Aumann AG
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sören Beilfuß seit 25.8.2022 | Geschäftsführer |
Markus Knabe seit 6.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MBB Fertigungstechnik GmbHBeelenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31.12.2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 20151. Allgemeines Der Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit eines Vertrages, ergibt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 6 bis 8 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre, bei Kraftfahrzeugen 5 Jahre, bei Hand- und Messwerkzeugen 3 bis 5 Jahre sowie bei gebrauchten Vermögensgegenständen 3 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. in dem Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf der Grundlage des gleitenden Durchschnitts-Einstandspreises, der aus dem Anfangsbestand und aus den Zugängen gebildet wurde, ermittelt oder zu niedrigeren Stichtagspreisen angesetzt. Für die Abwertung von ungängigen Rohstoffen ist das Lagerreichweitenverfahren angewandt worden. Alle EDV-geführten Rohstoffe und Kaufteile, die bei der Inventuraufnahme nicht als konstruktiv überholt bzw. als unbrauchbar gekennzeichnet und nicht einer besonderen Abwertung von 75 % bzw. 90 % unterworfen wurden, sind nach Gängigkeitsstufen (Lagerreichweite, errechnet aus Bestand und Abgang des letzten Geschäftsjahres) gestaffelt und entsprechend den voraussichtlichen Überbeständen mit 25 % (Lagerreichweite über ein Jahr bis zu zwei Jahren) bis 90 % (Lagerreichweite über vier Jahre) abgewertet worden. Bestände mit einer Lagerreichweite bis zu einem Jahr und Teile, die im abgelaufenen Geschäftsjahr Zugänge von mehr als 10 % des Inventurbestands am Ende des Geschäftsjahres hatten, wurden dabei nicht abgewertet. Dem Niederstwertprinzip entsprechend ist bei konstruktiv überholten Teilen (Abwertung 75 %) und bei gleichzeitiger Lagerreichweite über vier Jahre (Abwertung 90 %) der letztere, höhere Abwertungssatz angewandt worden. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die Materialkosten und die Fertigungskosten (Einzel- und Gemeinkosten) enthalten. Ausgangspunkt für die Bewertung sind die Stücklisten und Arbeitspläne zur Fertigung der Erzeugnisse. Die aufgrund der Plankostenrechnung zu Standardwerten ermittelten Fertigungskosten sind um die Standardabweichungen korrigiert worden. Als Standardabweichungen sind die Beträge definiert, um die die Standardherstellungskosten von den Ist-Kosten abweichen. Um eine verlustfreie Bewertung der unfertigen Erzeugnisse zu gewährleisten, sind auf Aufträge, bei denen die Erlöse die anfallenden Kosten nicht decken, entsprechende Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden. Fremdkapitalzinsen kommen nicht zum Ansatz. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen i.H.v. 1% ausreichend Rechnung getragen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3,0 % p.a., die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze mit 3,0 % sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,0 % entsprechend berücksichtigt. Für das Finanzierungsalter wurde die frühestmögliche Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente (üblicherweise 67 Jahre) angenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 3,94 % (Stand: November 2015). Es wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Währungsumrechnung Die Umrechnung der Fremdwährungsforderungen und der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungs-kostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist in einer gesonderten Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Finanzanlagevermögen Die Anteile an der MBB Technologies (China) Ltd., Changzhou, China sind gemäß Anteilskaufsvertrag vom 28.01.2015 an die MBB Technologies GmbH, Beelen verkauft worden. Die Geschäftsanteile sind zum 31.03.2015 an die Käuferin übertragen worden. Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 7.143 bestehen aus Aktien und dienen dauerhaft dem Geschäftsbetrieb. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den Stichtagskurs (TEUR 266) nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wurden nicht vorgenommen, da die Wertminderungen vorübergehenden Charakter haben. 3. Vorräte
Die Vorräte übersteigen die erhaltenen Anzahlungen um insgesamt TEUR 6.164 (Vorjahr: TEUR 11.398). Die zum 31. Dezember 2015 insgesamt vorgenommene Abwertung auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beträgt TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 198). Auf die unfertigen Erzeugnisse wurden Abschläge in Höhe von TEUR 4.328 (Vorjahr: TEUR 3.733) vorgenommen. Über die Abwertungen hinaus wurden in Höhe von TEUR 2.215 (Vorjahr: TEUR 1.115) Rückstellungen für drohende Verluste im Auftragsbestand eingestellt. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständelassen sich wie folgt strukturieren:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen: - TEUR 868 - MBB Technologies (China) Ltd. - TEUR 13.184 - MBB Technologies GmbH (beinhaltet zum Großteil ein kurzfristig gewährtes Darlehen) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen zum Großteil aus einer Factoring-Forderung in Höhe von TEUR 89, einer Forderung aus Finanzierungsleasing, der ein Sale-and-lease-back-Geschäft zugrunde liegt in Höhe von TEUR 79 sowie einer Vorauszahlung zur Teilnahme an einer chinesischen Ausschreibung in Höhe von TEUR 139. 5. Eigenkapital Das Stammkapital der MBB Fertigungstechnik GmbH beträgt TEUR 5.300. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen beinhalten:
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde unter Berücksichtigung der am 11.06.2014 abgeschlossenen Betriebsvereinbarung "Altersteilzeit FlexÜ" gebildet. Die sonstigen Personalaufwendungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Bonus- und Incentivezahlungen. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeitenlassen sich wie folgt strukturieren:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Verbind-lichkeiten gegenüber der MBB Technologies GmbH (TEUR 7.129). Hiervon resultieren TEUR 6.067 aus dem am 05.11.2013 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag (Vorjahr: TEUR 8.651). 8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Verpflichtungen, die für die Nutzung von Gebäuden, von Fahrzeugen, von Gabelstaplern sowie von der Betriebs- und Geschäftsausstattung eingegangen worden sind. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber bzw. Vermieter. Die Leasingverträge haben unterschiedliche Restlaufzeiten von einem Jahr bis zu fünf Jahren. In den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 973 p.a. für die Nutzung von Gebäuden enthalten. Zum 31.12.2015 besteht ein Bestellobligo aus Vorräten in Höhe von TEUR 8.978 (Vorjahr: TEUR 10.078). 9. Derivative Finanzinstrumente Zum 31. Dezember 2015 sind Forderungen i.H.v. TUSD 2.733 durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Regelungen zur Bildung von Bewertungseinheiten zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. 10. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren aus Sachanlagen (TEUR 20), Vorräten (TEUR 15), Wertpapieren (TEUR 85), Pensionsrückstellungen (TEUR 1.594), sonstigen Rückstellungen (TEUR 964) und Verbindlichkeiten aus Bonusansprüchen (TEUR 3). Passive latente Steuern existieren nicht. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 30,25 %. Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung i.H.v. TEUR 2.681 wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB im Berichtsjahr nicht aktiviert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:
2. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.254 (Vorjahr: TEUR 608). Darin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 338), Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren in Höhe von TEUR 912 (Vorjahr: TEUR 49), Erträge aus Auflösung von Rückstellungen für sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Erträge aus Währungskursumrechnungen in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 24). 3. Materialaufwand
4. Personalaufwand
5. sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 1.128 (Vorjahr: TEUR 514). Darin enthalten sind Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 95), Aufwendungen für die Verwaltung des Wertpapier-Portfolios in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 52), Kursverluste aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 13) und sonstige Vertragsleistungen gegenüber der MBB Technologies (China) Ltd in Höhe von TEUR 598. 6. Zinsergebnis
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen von Pensionsrückstellungen sowie Effekte aus der Zinsänderung in Höhe von TEUR 1.749, der Aufzinsung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 5 sowie TEUR 260 Aufwand für Avalprovisionen enthalten. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, sonstige Steuern In den sonstigen Steuern sind Grundsteuern mit TEUR 32 enthalten. SONSTIGE ANGABEN Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB in Höhe von TEUR 22.033. Vor dem Hintergrund, dass es sich hierbei um nahezu ausschließlich Bürgschaften für erhaltene Anzahlungen handelt, die bei der Endabrechnung mit den erbrachten Leistungen verrechnet werden, ist von einer Inanspruchnahme nicht auszugehen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch die Geschäftsführer: Herr Rolf Beckhoff, Ingenieur, Beelen (ab 08.01.2015: Geschäftsführer der MBB Technologies GmbH, Beelen) Herr Ludger Martinschledde, Ingenieur, Beelen (ab 08.01.2015: Geschäftsführer der MBB Technologies GmbH, Beelen) Unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt eine Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführung. Konzernunternehmen MBB SE, Berlin Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MBB SE, Berlin, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite www.mbb.com veröffentlicht. Gewinnverwendung Der Gewinn von TEUR 6.067 wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages (EAV) vom 05.11.2013 an die MBB Technologies GmbH abgeführt. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss der MBB SE.
Beelen, 17.03.2016 gez. Ludger Martinschledde gez. Rolf Beckhoff Anlagespiegel zum 31.12.2015
Lagebericht 20151 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Unternehmensbeschreibung Die MBB Fertigungstechnik GmbH (MBB) wurde 1988 gegründet und gehört seit dem Geschäftsjahr 2012 dem Konzern der MBB SE, Berlin, an. MBB Fertigungstechnik GmbH ist ein führender, internationaler Anlagenbauer von Schweiß- und Montageanlagen für die Automobilindustrie sowie General Industry. Darüber hinaus werden Dienstleistungen rund um den Werkzeugbau, innovative Transporttechniken für das exakte Positionieren sowie Inline-Messanlagen angeboten. Entsprechend der angebotenen Leistungen lässt sich MBB in die vier Geschäftsbereiche Montagetechnik, Verbindungstechnik, Werkzeugbau und Service untergliedern. Die Montagetechnik entwickelt kundenspezifische Anlagen zur Verarbeitung einzelner Komponenten oder Module zu fertigen Produkten oder komplexen Baugruppen. Dieser Bereich ist spezialisiert auf gebaute Nockenwellen, Lenksysteme, Antriebswellen, Getriebe und Kupplungen. Das Know-How der Verbindungstechnik umfasst alle gängigen, automatisierten Schweißverfahren, insb. das Laser- und Lichtbogenschweißen in Stahl und Aluminium mit Fokus auf Chassis-Komponenten (Achsen), Cross-Car-Beams und Sitzgestühle. Der Geschäftsbereich Werkzeugbau fokussiert sich insbesondere auf Umformwerkzeuge für Sitzgestühle und Karosseriestrukturteile, Servicedienstleistungen für Werkzeuge sowie Fertigungsprozesse für Faserverbundkunststoffe. Der Geschäftsbereich Service konzentriert sich auf individuelle Serviceleistungen über alle Phasen der Nutzungsdauer einer Anlage hinweg. Dabei reichen unsere Leistungen von Ersatzteil-Konzept und Bedienerschulung, Anlagenwartung und Regelinspektion, Prozess- und Ablaufoptimierung bis hin zur kompletten Anlagenüberholung. Im Geschäftsbereich Service stehen Wartung, Regelinspektion und Optimierung durch unsere Experten über die gesamte Nutzungsdauer der Anlagen im Vordergrund. Im Ergebnis steht individueller Service für individuelle Fertigungsanlagen, der auch schon in der Startphase der Anlagennutzung mit Schulungen und Beratung beginnen kann. Generell entwickelt und realisiert die MBB in den Geschäftsbereichen Montagetechnik und Verbindungstechnik schlüsselfertige Fertigungslinien und tritt dabei sowohl als Integrator als auch als Entwickler von Speziallösungen auf. Die strategische Positionierung als Innovationsführer, dessen Schwerpunkt auf den beiden Kernsegmenten Verbindungstechnik und Montagetechnik liegt und verschiedene Branchen bedient, verleiht dem Geschäftsmodell der MBB eine breite Basis und entsprechende Stabilität. Die MBB verfolgt systematisch sowohl Produkt-Zyklen als auch sich verändernde Technologien im Markt und ist in der Lage, sich diesen flexibel anzupassen. MBB Fertigungstechnik GmbH ist ein geschätzter Partner für viele internationale Premiumkunden aus der Automobilindustrie sowie aus dem Bereich General Industry. Basierend auf langjährigen Kundenbeziehungen kennt die MBB kundenspezifische Bedürfnisse und versteht es, unter Berücksichtigung neuer technischer Anforderungen individuelle Lösungen zu entwickeln. Von wichtigen Kunden aus der Automobilindustrie (führende internationale OEMs und Tier-1-Zulieferer) wird die MBB als zuverlässiger und technisch hoch-kompetenter Partner geschätzt. Die MBB beschäftigt zum Jahresabschlussstichtag 290 Mitarbeiter, sowie 33 Auszubildende. Die Ausbildungsquote beträgt somit 11,4 %. 1.2 Forschung & Entwicklung Die technische Weiterentwicklung der MBB Fertigungstechnik GmbH findet nahezu ausschließlich zielgerichtet im Zuge der Kundenprojekte statt. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 am Forschungsprojekt "APPsist", welches die Entwicklung von KI-basierten Wissens- und Assistenzsystemen zur Unterstützung der Interaktion zwischen Mitarbeiter und Maschine sowie von Assistenzsystemen zum Wissens- und Kompetenzerwerb von Mitarbeitern zum Ziel hat, beteiligt. Dieses Forschungsprojekt ist Bestandteil des Zukunftsprojektes "Autonomik für Industrie 4.0" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Im Jahr 2015 wurden der Gesellschaft nach abgeschlossener Anmeldung insgesamt 2 neue Patente erteilt, weitere 2 Schutzrechtsanmeldungen wurden vorgenommen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2015 ist die Weltwirtschaft gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr sank das Wachstum jedoch von 3,4 Prozent in 2014 auf 2,9 Prozent in 2015 um 0,5 Prozentpunkte. Für das Jahr 2016 erwartet die OECD einen Anstieg der Weltwirtschaft von etwa 3,3 Prozent. Die Eurozone verzeichnete mit 1,6 Prozent fast eine Verdopplung der Wirtschaftswachstumsrate gegenüber Vorjahr (0,9 Prozent). Durch den günstigen Ölpreis und das Quantitative Easing der Europäischen Zentralbank wird in der Eurozone für das Jahr 2016 ein wirtschaftliches Wachstum von 1,8 Prozent erwartet. Das deutsche Wirtschaftswachstum, gemessen an der Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsproduktes, lag gemäß der Prognose des IWF mit einem Plus von 1,5 Prozent knapp über dem Vorjahresniveau (plus 1,4 Prozent). Für das Jahr 2016 prognostizieren sowohl die Bundesregierung als auch die OECD ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes von plus 1,8 Prozent. Nach Aussagen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) war sowohl die deutsche als auch die weltweite Nachfrage nach Maschinen und Anlagen im Jahr 2015 eher verhalten. Produktionsseitig zeichnete sich in Deutschland für die ersten neun Monate des vergangenen Geschäftsjahres eine ähnliche Situation ab. Nachdem das Statistische Bundesamt bereits im Juli seine Produktionsindizes für die ersten vier Monate des Jahres von plus 1,1 Prozent auf minus 1,4 Prozent revidiert hatte, lag die Produktion von Maschinen und Anlagen nach den ersten drei Quartalen des Jahres 0,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der VDMA prognostiziert für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau für das Jahr 2016 keinen Produktionsanstieg. Begründet wird diese Annahme damit, dass die expansiven Impulse hinsichtlich der Inlands- und Auslandsnachfrage aus den USA und der EU durch die kontraktiven Impulse aus den Entwicklungs- und Schwellenländern egalisiert werden. 2.2 Geschäftsverlauf Durch die erfolgreiche Umsetzung und Abrechnung großer Projekte und der Verwendung innovativer Technologien kann die Gesellschaft erneut auf ein solides Geschäftsjahr 2015 zurückblicken. Der Auftragseingang liegt mit 106,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2015 deutlich über Vorjahresniveau (83,3 Mio. €). Der Umsatz im Geschäftsjahr beträgt 97,1 Mio. €, wodurch der Auftragsbestand zum Stichtag 31.12.2015 um 9,1 Mio. € auf 127,9 Mio. € steigt. In der Montagetechnik wurden die Auftragseingangsziele 2015 erreicht. Darüber hinaus führten Folgeprojekte und die Gewinnung eines Neukunden zu der weiteren Stärkung des Bereiches General Industry. Zum Ende des Geschäftsjahres konnte außerdem ein hoher Auftragswert bei einem Großkunden gewonnen werden, der allerdings in 2015 noch nicht zu Umsatz geführt hat. Im Geschäftsbereich der Verbindungstechnik konnten die Auftragseingangsziele deutlich übertroffen werden. Dies ist zum einen auf hohe einzelne Auftragseingänge bei Großkunden zurückzuführen, zum anderen ist es auch gelungen, die Kundenbasis zu verbreitern. Auch der Geschäftsbereich Werkzeugbau konnte im Jahr 2015 seine Auftragseingangsziele übererfüllen. Dabei ist es gelungen, die Beziehungen mit einem Großkunden noch zu verbessern. Der Geschäftsbereich Service konnte hingegen die Auftragseingangsziele nicht erreichen und bleibt damit relativ deutlich unter den Vorjahreszahlen zurück. Durch den starken Fokus auf die Bereiche Automotive und General Industry gestaltet sich die Projektakquise bei OEMs der Luftfahrtbranche jedoch schwierig. Daher wird die Gesellschaft in diesem Bereich zukünftig vorrangig Projekte bei Tier-1-Zulieferern verfolgen, auch in Kooperationen mit anderen Unternehmen. 2.3 Lage Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die Umsatzerlöse der MBB Fertigungstechnik GmbH belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 97,1 Mio. € (Vorjahr: 87,9 Mio. €). Der Anstieg ist auf die Fertigstellung und Abrechnung größerer Projekte im Geschäftsjahr 2015 zurückzuführen. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen summierten sich im Geschäftsjahr auf 83,9 Mio. € (Vorjahr: 72,4 Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz beläuft sich auf eine Höhe von 13,2 Mio. € (Vorjahr: 15,5 Mio. €). Bezogen auf den Umsatz ergibt sich ein Verhältnis von 13,6 % im Vergleich zu 17,6 % im Vorjahr. Die Margensituation hat sich zuletzt aufgrund der angespannteren Wettbewerbssituation im stagnierenden Automotive-Markt verschlechtert. Im Geschäftsjahr 2015 sind Vertriebskosten in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) und allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von 3,0 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €) angefallen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Das Zinsergebnis (inkl. Abschreibungen auf Wertpapieren des Umlaufvermögens) ist im Wesentlichen durch die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (-1,7 Mio. €) beeinflusst und weist einen Saldo von -1,6 Mio. € (Vorjahr: -1,0 Mio. €) aus. Per Saldo ergibt sich nach Berücksichtigung aller vorgenannten Positionen ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,1 Mio. € (Vorjahr: 8,7 €). Finanzlage Die MBB Fertigungstechnik GmbH finanziert sich im Wesentlichen durch Kundenanzahlungen. Sie verfügt zum Ende des Geschäftsjahres über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr: 24,7 Mio. €) sowie über sonstige Wertpapiere in Höhe von 11,5 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €). Vermögens- und Kapitalstruktur Das Anlagevermögen beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 9,3 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Erhöhung der Wertpapiere des Anlagevermögens i.H.v. 4,2 Mio. €. Die Anteile an der MBB Technologies (China) Ltd., Changzhou i.H.v. 1,5 Mio. € sind gemäß Anteilskaufvertrag vom 28.01.2015 zum 31.03.2015 an die MBB Technologies GmbH, Beelen übertragen worden. Das Vorratsvermögen vor Verrechnung mit erhaltenen Anzahlungen valutierte zum Bilanzstichtag mit 51,2 Mio. € um 8,8 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2014. Die erhaltenen Anzahlungen sanken im Verlauf des Geschäftsjahres von 48,5 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 45,0 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Nach Saldierung des Vorratsvermögens mit den erhaltenen Anzahlungen bleibt ein Überhang im Vorratsvermögen in Höhe von 6,2 Mio. € bestehen (Vorjahr: 11,4 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. € auf 12,0 Mio. €. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 14,1 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Der Anstieg ist durch ein kurzfristiges Darlehen an die MBB Technologies GmbH im Zusammenhang mit dem Anteilskauf bei der Aumann Gruppe zu erklären. Ein Teil des überschüssigen Liquiditätsbestandes ist in Anleihen (11,5 Mio. €, Vorjahr 7,5 Mio. €) angelegt. Das Eigenkapital der MBB Fertigungstechnik GmbH erfährt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der MBB Technologies GmbH keine Veränderung und bleibt bei dem Vorjahreswert von 14,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 22,4 %. Bei den Pensionsverpflichtungen kam es zu einer Erhöhung um 1,4 Mio. € auf 12,2 Mio. €. Die sonstigen Rückstellungen weisen zum Bilanzstichtag einen Betrag von 20,2 Mio. € (Vorjahr: 20,1 Mio. €) auf. Die Verbindlichkeiten sind auf 16,5 Mio. € (Vorjahr: 17,2 Mio. €) gesunken. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die MBB Fertigungstechnik GmbH steht im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf einer soliden Basis. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung zieht die Gesellschaft die Umsatzrendite heran. Diese ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zu den Umsatzerlösen und beläuft sich im Geschäftsjahr 2015 auf 6,25 % (Vorjahr: 9,88 %). Der deutliche Rückgang ist im Wesentlichen auf die angespannte Margensituation zurückzuführen, wobei die Kennzahl jedoch über dem Branchendurchschnitt liegt, der zwischen 4,5 % und 5,5 % beträgt. Die wirtschaftliche Lage kann somit weiterhin als gut bezeichnet werden. 3 Prognosebericht Aufgrund guter Entwicklung der weltweiten Wirtschaft wird für 2016 mit einer stabilen Geschäftsentwicklung gerechnet. Der Aufbau von Vertriebskapazitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr wird erwartungsgemäß dazu beitragen, die grundsätzlich positive Entwicklung der letzten Jahre zu bestätigen und insbesondere die Gewinnsituation wieder zu verbessern. Dazu ist es erforderlich, die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere durch die Erhöhung der Produktivität zu verbessern. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens wird als solide beurteilt. Neben dem Ausbau der Technologieführerschaft in den angestammten Bereichen bietet der Bereich General Industry großes Potential. In unserer Planung für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau liegen und eine leichte Verbesserung der Umsatzrendite gegenüber dem Vorjahr erzielt werden kann. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Mit dem Kauf von 75 Prozent der Anteile an der Aumann GmbH, dem führenden Hersteller von Anlagen für die Spulenwicklung von Elektromotoren und für E-Mobilität durch die MBB Technologies GmbH hat die MBB Fertigungstechnik GmbH seit November einen neuen Konzern-Partner im Bereich Anlagenbau mit besonderem Fokus auf zukunftsträchtige Technologien. Zukünftig soll die Anlagenbau-Gruppe mit Know-how in den Bereichen Wickeltechnik, Montagetechnik, Verbindungstechnik, Drahtlackierung und Werkzeugbau das angestrebte Wachstum in beiden Gesellschaften gemeinsam umsetzen. 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die Prognose der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist mit Unsicherheiten zu betrachten. Diese Unsicherheiten können die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und somit die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus könnten für die Gesellschaft mittelfristig Umsatz- und Ergebnisrisiken resultieren. Auswirkungen und einhergehende Risiken durch den VW-Abgasskandal werden für die MBB Fertigungstechnik GmbH eher als geringfügig und temporär eingeschätzt. Vielmehr geht das Management davon aus, dass der VW-Konzern trotz möglicherweise rückläufiger Verkaufsvolumina vermehrt in die Forschung und Entwicklung seiner Produkte investieren und weiterhin Maschinen und Anlagen im Bereich der Verbindungs- und Montagetechnik in Auftrag geben wird. Ertragsorientierte Risiken Aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks und der allgemeinen Marktsituation haben die Wettbewerbsrisiken deutlich zugenommen. Die Gesellschaft versucht, durch kontinuierliche Innovationskraft ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und dieses Risiko zu minimieren. Da die MBB im Projektgeschäft im Anlagenbau tätig ist, kann dies zu Risiken im Auftragsbestand mit entsprechender Umsatz- und Ergebnisvolatilität führen. Weiterhin sind die Projekterfolge im Anlagenbau, insbesondere bei der Realisierung neuartiger technischer Anwendungen, aber auch bei der Projektabwicklung mit neuen, noch nicht etablierten Kundenbeziehungen grundsätzlich mit Unsicherheit behaftet. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditätslage des Unternehmens ist sehr stabil, es sind somit keine Liquiditätsrisiken und finanzielle Engpässe im Geschäftsjahr 2016 zu erwarten. Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, bestehen nicht, da die Gesellschaft die ausländischen Projekte überwiegend im Euro-Raum bzw. in der Währung Euro abwickelt. Bei wesentlichen Geschäftsvorfällen in Fremdwährungen werden in der Regel Devisentermingeschäfte abgeschlossen. 4.2 Chancenbericht Auch im kommenden Geschäftsjahr wird eine über dem Branchendurchschnitt liegende Rendite erwartet. Die hohen Auftragsbestände zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres lassen eine stabile Entwicklung des Umsatzes erwarten. Im Zentrum des neuen Geschäftsjahres stehen weiterhin die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Vermarktung neuer Technologien sowie eine Diversifizierung über Branchen jenseits der Automobilindustrie. Mit dem neuen Konzernpartner Aumann bestehen Chancen, dass die gemeinsame Wachstumsstrategie bereits erste Erfolge im Geschäftsjahr 2016 zeigen wird. 4.3 Gesamtaussage Die Gesellschaft verfügt über eine detaillierte Planungsrechnung für das aktuelle Geschäftsjahr auf der Basis einer Standardkostenrechnung, die es erlaubt, Abweichungen gegenüber der Planung nach Ursachen zu analysieren und entsprechende Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Die Gesellschaft hat sich im Bezug auf die Umsatzerlöse überdurchschnittlich entwickelt, da im Geschäftsjahr 2015 größere Projekte fertiggestellt und abgerechnet wurden. Das Ergebnis liegt jedoch aufgrund hohen Margendrucks hinter den Erwartungen zurück. Aufbauend auf der Planungsrechnung gibt es ein Monatsreporting, das die erreichten Ist-Werte mit den Werten der Planungsrechnung abgleicht und eine Analyse der auftretenden Abweichungen unterstützt. Darüber hinaus werden über einen Dreijahreszeitraum detailliert die laufenden und neuen Aufträge unter Berücksichtigung der dazu notwendigen Investitionen bis zur Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz entwickelt. Die Entwicklung der Preise auf den Beschaffungs- und Kapitalmärkten, sowie die Entwicklung der Währungskurse in den relevanten Segmenten werden laufend verfolgt und daraus abzuleitende Maßnahmen gegebenenfalls implementiert. Die MBB verfügt über alle notwendigen Qualitätssicherungszertifikate und Systeme und überwacht die Einhaltung der jeweiligen gesetzlichen Umweltstandards mit Hilfe implementierter Sicherungssysteme und entsprechender Reports. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität des Unternehmens können künftige Risiken kompensiert werden. 5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist gezahlt. Forderungsausfälle sind sehr unwahrscheinlich, da die Gesellschaft auf einen solventen, langjährigen Kundenstamm zurückgreifen kann. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Das Finanzmanagement der Gesellschaft verfolgt das Ziel, die finanziellen Risiken zu minimieren und somit die Liquidität des Unternehmens langfristig zu gewährleisten.
Beelen, den 17. März 2016 gez. Ludger Martinschledde gez. Rolf Beckhoff BestätigungsvermerkAn die MBB Fertigungstechnik GmbH Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MBB Fertigungstechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 17. März 2016 RSM
Verhülsdonk GmbH
Grote, Wirtschaftsprüfer Weyers, Wirtschaftsprüfer Feststellung JahresabschlussDer Jahresabschluss zum 31.12.2016 der MBB Fertigungstechnik GmbH wurde mit dem Gesellschafterbeschluss vom 16.06.2016 festgestellt. |
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