VC N. Promotion Shipping GmbH & Co. KGLiquidiert
20354 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG, Hamburg: Prüfungsurteile Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 23. Dezember 2022 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Jörn Dieckmann, Wirtschaftsprüfer gez. Sonja Karwinski, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 30. Juni 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022Allgemeine Hinweise Die NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg wird im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRA 123528 geführt. Der Konzernabschluss zum 30. Juni 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem gesetzlichen Gliederungsschema des § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) und der Empfehlung des Verbandes Deutscher Reeder e.V. aufgestellt. Der Konzernabschluss der NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG ist für die im Konsolidierungskreis enthaltenen Personenhandelsgesellschaften befreiend hinsichtlich der Offenlegung der Einzelabschlüsse. Bezüglich der betroffenen Gesellschaften im Einzelnen verweisen wir auf die Anteilsbesitzliste (Anlage 3 zum Anhang). Wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns Die NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG ist Muttergesellschaft einer Konzerngruppe von 35 Einschiffsgesellschaften ("35er-Flotte") und der Komplementärin der Gesellschaft, die NSH Verwaltung Northern Shipping HoldCo GmbH, Hamburg. Für diese Konzerngruppe wurde ein Restrukturierungskonzept erarbeitet, welches eine Neustrukturierung der Finanzierung der 35er-Flotte vorsah und die Zielsetzung hatte, strategisch einen M&A-Prozess für die Schifffahrtsaktivitäten aufzusetzen und somit die Zukunftsfähigkeit des Vertragsreeders der 35er-Flotte zu sichern. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist in der 2. Jahreshälfte 2018 erfolgt. In diesem Zusammenhang wurde für die Konzerngruppe am 14. November 2018 ein Update zum Restrukturierungskonzept erstellt, welches eine positive Fortführungsprognose für die gesamte Konzerngruppe beinhaltet. Teil des Restrukturierungskonzeptes ist, dass sich die einzelnen Gesellschaften der 35er-Flotte untereinander Liquiditätshilfen gewähren. Hierfür werden von der Muttergesellschaft als Cash-Pool-Führerin nicht benötigte Liquiditätsreserven von Einzelgesellschaften abgerufen, bei ihr gesammelt und in Abhängigkeit der Bedarfe an Gesellschaften der 35er-Flotte verteilt. Die aktuelle Planungsrechnung der 35er-Flotte aus November 2022 bestätigt weiterhin die positive Fortführungsprognose für die Konzerngruppe. Diverse in den Konzern einbezogene Tochtergesellschaften sind zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Vor dem Hintergrund der aufgestellten positiven Fortführungsprognose liegt gemäß § 19 Abs. 2 InsO keine insolvenzrechtliche Überschuldung vor. Daher erfolgt die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Geschäftsführung beobachtet laufend die Auswirkungen der Invasion in die Ukraine durch russische Truppen und der daraus resultierenden Wirtschaftssanktionen. Die steigenden Rohstoffpreise wirken sich jedoch nicht direkt und nur in geringem Maße indirekt auf das Ergebnis der Konzerngruppe aus. Die Seeschiffe der 35er-Flotte werden auf Basis von Zeitcharterverträgen eingesetzt und die Treibstoffkosten trägt jeweils der Charterer. Lediglich die steigenden Kosten für Schmierstoffe haben eine Auswirkung auf das Ergebnis der Konzerngruppe. Die Gesellschaften der 35er-Flotte unterhalten keine Geschäftsbeziehungen zu Charterern aus Russland oder der Ukraine. Daher rechnet die Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt mit keinen wesentlichen negativen Auswirkungen der Invasion in die Ukraine auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngruppe. Die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft hängt entscheidend von der Geldpolitik und möglichen weiteren pandemiebedingten Störungen ab. Der Chartermarkt für Containerschiffe verlor im Jahresverlauf 2022 seine in den Vorjahren aufgenommene Dynamik, woraufhin bei den Fracht- und Charterratenindizes ein Rückgang von den historischen Höchstständen zu verzeichnen war. Damit ist in den letzten Monaten die zu erwartende Normalisierung der Fracht- und Chartermärkte eingetreten. Mit den am Markt erzielbaren Frachtraten konnten die Linienbetreiber weiterhin auskömmliche Margen über dem langjährigen Durschnitt realisieren. Die Entwicklung der Fracht- und Chartermärkte im Jahr 2023 hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft ab und unterliegt entsprechend einer erhöhten Prognoseunsicherheit. Der bisherige Darlehensgeber des Flottenfinanzierungsvertrages hat im Berichtsjahr den Flottenfinanzierungsvertrag verkauft. Der neue Darlehensgeber hat am 25. März 2022 und 17. August 2022 von seinem Recht Gebrauch gemacht und bei insgesamt 14 Schifffahrtsgesellschaften der 35er-Flotte einen Antrag auf vorzeitige Rückzahlung der ausstehenden Darlehensbeträge, unter Berücksichtigung der zwei nachrangigen Tranchen, gestellt. Für die zu leistende Voraustilgung ist der Schiffsverkauf des jeweiligen Darlehensnehmers erforderlich. In der 2. Jahreshälfte 2022 wurden bereits drei der 14 Schiffe verkauft. Diese 14 Schifffahrtsgesellschaften haben ihren Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 daher unter Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 HGB aufgestellt. Mit den erzielten bzw. geplanten Verkaufserlösen können sämtliche noch bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen dieser Gesellschaften gegenüber Dritten erfüllt werden. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG sowie 36 Tochterunternehmen. Der Konsolidierungskreis ist aus der Anteilsbesitzliste (Anlage 3 zum Anhang) ersichtlich. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden entsprechend den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen der §§ 252 ff. HGB angesetzt. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden derjenigen Einschiffsgesellschaften, bei denen nicht mehr von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 i. V. m. Abs. 2 HGB ausgegangen wird, da die Seeschiffe dieser Gesellschaften verkauft wurden bzw. kurzfristig verkauft werden sollen, wurden die Grundsätze des IDW RS HFA 17 berücksichtigt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Geschäfts- oder Firmenwerte) werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten der in Vorjahren im Rahmen von Asset-Deals entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus dem aktiven Unterschiedsbetrag aus dem Kaufpreis und dem übernommenen Reinvermögen. Aufgrund dauernder Wertminderung wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Asset-Deals in Vorjahren gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen der Seeschiffe erfolgen unter Berücksichtigung eines Schrottwertes über einen Zeitraum von grundsätzlich 18 Jahren. Die im Rahmen von Asset- Deals erworbenen Seeschiffe wurden zum Übernahmezeitpunkt mit dem gemeinen Wert bewertet. Die Vorräte sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Für die Ausrüstungsgegenstände und Farben wurden Festwerte gebildet. Die Bewertung der Schmierstoffe erfolgte nach der Durchschnittsmethode, die Bewertung der Treibstoffe mit den letzten Einkaufspreisen, jeweils unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Risiken bezüglich der Forderungen wurde gegebenenfalls durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Die Girokonten der Konzerngesellschaften sind zu Gunsten des Darlehensgebers verpfändet. Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind unter Berücksichtigung des § 253 Abs. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag am Ende der Restlaufzeit angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Drohverlustrückstellungen werden nach der Bruttomethode gebucht. Die den Rückstellungen zugrundeliegenden Verpflichtungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsposten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung oder dem Stichtagskurs bewertet. Vermögensgegenstände und Schulden, die auf fremde Währungen lauten, wurden grundsätzlich entsprechend § 256a HGB zum Stichtag bewertet. Die Fremdwährungsdarlehen werden als einheitlicher Schuldposten mit einer Gesamtrestlaufzeit von insgesamt größer einem Jahr behandelt. § 256a Satz 2 HGB wird daher nicht angewendet. Konsolidierungsgrundsätze Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) auf den Zeitpunkt, an dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist (§ 301 Abs. 2 Satz 1 HGB). Aus der Erstkonsolidierung von 13 Einschiffsgesellschaften in Vorjahren entstanden aktive Unterschiedsbeträge im Sinne von § 301 Abs. 3 HGB in Höhe von EUR 46,1 Mio. Diese Geschäfts- oder Firmenwerte wurden gem. § 309 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 3 HGB einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Hierbei wurde eine voraussichtlich dauernde Wertminderung festgestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden daher zum 30.06.2019 in voller Höhe außerplanmäßig abgeschrieben. Aus der Erstkonsolidierung von 10 Einschiffsgesellschaften in Vorjahren entstanden passive Unterschiedsbeträge im Sinne von § 301 Abs. 3 HGB in Höhe von EUR 31,3 Mio. Die passiven Unterschiedsbeträge resultieren aus negativen Ertragsaussichten der Tochterunternehmen und haben Fremdkapitalcharakter. Sie werden planmäßig über die Restnutzungsdauer der erworbenen Seeschiffe erfolgswirksam aufgelöst. Der Auflösungsbetrag im Berichtszeitraum beträgt EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 5,0 Mio.). Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierende latente Steuern werden mit dem Steuersatz bewertet, welcher für die jeweilige Gesellschaft zutreffend ist. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das eingeforderte Kommanditkapital in Höhe von EURO, die Rücklage gemäß Gesellschaftsvertrag in Höhe von TEUR 25 sowie die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 12.899 entsprechen jeweils den im Jahresabschluss der NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG ausgewiesenen Bilanzposten. Die für die NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG im Handelsregister gemäß § 172 Abs. 1 HGB eingetragenen Kommanditeinlagen der Northern Shipping Holding Lux2 S.A., Luxemburg, in Höhe von TEUR 25 sind zum Bilanzstichtag noch nicht eingefordert. Das Konzernjahresergebnis weicht aufgrund der anteilig zu berücksichtigenden Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften sowie erfolgswirksamer Konsolidierungen vom Jahresergebnis des Mutterunternehmens ab. Aus der Abweichung resultiert ein kumuliertes Minderergebnis, das in einem gesonderten Ausgleichsposten innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen wird. Die Entwicklung des Ausgleichspostens ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wird auf dem persönlichen Rücklagenkonto der Kommanditistin gebucht. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen (USD 691,5 Mio. bzw. EUR 665,8 Mio.; Vorjahr: USD 1.002,7 Mio. bzw. EUR 881,8 Mio.) aus den Fremdwährungsdarlehen (Flottenfinanzierung). Für einen unverzinslichen Teilbetrag des Darlehens in Höhe von insgesamt USD 151,9 Mio. hat der Darlehensgeber einen Rangrücktritt erklärt. Die Verbindlichkeiten bestehen zu 50 % (Vorjahr: 0 %) gegenüber einem Kreditinstitut. Latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus den im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven im Seeschiff und im Fremdwährungsdarlehen einer Tochter-Einschiffsgesellschaft, die ihren Gewinn nicht nach § 5a EStG (Tonnagebesteuerung) ermittelt. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Gewerbesteuersatz in Höhe von 16,45 % zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2021/2022 um TEUR 12 auf TEUR 20 verringert. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren vollumfänglich aus den Chartererlösen der Einschiffsgesellschaften sowie aus mit der Vercharterung im Zusammenhang stehenden Erlösen. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von EUR 5,0 Mio. Erträge aus der planmäßigen Auflösung der aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen passiven Unterschiedsbeträge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 75,5 Mio. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, davon EUR 57,3 Mio. nicht liquiditätswirksame Kursverluste aus der Neubewertung der Fremdwährungsdarlehen zum Bilanzstichtagskurs. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten einen Betrag in Höhe von EUR 6,8 Mio. für die Zuführung zu Rückstellungen für künftige Liquidationskosten bei denjenigen Einschiffsgesellschaften, deren Jahresabschluss aufgrund des geplanten Verkaufs des Seeschiffs unter Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 HGB aufgestellt wurde. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Beträge i. H. v. insgesamt EUR 0,7 Mio. aus der Inanspruchnahme von im Vorjahr bei den Tochter-Einschiffsgesellschaften gebildeten Drohverlustrückstellungen aus schwebenden Charterverträgen enthalten, die sich mit Beträgen in entsprechender Höhe auf der Aufwandsseite ausgleichen. Die sich ausgleichenden Beträge stellen daher periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen dar. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Forderungsverzicht gegen Besserungsschein der ursprünglich finanzierenden Bank auf einen Teil der Forderungen aus dem Flottenfinanzierungsvertrag in Höhe von EUR 555,1 Mio. bzw. USD 576,6 Mio. (Vorjahr: EUR 485,2 Mio. bzw. USD 576,6 Mio.). Fremdwährungsbeträge wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Aus heutiger Sicht gehen wir auf Basis der langfristigen Liquiditätsplanungen der 35er-Flotte (Stand November 2022) davon aus, dass der Konzern aus den oben genannten Verpflichtungen durch das Wiederaufleben des Besserungsscheins ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Betrag in Höhe von EUR 441,8 Mio. bzw. USD 458,9 Mio. in Anspruch genommen wird. Aus den Bereederungsverträgen von 32 Einschiffsgesellschaften ergibt sich für den Konzern eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von USD 5,0 Mio. p.a. Des Weiteren bestehen für die 21 Einschiffsgesellschaften sonstige finanzielle Verpflichtungen für die nächsten Klassedockungen (geplant mit USD 31,6 Mio.). Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung der geschäftsführenden Komplementärin setzte sich im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses wie folgt zusammen:
Die Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a HGB werden unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigt einen Mitarbeiter. Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Personalaufwand ausgewiesene Betrag betrifft überwiegend die Heuern für fremde Seeleute. Honorare der Konzernabschlussprüfer
Persönlich haftender Gesellschafter Die in den Konzernabschluss als Tochterunternehmen einbezogene NSH Verwaltung Northern Shipping HoldCo GmbH, Hamburg, ist persönlich haftende Gesellschafterin sowohl des Mutterunternehmens NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG als auch sämtlicher übriger in den Konzern einbezogener Tochterunternehmen (siehe Anteilsbesitzliste Anlage 3 zum Anhang). Nachtragsbericht Nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres haben drei Gesellschaften der 35er-Flotte ihr Seeschiff verkauft. Die Veräußerungspreise betragen insgesamt USD 263,0 Mio. Der Buchwert der verkauften Seeschiffe beträgt zum 30.06.2022 EUR 78,1 Mio.
Hamburg, 21. Dezember 2022 NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG NSH Verwaltung Northern Shipping HoldCo GmbH als geschäftsführende Komplementärin gez. Josef Sedlmeyr Konzernanlagenspiegel zum 30. Juni 2022
Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 30. Juni 2022
Aufstellung des direkten und indirekten Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB zum 30. Juni 2022
* Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264b
HGB
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 20221. Grundlagen des Konzerns 1.1. Unternehmen und Geschäftsmodell Die NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG ist Teil des Fonds GPE VIII Funds (Advent International Corporation, US) und repräsentiert im Geschäftsbereich Schifffahrt die in der Anlage 3 zum Konzernanhang aufgeführten 35 zum Konzernverbund gehörenden Einschiffsgesellschaften. Die NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG wurde am 21. September 2018 gegründet. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an 35 Einschiffsgesellschaften (im Folgenden "35er-Flotte") mehrheitlich bzw. zu 100 % beteiligt. Die Übernahme in 2018 erfolgte bei 12 Schifffahrtsgesellschaften jeweils im Rahmen eines Asset-Deals und bei 23 Schifffahrtsgesellschaften jeweils im Rahmen eines Share-Deals. 1.2. Einflussfaktoren auf das Geschäft Die Umsätze des Konzerns resultieren zu 100,0 % aus der Vercharterung von Schiffen (34 Containerschiffe und ein Massengutfrachter) sowie aus mit der Vercharterung im Zusammenhang stehenden Geschäften. Das Trampreeder-Geschäft ist abhängig von der Weltkonjunktur und der daraus resultierenden Nachfrage nach Transportkapazitäten. Demgegenüber steht das verfügbare Angebot an Schiffsraum, welches im Zusammenwirken mit der Nachfrage nach Transportkapazitäten die Preise und damit das Charterratenniveau maßgeblich bestimmt. Diese Einnahmen werden in US-Dollar fakturiert, d.h. die Höhe der Umsätze ist auch abhängig von der Wechselkursentwicklung USD/EUR. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach dem die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um 5,9 % gewachsen war, erwartet die OECD (Stand: November 2022) für das Jahr 2022 ein Wachstum von 3,1 %. In der aktuellen Prognose für das Jahr 2023 wird mit einem Wachstum von 2,2 % gerechnet. Für das Welthandelsvolumen wird in 2022 eine Zunahme um 6,5 % erwartet, nach einem Wachstum von 9,2 % in 2021. Für 2023 wird ein Wachstum von 2,9 % prognostiziert. Dem Branchendienst Alphaliner (vgl. "Monthly Monitor", November 2022) zufolge stieg der weltweite Containerumschlag im Jahr 2021 um 6,7 % (nach -1,0 % in 2020). Für das Jahr 2022 rechnet Alphaliner mit einer Zunahme des weltweiten Containerumschlags um ca. 0,9 %, für 2023 wird von einem Wachstum von 2,7 % ausgegangen. Der beschriebenen Nachfrageentwicklung steht ein wachsendes Angebot gegenüber. Die Stellplatzkapazität der Containerschiffsflotte wird im laufenden Jahr um 4,4 % auf 25,8 Mio. TEU (vgl. Alphaliner "Monthly Monitor", November 2022) steigen. Im Jahr 2021 betrug das Flottenwachstum noch 4,5 % und für 2023 wird mit einem Wachstum von 7,8% gerechnet. Das Verschrottungsvolumen wird 2022 mit ca. 2.200 TEU wie im Vorjahr (ca. 16.500 TEU) auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben und damit deutlich unter dem Niveau von 2020 (ca. 205.400 TEU). Die Charterraten für Containerschiffe kletterten im Laufe des Jahres 2021 zu historischen Höchstständen für alle Schiffsklassen. Im Jahresverlauf 2022 verloren die Frachtraten sowie die Nachfrage nach Containerschiffen ihre Dynamik. Woraufhin bei den Fracht- und Charterratenindizes ein signifikanter Rückgang zu verzeichnen ist. Die erzielbaren Frachtraten erlauben es den Linienreedern weiterhin auskömmliche Margen über dem langjährigen Durschnitt zu realisieren. Und auch die Charterraten haben sich normalisiert, befinden sich allerdings gegenwärtig immer noch auf höherem Niveau als der langfristige Durchschnitt der Jahre vor der Pandemie. Die Entwicklung der Fracht- und Chartermärkte im Jahr 2023 hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft ab und unterliegt entsprechend einer erhöhten Prognoseunsicherheit. 2.2 Geschäftsverlauf Das Mutterunternehmen NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG ist die geschäftsführende Holding von 35 Einschiffsgesellschaften ("35er-Flotte"). Für den Flottenfinanzierungsvertrag wurde eine Restrukturierungsvereinbarung am 30. September 2018 geschlossen. In diesem Zusammenhang wurde am 14. November 2018 ein Update zum Restrukturierungskonzept erstellt, welches eine positive Fortführungsprognose für die Konzerngruppe der 35er-Flotte beinhaltet. Teil des Restrukturierungskonzeptes ist, dass sich die einzelnen Gesellschaften der 35er-Flotte untereinander Liquiditätshilfen gewähren. Hierfür werden von der NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG als Cash-Pool-Führerin nicht benötigte Liquiditätsreserven von Einzelgesellschaften abgerufen, bei ihr gesammelt und in Abhängigkeit der Bedarfe an Gesellschaften der 35er-Flotte verteilt. Der bisherige Darlehensgeber des Flottenfinanzierungsvertrages hat im Berichtsjahr den Flottenfinanzierungsvertrag verkauft. Der neue Darlehensgeber hat am 25. März 2022 und 17. August 2022 von seinem Recht Gebrauch gemacht und bei insgesamt 14 Schifffahrtsgesellschaften der 35er-Flotte einen Antrag auf vorzeitige Rückzahlung der ausstehenden Darlehensbeträge, unter Berücksichtigung der zwei nachrangigen Tranchen, gestellt. Für die zu leistende Voraustilgung ist der Schiffsverkauf des jeweiligen Darlehensnehmers erforderlich. In der 2. Jahreshälfte 2022 wurden bereits drei der 14 Schiffe verkauft. Diese 14 Schifffahrtsgesellschaften haben ihren Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 daher unter Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 HGB aufgestellt. Mit den erzielten bzw. geplanten Verkaufserlösen können sämtliche noch bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen dieser Gesellschaften gegenüber Dritten erfüllt werden. Nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres haben drei Gesellschaften der 35er-Flotte ihr Seeschiff verkauft. Die Veräußerungspreise betragen insgesamt USD 263,0 Mio. Der Buchwert der verkauften Seeschiffe beträgt zum 30.06.2022 EUR 78,1 Mio. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Der konsolidierte Umsatz der Unternehmensgruppe NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG liegt im Geschäftsjahr 2021/22 bei EUR 405,6 Mio. Die Charterraten lagen im Berichtsjahr lagen deutlich über dem Niveau der Prognosen aus dem Restrukturierungskonzept und waren demnach ausreichend, um die laufenden Schiffsbetriebskosten und die notwendigen Einbauten auf den Seeschiffen zu decken sowie den Kapitaldienst erfüllen zu können. Im Berichtszeitraum wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 121,1 Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.) erzielt. Vor Abschreibungen auf die Seeschiffe und Steuern beträgt das Konzernergebnis EUR 214,7 Mio. 3. Vermögenslage Die wirtschaftliche Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag 30.06.2022 auf EUR 624,5 Mio. Das langfristig gebundene Vermögen beträgt 93,1 % der wirtschaftlichen Bilanzsumme und ist geprägt durch die Position "Seeschiffe". Den Vermögenspositionen stehen auf der Passivseite die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 90,9 Mio. sowie die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 582,3 Mio. gegenüber. 4. Finanzlage Für die gesamte 35er-Flotte besteht eine Portfoliofinanzierung, die die End- und Eigenkapitalfinanzierung sicherstellt. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum Bilanzstichtag EUR 24,0 Mio. Die Kapitalstruktur ist gekennzeichnet durch zur Finanzierung der Seeschiffe aufgenommene Schiffshypothekendarlehen. Die Darlehensverbindlichkeiten betragen 106,6 % der wirtschaftlichen Bilanzsumme. Auf die Darlehen erfolgten im Berichtsjahr Tilgungen in Höhe von USD 292,9 Mio. Auf die Zinsverbindlichkeiten erfolgten im Berichtsjahr Tilgungen in Höhe von USD 22,9 Mio. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit EUR 302,4 Mio. positiv und resultiert aus dem Schiffsbetrieb während des Berichtszeitraums. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 293,4 Mio. betrifft Zinszahlungen in Höhe von EUR 29,8 Mio. und Darlehenstilgungen in Höhe von EUR 263,6 Mio. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 3,3 Mio. resultiert im Wesentlichen aus Einbauten von Ballastwasseraufbereitungssystemen auf den Seeschiffen. Zur Entwicklung der Liquidität im Einzelnen verweisen wir auf die Konzernkapitalflussrechnung. Während des Berichtszeitraums war der Konzern jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 5. Ertragslage Die Prognose bezüglich der Beschäftigung der Seeschiffe für das Geschäftsjahr 2021/2022 im Vorjahres-Konzernlagebericht konnte im Berichtsjahr noch übertroffen werden. Die Charterraten im Geschäftsjahr 2021/2022 lagen deutlich über den prognostizierten Raten. Die Ertragslage ist gekennzeichnet durch die operative Geschäftstätigkeit der 35 Tochter-Einschiffsgesellschaften. Die Umsatzerlöse des Konzerns betragen im Berichtszeitraum EUR 405,6 Mio. und resultieren vollumfänglich aus den Chartererlösen der Einschiffsgesellschaften sowie aus mit der Vercharterung im Zusammenhang stehenden Erlösen. Die Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt EUR 93,5 Mio. Diese resultieren aus der planmäßigen Abschreibung der Seeschiffe. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 88,9 Mio. Diese resultieren im Wesentlichen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 75,5 Mio., davon EUR 57,3 Mio. nicht liquiditätswirksame Kursverluste aus der Neubewertung der Fremdwährungsdarlehen zum Bilanzstichtagskurs, sowie aus der Zuführung zu Rückstellungen in Höhe von EUR 6,8 Mio. für künftige Liquidationskosten bei denjenigen Einschiffsgesellschaften, deren Jahresabschluss aufgrund des geplanten Verkaufs des Seeschiffs unter Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 HGB aufgestellt wurde. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 26,0 Mio. und enthalten in Höhe von EUR 17,9 Mio. Erträge aus der Währungsumrechnung. Ferner enthalten sie in Höhe von EUR 5,0 Mio. Erträge aus der planmäßigen Auflösung der aus der Kapitalkonsolidierung entstanden passiven Unterschiedsbeträge, periodenfremde Erträge aus der Inanspruchnahme von im Vorjahr bei den Tochter-Einschiffsgesellschaften gebildeten Drohverlustrückstellungen aus schwebendem Chartervertrag in Höhe von EUR 0,7 Mio. sowie in Höhe von EUR 0,8 Mio. Erträge aus Versicherungserstattungen für Schadensfälle an den Seeschiffen. Das negative Finanzergebnis in Höhe von EUR 12,2 Mio. ist im Wesentlichen bedingt durch die Zinsaufwendungen für die Schiffshypothekendarlehen. Die Ertragslage der Gesellschaft ist im hohen Maße abhängig von der Wechselkursentwicklung des USD im Vergleich zum Euro. Die Umsatzerlöse werden in USD generiert. Eine Veränderung des Wechselkurses beeinflusst daher direkt die Höhe der Umsatzerlöse. Kompensierend wirken diese Effekte auf die Materialaufwendungen und die Heuern für fremde Seeleute. Diese Aufwendungen fallen ebenfalls größtenteils in USD an. Neben den zahlungswirksamen Effekten aus der Wechselkursentwicklung im operativen Bereich resultieren aus der Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten nicht liquiditätswirksame Kursdifferenzen. Die Schiffshypothekendarlehen wurden in USD aufgenommen. Ergibt sich zum Bilanzstichtag ein höherer Rückzahlungsbetrag in Euro, muss gemäß dem Höchstwertprinzip für Passiva der höhere Betrag angesetzt werden. Zum Bilanzstichtag war aufgrund des im Vergleich zum Konzern-Anschaffungskurs stärkeren USD eine gewinnmindernde, nicht liquiditätswirksame Höherbewertung der Fremdwährungsdarlehen in Höhe von EUR 57,3 Mio. zu erfassen. 6. Chancen- und Risikobericht Die nachfolgend dargestellten Chancen und Risiken resultieren aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Marktrisiken: Die Marktrisiken betreffen nicht beeinflussbare externe Faktoren der konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung einzelner Branchen und Standorte, sowie die Entwicklung des Zinsniveaus und der Wechselkurse. Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist geprägt von geopolitischen Ereignissen wie dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine, den Folgen der Corona-Pandemie und der hohen Inflation. Insbesondere die hohe Inflation hat negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Transport von Gütern in Containern. Somit könnten die aufgeführten Risiken einen negativen Einfluss auf die Transportmengen und die Frachtraten haben und folglich das Ergebnis negativ beeinflussen. Betreiberrisiko: Grundsätzlich besteht immer das Betreiberrisiko, dass nach dem Auslaufen bestehender Chartervereinbarungen Anschlussverträge zu gleichwertigen Konditionen, insbesondere hinsichtlich Laufzeit und Preis abgeschlossen werden können. Bilanzposten in Fremdwährungen: Die in Fremdwährung bestehenden Bilanzposten bergen ein Buchwertrisiko, welches sich bei Währungskursänderungen aufgrund des Vorsichts- bzw. Niederstwertprinzips bei der Rechnungslegung bilanziell auswirken kann, soweit die Bildung von Bewertungseinheiten nicht möglich ist. Aufgrund der Währungskongruenz zwischen Frachterlösen und Kapitaldienst ergeben sich keine negativen Auswirkungen auf die Liquiditätslage. Für die nicht währungskongruent zu zahlenden Ausgaben bestehen sowohl Chancen als auch Risiken aus veränderten Wechselkursen für die Ertrags- und Liquiditätslage. Vermietungsrisiko: Im Schiffsbereich besteht das Betriebsrisiko, dass ein Schiff nach Auslauf der aktuellen Beschäftigung nur mit einer Wartezeit eine neue Charter angetreten werden kann. Dieses Vermietungsrisiko hängt von Nachfrage und Angebot an Tonnage zusammen. Die Chancen für die Schifffahrt bestehen u.a. auch auf eine unvorhergesehene Nachfragesteigerung nach Containerschiffen im Chartermarkt wie wir sie im 2. Halbjahr 2020 sowie im gesamten Jahr 2021 zuletzt erlebt haben. Finanzierungsrisiken: Die Finanzierung durch Banken unterliegt hohen Anforderungen an Besicherung und Berichtswesen. Daher überwacht die Geschäftsleitung eng die Einhaltung der Finanzierungsbedingungen und Berichtspflichten durch das bestehende Berichts-, Kontroll- und Risikomanagementsystem. Normal werden in Schiffsfinanzierungen Beleihungsgrenzen (sog. Loan-to-Value-Quoten) vereinbart, die fortlaufend überprüft werden. Es besteht das Risiko, dass die zukünftig vereinbarten Charterraten für die Seeschiffe deutlich unter den prognostizierten Charterraten aus dem Restrukturierungskonzept liegen und die Schiffshypothekendarlehen nicht vollständig am Ende der Darlehenslaufzeit zurückgeführt werden könnten. Bewertungsrisiken bzgl. des Anlagevermögens: Die bilanzierten Anlagegegenstände unterliegen hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit den Schwankungen auf dem Absatz- wie Beschaffungsmarkt. Es besteht daher das Risiko, dass die Buchwerte des Anlagevermögens über dem höheren Wert aus Nettoveräußerungswert oder tatsächlichem Nutzungswert liegen können. Annahmen und Schätzungen unterliegen aufgrund geänderter Rahmenbedingungen und der Entwicklung des dem jeweiligen Segment zugrunde liegenden Marktes erheblichen Schwankungen. Diese können bei Änderung zu einer Wertberichtigung des Anlagevermögens und damit verbunden einem Wertminderungsaufwand führen. Forderungsausfallrisiko: Bei den bestehenden Charterverträgen besteht das generelle Forderungsausfallrisiko eines Charterers. Diesem wird zum einen dadurch begegnet, dass mehrere Charterer unter Vertrag genommen werden und zum anderen die Charterer eine entsprechende Bonität aufweisen müssen. Insgesamt ist die Geschäftsleitung der Auffassung, die externen aus den Marktverhältnissen und / oder aus den branchenbedingten Rahmendaten resultierenden Risiken sowie die internen Risiken durch organisatorische, personelle und vertragliche Maßnahmen hinreichend erkennen und kontrollieren zu können. 7. Prognose In der im November 2022 erstellten kumulierten Liquiditätsprognose über alle 35 Einschiffsgesellschaften wird damit gerechnet, dass das Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt mit einer positiven Liquidität (nach Kapitaldienst) abschließt. Der Kapitaldienst kann vertragsgemäß bedient werden. Die prognostizierten Charterraten für die 35er-Flotte im Geschäftsjahr 2022/2023 basieren auf den tatsächlich vereinbarten Charterraten bzw. auf Markteinschätzungen für die Charterratenentwicklung der Geschäftsführung. Die Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2022/2023 berücksichtigt die Erlöse aus den bereits verkauften Seeschiffen sowie aus den weiteren geplanten Schiffsverkäufen. Die Risiken, die eine Abweichung der Geschäftsentwicklung von der Prognose bewirken können, sind oben im Chancen- und Risikobericht dargestellt. Die maßgeblichen Risiken für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind insbesondere die unsichere Entwicklung des globalen Produktionswachstums, des Welthandels und ein nachhaltiger Rückgang der Charterraten. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die Auswirkungen der Invasion in die Ukraine durch russische Truppen und der daraus resultierenden Wirtschaftssanktionen. Die steigenden Rohstoffpreise wirken sich jedoch nicht direkt und nur in geringem Maße indirekt auf das Ergebnis der Konzerngruppe aus. Die Seeschiffe der 35er-Flotte werden auf Basis von Zeitcharterverträgen eingesetzt und die Treibstoffkosten trägt jeweils der Charterer. Lediglich die steigenden Kosten für Schmierstoffe haben eine Auswirkung auf das Ergebnis der Konzerngruppe. Die Gesellschaften der 35er-Flotte unterhalten keine Geschäftsbeziehungen zu Charterern aus Russland oder der Ukraine. Daher rechnet die Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt mit keinen wesentlichen negativen Auswirkungen der Invasion in die Ukraine auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngruppe.
Hamburg, 21. Dezember 2022 NSH Northern Shipping Holding GmbH & Co. KG NSH Verwaltung Northern Shipping HoldCo GmbH als geschäftsführende Komplementärin gez. Josef Sedlmeyr |
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