Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 10571
Eingetragen
26.3.2008
Branche
BriefdiensteSonstige Post-, Kurier- und Expressdienste a. n. g.Vermittlungstätigkeiten für Post-, Kurier- und Expressdienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von Postdienstleistungen sowie von Dienstleistungen für regionale Briefgesellschaften in den Bereichen Logistik, Clearing, Abrechnung und Qualitätskontrolle; Erbringung von sonstigen Dienstleistungen zur Vernetzung der Zustellgebiete von regionalen Briefgesellschaften und Akquisition von Warensendungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nancy Greipel
seit 14.6.2024
Prokura
Mario Eichelmann
seit 31.5.2022
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (12)

Ungelöste Beteiligungen (28)

NameAnteil
CITIPOST-Verbund GmbHEigenbeteiligung
0.36%

Gesellschafter
Beta

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 6 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
pd.MEDIENLOGISTIK GmbH
Germany
7.000 €
28.00%
CITIPOST GmbH
Germany
5.000 €
20.00%
PIN AG
Germany
5.000 €
20.00%
CITIPOST Nordwest GmbH & Co.KG
Germany
5.000 €
20.00%
dvs- Deutscher Versand Service GmbH
Germany
1.750 €
7.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

mailworXs GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.4.2025 festgestellt.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 954.726,71 98.469,88
2. Geleistete Anzahlungen 462.471,67 841.675,10
1.417.198,38 940.144,98
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.339,94 129.438,46
1.542.538,32 1.069.583,44
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.504.975,28 2.762.214,67
2. Forderungen gegen Gesellschafter 2.176.879,17 2.093.985,65
3. Sonstige Vermögensgegenstände 310.558,95 199.584,51
4.992.413,40 5.055.784,83
II. Flüssige Mittel 1.350.480,93 791.375,26
6.342.894,33 5.847.160,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.047,46 39.023,77
7.939.480,11 6.955.767,30

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 876.000,00 876.000,00
III. Gewinnvortrag 132.190,02 1.335.612,46
IV. Jahresfehlbetrag -920.633,49 -1.203.422,44
112.556,53 1.033.190,02
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 44.533,02
2. Sonstige Rückstellungen 124.736,96 443.372,89
124.736,96 487.905,91
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.843.011,46 4.002.785,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.588.691,38 1.220.850,83
3. Sonstige Verbindlichkeiten 270.483,78 211.034,55
7.702.186,62 5.434.671,37
7.939.480,11 6.955.767,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.453.576,43 59.753.837,21
2. Sonstige betriebliche Erträge 265.303,28 204.498,44
57.718.879,71 59.958.335,65
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 113.190,10 76.677,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 53.291.826,71 55.914.339,52
53.405.016,81 55.991.016,70
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.484.358,00 2.777.450,66
b) Soziale Abgaben 529.508,81 522.194,13
3.013.866,81 3.299.644,79
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 223.221,33 139.922,56
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.002.709,01 1.963.356,91
-925.934,25 -1.435.605,31
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 446,01 555,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 361,04 1.185,35
84,97 -630,35
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.191,79 -236.386,22
10. Ergebnis nach Steuern -916.657,49 -1.199.849,44
11. Sonstige Steuern 3.976,00 3.573,00
12. Jahresfehlbetrag -920.633,49 -1.203.422,44

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: mailworXs GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Würzburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Würzburg
Register-Nr.: 10571

Der Jahresabschluss der mailworXs GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. u. §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB. Die Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Restrukturierung der mailworXs GmbH wurde 2023 und 2024 weiter fortgeführt, sodass ab 2025 wieder positive Jahresergebnisse erwartet werden. Zur finanziellen Unterstützung der Gesellschaft haben die Gesellschafter im Jahr 2024 zusätzliche nachrangige Darlehen in Höhe von Euro 730.000,00 gewährt. Vor diesem Hintergrund ist der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und bemessen sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG (Einzelanschaffungswert von nicht mehr als 800,00 Euro) wurden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko der am Abschlussstichtag noch offenen Forderungen wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag wurden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zeitanteilig abgegrenzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagenwerte ist in einem gesonderten Anlagenspiegel als Bestandsteil des Anhangs dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen jeweils in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit Euro 72.194,02 (Vorjahr: Euro 11.123,16) Vorsteuerforderungen, die erst im Folgejahr rechtlich entstehen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Abschlusserstellung und -prüfung sowie Steuerberatung in Höhe von Euro 76.885,90 (Vorjahr: Euro 64.000,00) und ausstehende Rechnungen in Höhe von Euro 26.584,65 (Vorjahr: Euro 225.574,03).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 88.265,19 (Vorjahr: 44.292,76 Euro) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 957,61 (Vorjahr: 2.412,12 Euro) enthalten.

Angaben zur Gewinn- u. Verlustrechnung

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen Euro 24.108,22 (Vorjahr: Euro 26.367,17).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen fielen in Höhe von Euro 361,04 (Vorjahr: Euro 1.185,35) gegenüber Kreditunternehmen an.

Das Jahresergebnis enthält periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 74.493,31 (Vorjahr: Euro 62.428,21) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 67.569,04 (Vorjahr: Euro 20.316,50).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen Verpflichtungen für Leasingfahrzeuge, Mietverträge und sonstige Verpflichtungen haben Laufzeiten zwischen 1 und 58 Monaten. Die Gesamtverpflichtung hieraus beläuft sich auf 516,9 TEUR (Vorjahr 393,7 TEUR).

Mitarbeiter

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 43 Mitarbeiter (Vorjahr: 45 Mitarbeiter) beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.

Gewinnvortrag/Ergebnisverwendung

Der Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2022 in Höhe von Euro 132.190,02, der sich aus dem Verlust 2022 und dem Gewinnvortrag aus 2021 ergab, wurde gemäß Verwendungsbeschluss auf neue Rechnung vorgetragen.

Das Jahr 2023 endet mit einem Verlust von Euro 920.633,49.

Beirat

Die Gesellschaft hat einen Beirat, der aus sechs Mitgliedern besteht. Diesem gehören am Bilanzstichtag an:

Markus Ablinger, Leitung Gruppencontrolling der Mediengruppe Pressedruck Dienstleistungs GmbH & Co. OHG, Vaterstetten

Mirco Wieck, Geschäftsführer der pd.Medienlogistik GmbH, Dachau (bis 31. Dezember 2023)

Peter Steib, Geschäftsführer der pd.Medienlogistik GmbH, Rennertshofen (ab 31. Dezember 2023)

Eckard Jung, Hamburg, Regionaler Logistikleiter der FUNKE Logistik GmbH (bis 9. Mai 2023)

Frank Jansen, Geschäftsführer der FUNKE Logistik GmbH, Scharbeutz (seit 9. Mai 2023)

Dr. Axel Stirl, Vorsitzender des Vorstandes (CEO) der PIN AG, Berlin

Adrian Schimpf, Chief Financial Officer (COO) der Madsack Mediengruppe, Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, Hannover

Jan Fitzner, Geschäftsführer der CITIPOST Nordwest GmbH & Co. KG, NWZ-Zustellgesellschaft mbH & Co. KG, VDS Verlags- und Direktservice GmbH & Co. KG, Westerstede

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Michael Kunter (Geschäftsführer - Sprecher), Dipl.-Ing. (FH), Großrinderfeld (bis 31. Mai 2024)

Mario Eichelmann (Geschäftsführer), Industriekaufmann, Mintraching

Die Angabe der gewährten Gesamtbezüge unterbleibt entsprechend § 286 Abs. 4 HGB.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, bestehen nicht.

 

Würzburg, 4. Dezember 2024

Mario Eichelmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der mailworXs GmbH, Würzburg, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.951,75 328.939,93 681.590,00 0,00 1.459.481,68
2. Geleistete Anzahlungen 841.675,10 304.386,57 -681.590,00 2.000,00 462.471,67
1.290.626,85 633.326,50 0,00 2.000,00 1.921.953,35
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 481.808,44 64.849,71 0,00 17.297,36 529.360,79
1.772.435,29 698.176,21 0,00 19.297,36 2.451.314,14
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 350.481,87 154.273,10 0,00 504.754,97
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
350.481,87 154.273,10 0,00 504.754,97
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 352.369,98 68.948,23 17.297,36 404.020,85
702.851,85 223.221,33 17.297,36 908.775,82
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 954.726,71 98.469,88
2. Geleistete Anzahlungen 462.471,67 841.675,10
1.417.198,38 940.144,98
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.339,94 129.438,46
1.542.538,32 1.069.583,44

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

mailworXs GmbH

Erbringung von Postdienstleistungen

Würzburg

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die mailworXs GmbH (nachfolgend "Gesellschaft" genannt) ist ein seit 2010 im Sektor Postdienstleistungen mit dem Schwerpunkt Logistikdienstleistungen tätiges Unternehmen. Sie tritt unter der Marke "mail alliance" auf. In der mail alliance sind rund 70 private deutsche Briefdienste vernetzt, die mit ihren Letzten Meilen als Zustellpartner der mail alliance 52,3 % der deutschen Haushalte abdecken. Die Leistungen zwischen der mail alliance und den Briefdienstleistern sind durch Kooperationsverträge geregelt.

Neben dem Netzwerk bietet die mailworXs GmbH auch eigene Briefdienstleistungen in Nürnberg und im Rhein-Main-Gebiet an. Der Briefdienst tritt unter dem Namen "mailworXs GmbH - Briefdienstleistungen" nach außen auf. Es werden Kunden akquiriert und die Mengen durch Kooperationspartner, sowie über die Konsolidierung durch die Deutsche Post AG zugestellt. Die Logistik erfolgt ebenfalls durch Kooperationspartner.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die relevanten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gesetzt.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023 wird weiterhin von gestiegenen Energiepreisen geprägt. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingen aufgrund steigender Zinsen. Laut statistischem Bundesamt ist die Wirtschaft zu Beginn des Jahres in eine Rezession gerutscht, stagnierte ab dem zweiten Quartal und ist zum Jahresende um 0,3 % gesunken.

Der deutsche Arbeitsmarkt blieb 2023 trotz der angespannten Wirtschaftslage stabil. Laut statistischem Bundesamt hat die Erwerbstätigkeit sogar den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 erreicht. Im September 2023 hat die Erwerbstätigkeit in Deutschland erstmals die 46-Millonen-Schwelle überschritten. Ein großes Hindernis für die deutsche Wirtschaft war auch 2023 der Arbeits- und Fachkräftemangel (www.bundesregierung.de).

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Neben der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland sind die branchenbezogenen Entwicklungen des deutschen Postmarktes von Bedeutung.

Zu den deutschen Postmärkten gehören die Beförderung von Briefsendungen bis 1.000 Gramm (lizenzpflichtiger Briefmarkt), der Bereich Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) sowie die Zustellung von adressierten Zeitungen und Zeitschriften. Die Entwicklungen auf den Postmärkten werden zunehmend durch die Digitalisierung und den E-Commerce getrieben. Briefmengen gehen aufgrund von Digitalisierungen kontinuierlich zurück.

Ab Juli 2023 hatte die Deutsche Post AG die Preise für Dialogpostsendungen erhöht. Der alternative Briefmarkt orientiert sich an den Preisen der Deutschen Post AG. Somit gab es ebenfalls eine Anpassung. Die Preiserhöhung ist insbesondere eine Reaktion auf die sprunghafte Entwicklung der Energiepreise sowie der gestiegenen Transport- und Personalkosten in der Abhol- und Zustelllogistik (gestiegene Mautsätze, höhere CO 2 -Preise und gestiegener Mindestlohn).

Ein Teil der Kostensteigerung konnte durch Prozessoptimierungen ausgeglichen werden.

Markt- und Absatzentwicklung

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation und der damit verbundenen Inflation gab es erneut erhebliche Kostensteigerungen in der Logistik. Daher konnten nicht mehr alle Haushalte durch das Netzwerk beliefert werden. Die Haushaltsabdeckung ist um 4,9 %-Punkte auf 52,3% gesunken.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Das Produktportfolio der Gesellschaft wurde nicht wesentlich verändert.

Die Mengen im mail alliance Netz sind mit 148,8 Mio. Sendungen im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 % gesunken.

Im Umsatz musste die Gesellschaft einen Verlust von 3,9 % verzeichnen. Die Umsatzrendite zum Bilanzstichtag liegt bei -1,6 % (VJ: -2,0 %).

Investitionen

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von 698.176 € getätigt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in Software.

Die Höhe der Abschreibungen beläuft sich auf 223.221 €.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist nicht in den Bereichen Forschung und Entwicklung nach § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB tätig.

2. Wirtschaftsbericht

Nachfolgend werden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert.

Vermögenslage

Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen:

2023 2022
TEUR % TEUR %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.417,2 17,8 940,1 13,5
Sachanlagen 125,3 1,6 129,5 1,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.505,0 31,6 2.762,2 39,7
Forderungen gegenüber Gesellschaftern 2.176,9 27,4 2.094,0 30,1
Sonstige Vermögensgegenstände 310,6 3,9 199,6 2,9
Flüssige Mittel 1.350,5 17,0 791,4 11,4
Rechnungsabgrenzungsposten 54,0 0,7 39,0 0,5
Summe Aktiva 7.939,5 100,0 6.955,8 100,0
Veränderungen
TEUR %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 477,1 50,8
Sachanlagen -4,2 -3,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -257,2 -9,3
Forderungen gegenüber Gesellschaftern 82,9 4,0
Sonstige Vermögensgegenstände 111,0 55,6
Flüssige Mittel 559,1 70,6
Rechnungsabgrenzungsposten 15,0 38,5
Summe Aktiva 983,7 14,1
2023 2022
TEUR % TEUR %
PASSIVA
Eigenkapital 112,6 1,4 1.033,2 14,9
Rückstellungen 124,7 1,6 487,9 7,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.843,0 61,0 4.002,8 57,5
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.588,7 32,6 1.220,9 17,6
Sonstige Verbindlichkeiten 270,5 3,4 211,0 3,0
Summe Passiva 7.939,5 100,0 6.955,8 100,0
Veränderungen
TEUR %
PASSIVA
Eigenkapital -920,6 -89,1
Rückstellungen -363,2 -74,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 840,2 21,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.367,8 >100,0
Sonstige Verbindlichkeiten 59,5 28,2
Summe Passiva 983,7 14,1

Die Aktiva sind gekennzeichnet durch den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich vorrangig aus dem mail alliance Netz ergeben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum 31.12.2023 einen Anteil von 62,9 %.

Die Passivseite ist maßgeblich geprägt durch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag, die im Wesentlichen aus der Abrechnung der Zustellpartner im mail alliance Netz resultieren.

Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresfehlbetrages um 89,1 % gesunken. Die Eigenkapitalquote verringert sich infolgedessen auf 1,4 % (VJ: 14,9 %).

Das Fremdkapital ist kurzfristig. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ist die Folge einer Zahlungszielverlängerung durch die Gesellschafter.

Finanzlage

Über die Liquiditätssituation und finanzielle Entwicklung geben folgende Kennzahlen Aufschluss:

2023 Vorjahr 2022
TEUR TEUR
Jahresfehlbetrag -920,6 -1.203,4
Abschreibungen (auf immat. VGdAV u. SAV + VGdUV) 223,2 139,9
Veränderung Rückstellungen -363,2 -602,3
Cashflow -1.060,6 -1.665,8
Forderungen aus LuL sowie gegen Gesellschafter
x 360 Tage 4.681,9 4.856,2
/ Umsatzerlöse 57.453,6 59.753,8
Laufzeit der Forderungen aus LuL in Tagen 30 30
Verbindlichkeiten aus LuL sowie gegenüber Gesellschafter
x 360 Tage 7.431,7 5.223,6
/ Materialaufwand 53.405,0 55.991,0
Laufzeit der Verbindlichkeiten aus LuL in Tagen 51 34

Die Liquiditätslage der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr weiter verschlechtert. Mit der Unterstützung durch die Gesellschafter wird die mailworXs GmbH ihren finanziellen Verpflichtungen jedoch weiterhin nachkommen.

Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 57.453,6 99,5 59.753,8 99,7
Übrige betriebliche Erträge 265,3 0,5 204,5 0,3
Betriebsleistung 57.718,9 100,0 59.958,3 100,0
Materialaufwand 53.405,0 92,5 55.991,0 93,4
Personalaufwand 3.013,9 5,2 3.299,6 5,5
Abschreibungen 223,2 0,4 139,9 0,2
Übriger betrieblicher Aufwand 2.002,7 3,5 1.963,4 3,3
Finanzaufwand -0,1 0,0 0,6 0,0
Steuern vom Einkommen und Ertrag -9,2 0,0 -236,4 -0,4
Ergebnis vor Steuern -916,6 -1,6 -1.199,8 -2,0
Sonstige Steuern 4,0 0,0 3,6 0,0
Jahresergebnis -920,6 -1,6 -1.203,4 -2,0
Veränderungen
TEUR %
Umsatzerlöse -2.300,2 -3,8
Übrige betriebliche Erträge 60,8 29,7
Betriebsleistung -2.239,4 -3,7
Materialaufwand -2.586,0 -4,6
Personalaufwand -285,7 -8,7
Abschreibungen 83,3 59,5
Übriger betrieblicher Aufwand 39,3 2,0
Finanzaufwand -0,7 -116,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag 227,2 96,1
Ergebnis vor Steuern 283,2 23,6
Sonstige Steuern 0,4 11,1
Jahresergebnis 282,8 23,5

Der Leistungsindikator der Gesellschaft ist die Sendungsmenge. Diese liegt im Berichtsjahr um 12,2 % unter Plan. Besonders im Bereich der Briefprodukte gibt es einen deutlichen Rückgang. Hauptursache für den Mengenverlust sind die gesunkene Haushaltsabdeckung von 4,9 %-Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Zudem verändert sich der Markt aufgrund zunehmender Digitalisierung.

Die Umsatzerlöse sind dadurch um 3,8 % gesunken. Trotzdem konnte aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis um 23,5 % verbessert werden.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag im Berichtsjahr bei 43 Mitarbeitern (VJ: 45).

Aufgrund des Mengenrückganges und der steigenden Kosten schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von -920.633 € (VJ: -1.203.422 €) ab.

3. Prognosebericht

Die Preisgestaltung der mailworXs GmbH orientiert sich im Wesentlichen an den Maßnahmen der Deutschen Post AG.

Zum 01. Januar 2024 erhöht die Deutsche Post AG die Entgelte für Dialogpost und Postwurfspezial und Postaktuell. Die Entgelte für Briefprodukte dürfen aufgrund Ablehnung der Bundesnetzagentur trotz sinkender Mengen, die auf die Kosten drücken, erst ab 2025 erhöht werden.

Der gesetzliche Mindestlohn wird ab Januar 2024 auf 12,41 € angehoben.

Hohe Prognoseunsicherheiten sind die weiteren Auswirkungen der Folge der Kriege in der Ukraine und Israel. Zudem hinterlassen das Schuldenurteil des Verfassungsgerichts und die Haushaltsbeschlüsse der Bundesregierung Spuren. Angesichts der multiplen Krisenlage sind die Auf- und Abwärtsrisiken der Prognose deutlich größer als üblich. Die Prognosen von Wirtschaftsforschern gehen stark auseinander. Allerdings sind die Ökonomen sich einig, dass die Wirtschaft weniger als 1 % wachsen wird. Es wird davon ausgegangen, dass die Belastungen der Inflation auch 2024 spürbar bleiben wird.

Aufgrund der hohen Energiepreise und Lohnkosten wird die mailworXs GmbH die Preise für 2024 anpassen.

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation sieht die Gesellschaft den alternativen Briefmarkt weiterhin als systemrelevant. Vor diesem Hintergrund und aufgrund von Preis- und Kostenoptimierungen durch Neustrukturierungen und Verschlankung von Prozessen gehen wir davon aus, dass sich das Jahr 2024 wieder positiv entwickeln wird. Die entsprechenden Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung werden von den Gesellschaftern unterstützt und wurden bereits bzw. werden derzeit von der Gesellschaft umgesetzt.

Wir gehen trotz weiter rückläufiger Sendungsmengen aufgrund von Sendungsmixverschiebung und Preissteigerung für 2024 von einem Umsatz analog zum Jahr 2023 und aufgrund der Kostenoptimierungen von einem leicht positiven operativen Ergebnis aus. Aufgrund von Einmalkosten in Höhe von rd. EUR 1 Mio. wird das Jahresergebnis 2024 jedoch erneut negativ sein. Die Liquiditätslage ist mit Unterstützung der Gesellschafter, die im Jahr 2024 zusätzliche nachrangige Darlehen in Höhe von TEUR 730 gewährt haben, weiterhin stabil. Für das Jahr 2025 gehen wir von weiteren Mengen- und Umsatzrückgängen, einem weiter verbesserten operativen Ergebnis und einem leicht positiven Jahresergebnis aus.

Generell ist aber zu berücksichtigen, dass die Planungen mit hohen Unsicherheiten belegt sind. Die weitere dynamische Entwicklung des Weltgeschehens sowie die Auswirkungen in der Veränderung des Marktes lassen sich derzeit nicht verlässlich abschätzen.

4. Chancen und Risikobericht

Veränderungen von rechtlichen Regelungen und Rahmenbedingungen auf dem Postmarkt können die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen. Insbesondere das Marktverhalten der Deutschen Post AG kann starke Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben. Eine weitere Abhängigkeit besteht in der Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern. Die Qualität von Verarbeitung und Zustellung von Sendungsmengen, sowie die Haushaltsabdeckung bedeuten Chancen und Risiken für das Unternehmen. Auch die gesetzlichen Mindestlohnregelungen haben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung unserer Kooperationspartner, was sich unmittelbar auf den Erfolg der mailworXs GmbH auswirken kann.

Zudem kommen unerwartete Ereignisse, wie die Corona-Pandemie und Krieg, welche zu einem schnellen Handeln im Unternehmen führen müssen.

Trotz der zahlreichen Herausforderungen bleibt die mailworXs GmbH innovativ und verbessert die Qualität im Netzwerk immer weiter, was eine höhere Akzeptanz des alternativen Briefmarktes gerade bei Großkunden zur Folge hat. Die Veränderungen im Markt betrachtet die Gesellschaft sowohl als Herausforderung, wie auch als Chance.

Alle Chancen und Risiken werden regelmäßig betrachtet und bewertet.

Der regelmäßige Vergleich von Ist- und Planwerten, sowie die quartalsweise Erstellung von Prognosen dienen dazu Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, sodass gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Das Forderungsausfallrisiko wird anhand integrierter Mahnverfahren minimiert. Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen mussten 2023 und 2024 nur in geringem Umfang gebildet werden.

Ein Währungsrisiko besteht aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit in der EURO-Zone nicht.

Finanzderivate kommen bei der mailworXs GmbH nicht zum Einsatz.

 

Würzburg, 4. Dezember 2024

Mario Eichelmann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die mailworXs GmbH, Würzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mailworXs GmbH, Würzburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mailworXs GmbH, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 13. Februar 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Karina Frille, Wirtschaftsprüferin

Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer

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