HBT Beta GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Christoph Dominik Dr. Gattineau seit 3.9.2024 | Prokura |
Valentin Maria Bohländer seit 3.9.2024 | Prokura |
Marc Dr. Sonnleitner seit 17.6.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 16.28% | |
| 8.30% | |
| 7.98% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FINVIA Capital GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023FINVIA Capital GmbH, Frankfurt am MainAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023FINVIA Capital GmbH, Frankfurt am Main
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss der FINVIA Capital GmbH ("Gesellschaft") mit Sitz in Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 119418, wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches ("HGB") für große Kapitalgesellschaften aufgestellt gemäß § 340 a Abs. 1 i.V.m. § 264 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute ("RechKredV") gemäß § 340 a Abs. 2 Satz 2 HGB. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewandt. Im Einzelnen sind dies folgende Grundsätze und Methoden: Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die immateriellen Anlagewerte (Software) und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände generell linear unter Beachtung der steuerlichen relevanten Vorschriften vorgenommen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Es bestehen Verbindlichkeiten in fremder Währung, die zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet werden. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung werden erfolgswirksam erfasst und als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen die nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 100.000,00 € und ist in voller Höhe eingezahlt. Abweichungen zwischen der Handels- und Steuerbilanz bestehen in Höhe von 2.200,00 € (Aktivüberhang). In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird auf den Ansatz latenter Steuern verzichtet. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Die Restlaufzeiten der Forderungen gegen Kunden betragen jeweils weniger als drei Monate. Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens werden in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Sachanlagen beinhalten die Betriebs- und Geschäftsausstattung (6.687,00 €). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 774.871,91 € setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 757.172,53 € und aus Körperschaftsteuerüberzahlungen in Höhe von 2.202,84 € zusammen. Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als drei Monaten. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1.010.374,33 €), davon 402.509,78 € gegenüber verbundenen Unternehmen sowie 596.739,31 € gegenüber Gesellschaftern, die Lohnsteuer (13.939,32 €) und übrige (549,00 €). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Pfandrechte oder ähnliche Rechte bestehen nicht. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen übliche Verpflichtungen des operativen Geschäftsbetriebs und setzen sich wie folgt zusammen:
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 908.141,75 € (Vorjahr: 527.571,07 €). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 100.000,00 € (Vorjahr: 100.000,00 €), Kapitalrücklagen in Höhe von 1.177.000,00 € (Vorjahr: 577.000,00 €) und dem Bilanzverlust in Höhe von 368.858,25 € (Vorjahr: 149.428,93 €) zusammen. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge betreffen ausschließlich gegenüber Dritten erbrachte Dienstleistungen in Höhe von rd. 1.610 T€ für die Vermögensverwaltung, in Höhe von rd. 118 T€ für die Anlagevermittlung und in Höhe von rd. 359 T€ für die Anlageberatung. Der Provisionsaufwand im Geschäftsjahr 2023 setzt sich ausschließlich aus Provisionsaufwendungen für Anlagevermittlungsleistungen in Höhe von 227.397,77 € zusammen. Davon sind 121.253,54 € periodenfremde Provisionsaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem Vergütungen für Beratungsleistungen (180 T€) und Kostenweiterbelastungen (132 T€). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 1.966,43 € enthalten. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 2.400 T€ sind um 497 T€ im Vergleich zum Vorjahr (1.903 T€) gestiegen. Davon ist der Anstieg des Personalaufwandes von 613 T€ um 122 T€ auf 735 T€ Folge der unterjährigen Einstellung eines Investment Analysten zum 01.04.2022 und eines Portfolio Managers zum 01.09.2022. Die Erhöhung der anderen Verwaltungsaufwendungen von 1.290 T€ um 375 T€ auf 1.665 T€ beruht im Wesentlichen auf den von 630 T€ um 514 T€ auf 1.144 T€ erhöhten Kosten für Fremdarbeiten. Hierfür verantwortlich ist die von 311 T€ um 286 T€ auf 597 T€ gestiegenen Konzernumlage für Konzerndienstleistungen der FINVIA Holding GmbH, die sich insbesondere aus der erstmaligen Zuordnung von 50% der Personalkosten für das bei der FINVIA Holding GmbH analytisch tätige Investment-Team ergeben. Außerdem fiel die von 294 T€ um 214 T€ auf 508 T€ angewachsene Vergütung der FINVIA GRANT THORNTON Vermögenscontrolling GmbH für Reporting- und Controlling-Leistungen zusätzlich in Bezug auf Beteiligungen an Investmentvermögen an, die von der FINVIA Capital in 2023 als externe Fonds-Portfolio Manager verwaltet wurden. Dagegen sind die Rechts- und Beratungskosten von 282 T€ um 60 T€ auf 132 T€ und die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 10 T€ um 8 T€ auf 2 T€ gefallen. Die Rechts- und Beratungskosten betreffen Fremdleistungen in Form des Einkaufs von rechtlichen Due Diligence-Leistungen für Kunden. In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind keine Schadenersatzleistungen (Vj. 80 T€) enthalten. Die weiteren Kostenbestandteile der anderen Verwaltungsaufwendungen sind nahezu gleichgeblieben. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse: Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestanden nicht. Abschlussprüferhonorar: Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf rd. 63.875,00 € und betrifft mit 42.875,00 € Abschlussprüfungsleistungen, davon periodenfremd 11.375,00 €, sowie mit 21.000,00 € andere Bestätigungsleistungen. Mitarbeiter: Im Jahresdurchschnitt wurden fünf Mitarbeiter (Angestellte) beschäftigt. Geschäftsführung: Marc Sonnleitner, Bankkaufmann, Mainz. Aufgrund der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB werden keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung gemacht. Nachtragsbericht: Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten. Konzernzugehörigkeit: Die Gesellschaft ist als Tochterunternehmen der FINVIA Holding GmbH, Frankfurt am Main, in den Konzernabschluss zum 31.12.2023 einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Muttergesellschaft erhältlich. Gewinn-/Verlustverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 219.429,32 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, den 31.10.2024 Marc Sonnleitner, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2023FINVIA Capital GmbH, Frankfurt am Main
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der FINVIA Capital GmbH, FrankfurtA. Grundlage des Unternehmens Die FINVIA Capital GmbH ("Gesellschaft") ist ein Wertpapierinstitut, das sich als unabhängiger Vermögensverwalter auf die individuelle Finanzportfolioverwaltung ("Vermögensverwaltung") und die Anlagevermittlung von sowie die Anlageberatung in Investmentvermögen konzentriert. Die Gesellschaft ist Teil der FINVIA-Gruppe. Ihr Geschäftsmodell ist auf die traditionelle fondsbasierte Vermögensverwaltung sowie die Anlagevermittlung von und die Anlageberatung in Alternative Investmentfonds in Kombination mit digitalen Prozessen und Zugängen ausgerichtet. Als vertraglich gebundene Vermittlerin ist die FINVIA Family Office GmbH für die Gesellschaft tätig, indem sie bei der Anlagevermittlung von und der Anlageberatung in Finanzinstrumenten ausschließlich im Namen, für Rechnung und unter der Haftung der Gesellschaft mitwirkt. Der moderne und individuelle Geschäftsansatz soll auch zukünftig deutlich ausgebaut werden. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war geprägt durch Rahmenbedingungen, die man bereits in Vergessenheit wähnte und die jüngeren Generationen noch unbekannt sind: Inflation, politisches Blockdenken und geopolitische Spannungen. Neben dem andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine belastete neben den zahlreichen Krisenherden der Welt eine Eskalation im Nahen Osten das geopolitische Umfeld. Das Jahr war aber auch durch Innovationen und neue Entwicklungen geprägt, die an die Corona Zeit anknüpfen, in der wissenschaftliche Erkenntnisse eine Lösung bzw. einen Weg aus der Pandemie aufgezeigt haben. Die Neuerungen in 2023 waren geprägt durch Entwicklungen aus dem Tech-Sektor, insbesondere durch den Einsatz der Künstlichen Intelligenz ("KI"). Die Bilanz des Börsenjahres 2023 fiel deutlich besser aus, als es zu Beginn des Jahres 2023 und unter der Einwirkung der globalen Spannungen zu erwarten war. Die Zentralbanken führten ihren Kampf gegen die zu hohen Inflationsraten entschlossen fort. Die Leitzinsen erreichten Niveaus, die höher ausfielen als angenommen. Die EZB beendete ihren Zinserhöhungskurs im September mit einem Einlagensatz von 4,0% und einem Hauptrefinanzierungssatz von 4,5%. 1 Bei der FED markierte die Zielzins-Spanne von 5,25-5,50% ihren Höhepunkt. 2 Gerade zu Beginn des Jahres waren die Sorgen groß, dass die Weltwirtschaft diesen Schock über das gestiegene Zinsniveau und das Ausmaß der Steigerungen nicht standhalten könnte. Die Anleger hatten zudem Nachrichten zu verdauen, die diese Sorge noch verstärkten. Nachdem die Pleite mehrerer US-Banken im ersten Quartal zu heftigen Turbulenzen führte, strahlte die Entwicklung bis in den Schweizer Bankenmarkt aus. Die Gewinner des vergangenen Jahres 2023 waren die Aktienmärkte. Von hohen Erwartungen auf Zinssenkungen geprägt, holten die Märkte einen Teil der Verluste aus dem Vorjahr wieder auf. Der globale Index MSCI All Country World Index (inklusive Schwellenländer) konnte +18,1% hinzugewinnen 3. Bemerkenswert ist, dass der Anstieg der Aktienmärkte unmittelbar an die Erwartungen der Marktteilnehmer gekoppelt war, dass die Zinsen gesenkt werden. Der Anstieg der Aktienmärkte vollzog sich erst in den beiden letzten Monaten November und Dezember. Ohne diesen Rückenwind wäre das Aktienjahr 2023 eher mittelprächtig ausgefallen. Regional war die Entwicklung auch sehr heterogen. Nordamerika führte die Regionen der Gewinner deutlich an und profitierte von der Konzentration großer Tech-Unternehmen. Am Ende der regionalen Rangliste steht die Region Asien ex. Japan und die Schwellenländer, wobei alle Regionen mit einem positiven Ergebnis abschließen konnten. Die Entwicklung der Schwellenländer ist insbesondere durch die Belastungsfaktoren in China geprägt. Auf Ebene der Sektoren konnten insbesondere der IT- und Kommunikationssektor von den Phantasien und Erwartungen an Kl profitieren. Defensive Sektoren hingegen, wie etwa Pharma oder Basiskonsumgüter wurden vom Markt abgestraft und standen nicht auf der Käuferliste der Aktienmärkte 4.
1 EZB Geldpolitische Beschlüsse 2023
Bei den Rohstoffen war die Entwicklung auch sehr heterogen. Gold konnte vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen wieder ein sehr ordentliches Ergebnis abliefern und rund 10% hinzugewinnen 5. Der Ölpreis büßte hingegen unter der Sorge der konjunkturellen Entwicklung deutlich ein. Trotz eines herausfordernden makroökonomischen Umfeldes konnte Private Equity 2023 wieder eine positive Performance von 6,3% erzielen. Im Vorjahr lag die Performance noch bei -1,7%. Buyout Fonds konnten mit 7,9% (Vorjahr: -0,5%) eine starke Performance erzielen. Growth Fonds erzielten 7,4% (Vorjahr: -6,7%). Dies geht einher mit einer leichten Stabilisierung des M&A und IPO-Marktes. Venture Capital Fonds erzielten -4,7% (Vorjahr: -20,1%) 6. Bewertungsmultiplikatoren für Private Equity Transaktionen sahen 2023 eine Korrektur. In Europa sanken die median Buyout EBITDA Multiplikatoren auf 10,2x von 12,3x im Vorjahr. In Nordamerika sanken die Multiplikatoren auf 12,3x von 13,4x im Vorjahr. Dies indiziert ein attraktiveres Investmentumfeld im kommenden Jahr. Gleichzeitig blieben Ausschüttungen der Private Equity Fonds auf historisch niedrigem Level. Weiterhin waren 2023 eine historische Höchstzahl an Fondsmanagern im Fundraising. Während das Fundraising Volumen stabil blieb, nahm die Anzahl an geschlossenen Fonds deutlich ab. Dies zeugt von einer vermehrten Konzentration auf Mid-to-Large Cap Fonds 7. Wir gehen weiterhin von einer steigenden Nachfrage für Private Equity Investments für die Kunden der FINVIA Gruppe aus. #In einem herausfordernden Marktumfeld haben die Immobilienmärkte weltweit 2023 einen deutlichen Rückgang des Transaktionsvolumen hinnehmen müssen. Nach den ersten drei Quartalen lag das Gesamttransaktionsvolumen laut Jones Lang Lasalle ("JLL") bei 423 Milliarden US-Dollar-2022 hatte der Markt zum gleichen Zeitpunkt noch einen Umsatz von 851 Milliarden US-Dollar verbucht. Das entspricht einem Rückgang von rund 50 %. Es ist der niedrigste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Unterdessen spürten auch die Bürovermietungsmärkte die nachlassende Konjunktur, was sich in einem niedrigeren Flächenumsatz und in steigenden Leerstandsquoten widerspiegelte. Den stärksten Rückgang des Transaktionsvolumens verbuchte die Region Amerika mit einem Minus von 55 %. Der Immobilienmarkt in Deutschland verzeichnete ein Minus von 52 % gegenüber dem Vorjahr. Somit schließt 2023 als das schlechteste Investmentjahr seit 2011. Hinzu kommt die Insolvenz der Signa-Gruppe, welche weiterhin für viel Unruhe bei Investoren und Kreditgebern sorgt. Das weltweit schwache Wirtschaftswachstum, die hohe Inflation und die steigenden Zinsen haben den Immobiliensektor 2023 stark negativ beeinflusst. Dennoch erwartet der Markt, dass die Phase der Zinserhöhungen nicht nur vorbei ist, sondern dass mit Zinssenkungen gerechnet werden kann. Angesichts der vielen Herausforderungen von Zinsniveau bis hin zu geopolitischen Konflikten und dem globalen Wahljahr 2024 bleibt aber abzuwarten, ob es eine langsame Erholung wird oder ob sich genug Dynamik für einen schnellen Aufschwung entwickeln kann. Immobilien bleiben ein wesentlicher Bestandteil eines ausgewogenen Anlageportfolios und ein wiedererlangtes Interesse zeigen Mittelzuflüsse internationaler Fonds- und Investmentgesellschaften. 8 2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat ihr Geschäftsmodell im Jahr 2023 weiter ausgebaut und gefestigt. Die Anzahl der Beschäftigten wurde mit fünf Personen stabil gehalten. Die Aktivitäten im Rahmen der Anlageberatung und der Anlagevermittlung konnten durch die Einbindung der Kundenberater und Kundenberaterinnen der FINVIA Family Office GmbH als ihre vertraglich gebundene Vermittlerin deutlich gesteigert werden.
4 nach eigenen Berechnungen
Die Professionalisierung des Geschäftsmodells basiert unter anderem auch in der Umsetzung einer modernen IT-Infrastruktur. Die neuen Systeme sowie die IT-gestützten Arbeits- und Kontrollabläufe werden immer weiter an die Anforderungen der Mandanten angepasst. Aufgrund der vorgenannten Belastungen konnte das Jahresergebnis nur mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 219 T€ bei einem Verlustvortrag von 149 T€ und einem Bilanzverlust von 369 T€ abgeschlossen werden. Die Rückkehr der Volatilität an die Märkte - positive Entwicklung an den Indizes, jedoch mit erheblichen Schwankungen und regionalen Unterschieden - hat die Nachfrage nach einer erfahrenen und unabhängigen Beratung gestärkt. Hiervon konnte auch die Gesellschaft profitieren. Zudem ist eine zunehmende Professionalisierung der Investoren zu verzeichnen, die den Zugang zu exklusiven Managern in Private Equity suchen. Vor diesem Hintergrund hat sich die Fokussierung auf transparentes und an institutionellen Maßstäben ausgerichtetes Produktangebot bestätigt und die Mandatsstruktur konnte in diesem Segment deutlich ausgebaut werden. 3. Lage I. Ertragslage
Die Gesellschaft erwirtschaftete eine um 25,0% höhere Gesamtleistung als im Vorjahr, welche sich aus stark erhöhten Provisionserträgen i.H.v. T€ 2.087 (Vj T€ 1.582) durch die Zunahme an betreuten Mandanten im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung i.H.v. T€ 1.610 (Vj T€ 1.412), aus Anlageberatung i.H.v. T€ 359 (Vj T€ 0) sowie Anlagenvermittlung i.H.v. T€ 118 (Vj T€ 170) ergibt, wobei Provisionsaufwendungen für Anlagevermittlung durch die FINVIA Family Office GmbH als vertraglich gebundene Vermittlerin i.H.v. T€ 227 (davon T€ 121 periodenfremd) (Vj T€ 0) geleistet wurden. Im Berichtsjahr wurden sonstige betriebliche Erträge i.H.v. T€ 323 (Vj T€ 164) vor allem aus selbst erbrachten Due Diligence-Leistungen i.H.v. T€ 180 (Vj T€ 90) und aus eingekauften rechtlichen Fremd-Due Diligence-Leistungen i.H.v. T€ 132 (Vj T€ 64) erzielt. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 2.400 sind um T€ 497 im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.903 gestiegen. Davon ist der Anstieg des Personalaufwandes von T€ 613 um T€ 122 auf T€ 735 Folge der unterjährigen Einstellung eines Investment Analysten zum 01.04.2022 und eines Portfolio Managers zum 01.09.2022. Die Erhöhung der anderen Verwaltungsaufwendungen von T€ 1.290 um T€ 375 auf T€ 1.665 beruht im Wesentlichen auf den von T€ 630 um T€ 514 auf T€ 1.144 erhöhten Kosten für Fremdarbeiten. Hierfür verantwortlich ist die von T€ 311 um T€ 286 auf T€ 597 gestiegene Konzernumlage für Konzerndienstleistungen der FINVIA Holding GmbH, die sich insbesondere aus der erstmaligen Zuordnung von 50% der Personalkosten für das bei der FINVIA Holding GmbH analytisch tätige Investment-Team ergeben. Außerdem fielen zugunsten der FINVIA GRANT THORNTON neben den allgemeinen Vergütungen für das Vermögensreporting von T€ 288 (Vj T€ 294) zusätzlich Vermögensreporting-Vergütungen für Investmentvermögen von T€ 220 an. Dagegen sind die Rechts- und Beratungskosten von T€ 282 um T€ 60 auf T€ 132 und die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 10 um T€ 8 auf T€ 2 gefallen. Die Rechts- und Beratungskosten betreffen Fremdleistungen in Form des Einkaufs von rechtlichen Due Diligence-Leistungen für Kunden. In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind keine Schadenersatzleistungen (Vj T€ 80) enthalten. Die weiteren Kostenbestandteile der anderen Verwaltungsaufwendungen sind nahezu gleich geblieben. Das Umsatzwachstum steht im Einklang mit dem Kundenwachstumstrend der FINVIA Gruppe sowie der zunehmenden Nachfrage nach Dienstleistungen der Gesellschaft. Das Betriebsergebnis ist mit T€ -219 negativ. Die Gesellschaft erzielt abzüglich der Steueraufwendungen von T€ -0 einen Jahresfehlbetrag von T€ -219. II. Finanzlage Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Das EBITDA aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr T€ -217. Die Eigenkapitalausstattung von T€ 908 ist mit 45,0% der Bilanzsumme ausreichend. III. Vermögenslage
Die Bankguthaben (Forderungen an Kreditinstitute) sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 62 um T€ 175 auf T€ 237 gestiegen. Die Forderungen gegenüber Kunden sind durch das Kundenwachstum von T€ 801 um T€ 197 auf T€ 998 gestiegen. Das Anlagevermögen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) ist im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang von T€ 9 um T€ 2 auf T€ 7 ebenso wie der Rechnungsabgrenzungsposten von T€ 2 (Vj T€ 2) nahezu unverändert. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von T€ 222 um T€ 553 auf T€ 775 erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 757 (Vj T€ 212). Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 908 (Vj T€ 527). Die Eigenkapitalquote liegt bei 45,0% (Vj. 48,1%) und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche. Die Rückstellungen sind im Berichtsjahr von T€ 136 um T€ 51 auf T€ 85 gesunken und betreffen im Wesentlichen übliche Verpflichtungen des operativen Geschäftsbetriebs. Es wurde eine um T€ 18 höhere Rückstellung für Prüfungs- und Abschlusskosten gebildet. Zudem wurden um T€ 2 die Rückstellungen für Ansprüche der Mitarbeiter für noch nicht genommenen Urlaub erhöht. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden um T€ 71 im Vorjahr verbraucht, während die übrigen Rückstellungen nahezu unverändert blieben. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von T€ 433 um T€ 592 auf T€ 1.025. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr analog der Geschäftsvolumenentwicklung erhöht. Es besteht im Berichtsjahr eine Verbindlichkeit von T€ 403 gegenüber zwei verbundenen Unternehmen und T€ 597 gegenüber der Gesellschafterin. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine unter den Planansätzen liegende Entwicklung genommen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Kundenwachstum (Vertragsvolumen und Provisionserträge), Kunden und Umsatz pro Mitarbeiter sowie Gesamtkosten heran. Darüber hinaus werden regelmäßig nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie z.B. Interviews zur Kundenzufriedenheit ermittelt. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Gesellschaft agiert in der FINVIA Gruppe und erlangt hierdurch eine größere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Diese positive Dynamik soll auch im Jahr 2024 weiter genutzt werden, um Zugang zu den relevanten Kundengruppen zu generieren. Es ist vorgesehen, mit dem bestehenden Personal die Komplexität der angebotenen Vermögensverwaltung zu reduzieren und dadurch die Stabilität des Geschäftes sicherzustellen. Für das Jahr 2024 wird eine deutlich höhere Volatilität an den Kapitalmärkten erwartet. Volatilität wird jedoch nicht nur als Risiko verstanden, sondern bietet auch die Chancen für günstige Einstiegschancen. Eine dauerhafte Schwächung oder gar Krise an den Kapitalmärkten wird hingegen nicht erwartet. Trotz des erwarteten weiterhin schwierigen Marktumfeldes sehen wir Beteiligungen in Private Equity AIF unverändert positiv. Wir gehen von einer steigenden Nachfrage für Private Equity Anlagen für die Kunden der FINVIA Gruppe aus und sehen uns mit unserem Dienstleistungs- und Produktangebot gut positioniert. Da viele Marktteilnehmer mit anhaltend sinkenden Immobilienpreisen rechnen, erwarten wir auch im 1. Halbjahr 2024 keinen enormen Anstieg des Investitionsvolumens in den Immobilienmärkten. Wir gehen bei anhaltender Wohnungsknappheit, den Energiethemen im Bestand und weitersteigenden Mieten mittelfristig von wachsenden Immobilienpreisen aus. Die Bauzinsen sind nach jüngsten Zinsentscheiden zunächst nur noch geringfügig gestiegen. Kurzfristig kann es deshalb auch seitwärts oder sogar abwärts gehen. Auf Sicht von einigen Monaten könnten die Bauzinsen noch etwas steigen. Wir gehen davon aus, dass die hohe Verschuldung von privaten Haushalten, Unternehmen und insbesondere dem Staat allerdings einen deutlichen Zinsanstieg verhindern wird. Der steigende Flächenbedarf je Einwohner und die steigende Anzahl der Haushalte hat zur Folge, dass das Wohnungsangebot die Nachfrage bei weitem nicht decken kann. Die grundsätzlich langsame Zunahme der Bautätigkeit bei stärker steigender Nachfrage führt zu einem weiter zunehmenden Angebotsmangel auf dem Wohnimmobilienmarkt, mit dem deutliche Kauf- und Mietpreissteigerungen einhergehen können. Vor diesen Annahmen halten wir in Zukunft eine größere Bedeutung für den Markt für Projektentwicklungen im Wohnsegment für möglich. Um dem Anstieg der Mietnebenkosten entgegenzuwirken, schließen viele Bestandshalter langfristige Rahmenverträge mit Preisbindungen für den Allgemeinstrom und die Gasversorgung ihrer Objekte ab und informieren ihre Mieter über energiesparendes Heizverhalten. Energetische Modernisierungen im Bestand sind wichtiger denn je, um zusätzliche Effizienz zu schaffen und nachhaltig die Verbräuche in den Liegenschaften zu senken. Im Hinblick auf das Jahr 2024 dürften die Immobilienpreisanpassungen attraktive Anlagemöglichkeiten bieten. Darauf werden wir bei unserer Produktauswahl achten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir ein volatiles Umfeld und unter Berücksichtigung der eingeleiteten Kostenreduzierungsmaßnahmen für 2024 ein leicht positives Jahresergebnis. 2. Risikobericht Die Geschäftsführung verantwortet das Risikomanagement der Gesellschaft. Hierzu ist die Risiko- Controlling-Funktion eingerichtet. Ausgestaltung, Aufgaben und Befugnisse der Risiko-Controlling- Funktion richten sich nach den Festlegungen im Organisationshandbuch der Gesellschaft. Im Rahmen einer Risikoinventur wurden die (potenziell) bestehenden Risiken identifiziert, analysiert und bewertet. Sie erachtet auf der Grundlage der durchgeführten Risikoinventur die bestehenden Risiken als gering. Sie hält das Risikomanagementsystem der Gesellschaft für angemessen und wirksam organisiert. Eine angemessene personelle und technische Ausstattung ist vorhanden. Im Organisationshandbuch sind die Geschäftsstrategie und die daraus abgeleitete Risikostrategie der Gesellschaft dokumentiert. Die Überwachung, ob sie den Unternehmenszielen entsprechen und der Zielerreichung dienen, ist eine permanente Aufgabe der Geschäftsführung, die durch ständige Reflektion wahrgenommen wird. Im laufenden Geschäftsprozess erfolgt eine ständige Anpassung an betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten. Die Gesellschaft kennt folgende Risikoarten: Marktpreis-, Adressausfall-, Liquiditäts-, Ertrags- und Reputationsrisiken sowie operative und strategische Risiken. Solange sie ihr Gesellschaftsvermögen nicht in Vermögenswerte - insbesondere nicht in Finanzinstrumente - anlegt, gibt es keine Marktpreisrisiken. Während die Adressausfallrisiken und die Reputationsrisiken sich bislang nur unwesentlich zeigen, können sich die Liquiditäts- und Ertragsrisiken sowie die operativen und strategischen Risiken der Gesellschaft in einem für die Gesellschaft wesentlichen Umfang entfalten. Ein Teil des bestehenden Risikodeckungspotenzials wird zur Risikoabsicherung und Risikosteuerung folgender Risikolimite verwendet:
Die Nachhaltigkeitsrisiken stellen eine die Risikoarten übergreifende Risikogruppe dar und sind jeweils im Lichte der jeweiligen Risikoart zu behandeln. Sie sind im Risikolimit der jeweiligen Risikoart enthalten. Die unverändert wesentlichen Risiken unseres Geschäfts liegen in eventuellen negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten und dem Verlust wesentlicher Kunden, sofern diese die Depotvolumina und Provisionserträge erheblich beeinträchtigen würden. Diesen Risiken begegnen wir vor allem durch eine weit über das erforderliche Maß hinausgehende Eigenkapitalausstattung und eine breitere Mandantenstruktur, die sich nicht auf einzelne große Mandanten fokussiert. Auch in unseren Stresstestszenarien im Rahmen unserer Kapitalbedarfsplanung sind wir mit ausreichend Eigenmitteln ausgestattet, um die Gesellschaft in den nächsten Jahren fortführen und die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach ausreichenden Eigenmitteln einhalten zu können. Mit Entfaltung von Vertriebstätigkeiten über die FINVIA Plattform bleibt die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft weiterhin wenig komplex und deren Risikogehalt vergleichsweise gering. Mit dem Verzicht auf die Anlage von Eigenmitteln in Finanzinstrumente bestehen auch in Zukunft keine Marktpreisrisiken. Zudem sind derzeit weder nennenswerte Adressausfall- noch Reputationsrisiken zu erkennen. Um die Verwirklichung von operationellen Risiken zu vermeiden, werden die Arbeitsabläufe zunehmend IT-unterstützt gestaltet. Die Ertragsrisiken werden durch Kundennähe, Transparenz und den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtete Dienstleistungserbringung begrenzt. Durch den Ausbau des Liquiditätsmanagements reduzieren wir Liquiditätsrisiken. Mit einer sorgfältigen, die Chancen und Risiken abwägenden Durchführung des Neu-Produkt-Prozesses bei der Umsetzung strategischer Ziele erschweren wir die Verwirklichung strategischer Risiken der Gesellschaft. Im Sinne unserer gesellschaftlichen Mitverantwortung richten wir unsere Unternehmensführung sowie unsere Geschäftsstrategie an Nachhaltigkeitsgrundsätzen aus und beziehen Nachhaltigkeitsrisiken in unser Risikomanagement ein. Dabei rückt die Erzielung eines soliden Unternehmenswachstums bei gleichbleibend stabiler Unternehmensorganisation, effizienter Unternehmensstruktur und Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien zunehmend in unseren Fokus. So stellen wir uns für 2024 der Herausforderung, Wachstum im Einklang mit unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung unter Berücksichtigung unserer organisatorischen, personellen und technischen Ressourcen bei einer überschaubaren Unternehmensstruktur und effizienter Verwaltung zu erzielen. 3. Chancenbericht Wir sehen uns vor der nach unserer Ansicht auch in den nächsten Monaten anhaltenden, weltweit hohen Volatilität an den Kapitalmärkten mit unserem Geschäftsmodell und der Einbindung in der FINVIA Gruppe sowie dem von uns fokussierten Anlageuniversum in Alternativen Anlagen gut aufgestellt, um zum Ende dieses laufenden Geschäftsjahres einen Jahresüberschuss zu erwirtschaften. Durch die enge, kundenfreundliche und effiziente Zusammenführung digitaler Dienstleistungsangebote mit kundennaher persönlicher Beratung und Betreuung sind wir überzeugt, erfolgreich unseren Kunden, unseren Beschäftigten und unserem Gesellschafter einen Mehrwert zu bieten.
Frankfurt am Main, den 31.10.2024 Marc Sonnleitner, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FINVIA Capital GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FINVIA Capital GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FINVIA Capital GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 8. November 2024 Dornbach
Petra Fischbeck-Lohr, Wirtschaftsprüferin Catherine Dentler, Wirtschaftsprüferin |
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