Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 38079
Vorher
Kienzle Rheinapp Automotive GmbH
Eingetragen
24.5.2002
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Vertrieb und Service elektronischer und mechanischer Geräte und Mikrorechner (Hardware und Software) sowie der Vertrieb entsprechenden Zubehörs.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andree Diederichs
seit 16.9.2025
Prokura
Geschäftsführer
Robin Neitzel
seit 29.1.2024
Prokura
Melanie Damms
seit 23.10.2023
Prokura
Cornelius von Plessen
seit 31.10.2022
Geschäftsführer
Christian Neupert
seit 31.10.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

4.62% identifiziert44.38% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kienzle Beteiligungs GmbH
Germany
490.000 €
49.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kienzle Automotive GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Kienzle Automotive GmbH beschäftigt sich im Wesentlichen mit Vertrieb und Service von Geräten und Systemen im Automotive-Aftermarket.

Das Geschäftsmodell von Kienzle Automotive GmbH umfasst drei Geschäftsbereiche, die alle langjährig betrieben werden:

• National Distributor (autorisierter Fachhändler) und Serviceprovider für Continental VDO, dem weltgrößten Hersteller von Tachographen sowie Anbieter sonstiger fahrzeugtechnischer Produkte und regionaler Services für Nutzfahrzeugwerkstätten und -flotten.

• Importeur und Distributor von Fahrzeugelektronik, Handelswaren und Zubehör für B2B - Kunden im Automotive-OEM- und Logistikbereich.

• Anbieter von Datenmanagement- und Flotten-Telematik-Systemen in dezidierten Zielmärkten. Betreibern mittlerer und großer Fahrzeugflotten und sonstigen mobilen Geräten bietet Kienzle Automotive komplette Lösungspakete zum Management und zur Optimierung ihrer Assets und Auslagerung kompletter Geschäftsprozesse. Von der Beratung in der Presales-Phase, über Lieferung und Einbau aller Fahrzeugkomponenten bis hin zur Bereitstellung der erforderlichen Daten im Rahmen von Software oder Webservice bietet die Kienzle Automotive dem Kunden die komplette Lösung aus einer Hand. Als Basisplattform für Hardware und Webservices baut sie dabei auf Produktstandards führender Hersteller auf. Software- und Webapplikationen zum Customizing entwickelt sie gemeinsam mit ihren langjährig verbundenen Softwarehäusern. Darüber hinaus begleitet sie aktiv ihre Kunden über die komplette Nutzungszeit ihrer Systeme und bietet den Kunden additive Leistungen (Customer Success) zur Erreichung und Erhaltung der vereinbarten Zieleffekte.

Die Kienzle Automotive fokussiert sich innerhalb der Firmengruppe der Kienzle Beteiligungs GmbH auf Geschäftsbereiche im automotiven Umfeld und baut diese konsequent aus.

2. Bericht über Zweigniederlassungen

Es werden Zweigniederlassungen in Aachen, Augsburg, Bindlach, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Mülheim, München, Nürnberg, Pentling, Stuttgart und Weiden unterhalten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres waren im krisengeprägten Umfeld von der anhaltend hohen Inflation, den steigenden Zinsen und der schwachen Weltkonjunktur stark beeinflusst. Obwohl sich die Energie- und Rohstoffpreise im Laufe des Jahres stabilisierten, waren weiterhin umfangreiche Preissteigerungen bei Produkten und Dienstleistungen hinzunehmen. Branchenübergreifend führten hohe Tariflohnabschlüsse zu einer deutlichen Steigerung der Personalkosten in den Unternehmen. Die Inflation ging gegenüber dem Vorjahr zwar auf 5,9 % zurück, lag damit aber weiterhin deutlich über den Vorgaben der EZB und führte zu einer kontinuierlichen Anhebung des Leitzinses. Während sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal noch robust zeigte, sank in den Folgequartalen die preisbereinigte Wirtschaftsleistung. Für das gesamte Jahr ergab sich ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Insbesondere die Bauwirtschaft musste einen Umsatzrückgang von 5,3 % hinnehmen. Die Rückgänge im Güterverkehr sind der konjunkturellen Schwäche der deutschen Industrie geschuldet. Aufgrund des Reallohnverlust im Vorjahr waren aus dem Bereich des privaten Konsums ebenfalls keine positiven Impulse zu verzeichnen.

Die Fahrleistung mautpflichtiger LKW lag im Jahr 2023 durchgängig unter der Vorjahreswerten. Demgegenüber stieg die Anzahl der Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen zum Vorjahr deutlich. Insbesondere bei Sattelzugmaschinen, Bussen und LKW waren zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen.

2. Geschäftsverlauf

Die aus dem Vorjahr anhaltenden Lieferprobleme bei Kernprodukten schwächten sich in der ersten Jahreshälfte deutlich ab. Eine weitgehend uneingeschränkte Warenverfügbarkeit konnte jedoch erst im letzten Quartal erreicht werden. Mangels klarer und verlässlicher Rahmenbedingungen bestand in unseren Absatzmärkten nur eine geringe Bereitschaft zu langfristigen Investitionen. Dieser Effekt wurde durch die massive Steigerung der LKW-Maut und der CO 2 -Abgabe zum Jahreswechsel noch verstärkt.

Die Einführung der neuen Tachographengeneration "SmartTacho Gen2" war im Automotive-Aftermarket ein belebender Faktor, der insbesondere im letzten Jahresdrittel zu einem deutlichen Umsatzsprung führte. Durch aktive Marktansprache und gezielte Vertriebsaktionen konnten in Verbindung mit der wiederkehrenden Warenverfügbarkeit im Vorjahr verlorene Marktanteile zurückgewonnen werden. Im Vorfeld der gesetzlich vorgeschriebenen Einführung der neuen Tachographengeneration bei Neufahrzeugen ab 7,5 t führte die Ertüchtigung des Werkstattnetzes zu einem Nachfrageschub bei Schulungen und Prüfmitteln.

Die steigende Nachfrage nach Einbaukapazitäten für Tachographen und Telematiksystemen war die Grundlage einer hohen Auslastung der vorhandenen Dienstleistungskapazitäten. Der sich kontinuierlich verschärfende Mangel an Fachkräften stellt das Unternehmen vor große Herausforderungen um offene Stellen, insbesondere in den Niederlassungen, zeitnah zu besetzen.

Im Telematiksegment wurde die Integration der Aktivitäten von ght erfolgreich umgesetzt. Trotz dieser komplexen Aufgabe konnte der konsolidierte Vorjahresumsatz im Telematik-Bereich um 10,8 % gesteigert werden. Auch bei den Verträgen und damit einhergehend den Connections wurde gegenüber Vorjahr ein deutliches Wachstum erzielt. Hier fließen sowohl Neuumsätze als auch Churn (Vertragskündigungen) ein. Neue Umsätze wurden sowohl durch Upselling, Neukunden für Tachographen-Datenmanagement-Lösungen, aber auch mit unseren hochwertigen Green&Safe-Lösungen unter der Marke "Greenzle" erzielt. Erfreulich ist auch das Wachstum unserer Daten- und Prozess-Integrationsplattform Infohub. Hier konnte der Umsatz gegenüber 2022 nahezu verdreifacht werden. Der Churn wurde durch ein erfolgreich eingeführtes Key Account- Management und klare Priorisierung in den Support- und Kundenservice-Teams auf einem Niveau knapp unter den Vorjahren gehalten. Diese Entwicklung bestätigt die Leistungsfähigkeit des Telematik-Bereichs organisch und anorganisch, auch unter herausfordernden Randbedingungen, profitabel zu wachsen.

Das Geschäftsfeld VE/ Car-Multimedia ist ein Bereich, in dem die Gesellschaft gewerblichen Kunden und Fahrzeugherstellern attraktive Produkte aus den Bereichen Fahrzeugsicherheit, Fahrerassistenz und Car-Multimedia bietet. Die erfolgreiche Einführung der neuen Gerätegeneration im Car-Multimedia-Bereich bei OEM-Kunden sicherte den mittelfristigen Absatz der Audio-Produkte durch entsprechende mehrjährige Rahmenabnahmeverträge.

Mit Beginn des Geschäftsjahres wurde die geplante Übernahme des Automotivebereichs der ght GmbH Elektronik im Verkehr vollzogen. Das bestehende Niederlassungsnetz wurde um die sechs Standorte der ght auf zwölf erweitert. Die vorhandenen Organisationsstrukturen wurden dem vergrößerten Vertriebsgebiet angepasst und bedarfsgerecht erweitert bzw. adaptiert. Durch die Zusammenführung der Unternehmen wurde der Marktanteil deutlich ausgebaut, was zu einer signifikanten Umsatzsteigerung führte.

3. Lage

a. Ertragslage

Durch die Integration des Automotive-Geschäftes der ght wurde eine deutlicher Umsatzsprung erreicht. Die nachfolgend aufgeführten Kennzahlen sind daher insgesamt nicht mit dem Vorjahr vergleichbar; wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen im Anhang. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um 67,5 % gesteigert werden. Dieser Effekt wirkte sich sowohl auf den Bereich der Handelsumsätze als auch auf den Bereich der margenstarken Serviceumsäze aus. Durch Effizienzsteigerungen und angepasster Personalplanung sank die Personalaufwandsquote von 26,6 % auf 24,4 %. Demgegenüber stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 14,5 % aufgrund von Einmalaufwendungen aus der Zusammenführung der Unternehmen auf 18,0 % der Gesamtleistung des Unternehmens.

Das Jahresergebnis liegt bei TEUR 1.231 (Vj. TEUR -86). Die Ertragslage 2023 ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen als gut zu bezeichnen.

Durch den abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag erfolgte die Gewinnabführung an die Muttergesellschaft, wodurch ein Jahresüberschuss von EUR 0,00 verbleibt.

b. Finanzlage

Die Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Eigenkapitalquote ging im Wesentlichen begründet durch Effekte aus der Umstrukturierung gegenüber dem Vorjahr auf 20,6 % (Vj. 36,8 %) zurück. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel haben sich durch die bessere Ertragslage erhöht und lagen zum Jahresende 2023 bei TEUR 1.747 (Vj. TEUR 886).

c. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist stabil. Dies spiegelt sich in der Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten wider.

Das kurzfristige Vermögen hat sich von TEUR 7.132 auf TEUR 10.022 erhöht. Die Vorräte wurden um TEUR 774 (+43 %) aufgebaut. Gleichzeitig haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.574 erhöht.

Die Rückstellungen sind um TEUR 2.121 gestiegen auf TEUR 5.283 und liegen deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.162). Ein Großteil der Steigerung entfällt auf die gebildeten Pensionsrückstellungen (+55,7 %).

Die ausschließlich kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen mit TEUR 2.723 um TEUR 1.397 über dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres auf TEUR 2.245. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 20,6 % (Vj. 36,8 %). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme von TEUR 7.954 auf TEUR 10.904 erhöht.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Rohertrag pro Mitarbeiter stieg auf TEUR 119 (Vj. TEUR 105) und liegt damit aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen auf Planniveau.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR 2.937 (Vj. TEUR 810) und steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 362 %. Diese Entwicklung ist aufgrund der oben beschriebenen Sondereinflüsse als plangemäß anzusehen.

5. Gesamtaussage

Im Wesentlichen hat sich unsere Lage im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert und kann unter den beschriebenen Prämissen der strategischen Neuausrichtung als gut bezeichnet werden.

III. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2024 ist für die Kienzle Automotive geprägt von starken Wachstumsambitionen. Die Wirtschaftslage in Deutschland bleibt auch in 2024 angespannt und die bereits für 2023 erwartete Erholung verzögert sich. Neben hohen Zinsen und geopolitischen Risiken bleibt auch die innenpolitische Unsicherheit ein wesentlicher Faktor für die konjunkturelle innerdeutsche Entwicklung. Positive Signale sind durch die sinkende Inflation und die absehbare Zinswende zu erwarten. Exportierende Unternehmen profitieren von der deutlich freundlicheren Konjunkturentwicklung außerhalb Deutschlands. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität prognostiziert dem Güterverkehr einen Wachstumskurs, wobei der Straßengüterverkehr überproportional profitieren soll. Auch im ÖPNV werden weitere Zuwächse, unter anderem eine Fortsetzung des positiven Trends aus der Einführung des Deutschland Tickets, erwartet.

Der Auftragsbestand und die Kundennachfrage nach unseren Produkten bleiben weiterhin hoch. Vor allem durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Mobilitätspakets erwarten wir eine deutliche Nachfragesteigerung bei unseren Tachographen-Lösungen. ESG-Standards und gesetzliche Regelungen wie CSRD werden die E-Mobilität und Nachhaltigkeitsthemen in allen Marktsegmenten weiterbefördern und damit unseren Green & Safe-Ansatz stärken. KI wird in den nächsten Jahren in viele Lösungen integriert sein. Im Segment Green & Safe haben wir 2023 mit Aufträgen für KI-basierte Kamerasysteme die ersten Schritte erfolgreich umgesetzt und werden weitere neue Lösungen auf den Markt bringen. Damit setzen wir unsere Strategie des Wandels zu einem Informationsdienstleister für digitale Prozesse mit spezifischem Domänen-Wissen in der Steuerung gewerblicher Flotten mit hoher Geschwindigkeit weiter um.

Die organisatorische und personelle Weiterentwicklung wird konsequent im Rahmen unseres Management Frameworks vorangetrieben. Die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und die individuelle Förderung der Mitarbeitenden auf allen Führungsebenen bleibt einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Wir schaffen damit die Voraussetzungen, unsere Zukunft mit "Digital Natives" und innovativen Ideen weiter aktiv, sei es kontinuierlich oder disruptiv, zu gestalten.

Wir erwarten eine weitere deutliche Verbesserung unserer o.g. finanziellen Leistungsindikatoren.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Im Rahmen der Rezertifizierung gemäß DIN ISO 9001:2008 wurden in 2023 wieder alle Prozesse auf Schwachstellen durchleuchtet, und die erforderlichen präventiven Maßnahmen zur Früherkennung möglicher Risiken getroffen.

Die EDV-Infrastruktur des ERP-Systems wird kontinuierlich gepflegt und erneuert, um organisatorische Verbesserungen zu erreichen. Das neu eingeführte ERP-System Microsoft Business Central wurde optimiert und an die betrieblichen Anforderungen angepasst. Eine redundante Anbindung an das Internet ist über eine Richtfunkstrecke als Fallback umgesetzt.

Die aktuelle Serverlandschaft wurde weitestgehend in die Cloud migriert und unsere It-Security-Standards entsprechend umgesetzt (z.B. Multifaktorenauthentisierung).

Über Power BI wurde umfassende Transparenz über die finanziellen und operativen Geschäftsaktivitäten geschaffen, die es allen Führungskräften ermöglicht, qualifizierte, faktenbasierte Entscheidungen zu treffen.

Vorhandene Prozesse werden fortlaufend digitalisiert, um Fehlerquellen abzustellen, Prozesskosten durch Skalierbarkeit zu senken und den Kundennutzen zu verbessern.

Risiken in Vorräten und Forderungen

Das Vorratsmanagement unterliegt einer permanenten Optimierung der Beschaffungskette. Das Vorratsvermögen wird stets an die aktuellen Bedarfe angepasst, um damit mögliche Risiken sowie die Kapitalbindung in den Vorräten zu reduzieren.

Existenzgefährdende Forderungsausfallrisiken bestehen nicht.

Kunden mit größeren Kreditlimits sind registriert und werden permanent einzeln überwacht.

Alle Kunden werden permanent hinsichtlich ihres Zahlungsverhaltens überprüft. Neukunden werden mit Hilfe von externen Datenquellen auf ihre Bonität untersucht. Zahlungsart, Zahlungsziel und Rechnungsstellungsarten werden in Abhängigkeit der Bonität des Kunden definiert.

Rechtliche Risiken und Haftungsrisiken

Um rechtlichen Risiken vorzubeugen, werden alle wesentlichen Rechtsgeschäfte durch die Geschäftsführung geprüft und genehmigt. Haftungsrisiken und Schadensfälle werden durch wirksame Versicherungen minimiert. Für das verbleibende Risiko sowie für Rechtsberatungskosten werden Rückstellungen gebildet, soweit eine Inanspruchnahme erwartet wird.

Versicherungen

Alle relevanten Risiken sind nach Auffassung der Gesellschaft durch Versicherungen abgedeckt. Die Kienzle Automotive wird dabei von einem Versicherungsmakler beraten und betreut.

Der Umfang der Versicherungen wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst bzw. erweitert. Wir führen hierzu auch regelmäßig Gespräche mit den Vertretern des Versicherungsmaklers, um Aktualität im Versicherungsbestand zu gewährleisten.

Auf Grund der abgeschlossenen Versicherungen, der getroffenen Maßnahmen und der organisatorischen Überwachung der Systeme kann davon ausgegangen werden, dass eventuell eintretende Schadensfälle keine substanziellen Auswirkungen haben können.

Beschaffung, Logistik und Vertrieb

Aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach Tachographen im Zuge des Mobilitätspakets der EU ist mit temporären Lieferengpässen zu rechnen. Die Bevorratungspolitik ist diesen Marktgegebenheiten angemessen anzupassen.

Ansonsten sind für die Bereiche Beschaffung, Logistik und Vertrieb keine besonderen Risiken erkennbar.

Besondere vertriebliche Risiken sind nicht vorhanden, da das Geschäftsmodell auf der Entwicklung einer Vielzahl von eher kleinen Kunden basiert. Damit ist eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden nicht vorhanden.

Risiken aus Informationstechnologie

Zur Abwicklung von Geschäftsprozessen nutzt die Gesellschaft IT-gestützte Kommunikationssysteme in erheblichem Umfang. Hierdurch entsteht ein Risiko durch den Ausfall von Systemen. Zur Minimierung dieser Risiken nutzt die Gesellschaft die Erfahrungen interner und externer Hard- und Softwarespezialisten. Alle relevanten Systeme wurden mit entsprechenden SLA in die Cloud migriert, um die Abhängigkeit von den internen IT-Ressourcen zu reduzieren und jederzeit von den aktuellsten Sicherheitsmechanismen profitieren zu können.

Währungs- und Zinsrisiko

Es bestehen keine Währungs- und Zinsrisiken.

Zusammenfassung des Risikomanagements

Auf der Grundlage der uns heute bekannten Informationen sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden würden.

2. Chancenbericht

Neben den oben beschriebenen Risiken bestehen nach Einschätzung der Gesellschaft Chancen, die einen positiven Einfluss auf die Umsatz-, Ergebnis- oder Liquiditätsentwicklung haben können.

Wesentliche Chancen sind untrennbar mit den bereits genannten Risiken verbunden.

Chancen ergeben sich im Wesentlichen aus:

- der Sonderkonjunktur aus dem EU-Mobilitätspaket,

- der Stärkung des Onlinegeschäftes im B2B-Segment,

- der Akquisition neuer Kunden,

- der Erschließung neuer Märkte,

- der Optimierung betrieblicher Prozesse,

- dem gut ausgebildeten und motivierten Personal, der langjährigen Tradition und den Produkten, die die hohen Ansprüche der Kunden erfüllen und

- den eingeleiteten Maßnahmen, um strategischen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Entsprechend der Unternehmensgröße und Organisation gibt es eine unternehmensinterne Kommunikation, die eine Maximierung der genannten Chancen gewährleistet.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

 

Düsseldorf, 20. März 2024

Kienzle Automotive GmbH

Geschäftsführung

Herbert Werthner

Cornelius von Plessen

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 881.615,47 822.357,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 418.820,52 434.896,25
II. Sachanlagen 462.794,95 387.461,47
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 462.794,95 387.461,47
B. Umlaufvermögen 10.001.403,39 7.116.688,89
I. Vorräte 2.575.448,12 1.800.683,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.678.836,39 4.430.071,26
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.045.171,45 2.714.683,80
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.747.118,88 885.934,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.825,02 14.719,33
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.903.843,88 7.953.765,94

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.244.644,27 2.929.323,85
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 744.644,27 1.429.323,85
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Rückstellungen 5.282.684,98 3.161.542,00
C. Verbindlichkeiten 2.723.164,92 1.325.946,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 168.563,25 405.238,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 653.349,71 536.953,93
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.903.843,88 7.953.765,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.201.855,24 7.742.482,93
2. Personalaufwand 7.113.734,74 4.652.733,96
a) Löhne und Gehälter 6.154.900,49 3.924.980,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 958.834,25 727.753,54
3. Abschreibungen 548.510,92 544.878,84
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 548.510,92 544.878,84
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.253.651,80 2.534.362,41
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.958,73 16.517,31
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 66.993,44 87.064,42
7. Ergebnis nach Steuern 1.264.923,07 -60.039,39
8. Sonstige Steuern 34.091,22 25.681,29
9. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 85.720,68
10. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.230.831,85 0,00
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Kienzle Automotive GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB Nr. 38079 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Abspaltung Teilbetrieb

Im Berichtsjahr wurde ein Teilbetrieb von der Schwestergesellschaft, ght GmbH Elektronik im Verkehr, Nürnberg, im Wege der Abspaltung auf die Gesellschaft übertragen. Die Abspaltung erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2023. Aufgrund dieses Vorgangs sind die Bilanzwerte des Berichtsjahrs nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Bei einer Berücksichtigung der Abspaltung bereits zum 31. Dezember 2022 hätten sich, ausgehend von den damaligen Werten, folgende wesentliche Veränderungen ergeben:

Werte zum 31.12.2022
TEUR
Veränderung durch Abspaltung
TEUR
Konsolidierter Wert zum 31.12.2022
TEUR
Sachanlagevermögen 387 197 584
Vorräte 1.801 710 2.511
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.430 691 5.121
Eigenkapital 2.929 -685 2.244
Rückstellungen 3.162 2.059 5.221
Verbindlichkeiten 1.326 241 1.567
Rohergebnis 7.742 4.872 12.614
Personalaufwand 4.653 3.046 7.699

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 7 Jahren betragen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen 2 und 15 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gehaltsanpassungen und Fluktuation sind unverändert mit 0,0 % p.a., Rentenanpassungen unverändert mit 1,5 % p.a. eingerechnet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 39 (Vj. TEUR 120). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Langfristige Rückstellungen werden, sofern vorhanden, mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden von der deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Erlöse aus Serviceverträgen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.736 (Vj. TEUR 2.708) enthalten.

3. Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der sich aus den geänderten Bewertungsvorschriften ergebende Unterschiedsbetrag im Zeitpunkt der Erstanwendung des HGB in der Fassung der BilMoG beträgt TEUR 398. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde demgemäß im Berichtsjahr 1/15, also TEUR 27 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 27.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 164 (Vj. TEUR 117).

5. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 7.650, die in voller Höhe verbundene Unternehmen betreffen.

Aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmensverbundes wird das Risiko der Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten als gering eingeschätzt.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 6.480. Diese enden zwischen 2024 und 2032.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 50 aus erhaltenen Zuschüssen enthalten.

2. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 210 (Vj. TEUR 158) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB aus der Zuführung des Anpassungsbetrags für die Pensionsrückstellung nach BilMoG in Höhe von TEUR 27.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 118 aus der Zuführung zu Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen und in Höhe von TEUR 158 aus Nachberechnungen für Vorjahre enthalten.

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge stammen in Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 16) aus verbundenen Unternehmen.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 1) verbundene Unternehmen.

In Höhe von TEUR 66 (Vj. TEUR 86) sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023
Arbeiter 28
Angestellte 87
Außendienst 4
119

2. Angabe zu den Organmitgliedern

Zur Geschäftsführung sind die folgenden Personen bestellt:

Herr Herbert Werthner, Kaufmann

Herr Cornelius von Plessen, Diplom-Kaufmann

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Kienzle Automotive GmbH ist verbundenes Unternehmen der Kienzle Beteiligungs GmbH, Mülheim an der Ruhr und wird in deren freiwillig aufgestellten Konzernabschluss einbezogen, der dem kleinsten Kreis von Unternehmen entspricht.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge durch Abspaltung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 2.765.267,57 658.777,48 427.699,60 178.482,35 3.673.262,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.524.777,48 11.241,52 141.035,54 0,00 1.677.054,54
II. Sachanlagen 1.240.490,09 647.535,96 286.664,06 178.482,35 1.996.207,76
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.240.490,09 647.535,96 286.664,06 178.482,35 1.996.207,76
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge durch Abspaltung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 1.942.909,85 457.608,26 548.510,92 157.382,20 2.791.646,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.089.881,23 6.556,48 161.796,31 0,00 1.258.234,02
II. Sachanlagen 853.028,62 451.051,78 386.714,61 157.382,20 1.533.412,81
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 853.028,62 451.051,78 386.714,61 157.382,20 1.533.412,81
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 881.615,47 822.357,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 418.820,52 434.896,25
II. Sachanlagen 462.794,95 387.461,47
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 462.794,95 387.461,47

sonstige Berichtsbestandteile

 

Düsseldorf, 20. März 2024

Kienzle Automotive GmbH

Geschäftsführung

Herbert Werthner

Cornelius von Plessen

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kienzle Automotive GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kienzle Automotive GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kienzle Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 20. März 2024

Wirtschaftsrevision Süd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Walter, Wirtschaftsprüfer

Hilpert, Wirtschaftsprüfer

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