Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 3635
Eingetragen
11.1.1982
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Baustoffen aller Art, die Durchführung von Spezialtransporten sowie die Vermietung und der Transport von Mulden, die Abfallbeseitigung sowie der Betrieb einer Werkstoffsortier- und Recyclinganlage. Die Gesellschaft kann sämtliche Geschäfte betreiben, die zur Erreichung dieses Zweckes geeignet erscheinen. Sie kann sich insbesondere auch an ähnlichen Unternehmen beteiligen oder die Verwaltung solcher Unternehmen betreiben. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Ahle
seit 1.12.2017
Prokura
Joeline Freise
seit 1.12.2017
Prokura
Axel Freise
seit 15.5.2006
Geschäftsführer
Eveline Ahle
seit 15.5.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

10.00% identifiziert90.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
5.00%
5.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Freise Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG
Germany
90.00%
E****** A***
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Albert Freise GmbH

Augustdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

ALBERT FREISE GMBH, AUGUSTDORF

A K T I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 5.559.234,88 6.213
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 143.912,50 111
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 105.579,50 50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 38.333,00 0
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 61
II. Sachanlagen 5.275.127,00 6.102
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.214.006,00 2.379
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.665.631,00 2.165
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.395.490,00 1.558
III. Finanzanlagen 140.195,38 0
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.949.903,69 4.850
I. Vorräte 112.280,00 180
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.259.244,09 966
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 20.803,58 (Vorjahr: TEUR 0)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.578.379,60 3.704
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 88.022,80 89
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 25.962,35 38
10.623.123,72 11.190

P A S S I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
TEUR
A. EIGENKAPITAL 7.719.779,52 7.643
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Gewinnvortrag 7.316.789,95 7.159
III. Jahresüberschuss 377.424,98 458
B. RÜCKSTELLUNGEN 469.782,66 757
C. VERBINDLICHKEITEN 2.431.483,59 2.790
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 64.130,00 (Vorjahr: TEUR 193)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern EUR 1.836.525,79 (Vorjahr: TEUR 1.970)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.077,95 0
10.623.123,72 11.190

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 
EUR
2022 
TEUR
1. Rohergebnis 7.612.934,55 7.915
2. Personalaufwand -3.091.901,34 -3.128
a) Löhne und Gehälter -2.597.607,12 -2.613
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
-494.294,22 -515
3. Abschreibungen -1.277.670,91 -1.350
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.664.981,28 -2.708
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.256,71 0
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.922,03 0
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -39.759,08 -44
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -169.947,70 -208
9. Ergebnis nach Steuern 396.852,98 477
10. Sonstige Steuern -19.428,00 -19
11. Jahresüberschuss 377.424,98 458

ALBERT FREISE GMBH, AUGUSTDORF
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.602,04 14.206,00 79.159,50 0,00 271.967,54
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 40.000,00 0,00 0,00 40.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 60.720,00 31.279,50 -79.159,50 12.840,00 0,00
239.322,04 85.485,50 0,00 12.840,00 311.967,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.666.776,47 51,00 0,00 0,00 3.666.827,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.863.711,72 6.185,83 0,00 0,00 3.869.897,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.851.094,41 441.321,58 0,00 242.152,94 5.050.263,05
12.381.582,60 447.558,41 0,00 242.152,94 12.586.988,07
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 146.563,37 0,00 6.367,99 140.195,38
12.620.904,64 679.607,28 0,00 261.360,93 13.039.150,99
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.538,54 37.849,50 0,00 166.388,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.667,00 0,00 1.667,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
128.538,54 39.516,50 0,00 168.055,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.287.752,97 165.068,50 0,00 1.452.821,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.698.540,72 505.725,83 0,00 2.204.266,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.293.472,91 567.360,08 206.059,94 3.654.773,05
6.279.766,60 1.238.154,41 206.059,94 7.311.861,07
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.408.305,14 1.277.670,91 206.059,94 7.479.916,11
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 105.579,50 50.063,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 38.333,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 60.720,00
143.912,50 110.783,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.214.006,00 2.379.023,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.665.631,00 2.165.171,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.395.490,00 1.557.621,50
5.275.127,00 6.101.816,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 140.195,38 0,00
5.559.234,88 6.212.599,50

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Allgemeine Angaben

Die Albert Freise GmbH hat ihren Sitz in Augustdorf. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Lemgo unter der Nummer HRB 3635 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Albert Freise GmbH wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert (§ 275 Abs. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben. Dies entspricht unserer Einschätzung nach der Nutzungsdauer des erworbenen Kundenstamms auf Grund von betrieblichen Erfahrungswerten.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum entspricht den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Anlagegüter. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften nach § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen werden ausschließlich bei dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Soweit Vermögensunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz bestehen, die sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren abbauen, wird auf diese eine latente Steuer ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. In Höhe der aktiven latenten Steuern (TEUR 26) besteht eine Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem unter A. abgebildeten Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

3. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Restlaufzeit

bis 1 1 bis 5 über 5
Bilanz Jahr Jahre Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64.130,00 64.130,00 0,00 0,00
(192.570,00) (128.440,00) (64.130,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.836.525,79 175.485,79 531.520,00 1.129.520,00
(1.970.481,80) (176.561,80) (531.520,00) (1.262.400,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 530.827,80 530.827,80 0,00 0,00
(627.543,91) (627.543,91) (0,00) (0,00)
2.431.483,59 770.443,59 531.520,00 1.129.520,00
(2.790.595,71) (932.545,71) (595.650,00) (1.262.400,00)

Die Vorjahreswerte werden in Klammern angegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von Maschinen und Grundvermögen besichert. Darüber hinaus bestehen nur branchenübliche Besicherungen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) auf die Altersversorgung.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 16) aus der Abschreibung von Forderungen sowie TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 14) aus der Zuführung von Wertberichtigungen zu Forderungen enthalten.

Die Zinsaufwendungen entfallen mit TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 41) auf verbundene Unternehmen.

Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Von den ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen TEUR 12 (Aufwand) auf latente Steuern (Vorjahr: Ertrag TEUR 17).

C. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, betragen insgesamt pro Jahr TEUR 662.

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Davon entfallen auf verbundene Unternehmen
TEUR TEUR
Grundstücke und Gebäude 315 309
Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 347 306
662 615

Vorteile der Miet- und Leasingverträge bestehen in der verringerten Kapitalbindung. Wesentliche Risiken bestehen nicht, da beabsichtigt wird, die gemieteten Vermögensgegenstände über die Mindestmietdauer vollständig auszulasten.

2. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 2.390 aus einer Bürgschaft zugunsten eines verbundenen Unternehmens. Mit einer Inanspruchnahme rechnen wir nicht, da wir davon ausgehen, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen wird.

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Arbeiter 43 48
Angestellte 8 7
Leitende Angestellte 2 2
53 57

4. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführerin und einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Frau Eveline Ahle, Augustdorf, und Herr Axel Freise, Augustdorf.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

6. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Augustdorf, den 10. November 2024

Albert Freise GmbH

gez. Eveline Ahle

gez. Axel Freise

Hinweise zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Ergebnisverwendung:

Der Jahresabschluss der Albert Freise GmbH, Augustdorf, wurde in der Gesellschafterversammlung vom 21. November 2024 festgestellt. Die Gesellschafterversamlung hat am 21. November 2024 folgenden Ergebnisverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 gefasst: Das Jahresergebnis 2023 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

ALBERT FREISE GMBH, AUGUSTDORF
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Albert Freise GmbH ist ein Entsorgungsfachbetrieb in der Region Ostwestfalen-Lippe mit Sitz und allen Niederlassungen am Standort Augustdorf. Zum Leistungsportfolio zählen neben dem Containerdienst mit verbundenen Transportdienstleistungen diverse Recycling-, Aufbereitungs- und Sortieranlagen. Betrieben werden eine Gewerbeabfallvorbehandlungsanlage nach GewAbfV, eine Altholzaufbereitungsanlage, eine Bauschuttaufbereitungsanlage, eine Kompostierungsanlage sowie eine Wertstoffaufbereitung mit angeschlossener Kanalballenpresse. Zudem wird eine Kleinmengenannahme betrieben sowie diverse reine Umschlagsflächen für weitere Abfallarten. Neben dem klassischen Entsorgungsgeschäft versorgt die Albert Freise GmbH auch diverse Baustellen mit verschiedensten Arten von Natur- und Recyclingbaustoffen.

Die Albert Freise GmbH ist somit in den Bereichen Erfassung, Sammlung, Transport, Aufbereitung und Vermarktung von Abfällen tätig und richtet sich am globalen Markt dieser Güter aus.

Mit diesen Dienstleistungen wird ein maßgeblicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet, denn ohne diesen ersten Erfassungs- und Aufbereitungsprozess wäre eine anschließende Wiederverwendung der Rohstoffe bei nachgelagerten Verwertern nicht möglich.

Zu unseren Kunden zählen neben privaten Endverbrauchern auch Gewerbe- und Industriebetriebe sowie kommunale Auftraggeber. Auf der Absatzseite bedienen wir neben Kraftwerken auch die Spanplattenindustrie, Kunststoffaufbereiter, Schrottverwerter und Deponien.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2023 war laut dem statistischen Bundesamt von einer hohen Inflation (Jahresdurchschnitt + 5,9 %) geprägt, was sich in steigenden Betriebskosten, insbesondere in den Bereichen Energie (+ 5,3 %) manifestiert. Für Entsorgungsbetriebe mit hohem Strombedarf wirkt sich das besonders stark aus. Der Strompreis stieg um 12,7 % für elektrisch betriebene Maschinen und Anlagen.

Der Mangel an qualifiziertem Personal in vielen Branchen setzte sich auch 2023 fort. Entsorgungsbetriebe sind besonders auf Fachkräfte für die Bereiche Logistik, Abfallverwertung und Recycling angewiesen.

Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, beeinflusst durch geopolitische Konflikte (wie den Ukraine-Krieg), sowie hohe Zinsen beeinträchtigten die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen. Dies wirkte sich auch auf das Abfallaufkommen und die Nachfrage nach Entsorgungsdienstleistungen aus, da die Industrieproduktion und der Konsum anhaltenden Schwankungen unterlagen.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Ertragslage

Unsere zu Jahresmitte 2019 in Betrieb genommene Gewerbeabfallvorbehandlungsanlage ist wie schon im Jahr 2022 nicht voll ausgelastet worden. Ursächlich hierfür waren insbesondere die vorgenannten Auswirkungen der Gesamtwirtschaft. Die Umsatzerlöse haben sich hierdurch im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet leicht verringert.

Der Rohertrag sank im Vorjahresvergleich entsprechend um TEUR 343 auf TEUR 7.467 bei im Durchschnitt deutlich erhöhten Einkaufspreisen speziell im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Verkaufspreise konnten angepasst werden, womit ein stärkerer Rückgang verhindert werden konnte. Die Preise für Altholz sind im Jahr 2023 im Ein- und Verkauf wieder gesunken.

Die Personalaufwendungen sind infolge von auslastungsbedingten Anpassungen um TEUR 36 leicht gesunken. Die sich auf den Personalaufwand positiv auswirkende, gesunkene durchschnittliche Mitarbeiterzahl wurde dabei durch Lohn- und Gehaltsanpassungen teilweise kompensiert.

Infolge der etwas zurückhaltenderen Investitionen im aktuellen Geschäftsjahr (TEUR 680), sind die Abschreibungen leicht gesunken und belaufen sich auf TEUR 1.278 (Vorjahr: TEUR 1.350).

Die durch einen hohen Fixkostenanteil gekennzeichneten sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich entsprechend des Geschäftsvolumens nur unterproportional und beliefen sich auf TEUR 2.665 nach TEUR 2.708 im Vorjahr (./. TEUR 43).

Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 151 auf TEUR 578 gesunken. Das Jahresergebnis belief sich unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuern auf TEUR 377 (Vorjahr: TEUR 458).

2.2.2 Finanzlage

Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.578 (Vorjahr: TEUR 3.704). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit und ohne Einschränkungen in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Der vereinfacht ermittelte Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) sank von TEUR 1.807 auf TEUR 1.655.

2.2.3 Vermögenslage

Die Gesellschaft kann unverändert eine solide Vermögenslage ausweisen. Zum 31.12.2023 beläuft sich die Bilanzsumme auf TEUR 10.623. Dies entspricht einer Verringerung von TEUR 567 gegenüber dem Vorjahr. Nachfolgend stellen wir dar, wie sich die wesentlichen Bilanzposten verändert haben:

Die Aktiva entfallen unverändert im Wesentlichen auf das Anlagevermögen mit TEUR 5.559 (Vorjahr: TEUR 6.213), dies entspricht 52,3 % (Vorjahr: 55,5 %) der Bilanzsumme. Die Investitionen in Höhe von TEUR 680 lagen im Jahr 2023 unter den Abschreibungen von TEUR 1.278.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 1.043 über dem Vorjahresniveau, was auf einen Stichtagseffekt zurückzuführen ist. Unser Bestand an liquiden Mitteln beträgt infolge des positiven Geschäftsverlaufs zum Stichtag TEUR 3.578 (Vorjahr: TEUR 3.704).

Das Eigenkapital konnte unter Berücksichtigung einer Ausschüttung und der weiterhin guten Ertragslage auf TEUR 7.720 (+ TEUR 77) gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote beträgt 72,7 % (Vorjahr: 68,3 %). Damit konnte die Eigenkapitalquote zum Vorjahr um 4,4 %-Punkte verbessert werden.

Die Rückstellungen sind um TEUR 287 gegenüber dem Vorjahr vermindert und belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 757). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die in Folge der geleisteten Steuervorauszahlungen reduzierte Steuerrückstellung zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber Gesellschaftern sind entsprechend der planmäßigen Tilgung von gewährten Darlehen vermindert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich am Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 290 im Vergleich zu TEUR 243 im Vorjahr. Die Erhöhung ist stichtagsbedingt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 238 um TEUR 39 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

2.2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden das Jahresergebnis, der Cashflow und die Eigenkapitalquote betrachtet. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für 2023 haben sich weitestgehend in den Erwartungen und Prognosen realisiert. Dieses ist insbesondere auf die deutlich gestiegenen Preise für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen. Als Hauptgrund hierfür kann immer noch der Lieferstopp von russischem Gas angeführt werden. Die gestiegenen Bauzinsen tun ihr Übriges dazu, dass die Bauwirtschaft nicht angesprungen ist. Insgesamt sind die Geschäfts- und Auftragslage als noch zufriedenstellend zu bezeichnen. Die Zahl der Beschäftigten ist in Abhängigkeit von der Auftragslage leicht gesunken. Die Eigenkapitalquote ist weiter gestiegen, während sich die Liquidität leicht rückläufig entwickelt hat, beide Kennzahlen sind weiterhin solide.

3. Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

3.1 Prognosebericht

Für die Jahre 2024 und auch 2025 sind keine wesentlichen Änderungen an der Unternehmensstrategie vorgesehen. Ein maßgeblicher Faktor für die weitere Unternehmensentwicklung wird der Bausektor sein. Ein Anziehen der Bautätigkeit hängt stark von den Bauzinsen ab. Da diese schon leicht sinken, wird ein leichtes Anziehen der Bautätigkeit erwartet.

Somit definieren wir das Ziel für das kommende Jahr (2024) in einer stabilen und leicht steigenden Ertragslage. Wir rechnen mit einer moderaten Umsatzsteigerung.

Der Fokus liegt nun auf dem Verfestigen der Marktposition und der Erhaltung aller Investitionen. Zudem sollen die innerbetrieblichen Abläufe rund um die Aufbereitungsanlagen weiter verbessert und die Effektivität gesteigert werden. Dazu zählen Modifikationen der Hardware genauso wie den Personalbestand mit qualifizierten Mitarbeitern zu erhöhen und Fachkompetenzen gezielt zu fördern und auszubauen.

3.2 Chancenbericht

Der gesamte Entsorgungsmarkt befindet sich in einem starken Wandel. Der Fokus auf Recyclingprodukte wird wachsen und gesamte Marktzweige stützen. Zudem wir der Energiesektor für erneuerbare Energien weiter steigen und bietet somit gut Chancen für den Brennstoffmarkt.

Dies bietet für die gesamte Branche und für unser Unternehmen große Chancen. Unternehmen, welche sich am aktuellen Stand der Technik orientieren und neue Möglichkeiten aufgreifen, werden auch hier neue Märkte erschließen können.

Unser Unternehmen plant auch in den folgenden Wirtschaftsjahren weiter in innovative Aufbereitungstechnik zu investieren, um die benötigten Sekundärrohstoffe für die Industrie bereitzustellen. Wir wollen Recyclingkreisläufe unternehmensintern weiter schließen und unser Unternehmen in seiner Kernregion Ostwestfalen Lippe weiter stärken. Durch effiziente Vorgänge wollen wir höhere Deckungsbeiträge sichern. Dadurch wollen wir auch unsere Bestandskunden weiterhin an uns binden.

Darüber hinaus sehen wir erneuerbare Energien als eine Chance für unser Unternehmen nachhaltig zu wachsen.

3.3 Risikobericht

Vor Risiken im Bereich von Zahlungsausfällen schützt sich unser Unternehmen durch eine breit aufgestellte Kundschaft mit wenigen großen Abhängigkeiten sowie Vorauszahlung und geringen Kreditlinien in der Kundschaft und einem Forderungsmanagement.

Risiken durch schwankende Marktwerte der Sekundärrohstoffe werden durch geringe Lagermengen verringert.

Weitere Risiken bestehen in der Gesetzgebung und deren Vollzug im Rahmen des Kreislaufwirtschafts- und Immissionsschutzgesetzes. Hier gilt es zum einen immer schnellstmöglich auf aktuelle Änderungen in diesen Bereichen zu reagieren, aber auch auf einen einheitlichen Vollzug und die Umsetzung dieser Anforderungen zu warten. Diesen Risiken begegnen wir durch fortlaufendes Monitoring, Fortbildung der Mitarbeiter sowie der Vernetzung im Branchenverband.

Eine kontinuierliche Überwachung der Liquidität ermöglicht es, finanzwirtschaftlichen Risiken zeitnah entgegenzutreten. Das Risiko von Fehlinvestitionen in neue Anlagen wird anhand von Kennzahlen stets überwacht.

Bei der Zusammenarbeit mit Lieferanten können Reputationsrisiken auftreten. Um Risiken aus der Außenwirkung von Lieferanten vorzubeugen, erfolgt eine Kontrolle der Lieferanten. Außerdem verfolgen wir stets Vorgaben von Qualitätsstandards und Zertifizierung.

Um der guten Auftragslage weiterhin nachkommen zu können, benötigen wir qualifizierte Mitarbeiter. Engpässe bei dem Ausbau der Mitarbeiteranzahl können aufgrund der demografischen Entwicklung und eines Fachkräftemangels hervorgerufen werden. Um die Albert Freise GmbH als Arbeitgeber attraktiv zu machen, achten wir auf ein angenehmes Arbeitsumfeld mit Möglichkeiten der Weiterbildung sowie beruflicher und persönlicher Weiterentwicklung. Damit streben wir eine langfristige Bindung an das Unternehmen an.

3.4 Gesamtbeurteilung

Insgesamt sehen wir für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Steigerung des Geschäftsvolumens, die zu einem verbesserten Rohertrag führen wird. Unter Berücksichtigung von steigenden Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen über dem Niveau von 2023 gehen wir dennoch von einem verbesserten Cash-Flow und Jahresergebnis aus. Unser Eigenkapital soll trotz Ausschüttung weiterhin auf einem Niveau von mehr als 50 % gehalten werden. 

Augustdorf, den 10. November 2024

Albert Freise GmbH

gez. Eveline Ahle

gez. Axel Freise

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Albert Freise GmbH, Augustdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Albert Freise GmbH, Augustdorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Albert Freise GmbH, Augustdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 11. November 2024

Dr. Stückmann und Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

(Dr. Zündorf)
Wirtschaftsprüfer

(Linkermann)
Wirtschaftsprüfer"

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