Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 4135
Eingetragen
7.2.1991
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Die Tätigkeit als Generalunternehmer, also die Planung und Erstellung von Objekten jeder Art, insbesondere jedoch für die gehobene Hotellerie, von Gesundheitseinrichtungen und von Bürogebäuden und der Gesamtausbau von Kreuzfahrt-Linern und alle mit den vorstehenden Tätigkeiten zusammenhängenden Geschäftsbereiche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Hagenauer
seit 5.2.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
34.90%
Anja Hagenauer
34.90%
25.10%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Hagenauer Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hagenauer GmbH

Immenstadt i. Allgäu

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1.1 Grundlagen des Unternehmens

Die gut etablierten Geschäftsfelder im Hochbaugewerbe (Teilbereich Kernsanierung, Revitalisierung und Neubau von Gewerbebauten und gemischt genutzten Gebäuden) einerseits, sowie im Ausbaugewerbe (überwiegend in der 5-Sterne-Hotellerie) andererseits, wurden im Berichtsjahr erfolgreich fortgeführt.

Die Projektabwicklungen teilweise als Generalübernehmer und im anderen Teil als Generalunternehmer haben sich als erfolgreich bewiesen.

Tätigkeitsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2022 waren Berlin und Hamburg.

1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem Ende der weltweiten Corona-Pandemie mit gesunkenen Umsatzprognosen für die deutsche Bauindustrie für die Jahre 2020/2021 wurde für 2022 ein reales Wachstum von 1-2% erwartet. Der im Frühjahr 2022 ausgebrochene Russland-/Ukraine-Krieg mit den negativen Auswirkungen auf Energiekosten, Lieferketten, Materialverfügbarkeit und Preissteigerungen hat die Erwartungen deutlich gedämpft. Nominal wird für das Jahr 2023 ein Umsatzrückgang von 2% erwartet, inflationsbereinigt bedeutet das real einen Rückgang von bis zu 7%.

Das nach den langen Niedrigzinsjahren wieder ansteigende Zinsniveau wird die Investitionsbereitschaft zusätzlich dämpfen.

Für das Jahr 2024 wird aufgrund des Bedarfs im Hochbau (Wohnungsbau und Gewerbe) mit moderaten Steigerungen gerechnet.

1.3 Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die für das Jahr 2022 geplante Gesamtleistung in Höhe von 65.000 T-EUR konnte aufgrund positiver Projektentwicklungen übertroffen werden.

2. Lage des Unternehmens

2.1 Ertragslage

Bei einer Gesamtleistung von rund 71.300 T-EUR wurde ein gutes Ergebnis vor Steuern von rund 6.300 T-EUR erreicht. Die Fertigstellung langfristiger Großprojekte trug wesentlich zum Gewinnausweis im Jahr 2022 bei.

2.2 Finanzlage

Die Finanzlage stellt sich durch vertragskonforme und leistungsbezogene Kundenzahlungen wiederum positiv dar. Somit konnten die finanziellen Verpflichtungen jederzeit innenfinanziert unter Abzug von Skontobeträgen erfüllt werden. Fremdfinanzierungen wurden nicht benötigt.

Die Avalkreditlinien konnten weiter bedarfsgerecht ausgeweitet werden und lassen ausreichend Raum für notwendige Avalbeschaffungen für anstehende Projektabwicklungen.

Das Eigenkapital entwickelte sich von 13.315 T-EUR auf 14.290 T-EUR. Ohne die im Jahr 2022 erfolgte Gewinnausschüttung zulasten des Eigenkapitals läge dieses bei 17.790 T-EUR.

Aus der deutlich gestiegenen Bilanzsumme von gut 47.590 T-EUR errechnet sich eine gesunkene Eigenkapitalquote von 30,0 % (Vorjahr 43,0 %).

2.3 Vermögenslage

Die Beteiligungen an den Gruppengesellschaften hagenauer SARL mit 25 T-EUR, an der hagenauer Austria GmbH mit 35 T-EUR, an der hoterio GmbH i.L. mit 70 T-EUR, an der hagenauer Swiss GmbH mit knapp 17 T-EUR und der hagenauer Austria GmbH & Co KG mit 35 T-EUR waren zum Vorjahr unverändert.

3. Zusammenfassende Einschätzung der Entwicklung des Unternehmens

Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sowie der Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2022 aus Sicht der Geschäftsführung zusammenfassend als positiv bezeichnet.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Chancen

Im Kerngeschäftsfeld des Hochbaugewerbes werden die in Vorjahren bzw. im Berichtsjahr begonnenen Großaufträge planmäßig ausgeführt. Aufgrund voller Auftragsbücher sind größere Projekt-Neugenerierungen im Jahr 2023 nicht zu erwarten. Die vermehrte Beauftragung von Großprojekten macht eine deutliche Steigerung der Gesamtleistung und Gewinnerwartung in den nächsten Jahren möglich.

Im Bereich Ausbaugewerbe für die gehobene Hotellerie besteht am Markt weiterhin grundsätzlicher Bedarf an Renovierungen und Ausbauleistungen.

Das Risikomanagementsystem bei der Projektabwicklung wurde im Berichtsjahr ohne wesentliche Änderungen fortgeführt.

4.2 Risiken

Fortbestand des Unternehmens / Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Risiken, deren Eintritt den Bestand des Unternehmens vorausschauend gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Die weltweite Corona-Pandemie hatte auf die bereits begonnenen Projekte nur geringe Auswirkungen. Nach Ende der Pandemie wurde die Bautätigkeit auch im Jahr 2022 ohne größere Behinderungen fortgesetzt. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs und die inflationsbedingten Preissteigerungen bei Baumaterialien und Energiekosten konnten bisher gut kompensiert werden. Diese Kenntnis wurde teilweise bereits bei der Kalkulation neuer Aufträge berücksichtigt. Zudem werden, soweit möglich, Vergütungsvereinbarungen mit den Kunden zu erwartet weiter steigenden Materialpreisen getroffen.

Personal

Die Projektumsetzung erfolgt sowohl mit eigenen, meist langjährigen, qualifizierten Mitarbeitern sowie durch projektbezogene Verpflichtung von externen Dienstleistern. Unterstützung erhalten wir auch über Universitäten und Hochschulen, über die regelmäßig Pflichtpraktikanten oder Werkstudenten gewonnen werden konnten. Hier bietet sich eine gute Chance der Generierung von Mitarbeitern mit selbstvermittelter und somit bekannter Qualifikation.

Geschäftsfeld Hochbau (Kernsanierungen und Neubau)

Im Bereich der Projektabwicklungen sind aufgrund dort bereits jahrelang praktizierter intensiver Einbindung der Bauherren die Risiken nach wie vor als gering zu bezeichnen. Die geplant weiter steigenden Auftragsvolumina bringen bei konstanten Margen auch vorausschauend gute Ergebnisse. Im Bereich Ausbau sind neben den originären Risiken des Objektgeschäftes aktuell insbesondere durch die kleineren Auftragsvolumina und die sorgfältige Projektauswahl keine Risiken zu erwarten.

Gewährleistungsrisiken

Die Rückstellungen wurden in kaufmännischer Vorsicht und soweit angezeigt in ausreichendem Maße gebildet. Bei der Zuführung und Auflösung der Rückstellung für Gewährleistung wurde an der Üblichkeit von 0,5 % des fertiggestellten Auftragsvolumens für die Dauer der Gewährleistung festgehalten. Für Einzelrisiken wurden separate Rückstellungen gebildet.

Nachunternehmerbezogene Risiken

Die Auswahl der zu beauftragenden Nachunternehmer erfolgt mit größtem Augenmerk auf deren fachliche Leistungsfähigkeit. Zahlungen ergehen jeweils erst nach erbrachtem und geprüftem Leistungsstand.

Besondere Risiken sind aktuell nicht erkennbar.

Organisationsrisiken

Das seit Jahren praktizierte Bau-Controlling wird in bewährter Weise fortgeführt und stetig den erkannten Verbesserungsmöglichkeiten angepasst.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Mit der vorhandenen Eigenkapitalausstattung und stabilen Liquiditätssituation sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar.

5. Gruppenbezogene Chancen und Risiken

Bei der hagenauer GmbH werden aufgrund des noch vorhandenen Auftragsbestandes und weiterer zu erwartender Auftragseingänge planmäßig auch im Jahr 2023 keine Projekte im Länder-Bereich der Auslandstöchter hagenauer SARL und hagenauer Austria GmbH aktiv akquiriert. Die hagenauer Swiss GmbH wickelt kleinere Ausbauprojekte in der Schweiz ab. Die hoterio GmbH i.L. befindet sich in Auflösung. Die im Vorjahr gegründete hagenauer Austria GmbH & Co KG wickelt ein mehrjähriges Hotelbauprojekt in Österreich ab.

6. Prognosebericht

Aufgrund des aktuell guten Auftragsbestands an langjährigen Großprojekten im Bereich Hochbau/Kernsanierungen/Gewerbeimmobilien und weiterer Projektanfragen erwarten wir trotz des anhaltenden Russland-Ukraine-Kriegs eine gute wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir bei einer jahresabgegrenzten Gesamtleistung von über 100.000 T-EUR ein erneut gutes Ergebnis. Dies in der Annahme, dass die Bauzeitenpläne eingehalten werden können und keine bauherrenbedingte Bauablaufstörungen eintreten.

 

Immenstadt, 14. Juli 2023

Martin Hagenauer, Geschäftsführer

Dominik Buhl, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

Euro 31.12.2022
Euro
31.12.2021
Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 32.342,00 23.149,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.675,00 3.408,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 184.567,00 188.332,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.745,00 540.875,00
755.987,00 732.615,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 181.694,70 181.694,70
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 75.323,41 0,00
257.018,11 181.694,70
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 106.569,14 111.907,98
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 42.662.220,03 42.149.158,83
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -42.555.816,57 - 42.113.145,83
212.972,60 147.920,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.505.796,67 574.194,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 83.715,86 80.058,91
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.510.389,72 734.229,16
10.099.902,25 1.388.482,32
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 36.066.001,27 28.386.894,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 166.363,51 75.353,86
47.590.586,74 30.936.109,90

PASSIVA

31.12.2022
Euro
31.12.2021
Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 318.182,85 318.182,85
III. Bilanzgewinn 11.471.941,23 10.496.399,12
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 723.258,56 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 10.218.014,37 5.487.154,49
10.941.272,93 5.487.154,49
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 40,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.838.386,00 8.367.875,25
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.731.379,47 2.887.702,35
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 122.623,64 205.808,40
5. sonstige Verbindlichkeiten 666.800,62 672.947,44
22.359.189,73 12.134.373,44
47.590.586,74 30.936.109,90

Gewinn- und Verlustrechnung

Euro 2022
Euro
2021
Euro
1. Umsatzerlöse 70.829.499,82 49.160.057,16
2. Bestandsveränderungen unfertige Leistungen 513.061,20 -6.553.246,87
3. Gesamtleistung 71.342.561,02 42.606.810,29
4. Sonstige betriebliche Erträge 151.335,20 1.051.613,82
5. Materialaufwand 57.545.676,80 34.229.655,88
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.940.540,36 3.028.145,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 704.695,65 556.628,05
4.645.236,01 3.584.773,05
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 198.552,83 161.533,07
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.632.017,11 1.730.719,07
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 107.620,71 79.723,54
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 213.005,06 192.771,99
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.886.531,01 1.239.208,74
12. Ergebnis nach Steuern 4.480.498,11 2.599.485,85
13. Sonstige Steuern 4.956,00 4.548,00
14. Jahresüberschuss 4.475.542,11 2.594.937,85
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.996.399,12 7.901.461,27
16. Bilanzgewinn 11.471.941,23 10.496.399,12

Anhang

A. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Allgemeines

Die hagenauer GmbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Immenstadt und wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Kempten (Allgäu) unter der Nummer HRB 4135 geführt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände grundsätzlich linear pro rata temporis vorgenommen.

Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens, deren Einzelanschaffungskosten Euro 250,00 nicht übersteigen, wurden im Wirtschaftsjahr in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Einzelanschaffungskosten Euro 250,00 aber nicht Euro 1.000,00 übersteigen, wurde ein Sammelposten gebildet, der gleichmäßig auf 5 Jahre verteilt abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Ein am Bilanzstichtag beizulegender Zeitwert unter den Anschaffungskosten lag im Wesentlichen nicht vor.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Gemeinkostenanteile einbezogen. Soweit notwendig, wurde auf den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert abgewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden offen im Vorratsvermögen abgesetzt.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bewertet. Kurzfristige Forderungen, die auf fremde Währung lauten, wurden mit dem Währungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für Ausgaben und Einnahmen, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Diese wurden mit dem anzunehmenden Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Der diesem Anhang als Anlage beigefügte Anlagenspiegel zeigt die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der Abschreibungen.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Bilanzstichtag als voll werthaltig anzusehen.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Folgejahr abziehbare Vorsteuern in Höhe von T-EUR 33 (Vorjahr T-EUR 20), Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T-EUR 1.705 (Vorjahr T-EUR 0) sowie Forderungen gegen Geschäftsführer in Höhe von T-EUR 70 (Vorjahr T-EUR 69) enthalten.

4. Eigenkapital

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen mit gesamt T-EUR 10.218 (Vorjahr: T-EUR 5.487) umfassen für Gewährleistungen T-EUR 3.450 (Vorjahr: T-EUR 2.319), für Überstunden und Urlaub T-EUR 369 (Vorjahr: T-EUR 240), für Rechtsstreitigkeiten mit Nachunternehmern und Bauherren T-EUR 1.998 (Vorjahr: T-EUR 1.941), für ausstehende Rechnungen T-EUR 4.067 (Vorjahr: T-EUR 670), für Abschluss und Prüfung T-EUR 69 (Vorjahr: T-EUR 55), sowie weitere hier nicht einzeln aufzuführende Rückstellungen T-EUR 265 (Vorjahr: T-EUR 263).

6. Verbindlichkeiten

Die folgende Darstellung zeigt die in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten nach Art und Höhe sowie der jeweiligen Restlaufzeit (RLZ):

Art der Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 Gesamtbetrag
T-EUR
davon mit einer RLZ < 1 J.
T-EUR
davon mit einer RLZ 1-5 J.
T-EUR
Verbindlichkeiten gegeüber Kreditinstituten 0 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.838 10 15.828
(Vorjahr) (8.368) (0) (8.368)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.731 5.731 0
(Vorjahr) (2.888) (2.888) (0)
Verbindlichkeiten ggü. verbundene Unternehmen 123 123 0
(Vorjahr) (206) (206) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 667 667 0
(Vorjahr) (673) (673) (0)
Summe 22.359 6.531 15.828
(Vorjahr) (12.135) (3.767) (8.368)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T-EUR 374 (Vorjahr: T-EUR 475), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T-EUR 12 (Vorjahr: T-EUR 6) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T-EUR 0 (Vorjahr: T-EUR 0) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Nachunternehmern und Lieferanten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses im Wesentlichen bis auf die Sicherheitseinbehalte getilgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses vollständig getilgt.

Zur Besicherung der Gesamt-Aval-Linie in Höhe von T-EUR 47.006 wurden Guthaben in Höhe von T-EUR 1.160 verpfändet.

C. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zugunsten von Tochtergesellschaften wurden Patronatserklärungen abgegeben bzw. Haftungsübernahmen erklärt in Höhe von T-EUR 808 (Vorjahr: T-EUR 76). Zugunsten eines Kunden einer Tochtergesellschaft wurde eine Bürgschaft hinsichtlich der Erfüllung eines Werkvertrages hingegeben. Auf Grund der Vermögens- und Ertragslage dieser Gesellschaften sowie deren Auftragslage ist mit einer Inanspruchnahme aktuell nicht zu rechnen.

Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen, hochgerechnet zu deren jeweiligem Vertragsende, teilweise bis zum Jahr 2025, zum Bilanzstichtag in Höhe von T-EUR 326. Hiervon haben T-EUR 183 eine Restlaufzeit von einem Jahr und T-EUR 143 eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahre.

D. Angaben über Anteile an anderen Unternehmen mit einem Anteilsbesitz von mindestens 20 % der Anteile

Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2022 Ergebnis 2022
hagenauer SARL Strasbourg, Frankreich 100,00% 431.046,94 EUR 1.776,87 EUR
hagenauer Austria GmbH Wien, Österreich 100,00% 74.900,72 EUR 11.193,49 EUR
hagenauer Swiss GmbH Emmenbrücke, Schweiz 100,00% 794.143,17 1) CHF 241.455,81 1) CHF
hoterio GmbH i.L. Wien, Österreich 100,00% 100.000,00 EUR 0,00 EUR
hagenauer Austria GmbH & Co KG Wien, Österreich 100,00% -24.791,84 EUR -44.863,30 EUR

1) Zum 31.12.2022: 1 Euro = 0,9847 Schweizer Franken.

E. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Angaben zur Aufwands- und Ertragslage wird auf die beigefügte Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen. Diese wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält abweichend zu § 275 Abs. 2 HGB nach den Positionen "1. Umsatzerlöse" und "2. Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen" die Zwischensumme "Gesamtleistung". Unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells der Gesellschaft verbessert dies den Einblick zur Leistungserbringung der meist langfristigen Fertigungsaufträge.

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus dem Verkauf von Produkten und aus der Erbringung von Dienstleistungen nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer resultieren. Umsatzerlöse werden grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem die Produkte geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T-EUR 63 (Vorjahr T-EUR 970) enthalten.

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T-EUR 2 (Vorjahr T-EUR 3) und die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung T-EUR 1 (Vorjahr T-EUR 2).

Die Aufwendungen und Erträge sind auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. In den Abschreibungen sind nur planmäßige Abschreibungen enthalten.

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2022
T-Euro
2021
T-Euro
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 342 165
Aufwendungen für bezogene Leistungen 57.204 34.064
57.546 34.229

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung des geschäftsführenden Gesellschafters in Höhe von T-EUR 20 (Vorjahr T-EUR 20) enthalten.

Im Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T-EUR 18 (Vorjahr T-EUR 0) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Avalprovisionen für hingegebene Bürgschaften und Garantien in Höhe von T-EUR 213 (Vorjahr T-EUR 186) enthalten.

F. Sonstige Angaben

1. Unternehmensorgan

Geschäftsführer:

Martin Hagenauer, alleinvertretungsberechtigt, von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

Dominik Buhl, alleinvertretungsberechtigt

Auf die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Beschäftigte

Im Jahresmittel 2022 waren beschäftigt:

Geschäftsführer: 2 (Vorjahr 2)
Angestellte: 67 (Vorjahr 49)
Arbeiter: 12 (Vorjahr 11)

3. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von T-EUR 4.476 soll auf Vorschlag der Geschäftsführung in der Position Bilanzgewinn vorgetragen werden.

4. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss 2022 der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hagenauer Holding GmbH, Immenstadt, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) erstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses im Bundesanzeiger ist vorgesehen.

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB "Befreiende Wirkung von EU/EWR-Konzernabschlüssen" in Anspruch.

 

Immenstadt, den 14. Juli 2023

Martin Hagenauer, Geschäftsführer

Dominik Buhl, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
Euro
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 160.396,31 29.419,35 6.343,50 183.472,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 267.339,73 0,00 245.188,53 22.151,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 684.640,14 17.422,57 0,00 702.062,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066.184,60 184.860,91 64.787,12 1.186.258,39
2.018.164,47 202.283,48 309.975,65 1.910.472,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 181.694,70 0,00 0,00 181.694,70
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 75.323,41 0,00 75.323,41
181.694,70 75.323,41 0,00 257.018,11
2.360.255,48 307.026,24 316.319,15 2.350.962,57
Kumulierte Abschreibungen
Euro
01.01.2022 Zuführungen Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 137.247,31 20.220,35 6.337,50 151.130,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 263.931,73 729,00 245.184,53 19.476,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 496.308,14 21.187,57 0,00 517.495,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 525.309,60 156.415,91 64.212,12 617.513,39
1.285.549,47 178.332,48 309.396,65 1.154.485,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.422.796,78 198.552,83 315.734,15 1.305.615,46
Nettobuchwerte
Euro
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 32.342,00 23.149,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.675,00 3.408,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 184.567,00 188.332,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.745,00 540.875,00
755.987,00 732.615,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 181.694,70 181.694,70
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 75.323,41 0,00
257.018,11 181.694,70
1.045.347,11 937.458,70

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die hagenauer GmbH, Immenstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der hagenauer GmbH, Immenstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der hagenauer GmbH, Immenstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 14. Juli 2023

WirtschaftsTreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ernst, Wirtschaftsprüfer

Krais, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 der hagenauer GmbH, Immenstadt, erfolgte durch die Gesellschafter in der Gesellschafterversammlung am 11. August 2023.

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