Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 77698
Eingetragen
7.11.2000
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenPublic-Relations-Beratung
Gegenstand
Betrieb einer Werbe-, PR- und Multimedia-Agentur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Schraps
seit 5.2.2002
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Volker Martens
seit 5.2.2002
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Faktor 3 AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

Faktor 3 AG, Hamburg

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023
I. Grundlagen des Unternehmens

Die Faktor 3 AG Hamburg (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt), ist eine inhabergeführte Kommunikationsagentur, die auf Public Relations und Werbung sowie auf Kooperationen ausgerichtete Verkaufsförderung spezialisiert ist. Die Gesellschaft betreut unter anderem Kunden aus den Branchen "Automotive", "Bauen und Wohnen", "Food und Retail" sowie "Industrie/Technologie". Seit der Gründung 1995 ist die Gesellschaft kontinuierlich gewachsen. Heute gehört die Faktor 3 AG zu den Top-10 der PR-Agenturen in Deutschland.

Sitz der Gesellschaft ist die Kattunbleiche 35 in 22041 Hamburg.

II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9% höher als im Jahr 2021, ist nachfolgend in 2023 jedoch um 0,3% gesunken. Vor allem die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine führten zusammen mit sehr hohen Energiepreisen und einer weiteren Beschleunigung der Inflation zu einer erheblichen Abnahme der ökonomischen Zuversicht von Unternehmen und privaten Haushalten.

Der Gesamtumsatz der Werbewirtschaft stieg 2023 um 1,5% auf knapp 48,8 Milliarden Euro laut Jahresbilanz des Branchenverbands. Auf die deutliche Erholung 2021 nach dem Corona-Schock war 2022 ein kleines Wachstum gefolgt. Mit seinem aktuellen Marktvolumen liegt der Werbemarkt in Deutschland nun wieder über dem Vor-Corona Wert von 48,3 Milliarden Euro. Der Markt verändert sich durch die fortschreitende Digitalisierung weiterhin in einem sehr hohen Tempo. Die vor Jahren begonnene und durch Corona noch verstärkte Verschiebung der Mediaspendings in Richtung Digital setzt sich weiter fort.

Vor diesem Hintergrund war der Geschäftsverlauf der Gesellschaft nur zufriedenstellend, da sich vor allem aufgrund eines Rückgangs des Rohergebnises sowie gestiegener Personalkosten und sonstiger betrieblicher Aufwendungen das Jahresergebnis von TEUR 3.790 im Vorjahr auf TEUR 2.548 im Berichtsjahr reduzierte. Die Faktor 3 AG beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahre insgesamt 200 (Vorjahr: 193) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Teilzeitkräfte.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung
a. Vermögens- und Finanzlage

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres (TEUR 203)überstiegendie Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen (TEUR 165), so dass sich. das Anlagevermögen um TEUR 37 verminderte.

In Arbeit befindliche Aufträge verringerten sich  von TEUR 597 im Vorjahr auf TEUR 244, vor allem bedingt durch geringere weiterberechenbare und aktivierte Eingangsleistungen.

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 6.545; Vorjahr: TEUR 8.877) ist auf die im Vergleich zum entsprechenden Monat des Vorjahres deutlich geringeren Umsatzerlöse im Juni 2023 zurückzuführen. Gleichzeitig reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 167.

Der Cash flow aus der operativen Geschäftstätigkeit war positiv. Abzüglich des negativen Cash flows aus der Investitionstätigkeit führte dies zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds ( Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten) um TEUR 2.847 auf TEUR 9.487. Der Anteil der liquiden Mittel (einschließlich kurzfristig liquidierbarer Wertpapiere des Umlaufvermögens, hier Fondsanteile) an der Bilanzsumme beträgt 57% (Vorjahr: 43%). Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit sichergestellt.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Personalverpflichtungen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie geringere ausstehende Rechnungen zum Bilanzstichtag um TEUR 213 verringert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag für noch nicht abgeschlossene und abrechenbare Projekte. Der Saldo dieser Einnahmen hat sich zum Bilanzstichtag um TEUR 917 auf TEUR 778 verringert.

Als Folge der dargestellten Entwicklungen erhöhte sich die Bilanzsumme um TEUR 515 (3%) auf TEUR 18.066 zum Bilanzstichtag.

Die Gesellschaft ist zu 81% (Vorjahr: 69%) der Bilanzsumme durch Eigenkapital (TEUR 14.691; Vorjahr: TEUR 12.142)finanziert. Der Anstieg des Eigenkapitals und der Eigenkapitalquote ist auf die vollständige Thesaurierung des Bilanzgewinns im Berichtsjahr zurückzuführen. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über eine relativ hohe Eigenkapitalquote.

Es bestehen nur kurzfristige Verbindlichkeiten, die aus eigenen liquiden Mitteln beglichen werden. Der Gesellschaft stehen außerdem ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, die bei Bedarf als Working Capital Finanzierung in Anspruch genommen werden können.

b. Ertragslage

Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 2.548 (Vorjahr: TEUR 3.790) aus. Das Rohergebnis der Gesellschaft hat sich absolut von TEUR 17.820 im Vorjahr auf TEUR 16.794 (-6%) im Berichtsjahr verringert.

Der Anstieg des Personalaufwands von TEUR 9.919im Vorjahr aufTEUR 10.484 (+6%) im Berichtsjahr war im Wesentlichen auf Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

Vor allem höhere Raumkosten (+TEUR 89) sowie allgemeine Kostensteigerungen führten zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+TEUR 402).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) beträgt TEUR 3.774 gegenüber TEUR 5.678 im Vorjahr, was einem Rückgang von TEUR -1.904 (-34%) entspricht.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung, dem Deckungsbeitrag je Auftrag sowie dem EBIT. Darüber hinaus wird die Liquidität zur Steuerung des Unternehmens laufend überwacht. Ein weiterer Leistungsindikator ist die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Vor allem die Verschlechterung des Rohergebnisses bei gleichzeitigem Anstieg der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen führte zu einem Rückgang des EBIT.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir unverändert als sehr stabil ein. Die Ertragslage (Umsatz- und Ertragsentwicklung) war geprägt vom vorgenannten verringerten Rohergebnis, was sich in dem geringeren Jahresergebnis widerspiegelt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich Rückstellungen sind vollständig durch die liquiden Mittel gedeckt. Die Gesellschaft konnte erneut eine nachhaltige stabile wirtschaftliche Entwicklung mit einer ausreichenden Eigenkapital- und Liquiditätsbasis erreichen, was der Prognose aus dem Vorjahr entsprach.
III. Prognosebericht
1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach einer Rezession im Jahr 2023 dürfte die Konjunktur gemäß der Frühjahresprognose der Europäischen Kommission in Deutschland 2024 stagnieren. Die Binnennachfrage wird im laufenden und im kommenden Jahr langsam anziehen, da sich das reale Lohnwachstum fortsetzt. Es wird jedoch erwartet, dass angesichts anhaltend hoher Finanzierungskosten die Investitionen deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie bleiben. Angetrieben von der Binnennachfrage dürfte das Wachstum des Bruttoinlandproduktes 2025 moderat steigen. (Quelle: Presse­mittei­lungen der Europäischen Kommission).

Experten gehen auch weiterhin von einem hohen aber moderateren Niveau des Wachstums der digitalen Medienwirtschaft aus. (Quelle: Statista Research Department, 7.02.2024).

2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Die vorläufigen unterjährigen Zahlen per Mai 2024 zeigen ein Rohergebnis, das unter dem des Vorjahres liegt. Das vorläufige Betriebsergebnis per Mai 2024 beträgt TEUR 2.749 gegenüber TEUR 3.238 per Mai des Vorjahres. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die verschlechterte konjunkturelle Lage zurückzuführen.

Die Zinserträge konnten im Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und vorhandener nennenswerter Festgeld- und Termingeldanlagen deutlich gesteigert werden.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ist in 2023/2024 auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2023/2024 wieder ein positives EBIT aber unterhalb des Niveaus des Vorjahres. Als Ergebnis würde sich das Eigenkapital wieder erhöhen, da weiterhin eine vorsichtige Ausschüttungspolitik betrieben werden soll.

Wesentliche Investitionen oder Finanzierungserfordernisse waren im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht zu verzeichnen und sind auch künftig nicht zu erwarten. Kleinere Investitionen wurden und werden aus dem operativen Cash flow und der vorhandenen Liquidität der Gesellschaft finanziert. Insgesamt geht der Vorstand nach Abwägung aller potenziellen Chancen und Risiken davon aus, dass die Unternehmensfortführung (Going Concern) nachhaltig und langfristig gesichert ist.

IV. Chancen- und Risikobericht
1. Risikomanagement allgemein

Als Vorstand einer Aktiengesellschaft sind wir gemäß § 91 Abs. 2 AktG verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Unser Risikomanagementsystem hat zum Ziel, Risiken als auch Chancen frühzeitig zu erkennen. Dadurch sollen Risiken begrenzt und Chancen genutzt werden. Zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems ist ein detailliertes, monatlich rollierendes Planungs- und Controllingsystem, das einer regelmäßigen zentralen Überwachung durch den Vorstand unterliegt.

Aus der unternehmerischen Tätigkeit der Gesellschaft ergeben sich in allen Geschäftsbereichen verschiedene, nachstehend dargestellte Risiken und Chancen für die künftige Entwicklung und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

2. Risiken aus dem möglichen Verlust von Kunden

Aus der Analyse der Kundenprofile und der Zusammenarbeit mit den Kunden ergeben sich nach derzeitigem Kenntnisstand keine Hinweise auf wesentliche Risiken.

Ein Wegfall oder eine deutliche Reduzierung der Werbebudgets von Schlüsselkunden könnte grundsätzlich zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und aufgrund der zeitlichen Verzögerung von Gegenmaßnahmen kurzfristig zu einer Verschlechterung der Ertragslage führen. Die Kundenstruktur der Gesellschaft weist diesbezüglich jedoch ein deutlich unterdurchschnittliches Risiko auf, da der Branchenmix sehr ausgewogen ist und nach wie vor ein nennenswerter Anteil der Kunden größere und mittlere Konzerne bzw. Unternehmen sind. Andererseits ergeben sich aus den Kundenbeziehungen auch Chancen für weitere Umsatzsteigerungen.
3. Risiken aus dem konjunkturellen Umfeld

Ein stärker als prognostizierter konjunktureller Abschwung könnte Umsätze und Roherträge negativ beeinflussen.

4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Vorstand sieht keine wesentlichen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen. Größere Einzelforderungen gegenüber Kunden bestehen in der Regel nicht. Ausfallrisiken werden durch ein adäquates Debitorenmanagement und die gute Bonität der Kunden minimiert. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der sehr guten Eigenkapitalausstattung und der vorhandenen liquiden Mittel sowie der kurzfristig liquidierbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens nicht erkennbar. Darüber hinaus bestehen freie Kreditlinien bei zwei Kreditinstituten.

Währungsrisiken bestehen nur in sehr geringem Umfang, da die Forderungen und die wesentlichen Verbindlichkeiten in Euro denominiert sind.

Sicherungsinstrumente im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB werden von der Gesellschaft nicht eingesetzt.

Ein Zinsänderungsrisiko besteht nicht, da die Gesellschaft überwiegend eigenkapitalfinanziert ist.

5. Personalrisiken

Die Personalfluktuation in unserer Branche ist traditionell relativ hoch. Neue Branchen mit ähnlichen Anforderungen erhöhen den Konkurrenzdruck bei der Personalsuche. Zudem führt der allgemeine demografische Wandel weiterhin zu Problemen, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. Durch unsere relativ breit aufgestellte Führungsmannschaft, ein attraktives Arbeitsumfeld und unsere Kunden ist es uns jedoch bisher immer gelungen, die daraus resultierenden Veränderungen erfolgreich zu meistern und die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit interessanten Aufgaben an uns zu binden.

6. Risiko und Chancen aus der Veränderung des Medienumfeldes

Die Vielfalt der Kommunikationskanäle nimmt weiter zu. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen. Wir sehen in der Zunahme der Kommunikationsformate, insbesondere im Bereich der mobilen Anwendungen, jedoch nicht nur ein Risiko, sondern vor allem auch eine Chance für unser zukünftiges Geschäft. Chancen liegen z. B. in den technischen Weiterentwicklungen rund um das mobile Internet und im Ausbau technisch innovativer Lösungen für unsere Kunden im Bereich E-Commerce.

7. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die die Entwicklung unseres Unternehmens beeinträchtigen oder seinen Fortbestand gefährden könnten. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich Chancen und Risiken die Waage halten.

 

Hamburg, 18. Juli 2024

gez. Sabine Richter-Schraps gez. Stefan Schraps gez. Volker Martens, Vorstand Vorstand Vorstand

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 359.571,00 396.713,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.764,50 2.822,50
II. Sachanlagen 317.806,50 353.890,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.806,50 353.890,50
III. Finanzanlagen 40.000,00 40.000,00
B. Umlaufvermögen 17.665.853,27 16.749.078,06
I. Vorräte 244.365,13 261.669,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.040.510,05 8.877.789,99
III. Wertpapiere 894.433,40 969.967,63
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.486.544,69 6.639.651,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.154,83 46.006,79
Aktiva 18.065.579,10 17.191.797,85

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.690.506,42 12.296.844,03
I. Gezeichnetes Kapital 180.000,00 180.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.350.000,00 1.350.000,00
III. Bilanzgewinn 13.160.506,42 10.766.844,03
davon Gewinnvortrag 10.612.011,37 6.822.407,02
B. Rückstellungen 1.047.846,77 1.166.856,86
C. Verbindlichkeiten 1.548.773,38 2.032.542,40
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.548.773,38 2.032.542,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 778.452,53 1.695.554,56
Passiva 18.065.579,10 17.191.797,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.794.318,27 17.688.773,34
2. Personalaufwand 10.484.113,22 9.685.205,65
a) Löhne und Gehälter 8.760.368,30 8.118.853,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.723.744,92 1.566.351,92
davon für Altersversorgung 5.246,48 5.246,48
3. Abschreibungen 202.582,44 216.188,78
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 202.582,44 216.188,78
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.332.300,63 1.886.061,96
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 114,14 8,10
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.090,81 12.058,33
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   50.388,43
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen   50.388,43
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.444,00  
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.231.876,74 1.917.232,81
9. Ergebnis nach Steuern 2.550.092,05 3.945.754,04
10. sonstige Steuern 1.597,00 1.317,03
11. Jahresüberschuss 2.548.495,05 3.944.437,01
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.612.011,37 6.822.407,02
13. Bilanzgewinn 13.160.506,42 10.766.844,03

Anhang

Faktor 3 AG, Hamburg

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
1.1 Pflichtangaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Firma und Sitz:  Faktor 3 AG, Hamburg
Registergericht und Handelsregisternummer: Amtsgericht Hamburg, HRB 77698
1.2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB für die Aufstellung des Anhangs wurde Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfol­genden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um plan­mäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlage­vermögens werden, sofern abnutzbar, nach Maßgabe der voraus­sichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert angesetzt.

Im Fall einer dauerhaften Wertminderung wird das Anlagevermögen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet.

Die Vorräte (in Arbeit befindliche Aufträge)werdenzu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Es handelt sich vor allem um Fremdleistungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwert­berichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Wertpapieredes Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstitutenwerden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbind­lichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungs­abgrenzungs­posten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

3. Erläuterungen zu Posten der Bilanz
3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2  Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 180.000,00 und ist in 180.000 Stückaktien eingeteilt, die auf den Namen lauten und auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 entfällt.

3.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Personalverpflichtungen.

3.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Miet- und Leasingverpflichtungen) bestehen in Höhe von TEUR 2.364.

3.5 Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren im Vorjahr in voller Höhe zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Sonstige Pflichtangaben
4.1 Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (Angestellte, ohne Vorstandsmitglieder) betrug 198.

4.2 Vorstand

·  Sabine Richter-Schraps, ausgeübter Beruf: Vorstand der Faktor 3 AG ·  Stefan Schraps, ausgeübter Beruf: Vorstand der Faktor 3 AG ·  Volker Martens, ausgeübter Beruf: Vorstand der Faktor 3 AG
Die Angabe der Gesamtbezüge der Vorstände unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB
4.3 Aufsichtsrat

·  Ronald Lebelt,  ausgeübter Beruf: Steuerberater Vorsitzender des Aufsichtsrats ·  Prof. Michael Rutz,  ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ·  Dr. Tiemo Kracht,  ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

 

Hamburg, 18. Juli 2024

gez. Sabine Richter-Schraps gez. Stefan Schraps gez. Volker Martens, Vorstand Vorstand Vorstand


01.07.2022
Zugänge
30.06.2023

EUR
EUR
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und



ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
91.094,25
0,00
91.094,25
Sachanlagen



Technische Anlagen und Maschinen



andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.251.373,05
165.440,44
1.416.813,49
Finanzanlagen



sonstige Ausleihungen
40.000,00
0,00
40.000,00

1.382.467,30
165.440,44
1.547.907,74

01.07.2022
Zugänge
30.06.2023
30.06.2023
30.06.2022

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und





ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
88.271,75
1.058,00
89.329,75
1.764,50
2.822,50
Sachanlagen





Technische Anlagen und Maschinen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
897.482,55
201.524,44
1.099.006,99
317.806,50
353.890,50
Finanzanlagen





sonstige Ausleihungen
0,00
0,00
0,00
40.000,00
40.000,00

985.754,30
202.582,44
1.188.336,74
359.571,00
396.713,00

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Überwachung der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit der Lage der Faktor 3 AG, Hamburg, beschäftigt und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Hierzu haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Tätigkeit begleitet und überwacht.

Zu den Aufgaben zählt insbesondere die Beratung über alle grundlegenden Entscheidungen. Bei Bedarf erörterte der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand überdies außerhalb der Sitzungen sowohl den Geschäftsverlauf als auch wichtige Entwicklungen.

Der Vorstand unterrichtete uns schriftlich und mündlich umfassend und rechtzeitig über den Gang der Geschäfte und kam damit seinen Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat umfänglich nach. Er legte uns ordnungsgemäß die Geschäfte und Maßnahmen vor, die unsere Zustimmung nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderten.

Der Aufsichtsrat ist von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugt.

Neben der Überwachung der Tätigkeit des Vorstands beschäftigten wir uns ausführlich mit der Überwachung des Risikomanagements. Die daraus abgeleiteten Aktivitäten dienen dazu, frühzeitig mögliche, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen aufzeigen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

2. Rechnungslegung und Prüfung

Die ARGENTA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurde von der Hauptversammlung gewählt und hat den Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 einschließlich des Lageberichts geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dem Jahresabschluss lagen die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) zugrunde. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten den Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts sowie den Prüfungsbericht rechtzeitig und ordnungsgemäß zur eigenen Prüfung. Zudem haben Vertreter des Abschlussprüfers über die Prüfungsschwerpunkte und -ergebnisse berichtet und Fragen ausführlich beantwortet. Nach unserer eigenen umfänglichen Prüfung schlossen wir uns dem Ergebnis der durch den Abschlussprüfer vorgenommenen Prüfung an und erklären hiermit, dass keine Einwendungen gegen Jahresabschluss und Lagebericht zu erheben sind.

Der Aufsichtsrat beschließt einstimmig, der Hauptversammlung zu empfehlen, dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2022/2023 Entlastung zu erteilen.

In der gleichen Sitzung haben wir uns auch über die Verwendung des Bilanzgewinns beraten. Damit ist der vorgelegte Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 gebilligt und gemäß § 172 AktG festgestellt.

Für das große Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr sprechen wir dem Vorstand unseren besonderen Dank aus.

 

Hamburg, den 12.08.2024


Für den Aufsichtsrat

Gez. Ronald Lebelt (Aufsichtsratsvorsitzender)

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 12.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Faktor 3 AG
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Faktor 3 AG - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Faktor 3 AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapital­gesell­schaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und
·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungs­mäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage­berichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungs­mäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lage­bericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Über­ein­stim­mung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellun­gen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schluss­folgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungs­nachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

·  beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buch­führung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags­lage der Gesellschaft vermittelt.

·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunfts­orien­tierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunfts­orientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unver­meidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hamburg, 19. Juli 2024
ARGENTA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Katrin Jensen Michael Schulz Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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