Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 20371
Eingetragen
10.9.2010
Branche
Krankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)Sonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenArztpraxen für Allgemeinmedizin
Gegenstand
Betrieb einer Klinik mit allen zugehörigen Einrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Schubert
seit 11.7.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

83080 Oberaudorf
10.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Klinik Bad Trissl GmbH

Oberaudorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 - 31.12.2021

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftstätigkeit und Struktur des Unternehmens

Die 1968 gegründete Klinik Bad Trissl ist eine im Krankenhausplan des Freistaats Bayern eingetragene Fachklinik für Onkologie. Sie verfügt über 100 Krankenhausplanbetten in der onkologischen Akutversorgung und hat Belegungsvereinbarungen mit den Kostenträgern der onkologischen Rehabilitation abgeschlossen. Ebenso wurde der Klinik Bad Trissl 2018 ein Versorgungsauftrag für Vertragsbetten in der Fachrichtung psychosomatische Psychoonkologie erteilt. Die Klinik Bad Trissl ist assoziierte Klinik am Tumorzentrum München an den medizinischen Fakultäten der Ludwigs-Maximilian-Universität und der Technischen Universität und behandelt Patienten in engem Austausch mit deren Mitgliedern. Die Weiterentwicklung der Klinik wird unterstützt durch den Klinikbeirat, der mit Professoren Bassermann, Belka, von Bergwelt, Combs, Friese, Kiechle, Mahner und Werner der Münchner Universitätskliniken exzellent und hochrangig besetzt ist.

Die akutstationären Leistungen umfassen das gesamte Spektrum der konservativen onkologischen Behandlung und werden nach den Vorgaben des KHEntgG abgerechnet. Die Leistungserbringung in der onkologischen Rehabilitation richtet sich nach den einschlägigen Vorgaben der Kostenträger und wird in Form von Tagespauschalen vergütet. Die Finanzierung der Leistungen der psychosomatischen Psychoonkologie wird im Rahmen des Entgeltsystems für den Bereich der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (PEPP-Entgeltsystem) abgerechnet.

Des Weiteren ist die Klinik Bad Trissl an folgenden Medizinischen Versorgungszentren beteiligt, die nachfolgend genannte Leistungen aus verschiedenen Fachbereichen anbieten:

MVZ InnMed Oberaudorf: Radiologie, Innere Medizin, Gynäkologie
MVZ Münchner Onkologische Praxis und MVZ Radiologie Elisenhof: Onkologie und Radiologie

Die Geschäftsführung oblag im Berichtsjahr neben dem geschäftsführenden Alleingesellschafter einem weiteren Geschäftsführer. Zum 01.10.2021 fand an dieser Stelle ein personeller Wechsel statt. Die Geschäftsführung wird unterstützt durch den ärztlichen Direktor, die Chefärzte, der Pflegedirektion und das Finanz- und Rechnungswesen. Leitende Ärzte sind zur Facharztweiterbildung befähigt und zugelassen bzw. haben diese beantragt.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war 2021 eng verbunden mit den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen, welche anbieterseitig zunehmend Liefer- und Kapazitätsengpässen bedingten. Diese Engpässe wurden begleitet von einer ansteigenden Nachfrage der Verbraucher was in der Konsequenz in gestiegenen Erzeuger- und Verbraucherpreisen resultierte. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg 2021 um 2,7 %, nachdem 2020 ein Rückgang um 4,9 % zu verzeichnen war 1.

Dabei ist zu beachten, dass die Wirtschaftsleistung in vielen Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht hat (z.B. Verarbeitendes Gewerbe, Sport- Kultur und Unterhaltung) Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Die Wirtschaftsleistung des Baugewerbes und im Bereich Information und Kommunikation steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr sehr stark 2.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland blieb 2021 mit 44,9 Millionen annähernd auf demselben Niveau des Vorjahrs. Entsprechend der Leistung der verschiedenen Wirtschaftsbereiche ist, hat sich die Zahl der Erwerbstätigen in den Bereichen verändert. So gab es Steigerungen in den Bereichen Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe zu Beschäftigungsverlusten (-1,8 %) 3.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Gesundheitswesen in Deutschland ist beeinflusst durch ein hohes Maß an normativer Regulierung, was sich insbesondere in einer eingeschränkten Flexibilität in der Leistungserbringung verbunden mit einer nahezu fest vorgeschriebenen Vergütung niederschlägt. Konjunkturelle und arbeitsmarktbezogenen Entwicklungen wirken sich daher nur indirekt auf den Gesundheitsmarkt aus 4. Wesentliche Einflussfaktoren des Gesundheitswesens in Deutschland sind die, gemessen am Volkseinkommen, hohen Ausgaben für die Gesundheitsversorgung, welche im OECD-Vergleich den vierthöchsten Rang belegen, sowie die demographische Entwicklung mit einer zunehmend alternden Bevölkerung 5. Die Kostenträger prüfen vor diesem Hintergrund zunehmend Versorgungsstrukturen und identifizieren Einsparpotenziale, was, in Verbindung mit dem direkt auf das Gesundheitswesen durchschlagenden Anstieg der Verbraucherpreise im Sachkostenbereich, zu einem Missverhältnis zwischen Kosten und Erlösen führt.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020 811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_ 811.html
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_ 811.html
4 Simon, Michael, Das Gesundheitssystem in Deutschland: Eine Einführung in Struktur und Funktionsweise, 2021, S.80ff. https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=6pKrEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA5&dq=gesundheitsmarkt+deutschla nd&ots=79HOMggpxE&sig=QdigGh0s_UkOGFHKR1x5LXTAZA0#v=onepage&q=gesundheitsmarkt%20deutschl and&f=false

Diese Entwicklung bildet sich auch im vom Deutschen Krankenhaus Institut erstellten Bericht "Krankenhaus Barometer 2021" ab, aus dem hervorgeht, dass 2020 rund 30% der deutschen Krankhäuser ein defizitäres Ergebnis erzielten. Im Vergleich zum Jahr 2019 (40% defizitär) ist diese Entwicklung zunächst positiv zu werten, jedoch überwiegend durch Ausgleichszahlungen nach dem Krankenhausentlastungsgesetz (§ 21 Abs. 1 KHG) für coronabedingt nicht belegte Betten zu begründen. Mit einem Wegfall dieser Ausgleichszahlungen ist davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Situation für viele Häuser weiter verschlechtern wird und der Investitionsbedarf künftig, bzw. für viele Häuser auch weiterhin, nicht mehr aus eignen Mitteln gedeckt werden kann 6.

Die demographische Entwicklung erhöht einerseits grundsätzlich die Nachfrage am Gesundheitsmarkt und vor allem im Bereich onkologischer Erkrankungen, welcher zusätzlich durch die sehr schnelle und effiziente Entwicklung der Therapie- und Behandlungsmethoden beeinflusst wird. Andererseits wirkt sich die zunehmende alternde Bevölkerung auch begrenzend auf dieses Marktwachstumspotential aus: Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln könnten in Deutschland in der stationären Versorgung bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen. Die Versorgungslücke im Pflegebereich insgesamt könnte sich bis zu diesem Jahr auf insgesamt rund 500.000 Fachkräfte vergrößern 7. Auch der bestehende Fachkräftemangel im ärztlichen Dienst trägt zu dieser Entwicklung bei.

Die COVID-19 Pandemie verdeutlicht der Bevölkerung die Relevanz eines funktionierenden Gesundheitswesens mit entsprechender Patientenbetreuung durch bestmöglich ausgebildete Fachkräfte. Es bleibt zu hoffen, dass die regulatorischen Befugnisse der Politik dazu verwendet werden, den negativen wirtschaftlichen Entwicklungen in den Krankenhäusern entgegenzuwirken und eine dauerhafte Systematik zur leistungsgerechneten Vergütung ohne Sondereffekte durch Ausgleichszahlungen zu schaffen.

5 https://www.oecd-ilibrary.org/sites/ae3016b9-en/1/3/5/3/index.html?itemld=/content/publication/ae3016b9-en&_csp_=ca413da5d44587bc56446341952c275e&itemlGO=oecd&itemContentTvpe=book https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2019/Bevoelkerung/pmbevoelkerung.pdf?_ blob=publicationFile
6 https://www.dki.de/sites/default/files/2021-12/20211221_Final_KH-Barometer-komprimiert.pdf
7 https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/susanna-kochskaemper-geld-allein-reicht-nicht-mehr.html und Biernoth, Miriam, Employer- und Behavioral Branding im Gesundheitswesen, 2016 S.4ff

2.2 Geschäftsverlauf

Das Jahr 2021 war massiv beeinflusst durch die Auswirkungen und regulatorischen Erfordernisse und Vorgaben im Zuge der COVID-19 Pandemie. Diese bedingten mehrmals flexible und kurzfristige Anpassungen des Personalmanagements, der Stations- und Infrastrukturen sowie der Führungsorganisation, welche in einem klinikinternen Pandemieplan erfasst und laufend angepasst wurden. Ebenso erfolgte, abgestimmt im klinikinternen Expertenkreis, eine konstante Anpassung und Weiterentwicklung des Hygiene-, Besucher und Testkonzeptes entsprechend der normativen Vorgaben.

Die Leistung der Klinik stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zusammengefasst wie folgt dar:

Akutklinik gesamt 2021 2020
- Fälle: 1.471 1.383
- CMI: 0,9558 1,2024
- Eff.-Gew.: 1.406,052 1.662,867
- Behandlungstage: 15.271 16.946
- Verweildauer 10,40 12,57

Pandemiebedingte, oft auch kurzfristig Anpassungen der Stationsstrukturen erschweren einen direkten Vergleich der medizinischen Leistungserbringung zum Vorjahr. Eine weiterhin hohe Verweildauer verdeutlicht, dass besonders schwere Formen onkologischer Erkrankungen und pflegeintensive Patienten in unserer Klinik behandelt werden, was auch die Kernkompetenz der Klinik Bad Trissl widerspiegelt. Ein Rückgang des CMI ist auf die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Fallzahl zurückzuführen: Um in den eigenen Häusern Kapazitäten für die Versorgung von COVID Erkrankten zu schaffen, haben viele zuverlegende Kliniken Patienten - auch mit geringerer Fallschwere - zur Weiterversorgung in die Klinik Bad Trissl verlegt.

Die Belegungszahlen der onkologischen Rehabilitation und der Abteilung für psychosomatische Psychoonkologie entwickelten sich in direkter Abhängigkeit zum Verlauf der COVID-19 Pandemie. Die Belegung stabilisierte sich daher erst mit Ende des zweiten Quartals 2021. In der Jahresbetrachtung ist die Belegung in der Rehabilitation und der Abteilung für psychosomatische Psychoonkologie, unter Berücksichtigung der weiterhin andauernden Pandemiesituation, als zufriedenstellend einzustufen.

Das Jahr 2021 war zudem wieder geprägt von zahlreichen Investitionen und Instandhaltungen: Das vollständig erneuerte Tiefenhyperthermiesystem wurde im August 2021 beschafft und konnte im November in Betrieb genommen werden. Durch die Erneuerung des Systems bleibt unsere Klinik weiterhin einer von wenigen Standorten in Deutschland, der die hochspezialisierte Therapieform Hyperthermie mit einem Gerät der neuesten Generation anbieten kann. Ebenso wurde das bestehende Mammografiegerät im MVZ InnMed wurde durch ein modernes System (inkl. Tomosynthesefunktion) ersetzt. Auch stationäre Patienten der Klinik Bad Trissl profitieren durch die präzise Bildgebung des Gerätes.

Ebenso werden die Krankenhausbetten des Akutbereichs in den nächsten zwei Jahren vollständig ausgetauscht. Eine erste Charge von 22 Betten wurde am 30.12.2021 geliefert. Patienten und Mitarbeiter profitieren von erhöhtem Bedienkomfort und der leichtläufigen Transportmöglichkeit.

Des Weiteren wurde eine Erneuerung der Schwimmbadlüftung mit einer umfangreichen Sanierung des Daches verbunden. Durch die optimierte Steuerung der Lüftung und ergeben sich wirtschaftliche Vorteile durch geringere Energiekosten.

Ebenso wurde auch die Fassade des Klinikgebäudes D saniert und mit Erneuerungen der Regenabläufe und kleineren Dachdeckerarbeiten verbunden. Neben einer ansprechenden Optik konnte dadurch auch langfristigen baulichen Schäden vorgebeugt werden.

Zum 01.04.2021 eröffnete die Klinik Bad Trissl eine Praxis für ambulante Physiotherapie in Oberaudorf und bietet somit eine stark nachgefragte Dienstleitung an. Durch die enge Verknüpfung zur Klinik konnte das Expertenwissen der Abteilung physikalische Therapie genutzt werden.

3. Ertrags- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

In nachfolgender Übersicht wird die Ertragslage des Jahres 2021 aufgezeigt:

Ertragslage 2021 in € 2020 in €
Summe Erträge 20.123.183 20.740.060
Personalaufwand 11.041.229 10.501.063
Sachaufwand 7.654.886 6.751.722
Saldo Erträge Invest.finanzierung, Auflösung-und Zuführung SoPo 614.276 630.703
Abschreibungen und sonstige Aufwendungen 4.061.087 3.931.505
Betriebsergebnis 2.019.741 186.473
Zinsen, Steuern, Abschreibungen Finanzanlagen 633.756 197.604
Jahresfehlbetrag -2.653.497 -11.131

Wesentliche Veränderungen der Ertragslage waren grundsätzlich an die Entwicklungen der COVID-19 Pandemie gebunden. So konnten die Erlöse in den Bereichen onkologische Rehabilitation und psychosomatische Psychoonkologie deutlich im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden. Dies ist mit einer weniger restriktiven Regelung zur Leistungserbringung im Pandemieverlauf bedingt: die Klinik blieb von einschneidenden Maßnahmen, wie der vorzeitigen Entlassung aller Rehabilitanden im März 2020 im Berichtsjahr verschont. Die Leistungserträge im Akutbereich konnten im Berichtsjahr um 6,6 % gesteigert werden, was einerseits durch eine Erhöhung des DRG-Erlöses, andererseits aber auch durch eine Erhöhung der Fallzahlen verbunden ist. Wie unter 2.2 geschildert, ist dies auch darauf zurück zu führen, dass zuweisende Kliniken, um in den eigenen Häusern Ressourcen zu sichern, vermehrt das Therapieangebot der Klinik Bad Trissl nutzten.

Massiven Einfluss auf die Ertragslage im Berichtsjahr haben Entwicklungen der an die Krankenhäuser bezahlten Freihaltepauschalen für bereitgehaltene Behandlungskapazitäten. Vom 15. März 2020 galt eine Pauschale von 560 € pro Bett und Tag. Die Bundesregierung hat diese Regelung mehrfach geändert und stärker differenziert, mit dem Ziel, die Pauschalen auf die Kliniken zu begrenzen, die auch Covid-19-Patienten behandeln. Von Juli 2020 bis Ende September 2020 wurde die Pauschale in fünf Stufen von 360 bis 760 Euro eingeteilt. Im November wurden die Freihaltepauschalen wieder eingeführt und an die 7-Tage-Inzidenz, an verfügbare Kapazitäten und an die Notfallversorgungsstufe gekoppelt. Da die Klinik Bad Trissl durch ihre Ausrichtung als rein onkologisch tätige Fachklinik nicht an der Notfallversorgung teilnimmt, sind auch die im Vorjahr erhaltenen Ausgleichszahlungen im Berichtsjahr vollständig entfallen. Die Unterstützung zuweisender Kliniken durch die Klinik Bad Trissl, die dadurch Ressourcen für die aktive Behandlung von COVID-Erkrankten sicherstellen konnten, ist hierbei völlig unberücksichtigt geblieben.

3.2 Finanz- und Vermögenslage

Der Cash Flow aus dem operativen Geschäft stellt sich im Berichtsjahr wesentlich negativer als in den Vorjahren dar. Hintergrund ist der Wegfall der im vorhergehenden Abschnitt näher beschriebenen, pandemiebedingten Ausgleichszahlungen im Akutbereich, da die Klinik Bad Trissl als Einrichtung ohne Notaufnahme nicht weiter berücksichtigt wurde. Die Liquidität wurde bis Ende des zweiten Quartals durch Finanzierungshilfen aus dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) positiv beeinflusst. Eine zentrale Verbesserung des Cashflows bedingte die Erhöhung des Stammkapitals im August 2021, welche untenstehend näher beschrieben ist. Zum Jahresende sicherte die Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten den aus der Investitions- und Instandhaltungstätigkeit erhöhten Liquiditätsbedarf.

Im Berichtsjahr erhöhte sich das Anlagevermögen um ca. 1 % zum Vorjahr auf 18,5 Mio. €. Verantwortlich dafür sind die unter 2.2 beschriebene Investitionstätigkeiten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werden, was auf das durch das Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz verkürzte Zahlungsziel der Kostenträger zurückzuführen ist.

Das Stammkapital der Klinik Bad Trissl GmbH wurde im August 2021 von bisher 2 Mio. € auf 10 Mio. € erhöht. Durch die Kapitalerhöhung wurden lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten abgelöst. Die Investitionsstätigkeiten reduzierten auch die Verbindlichkeiten nach dem Bayerischen Krankenhausgesetz signifikant zum Vorjahr, so dass zum Jahresende ein geringfügiger Forderungssaldo bestand. Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich um 5,2 Mio. € auf 7,6 Mio. €.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zentrale Grundlage der Unternehmenssteuerung bilden im Wesentlichen die einschlägigen Kennzahlen der medizinischen Leistungserbringung. Im Akutbereich sind das insbesondere Bettenbelegung, Fallzahlen, Case-Mix-Index und Verweildauer. Die Steuerung der Rehabilitation und der Abteilung Psychosomatische Psychoonkologie kann, bedingt durch die tagesbezogenen Vergütungssätze, schwerpunktmäßig über die Belegungsentwicklung erfolgen. Die Belegungszahlen aller Abteilungen sind für alle leitenden Mitarbeiter (Geschäftsführung, Leitende Ärzte, Pflegedirektion, Finanz- und Rechnungswesen) tagesaktuell einsehbar. Die weiteren Daten zur Leistungserbringung im Akutbereich werden auf Quartalsbasis aufbereitet. Die Geschäftsführung erhält Monatsberichte, in welcher abteilungsbezogene Finanzflüsse sowie Personal- uns Sachkosten in Form einer Gewinn- und Verlustrechnung aufbereitet werden. In individuellen Jour-Fixe Terminen mit leitenden Ärzten sowie der monatliche tagenden Klinikleitungskonferenz werden die Ergebnisse evaluiert und auf deren Basis Maßnahmen zur weiteren Steuerung beschlossen. Ebenso werden bereits umgesetzte Maßnahmen bewertet und im Bedarfsfall nachgesteuert.

Aufgrund der engen Kooperation der Klinik Bad Trissl mit dem Tumorzentrum München und den Münchner Universitätskliniken stellt die durch die Geschäftsführung quartalsmäßig erstellte Zuweisungsstatistik einen Indikator für eventuell entstehenden Anpassungsbedarf in der Zusammenarbeit dar. Der Austausch mit den ärztlichen Direktoren und leitenden Ärzten der Universitätskliniken fand 2021 pandemiebedingt überwiegend telefonisch bzw. mittels Konferenzschaltung statt.

Die Erfassung des Anteils der Covid-19-Erkrankten Patienten und Mitarbeiter unter Beachtung der datenschutzrelevanten Vorschriften stellte 2021 wie auch im Vorjahr eine zentrale Planungsgröße und Arbeitsgrundlage des wöchentlich stattfindenden "Expertenkreis Corona" dar. Hier wurden die Ursachen für Steigerungen aber ebenso auch Minderungen dieser Kennzahl erörtert und daraus Handlungsvorgaben abgeleitet.

Planungen des Vorjahres sahen eine Etablierung einer Profit Center Rechnung vor, die wieder bedingt durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie, nicht umgesetzt werden konnte. Eine Optimierung des Leistungsgeschehens unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten konnte somit im Berichtsjahr nicht erfolgen.

5. Gesamtaussage

Der Einfluss der COVID-19 Pandemie war im Berichtsjahr weiterhin zentraler Einflussfaktor des Geschäftsbetriebes der Klinik Bad Trissl. Signifikante Auswirkungen auf Ertrags- und Finanzlage hatte hierbei insbesondere der Wegfall der Ausgleichszahlungen nach dem Krankenhausentlastungsgesetz. Die Prognosen und Planungen des letztjährigen Lageberichts erfolgten aufgrund der nicht absehbaren Entwicklungen der COVID-19 Pandemie zurückhaltend. Eine direkte Bezugnahme im Berichtsjahr ist daher nur eingeschränkt möglich. Die grundsätzliche Belegungssteigerung in allen Abteilungen der Klinik ist als positiv zu werten.

Auch 2022 werden weiter belastende Effekte durch die Covid-19 Pandemie sowie durch Kosteninflation erwartet. Diese werden, wie sich am Bespiel des Wegfalls der Ausgleichszahlungen 2021 zeigt, voraussichtlich nicht durch andere Stellen kompensiert und müssen durch die Klinik selbst getragen werden.

6. Risiko-, Chancen-, und Prognoseberichterstattung

6.1 Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken

Risikoberichterstattung

Die Klinik Bad Trissl ist aufgrund ihrer Leistungserbringung im Gesundheitsmarkt regulatorischen Risiken ausgesetzt. Eine Klassifizierung des Risikopotentials ist jedoch, aufgrund fehlender substantiierter Möglichkeiten zur Festlegung von Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkung, nicht möglich. Nachfolgend soll diese daher grundsätzlich für die Klinik risikobehaftete Struktur in Verbindung mit allgemeinwirtschaftlichen Entwicklungsrisiken dargestellt werden 8 :

Die Klinik Bad Trissl erbringt Ihre Leistungen im konjunkturresistenten Gesundheitssektor was die von allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgehenden Risiken einschränkt. Ein wirtschaftlicher Abschwung erhöht jedoch auch in zunehmenden Maß den Druck auf die Kostenträger zur Realisierung von Einsparungen. Der Gesundheitsmarkt unterliegt zahlreichen regulatorischen Vorgaben, deren Anpassung auch Auswirkungen auf die Vergütung von Krankenhaus- und Rehabilitationsleistungen sowie die Anpassung struktureller Vorgaben mit sich bringen können. Konjunkturelle Risiken betreffen die Klinik Bad Trissl somit in einem ersten Schritt nur in geringem Maße, es besteht jedoch die Gefahr, dass sich negative gesamtwirtschaftliche Entwicklungen in Form von dadurch entstehenden und für die Klinik negativ gestalteten regulatorischen Auswirkungen widerspiegeln, die direkt die Kosten- und Erlösstrukturen beeinflussen. Der Handlungsspielraum der Klinik diesem Risiko entgegenzuwirken ist hierbei als äußerst gering einzustufen.

Als erfolgsgefährdender Faktor für die Klinik ist der Mangel an Fachkräften, insbesondere im medizinischen Bereich zu bewerten. Auch im Berichtsjahr konnten nicht alle ausgeschriebenen Stellen im pflegerischen- und ärztlichen Dienst besetzt werden. Erschwerend dazu gestaltet sich die Altersstruktur zahlreicher Kollegen aus diesen Tätigkeitsbereichen - gleich mehrere Kollegen erreichen in den kommenden Jahren das Renteneintrittsalter. Können diese Stellen nicht nachbesetzt werden und zusätzlich neue Mitarbeiter gewonnen werden, kann der bisher abgebildete Leistungsumfang nicht aufrechterhalten werden und reduziert die Erlöse der Klinik. Erfolgsentscheid ist somit die Positionierung der Klinik Bad Trissl als attraktiver Arbeitgeber mit entsprechenden Maßnahmen zur Mitarbeiterakquise und -bindung. Die Schaffung einer übertariflich bezahlten Entgeltordnung für Pflegekräfte im Vorjahr führte bereits zu ersten Erfolgen. Vor diesem Hintergrund ist geplant, eine entsprechende Gehaltssystematik auch für andere Berufsgruppen zu etablieren. Die Anpassung der Gehälter schlägt sich jedoch natürlich direkt im Personalaufwand nieder. Im ärztlichen Bereich ist es Ziel, die enge Kooperation der Klinik mit dem Tumorzentrum weiter zu forcieren und Mitarbeiter durch die entsprechend interessante Gestaltung der Aufgaben zu begeistern.

8 Simon, Michael, Das Gesundheitssystem in Deutschland: Eine Einführung in Struktur und Funktionsweise, 2021, S.80ff. https://books.google.de/books?hl=de&Ir=&id=6pKrEAAAQBAJ&oi=fnd&pq=PA5&dq=gesundheitsmarkt+deutschland &ots=79HOMggpxE&sig=QdigGhOs_ UkOGFHKR1x5LXTAZAO#v=onepage&q=gesundheitsmarkt%20deutschl and&f=false

Als potentiell erfolgsgefährdender Faktor ist die steigende Bedeutung ambulanter onkologischer Therapien zu werten 9. Therapien, die noch vor wenigen Jahren eine zwingende stationäre Notwendigkeit mit sich brachten, werden nun, bedingt durch enorme Entwicklungsschritte in der medizinischen Forschung und Entwicklung, ambulant erbracht. Seitens Kostenträger wird diese Entwicklung sinnvollerweise natürlich begrüßt. Ziel der Klinik Bad Trissl vor diesem Hintergrund ist es, die Behandlungsqualität durch Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter und der Optimierung interner Abläufe und Prozesse weiter zu verbessern um sich weiterhin verstärkt als hochspezialisierter Anbieter akutstationärer onkologischer Therapien zu positionieren. Die akutstationäre Behandlung onkologischer Patienten wird nach Einschätzung der Klinik Bad Trissl und ihrer Partner im Tumorzentrum München auch in Zukunft gegeben sein: bedingt durch die demographische Entwicklung und den damit häufig einhergehenden multimorbiden Krankheitsbildern ist eine vollständige Ambulantisierung im onkologischen Bereich nicht zu erwarten. Die Sicherstellung von Wissen und Ressourcen zur Behandlung derart komplexer Fälle wird eine zentrale Herausforderung der Klinik für die Zukunft.

Als Unsicherheitsfaktor ist weiterhin die Entwicklung der Corona Pandemie einzustufen. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

Chancenberichterstattung

Die Möglichkeiten, im stark regulierten Gesundheitsmarkt neue Geschäftsfelder bzw. Leistungsbereiche zu erschließen sind naturgemäß eingeschränkt. Dennoch ist es der Klinik Bad Trissl gelungen, mit dem Angebot der stationären psychosomatischen Psychoonkologie ein stationäres Leistungsspektrum zu schaffen, welches bisher einzigartig und konkurrenzlos ist. Der Bedarf an diesem innovativen Versorgungsangebot wird auch in Zukunft steigen, was auch durch die Studie Psychische Gesundheit in Deutschland des Robert-Koch-Instituts belegt wird, aus welcher hervorgeht, dass die Zahl behandlungsbedürftiger psychischer und psychosomatischer Störungen seit der Jahrtausendwende stetig steigt und dieser Trend auch weiter anhalten wird 10. Zentrale Chance der Klinik Bad Trissl ist es also, personelle und strukturelle Kapazitäten der Abteilung auszweiten und das Behandlungsangebot in medizinischen Fachkreisen und der Bevölkerung weiter bekannt zu machen und zu etablieren um in der Folge das Leistungsvolumen steigern zu können.

9 https://karger.com/ort/article/44/Suppl.%201/2/825814, Teil II Ambulante Versorgung von Tumorpatient*innen in Deutschland
10 https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/P/Psychische_Gesundheit/EBH_Bericht_Psyschiche Gesundheit.pdf?_blob=publicationFile

6.2 Prognosebericht

Die Klinik Bad Trissl rechnet in den kommenden drei Jahren mit leicht steigenden Erlösen bedingt durch die Ausweitung der Leistungen der Abteilung psychosomatische Psychoonkologie. Zunächst muss jedoch mit deutlich steigenden Kosten im Personalbereich, um dem beschriebenen Risiko des Fachkräftemangels entgegen zu wirken, geplant werden. Die Sachkosten werden weiterhin durch die Herstellungs- und Verbraucherpreise am Markt beeinflusst werden, bei welchen sich bereits in der Vergangenheit eine starke Kostensteigerung, bedingt durch pandemiebedingte Lieferengpässe und Inflation, abzeichnete. Es ist zu erwarten, dass diese Entwicklung weiter anhält.

Die Leistungserbringung wird im Akutbereich im kommenden Jahr auf einem reduzierteren Niveau als im Berichtsjahr geplant, da realistisch betrachtet davon ausgegangen werden muss, nicht alle personellen Vakanzen termingerecht nachbesetzen zu können. In der onkologischen Rehabilitation ist mit einer Steigerung der Belegung und somit der Erlöse im Folgejahr zu rechnen. Hier wurde bereits eine Nachfolgeregelung für die altersbedingt vakante Chefarztstelle gefunden. Entsprechend der Chancenberichterstattung ist mit einer Leistungssteigerung im Bereich psychosomatische Psychoonkologie zu rechnen.

Die Personalaufwendungen werden gemäß Planung im Folgejahr um mehrere Prozentpunkte steigen: Hintergrund ist die Anpassung der Löhne und Gehälter der Mitarbeiter als Mittel der Personalakquise und -bindung sowie ein geplantes Budget zur Mitarbeitersuche. Es ist geplant, dies durch eine Reduzierung der Sachkosten zu ermöglichen, was grundsätzlich im Wiederspruch zur deren erwarteten Steigerung steht. Jedoch beinhalten die Sachkosten des Berichtsjahres auch zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung von Klinikstruktur und -abläufen, welche jedoch nicht der Investitionstätigkeit zugeschrieben werden können. Da solche Maßnahmen im Folgejahr nur in deutlich reduziertem Umfang erfolgen, kann von einer saldierten Minderung der Sachkosten ausgegangen werden.

Die Investitionstätigkeit der Klinik im Berichtsjahr hat die strukturellen Voraussetzungen geschaffen auch in der Zukunft eine moderne, leistungsfähige Patientenbehandlung zu ermöglichen und unterstützt das Vorhaben der Klinik weiterhin als hochspezialisierter Anbieter konservativer onkologischer Therapien in enger Kooperation mit den Münchner Universitätskliniken und dem Tumorzentrum München zu agieren.

7. Schlussbemerkungen

Unabhängig von den formalen und wirtschaftlichen Zwängen setzen sich die Klinik Bad Trissl GmbH mit deren MVZ Tochtergesellschaften dafür ein, die Leistungsfähigkeit für die Patienten zu erhalten und stetig an die sich ändernden Bedürfnisse aller Teilhaber anzupassen. Vor diesem Hintergrund werden die Hauptziele, die langfristige Sicherung der Gesellschaften und der Ausbau des regional einmaligen Behandlungsangebotes konsequent verfolgt und alle unternehmerischen Maßnahmen daran ausgerichtet. Damit gehen einher: Die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität, die Erhaltung bzw. mittelfristige Steigerung des Leistungsvolumens in der ambulanten und stationären Medizin, die Vernetzung mit niedergelassenen Spezialisten und die ggfs. gemeinschaftliche Entwicklung weiterer Geschäftsfelder. Letztlich soll eine ausgeglichene bzw. auskömmliche Ergebnissituation erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir einen leicht steigenden Umsatz bei steigenden Personal- und Sachkosten, was in einem ähnlichen Jahresergebnis wie im Berichtsjahr resultieren kann. Mittel- und langfristig rechnen wir mit einer angemessenen Vergütung hochspezialisierter Gesundheitsdienstleistungen, weshalb auch weiterhin Investitionen in technische Ausstattung und Mitarbeiter fortgeführt werden.

Aufgrund von personellen Wechseln in der Geschäftsführung sowie in der Finanzbuchhaltung / Bilanzerstellung erfolgte der Jahresabschluss des Berichtsjahres zeitverzögert zu den Vorjahren.

 

Oberaudorf, den 29.02.2024

Senator h.c. Dipl. BW. H. H. Peter Rösner

Stefanie Schubert, MA

Ulrich Schweinsteiger, MA

Bilanz zum 31.12.2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 210.767,00 150.898,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
210.767,00 150.898,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten 12.049.817,85 12.689.960,54
2. technische Anlagen 390.907,00 395.544,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen 2.492.069,58 1.527.066,42
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.219,28 56.437,67
14.953.013,71 14.669.008,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.369.106,44 3.602.222,41
2. sonstige Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
3.370.106,44 3.603.222,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 436.053,35 441.655,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 633.060,69 629.911,69
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.700.362,27 3.147.052,17
2.333.422,96 3.776.963,86
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 200.560,96 26.892,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.500,89 23.005,78
21.522.425,31 22.691.647,19

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 2.000.000,00
II. Verlustvortrag -203.568,38 -192.437,12
III. Jahresüberschuss -2.653.496,61 -11.131,26
7.142.935,01 1.796.431,62
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 5.744.118,84 5.093.638,84
C. Rückstellungen 3.359.072,66 2.609.941,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.024.400,76 4.022.458,85
2. übrige Verbindlichkeiten 3.251.898,04 9.168.696,88
5.276.298,80 13.191.155,73
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
21.522.425,31 22.691.167,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

2021 2020
1. Rohergebnis 12.468.297,47 13.988.338,01
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.213.762,40 -8.819.072,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.827.467,71 -1.681.990,28
- davon für Altersversorgung: € 57.037,00 (Vj. € 62.286,82)
3. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 303.742,00 303.742,00
4. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 614.276,25 630.702,80
5. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens -303.742,00 -303.742,00
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.215.167,68 -1.277.907,50
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.845.917,09 -2.653.597,72
BETRIEBSERGEBNIS -2.019.741,16 186.472,70
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.577,00 89,24
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -437.978,99 -3.200,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -219.503,06 -209.872,07
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen € -45.093,73 (€ -60.680,12)
11. Steuern 20.149,60 15.378,87
- davon vom Einkommen und vom Ertrag € 21.693,30 (€ 0,00)
12. JAHRESFEHLBETRAG -2.653.496,61 -11.131,26

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Die Klinik Bad Trissl GmbH hat ihren Sitz in Oberaudorf und ist beim Amtsgericht Traunstein unter der Nummer HRB 20371 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbHG und den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten von Krankenhäusern (KHBV) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Finanzanlagen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

4. Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

6. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens

Es wurden Sonderposten für erhaltene und bereits verwendete Zuschüsse nach Art. 11 und Art. 12 BayKrG sowie für private Zuschüsse gebildet. Die Sonderposten werden entsprechend der Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst.

7. Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

9. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als gesonderte Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der Firmenwert wird über einen Zeitraum von sieben Jahren abgeschrieben, soweit es sich nicht um eine nicht abnutzbare Vertragszulassung handelt.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang ausgewiesen.

2. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 0,00 (Vorjahr: € 0,00).

3. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf € 0,00 (Vorjahr: € 0,00).

4. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 0,00 (Vorjahr: € 0,00).

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 2.024 durch Grundschulden in Höhe von nominal T€ 10.783 sowie Bürgschaften von insgesamt T€ 3.000 gesichert.

Zur Sicherung sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.902 (Vorjahr: T€ 1.900) hat die Gesellschaft alle ihr aus Lieferungen und Leistungen gegenüber natürlichen Personen als Drittschuldner zustehenden und künftig zur Entstehung kommenden Ansprüche und Rechte abgetreten.

Darüber hinaus bestehen Grundschulden gegenüber dem Freistaat Bayern in Höhe von T€ 5.728 für Förderleistungen nach BayKrG.

5. Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 4.256.771,73 (Vorjahr: € 11.164.617,62).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 1.019.527,07 (Vorjahr: € 2.026.538,11).

Stand zum 31.12.2021 mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.004.873,29 1.019.527,07 0,00
(Vj.: T€ 1.998) (Vj.: T€ 2.024) (Vj.: T€ 0)
2. übrige Verbindlichkeiten 3.251.898,04 0,00 0,00
(Vj.: T€ 9.167) (Vj.: T€ 2) (Vj.: T€ 0)
4.256.771,73 1.019.527,07 0,00

6. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 1.541 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Miet-, Leasing- und Wartungsverträge.

IV. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Mitarbeiter 234
davon Angestellte 201
davon leitende Angestellte 33
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 108
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 126

2. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Senator h.c. Peter Rösner ausgeübter Beruf: Dipl.-Betriebswirt
Zweiter Geschäftsführer: Andreas Kutschker ausgeübter Beruf: Dipl.-Gesundheitsökonom
ausgeschieden zum: 30.09.2021
Zweiter Geschäftsführer: Sandor Mohäcsi ausgeübter Beruf: Dipl.-Betriebswirt
bestellt zum: 01.10.2021

3. Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Gebildete Rückstellungen für frühere Geschäftsführer

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind voll durch Rückstellungen abgedeckt. Die Rückstellungen betragen € 162.947,00.

5. Unbeschränkte Haftung an Unternehmen und Anteile an Gesellschaften

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:

Name MVZ Betriebsgesellschaft GbR, Elisenhof, München
Sitz München
Rechtsform Personengesellschaft

Die Gesellschaft wurde mit Vertrag vom 28.02.2011 gegründet. Beginn der Gesellschaft war am 01.04.2011. Die Beteiligung am Gesellschaftsvermögen beträgt seit dem 02.01.2017 95,0 %. Der Jahresüberschuss des Jahres 2021 beträgt T€ 120 und das Eigenkapital zum 31.12.2021 T€ 1.593.

Die Gesellschaft ist beschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:

Name Villa Bella Medical GmbH i.L.
Sitz Oberaudorf
Rechtsform Kapitalgesellschaft

Die Gesellschaft wurde mit Vertrag vom 23.08.2018 gegründet. Die Beteiligung am Gesellschaftsvermögen beträgt 50,0 %. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30.11.2019 wurde die Liquidation der Gesellschaft zum 15.12.2019 beschlossen. Die Liquidationsschlussbilanz zum 01.07.2021 hat ein Eigenkapital in Höhe von € 11.561,65 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 2.381,92.

Name MVZ InnMed GmbH
Sitz Oberaudorf
Rechtsform Kapitalgesellschaft

Die Gesellschaft wurde mit Vertrag vom 12.11.2019 zum selben Tag gegründet. Die Beteiligung am Gesellschaftsvermögen beträgt 100,0 %. Der Jahresabschuss zum 31.12.2021 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von € 62.274,09 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 270.434,31 aus.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag:

Es haben sich folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag ergeben:

Der Personalbedarf an medizinischen und ärztlichen Fachkräften konnte nicht im notwendigen Maße kompensiert werden, was insbesondere im Akutbereich zu Erlösminderungen führte.

Aufgrund der inflationsbedingten Preissteigerungen 2022 konnten die Sachkosten nicht im geplanten Maße reduziert werden.

7. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 2.653 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

8. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Oberaudorf, 29. Februar 2024

Senator h.c. Dipl. BW. H. H. Peter Rösner

Stefanie Schubert, MA

Ulrich Schweinsteiger, MA

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28.03.2024 festgestellt worden.

Anlagenspiegel zum 31.12.2021

Historische Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2021 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2021
Bezeichnung
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 416.977,35 118.584,99 0,00 0,00 535.562,34
Firmenwert 191.499,00 0,00 0,00 0,00 191.499,00
608.476,35 118.584,99 0,00 0,00 727.061,34
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten 35.208.070,35 0,00 24.129,39 0,00 35.183.940,96
technische Anlagen 1.828.030,55 30.065,98 0,00 39.029,20 1.897.125,73
Einrichtungen und Ausstattungen 9.182.229,44 1.441.102,98 153.535,17 0,00 10.469.797,25
Anzahlungen auf Anlagen, Anlagen im Bau 56.437,67 2.810,81 -39.029,20 20.219,28
46.274.768,01 1.473.979,77 177.664,56 0,00 47.571.083,22
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen sonstige Finanzanlagen 3.625.422,41 204.863,02 0,00 0,00 3.830.285,43
1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
3.626.422,41 204.863,02 0,00 0,00 3.831.285,43
Gesamt 50.509.666,77 1.797.427,78 177.664,56 0,00 52.129.429,99
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2021
Bezeichnung
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.079,35 58.715,99 0,00 0,00 324.795,34
Firmenwert 191.499,00 0,00 0,00 0,00 191.499,00
457.578,35 58.715,99 0,00 0,00 516.294,34
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten 22.518.109,81 616.677,69 664,39 0,00 23.134.123,11
technische Anlagen 1.432.486,55 73.732,18 0,00 0,00 1.506.218,73
Einrichtungen und Ausstattungen 7.655.163,02 466.041,82 143.477,17 0,00 7.977.727,67
Anzahlungen auf Anlagen, Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
28.450.939,99 1.156.451,69 144.141,56 0,00 32.618.069,51
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen sonstige Finanzanlagen 23.200,00 437.978,99 0,00 0,00 461.178,99
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.888.859,42 437.978,99 0,00 0,00 461.178,99
Gesamt 33.727.081,54 1.653.146,67 144.141,56 0,00 33.595.542,84
Buchwerte
Buchwert 31.12.2021 Buchwert Vorjahr
Bezeichnung
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.767,00 150.898,00
Firmenwert 0,00 0,00
210.767,00 150.898,00
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten 12.049.817,85 12.689.960,54
technische Anlagen 390.907,00 395.544,00
Einrichtungen und Ausstattungen 2.492.069,58 1.527.066,42
Anzahlungen auf Anlagen, Anlagen im Bau 20.219,28 56.437,67
14.953.013,71 14.669.008,63
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen sonstige Finanzanlagen 3.369.106,44 3.602.222,41
1.000,00 1.000,00
3.370.106,44 3.603.222,41
Gesamt 18.533.887,15 18.423.129,04

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Klinik Bad Trissl GmbH, Oberaudorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Klinik Bad Trissl GmbH, Oberaudorf (Krankenhausträgergesellschaft), der zugleich der Jahresabschluss der Klinik Bad Trissl GmbH (Krankenhaus) nach KHG ist, bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Klinik Bad Trissl GmbH, Oberaudorf, (Krankenhausträgergesellschaft) für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021, der zugleich den Lagebericht des Krankenhauses darstellt, geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses zum 31.12.2021 sowie jeweils deren Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß§ 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Klinik Bad Trissl GmbH, Oberaudorf sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter www.idw.de/idw/ verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

München, den 20.03.2024

OTG Ortenburg Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Moritz Graf zu Ortenburg, Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschaft weist darauf hin, dass sich der o. g. Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss 2021 bezieht. Die Klinik Bad Trissl GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und hat bei der Offenlegung entsprechende Erleichterung in Anspruch genommen.

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