Hilite Germany Holding GmbHLiquidiert

Am Schlossfeld 5, 97828 Marktheidenfeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 11648
Eingetragen
4.9.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Anteilen an anderen Gesellschaften.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Erzhi Wei
seit 16.2.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVICEM HILITE GMBH & CO. KG

Marktheidenfeld

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AVICEM Hilite GmbH & Co. KG

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der AVICEM Hilite GmbH & Co. KG, Marktheidenfeld und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AVICEM Hilite GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 22. März 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Günnewig, Wirtschaftsprüfer

Jakob, Wirtschaftsprüfer

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

Erläuterung 1.1. -31.12.2017 1.1. -31.12.2016
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 6.1 511.509 491.401
Umsatzkosten 6.2 -446.587 -426.752
Bruttoergebnis   64.922 64.649
Vertriebskosten 6.2 -1.979 -641
Forschungs- und Entwicklungskosten 6.2 -23.787 -41.681
Allgemeine Verwaltungskosten 6.2 -21.268 -23.090
Betriebsergebnis (EBIT)   17.888 -763
Finanzerträge 6.3 148 2.523
Finanzaufwendungen 6.4 -12.773 -6.464
Finanzergebnis   -12.625 -3.941
Ergebnis vor Ertragsteuern   5.263 -4.704
Ertragsteuern 6.5 -6.108 19.718
Konzernjahresergebnis   -845 15.014

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

1.1. - 31.12.2017 1.1. - 31.12.2016
TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis -845 15.014
Sonstige Gewinne oder Verluste in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern    
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus Pensionsverpflichtungen 228 -837
Sonstige Gewinne oder Verluste in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern    
Währungsumrechnungsdifferenzen -3.817 -1.782
Nettoaufwand, der direkt im Eigenkapital erfasst wird -3.589 -2.619
Konzerngesamtergebnis einschließlich erfolgsneutral erfasster Eigenkapitalveränderungen -4.434 12.395

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

Erläuterung 31.12.2017 31.12.2016
# TEUR TEUR
A. Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte 7.1 167.936 185.654
Geschäfts- und Firmenwert 7.1 186.979 186.979
Sachanlagen 7.2 173.452 177.033
Sonstige Vermögenswerte   384 515
Latente Steuern 6.5 3.259 5.527
    532.010 555.708
B. Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 7.3 43.722 32.788
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.4 85.527 86.870
Sonstige Vermögenswerte 7.5 21.893 4.637
Forderungen gegen Anteilseigner   1.787 792
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.6 19.287 25.182
    172.216 150.269
Summe Vermögenswerte   704.226 705.977

Passiva

     
  Erläuterung 31.12.2017 31.12.2016
  # TEUR TEUR
A. Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 7.7 1.000 1.000
Rücklagen 7.7 229.001 229.001
Sonstige Rücklagen 7.7 -5.562 -1.973
Gewinnrücklagen   10.435 11.280
    234.874 239.308
B. Langfristige Schulden      
Pensionsrückstellungen 7.8 9.072 9.409
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern 7.10 237.684 237.048
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.11 67.374 51.658
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.2 9.175 9.990
Latente Steuern 6.5 29.758 46.008
    353.063 354.113
C. Kurzfristige Schulden      
Sonstige Rückstellungen 7.9 18.022 28.139
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.2 814 743
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   82.505 65.812
Ertragsteuerverbindlichkeiten 6.5 2.100 0
Sonstige Verbindlichkeiten 7.12 12.848 17.862
    116.289 112.556
Summe Eigenkapital und Schulden   704.226 705.977

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

Geschäftsjahr 2017 Geschäftsjahr 2016
TEUR
Ergebnis vor Steuern 5.263 -4.704
+ Finanzergebnis 12.625 3.941
+ Abschreibung Anlagevermögen 58.955 52.551
- Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -65 99
+/- Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -9.852 1.301
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -4.762 -17.741
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte -12.150 -403
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögenswerte (kurzfristig) -15.914 5.241
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.460 15.404
Zunahme/Abnahme Working Capital -22.218 3.802
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögenswerte (langfristig) -130 -244
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -4.009 2.021
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -2.227 2.476
- Gezahlte Ertragsteuern -16.831 -15.139
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 31.363 44.804
- Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -44.871 -37.775
- Aktivierte Entwicklungskosten -2.898 -7.899
+ Erhaltene Zinsen 148 0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -47.621 -45.674
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten 15.757 18.787
- Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -743 -684
- Finanzierungskosten -967 -1.298
- Gezahlte Zinsen -3.252 -2.818
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 10.795 13.987
Nettozunahme an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -5.463 13.116
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenbeginn 25.182 11.504
Währungsgewinne aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -431 562
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 19.287 25.182

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar zum 31. Dezember 2017

Gezeichnetes Kapital Rücklagen
TEUR TEUR
31.12.2015 1.000 229.001
Konzernjahresergebnis 0 0
Sonstige Gewinne und Verluste    
Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0
31.12.2016 1.000 229.001
Konzernjahresergebnis 0 0
Sonstige Gewinne und Verluste    
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus Pensionsverpflichtungen 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0
31.12.2017 1.000 229.001
Sonstige Rücklagen
Pensionsverpflichtungen Währungsdifferenzen
TEUR TEUR
31.12.2015 364 281
Konzernjahresergebnis 0 0
Sonstige Gewinne und Verluste    
Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen -837 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 -1.782
Sonstiges Ergebnis -837 -1.782
31.12.2016 -473 -1.501
Konzernjahresergebnis 0 0
Sonstige Gewinne und Verluste    
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus Pensionsverpflichtungen 228 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 -3.817
Sonstiges Ergebnis 228 -3.817
31.12.2017 -245 -5.318
Gewinnrücklagen Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag Summe Eigenkapital
TEUR TEUR
31.12.2015 -3.734 0 226.911
Konzernjahresergebnis 15.014 0 15.014
Sonstige Gewinne und Verluste      
Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen 0 0 -837
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 -1.782
Sonstiges Ergebnis 0 0 -2.619
31.12.2016 11.280 0 239.308
Konzernjahresergebnis -845 0 -845
Sonstige Gewinne und Verluste      
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus Pensionsverpflichtungen 0 0 228
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 -3.817
Sonstiges Ergebnis 0 0 -3.589
31.12.2017 10.435 0 234.874

Konzernanhang für die Geschäftsperiode 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

1 Grundlegende Informationen

Die AVICEM HILITE GmbH & Co. KG ("AVICEM KG" oder die "Gesellschaft") und ihre Tochtergesellschaften (zusammen der "Konzern") entwickeln und produzieren eine diversifizierte Bauserie von hochtechnisierten Fahrzeugkomponenten, -bauteilen und -systemen, hauptsächlich für Motor- und Getriebeanwendungen in der Automobilindustrie. Diese Produkte umfassen Bremsventile wie zum Beispiel Bremskraftregler, Kraftübertragungskomponenten wie zum Beispiel elektromagnetische Kupplungen, Befestigungsbügel und Umleitrollen, und Spezialkomponenten und -bauteile wie zum Beispiel Stanzen, Spezialfedern und automatisierte Bauteile.

Die Gesellschaft ist eine deutsche Kommanditgesellschaft mit beschränkt haftendem Komplementär (GmbH & Co. KG) und eingetragen und ansässig in Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Am Schlossfeld 5, 97828 Marktheidenfeld, Deutschland.

Komplementär der Gesellschaft ist die AVICEM HILITE Management GmbH. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes des Komplementärs lautet: Am Schlossfeld 5, 97828 Marktheidenfeld.

Kommanditist der Gesellschaft ist die EMTECH Holding Ltd. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes des Kommanditisten lautet: Nine Queen's Road Central Flat/RM 1102-3 11/F, HongKong/China.

Die Gesellschafterin ist wiederum mittelbar eine Tochtergesellschaft der AVIC Electromechanical Systems (AVICEM), die zur staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (AVIC) gehört.

2 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig in der dargestellten Berichtsperiode angewendet.

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde in Einklang mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Diese umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB), London, veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) oder International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC), die von der Europäischen Union gemäß Regulation (EC) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments übernommen wurden und für Konzernabschlüsse gemäß IFRS zum 31. Dezember 2017 gültig sind. Der Konzernabschluss wurde auf Basis der historischen Anschaffungskosten erstellt.

Die angewandten Standards können Erläuterung 4 entnommen werden.

Die Aufstellung eines im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlusses erfordert Schätzungen. Des Weiteren macht die Anwendung der unternehmensweiten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Wertungen des Managements erforderlich. Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, in denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, finden sich unter Erläuterung 3.

Die Abschlüsse der Unternehmen, die dieser Konzernabschluss umfasst, werden nach einheitlichen Rechnungslegungs- und Bewertungsprinzipien erstellt.

Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die Berichtsperiode vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017. Als Vergleichsperiode wird das Geschäftsjahr 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Der vorliegende Konzernabschluss für die Berichtsperiode, die am 31. Dezember 2017 endet, wurde von den Geschäftsführern am 21. März 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) erstellt. Soweit nicht anders angegeben, werden alle Beträge in tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Alle Werte werden kaufmännisch gerundet. Dementsprechend kann es zu Rundungsdifferenzen bei Prozentangaben und Summen kommen.

2.2 Konsolidierung

Grundlage der Konsolidierung

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Dies ist der Fall, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er die nachfolgenden Eigenschaften besitzt:

die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h., der Konzern hat aufgrund aktuell bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben),

eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen und

die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der Stimmrechte zur Beherrschung führt. Zur Unterstützung dieser Annahme und wenn der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen besitzt, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände.

Hierzu zählen u. a.:

Vertragliche Vereinbarungen mit den anderen Stimmberechtigten,

Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren,

Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte des Konzerns.

Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, im Konzernabschluss erfasst.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, sobald sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften werden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Konsolidierte Unternehmen

• Der Konzernabschluss vom 31. Dezember 2017 umfasst neben der AVICEM KG als Mutterunternehmen weitere 20 Tochterunternehmen, die voll konsolidiert wurden:

Unternehmen der Gruppe Sitz Anteil 31.12.2017
ECO Holding 1 GmbH Marktheidenfeld (Deutschland) 100 %
ECO US Holdings, Inc. Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Hilite Industries, Inc. Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Hilite Industries Group Holding Company, Inc. Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Hilite Services, Inc. Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Hilite Industries Texas, Inc. Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Acutex, Inc. Lansing, Michigan (USA) 100 %
Hilite Industries Delaware, Inc. Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Hilite Industries Automotive, LP Austin, Texas (USA) 100 %
Hilite International Sales Group, Inc. Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Hilite Management Overseas, LLC Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Hilite Europe Holding GmbH Marktheidenfeld (Deutschland) 100 %
Hilite Europe GmbH Marktheidenfeld (Deutschland) 100 %
Hilite Germany Holding GmbH Marktheidenfeld (Deutschland) 100 %
Hilite Germany Management GmbH Marktheidenfeld (Deutschland) 100 %
Hilite Germany GmbH Marktheidenfeld (Deutschland) 100 %
Hydraulik-Ring Industriehydraulik GmbH & Co. Grundstücksverwaltungs-KG Marktheidenfeld (Deutschland) 100 %
Hilite Technology Limited Hong Kong (China) 100 %
Hilite Japan Holding Company, LLC Wilmington, Delaware (USA) 100 %
Hilite Automotive Systems (Changshu) Co Ltd Changshu, Suzhou, Jiangsu province (China) 100 %
Hilite Automotive Technology Co. Ltd. Changshu, Suzhou, Jiangsu province (China) 100 %

Nachfolgend aufgeführte Konzernunternehmen sind nach Maßgabe des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB von der Anwendung bestimmter gesetzlicher Vorschriften auf deren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 befreit:

Gesellschaft Sitz
ECO Holding 1 GmbH Marktheidenfeld (Deutschland)
Hilite Europe GmbH Marktheidenfeld (Deutschland)
Hilite Europe Holding GmbH Marktheidenfeld (Deutschland)
Hilite Germany Holding GmbH Marktheidenfeld (Deutschland)
Hilite Germany GmbH Marktheidenfeld (Deutschland)
Hilite Germany Management GmbH Marktheidenfeld (Deutschland)
Hydraulik-Ring Industriehydraulik GmbH & Co. Grundstücksverwaltungs-KG Marktheidenfeld (Deutschland)

2.3 Währungsumrechnung

Funktionale- und Darstellungswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der der funktionalen Währung des Mutterunternehmens und der Darstellungswährung des Konzerns entspricht.

Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt oder zum Bewertungszeitpunkt bei Neubewertungen in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

Konzernunternehmen

Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:

a)

Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

b)

Erträge und Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet.

c)

Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst.

Wechselkurse

Die Wechselkurse für wichtige Währungen gegenüber dem Euro sind wie folgt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2017 2017
USD 1,20 1,13
CNY 7,80 7,63
HKD 9,37 8,79

2.4 Sachanlagen

Alle Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten schließen die Kosten ein, die dem Kauf des Vermögenswerts direkt zugeordnet werden können. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind im Restbuchwert des Vermögenswerts enthalten oder werden als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Vermögenswert zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Alle anderen Reparatur- und Instandhaltungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres aufwandswirksam erfasst, in dem sie anfallen.

Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Bei allen weiteren Vermögenswerten erfolgt die Abschreibung linear, wobei die Anschaffungskosten bzw. die beizulegenden Zeitwerte über die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte wie folgt auf den Restbuchwert abgeschrieben werden:

Gebäude und Einbauten 20 bis 40 Jahre

Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre

Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Verkaufserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.5 Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des jährlichen Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen CGUs bzw. Gruppen von CGUs, die aus dem Unternehmenserwerb, bei dem der Geschäfts- oder Firmenwert entstand, Nutzen ziehen. Jede zahlungsmittelgenerierende Einheit, der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird, stellt die niedrigste Ebene im Unternehmen dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Zwecke vom Management kontrolliert wird. Wenn der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag überschreitet, wird eine Wertminderung für den Unterschied erfasst. Zuerst wird der Geschäfts- oder Firmenwert der relevanten CGU abgeschrieben. Die übrige Wertminderung wird unter den sonstigen Vermögenswerten des Bereichs anteilig der jeweiligen Buchwerte aufgeteilt.

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten wird zum Zweck der Ermittlung des erzielbaren Betrags durch den Barwert der zukünftigen Zahlungsströme festgelegt. Diese stellen eine Prognose auf Basis der aktuellen Planung des Konzerns dar, deren Planungshorizont fünf Jahre umfasst. Für die Prognose müssen Annahmen getroffen werden, besonders über die zukünftigen Erlöse und Kosten. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit wird zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Verkaufskosten als unabhängiger Marktteilnehmer betrachtet. Nettozahlungsströme außerhalb der Planperiode werden auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen, für die individuelle Wachstumsraten verwendet werden, aus den jeweiligen Marktinformationen und Erwartungen des Managements abgeleitet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf seine Werthaltigkeit hin überprüft. Werthaltigkeitstests werden jährlich oder öfter durchgeführt, falls Ereignisse oder Änderungen der Umstände auf einen potenziellen Wertverlust hinweisen. Jeder Wertverlust des Geschäfts- oder Firmenwerts wird unverzüglich als Aufwand erfasst und nicht rückgängig gemacht.

Lizenzen

Separat erworbene Lizenzen werden zu ihren historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Lizenzen, die im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworben wurden, werden am Erwerbstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Lizenzen haben eine bestimmbare Nutzungsdauer und werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über eine individuell geschätzte Nutzungsdauer von bis zu elf Jahren.

Entwicklungskosten

Der Konzern führt zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch. Aufwendungen für Forschung werden als Kosten für laufende oder geplante Forschung definiert, von der die Erlangung von neuen wissenschaftlichen oder technischen Kenntnissen erwartet wird. Entwicklungskosten werden als Aufwendungen für die Anwendung von Erkenntnissen aus der Forschung oder als Kosten für fachliches Wissen über Produktion, Produktionsmethoden, Dienstleistungen oder Güter, die für den Beginn der Produktion oder Nutzung vorrangig sind, definiert.

Entwicklungskosten, die dem Entwurf und dem Test von identifizierbaren und durch den Konzern kontrollierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten direkt zugerechnet werden können, werden als immaterielle Vermögenswerte erfasst, wenn die folgenden Kriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind:

Die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts ist technisch realisierbar, so dass er genutzt werden kann.

Das Management hat die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen.

Es besteht die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

Es ist nachweisbar, dass der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird.

Adäquate technische, finanzielle und sonstige Ressourcen sind verfügbar, um die Entwicklung abzuschließen und den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder verkaufen zu können.

Die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben können verlässlich bewertet werden.

Die direkt zurechenbaren Kosten, die als Teil des Entwicklungsprojekts aktiviert werden, umfassen die Personal- und Materialkosten für die an der Entwicklung beteiligten Mitarbeiter sowie einen angemessenen Teil der entsprechenden Gemeinkosten.

Ausgaben für Entwicklung, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden als Aufwand in der Periode ihres Entstehens erfasst. Bereits als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden nicht in einer Folgeperiode aktiviert.

Kosten für Entwicklung, die als projektbezogener bzw. projektspezifischer Vermögenswert erfasst werden, werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer, welche nicht länger als sieben Jahre ist, planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung wird in der GuV in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst.

Unter bestimmten vertraglichen Umständen wird dem Konzern eine Erstattung für die gesamten oder einen Teil der anfallenden Entwicklungskosten durch den Kunden garantiert. Vorschüsse und Erstattungsbeträge von Kunden werden in dem Zeitpunkt, in dem sie in Rechnung gestellt werden, mit den Aufwendungen verrechnet bzw. passiviert.

Entwicklungsprojekte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden und nicht projektspezifischer Natur sind, werden zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbstag bilanziert. Die Entwicklungsprojekte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen erfolgen linear über eine Laufzeit zwischen 10 und 13 Jahren das es sich hierbei um generell verwendbare Vermögenswerte und nicht um projektbezogene Vermögenswerte handelt.

2.6 Wertminderung nicht monetärer Vermögenswerte

Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer außer dem Geschäfts- oder Firmenwert, wie beispielsweise der immateriellen Vermögenswerte für noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte, unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung und werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderung hin geprüft, wenn entsprechende Ereignisse oder Änderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Höhe erfasst, in welcher der Buchwert des Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus beizuliegendem Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich der Kosten zur Veräußerung und des Nutzungswertes. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Zahlungsströme separat identifiziert werden können. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat. Diese wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.7 Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Netto-Veräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden auf Basis der First-in-First-out-Methode (FIFO-Methode) bestimmt. Die Herstellungskosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse umfassen die Kosten für den Produktentwurf, Rohstoffe, direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten (basierend auf normaler Betriebskapazität). Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten und der Kosten zur Fertigstellung.

2.8 Finanzielle Vermögenswerte

Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten hängt nach IAS 39 von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Entsprechend der Fair Value Hierarchie gemäß IFRS 13 werden zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten den nachfolgenden Stufen zugeordnet:

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden

Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachten lassen

Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und andere kurzfristige Investitionen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen Kunden aus dem originären Geschäftsbetrieb. Wenn der voraussichtliche Geldeingang innerhalb eines Jahr erwartet wird, werden die Forderungen als kurzfristig klassifiziert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abzüglich einer Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Die Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen stellt die beste Schätzung des Unternehmens der wahrscheinlichen Forderungsausfälle bezogen auf den Forderungsbestand dar. Das Unternehmen legt die Wertberichtigung basierend auf einer Beurteilung von ausstehenden Forderungen und der Erfahrung aus historischen Forderungsausfällen fest. Forderungen werden gegen die Wertberichtigungen ausgebucht, wenn alle Möglichkeiten zur Realisierung der Forderung ausgeschöpft wurden und keine Zahlungen mehr zu erwarten sind. Der Konzern klassifiziert die nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eines der folgenden Kriterien zutrifft:

Die vertraglichen Rechte auf die Einzahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.

Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Erhalt der Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und in diesem Fall entweder:

im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Vermögenswert verbunden sind, übertragen, oder

im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag bilanziell erfasst - an dem Tag, an welchem sich der Konzern zum Kauf oder Verkauf verpflichtet.

2.9 Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten liegt nur dann eine Wertminderung vor, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eingetreten sind, ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und daraus eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die erwarteten künftigen Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte vorliegt.

Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt. Die Höhe des Verlusts wird aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, ermittelt, welche mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden. Der Buchwert des Vermögenswerts wird reduziert und der Verlustbetrag ergebniswirksam erfasst.

Wenn sich der Betrag der Wertminderung in einer Folgeperiode reduziert und diese Reduktion aus Umständen resultiert, die nach der erstmaligen Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, wird die Wertaufholung ergebniswirksam erfasst.

2.10 Finanzschulden

Finanzschulden werden gemäß IAS 39 bei ihrem erstmaligen Ansatz als finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert.

Gebühren, die bei der Einrichtung von Kreditlinien anfallen, werden aktiviert und über die Laufzeit der entsprechenden Kreditzusage abgeschrieben.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen zur Bezahlung von Gütern und Dienstleistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsprozess von Lieferanten erworben wurden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, wenn die Bezahlung innerhalb eines Jahres oder weniger erfolgt.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zu Grunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Der Konzern klassifiziert die nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten in die Kategorie finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten.

2.11 Leistungen an Arbeitnehmer

Pensionsverpflichtungen

Der Konzern hat leistungsorientierte und beitragsorientierte Pensionspläne. Ein beitragsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, bei dem der Konzern Beiträge an eine nicht zum Konzern gehörende Gesellschaft entrichtet. Der Konzern hat dabei keine rechtliche oder faktische Verpflichtung, nach Zahlung der Beiträge eine bestimmte Pensionsleistung sicherzustellen.

Ein leistungsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, der nicht als beitragsorientierter Plan definiert ist. Bei der leistungsorientierten Altersvorsorge wird in der Regel die Höhe der Pensionsleistung festgelegt, die ein Arbeitnehmer im Ruhestand erhalten wird und die für gewöhnlich von einem oder mehreren Faktoren wie beispielsweise Alter, Dienstjahre und Gehalt abhängt.

Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung von bereits erbrachten Leistungen. Die DBO wird jährlich unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit-Methode) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität in der festgelegten Währung, in welcher die Leistungen gezahlt werden und die den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten aufweisen, abgezinst werden. Der Zinsaufwand wird in den Finanzaufwendungen gezeigt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst.

Nachträglich zu verrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gezahlt, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt von einem Konzernunternehmen freigesetzt wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, das Arbeitsverhältnis von Mitarbeitern entsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden, oder wenn er nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten hat. Leistungen, die mehr als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf ihren Barwert abgezinst.

2.12 Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn: der Konzern eine gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtung als Ergebnis von vergangenen Ereignissen hat; es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist; und wenn die Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Drohverlustrückstellungen werden dann angesetzt, wenn die unvermeidbaren Kosten der Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung den erwarteten Nutzen aus dem zu Grunde liegenden Vertrag übersteigen. Es werden keine Rückstellungen für zukünftige betriebliche Verluste gebildet.

Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht, wird die Wahrscheinlichkeit, ob ein Mittelabfluss stattfinden wird, für die Gruppe als Ganzes bestimmt. Eine Rückstellung wird selbst dann angesetzt, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses für einen einzelnen oder mehrere einzelne Posten eher gering ist.

Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt, zu Grunde gelegt wird. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwendungen erfasst.

2.13 Laufende und latente Steuern

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der Steuervorschriften der Länder, in denen die Konzerngesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Das Management überprüft regelmäßig Steuererklärungen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte und bildet Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sog. Verbindlichkeitenmethode). Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Die Kriterien für die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus Vorträgen noch nicht steuerlich genutzter Verluste und Steuergutschriften sind die gleichen wie die Kriterien für die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen. Allerdings spricht das Vorhandensein noch nicht genutzter steuerlicher Verluste deutlich dafür, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis möglicherweise nicht zur Verfügung stehen wird. Deswegen setzt das Unternehmen, wenn es in der näheren Vergangenheit eine Folge von Verlusten aufweist, latente Steueransprüche aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten oder Steuergutschriften nur in dem Umfang an, in dem sich die Verlustvorträge oder Steuergutschriften in absehbarer Zukunft gegen den steuerlichen Verlust oder Gewinn des Unternehmens ausgleichen.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auf Grund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

2.14 Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Der Konzern erfasst Umsatzerlöse, wenn die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann, und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.

2.15 Zinserträge

Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Wenn bei einer Forderung eine Wertminderung vorliegt, schreibt der Konzern den Buchwert auf den erzielbaren Betrag, das heißt auf die Summe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem anfänglichen Effektivzinssatz, ab. Die Aufzinsung der wertgeminderten Forderung erfolgt weiterhin mit dem anfänglichen Effektivzinssatz und wird als Zinsertrag vereinnahmt. Der Zinsertrag aus wertgeminderten Darlehensforderungen wird infolgedessen gleichfalls unter Zugrundelegung des Effektivzinssatzes erfasst. Außerdem beinhalten Zinserträge auch Fremdwährungseffekte.

2.16 Zinsaufwand

Zinsaufwendungen werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst und beinhalten die Auflösung von Zinserträgen auf Verbindlichkeiten, die in der Zukunft gezahlt werden müssen, welche zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden sowie als Zinsanteil an den Erlösen aus dem Finanzierungsleasing. Der Zinsaufwand beinhaltet auch Fremdwährungseffekte.

2.17 Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Teil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis vereinbarte Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Chancen am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Die Nettoleasingverpflichtung wird unter der Position Finanzierungsleasing ausgewiesen. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, so dass sich eine konstante Verzinsung über die Laufzeit des Leasingvertrags ergibt. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird als Vermögenswert klassifiziert und über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

Sale-and-Leaseback Transaktionen

Gewinne aus Sale-and-Leaseback Transaktionen, welche zu einem Finanzierungsleasing führen, werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Verluste werden hingegen sofort zum Transaktionszeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Führt eine Sale-and-Leaseback Transaktion zu einem Operating Lease, wird ein Gewinn oder Verlust sofort vereinnahmt, wenn die Transaktion nachweislich zu Marktwerten durchgeführt wurde. Wird ein entstandener Verlust durch zukünftige, unter dem Marktpreis liegende Leasingraten ausgeglichen, so ist dieser Verlust über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abzugrenzen. Übersteigt der vereinbarte Verkaufspreis den beizulegenden Zeitwert, so ist der Gewinn aus der Differenz zwischen diesen beiden Werten ebenfalls abzugrenzen.

3 Wesentliche Schätzungen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS muss das Management Annahmen und Schätzungen treffen, welche einen Einfluss auf die Bewertung und den Ansatz der Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen und der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrundliegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen bezüglich der Annahmen werden in der Periode der Anpassung der Annahmen berücksichtigt und in den betroffenen Folgeperioden.

Bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat das Management folgende Annahmen getroffen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben können:

Werthaltigkeit Geschäfts- oder Firmenwert

Im Rahmen des Werthaltigkeitstests sind Einschätzungen vorzunehmen, um den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln. Dabei sind insbesondere Annahmen bezüglich der zukünftigen Zahlungsströme sowohl im Planungszeitraum als auch im Zeitraum danach zu treffen. Die Einschätzungen beziehen sich hauptsächlich auf zukünftige Marktanteile, das Marktwachstum in der Automobilbranche sowie auf die Profitabilität der Produkte.

Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt zum 31. Dezember 2017 unverändert TEUR 186.979.

Aktivierung von Entwicklungskosten

Bei der Ermittlung der zu aktivierenden Entwicklungskosten trifft das Management Annahmen bezüglich der Voraussetzungen für die Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten sowie der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte, wobei die zukünftigen Zahlungsströme durch die Vermögenswerte, die anzuwendenden Diskontierungssätze und der erwartete Zeitraum des Nutzenzuflusses eine wesentliche Rolle spielen. Zum 31. Dezember 2017 hat der Konzern Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 102.703 (i. Vj. TEUR 116.321) aktiviert. Daneben sind in den Anlagen im Bau noch nicht abgeschlossene Projekte i. H. v. TEUR 31.430 (i. Vj. TEUR 33.228) enthalten.

Gewährleistungsrückstellungen

Zum Jahresende besteht eine Rückstellung für Gewährleistung und Produkthaftung in Höhe von TEUR 14.804 (i. Vj. TEUR 23.920). Kosten, die der Gesellschaft aufgrund der Lieferung fehlerbehafteter Teile an Kunden voraussichtlich entstehen werden, werden auf Basis der ausgelieferten Mengen sowie der Kosten für den Ersatz zurückgestellt. Zudem wird unter Zugrundelegung einer zweijährigen Gewährleistungsfrist auf Basis einer Pauschale ausgehend von empirischen Daten eine Garantierückstellung für mögliche Gewährleistungsfälle gebildet.

Pensionsleistungen

Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (bzw. -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Diskontierungszinssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtung haben.

Der Konzern ermittelt den angemessenen Diskontierungszinssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtung entsprechen.

Der Buchwert der in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2017 TEUR 9.240.

4 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen im Wesentlichen den im Vorjahr angewandten Regeln. Diesen erstmalig anzuwendenden Veröffentlichungen sind folgende zu subsumieren:

Standard/Interpretation Inhalt Gültigkeitsdatum
IAS 7 Angabeninitiative 1. Januar 2017
IAS 12 Änderungen an IAS 12: Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste 1. Januar 2017
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2014-2016) 1. Januar 2017

Die Anwendung dieser neuen bzw. veränderten Vorschriften hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie den Konzernabschluss als Ganzes.

Freiwillige erstmalige Anwendung

Die nachfolgend aufgelisteten Standards und Interpretationen wurden vom IASB veröffentlicht und sind bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in EU-Recht übernommen worden, waren aber im Geschäftsjahr 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an:

Standard/Interpretation Inhalt Gültigkeitsdatum
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Januar 2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018
IFRS 16 Leasingverhältnisse 1. Januar 2019
IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018
IFRS 4 Änderungen an IFRS 4: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge 1. Januar 2018

Die Umsetzung dieser Veröffentlichung wird nicht zu wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie den Konzernabschluss als Ganzes führen.

Die EU hat folgende IASB-Verlautbarungen noch nicht übernommen:

Standard/Interpretation Inhalt Gültigkeitsdatum
Neue Standards    
IFRS 17 Versicherungsverträge 1. Januar 2021
IFRIC 22 Fremdwährungsgeschäfte und Vorauszahlungen 1. Januar 2018
IFRIC 23 Ungewissheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 1. Januar 2019
   Änderungen und Ergänzungen an bestehenden Standards  
IFRS 2 Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungsvereinbarungen 1. Januar 2018
IAS 40 Änderungen an IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1. Januar 2018
IFRS 9 Änderungen an IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 1. Januar 2019
IAS 28 Änderungen an IAS 28 Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 1 1. Januar 2019
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2015-2017) 1. Januar 2019

Die Auswirkungen einer Übernahme dieser Standards in EU-Recht sowie der anderen potentiellen Änderungen werden von der Gesellschaft untersucht.

5 Finanzrisikomanagement

5.1 Finanzrisikofaktoren

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt: dem Marktrisiko (beinhaltet das Währungsrisiko, das zinsbedingte Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, das zinsbedingte Cashflowrisiko und das Marktpreisrisiko), dem Kreditrisiko und dem Liquiditätsrisiko. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen an den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Das Risikomanagement erfolgt primär durch das Management des Mutterunternehmens, welches die finanziellen Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten identifiziert und bewertet. Die Geschäftsführung legt die Richtlinien für das Gesamtrisikomanagement und für spezielle Bereiche, wie das Währungsrisiko, das Kreditrisiko und die Anlage überschüssiger Liquidität, fest.

Marktrisiko

(i) Währungsrisiko

Der Konzern ist international tätig und infolgedessen einem Währungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen basiert, hauptsächlich des US-Dollars und des chinesischen Renminbi. Fremdwährungsrisiken bestehen daneben vor allem aus Konzernfinanzierungen, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung eines der beteiligten einbezogenen Unternehmen laufen. Das Management hat eine Richtlinie erlassen, die von den Konzernunternehmen verlangt, das Wechselkursrisiko aus der Geschäftstätigkeit gegenüber ihrer funktionalen Währung zu steuern. Wechselkursrisiken entstehen, wenn zukünftige Geschäftsvorfälle oder bilanzierte Vermögenswerte und Schulden in einer von der funktionalen Währung des Unternehmens abweichenden Währung erfasst werden.

Die Währungsrisiken werden unter Anwendung der Sensitivitätsanalyse nach IFRS 7 ausgewiesen. Diese zeigt die Effekte theoretisch möglicher Veränderungen der relevanten Risikovariablen auf das Vorsteuerergebnis als Folge einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber ausländischen Währungen. Diese Analysen beinhalten monetäre Finanzinstrumente, die auf Währungen lauten, die nicht die funktionale Währung sind. Nach den Anforderungen des IFRS 7 werden Differenzen, die aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen in fremder Währung in den Konzernabschluss entstehen, nicht berücksichtigt.

Das gesamte Nettowährungsrisiko des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2017 TEUR 47.124, ausschließlich gegenüber dem US-Dollar. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurde durch Variation einer Risikovariable der Effekt auf das Ergebnis ermittelt, wobei der US-Dollar als relevante Risikovariable für die Sensitivitätsanalyse Berücksichtigung fand. Hätte sich der Kurs des US-Dollar zum Euro um 10 % verändert, würde der Konzern ein um TEUR 4.284 höheres bzw. TEUR 5.236 niedrigeres Ergebnis für die Berichtsperiode ausweisen.

(ii) Sonstige Preisrisiken

Da der Konzern keinen anderen wesentlichen wirtschaftlichen Risiken, wie z. B. Zinsrisiken, Börsenkurse oder Rohstoffpreise ausgesetzt ist, würde ein Anstieg oder Sinken relevanter Marktpreise innerhalb angemessener Spannen keine Auswirkungen auf den Konzerngewinn oder das Eigenkapital haben. Somit kann das Risiko des Konzerns gegenüber sonstigen Preisrisiken als nicht wesentlich angesehen werden.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko, dem die Gruppe ausgesetzt ist, entsteht insbesondere durch die Gefahr, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit und finanziellen Transaktionen ergeben, nicht nachkommen. Das Kreditrisiko wird, außer dem Kreditrisiko aus Forderungen, auf Konzernebene gesteuert. Kreditrisiken ergeben sich aus Forderungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und Einlagen bei Banken und Finanzinstituten.

Neben der Überwachung auf Konzernebene, ist jede lokale Einheit für die Verwaltung und Analyse des Kreditrisikos von neuen Kunden zuständig. Zur Minimierung des Kreditrisikos aus laufender Geschäftstätigkeit und Finanztransaktionen wird jedem Vertragspartner ein Kreditlimit eingeräumt, dessen Ausnutzung auf regelmäßiger Basis überwacht wird. Ausfallrisiken aus laufender Geschäftstätigkeit werden fortlaufend überwacht. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit einem unabhängigen und bestimmten Mindestrating akzeptiert. Andernfalls beurteilt das Management die Bonität dieser Kunden. Dabei werden die finanzielle Situation, Erfahrungen aus der Vergangenheit sowie weitere Faktoren berücksichtigt. Individuelle Risiken werden von Fall zu Fall beurteilt und geeignete Maßnahmen ergriffen.

Aus dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte ergibt sich das maximale Kreditrisiko. Eine Übersicht über überfällige Forderungen findet sich in Erläuterung 7.4. Zum 31. Dezember 2017 setzen sich 94 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus den sechs größten Kunden des Konzerns zusammen. Hierbei handelt es sich um wesentliche Automobilhersteller (OEMs). Deren Kreditwürdigkeit wird laufend überwacht.

Liquiditätsrisiko

Die Liquiditätsplanung wird in den operativen Einheiten der Gruppe durchgeführt und von der Konzernfinanzabteilung aggregiert. Die Finanzabteilung des Konzerns überwacht die rollierenden Liquiditätsprognosen, um sicherzustellen, dass zu jeder Zeit genügend Barmittel zur Erfüllung der operativen Verpflichtungen und gleichzeitig ausreichend Spielraum gegenüber den ungenutzten Kreditlinien und verfügbaren Programmen zum Verkauf von Forderungen an Finanzdienstleister bleibt. Solche Prognosen berücksichtigen sowohl die vom Konzern einzuhaltenden Verpflichtungen als auch die Einhaltung interner Kennzahlen.

Im Folgenden werden die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten am Abschluss-Stichtag einschließlich geschätzter Zinszahlungen.

31.12.2017
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Finanzverbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseigner 2.500 253.879 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 67.374 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 814 4.112 5.064
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 82.505 0 0
Gesamt 85.819 315.365 5.064

Hätte sich der Zinssatz zum Jahresende um 10% verändert, wäre das Ergebnis um TEUR 440 niedriger bzw. TEUR 440 höher.

5.2 Kapitalmanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um dem Anteilseigner weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren.

Das Finanzmanagement des Konzerns zielt darauf ab, Kapitalkosten und finanzielle Risiken zu minimieren, finanzielle Stabilität und Flexibilität zu wahren und die permanente Liquiditätsversorgung zu sichern. Hierzu sind im Konzern geeignete Prozesse implementiert.

Da die Gesellschaft nicht an einem organisierten Kapitalmarkt, wie der Börse, gelistet ist und seine juristische Rechtsform der Gruppe nicht erlaubt, dies ohne eine Veränderung der Rechtsform zu tun, ist der Zugang des Konzerns zum Kapitalmarkt beschränkt.

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Konzern-Eigenkapital 234.874 239.308
Fremdkapital 469.352 466.669
Bilanzsumme 704.226 705.977
Eigenkapitalquote 33,4% 33,9%

6 Anhang zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

6.1 Umsatzerlöse

Umsatzerlöse 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2016
TEUR TEUR
aus:    
- dem Verkauf von Gütern 511.509 491.401
- erbrachten Dienstleistungen 0 0
- Zinsen 0 0
- Nutzungsentgelten 0 0
- Dividenden 0 0
Gesamt 511.509 491.401

6.2 Umsatzkosten, Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Umsatzkosten Vertriebskosten Forschungs- und Entwicklungskosten Allgemeine Verwaltungskosten Gesamt
1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2017
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Materialaufwand 306.105 0 0 0 306.105
Personalaufwand 54.762 1.420 20.784 14.860 91.825
Abschreibungen 31.469 7 26.531 948 58.955
Amortisation aus kapitalisierten Entwicklungsleistungen 24.167 0 0 0 24.167
Sonstige Aufwendungen und Erträge 30.083 553 639 5.461 36.736
Gesamt 446.587 1.980 47.954 21.268 517.788
  Umsatzkosten Vertriebskosten Forschungs- und Entwicklungskosten Allgemeine Verwaltungskosten Gesamt
  1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2016
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Materialaufwand 286.754 0 0 0 286.754
Personalaufwand 49.436 364 19.607 16.512 85.919
Abschreibungen 27.497 2 24.062 990 52.551
Sonstige Aufwendungen und Erträge 63.065 275 -1.989 5.588 66.940
Gesamt 426.752 641 41.681 23.090 492.164

6.3 Finanzerträge

Die Finanzerträge beinhalten Zinserträge aus Bankguthaben und Sonstigem in Höhe von TEUR 148.

6.4 Finanzaufwendungen

Der Finanzaufwand setzt sich aus den folgenden Posten zusammen:

1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2016
TEUR TEUR
Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.779 3.952
Zinsaufwendungen aus Steuern 78 0
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen 819 0
Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing 967 1.033
Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten und Sonstiges 861 882
Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung 6.101 0
Aufwendungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit 168 597
Gesamt 12.773 6.464

6.5 Ertragsteuern

Die AVICEM Hilite GmbH & Co. KG und ihre deutschen Tochtergesellschaften unterliegen ab 2016 der inländischen Gewerbesteuer. Im Jahr 2016 wurde eine steuerliche Organschaft in Deutschland begründet, bei der die AVICEM Hilite GmbH & Co. KG als Organträger fungiert. Folglich beträgt der für das Geschäftsjahr 2017 anzuwendende Gewerbesteuersatz 12,67%. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften werden für die Berechnung der latenten Steuern die am Bilanzstichtag gültigen oder bereits rechtskräftig beschlossenen Steuersätze verwendet.

• Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

1.1.-31.12.2017 1.1.- 31.12.2016
TEUR TEUR
Laufende Ertragsteuern 8.579 14.180
--davon für Vorjahre-- 1.400 297
Latente Steuern -2.471 -33.898
--davon für Vorjahre-- -104 -356
--davon aus temporären Differenzen-- -5.290 2.590
--davon aus Änderungen des Steuersatzes-- -9.387 0
--davon aus steuerlichen Verlusten-- -1.004 0
Gesamt: fortgeführte Geschäftsbereiche 6.108 -19.718

Aktive und passive latente Steuern vor Saldierung setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Verlustvorträge 14.256 4.938
Sachanlagen 829 352
Immaterielle Vermögenswerte 1 1
Vorräte 850 943
Verbindlichkeiten 4.537 8.354
Andere Rückstellungen 1.544 2.093
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 52 65
Sonstige 2.465 4.297
Latente Steueransprüche 15.394 21.043
Saldierung mit latenten Steuerschulden 12.835 -15.516
Aktive latente Steuern laut Bilanz 3.259 5.527
  31.12.2017 31.12.2016
  TEUR TEUR
Sachanlagen 7.895 12.315
Sonstige Vermögenswerte 15.116 26.681
Immaterielle Vermögenswerte 19.575 22.516
Vorräte 6 12
Latente Steuerschulden 42.594 61.524
Saldierung mit latenten Steueransprüchen -12.835 -15.516
Passive latente Steuern laut Bilanz 29.758 46.008

Latente Steuern, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, betragen im Geschäftsjahr TEUR 33 (i. Vj. TEUR 106). Diese stehen im Zusammenhang mit versicherungsmathematischen Gewinnen (im Vorjahr Verluste) aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.

Aktive latente Steuern wurden im Geschäftsjahr angesetzt, sofern für die jeweiligen Konzerngesellschaften ausreichend zukünftige steuerliche Gewinne erwartet werden. Nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet worden sind, liegen zum Stichtag nicht vor.

Die Höhe der temporären Unterschiede, die mit Investitionen in Tochterunternehmen verbunden sind, für die keine latenten Steuerschulden gebildet wurden, betrug TEUR 17.826.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung von den erwarteten zu den tatsächlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ertragsteuern.

1.1.- 31.12.2017 1.1.- 31.12.2016
TEUR TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.263 -4.704
Erwartete Ertragsteuern 667 -587
Veränderung Wertberichtigung auf aktive latente Steuern 296 248
Veränderung latenter Steuern aufgrund zukünftiger Steuersatzänderungen -10.585 0
Lokale Abweichung/Konzernsteuersatz 10.641 12.027
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 9.790 1.623
Gewerbesteuerliche Anpassungen 69 -1.137
Steuerfreie Erträge -3.870 -1.092
Steuern Vorjahre 2.484 401
Ausländische Steuerguthaben -5.941 -558
Nur steuerlich abzugsfähige Aufwendungen -620 -802
Änderung des Organträgers 0 -30.630
Wegfall steuerlicher Verlustvorträge aufgrund Gesellschafterwechsel 0 0
Sonstige 3.179 789
Ertragssteuern (in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung unter den fortgeführten Geschäftsbereichen erfasst) 6.108 -19.718

Die lokalen Abweichungen/Konzernsteuersatz resultieren aus in den USA und China erwirtschafteten, positiven zu versteuernden Einkommen und daraus resultierenden zu zahlenden laufenden Ertragsteuern mit deutlich vom Konzernsteuersatz abweichenden Steuersätzen. In Deutschland wurde hingegen ein negatives zu versteuerndes Einkommen erzielt, das nicht unmittelbar verrechnet, sondern lediglich mit künftigem, positivem zu versteuerndem Einkommen verrechnet werden kann.

Die aus der Änderung zukünftiger Steuersätze resultierenden Steuererträge betreffen im Wesentlichen die ergebniswirksam aufgelösten passiven latenten Steuern für die US Gesellschaften, da sich durch die Ende 2017 beschlossene Steuerreform in den USA der Steuersatz auf 21% verringern wird.

6.6 Personalaufwand und Mitarbeiterzahl

Der den Funktionsbereichen auf Basis von Kostenstellen zugeordnete Personalaufwand untergliedert sich wie folgt:

1.1.- 31.12.2017 1.1.- 31.12.2016
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 74.969 69.759
Sozialversicherungsbeiträge 16.852 16.160
Gesamt 91.821 85.919

Der auf Monatsbasis berechnete Periodendurchschnitt der im Konzern beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Beschäftigte nach Bereichen 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2016
Fertigung 992 911
Vertrieb, Verwaltung, Forschung und Entwicklung 415 401
Gesamt 1.407 1.312

7 Anhang zur Konzernbilanz

7.1 Immaterielle Vermögenswerte

• Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte:

Erworbene immaterielle Vermögenswerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Patente Generische Technologie Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Entwicklungskosten Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten 31.12.2016 4.686 43.227 186.979 0 146.966 38.707 420.565
Zugänge 567 0 0 1.454 987 4.142 7.149
Abgänge 0 0 0 0 35 0 35
Umgliederung 418 0 0 0 3.518 -3.423 514
Währungsdifferenzen 268 0 0 -32 -539 8 -295
Anschaffungskosten 31.12.2017 5.939 43.227 186.979 1.422 150.896 39.434 427.897
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 2.443 9.366 0 0 30.645 5.478 47.932
Zugänge 669 4.323 0 19 17.625 2.522 25.158
Abgänge 0 0 0 0 0 0 0
Umgliederung 0 0 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen -33 0 0 0 -77 3 -107
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2017 3.078 13.689 0 19 48.193 8.003 72.982
Buchwert netto 31.12.2017 2.860 29.539 186.979 1.403 102.703 31.430 354.915
Buchwert netto 31.12.2016 2.243 33.861 186.979 0 116.321 33.228 372.633

Anlagen im Bau bestehen ausschließlich aus Entwicklungskosten für laufende Projekte, die noch nicht abgeschlossen sind. Diese werden grundsätzlich nicht abgeschrieben.

Die dargestellten Abschreibungen sind im Wesentlichen in den Vertriebs- sowie den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte des Vorjahres:

Erworbene immaterielle Vermögenswerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Patente Generische Technologie Geschäfts- oder Firmenwert Entwicklungskosten Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten 31.12.2015 3.604 43.227 186.979 122.176 53.420 409.406
Zugänge 944 0 0 7.852 2.025 10.821
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Umgliederung 0 0 0 16.737 -16.737 0
Währungsdifferenzen 138 0 0 201 -2 337
Anschaffungskosten 31.12.2016 4.686 43.227 186.979 146.966 38.707 420.565
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2015 1.932 5.043 0 15.398 2.956 25.329
Zugänge 522 4.323 0 15.224 2.535 22.604
Abgänge 0 0 0 0 -14 -14
Umgliederung 0 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen -12 0 0 20 -27 -19
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 2.443 9.366 0 30.645 5.478 47.932
Buchwert netto 31.12.2016 2.243 33.861 186.979 116.321 33.228 372.633
Buchwert netto 31.12.2015 1.672 38.184 186.979 106.779 50.464 384.077

Werthaltigkeitstest Geschäfts- oder Firmenwert

Der zum 31. Dezember 2017 bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert entstand beim Erwerb der Hilite Gruppe (ECO Holding 1 GmbH) durch die AVICEM HILITE GmbH & Co. KG zum 31. Oktober 2014. Im Jahr 2015 wurde die Kaufpreisallokation finalisiert und der im Konzernabschluss bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert auf die identifizierten CGUs aufgeteilt. Diese Aufteilung wurde auf die operativen Einheiten der Gruppe vorgenommen. Diese operativen Einheiten werden durch die bestehenden globalen Business Units Engine und Transmission definiert. Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:

BU Engine BU Transmission Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 31.12.2016 134.375 52.603 186.979
Veränderungen 0 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert 31.12.2017 134.375 52.603 186.979

Zum 31. Dezember 2017 wurde der jährliche Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Dabei wurde der erzielbare Betrag als Nutzungswert bestimmt. Dieser Nutzungswert bemisst sich aus den abgezinsten Zahlungsströmen, die die CGUs unter Annahme der folgenden wesentlichen Annahmen erwirtschaften:

Die zu Grunde liegenden Zahlen basieren auf einem detaillierten 5-Jahres-Plan der Geschäftsführung. Für die Zahlungsströme nach dem 5-Jahres-Zeitraum wird von einer Wachstumsrate von 1,50 % ausgegangen. Abgezinst werden die Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Steuern von 7,88 % für die Business Unit Engine und 8,09% für die Business Unit Transmission.

Der durchgeführte Werthaltigkeitstest führte für beide Business Units zu keinem Abwertungsbedarf. Auch bei einer Variation der jeweiligen Wachstumsprognose bzw. des jeweiligen Diskontierungszinssatzes um +/- 0,50 %-Punkte besteht kein Abwertungsbedarf.

Infolge der Analyse identifizierte das Management einen Spielraum von TEUR 36.654 der CGU Engine beziehungsweise TEUR 58.746 der CGU Transmission zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert (Headroom) und sieht keine Wertminderung für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

7.2 Sachanlagevermögen

• Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Sachanlagevermögens:

Grundstücke Gebäude und Einbauten Technische Anlagen und Maschinen Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten 31.12.2016 6.112 31.838 153.589 35.261 226.799
Zugänge 0 303 18.052 22.330 40.685
Umgliederung 0 474 14.384 -15.372 -514
Abgänge 0 0 -2.241 0 -2.241
Währungsdifferenzen -374 -1.532 -8.603 -1.685 -12.195
Anschaffungskosten 31.12.2017 5.737 31.083 175.180 40.533 252.533
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 0 5.769 43.998 0 49.767
Zugänge 0 2.845 31.519 0 34.364
Umgliederung 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 -980 0 -980
Währungsdifferenzen 0 -294 -3.775 0 -4.069
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2017 0 8.321 70.761 0 79.082
Buchwert netto 31.12.2017 5.737 22.763 104.419 40.533 173.451
Buchwert netto 31.12.2016 6.112 26.069 109.591 35.261 177.032

In der nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellten Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind die Abschreibungen auf Sachanlagen anteilig in den Umsatzkosten, Marketing- und Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie in den allgemeinen Kosten und Verwaltungskosten enthalten.

Der Konzern hat zum 31. Dezember 2017 vertragliche Abnahmeverpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 19.653 (i. Vj. TEUR 27.318).

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Vorjahres:

Grundstücke Gebäude und Einbauten Technische Anlagen und Maschinen Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten 31.12.2015 6.013 30.597 124.046 40.733 201.389
Zugänge 0 931 19.123 16.713 36.767
Umgliederung 0 64 15.911 -15.975 0
Abgänge 0 0 -5.883 -5.931 -11.814
Währungsdifferenzen 98 246 392 -280 457
Anschaffungskosten 31.12.2016 6.112 31.838 153.589 35.261 226.799
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2015 0 2.919 21.485 0 24.404
Zugänge 0 2.785 27.449 0 30.234
Umgliederung 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 -5.428 0 -5.428
Währungsdifferenzen 0 65 492 0 558
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 0 5.769 43.998 0 49.767
Buchwert netto 31.12.2016 6.112 26.069 109.591 35.261 177.033
Buchwert netto 31.12.2015 6.013 27.679 102.561 40.733 176.986

Sale-and-Leaseback

Ein einbezogenes Unternehmen hat im Mai 2006 einen Vertrag über den Verkauf des Grundstücks und der Gebäude der Produktionsstätte in Marktheidenfeld abgeschlossen. Gleichzeitig wurde eine langfristige Vereinbarung eingegangen, Grundstück und Gebäude zu leasen. Das Leasingverhältnis endet am 25. Mai 2026. Danach besteht die Option, den Leasingvertrag um zehn Jahre sowie hiernach um weitere zehn Jahre zu verlängern. Zudem existiert eine Kaufoption nach zehn Jahren (130% der Anschaffungskosten), nach zwanzig Jahren (höherer Betrag aus 125% der Anschaffungskosten und des beizulegenden Zeitwerts (jeweils zzgl. Gebühren)) und nach dreißig Jahren (höherer Betrag der Anschaffungskosten oder des beizulegenden Zeitwerts (jeweils zzgl. Gebühren)). Die Leasingvereinbarung wurde hinsichtlich des Grundstücks als Operating-Leasing eingestuft, hinsichtlich des Gebäudes als Finanzierungsleasing.

Der Buchwert des Gebäudes beträgt zum 31. Dezember 2017 TEUR 6.425.

Der Barwert der Leasingverbindlichkeit sowie die mit dem Finanzierungsleasing verbundenen Mindestleasingzahlungen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Künftige Mindestleasingzahlungen 1.710 6.840 5.985 14.535
Finanzierungskosten 896 2.728 921 4.545
Barwert der Mindestleasingzahlungen 814 4.112 5.064 9.990

7.3 Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden auf Grundlage des FIFO-Verfahrens ermittelt. Die Vorräte setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.938 16.352
Fertige Erzeugnisse 3.360 9.038
Unfertige Erzeugnisse 8.918 7.398
Gesamt 39.217 32.788

Die im Geschäftsjahr vorgenommenen Wertberichtigungen auf die Vorräte betragen TEUR 4.342 (i. Vj. TEUR 5.562). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Reichweitenabschläge.

7.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und stellen sich wie folgt dar:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto 85.654 87.512
Wertberichtigungen auf Forderungen 127 642
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - netto 85.527 86.870

• Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:

2017 2016
TEUR TEUR
Wertberichtigungen zu Beginn der Periode 642 870
Zuführung 113 43
Verbrauch -107 -72
Auflösung -513 -202
Währungsumrechnung -8 3
Wertberichtigungen am Ende der Periode 127 642

Die überfälligen Forderungen stellen sich brutto wie folgt dar:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - wertberichtigt 68 642
Weder überfällig noch wertberichtigt 73.437 50.866
Weniger als 90 Tage überfällig, aber nicht wertberichtigt 11.190 34.062
Zwischen 90 und 360 Tagen überfällig, aber nicht wertberichtigt 938 1.871
Mehr als 360 Tage überfällig, aber nicht wertberichtigt 20 71
  85.654 87.512

Bezüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weder überfällig noch wertberichtigt sind, liegen zum Bilanzstichtag keine Hinweise vor, dass die Debitoren ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

7.5 Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Forderungen gegen Versicherungen 15.000 0
Rechnungsabgrenzungsposten 2.151 2.088
Steuerforderungen 3.805 2.093
Sonstige 1.106 456
Summe 22.062 4.637

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Vorauszahlungen für Wartung und Instandhaltung, gemietete Büroflächen, Unternehmensversicherungen und Marketing-Aktivitäten.

Die Forderungen gegen Versicherungen setzen sich zusammen aus einem Gesamtanspruch in Höhe von € 25.000.000 und einem durch das Management durchgeführten Risikoabschlag in Höhe von € 10.000.000.

7.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Guthaben bei Banken und Termineinlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.

7.7 Eigenkapital

Eine detaillierte Übersicht über die Veränderungen im Eigenkapital kann der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.

Festkapital

Das Festkapital des Konzerns beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 1.000 und besteht zu 100% aus der vom Kommanditisten geleisteten Einlage. Der Kommanditist des Unternehmens ist die EMTECH Holding Ltd., Hong Kong, mit einer Beteiligung von 100 %.

Rücklagen

Das Rücklagenkonto des Kommanditisten EMTECH Holding Ltd., Hong Kong, beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 229.001.

Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen beinhalten die Fremdwährungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Konzernunternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als Euro sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen.

7.8 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

Es bestehen leistungsorientierte Pensionspläne in Deutschland und den USA. Die Höhe der auszuzahlenden Leistungen basiert auf der Anzahl der Dienstjahre und den eingezahlten Beiträgen. Alle Pläne sind ungedeckt, es besteht kein Planvermögen.

• Die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung über das Jahr war wie folgt:

31.12.2015 8.580
Dienstzeitaufwand 184
Versicherungsmathematische Verluste infolge erfahrungsbedingter Anpassungen 860
Versicherungsmathematische Gewinne infolge Änderungen der finanziellen Annahmen 0
Zinsaufwand 182
Geleistete Zahlungen -402
Währungsanpassungen 5
31.12.2016 9.409
Dienstzeitaufwand 93
Versicherungsmathematische Verluste infolge erfahrungsbedingter Anpassungen 0
Versicherungsmathematische Gewinne infolge Änderungen der finanziellen Annahmen -261
Zinsaufwand 145
Geleistete Zahlungen -290
Währungsanpassungen -22
31.12.2017 9.072

Die Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar:

2017 2016
TEUR TEUR
Dienstzeitaufwand 93 184
Zinsaufwand 145 182
Summe 238 366

In der Berichtsperiode wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von TEUR 228 im Eigenkapital erfasst.

Die grundlegenden versicherungsmathematischen Annahmen zum Stichtag stellen sich wie folgt dar:

2017 2016
% %
Zinssatz 1,60 1,60
Künftige Rentensteigerungen 1,75 1,75

Die Annahmen bezüglich der künftigen Sterblichkeitsrate basieren in Deutschland auf den Sterbetafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Eine Veränderung der wesentlichen Bewertungsannahmen würde zu folgenden prozentualen Veränderungen der Verpflichtung führen:

Änderung der Annahme Effekt auf den Verpflichtungsumfang
Zins - 0,25 Prozentpunkte 4%
  + 0,25 Prozentpunkte -4%
Rentendynamik - 0,25 Prozentpunkte -3%
  + 0,25 Prozentpunkte 3%

Eine Verlängerung des möglichen Rentenbezugszeitraumes durch Altersverschiebung um ein Jahr führt zu einer Erhöhung des Verpflichtungsumfangs um 4 %. Die Sensitivitätsanalysen beruhen auf der Veränderung der jeweiligen Bewertungsannahme, während die anderen Bewertungsannahmen unverändert beibehalten werden. Dieses Szenario ist in der Praxis unwahrscheinlich, da Bewertungsannahmen miteinander korrelieren können. Bei der Ermittlung der Sensitivitäten ist dasselbe Bewertungsverfahren (Anwartschaftsbarwert zum Ende der Berichtsperiode) angewendet worden, wie für die Bewertung der Pensionsverpflichtung für die Bilanz.

Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2017 15 Jahre.

In der nächsten Berichtsperiode werden gemäß der versicherungsmathematischen Annahmen TEUR 85 in den Plan eingezahlt.

Die Gesellschaft ist durch die Pensionsverpflichtungen Risiken ausgesetzt; die wichtigsten Risiken sind:

Inflationsrisiko: Die Rentenanpassung gemäß Betriebsrentengesetz ist im Wesentlichen inflationsgetrieben. Eine höhere Inflation wird zu einem höheren Verpflichtungsumfang führen.

Lebenserwartung: Die Pensionspläne gewähren den Planteilnehmern (und deren Hinterbliebenen) lebenslange Renten. Eine Erhöhung der Lebenserwartung wird zu einer Erhöhung des Verpflichtungsumfangs führen.

Der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung stellt einen "State Plan" dar, der gem. IAS 19.45 als beitragsorientierter Versorgungsplan zu klassifizieren ist. Die in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Aufwendungen beträgt insgesamt TEUR 3.496 (i. Vj. TEUR 3.043).

7.9 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr folgendermaßen entwickelt:

Abfindungen Drohverluste Altersteilzeit Gewährleistung Sonstige Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.2016 311 620 895 23.920 2.393 28.139
Zugang 273 401 650 0 1.128 2.452
Verbrauch 311 358 263 5.100 708 6.740
Auflösung 0 78 0 4.302 1.705 6.085
Abzinsung 0 0 0 664 0 664
Währungsanpassung 0 0 0 -378 -30 -408
31.12.2017 273 585 1.281 14.804 1.078 18.022

Abfindungen

Die Abfindungen enthalten erwartete Zahlungen für Arbeitnehmer aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Zahlung wird in 2018 erwartet.

Drohverluste

Die Drohverluste beziehen sich auf drohende Verluste aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften.

Altersteilzeit

Die Rückstellungen für Altersteilzeit berücksichtigen sowohl bereits eingetretene ("geregelte Fälle") als auch zukünftig noch zu erwartende ("ungeregelte Fälle") Inanspruchnahmen der Betriebsvereinbarung über Altersteilzeit. Für die Ermittlung des auf die ungeregelten Fälle entfallenden Erfüllungsbetrags wurde auf der Basis von Gesprächen mit dem in Frage kommenden Personenkreis eine Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme von 85 % für alle Standorte zu Grunde gelegt.

Garantie

Es handelt sich um erwartete Kosten für Gewährleistungen bzw. Produkthaftung im Geschäftsjahr oder Vorjahren veräußerte Produkte aus gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abschlussprüfungskosten und Beratungsaufwendungen sowie eine Rückstellung in Verbindung mit einer möglichen Schadenersatzverpflichtung.

7.10 Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern

Weitere Informationen über das Darlehen der AVICEM Hilite GmbH & Co. KG, finden sich in Erläuterung 10.

7.11 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die AVICEM KG und ihre Tochtergesellschaften haben zusammen eine Kreditvereinbarung in Höhe von TEUR 100.000 mit der Commerzbank AG, der Fifth Third Bank sowie der Landesbank Baden-Württemberg abgeschlossen. Die Vereinbarung wurde am 18. Dezember 2015 geschlossen und endet am 18. Dezember 2020. Im Dezember 2016 wurde die Vereinbarung entsprechend angepasst, um auch die AVICEM KG entsprechend zu erfassen. Die Inanspruchnahme der Kreditlinie am 31. Dezember 2017 durch die Konzernunternehmen in den USA, Deutschland und in China betrug TEUR 634 (i. Vj. TEUR 0), TEUR 66.741 (i. Vj. TEUR 51.658) bzw. TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). Der zum 31. Dezember 2017 gültige Zinssatz beträgt in Deutschland 1,35 %. Die im Kreditvertrag vereinbarten Finanzkennzahlen, "Total Net Debt Cover" und "Equity Ratio", wurden zum Bilanzstichtag eingehalten.

7.12 Sonstige Verbindlichkeiten

• Sonstige Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Personal 8.394 8.220
Erhaltene Anzahlungen 1.939 2.510
Lizenzen 55 70
Sonstige Steuern 966 1.463
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.683 5.599
Gesamt 13.038 17.862

Die Verbindlichkeiten für Personal beinhalten Ansprüche der Arbeitnehmer auf Bonus, Urlaub, Zeitguthaben und Jubiläum. Die erhaltenen Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Zahlungen im Rahmen von Entwicklungsprojekten mit Kunden. Die Verbindlichkeiten für Lizenzen resultieren aus der Nutzung von Patenten Dritter. Die Position übrige sonstige Verbindlichkeiten setzt sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Anlagenkäufen sowie Verpflichtungen gegenüber Berufsgenossenschaften zusammen.

8 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

• Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns sind:

Kategorie Buchwert 31.12.2017 Buchwert 31.12.2016
gem. IAS 39 TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 85.527 86.870
Sonstige Finanzanlagen LaR 385 515
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 19.287 25.182
Finanzverbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 67.374 51.658
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. *) 9.990 10.733
Verbindlichkeiten ggü. Anteilseignern FLAC 237.494 236.286
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 82.505 65.812
Aggregiert nach Kategorie in Übereinstimmung mit IAS 39      
Kredite und Forderungen (LaR)   105.200 112.567
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)   387.373 364.489

Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten entspricht weitgehend dem Buchwert.

*) Ansatz und Bewertung in Übereinstimmung mit IAS 17

• Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten setzt sich wie folgt zusammen:

Kredite und Forderungen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Gesamt
1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2017
TEUR TEUR TEUR
Zinsertrag 148 0 148
Zinsaufwendungen 0 -4.640 -4.640
Wertaufholung 513 0 513
Nettoergebnis 661 -4.640 -3.979
Kredite und Forderungen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Gesamt
1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2016
  TEUR TEUR TEUR
Zinsertrag 110 0 110
Zinsaufwendungen 0 -4.834 -4.834
Wertminderungen 202 0 202
Nettoergebnis 312 -4.834 -4.522

9 Sonstige Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern ist nicht-kündbare Leasingverhältnisse für Büroräume sowie für das Grundstück am Produktionsstandort Marktheidenfeld eingegangen. Die Mietverträge für die Büroräume haben eine Laufzeit von einem bis fünf Jahren und die Mehrheit der Vereinbarungen ist am Laufzeitende verlängerbar.

Der Konzern mietet Geschäftsausstattung, Fahrzeuge und Anlagen im Rahmen von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen. Diese Leasingvereinbarungen haben eine durchschnittliche Laufzeit von drei Jahren ohne eine Verlängerungsoption. Die Nettoleasingaufwendungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 2.915.

Die künftigen kumulierten Nettomindestleasingzahlungen aus nicht kündbaren Leasingvereinbarungen sind wie folgt:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres 860 911
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 1.168 709
Fällig nach mehr als 5 Jahren 0 0
Gesamt 2.028 1.620

Steuerliche Risiken

Zwischen den Konzerngesellschaften bestehen vielfältige Geschäftsbeziehungen.

Für alle Steuerrisiken, bei denen die Gesellschaft von einer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme von über 50 % ausgeht, wurde durch eine Rückstellung entsprechend Vorsorge getroffen. Tatsächliche Entscheidungen der verschiedenen Steuerbehörden können jedoch diesen Betrag überschreiten, was zu einem negativen Effekt auf die Ertragslage des Konzerns führen kann.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 434 (Vj. TEUR 430) für Abschlussprüfungsleistungen.

10 Nahestehende Personen

Nahestehende Personen gemäß IAS 24 sind diejenigen Gesellschaften und Personen, die die Möglichkeit haben, indirekt oder direkt Kontrolle oder signifikanten Einfluss über den Konzern auszuüben.

Folgende Gesellschaften und Personen wurden für den Konzern als nahestehende Personen identifiziert:

Mitglieder der Geschäftsführung

Mitglieder des Board of Shareholder's Representative

AVICEM Hilite Management GmbH, als Komplementärin der AVICEM Hilite GmbH & Co. KG

EMTECH Holding Ltd., als Kommanditistin der AVICEM Hilite GmbH & Co. KG

AVICEM HK Ltd.

Board of Shareholder's Representative

Das Board of Shareholder's Representative bestand im Geschäftsjahr aus den folgenden Mitgliedern:

Herr Wang Jian, Vorsitzender

Herr Gao Haijun, Mitglied

Herr Li Bing, Mitglied

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats:

2017 2016
EUR EUR
Beratungsentgelte 0,00 0,00

Die Verbindlichkeit des Konzerns gegenüber den Mitgliedern des Aufsichtsrats zum 31. Dezember 2017 betrug TEUR 0.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung besteht aus den folgenden Mitgliedern:

Wei Erzhi, CEO (seit 23. März 2017)

Andreas Aumüller, CFO

Li Xiangdong

Gao Haijun

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung:

2017 2016
EUR EUR
Gehalt (variable und fix) sowie sonstige kurzfristige Leistungen 664.452,85 1.289.162,87

Die Verbindlichkeit des Konzerns gegenüber den Mitgliedern der Geschäftsführung zum 31. Dezember 2017 betrug TEUR 3.

AVICEM HK Ltd.

Zur Finanzierung der Akquisition der Anteile an der ECO Holding 1 GmbH wurde von der AVICEM HK Ltd., als mittelbarem Gesellschafter der AVICEM KG am 30. Oktober 2014 sowie am 3. November 2014 ein Darlehen in zwei Tranchen in Höhe von insgesamt TEUR 452.904 ausgereicht. Per 14. Oktober 2015 wurde ein Teil der Darlehensforderung in Höhe von TEUR 230.000 von der AVICEM HK Ltd. an die EMTECH Holding Ltd. abgetreten und von dieser in die Gesellschaft eingelegt. Das übrige Darlehen in Höhe von TEUR 222.904 wurde mit Änderungsvertrag vom 14. Oktober 2015 mit einer Laufzeit bis zum 31. Oktober 2018 neu gefasst. Die Laufzeit wurde mit Änderungsvertrag vom 21. November 2016 bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Das Darlehen wird mit 2% über dem 3 Monats-Euribor verzinst. Die angelaufenen Zinsen nach etwaigen Zahlungen zum Stichtag betragen insgesamt TEUR 14.664. Der gegenüber der AVICEM HK Ltd. erfasste Aufwand betrug TEUR 3.779 (Vj. TEUR 3.952).

EMTECH Holding Ltd.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2017 eine Forderung gegen ihre unmittelbare Gesellschafterin, die EMTECH Holding Ltd. von TEUR 1.787. Hierbei handelt es sich um einen Erstattungsanspruch aus für den Gesellschafter abgeführten Steuern.

AVICEM Hilite Management GmbH, Marktheidenfeld

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2017 eine Verbindlichkeit gegen ihre unmittelbare Gesellschafterin, die AVICEM Hilite Management GmbH von TEUR 116. Hierbei handelt es sich Kosten im Zusammenhang mit der Geschäftsführung der Gesellschaft, welche gemäß Gesellschaftsvertrag durch die Gesellschafterin erbracht wird und die dieser zu erstatten sind.

11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Marktheidenfeld, den 22. März 2018

Gao Haijun

Li Xiangdong

Wei Erzhi

Andreas Aumüller

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der Konzern

Die AVICEM/Hilite-Gruppe ist ein Full-Service Produktions- und Technologieentwicklungspartner für die weltweite Automobilindustrie für hoch technisierte Antriebssysteme und Komponenten, die Kraftstoffverbrauch und Leistung verbessern und gleichzeitig die Emissionen durch einen elektronisch regulierten Hydraulikfluss reduzieren. Unsere Produkte tragen zur Verbesserung der Fahrzeugleistung, Kraftstoffeffizienz und Luftqualität bei. Unsere Kunden sind in der Regel Hersteller von Automobilen (PKW, Geländewagen, Lieferwagen und Kleinlastwagen). Der Konzern betreibt Produktionsstätten in Amerika, Europa und Asien und beliefert fast alle großen Automobilhersteller weltweit.

Rechtliche Struktur

Die AVICEM Hilite GmbH & Co. KG, Marktheidenfeld, ist als Muttergesellschaft des Konzerns unmittelbar über die ECO Holding 1 GmbH und mittelbar über die Hilite Europe GmbH sowie die ECO US Holdings Inc. an den drei operativen Unternehmenseinheiten in Deutschland, USA und China beteiligt.

Alle Gesellschaften werden in die Konzernberichterstattung einbezogen.

Produktlinien

Der Konzern ist in zwei Geschäftsbereichen tätig:

Motoranwendungen - Vanecam-Nockenwellenversteller, Verstellermodule, Verstellerventile, FastPhaser-Systeme, Diesel und andere Motorenventile

Getriebeanwendungen - High-End-Ventilmodule für Doppelkupplungsgetriebe, Steuerventile sowie elektromagnetische Kupplungskomponenten,

die zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz und Leistung von Antrieben von Kraftfahrzeugen wesentlich beitragen.

Die Produkte des Konzerns werden in der Regel direkt an die Automobilhersteller (OEMs) verkauft. Dabei bestehen im Allgemeinen jährlich zu verhandelnde Verträge oder längerfristige Lieferverträge. Die Liefervolumina werden regelmäßig von den OEMs basierend auf deren Produktionsplänen abgerufen. Die Lieferung erfolgt im Normalfall direkt von den Produktionsanlagen zu den OEMs.

Saisonalität

Unser operatives Geschäft steht in direktem Zusammenhang mit der Automobilindustrie. Folglich ist es möglich, dass wir saisonale Schwankungen in dem Ausmaß erleben, wie die Automobilproduktion sich beispielsweise in den Sommermonaten verlangsamt, wenn viele OEMs ihre Produktion für Modelljahrumstellungen oder Betriebsferien schließen. Historisch bedingt führen Modellumstellungen oder Betriebsferien zu einem geringeren Absatzvolumen im dritten Quartal.

Patente und Lizenzen

Der Konzern hat zum Bilanzstichtag 603 gültige, inländische und ausländische Patente und Patentanmeldungen. Aus dem Ablauf des Patentschutzes (im Einzelnen, sowie insgesamt) werden keine materiellen Effekte auf die finanzielle Situation des Konzerns oder auf zukünftige Betriebsergebnisse erwartet. Der Konzern besitzt eine Vielzahl von Markenrechten. Einige dieser Markenrechte können bewertet werden, jedoch ist kein Markenrecht für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens von besonderer Relevanz.

Der Konzern ist unter anderem Inhaber der Markenrechte "Hilite" und "Hydraulik Ring".

Immobilien und Grundstücke

Am 31. Dezember 2017 verfügt der Konzern weltweit über sieben Fertigungs-, Montage- und Technikstandorte. Neben den zwei deutschen Produktionsstandorten in Seckach und Marktheidenfeld hat der Konzern zwei Produktionsstandorte in den USA (in Michigan und Texas) sowie einen in Changshu, China. Darüber hinaus unterhält die Gruppe ein Entwicklungscenter in Nürtingen, ein Vertriebs- und Entwicklungscenter in der Nähe von Detroit, Michigan (USA) und ein Vertriebsbüro in Shanghai, China. Der Hauptsitz des Mutterunternehmens befindet sich in Marktheidenfeld, Deutschland. Im Allgemeinen erachtet der Konzern die zur derzeitig Verfügung stehenden Einrichtungen als geeignet und angemessen, um die aktuellen und erwarteten Bedürfnisse zu erfüllen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Zur Entwicklung neuer Produkte investiert der Konzern weiter stark in Forschung und Entwicklung, die im Wesentlichen in Deutschland und den USA durchgeführt wird. Der Standort in Shanghai wird sukzessive zu einem Entwicklungs- und Applikationscenter aufgebaut. In diesem Zusammenhang wird nicht nur Grundlagenforschung zur Entwicklung neuer Produkte betrieben, sondern im Rahmen von Kundenprojekten werden auf eigenen Teststationen Produkttests durchgeführt, beispielsweise zu Kalibrierung oder Lebenszyklen. 2017 wurden erstmals Schutzrechte auf Basis von Ideen der Entwicklung in China eingereicht.

Durch die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den OEMs können zukünftige Produktanforderungen von den Mitarbeitern aus der Forschung und Entwicklung frühzeitig erkannt werden, um so neue, patentrechtlich geschützte Fahrzeugkomponenten und -systeme zu entwickeln und zu industrialisieren. Die Entwicklung von Komponenten eines zweistufigen VCR-Systems (VCR=Variable Compression Ratio) zur nachhaltigen Absenkung der CO 2-Emissionen bei Ottomotoren wurde im Jahr 2017 weiter intensiv vorangetrieben. Gleichzeitig wird auch an der Verbesserung bestehender Produkte bzw. Produktionsprozesse gearbeitet. Das Engagement und die Leistungsbereitschaft im Bereich Forschung und Entwicklung ermöglicht und sichert dem Unternehmen auch zukünftig die Aufträge seiner Kunden.

2017
TEUR
Forschungs- und Entwicklungskosten - brutto 30.021
Entwicklungskostenzuschüsse von OEMs -5.608
Forschungs- und Entwicklungskosten -netto 24.413

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 24.413. Damit ergibt sich eine Forschungs- und Entwicklungsquote bezogen auf die Umsatzerlöse in Höhe von 4,77%. Im Jahr 2017 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.898 als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, die laufenden Abschreibungen in 2017 betragen TEUR 2.272. Insgesamt sind Nettoaufwendungen für Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 23.787 im Konzernjahresergebnis erfasst.

Der Konzern hat 126 neue Patente in 2017 angemeldet. Da keine Aktivierung dieser immateriellen Vermögenswerte vorgenommen wird und weder eine entgeltliche noch eine unentgeltliche Überlassung dieser Vermögenswerte an Dritte erfolgt, kann keine Abschätzung der finanziellen Bedeutung erfolgen (vgl. dazu auch 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns - Patente und Lizenzen).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Nach schwierigen Jahren hatte sich die Weltwirtschaft nach 3,2 % im Jahr 2016 im Berichtsjahr 2017 mit einem Wachstum von ca. 3,4 % weiter positiv entwickelt. Wie im Vorjahr erholten sich Preise für Öl und andere Rohstoffe und unterstützten v.a. Schwellenländer auf dem Wachstumspfad zu bleiben. Bei den entwickelten Staaten ist eine konjunkturelle Verbesserung nicht zu übersehen. Der Welthandel als ein wichtiger Indikator für die Entwicklung der Industrieländer und globaler Indikator hat die Talsohle 2016 durchschritten. Eine sich daraus ableitende Anpassung der nach wie vor expansiven Geldpolitik, ist aufgrund der nach wie vor weltweit verhaltenen Inflation nur vorsichtig zu erwarten. In Europa werden Deutschland - mit einer neuen Regierung, Frankreich mit mehr Hoffnung nach der Wahl Macrons und Spanien als derzeitigen Top-Performer die wirtschaftliche Entwicklung stabilisieren. Fragezeichen werfen Großbritannien nach dem Brexit-Entscheid und Italien nach der Nationalrats-Wahl mit anhaltenden strukturellen Problem auf.

Automobilmarkt

Weltweit hat sich das Automobilgeschäft im Jahr 2017 positiv entwickelt. In China legte der Markt erneut zu. In Europa (EU28+EFTA) hat der Automobilabsatz das höchste Niveau seit 2007 erreicht. Auf dem japanischen Pkw-Markt wurden 2017 deutlich mehr Fahrzeuge abgesetzt als im Vorjahr. Auch Indien verbuchte ein kräftiges Plus. Die Märkte in Brasilien und Russland haben sich im Jahresverlauf ebenfalls mit guten Wachstumsraten zurückgemeldet. Lediglich die Verkäufe in den USA gaben leicht nach, sie liegen aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), sagte: "Insgesamt war 2017 ein gutes Automobiljahr. Für 2018 rechnen wir damit, dass der Pkw-Weltmarkt um 1 % auf 86 Millionen Einheiten wachsen wird."

In Europa wurden im Gesamtjahr 2017 15,6 Mio. Einheiten verkauft, das sind rund 3 % mehr als im Vorjahr. Von den großen Volumenmärkten konnte lediglich Spanien zulegen (+6 %). Frankreich (-1 %), Deutschland (-1 %) und Italien (-3 %) verbuchten Rückgänge. Großbritannien lag abermals deutlich im Minus (-14 %).

In den USA sank das Volumen des Light-Vehicle-Marktes (Pkw und Light Trucks) im Jahresverlauf 2017 um fast 2 % auf 17,1 Mio. Neufahrzeuge. Im Dezember Dabei ging der Absatz von Pkw um 18 % zurück, im Light-Truck-Segment hingegen stiegen die Verkäufe um 2 %.

Der Markt in China schloss das Jahr mit 24,2 Mio. verkauften Pkw ab, 2 % mehr als 2016. In Indien zog das Absatzvolumen 2017 um 9 % an. Es wurden 3,2 Mio. Einheiten verkauft. Der japanische Pkw-Markt verbuchte im Gesamtjahr ein kräftiges Wachstum. Der Absatz von Neuwagen stieg um 6 % auf 4,4 Mio. Fahrzeuge.

Der Markt in Russland hat sich 2017 auf niedrigem Niveau erholt. Im Jahresverlauf lag das Marktvolumen mit 1,6 Mio. verkauften Neufahrzeugen 12 % über dem des Vorjahres.

Der brasilianische Light-Vehicle-Markt erreichte im vergangenen Jahr mit 2,2 Mio. Einheiten eine 9 %-ige Steigerung zum Vorjahr.

Wettbewerb

Der Konzern steht weltweit im Wettbewerb mit einer Reihe anderer Hersteller und Lieferanten, die ähnliche Produkte herstellen und verkaufen. Viele dieser Mitbewerber sind größer und verfügen über mehr Ressourcen als der Hilite-Konzern. Primäre Wettbewerbsfaktoren sind technologische Innovationen, anwendungsbezogene Entwicklung, Qualität, Preis und die Lieferung und Unterstützung bei der Programmeinführung.

Der Konzern ist am Markt als ein Technologieführer wahrgenommen und hat sich der Marktentwicklung folgend, auch geschafft wettbewerbsfähige Preise anbieten zu können. Während der Konzern in der Vergangenheit darauf gebaut hatte, Premium-Preise für seine Produkte zu erlösen, erlauben die neue Produktgenerationen den Konzerngesellschaften, auch sehr konkurrenzfähige Preis anzubieten und sich so ideal auf den Zukunftsmärkten zu positionieren, um - trotz verstärkten Wettbewerb - von dem erwarteten Wachstum zu profitieren.

Der Konzern sieht sich den folgenden Hauptmitbewerbern gegenüber:

Bosch - Hauptsitz in Deutschland

BorgWarner - Hauptsitz in den USA

Delphi - Hauptsitz in den USA

Denso - Hauptsitz in Japan

Hitachi - Hauptsitz in Japan

INA - Hauptsitz in Deutschland

Thomas Magnete - Hauptsitz in Deutschland

Fulin - Haupsitz in China

Aisin Seiki - Hauptsitz in Japan

Alle genannten Mitbewerber sind ebenfalls international tätige Konzerne und produzieren darüber hinaus für den eigenen Gebrauch und für Dritte, die mit den Produkten des Konzerns konkurrieren. Andere OEM-Kunden könnten sich ebenfalls dafür entscheiden, selbst zu produzieren, um den eigenen Anforderungen gerecht zu werden oder mit dem Konzern in Konkurrenz zu treten. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Geschäfte des Konzerns nicht negativ durch erhöhten Wettbewerb auf den Märkten, auf denen er tätig ist, beeinflusst werden.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Umsatzvolumen entwickelte sich in 2017 im Vergleich zum Vorjahr positiv, sodass sich die Auslastung der Werke insgesamt weiter verbesserte. Besonders in China konnten Volumina gesteigert werden, sodass vorhandene Kapazitäten bald ausgelastet sein werden. Daher wurde beschlossen in der Nähe der bestehenden Fabrik in Changshu (Provinz Jiangsu) einen neuen Standort zu gründen, um weiteres Wachstumspotential, vor allem mit Chinesischen Kunden, auszuschöpfen.

An den deutschen Standorten konnten Umsatz und Wertschöpfung weiter ausgebaut werden. Bei neu angelaufenen Projekten wurde der Anteil der Eigenfertigung ausgedehnt, was auch einen Grund der Erweiterungsinvestitionen und Personalaufbau darstellt.

In den USA entwickelte sich der Umsatz seitwärts, und wurde durch den schwächeren US-Dollar negativ beeinflusst.

2.3 Ertrags-/Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Unsere Ertragslage für das Jahr 2017 stellt sich wie folgt dar:

2017 2016
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 511.509 491.401
Umsatzkosten -446.587 -426.752
Bruttoergebnis 64.922 64.649
Betriebsergebnis (EBIT) 17.888 -763
EBITDA 76.843 51.788
Finanzergebnis -12.625 -3.941
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.263 -4.704
Ertragssteuern -6.108 19.718
Konzernjahresergebnis -845 15.014

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 511.509 verteilen sich wie folgt auf die Regionen:

2017 2016
TEUR TEUR
Europa 162.034 141.420
Nord- und Südamerika 147.868 166.692
Asien 201.607 183.288
Gesamt 511.509 491.401

Die folgende Tabelle zeigt die Ertragslage des Konzerns als %satz der Nettoumsatzerlöse:

Konzerngewinn und -verlustrechnung 2017 in % der Umsatzerlöse Konzerngewinn und -verlustrechnung 2016 in % der Umsatzerlöse
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 511.509 100 491.401 100
Umsatzkosten -446.587 87,3 -426.752 86,8
Bruttoergebnis 64.922 12,7 64.649 13,2
Betriebsergebnis (EBIT) 17.888 3,5 -763 -0,2
EBITDA 76.843 15,0 51.788 10,5
Finanzergebnis -12.625 -0,2 -3.941 -0,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.263 0,01 -4.704 -1,0

Der Begriff EBIT steht für das um Zinsen und Steuern bereinigte Jahresergebnis. Bei dem EBITDA werden zusätzlich die Abschreibungen korrigiert.

Die Umsatzerlöse von TEUR 511.509 sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 20.108 gestiegen. Der Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Steigerung der Produktion und des Vertriebs in China.

Die Umsatzkosten in % der Nettoumsatzerlöse beliefen sich in 2017 auf 87,3 % und liegen über dem Vorjahresniveau von 86,8 %. Die Materialkosten in Höhe von TEUR 306.105 des Unternehmens betrugen 59,8 % bezogen auf die Nettoumsatzerlöse. Die übrigen Kosten, die zur Umwandlung vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt notwendig sind, betragen 22,7 % der Nettoumsatzerlöse. Das Bruttoergebnis in % der Nettoumsatzerlöse belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 12,7 % und im Vorjahr auf 13,2 %.

Die Finanzaufwendungen betrugen TEUR 12.773 und beinhalten neben den Zinsen für das Gesellschafterdarlehen der AVICEM HK Ltd., Hong Kong, im Wesentlichen Zinsen auf Kontokorrentkredite und Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing sowie Fremdwährungseffekte.

Die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber der mittelbaren Gesellschafterin lagen im Geschäftsjahr bei TEUR 3.779.

Der für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen geplante Umsatz 2017 i. H. v. TEUR 557.018 liegt um TEUR 45.509 über dem realisierten Umsatz 2017. Die Abweichung resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Umsätzen in Deutschland und China.

Das erzielte EBITDA der Gruppe für das Jahr 2017 liegt um TEUR 814 über dem geplanten EBITDA der Gruppe i. H. v. TEUR 76.029. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass durch effiziente Kosteneinsparungen in den USA und China trotz geringerem Umsatz Kompensationseffekte im Ergebnis erreicht werden konnten und dass in Deutschland eine Forderung gegen Versicherungen eingebucht werden konnte, die sich aus Erstattungsansprüchen in Verbindung mit einem Gewährleistungsfall in der Vergangenheit ergibt.

Nach einer ergebniswirksamen Auflösung latenter Steuern in Höhe von TEUR 14.395 wurde ein leicht negatives Konzernjahresergebnis in Höhe von TEUR -845 erreicht. Die Auflösung der latenten Steuern liegt im Wesentlichen in der Änderung des Steuersatzes in den USA begründet, als Folge der kurz vor Jahresende in den USA beschlossenen Steuerreform.

2.3.2 Finanzlage

Zur Finanzierung der Akquisition der Anteile an der ECO Holding 1 GmbH wurde von der AVICEM Hilite HK Ltd., als mittelbarem Gesellschafter der AVICEM HILITE GmbH & Co. KG, am 30. Oktober 2014 ein Darlehen in Höhe von TEUR 452.904 ausgereicht. Mit Wirkung zum 14. Oktober 2015 wurde ein Teil der Darlehensforderung in Höhe von TEUR 230.000 an die Kommanditistin EMTECH Holding Ltd. abgetreten und von dieser in die Gesellschaft eingelegt. Das restliche Darlehen valutiert am 31.12.2017 inklusive der angelaufenen Zinsen mit TEUR 237.568.

Am 31. Dezember 2017 verfügte das Unternehmen über Zahlungsmittel von TEUR 19.287. Die folgende Übersicht zeigt die verkürzte Kapitalflussrechnung:

Geschäftsjahr 2017 Geschäftsjahr 2016
TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern 5.263 -4.704
Cash Flows aus betrieblicher Tätigkeit 31.363 44.804
Cash Flows aus Investitionstätigkeit -47.621 -45.674
Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit 10.795 13.987
Nettozunahme an Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel- äquivalenten -5.463 13.116
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1.1. 25.182 11.504
Währungsverluste aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel- äquivalenten -431 561
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 19.287 25.182

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Anschaffungen für Produktionsanlagen und aktivierte Entwicklungsprojekte. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten sowie Finanzierungskosten.

Am 18. Dezember 2015 haben die unmittelbare Tochtergesellschaft ECO Holding 1 GmbH und deren Tochtergesellschaften eine Vereinbarung mit einem Bankenkonsortium über eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 100.000 geschlossen. Diese Vereinbarung wurde im Dezember 2016 einer Anpassung unterzogen, wobei sich hierdurch die zur Verfügung stehende Kreditlinie nicht verändert hat. Die Linie steht bis zum 18. Dezember 2020 zur Verfügung. Sämtliche Tochterunternehmen haften gesamtschuldnerisch.

Im Vertrag wurden Finanzkennzahlen vereinbart. Diese Finanzkennzahlen beziehen sich auf EBITDA ("Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization") und Eigenkapitalquote. Diese wurden zum Jahresende eingehalten; die Einhaltung wird auch in den Folgejahren erwartet. Die Inanspruchnahme der Kreditlinie am 31. Dezember 2017 betrug TEUR 67.374.

Neben der Kreditlinie steht dem Konzern eine Fazilität zum Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem Betrag von TEUR 12.000 zur Verfügung; zum 31. Dezember 2017 waren keine Forderungen veräußert.

Wesentliche Finanzinvestitionen wurden in 2017 nicht getätigt. Die Zugänge im Bereich Sachanlagen in Höhe von TEUR 40.685 betreffen im Wesentlichen Investitionen für neue Produktionsanlagen in Deutschland und China. Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 7.149 betreffen im Wesentlichen Entwicklungskosten. Der Konzern hat zum 31. Dezember 2017 vertragliche Abnahmeverpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 19.653.

2.3.3 Vermögenslage

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte 532.010 555.708
Kurzfristige Vermögenswerte 172.216 150.269
Eigenkapital 234.873 239.308
Langfristige Schulden 353.688 354.113
Kurzfristige Schulden 115.665 112.556

Das langfristige Vermögen setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Sachanlagen (TEUR 173.452), Immateriellen Vermögenswerte (TEUR 167.936) sowie dem Goodwill (TEUR 186.979). Das kurzfristige Vermögen besteht im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 85.527), Zahlungsmitteln (TEUR 19.287) sowie Vorratsvermögen (TEUR 43.722). Die langfristigen Schulden beinhalten überwiegend Darlehen des mittelbaren Gesellschafters, die sich um die Zinsen 2017 zum Jahresende um TEUR 3.779 erhöht und gleichfalls durch Zahlung eines Teilbetrags von TEUR 2.500 auf TEUR 237.568 erhöht haben. Die kurzfristigen Schulden bestehen im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 82.505, sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 18.022 sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.038. Ein Konzernunternehmen hat im Mai 2006 einen Vertrag über den Verkauf des Grundstücks und der Gebäude der Produktionsstätte in Marktheidenfeld abgeschlossen. Gleichzeitig wurde eine langfristige Vereinbarung eingegangen, Grundstück und Gebäude zu leasen. Die Leasingvereinbarung wurde hinsichtlich des Grundstücks als Operating-Leasing eingestuft, hinsichtlich des Gebäudes als Finanzierungsleasing.

Ansprüche gegen Versicherungen aus Haftpflichtschaden

In den kurzfristigen Vermögenswerten ist ein Anspruch gegen Versicherungsunternehmen in Höhe von TEUR 15.000 enthalten. Dieser resultiert aus einem Haftpflichtschaden. Im Jahr 2014 wurden einem Automobilhersteller mangelbehaftete Motorbauteile geliefert. Diese führten zu Ausfällen im Feld, mithin zu einem Serienschaden. Die Gesellschaft unterhält Haftpflichtversicherungen zur Absicherung gegen finanzielle Risiken aus Serienschäden. Der für das Jahr 2014 noch verfügbare Deckungsbetrag beläuft sich auf 25 Mio. EUR. Im Laufe des Jahres 2017 konkretisierten sich die Hinweise, wonach der Fall für die Haftpflichtversicherungen dem Jahr 2014 zuzuordnen ist. Dem folgend besteht ein Anspruch dem Grunde nach gegen die Haftpflichtversicherungen in Höhe des verfügbaren Deckungsbetrags da sowohl die Kosten für den Austausch der mangelhaften Teile als auch die bereits vereinbarte Schadensersatzzahlung über dem noch verfügbaren Deckungsbetrag von 25 Mio. EUR liegen. Das Management geht bei der Bemessung des Anspruchs davon aus, dass von den Versicherungsunternehmen eine vergleichsweise Lösung angestrebt wird. Nach der derzeitigen Sachlage sieht das Management den Erstattungsanspruch der Höhe nach um 10 Mio. EUR im Wert gemindert. Der bilanzierte Erstattungsanspruch beläuft sich somit auf 15 Mio. EUR.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Auf dem Gebiet der finanziellen Leistungsmessung stellen für uns der Umsatz und das EBITDA finanzielle Indikatoren dar. Beide Indikatoren sind wichtige Größen für die Steuerung des Konzerns.

Der Begriff EBITDA steht für das um Zinsen und Steuern sowie Abschreibungen und Amortisationen bereinigte Jahresergebnis.

2017 2016
TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis -845 15.014
+/- Finanzaufwendungen/-erträge 12.625 3.941
+/- Steueraufwendungen/-erträge 6.108 -19.718
+ Abschreibungen 33.710 30.543
+ Amortisationen 25.245 22.008
EBITDA 76.843 51.788

Der Konzern verwendet keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens.

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Der Konzern hat das Geschäftsjahr 2017 zufriedenstellend beendet.

3 Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

4 Risikoberichterstattung Finanzinstrumente sowie Risikomanagementsystem

Siehe hierzu die Erläuterungen im Konzernanhang "5 Finanzrisikomanagement".

5 Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikomanagement

Die Geschäftsführung hat ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet und überwacht dieses. Darüber hinaus obliegt der Geschäftsführung die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme.

Der Konzern sieht für das Risikomanagement klare Regelungen der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten vor, die sich an der Unternehmensstruktur orientieren. Konzernweit gelten Verhaltensregeln, Richtlinien und Grundsätze zur Umsetzung eines systematischen und effektiven Risikomanagements. Das standardisierte interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns orientiert sich an den finanziellen Ressourcen, der operativen Planung und der von der Geschäftsführung festgelegten Risikomanagementstrategie. Es umfasst mehrere Bausteine, die aufeinander abgestimmt und methodisch in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet sind.

Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind:

Dokumentation der Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und effizientes Risikomanagement in einer Konzernrichtlinie. Neben dieser Risk Management Policy befasst sich der Verhaltenskodex des Konzerns mit den zu beachtenden Verhaltensregeln und Compliance-Vorgaben.

Koordination des Risikomanagements in der Konzernabteilung "Risiko Management",

Corporate-Risk-Verantwortliche auf Länderebene,

direkte Information und offene Kommunikation von quantifizierten Risiken zwischen Geschäftsführung und Ländermanagement,

einheitliche und regelmäßige Berichterstattung auf Konzern- und Länderebene.

5.1.1 Risikomanagementprozess

Um das Risikomanagement zu optimieren, setzen wir konzernweit eine umfassende Software ein, die den gesamten Risikomanagementprozess abbildet. Mit der Nutzung dieser Software haben wir die grundlegenden Voraussetzungen geschaffen, um die Transparenz und Effizienz aller Phasen des Risikomanagementprozesses zu steigern und einen Beitrag zur Revisionssicherheit zu leisten. Sie ermöglicht uns unter anderem die klare Abbildung der Konzernstruktur und die Zuweisung von entsprechenden lokalen Verantwortlichkeiten. Unter Vorgabe von einheitlichen Bewertungsschemata werden die Risiken systematisch erfasst und können mit vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen im Zeitverlauf nachverfolgt werden. Die visualisierten Risikodaten lassen sich zeitnah konsolidieren, vielfältig und flexibel analysieren und über ein standardisiertes Risk Reporting darstellen.

5.1.2 Identifikation von Risiken und deren Bewertung

Die Identifikation der Risiken findet zum einen regelmäßig dezentral durch das Ländermanagement und zum anderen durch die weltweit verantwortlichen Konzernfunktionen statt. Als Hilfsparameter für den Identifikationsprozess dienen allgemeine makroökonomische Daten sowie sonstige branchenspezifische Faktoren und Risikoinformationsquellen.

5.1.3 Überwachung und Anpassung

Die Konzernabteilung "Risiko Management" untersucht und bewertet das Risikomanagement systematisch, um zu einer Erhöhung des Risikoverständnisses beizutragen. Die Gesellschafter werden ebenfalls durch die Geschäftsführung regelmäßig zur Risikosituation informiert.

5.2 Chancen und Risiken

Der Konzern ist führend bei neuen Innovationen und arbeitet konsequent an technisch überlegenen Nachfolgeprodukten, die allesamt dazu beitragen, Kraftstoffverbräuche zu reduzieren und damit Emissionen zu vermindern. Durch eine hohe Entwicklungsquote soll dieser technische Vorsprung auch zukünftig sichergestellt werden.

Ein wesentlicher Wachstumsbereich wird in den Emerging Markets erwartet, die ebenfalls auf Europäische Abgasnormen zugehen. Diese Chancen nutzen wir insbesondere durch eine stärkere Präsenz im chinesischen Markt durch das Werk in Changshu und das Vertriebsbüro in Shanghai. Im Jahr 2016 wurde eine neue chinesische Gesellschaft mit Sitz in Changshu gegründet. Die Fertigstellung der dazugehörigen Produktionsstätten ist für 2018 geplant. Mit diesem Schritt erschließt der Konzern weitere Marktanteile in Asien und mindert gleichzeitig potentielle Steuerrisiken in China. In Europa und NAFTA erwarten wir ebenfalls weiteres Wachstum, insbesondere auf Grund alter Flottenbestände, höherer Kaufanreize und niedrigen Zinssätzen.

Zusätzlich erwarten wir eine weitere Verschärfung der Abgasnormen und damit einen steigenden Absatzmarkt für unsere Produkte.

Der Konzern ist vielfältigen Risiken ausgesetzt. Die unten beschriebenen Risiken und Unsicherheiten sind nicht die einzigen, denen wir gegenüberstehen. Zusätzliche Risiken und Unsicherheiten, die uns gegenwärtig nicht bekannt sind oder die wir derzeit nicht als wesentlich erachten, können sich auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken. Falls eines der folgenden Risiken eintritt, könnte dies unser Geschäft, einschließlich unserer Finanz- und Ertragslage, Betriebsergebnis und Cash Flow beeinträchtigen.

Branchenrisiken

Die Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie können sich negativ auf unser Geschäft auswirken.

Unsere Ertragslage hängt von den Rahmenbedingungen der weltweiten Automobilindustrie ab. Die Automobil-Produktion sowie deren Verkauf sind zyklisch und abhängig von der wirtschaftlichen Lage und anderen Faktoren wie Zinsniveau, Verbraucherkrediten und -ausgaben sowie Kundenpräferenzen. Ein wirtschaftlicher Abschwung, der zu einer signifikanten Reduktion der Automobilproduktion führt, hätte eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf unsere Verkäufe an OEMs.

Geschäftsrisiken

Wir unterliegen anhaltendem Druck der OEMs, die Preise für unsere Produkte zu reduzieren.

Es gibt anhaltenden Druck von Seiten der OEMs, die Kosten für die von uns gelieferten Produkte zu reduzieren. Jährliche Preissenkungen an OEM-Kunden scheinen zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsumfelds geworden zu sein. Um unsere Gewinnmargen zu halten, versuchen wir Preissenkungen bei unseren Zulieferern zu erzielen, unsere Produktionsprozesse zu verbessern, um die Fertigungseffizienz zu erhöhen, und Produktdesigns zu aktualisieren, um Kosten zu senken und neue Produkte zu entwickeln. Unsere Möglichkeiten, geänderte Rohstoffpreise an unsere OEM-Kunden weiterzugeben sind begrenzt, die Weitergabe erfolgt mit zeitlicher Verzögerung und gelingt nicht immer zu 100 %.

Wir haben Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Gewährleistungsansprüchen, Rechtsstreitigkeiten und anderen Ansprüchen.

Wir bieten für unsere Kunden Garantien auf unsere Produkte. Aus diesen Garantien kann für uns die Verpflichtung entstehen, die Kosten für Reparatur oder Ersatz der Produkte zu tragen. Wir können nicht versichern, dass die mit diesen Produktgarantien verbundenen Kosten nicht wesentlich sein werden oder den für solche Ereignisse im Jahresabschluss abgegrenzten Betrag nicht überschreiten.

Wir haben derzeit und eventuell auch zukünftig Gewährleistungsforderungen unserer Kunden. Ansprüche aus diesen Gewährleistungsforderungen entstehen typischerweise im normalen Geschäftsverkehr.

Es besteht die Möglichkeit, dass solche Ansprüche einen negativen Effekt auf unser Geschäft haben, der größer ist als wir derzeit erwarten. Aufgrund zunehmender Plattformgrößen seitens unserer Kunden erwarten wir zukünftig steigende Gewährleistungsforderungen je Schadenfall.

Geschäftschancen

Erweiterung der Produktbereiche

Der Konzern teilt sich in Geschäftsbereiche für Motoranwendung und Getriebeanwendung auf, welche sich wiederum in verschiedene Produktbereiche gliedern. Das vorhandene Knowhow aus den bestehenden Produktbereichen kann genutzt werden, um Projekte für neue Anwendungen zu gewinnen. Die Gruppe hat dies in der Vergangenheit bereits mehrfach z.B. mit der Entwicklung der Abgasreinigungssysteme oder auch der Ventilmodule, welche u.a. zur Ansteuerung von Doppelkupplungsgetrieben mit Trockenkupplung eingesetzt werden, unter Beweis stellen können. Innovationen können am Markt mit einer überdurchschnittlichen Marge platziert werden und leisten ebenso einen großen Beitrag zur Reputation des Konzerns. Um dieses Potential noch besser nutzen zu können werden selektive Innovationen in Projekthäusern weitestgehend unabhängig vom operativen Geschäft verfolgt.

Modulare Entwicklung

Der Konzern hat bereits bei verschiedenen Produkten modulare Entwicklungen durchgeführt. Für den Konzern wie auch für den Kunden kann ein Baukastenprinzip Vorteile bringen, besonders wenn unterschiedliche Unternehmen am Markt als Anbieter von weitgehend vergleichbaren Einzelkomponenten bzw. Geschäftsprozessen miteinander konkurrieren. Mögliche Vorteile sind niedrigere Entwicklungs- bzw. Geschäftsprozesskosten, Flexibilität in der Produkt- bzw. Organisationsentwicklung, Flexibilität im Angebot, wie auch eine kostengünstigere Herstellung durch baugleiche Serien und einfachere Montageprozesse.

Risiken in Zusammenhang mit unseren Kunden

Wir sind auf Verkäufe an Großkunden angewiesen.

Wir sind auf Verkäufe an OEMs auf der ganzen Welt mit unterschiedlicher Bonität angewiesen. Die Belieferung mehrerer solcher Kunden erfordert erhebliche Investitionen in das Betriebsvermögen und die Sachanlagen des Unternehmens. Unsere Wachstumsprognosen basieren zum Teil auf verbindlichen Zusagen unserer Kunden. Wenn die tatsächlichen Produktionsaufträge unserer Kunden auf Grund von verschiedenen Faktoren, wie z. B. nicht verlängerte Aufträge, finanzielle Schieflage des Kunden oder andere unvorhergesehene Gründe, diesen Zusagen nicht entsprechen, könnte sich dies negativ auf unser Geschäft auswirken.

Darüber hinaus sind Teile unserer Umsätze stark konzentriert. Im Jahr 2017 setzen sich 84,53% der Umsatzerlöse aus den drei größten Kunden des Konzerns zusammen. Dies birgt unter anderem ein Kreditrisiko für den Konzern.

Chancen im Zusammenhang mit Kunden

Gewinnung neuer Kunden

Im asiatischen Absatzmarkt sind wir mit einer Produktionsstätte und einem Vertriebsbüro in China vertreten. Durch die stark steigenden Zulassungszahlen in Asien haben bereits viele Staaten ihre Abgasnormen an europäische Standards angepasst. Unsere Produkte ermöglichen es den Automobilherstellern, diese Normen einzuhalten bzw. zu unterschreiten. Neue Kunden sichern die Auslastung der bestehenden Produktionsstandorte und verringern evtl. starke Umsatzschwankungen bzw. verringern das Kreditrisiko bzgl. Forderungsausfälle.

Zugang zum chinesischen Markt

Im Automobilsektor bleibt der chinesische Markt als Absatz- und Produktionsmarkt ein wichtiger Wachstumstreiber. Bislang konnte der Konzern das lokale Potential ausschließlich mit OEMs westlichen Ursprungs realisieren. Durch den chinesischen Eigentümer ergibt sich ein besserer Zugang zu chinesischen OEMs. Durch dieses Wachstum getrieben ist dann auch mit positiven Effekten insbesondere auf die deutsche Teilgruppe zu rechnen, da diese weiterhin global als Know-How-Träger die Entwicklungshoheit besitzt.

Risiken in Zusammenhang mit unseren Lieferanten

Wir könnten durch Lieferengpässe von Komponenten unserer Lieferanten negativ beeinflusst werden.

In dem Bemühen, die Kosten für bezogene Waren und Leistungen zu reduzieren und zu managen, haben wir eine Reduzierung unserer Lieferantenbasis vorgenommen. Dadurch sind wir von weniger Bezugsquellen für Komponenten abhängig, die wir für die Herstellung unserer Produkte benötigen. Das Unternehmen wählt seine Lieferanten auf Basis des Gesamtangebotes (einschließlich erzielter Preis, Qualität, Lieferung und Technologie) unter Berücksichtigung der vorhandenen Produktionskapazitäten und der finanziellen Situation aus. Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie die Ware oder Leistung unseren Erwartungen entsprechend liefern.

Es kann jedoch keine Garantie geben, dass Kapazitätsbeschränkungen, Arbeitsniederlegungen, Handelsstreitigkeiten, behördliche Maßnahmen, Unruhen oder andere Probleme unserer Lieferanten nicht zu gelegentlichen Engpässen oder Verzögerungen bei der Lieferung von Komponenten führen. Wenn es zu einem wesentlichen und anhaltenden Mangel an kritischen Komponenten unserer Lieferanten kommt und wir die Komponenten nicht aus anderen Quellen beschaffen können, wären wir nicht im Stande die Produktionspläne für einige wichtige Produkte zu erfüllen und würden damit die Erwartungen unserer Kunden verfehlen. Dies würde sich negativ auf unsere Kundenbeziehungen und unser Geschäft auswirken.

Steuerliche Risiken

In den USA fanden im Geschäftsjahr 2017 keine Steuerprüfungen statt.

Eine Zollprüfung in China für die Jahre 2014 bis 2016 wurde in 2017 begonnen. Eine Steuerprüfung für das Wirtschaftsjahr 2016 ist für 2017 bereits avisiert worden. Es werden diesbezüglich keine wesentlichen Feststellungen erwartet.

Für die deutsche Gruppe wird eine Betriebsprüfung der Wirtschaftsjahre 2012-2015 durchgeführt. Die Prüfung wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen.

Eine Außenwirtschaftsprüfung im Jahr 2017 wurde ohne Auswirkungen auf das Ergebnis abgeschlossen.

Eine Lohnsteuerprüfung für die Jahre 2014 bis 2016 wurde im Geschäftsjahr 2017 begonnen. Es werden diesbezüglich keine negativen Auswirkungen auf das Ergebnis erwartet.

Eine Umsatzsteuersonderprüfung für die Monate Juni bis August 2017 wurde im Februar 2018 ohne negative Auswirkungen auf das Ergebnis abgeschlossen.

In Deutschland bestehen aktuell Einspruchsverfahren gegen diverse Steuerbescheide. Es werden diesbezüglich keine negativen Auswirkungen auf das Ergebnis erwartet.

Zwischen den Konzerngesellschaften bestehen vielfältige Geschäftsbeziehungen. Für alle Steuerrisiken, bei denen die Gesellschaft von einer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme von über 50 % ausgeht, wurde durch eine Rückstellung entsprechend Vorsorge getroffen. Tatsächliche Entscheidungen der verschiedenen Steuerbehörden können jedoch diesen Betrag überschreiten, was zu einem negativen Effekt auf die Ertragslage des Konzerns führen kann.

Gerichtsverfahren

Der Konzern unterliegt möglichen Ansprüchen auslaufenden Gerichts- und Verwaltungsverfahren die aus dem laufenden Geschäft bzw. damit zusammenhängenden Angelegenheiten resultieren und vertragliche Schadenersatzansprüche zur Folge haben können.

QUANTITATIVE UND QUALITATIVE ANGABEN ZU MARKTRISIKEN

Die primären Marktrisiken des Konzerns sind u. a. Zins- und Wechselkursschwankungen. Wir werden zudem von Änderungen der Preise für Rohstoffe, die in unserer Fertigung verbraucht werden, beeinflusst.

Der Konzern verwendet eine Vielzahl von Rohstoffen in der Produktion, einschließlich Stahl, Aluminium, Kupfer, Nickel, Kunstharze und bestimmte Legierungselemente. Die Produktion jedes operativen Segments ist stark abhängig von Erdgas, Heizöl und Elektrizität.

Das Jahr 2017 war geprägt von steigenden Rohstoffpreisen. Das Unternehmen verfolgt eine Vielzahl von Strategien, um die Auswirkungen von Versorgungsengpässen und Inflationsdruck zu begrenzen. Die weltweite Beschaffungsorganisation des Unternehmens arbeitet an der Beschleunigung von Kostensenkungen, vermehrter Beschaffung in Niedrigpreisländern, Rationalisierung bei Lieferanten, Risikominderung und Zusammenarbeit bei den Einkaufsaktivitäten. Darüber hinaus nutzt das Unternehmen Langzeitverträge, Kostenbeteiligungsvereinbarungen, Designänderungen, und Kundeneinkaufsprogramme, um die Kosten zu kontrollieren. Das Unternehmen beabsichtigt auch im Jahr 2018 und darüber hinaus, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. Für das Jahr 2018 ist das Unternehmen der Ansicht, dass die Versorgung mit Rohstoffen angemessen und der Bezug aus unterschiedlichen Quellen dazu beiträgt, die Fertigungsanforderungen zu erfüllen.

Wir haben Richtlinien und Verfahren etabliert, um die Sensitivität von Zins- und Wechselkursrisiken sowie Preisrisiken aus Rohstoffkäufen zu managen. Zu weiteren Erläuterungen siehe Abschnitt 5 Finanzrisikomanagement im Anhang.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, das durch mögliche nachteilige Veränderungen der Zinssätze entsteht. Der für die Kreditlinie des Unternehmens von EUR 100,0 Mio. vereinbarte variable Zinssatz ist an den EURIBOR bzw. LIBOR gebunden. Aktuell stuft das Unternehmen das Zinsrisiko als gering ein. Sollte sich diese Einschätzung ändern, wird der Konzern entsprechende Sicherungsgeschäfte abschließen.

Wechselkursrisiko

Das Wechselkursrisiko ist das Risiko von wirtschaftlichen Verlusten aus der nachteiligen Veränderung von Wechselkursen. Derzeit lauten unsere wichtigsten Währungsengagements auf US-Dollar und chinesischen Renminbi. Wir begegnen unseren Wechselkursrisiken durch den Aufbau lokaler Produktionsstätten und Lieferantenbeziehungen an den von uns bedienten Märkten. Die Rechnungsstellung erfolgt jeweils in lokaler Währung des Produktionsortes. Wir überwachen unsere Währungsrisiken in den einzelnen Ländern und die Umsetzung der jeweiligen Strategie, um auf das sich wandelnde wirtschaftliche und politische Umfeld zu reagieren.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist definiert als das Risiko, dass eine Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittels eines effektiven Working Capital und Cash Managements sowie einer vorausschauenden Evaluierung von Refinanzierungsalternativen steuert das Management der Gesellschaft die Liquidität des Konzerns. Das Management der Gesellschaft ist davon überzeugt, dass die bestehenden Kreditlinien sowie der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und aus sonstigen kurzfristigen Finanzierungsquellen zur Deckung des vorhersehbaren Liquiditätsbedarfs des Konzerns ausreichen.

Zum 31. Dezember 2017 betrugen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns TEUR 387.373. Die Kredit- und Anleihevereinbarungen des Konzerns beinhalten verschiedene Auflagen, welche die Einhaltung gewisser Finanzkennzahlen fordern. Diese Auflagen beschränken den Konzern auch in seiner Fähigkeit, Vermögenswerte zu verkaufen und Pfandrechte einzuräumen. Die Nichteinhaltung der Auflagen könnte zu einer Verpflichtung zur vorzeitigen Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten führen, was sich negativ auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken würde. Der Konzern sieht sich in der Lage, die geforderten Finanzkennzahlen gegenwärtig und zukünftig einhalten zu können.

Die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns sind maßgeblich geprägt durch die Verbindlichkeiten gegenüber mittelbaren und unmittelbaren Gesellschaftern von TEUR 237.648 und sind daher auf die Aufrechterhaltung eines angemessenen Finanzierungsspielraums ausgerichtet.

5.3 Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Vor dem Hintergrund unserer stark wachsenden internationalen Aktivitäten und einer deutlich volatiler gewordenen gesamtwirtschaftlichen wie auch branchenbezogenen Entwicklung werden wir unser Risikomanagement systematisch weiterentwickeln. Keines der oben genannten Risiken wird derzeit als bestandsgefährdend angesehen.

6 Prognosebericht

Für 2018 wird konzernweit ein Umsatzsprung von ca. 15% erwartet. Dieses Wachstum ist abgesichert durch Hochläufe und Kapazitätserweiterungen von Kundenprojekten, deren Serieneinführung entweder bereits am Jahresende 2016, oder im Verlauf des Berichtsjahres lag. Durch EoS-Effekte wird das operative EBITDA im Vergleich zu den Vorjahren weiter deutlich verbessert werden. Neben den Skaleneffekten werden Produktivitätsfortschritte nach den oft schwierigen Ramp - Up Phasen der Neuprojekte weiter zur Ergebnisverbesserung beitragen können.

Die Investitionen in neue Projekte, in Forschung und Entwicklung werden in 2018 auch weiter auf hohem Niveau bleiben, um für die nächsten Jahre weiteres Umsatzwachstum abzusichern. Zusätzlich werden in den nächsten Jahren Finanzmittel für den Ausbau weiterer Kapazitäten in China benötigt werden. Die dazu nötige Liquidität ist durch den Cash Flow der Gesellschaft sowie durch Kreditlinien von Banken gesichert.

Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen abweichen, wenn die genannten Risiken eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Konzern Ausblick

Die Konzernführung ist weiterhin überzeugt, dass für den Konzern in den nächsten Jahren - vor allem in Asien und Europa - weiterhin Wachstum zu verzeichnen sein wird. Aufgrund der weiterhin stabilen weltweiten Wirtschaftslage, der anhaltende Druck auf die Mobilitätsindustrie Kraftstoff und Emissionen mithilfe von Cam-Phased-Motoren und DCT-Getrieben zu reduzieren, werden die Geschäfte weiterhin unterstützt.

Zusätzlich profitiert Hilite in Europa aus dem Trend Dieselantriebe durch Otto-Anwendungen zu ersetzen. Infolge der bereits bestehenden Gesetze, die vorsehen ab dem Jahresende 2021 den 95g/km CO 2 übersteigenden Flottenverbrauch deutlich mit Strafzahlungen zu belegen, wird erwartet, dass dieser Trend zu einem Ende kommen wird, da der Dieselantrieb zu einem Erreichen der Gesetze beitragen muss.

Die Zunahme der Fahrzeugverkäufe hin zu größeren Fahrzeugen (SUV-Effekt) und der neue Fahrzyklus als Grundlage der CO 2 Verbrauchsmessung, werden den Druck CO 2 Einsparungen vorzunehmen wieder mehr in den Vordergrund rücken und die Stickoxidbelastung die den alten Dieselmotoren - auch als Auswirkung von Dieselgate - nachgesagt werden, wieder weniger Bedeutung schenken.

Der Anteil der Fahrzeuge mit rein elektrischen Antrieb (BEV) steigt weltweit nur langsam vor allem in Ländern mit enormen finanziellen Fördermaßnahmen für diese Antriebe. In Fahrzeugen mit Hybridantrieb, werden somit weiterhin Produkte von Hilite Verwendung finden.

Auf Grund der bereits erläuterten Unsicherheiten können die tatsächlich eintretenden Zahlen von den geplanten Zahlen abweichen.

 

Marktheidenfeld, den 22. März 2018

Gao Haijun

Li Xiangdong

Wei Erzhi

Andreas Aumüller

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