Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 5592
Eingetragen
18.9.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus GlasHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von Böttcherwaren
Gegenstand
Der Handel mit und die Produktion von Investitionsgütern, insbesondere von Containern sowie die Durchführung von Transporten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Murat Yilmazer
seit 18.11.2020
Geschäftsführer
Denis Steiner
seit 25.10.2018
Geschäftsführer
Kaspar Erwin Bayer
seit 18.9.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Georg Bayer
Castell
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KB Container GmbH

Schlüsselfeld

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KB Container GmbH mit Sitz in Schlüsselfeld, Bayern ist ein Unternehmen, das sich mit der Vermietung und dem Verkauf mobiler Raumsysteme befasst.

Daneben werden Modulvarianten nach der aktuellen Energieeinsparverordnung als hochwertige Modulgebäude hergestellt, welche zunehmend als Alternative zum Massivbau eingesetzt werden.

Zu den Kunden gehören überwiegend öffentliche Auftraggeber, sowie Großunternehmen, wobei das Unternehmen gegenüber dem Kunden als Generalunternehmer auftritt und alle Leistungen - von der Planung über die Produktion bis hin zur schlüsselfertigen Montage vor Ort - aus einer Hand anbietet. Dies ist das wesentliche Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Wettbewerbern.

2. Forschung und Entwicklung

Die KB Container GmbH entwickelt die Standardtype als vollverzinkte Version ständig weiter. Diese wird nach den neuesten baurechtlichen Vorschriften wie EnEV, Brand-, Schall- und Emissionsschutz ausgelegt. Der Anspruch der KB Container GmbH ist es, bei der Herstellung der Container höchste Qualität und Stabilität bei gleichzeitig möglichst geringem Kapitaleinsatz zu erreichen. Auf diesem Gebiet gehört das Unternehmen zu den innovativsten in Europa.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung. Das preisbereinigte BIP sank um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Hauptgründe waren hohe Preise und steigende Zinsen, die Investitionen erschwerten auch zu einer geringeren inländischen Nachfrage führten. Auch die ausländische Nachfrage war geringer. Die Erholung vom tiefen Einbruch der Volkswirtschaft im Corona-Jahr 2020, die sich in den Jahren 2021 bis 2022 gezeigt hatte, setzte sich im Jahr 2023 nicht mehr fort.

Die Wirtschaftsleistung des produzierenden Gewerbes, ohne das Baugewerbe, sank deutlich um insgesamt 2,0 %. Insbesondere in den energieintensiven Branchen sank die Produktion. Im Baugewerbe konnte im Jahr 2023 ein kleines Wachstum erreicht werden.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % ab. Grund hierfür waren die stark gestiegenen Preise. Die privaten Ausgaben für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken um 6,2 %. Seit fast 20 Jahren sank im Jahr 2023 auch zum ersten Mal der staatliche Konsum.

Die wirtschaftliche Aktivität wurde im Jahr 2023 durch die Dienstleistungsbranche gestützt. Diese wuchs weiter, wenn auch schwächer als in den Vorjahren. Die größten Zuwächse wurden im Bereich der Information und Kommunikation erreicht. Die Wirtschaftsleistung der öffentlichen Dienstleister, der Bereiche Erziehung und Gesundheit und der Unternehmensdienstleister stiegen ebenfalls leicht an. In den Bereichen Handel, Verkehr und Gastgewerbe sank hingegen die Wirtschaftsleistung. Der Groß- und Einzelhandel musste deutliche Einbußen verkraften.

Durchschnittlich waren im Jahr 45,9 Millionen Erwerbstätige in Deutschland beschäftigt. Dies entspricht einem Plus von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Aufbau von Erwerbstätigen entfiel hauptsächlich auf den Dienstleistungssektor. Der Arbeitsmarkt zeigt sich damit trotz der negativen Gesamtkonjunktur noch robust.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bauinvestitionen waren im Jahr 2023 preisbereinigt rückläufig und sanken um 2,1 %. Negativ wirkten sich auf die Bautätigkeit die hohen Baupreise, die deutlich gestiegenen Zinsen und der Fachkräftemangel aus. Insbesondere der Hochbau und hier der Wohnungsbau waren deutlich rückläufig. Die Produktion im Tiefbau konnten hingegen gesteigert werden.

Im Jahr 2023 ist der Auftragseingang in der Baubranche um 4,4 % gesunken. Die starken Materialpreissteigerungen belasteten die Branche stark. Es wurden nur noch minimal neue Arbeitsplätze geschaffen. Die eingetrübte Stimmung in der Baubranche schlägt sich auch in Branchenumfragen nieder. Aktuell bezeichnen 45 % der Unternehmen die Geschäftslage als negativ, 70 % gehen von einer weiteren Verschlechterung der Geschäftslage im Wohnungsbau aus.

3. Geschäftsverlauf

Die sehr gute Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 spiegelte sich auch in wirtschaftlichen Kennzahlen der KB Container GmbH wider.

Die Umsatzerlöse sind deutlich gestiegen auf TEUR 142.993 (Vj. TEUR 127.122), was einer Steigerung von 12,5 % entspricht.

Das Rohergebnis hat sich mit TEUR 61.202 im Vergleich zum (Vj. TEUR 69.534) etwas verringert. Die Rohergebnisrendite hat sich dagegen erhöht auf 15,45 % (Vj. 10,29 %).

Damit haben wir unsere Ziele bezüglich des Umsatzes und Gewinns erreicht, beziehungsweise sogar noch übertroffen.

4. Lage

a) Ertragslage

Der Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 9.453 ist im Vergleich zum Vorjahr (Vj. TEUR 7.152) gestiegen.

Die Struktur der Aufwendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert. Durch den kontinuierlichen Aufbau der Belegschaft stiegen die Personalaufwendungen auf TEUR 10.331 (Vj. TEUR 7.633), womit sich in Aufwandsquote um Rohergebnis eine Quote von 17 % (Vj. 11 %) ergab.

Das erheblich gestiegene Anlagevermögen bedingte höhere Abschreibungen von TEUR 36.363 (Vj. TEUR 31.150). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich deutlich verringert, weil die Zuführungen zu den Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.006. gegen über dem Vorjahr (TEUR 15.123) erheblich geringer ausgefallen ist.

Unsere wesentlichen Ergebnisquellen setzen sich aus der Vermietung von Containeranlagen und dem Verkauf von Modulgebäuden sowie den zugehörigen Serviceleistungen an Kunden aus den Bereichen Industrie, Dienstleistung, öffentliche Auftraggeber und Bauindustrie zusammen.

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Skontoausnutzung zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Fremdkapital gliedert sich in kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten, wobei der Großteil des Kapitalbedarfs aus kurzfristigen Verpflichtungen bedient wird.

Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 22,0 %) auf einen Wert von 22,7 % leicht erhöht. Die Kapitalstruktur ist somit ähnlich stabil.

Die Liquiditätslage des Unternehmens, relativiert durch die Bilanzsumme, hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stark verbessert. Die Gesamtsumme der kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel, bestehend aus Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Forderungen aus Lieferung und Leistung betrug zum Stichtag zusammen TEUR 65.431 (Vj. TEUR 42.528). Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Berichtszeitraum um 9,0 % auf TEUR 135.385 (Vj. TEUR 124.255). Dies ist insbesondere auf einen Anstieg der Finanzanlagen um 73,8 % auf TEUR 39.356 zurückzuführen (Vj. TEUR 22.639). Die Sachanlagen reduzierten sich dagegen leicht um 5,7 % auf 95.822 TEUR zum Bilanzstichtag (Vj.: TEUR 101.600). Dies resultiert aus planmäßigen Abschreibungen sowie der Tatsache, dass Ersatzinvestitionen nicht in gleichem Umfang erfolgten.

Das Umlaufvermögen nahm stärker als das Anlagevermögen zu und steig um 54,6 % auf TEUR 65.838 (Vj. TEUR 42.593). Hauptgrund war eine deutliche Steigerung der Liquiden Mittel um 53,6 % auf TEUR 51.654 (Vj. 33.621 TEUR). Die deutliche Zunahme der Liquiden Mittel erfolgte zum großen Teil über Fremdfinanzierungen mit dem Ziel der Sicherung noch moderat niedriger Zinsen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung stiegen im Berichtszeitraum um 77,1 % deutlich auf TEUR 11.371 (Vj. TEUR 6.420), was die gute wirtschaftliche Lage des Unternehmens betont.

Aufgrund der stärkeren Zunahme des Umlaufvermögens gegenüber dem Anlagevermögen im Berichtszeitraum sank die Anlagenintensität zum Bilanzstichtag auf 67,3 % (Vj. 74,5 %).

Das Eigenkapital stieg um 24,5 % auf TEUR 45.603, was einer Eigenkapitalquote von 22,7 % entspricht (Vj. 22,0 %).

Das Fremdkapital erhöhte sich auf TEUR 155.620 (Vj. TEUR 130.216). Dabei stieg das langfristige Fremdkapital um 37,5 % auf TEUR 49.180, während das kurzfristige Fremdkapital um 12,7 % auf TEUR 106.440 TEUR anstieg. Wesentliche Treiber waren gestiegene Bankverbindlichkeiten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden gezielt Investitionen in Finanzanlagen vorgenommen, was die Kapitalbindung im langfristigen Vermögen erhöhte. Gleichzeitig erfolgten Ersatzinvestitionen und Erweiterungsinvestitionen im Sachanlagevermögen, wobei im Berichtszeitraum die Buchwerte des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr leicht sanken. Zur Absicherung vor antizipierten steigenden Zinsen wurden gezielt Fremdfinanzierungen aufgenommen.

Die Entwicklung der Kapitalstruktur zeigt eine weiterhin solide Eigenkapitalbasis und eine angemessene Fremdfinanzierung zur Unterstützung des Unternehmenswachstums..

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen zieht für seine interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite, Cash-Flow und den Deckungsbeitrag pro Projekt heran. Die Umsatzrendite wird mit dem Betriebsergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen berechnet. Für die Ermittlung des Cash-Flows wird die Summe aus Jahresergebnis und Abschreibung gebildet. Die Deckungsbeiträge pro Projekt ergeben sich über ein intern entwickeltes Instrument für das Projektcontrolling und IT gestützte Analysetools.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum TEUR 43.547 (Vj. 53.896). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -42.066 (Vj. TEUR -36.824). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum TEUR 16.552 (Vj. TEUR -7.561). Dies führte zu einer zahlungswirksamen Erhöhung des Finanzmittelfonds von TEUR 9.511 per 31.12.2022 auf TEUR 18.033 per 31.12.2023.

Das Betriebsergebnis ist im Berichtszeitraum um 158,4 % auf TEUR 6.201 gestiegen (Vj. TEUR 2.400)

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Umwelt

KB Container setzt schon immer auf eine eigene Produktion in Deutschland. Damit können Transportwege geringgehalten werden. Wir entwickeln unser Produkt fortwährend weiter, um Anforderungen von Energiesparverordnungen und baurechtlichen Vorschriften des Emissionsschutzes noch besser zu erfüllen.

Aufgrund der hohen Qualität und Beständigkeit unserer Container haben wir die Möglichkeit, einen Container nach Beendigung eines Projektes nach einer Generalüberholung für ein anderes Projekt erneut einzusetzen. Dadurch kann der Ressourcenverbrauch in der Containerproduktion deutlich reduziert werden, während aber die Qualität des Produktes gleichermaßen hoch bleibt.

b) Mitarbeiter

Das Ziel der KB Container GmbH ist die Gewinnung und langfristige Bindung von qualifiziertem Personal. Nur so kann der Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft sichergestellt werden. Um den Prozess der Gewinnung von Mitarbeitern zu verbessern, werden kontinuierlich Maßnahmen ergriffen. Schon vor Jahren wurde etwa die Mitarbeitersuche auf den europäischen Bauarbeitermarkt ausgeweitet.

c) Kunden

Die KB Container GmbH zeichnet sich im Markt für Modulbau dadurch aus, dass sie als Generalunternehmer sämtliche Leistungen selbst anbietet. Dadurch bestehen nur geringe Abhängigkeiten von Subunternehmern, wodurch wir unseren Kunden eine sehr flexible und schnelle Projektabwicklung bieten können.

III. Prognosebericht

In Bezug auf die branchenbezogenen Rahmenbedingungen zeigt die Prognose für das Jahr 2024 keine Wende in der baukonjunkturellen Schwäche. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. stellt für das Jahr 2024 die folgende Prognose auf: Der Gesamtumsatz des Baugewerbes wird voraussichtlich um 4,0 % zurückgehen. Besonders der Wohnungsneubau bleibt mit einem Rückgang von 12,0 % stark betroffen. Auch im öffentlichen Bau wird inzwischen ein Rückgang von 0,5 % erwartet, entgegen früheren Prognosen. Positiv entwickeln wird sich voraussichtlich der Wirtschaftsbau, der durch Großprojekte wie Investitionen der Deutschen Bahn und Stromnetzbetreiber ein Wachstum von 1,5 % verzeichnen dürfte. Jedoch wird ein Verlust von rund 10.000 Arbeitsplätzen in der Branche prognostiziert.

Für die KB Container GmbH erwarten wir jedoch nur einen leichten Einfluss dieser negativen Faktoren auf unseren Geschäftsverlauf. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 ist sehr zufriedenstellend und im laufenden Geschäftsjahr setzt sich der Auftragseingang wie in den Vorjahren fort. Entscheidend ist hierbei, dass wir nicht vom Einbruch im privaten Wohnungsmarkt betroffen sind, da unsere Hauptkunden öffentliche oder gewerbliche Auftraggeber sind. Zudem profitieren wir von der zunehmenden Akzeptanz modularer Bauweisen, die als effiziente und schnelle Lösung für Bauprojekte gelten.

Aufgrund von Änderungen der Auftrags- und daraus resultierend Umsatzstruktur werden die Umsatzerlöse im Jahr 2024 geringfügig unter dem Niveau von 2023 liegen. Im Jahr 2024 planen wir wieder deutlich höhere Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen, was voraussichtlich gegenüber dem Jahr 2023 zu einem deutlich höheren Cash-Flow aus Investitionstätigkeit führen wird. Aufgrund der dadurch steigenden Abschreibungen, den niedrigeren Umsatzerlösen und allgemeinen Kostensteigerungen wird das Betriebsergebnis im Jahr 2024 voraussichtlich geringfügig unter dem von 2023 liegen.

Die KB Container GmbH wird auch im Jahr 2024 gezielt Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Mitarbeiter und Kundenorientierung weiterentwickeln, um nachhaltiges Wachstum zu sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Im Zuge der steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und Emissionsschutz wird das Unternehmen seine Produktentwicklung weiter vorantreiben. Ziel ist es, noch ressourcenschonendere und energieeffizientere Modulbaulösungen zu entwickeln, die den neuesten regulatorischen Vorgaben entsprechen. Gleichzeitig wird die Lebensdauer und Wiederverwendbarkeit der Container weiter optimiert, um den Materialeinsatz langfristig zu reduzieren.

Die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Fachkräften bleibt auch 2024 ein zentrales Unternehmensziel. Aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels in der Baubranche wird KB Container GmbH ihre Recruiting-Strategie weiter ausbauen, insbesondere durch die Ausweitung der Mitarbeitersuche auf dem europäischen Bauarbeitermarkt und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für bestehende Mitarbeiter. Wir gehen davon aus, dass wir auch im Jahr 2024 in ausreichendem Maße qualifizierte Mitarbeiter gewinnen können.

Die KB Container GmbH wird 2024 weiterhin ihren ganzheitlichen Ansatz im Modulbau ausbauen. Durch die eigene Planung, Produktion und Umsetzung aus einer Hand bleibt das Unternehmen unabhängig von Subunternehmern und kann seinen Kunden eine höhere Flexibilität und kürzere Projektlaufzeiten bieten. Die steigende Nachfrage nach modularen Bauweisen wird erwartet, wodurch das Unternehmen in der Lage sein wird, neue Marktsegmente zu erschließen und zusätzliche Kundenkreise zu gewinnen. Somit werden wir voraussichtlich unsere Markstellung auch im Jahr 2024 weiter ausbauen können.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Konjunkturelle Schwächen im Bausektor spiegeln sich nicht in der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung der KB Container GmbH wider. Die Nachfrage nach den angebotenen Produkten ist anhaltend hoch und die Auswirkungen des Konjunktureinbruchs auf das Geschäftsmodell sind demzufolge aus aktueller Sicht nicht zu erwarten. Der Markt für Modulbauten ist weiterhin als Wachstumssektor zu sehen und alle Anzeichen deuten aktuell auf eine weiterhin positive Entwicklung hin.

Branchenspezifische Risiken sind Lieferengpässe bei Vorprodukten und daraus resultierende Preiserhöhungen für Rohstoffe.

Maßnahmen zur Absicherung von Preisschwankungen in diesen Vorprodukten werden unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten geprüft und zeitnah umgesetzt. Hierzu zählt vor allem der strategische Einkauf.

Immer noch bestehende Lieferengpässe seit der Corona-Pandemie und nochmal verstärkt durch den Ukraine-Krieg und damit einhergehender Schwankungen bei den Materialpreisen stellen ein Risiko dar, haben sich aber insgesamt entspannt. Gleichwohl gilt, dass insbesondere mögliche Versorgungsunsicherheiten und Knappheiten bei der Energieversorgung einen erheblichen Einfluss auf Materialpreise und Lieferketten haben könnten.

Nach den sehr hohen Preissteigerungen in den Jahren 2022 und 2023 können wir aktuell wieder einen leichten Preisrückgang bei vielen Vorprodukten beobachten. Aufgrund der insgesamt sinkenden Nachfrage können wir als Einkäufer zunehmend stärker auftreten.

b) Operative Risiken

Risiken hinsichtlich des Humankapitals des Unternehmens bestehen in der zunehmenden Knappheit qualifizierter Arbeitskräfte, was sich nicht nur auf die bauspezifischen Berufe erstreckt.

Die Gewinnung neuer sowie die Bindung und Entwicklung bestehender Mitarbeiter nehmen einen immer höheren Stellenwert im Unternehmen ein. Es werden kontinuierlich Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber forciert.

Die angespannte Lage bei den Baufachkräften dürfte sich auch in Zukunft weiterhin verschärfen. Hier wurden bereits vor Jahren strategische Maßnahmen ergriffen, in dem die Mitarbeitergewinnung auf dem europäischen Bauarbeitsmarkt ausgeweitet wurde. Dadurch sind wir nach wie vor in der Lage, ausreichend personelle Kapazitäten vorzuhalten und kontinuierlich auszubauen.

Aufgrund der guten unternehmerischen Positionierung als Generalunternehmer und der damit einhergehenden Fähigkeit nahezu alle Leistungen in Eigenregie zu erbringen, ist die KB Container GmbH nur geringfügig durch andere operative Risiken wie z. B. Abhängigkeiten von Subdienstleiter, Fremdarbeitskräften etc. gefährdet.

c) Ertragsorientierte Risiken

Grundsätzliche Ertragsrisiken können in konjunkturellen Einflüssen sowie in einer sich danach ausrichtenden Preispolitik des Wettbewerbs gesehen werden. Im Hinblick darauf lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ertragssituation nicht ausschließen, aber nach aktuellem Kenntnisstand bestehen dafür keine Anhaltspunkte.

Allgemeine adverse Einflüsse können auch durch das haushaltspolitisch geprägte Vergabeverhalten der öffentlichen Auftraggeber sowie der daraus entstehenden Folgen für die Preispolitik entstehen.

Aufgrund der guten Auftragslage werden leistungswirtschaftliche Risiken als gering eingeschätzt. Ebenfalls bietet die breite Produktpalette die Flexibilität rechtzeitig auf geänderte Marktbedingungen reagieren zu können.

Die Prognose der Umsatzentwicklung für die Jahre 2024 und 2025 unterliegt aufgrund der negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, des anhaltenden Ukraine-Krieges und der stark gestiegenen Energiekosten und Zinsen erhöhter Unsicherheit. Aufgrund von Verschiebungen der Umsatzstruktur gegen wir aktuell für das Jahr 2024 von leicht sinkenden Umsätzen und für das Jahr 2025 wieder von steigenden Umsätzen aus. Bedingt durch den hohen Auftragsbestand sehen wir insgesamt sehr zuversichtlich in die Zukunft.

Forderungsausfälle kommunaler Auftraggeber, aufgrund sinkender Einnahmen durch Einbußen der Gewerbesteuer, sind im Zuge der Corona-Pandemie ein steigendes, jedoch sehr überschaubares Risiko.

d) Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch das anhaltende Wachstum ist im abgelaufenen Jahr die Kapitalstruktur weiter stabil und der operative Liquiditätsbedarf kann zunehmend aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Über die operative Tätigkeit hinaus besteht für die umfangreichen Investitionsaktivitäten jedoch weiterhin Fremdkapitalbedarf. Das Risiko der daraus resultierenden Liquiditätsengpässe ist jedoch als gering einzustufen, da langjährige, strategische Partnerschaften bestehen und neue aufgebaut wurden.

Die Fremdkapitalzinsen sind im Laufe des Jahres 2023 deutlich angestiegen und führen somit bei der KB Container GmbH zu höheren Finanzierungskosten. Der Einfluss dieser hohen Zinsen auf die Ertragslage ist aber von untergeordneter Bedeutung.

Zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung von Liquidität in Form der Wahrung eigener Bestände liquider Mittel sowie der Sicherung von Finanzierungslinien, um auf Eventualitäten der Entwicklung des Finanzsektors vorbereitet zu sein, wurden ergriffen.

Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht und Zinsrisiken im Hinblick auf die Finanzierungsstruktur bestehen derzeit ebenfalls nicht.

Termingeschäfte zur Absicherung von Rohstoffpreisen werden derzeit nicht eingegangen und andere Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten auch nicht.

Eine hinreichende Quantifizierung der Risiken dieses Teilabschnitts in Bezug auf unsere wirtschaftliche Lage ist nicht möglich. Für alle quantifizierbaren bekannten Risiken wurden nach derzeitigem Erkenntnisstand adäquate Rückstellungen gebildet. Risiken bestandsgefährdenden Umfangs sind nach unserem Wissensstand nicht ersichtlich.

2. Chancenbericht

In der Auftragsvergabesituation im Bereich des Modulbaus ist weiterhin ein starker Wachstumstrend ersichtlich.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Kostenführerschaft, unsere Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Unsere bewährte flache Hierarchie befähigt uns weiterhin, auf individuelle Kundenwünsche einzugehen und diese zeitnah umzusetzen.

Zudem werden fortwährend Maßnahmen forciert, um den Prozess der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter aufrechtzuerhalten und kontinuierlich zu verbessern.

Aufgrund der niedrigeren Kosten gegenüber dem Massivbau ist in der derzeitigen Lage auch von einer antizyklischen Dynamik des angebotenen Produktportfolios der KB Container GmbH auszugehen. Neben den insgesamt geringeren Kosten ist in wirtschaftlich schweren Zeiten die Verteilung der finanziellen Belastung im Rahmen des Mietzinsens für Auftraggeber besonders attraktiv.

3. Gesamtaussage

Die KB Container GmbH ist ein Unternehmen, das von Wachstum geprägt ist, wobei es keine Indizien für eine gegenläufige Entwicklung gibt. Zudem werden stetig Teile dieses Erfolgs in die Stabilisierung der Gesamtunternehmensstruktur investiert, um eine organische und nachhaltige Organisationsentwicklung zu ermöglichen.

Aufgrund unserer finanziellen Stabilität und unserer Kostenstruktur bereitet uns das Wettbewerbsumfeld weiterhin keine Probleme.

Risiken, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Eigenmittel und Lieferantenkredite.

Zur Absicherung von Liquiditätsrisiken wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geld-aus und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement mit einem ratingbasierten Frühwarnsystem.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus in Schlüsselfeld eine unselbständige Produktionsniederlassung in Langenlonsheim.

 

Schlüsselfeld, im Juni 2024

Die Geschäftsführung

Kaspar Bayer

Denis Steiner

Murat Yilmazer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.869,00 15.608,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 206.869,00 15.608,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.417.950,00 98.992.227,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.404.500,00 2.607.800,00
Summe Sachanlagen 95.822.450,00 101.600.027,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 1,00 1,00
3. Sonstige Ausleihungen 39.356.221,05 22.638.525,90
Summe Finanzanlagen 39.356.222,05 22.638.526,90
Summe Anlagevermögen 135.385.541,05 124.254.161,90
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.737.000,00 2.150.000,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 669.100,00 212.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 125.000,00
Summe Vorräte 2.406.100,00 2.487.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.369.930,54 6.420.074,25
2. Sonstige Vermögensgegenstände 341.786,53 47.496,69
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.711.717,07 6.467.570,94
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 51.654.016,37 33.620.871,09
Summe Umlaufvermögen 65.771.833,44 42.575.442,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 65.127,50 18.119,52
D. Bilanzsumme Aktiva 201.222.501,99 166.847.723,45

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 25.000,00 (Vj: 25.000,00)
II. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 45.577.523,01 36.606.778,76
Summe Eigenkapital 45.602.523,01 36.631.778,76
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 956.266,48 1.194.505,23
2. Sonstige Rückstellungen 43.740.550,99 41.593.690,18
Summe Rückstellungen 44.696.817,47 42.788.195,41
C. Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 61.149.575,10 (Vj: 51.249.804,96)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 48.281.172,96 (Vj: 33.915.821,55)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.186.793,08 72.451.094,64
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 42.905.620,12 (Vj: 38.535.273,09)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 48.281.172,96 (Vj: 33.915.821,55)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.458.757,52 11.080.952,78
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 16.458.757,52 (Vj: 11.080.952,78)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.785.197,46 1.633.579,09
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.785.197,46 (Vj: 1.633.579,09)
- davon aus Steuern: 973.508,21 (Vj: 75.717,60)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 440,00 (Vj: 280,00)
Summe Verbindlichkeiten 109.430.748,06 85.165.626,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 593.589,45 402.428,77
E. Passive latente Steuern 898.824,00 1.859.694,00
F. Bilanzsumme Passiva 201.222.501,99 166.847.723,45

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 142.992.755,24 127.121.533,12
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -413.000,00 2.150.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.649.518,12 7.238.864,07
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -39.993.027,48 -40.416.725,25
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -46.034.642,36 -26.409.392,86
Summe Materialaufwand -86.027.669,84 -66.826.118,11
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -8.545.842,14 -6.386.524,32
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.784.763,18 -1.246.821,69
- davon für Altersversorgung: -12.000,00 (Vj: -12.716,40)
Summe Personalaufwand -10.330.605,32 -7.633.346,01
6. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -36.362.958,72 -35.150.496,29
Summe Abschreibungen -36.362.958,72 -35.150.496,29
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.877.942,91 -17.560.330,48
8. Ordentliches Betriebsergebnis 10.630.096,57 9.340.106,30
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.009.695,40 253.740,05
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.701.069,73 -744.334,86
11. Finanzergebnis -691.374,33 -490.594,81
12. Ergebnis vor Steuern 9.938.722,24 8.849.511,49
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -476.147,35 -1.686.703,61
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: 960.870,00 (Vj: 1.800.772,00)
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: 0,00 (Vj: -1.859.694,00)
14. Ergebnis nach Steuern 9.462.574,89 7.162.807,88
15. Sonstige Steuern -9.798,75 -10.949,30
16. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 9.452.776,14 7.151.858,58
17. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 36.124.746,87 29.454.920,18
18. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 45.577.523,01 36.606.778,76

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die KB Container GmbH hat ihren Sitz in Schlüsselfeld und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Bamberg unter HRB 5592.

Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Rücklagenspiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

2. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken ist durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen gem. § 253 Abs. 2 HGB.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurz am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungstellung oder dem höherem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (siehe Anhang) dargestellt.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und außerplanmäßigen Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital von EUR 25.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt und voll eingezahlt.

Im Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 36.124.746,87 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Urlaubsrückstellungen 807
Rückstellungen zur Erfüllung der Aufbewahrungspflichten 13
Rückstellung für Rückbauverpflichtungen 42.576
Rückstellungen für Gewährleistungen 286
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten 59
Gesamt 43.741

Verbindlichkeiten, Pfandrechte

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig besichert durch die Sicherungsübereignung von Anlagevermögen (Mietanlagen) und die Sicherungsabtretung von Forderungen aus Mietzins.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern betragen EUR 898.824,00. Im Berichtsjahr wurde eine Minderung unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag von EUR 860.870,00 ausgewiesen. Der Unternehmenssteuersatz beträgt 30 %.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsätze gliedern sich auf in Vermietung 61 %, Verkauf 33 % und Montage 6 %. Diese entfallen fast ausschließlich auf das Inland.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuführungen zu den Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von EUR 2.005.900,00 (Vj. EUR 15.122.700,00) enthalten.

6. Sonstige Angaben

Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB

Der jährliche Aufwand aus nicht begrenzten Miet-/Pachtverträgen für bewegliches Anlagevermögen beträgt EUR 120.501,92 und EUR 663.829,32 für Pacht unbewegliches Vermögen.

Geschäftsführungsorgan

Herr Kaspar Bayer, Darmstadt, Gesamtgeschäftsführer

Herr Denis Steiner, Fürth, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Murat Yilmazer, Mannheim, technischer Geschäftsführer

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 193 Mitarbeiter beschäftigt. Die Belegschaft unterteilt sich in folgende Gruppen: 4 Leitende Angestellte, 29 Kaufmännische und 160 Gewerbliche Arbeitnehmer.

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 20.000 und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen i.H.v. EUR 19.500,00 und auf sonstige Leistungen i.H.v. EUR 500,00.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 31.12.2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 9.452.776,14 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss vorzutragen und mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen.

 

Schlüsselfeld, den 14. Januar 2025

Die Geschäftsführung

Kaspar Bayer

Denis Steiner

Murat Yilmazer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.696,07 215.796,36 1.186,69 0,00 336.305,74
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 121.696,07 215.796,36 1.186,69 0,00 336.305,74
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 200.189.502,84 28.060.846,36 2.417.897,99 -1.296.700,00 224.535.751,21
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.607.800,00 2.500.000,00 0,00 1.296.700,00 6.404.500,00
Summe Sachanlagen 202.987.851,84 30.560.846,36 2.417.897,99 0,00 231.130.800,21
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,00 0,00 0,00 0,00 1,00
2. Sonstige Ausleihungen 22.638.525,90 20.000.000,00 3.282.304,85 0,00 39.356.221,05
Summe Finanzanlagen 22.638.526,90 20.000.000,00 3.282.304,85 0,00 39.356.222,05
Summe Anlagevermögen 225.748.074,81 50.776.642,72 5.701.389,53 0,00 270.823.328,00

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.088,07 24.535,36 1.186,69 129.436,74
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 106.088,07 24.535,36 1.186,69 129.436,74
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.197.275,84 36.338.423,36 2.417.897,99 135.117.801,21
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 101.387.824,84 36.338.423,36 2.417.897,99 135.308.350,21
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 101.493.912,91 36.362.958,72 2.419.084,68 135.437.786,95

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.869,00 15.608,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 206.869,00 15.608,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.417.950,00 98.992.227,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.404.500,00 2.607.800,00
Summe Sachanlagen 95.822.450,00 101.600.027,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,00 1,00
2. Sonstige Ausleihungen 39.356.221,05 22.638.525,90
Summe Finanzanlagen 39.356.222,05 22.638.526,90
Summe Anlagevermögen 135.385.541,05 124.254.161,90

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die KB Container GmbH, Schlüsselfeld

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der KB Container GmbH, Schlüsselfeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KB Container GmbH, Schlüsselfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 17. März 2025

Stefan Gradl GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gradl, Wirtschaftsprüfer

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Feststellung des Jahresabschlusses: 26.03.2025

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