Schäfer- Technik GmbHLiquidiert

89075 Ulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 588
Eingetragen
20.1.1975
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung, die Vermittlung und der Vertrieb von Maschinen, Apparaten, Aggregaten und Teilen auf den Gebieten: Antriebstechnik, Lagertechnik, Transporttechnik, Verschleißschutz, sowie die technische und wirtschaftliche Beratung auf diesen Gebieten. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere ähnliche Erzeugnisse herzustellen, zu verarbeiten, zu erwerben und zu vertreiben. Sie darf im Rahmen von Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 Dienstleistungen jeder Art ausführen, andere Unternehmen pachten, erwerben und sich an anderen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Josef Emmerz
seit 28.5.2019
Prokura
Erwin Schmutz
seit 28.5.2019
Prokura
Reinhard Banasch
seit 28.5.2019
Geschäftsführer
Norbert Lipp
seit 28.5.2019
Prokura
Markus Schäfer
seit 10.4.2006
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schäfer - Technik GmbH

Ulm

Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2019

der Schäfer-Technik GmbH, Ulm

A. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Berichtsjahr 2019 zunehmend verschlechtert, die gesamtwirtschaftliche Konjunktur in Deutschland trübte sich zunehmend ein und das verarbeitende Gewerbe befindet sich mitten in einer Rezession. Auch die amerikanische und chinesische Wirtschaft entwickelten sich deutlich langsamer als in den vergangenen Jahren; der Handelskonflikt hinterlässt Spuren. Der Brexit, die europäische Schuldenkrise mit dem Sorgenkind Italien, die Abschottungstendenzen der USA unter Präsident Donald Trump sowie die verschiedenen ungelösten Konflikte im mittleren Osten führen geopolitisch zu zunehmender Verunsicherung.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2019

Die allgemeine Marktentwicklung hat dazu geführt, dass wir insbesondere bei unseren großen OEM-Kunden mit sinkenden Umsätzen konfrontiert sind. Der Gesamtumsatz sank auf TEUR 26.864. Der Rohertrag ist auf TEUR 9.719 gesunken.

Unter anderem als Folge des Umsatzrückgangs liegen unsere betrieblichen Kosten mit TEUR 7.585 (im Vorjahr: TEUR 8.141) unter den Kosten des Jahres 2018, nicht zuletzt aufgrund gesunkener Personalkosten, die sich auf TEUR 5.220 reduzierten. Unsere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen haben sich stark auf TEUR 383 reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 1.982 über dem Vorjahresniveau. Der Jahresüberschuss ging leicht zurück. Die Umsatzrendite liegt bei 6,7 % (im Vorjahr: 7,2 %).

Unsere Investitionen liegen 2019 bei TEUR 290 (im Vorjahr: TEUR 298). Diesen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 383 gegenüber.

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug TEUR -463 (im Vorjahr: TEUR 1.388). Diese Veränderung ist maßgeblich durch eine überproportional angestiegene Erhöhungen der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 3.033 (im Vorjahr: TEUR 5) begründet. Weiterhin haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.097 (im Vorjahr:

TEUR 1) erhöht.

Zum Bilanzstichtag standen TEUR 4.124 (im Vorjahr: TEUR 4.575) an liquiden Mitteln zur Verfügung.

Die Bilanzsumme ist zum 31.12.2019 um 21,0 % auf TEUR 16.050 angestiegen. Hierzu beigetragen haben insbesondere das Umlaufvermögen sowie die Verbindlichkeiten, die Rückstellungen sind gesunken. Der Wert unserer Warenbestände, sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen stark an. Zudem haben sich zum Bilanzstichtag die Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.

Im Verhältnis zur Bilanzsumme macht das Anlagevermögen ca. 12,0 % aus (im Vorjahr: 15,8 %). Es ist zu 100 % durch Eigenmittel gedeckt. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 26,4 % auf 88,0 % erhöht. Dies ist hauptsächlich bedingt durch die Änderung in der Gesellschafterstruktur. Den größten Anteil hierzu haben die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beigetragen.

Die Eigenkapitalquote sank leicht auf 79,0 % (im Vorjahr 81,9 %). Der Grund für den Rückgang der Eigenkapitalquote liegt in der Erhöhung der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um 41,6 % angestiegen.

Die Zahl der Mitarbeiter liegt leicht unter dem Stand des Vorjahrs.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Unser Unternehmen ist als klassischer Zulieferbetrieb der Maschinen- und Elektroindustrie unmittelbar vom allgemeinen Wirtschaftsumfeld abhängig. Die schwankende Nachfrage unserer Kundschaft in der Erstausrüstung, beeinflusst unmittelbar unsere Umsatzentwicklung. Unsere Geschäfte mit dem Maschinenbau stagnieren, weshalb wir für 2020 mit stagnierenden bis sinkenden Umsätzen rechnen.

Nach wie vor verfolgen wir konsequent unsere bisherige Geschäftspolitik. Der weiteren, nachhaltigen Belebung des Ersatzteilgeschäfts messen wir auch im Jahr 2020 größte Bedeutung zu, um die schwankenden Geschäfte im Erstausrüstungsgeschäft auszugleichen.

Unsere Position im Markt betrachten wir als gefestigt, notwendige Anpassungen unserer Belegschaft erfolgen in Anlehnung an die Geschäftsentwicklung.

2. Risikobericht

Aus unserer unternehmerischen Tätigkeit ergeben sich zwangsläufig Risiken, die einerseits gesamtwirtschaftlich, andererseits unternehmensspezifisch bedingt sein können. Wir begegnen diesen Risiken vor allem mit einer sicherheitsorientierten Strategie sowie ausreichendem Versicherungsschutz.

a. Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Branche betrachten wir kurzfristig als negativ, mittelfristig jedoch als positiv. Die starke Exportorientierung unserer Kundschaft, die in den letzten Jahren unser Geschäft positiv beeinflusst hat, wird teilweise für negative Impulse in unserer Gesellschaft sorgen. Wir versuchen, durch die Ansprache anderer Kundenkreise neue Umsatzpotentiale zu erschliessen.

b. Beschaffungsrisiko

Das Unternehmen verfügt über keine Klumpenrisiken bei einzelnen Lieferanten. Es gibt nahezu für jeden Lieferanten eine entsprechende Alternative, weshalb wir in diesem Bereich keine Risiken erkennen können. Wir rechnen mit weiterhin steigenden Preisen auf der Beschaffungsseite, die Verfügbarkeit von Fertigerzeugnissen wird jedoch wieder besser.

Dem Lieferantenmanagement schenken wir auch weiterhin besondere Aufmerksamkeit. Durch eine sorgfältige und rechtzeitige Auswahl und Verbreiterung unserer Lieferantenbasis soll unsere Leistungsfähigkeit und unsere Lieferqualität weiter verbessert bzw. stabilisiert werden.

Weiterhin stärken wir unsere Eigenfertigung, um von unseren Lieferanten unabhängiger und somit flexibler zu werden.

c. Produktionsrisiken

Die eigenen Produktionskapazitäten bergen das Risiko der notwendigen stetigen Auslastung in sich, um rentabel zu arbeiten. Die Gesellschaft ist darum bemüht, den Eigenkonfektionierungsanteil weiter zu steigern und mit flexiblen Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter auf eine schwankende Nachfrage zu reagieren, um eine kontinuierliche Auslastung sicher zu stellen.

Durch stetige technische Kontrollen und Schulungsmaßnahmen der betroffenen Mitarbeiter stellen wir sicher, dass das Qualitätsrisiko minimiert wird.

d. Rechtliche Risiken

Es bestehen derzeit keine rechtlichen Risiken aus Gerichts- und ähnlichen Verfahren, die wesentliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

e. Fremdwährungsrisiken

Nahezu 100 % unserer Geschäfte erfolgen in Euro, weshalb wir keine Risiken im Bereich der Fremdwährungen erkennen können.

f. Finanzrisiken

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist zufriedenstellend, aufgrund eines aktiven Liquiditätsmanagements sind keine Engpässe zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Skontoabzug bezahlt. Mit unserem EDV-System sind wir jederzeit über den aktuellen Stand unseres Liquiditätsbedarfs orientiert und können gegebenenfalls auf ungenutzte Finanzierungslinien unserer Kreditinstitute zurückgreifen.

Etwaige Finanzrisiken beruhen in erster Linie auf einer allfällig nachlassenden Zahlungsmoral der Kunden sowie dem Risiko von Insolvenzen. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen durch ein aktives Forderungsmanagement sowie einer Kreditversicherung, die die Ausfallrisiken weitestgehend abdeckt. Ein effizientes Mahnwesen ist eingerichtet. Für Ausfalls- und Bonitätsrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

g. Gesamtrisiko und Chancen

Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage insgesamt keine Veränderung der Risikosituation der Gesellschaft. Es sind keine Einzel- oder kumulierte Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens in seiner Gesamtheit gefährden könnten.

Unser starker Fokus auf eine Stärkung der Eigenfertigungs- und Konfektionierungsmöglichkeiten macht uns zunehmend unabhängiger von unseren Vorlieferanten. Dies erhöht unsere Flexibilität auf sich ändernde Bedürfnisse unserer Kunden schnell reagieren zu können, wodurch wir unsere Marktposition stärken und höhere Margen erwirtschaften. Gleichzeitig schützt uns dies bei einer Vielzahl von Kunden davor, aufgrund niedrigerer Preise durch Marktbegleiter als Lieferant ersetzt zu werden.

Daneben versuchen wir, unser Service-Geschäft weiter auszubauen, um für unsere Kunden mehr als nur ein Teile-Lieferant zu sein.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die Gesellschaft wurde Ende Februar 2019 an die Rubix Holding Deutschland GmbH verkauft.

4. Ausblick

Wir gehen in unseren Planungen von stagnierenden bis leicht sinkenden Umsätzen im Jahr 2020 aus. In der Folge sollte das von uns erwartete Ergebnis trotzdem in etwa auf Höhe des Vorjahres liegen.

 

Ulm, im 30. Januar 2020

Schäfer-Technik GmbH

Markus Schäfer

Reinhard Banasch

Gerrit de Haas

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 1.925.266,00 2.088.985,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.479,05 78.670,37
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 62.479,05 78.670,37
II. Sachanlagen 1.862.786,95 1.939.314,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.245,43 4.755,05
2. technische Anlagen und Maschinen 1.468.900,54 1.511.478,35
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 359.640,98 393.081,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.000,00 30.000,00
III. Finanzanlagen 0,00 71.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 71.000,00
B. Umlaufvermögen 14.123.994,83 11.170.165,64
I. Vorräte 5.894.974,95 5.534.400,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.105.211,82 1.060.485,51
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.088.799,72 55.879,84
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.016.412,10 1.004.605,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 136.852,38 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.123.808,06 4.575.280,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 884,44 1.861,03
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.050.145,27 13.261.011,94

Passiva

   
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 12.672.162,63 10.860.780,34
I. gezeichnetes Kapital 160.000,00 160.000,00
II. Gewinnvortrag 10.700.780,34 8.524.733,59
III. Jahresüberschuss 1.811.382,29 2.176.046,75
B. Rückstellungen 888.724,00 1.422.546,00
C. Verbindlichkeiten 2.489.258,64 977.685,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 557,94 3.189,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 557,94 3.189,12
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 512.007,21 50.287,17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 512.007,21 50.287,17
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.976.693,49 924.209,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.976.693,49 924.209,31
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.050.145,27 13.261.011,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 9.829.445,77 11.141.458,35
2. Personalaufwand 5.220.245,64 5.731.182,87
a) Löhne und Gehälter 4.352.005,50 5.062.815,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 868.240,14 668.367,23
davon für Altersversorgung 33.368,56 -155.957,08
3. Abschreibungen 383.167,93 657.726,80
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 383.167,93 657.726,80
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.981.527,95 1.752.326,32
5. Erträge aus Beteiligungen 182.045,79 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.464,33 215,74
davon aus verbundenen Unternehmen 44.319,46 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 18.031,56
davon aus Abzinsung 0,00 47.518,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 648.685,08 795.068,74
9. Ergebnis nach Steuern 1.822.329,29 2.187.337,80
10. sonstige Steuern 10.947,00 11.291,05
11. Jahresüberschuss 1.811.382,29 2.176.046,75

Anhang
für das Geschäftsjahr 2019

der Schäfer-Technik GmbH, Ulm

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: Schäfer-Technik GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Ulm

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Ulm

Register-Nr.: HRB 588

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes.

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 238 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 bis 289 HGB vorgenommen.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den steuer- und handelsrechtlichen Bestimmungen, soweit diese handelsrechtlich ein zutreffendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wiedergeben.

Weiter wurden die Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB für aktive latente Steuern wurde nicht ausgeübt.

Die Anteile an der Gesellschaft sind mit Wirkung vom 28. Februar 2019 an die Rubix Holding Deutschland GmbH, Plattling, veräußert worden. Zur Verbesserung und Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen wurden daher Forderungen in Höhe von EUR 23.526,48 aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen umgegliedert. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft ergeben sich hierdurch nicht.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen sind in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung aufgestellten Abschreibungstabellen oder entsprechend der betriebsindividuellen Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren ermittelt worden.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von netto EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Aus der Anwendung der angeführten steuerlichen Vorschrift für handelsrechtliche Zwecke ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

2. Umlaufvermögen

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, ist bei den Vorräten der niedrigere beizulegende Wert nach § 253 Abs. 4 HGB angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden zum Nennwert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Forderungsausfallrisiko wurde zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den zum Zeitpunkt des Abschlussstichtags noch offenen Forderungsbestand aus 2019 abzüglich einzelwertberichtigter Forderungen und abzüglich gestellter Vorkasserechnungen gebildet. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Fremdwährungsforderungen wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Guthaben in Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs bewertet.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aus, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und vollständig einbezahlt.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Finanzanlagen

Mit notariell beurkundetem Generalversammlungsbeschluss vom 5. August 2019 wurde die Auflösung der Schäfer Technik GmbH in Liqu., Dornbirn (Österreich), beschlossen. Zum Liquidator wurde Herr Reinhard Banasch ernannt. Die Auflösung wurde am 6. August 2019 zur Eintragung in das Firmenbuch angemeldet. Die Auflösung der Gesellschaft wurde im Firmenbuch am 7. August 2019 eingetragen und die Gläubiger aufgefordert, sich bei der Gesellschaft zu melden (sog. Gläubigeraufruf). Nach Beendigung aller laufenden und schwebenden Geschäfte, der Einziehung der offenen Forderungen, der Verwertung des Gesellschaftsvermögens und der Befriedigung sämtlicher Gläubiger der Gesellschaft sowie nach Ablauf der dreimonatigen Sperrfrist wurde eine Liquidationsschlussbilanz erstellt und das verbleibende Vermögen der Gesellschafterin, der Schäfer-Technik GmbH, Ulm, zurückbezahlt. Dem Liquidator wurde mit Generalversammlungsbeschluss vom 29. November 2019 Entlastung erteilt. Gleichzeitig wurde dieser zum Verwalter der Bücher und Geschäftsunterlagen der Gesellschaft ernannt. Der Liquidator wird die Löschung der Gesellschaft im Firmenbuch zur Eintragung anmelden. Das Firmenbuchgericht wird die Löschung der Gesellschaft vornehmen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 132,40) Forderungen gegen Gesellschafter.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind EUR 88.799,72 (Vj.: EUR 55.879,84) aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Außerdem bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 3.000.000,00 gegenüber einer Schwestergesellschaft aus einem begebenen, jederzeit kurzfristig kündbaren Darlehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr in Höhe von EUR 136.852,38 (Vj.: EUR 0,00).

4. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellung für Personal EUR 339.918,00
Rückstellung für Archivierung EUR 49.500,00
Rückstellung für Garantie EUR 30.000,00
Rückstellung für Abschlusskosten Steuererklärungen EUR 26.100,00
Rückstellung für ausstehende Rechnungen EUR 138.000,00
übrige Rückstellungen EUR 14.700,00
  EUR 598.218,00

5. Verbindlichkeiten

Unter den Verbindlichkeiten befinden sich keine mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten EUR 112.886,07 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon EUR 9.469,20 gegenüber der Gesellschafterin. Darüber hinaus enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 399.121,14) Verbindlichkeiten gegenüber der Rubix Holding Deutschland GmbH in Höhe von EUR 144.248,14 und gegenüber der Rubix GmbH in Höhe von EUR 254.873,00 aus Unternehmensverträgen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 15,29) enthalten.

2. sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) enthalten.

3. Erträge aus Beteiligungen

Im Geschäftsjahr 2019 hat die Gesellschaft aus der Liquidation der Schäfer-Technik GmbH i.L., Dornbirn, einen Liquidationserlös in Höhe von EUR 182.045,79 erzielt.

4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten u.a. Zinserträge in Höhe von EUR 44.319,46 aus einem an die Rubix GmbH, Plattling, begebenen Darlehen.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 47.518,00), sowie Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 29.486,44) enthalten.

E. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf insgesamt TEUR 5.645.

Der Mietvertrag Messerschmittstraße 17 in Neu-Ulm ist auf 12 Jahre begrenzt und endet zum 31.12.2031. Er verlängert sich ohne entsprechende Kündigung um weitere 5 Jahre.

Die Kfz-Leasingverträge haben eine Laufzeit von 3 Jahren. Die restlichen Leasingverträge haben eine Laufzeit von 5 Jahren. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Leasing-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können.

F. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 94 Mitarbeiter beschäftigt:

Angestellte 54
Gewerbliche 32
Auszubildende 8
  94

2. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Avalverbindlichkeiten in Höhe von EUR 4.250 mit einer Laufzeit bis 30.06.2020.

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2019 auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Geschäftsführer

Name Vorname Beruf Vertretungsberechtigung
Banasch Reinhard Kaufmann Einzeln
Schäfer Markus Kaufmann Gemeinschaftlich
de Haas Gerrit Kaufmann Gemeinschaftlich

5. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Rubix Group Holdings Limited, Manchester, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Abschluss wird offengelegt.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich nicht.

 

Ulm, 30. Januar 2020

Schäfer-Technik GmbH

Reinhard Banasch

Markus Schäfer

Gerrit de Haas

Anlagespiegel

Historische Anschaffungskosten
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge 2019
EUR
Abgänge 2019
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 526.763,00 23.499,64 0,00 550.262,64
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.487,89 0,00 0,00 5.487,89
2. technische Anlagen und Maschinen 3.212.544,38 217.483,96 55.939,20 3.374.094,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 931.033,89 49.465,06 15.437,13 965.061,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.000,00 0,00 0,00 30.000,00
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 71.000,00 0,00 71.000,00 0,00
  4.776.829,16 290.448,66 142.376,33 4.724.901,49
Abschreibungen
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge 2019
EUR
Abgänge 2019
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.092,63 39.690,96 0,00 487.783,59
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 732,84 509,62 0,00 1.242,46
2. technische Anlagen und Maschinen 1.701.066,03 260.061,77 55.939,20 1.905.188,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 537.952,39 82.905,58 15.437,13 605.420,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.687.843,89 383.167,93 71.376,33 2.999.635,49
Buchwerte
Stand 31.12.2019
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.479,05 78.670,37
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.245,43 4.755,05
2. technische Anlagen und Maschinen 1.468.900,54 1.511.478,35
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 359.640,98 393.081,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.000,00 30.000,00
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 0,00 71.000,00
  1.925.266,00 2.088.985,27

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.03.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterung nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu den vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schäfer-Technik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schäfer-Technik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schäfer-Technik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neu-Ulm, 06. Februar 2020

SGP Schneider Geiwitz GmbH
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