Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 26158
Eingetragen
25.5.2010
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Vertrieb von Strom-, Gas- und Telekommunikationsprodukten sowie Wasser und Abwasser. Zusätzlich dient die Gesellschaft der Um- und Absatzförderung, den Verkaufs- und Produkttrainings sowie der Organisation und Abwicklung von Promotion jeglicher Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lars Jürgen Dr. Wolf
seit 12.5.2020
Geschäftsführer
Patrick Hähle
seit 25.5.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
eprimo GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
eprimo GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

4Motions GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der 4Motions GmbH

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1.1 4Motions als Teil der eprimo GmbH

Alleinige Gesellschafterin ist die eprimo GmbH, Neu-Isenburg.

Der Gesellschaftszweck der 4Motions GmbH (im Folgenden 4Motions genannt), Leipzig, ist der Vertrieb von Strom-, Gas- und Telekommunikationsprodukten sowie Wasser und Abwasser. Zusätzlich dient die Gesellschaft der Um- und Absatzförderung, den Verkaufs- und Produkttrainings sowie der Organisation und Abwicklung von Promotion jeglicher Art.

Die 4Motions ist seit dem 25. Mai 2010 beim Amtsgericht Leipzig im Handelsregister B 26158 eingetragen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

1.2 Konjunktur

Das BIP der deutschen Wirtschaft ist gemäß OECD im Jahr 2023 um 0,1 Prozent zurückgegangen. Ein wesentlicher Grund für das schwache Wachstum sind die Zinserhöhungen, um der Inflation entgegenzusteuern. Das höhere Zinsniveau hat zur Folge, dass die Wirtschaftsaktivität gebremst wird, was sich unter anderem in der Baubranche zeigt.

Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß Statistischem Bundesamt im Jahr 2023 bei 5,9 Prozent lag.

1.3 Rahmenbedingungen Energie

Der Energiesektor befindet sich in einer Phase grundlegender und anhaltender Veränderungen. Der Russland-Ukraine Krieg sorgte im Jahr 2023 weiterhin für große volkswirtschaftliche Unsicherheiten und beeinflusste den Energiesektor. Für die 4Motions steht weiterhin die Vermittlung attraktiver Strom- und Gasprodukte an Haushalts- und Gewerbekunden im Fokus. Insbesondere die volatilen Endkunden-Preise wie auch das Energienachfrageverhalten haben Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten.

Im Laufe des Jahres 2023 sorgten volatile Endkundenpreise dafür, dass der Wettbewerb im Privat- und Gewerbekundensegment auf dem Energiemarkt wieder zugenommen hat. Dieser war infolge stark steigender Endkundenpreise im Rahmen der "Energiekrise" Ende 2022 zurückgegangen. Insgesamt ist die Zahl der Strom-Lieferantenwechsel bei Haushaltskunden im Jahr 2023 auf rd. 6 Millionen gestiegen und erreichte mit einer Wechselquote von etwa 12% einen neuen Höchststand (zum Vgl. 2022: 8%). Kunden konnten bei einem Wechsel Vertragsübergreifend rd. 61 € pro Jahr einsparen. Auch die Anzahl der Gas-Lieferantenwechsel ist im Jahr 2023 gestiegen. Lag die Wechselquote bei Haushaltskunden im Jahr 2022 bei rd. 9%, stieg diese im Jahr 2023 auf rd. 14%, was etwa 1,8 Mio. Wechseln entspricht. Vertragsübergreifend konnten Haushaltskunden bei einem Wechsel ca. 210 € pro Jahr sparen (Monitoring Bericht 2024 der Bundesnetzagentur). Des Weiteren wurde unter anderem das Produktsortiment der einzelnen Versorger weiter differenziert, sodass die Kunden unter noch mehr Angeboten auswählen können. 4Motions profitiert von steigenden Kundenwechseln im Markt, was sich in der positiven Entwicklung widerspiegelt.

1.4 Rahmenbedingungen Telekommunikation

Im Telekommunikationsmarkt konnten die Wettbewerber ihre Außenumsatzerlöse auf 59,9 Mrd. € in 2023 steigern (Vorjahr: 59,2 Mrd. €). Die Anzahl der aktiven und nicht aktiven Glasfaseranschlüsse (Homes Connected) stiegen um 14 Prozent von 6,4 Mio. im Jahr 2022 auf 7,3 Mio. im Jahr 2023. Des Weiteren stieg die Verbreitung aktiver Glasfaseranschlüsse auf 4,3 Mio. und lag somit um ca. 900.000 über den Jahresendwert 2022 (Jahresbericht Telekomunikation 2023 der Bundesnetzagentur) .

Die dynamische Entwicklung des Glasfaserausbaus trägt zu einer positiven Geschäftsentwicklung der 4Motions bei, da wir in diesem Segment für verschiedene Anbieter tätig sind. Daneben profitieren wir auch vom Wettbewerb bei Mobilfunk-, Kabel- und DSL-Produkten.

1.5 Investitionstätigkeit

Das Anlagevermögen der 4M umfasst sowohl Beteiligungen und immaterielle Vermögensgegenstände als auch Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das gesamte Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2023 war rückläufig.

1.6 Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres waren 62 (i. Vj. 54) Mitarbeiter bei der 4Motions angestellt.

1.7 Finanzierung

Die Gesellschaft ist über die EDG in das Cash-Management-System der E.ON SE eingebunden. Die Liquiditätsversorgung war somit kontinuierlich gewährleistet.

1.8 Leistungsindikatoren der Gesellschaft

Die 4Motions GmbH ist nicht im Konsolidierungskreis der E.ON SE, Essen (E.ON), einbezogen. Zur internen Steuerung und als Indikator für die nachhaltige Ertragskraft wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach HGB verwendet.

1.9 Geschäftsverlauf

4Motions konnte seine Marktposition zum Ende des Geschäftsjahres 2023 am Markt behaupten und insbesondere im Telekommunikationsbereich weiter ausbauen.

Neben dem sich im Jahr 2023 erholenden Energie-Geschäft trugen zahlreiche neu gewonnene Projekte im Telekommunikationsumfeld zum Wachstum bei.

Das Geschäftsjahr war im Energiebereich von einem verhaltenen Start im ersten Quartal geprägt. Dieses war noch eine Folge der staatlich induzierten "Energiepreisbremsen". Mit Wegfall dieser steigerten sich die Umsätze kontinuierlich und erreichten im dritten Quartal ihren Höhepunkt im Jahresverlauf. Dies lag insbesondere daran, dass einige Produktpartner mit attraktiven Angeboten ihre Neukundenakquise intensiviert haben.

Kompensiert wurden die Rückgänge im Energiebereich im vierten Quartal durch ein steigendes Geschäft mit Telekommunikationsprodukten. Hier wurde das Geschäft im Jahresverlauf sukzessive ausgebaut und erreichte im letzten Quartal gemessen am Umsatz das Jahreshoch.

Die 4Motions hat im Jahr 2023 ein positives EBIT nach HGB in Höhe von 272 T. € (i. Vj. 277 T. €) erwirtschaftet, was den Planwert (280 T. €) leicht verfehlte. Während der Umsatz um 62 % gesteigert werden konnte, stiegen gleichzeitig die Kosten um 89% für Materialaufwand (i.W. Provisionsleistungen) deutlich an. Der Umsatzrückgang einzelner Energievermarktungsbereiche konnte auch mithilfe des deutlich gestiegenen Telekommunikationsgeschäfts kompensiert werden.

Wenngleich der höhere Umsatz durch inflationsbedingt gestiegene operative Kosten als auch durch die Verkürzung der Nutzungsdauern und damit zusammenhängend höheren Abschreibungen zu keiner Ergebniserhöhung geführt hat, blickt die Geschäftsführung zufrieden auf das vergangene Jahr zurück.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Ertragslage

4Motions erzielte im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen von insgesamt 31,6 Mio. € (i. Vj. 19,5 Mio. €). In den Umsatzerlösen sind sonstige Umsatzerlöse in Höhe von 1,8 Mio. € (i. Vj. 2,4 Mio. €) enthalten.

Der Materialaufwand beträgt -22,9 Mio. € (i. Vj. -12,1 Mio. €). Der Rohertrag nach Erlösschmälerungen zum Ende des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 beträgt somit 8,7 Mio. € (i. Vj. 7,4 Mio. €).

Die spezifischen Umsatzerlöse in den Sparten Energie und Telekommunikation zum Ende des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 haben sich im Vorjahresvergleich unterschiedlich stark entwickelt. So stieg beispielsweise der Umsatz bei der Vermittlung von Energieprodukten um 51 % von 15 Mio. € auf 23 Mio. €, während dieser in der Telekommunikation um 259% auf 7 Mio. € i.W. mengenbedingt stieg.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 0,4 T €. Der Vorjahreswert i.H.v. 11 T. € setzt sich im Wesentlichen aus Erträgen aus den Wertberichtigungen zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen -2,3 Mio. € (i. Vj. -2,3 Mio. €).. Die größten unter dieser Position erfassten Kosten betreffen Rechts- und Beratungskosten, Wartungskosten für Hard- und Software und KfZ-Leasing.

Das positive Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) betrug im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1 Mio. € (i. Vj. 1,1 Mio. €).

Das Finanzergebnis der Gesellschaft beläuft sich auf -0,04 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen mit Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis in Höhe von 146 T. €.

Zusammenfassend ist das Management der Gesellschaft mit der Ertragslage zufrieden. Durch die Erweiterung des Produktportfolios wurde eine solide Basis geschaffen, um weitere Wachstumspotenziale auszuschöpfen.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde eine gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 7,94 Mio. € auf 13,4 Mio. € erhöhte Bilanzsumme ausgewiesen, was sich im Wesentlichen aus dem gestiegenem Geschäftsvolumen erklärt. Des Weiteren hat sich die Struktur zugunsten der umsatzstärkeren Segmente entwickelt. Konsequenterweise erhöhen sich damit auch die Forderungen, aber auch die sonstigen Vermögensgegenstände in Summe um 8,65 Mio. € auf 11,7 Mio. € abrechnungsbedingt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 4,4 Mio. € auf 5,5 Mio. €, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1 Mio. € auf 2,1 Mio. €. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 3,1 Mio. € auf 4,26 Mio. €. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten zeigt sich nahezu unverändert.

Die spiegelbildliche Erhöhung der Passiva ist durch um 5,9 Mio. € auf 8,7 Mio. € erhöhte Verbindlichkeiten sowie um 2 Mio. € auf 3,9 Mio. € gestiegene Rückstellungen begründet. Die Verbindlichkeiten sind abrechnungsbedingt aufgrund höherer gestiegener Geschäftsaktivtäten gestiegen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind 0,9 Mio. € aus der Kreditlinie der E.ON SE zur innermonatlichen Zwischenfinanzierung der kurzfristigen Forderungen enthalten. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen hat im Wesentlichen zwei Ursachen: Provisionsrückstellungen, resultierend aus dem gestiegenen B2B Geschäft (+ 1,9 Mio. €) sowie für Bonusrückstellungen und zukünftige Verpflichtungen gegenüber Personal (+ 0,7 Mio. €).

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um -3,5 %-Punkte auf 4,2

31.12.2023 31.12.2022
Stammkapital 25.000 € 25.000 €
Kapitalrücklage 0,00 € 0,00 €
Gewinnvortrag 397.597 € 230.681 €
Jahresüberschuss (kumuliert) 146.122 € 166.916 €
Summe Eigenkapital 568.719 € 422.597 €
Eigenkapitalquote 4,20% 7,70%

3. Chancen- und Risikobericht

Für 4Motions bietet sich die Chance, auch weiterhin im dynamischen Energie- und Telekommunikationsmarkt wechselwillige Kunden für unsere Partner zu gewinnen. Verbunden mit guter Service- und Beratungsqualität und einer guten Kostenbasis eröffnet dies 4Motions die Möglichkeit, das Geschäftsvolumen weiter auszubauen. Weitere Chancen liegen im Gewinn neuer Partner auf Produktgeberseite als auch im Ausbau des Partnernetzwerkes auf der Vertriebsseite.

Jedes unternehmerische Handeln birgt neben Chancen auch Risiken. Ziel von 4Motions ist es, Chancen erfolgsorientiert zu nutzen und möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und die daraus resultierenden Auswirkungen zu gewinnen, um mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können. Bei den Risiken unterscheiden wir drei Kategorien: gering, mittel und hoch in Abhängigkeit ihrer Wirksamkeit für den Unternehmenserfolg.

Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr hat sich die Risikosituation insbesondere aufgrund der stärkeren Branchen- und Partnerdifferenzierung verbessert. Aus heutiger Sicht zeigen sich keine Anzeichen für künftige Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

3.1 Regulatorische und rechtliche Risiken

Als Vermittler von Energie- und Telekommunikationsprodukten sind wir Risiken aufgrund äußerer Eingriffe, insbesondere aufgrund von Gesetzesänderungen, behördlichen Maßnahmen oder gerichtlichen Entscheidungen, ausgesetzt. Diese können zum einen die eigenen Vertriebswege betreffen, wie beispielsweise Änderungen im BGB, wie zum Beispiel Änderungen der Vermarktungsmöglichkeit beim Kunden vor Ort (so genanntes Haustürgeschäft).

Zum anderen können Gesetzesänderungen, behördliche Maßnahmen oder gerichtliche Entscheidungen dazu führen, dass der Wettbewerb in den Segmenten unserer Produktpartner (Energie und Telekommunikation) eingeschränkt wird. Ein Beispiel hierfür waren die "Energiepreisbremsen" Ende 2022/Anfang 2023, die dazu führten, dass der Kunde keinen bzw. nur einen geringen Wechselanreiz mehr hatte, da er nichts bzw. nur wenig bei einem Anbieterwechsel sparen konnte. Aktuell schätzen wir dieses Risiko als gering ein.

3.2 Risiken aus der Beendigung wesentlicher Projekte

Als Vermittler von Energie- und Telekommunikationsprodukten sind wir Risiken aufgrund der Beendigung wesentlicher Projekte durch unsere Produktpartner bzw. Auftraggeber ausgesetzt. Um dieses Risiko zu minimieren, streben wir eine hohe Prozess- und Ergebnisqualität in den einzelnen Projekten an. Ferner verfolgen wir als 4Motions das Ziel, uns nicht von einzelnen Branchen und/ oder Partnern abhängig zu machen. So verfolgen wir das Ziel, dass einzelne Projekte nicht mehr als 25% des Gesamt-Deckungsbeitrages zum Unternehmenserfolg beitragen sollen. Zudem verfolgen wir das Ziel, dass die beiden Schwerpunktbranchen, in denen wir tätig sind, in einem angemessenen Verhältnis zueinanderstehen. Aktuell schätzen wir das Risiko aus der Beendigung wesentlicher Projekte als gering ein.

3.3 Risiken aus der Bonität unserer Partner

Aus unseren Geschäftsbeziehungen mit Produktgebern ergeben sich Kreditrisiken. Wir begegnen diesen, indem wir Bonitätsprüfungen durchführen. Da wir überwiegend mit großen Energieversorgungs- und Telekommunikationsunternehmen zusammenarbeiten, ist das Risiko aktuell als gering einzuschätzen. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.

Zu beachten sind außerdem mögliche Zahlungsschwierigkeiten von Vertriebspartnern. Einige erhalten Teile der Provisionen vorschüssig. Sollte es hier zu Insolvenzen kommen, so kann dies zu Zahlungsausfällen führen. Auch hier begegnen wir dem Risiko, indem wir Bonitätsprüfungen durchführen. Zudem führt die Breite des Vertriebspartnerportfolios dazu, dass das Gesamtrisiko für 4Motions beim Ausfall einzelner Partner begrenzt ist.

Zum Ende des Berichtszeitraums gibt es für die zuvor beschriebenen Sachverhalte erneut keine signifikanten Auffälligkeiten.

Es ist davon auszugehen, dass durch die gebildeten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Rückforderungen ggü. Vertriebspartnern das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Die Auswirkungen des Risikos werden daher als gering eingeschätzt.

4. Managementinformationssystem

Das Controlling der 4Motions stellt in einem regelmäßigen Reporting und in Hochrechnungen sowie in darüber hinausgehenden Analysen ein umfassendes Bild der aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie der zukünftigen Entwicklung bereit.

Die Weiterentwicklung und kontinuierliche Nutzung des Managementinformationssystems als maßgebliches Steuerungsinstrument und die Durchführung regelmäßiger Strategie-, Planungs- und Prognosegespräche sowohl innerhalb der 4Motions als auch gemeinsam mit dem Anteilseigner der eprimo GmbH gewährleisten eine vollständige und zeitnahe Information.

Das interne Kontrollsystem wurde und wird weiter ausgebaut, um zusätzliche Kontrollen der ordnungsmäßigen Abarbeitung kaufmännischer Aufgaben zu ermöglichen.

Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Es wird davon ausgegangen, dass eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit gegeben ist.

5. Prognosebericht

5.1 Konjunktur

Die globale wirtschaftliche Entwicklung wird auch im Jahr 2024 von den Herausforderungen der Inflation und der geringen Wachstumsaussichten geprägt sein. Die OECD prognostiziert ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 Prozent, ausgehend von strengeren Finanzierungsbedingungen, schwachem Handelswachstum in einem Umfeld von geopolitischen Spannungen und auch den Auswirkungen einer strafferen Geldpolitik, das weitere Störungen auf den Märkten verursachen kann. Unter der Annahme, dass die Inflation weiter nachlässt und die Realeinkommen steigen, wird die Weltwirtschaft im Jahr 2025 voraussichtlich um 3,2 Prozent wachsen.

Für die EU wird für das Jahr 2024 ein Wachstum des BIP von 0,7 Prozent prognostiziert und für das Jahr 2025 voraussichtlich von 1,5 Prozent.

Mit Blick auf Deutschland geht die OECD für das Jahr 2024 von einer langsam beginnenden Erholung der Wirtschaft und einem Wachstum von 0,2 Prozent aus. Darüber hinaus wird mit einer weiteren Normalisierung der Konjunktur im Jahr 2025 und einem BIP-Wachstum von 1,1 Prozent gerechnet. Die sich zuletzt abschwächende Inflation, die steigenden Lohneinkommen und die hohe Beschäftigungsrate lassen auf eine höhere Kaufkraft sowie gesamtwirtschaftliche Nachfrage schließen, die diese Einschätzungen/Prognosen stützen.

5.2 Strategie und Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2024 liegen die Schwerpunkte der 4Motions GmbH auf der Weiterentwicklung der Organisation, um die Reaktionsfähigkeit, Flexibilität sowie die Partnerorientierung/

-bindung kontinuierlich zu verbessern, auf der weiteren Digitalisierung der Geschäftsprozesse und auf den Aufbau neuer Partnerschaften bzw. der Gewinnung neuer Projekte. Die operativen Herausforderungen bewegen sich in einem Marktumfeld mit wieder stärker steigendem Wettbewerb (Energie) bzw. einer nach wie vor hohen Wettbewerbsintensität (Telekommunikation).

Bezüglich der EBIT-Ermittlung lassen sich aufgrund der volatilen konjunkturellen Lage nur begrenzt Aussagen und Auswirkungen für das Geschäftsjahr 2024 treffen. Indes zeichnen sich infolge der Wettbewerbsintensität in unseren Schlüssel-Branchen und aufgrund der bestehenden Partnerschaften Chancen in der Vermittlung von Energie- und Telekommunikationsprodukten ab. Die Geschäftsführung rechnet daher mit einem deutlich höheren EBIT im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023.

 

Leipzig, 23. Juli 2024

Die Geschäftsführung

gez. Patrick Hähle

gez. Dr. Lars Wolf

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 421.063,02 905.826,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 298.287,02 769.941,01
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 174.750,00 528.313,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 68.200,00 68.200,00
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 55.337,02 173.428,01
II. Sachanlagen 112.776,00 125.885,20
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.776,00 125.885,20
III. Finanzanlagen 10.000,00 10.000,00
1. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
B. Umlaufvermögen 12.942.932,35 4.516.973,45
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.749.646,75 3.099.773,03
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.086.038,49 1.071.859,46
2. sonstige Vermögensgegenstände 9.663.608,26 2.027.913,57
II. Wertpapiere 3.108,00 3.108,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.190.177,60 1.414.092,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 66.662,69 63.417,55
Aktiva 13.430.658,06 5.486.217,21

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 568.719,07 422.596,60
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 397.596,60 230.680,80
III. Jahresüberschuss 146.122,47 166.915,80
B. Rückstellungen 3.935.683,63 1.923.047,51
C. Verbindlichkeiten 8.671.770,36 2.804.239,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 955.265,39 217.499,41
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.716.504,97 2.586.740,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten 181.600,00 210.625,21
E. Passive latente Steuern 72.885,00 125.708,05
Passiva 13.430.658,06 5.486.217,21

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.833.823,96 7.581.193,48
2. Personalaufwand 5.546.208,81 4.219.195,16
a) Löhne und Gehälter 4.842.985,00 3.635.327,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 703.223,81 583.867,39
davon für Altersversorgung 125,56 4.764,00
3. Abschreibungen 719.730,00 833.759,01
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 719.730,00 833.759,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.249.676,34 2.248.904,72
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 512,00 0,79
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 37.766,00 12.123,64
davon an verbundene Unternehmen 37.765,98 12.049,13
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 132.958,34 101.033,14
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 101.033,14
8. Ergebnis nach Steuern 147.996,47 166.178,60
9. sonstige Steuern 1.874,00 -737,20
10. Jahresüberschuss 146.122,47 166.915,80

Anhang zum 31. Dezember 2023

Registerbericht (§ 264 Abs. 1a HGB)

Name 4Motions GmbH
Sitz Rosa-Luxemburg-Str. 19/21
04103 Leipzig
Handelsregister Amtsgericht Leipzig
Registernummer HRB 26158

I. Allgemeine Grundlagen

Die 4Motions GmbH mit Sitz in Leipzig ist eine Vertriebsgesellschaft mit Spezialisierung auf den Vertrieb von Energieprodukten.

Alleinige Gesellschafterin der 4Motions GmbH ist die eprimo GmbH, Neu-Isenburg.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Berichtsjahr mittelgroß. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eingetreten ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die der Entwicklung zurechenbaren Kosten und die Inanspruchnahme von Diensten. Dazu gehören die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig nach der linearen Methode über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB.

Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes und für die betriebliche Altersversorgung nicht berücksichtigt. Von dem Wahlrecht zur Einbeziehung der nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB genannten Kosten wurde daher kein Gebrauch gemacht. Auch das Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB wird nicht angewendet.

Die planmäßigen linearen Abschreibungen für das Anlagevermögen basieren auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Die Nutzungsdauer für EDV-Software liegt zwischen 1 und 5 Jahren.

Die Nutzungsdauer für Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten liegt zwischen 1 und 3 Jahren.

Die Nutzungsdauer für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände liegt bei 3 Jahren.

Die Nutzungsdauer für PKW liegt bei 3 Jahren.

Die Nutzungsdauer für Betriebsausstattung liegt zwischen 7 und 10 Jahren.

Die Nutzungsdauer für Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 8 Jahren.

Die Nutzungsdauer für Büroeinrichtung liegt zwischen 3 und 10 Jahren.

Die Nutzungsdauer für sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 9 Jahren.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis einschließlich 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert bilanziert.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Passiva

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung geschätzter künftiger Kostensteigerungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank für Dezember des laufenden Geschäftsjahres veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre restlaufzeitadäquat abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden die vor dem Bilanzstichtag erhaltenen Einnahmen abgegrenzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die saldiert ausgewiesen werden. Sofern nach Saldierung ein Überhang der aktiven latenten Steuern besteht, werden diese nicht aktiviert.

Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Stand der jeweiligen Hauptschuld.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Finanzanlagen

In den Finanzanlagen sind TEUR 10 (40% der Anteile) an der weeenergie GmbH, Dresden, enthalten.

Das letzte berichtete Geschäftsjahr der weeenergie GmbH umfasst die Periode vom 01.01. bis 31.12.2022. Die Gesellschaft schloss das Jahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von 102.133,38 € (Vj. 55.896,70 €) und einem Eigenkapital von 240.783,43 € (Vj. 138.650,05 €) ab.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In T € 31.12.23 Davon RLZ<1 Jahr 31.12.22 Davon RLZ<1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.457 5.457 919 919
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.086 2.086 1.072 1.072
davon gegen Gesellschafter 343 343 516 516
Sonstige Vermögensgegenstände 4.207 4.207 1.109 1.109

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Unternehmen aus dem Konzernverbund der E.ON SE.

(3) Eigenkapital

In T € 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 25 25
Gewinnvortrag 398 231
Jahresüberschuss 146 167

(4) Rückstellungen

In T€ 31.12.2023 31.12.2022
Sonstige Rückstellungen 3.936 1.923

In den sonstigen Rückstellungen sind zum Jahresende folgende wesentliche Bestandteile enthalten: Verpflichtungen aus dem Personalbereich T€ 1.055 (Vorjahr T€ 480) und Rückstellungen für Provisionen T€ 2.184 (Vorjahr T€ 856).

(5) Verbindlichkeiten

In T € Gesamt Restlaufzeiten
31.12.2023 < 1 Jahr > 1 J. Davon > 5 J.
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 1.883 1.883 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 955 55 900 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.834 5.834 0 0
davon aus Steuern 4.039 4.039 0 0
In T € Gesamt Restlaufzeiten
31.12.2022 < 1 Jahr > 1 J. Davon > 5 J.
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 1.114 1.114 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 217 17 200 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.473 1.473 0 0
davon aus Steuern 447 447 0 0

(5a) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Im Jahr 2021 wurde eine Kreditline von 2.300.000,00 € von der E.ON SE gewährt, welche im Jahr 2023 mit 900.000,00 € (Vorjahr 200.000,00 €) genutzt wurde.

Für einige Verbindlichkeiten bestehen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs Eigentumsvorbehalte zu Gunsten der Lieferanten.

(6) Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern basiert auf dem bilanzorientierten Konzept, das sich an den Wertunterschieden von Vermögensgegenständen und Schulden, die aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren und zukünftig steuerbe- oder -entlastend wirken, orientiert. Bei der Ermittlung der abzugrenzenden Steuern werden daher auch quasi-permanente Differenzen berücksichtigt. Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz von 30 % abgestellt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Bilanzansatz von passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 73 (i. Vj. TEUR 126). Der Ertrag aus der Veränderung der passiven latenten Steuern ist unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen.

(7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Künftige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen, Dienstleistungsverträgen sowie aus Versicherungen betragen T€ 994 und sind innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

In T € 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Aus Provisionsgeschäften 29.829 17.144
Sonstiges 1.803 2.388

(2) Sonstige betriebliche Erträge

In T € 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Sonstiges 0 11

(3) Materialaufwand

In T € 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.905 12.120

(4) Personalaufwand

In T € 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Löhne und Gehälter 4.843 3.635
Soziale Abgaben 703 579
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 0 5
1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (davon Frauen 20 (i.Vj. 20) 61 54

Die Angabe der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt erfolgt im Mittelwert der Quartalsendstände. Diese zeigen die Anzahl der Beschäftigten ohne Berücksichtigung der Geschäftsführer und Auszubildenden.

(5) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In T € 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten 849 716
Aufwendungen für Raumkosten 136 171
Aufwendungen für Fremdleistungen 53 129
Aufwendungen für KFZ 595 482
Aufwendungen für IT-Dienstleistungen 221 259
Werbe- und Reisekosten 190 180
Forderungsverluste 50 39
Periodenfremde Aufwendungen 47 0
Übrige 155 272
2.296 2.249

(7) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsaufwendungen entfallen T€ 38 an verbundene Unternehmen (Vorjahr T€ 12).

(8) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt zu verwenden: Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

(9) Ausschüttungsgesperrte Beträge (§ 268 Abs. 8 HGB)

In T € 31.12.2023 31.12.2022
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 175 528
Gesperrter Betrag 175 528
Ergebnis lt. GuV 146 167
+ Gewinnvortrag 398 231
= maximal ausschüttbarer Betrag ohne Ausschüttungssperre 544 398
- Gesperrter Betrag 175 528
= Unter Berücksichtigung der Abführungssperre maximal ausschüttbarer Betrag 369 0

V. Sonstige Angaben

(1) Organe

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens von den Geschäftsführern

- Jürgen Rohr, Berlin (Mitglied der Geschäftsführung bis zum 30.06.2024)

- Patrick Hähle, Leipzig

- Dr. Lars Wolf, Iserlohn

geführt.

Dabei hatte Herr Jürgen Rohr im abgelaufenen Geschäftsjahr den Vorsitz inne. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

(2) Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers gem. §285 Nr. 17 HGB beträgt 40 T€ (Vj. 36 T€).

Der Geschäftsführung wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

(3) Angabe zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach Schluss des Geschäftsjahres fanden keine neuen Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage statt.

 

Leipzig, den 23. Juli 2024

gez. Patrick Hähle

gez. Dr. Lars Wolf

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die 4Motions GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der 4Motions GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 4Motions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

1. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

1. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Main, den 23. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hauptmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Bargoti, Wirtschaftsprüfer

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