafter und auch der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft stets adäquat über die Lage der Einrichtung informiert sind.

Eine Zentralisierung der Speisenproduktion und eine entsprechende Auslastung sind regional voran zu bringen, insbesondere bei kritischen baulichen Bestandsküchen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Unternehmensbereich Bau und Technik sowie Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten sind hier von Vorteil. Das Thema Zentralisierung ist auch im Reinigungsbereich, z.B. bei der Materialbestellung weiter voranzutreiben, um die Kosten für Reinigungsmittel stabil zu halten.

Eine Initiative zur Förderungen junger Kollegen auf Leitungsebene wurde in 2018 begonnen. Hierbei wurde in allen Küchen der Region Ost die Bereichsleiterstruktur neu organisiert, damit zukunftsorientiert die Verpflegungsleistung gesichert werden kann.

Bedingt durch die aktuelle Arbeitsmarktsituation sind freie Stellen schwer zu besetzen, hat jedoch im stationären Bereich große Priorität. Hier stellt die Balance zwischen wirtschaftlichen und branchenüblichen Voraussetzungen eine große Herausforderung dar.

In der Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken kann konstatiert werden, dass die Alexianer Agamus GmbH nach wie vor gute Entwicklungsperspektiven hat. Die Chancen überwiegen die Risiken, welche insgesamt nicht als bestandsgefährdend eingeschätzt werden.

Weitere oder sonstige Risiken, die sich insgesamt im wesentlichen Umfang nachteilig auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft auswirken können, sind nicht zu erkennen bzw. zu erwarten.

b) Prognosebericht

Grundsätzlich wird mit einer sich weiter verschärfenden Finanzsituation im Gesundheits- und Sozialbereich gerechnet.

Weiterhin ist keine eigenständige ISO-Zertifizierung der Alexianer Agamus vorgesehen. Im 4. Quartal 2018 wurde seitens der QMB des Standorts St. Hedwig-Kliniken, Berlin-Mitte, angefragt, ob die Agamus-Bereiche Gebäudereinigung und Logistik, während der externen Auditierung im Mai 2019 mit auditiert werden können. Dies wurde zugesagt und ermöglicht der Agamus sich den Anforderungen einer externen Zertifizierung zu stellen.

Die Stabsstelle ABUS wird in 2019 im Rahmen ihrer Tätigkeitsfelder auch die neu zum Verbund hinzugekommenen Einrichtungen in Potsdam (Evangelisches Zentrum für Altersmedizin und Bürgerstift) betreuen und bei der Minimierung von Arbeitsunfällen unterstützen.

Weiterhin ist der Bereich Bau und Technik beratend für die Hauptgeschäftsführung bei der Abwicklung von Bauprojekten in Aachen tätig.

Für den Standort Potsdam steht für 2019 eine Neustrukturierung der Speisenproduktion inklusive der entsprechenden Logistik an. Geplant ist die Versorgung der Standorte des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin zu integrieren.

Auch in den Folgejahren ist insgesamt mit weiterhin ausgeglichenen Ergebnissen zu rechnen. Für 2019 wird auf Basis der Planung mit einem Jahresergebnis in Höhe von T€ -26 gerechnet. Dabei werden für die konservative Planung der Umsatzerlöse die Preisvereinbarungen aus den Wirtschaftsplangesprächen mit den Kunden angesetzt. Aufwandsseitig werden vor allem Personalkostensteigerungen durch Tarifabschlüsse in die Planung mit einer jahresdurchschnittlichen Auswirkung zwischen rund [u.a.: 2,5 %/ Gebäudereinigung Tarifbereich West; 5,2 %/ Gebäudereinigung Tarifbereich Ost; 3,5 %/ DeHoGa Brandenburg] einbezogen. Bei den Sachkosten wird von einer linearen Steigerung in Höhe von rund 2 % ausgegangen.

Den geplanten Gesamterträgen in Höhe von T€ 51.187 stehen geplante Aufwendungen in Höhe von T€ 51.213 gegenüber.

4. Angaben zur Frauenquote nach § 289f Abs. 4 HGB

Eine Festlegung von Zielgrößen und Zielerreichungsfristen zur Frauenquote nach § 289f Abs. 4 HGB ist nicht erfolgt.

 

Berlin, den 10. Mai 2019

Hendrik Herman Vliem

Alex Hoppe

Bilanz zum 31. Dezember 2018

der Alexianer Agamus GmbH, Berlin

Aktiva

Stand am 31.12.2018
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene EDV-Software und Lizenzen 131.607,61 141.646,42
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.457.262,28 10.891,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 462.751,64 11.018,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.554.266,80 510.421,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 808,01
  5.474.280,72 533.138,01
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 140.000,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 208.895,69 218.926,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173.042,77 73.818,24
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 2.415,22
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.054.755,21 1.882.150,22
4. Sonstige Vermögensgegenstände 314.486,15 117.485,72
  2.542.284,13 2.075.869,40
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 363.605,38 158.687,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.226.648,15 1.275.502,96
  9.947.321,68 4.543.770,47

Passiva

   
Stand am 31.12.2018
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 128.287,44 116.909,41
III. Jahresüberschuss 238.759,48 11.378,03
  392.046,92 153.287,44
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen 10.728,60 7.552,00
C. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 69.206,00 32.168,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.352.499,16 1.158.894,76
  1.421.705,16 1.191.062,76
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 790.328,40 881.504,49
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 790.328,40 (i. V. EUR 881.504,49)    
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 38.059,89 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 38.059,89 (i. V. EUR 0,00)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.022.575,82 1.864.491,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 703.905,90 (i. V. EUR 569.408,58)    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 267.276,89 435.949,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 267.276,89 (i. V. EUR 435.949,70)    
davon aus Steuern: EUR 88.056,59 (i. V. EUR 209.126,53)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.025,56 (i. V. EUR 75.496,91)    
  8.118.241,00 3.181.945,27
E. Rechnungsabgrenzungsposten 4.600,00 9.923,00
  9.947.321,68 4.543.770,47

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

der Alexianer Agamus GmbH, Berlin

2018
EUR
2017
EUR
1. Umsatzerlöse 49.657.271,72 40.898.016,16
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.139.121,95 596.269,07
  50.796.393,67 41.494.285,23
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.769.883,11 9.416.828,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.366.350,49 976.776,97
  11.136.233,60 10.393.605,46
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 27.434.160,71 22.566.317,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.076.499,22 5.670.109,00
davon für Altersversorgung: EUR 1.519.396,62 (i. V. EUR 1.193.874,98)    
  34.510.659,93 28.236.426,94
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 969.375,47 210.728,25
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.385.502,00 2.517.948,23
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 641,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 501.132,60 65.515,09
davon an verbundene Unternehmen: EUR 494.145,83 (i. V. EUR 64.924,09)    
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 38.983,72 50.262,23
10. Ergebnis nach Steuern 254.506,35 20.440,03
11. Sonstige Steuern 15.746,87 9.062,00
12. Jahresüberschuss 238.759,48 11.378,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Angaben

Die Alexianer Agamus GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg, Reg. Nr. 99850B.

Der Jahresabschluss der Alexianer Agamus GmbH, Berlin, zum 31. Dezember 2018 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB in ihrer Gliederung auf der Passivseite um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen" erweitert.

Es handelt sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die bezüglich der abnutzbaren Sachanlagen um planmäßige Abschreibungen vermindert werden. Die Abschreibungen bemessen sich nach der linearen Methode. Dabei richten sich die Abschreibungssätze nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Anschaffungskosten der abnutzbaren beweglichen Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis zu EUR 1.000,00 (ohne Umsatzsteuer) werden jeweils in einem Sammelposten für das betreffende Geschäftsjahr eingestellt. Die Sammelposten werden im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils mit einem Fünftel aufgelöst. Für entsprechende Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 (ohne Umsatzsteuer) wurden die Anschaffungskosten als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalbeträgen bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der abgegrenzten Beträge erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens enthalten die für Anschaffungen der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens verwendeten Zuwendungsbeträge, vermindert um die Beträge, die den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Abschreibungen auf die mit diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenstände entsprechen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit Erfüllungsbeträgen bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel in der Anlage 4.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Gesellschafter betreffen am Bilanzstichtag und am Bilanzstichtag des Vorjahres Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich gleichzeitig um Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

In den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen werden die passivierten Fördermittel zur Finanzierung geförderter Anlagegüter ausgewiesen. Die Entwicklung verläuft durch die vorgenommenen Zugänge und Auflösungen im Einklang mit der Entwicklung der entsprechenden Teile des Anlagevermögens.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für folgende Verpflichtungen gebildet:

2018
TEUR
2017
TEUR
Nicht genommener Urlaub 386,0 314,8
Überstunden 436,6 432,0
Berufsgenossenschaftsbeitrag 212,5 160,6
Altersteilzeit 20,8 44,1
Sonderzahlungen/Prämien 116,1 97,7
Abfindungen 50,0 100,0
Übrige Rückstellungen 130,5 9,7
  1.352,5 1.158,9

Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit Stand Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
31.12.2018
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten        
1. aus Lieferungen und Leistungen 790.328,40 790.328,40 0,00 0,00
Vorjahr (881.504,49) (881.504,49) (0,00) (0,00)
2. gegenüber verbunden Unternehmen 7.022.575,82 703.905,90 6.318.669,92 4.801.326,88
Vorjahr (1.864.491,08) (569.408,58) (1.295.082,50) (881.934,22)
3. gegenüber Gesellschaftern 38.059,89 38.059,89 0,00 0,00
Vorjahr (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 267.276,89 267.276,89 0,00 0,00
Vorjahr (435.949,70) (435.949,70) (0,00) (0,00)
Summe 8.118.241,00 1.799.571,08 6.318.669,92 4.801.326,88
Summe Vorjahr (3.181.945,27) (1.886.862,77) (1.295.082,50) (881.934,22)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit EUR 6.644.526,09 (Vorjahr TEUR 1.387) Darlehen und mit EUR 378.049,73 (Vorjahr TEUR 477) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung 2018 wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden EUR 0,00 (Vorjahr EUR 591,00) aus Nachzahlung zu Steuern ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Die Kapitalanteile an der Agamus Dienste GmbH wurden zu 100 % verschmolzen.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.430 (Vorjahr 1.106) Mitarbeiter beschäftigt.

Den Arbeitnehmern der Gesellschaft wird eine Zusatzversorgung gewährt, die über die Kirchliche Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands Anstalt des öffentlichen Rechts (KZVK), Köln, abgewickelt wird. Die Zusatzversorgung umfasst eine Alters-, Erwerbsminderungs- sowie eine Hinterbliebenenversorgung, für die eine Wartezeit von 60 Monaten erfüllt sein muss. Die Beiträge zur KZVK werden für alle ständig Beschäftigten der Gesellschaft entrichtet. Sie belaufen sich für das Jahr 2018 auf 5,79 % (Vorjahr 5,29 %) der zusatzversicherungspflichtigen Entgelte. Die Summe der der Beitragserhebung zugrunde liegenden umlagepflichtigen Entgelte beträgt EUR 25.714.699,98 (Vorjahr TEUR 20.884).

Bezüglich der Rentenansprüche und Rentenanwartschaften aus Zusagen, die vor dem 1. Januar 2002 (Umstellungsstichtag auf kapitalgedeckte Zusagen) von der Gesellschaft getätigt wurden, reicht das Vermögen der KZVK für eine vollständige Deckung nicht aus. Die Erfassung dieser Rentenansprüche und Rentenanwartschaften erfolgt in dem sog. Abrechnungsverband S der KZVK. Die in diesem Abrechnungsverband bestehende Unterdeckung soll über einen zusätzlichen Finanzierungsbeitrag bis zum Jahr 2040 geschlossen werden. Der von der KZVK nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelte und der Gesellschaft mitgeteilte Barwert der Deckungslücke aus dem Abrechnungsverband S beläuft sich auf insgesamt EUR 1.291.957.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Alexianer GmbH, Münster, einbezogen. Eine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts entfällt damit gemäß § 291 HGB. Der Konzernabschluss der Alexianer GmbH wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Organe der Gesellschaft sind gemäß Gesellschaftsvertrag die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

 

Herr Dipl.-Kfm. Alex Hoppe, Geschäftsführer der Alexianer GmbH, Münster

 

Herr Hendrik Herman Vliem, Berlin

Die Vergütung der Geschäftsführung erfolgt auf der Grundlage einzelvertraglicher Regelungen und in Form von Konzernumlagen. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung ist mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

 

Berlin, den 10. Mai 2019

Hendrik Vliem, Geschäftsführer

Alex Hoppe, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

der Alexianer Agamus GmbH, Berlin

Entwicklung der Anschaffungswerte
Alexianer Agamus GmbH Stand am 1.1.2018
EUR
Agamus Dienste GmbH Stand am 1.1.2018
EUR
Stand am 1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene EDV-Software und Lizenzen 569.712,48 77.397,80 647.110,28 20.100,74 0,00 667.211,02
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.192,12 0,00 29.192,12 3.678.692,72 0,00 3.707.884,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 113.267,14 0,00 113.267,14 539.219,14 0,00 652.486,28
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.174.307,68 940.937,77 3.115.245,45 1.388.160,17 44.862,55 4.458.543,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 808,01 0,00 808,01 0,00 808,01 0,00
  2.317.574,95 940.937,77 3.258.512,72 5.606.072,03 45.670,56 8.818.914,19
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 140.000,00 0,00 140.000,00 0,00 140.000,00 0,00
  3.027.287,43 1.018.335,57 4.045.623,00 5.626.172,77 185.670,56 9.486.125,21
Aufgelaufene Abschreibungen
Alexianer Agamus GmbH Stand am 1.1.2018
EUR
Agamus Dienste GmbH Stand am 1.1.2018
EUR
Stand am 1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene EDV-Software und Lizenzen 428.066,06 56.183,29 484.249,35 51.354,06 0,00 535.603,41
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.301,12 0,00 18.301,12 232.321,44 0,00 250.622,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 102.249,14 0,00 102.249,14 87.485,50 0,00 189.734,64
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.663.886,68 687.036,77 2.350.923,45 598.214,47 44.861,65 2.904.276,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.784.436,94 687.036,77 2.471.473,71 918.021,41 44.861,65 3.344.633,47
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.212.503,00 743.220,06 2.955.723,06 969.375,47 44.861,65 3.880.236,88
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2018
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene EDV-Software und Lizenzen 131.607,61 162.860,93
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.457.262,28 10.891,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 462.751,64 11.018,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.554.266,80 764.322,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 808,01
  5.474.280,72 787.039,01
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 140.000,00
  5.605.888,33 1.089.899,94

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Alexianer Agamus GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Alexianer Agamus GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alexianer Agamus GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 10. Mai 2019

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Brent Schanbacher, Wirtschaftsprüfer

Hartmut Pfleiderer, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12. September 2019.

Angaben nach dem Entgelttransparenzgesetz - Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern für den Berichtszeitraum 2016 (§25 Abs. 3 EntgTransG)

Am 06.07.2017 ist das Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) in Kraft getreten. Das Entgelttransparenzgesetz hat zum Ziel, Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern zu fördern und das Entgeltgleichheitsgebot von Frauen und Männern durchzusetzen. Es sieht neben der Berichtspflicht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit von Frauen und Männern und Vorgaben für ein freiwilliges Prüfverfahren zur Einhaltung des Entgeltgleichheitsgebots einen individuellen Auskunftsanspruch für Arbeitnehmer vor.

Bei den Gesellschaften der Alexianer Gruppe können Mitarbeiter grundsätzlich einen Auskunftsanspruch geltend machen. Hierzu ist ein formloser Antrag an die zuständige Personalabteilung zu richten. Die Angabe des Vergleichsentgelts erfolgt als Median-Entgelt einer Vergleichsgruppe aus mindestens sechs Personen des jeweils anderen Geschlechts. Ein Rückschluss auf das Entgelt einzelner Kollegen bzw. Kolleginnen ist damit nicht möglich. Vergleichsgruppe ist immer dieselbe Vergütungs- bzw. Entgeltgruppe.

1. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern

Zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Unternehmen setzt die Alexianer St. Josef Potsdam GmbH auf direkte und indirekte Maßnahmen. Hierzu zählen Maßnahmen im Bereich Personalauswahl und -entwicklung. Bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen werden neben flexiblen Arbeitszeitmodellen weitere Rahmenbedingungen geschaffen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Im Rahmen unserer multiplen Formate zur Führungskräftequalifizierung setzen wir methodisch auf Information, Dialog und Reflexion zugunsten nachhaltiger Sensibilisierung und Haltungsänderung in Bezug auf das Thema Gleichstellung von Mann und Frau.

2. Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Bei der Festlegung der individuellen Vergütung/Entlohnung von Mitarbeitern wird in der Alexianer GmbH nicht nach Geschlecht differenziert. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden auf der Grundlage Ihrer Qualifikation und Ihrer Fähigkeiten ausgesucht, eingestellt und gefördert. Die Vergütung richtet sich entsprechend nach der ausgeübten Tätigkeit und der individuellen Leistung.

3. Aufgeschlüsselte Angaben der Alexianer Agamus GmbH

Im Jahresdurchschnitt 2017 Vollzeit Teilzeit Gesamt
absolut in % absolut in % absolut in %
Beschäftigte 392 100% 715 100% 1.107 100%
männlich 220 56% 132 18% 352 32%
weiblich 172 44% 583 82% 755 68%

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

93 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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