Covestro Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Gehring seit 21.10.2013 | Prokura |
Rainer Dr. Rettig seit 21.10.2013 | Geschäftsführer |
Axel Dimmel seit 21.10.2013 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bayer Sheet Europe GmbHDarmstadtJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Lagebericht1. Allgemeiner ÜberblickDie Bayer Sheet Europe GmbH (BSE GmbH) produziert am Produktionsstandort Weiterstadt Polycarbonat-Stegplatten für den europäischen Markt. Die BSE GmbH übernimmt in der Bayer Sheet Europe-Gruppe (BSE-Gruppe) in ihren Räumlichkeiten in Darmstadt die Funktion der Zentrale der BSE-Gruppe, betreibt in Weiterstadt einen Produktionsstandort und ist für den Vertrieb aller Produkte der BSE-Gruppe in Mittel- und Osteuropa zuständig. Zur BSE-Gruppe gehören außerdem die Bayer Sheet Europe N.V., Belgien (BSE N.V.) und die Bayer Sheet Europe S.p.A., Italien (BSE S.p.A.). Regional ist der Vertrieb der BSE-Gruppe in 3 Regionen gegliedert, die BSE-GmbH ist zuständig für den Vertrieb der Produkte in der Region Mitte/Ost (Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa). In diesem Bereich tritt der BSE GmbH als Verkäufer für alle Produktionsstandorte der BSE auf. In Südeuropa übernimmt diese Funktion die BSE SpA, in Westeuropa die BSE NV. Die interne Abwicklung der Geschäfte zwischen den 3 Gesellschaften wird über ein Markt-Minus Modell geregelt. In Europa ist die BSE-Gruppe zusammen mit SABIC (ex General Electric Plastics N. V.), Niederlande Marktführer für Polycarbonat-Halbzeuge. 2. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie wirtschaftliche Krise setzte sich in 2010 nicht fort, der Markt für die im Werk Weiterstadt produzierten Mengen erholten sich im Gegenteil im Vergleich zu 2009 um knapp 20 % und erreichte damit bereits wieder die Werte des Jahres 2008. Wir konnten an diesem Nachfragezuwachs voll partizipieren. 3. Umsatz- und ErtragslageIm abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich der Umsatz aus Warengeschäften um 13,4 % von 45,7 Mio. € auf 51,9 Mio. €. Davon waren rund 8 % auf Mengenzuwachs und rund 5 % auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Der Marktanteil der BSE GmbH blieb stabil auf hohem Niveau. Wir waren jedoch nicht in der Lage, die massiven Erhöhungen der Rohstoffpreise in der 2. Jahreshälfte kurzfristig über erhöhte Verkaufspreise für Plattenware in voller Höhe zu kompensieren. Die Erosion der Marge lag im Geschäftsjahr bei rund 30 €cts pro kg. Durch Knappheit auf der Rohstoffseite in der 2. Jahreshälfte war eine Bevorratung an Rohstoffen nicht möglich. Alle Rohstoffpreiserhöhungen führten somit zu sofortigen Einbußen, da vorliegender Auftragsbestand zum Teil noch zu alten Verkaufs-Preisen abgewickelt werden musste, aber bereits Rohstoffe zu erhöhten Preisen in die Ergebnisrechnung einging. Im Jahr 2010 machten die Herstellungskosten 92,6 % der Umsatzerlöse aus. Da die GmbH als Vertriebs-Servicecenter für die BSE-Gruppe agiert, sind die ausgewiesenen Vertriebskosten überproportional hoch, ein großer Teil der Kosten wird an die Tochtergesellschaften über Service-Agreements ausbelastet, und ist Teil der sonstigen betrieblichen Erträge. Bei einem Bruttoergebnis von 3.737 T€ beläuft sich das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in 2010 auf 399 T€. Dieser Rückgang des Bruttoergebnisses ist vor allem auf die Margenverluste in 2010 zurückzuführen. Die Vertriebskosten stiegen 2010 vor allem mengenbedingt durch höhere Kosten für Frachten und Verpackungen an. Das Finanzergebnis belief sich auf 63 T€. Im Finanzergebnis ist 2010 keine Dividendenzahlung der NV enthalten. Die im Finanzergebnis enthaltenen Zinserträge beruhen im Wesentlichen auf den Zinsen des Festgeldguthabens bei der Bayer AG. Die übrigen finanziellen Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen. Das Jahresergebnis liegt 2010 bei - 271 T€ nach 16.916 T€ im Vorjahr. Ein sinnvoller Vergleich mit dem Vorjahr ergibt sich nur wenn die Sondereffekte aus 2009 berücksichtigt werden.
4. Vermögens- und FinanzlageDas Anlagevermögen der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2010 = 69.730 T€. Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr 431 T€. Dem standen insgesamt Abschreibungen von 949 T€ gegenüber. Die Investitionen konzentrierten sich 2010 auf Erhaltungsinvestitionen, weitere umfangreiche Modernisierungen - wie in den Vorjahren - wurden nicht vorgenommen. Die Tochtergesellschaft BSE N.V. schloss - bedingt durch einen erheblichen Einbruch der Verkaufserlöse - das Geschäftsjahr 2010 mit einem Verlust nach Steuern von 2.614 T€ ab. Das Umlaufvermögen von 52.208 T€ setzt sich zusammen aus Vorräten (3.926 T€), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4.547 T€), Forderungen gegen verbundene Unternehmen (41.445 T€) und sonstigen Vermögensgegenständen (2.289 T€) sowie Flüssigen Mitteln (1 T€). Die Bestände an Waren und Rohstoffen erhöhten sich im Berichtsjahr um 72,5 %. Der Anteil des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag lag mit 57 % rund 3 % unter Vorjahresniveau. Das Eigenkapital der BSE GmbH betrug zum Jahresende 98.942 T€. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 81 %. Die Rückstellungen in Höhe von 10.950 T€ bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (9.277 T€). In den sonstigen Rückstellungen (1.673 T€) sind weitere Personalrückstellungen (1.236 T€) enthalten. Die Verbindlichkeiten von 12.158 T€ enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (692 T€), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (9.623 T€) sowie übrige Verbindlichkeiten (1.843 T€). Die Liquidität des Unternehmens wird im Wesentlichen durch die Integration in das Konzern-Cash-Pooling der Bayer AG sichergestellt. 5. MitarbeiterZum 31. Dezember 2010 wurden 95 Mitarbeiter beschäftigt, davon 45 in Produktion, 48 in der Verwaltung und 2 Auszubildende. Die Beschäftigtenzahl ist nahezu konstant zum Vorjahr (-1 Mitarbeiter zum Vorjahr). 6. Forschung und EntwicklungDie Entwicklungstätigkeiten der Gesellschaft beschränken sich im Wesentlichen auf die Zulassung/Zertifizierung von neuen Produktvarianten und auf die anwendungstechnische Beratung der Kundschaft für den Einsatz unserer Produkte. 7. RisikoberichtDas Geschäft weist historisch das Risiko auf, dass ein Großteil der Umsätze in einer Branche, der Bauwirtschaft, getätigt wird. Das Risiko dieser Monokultur wird allerdings dadurch relativiert, dass in diesem Absatzmarkt eine Vielzahl von Einzelverwendungen bedient wird (Privatbauten, öffentlicher Bereich, Industrieanwendungen). Die Entwicklung unseres Geschäftes und der damit verbundenen finanzwirtschaftlichen Ziele hängt auch von der konjunkturellen Entwicklung der für unser Geschäft relevanten Länder und Regionen ab. Die BSE Gruppe konzentriert die Marketingaktivitäten auf die Entwicklung und Vermarktung neuer Produktvarianten. Dazu wurde die Marketingabteilung mit Sitz in Darmstadt personell aufgestockt. Konkrete Projekte laufen hier vor allem für die in Tielt produzierte Massivplatte, aber auch für den Multiplatten-Standort Weiterstadt gibt es Ansatzpunkte für Projekte, die zu weiteren Mengensteigerungen und damit verbesserter Kapazitätsauslastung und Wirtschaftlichkeit führen. So laufen bereits Vorarbeiten für Stadionüberdachungen aus MAKROLON Multiplatten für die kommende Fußballweltmeisterschaft in Brasilien Der Produktionsstandort der BSE GmbH in Weiterstadt, ist aufgrund des rein physikalischen Herstellungsverfahrens (Extrusion von Thermoplasten) unkritisch hinsichtlich eventueller Umweltschädigungen einzuordnen. Störfälle, Betriebsunfälle oder andere Zwischenfälle sind für 2010 nicht zu berichten. Hinsichtlich der Arbeitssicherheit konnte 2010 im 2. Jahr in Folge ohne meldepflichtige Unfälle abgeschlossen werden. Nach unserer Überzeugung wird der gegenwärtigen Risikosituation durch den Abschluss von Versicherungen und durch bilanzielle Vorsorgemaßnahmen ausreichend Rechnung getragen. Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken bestanden im Berichtszeitraum nicht und sind aus heutiger Sicht auch für die Zukunft nicht erkennbar. 8. Ereignisse nach dem AbschlussstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet. 9. AusblickFür das Jahr 2011 erwarten wir ein sehr schwieriges Umfeld. Die im Jahr 2010 verlorenen Margen müssen durch Erhöhung der Verkaufspreise ausgeglichen werden, was vermutlich nur mit Mengenverlusten erkauft werden kann. Für das Ergebnis (ohne Sondereffekte) rechnen wir 2011 nach aktuellem Stand mit einem Ergebnis vor Steuern zwischen 1 und 2 Mio €. Durch die verschärfte Wettbewerbslage ist aber eine fundierte Schätzung nicht möglich. Für 2011 sind keine außergewöhnlichen Einflüsse zu erwarten, die das Ergebnis beeinträchtigen könnten.
Darmstadt, 02.05.2011 Dr. Norbert Pingel, Geschäftsführer BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeinesDie Bayer Sheet Europe Gesellschaft mit beschränkter Haftung wird als Tochterunternehmen der Bayer Material Science AG, Leverkusen, mit ihrer Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss der Bayer AG, Leverkusen, einbezogen. Dadurch entfällt die Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss der Bayer AG ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Bayer Sheet Europe GmbH sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden. Das Gliederungsschema des § 275 Abs. 3 HGB wird aufgrund der besonderen Bedeutung der Forschungs- und Entwicklungskosten in der Chemischen Industrie um diesen Posten erweitert. Zusätzlich wurde das Gliederungsschema um die Posten übrige finanzielle Erträge und übrige finanzielle Aufwendungen ergänzt. Durch zusätzliche Zwischensummen sind das "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" und das "Finanzergebnis" hervorgehoben. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 entspricht in Ansatz und Bewertung den Grundsätzen des HGB. Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung der in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang einzeln erläutert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaf-fungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei den Sachanlagen erfolgt die Aktivierung der Zugänge zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. In Anspruch genommene Skonti werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Abgänge werden grundsätzlich zum Zeitpunkt des körperlichen Abgangs ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 150 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Für Zugänge ab 2008 mit Anschaffungskosten über € 150 und unter € 1.000 wird die Sammelpostenregel analog des § 6 Absatz 2a EStG angewandt. Diese geringwertigen Wirtschaftsgüter werden seit dem 1. Januar 2008 im Zugangsjahr in einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen wurden bis zum 31. Dezember 2008 sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode mit dem Höchstsatz im Rahmen der jeweils geltenden steuerlichen Vorschriften ermittelt. Im Fall der degressiven Methode erfolgt der Übergang zur linearen Methode, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Aufgrund der BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2009 und dem dadurch bedingten Verzicht auf steuerliche Wertansätze für Zugänge nach dem 31. Dezember 2008 erfolgen die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in der Handelsbilanz für diese Zugänge ausschließlich nach der linearen Methode. Bisher begonnene Abschreibungs-Reihen werden entsprechend der bisher angewandten Methoden fortgeführt. Wesentliche Einflüsse auf die Vermögens- und Ertragslage ergeben sich hinsichtlich des Wertansatzes des Sachanlagevermögens aus der BilMoG-Umstellung nicht. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten, die den Einbringungswerten der 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung entsprechen oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (bei voraussichtlich dauernder Wertminderung) bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren grundsätzlich mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten und die Fertige rzeugnisse mit ihren jeweiligen Herstellungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Niedrigere Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert. Die Einzelwertberichtigungen berücksichtigen Abschläge wegen erkennbarer Ausfallrisiken und späterer Fälligkeit. Die Pauschalwertberichtigungen werden zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos mit 1 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen und die enthaltene Umsatzsteuer gekürzten gesamten Forderungsbestandes gebildet. Stellt sich bei den Forderungen heraus, dass die Gründe für eine in Vorjahren gebildete Einzelwertberichtigung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen bzw. Ausgaben ausgewiesen, die für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt werden. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode incl. Gehaltstrends) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,00% (Vorjahr 2,50%) bei den Entgelten und von 1,75% (Vorjahr 1,75%) bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31.12.2010 auf 5,15% (31.12.2009 auf 5,25%) für Pensions- und vergleichbare langfristige Personalrückstellungen, bzw. 4,07% für Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Vorruhestandsvereinbarungen; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit den zur Sicherung ihrer Erfüllung in ein Contractual Trust Arrangement (CTA) eingebrachten zweckgebundenen Mittel in Höhe von 238 T€ (angesetzt zum beizulegenden Wert, § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB) gemäß § 246 Abs. 2 HGB pflichtgemäß verrechnet worden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag zurückgestellt. Preis- und Kostensteigerungen sind angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre gemäß den Regelungen der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung In Fremdwährungen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr findet das Anschaffungskostenprinzip sowie das Realisations- und Imparitätsprinzip Anwendung. Sicherungsgeschäfte wurden keine getätigt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Finanzanlagen Die Bayer Sheet Europe Gesellschaft mit beschränkter Haftung hält 99,9 % der Anteile an der Bayer Sheet Europe NV, Tielt. Das Eigenkapital zum 31.12.2010 beträgt 24.258.063 €, der Jahresverlust für das Geschäftsjahr 2010 beträgt 2.603.563 €. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 29 T€). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.058.082 € (Vorjahr 2.420.071 €) enthalten. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Latente Steuern Zum 31.12.2010 erwartet die Bayer Sheet Europe aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden eine zukünftige Steuerentlastung von 1.011.783 €. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 29,72%. Die zeitlichen Bilanzierungsunterschiede entfallen ausschließlich auf unterschiedliche Bewertungsansätze im Bereich der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde eine aktive latente Steuer hierfür nicht bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Darüber hinaus sind Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen enthalten. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Es handelt sich im Wesentlichen um Anteile an Spezialfonds, zu einem geringen Teil um Bankguthaben. Der beizulegende Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Vermögens beträgt 237.846 € und wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet. Die Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Vermögen betrugen 218.891 €. Dem Mehrbetrag von 18.955 € stehen frei verfügbare Kapitalrücklagen von 69.316.980 € gegenüber. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Beträge für Risiken aus Gewährleistungen, Tantiemen, Altersteilzeitverpflichtungen, Gleitzeitüberhänge und nicht genommener Urlaub sowie Jubiläumsverpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen betragen 9.623.115 € (Vorjahr 5.806.080 €). Hiervon entfallen 5.916.315 € (Vorjahr 2.298.202 €) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen 692.463 € (Vorjahr 995.135 €).Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 1.842.673 € (Vorjahr 1.370.831 €), davon aus Steuern 79.825 € (Vorjahr: 75.673 €) und im Rahmen der sozialen Sicherheit 24.250 € (Vorjahr: 76.522 €). Von den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit haben jeweils 8.083 € eine Restlaufzeit von 2 bzw. 3 Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen für Fahrzeuge und Bürogeräte mit einer Laufzeit von 1 bis 3 Jahren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 206.132€. Es bestehen folgende weitere Verpflichtungen: BBS GmbH, Leverkusen, Buchhaltungsservice, Verpflichtung in 2011: beträgt 180.000 € Mietvertrag Büroräumlichkeiten (Laufzeit bis 31.12. 2011, Verpflichtungen in 2011 133.000 €). Automatische Verlängerung jeweils um 1 Jahr, wenn nicht gekündigt wird, bei gleichen Verpflichtungen. Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse nach Tätigkeitsfeldern Das Unternehmen ist ausschließlich in einem Tätigkeitsfeld (Verkauf von Kunststoff-Halbzeugen) tätig. Umsatzerlöse nach Regionen
Beteiligungsergebnis Dividenden aus 2009 von der Bayer Sheet Europe NV wurde im Geschäftsjahr 2010 nicht ausgeschüttet. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Zinsergebnis
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Die übrigen finanziellen Erträge beinhalten das realisierte Fremdwährungsergebnis von 1.471 €. Die übrigen finanziellen Aufwendungen enthalten Kursverluste aus der Fremdwährungsbewertung von 1.443 €. Materialaufwand
Personalaufwand
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr beträgt 101 (Vorjahr 96). Davon 50 (Vorjahr 48) Mitarbeiter in der Produktion, 49 (Vorjahr 48) Mitarbeiter in Geschäftsführung, Verwaltung, Vertrieb und Marketing sowie 2 ( Vorjahr 0 ) Auszubildende. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Nahe stehende Unternehmen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer Sheet Europe GmbH Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer Sheet Europe GmbH unterliegen. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen des Konzernverbundes abgeschlossen. Es handelt sich vor allem um Dienstleistungs- und Liefergeschäfte. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie regelmäßig zu den jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen. Sonstige AngabenBeirat Der Beirat besteht aus folgenden Mitgliedern: 1.) Dr. Günter Hilken, Chemiker (Vorsitzender bis 30.06.2010)
2.) Thomas-Karl Kastner, Dipl. Kaufmann (Vorsitzender ab 01.07.2010)
Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer ist: Herrn Dr. Norbert Pingel, Chemiker Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse oder Kredite an Geschäftsführung oder Beirat wurden nicht gewährt.
Darmstadt, den 02.05.2011 Bayer Sheet Europe GmbH Dr. Norbert Pingel , Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bayer Sheet Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 23. Mai 2011 PricewaterhouseCoopers
Jörg Schneider, Wirtschaftsprüfer ppa. Günter Liehr, Wirtschaftsprüfer |
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