GDW KMS Holdings GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Knut Dr. Kille seit 19.8.2020 | Geschäftsführer |
Ian Marc Dr. Maywald seit 14.8.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
11 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 11 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Rhodius Erwerbs GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rhodius Group Holding GmbHWeißenburg i. Bay.Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020I. Allgemeines Die Rhodius Group Holding GmbH ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, zum 31.12.2020 einen Konzernabschluss aufzustellen. Gliederung, Ansatz und Bewertung der Bilanzposten und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen gem. §§ 294 bis 314 HGB einheitlich nach den Vorschrif- ten des HGB. Soweit bei ausländischen Tochterunternehmen wegen nationaler Vorschriften abweichende Regelungen im Hinblick auf die Bilanzierung und Bewertung vorliegen, werden die betreffenden Abschlüsse für den Zweck der Einbeziehung in den Konzernabschluss an die Vorschriften des HGB angepasst. II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises Neben der Rhodius Group Holding GmbH als Mutterunternehmen werden die folgenden Tochterunternehmen, an denen das Mutterunternehmen jeweils zu 100 % beteiligt ist, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
*) Gewinnabführungsvertrag mit der Rhodius
Group Holding GmbH
III. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020. Die Erstkonsolidierung der Rhodius GmbH, der Rhodius Magyarország Kft (Ungarn) und der Rhodius Safety and Environmental Solutions Kunshan Co., Ltd (China) erfolgte jeweils zum Zeitpunkt des Erwerbs (01.07.2015); bei der Rhodius Erwerbs GmbH zum Zeitpunkt der Gründung (30.04.2015). Im Geschäftsjahr wurde die Rhodius KMS GmbH im Zeitpunkt ihrer Gründung (18. Dezember 2020) erstmals konsolidiert. Bei der Kapitalkonsolidierung kommt die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Anwendung. Der verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung zum 01.07.2015 in Höhe von € 16.771.594,47 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und linear über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells festgelegt. Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden gem. §§ 303 bis 305 HGB eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den zu konsolidierenden Gesellschaften wurden konsolidiert. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen voll konsolidiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. Die Ermittlung der latenten Steuern auf Konsolidierungsvorgänge wurde auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des Mutterunternehmens durchgeführt. Neben der Gewerbeertrag- und Körperschaftssteuerbelastung wurde hierbei der Solidaritätszuschlag berücksichtigt. Die Bilanzpositionen, mit Ausnahme des Eigenkapitals, ausländischer Tochterunternehmen, deren Währung nicht der Euro ist, werden nach der modifizierten Stichtagsmethode mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zum historischen Währungskurs. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird erfolgsneutral behandelt und unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Währungsumrechnung des Anlagevermögens ergeben, werden im Anlagespiegel ausgewiesen. Für die Währungsumrechnung wurden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:
Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 erstellt. Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde gemäß DRS 22 aufgestellt Wie im Vorjahr besteht innerhalb des Konzerneigenkapitals eine weitere Untergliederung um den Posten "Genussrecht" nach § 265 Abs. 5 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung werden grundsätzlich in Handelsbilanzen II vorgenommen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden - soweit es sich um entgeltlich erworbene Rechte und Werte handelt - zu Anschaffungskosten aktiviert und in der Regel über fünf Jahre abgeschrieben. Geschäfts-oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Der im Rahmen der Neubewertung angesetzte Kundenstamm wird über acht Jahre abgeschrieben. Für die im Konzernabschluss bilanzierte Marke werden lineare Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren vorgenommen und bilanzierten Patente werden mit zehn Jahren Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Liegt zum Abschlussstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert vor, wird auch außerplanmäßig auf diesen abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Bei der Bemessung der Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Schwer verkäufliche und nicht gängige Gegenstände werden mit den ihnen am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Forderungen werden zum Nennwert unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Darüber hinaus wird bei auf fremde Währung lautenden Forderungen geprüft, ob Anpassungen aufgrund einer Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag vorzunehmen sind. Im Übrigen werden Vermögensgegenstände mit dem Nennwert oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen angesetzt, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag sind. Die Sonderposten für Investitionszulagen wird für erhaltene Zulagen gebildet, die auf zum Bilanzstichtag bereits realisierte Vorhaben entfallen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend den Nutzungsdauern der geförderten Vermögensgegenstände. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bilanziert. Aktive latente Steuern umfassen latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aktive latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 HGB werden nicht aktiviert. Passive latente Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen und wurden auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens ermittelt. V. Erläuterung der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2020 auf die Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden in 2020, wie im Vorjahr, nicht vorgenommen. 2. Vorräte Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit es sich um Anzahlungen auf Vorräte handelt, offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. Im Geschäftsjahr betragen diese T€ 400. Im Vorjahr betrugen diese T€ 0. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum 31.12.2020 wie im Vorjahr nicht. 4. Eigenkapital Der entsprechend DRS 22 aufgestellte Konzerneigenkapitalspiegel ist gesonderter Bestandteil des Konzernabschlusses. Das Konzernergebnis beträgt zum 31.12.2020 T€ - 9.063. Das Mutterunternehmen, Die Rhodius Group Holding GmbH, hat mit Wirkung zum 01.11.2017 Genussrechte im Gesamtbetrag von T€ 5.000 begeben. Die Genussrechte lauten auf den Namen und sind eingeteilt in 5.000.000 untereinander gleichberechtige Genussrechte mit dem Nennbetrag von je € 1,00. Das Recht auf Einzelverbriefung ist ausgeschlossen. Am 28.09.2018 wurden weitere T€ 2.500 mit dem Nennbetrag von je € 1,00 begeben. Weitere Genussscheine T€ 15.500 mit dem Nennbetrag von je € 1,00 wurden dem Unternehmen am 31.12.2019 zugeführt. Weiter wurden dann zum 31.12.2020 T€ 6.677 zugeführt. Insgesamt wurden 29.676.628,84 € Genussrechte jeweils auf den Namen und im Nennbetrag von je € 1,00 € und ein Genussrecht auf 0,84 € ausgegeben. Die Genussrechte verbriefen keine Gesellschafterrechte, insbesondere kein Teilnahme-, Mitwirkungs- und Stimmrecht in den Gesellschafterversammlungen der Gesellschaft. Die Genussrechtsinhaber haben Anspruch auf eine Vergütung bis zu 8,5 % (bisher 8,0 %) des Nennbetrags der Genussrechte, neu geregelt in der Genussrechtevereinbarung vom 31.12.2020. Die Gewinnbeteiligung entsteht nur, sofern der Genussrechtsemittent im jeweiligen Geschäftsjahr Dividende auszahlt. Die Vergütung ist dadurch begrenzt, dass durch sie kein Bilanzverlust entstehen darf. Die Vergütung wird thesauriert. Die neuen Genussrechte sind erstmals für das am 01.01.2021 begonnene Geschäftsjahr gewinnbeteiligungsberechtigt. Die bestehenden Genussrechte unterliegen bis 31.12.2020 den Regelungen der bestehenden Genussrechtsvereinbarung und sind ab 01.01.2021 nach der Genussrechtsvereinbarung vom 31.12.2020 gewinnbeteiligungsberechtigt. Die Ausschüttung bedarf eines Gesellschafterbeschlusses. Die Genussrechtsvereinbarung vom 31.12.2020 hat eine unbefristete Laufzeit. Die Genussrechte erfüllen die Kriterien für eine Qualifizierung als bilanzielles Eigenkapital (Nachrangigkeit, Erfolgsabhängigkeit der Vergütung, Teilnahme am Verlust bis zur vollen Höhe des Genussrechtskapitals, Längerfristigkeit der Kapitalüberlassung) und werden gemäß § 265 Abs. 5 HGB unter dem hinzugefügten Posten "Genussrechtskapital" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. 5. Rückstellungen Die Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahreswerte in Klammern):
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25.957 sind durch den Konsortialkreditvertrag mit der KSK Biberach vom 31.08.2018 durch Verpfändung aller deutschen Bankkonten, Verpfändung sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Rhodius GmbH (soweit nicht im Rahmendes Factorings verkauft) sowie sonstiger geldwerter Forderungen der Konzerngesellschaften, Sicherungsübereignung des Anlage- und Umlaufvermögens der Rhodius GmbH in Deutschland und Ungarn, Verpfändung der IP-Rechte und Bestellung der Grundpfandrechte am Grundbesitz der Rhodius GmbH besichert. In den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen TEUR 10.230 sechs Geldmarktkredite mit jeweils drei monatiger Laufzeit für die Zinsvalutierung, die aufgenommen wurden, um die Anzahlungen auf Maschinenlinien und Kundenwerkzeuge zu leisten. Mit deren Abnahme erfolgt die Umwandlung der Geldmarktkredite in ein Tilgungsdarlehen. Die Kontokorrentbelastung belief sich am 31.12.2020 auf T€ 1.430. Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von T€ 2.815 sind durch Sicherungsübereignung der entsprechenden Investitionsobjekte besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren. Aus dem Gesellschafterdarlehen wurden lt. Gesellschafterbeschluss vom 25.10.2017 zum 01.11.2017 T€ 5.000 in Genussrechtskapital umgewandelt. Am 28. September 2018 erfolgte eine weitere Ausgabe von TE 2.500 an Genussrechtskapital. Zum 31.12.2019 wurde das Gesellschafterdarlehen von T€ 21.859 auf T€ 6.359 reduziert und weitere Genussrechte in Höhe von TE 15.500 ausgegeben. Weiter wurden dann zum 31.12.2020 T€ 6.677 zugeführt. Insgesamt wurden 29.676.628,84 € Genussrechte jeweils auf den Namen und im Nennbetrag von je€ 1,00 € und ein Genussrecht auf 0,84 € ausgegeben. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
Im Vorjahr haben die Verbindlichkeiten aus Steuern T€ 251 und die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit T €49 betragen. Das Tochterunternehmen, Rhodius Erwerbs GmbH, hat mit Vertrag vom 31.08.2018 zwei Genussscheine im Gesamtbetrag von T€ 850 ausgegeben. Die Genussscheine gewähren auf schuldrechtlicher Grundlage Gläubigerrechte, jedoch keine Gesellschafterrechte an der Gesellschaft, insbesondere keine Teilnahme-, Mitwirkungs- und Stimmrechte in den Gesellschafterversammlungen sowie keine Bezugsrechte auf Anteile. Die Genussscheininhaber erhalten eine gewinnabhängige Vergütung in Höhe von 1,5 % p.a. auf den Nennbetrag, sind aber am Verlust der Gesellschaft nicht beteiligt. Die Genussscheininhaber erhalten für die Bereitstellung des Nennbetrags eine ergebnisunabhängige Vergütung in Höhe von 6,5 % p.a. auf den Nennbetrag. Die Laufzeit der Genussscheine endet am 31.03.2025. 7. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierung, die das Sachanlagevermögen (T€ 462), Kundenstamm (T€ 14.416), Marke (T€ 9.718) sowie Patente (T€ 1.482) betreffen. Bei der Anwendung des kombinierten Ertragsteuersatzes von 27,9 % wurden die passiven latenten Steuern zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in Höhe von 7.276 angesetzt. Bei der Fortschreibung der erworbenen Vermögensgegenstände wurden die passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 750 aufgelöst.
VI. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen entfallen nach geographisch bestimmten Märkten auf:
Von den Umsatzerlösen entfallen nach Tätigkeitsbereichen auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 444 beinhalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse von insgesamt T€ 3 und entfallen in Höhe von T€ 5 auf periodenfremde Sachverhalte. Letztere resultieren aus Erträgen bei Summenanpassungen der Sachversicherungen rückwirkender Jahre. Erträge aus der Währungsumrechnung sind mit T€ 2 (Vorjahr T€ 40) enthalten. Zusätzlich konnten Erträge T€ 239 aus Innovationsförderung (TBI) vereinnahmt werden. 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 5.119,72 (Vorjahr €4.981,80) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TE 18 periodenfremd. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind mit T€ 141 (Vorjahr TE 150) enthalten. 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand betrifft im Wesentlichen das Mutterunternehmen mit einem Steuersatz von rd. 27,9 %. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten wie im Vorjahr latente Steuern in Höhe von € 749.544,53 (Ertrag). 6. Vergütung für Genussrechtskapital Im Jahre 2020 wurden € 0,00 gemäß Genussrechtsvereinbarung vom 31.12.2020 als Vergütung berücksichtigt. VII. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt im Konzern 403 Mitarbeiter beschäftigt. Darin enthalten sind 3 Auszubildende. Die Aufteilung der Mitarbeiter nach betrieblichen Funktionsbereichen erfolgt wie folgt:
2. Mitglieder der Gesellschaftsorgane Mitglieder der Geschäftsführung: Dr. Robert Kopetzky, Lauf, Diplom-Ingenieur (bis 20. Juli 2020) Dr. Ing. Knut Kille, Stuttgart, Ingenieur (ab 21. Juli 2020) Stephan Kiesner, Büren, Diplom-Ökonom (ab 26. Juni 2019, bis 31.10.2020) Michael Bracker, München, Betriebswirt (ab 01.11.2020) 3. Bezüge Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Hinweis auf § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die nicht bilanzierten Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen betragen TE 4.985, davon innerhalb eines Jahres fällig T€ 1.835. Das Bestellobligo beläuft sich auf TE 2.921, davon alle innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus hat sich die Gruppe verpflichtet, bis 2022 ein Mieterdarlehen in Höhe von insgesamt T€ 2.292 aufzubauen. Die jährlichen Zahlungsabflüsse betragen T€ 153. 5. Außerbilanzielle Geschäfte Zur Beschaffung liquider Mittel wird ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer echten Factoringvereinbarung verkauft. Das Bonitätsrisiko trägt jeweils der Factor. Vorteil der Maßnahme ist die Verbesserung der Finanzierungsstruktur und gleichzeitig die Minimierung von Forderungsausfallrisiken. Im Berichtsjahr fielen Factoringgebühren sowie Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 98 an. Der Bestand an verkauften Forderungen beträgt zum Stichtag TE 3.436. 6. Honorar des Abschlussprüfers Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 als Aufwand erfasste Gesamthonorar beläuft sich auf T€ 107: Honorar für Abschlussprüfungsleistungen T€ 60 Steuerberatungsleistungen T€ 42 Sonstige Leistungen T€ 5 VIII. Nachtragsbericht Die Folgeauswirkungen der Corona-Pandemie führten dazu, dass die Rhodius-Gruppe, innerhalb derer aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge einen Art Haftungsverbund mit den deutschen Gesellschaften besteht, im August 2020 die Erstellung eines Sanierungsgutachtens beauftragt hat. Das Gutachten wurde am 4. November 2020 finalisiert und bescheinigt, dass die Rhodius-Gruppe eine positive Fortführungsprognose hat und die für die Restrukturierung konkret in Angriff genommenen Maßnahmen zusammen objektiv geeignet sind, um die Rhodius-Gruppe in überschaubarer Zeit durchgreifend zu sanieren. Parallel dazu hat das Management der Rhodius-Gruppe bereits umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität und zur Steigerung der Profitabilität angestoßen. Bestandteil des Gutachtens sind zudem verschiedene finanzwirtschaftliche Maßnahmen, welche Großteils mit Vereinbarungen vom 10. Juni 2021 vertraglich umgesetzt wurden. Neben einer Neuordnung der bisherigen Bankenfinanzierung (Laufzeitverlängerung, Tilgungsstundung, Zinsanpassung) beinhalten die Maßnahmen ein neues Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 1,0 Mio., eine weitere Zusage seitens der Gesellschafter über EUR 1,4 Mio., sowie eine neue Bankenfinanzierung über EUR 12,0 Mio., welche auch eine Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt. Dem Antrag für die Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits zugestimmt und die verwaltungsrechtliche Zusicherung der Bürgschaft nach § 38 VwVfG M-V liegt vor. Gemäß Änderungsvereinbarung zur Bankenfinanzierung vom 10. Juni 2021 sind bis zum 31. Dezember 2022 keine Finanzkennzahlen einzuhalten.
Weißenburg i. Bay., den 24. Juni 2021 Dr. Knut Kille, Geschäftsführer Michael Bracker, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020
Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds betrifft den Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivaltenten und setzt sich ausschließlich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Konzerneigenkapitalspiegel im Geschäftsjahr 2020
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020Inhalt Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns 2. Unternehmensstruktur 3. Ziele und Strategien 4. Steuerungssystems 5. Finanzielle und Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 5.1 Finanzielle Leistungsindikatoren 5.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 6. Forschung und Entwicklung Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1 Gesamtwirtschaftliche Lage 1.2 Internationale Automobilkonjunktur 2. Geschäftsverlauf 2.1 Auswirkungen der Corona-Pandemie 2.2 Umsatzentwicklung 2.3 Gesellschaftsrechtliche Veränderungen 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Vermögenslage 3.2 Finanzlage 3.3 Ertragslage Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagementsystem 2. Chancen und Risiken 2.1 Marktumfeld Chancen Risiken 2.2 Beschaffung Chancen Risiken 2.3 Mitarbeiter Chancen Risiken 2.4 Liquidität und Finanzierung Chancen Risiken 3. Fazit des Chancen- und Risikoberichts Prognosebericht Grundlagen des Konzerns Nachfolgend sind die Grundlagen der Rhodius Gruppe dargestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Änderungen ergeben. 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Rhodius Group Holding GmbH mit Sitz in Weißenburg ist das Mutterunternehmen der Rhodius Gruppe (im Folgenden auch als Rhodius oder Unternehmen bezeichnet). Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Drahtgestricken, die Rohrumformung für die Automobilindustrie und die Industrie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik. Im Wesentlichen werden Komponenten für Airbag-Systeme, Abgastechnik, Filter, Kühler, Abscheider, Katalysatoren sowie Spezialanwendungen hergestellt. Auf Basis der jahrzehntelangen Erfahrung in der Rohrumformung und eines neuen Langfristvertrages mit einem großen Fahrzeughersteller befindet sich ein neuer Geschäftsbereich ,Schweißtechnik' derzeit im Aufbau. Beinahe 100 Jahre Erfahrung haben Rhodius zu einem führenden Unternehmen in der Metallverarbeitung gemacht. In dieser Zeit hat Rhodius eine breite Kundenbasis und nachhaltige Kundenbeziehungen nicht nur zu namhaften Tier1-Kunden und global aufgestellten OEMs (Original Equipment Manufacturer) entwickelt. 2. Unternehmensstruktur Die Geschäftsaktivitäten der Rhodius Gruppe unterteilen sich nach Anwendungen für den Mobility Sektor (Automotive und Motorrad - SAFETY SOLUTIONS) und Umwelt- und Verfahrenstechnik (auch als KMS, Knitted Mesh and Separation bezeichnet - ENVIRONMENTAL SOLUTIONS). Diese unterscheiden sich substanziell. Im Bereich Mobility werden drei Bereiche bedient. Im Hauptumsatzbereich werden Druckkörper (Airbag Gasgenerator- und Gurtstraffer-Rohre) produziert, während Filtrationsprodukte für die Fahrzeugsicherheit (Filter für Airbag Gasgeneratoren) einen weiteren Umsatzbereich abdecken. Ergänzt wird der Produktbereich mit Baugruppen für diverse Mobility Anwendungen. Der Hauptumsatz wird als TIER 2 Lieferant getätigt. Im Geschäftsjahr entfielen 72,5 % des Konzernumsatzes auf diesen Bereich (Vorjahr: 78,1 %). Der Bereich KMS stellt für Industriekunden verfahrenstechnische Komponenten her, die in der Lage sind, eine Vielzahl von Aufgaben zu übernehmen, wie z.B. das Dichten und Isolieren über den mechanischen Schutz und das Stabilisieren bis hin zum Abschirmen von elektrischen Störquellen. Im Bereich der Separationstechnik entwickelt, produziert und vertreibt Rhodius sogenannte Tropfenabscheider mit kundenspezifisch ausgelegter, hocheffizienter Abscheideleistung für den Einsatz in der chemischen und petrochemischen Industrie, sowie in Raffinerien. Unerwünschte Verunreinigungen aus Gasströmen werden so bis zur erforderlichen Reingaskonzentration abgeschieden. Eine weitere Anwendung ist die Trennung von emulgierten, nicht mischbaren Flüssigkeitsphasen. Die Koaleszenzgestricke von Rhodius reduzieren Verweilzeit und Behälterdimensionen, indem sie das schwerkraftbedingte Absetzverhalten von Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte signifikant beschleunigen. An den Berührungspunkten des Gestricks kommt es zum Zusammenschluss vieler kleiner Tröpfchen zu wenigen großen Tropfen. Durch effiziente Koaleszenz wird so ein optimiertes Trennergebnis herbeigeführt. Drahtgestrick-Bahnen bilden das Filtermedium bei Rhodius Filterkassetten. Diese werden unter anderem zur Fettabscheidung in Gastronomiebetrieben oder als Filter in der industriellen Produktion, z.B. als Absaugungen in der Metallbearbeitung, eingesetzt. Im Geschäftsjahr entfielen 26,8 % des Konzernumsatzes auf diesen Bereich (Vorjahr: 21,9 %). Während das Automotive-Geschäft planbare Serienaufträge bedient, handelt es sich bei KMS fast ausschließlich um Auftragsfertigung mit vielen unterschiedlichen Artikeln und Kunden. Rhodius bewegt sich mit seinen Geschäftsfeldern Mobility und KMS in einem Markt mit global agierenden Kunden und Mitbewerbern. Mobility Produkte werden bei der Rhodius GmbH an den Standorten in Weißenburg und Laage, sowie auch bei den Tochterunternehmen in Ungarn und China gefertigt. KMS Produkte werden bei der Rhodius GmbH an dem Standort in Weißenburg und bei den Tochterunternehmen in Ungarn und China gefertigt. 3. Ziele und Strategien Das Unternehmen verfolgt eine Strategie des profitablen und weitgehend organischen Wachstums. Im traditionellen KMS-Bereich konnten vielfältige neue verfahrenstechnische Anwendungsbereiche erschlossen werden. Der Bereich Automotive Safety wächst weltweit überproportional, da sich die Airbag-Ausstattungsraten stark erhöhen. Die Qualitäts- und Kostenführerschaft bauen wir hier stark aus. Als zusätzliches Geschäftsfeld konnte der Bereich von innovativen Schweißbaugruppen erschlossen werden. Erfolgsfaktoren für die profitable Geschäftsentwicklung sind Technologieführerschaft, operative Exzellenz, eine weltweite Präsenz und Nähe zum Kunden. 4. Steuerungssystems Die strategische Steuerung und die Quantifizierung der finanziellen Auswirkungen im Rahmen der langfristigen Unternehmensplanung erfolgt im Wesentlichen auf Konzernebene, wobei die Rhodius Erwerbs GmbH hier als Führungs- und die Rhodius Group Holding GmbH als Finanzholding fungiert. Insofern erfüllt die Rhodius Erwerbs GmbH auch eine Governance- und Steuerungsfunktion für den Konzern. Im weltweiten Verbund nimmt insbesondere die Tochtergesellschaft Rhodius GmbH bei der technologischen Entwicklung und Industrialisierung auch an den internationalen Standorten eine Führungsrolle ein. Wesentliche interne Steuerungsinstrumente für das Unternehmen sind die operative Budget- und Mittelfristplanung, sowie die strategische Planung. 5. Finanzielle und Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 5.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Rhodius wird durch die Geschäftsführung anhand von wesentlichen finanziellen Kennzahlen gesteuert. Hiernach kommt den Kennzahlen Umsatz (Wachstum) und operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) absolut und als Marge in Prozent in Bezug auf das Betriebsergebnis gegenüber anderen Finanzkennzahlen eine herausragende Bedeutung zu. Eine wesentliche Leitlinie bei der Festlegung der bedeutsamsten Steuerungskennzahlen war, dass diese ein transparentes Bild der operativen Leistungsfähigkeit des Unternehmens wiedergeben müssen. Allerdings können in der Art oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte, sogenannte Sondereinflüsse, bei dem EBITDA zu Verwerfungen führen und somit die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens inadäquat beeinträchtigen. Daher ergibt sich der hier zur Anwendung kommende EBITDA aus dem operativen Betriebsergebnis, korrigiert um eventuelle Sondereinflüsse. Die Zielwerte für den Konzern orientieren sich an mehreren Vergleichsindikatoren, beispielsweise der Markt und Wettbewerbsentwicklung, internen Leistungsansprüchen und der Budgetplanung. Für die Umsatzentwicklung wird ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zum Automobilmarkt oder zum relevanten Marktsegment angestrebt. Die bereinigte operative EBITDA-Marge soll ein Niveau erreichen, welches im relevanten Wettbewerbsumfeld überdurchschnittlich ist. 5.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Rhodius Gruppe nutzt nicht finanzielle Leistungsindikatoren im Rahmen der standortspezifischen Kennzahlensysteme. Diese beinhalten unterschiedliche Betrachtungsperspektiven wie Sicherheit, Mitarbeiter, Qualität, Logistik und Produktion. Für sämtliche Kategorien werden unterschiedliche Parameter in jeder Gesellschaft mit Zielen unterlegt, monatlich berichtet und zwischen den Gesellschaften und Funktionsbereichen besprochen und ggf. Maßnahmen definiert. 6. Forschung und Entwicklung Für Rhodius sind Forschung und Entwicklung von zentraler Bedeutung. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag in diesem Jahr in der Weiterentwicklung der Schweißtechnologie von komplexen Bauteilen. Neben der Entwicklung gehörten weiterhin die qualifizierte technische Beratung der Kunden und die gemeinsame Erarbeitung von Spezifikationen zu den Aufgaben der Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Bereiche. Des Weiteren zielen kontinuierliche Prozessoptimierungen auf eine stetige Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und die konsequente Verringerung der Emissionen, des Wasser- und Energieverbrauchs, der Erzeugung von Abfall sowie der Umweltbelastung. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1 Gesamtwirtschaftliche Lage Das prägende Ereignis im Jahr 2020 war die Corona-Pandemie. Diese hat die gesamtwirtschaftliche Lage sowohl im Inland wie auch im Ausland dominiert. In Deutschland ist das BIP um 4,9 % vs. 2019 zurück gegangen. Vor allem das zweite Quartal (-11,3 % im Vergleich zur Vorjahresperiode) war herbe von den Auswirkungen betroffen. Im Sommer setzte eine Erholung ein, die allerdings aufgrund von diversen Maßnahmen gegen die Pandemie schleppend voran ging. Zu Beginn des Jahres 2021 dämpft die Fortsetzung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung die wirtschaftliche Erholung. Die Regierung geht aktuell von einem Wirtschaftswachstum in 2021 von 3,0 % und in 2022 von 3,8 % aus. Weltweit konnte 2020 ein Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung im Vergleich zu 2019 um 3,3 % verzeichnet werden. Bemerkenswert ist hierbei, dass nur China vom IMF (International Monetary Fund) als Land aufgeführt wird, welches ein Wachstum gegenüber Vorjahr realisieren konnte (+2,3 %). Für die kommenden Jahre geht der IMF für 2021 von einem Wachstum von 6,0 % und für 2022 von 4,4 % aus. 1.2 Internationale Automobilkonjunktur Der Globale Automobilmarkt für hergestellte Fahrzeuge ist von 2019 auf 2020 um 14,3 Mio. Fahrzeuge bzw. 16,2 % eingebrochen. Der größte Einbruch war in Europa (-4,6 Mio. Fahrzeuge bzw. -21,6 %) zu verzeichnen. Auch in Nordamerika (-3,3 Mio. Fahrzeuge bzw. -20,2 %) und Süd Asien (-2,2 Mio. Fahrzeuge bzw. -26,7 %) hatten als Regionen hierauf wesentlichen Einfluss. Bereits in den ersten Monaten des Jahres hat sich der tiefe Einschnitt in den Produktionszahlen in China aufgrund der Corona-Pandemie angekündigt. Während Chinas Automobilwirtschaft sich nach dem ersten Quartal wieder erholt hat, haben andere Regionen und Länder ab März die Produktion massiv heruntergefahren, wobei sich hier die Lage teilweise erst ab Ende Q3/Q4 wieder stabilisiert hatte. 2. Geschäftsverlauf 2.1 Auswirkungen der Corona-Pandemie Die Corona-Pandemie hat die Gesellschaft insbesondere ab März 2020 spürbar getroffen. Vor Eintritt der Coronakrise ging die Planung von einer positiven Entwicklung der Rhodius-Gruppe aus. Es wurde für das Jahr 2020 mit einem Umsatz von 47,2 Mio. EUR und einem adjusted EBITDA von 4,3 Mio. EUR gerechnet. Die Folgeauswirkungen der Corona-Pandemie und die Nominierung für Neuprojekt der Schweißtechnologie in Laage führten dazu, dass im August 2020 die Erstellung eines Sanierungsgutachtens für die Rhodius-Gruppe beauftragt wurde. Das Gutachten wurde am 4. November 2020 finalisiert und bescheinigt, dass die Rhodius-Gruppe eine positive Fortführungsprognose hat und die für die Restrukturierung konkret in Angriff genommenen Maßnahmen zusammen objektiv geeignet sind, um die Rhodius-Gruppe in überschaubarer Zeit durchgreifend zu sanieren. Parallel dazu hat das Management der Rhodius-Gruppe bereits verschiedene finanzwirtschaftliche Maßnahmen mit Gesellschafter und Banken vereinbart, welche inzwischen bereits umgesetzt sind. Die Einhaltung des Gutachtens wurde zuletzt am 23. April 2021 bestätigt. Neben einer Neuordnung der bisherigen Bankenfinanzierung (Laufzeitverlängerung, Tilgungsstundung, Zinsanpassung) beinhalten die final am 11. Juni 2021 in Kraft getretenen Maßnahmen ein neues Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1,0 Mio. EUR, eine weitere Zusage seitens des Gesellschafters i.H.v. 1,4 Mio. EUR, sowie eine zusätzliche neue Bankenfinanzierung über 12,0 Mio. EUR, welche für ein Neuprojekt der Schweißtechnologie in Laage verwendet werden soll. 2.2 Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 34,5 Mio. Euro (Vorjahr: 42,6 Mio. Euro). Der Rückgang ist insbesondere auf fehlende Umsätze im Mobility Bereich aufgrund der Corona Pandemie zurück zu führen. Die Geschäftsentwicklung übertraf - im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und unter Kenntnis der Corona-Auswirkungen - die im Vorjahreslagebericht dargestellten Erwartungen der Geschäftsführung. Es wurde von einem Umsatz in Höhe von 33,0 Mio. Euro ausgegangen, was um 4,5 % übertroffen wurde. Der größte Anteil des Umsatzes wurde im Inland erwirtschaftet (EUR 23,2 Mio.; Vorjahr: EUR 28,9 Mio.). Im übrigen Europa lag mit 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 9,3 Mio. EUR) Konzernumsatz ein weiterer Schwerpunkt. Globale Kunden im Automotive und KMS Bereich, prägten die Umsatzstruktur des Rhodius Konzerns. Der Konzernumsatz wurde primär durch den Bereich Automotive realisiert (25,0 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber Vorjahr (33,3 Mio. EUR) liegt an den diversen disruptiven Faktoren und Störungen der Lieferkette aufgrund der Corona-Pandemie. Der Bereich KMS konnte trotz widriger Umfeldfaktoren den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stabil bei 9,3 Mio. EUR halten. 2.3 Gesellschaftsrechtliche Veränderungen Im Geschäftsjahr 2020 gründete die Rhodius GmbH die Tochtergesellschaft Rhodius KMS GmbH mit Sitz in Weißenburg in Bayern. Darüber hinaus gab es keine gesellschaftsrechtlichen Änderungen in der Rhodius Gruppe. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31.12.2020 betrug 45,4 Mio. Euro (Vorjahr: 48,0 Mio. Euro); nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Bilanzpositionen:
Das Anlagevermögen in Höhe von 35,9 Mio. Euro (Vorjahr 38,6 Mio. Euro) beinhaltet im Wesentlichen im Rahmen der Erstkonsolidierung angesetzte immaterielle Vermögenswerte (11,4 Mio. Euro gegenüber Vorjahr 14,0 Mio. EUR) sowie den Firmenwert (7,5 Mio. Euro gegenüber Vorjahr 9,2 Mio. EUR) und des Weiteren mit 7,7 Mio. Euro (Vorjahr 8,0 Mio. Euro) technische Anlagen und Maschinen, Anlagen im Bau mit 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro), sowie Grund und Boden mit Gebäuden zu 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 6,2 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro), davon 4,3 Mio. Euro auf immaterielle Vermögenswerte und den Firmenwert. Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich auf 3,7 Mio. Euro (Vorjahr 3,5 Mio. Euro). Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen lag zum Abschlussstichtag bei 79,3 % (Vorjahr 80,5 %). Das Umlaufvermögen betrug 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro); die größten Einzelpositionen waren hier Vorräte mit 5,8 Mio. Euro (Vorjahr 4,1 Mio. Euro) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 1,3 Mio. Euro). Der Anstieg aus den Vorräten resultierte vor allem aus den bereits geleisteten Zahlungen für Werkzeuge (ausgewiesen als Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen), welche im Rahmen eines Neuprojekts im Jahr 2023 an einen Kunden verkauft werden. Die Flüssigen Mittel betrugen 1,5 Mio. Euro (Vorjahr 3,2 Mio. Euro) In den Rückstellungen von insgesamt 3,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,5 Mio. Euro) waren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) enthalten. Des Weiteren sind Personalrückstellungen mit 0,8 Mio. Euro (Vorjahr 0,5 Mio. Euro), Rückstellungen für Instandhaltungsaufwendungen mit 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro) und diverse weitere Rückstellungen enthalten. Insgesamt ergaben sich Verbindlichkeiten von 35,4 Mio. Euro (Vorjahr 36,5 Mio. Euro). Diese setzten sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (26,0 Mio. Euro gegenüber Vorjahr 18, Mio. Euro), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3,2 Mio. Euro gegenüber Vorjahr 4,2 Mio. Euro) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (3,4 Mio. Euro gegenüber Vorjahr 4,1 Mio. Euro) zusammen. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist der Hauptposten das Genussrechtskapital der KSK Biberach mit EUR 0,9 Mio. (konstant zum Vorjahreswert). Ein im Vorjahr existierendes Gesellschafterdarlehen i.H.v. 6,7 Mio. Euro wurde in Genussrechtskapital, welches die Kriterien für bilanzielles Eigenkapital erfüllt, umgewandelt. 3.2 Finanzlage Rhodius wies zum 31. Dezember 2020 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 26,0 Mio. Euro aus (Vorjahr 18,9 Mio. Euro), die teilweise durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen oder Abtretungen besichert waren. Es bestanden am Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr 0,8 Mio. Euro). Am 11. Juni 2021 ist ein Kreditvertrag in Kraft getreten, welcher die Laufzeit der bestehenden Kreditlinien bis 30. September 2026 verlängert und eine zusätzliche Tranche von 12,0 Mio. Euro zur Verfügung stellt. Im Rahmen dieser Neufinanzierung wurde seitens des Gesellschafters eine Gesellschafterdarlehen i.H.v. 1,0 Mio. EUR eingebracht, sowie eine weitere Linie i.H.v. bis zu 1,4 Mio. Euro zugesagt. Der Konzern wird zudem durch Genussrechtskapital in Höhe von 29,7 Mio. Euro vom Gesellschafter und in Höhe von 0,9 Mio. Euro von der Chancenkapital Sparkasse Biberach finanziert. Zur Fälligkeit dieser Verbindlichkeiten wird des Weiteren auf den Verbindlichkeitenspiegel im Anhang verwiesen, wobei die Laufzeit des Genussrechtskapitals der Chancenkapital Sparkasse Biberach bis 1. Oktober 2026 verlängert wurde. Den Ausständen standen Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr 3,2 Mio. Euro) gegenüber. Die Veränderung des Finanzmittelbestandes, definiert als die Veränderung des Bestands an flüssigen Mitteln, gliederte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in die einzelnen Kategorien wie folgt:
3.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 34,5 Mio. Euro (Vorjahr: 42,6 Mio. Euro). Der Rückgang ist insbesondere auf fehlende Umsätze im Mobility Bereich aufgrund der Corona Pandemie zurück zu führen. Zur Zusammensetzung wird auf die Ausführungen zur Geschäftslage verwiesen. Die Materialaufwendungen lagen bei 19,7 Mio. Euro (Vorjahr: 21,1 Mio. Euro) und somit (inklusive bezogener Leistungen und bezogen auf die Gesamtleistung) prozentual über Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand lag bei 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro). Der Rückgang ist primär auf Gegensteuerungsmaßnahmen aufgrund des Umsatzeinbruchs zurück zu führen. Die Abschreibungen betrugen 6,2 Mio. Euro. Darin enthalten sind lineare Abschreibungen in Höhe von 4,4 Mio. Euro aus der Aktivierung stiller Reserven, insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenstände, im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung im Jahr 2015. Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. 0,4 Mio. Euro enthielten im Wesentlichen Förderungen (0,2 Mio. Euro) und verrechnete Sachbezüge (0,1 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 7,4 Mio. Euro ergaben sich aus Sachaufwand, Aufwand für Reparatur und Instandhaltung, Raumkosten, Aufwand für Warenabgabe und weiteren Positionen. Das Finanzergebnis hat sich von 3,0 Mio. Euro im Jahr 2019 auf 1,8 Mio. Euro im Jahr 2020 infolge der erfolgten Umwandlung des Gesellschafterdarlehens in Genussscheine in Höhe von 15,5 Mio. Euro Ende 2019 verbessert. Genussrechtsvergütungen sind 2020 nicht angefallen. Insgesamt wies der Rhodius Konzern, weiterhin stark belastet durch die Abschreibungen aus der Erstkonsolidierung, somit einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 9,1 Mio. Euro (Vorjahr: 5,7 Mio. Euro) aus. Die Gesellschaft verwendet als Steuerungsgröße das adjusted EBITDA nach Management-Reporting. Die Unterschiede zwischen dem deutschen Handelsrecht und dem Management Reporting liegen vor allem in dem Ausweis von nicht-wiederkehrenden, einmaligen Aufwendungen sowie der Bewertung von Fremdwährungen. Nicht-wiederkehrende, einmalige Aufwendungen betrugen im Jahr 2020 2,3 Mio. Euro, wobei hiervon EUR 1,5 Mio. auf Kosten im Rahmen der Refinanzierung entfällt. Normalisierte Fremdwährungseinflüsse i.H.v. EUR 0,1 Mio. waren nicht wesentlich. Das EBITDA nach Definition des Management Reportings für das abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 belief sich auf 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro). Das handelsrechtliche Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) betrug -1,7 Mio. Euro, was aufgrund von Rückstellungen für Restrukturierungen leicht unter der Vorjahresprognose von -1,5 Mio. Euro lag (Vorjahr 2,8 Mio. Euro). Der Unterschied ist im Wesentlichen auf einmalige Sondereinflüsse (s. auch Erläuterungen zu finanziellen Leistungsindikatoren) im Zuge der Refinanzierung der Rhodius Gruppe und strategisch begründeten Optimierungsmaßnahmen zurückzuführen, die das Konzernergebnis in den Folgejahren nachhaltig positiv beeinflussen werden. Chancen- und Risikobericht Als internationaler Automobilzulieferer ist Rhodius einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Das Unternehmen ist bestrebt, diese im Rahmen eines systematischen Chancen- und Risikomanagements frühzeitig zu identifizieren und entsprechend vorausschauend zu steuern bzw. verantwortungsvoll zu nutzen. 1. Risikomanagementsystem Das Management von Risiken und Chancen ist sowohl in die strategische Planung, als auch in die mittelfristige Planung des Rhodius Konzerns, sowie in sämtliche unterjährigen Controlling- und Reporting-Prozesse eingebunden. Soll- und Ist-Werte sämtlicher Entwicklungen, die für den Geschäftsverlauf relevant sind, werden regelmäßig abgeglichen. Sowohl bei dem Risiko- als auch bei dem Chancenmanagement verfolgt der Rhodius Konzern einen zweigleisigen Ansatz: Zum einen werden konkrete Chancen und Risiken direkt vor Ort erfasst, quantifiziert, akkumuliert und weiterberichtet. Andererseits wird darauf geachtet, dass in sämtlichen Gremien auf allen Führungsebenen offen und proaktiv auch mit qualitativen Risiken und Chancen umgegangen wird. Mit dem Kontroll- und Planungsinstrument der rollierenden Umsatzplanung und dem monatlichen Kennzahlenreporting war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Planungs- und Berichtssystem im Einsatz, das detailliert und zeitnah das Erkennen von Entwicklungen während des ganzen Jahres gewährleistet. In teilweise wöchentlichen, aber mindestens monatlichen Geschäftsleitungsrunden mit den einzelnen operativen Gesellschaften und Project Reviews mit Fokus auf Kundenprojekte werden die Ergebnisse detailliert analysiert und ggf. notwendige Maßnahmen besprochen und deren Umsetzung entschieden. Das Risikomanagement ist auch ein wichtiger Baustein im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems und wird hier bei den jährlichen Audits bewertet. 2. Chancen und Risiken Bei der nachfolgenden Beschreibung der Chancen und Risiken werden die folgenden Beurteilungskategorien für Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zugrunde gelegt:
2.1 Marktumfeld Chancen Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Sicherheit im Automobilgeschäft und weiter steigende Ausstattungsanteile von passiven Sicherheitskomponenten ist Rhodius in diesem Geschäftsfeld entsprechend über das prognostizierte Marktwachstum hinaus gut gerüstet. Die Schweißtechnologie von komplexen Bauteilen hilft auch im Bereich Mobility generell neue Geschäftsfelder zu erschließen. Neue Anwendungsbereiche für Drahtgestricke helfen dem Bereich KMS neue Wachstumspotentiale zu erschöpfen, wobei auch Kunden global begleitet werden sollen, was weitere Wachstumschancen eröffnet. Neben bereits nominierten und angelaufenen Aufträgen bestätigen in allen Geschäftsbereichen eine Vielzahl von Anfragen nach Angeboten diese Entwicklung. Chancen ergeben sich weiterhin aus den globalen Veränderungen im Stammgeschäft. Insbesondere für große Wachstumsmöglichkeiten in China sieht sich Rhodius durch die globale Aufstellung optimal gerüstet, um auch auf kurzfristige Marktänderungen reagieren zu können, wobei auch weitere Wachstumschancen zum Beispiel in Nordamerika in der Evaluierung sind. Da das Geschäftsmodell - speziell eines Automobilzulieferers - auf eine begrenzte Anzahl von Kunden zugeschnitten ist, unterliegt Rhodius diversen Risiken, die sich kundenseitig ergeben. Rhodius ist daher auf ein ausgewogenes Kundenportfolio sowie langfristige Kundenbeziehungen in allen Geschäftsfeldern bedacht. Die Abhängigkeit von einem Großkunden im Airbagsektor als auch im Bereich Schweißtechnologie besteht aktuell nach wie vor. Durch das Wachstum der KMS kann die Abhängigkeit von Großkunden aber tendenziell verbessert werden. Die weitere Differenzierung des Mobility Kundenkreises stellt eine weitere Chance dar. Risiken Wir erwarten auch in 2021 negative Auswirkung des Coronavirus auf die Märkte weltweit. Wir rechnen erst im weiteren Verlauf des Jahres mit einer Abnahme der Einschränkungen aufgrund der Pandemiebekämpfung. Die Pandemie hat sich bereits umfangreich auf die Rhodius-Gruppe ausgewirkt. Die globale Aufstellung des Rhodius Konzerns begünstigt die Möglichkeit, positive und negative Effekte ausgleichen zu können und damit beherrschbarer zu machen. Von den Kunden geforderte Preisanpassungen im Rahmen der jeweiligen Produktlebenszyklen bedingen die permanente Optimierung der Produktionsprozesse und der Wertschöpfungskette. Globale Marktverwerfungen und Unsicherheiten können sich vor allem auf den Umsatz im traditionellen Automobilgeschäft aufgrund des hohen Marktanteils von Rhodius auswirken. Im wachsenden Bereich Schweißtechnik ist die Komplexität der Produktionsprozesse deutlich höher als im Stammgeschäft; diesem Risiko wird mit der Implementierung einer neuen, auf die Erfordernisse des Produktes angepassten Organisations- und Produktionsstruktur und teilweise bereits erfolgter Neueinstellung von Personal begegnet. Insgesamt werden die Risiken aus dem Marktumfeld mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer mittleren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. 2.2 Beschaffung Die wesentlichen Einsatzstoffe, die bezogen werden, sind Metalle in unterschiedlichen Legierungen. Chancen Rhodius verfügt aufgrund der internationalen Aufstellung über die Möglichkeit weltweit einzukaufen, um negativen Entwicklungen lokaler Märkte entgegenzuwirken und um die Beschaffung kostenoptimal zu gestalten. Risiken Geänderte Beschaffungspreise können sich negativ auf die Marge auswirken. Für 2021 werden auf Grund der aktuellen Entwicklungen Beschaffungspreise leicht über Vorjahresbasis verhandelt. Im letzten Quartal eines Geschäftsjahres werden die Preisanpassungen aller Hauptlieferanten finalisiert. Legierungszuschläge werden weitgehend an die Kunden weitergegeben. Zum heutigen Zeitpunkt sind Risiken aufgrund von Währungsschwankungen vor dem Hintergrund der hohen Volatilitäten im Bereich des Dollars, des ungarischen Forint sowie des chinesischen Renminbis und aufgrund der konjunkturellen Entwicklung der Automobilindustrie schwer einschätzbar. Beschaffungsrisiken werden generell durch kontinuierliche Marktbeobachtung und eine angestrebte Diversifizierung der Lieferantenbasis begegnet. Unabhängig davon besteht jedoch das generelle Risiko, dass Preissteigerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen nicht an die Kunden weitergereicht werden können und sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Die Auswirkungen aus dem Bereich Beschaffung werden der mittleren Kategorie zugeordnet; die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering eingestuft. 2.3 Mitarbeiter Chancen Aufgrund der internationalen Aufstellung des Unternehmens und des damit verbundenen globalen Wettbewerbs um Arbeitskräfte wird auch die Fähigkeit, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten, zu einer Herausforderung für das Unternehmen. Dies birgt jedoch gleichzeitig auch die Chance, Mitarbeiter weltweit und standortübergreifend einsetzen zu können, um so das Know-how optimal zu nutzen. Risiken Insbesondere in Wachstumsmärkten wie China und Europa besteht für Rhodius das Risiko einer steigenden Lohnkostenbasis für qualifizierte Fachkräfte. Um die negativen Auswirkungen von Fachkräftemangel und unzureichendem Knowhow (bspw. bei Projekttransfers) zu reduzieren, entwickelt Rhodius ein globales individuelles Qualifizierungskonzept. Hiermit soll sichergestellt werden, dass talentierte Nachwuchskräfte, Leistungs- und Know-how Träger auch in schwierigen Zeiten an das Unternehmen gebunden und weiter gefördert werden. Gezielte Auslandsaufenthalte, Sprachschulungen, Coachings und individuelle Weiterbildungen runden das Konzept ab. Durch die Konzentration von Kernprozessen an einzelnen Standorten besteht das Risiko, dass das Wissen über Schlüsseltechnologien bei einzelnen Abteilungen bzw. bei einzelnen Personen zentral gebündelt ist. Daher kommt der Nachfolgeplanung eine wesentliche Bedeutung zu. Des Weiteren intensiviert Rhodius den Wissenstransfer standortübergreifend durch Anpassungen der Aufbau- und Ablauforganisation. Die Erweiterung des Produkt- und Produktionsportfolios setzt eine konsequente Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter voraus, damit diese die Prozessveränderungen in der Produktion in den neuen Geschäftsfeldern effizient umsetzen können. Die Risiken aus dem Bereich Mitarbeiter sind mit mittlerer Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert. 2.4 Liquidität und Finanzierung Chancen Im Geschäftsjahr 2020 konnte die Liquiditätslage des Konzerns durch die Vereinbarung einer angepassten, langfristigen Unternehmensfinanzierung gestärkt werden. Diese Finanzierungszusagen wurden durch Unterschrift der Änderungsvereinbarung am 10. Juni 2021 umgesetzt. Risiken Dennoch könnte beispielsweise ein Kundenausfallrisiko die Liquiditätslage des Konzerns erheblich beeinträchtigen. Mit der steigenden Komplexität der Produkte und Kundenlieferungen nehmen auch die finanziellen Forderungen des Unternehmens zu. Diese Forderungen werden regelmäßig überwacht, damit Probleme bei der Kundenbelieferung frühzeitig identifiziert werden können. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit ist Rhodius Wechselkursrisiken ausgesetzt. Diese können im Zusammenhang mit Forderungen, Verbindlichkeiten, liquiden Mitteln und zu erfüllenden Verträgen in anderen Währungen entstehen. Solche Risiken werden zunächst durch den lokalen Bezug von Materialien in der jeweiligen Währungs- und Absatzregion minimiert. Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns werden als Risiken mit mittlerer Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie mit der Eintrittswahrscheinlichkeit "gering" klassifiziert. 3. Fazit des Chancen- und Risikoberichts Auf Basis des Risikomanagementsystems werden wesentliche Risiken identifiziert und bewertet, auf die durch geeignete Maßnahmen reagiert wird. Die Entwicklung der wesentlichen Risiken wird regelmäßig verfolgt. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass derzeit keine tatsächlichen oder potenziellen Risikokonzentrationen bekannt sind, die den Fortbestand des Unternehmens in absehbarer Zukunft ernsthaft gefährden könnten. Prognosebericht Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen des Unternehmens und unterliegen Unwägbarkeiten. Diese können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht. Strategisch stehen für die Gruppe in den nächsten Jahren die Stärkung der Profitabilität, insbesondere durch die Fokussierung auf profitable Produktfelder, die Etablierung neuer Problemlösungen, den Auf- und Ausbau neuer Produktfelder, sowie die Anpassung der Organisationsstruktur an die wachsende Unternehmensgröße an. Der Internationale Währungsfonds (IMF) rechnet für 2021 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 6,0%. Unsere Planungen basieren darauf, dass sich die von der Rhodius Gruppe bedienten Märkte vom Corona-Einfluss wieder erholen werden. Für den Automobilbereich gehen wir von einem Wachstum um 10 Mio. Fahrzeuge weltweit bzw. 13 % aus. Die aktuelle Knappheit auf dem Halbleitermarkt könnten auf das avisierte Marktwachstum jedoch Auswirkungen haben. Für die von KMS bedienten Märkte erwarten wir eine anhaltende Zurückhaltung, wobei wir planen über weitere Differenzierung in Produktgruppen auch hier weiter zu wachsen. Vor dem Hintergrund der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unter der Voraussetzung, dass es zu keinen signifikanten Abweichungen infolge politischer, ökonomischer oder auch sozialer Krisen kommen wird, gehen wir von einer positiven Geschäftsentwicklung des Rhodius Konzerns aus. Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir unter den vorgenannten Voraussetzungen für Umsatz und bereinigtes EBITDA nach dem Management-Reporting ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich, sowie ein über das bereinigte EBITDA hinaus stärkeres Wachstum des unbereinigten EBITDAs. Normalisierungen im Bereich des bereinigten EBITDAs betreffen voraussichtlich vor allem weitere externe Kosten im Rahmen der Refinanzierung und Restrukturierungskosten.
Weißenburg i. Bay., den 24. Juni 2021 Dr. Knut Kille, Geschäftsführer Michael Bracker, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rhodius Group Holding GmbH, Weißenburg i. Bay. Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rhodius Group Holding GmbH, Weißenburg i. Bay., und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020 der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rhodius Group Holding GmbH, Weißenburg i. Bay., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 24. Juni 2021 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer Manuela Pointl, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss wurde am 24. August 2021 gebilligt. |
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