Boots- und Yachtbau
Kingspan STG GmbH
Trifte 72, 32657 Lemgo, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Naescher seit 9.9.2025 | Geschäftsführer |
Raoul Eugene Camille Roth seit 14.2.2025 | Geschäftsführer |
Michael Sokulski seit 3.2.2025 | Prokura |
Michael Kennedy seit 15.2.2023 | Geschäftsführer |
Carsten Bleckmann seit 20.9.2022 | Prokura |
Liam Joseph McDaniel seit 8.11.2016 | Geschäftsführer |
Frank Wienböker seit 22.7.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Kingspan Holdings (Overseas) Limited | 86.36% |
Kingspan Holdings (Overseas) Limited | 13.64% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kingspan STG GmbH (vormals: STG-Beikirch GmbH)LemgoJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die STG-Beikirch GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STG-Beikirch GmbH, Lemgo, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STG-Beikirch GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 1. März 2023 Ernst
& Young GmbH
Forst, Wirtschaftsprüfer Hufnagel, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2020
AnhangA. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Es wurden die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft wird im Handelsregister beim Amtsgericht Lemgo in Abteilung B unter Nummer HRB 2988 mit dem Sitz in der Trifte 72 in 32657 Lemgo geführt. Mit Vertrag vom 22. August 2019 (Notar Brüninghaus - UR-Nr. 252/2019) ist die STG-Beikirch Industrieelektronik + Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG im Rahmen eines Anwachsungsvorgangs in die STG-Beikirch GmbH eingebracht worden, welche die Geschäfte ab dem 2. September 2019 weitergeführt hat. Bis zur Anwachsung hat die STG-Beikirch GmbH die Komplementärstellung der STG-Beikirch Industrieelektronik + Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG innegehabt. Die Vorjahreszahlen können deshalb nicht zu Vergleichszwecken herangezogen werden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Software wurde entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bis fünf Jahre; lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und wurde, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei Gebäuden wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 7 und 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt bei 4 bis 23 Jahren, die für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 14 Jahren. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von EUR 250,00 wurden nicht als Inventar erfasst und sofort als Aufwand behandelt. Zugänge des Berichtsjahres, deren Einzelanschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 liegen, wurden in einem Sammelpool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren mit 20 % linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem Mindestumfang berücksichtigt werden. Zinsaufwendungen wurden nicht berücksichtigt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Forderungen und Vermögensgegenstände in ausländischer Währung waren gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) sowie das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) gemäß § 256a HGB nicht beachtet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite nur Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte mittels der PUC-Methode unter Berücksichtigung eines Rechnungszinssatzes von 2,72 % p.a., eines erwarteten Rententrends von 1,5 % p.a. und der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck als zugrunde gelegte Sterbetafeln. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Eventuell zu berücksichtigenden Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit relevant, berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für Altersvorsorgeverpflichtungen und der vergangenen sieben Geschäftsjahre für sonstige Rückstellungen abgezinst worden. Der Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten in ausländischer Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtagskurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde das Anschaffungskostenprinzip § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) sowie das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) in Übereinstimmung mit § 256a HGB nicht beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Eigenkapital Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein Betrag von TEUR 455 in die Kapitalrücklage eingestellt. Es handelt sich dabei um eine nachträgliche Korrektur des im Vorjahr in die Kapitalrücklage eingestellten Unterschiedsbetrages aus der Anwachsung der STG-Beikirch Industrieelektronik + Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG. Zum Zeitpunkt der bilanziellen Erfassung des Anwachsungsvorgangs war eine Abschlussbuchung zum 31. Dezember 2018 der angewachsenen Gesellschaft noch nicht im Finanzinformationssystem der STG-Beikirch Industrieelektronik + Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG erfasst. Im Geschäftsjahr 2020 war die Gesellschaft profitabel und generierte einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 755. Darüber hinaus ist die Liquidität der Gesellschaft über den Bilanzstichtag hinaus durch die Cash-Pool Vereinbarung vom 16. Dezember 2016 mit der Kingspan Holding GmbH sichergestellt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde im Geschäftsjahr 2017 eine Änderung bei der Abzinsung der Altersversorgungsverpflichtungen mit aufgenommen. Demnach sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Jahren ergibt, abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der sich aus der Abzinsung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen bei der Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangen zehn Geschäftsjahre im Vergleich zu der Abzinsung zu dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 12 und ist ausschüttungsgesperrt. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Garantieverpflichtungen von TEUR 160 (i. Vj. TEUR 230), für Verpflichtungen im Personalbereich von TEUR 145 (i. Vj. TEUR 199), für Kundenbonus von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 0) sowie ausstehende Rechnungen von TEUR 546 (i. Vj. TEUR 528) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 3.866 (i. Vj: TEUR 4.199) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 201 (i. Vj: TEUR 2.357) Verbindlichkeiten aus dem Cashpool. Haftungsverhältnisse
Hierbei handelt es sich um Avalkredite, die als Bürgschaften für eventuelle Gewährleistungsansprüche von Kunden (Ablösung von Sicherheitseinbehalten) dienen. Dieses Eventualrisiko ist durch eine Rückstellung für Gewährleistung abgedeckt, die in Höhe von TEUR 160 (i. Vj. TEUR 230) gebildet wurde. Mit weiteren Inanspruchnahmen wird aufgrund der bisherigen Erfahrungen nicht gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen umfassen die bis zur Möglichkeit der erstmaligen Kündigung voraussichtlich noch anfallenden Beträge. Diese Verträge wurden abgeschlossen, um Liquiditätsvorteile zu realisieren. Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es sind keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen worden, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Bestandsveränderung Die Bestandsveränderung im Geschäftsjahr 2020 beträgt TEUR 1.097 (i. Vj. TEUR 1.115). Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Bestandsveränderung nicht separat ausgewiesen, sodass eine Korrektur des Vorjahreswerts erfolgt ist. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge enthalten:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von EUR 2.262,03 (i. Vj. EUR 0) ausgewiesen. E. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Für die Vergütung von Liam Joseph McDaniel, Derek Corrigan, und Christopher Garrett Crowe sind der STG-Beikirch GmbH im Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2020 keine Aufwendungen entstanden. Das Geschäftsführergehalt wird von der Muttergesellschaft übernommen. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben zu den Geschäftsführerbezügen von Frank Wienböker und Dr. Markus Niedermayer sowie zu Pensionsbezügen ehemaliger Geschäftsführer gemacht. Den Organen und ehemaligen Organen wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt und es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Organe eingegangen. Mitarbeiter
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der Kingspan Group PLC, Kingscourt/Irland, und wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 dieser Gesellschaft einbezogen. Bei der Kingspan Group PLC, Kingscourt/Irland, handelt es sich um eine börsennotierte Aktiengesellschaft, die Ihren Konzernabschluss veröffentlicht. Der Konzernabschluss ist über die Homepage (https://www.kingspan.com/group/investors/shareholder-services/agm) abrufbar. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss der STG-Beikirch GmbH in Höhe von TEUR 755 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 1.410) wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Die Kingspan Holding GmbH als Cash-Pool-Trägerin hat mit der Gesellschaft vertraglich sichergestellt, dass die Gesellschaft unbefristet durch eine revolvierende Cash-Pool-Finanzierung so ausgestattet wird bzw. bleibt, dass die Gesellschaft in der Lage ist, sämtliche Verpflichtungen gegenüber ihren Geschäftsgläubigern zu erfüllen und jederzeit mit entsprechender Liquidität ausgestattet wird. Aufgrund der weiterhin anhaltenden Coronakrise und immer wiederkehrenden Lockdowns und Schließung wichtiger Häfen in China, verschärfen sich die Lieferengpässe zunehmend, was sich zunehmend in erhöhten Lieferzeiten und Preisen auswirkt. Ebenfalls negativ auf die Rohstoffversorgung und Energiepreise wirkt sich der seit dem 24.02.2022 andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine aus. Durch den Krieg werden die Transportwege aus Fernost ebenfalls negativ beeinflusst und einige Fluggesellschaften haben den Flugverkehr zeitweise eingestellt. Eine Einschätzung der Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Versorgungsketten ist aus heutiger Sicht sehr schwierig, aber es ist auf Grund der jetzt schon stark gestiegenen Energiepreise mit weiteren Preiserhöhungen auf dem Rohstoffmarkt zu rechnen, wodurch kurzfristige Preisanpassungen im Jahr 2022 und auch danach notwendig werden. Einige große Bauvorhaben speziell in den Ballungsgebieten (Frankfurt, Berlin und Hamburg) sind durch russische Investoren finanziert worden. Da diese Gelder eingefroren sind, ist im Hochbau ebenfalls mit der Verzögerung einiger Projekte zu rechnen, was sich ebenfalls negativ auf das Geschäft der STG-Beikirch in den Bereichen der Fernster Automation (WA) und der Rauchschutzdruckanlagen (SPS) auswirken könnte. Der neuartige Coronavirus hat sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben einschränken und die Wirtschaft beeinträchtigen. Ein Ende dieser Entwicklung ist bedingt durch den Impffortschritt nur vorsichtig absehbar. Auf den globalen Rohstoffmärkten ist seit Beginn den Jahres 2021 eine signifikante Preissteigerung zu erkennen, die es der Weltwirtschaft im Allgemeinen zunehmend erschwert, präzise Prognosen bezüglich Preisstabilität und Rohstoffbeschaffung zu treffen. Die Auswirkungen für unser Unternehmen werden daher schon jetzt spürbar, indem sich der Rohstoffeinkauf verteuert und mit entsprechenden Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergegeben werden müssen. Hierbei kann es durchaus vorkommen, dass Bauvorhaben in Gänze in Frage gestellt, oder aber zumindest verzögert werden können.
Lemgo, 15. Dezember 2022 Frank Wienböker Liam Joseph McDaniel Christopher Garret Crowe Dr. Markus Niedermayer Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020A. Grundlagen des Unternehmens Die STG-Beikirch GmbH ist unter dem Dach der Essmann Gebäudetechnik GmbH rechtlich organisiert. Die wesentlichen Beteiligungen werden von der Essmann Gebäudetechnik GmbH gehalten. Die Essmann Group gehört zur Kingspan Group und wird in den Konzernabschluss der Kingspan Group plc., Kingscourt/Irland, einbezogen. STG-Beikirch ist einer der führenden Hersteller von Produkten und Systemlösungen für die kontrollierte natürliche Lüftung (KNL), von Rauchschutz-Druckanlagen (RDA) sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) für die Fassadenautomation in Industrie-, Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden und ist ein wesentlicher Bestandteil der Gebäudeautomation. Die Produkte und Dienstleistungen von STG-Beikirch GmbH werden in industriellen und gewerblichen Gebäuden eingesetzt und sind darüber hinaus häufig wesentlicher Bestandteil der Sicherheits- und Brandschutzkonzepte. Mit einem umfassenden Service- und Dienstleistungsangebot bietet STG-Beikirch seinen Kunden von der Planungsunterstützung, Installation bis hin zur Wartung alles aus einer Hand an. Produktionsstandorte der STG-Beikirch GmbH befinden sich in Lemgo und der Vertrieb wird weltweit mit eigenem Personal und Partnerfirmen organisiert. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Deutschland ist der Kernmarkt der STG-Beikirch GmbH. Bezogen auf Deutschland hat sich die allgemeine wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr bedingt durch die Coronapandemie nicht wie erwartet entwickelt. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020 um 5% niedriger als im Vorjahr. 1
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/03/PD21_112_441.html
Das Bauvolumen hat sich im Jahr 2020 in Deutschland um 4,9% erhöht und wuchs stärker als die Wirtschaftsleistung. (Quelle Statistisches Bundesamt 2 ). Die durch Corona erwartete negative Tendenz hatte sich nicht auf das Bauhauptgewerbe ausgewirkt. 2. Geschäftsverlauf In 2020 hat sich das Auftragsvolumen der STG-Beikirch GmbH positiv entwickelt. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 250,6% gestiegen Der Vergleichszeitraum für die STG-Beikirch GmbH in 2019 betrug nur 4 Monate (September-Dezember) da die Anwachsung im September 2019 stattgefunden hat. Legt man einen 12 Monatszeitraum zu Grunde, so liegt das Umsatzwachstum bei 6,5%. Das Unternehmensergebnis für 2020 liegt coronabedingt unter den Erwartungen, jedoch deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich mit TEUR 1.485 zum Vorjahr (TEUR 1.605) verändert. Es wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 394 (i. Vj. TEUR 139) vorgenommen. Das Vorratsvermögen lag mit TEUR 9.913 leicht über dem Vorjahreswert (TEUR 8.511). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf TEUR 1.689 angestiegen (i. Vj. TEUR 1.203). Dagegen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 99 auf TEUR 258 gestiegen. Das Eigenkapital ist von TEUR -320 auf TEUR 890 angestiegen. Das gezeichnete Kapital hat sich zum Vorjahr nicht geändert und ist auf TEUR 26 geblieben. Die Rückstellungen sind auf TEUR 1.303 (i. Vj TEUR 1.324) gesunken. Die Veränderung ergibt sich einerseits aus niedrigeren Gewährleistungsrückstellungen. Andererseits wurde eine Rückstellung für im Berichtsjahr beschlossene Umstrukturierungsmaßnahmen in den Bereichen Finanzen und IT gebildet. Seit 2020 werden diese Funktionen durch Shared Service Center der Kingspan Gruppe übernommen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind auf TEUR 5.073 zum Vorjahr TEUR 3.401 gestiegen, da sich mehre größere Bauvorhaben gleichzeitig im Bau befunden haben und Abschlagszahlungen für die erbrachten Leistungen geleistet worden sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf TEUR 1.508 (i. Vj. TEUR 791) erhöht. Dagegen sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 4.601 (i. Vj. TEUR 6.556) gesunken.
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html
3.2 Finanzlage Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Finanzmittelbestand in Verbindung mit Finanzreserven in Form ungenutzter Kreditlinien zur Deckung des operativen Kapitalbedarfs ausreicht und -zusammen mit den erwarteten positiven Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit - Schuldentilgungen und weitere geplante kurz- und mittelfristige Investitionen abdeckt. 3.3 Ertragslage Im Berichtsjahr beträgt der Umsatz TEUR 25.973 und der Materialaufwand liegt bei TEUR 14.565. Der Rohertrag beläuft sich somit auf TEUR 11.408. Der Personalaufwand beträgt insgesamt TEUR 8.074 und beinhaltet mit TEUR 6.468 Aufwendungen für Lohn und Gehalt sowie mit TEUR 1.606 Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich auf TEUR 394. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Anlagespiegel. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 3.108. Auf Grund der oben dargestellten Kostensituation, konnte der geplante Umsatz i.H.v. TEUR 33.363 bei einem Ergebnis (Operating Profit) von TEUR 2.900 nicht erreicht werden. 3.4 Gesamtaussage Die STG-Beikirch GmbH blickt insgesamt auf ein nicht zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2020 zurück. In einem intensiven Wettbewerbsumfeld sowie der globalen Coronakrise ist es nicht gelungen, das Ertragsniveau der Vorjahre wieder annähernd zu erreichen. Das Unternehmen ist allerdings nach wie vor wirtschaftlich stabil aufgestellt, da es Teil des Kingspankonzern ist. Die Liquiditätssituation ist durch die Konzerneinbindung komfortabel. Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung wichtiger Kennzahlen:
4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis (EBIT) zu nennen. Das operative Ergebnis ist definiert als das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die Steuerungsgrößen werden im monatlichen Rhythmus der Geschäftsführung im internen Berichtswesen zur Verfügung gestellt, sodass bei Bedarf zeitnah Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikobericht Generell sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt. Das Risikomanagement im Konzern wird durch ein ständiges Berichtswesen mit laufenden Soll-Ist-Vergleichen sichergestellt. Hierzu gehören insbesondere monatliche Berichte an Gesellschafter und Management bezogen auf Bilanz, Erfolgsrechnung und Cashflow für jede Einzelgesellschaft. Unterstützt wird dies durch funktionales Controlling für Vertrieb, Produktion, Finanzen und Einkauf. Die STG-Beikirch GmbH ist von der Entwicklung der Baukonjunktur in Deutschland in besonderem Maße abhängig. Daraus ergeben sich bezogen auf Umsatz und Ergebnis Chancen, aber auch Risiken auf Ergebnisverbesserungen aufgrund von Kostendegressionseffekten. Die Europäische Markt- und Wettbewerbssituation auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten birgt darüber hinaus Risiken durch Preis- und Margenveränderungen. Ebenso könnten Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen die zukünftige Ertragslage beeinflussen. Das Geschäftsjahr 2020 ist geprägt durch die Coronapandemie mit starken Effekten in allen wirtschaftlichen Sektoren, insbesondere längeren Lieferzeiten für Rohstoffe und sich daraus ergebenden Preisanstiegen im Rohstoffmarkt. Im Jahr 2020 hat sich trotz der Coronapandemie der Umsatz in der deutschen Baubranche positiv entwickelt und für 2021/22 ist keine Kurzarbeit geplant. Die anhaltende Corona-Pandemie führte auch weiterhin zu Zurückhaltung von Unternehmen bei Gebäudeinvestitionen und Gebäude-Sanierungen, was sich jedoch noch nicht in den Kennzahlen des statistischen Bundesamtes widerspiegelt und auch für das Bauhauptgewerbe in Deutschland von einer positiven Marktentwicklung ausgegangen wird. Darüber hinaus hat es in 2020 coronabedingte Störungen im Prozess gegeben und zeitweise musste in einigen Bereichen des Unternehmens Kurzarbeit genutzt werden, was sich aber zum Jahresende 2020 wieder normalisiert hat. In 2021 musste keine Kurzarbeit genutzt werden. Es gibt keine erwähnenswerten Abhängigkeiten zu Kunden und Lieferanten mit daraus resultierenden Risiken. Prognosebericht Das nunmehr abgelaufene Geschäftsjahr 2021 zeigt eine Erholung am Markt. Die Prognose von EUR 32,7 Mio. wurde fast erreicht (EUR 31,1 Mio.). Für das Geschäftsjahr 2022 plant die Gesellschaft einen Umsatz i. H. v. EUR 35,8 Mio. Auf Basis der aktuell vorliegenden Daten zum November 2022 zeigt sich, dass die Planung erreicht werden kann. Der Ukrainekrieg beeinflusst das Geschäft insofern, dass durch die Kostensteigerungen bei der Materialbeschaffung durch die gestörten Lieferketten die Preise an unsere Kunden weitergereicht werden müssen. Die Unternehmen der STG-Beikirch GmbH werden durch konsequente Marktbearbeitung, die Entwicklung und Weiterentwicklung attraktiver Produkte und den Ausbau des Serviceangebots ihre jeweilige Position im Wettbewerbsumfeld weiter stärken. Die für 2020 geplanten Maßnahmen, welche Corona bedingt nicht umgesetzt werden konnten, wurden in 2021 weitestgehend umgesetzt. Der Standort Lemgo soll zum Produktionsstandort für die Gebäudeautomation ausgebaut werden. Hierdurch haben die fixen Kosten in 2021 zugenommen, was im Jahr 2022 durch einen verbesserten Materialfluss und damit verbundener Produktivitätssteigerung aufgefangen werden soll. Im Bereich der Gebäudeautomation konnte auf Grund einer stabilen Baukonjunktur der Umsatz auch im Jahr 2021 gesteigert werden. Der Grund hierfür ist, dass sich STG-Beikirch 2021 wieder besser am Markt als in den Vorjahren platzieren konnte und somit Marktanteile im Inland und Ausland gewinnen konnte. Durch die Neu- und Weiterentwicklung einiger wichtiger Schlüsselprodukte konnte in 2021 weiterhin zu marktgerechten Preisen in dem Bereich der Gebäudeautomation agiert werden. Im Bereich der Industrieelektronik ist das Umsatzwachstum durch feste Lieferkontrakte abgesichert. Durch längerfristige Forecasts der Kunden kann eine gleichmäßige Auslastung der Produktion auch über das Jahr 2021 hinaus gewährleistet werden, was sich positiv auf das Ergebnis auswirken wird. Weiterhin positiv wird sich auswirken, dass im Bereich der Bestückung von Leiterplatten in dem vergangenen Jahr in den Ausbau von Prüfmitteln und Produktionsmitteln investiert wurde und hierdurch die Fertigungszeiten einiger Baugruppen reduziert wurden. Auch positiv wirkt sich hier die Auslagerung lohnintensiver Tätigkeiten in die Slowakei aus. Durch die Anwendung eines flexiblen Arbeitszeitmodells und die Bereitschaft der Belegschaft, auch in anderen Geschäftsbereichen im Bereich der Produktion zu arbeiten (Gebäudeautomation und Industrieelektronik), konnte auf konjunkturelle Schwankungen im Bereich der Produktion in 2021 und darüber hinaus reagiert werden, was sich positiv auf die Effektivität der Fertigung und somit auf das Ergebnis auswirken wird. Die Kostensituation und Liefersituation im Bereich der Rohwaren hat sich deutlich gegenüber den Vorjahren verschlechtert und für die Jahre 2021/2022 ist hier nicht mit einer Verbesserung zu rechnen. (steigende Lieferzeiten und Preise). Diese Situation wird durch den Krieg in der Ukraine zusätzlich noch verschärft und kann nur durch Preisanpassungen der Verkaufsprodukte abgefangen werden. Um die Risiken so gering wie möglich zu halten, wurden mit diversen Zulieferern längerfristige Lieferkontrakte abgeschlossen. Mit mehreren Lieferanten wurden Konsignationslager für Rohwaren bei uns im Haus vereinbart und die Lagerbestände erhöht, um die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden sicher zu stellen. Hinsichtlich der zukunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Trotz der aktuellen Unsicherheiten fühlt sich das Unternehmen für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt.
Lemgo, den 15.12.2022 Die Geschäftsführung Frank Wienböker Liam Joseph McDaniel Christopher Garret Crowe Dr. Markus Niedermayer |
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