Gothaer Solutions GmbH

Gothaer Allee 1, 50969 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 25642
Vorher
IDG Informationsverarbeitung und Dienstleistungen GmbHGothaer Systems GmbH
Eingetragen
2.1.1995
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
- die Informationsverarbeitung, der Betrieb und das Management von Informationssystemen, Rechenzentren und die Bereitstellung von Rechenzentrumsdienstleistungen, - der Betrieb und das Management von Netzwerken und die Bereitstellung von Dienstleistungen auf dem Netzwerksektor, - die Beratung anderer Unternehmen und das Erbringen von Leistungen auf dem Gebiet der Anwendung von Informationstechnologie und Software einschließlich der Anwendungsentwicklung, - die Erbringung von kaufmännischen und administrativen Dienstleistungen für den BarmeniaGothaer Konzern, einschließlich seiner Beteiligungsgesellschaften. Die vorgenannten Leistungen werden nur gegenüber Unternehmen der BarmeniaGothaer Gruppe und nur insoweit erbracht, als ein Rückversicherungsunternehmen gem. § 15 Abs. 2 VAG zur Vornahme entsprechender Geschäfte berechtigt wäre.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Thomas Gier
seit 19.2.2025
Prokura
Baris Yorganci
seit 19.2.2025
Prokura
Dennis Tatang
seit 19.2.2025
Prokura
Hakon Talan
seit 8.10.2024
Geschäftsführer
Manfred Lampe
seit 8.10.2024
Geschäftsführer
Ricardo Martinez
seit 3.9.2021
Prokura
Alexandra Scheidt
seit 28.6.2021
Prokura
Sebastian Wertenbruch
seit 28.6.2021
Prokura
Lars Gehrlein
seit 7.4.2021
Prokura
Philipp Richter
seit 24.11.2020
Prokura
Prokura
Christian Swoboda
seit 28.6.2019
Prokura
Cyhra Becker
seit 28.6.2019
Prokura
Uwe Hans Peter Knaup
seit 28.6.2019
Prokura
Niko Janßen
seit 28.6.2019
Prokura
Torsten Kurt Schwipps
seit 28.6.2019
Prokura
Marc Rodemers
seit 24.8.2018
Prokura
Jan-Jacob Hartemink
seit 28.12.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gothaer Solutions GmbH

Köln

Jahresabschluss 2024

Bericht über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Sitz der Gesellschaft

Gothaer Allee 1

50969 Köln

Amtsgericht Köln, HRB 25642

Hinweis: Zur besseren Lesbarkeit dieses Berichts wird fallweise auf eine Differenzierung nach Geschlechtern verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für jegliches Geschlecht.

Aufsichtsrat

Dr. Mathias Bühring-Uhle bis 31. Januar 2025 vorm. Mitglied des Vorstandes der
Vorsitzender Gothaer Versicherungsbank VVaG
Barmenia.Gothaer Finanzholding AG
Gothaer Allgemeine Versicherung AG
Gothaer Krankenversicherung AG
Gothaer Lebensversicherung AG
Frank Lamsfuß seit 1. Oktober 2024 Mitglied der Vorstände der
Vorsitzender Barmenia Versicherungen a.G.
ab 1. Februar 2025 Gothaer Versicherungsbank VVaG
Barmenia.Gothaer Finanzholding AG
Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG
Barmenia Krankenversicherung AG
Gothaer Allgemeine Versicherung AG
Gothaer Krankenversicherung AG
Gothaer Lebensversicherung AG
Oliver Schoeller bis 30. September 2024 Co-Vorsitzender der Vorstände
stellv. Vorsitzender Barmenia Versicherungen a.G
Gothaer Versicherungsbank VVaG
Barmenia.Gothaer Finanzholding AG
und Mitglied der Vorstände
Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG
Barmenia Krankenversicherung AG
Gothaer Allgemeine Versicherung AG
Gothaer Krankenversicherung AG
Gothaer Lebensversicherung AG
Dr. Sylvia Eichelberg seit 1. Oktober 2024 Mitglied der Vorstände der
stellv. Vorsitzende Barmenia Versicherungen a.G.
Gothaer Versicherungsbank VVaG
Barmenia.Gothaer Finanzholding AG
Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG
Barmenia Krankenversicherung AG
Gothaer Allgemeine Versicherung AG
Gothaer Krankenversicherung AG
Gothaer Lebensversicherung AG
Emanuel Issagholian Hadani Mitglied des Vorstandes der
Janitos Versicherung AG
Andrea Karst-Swierczynski bis 30. September 2024 vorm. Hauptabteilungsleiterin Zahlungsverkehr-Systeme
BarmeniaGothaer Konzern
Ingo Möller-Bowles *) Kaufmännischer Angestellter der
Gothaer Solutions GmbH
Antje Sonnenschein *) Anwendungsentwicklerin der
Gothaer Solutions GmbH
*) von den Mitarbeitenden gewählt

Geschäftsführung

Burkhard Oppenberg bis 30. September 2024 vorm. Geschäftsführer
Maike Gruhn bis 30. September 2024 Leiterin Unternehmensentwicklung (Co-Lead)
Barmenia.Gothaer Finanzholding AG
Manfred Lampe seit 1. Oktober 2024 Geschäftsführer
Hakon Talan seit 1. Oktober 2024 Leiter IT Strategie & Projekte
Barmenia.Gothaer Finanzholding AG

Die Aufführung der Mitglieder der Geschäftsführung stellt gleichzeitig die Anhangangabe gemäß § 285 Nr.10 HGB dar.

Lagebericht

Allgemein

Da die Gothaer Solutions GmbH ausschließlich für Gesellschaften des BarmeniaGothaer Konzerns tätig ist, wird sie von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die auch das Geschäft der BarmeniaGothaer Versicherungsgesellschaften betreffen, beeinflusst.

Im Berichtszeitraum stand die globale Wirtschaftsentwicklung im Zeichen der anhaltenden Konjunkturschwäche. Hauptursache hierfür war die seit 2022 zunehmend restriktive Geldpolitik. Darüber hinaus wurde in großen Volkswirtschaften wie China und Deutschland die Wirtschaftsaktivität durch strukturelle Probleme gebremst. Die US-Konjunktur erwies sich dagegen als überraschend robust. Die Inflation verringerte sich in den USA und im Euroraum im Jahresverlauf jeweils um einen halben Prozentpunkt. Dies ermöglichte ab Jahresmitte moderate geldpolitische Lockerungen. In Deutschland schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 0,2 %. Deutliche Steigerungen bei den Reallöhnen könnten bei den privaten Haushalten in 2024 zu Erhöhungen bei den Konsumausgaben führen. Die fallenden Zinsen dürften im Hinblick auf die Sparquote zu einer Normalisierung beitragen. Vor diesem Hintergrund ist nach Einschätzung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) eine positive Beitragssteigerung von 5,3 % zu erwarten.

Unser Unternehmen

Neben dem operativen Projekt-Geschäft und der weitergeführten Umsetzung der Ambition25, der Strategie des ehemaligen Gothaer Konzerns, stand im Berichtsjahr die Vorbereitung, Anbahnung und Umsetzung des Zusammenschlusses mit der Barmenia Versicherung im Mittelpunkt der Aktivitäten. Aufbauend auf einer erfolgreichen wechselseitigen Prüfung (Due Dilligence) - unter anderem auch der IT - erfolgte im Berichtsjahr die operative Vorbereitung sowie Umsetzung der ersten Schritte. Die Zusammenführung zweier Konzerne erforderte dabei im Rahmen des Zusammenschlusses auch eine - zunächst virtuelle - Zusammenführung und Neuausrichtung der IT-Organisation. Dabei galt es sowohl Themen der Mitbestimmung sowie insbesondere die Interessen der Mitarbeitenden als auch konsequent die strategischen Ziele des Zusammenschlusses zu berücksichtigen.

In diesem Zusammenhang erfolgte ein Wechsel in der Geschäftsführung der Gothaer Solution GmbH. Entsprechend des Grundgedankens eines Zusammenschlusses auf Augenhöhe wurde die Geschäftsführung paritätisch aus den beiden bisherigen Unternehmen der Barmenia und der Gothaer besetzt. Die Gothaer Solutions GmbH fungiert ausschließlich für die Gesellschaften des BarmeniaGothaerKonzerns als IT-Dienstleister. Dabei teilt sich die Geschäftstätigkeit der Gothaer Solutions GmbH im Wesentlichen in folgende Bereiche auf:

• Informationsverarbeitung, Betrieb und Management von Informationssystemen und Rechenzentren sowie die Bereitstellung von Rechenzentrumsdienstleistungen,

• Betrieb und Management von Netzwerken und die Bereitstellung von Dienstleistungen auf dem Netzwerksektor,

• Beratung anderer Unternehmen und Erbringung von Leistungen auf dem Gebiet der Anwendung von Informationstechnologie und Software einschließlich der Anwendungsentwicklung,

• Erbringung von kaufmännischen und administrativen Dienstleistungen

• Erbringung von Dienstleistungen (Service & Betrieb) rund um den Arbeitsplatz (Endgeräte etc.)

Erbringung versicherungsbezogener Tätigkeiten und Funktionen, z.B. Produktgestaltung

Entwicklung im Geschäftsjahr 2024

Allgemeines

Im Berichtsjahr wurde die Umsetzung der Ambition25 und die damit verbundenen Projekte und Programme (z.B. GoSMART zur Erneuerung der Anwendungslandschaft im Bereich Sachversicherungen) weiter erfolgreich vorangetrieben. Darüber hinaus ist das Berichtsjahr von einer wesentlichen und tiefgreifenden Veränderung geprägt. Durch den erfolgten Zusammenschluss von Barmenia und Gothaer haben sich eine Vielzahl an neuen Anforderungen sowie insbesondere Konsolidierungsbedarfe ergeben. Letztendlich sind zwei eigenständig funktionierende IT-Organisationen inklusive aller Prozesse, der jeweiligen Anwendungslandschaften sowie der genutzten Infrastruktur bestmöglich zusammenzuführen.

Vor diesem Hintergrund standen im Berichtsjahr zunächst die operative Ermöglichung und Umsetzung des Zusammenschlusses im Fokus. Dazu galt es neben der Erfüllung von Anforderungen an Berichts- und Meldewesen insbesondere die Sicherstellung der vertrieblichen Prozesse sowie die Kommunikation und Kollaboration zwischen allen Mitarbeitenden zu unterstützen.

An diese Aktivitäten haben sich im vierten Quartal des Berichtsjahres umfassende Aktivitäten zur Strukturierung, Planung sowie Initialisierung weiterführender Modernisierung- und Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen der Post-Merger-Integration angeschlossen. Begleitet werden die daraus resultierenden Workstreams durch eine übergreifende Steuerung der IT-Transformation, u.a. auf der Basis von schrittweise entwickelten Zielbildern sowie einer IT-Transformationsroadmap.

Finanzlage

Unsere Finanzstruktur ist vom bilanziellen Eigenkapital, die Vermögenslage durch die Guthaben bei Kreditinstituten geprägt. Die Liquidität wird darüber hinaus durch zeitnahe Verrechnungen mit den Konzerngesellschaften gesichert und war somit im gesamten Geschäftsjahr gewährleistet.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen mit 192,4 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 199,3 Mio. Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Projektaktivitäten in der Endphase der Ambition25.

Der Betriebsaufwand betrug im Berichtsjahr 194,0 Mio. Euro (Vorjahr: 200,3 Mio. Euro). Dieser beinhaltet 43,2 Mio. Euro (Vorjahr: 46,5 Mio. Euro) Materialaufwand und 80,8 Mio. Euro (Vorjahr: 84,0 Mio. Euro) Personalaufwand. Die Reduzierung des Materialaufwandes ergibt sich in erster Linie aus der Abnahme der bezogenen Dienstleistungen im Rahmen der Projekttätigkeiten. Die Personalkostensenkung resultiert im Wesentlichen aus dem reduzierten Aufwand für die Altersversorgung sowie des Wechsels von Mitarbeitern des Print Centers in die Barmenia.Gothaer Finanzholding AG.

Die Sachkosten betragen 70,0 Mio. Euro (Vorjahr: 69,8 Mio. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, Kosten für Miete und Wartung des IT-Equipments sowie bezogene Dienstleistungen. Die marginale Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus gestiegenen Kosten für das IT-Equipment.

Die positive Zinsentwicklung sowohl im Bereich der Tagesgeldanlage als auch bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen führt 2024 zu einem deutlich verbesserten Zinsergebnis von +0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro).

Trotz des Umsatzrückganges weist die Gothaer Solutions GmbH aufgrund korrespondierend gesunkener Kosten sowie einem positiven Zinsergebnis einen Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) aus. Dieser wird in voller Höhe an die Muttergesellschaft, die Barmenia.Gothaer Finanzholding AG, Köln, abgeführt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende

Bei uns sind qualifizierte und motivierte Mitarbeitende von zentraler Bedeutung - ihre Kompetenzen, ihre Leistungsbereitschaft und ihr überdurchschnittliches Engagement sind die Basis für unseren Erfolg, insbesondere in der neuen BarmeniaGothaer Unternehmensgruppe.

Der Zusammenschluss von Barmenia und Gothaer hat das Personalmanagement im Jahr 2024 in besonderer Weise geprägt. Über die schon in den vergangenen Jahren prägenden nach wie vor relevanten Themen wie z.B. die Digitalisierung und die Gewinnung sowie Bindung von qualifizierten Mitarbeitenden hinaus rückten mit der Fusion zusätzliche Herausforderungen in den Mittelpunkt.

Die Veränderungsfähigkeit der Organisation als Ganzes wie auch jedes einzelnen Mitarbeitenden wird auch mit Blick auf den nun anstehenden Post-Merger-Integration-Prozess immer wichtiger. Mit Blick auf die notwendige Innovations- und Veränderungsfähigkeit unserer Mitarbeitenden unternehmen wir besondere Anstrengungen im Bereich der Weiterentwicklung von Kompetenzen im Bereich Führung und Change Management. Zu diesem Themenfeld gehören auch die bereichs- und nun unternehmensübergreifende Vernetzung, die Verankerung agiler Methoden im Projektmanagement, die Pilotierung agiler Organisationsmodelle, die Change-Stories sowie Workshops, in denen die Mitarbeitenden durch aktive Beteiligung die Veränderung mitgestalten.

Oberste Priorität in der Personalarbeit haben die Förderung und Bindung unserer Mitarbeitenden sowie die zielgerichtete Gewinnung neuer Mitarbeitenden. Angesichts des Ende 2023 verkündeten Fusionsvorhabens bestand ein wichtiges Ziel für 2024 darin, ungewollte Arbeitnehmerfluktuation zu vermeiden, so dass viel Energie in entsprechende Maßnahmen geflossen ist. Das aufgesetzte engmaschige Fluktuationscontrolling zeigt für das Jahr 2024 eine sehr erfreuliche Entwicklung: Die Arbeitnehmerfluktuation hat gegenüber 2023 entgegen allen erwarteten Risiken teilweise sogar abgenommen.

Die Gewinnung neuer Mitarbeitenden hat mit Blick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation noch einmal an Bedeutung gewonnen. Unterstützung hierbei versprechen wir uns durch eine starke Arbeitgebermarke. Die Gothaer wurde als "Top Employer 2025" erfolgreich rezertifiziert, sogar mit einem erneut gesteigerten Score Wert. Von dieser externen Bestätigung und den auf Seiten der Gothaer bereits vor dem Zusammenschluss gesammelten Erfahrungen versprechen wir uns positive Impulse für die Mitarbeitendengewinnung für die neue BarmeniaGothaer Unternehmensgruppe. Wichtig sind zudem die Recruiting Methoden, das Onboarding neuer Mitarbeitenden und die zielgerichtete Entwicklung eigener Potenzialträger.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitspositionierung ist das Thema Vielfalt und Chancengleichheit gefördert worden. Im Zusammenhang mit der bereits vor dem Zusammenschluss unterzeichneten Charta der Vielfalt wurden unterschiedliche Arbeitsgruppen gebildet, um das Thema Vielfalt noch präsenter zu machen. Die Gestaltung der Diversity-Tage in Köln (Diversity im Alltag) und Wuppertal (Schwerpunkt Alltagsrassismus), die inhaltliche Gestaltung eines Diversity-Kalenders, die Gründung bzw. der Ausbau von Netzwerken (Alleinerziehenden-Netzwerk, "Female Network", "Pride and Friends", Beschluss zur Gründung eines Inklusionsnetzwerkes) sowie die Teilnahme am Christopher Street Day waren die Schwerpunkte im Jahr 2024.

Unsere derzeitigen Anstrengungen haben des Weiteren die Ziele, die Gesellschaften der BarmeniaGothaer Unternehmensgruppe demografiefest zu machen, die Arbeitskraft unserer Mitarbeitenden zu erhalten und deren Arbeitszufriedenheit zu steigern. Hierzu setzen wir neben marktfähigen finanziellen Leistungsanreizen auch auf zielgerichtete Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Fachlaufbahnmodelle wie z. B. die Referenten- oder Projektleiterlaufbahn. Qualitatives und quantitatives Demografiemanagement, das ausgezeichnete betriebliche Gesundheitsmanagement und Frauenförderung sind für uns selbstverständliche Bestandteile unserer Personalarbeit.

Frauenanteil

Als drittelparitätisch arbeitnehmermitbestimmtes Unternehmen ist die Gothaer Solutions GmbH nach dem Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verpflichtet einen Frauenanteil für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung sowie für die ersten beiden darauffolgenden Führungsebenen wiederkehrend festzulegen.

Im Nachfolgenden sind die für das Jahr 2026 festgelegten Zielwerte der Gesellschaft für die unterschiedlichen Personenkreise dargestellt. Die Ziele 2026 wurden grundsätzlich vor der Bildung der BarmeniaGothaer Unternehmensgruppe in Personenzahlen festgelegt, die prozentuale Angabe ist informativ. Im Rahmen der Bildung der BarmeniaGothaer Unternehmensgruppe hat sich die Mitgliederzahl der Führungsebenen 1 und 2 geändert. Die festgelegte Anzahl der in den Organen und Führungsebenen vertretenen Frauen blieb unverändert.

Personen Zielwert 31.12.2026 Anteil
in %
Aufsichtsrat 2 (von 6) 33,3
Vorstand/Geschäftsführung 0 (von 2) 0,0
Führungskräfte
- Führungsebene 1 3 (von 11) 27,3
- Führungsebene 2 15 (von 64) 23,4

Das im Jahr 2023 festgelegte Nullziel für die Geschäftsführung wurde durch erneute Festlegung der Geschlechterquote im Berichtszeitraum beibehalten. Zuvor war es aufgrund einer strategischen Änderung in der Geschäftstätigkeit vorübergehend möglich geworden, in die auf zwei Personen erweiterte Geschäftsführung eine Frau zu bestellen und die tatsächliche Frauenquote sowie deren Zielwert auf 50% zu erhöhen. Eine abermalige strategische Neuausrichtung bedingte sodann die vollständige Neubesetzung der aus zwei Personen bestehenden Geschäftsführung. Im Rahmen des Besetzungsverfahrens wurden mit den nunmehr bestellten männlichen Geschäftsführern die für die betreffenden Anforderungen am besten geeigneten Kandidaten ausgewählt. Eine erneute Änderung in der personellen Zusammensetzung ist bis zum Ablauf des für die Erreichung der Geschlechterquote maßgeblichen Zeitraums weder geplant noch nach derzeitigem Kenntnisstand veranlasst. Die Festlegung einer größeren Zielgröße als Null für den Frauenanteil in der Geschäftsführung würde entweder einen aus keinem anderen Grunde erforderlichen Austausch zumindest eines der jetzigen Geschäftsführer erfordern oder die Erweiterung der Geschäftsführung um eine oder mehrere zusätzliche Personen bedingen. Ersteres ist mit Blick auf den vor kurzem abgeschlossenen Besetzungsprozess, zweites unter wirtschaftlichen und kapazitären Gesichtspunkten nicht angezeigt.

Zur Unterstützung der Zielerreichung wurden in den strategischen Handlungsfeldern Haltung, Recruiting, Förderung & Entwicklung sowie Arbeitsbedingungen verschiedene Maßnahmen entwickelt und umgesetzt - so z.B. Veranstaltungen und Austauschformate im Rahmen des Frauennetzwerks, die Teilnahme am Christopher Street Day, Active Sourcing (gezielte Ansprache weiblicher Talente) oder die Durchführung des Deutschen Diversity Days. Auch zukünftig wird die Erhöhung der Frauenanteile in Führungspositionen gezielt durch kontinuierliche Fortführung bewährter und Erarbeitung neuer Maßnahmen sowie ein neu aufgesetztes Controlling und Diskussion der Entwicklungen im Gesamtvorstand beabsichtigt.

Die Ausführungen stellen gleichzeitig die nach § 289f Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben dar.

Prognose für 2025

Vorbehalt

Die in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Prognosen und Einschätzungen basieren auf unseren Erkenntnissen aus Dezember 2024. Erfahrungsgemäß können sich die von uns unterstellten Einflussfaktoren anders entwickeln als im Rahmen der Prognose berücksichtigt. Das aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Umfeld kann dies noch verstärken. Daher sind Abweichungen nicht auszuschließen.

Ausblick für das Unternehmen

Im kommenden Jahr wird die Gothaer Solutions GmbH weiterhin Dienstleistungen für den BarmeniaGothaer Konzern erbringen. Nach wie vor ist die Umsatzentwicklung unter anderem abhängig vom Nachfrageverhalten des BarmeniaGothaer Konzerns.

Für den Erfolg des Zusammenschlusses ist eine funktionierende IT unverzichtbar. Dabei ist es entscheidend, dass die Sichtbarkeit am Markt sowie der Service gegenüber Kunden und Vertriebspartnern nicht unter den notwendigen Konsolidierungen in der IT leiden. Dies ist insbesondere von Bedeutung, da es sich um einen vertriebsorientierten Merger handelt. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass die Konsolidierungen und ggf. weitere notwendige Modernisierungen konsequent umgesetzt werden. Das gewählte Setup trägt diesen Aspekten Rechnung. Die Projektlandschaft für das Jahr 2025 wird wesentlich durch die Post-Merger-Integration geprägt. Der Fokus liegt hierbei auf dem Programm "ZusammenWachsen" mit seinen Modulen Marktbearbeitung, Service und IT. Der Scope des gesamten Portfolios ist weiter gefasst und berücksichtigt u.a. auch die Fortführung wesentlicher strategischer Projekte (z.B. GoSMART).

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir bei stark steigenden Umsatzerlösen und korrespondierend ansteigenden Kosten ein positives Ergebnis deutlich über Vorjahresniveau.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Gothaer Solutions GmbH war der zentrale IT-Dienstleister des ehemaligen Gothaer Konzerns. Nach dem Zusammenschluss zum BarmeniaGothaer Konzern stellt die Gothaer Solutions GmbH nun gemeinsam mit der bisherigen Konzern-IT der Barmenia die zentralen IT-Services bereit. Die aufbauorganisatorische Zusammenlegung der IT-Funktionen ist für den 1. Januar 2026 geplant.

Nach dem Zusammenschluss zum BarmeniaGothaer Konzern gilt es nun zwei IT-Landschaften und ihre Services zu harmonisieren bzw. zu konsolidieren. Neben den sich durch die Bündelung von Skills, Kapazitäten und Fähigkeiten ergebenden Chancen lassen sich mittel- bis langfristig Kostensenkungspotenziale aus der Konsolidierung der IT-Landschaften generieren. Bis dahin gilt es explizit die potenziellen Risiken zweier gewachsener Landschaften zu mitigieren. Dies erfolgt gezielt im Rahmen des Post-Merger-Integrationsprojektes "ZusammenWachsen" über ein explizites IT-Modul. Basis bildet eine definierte Transformationsroadmap. Diese adressiert chancenorientiert potenzielle Synergien, aber auch Konsolidierungsnotwendigkeiten und Abhängigkeiten im Sinne der Risikomitigation.

Wir unterliegen grundsätzlich dem Risiko, dass BarmeniaGothaer Konzerngesellschaften die vertraglichen Beziehungen zu uns kündigen. Da die Gothaer Solutions GmbH eine 100%ige Tochter der Barmenia.Gothaer Finanzholding AG ist, besteht bei den Gesellschaften ein eigenes Interesse - und dies sehen wir als Chance - an einer langfristigen Vertragsbeziehung.

Die BarmeniaGothaer vergütet der Gothaer Solutions GmbH die Vollkosten zuzüglich eines vereinbarten angemessenen Gewinnaufschlages für die erbrachten Leistungen. Das vereinbarte Abrechnungsmodell gewährleistet dabei eine Deckung der Kosten zeitnah zur Entstehung. Darüber hinaus ist durch den bestehenden Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291 ff. AktG die Gefahr eines existenzgefährdenden Verlustes ausgeschlossen.

Der Gefahr, nicht ausreichend Liquidität zur Verfügung zu haben, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen, wird durch eine ständige Überwachung und Steuerung der Liquiditätslage unserer Gesellschaft begegnet.

Beim Einsatz von Cloud-Technologie wird dem Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Anbietern durch entsprechende Marktbeobachtung, Orientierung an offenen Standards, einer langfristigen Modernisierungs-Roadmap und einer provider-unabhängigen IT-Architektur begegnet.

Die vorhandenen Controllinginstrumente, die von uns ständig weiterentwickelt werden, versetzen uns in die Lage, gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Dabei unterstützt der Konzernbereich Risikomanagement & Unternehmensplanung.

Wir gewährleisten die Erfüllung der "Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT" der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und anderer gesetzlicher Anforderungen in weiten Teilen. Durch Controlling- und Umsetzungsmaßnahmen, die kontinuierlich den permanent steigenden Bedrohungen Rechnung tragen, werden unsere Vorkehrungen ständig angepasst.

Mit dem Zusammenschluss der Versicherungsgruppen Barmenia und Gothaer erfolgt die Bereitstellung von IT-Services durch die Gothaer Solutions GmbH gemeinsam mit der bisherigen Konzern-IT der Barmenia. Die aufbauorganisatorische Zusammenlegung der IT-Funktionen ist für den 1. Januar 2026 geplant.

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse wird die Verfügbarkeit und Qualität der zentralen IT-Services für die BarmeniaGothaer immer bedeutsamer. Neben den Chancen der Digitalisierung entstehen auch steigende Risiken durch die Abhängigkeit von der IT, sodass das Risikomanagement ein zentraler Aspekt ist. In diesem Zusammenhang werden unter anderem auch Risiken, welche sich möglicherweise aus einer nicht angemessenen IT sowie aus Projekten ergeben, betrachtet. Die kontinuierliche Beobachtung und Bewertung der Bedrohungslage sowie angemessener Schutzmaßnahmen sind hierbei ergänzende zentrale Aspekte des zentralen Informationsrisikomanagements.

Das Management der Risiken erfolgt zentral im Rahmen eines konzernweiten Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS). Hierbei steht insbesondere die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse durch den risikoorientierten Schutz der Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Authentizität beteiligter Informationswerte im Vordergrund. Zur Erhöhung der Cyber-Resilienz erfolgt eine Orientierung am aktuellen Stand der Technik sowie an weiteren anerkannten Standards. Durch regelmäßige und anlassbezogene interne sowie externe Überprüfungen wird die Wirksamkeit des ISMS sichergestellt. Ein gleichermaßen erfolgendes Berichtswesen zum Risikomanagement, der Cyber-Resilienz und wesentlichen Ereignissen ermöglicht die Steuerung von risikominimierenden Maßnahmen entsprechend den regulatorischen Bestimmungen. Zusätzlich findet eine externe Überwachung und Zertifizierung nach dem ISO/IEC 27001 Standard jährlich statt.

Im Berichtszeitraum wurde ferner ein Programm zur Umsetzung des Digital Operations Resilience Act (DORA) initiiert. Dies ist ein Gesetz, das darauf abzielt die digitale Resilienz von Finanzinstituten innerhalb der Europäischen Union zu verbessern. Hierzu beschreibt DORA unter anderem einheitliche Standards für ein Informations- & Kommunikationstechnologie (IKT)-Risikomanagement. Des Weiteren werden unternehmenskritische Anwendungen über das konzernweite IT-Notfallmanagement in Abstimmung mit dem Business Continuity Management der BarmeniaGothaer abgesichert, sodass neben der technischen Integrität und Verfügbarkeit auch der reibungslose Ablauf der Unternehmensprozesse sichergestellt ist.

Das Management der Personalrisiken (Engpass-, Austritts-, Motivations-, Anpassungs- und Loyalitätsrisiken) sowie die Identifikation und das Nutzen von Chancen sind wichtige Bestandteile des Personalmanagements der BarmeniaGothaer.

Durch den Zusammenschluss von Barmenia und Gothaer hat der Bereich Personal unterschiedliche Datenquellen zusammengeführt und gezielt neue Erhebungsinstrumente und Berichte erstellt. Dabei waren konzerninterne Veränderungsprozesse, die ökonomische Situation sowie externe Einflussfaktoren wie z.B. die Marktentwicklung, die Digitalisierung und die demografische Bevölkerungsentwicklung wichtige Bezugspunkte. Aktuell sind vor allem folgende personalwirtschaftliche Themenfelder von zentraler Bedeutung:

Erfolgreiche Gestaltung und Begleitung des gestarteten Post-Merger-Integrationsprozesses,

Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden einschließlich der Vermeidung ungewollter Fluktuation insbesondere als Folge des Zusammenschlusses,

Sicherstellung der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden,

Sicherstellung der für die Zukunft der BarmeniaGothaer erfolgskritischen Skills

sowie

Stärkung der Veränderungsfähigkeit der BarmeniaGothaer.

Das Personalmanagement der BarmeniaGothaer verfügt über ein umfassendes Set an Analyseinstrumenten zur Messung, Bewertung und Steuerung von Risiken. Beide Häuser bringen dabei einen reichen Fundus ähnlicher bzw. unterschiedlicher Methoden mit, die als Teil des PMI-Prozesses konsolidiert werden. Die dort erzeugten Daten und Analysen sind zum einen wichtige Arbeitsinstrumente des Personalbereichs, gleichzeitig sind auch die Führungskräfte der Fachbereiche wichtige Akteure beim Personalrisikomanagement. Der Personalbereich unterstützt sie in dieser Rolle daher durch die Bereitstellung von Daten (z.B. in Form von Cockpits) wie auch durch gemeinsame Analysen und Maßnahmen (z.B. durch quantitative und qualitative Analysen im Risikomanagement Demografie).

Wir sehen zurzeit keine Entwicklungen, die die Risikosituation unserer Gesellschaft, insbesondere die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnten.

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktivseite

in EUR
2024 2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 13.177.632 16.963.085
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 15.385.609 16.298.299
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.513 520.304
3. geleistete Anzahlungen 337.187 259.805
16.169.309 17.078.408
29.346.941 34.041.492
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 873.111 487.729
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.884.303 21.927
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.793.155 EUR (Vj.: 21.927 EUR)
3. sonstige Vermögensgegenstände 35.224 44.816
3.792.638 554.472
II. Guthaben bei Kreditinstituten 43.131.647 40.609.651
46.924.284 41.164.123
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.857.537 20.192.851
Summe der Aktiva 98.128.762 95.398.466

Passivseite

in EUR
2024 2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000 1.000.000
II. Gewinnrücklagen 2.000.000 2.000.000
III. Bilanzgewinn 83.848 83.848
3.083.848 3.083.848
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 76.004.952 76.872.056
2. sonstige Rückstellungen 11.106.436 11.457.264
87.111.388 88.329.320
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.091.449 2.788.029
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.949.630 217.872
davon aus Lieferungen und Leistungen 3.015.148 EUR (Vj.: 4.397 EUR)
davon gegenüber Gesellschaftern 2.923.111 EUR (Vj.: 156.669 EUR)
3. sonstige Verbindlichkeiten 892.447 979.396
davon aus Steuern 891.296 EUR (Vj.: 978.729 EUR)
7.933.526 3.985.298
Summe der Passiva 98.128.762 95.398.466

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

in EUR
2024 2023
1. Umsatzerlöse 192.394.151 199.334.011
2. sonstige betriebliche Erträge 1.838.976 1.628.417
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.278.132 1.137.937
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 41.913.289 45.398.219
43.191.421 46.536.156
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 67.227.369 67.636.662
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.555.633 16.352.566
davon für Altersversorgung
2.486.308 EUR (Vj.: 5.315.295 EUR)
80.783.002 83.989.228
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.416.545 11.153.783
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 58.584.469 58.641.519
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.382.375 1.431.575
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.468.033 1.456.786
9. Ergebnis nach Steuern 1.172.032 616.531
10. sonstige Steuern 22.840 23.649
11. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilabführungsvertrages abgeführte Gewinne 1.149.192 592.881
12. Jahresüberschuss 0 0
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 83.848 83.848
14. Bilanzgewinn 83.848 83.848

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Die Gesellschaft ist im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Jahresbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den §§ 266 und 275 HGB.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Anhang sind in volle Euro aufgestellt. Dabei sind die Daten des Jahresabschlusses kaufmännisch gerundet worden. Die Addition der Einzelwerte kann daher zu Rundungsdifferenzen führen.

Aktivseite

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren, bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Die Nutzungsdauer bei den technischen Anlagen und Maschinen beträgt 1 bis 8 Jahre, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 13 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro werden direkt abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert.

Guthaben bei Kreditinstituten

Einlagen bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Zahlungen gebildet, die erst nach dem Bilanzstichtag zum Aufwand werden.

Passivseite

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für nicht versicherungsgebundene Zusagen erfolgte die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln-GmbH. Die Abzinsung erfolgte gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag zwischen einer Bewertung mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre und der letzten sieben Jahre wird im Anhang in den Erläuterungen zu den Rückstellungen angegeben. Die Ergebnisauswirkungen aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen zum Bilanzstichtag wurden folgende versicherungsmathematische Parameter verwendet:

• Rechnungszins 1,90 %
• Gehaltstrend 2,30 %
• Rententrend 2,20 %
• Fluktuation bis Alter 35 6,00 %
bis Alter 45 3,00 %
bis Alter 60 1,00 %

Der Anpassungsstau, der sich aus den Vorschriften des BetrAVG ergibt, wurde mit einem Aufschlag in dem angesetzten Rententrend berücksichtigt, der mit dem durchschnittlichen Verbraucherpreisindex der letzten 25 Jahre angesetzt wird. Die Höhe des Aufschlags wurde mittels einer Äquivalenzbarwertberechnung ermittelt und beträgt 0,36 Prozentpunkte.

Von der Möglichkeit gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die sich aus dem Übergang auf die Bewertung nach dem BilMoG ergebende Zuführung bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln, wurde Gebrauch gemacht.

Für versicherungsgebundene Zusagen wird IDW RH FAB 1.021 angewendet. Die Rückstellungen für Pensionen werden daher in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen gebildet.

Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Rückstellungen für Pensionen saldiert.

sonstige Rückstellungen

Als Deckungsvermögen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden Investmentvermögen im Anlagevermögen gehalten, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert dieser Investmentvermögen bestimmt. Nach § 253 Abs. 1 HGB werden die Rückstellungen zu dem höheren Betrag von beizulegendem Zeitwert der Investmentvermögen oder garantiertem Mindestbetrag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird der garantierte Mindestbetrag mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Der Zeitwert der Investmentvermögen wird mit den sonstigen Rückstellungen aus Zeitwertguthaben gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Die Ergebnisauswirkungen aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden im Zinsergebnis ausgewiesen, soweit diese nicht verrechnet werden mussten. Die lnsolvenzsicherung von Ansprüchen der Mitarbeitenden aus Zeitwertguthaben wird gemäß § 7e SGB lV gewährleistet (Treuhändermodell).

Alle anderen sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen nach § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Andere Passiva

Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktivseite

Anlagevermögen

Entwicklung im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2024 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 112.586.171 1.346.020 0 7.132.316 106.799.874
112.586.171 1.346.020 0 7.132.316 106.799.874
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 71.490.419 7.593.647 0 5.342.538 73.741.528
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.442.936 27.918 0 65.217 2.405.637
3. geleistete Anzahlungen 259.805 77.381 0 0 337.187
74.193.160 7.698.947 0 5.407.755 76.484.352
Gesamt 186.779.330 9.044.967 0 12.540.072 183.284.226
kumulierte Abschreibungen
für Abnutzung
Vortrag 01.01.2024 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 95.623.086 3.375.939 5.376.783 93.622.242
95.623.086 3.375.939 5.376.783 93.622.242
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 55.192.120 7.939.266 4.775.468 58.355.919
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.922.632 101.340 64.848 1.959.124
3. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
57.114.752 8.040.607 4.840.315 60.315.043
Gesamt 152.737.838 11.416.545 10.217.098 153.937.285
in EUR
Buchwert
Bilanzwert 31.12.2024 Bilanzwert 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 13.177.632 16.963.085
13.177.632 16.963.085
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 15.385.609 16.298.299
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.513 520.304
3. geleistete Anzahlungen 337.187 259.805
16.169.309 17.078.408
Gesamt 29.346.941 34.041.492

Passivseite

Eigenkapital

in EUR
2024 2023
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000 1.000.000
Das Stammkapital ist voll eingezahlt und wird zu 100 % gehalten von der Barmenia.Gothaer Finanzholding AG, Köln.
II. Gewinnrücklagen 2.000.000 2.000.000
andere Gewinnrücklagen
III. Bilanzgewinn 83.848 83.848
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 83.848 83.848
Jahresüberschuss 0 0
Gesamt 3.083.848 3.083.848

Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen einer Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre und der letzten sieben Jahre beträgt -148.823 Euro (Vorjahr: 989.388 Euro).

in EUR
2024 2023
2. sonstige Rückstellungen für:
Sozialpläne / Abfindungen 72.000 385.253
Bonifikationen 3.948.887 3.700.000
Urlaub / Zeitguthaben 2.077.000 2.041.000
Sonstige Personalrückstellungen 10.000 10.414
Jahresabschlussaufwendungen 55.049 68.173
Drohende Verluste 33.000 138.000
Ausstehende Rechnungen 4.910.500 5.111.800
Übrige 0 2.624
Gesamt 11.106.436 11.457.264

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.106.271 Euro (Vorjahr: 973.423 Euro) mit korrespondierenden Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.106.271 Euro (Vorjahr: 973.423 Euro) verrechnet. Bei dem verrechneten Deckungsvermögen entspricht der beizulegende Zeitwert den Anschaffungskosten.

Der in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Zeitwertkonten in Höhe von 107.009 Euro (Vorjahr: 75.954 Euro) wurde mit dem Zeitwert der Investmentvermögen aus einem treuhänderischen Sicherungsvermögen in Höhe von 107.009 Euro (Vorjahr: 74.540 Euro) verrechnet. Die Anschaffungskosten der Investmentvermögen betragen 103.938 Euro (Vorjahr: 74.287 Euro).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 7.933.526 Euro (Vorjahr: 3.985.298 Euro) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten einen Aufwand aus der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 503.451 Euro.

Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen

Entsprechend der Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen und dem korrespondierenden Deckungsvermögen wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB auch die dazugehörigen Aufwendungen in Höhe von 161.853 Euro (Vorjahr: 356.372 Euro) mit Erträgen in Höhe von 163.762 Euro (Vorjahr: 361.137 Euro) verrechnet.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 1.389.356 Euro (Vorjahr: 1.326.077 Euro) aus der Aufzinsung der Rückstellungen enthalten.

Sonstige Angaben

Mitglieder des Aufsichtsrates und des Geschäftsführungsorgans

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung sind am Anfang des Geschäftsberichtes namentlich aufgeführt. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angabe für das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneteGesamthonorar erfolgt im Konzernabschluss der Barmenia.Gothaer Finanzholding AG, Köln, in den unser Unternehmen einbezogen wird.

Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr waren bei der Gothaer Solutions GmbH durchschnittlich 753 Mitarbeitende (Vorjahr: 780) beschäftigt. Alle genannten Mitarbeitenden waren im Innendienst tätig, hinzu kamen durchschnittlich 44 Auszubildende (Vorjahr: 42).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus längerfristigen Leasing- und Mietverträgen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt 64.930.473 Euro.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss unseres Unternehmens wird in den Konzernabschluss der Barmenia.Gothaer Finanzholding AG, Köln, einbezogen.

Die Barmenia.Gothaer Finanzholding AG stellt den Konzernabschluss für den BarmeniaGothaer Konzern auf, für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Latente Steuern

Angaben zu latenten Steuern erfolgen aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene der Organträgerin Barmenia.Gothaer Finanzholding AG.

Globale Mindestbesteuerung

Die BEPS Pillar 2 Regelungen wurden Ende 2023 in deutsches Recht überführt (MinStG) und sind am 1. Januar 2024 in Kraft getreten. Der BarmeniaGothaer Konzern fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Gothaer Solutions GmbH ist Teil des BarmeniaGothaer Konzerns.

Der BarmeniaGothaer Konzern hat zum Abschlussstichtag eine Analyse durchgeführt, um die Betroffenheit und die Jurisdiktionen zu ermitteln, aus denen die Gruppe möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar 2 Mindeststeuer ausgesetzt ist. Dabei wurde zunächst geprüft, ob die CbCR Safe Harbour Regelungen einschlägig sind. Alle Länder, in denen der BarmeniaGothaer Konzern tätig ist, fallen unter die CbCR Safe Harbour Regelungen, somit fällt zum 31. Dezember 2024 keine Mindeststeuer an.

Der BarmeniaGothaer Konzern verfolgt aufmerksam den Fortschritt des Gesetzgebungsverfahrens in jedem Land, in dem der Konzern tätig ist.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 nicht eingetreten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn beträgt 83.848 Euro.

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, 10. Februar 2025

Die Geschäftsführung

Manfred Lampe

Hakon Talan

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gothaer Solutions GmbH, Köln

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Gothaer Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gothaer Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die nicht inhaltlich geprüfter Bestandteil des Lageberichts ist.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem:

den Bericht des Aufsichtsrats,

die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 25. Februar 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Volkmer, Wirtschaftsprüfer

Elke Stümper, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres die Geschäftsführung der Gothaer Solutions GmbH kontinuierlich entsprechend der ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zugewiesenen Aufgaben überwacht. Er wurde von der Geschäftsführung über die Entwicklung und Lage des Unternehmens regelmäßig schriftlich und in zwei Sitzungen mündlich unterrichtet. Gegenstand der Erörterungen waren regelmäßig die Unternehmensentwicklung und -planung, das Geschäftsergebnis, die Personalsituation sowie die Umsatz- und Kostenplanung der Gesellschaft. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der IT-Strategie des BarmeniaGothaer Konzerns.

Der Aufsichtsrat wurde ausführlich über die aktuellen und anstehenden wesentlichen Vorhaben informiert und hat diese umfassend mit der Geschäftsführung erörtert. Im Fokus standen u.a. die Entwicklungen der wichtigsten Projekte, die wesentlichen Störungen bzw. Verfügbarkeiten im Betrieb und Maßnahmen zur Vermeidung solcher Ausfälle. Der Aufsichtsrat befasste sich unter anderem mit der Änderung einer bestehenden wesentlichen SAP-Ausgliederung und mit der Implementierung einer Plattform für das Firmen-Individualgeschäft der Gothaer Allgemeine Versicherung AG (Projekt Underwriting 2.0.).

Die von der Prüfungsgesellschaft vorgenommenen Prüfungen haben ergeben, dass das Rechnungswesen, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.

Die Prüfungsgesellschaft hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch den Aufsichtsrat haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben.

Zu dem Bericht der Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, vom 25. Februar 2025 hat der Aufsichtsrat keine Bemerkungen zu machen. Die Abschlussprüfer haben an der Bilanz-Aufsichtsratssitzung teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat billigt die Berichte der Geschäftsführung und den Jahresabschluss 2024.

Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit möchte der Aufsichtsrat den Mitarbeitenden und der Geschäftsführung seine besondere Anerkennung und aufrichtigen Dank aussprechen.

 

Köln, 3. April 2025

Der Aufsichtsrat

Frank Lamsfuß, Vorsitzender

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 03.04.2025 festgestellt.

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