TIZ Ansbach
GmbH
Ansbach
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS
Für die TIZ Ansbach GmbH (vormals
Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Ansbach mbH (WEG))
bildete das Jahr 2023 das zweiundzwanzigste volle
Geschäftsjahr.
Die Alleingesellschafterin Stadt Ansbach beschloss in
der Sitzung des Stadtrates vom 21.07.2010, den Bereich
Wirtschaftsförderung wieder in die Stadtverwaltung
einzugliedern, den Gesellschaftszweck auf den Betrieb des TIZ
zu reduzieren und die Gesellschaft umzubenennen. Die
entsprechende Änderung des Gesellschaftsvertrages wurde
im Herbst 2010 vollzogen. Zum 01.01.2011 wurde ein
Mitarbeiter der Stadtverwaltung zum Geschäftsführer
bestellt. Damit besteht seit dem Geschäftsjahr 2011 eine
umsatzsteuerliche Organschaft zwischen der Stadt Ansbach und
der TIZ Ansbach GmbH.
Der Aufgabenbereich der Gesellschaft umfasst alle
Fragen, die mit dem Betrieb und der Vermarktung des TIZ,
welches von der Stadt Ansbach an die Gesellschaft vermietet
ist, zusammenhängen.
B. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsverlauf:
Die Geschäftsentwicklung des TIZ verlief auch im
Jahr 2023 zufriedenstellend. Zum Ende des
Geschäftsjahres waren knapp 2.755 m² und damit 56,8
% der Nettonutzfläche im TIZ vermietet.
Zum Vergleich: Ende des Vorjahres waren mit ca. 3.010
m² rd. 62,1 % der Nutzfläche vermietet.
Zum 1. September 2019 hat die Eigentümerin des TIZ
für die bisher als Restaurant genutzten
Räumlichkeiten (ca. 300 m²) Eigenbedarf nach
§ 13 Rahmenmietvertrag angemeldet, um den Bedarf an
Kinderbetreuungsplätzen in der Stadt abzudecken.
Der Stadtrat der Stadt Ansbach hat am 30.11.2021
beschlossen, die sukzessiv vermehrte Nutzung des TIZ als
Verwaltungsgebäude bedarfsorientiert zu
ermöglichen. Bestehende Mietverhältnisse sollen so
lange als eben möglich aufrechterhalten werden.
Kündigungen vor Laufzeitende sind grundsätzlich
nicht vorzunehmen.
Im weiteren Verlauf des Jahres 2022 zogen weitere
Organsationseinheiten der Stadt Ansbach in das TIZ, u.a. der
städtische Pflegestützpunkt, Teile des
Hochbauamtes, die Sachgebiete Kasse und Abgaben, die
Kämmerei samt Referatsleitung. Im Jahr 2023 zogen die
Sachgebiete Sportverwaltung sowie das Liegenschaftsamt in das
TIZ. Dahingegen zog der städtische Pflegestützpunkt
wieder aus. Die Stadt Ansbach nutzte zum 31.12.2023 damit ca.
1.580 m² der Nettonutzfläche im TIZ. Ein weiterer
Eigenbedarf wurde seitens der Stadt Ansbach für einen
zusätzlichen Kindergarten mit ca. 380 qm angemeldet, die
Inbetriebnahme erfolgte im September 2024.
Aufgrund des längerfristigen Ausfalls des
bisherigen Geschäftsführers, hat der Gesellschafter
zum 22.11.2023 einen weiteren städtischen Mitarbeiter
der Stadtverwaltung zum alleinvertretungsberechtigten
Geschäftsführer bestellt.
Ertragslage:
Die Umsatzerlöse (Mieteinnahmen nebst
weiterverrechneten Nebenkosten sowie die mit der Stadt
Ansbach vereinbarte Dienstleistungsvergütung sowie
Betriebskostenabrechnungen), stiegen von 570,3 T€ im
Vorjahr auf 605,8 T€. Geschuldet ist dies vor allem
erhöhten Betriebskostenabrechnungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von
1.505,19 € im Vorjahr auf 14.314,09 € an.
Unter der Position Materialaufwand ist die von der TIZ
GmbH an die Stadt Ansbach zu zahlende Miete enthalten. Sie
bestimmt sich nach den vereinnahmten Netto-Mieteinnahmen.
Aufgrund der erhöhten Eigennutzung sanken die
Mieteinnahmen, wodurch sich folglich die zu zahlende Miete
von 285,4 T€ im Vorjahr auf 281,6 T€ reduzierte.
Bedingt durch einen Personalwechsel hat sich der
Personalaufwand auf 98,8 T€ (Vorjahr: 79,6 T€)
leicht erhöht, da zwischenzeitlich alle Stellen besetzt
gewesen sind.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Raumkosten,
Betriebskosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten) haben
sich aufgrund gestiegener Bewirtschaftungskosten von 191
T€ im Vorjahr auf 238 T€ erhöht.
Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von
2.529,09 T€ erzielt (Vorjahr: -Überschuss
i.H.v.11.785,73 €).
Vermögens- und Finanzlage:
Die Bilanzsumme ist von 123,0 T€ im Vorjahr
auf 207,7 T€ deutlich gestiegen.
Ursächlich hierfür sind Abrechnungseffekte
(Betriebskostenabrechnungen).
Auf der Aktivseite erhöhten sich die Bankguthaben
im Umlaufvermögen gegenüber dem Vorjahr um rd. 88
T€.
Auf der Passivseite erhöhten sich die
Verbindlichkeiten verglichen mit dem Vorjahr um rund 88
T€.
Bedingt durch den Jahresfehlbetrag sinkt das
Eigenkapital von 29,7 T€ auf 27,1 T€. Die
Eigenkapitalquote beträgt 13 % (Vorjahr 24 %).
Die Investitionen waren im Geschäftsjahr von
untergeordneter Bedeutung.
Die Liquidität der Gesellschaft wird durch die mit
der Stadt Ansbach vereinbarte Dienstleistungsvergütung,
die bei Bedarf angepasst wird, sichergestellt.
C. RISIKOBERICHT
Für die Gesellschaft besteht ein Ertragsrisiko in
Bezug auf einen etwaigen Ausfall von Mietforderungen.
Risikobegrenzend wirken vor Abschluss eines Mietvertrages
durchgeführte Bonitätsprüfungen sowie der
kontinuierliche Kontakt zu den Mietern, der Branchenmix im
Haus sowie Strategien zu einer eventuellen Drittverwendung
der ausgebauten Flächen. Technische Risiken im TIZ
werden durch eine gewissenhafte Gebäudeverwaltung in
Zusammenarbeit mit Hochbauamt der Stadt Ansbach und die
Einschaltung externer Dienstleister minimiert.
D.
CHANCEN- UND
PROGNOSEBERICHT
Alle nicht durch den Gesellschafter genutzten
Büro- und Gewerbeflächen sind derzeit vermietet.
Unter der Voraussetzung, dass die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen gleichbleibend sind, wird sich die
Auslastung des TIZ auf dem Niveau der vergangenen Jahre
bewegen. Somit kann das TIZ - aus Sicht des Gesellschafters -
auch zukünftig ein ausgeglichenes Jahresergebnis
erzielen.
Ansbach, den 14. Oktober
2024
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.598,00 |
5.657,00 |
| I.
Sachanlagen |
2.598,00 |
5.657,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
205.092,57 |
117.302,31 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
18.481,32 |
17.872,99 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
186.611,25 |
99.429,32 |
| Aktiva |
207.690,57 |
122.959,31 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
27.146,90 |
29.675,99 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
50.000,00 |
50.000,00 |
| II.
Verlustvortrag |
20.324,01 |
32.109,74 |
| III.
Jahresfehlbetrag |
2.529,09 |
-11.785,73 |
| B.
Rückstellungen |
24.370,00 |
25.110,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
156.173,67 |
68.173,32 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
156.173,67 |
68.173,32 |
| davon
gegenüber Gesellschaftern |
95.882,68 |
45.801,13 |
| Passiva |
207.690,57 |
122.959,31 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft firmiert unter: TIZ Ansbach GmbH. Sie
hat ihren Sitz in Ansbach und ist unter HRB 3435 beim
Registergericht Ansbach eingetragen.
Gemäß § 267a HGB ist die Gesellschaft
eine Kleinstkapitalgesellschaft. Nach Art. 94 Abs. 1 Nr. 2
der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern sowie auf
Grund gesellschaftsvertraglicher Bestimmungen wurde der
Jahresabschluss nach den für große
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften über die Rechnungslegung sowie den
ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.
II. Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Erworbene
immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und um die
planmäßigen Abschreibungen vermindert.
Das
Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten gemäß § 255
Absatz 1 und 2 HGB aktiviert.
Die beweglichen Gegenstände des
Sachanlagevermögens wurden unter Zugrundelegung der
entsprechenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear
abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter des
Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen
Euro 250,00 und Euro 800,00 wurden sofort in voller
Höhe abgeschrieben.
Die Entwicklung des Anlagevermögens kann
beigefügtem Anlagespiegel entnommen werden.
Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände wurden mit
ihrem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt.
Der
Kassenbestand und die
Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert
bewertet.
Das
Stammkapital ist zum Nennbetrag bewertet.
Die
sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres
Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, angesetzt.
Die
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Sämtliche
Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenstände haben eine
Laufzeit von unter einem Jahr.
Forderungen, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich
entstehen, sind in Höhe von TEuro 0 (Vj. TEuro 1)
enthalten.
Die
sonstigen Rückstellungen (TEuro 24, Vj. TEuro 25)
umfassen Verpflichtungen aus der Gewährung von Urlaub
und Überstunden, Kosten für die Aufbewahrung von
Geschäftsunterlagen und für die Erstellung,
Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses
des Berichtsjahres.
Die Restlaufzeit der
Verbindlichkeiten beträgt:
Art der
Verbindlichkeit
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
zum
31.12.2023
kleiner 1 J.
1 bis 5 J.
größer 5 J.
TEuro TEuro TEuro TEuro
| aus Lieferungen und
Leistungen 108,2 (52,0) |
108,2 |
(52,0) |
0,0 |
(0,0) |
0,0 |
(0,0) |
|
|
| sonstige
Verbindlichkeiten |
48,0 |
(16,1) |
48,0 |
(16,1) |
0,0 |
(0,0) |
0,0 |
(0,0) |
| Summe |
156,2 |
(68,1) |
156,2 |
(68,1) |
0,0 |
(0,0) |
0,0 |
(0,0) |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sind solche gegenüber der Gesellschafterin in
Höhe von TEuro 96 (Vj. TEuro 46) enthalten.
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und
sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die
Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen
nicht. Die Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen
sind i.d.R. alle kurzfristig kündbar.
Der Vertrag zwischen der Stadt Ansbach und der TIZ
Ansbach GmbH hinsichtlich der Anmietung der Gewerberäume
im Technologie- und Innovationszentrum (TIZ) ist als
Rahmenvertrag mit einer festen Mietdauer von zehn Jahren ab
dem 1. September 2003 ausgestattet. Das
Vertragsverhältnis verlängert sich um jeweils
fünf Jahre, wenn es nicht von einer Vertragspartei mit
einer Frist von 12 Monaten vor Ende des
Verlängerungszeitraumes gekündigt wird.
Unmittelbare Verpflichtungen für die Gesellschaft
gegenüber der Gesellschafterin entstehen erst mit
Abschluss eines Untermietvertrages zwischen der Gesellschaft
und einem Untermieter.
IV. Sonstige Angaben
Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich
drei
Angestellte, alle in Teilzeit.
Zum
Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr
bestellt:
Herr Gerhard Zobel, Beamter der Stadt Ansbach und
Herr Christian Jakobs, Angestellter der Stadt Ansbach.
Die Angabe der
Gesamtbezüge für die Mitglieder des
Geschäftsführungsorgans unterbleibt mit Hinweis auf
§ 286 Abs. 4 HGB.
Das
Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEuro 6
(Vj. TEuro 6) und entfällt nur auf
Abschlussprüfungsleistungen.
V. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem
Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der
Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz
berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.
Ansbach, den 14. Oktober
2024
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Christian Jakobs
Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.11.2024
festgestellt. |