LHI Capital Management GmbHLiquidiert
82049 Pullach im Isartal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Niedermeier seit 8.10.2020 | Geschäftsführer |
Dieter Seitz seit 13.6.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.50% | |
| 25.50% | |
| 25.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LHI Capital Management GmbHPullach i. IsartalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023Abkürzungsverzeichnis
1 Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäftsmodell der GesellschaftDie LHI Capital Management GmbH, Pullach im Isartal, wurde am 26.01.1998 unter der Firma ATURO Beteiligungs GmbH gegründet. Am 13.06.2012 erfolgte die Umfirmierung in LHI Capital Management GmbH. Alleinige Gesellschafterin ist die LHI Leasing GmbH, Pullach im Isartal, ein Finanzdienstleistungsinstitut mit der Erlaubnis zum Erbringen von Finanzierungsleasing im Wege der Verwaltung von Leasing-Objektgesellschaften. Seit dem 01.06.2017 erbringt die LHI CM die Anlageberatung und Anlagevermittlung nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 und 4 WpIG. Um die Produkte der LHI-Gruppe auch österreichischen Investoren zugänglich zu machen, erfolgte im November 2018 die Notifizierung von Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Am 07.12.2018 erteilte die BaFin die entsprechende Vertriebserlaubnis. Die LHI CM übernimmt alle Vertriebsaktivitäten der LHI-Gruppe, sowohl die Akquisition von Privatkunden nach WpIG als auch die Gewinnung und Ansprache von professionellen und semi-professionellen Investoren (geschlossene Spezial-AIF sowie unregulierte Finanzinstrumente). Der Vertrieb umfasst die Ansprache und Gewinnung von Investoren für verschiedene Investments unter Einhaltung deren gesetzlichen Bestimmungen und regulatorischen Anforderungen (z.B. Solvency II, Anlageverordnung, ESG-Kriterien etc.). Daneben übernimmt die LHI CM die laufende Investorenbetreuung für alle in der LHI-Gruppe verwalteten Fonds. Die LHI CM entwickelt Lösungen, welche auf die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Investoren bzw. Investorengruppen zugeschnitten sind. In den letzten Jahren hat die LHI CM breit diversifizierte Portfoliofonds in der Konzeptions- & Strukturierungsphase für Investoren begleitet. Diese werden als geschlossene oder offene Spezial-AIF konzipiert oder über andere strukturierte Produkte für Investoren optimiert. Daneben werden projektspezifisch Einzelobjekte für Investoren aufbereitet. Aktuelle Beispiele für Portfoliofonds sind die Reihe der Premiumimmobilien Fonds sowie die Green Infrastructure Fonds im Bereich der Erneuerbaren Energien. Beide Fondsgruppen wurden gezielt für professionelle und semi-professionelle Investoren, wie beispielsweise Versicherungen, Versorgungswerke, Pensionskassen, Stiftungen und Family Offices konzipiert. Die Gesellschaft plant Neugeschäfte für das Jahr 2024 und die Folgejahre vor allem in den Assetklassen Immobilien und Erneuerbare Energien. Seitens der Investoren wird bei künftigen Produkten die Einhaltung und Berücksichtigung von ESG-Kriterien als zwingend erforderlich angesehen. Für das Neugeschäft bedeutet dies, dass Produkte, welche nicht mindestens über eine Einstufung als Art. 8 Fonds nach der SFDR verfügen, kaum Marktchancen haben werden. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Dies berichtet das statistische Bundesamt (Destatis) in seiner Pressemitteilung vom 15./16. Januar 2024. Das deutsche BIP ist - preis-, saison- und kalenderbereinigt - in 2023 um 0,1 % gesunken. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Die Inflationsrate lag in 2023 bei 5,9% (2022 6,9%). Die Inflationsrate hat sich auf ein Niveau unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 abgeschwächt. Sie ist weiterhin auf einem hohen Stand. Neben dem konjunkturellen Umfeld hat auch die Zinsentwicklung maßgeblichen Einfluss auf die Investitionsentscheidungen von Unternehmen bzw. Anlegern. Laut den "long-term interest statistics for EU Member States", die von der Europäischen Zentralbank geführt werden, ist die Rendite öffentlicher deutscher Anleihen von 209 Basispunkten im Dezember 2022 auf 210 Basispunkte im Dezember 2023 nahezu konstant geblieben. Der Zinsanstieg im Verlauf des Jahres 2023 hat das Anlageverhalten institutioneller Investoren grundlegend verändert. Die Attraktivität von Anleihen und anderen Fixed-Income-Produkten hat 2023 dazu geführt, dass die Nachfrage nach Sachwertprodukten und insbesondere Immobilien merklich zurückgegangen ist. Neue Kapitalanlagen institutioneller Investoren wurden überwiegend in sog. "Fixed Income"-Produkte investiert. Aufgrund einer noch befriedigenden Nachfrage nach Erneuerbaren Energien Produkten kann die LHI CM trotzdem auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurückblicken.Die Anzahl neu aufgelegter geschlossener Spezial-AIFs betrug laut BaFin-Unternehmensdatenbank (Stand: 15. Februar 2024) 106 AIFs in 2023 im Vergleich zu 208 AIFs in 2022. Die Anzahl neu aufgelegter geschlossener Spezial-AIFs betrug laut BaFin-Unternehmensdatenbank (Stand: 15. Februar 2024) 106 AIFs in 2023 im Vergleich zu 208 AIFs in 2022.ahl neu aufgelegter geschlossener Spezial-AIFs betrug laut BaFin-Unternehmensdatenbank (Stand: 15. Februar 2024) 106 AIFs in 2023 im Vergleich zu 208 AIFs in 2022. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftUnter Berücksichtigung des Marktumfeldes sind die Ergebnissituation und die Geschäftsentwicklung der LHI CM in der abgelaufenen Berichtsperiode aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen noch als zufriedenstellend zu beurteilen. Mit einem handelsrechtlichen Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,2 haben wir unser strategisches Ergebnisziel von Mio. EUR 1,0 nicht erreicht. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 95,6 Eigenkapital über verschiedene Investmentstrukturen bei Investoren abgerufen. Die Gesamtplatzierungssumme beläuft sich für 2023 auf Mio. EUR 79,2. Davon entfallen Mio. EUR 27,4 auf Spezial-AIFs und Mio. EUR 51,8 auf Individualkonzepte/Verbriefungsstrukturen. Mit Mio. EUR 42,9 ist die Assetklasse Erneuerbare Energien die stärkste Produktgruppe gefolgt von Mio. EUR 24,4 in der Assetklasse Immobilien und Mio. EUR 11,9 in der Assetklasse Aviation. Hinsichtlich der Kundengruppen setzen sich die Platzierungszahlen folgendermaßen zusammen: Family Offices/HNWI Mio. EUR 15,2, Versicherungen Mio. EUR 40,4, Pensionskassen/Versorgungswerke Mio. EUR 10,0, Stiftungen Mio. EUR 9,7 und Corporates 3,9. Die Kapitalzusagen waren im Geschäftsjahr 2023 überwiegend geprägt durch Aufstockungen und Neuzeichnungen bei den Erneuerbaren Energien Fonds. Hervorzuheben ist das erste Closing für den LHI Green Infrastructure Invest III, welcher erfolgreich gestartet werden konnte. Im Immobilienbereich konnte eine erste Zeichnung für den LHI-Bildungsimmobilienfonds eingeworben werden. Positiv anzumerken ist, dass das bereits in 2023 oder früher zugesagte Kapital planmäßig abgerufen wurde und überwiegend in Erneuerbare Energien Projekte investiert werden konnte. Nachhaltige Investments sind nach unserer Einschätzung nunmehr bei fast allen Investoren fester Bestandteil der Investmentstrategie. 2.2.1 ErtragslageIm Geschäftsjahr 2023 hat die LHI CM ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von Mio. EUR 0,2 (Vorjahr: Mio. EUR 1,3) erzielt. Das Planergebnis mit ca. Mio. EUR 1,0 wurde damit nicht erreicht. Ursache hierfür ist im Wesentlichen das geringere Provisionsergebnis. Ein signifikanter Provisionsertrag in Höhe von ca. 0,3 Mio. Euro konnte aufgrund eines nicht mehr erfolgten Kapitalabrufs bei einem Immobilienprojekt nicht in 2023 realisiert werden. Das Provisionsergebnis ist im Jahresvergleich gesunken, es veränderte sich von Mio. EUR 1,7 auf Mio. EUR 0,4. Im Berichtsjahr sanken die Provisionserträge von Mio. EUR 2,6 auf Mio. EUR 0,8. Korrespondierend hierzu verringerten sich die Provisionsaufwendungen um Mio. EUR 0,7 von Mio. EUR 1,0 im Vorjahr auf Mio. EUR 0,3. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen leicht um 0,2 Mio. EUR auf Mio. EUR 3,3. (Vorjahr: Mio. EUR 3,1). Die Personalaufwendungen liegen auf Vorjahresniveau von Mio. EUR 2,1. Die Anzahl der durchschnittlich im Jahr beschäftigten Mitarbeiter ist ebenso gleichgeblieben. Die anderen Verwaltungsaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben nahezu stabil bei Mio. EUR 1,5 (Vorjahr Mio. 1,4. EUR). Im aktuellen Umfeld beurteilen wir die Ertragslage der LHI CM aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen noch als zufriedenstellend. Die Ergebnishöhe vor Ergebnisabführung im Jahr 2023 liegt unter dem angestrebten Planziel. 2.2.2 Finanzlage2.2.3 KapitalstrukturZwischen der LHI CM und der LHI besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, so dass das Jahresergebnis die Eigenkapitalsituation der LHI CM nicht verändert. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgtMio. EUR 1,0. Die Bilanzsumme ist von Mio. EUR 3,6 auf Mio. EUR 2,3 gesunken. Die Eigenkapital-Quote stieg von 27,5% auf 42,6%. Die geringere Bilanzsumme ist dabei hauptsächlich auf gesunkene Rückstellungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen. 2.2.4 InvestitionenDie Aktivseite der Bilanz ist geprägt von dem Stichtagsbestand an liquiden Mitteln und offenen kurzfristigen Forderungen. Wesentliche Veränderungen der Struktur der Aktiva sind für die kommenden Jahre nicht vorgesehen. Zum jeweiligen Jahresultimo erwarten wir weiterhin als wesentliche Position den Liquiditätsbestand. 2.2.5 LiquiditätLangfristige Verbindlichkeiten ist die LHI CM nicht eingegangen. Das laufende Geschäft wird über gesellschaftseigene Mittel abgedeckt. 2.2.6 VermögenslageDie Vermögenslage der LHI CM ist geordnet. Wesentlicher Posten der Bilanzaktivseite stellen die Forderungen an Kreditinstitute mit Mio. EUR 0,3 (Vorjahr: Mio. EUR 0,3), Forderungen an Kunden mit Mio. EUR 0,1 (Vorjahr: Mio. EUR 2,8) und die sonstigen Vermögensgegenstände mit Mio. EUR 1,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,4), die im Wesentlichen liquiditätsähnliche Mittel beinhalten, dar. Diesen Bilanzaktiva stehen auf der Passivseite neben dem Eigenkapital Rückstellungen mit Mio. EUR 1,0 (Vorjahr: Mio. EUR 1,1) und sonstige Verbindlichkeiten mit Mio. EUR 0,4 (Vorjahr: Mio. EUR 1,5), die im Wesentlichen das abzuführende Ergebnis an den Gesellschafter und Verbindlichkeiten an das Finanzamt beinhalten, gegenüber. 2.3 Steuerung der Gesellschaft/Leistungsindikatoren2.3.1 Finanzielle LeistungsindikatorenDie Steuerung der LHI CM erfolgt durch eine regelmäßige Gegenüberstellung der Plan- und Istwerte hinsichtlich der zu platzierenden Produkte. So werden der Geschäftsführung auf monatlicher Basis Berichte hinsichtlich des eingeworbenen Eigenkapitals zur Verfügung gestellt. Hierbei erfolgt außerdem eine Darstellung des aktuellen Platzierungsobligos für die LHI-Gruppe. In diesem Zusammenhang erfolgt hinsichtlich der Platzierungsaktivitäten auch eine assetübergreifende Produktpriorisierung. Der Geschäftserfolg wird mittels der Platzierungszahlen und den daraus resultierenden sonstigen betrieblichen Erträgen und Provisionserträgen überwacht und gesteuert. Die erzielten Platzierungszahlen und die daraus resultierenden Erträge lagen im Geschäftsjahr 2023 mit Mio. EUR 79,2 unter den Erwartungen von geplanten Mio. EUR 135,7. Die Erträge wiederum werden im Wesentlichen durch Vermittlungs- und Strukturierungsgebühren erzielt. Diese Leistungen werden im Rahmen der von der LHI CM durchgeführten Kapitalabrufe für einzelne Objekte abgerechnet. Insofern ist das insgesamt durch die LHI CM abgerufene Investorenkapital eine weitere Steuerungsgröße für die Geschäftsplanung. 2.3.2 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenNichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Risikosituation der Gesellschaft haben, hat die LHI CM nicht definiert. Entsprechend erfolgt keine Steuerung nach nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. 3 Risikobericht, Auslagerungen und Prognosebericht3.1 RisikoberichtDas Geschäftsmodell der LHI CM wird durch die Geschäftsordnung sowie die aufsichtliche Erlaubnis als Wertpapierinstitut definiert. Grundlage für die Steuerung der LHI CM bildet das Risikomanagementkonzept der LHI-Gruppe. Für die LHI CM sind als Ergebnis der regelmäßigen Risikoinventur folgende Risiken als wesentliche Risiken definiert. · Adressausfallrisiken: Ein Adressausfallrisiko besteht bezüglich offener Honorarforderungen; diese werden in den Adressausfallrisiken der LHI Leasing GmbH abgebildet; die LHI CM ist damit nur indirekt betroffen. · Marktpreisrisiken: Die LHI CM hält keine Zins-, Aktien-, Fremdwährungs- oder Derivatepositionen, die Marktpreisschwankungen unterliegen. · Liquiditätsrisiken: Die LHI CM ist in die Liquiditätsplanung der LHI eingebunden und mit dieser über einen Ergebnisabführungsvertrag verbunden. Dadurch ist die laufende Liquiditätsversorgung der LHI CM sichergestellt. · Objektpreisrisiken: Die LHI CM übernimmt keine Platzierungsgarantien. Die Risiken, die aus Wertschwankungen der Fondsobjekte resultieren, liegen damit ausschließlich bei externen Investoren und nicht bei der LHI CM selbst. · Operationelle Risiken: Die Gesellschaft unterliegt operationellen Risiken aus ihren Geschäftsprozessen und ihren Auslagerungen an die LHI. · Sonstige Risiken: Im Rahmen der Anlageberatung bzw. -vermittlung im Sinne des WpHG bestehen grundsätzlich Beratungs- und Dokumentationspflichten. Aufgrund des Umfangs der Erlaubnis und der Art der Geschäftstätigkeit bestehen in der LHI CM aus unserer Sicht keine Risiken für Kunden und den Markt. So hat die LHI CM z.B. keine Erlaubnis für die Annahme von Kundengeldern, sodass für Kunden z.B. keine Risiken im Zusammenhang mit der Verwahrung von Kundengeldern bestehen. Die LHI CM handelt ferner nicht mit Finanzinstrumenten, folglich gibt es keine Verbindung zu "dem Markt" und damit auch hier keine Risiken. Im Ergebnis umfasst das Risikoprofil der LHI CM ausschließlich operationelle und sonstige Risiken. Die Höhe der Risikopotenziale wird quartalsweise im Rahmen der Risikoberichterstattung ermittelt. Für die operationellen Risiken kommt das gruppeneinheitliche Scoreverfahren zum Einsatz, die sonstigen Risiken werden mittels einer Expertenschätzung quantifiziert. Zur Überprüfung der ökonomischen Risikosituation wird im Rahmen einer Risikotragfähigkeitsanalyse das Risikopotenzial der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Die Risikodeckungsmasse bestimmt sich aus dem Stammkapital. Die ökonomische Risikotragfähigkeit gilt dann als gegeben, wenn die Risikodeckungsmasse größer ist als das Risikopotenzial. Zusätzlich löst das Erreichen des risikostrategischen Schwellenwerts von 80% der Risikodeckungsmasse im Base Case und/oder Stress Case verschiedene, in einem Ampelsystem definierte Maßnahmen aus. Risikostrategisch verfolgt die LHI CM das Ziel, die ökonomische Risikotragfähigkeit zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten. · Die Risikoauslastung der LHI CM ist im Geschäftsjahr 2023 gesunken und beträgt per 31.12.2023 19,8% (Vorjahr: 28,9%). Im Stress Case liegt sie bei 38,2% (Vorjahr: 49,5%). Die Risikotragfähigkeit der LHI CM ist zum Bilanzstichtag gegeben. · Bei den Einwertungen der Risikokategorien wurde im verwendeten Scoring-Modell für die Operationellen Risiken der Score für die Auslagerungsrisiken von "erhöht" auf "normal" herabgesetzt, da der aktuelle Bericht des Auslagerungscontrollings für 2023 keine Auffälligkeiten aufweist. Die ESG-Risiken werden auf der Grundlage eines eigenen Scoring-Ansatzes unverändert mit "niedrig" bewertet. Die Zahl der betreuten Anleger hat sich um ca. 240 Anleger verringert. Im Ergebnis ist der Risikowert der Operationellen Risiken leicht gesunken. · Beim Flugzeugfonds VI (Air Baltic) konnten in 2023 weitere Kapitalanteile im Nominalwert von Mio. 4,3. EUR ausplatziert werden. Die Schwierigkeit der Platzierung des restlichen Eigenkapitals wird unverändert mit "schwer" eingeschätzt. Beim Fonds Premium IV besteht weiterhin ein auszuplatzierendes temporäres Obligo in Höhe von Mio. 2,0 EUR. Die Schwierigkeit der Platzierung wird hier ebenfalls mit "schwer" bewertet. Insgesamt sind die Sonstigen Risiken leicht gesunken und liegen weiterhin bei Mio. 0,1 EUR. · Der Gesamtrisikowert für die LHI CM in Höhe von Mio. EUR 0,2 fließt bei der Berechnung der Risikotragfähigkeit der LHI Leasing GmbH in die Risikokategorie "Beteiligungsrisiken" ein. · Die Risikodeckungsmasse entspricht dem Stammkapital und beträgt zum Stichtag Mio. EUR 1,0. Das Risikocontrolling der LHI CM ist an die LHI ausgelagert. Die LHI CM hat einen Risikocontrolling-Beauftragten benannt, der die ordnungsgemäße Durchführung der Risikocontrolling-Aufgaben durch die LHI gewährleistet. Im Rahmen des Auslagerungscontrollings werden die Funktionen überwacht und die Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine außergewöhnlichen Vorkommnisse zu verzeichnen, die die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft beeinträchtigt haben. Die Risikotragfähigkeit war durchgängig gegeben. 3.2 AuslagerungenAlle von der LHI CM vorgenommenen Auslagerungen (jeweils gruppeninterne Auslagerung) sowie Unterauslagerungen werden in einem umfassenden Vertragswerk geregelt. Die LHI CM beachtet die Anforderungen aus § 25a Abs. 1, § 25b KWG i.V.m. AT 9 der MaRisk zu Auslagerungen. Die Vorgehensweise zur Überwachung der Auslagerungen wurde in einer internen Richtlinie geregelt. Das Auslagerungscontrolling hat im Berichtszeitraum alle Auslagerungstatbestände überwacht und die Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst. Ausweislich dieses Berichtes ist es im Geschäftsjahr zu keinen außergewöhnlichen Vorkommnissen gekommen. 3.3 Offenlegungspflichten gem. Verordnung (EU) 2019/2088Die LHI CM unterliegt den Regelungen der "Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor" (SFDR), soweit sich die Vorschriften der Verordnung an Finanzberater richten. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den drei Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) oder Unternehmensführung (Governance). Deren Eintreten kann potenziell oder faktisch erhebliche negative Auswirkungen auf die Reputation, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LHI CM oder auf die durch sie vermittelten oder aufgrund ihrer Beratung erworbenen Finanzprodukte haben. Zu Nachhaltigkeitsrisiken zählen physische Umweltrisiken, wie Extremwetterereignisse, verursacht durch Klimaveränderungen sowie Transitionsrisiken, die in Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft bestehen. Die LHI CM kommt ihren Offenlegungspflichten nach, indem die Pflichtinformationen auf der Website der LHI-Gruppe veröffentlicht werden. Darüber hinaus werden den Anlegern auf Produktebene sämtliche von der genannten Verordnung geforderten Unterlagen zur Verfügung gestellt (z.B. Vorvertragliche Informationen, Informationen in regelmäßigen Berichten). Die LHI CM vertreibt ausschließlich Produkte der Unternehmen aus der LHI-Gruppe: · LHI Leasing GmbH: Nicht den Regelungen der genannten Verordnung unterliegend; · LHI Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH: Unterliegt als Finanzmarktteilnehmer den Regelungen der Verordnung und kommt den Veröffentlichungspflichten entsprechend nach. Die auf der Website veröffentlichten Pflichtinformationen umfassen folgende Themen: · Art. 3 SFDR - Strategie im Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken · Art. 4 Absatz 5 SFDR - Transparenz nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Ebene des Unternehmens · Art. 5 SFDR - Transparenz der Vergütungspolitik im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken Die Veröffentlichung von Informationen der sogenannten Artikel 8-Produkte oder Artikel 9-Produkte (gem. Art. 10 SFDR) erfolgt für Investoren dieser Produkte über einen passwortgeschützten Zugang auf der Internetseite. 3.4 Prognosebericht/ChancenberichtDer Zinsanstieg des EZB-Einlagenzinssatzes von 0 % im Juli 2022 auf bis zu 4 % im September 2023 hat bei institutionellen Investoren zu einer Veränderung bei den Kapitalanlagen geführt. Klassische Anleihen haben an Attraktivität gewonnen und sind wieder eine Alternative zu Immobilien, Private Equity und Infrastrukturinvestments. Es besteht somit wieder ein stärkerer Wettbewerb zwischen liquiden und illiquiden Investments. Insofern müssen Sachwertprodukte höhere Renditen erzielen, um konkurrenzfähig zu sein. Institutionelle Investoren haben daher in 2023 ihre strategische Asset Allokation (SAA) an die veränderten Marktbedingungen angepasst. Im Ergebnis ist bei Sachwertprodukten aufgrund der bestehenden ESG-Anforderungen weiterhin ein positiver Trend in Richtung Infrastrukturinvestments und Erneuerbare Energien festzustellen. Gleichwohl müssen hier mittlerweile auch höhere Renditen als in den Vorjahren erzielt werden. Bei Immobilien dauert der Preisanpassungsprozess zwischen Verkäufern und Käufern noch an. Es ist aber davon auszugehen, dass im Laufe des Jahres 2024 wieder attraktive Investments möglich sein werden, welche einem Assetklassen übergreifenden Wettbewerbsvergleich standhalten können. Mit dem LHI Green Infrastructure Invest III und dem LHI-Bildungsimmobilienfonds hat die LHI CM Fonds im Vertrieb, welche die veränderten Marktbedingungen berücksichtigen. Zudem handelt es sich bei beiden Produkten um Art. 9 bzw. Art 8 Fonds nach der SFDR. Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir das Ziel, auf der Basis einer im Vergleich zu den Vorjahren reduzierten Planung, Kapital in Höhe von ca. Mio. EUR 140,0 einzuwerben. Auf dieser Basis erwarten wir ein handelsrechtliches Ergebnis (vor Ergebnisabführung) von ca. Mio. EUR 0,5 -1,0.
Pullach im Isartal, 21. März 2024 LHI Capital Management GmbH - Markus Niedermeier - Florian Heumann - Dieter Seitz - Alexander Schönle Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang zum Geschäftsjahr 2023I Angaben zum UnternehmenLHI Capital Management GmbH, Pullach im Isartal, Amtsgericht München, HR B 119611. II Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss1 VorbemerkungenDie LHI Capital Management GmbH (im Folgenden kurz LHI CM) betreibt seit 01.06.2017 gewerbsmäßig Wertpapierdienstleistungen i. S. d. § 2 Abs. 2 Nr. 3 und 4 WplG. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Somit gelten gemäß §340a HGB die Vorschriften und Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften. Die Vorjahreszahlen (in Klammern) wurden zu Vergleichszwecken gegenübergestellt. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethodena) Forderungen an KreditinstituteDie täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert bewertet. b) Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden sind zum Nominalwert bewertet. c) Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. d) Aktive RechnungsabgrenzungDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Dieser wird im Folgejahr vollständig aufgelöst. e) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. f) Andere RückstellungenDie anderen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. g) EigenkapitalDas Eigenkapital entspricht den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Es wird zum Nennwert bilanziert und ist voll eingezahlt. h) ProvisionserträgeDie Provisionserträge enthalten Erlöse aus Kapitalvermittlungen und abgerechnete Honorare für neue Investorengestaltungen. i) ProvisionsaufwendungenDie Provisionsaufwendungen enthalten Aufwendungen für Vermittlungsleistungen. j) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere abgerechnete Geschäftsbesorgungs-vergütungen aus gruppeninternen Leistungen. k) Allgemeine VerwaltungsaufwendungenAllgemeine Verwaltungsaufwendungen beinhalten insbesondere gruppeninterne Geschäfts-besorgungshonorare, Beratungskosten, Raummieten, Kosten für Nutzung von Software, Reise- und Marketingkosten. Diese werden verursachungs- bzw. periodengerecht erfasst. l) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden verursachungs- bzw. periodengerecht erfasst. III Erläuterungen zum Jahresabschluss1 Aktivaa) Forderungen Kreditinstitute
b) Forderungen an KundenDer Bilanzausweis gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
In den Forderungen mit einer Laufzeit bis 3 Monate in Höhe von TEUR 87 (TEUR 31) sind im Wesentlichen Honorare für Vermittlungsleistungen enthalten. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. c) Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.913 (TEUR 440) beinhalten im Wesentlichen liquiditätsähnliche Mittel in Höhe von TEUR 1.741 (TEUR 358). 2 Passivaa) Verbindlichkeiten gegenüber KundenDer Bilanzausweis gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
b) Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 388 (TEUR 1.498) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 231 (TEUR 1.321) und gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 157 (TEUR 177). Der Bilanzausweis gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bestehen wie im Vorjahr nicht. c) Andere RückstellungenDie anderen Rückstellungen betreffen Vorruhestandsverpflichtungen, Tantiemen und Prämien, sonstige Personalkosten, Prüfungskosten sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Zum Abschlussstichtag bestehen Rückstellungen mit Laufzeiten über einem Jahr. 3 Gewinn- und VerlustrechnungVon einer geographischen Aufteilung der Positionen der Zins- und Provisionserträge wird abgesehen, da sich die Tätigkeit derzeit auf das Inland beschränkt und sich die inländischen Märkte nicht wesentlich voneinander unterscheiden. a) ZinserträgeDie Zinserträge beinhalten Zinsen aus gegebenen Darlehen in Höhe von TEUR 46 (TEUR 0,7). b) ZinsaufwendungenDie Zinsaufwendungen resultieren aus der Abzinsung der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 5 (TEUR 8). c) ProvisionserträgeDie Provisionserträge in Höhe von TEUR 793 (TEUR 2.644) beinhalten Provisionen für Kapitalvermittlung in Höhe von TEUR 613 (TEUR 944). d) ProvisionsaufwendungenDie Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 349 (TEUR 964) beinhalten Aufwendungen für Kapitalvermittlung. e) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.312 (TEUR 3.146) beinhalten vor allem Erlöse aus gruppeninternen Leistungen in Höhe von TEUR 3.080 (TEUR 3.030). f) Andere VerwaltungsaufwendungenDie anderen Verwaltungsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Geschäftsbesorgungsvergütungen TEUR 600 (TEUR 600), Mietaufwendungen TEUR 179 (TEUR 159), Kosten für Werbung und Veranstaltungen TEUR 196 (TEUR 166). g) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte GewinneEs besteht ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) mit der LHI Leasing GmbH. Der abzuführende Gewinn für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 231 (TEUR 1.321). IV Sonstige Angabena) Beschäftigte Mitarbeiter
b) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen den Mietvertrag mit der LHI Leasing GmbH. Die Jahresmiete beträgt aktuell TEUR 126. Aufgrund der unbegrenzten Laufzeit kann die Gesamtvergütung zum Bilanzstichtag nicht genauer beziffert werden. c) MutterunternehmenMutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen ist die LHI Holding GmbH mit Sitz in Pullach im Isartal. Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist die LHI Leasing GmbH mit Sitz in Pullach im Isartal. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger, Köln, veröffentlicht. d) Mitglieder der Geschäftsführung
e) Gesamtbezüge der GeschäftsführungsmitgliederIm Geschäftsjahr 2023 haben lediglich zwei Geschäftsführer von der LHI CM eine Vergütung erhalten. Die LHI CM macht von § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch. f) Berechnetes Gesamthonorar des Abschlussprüfers
g) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenDie LHI CM hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäftsvorfälle zu marktunüblichen Konditionen getätigt. V NachtragsberichtWesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem 31.12.2023 nicht ergeben. VI ErgebnisverwendungAufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 231.032,95 (TEUR 1.321) an die LHI Leasing GmbH abgeführt.
Pullach im Isartal, 21. März 2024 LHI Capital Management GmbH - Markus Niedermeier - Florian Heumann - Dieter Seitz - Alexander Schönle Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LHI Capital Management GmbH , Pullach i. Isartal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LHI Capital Management GmbH, Pullach i. Isartal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LHI Capital Management GmbH, Pullach i. Isartal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Überein-stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. · gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. · beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. · ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. · beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. · beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. · führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Nürnberg, 21. März 2024 Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer Weissinger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.01.2023 wurde am 09.04.2024 festgestellt. |
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