Modehaus Peter von Drathen GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Bekleidung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mode Service B.V. & Co. KGDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben Die Mode Service B.V. & Co. KG hat ihren Sitz in Düsseldorf. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRA 17585 eingetragen. Die Mode Service B.V. & Co. KG, Düsseldorf, ist eine Kommanditgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB. Die Gesellschaft erstellt ihren Jahresabschluss demgemäß nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB (Rechnungslegungsgrundsätze). Sie ist nach § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kommanditgesellschaft. Hinsichtlich der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, des Krieges in der Ukraine und des Inflationsgeschehens wird auf den Lagebericht verwiesen. Zur Insolvenz der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, verweisen wir auf die Berichterstattung zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag hier im Anhang. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr nicht geändert worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diese werden um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer (3-5 Jahre) nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Diese werden um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer nach der linearen Methode vermindert. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, das Guthaben bei Kreditinstituten, die Kapitalanteile und die Rücklagen werden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Die Jubiläumsrückstellungen werden unter Anwendung des Teilwertverfahrens unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Abzinsung wurde ein durchschnittlicher Marktzins von 1,44% (Vorjahr: 1,35%) zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Forderungen gegen und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zur Bilanz Sonstige Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen sind vor allem mit TEUR 2.081 (Vorjahr: TEUR 1.829) Personalrückstellungen ausgewiesen, davon mit TEUR 1.608 (Vorjahr: TEUR 1.604) Jubiläumsrückstellungen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die aus der Bilanz nicht ersichtlichen Verpflichtungen aus fünf Mietverträgen bestehen mit einem Jahresbetrag von TEUR 45; die Mietverhältnisse sind auf unbestimmte Zeit geschlossen. Alle Parteien sind berechtigt das Mietverhältnis jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalendervierteljahres zu kündigen. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Mode Service B.V. & Co. KG, Düsseldorf, beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 2.125 Mitarbeiter; davon männlich 671, weiblich 1.454. Im Vorjahr beschäftigte die Gesellschaft auf vergleichbarer Basis durchschnittlich 1.758 Mitarbeiter; davon männlich 533, weiblich 1.225. Persönlich haftender Gesellschafter Persönlich haftender Gesellschafter der Mode Service B.V. & Co. KG, Düsseldorf, ist die Mode Service Beteiligungs B.V. mit Sitz in Roermond/Niederlande. Ihr gezeichnetes Kapital beträgt EUR 10.000,00. Mutterunternehmen Die Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, besitzt Anteile der Gesellschaft in Höhe von EUR 2.500.000,00, entsprechend 100% am Nominalkapital. Die Mode Service B.V. & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, einbezogen. Das oberste Mutterunternehmen ist die JC Switzerland Holding AG, Zug/Schweiz. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Für die Muttergesellschaft, die Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, sowie die Peek & Cloppenburg Retail Buying GmbH & Co. KG, Düsseldorf, wurde am 3. März 2023 ein Schutzschirmverfahren eingeleitet, mit dem Ziel der Restrukturierung der Gesellschaften in Eigenverwaltung durch die Geschäftsführung. Am 1. Juni 2023 wurden die Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Alle übrigen Gesellschaften der Peek & Cloppenburg Gruppe in Deutschland waren hiervon nicht betroffen. Die Gläubigerversammlungen der Peek & Cloppenburg KG sowie der Peek & Cloppenburg Retail Buying GmbH & Co. KG haben am 24. August 2023 den von der jeweiligen Geschäftsführung vorgelegten Insolvenzplan genehmigt. Mit Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 28. September 2023 wurde das Insolvenzverfahren der Peek & Cloppenburg KG mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2023 aufgehoben. Mit Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 30. Oktober 2023 wurde das Insolvenzverfahren der Peek & Cloppenburg Retail Buying GmbH & Co. KG, Düsseldorf, mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2023 aufgehoben. Der Jahresabschluss wurde unter der Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich des Bestandsgefährdendes Risiko (wesentliche Unsicherheit), denen die Mode Service B.V. & Co. KG ausgesetzt ist, verweisen wir auf Abschnitt "V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklungen" des Lageberichts. Geschäftsführer Die Geschäftsführung wird durch den persönlich haftenden Gesellschafter, die Mode Service Beteiligungs B.V., Roermond/Niederlande, wahrgenommen. Geschäftsführer der Mode Service Beteiligungs B.V., Roermond/Niederlande, sind:
Düsseldorf, den 24.11.2023 Thomas Freude Stefan Janßen Esther Inci Ley als Geschäftsführung der Mode Service Beteiligungs B.V., Roermond/Niederlande Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022I. Grundlagen des Unternehmens Die Mode Service B.V. & Co. KG bietet filialinterne Dienstleistungen im Bereich des technischen Gebäudemanagements, insbesondere die technische Betreuung diverser Objekte sowie der Instore Logistik, vornehmlich Replenishment & Fulfillment, an. Das Leistungsangebot setzt sich überwiegend aus den logistischen Serviceleistungen Warenhandling, Verkaufsservice, Bestandsdatenpflege, Lagerbewirtschaftung und Hausservice zusammen. Das Warenhandling beinhaltet die Annahme der Ware, die Stückzahlkontrolle, das Entladen, die Versendung von Ware an Warenverteilzentren, das Vorbereiten der Ware für den Verkaufsraum, die Vorsortierung und den hausinternen Transport der Ware sowie den Transport in Außenläger. Der Verkaufsservice übernimmt das Ein- und Nachsortieren der Ware, das Herabzeichnen der einzelnen Artikel, das Aufräumen im Verkaufsraum und die Unterstützung des Verkaufspersonals beim Abteilungsumbau. Die Bestandsdatenpflege beinhaltet die Etikettierung der Ware, die Verbuchung des Versands von Ware in andere Häuser, die Verbuchung von Total-Herabzeichnungen und die Produktion von Sonderetiketten. Zum Leistungsbereich Lagerbewirtschaftung gehört das Ein- und Auslagern von Ware in und aus Picklägern, die größengenaue Nachsortierung sämtlicher Warenteile auf die Verkaufsfläche sowie die Gewährleistung optimaler Lagerstrukturen und effizienter Prozesse. Der Hausservice umfasst im Wesentlichen verkaufshausbezogene Schließ-, Kontroll- und Sicherheitsaufgaben, wie bspw. die Öffnung und Schließung der Kundeneingänge bzw. die regelmäßige Sichtprüfung der Räumlichkeiten und diverser technischer Anlagen, die Kontrolle und Versorgung der Packtische inklusive der Organisation und Pflege des Materiallagers sowie Hausmeistertätigkeiten, wie bspw. den Auf- und Abbau von Arbeitsplätzen, Packtischen etc. Die Gesellschaft betreibt seit 2021 das Warenhandling, die Kassier- Tätigkeiten und den Verkaufsservice an den neuen Outlet-Standorten der Peek & Cloppenburg- Unternehmensgruppe in Deutschland. Darüber hinaus unterstützt die Mode Service B.V. & Co. KG ihre Auftraggeber bei Einzelaktionen, wie z.B. Baumaßnahmen, Kundenevents oder Neueröffnungen. Das Leistungsangebot im technischen Gebäudemanagement setzt sich überwiegend aus der Beratung zu technischen Einbauten, Maschinen und Baumaßnahmen, der Überprüfung von Instandhaltungsverträgen, Gewährleistungen und der Überprüfung und Kontrolle von technischem Equipment wie Brandmeldeanlagen, Heizungsanlagen, Sprinkler, Elektroanlagen, Aufzüge, Fahrtreppen, Gebäudeleittechnik (GLT) etc. zusammen. Zudem unterstützt die Mode Service B.V. & Co. KG ihre Kunden bei der Erstellung und Koordination von Instandhaltungsplänen und Kostenvoranschlägen, sowie beim Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit inklusive der Unfallverhütung durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SIFA) an die Anforderung an die SIFA gemäß ASIG §5 und §6. Geschäftspartner der Mode Service B.V. & Co. KG sind vornehmlich die Gesellschaften der Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe in Deutschland. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs a) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2022 wurde durch die getrübten Wachstumsperspektiven und verstärkten Risiken geprägt. Der im Februar 2022 ausgebrochene Krieg gegen die Ukraine und die westlichen Sanktionen gegen Russland haben die Teuerung für Energierohstoffe nochmals verschärft. Die große Unsicherheit dämpfte weltweit das Wachstum, trieb die Inflation und verstärkte Knappheiten in den Einzelmärkten. Bremsend wirkte auch die Geldpolitik, die angesichts eines hohen Inflationsdrucks rasch gestrafft wurde. Die US-Notenbank hob seit März 2022 den Leitzins in mehreren großen Schritten zum Jahresende auf 4,5 % an. Die starke Aufwertung des US-Dollars und die steigenden Zinsen verstärkten den inländischen Preisdruck und die Lebenshaltungskostenkrise in vielen Ländern erheblich. Der Rückgang des Wachstums in China, bedingt durch die Immobilienkrise und die strikte Corona- Eindämmungspolitik, bremste die Entwicklung zusätzlich. Der Anstieg der Weltproduktion hat sich nach schwachem erstem Halbjahr im dritten Quartal verstärkt. Die weltwirtschaftliche Aktivität erhöhte sich im Verlauf des Jahres 2022 insgesamt mit 3,2 % um +0,3 Punkte in einem moderaten Tempo. Die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion sind weltweit leicht gewachsen. Die steigenden Zinsen dürften die Investitionen und den privaten Konsum allerdings weiter dämpfen und den Immobilienmarkt weiter eintrüben. Die Lage an den Rohstoffmärkten hat sich seit dem Frühjahr 2022 entspannt. Zunächst begannen die Preise für Industrierohstoffe unter dem Eindruck gedämpfter Nachfrage aus China und allgemein verdüsterter Konjunkturerwartungen zum Ende des Jahres zu sinken. Die sich abschwächende weltweite Nachfrage hat zu einem Nachgeben der Preise von Industriegütern und einer Entspannung der globalen Lieferkettenprobleme beigetragen. Der weiterhin hohe Auftragsbestand vieler Unternehmen stützte zunächst noch die Konjunktur. Im Euroraum expandierte die Wirtschaft bis ins dritte Quartal trotzt Ausbruch des Krieges. Im vierten Quartal hat die Wirtschaft an Wachstum wieder verloren. Die hohe Inflation, steigende Zinsen und Risiken aus dem weltwirtschaftlichen und politischen Umfeld sorgten für das konjunkturschwache Jahr. Die Wirtschaftspolitik bemühte sich mit einem erheblichen fiskalischen Aufwand die Auswirkungen der Energiekrise auf Haushalte und Unternehmen zu begrenzen. Das Bruttoinlandsprodukt für den Euroraum ist im Jahr 2022 um + 3,4 % gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich zum Ende des Jahres um +8,4 %. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich von 7,8 % im Vorjahr auf 6,7 %. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im Jahr 2022 trotz des Krieges in der Ukraine und der damit zusammenhängenden Energiepreiskrise als widerstandsfähig erwiesen. Im Jahr 2022 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,87 Billionen Euro. Laut Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um +1,9 % zu. Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem vom privaten Konsum und den Investitionen. Gründe für den positiven Verlauf waren vor allem Nachholeffekte beim privaten Konsum und der Produktion nach dem Corona-Einbruch sowie im Jahresverlauf nachlassende Lieferengpässe. Die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen sorgten dafür, dass viele Investitionsprojekte zunächst zurückgestellt wurden. Insbesondere am Bau verlief die Entwicklung im letzten Vierteljahr schwach, weil die Finanzierung deutlich teurer geworden ist. Die Industrieproduktion stabilisierte sich nach einem schwachen Start ins vierte Quartal zum Jahresende. Die Nachfrage im Verarbeitenden Gewerbe ging im vierten Quartal wegen ausbleibender Großaufträge aus dem Ausland kräftig zurück. Die Umsatzentwicklung im Einzelhandel war im Jahr 2022 positiv. Die Umsätze in Höhe von 631,4 Mrd. EUR lagen laut Handelsverband HDE um nominal +7,1 % über dem Vorjahresniveau, sanken preisbereinigt allerdings um -0,9 % im Vorjahresvergleich. Die Stimmung unter den privaten Verbrauchern nach der Covid-19-Krise stabilisierte sich weiter, lag allerdings immer noch auf einem niedrigen Niveau. Nach zwei umsatzstarken Jahren der Corona-Sonderkonjunktur verzeichnete der Online-Handel einen Umsatz von 84,5 Mrd. EUR (Rückgang um nominal -6,9 %), preisbereinigt entspricht dies einem Rückgang von -7,5 %. Im Jahr 2022 beliefen sich die Umsätze mit Bekleidung in Deutschland auf rund 58,4 Mrd. EUR; im Vergleich zum Jahr 2021 mit rund 59,7 Mrd. EUR bedeutet dies einen leichten Rückgang. Die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2022 lag bei 7,9 %. Laut Statistische Bundesamt belief sich die Inflationsrate im Monat Dezember 2022 auf 8,6 %. Um gegen die markante Inflation in der Eurozone vorzugehen, hat die EZB die Leitzinsen mit mehreren Zinsschritten von 0,0 % auf 2,5 % angehoben. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren die Verbraucherpreise ohne Energie um +4,6 % und mit Energie um +8,4 % höher als im Vorjahr. Die staatliche Preisbremsen für Gas und Strom entlasteten ab Dezember 2022 private Haushalte und Unternehmen von den hohen Energiekosten. Die real verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und der privaten Konsumausgaben werden dadurch zum Teil stabilisiert. Im Jahr 2022 stiegen die Verbraucherpreise für Bekleidung gegenüber 2021 um rund +2,5 %. Der Tariflohnzuwachs auf Monatsbasis einschließlich Sonderzahlungen lag im Jahr 2022 im Durchschnitt um +2,2 % höher. In Folge der Corona-Sondersituation im Jahr 2021 wurden einige Tarifverhandlungen verschoben und im Jahr 2022 nachgeholt. Das Jahr 2022 war zusätzlich durch deutliche Erhöhungen des gesetzlichen Mindestlohnes geprägt. Die neuen Tarifabschlüsse dürften hinter den Verbraucherpreisanstiegen Zurückbleiben, da sich im Zuge der Energiekrise auch die Gewinnsituation der Unternehmen deutlich verschlechtern wird. Im Jahr 2022 erwies sich der Arbeitsmarkt als widerstandsfähig. Laut der Bundesagentur für Arbeit betrug die Arbeitslosenquote in Deutschland, gemessen am Anteil der Arbeitslosen an der zivilen Erwerbsbevölkerung, für das abgelaufene Jahr 2022 5,3 % im Vergleich zu 5,7 % im Vorjahr. Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit bewegte sich weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Arbeitskräfteknappheit erwies sich allerdings zunehmend als Wachstumsbremse. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg im Jahr 2022 auf ein Höchstniveau. Insbesondere im Dienstleistungssektor suchten fast alle Branchen nach neuen Mitarbeitern. Die privaten, inländischen realen Konsumausgaben legten um +4,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Maßgeblich war der deutliche Anstieg bei den Ausgaben der privaten Haushalte für Dienstleistungen aufgrund der nachlassenden Belastungen durch die Pandemie. Die hohe Inflationsdynamik wirkte einem stärkeren Anstieg des Konsums in der zweiten Jahreshälfte entgegen und dämpfte die Kaufkraft der privaten Haushalte. Die Exporte wurden durch die Probleme in der Produktion des Verarbeitenden Gewerbes und die im Zuge des Krieges in der Ukraine verhängten Sanktionen negativ belastet. Im vierten Quartal 2022 entwickelten sich die Exporte verhalten und stiegen nur um +0,7 %. Die Importe entwickelten sich dynamischer und stiegen um +5,2 %. b) Geschäftsverlauf Von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, des Inflationsgeschehens und des Krieges in der Ukraine ist die Mode Service GmbH & Co. KG, als Geschäftspartner der im Textilhandel agierenden Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe in Deutschland, betroffen. Aufgrund immer weitreichenderer Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen, war die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 nicht mehr von der Kurzarbeit betroffen. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen setzt die Gesellschaft auch weiterhin auf die Zukunft und betreibt z.B. seit April 2022 das Ivys Cafe im Peek & Cloppenburg Verkaufshaus Dortmund. Im Geschäftsjahr 2022 wurde durch die Geschäftstätigkeit der Mode Service B.V. & Co. KG ein Umsatz von TEUR 34.778 (i.V. TEUR 26.226) erwirtschaftet. Dies bedeutet eine Steigerung um TEUR +8.552 (+32,6 %). Durch die Aufhebung der meisten Corona bedingten Restriktionen im Geschäftsjahr 2022 konnte sich der Handel weiter erholen und der Umsatz im GJ 2022 übersteigt das Vorkrisenniveau von 2019. Die Personalaufwendungen sind von TEUR 22.301 in 2021 um TEUR +7.475 (+33,5 %) auf TEUR 29.776 gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einer gestiegenen Anzahl von Mitarbeitern, 2022 wurden 367 Mitarbeiter mehr beschäftigt als 2021 und im Geschäftsjahr 2022 wurde keine Kurzarbeit mehr in Anspruch genommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, hauptsächlich externe Dienstleistungen, sind von TEUR 2.834 in 2021 um TEUR +1.264 (+44,6 %) auf TEUR 4.098 in 2022 gestiegen. Geografischer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Berichtsjahr 2022 war, wie auch bereits in den Vorjahren, die Bundesrepublik Deutschland, in der 99,5 % der Umsätze erwirtschaftet wurden. Insgesamt verschlechterte sich das durch die Gesellschaft in 2022 erzielte positive Geschäftsergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 931 in 2021 um TEUR -171 (-18,4 %) auf TEUR 760. III. Lage des Unternehmens a) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Mode Service B.V. & Co. KG hat sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 10.086 um TEUR +2.387 (+23,7 %) auf TEUR 12.473 verändert. Das Umlaufvermögen erhöhte sich von TEUR 10.065 zum 31. Dezember 2021 um TEUR +2.395 (+23,8 %) auf TEUR 12.460 zum 31. Dezember 2022; dies entspricht 99,9 % der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 1.880 um TEUR +4.321 (+>100%) auf TEUR 6.201 zurückzuführen. Die liquiden Mittel sind von TEUR 7.815 zum 31. Dezember 2021 um TEUR 2.420 (31,0%) auf TEUR 5.395 zum 31. Dezember 2022 gesunken. Zum 31. Dezember 2022 bilanziert die Gesellschaft das Eigenkapital auf der Passivseite mit TEUR 7.271 (i.V. TEUR 6.511) (58,3 % der Bilanzsumme). Die Rückstellungen haben sich insgesamt zum 31. Dezember 2022 von TEUR 2.175 um TEUR +441 (+20,3 %) auf TEUR 2.616 (22,1 % der Bilanzsumme) verändert. Der Anstieg ist vor allem bedingt durch höhere Steuer- und Personalrückstellungen. Die Verbindlichkeiten sind von TEUR 1.401 zum 31. Dezember 2021 um TEUR +1.185 (+84,6 %) auf TEUR 2.586 zum 31. Dezember 2022 gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an der zum Stichtag höheren Umsatzsteuerzahllast (TEUR +599), sowie an gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR +289). b) Finanzlage In 2022 wurde durch die Mode Service B.V. & Co. KG ein insgesamt negativer Cash Flow erzielt: der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR -2.425, es gab keinen Zu- oder Abfluss aus der Investitionstätigkeit, der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit TEUR +5. Damit sind die flüssigen Mittel der Gesellschaft von TEUR 7.815 zum 31. Dezember 2021 insgesamt um TEUR -2.420 (-31,0 %) auf TEUR 5.395 zum 31. Dezember 2022 gesunken. Die Verminderung resultiert vor allem aus dem stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter aufgrund der Leistungsverrechnung im Jahr 2022. c) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 hat die Mode Service B.V. & Co. KG, vor allem durch mehr WHT-Einsätze, bedingt durch den Wegfall der meisten Corona-Schutzmaßnahmen, einen Anstieg der Umsatzerlöse von TEUR 26.226 in 2021 um TEUR +8.552 (+32,6 %) auf TEUR 34.778 zu verzeichnen. Die Personalaufwendungen der Mode Service B.V. & Co. KG sind im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 22.301 um TEUR +7.475 (+33,5 %) auf TEUR 29.776 gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einer gestiegenen Anzahl von Mitarbeitern; 2022 wurden 367 Mitarbeiter mehr beschäftigt als 2021 und im Geschäftsjahr 2022 wurde keine Kurzarbeit mehr in Anspruch genommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 2.834 in 2021 um TEUR +1.264 (+44,6 %) auf TEUR 4.098 in 2022 gestiegen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung durch gestiegene Aufwendungen für Fremdleistungen IT und durch eine gestiegene Kostenumlage aus der Zentralverwaltung, begründet. In 2022 hat sich somit das EBITDA mit TEUR 939 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.136) um TEUR -197 (-17,3 %) verringert. In 2022 ist das durch die Gesellschaft erzielte positive Geschäftsergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 931 um TEUR -171 (-18,4 %) auf TEUR 760 gesunken. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr als stabil, jedoch geprägt durch die COVID-19-Pandemie, den Krieg in der Ukraine und die hohe Inflationsrate. Die Prognose des Jahresergebnisses durch die Geschäftsführung für das Jahr 2022 wurde annähernd eingehalten. IV. Prognosebericht Die Weltwirtschaft expandiert im Verlauf des Jahres 2023 in sehr moderatem Tempo. Die internationale Konjunktur zeigt sich, mit einem stagnativen ersten Halbjahr und einer milden Rezession im zweiten Halbjahr im Euroraum und in den USA, schwach. Die wirtschaftliche Dynamik in China bleibt hinter den Erwartungen zurück. Das Ende des Covid-19-Lockdowns in China gab vor allem dem asiatischen Raum einen Schub, doch die anhaltend hohe Inflation belastet die fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiterhin weltweit. Die Institute gehen davon aus, dass der Krieg in der Ukraine andauert und die Sanktionen gegenüber Russland bestehen bleiben. Auch wenn die Gaslieferungen aus Russland nach Europa nicht vollständig gestoppt werden, bleiben die Preise auf den Terminmärkten hoch und die Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Entwicklung beträchtlich. Für 2023 wird ein globales Wachstum von 2,8 % erwartet, was der gängigen Definition einer weltwirtschaftlichen Rezession entspricht. Der Welthandel mit Gütern expandiert dieses Jahr lediglich um 0,5 %. In den fortgeschrittenen Ländern ist die Inflationsrate wegen der wieder niedrigeren Energiepreise auf 4,8 % gesunken. Hingegen verringert sich die Kernrate der Inflation (Verbraucherpreise ohne Energie und Lebensmittel) nur wenig. Für die Europäische Union erwarten die Institute im Jahr 2023 lediglich eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,5%. Die Inflation geht im zweiten Halbjahr im Euroraum weiter auf 5,3 % zurück. Die Teuerung wird zwar nach und nach zurückgehen, aber erst im Lauf des Jahres 2024 kommt die Inflation im Euroraum allmählich wieder in die Nähe der geldpolitischen Zielrate von 2 %. Die deutsche Wirtschaft wird voraussichtlich um 0,2 % schrumpfen und die konjunkturelle Abkühlung in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. In den kommenden beiden Jahren wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung um 1,4 % und 1,2 % zulegt. Die Verbraucherpreise sind am Anfang des Jahres 2023 um fast 9,0 % gestiegen. In der zweiten Jahreshälfte sind die Verbraucherpreise aufgrund des Rückgangs von Energie- und anderen Rohstoffpreisen wieder deutlich gesunken. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen, von durchschnittlich 6,0 % in diesem Jahr auf 2,6 % im kommenden und 1,9 % im übernächsten Jahr. Die Kerninflationsrate (Verbraucherpreise ohne Energie und Lebensmittel) wird sich langsamer zurückbilden und in den kommenden beiden Jahren mit 3,1 % und 2,4 % über der Gesamtinflationsrate liegen. Voraussetzung für einen Rückgang der Inflation und ein Anziehen der Konjunktur ist allerdings, dass sich die geopolitische Lage nicht noch weiter verschlechtert und die höheren Lohnabschlüsse keine Kosten-Preis-Spirale auslösen. Dann könnte auch die Geldpolitik ihren Restriktionskurs beenden. Die hohen Inflationsraten werden weiterhin die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten belasten. Gleichzeitig wird sich die Industriekonjunktur aufgrund nachlassender Lieferengpässe bei Vorprodukten und kräftigen Rückgängen bei den Energiepreisen im Jahr 2023 erholen. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau weitgehend zum Erliegen bringen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem und im kommenden Jahr mit durchschnittlich 5,6 % um 0,3 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2022. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,3 % zurückgehen. Im Jahr 2023 werden die Tariflöhne deutlich anziehen. Die Bruttolöhne und -gehälter je Beschäftigten dürften in diesem Jahr um 5,0 % steigen. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte steigen um 0,4 % langsamer als die Konsumentenpreise und gehen damit zurück. Der private Konsum wird dadurch unmittelbar beeinflusst. Trotzt der aufgeführten Sachverhalte zur wirtschaftlichen Entwicklung verbunden mit den Unsicherheiten über das Konsumverhalten der privaten Verbraucher erwartet die Gesellschaft für das laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Ein bedeutendes Risiko ergibt sich aus dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine und den daraus folgenden Sanktionsmaßnahmen. Die Gefährdung der Energieversorgung ist nach wie vor besonders hoch, weil ein großer Teil der Energieträger importiert werden muss. Ein weiteres weltwirtschaftliches Risiko ist die Möglichkeit, dass zwischen den USA und China ein offener Handelskrieg ausbricht. Dieses geopolitische Risiko ist für Deutschland besonders kritisch. Ein Bruch Chinas mit dem Westen hätte für Deutschland wesentlich gravierendere Konsequenzen als der Bruch mit Russland, denn die Handelsbeziehungen mit China sind umfangreicher und ungleich komplexer. Es ist nicht denkbar, dass in annähernd so kurzer Zeit Ersatzpartner für China gefunden würden, wie das im Fall Russlands gelungen ist. Zudem geht nach wie vor ein konjunkturelles Risiko von der Covid-19 Pandemie und möglichen Infektionsschutzmaßnahmen aus. Die Infektionszahlen sind weltweit weiterhin hoch. Zwar sind die Krankheitsverläufe bei der derzeit dominierenden Variante vergleichsweise mild. Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, dass eine neue Variante mit schwereren Verläufen auftritt. In diesem Fall könnte es wieder zu stärkeren Beeinträchtigungen der Wirtschaftsaktivität kommen. Der Krieg in der Ukraine und die vorherige Covid-19-Pandemie haben zu einer deutlich gestiegenen Inflation und in der Folge zu einer Erhöhung der Leitzinsen geführt. Deutschlands Firmen kämpfen seitdem mit höheren Kosten. Die Steigerungen der Kosten für Rohstoffe, Energie, Finanzierung und Löhne sind die größten Risiken für die Unternehmen angesichts der aktuellen Inflation. Die Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen ist vor allem für Schuldner mit geringer Bonität gefährlich. Die fiskalischen Risiken nehmen nach und nach zu, auch weil sich die seit Pandemieausbruch stark erhöhten öffentlichen Defizite in europäischen Ländern nur langsam zurückbilden. Dabei bestehet auch die Chance, dass die Überschussersparnisse der Kunden mit strafferer Geldpolitik den Konsum antreiben können. Der Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen wird kräftig bleiben und bei langsam sinkenden Inflationsraten auch zu einem Kaufkraftplus führen. Der Vorteil der Mode Service B.V. & Co. KG besteht nach wie vor in den gesicherten Geschäftsbeziehungen zu Kunden der Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppen, die im Markt fest etabliert sind und gleichzeitig besteht in der Abhängigkeit von diesen Gesellschaften ein Risiko. Die Auswirkungen der COVID -19- Pandemie, des Inflationsgeschehens und der Krieg in der Ukraine haben die Geschäftsentwicklung der Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe massiv beeinträchtigt und für die Unternehmensgruppe zu einem dreistelligen Millionenverlust geführt. Auch heute sind die Kunden weiterhin zurückhaltend und besuchen die Verkaufshäuser seltener. Zudem erschweren Lieferengpässe, erhöhte Energie- und Sourcing-Kosten, steigende Zinsen und die leichte Rezession das Geschäft. Die seit 2021 forcierte Online-Strategie hat aufgrund der branchenweit zu beobachtenden Konsumzurückhaltung, hohen Kosten und überproportionalen Investitionen, die man nicht an die Kunden weitergeben kann, nicht zu den erhofften Ergebnissen geführt. Bestandsgefährdendes Risiko All diese Faktoren haben die wirtschaftliche Lage der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, zum Ende des Jahres 2022 erschwert und die liquiden Möglichkeiten zum Anfang des Jahres 2023 erheblich belastet. Für die Muttergesellschaft, die Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, sowie für das Schwesterunternehmen, die Peek & Cloppenburg Retail Buying GmbH & Co. KG, Düsseldorf, wurde am 3. März 2023 ein Schutzschirmverfahren eingeleitet, mit dem Ziel der Restrukturierung der Gesellschaften in Eigenverwaltung durch die Geschäftsführung. Am 1. Juni 2023 begann das offizielle Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Alle übrigen Gesellschaften der Peek & Cloppenburg Gruppe in Deutschland waren hiervon nicht betroffen. Die Gläubigerversammlungen der Peek & Cloppenburg KG sowie der Peek & Cloppenburg Retail Buying GmbH & Co. KG haben am 24. August 2023 den von der jeweiligen Geschäftsführung vorgelegten Insolvenzplan genehmigt. Mit Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 28. September 2023 wurde das Insolvenzverfahren der Peek & Cloppenburg KG mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2023 aufgehoben. Mit Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 30. Oktober 2023 wurde das Insolvenzverfahren der Peek & Cloppenburg Retail Buying GmbH & Co. KG, Düsseldorf, mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2023 aufgehoben. Der Insolvenzplan sieht umfangreiche Restrukturierungen insbesondere in der Zentrale der Peek & Cloppenburg KG vor. Zudem ist gemäß Restrukturierungsplan eine deutliche Reduzierung der Expansion im Onlinegeschäft geplant. Schließungen von Verkaufshäusern sind nicht vorgesehen. Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen werden im weiteren Verlauf des Verfahrens und nach Aufhebung weiter umgesetzt. Im Bereich Service werden spezifische Maßnahmen wie Maximierung des Verhandlungsergebnisses mit den externen Dienstleistern, Kostenreduktionsmaßnahmen und Sicherung nachhaltiger Einkaufsdisziplin geplant. Es sind keine Schließungen von Verkaufshäusern vorgesehen, sondern der stationäre Handel expandiert weiter und es sind weitere Neubeziehungsweise Umbaueröffnungen von Verkaufshäuser geplant. Die Mode Service B.V. & Co. KG ist von den Insolvenzen der Peek & Cloppenburg KG sowie der P&C Retail Buying GmbH & Co. KG nicht direkt betroffen, jedoch mit der Peek & Cloppenburg KG der wichtigste Kunde der Gesellschaft. Die Dienstleistungsverträge mit den Gesellschaften der Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppen sind auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Anzeichen für eine Beendigung der geschäftlichen Beziehung sind derzeit nicht erkennbar. Der Mehrheitsgesellschafter der Peek & Cloppenburg KG, die JC Switzerland Holding AG, Zug, Schweiz, hat sich im Rahmen der Investorenvereinbarung vom 30. Juni 2023 zur Zahlung von EUR 35 Mio. ("Liquiditätszufluss Fixbetrag") in Form eines Darlehensvertrags vom 20. November 2023 verpflichtet. Die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt aufgrund der Verflechtungen innerhalb der Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe Deutschland im Wesentlichen davon ab, dass die in der Investorenvereinbarung vom 30. Juni 2023 zwischen dem Mutterunternehmen, Peek & Cloppenburg KG, und deren Mehrheitsgesellschafter JC Switzerland Holding AG, Zug/Schweiz, zugesagte Liquidität in Höhe von EUR 35 Mio. ("Liquiditätszufluss Fixbetrag") kurzfristig zufließt und vereinbarungsgemäß sowie entsprechend der Planung zur Verfügung gestellt wird. Des Weiteren ist die Fähigkeit der Mode Service B.V. & Co. KG zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Wesentlichen davon abhängig, dass die operativen Gesellschaften der Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe Deutschland, allen voran die Peek & Cloppenburg KG, ihren weiteren Finanzbedarf aus der operativen Geschäftstätigkeit erwirtschaften. Anderenfalls wäre die Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe Deutschland auf weitere Liquidität angewiesen. Ohne die zugesagte Liquidität ("Liquiditätszufluss Fixbetrag") und bei nachteiliger Veränderung der der Planung zugrunde liegenden Annahmen in den operativen Gesellschaften (insbesondere Kaufverhalten der Kunden) ist aufgrund der Abhängigkeit über gemeinsame Leistungsbeziehungen der Bestand der Mode Service B.V. & Co. KG ohne weitere Liquidität gefährdet.
Düsseldorf, den 24.11.2023 Thomas Freude Stefan Janßen Esther Inci Ley als Geschäftsführung der Mode Service Beteiligungs B.V., Roermond/Niederlande Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mode Service B.V. & Co. KG, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mode Service B.V. & Co. KG, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mode Service B.V. & Co. KG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Angabe "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" und dort im Unterabschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgrund der Verflechtungen innerhalb der Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe Deutschland im Wesentlichen davon abhängt, dass die in der Investorenvereinbarung vom 30. Juni 2023 zwischen dem Mutterunternehmen, Peek & Cloppenburg KG, und deren Mehrheitsgesellschafter JC Switzerland Holding AG, Zug/Schweiz, zugesagte Liquidität in Höhe von EUR 35 Mio. ("Liquiditätszufluss Fixbetrag") kurzfristig zufließt und vereinbarungsgemäß sowie entsprechend der Planung zur Verfügung gestellt wird. Des Weiteren ist die Fähigkeit der Mode Service B.V. & Co. KG zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Wesentlichen davon abhängig, dass die operativen Gesellschaften der Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe Deutschland, allen voran die Peek & Cloppenburg KG, ihren weiteren Finanzbedarf aus der operativen Geschäftstätigkeit erwirtschaften. Anderenfalls wäre die Peek & Cloppenburg-Unternehmensgruppe Deutschland auf weitere Liquidität angewiesen. Ohne die zugesagte Liquidität ("Liquiditätszufluss Fixbetrag") und bei nachteiliger Veränderung der der Planung zugrunde liegenden Annahmen in den operativen Gesellschaften (insbesondere Kaufverhalten der Kunden) ist aufgrund der Abhängigkeit über gemeinsame Leistungsbeziehungen der Bestand der Mode Service B.V & Co. KG ohne weitere Liquidität gefährdet. Wie in Angabe "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Anhang und im Abschnitt "V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" und dort im Unterabschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 27. November 2023 Grant
Thornton AG
Dipl.-Kff. Marina Gräfenstein, Wirtschaftsprüferin Dipl.-Kff. Vanessa Köhler, Wirtschaftsprüferin In der ordentlichen Gesellschafterversammlung vom 1. März 2024 wurde der vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 festgestellt. |
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