klarwert GmbHLiquidiert

33602 Bielefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 43849
Vorher
klarwert° GmbH
Eingetragen
10.6.2020
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung) sowie Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) und die Erbringung von Betreuungs- und Managementdienstleistungen jeder Art für Dritte. Die Gesellschaft ist nicht berechtigt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu tätigen und alle Maßnahmen zu treffen, die dem vorstehenden Unternehmensgegenstand zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu gründen, zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen und auch Zweigniederlassungen im Inland zu errichten. Die Gesellschaft kann aufgrund einstimmigen Beschlusses der Gesellschafterversammlung auch Geschäfte tätigen, die über den vorbezeichneten Unternehmensgegenstand hinausgehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johanna Isenborth
seit 2.12.2025
Geschäftsführer
Werner Schönfeld
seit 10.6.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

klarwert GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 2.367.867,26 2.531.444,59
2. Forderungen an Kunden 1.464.102,47 1.317.783,84
3. Beteiligungen 50,00 50,00
4. Immaterielle Anlagewerte 1,00 25.729,00
5. Sachanlagen 132.208,00 163.932,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 8.231,97 32.636,54
7. Rechnungsabgrenzungsposten 21.085,33 33.643,66
Summe Aktiva 3.993.546,03 4.105.219,63

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute
a) täglich fällig 457.988,58 521.696,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 644.479,81 359.949,00
3. Rechnungsabgrenzungsposten 3.058,34 9.841,67
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 291.322,99 371.937,86
b) andere Rückstellungen 77.280,10 73.240,00
Summe Rückstellungen 368.603,09 445.177,86
5. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
b) Bilanzgewinn 1.519.416,21 1.768.555,10
Summe Eigenkapital 2.519.416,21 2.768.555,10
Summe Passiva 3.993.546,03 4.105.219,63

Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Provisionserträge 4.674.670,03 4.414.240,80
2. Provisionsaufwendungen 458.400,00 438.400,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 74.266,78 71.231,84
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 747.071,01 613.910,07
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und gür Unterstützung 145.916,65 116.734,62
Summe Personalaufwand 892.987,66 730.644,69
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.183.234,26 1.023.980,83
Summe allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.076.221,93 1.754.625,52
5. Abschreibungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 58.612,00 60.141,95
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.368,79 4.882,40
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.154.334,10 2.227.422,77
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 703.202,99 726.757,86
9. Sonstige Steuern 270,00 20,00
10. Jahresüberschuß 1.450.861,11 1.500.644,91
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 68.555,10 267.910,19
12. Bilanzgewinn 1.519.416,21 1.768.555,10

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der RechKredV erstellt.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG mit Sitz in Gütersloh (AG Gütersloh, GenR 127). Einen Konzernabschluss erstellt die Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG nicht, da der grundsätzlichen Pflicht zur Aufstellung aufgrund der Ausübung des Wahlrechtes des § 296 Abs. 2 HGB keine in einen Konzernabschluss einzubeziehenden Tochterunternehmen gegenüberstehen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: klarwert GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bielefeld
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bielefeld
Register-Nr.: 43849

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Der Jahresabschluss wurde unter Fortschreibung des Jahresergebnisses zum Bilanzgewinn aufgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Bezeichnung Entwicklung der Stand zum 01.01.2023 Zugang Abgang-
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene EDV-Software Ansch-/Herst-K 77.187,37
Abschreibung 51.458,37 25.728,00
Buchwerte 25.729,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung Ansch-/Herst-K 230.012,87 1.160,00
Abschreibung 66.080,87 32.884,00
Buchwerte 163.932,00 1.160,00
III. Beteiligungen
1. Beteiligungen Ansch-/Herst-K 50,00
Abschreibung 0,00
Buchwerte 50,00
Summe Ansch-/Herst-K 307.250,24 1.160,00
Abschreibung 117.539,24 58.612,00
Buchwerte 189.711,00 1.160,00
Bezeichnung Umbuchung Abschreibung Zuschreibung- Stand zum 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene EDV-Software 77.187,37
77.186,37
25.728,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.172,87
98.964,87
32.884,00 132.208,00
III. Beteiligungen
1. Beteiligungen 50,00
0,00
50,00
Summe 308.410,24
176.151,24
58.612,00 132.259,00

Angaben zur Bilanz

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.367.867,26 EUR (Vorjahr: 2.531.444,59 EUR) betreffen vollständig Forderungen gegenüber der Gesellschafterin und damit Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate 1.464.102,47 EUR (Vorjahr: 1.317.783,84 EUR)
mehr als 3 Monate bis ein Jahr 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
mehr als 5 Jahre 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 457.988,58 EUR (Vorjahr: 521.696,00 EUR) betreffen vollständig Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und damit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

bis ein Jahr 1.102.468,39 EUR (Vorjahr: 881.645,00 EUR)
mehr als ein Jahr 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
mehr als 5 Jahre 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich gem. § 35 Abs. 1 Nr. 4 RechKredV in die folgenden wichtigsten Einzelbeträge:

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 314.870,86 EUR (Vorjahr: 57.067,00 EUR)
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern 252.932,91 EUR (Vorjahr: 70.894,95 EUR)
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 60.622,80 EUR (Vorjahr: 217.301,21 EUR)

Der Bilanzgewinn hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gewinnvortrag zum 01.01.2023 1.768.555,10 EUR
Einstellungen in die Gewinnrücklage 0,00 EUR
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen 0,00 EUR
Gewinnausschüttungen für Vorjahre 1.700.000,00 EUR
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 1.450.861,11 EUR
Bilanzgewinn 31.12.2023 1.519.416,21 EUR

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Vermögensverwaltungen und Anlagevermittlungen nehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung den wesentlichen Ertragsbestandteil ein.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich gem. § 35 Abs. 1 Nr. 4 RechKredV in die folgenden wichtigsten Einzelbeträge:

Sonstige Sachbezüge KFZ 35.526,89 EUR (Vorjahr: 36.914,76 EUR)
Investitionszuschüsse 6.783,33 EUR (Vorjahr: 6.783,33 EUR)
Erstattungen AufwendungsausgleichsG 30.581,75 EUR (Vorjahr: 17.175.97 EUR)

In den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 20.771,42 EUR (Vorjahr: 21.651,66 EUR) enthalten.

In den anderen Verwaltungsaufwendungen werden Aufwendungen für Kosten der Abschlussprüfung in Höhe von 14.000,00 EUR sowie für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 8.000,00 EUR ausgewiesen. Außerdem sind in dieser Position periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 10.826,83 EUR (Vorjahr: 33.509,41 EUR) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Angaben

Sämtliche Sachanlagen in Höhe von 132.259,00 EUR (Vorjahr: 163.962,00 EUR) werden im Rahmen eigener Tätigkeit genutzt.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 8 kaufmännische Mitarbeiter, davon 5 Vollzeitbeschäftigte und 3 Teilzeitbeschäftigte.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für Mitglieder der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben zur Geschäftsführung im Geschäftsjahr

Name, Vorname Schönfeld, Werner
Beruf Geschäftsführer der klarwert GmbH

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bielefeld, 11. März 2024,

gez. Werner Schönfeld

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die klarwert GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der klarwert GmbH, Bielefeld (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die A ussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gensingen, 22. April 2024,

Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

gez. Jürgen App, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftstätigkeit

klarwert verfügt über die Erlaubnis nach § 15 WpIG zur Erbringung der Dienstleistungen Finanzportfolioverwaltung, Anlagevermittlung sowie Abschlussvermittlung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

klarwert erbringt die Dienstleistung Finanzportfolioverwaltung für die Kunden der Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG. Sie bedient sich dabei einer digitalen Plattform, die durch Prozessautomatisierung eine signifikante Effizienzsteigerung und so noch stärker die Konzentration auf die persönliche Betreuung der Kunden ermöglicht.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

1.2.1 Finanzmärkte

Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in der Volksrepublik China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls.

Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen jedoch eher positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei mehr als doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem in der Jahresendrallye deutlich an zulegten.

DAX schließt nahe Rekordhoch

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Zugleich führte die Unsicherheit in den USA, aber auch global zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere von solchen oberhalb der Einlagensicherungsgrenzen. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte eine Erholung der Aktienmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch.

Diese Erholung flachte zum Sommer hin ab, setzte sich aber trotz wiederkehrender Volatilität insbesondere um die Leitzinsentscheide der Notenbanken fort. Ende Juli notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, auf den Israel mit einer Militäroffensive gegen die Hamas im Gazastreifen antwortete. Der DAX verlor im Oktober 4,3 % und fiel damit auf 14.716,54 Punkte zurück. Da der Konflikt bis zum Jahresende weitgehend auf den Gazastreifen begrenzt blieb, setzte im November bereits eine neuerliche, vorsichtige Erholung an den Aktienmärkten ein.

Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wäre. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 beziehungsweise 43,4 % zulegen

2 Geschäftsverlauf

2.1 Allgemeine Unternehmensentwicklung

Im Jahr 2023 erbrachte klarwert die Dienstleistung Portfoliomanagement weiterhin exklusiv für Kunden der Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG. Neben dem Russland-Ukraine-Konflikt mit all seinen Nebenwirkungen, wurde im Jahr 2023 auch der, durch den Überfall der Hamas auf Israel wieder aufflammende Nahost-Konflikt, zum zentralen Belastungsfaktor an den Finanzmärkten. Trotz dieser Herausforderungen gelang es der klarwert ihre Ziele für das Jahr 2023 zu erreichen. Zum Jahresende betreute klarwert 536 Kunden mit einem Volumen von rund 470 Mio. Euro.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Jahr 2023 vereinnahmte klarwert aus der Finanzportfolioverwaltung Provisionserträge in Höhe von 4.674.670,03 EUR. Dem standen Aufwendungen inkl. AfA in Höhe von 2.592.602,71 EUR gegenüber. Der Jahresüberschuss nach Abzug von Steuern betrug 1.452.208,61 EUR.

klarwert verfügte jederzeit über ausreichende Liquidität, um den laufenden Verpflichtungen nachzukommen.

Aufgrund der weiterhin positiven betriebswirtschaftlichen Entwicklung verfügt klarwert nach Ausschüttung in Höhe von 1.700.000,00 EUR über Eigenkapital in Höhe von 2.520.763,71 EUR.

Die Provisionserträge konnten im Jahr 2023 von 4.414.240,80 auf 4.674.670,03 EUR gesteigert werden. Die Aufwendungen stiegen im gleichen Zeitraum von 2.258.049,87 € EUR auf 2.592.602,71 EUR.

Hauptgrund für die gestiegenen Provisionserträge waren die erfreulichen Zuwächse im verwalteten Vermögen. Dieses konnte sowohl über neue Kunden als auch über Aufstockungen bei Bestandsmandaten generiert werden.

Der steigende Grad der Digitalisierung durch Automatisierung interner Prozesse sorgte demgegenüber für Skaleneffekte bei den Aufwandspositionen. Das Wachstum konnte ohne wesentliche Ausweitung des Personalbestandes erreicht werden.

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen

Chancen ergeben sich durch den Ausbau bestehender und den Gewinn neuer Vermögensverwaltungsmandate. Dies gelingt durch die Symbiose von persönlicher Betreuung und digitalen Prozessen. Aufgrund steigender Komplexität bei Finanzanlagen und einer Verschiebung der Prioritäten bei Endkunden wird der Bedarf nach Vermögensverwaltung nach Meinung von klarwert weiterhin überproportional wachsen. Mit dem transparenten Geschäftsmodell zahlt klarwert insbesondere auf die Erwartungen und Bedürfnisse der jüngeren (potenziellen) Vermögensverwaltungskunden ein.

Durch die steigenden Anforderungen im Bereich der Regulatorik wird es für Marktteilnehmer, die aktuell keine hauseigene Vermögensverwaltung anbieten zunehmend herausfordernder eine solche Lösung zu implementieren. Die Zahl neuer Mitbewerber am Markt hält sich insofern in Grenzen. Gleichzeitig entstehen dadurch für klarwert Chancen, da das Geschäftsmodell von klarwert auch die Betreuung von Partnerbanken im Bereich Finanzportfolioverwaltung beinhaltet.

3.2 Risikocontrollingsystem

Die Ausgestaltung des Risikomanagements ist bestimmt durch die Geschäfts- und Risikostrategie. Ziel der Risikostrategie ist die langfristige Sicherung der Existenz der klarwert, insbesondere durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung, Ertragsstabilität und jederzeitige Sicherstellung ausreichender Liquidität. Dazu identifiziert die klarwert die für sie relevanten Risiken und unterscheidet sie in wesentliche und unwesentliche Risiken. Als relevante Risiken hat die klarwert die operationellen Risiken (wesentlich), das Adressausfallrisiko (unwesentlich), das Marktpreisrisiko (unwesentlich) und das Liquiditätsrisiko (unwesentlich) identifiziert. Die identifizierten Risiken werden jährlich durch die Geschäftsführung analysiert und bewertet. Aus dem Ergebnis werden eventuelle Steuerungsmaßnahmen abgeleitet. klarwert geht keine Risiken zur Ertragssteigerung ein. Die Risikostrategie bezieht sich insbesondere auf die Vermeidung von Risiken aus dem operativen Geschäft.

3.3 Relevante Risiken

3.3.1 Wesentliche Risiken

3.3.1.1. Operationelles Risiko

Unter Operationellem Risiko versteht klarwert die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken und dolose Handlungen ein.

Vermögensschäden werden nur dann den operationellen Risiken zugerechnet, wenn der eingetretene Schaden eindeutig und ausschließlich auf das Versagen von internen Verfahren, Menschen oder Systemen zurückzuführen ist. Das operationelle Risiko umschließt vor allem folgende Risikoarten:

Interner Betrug

Externer Betrug

Reputation

Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit (Fluktuationsrisiko)

Sachschäden

Geschäftsunterbrechungen und Systemausfälle

Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten

Abwicklung, Lieferung und Prozessmanagement

Veränderungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen

3.3.2 Unwesentliche Risiken

3.3.2.1 Adressausfallrisiko

Dieses Risiko wird als unwesentlich eingeschätzt, da die Granularität der Forderungen aufgrund der Vielzahl der Kunden sehr hoch ist, die Vergütung vierteljährlich berechnet wird und die Bonität der Kunden aufgrund des Geschäftsmodells als sehr gut einzuschätzen ist.

3.3.2.2. Liquiditätsrisiko

Ein Liquiditätsrisiko besteht für klarwert in unzureichender kurzfristiger Liquidität, die durch das Eintreten des Adressausfallrisikos sowie operationellen Risiken verursacht werden kann. Die Liquidität von klarwert wird bei der Mutter, Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG, verwahrt. Das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als unwesentlich eingestuft.

3.3.2.3. Marktpreisrisiken

Da die Kundenvergütung abhängig vom Asset under Management der Kunden ist, besteht für klarwert ein mittelbares Marktpreisrisiko. klarwert trägt diesem Risiko Rechnung, indem im Businessplan mit unterschiedlichen Szenarien kalkuliert wurde. Dies beinhaltet auch die Berücksichtigung der Kostenstruktur, die sich durch einen hohen variablen Anteil auszeichnet. Aufgrund der Ergebnisse dieser Kalkulationen wird das Risiko als unwesentlich eingestuft.

3.4 Gesamtlage

klarwert betrachtet die eingesetzten Maßnahmen zur Steuerung und Minderung von Risiken als angemessen und wirksam.

4 Prognose

Die klarwert kalkuliert mit einer Steigerung der Assets under Management in den nächsten 5 Jahren auf ca. 1.250 Mio. Euro. Die Steigerung der Asset under Management wird weiter durch Gewinnung von Neukunden und Aufstockungen bei Bestandsmandaten gelingen. Durch den hohen Anteil des Digitalisierungsgrades, der stetig weiter ausgebaut wird, kann die Betreuung der steigenden Assets under Management ohne signifikante Erhöhung der Personalkosten erfolgen.

Für das Jahr 2024 plant klarwert ein Jahresergebnis von ca. 1,4 Mio. EUR.

Eine zentrale Voraussetzung für das Erreichen des kalkulierten Ziels ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Investmentprozesses.

 

Bielefeld, 26.03.2024,

gez. Werner Schönfeld

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