Faktor 3
AG
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023
Lagebericht
Faktor 3 AG, Hamburg
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023
I.
Grundlagen des Unternehmens
Die Faktor 3 AG Hamburg (im Folgenden auch
"Gesellschaft" genannt), ist eine inhabergeführte
Kommunikationsagentur, die auf Public Relations und Werbung
sowie auf Kooperationen ausgerichtete
Verkaufsförderung spezialisiert ist. Die Gesellschaft
betreut unter anderem Kunden aus den Branchen "Automotive",
"Bauen und Wohnen", "Food und Retail" sowie
"Industrie/Technologie". Seit der Gründung 1995 ist
die Gesellschaft kontinuierlich gewachsen. Heute
gehört die Faktor 3 AG zu den Top-10 der PR-Agenturen
in Deutschland.
Sitz der Gesellschaft ist die Kattunbleiche 35 in
22041 Hamburg.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene
Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im
Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes
um 1,9% höher als im Jahr 2021, ist nachfolgend in
2023 jedoch um 0,3% gesunken. Vor allem die Folgen des
russischen Angriffskriegs auf die Ukraine führten
zusammen mit sehr hohen Energiepreisen und einer weiteren
Beschleunigung der Inflation zu einer erheblichen Abnahme
der ökonomischen Zuversicht von Unternehmen und
privaten Haushalten.
Der Gesamtumsatz der Werbewirtschaft stieg 2023 um
1,5% auf knapp 48,8 Milliarden Euro laut Jahresbilanz des
Branchenverbands. Auf die deutliche Erholung 2021 nach dem
Corona-Schock war 2022 ein kleines Wachstum gefolgt. Mit
seinem aktuellen Marktvolumen liegt der Werbemarkt in
Deutschland nun wieder über dem Vor-Corona Wert von
48,3 Milliarden Euro. Der Markt verändert sich durch
die fortschreitende Digitalisierung weiterhin in einem sehr
hohen Tempo. Die vor Jahren begonnene und durch Corona noch
verstärkte Verschiebung der Mediaspendings in Richtung
Digital setzt sich weiter fort.
Vor diesem Hintergrund war der Geschäftsverlauf
der Gesellschaft nur zufriedenstellend, da sich vor allem
aufgrund eines Rückgangs des Rohergebnises sowie
gestiegener Personalkosten und sonstiger betrieblicher
Aufwendungen das
Jahresergebnis von TEUR 3.790 im Vorjahr auf TEUR
2.548 im Berichtsjahr reduzierte. Die Faktor 3 AG
beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahre
insgesamt 200 (Vorjahr: 193) Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter inklusive Teilzeitkräfte.
2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
Darstellung, Analyse, Beurteilung
a. Vermögens- und Finanzlage
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres (TEUR
203)überstiegendie Gesamtinvestitionen in das
Anlagevermögen (TEUR 165), so dass sich. das
Anlagevermögen um TEUR 37 verminderte.
In Arbeit befindliche Aufträge verringerten
sich von TEUR 597 im Vorjahr auf TEUR 244, vor allem
bedingt durch geringere weiterberechenbare und aktivierte
Eingangsleistungen.
Der Rückgang der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR
6.545; Vorjahr: TEUR 8.877) ist auf die im Vergleich zum
entsprechenden Monat des Vorjahres deutlich geringeren
Umsatzerlöse im Juni 2023 zurückzuführen.
Gleichzeitig reduzierten sich die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um
TEUR 167.
Der Cash flow aus der operativen
Geschäftstätigkeit war positiv. Abzüglich
des negativen Cash flows aus der Investitionstätigkeit
führte dies zu einer Erhöhung des
Finanzmittelfonds (
Kassenbestände und Guthaben bei
Kreditinstituten) um TEUR 2.847 auf TEUR 9.487.
Der Anteil der liquiden Mittel (einschließlich
kurzfristig liquidierbarer Wertpapiere des
Umlaufvermögens, hier Fondsanteile) an der Bilanzsumme
beträgt 57% (Vorjahr: 43%). Die Liquidität der
Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit sichergestellt.
Die
sonstigen Rückstellungen haben sich im
Wesentlichen aufgrund geringerer Personalverpflichtungen
gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie
geringere ausstehende Rechnungen zum Bilanzstichtag um TEUR
213 verringert.
Der passive
Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen
vor dem Bilanzstichtag für noch nicht abgeschlossene
und abrechenbare Projekte. Der Saldo dieser Einnahmen hat
sich zum Bilanzstichtag um TEUR 917 auf TEUR 778
verringert.
Als Folge der dargestellten Entwicklungen
erhöhte sich die
Bilanzsumme um TEUR 515 (3%) auf TEUR 18.066
zum Bilanzstichtag.
Die Gesellschaft ist zu 81% (Vorjahr: 69%) der
Bilanzsumme durch
Eigenkapital (TEUR 14.691; Vorjahr: TEUR
12.142)finanziert. Der Anstieg des Eigenkapitals und der
Eigenkapitalquote ist auf die vollständige
Thesaurierung des Bilanzgewinns im Berichtsjahr
zurückzuführen. Die Gesellschaft verfügt
weiterhin über eine relativ hohe Eigenkapitalquote.
Es bestehen nur kurzfristige Verbindlichkeiten, die
aus eigenen liquiden Mitteln beglichen werden. Der
Gesellschaft stehen außerdem ausreichende
Kreditlinien zur Verfügung, die bei Bedarf als Working
Capital Finanzierung in Anspruch genommen werden
können.
b. Ertragslage
Die Gesellschaft weist für das
Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss
von TEUR 2.548 (Vorjahr: TEUR 3.790) aus. Das
Rohergebnis der Gesellschaft hat sich absolut von
TEUR 17.820 im Vorjahr auf TEUR 16.794 (-6%) im
Berichtsjahr verringert.
Der Anstieg des
Personalaufwands von TEUR 9.919im Vorjahr aufTEUR
10.484 (+6%) im Berichtsjahr war im Wesentlichen auf
Gehaltsanpassungen zurückzuführen.
Vor allem höhere Raumkosten (+TEUR 89)
sowie allgemeine Kostensteigerungen führten zu einem
Anstieg der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+TEUR 402).
Das
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT)
beträgt TEUR 3.774 gegenüber TEUR 5.678 im
Vorjahr, was einem Rückgang von TEUR -1.904 (-34%)
entspricht.
3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser
Fokus auf der Umsatzentwicklung, dem Deckungsbeitrag je
Auftrag sowie dem EBIT. Darüber hinaus wird die
Liquidität zur Steuerung des Unternehmens laufend
überwacht. Ein weiterer Leistungsindikator ist die
Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Vor allem die Verschlechterung des Rohergebnisses bei
gleichzeitigem Anstieg der Personalkosten und der sonstigen
betrieblichen Aufwendungen führte zu einem
Rückgang des EBIT.
4. Gesamtaussage
Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen
wir unverändert als sehr stabil ein. Die Ertragslage
(Umsatz- und Ertragsentwicklung) war geprägt vom
vorgenannten verringerten Rohergebnis, was sich in dem
geringeren Jahresergebnis widerspiegelt. Die kurzfristigen
Verbindlichkeiten einschließlich Rückstellungen
sind vollständig durch die liquiden Mittel gedeckt.
Die Gesellschaft konnte erneut eine nachhaltige stabile
wirtschaftliche Entwicklung mit einer ausreichenden
Eigenkapital- und Liquiditätsbasis erreichen, was der
Prognose aus dem Vorjahr entsprach.
III. Prognosebericht
1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche
Entwicklung
Nach einer Rezession im Jahr 2023 dürfte die
Konjunktur gemäß der Frühjahresprognose der
Europäischen Kommission in Deutschland 2024
stagnieren. Die Binnennachfrage wird im laufenden und im
kommenden Jahr langsam anziehen, da sich das reale
Lohnwachstum fortsetzt. Es wird jedoch erwartet, dass
angesichts anhaltend hoher Finanzierungskosten die
Investitionen deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie
bleiben. Angetrieben von der Binnennachfrage dürfte
das Wachstum des Bruttoinlandproduktes 2025 moderat
steigen. (Quelle: Pressemitteilungen der
Europäischen Kommission).
Experten gehen auch weiterhin von einem hohen aber
moderateren Niveau des Wachstums der digitalen
Medienwirtschaft aus. (Quelle: Statista Research
Department, 7.02.2024).
2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung
Die vorläufigen unterjährigen Zahlen per
Mai 2024 zeigen ein Rohergebnis, das unter dem des
Vorjahres liegt. Das vorläufige Betriebsergebnis per
Mai 2024 beträgt TEUR 2.749 gegenüber TEUR 3.238
per Mai des Vorjahres. Der Rückgang ist im
Wesentlichen auf die verschlechterte konjunkturelle Lage
zurückzuführen.
Die Zinserträge konnten im Geschäftsjahr
2023/2024 aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und
vorhandener nennenswerter Festgeld- und Termingeldanlagen
deutlich gesteigert werden.
Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ist in
2023/2024 auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.
Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr
2023/2024 wieder ein positives EBIT aber unterhalb des
Niveaus des Vorjahres. Als Ergebnis würde sich das
Eigenkapital wieder erhöhen, da weiterhin eine
vorsichtige Ausschüttungspolitik betrieben werden
soll.
Wesentliche Investitionen oder
Finanzierungserfordernisse waren im Geschäftsjahr
2023/2024 nicht zu verzeichnen und sind auch künftig
nicht zu erwarten. Kleinere Investitionen wurden und werden
aus dem operativen Cash flow und der vorhandenen
Liquidität der Gesellschaft finanziert. Insgesamt geht
der Vorstand nach Abwägung aller potenziellen Chancen
und Risiken davon aus, dass die
Unternehmensfortführung (Going Concern) nachhaltig und
langfristig gesichert ist.
IV. Chancen- und Risikobericht
1. Risikomanagement allgemein
Als Vorstand einer Aktiengesellschaft sind wir
gemäß § 91 Abs. 2 AktG verpflichtet,
geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein
Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand
der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh
erkannt werden. Unser Risikomanagementsystem hat zum Ziel,
Risiken als auch Chancen frühzeitig zu erkennen.
Dadurch sollen Risiken begrenzt und Chancen genutzt werden.
Zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems ist ein
detailliertes, monatlich rollierendes Planungs- und
Controllingsystem, das einer regelmäßigen
zentralen Überwachung durch den Vorstand unterliegt.
Aus der unternehmerischen Tätigkeit der
Gesellschaft ergeben sich in allen Geschäftsbereichen
verschiedene, nachstehend dargestellte Risiken und Chancen
für die künftige Entwicklung und die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
2. Risiken aus dem möglichen Verlust von
Kunden
Aus der Analyse der Kundenprofile und der
Zusammenarbeit mit den Kunden ergeben sich nach derzeitigem
Kenntnisstand keine Hinweise auf wesentliche Risiken.
Ein Wegfall oder eine deutliche Reduzierung der
Werbebudgets von Schlüsselkunden könnte
grundsätzlich zu einem Rückgang der
Umsatzerlöse und aufgrund der zeitlichen
Verzögerung von Gegenmaßnahmen kurzfristig zu
einer Verschlechterung der Ertragslage führen. Die
Kundenstruktur der Gesellschaft weist diesbezüglich
jedoch ein deutlich unterdurchschnittliches Risiko auf, da
der Branchenmix sehr ausgewogen ist und nach wie vor ein
nennenswerter Anteil der Kunden größere und
mittlere Konzerne bzw. Unternehmen sind. Andererseits
ergeben sich aus den Kundenbeziehungen auch Chancen
für weitere Umsatzsteigerungen.
3. Risiken aus dem konjunkturellen Umfeld
Ein stärker als prognostizierter konjunktureller
Abschwung könnte Umsätze und Roherträge
negativ beeinflussen.
4. Finanzwirtschaftliche Risiken
Der Vorstand sieht keine wesentlichen
Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken
sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen.
Größere Einzelforderungen gegenüber Kunden
bestehen in der Regel nicht. Ausfallrisiken werden durch
ein adäquates Debitorenmanagement und die gute
Bonität der Kunden minimiert. Liquiditätsrisiken
sind aufgrund der sehr guten Eigenkapitalausstattung und
der vorhandenen liquiden Mittel sowie der kurzfristig
liquidierbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens nicht
erkennbar. Darüber hinaus bestehen freie Kreditlinien
bei zwei Kreditinstituten.
Währungsrisiken bestehen nur in sehr geringem
Umfang, da die Forderungen und die wesentlichen
Verbindlichkeiten in Euro denominiert sind.
Sicherungsinstrumente im Sinne des § 289 Abs. 2
Nr. 2 HGB werden von der Gesellschaft nicht eingesetzt.
Ein Zinsänderungsrisiko besteht nicht, da die
Gesellschaft überwiegend eigenkapitalfinanziert ist.
5. Personalrisiken
Die Personalfluktuation in unserer Branche ist
traditionell relativ hoch. Neue Branchen mit ähnlichen
Anforderungen erhöhen den Konkurrenzdruck bei der
Personalsuche. Zudem führt der allgemeine
demografische Wandel weiterhin zu Problemen, ausreichend
qualifiziertes Personal zu finden. Durch unsere relativ
breit aufgestellte Führungsmannschaft, ein attraktives
Arbeitsumfeld und unsere Kunden ist es uns jedoch bisher
immer gelungen, die daraus resultierenden
Veränderungen erfolgreich zu meistern und die
richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit
interessanten Aufgaben an uns zu binden.
6. Risiko und Chancen aus der Veränderung des
Medienumfeldes
Die Vielfalt der Kommunikationskanäle nimmt
weiter zu. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich
fortsetzen. Wir sehen in der Zunahme der
Kommunikationsformate, insbesondere im Bereich der mobilen
Anwendungen, jedoch nicht nur ein Risiko, sondern vor allem
auch eine Chance für unser zukünftiges
Geschäft. Chancen liegen z. B. in den technischen
Weiterentwicklungen rund um das mobile Internet und im
Ausbau technisch innovativer Lösungen für unsere
Kunden im Bereich E-Commerce.
7. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage
Vor dem Hintergrund unserer finanziellen
Stabilität sehen wir keine Risiken, die die
Entwicklung unseres Unternehmens beeinträchtigen oder
seinen Fortbestand gefährden könnten.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich Chancen und
Risiken die Waage halten.
Hamburg, 18. Juli 2024
gez.
Sabine Richter-Schraps gez. Stefan Schraps gez.
Volker Martens, Vorstand Vorstand Vorstand
Bilanz
Aktiva
|
|
30.6.2023
EUR |
30.6.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
359.571,00 |
396.713,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.764,50 |
2.822,50 |
| II.
Sachanlagen |
317.806,50 |
353.890,50 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
317.806,50 |
353.890,50 |
| III.
Finanzanlagen |
40.000,00 |
40.000,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
17.665.853,27 |
16.749.078,06 |
| I.
Vorräte |
244.365,13 |
261.669,38 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
7.040.510,05 |
8.877.789,99 |
| III.
Wertpapiere |
894.433,40 |
969.967,63 |
| IV.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
9.486.544,69 |
6.639.651,06 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
40.154,83 |
46.006,79 |
| Aktiva |
18.065.579,10 |
17.191.797,85 |
Passiva
|
|
30.6.2023
EUR |
30.6.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
14.690.506,42 |
12.296.844,03 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
180.000,00 |
180.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
1.350.000,00 |
1.350.000,00 |
| III.
Bilanzgewinn |
13.160.506,42 |
10.766.844,03 |
| davon
Gewinnvortrag |
10.612.011,37 |
6.822.407,02 |
| B.
Rückstellungen |
1.047.846,77 |
1.166.856,86 |
| C.
Verbindlichkeiten |
1.548.773,38 |
2.032.542,40 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.548.773,38 |
2.032.542,40 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
778.452,53 |
1.695.554,56 |
| Passiva |
18.065.579,10 |
17.191.797,85 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR |
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
16.794.318,27 |
17.688.773,34 |
| 2.
Personalaufwand |
10.484.113,22 |
9.685.205,65 |
| a)
Löhne und Gehälter |
8.760.368,30 |
8.118.853,73 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.723.744,92 |
1.566.351,92 |
| davon
für Altersversorgung |
5.246,48 |
5.246,48 |
| 3.
Abschreibungen |
202.582,44 |
216.188,78 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
202.582,44 |
216.188,78 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.332.300,63 |
1.886.061,96 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
114,14 |
8,10 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
8.090,81 |
12.058,33 |
| 6.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
|
50.388,43 |
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen auf
Finanzanlagen |
|
50.388,43 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1.444,00 |
|
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.231.876,74 |
1.917.232,81 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
2.550.092,05 |
3.945.754,04 |
| 10.
sonstige Steuern |
1.597,00 |
1.317,03 |
| 11.
Jahresüberschuss |
2.548.495,05 |
3.944.437,01 |
| 12.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
10.612.011,37 |
6.822.407,02 |
| 13.
Bilanzgewinn |
13.160.506,42 |
10.766.844,03 |
Anhang
Faktor 3 AG, Hamburg
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
1.1 Pflichtangaben gemäß § 264 Abs.
1a HGB
Firma und Sitz: Faktor 3 AG, Hamburg
Registergericht und
Handelsregisternummer: Amtsgericht Hamburg, HRB 77698
1.2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Der vorliegende Jahresabschluss wurde
gemäß §§ 242 ff. und
§§ 264 ff. HGB sowie nach den
einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB
aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße
Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.
Von den Erleichterungen des § 288 HGB für
die Aufstellung des Anhangs wurde Gebrauch gemacht.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden maßgebend:
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der
Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um
planmäßige Abschreibungen nach der linearen
Methode vermindert.
Das
Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten
angesetzt. Die Vermögensgegenstände des
Sachanlagevermögens werden, sofern abnutzbar,
nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer
nach der linearen Methode planmäßig
abgeschrieben.
Das
Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten
bzw. zum Nennwert angesetzt.
Im Fall einer dauerhaften Wertminderung wird das
Anlagevermögen auf den niedrigeren beizulegenden Wert
abgewertet.
Die
Vorräte (in Arbeit befindliche
Aufträge)werdenzu Herstellungskosten unter
Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Es
handelt sich vor allem um Fremdleistungen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die
Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung
getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine
Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Die
Wertpapieredes Umlaufvermögens werden zu
Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips bewertet.
Der
Kassenbestand und Guthaben bei
Kreditinstitutenwerden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden
Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in
Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung
latenter Steuern aufgrund von temporären oder
quasi-permanenten Differenzen zwischen den
handelsrechtlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen
Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher
Verlustvorträge werden die Beträge der sich
ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den
unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt
des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.
Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.
3. Erläuterungen zu Posten der Bilanz
3.1 Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
3.2
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital beträgt EUR 180.000,00 und ist
in 180.000 Stückaktien eingeteilt, die auf den Namen
lauten und auf die jeweils ein anteiliger Betrag des
Grundkapitals von EUR 1,00 entfällt.
3.3 Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im
Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende
Rechnungen sowie Personalverpflichtungen.
3.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Miet- und
Leasingverpflichtungen) bestehen in Höhe von
TEUR 2.364.
3.5 Mitzugehörigkeitsvermerk
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen waren im Vorjahr in voller Höhe zugleich
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
4. Sonstige Pflichtangaben
4.1 Anzahl der Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
(Angestellte, ohne Vorstandsmitglieder) betrug 198.
4.2 Vorstand
· Sabine
Richter-Schraps, ausgeübter Beruf: Vorstand der
Faktor 3 AG · Stefan
Schraps, ausgeübter Beruf: Vorstand der Faktor 3
AG · Volker Martens, ausgeübter
Beruf: Vorstand der Faktor 3 AG
Die Angabe der Gesamtbezüge der Vorstände
unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB
4.3 Aufsichtsrat
· Ronald
Lebelt, ausgeübter Beruf:
Steuerberater Vorsitzender des Aufsichtsrats
· Prof. Michael
Rutz, ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer Stellvertretender
Vorsitzender des Aufsichtsrats · Dr.
Tiemo Kracht, ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer
Hamburg, 18. Juli 2024
gez.
Sabine Richter-Schraps gez. Stefan Schraps gez.
Volker Martens, Vorstand Vorstand Vorstand
|
01.07.2022
|
Zugänge
|
30.06.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
|
|
|
|
ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
91.094,25
|
0,00
|
91.094,25
|
Sachanlagen
|
|
|
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
|
|
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.251.373,05
|
165.440,44
|
1.416.813,49
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
sonstige Ausleihungen
|
40.000,00
|
0,00
|
40.000,00
|
|
1.382.467,30
|
165.440,44
|
1.547.907,74
|
|
01.07.2022
|
Zugänge
|
30.06.2023
|
30.06.2023
|
30.06.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
|
|
|
|
|
|
ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
88.271,75
|
1.058,00
|
89.329,75
|
1.764,50
|
2.822,50
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
|
|
|
|
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
897.482,55
|
201.524,44
|
1.099.006,99
|
317.806,50
|
353.890,50
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
40.000,00
|
40.000,00
|
|
985.754,30
|
202.582,44
|
1.188.336,74
|
359.571,00
|
396.713,00
|
Bericht
des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr
2022/2023
1. Überwachung der
Geschäftsführung
Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit der Lage der
Faktor 3 AG, Hamburg, beschäftigt und die ihm nach
Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
Hierzu haben wir den Vorstand bei der Leitung des
Unternehmens beraten und seine Tätigkeit begleitet und
überwacht.
Zu den Aufgaben zählt insbesondere die Beratung
über alle grundlegenden Entscheidungen. Bei Bedarf
erörterte der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem
Vorstand überdies außerhalb der Sitzungen sowohl
den Geschäftsverlauf als auch wichtige Entwicklungen.
Der Vorstand unterrichtete uns schriftlich und
mündlich umfassend und rechtzeitig über den Gang
der Geschäfte und kam damit seinen Berichtspflichten
gegenüber dem Aufsichtsrat umfänglich nach. Er
legte uns ordnungsgemäß die Geschäfte und
Maßnahmen vor, die unsere Zustimmung nach Gesetz,
Satzung oder Geschäftsordnung erforderten.
Der Aufsichtsrat ist von der Recht- und
Ordnungsmäßigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit
der Geschäftsführung durch den Vorstand
überzeugt.
Neben der Überwachung der Tätigkeit des
Vorstands beschäftigten wir uns ausführlich mit
der Überwachung des Risikomanagements. Die daraus
abgeleiteten Aktivitäten dienen dazu, frühzeitig
mögliche, den Fortbestand der Gesellschaft
gefährdende Entwicklungen aufzeigen und rechtzeitig
Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
2. Rechnungslegung und Prüfung
Die ARGENTA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurde von
der Hauptversammlung gewählt und hat den
Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 einschließlich des
Lageberichts geprüft und mit einem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Dem Jahresabschluss lagen die Rechnungslegungsvorschriften
des Handelsgesetzbuches (HGB) zugrunde. Die
Aufsichtsratsmitglieder erhielten den Jahresabschluss
einschließlich des Lageberichts sowie den
Prüfungsbericht rechtzeitig und
ordnungsgemäß zur eigenen Prüfung. Zudem
haben Vertreter des Abschlussprüfers über die
Prüfungsschwerpunkte und -ergebnisse berichtet und
Fragen ausführlich beantwortet. Nach unserer eigenen
umfänglichen Prüfung schlossen wir uns dem
Ergebnis der durch den Abschlussprüfer vorgenommenen
Prüfung an und erklären hiermit, dass keine
Einwendungen gegen Jahresabschluss und Lagebericht zu
erheben sind.
Der Aufsichtsrat beschließt einstimmig, der
Hauptversammlung zu empfehlen, dem Vorstand für das
Geschäftsjahr 2022/2023 Entlastung zu erteilen.
In der gleichen Sitzung haben wir uns auch über
die Verwendung des Bilanzgewinns beraten. Damit ist der
vorgelegte Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 gebilligt und
gemäß § 172 AktG festgestellt.
Für das große Engagement und die
vertrauensvolle Zusammenarbeit im abgelaufenen
Geschäftsjahr sprechen wir dem Vorstand unseren
besonderen Dank aus.
Hamburg, den 12.08.2024
Für den Aufsichtsrat
Gez.
Ronald Lebelt (Aufsichtsratsvorsitzender)
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 12.08.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten
Jahresabschluss wurden größenabhängige
Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.
Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht
wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers
An die Faktor 3 AG
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Faktor 3 AG -
bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Faktor 3 AG für das
Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.
Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den
bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht
und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder
unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist bei Verstößen höher als bei
Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
geschätzten Werte und damit zusammenhängenden
Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen,
dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht
mehr fortführen kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrundeliegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.
Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den
zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht
ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass
künftige Ereignisse wesentlich von den
zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Hamburg, 19. Juli 2024
ARGENTA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Katrin Jensen Michael Schulz
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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