Otto Nocker GmbHLiquidiert

Hauptstraße 2, 87656 Germaringen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 13973
Eingetragen
10.8.2017
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenEinzelhandel mit Fleisch und FleischwarenFleischverarbeitung a. n. g.
Gegenstand
Die Be- und Verarbeitung von Fleisch und Fleischwaren aller Art, sowie der Handel mit diesen Produkten und anderen Lebensmitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Jungmann
seit 11.5.2021
Geschäftsführer
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vion Beef B.V.

Buchloe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vion Beef B.V. (vormals A. Moksel GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Vion Beef B.V., Best/Niederlande (vormals A. Moksel GmbH, Buchloe/Deutschland) und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Vion Beef B.V. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" unter "Going-Concern" des Konzernanhangs sowie die Angaben in Abschnitt "D. "Prognose-, Risiko- und Chancenbericht"; "Risikobericht" unter "Finanzwirtschaftliche Risiken" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften sich einem schwierigen Marktumfeld gegenüber sehen, das geprägt ist von sinkenden Viehbeständen und historisch hohen Einkaufspreisen als auch steigenden Energie- und Betriebskosten. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2021 ein negatives Konzernergebnis und negative Cash Flows, die auch für den Prognosezeitraum erwartet werden, für welche keine ausreichenden liquiden Mittel im Prognosezeitraum vorhanden sind. Um diesem schwierigen Marktumfeld zu begegnen, sind auf Ebene der obersten Muttergesellschaft Vion Holding N.V., Best/Niederlande, verschiedene Programme und Maßnahmen eingeleitet worden, welche direkte Auswirkungen auf die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften haben werden, mit dem Ziel die Finanz- und Liquiditätslage mittelfristig zu verbessern. Zur Umsetzung dieser konzernweiten Programme und Maßnahmen sowie aufgrund der im Prognosezeitraum erwarteten negativen Konzernergebnisse und negativen Cash Flows ist die Vion Beef B.V. auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. und des Konzerns hängt daher von der finanziellen Unterstützung durch die Mehrheitsgesellschafterin Vion N.V., Best/Niederlande, ab. Diese hat sich im Rahmen einer Vereinbarung über die Gewährung einer Liquiditätshilfe bis zum 31. Dezember 2024 verpflichtet, die Vion Beef B.V. finanziell so auszustatten, dass sie ihre sämtlichen Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern stets erfüllen kann und sich mit einer unbefristeten Rangrücktrittserklärung verpflichtet, hinter sämtliche gegenwärtigen und künftigen Ansprüche Dritter im Rang zurückzutreten.

Die oberste Muttergesellschaft Vion Holding N.V., Best/Niederlande, hat die gesamtschuldnerische Haftung für die aus den Rechtshandlungen der Vion N.V. entstehenden Schulden übernommen.

Für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Mehrheitsgesellschafterin Vion N.V., welche sich zur Gewährung der Liquiditätshilfe verpflichtet hat, und deren direkten Mehrheitsgesellschafterin, der obersten Muttergesellschaft Vion Holding N.V. sind die folgenden Ereignisse oder Gegebenheiten, Maßnahmen und wesentlichen Annahmen relevant, damit die Vion N.V., ihre Verpflichtung zur Liquiditätshilfe gegenüber der Vion Beef B.V. erfüllen kann, von welcher wiederum die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. abhängig ist:

Die aktuelle Finanzlage und die finanzielle Leistungsfähigkeit, mit ersichtlichen fundamentalen und unerwarteten Veränderungen auf dem Markt sowie geringeren als geplanten Ergebnissen;

Die Implementierung des "Change that Matters"-Programms, das die Umsetzung der Strategie des Unternehmens beschleunigen und erhebliche Kosteneinsparungen erzielen soll;

Die Einhaltung der geänderten Bank-Covenants, in Abhängigkeit von der zukünftigen Profitabilität;

Die Durchführbarkeit von Refinanzierungsoptionen für den Fall, dass die Einhaltung von Covenants gefährdet sein wird;

Die Erwartung, dass Kooperationen mit externen Stakeholdern realisiert werden, sofern erforderlich.

Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. und ihrer Tochtergesellschaften ist damit von der finanziellen Unterstützung in erforderlichem Umfang im Rahmen der Gewährung der Liquiditätshilfe seitens der Vion N.V. abhängig. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion N.V. und deren direkten Mehrheitsgesellschafterin, Vion Holding N.V., ist wiederum von der Umsetzung der Maßnahmen und Annahmen auf Ebene der Muttergesellschaft Vion Holding N.V. abhängig.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 11. Juli 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bostedt, Wirtschaftsprüfer

Christ, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.691.238,72   15.917.305,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.909.102,15   23.398.581,15
    33.600.340,87 39.315.886,46
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.553.406,83   59.264.031,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.975.892,93   45.124.423,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.973.238,58   5.302.340,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.304.753,93   5.026.754,65
    117.807.292,27 114.717.551,45
III. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 7.127,00   7.127,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 4.190,34   4.190,34
    11.317,34 11.317,34
    151.418.950,48 154.044.755,25
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.211.599,03   17.376.258,58
2. Unfertige Erzeugnisse 1.033.207,84   470.956,10
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 60.157.462,31   41.940.476,54
    80.402.269,18 59.787.691,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 101.587.596,25   105.833.229,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.554.899,15   52.169.929,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.891.123,29   5.679.698,97
    125.033.618,69 163.682.857,38
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   274.049,36 150.489,74
    205.709.937,23 223.621.038,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten   1.473.174,54 1.593.909,62
    358.602.062,25 379.259.703,21

Passiva

     
EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 85.979.691,00   85.979.691,00
II. Kapitalrücklage 16.211.485,19   16.211.485,19
III. Gewinnrücklagen 11.766.199,65   11.766.199,65
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0,00   -0,07
V. Verlustvortrag -68.514.964,90   -64.309.176,20
VI. Konzern-Jahresfehlbetrag -24.641.217,41   -4.205.788,70
VII. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 8.770.059,64   7.613.188,03
    29.571.253,18 53.055.598,90
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung   24.659.284,60 28.748.039,26
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 53.055.423,71   51.593.560,93
2. Steuerrückstellungen 673,69   1.489.533,87
3. Sonstige Rückstellungen 43.523.937,28   49.161.840,34
    96.580.034,68 102.244.935,14
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 67.575.470,13   53.733.128,64
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 131.129.397,79   135.741.131,98
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.668.929,87   5.736.296,28
davon aus Steuern TEUR 2.305 (Vj. TEUR 1.200)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 421 (Vj. TEUR 63)      
    206.373.797,79 195.210.556,90
E. Rechnungsabgrenzungsposten   1.417.692,00 573,01
    358.602.062,25 379.259.703,21

Konzerngewinn- und -Verlustrechnung für 2021

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 1.575.374.605,59   1.556.326.922,07
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 9.530.483,78   -16.758.632,56
3. Sonstige betriebliche Erträge 22.387.924,61   22.524.603,83
    1.607.293.013,98 1.562.092.893,34
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.276.356.790,65   1.214.182.500,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 44.003.870,51   90.740.388,21
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 112.174.529,40   73.790.518,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 24.841.089,11   14.703.465,74
davon für Altersversorgung TEUR 1.076 (Vj. TEUR 630)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 20.176.802,66   22.562.185,45
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 139.526.182,71   139.945.325,98
    1.617.079.265,04 1.555.924.384,82
8. Erträge aus Beteiligungen 54.699,68   45.792,15
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.210,79   26.067,90
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.438.269,10   6.705.936,57
    -11.380.358,63 -6.634.076,52
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   290.147,73 1.752.528,34
12. Ergebnis nach Steuern   -21.456.757,42 -2.218.096,34
13. Sonstige Steuern   423.257,69 434.937,58
14. Jahresfehlbetrag   -21.880.015,11 -2.653.033,92
15. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn   2.761.202,30 1.552.754,78
16. Konzern-Jahresfehlbetrag   -24.641.217,41 -4.205.788,70

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

In TEUR 2021 2020
Periodenergebnis -21.880 -2.653
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens +20.177 +22.562
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -4.289 -8.527
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) und Aufwendungen (+) -8.348 -2.693
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -856 +247
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +18.155 +13.520
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -17.432 +8.715
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) +11.380 +3.077
Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) +290 +4.042
Ertragsteuerzahlungen (-) / Ertragsteuererstattungen (+) -1.666 -53
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -4.468 +38.237
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) +1.589 -247
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -18.174 -15.929
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens (+) 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -132 -1.105
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens (+) +2 0
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Einzahlungen für Abgänge aus dem Konsolidierungskreis 0 0
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0
Erhaltene Zinsen (+) +58 +72
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -16.657 -17.209
Auszahlung an Minderheitsgesellschafter aus Gewinn (-) -1.376 -1.359
Auszahlungen für Tilgungen von Minderheitsgesellschafterfinanzierungen (+) 0 0
Veränderung der Konzernfinanzierung +30.012 -16.689
Gezahlte Zinsen (-) -7.387 -3.149
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit +21.249 -21.197
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds +124 -169
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) +150 +319
Finanzmittelfonds am Ende der Periode +274 +150

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
In TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Gewinnrücklage andere Gewinnrücklagen Summe
1. Januar 2021 85.980 16.211 11.766 27.977
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
31. Dezember 2021 85.980 16.211 11.766 27.977
Eigenkapital des Mutterunternehmens
In TEUR Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Verlustvortrag
1. Januar 2021 0 -68.515
Ausschüttungen 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
31. Dezember 2021 0 -68.515
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
In TEUR Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste
1. Januar 2021 0 45.442 7.613 0
Ausschüttungen 0 0 -1.376 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 -228 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -24.641 -24.641 0 2.761
31. Dezember 2021 -24.641 20.801 6.009 2.761
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
In TEUR Summe Summe
1. Januar 2021 7.613 53.055
Ausschüttungen -1.376 -1.376
Währungsumrechnung 0 0
Sonstige Veränderungen -228 -228
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2.761 -21.880
31. Dezember 2021 8.770 29.571

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
In TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr 4 HGB Gewinnrücklage andere Gewinnrücklagen Summe
1. Januar 2020 85.980 16.211 11.766 27.977
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
31. Dezember 2020 85.980 16.211 11.766 27.977
Eigenkapital des Mutterunternehmens
In TEUR Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Verlustvortrag
1. Januar 2020 0 -64.309
Ausschüttungen 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
31. Dezember 2020 0 -64.309
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
In TEUR Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe Summe
1. Januar 2020 0 49.648 7.851 0 7.851 57.499
Ausschüttungen 0 0 -1.359 0 -1.359 -1.359
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 -432 0 -432 -432
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -4.206 -4.206 0 1.553 1.553 -2.653
31. Dezember 2020 -4.206 45.442 6.060 1.553 7.613 53.055

Konzernanhang für 2021

A. Allgemeine Angaben

Bisheriger Sitz der A. Moksel GmbH bis zum 31.12.2020 war Buchloe. Die Gesellschaft war bis dahin unter der Nummer HRB 11293 im Register des Amtsgerichts Kempten eingetragen. Die Gesellschafter der vormaligen A. Moksel GmbH, Buchloe, haben nach Maßgabe des Umwandlungsplans vom 23.11.2020 und des Gesellschafterbeschlusses vom selbigen Tage die grenzüberschreitende formwechselnde Umwandlung in die Vion Beef B.V. mit Sitz in Best/Niederlande beschlossen. Diese Umwandlung wurde am 20.01.2021 in das für die Gesellschaft zuständige niederländische Handelsregister (Kamer van Koophandel) unter der KVK-Nummer 81629605 eingetragen und wurde damit wirksam. Die A. Moksel GmbH ist somit im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten erloschen.

Mit dem Wirksamwerden des Formwechsels befindet sich nun der Satzungssitz der formgewechselten Gesellschaft in den Niederlanden, während die Geschäftsanschrift sowie der Verwaltungssitz mit der tatsächlichen Geschäftsleitung jeweils unverändert in Buchloe verbleibt. Die rechtliche Identität der Gesellschaft bleibt weiterhin erhalten.

Die Vion Beef B.V. (vormals A. Moksel GmbH; im Folgenden kurz: "Gesellschaft" oder "Vion Beef") ist ein Unternehmen der niederländischen Vion Holding N.V., Best/Niederlande (im Folgenden kurz: "Vion Food Group"), die einen übergeordneten Konzernabschluss aufstellt.

Der Konzernabschluss der Vion Beef B.V. und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften (im Folgenden kurz: "Vion Beef-Gruppe") ist ein nach den am Bilanzstichtag gültigen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) freiwillig aufgestellter Konzernabschluss.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Im Interesse der Klarheit der Darstellung wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht.

B. Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss der Vion Beef B.V. zum 31. Dezember 2021 einbezogenen Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage B) ersichtlich.

Die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ergeben sich gleichfalls aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Bei den nicht konsolidierten Gesellschaften in Mehrheitsbesitz handelt es sich um Unternehmen, bei denen eine untergeordnete Bedeutung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne von § 296 Abs. 2 HGB gegeben ist.

C. Erläuterungen zum Konsolidierungskreis

In 2021 gab es keine Unternehmenstransaktionen, die wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss bzw. den Konsolidierungskreis der Vion Beef B.V. gehabt hätten.

Aufgrund der Erstkonsolidierung der Südfleisch-Gruppe im Jahr 2017 innerhalb des Vion Beef-Gruppe werden die ehemaligen Südfleisch Gesellschaften im Vion Beef Konzernabschluss (ehemals Moksel Konzernabschluss) ab dem Jahr 2017 vollkonsolidiert: Vion Altenburg GmbH (ehemals Südost-Fleisch GmbH), Vion Bamberg GmbH (ehemals Südfleisch Bamberg GmbH), Vion Beef Süd GmbH (ehemals Südfleisch Holding GmbH), Vion Waldkraiburg GmbH (ehemals Südfleisch Waldkraiburg GmbH), WBA Wasserbetriebsgesellschaft mbH und Unterstützungsfonds der Südvieh-Südfleisch GmbH. Aufgrund der Erstkonsolidierung der Südfleisch-Gruppe ist ein technischer passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 47.596 entstanden. Im Geschäftsjahr 2021 wurden planmäßig TEUR 4.108 ergebniswirksam aufgelöst.

In 2017 hat die Vion Beef-Gruppe (ehemals Moksel-Gruppe) ihre Präsenz in Bayern durch den Erwerb von Otto Nocker in Germaringen und sechs Fleisch- und Frischemärkten im Rahmen eines Asset Deals weiter ausgebaut. Die A. Moksel GmbH (heute Vion Beef B.V.) erhielt in einem Bieterverfahren den Zuschlag. Zur Einbringung der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die Otto Nocker GmbH und die Otto Nocker Fleischmärkte GmbH gegründet. Diese beiden Gesellschaften wurden im Rahmen des Konzernabschlusses in 2017 erstkonsolidiert. Aufgrund dieser Erstkonsolidierung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag von TEUR 1.471. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2020 beschlossenen Schließung des Standortes in Germaringen wurde der für diesen Standort berücksichtigte und noch verbliebene Unterschiedsbetrag komplett aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt TEUR 83 ergebniswirksam aufgelöst.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 sind 20 % an der BestHides GmbH durch die CEMO GmbH von der Darling Ingredients Germany Holding GmbH erworben worden. Somit werden nun insgesamt 60 % an der BestHides GmbH durch die CEMO GmbH gehalten. Ab dem 1. Januar 2018 wird die BestHides GmbH innerhalb der Vion Beef-Gruppe (ehemals Moksel-Gruppe) vollkonsolidiert. Aufgrund dieser Erstkonsolidierung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag von TEUR 1.267 zum 31. Dezember 2018. Im Geschäftsjahr 2021 wurden planmäßig TEUR 127 ergebniswirksam aufgelöst.

D. Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens, der Vion Beef B.V., aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Die Erstkonsolidierung erfolgte einheitlich auf den Stichtag der erstmaligen Einbeziehung des jeweiligen Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Die nach Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital verbliebenen Unterschiedsbeträge wurden, soweit möglich, den in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenständen und Schulden der Tochterunternehmen zugeordnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn der auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag wird ergebniswirksam über 11 Jahre, was der gewichteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer entspricht, aufgelöst.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich.

Für die nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften wurde ein entsprechender Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile gebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Zwischenergebnisse bei konzerninternen Lieferungen und Leistungen sind nur von untergeordneter Bedeutung und wurden deshalb gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht eliminiert.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden einheitlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft angewandt. Bewertungswahlrechte wurden einheitlich ausgeübt.

Going-Concern

Die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften sehen sich einem schwierigen Marktumfeld gegenüber, das geprägt ist von sinkenden Viehbeständen und historisch hohen Einkaufspreisen als auch steigenden Energie- und Betriebskosten. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2021 ein negatives Konzernergebnis und negative Cash Flows, die auch für den Prognosezeitraum erwartet werden, für welche keine ausreichenden liquiden Mittel im Prognosezeitraum vorhanden sind. Um diesem schwierigen Marktumfeld zu begegnen, sind auf Ebene der obersten Muttergesellschaft Vion Holding N.V., Best/Niederlande, verschiedene Programme und Maßnahmen eingeleitet worden, welche direkte Auswirkungen auf die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften haben werden, mit dem Ziel die Finanz- und Liquiditätslage mittelfristig zu verbessern. Zur Umsetzung dieser konzernweiten Programme und Maßnahmen sowie aufgrund der im Prognosezeitraum erwarteten negativen Konzernergebnisse und negativen Cash Flows ist die Vion Beef B.V. auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Vereinbarung über die Gewährung einer Liquiditätshilfe

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. und des Konzerns hängt daher von der finanziellen Unterstützung durch die Mehrheitsgesellschafterin Vion N.V., Best/Niederlande, ab. Diese hat sich im Rahmen einer Vereinbarung über die Gewährung einer Liquiditätshilfe bis zum 31. Dezember 2024 verpflichtet, die Vion Beef B.V. finanziell so auszustatten, dass sie ihre sämtlichen Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern stets erfüllen kann und sich mit einer unbefristeten Rangrücktrittserklärung verpflichtet, hinter sämtliche gegenwärtigen und künftigen Ansprüche Dritter im Rang zurückzutreten.

Die oberste Muttergesellschaft Vion Holding N.V., Best/Niederlande, hat die gesamtschuldnerische Haftung für die aus den Rechtshandlungen der Vion N.V. entstehenden Schulden übernommen.

Für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Mehrheitsgesellschafterin Vion N.V., welche sich zur Gewährung der Liquiditätshilfe verpflichtet hat, und deren direkten Mehrheitsgesellschafterin, der obersten Muttergesellschaft Vion Holding N.V. sind die folgenden Ereignisse oder Gegebenheiten, Maßnahmen und wesentlichen Annahmen relevant, damit die Vion N.V., ihre Verpflichtung zur Liquiditätshilfe gegenüber der Vion Beef B.V. erfüllen kann, von welcher wiederum die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. abhängig ist:

Die aktuelle Finanzlage und die finanzielle Leistungsfähigkeit, mit ersichtlichen fundamentalen und unerwarteten Veränderungen auf dem Markt sowie geringeren als geplanten Ergebnissen;

Die Implementierung des "Change that Matters"-Programms, das die Umsetzung der Strategie des Unternehmens beschleunigen und erhebliche Kosteneinsparungen erzielen soll;

Die Einhaltung der geänderten Bank-Covenants, in Abhängigkeit von der zukünftigen Profitabilität;

Die Durchführbarkeit von Refinanzierungsoptionen für den Fall, dass die Einhaltung von Covenants gefährdet sein wird;

Die Erwartung, dass Kooperationen mit externen Stakeholdern realisiert werden, sofern erforderlich.

Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. und ihrer Tochtergesellschaften ist damit von der finanziellen Unterstützung in erforderlichem Umfang im Rahmen der Gewährung der Liquiditätshilfe seitens der Vion N.V. abhängig. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion N.V. und deren direkten Mehrheitsgesellschafterin, Vion Holding N.V., ist wiederum von der Umsetzung der Maßnahmen und Annahmen auf Ebene der Muttergesellschaft Vion Holding N.V. abhängig.

Hinsichtlich weiterer Angaben zu den Ereignissen, Gegebenheiten, Maßnahmen und wesentlichen Annahmen auf Ebene der obersten Muttergesellschaft, Vion Holding N.V., wird auf nachfolgend in Anführungszeichen gesetzte dargestellte Erläuterung 2.1 des Konzernabschluss 2022 der Vion Holding N. V. verwiesen (die verwendeten Begriffe "Unternehmen" bzw. "Vion" beziehen sich dabei auf die Vion Holding N.V. bzw. die Vion Holding N.V. und ihre Tochtergesellschaften):

"Derzeitige und erwartete Profitabilität

Um den aktuellen und langfristigen Marktbedingungen Rechnung zu tragen, führte das Management detaillierte Analysen zu Planergebnissen für den Zeitraum 2023 bis 2027 durch.

Diese Analysen haben gezeigt, dass unter unveränderten Umständen und ohne Intervention die Einhaltung der Bestimmungen zur Working Capital Facility (Betriebsmittelfazilität) und der Schuldscheinklauseln gefährdet wären. Auf der Grundlage dieser Analyse haben wir mit Unterstützung externer Spezialisten Maßnahmen ergriffen, die sowohl kurz- als auch langfristig die Rentabilität, den Cashflow und die Liquidität verbessern sollen. Die Darlehensgeber der Betriebsmittelfazilität und die wichtigsten Kreditversicherer von Vion unterstützen diese Maßnahmen, indem sie die geforderten Änderungen der Nebenbedingungen und Vereinbarungen genehmigen.

Im Oktober 2022 haben wir unser Transformationsprogramm "Change That Matters" gestartet, um unsere Strategie zum Aufbau nachhaltiger Ketten zu beschleunigen, die den Landwirten eine Zukunft und den Verbrauchern eine Auswahl an nachhaltigen Lebensmittellieferketten bieten. Das Programm, das von externen Unternehmen bewertet wird, konzentriert sich auf die Anpassung unserer Organisation, um gemeinsam mit Landwirten und Kunden schneller und effektiver ausgewogene Lieferketten aufzubauen. Wir stehen in einem konstruktiven Dialog mit allen relevanten Interessengruppen, einschließlich der Kreditgeber für die Betriebsmittelfazilität und der wichtigsten Kreditversicherer, über die Fortschritte des Programms 'Change That Matters' sowie über die Entwicklung des Marktes.

Erhebliche Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen sind ebenfalls Teil dieses Programms. Das Programm soll bis 2025 jährliche Verbesserungen der operativen Performance um 150 bis 200 Mio. EUR ermöglichen, um ein zukunftssicheres operatives Management mit mehr Regionalität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Das Programm konzentriert sich dabei auf verschiedene Hebel zur Verbesserung unserer Leistung, wie z.B. betriebliche Effizienz, Beschaffung von Non-Food Produkten in großem Umfang, verbessertes Key Account Management, Cash Management, Footprint-Maßnahmen sowie die Veräußerung ungenutzter Vermögenswerte.

In den Jahren 2022 und 2023 hat Vion an mehreren Standorten bereits Anpassungen der Produktionskapazitäten vorgenommen und zusätzliche angekündigt, um vor allem vorhandenen Überkapazitäten und negativen Ergebnisentwicklungen entgegenzusteuern. Die Auswirkungen des aktuellen Jahres liegen leicht über dem Plan. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch einen strengen Durchführungsmechanismus, der installiert wurde. Das Programm basiert auf einem bewährten Konzept und wurde bewertet und für sehr umfassend und robust befunden. Die Umsetzung erfolgt durch ein engagiertes Vion-Team, das durch externe Spezialisten und relevante Stakeholder unterstützt wird.

Vion ist zuversichtlich, dass das Unternehmen "Change That Matters" (CTM) erfolgreich umsetzen, seine Strategie verstärken und seine Finanzergebnisse deutlich verbessern kann.

In Übereinstimmung mit dem CTM-Programm kündigte Vion am 7. Juni 2023 eine strategische Umstrukturierung an, die die Einrichtung von zwei Ländereinheiten in Deutschland und den Benelux-Ländern vorsieht, die den Vieheinkauf, den Betrieb vor Ort (Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung, Verpackung) und den Fleischverkauf überwachen sollen. Dieser Schritt zielt darauf ab, engere Verbindungen zwischen Landwirten und Kunden auf den Heimatmärkten zu schaffen. Vion ist zuversichtlich, dass diese strategischen Veränderungen zu nachhaltigem Wachstum, einer Beschleunigung der Vion-Kettenstrategie, zur Förderung von Innovationen und zur Stärkung der führenden Position des Unternehmens in der europäischen Lebensmittelindustrie führen werden. Sowohl für 2023 als auch für 2024 wird erwartet, dass sich dieser Plan auf künftige Ergebnisse, Cashflows sowie die Liquidität von Vion auswirken wird.

Mit Blick auf die Jahre 2023 und 2024 könnten viele der oben genannten Marktrisikofaktoren fortbestehen, was weiterhin zu einer hohen Inanspruchnahme unserer Finanzierungsfazilitäten und einem Druck auf die Ergebnisse führen würde, falls nichts unternommen wird. Um unsere Umstrukturierung unter den derzeitigen Marktbedingungen mit historisch hohen Schweinepreisen durchzuführen, verpflichtete Vion die Kreditgeber der Betriebsmittelfinanzierung und die wichtigsten Kreditversicherer, die auch die wichtigsten Finanzierungslinien für die Vion Food Group bereitstellen. In einer im Juni 2023 unterzeichneten Vereinbarung mit den Kreditgebern der Betriebsmittelfazilität hat sich Vion auf ein komplettes Paket von Unterstützungsmaßnahmen geeinigt, so dass sich Vion auf die Durchführung seines Programms "Change That Matters" konzentrieren kann. Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass immer ein inhärentes Marktrisiko aufgrund der Volatilität dieses speziellen Marktes besteht. Für den Fall, dass ungünstige Entwicklungen eine zusätzliche Finanzierung erforderlich machen sollten, verfügt das Unternehmen über genügend Vorlaufzeit und Optionen. Zu diesem Paket gehören auch die folgenden Bankklauseln (Covenants):

Ein niedrigerer Interest Coverage Ratio Covenant (Zinsdeckungsquote): 4,5x für Q4 2023 und Q1 2024, bevor sie ab Q2 2024 wieder auf den ursprünglichen Wert von 5,00 zurückfällt. Für Q2 2023 und Q3 2023 wird kein Test durchgeführt.

Ein niedrigerer Net Working Capital Covenant (Nettoumlaufvermögen): 35 Mio. € bis einschließlich Q4 2024, 65 Mio. € für Q1 2025, bevor ab Q2 2025 wieder das ursprüngliche Niveau von 100 Mio. € erreicht wird.

Eine nicht zweckgebundene Fazilität wurde aufgestockt und ist Teil der gebundenen Finanzierung geworden, wodurch zusätzliche Liquidität generiert wurde. Wir stellen fest, dass durch die Anpassung der Betriebsmittelfazilität die Zinsklauseln weitgehend mit der ähnlichen Schuldscheinklausel übereinstimmen.

Aufgrund aller getroffenen Maßnahmen ist Vion der Ansicht, dass das Unternehmen in der Lage ist, seine Geschäftstätigkeit fortzuführen, und hat daher seinen Jahresabschluss auf der Grundlage der Unternehmensfortführung erstellt, trotz der Unvorhersehbarkeit des Marktes. Für den Fall, dass sich externe Faktoren und Risiken derart negativ auswirken, dass die Kreditvereinbarungen gefährdet sind, verfügt das Unternehmen über genügend Zeit und Optionen, um diese Auswirkungen abzumildern. Auf der Grundlage einer starken Bilanzposition mit einer geschätzten Solvabilität/ Zahlungsfähigkeit zum Jahresende 2023 von 28 % und nicht verpfändeten Vermögenswerten von über 500 Mio. € gibt es mehrere Refinanzierungsoptionen. Zu diesen Optionen gehören unter anderem der Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten, die Refinanzierung der bestehenden und/oder die Aufnahme neuer Finanzierungsfazilitäten auf der Grundlage der aktuellen besicherten und unbesicherten Vermögenswerte innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens.

Die geänderten Bankenklauseln basieren auf unserer Prognose für die Jahre 2023 und 2024. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass das Ergebnis, der Cashflow und die Liquidität von Vion die Einhaltung dieser Covenants ermöglichen werden, auch unter Berücksichtigung der weiter oben in diesem Abschnitt erwähnten Marktrisiken. Vion hat zu diesem Zweck Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ungünstige Entwicklungen zu testen.

Das Ergebnis dieser Szenarien bietet die Gewissheit, dass das Unternehmen in der Lage sein wird, die Auswirkungen solcher Risikofaktoren unter Berücksichtigung der im vorigen Abschnitt beschriebenen Optionen zur Risikominderung aufzufangen. Die Ausführung dieser Optionen umfasst sowohl vollständig von Vion kontrollierte Maßnahmen als auch Optionen, die nur in Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern realisiert werden können.

In Anbetracht dieser Situation und auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen geht das Management davon aus, dass bei Bedarf eine Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern möglich sein wird. Dies ist eine wichtige Annahme, die die Einschätzung der Unternehmensfortführung stützt."

Auf der Grundlage der Vereinbarung über die Gewährung einer Liquiditätshilfe sowie der Beurteilung der Unternehmensfortführung durch die Vion Holding N.V. ist die Vion Beef B.V. der Meinung, dass sie in der Lage ist, die Unternehmenstätigkeit fortzuführen, und hat daher ihren Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss auf der Grundlage der Unternehmensfortführung (Going-Concern) erstellt.

Aufgrund der Tatsache, dass die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften auf die finanzielle Unterstützung der Vion N.V. angewiesen ist, besteht ein bestandsgefährdendes Risiko für die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünf Jahren.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Aufgrund der Langlebigkeit der vertriebenen Produkte beträgt deren Lebenszyklus in ihrer Form als Grundnahrungsmittel ca. 15 Jahre. Durch die nach wie vor stabile Nachfrage nach den angebotenen Produkten, wird von einem Lebenszyklus von 15 Jahren ausgegangen. Zudem sind weder Veränderungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte noch wesentliche Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erkennbar und es wird von grundsätzlich unveränderten Rahmenbedingungen über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgegangen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der linearen Methode.

Wirtschaftliche Nutzungsdauern:

Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken bis zu 25 Jahre (Einzelfälle bis zu 50 Jahre)
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 25 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von über EUR 250 bis EUR 1.000 werden in analoger Anwendung von § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen.

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Zulässige Bewertungsvereinfachungsverfahren werden in Anspruch genommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die überwiegend retrograd vom erzielbaren Erlös unter Berücksichtigung von Abschlägen ermittelt werden.

Die Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken werden individuelle Wertberichtigungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck gebildet. Für die Abzinsung wurde pauschal der für den 31. Dezember 2021 prognostizierte durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren für eine restliche Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % (im Vorjahr 2,31 %) verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,75 % (im Vorjahr 1,50 %) berücksichtigt. Im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG wurde vom Verteilungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht.

Die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Depotwert zum Bilanzstichtag) mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit dem Ertragsteuersatz des steuerlichen Organkreises der Vion Beef B.V. (28,77 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassakurs zum Transaktionstag.

Als verbundene Unternehmen der Berichtsgesellschaft werden die Vion Holding N.V., Best/Niederlande und deren unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen angesehen

F. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage A zum Konzernanhang dargestellt.

In den Abschreibungen sind TEUR 557 (Vj. TEUR 3.164) an außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen enthalten. Diese außerplanmäßigen Abschreibungen sind im aktuellen Geschäftsjahr ausschließlich bei der Otto Nocker Fleischmärkte GmbH zu verzeichnen und resultieren aus einer Standortschließung im Allgäu.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021 ist als Anlage B zum Konzernanhang dargestellt. Die Gesellschaften, für die die Befreiungsvorschrift entsprechend § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen wird, sind aus dieser Anlage ersichtlich.

Vorräte

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Fertige Erzeugnisse 36.391 27.504
Waren 23.766 14.436
  60.157 41.940

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 3.076 (Vj. TEUR 6.674) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Cashpool in Höhe von TEUR 13.452 (Vj. TEUR 45.491).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Latente Steuern

Aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus unterschiedlichen Bewertungen nach Handels- und Steuerrecht von Sachanlagevermögen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen resultiert ein Überhang von aktiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern werden erstmals in der Höhe berücksichtigt, in der passive latente Steuern gemäß § 306 HGB anzusetzen sind. Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt kein Ausweis latenter Steuern in der Konzernbilanz. Ein sich darüber hinaus ergebender Aktivüberhang wird aufgrund der Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB nicht bilanziert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 85.980, die Kapitalrücklage von TEUR 16.211 sowie die Gewinnrücklage von TEUR 11.766 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 250.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 3.279.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, für Kundenboni sowie für personalbezogene Themen gebildet.

Die Personalrückstellungen enthalten zum Bilanzstichtag Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 291. Diese wurden gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem zum 31. Dezember 2021 bestehenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 266, welches dem Zeitwert entspricht, verrechnet. Der Saldo der verrechneten Erträge und Aufwendungen bzw. der verrechnete Aufwand beträgt TEUR 293.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.777 (Vj. TEUR 11.741). Verbindlichkeiten aus Cashpool bestehen zum Stichtag keine (Vj. TEUR 0). Ferner bestehen mehrere Intercompany-Darlehen gegenüber einer Vion-Konzerngesellschaft. Die Verpflichtungen aller Vion Beef-Gruppengesellschaften zum Stichtag betragen insgesamt TEUR 122.000. Die Darlehen stehen der Vion Beef B.V. und den Tochtergesellschaften bis zum 31. Dezember 2027 zur Verfügung.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern in Höhe von TEUR 2.035 (Vj. TEUR 2.010) enthalten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar (Vorjahr in Klammern):

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 67.575 -- --
  (53.733) (--) (--)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.130 122.000 --
  (11.741) (124.000) (--)
Sonstige Verbindlichkeiten 7.669 -- --
  (5.736) (--) (--)
  84.374 122.000 --
  (71.210) (124.000) (--)

Haftungsverhältnisse

Ende des 3. Quartals 2020 hat die Vion Food Group neue Verträge über einen Kreditrahmen in Höhe von 250 Mio. EUR unterzeichnet. Der neue Kreditrahmen wird von fünf Banken für einen Zeitraum von fünf Jahren gewährt.

Von Unternehmen der Vion Food Group werden auch weiterhin Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in das Finanzierungsprogramm mit eingeschlossen. Am Bilanzstichtag war seitens der Konzernunternehmen der Vion Beef B.V. ein Betrag in Höhe von TEUR 42.652 (Vj. TEUR 53.769) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Sicherheiten in das Programm einbezogen.

Der Geschäftsführung liegen keine Informationen vor, die auf eine Inanspruchnahme der Konzernunternehmen hindeuten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Pacht- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 19.001. Die Verträge haben eine Laufzeit von maximal 10 Jahren. Miet- und Leasingvereinbarungen wurden zum Zwecke der Schonung der Liquidität geschlossen. Besondere Risiken ergeben sich hieraus nicht.

Daneben besteht ein unbefristeter, jährlich kündbarer Pachtvertrag mit dem verbundenen Unternehmen Vion Food North B.V. (ehemals Vion Food North GmbH) der im Geschäftsjahr 2021 zu Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.314 (Vj. TEUR 1.451) führte.

Aus einem unbefristeten, jährlich kündbaren Dienstleistungsvertrag mit dem verbundenen Unternehmen Vion GmbH besteht eine Verpflichtung zur anteiligen Kostenübernahme, die im Geschäftsjahr 2022 zu Aufwendungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 1.573 führen wird.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen

Mit der zwischen der Vion Convenience GmbH, Wunstorf, (verschmolzen auf die G. u. P. Salomon GmbH) und der Unilever Deutschland Holding GmbH, Hamburg, im Jahr 1999 abgeschlossenen Vereinbarung hat die VION Convenience GmbH das Werk Wunstorf samt Mitarbeitern mit entsprechenden Beschäftigungsverhältnissen erworben. Im Rahmen des Übergangs wurden unter anderem auch Pensionsverpflichtungen der Unilever Deutschland Holding GmbH übernommen. Diese Pensionsverpflichtungen waren von der Unilever Deutschland Holding GmbH in der Vergangenheit auf eine Pensionskasse übertragen worden.

Aufgrund des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde keine Rückstellung für mittelbare Pensionsverpflichtungen gebildet. Die Ermittlung des Fehlbetrags für nicht passivierte Pensionsverpflichtungen aus mittelbaren Zusagen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen nach BilMoG 3.007 2.731
Barwert des durch die Berolina Pensionskasse gedeckten Teils der Verpflichtungen 2.495 2.340
Fehlbetrag 512 391

In Höhe des Fehlbetrags besteht ein Rückgriffsanspruch gegen die Unilever Deutschland Holding GmbH.

Südvieh-Südfleisch Unterstützungsfonds

Zum 31. März 2021 wurde für die betriebliche Altersversorgung der Vion Beef Süd GmbH (ehemals Südfleisch Holding GmbH) und deren Tochterunternehmen der Durchführungsweg geändert. Bisher erfolgte die Versorgung über den Unterstützungsfonds der Südvieh-Südfleisch-Gesellschaften. Zum 31. März 2021 übernahmen die ehemaligen Trägerunternehmen des Unterstützungsfonds die verbliebenen Pensionsverpflichtungen als Direktzusage in ihre Bilanz. Die Unterstützungsfonds der Südvieh-Südfleisch GmbH soll liquidiert werden.

G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Umsätze Bereich Beef 1.103.255 1.046.775
Umsätze Bereich Pork 186.712 237.765
Umsätze Bereich Food Service u. Retail 275.323 262.725
Umsätze Sonstiges 10.085 9.062
  1.575.375 1.556.327

Aufgliederung nach Absatzgebieten:

2021
TEUR
2020
TEUR
Inland (Deutschland) 1.136.036 1.157.375
Ausland 439.339 398.952
  1.575.375 1.556.327

In den sonstigen Umsätzen sind Erträge aufgrund von Managementgebühren, die an verbundene Unternehmen weiterbelastet wurden, enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aperiodische Erträge in Höhe von TEUR 1.661 (Vj. TEUR 1.223) enthalten, die unter anderem aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 321 (Vj. TEUR 547) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten aperiodische Aufwendungen in Höhe von TEUR 128 (Vj. TEUR 859). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 290 (Vj. TEUR 561) enthalten.

Die aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultierenden außerordentlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 112 (Vj. TEUR 112).

Zinsergebnis

2021
TEUR
2020
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3 26
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0) (2)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.438 6.706
(davon an verbundene Unternehmen) (7.316) (2.743)
  -11.435 -6.680

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit TEUR 4.051 (Vj. TEUR 3.557) enthalten.

H. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds des Vion Beef Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Gemäß DRS 21 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Geschäftstätigkeit und Zahlungsströmen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Zinserträge sind in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 72) und die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.387 (Vj. TEUR 3.149) tatsächlich geflossen.

Im Vion Beef Konzern wurden in 2021 Ertragsteuern in Höhe von TEUR 1.666 gezahlt. Erstattungen von Ertragsteuern waren im Geschäftsjahr 2021 keine zu verzeichnen.

Im Finanzmittelfonds sind die zum Stichtag bestehenden Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente enthalten.

Im Rahmen der Darstellung der Kapitalflussrechnung werden die kurz- und mittelfristig fälligen Intercompany-Forderungen und -Verbindlichkeiten als Konzernfinanzierung in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit einbezogen.

I. Sonstige Angaben

Mitglieder des Management Board der Vion Beef B.V.

David Alexander De Camp, Rheda-Wiedenbrück, COO Beef Vion Food Group

Armin Trinkwalder, Kaufbeuren, Geschäftsführer Vion Beef B.V.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde in analoger Anwendung der Vorschrift von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt:

2021 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 2.283 807
Angestellte 743 795
  3.026 1.602

Prüfungs- und Beratungshonorare

Vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurde für das Geschäftsjahr 2021 ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 545 berechnet. Davon entfallen TEUR 514 auf Abschlussprüfungsleistungen, sowie TEUR 30 auf andere Bestätigungsleistungen.

Nachtragsbericht

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hatte und wird weiter weitreichende Folgen auf europäischer und globaler Ebene haben. Der Konflikt in der Ukraine hat und wird noch weiter die gesamte Lebens- und Futtermittelindustrie durch die Verteuerung von Rohstoffen, Energie und Transportkosten sowie die Verfügbarkeit von Arbeitskräften beeinflussen. Die Auswirkungen für die Gesellschaften der Vion Beef-Gruppe ergaben und ergeben sich weiter insbesondere aufgrund erhöhter Einkaufspreise und erhöhten Betriebskosten, sowie zeitverzögerter Weitergabe der Kostensteigerungen an die jeweiligen Kunden. Hinsichtlich weiterer Ausführungen zum Ukrainekonflikt wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht insbesondere in den Bereichen "Prognosebericht" und "Risikobericht" verwiesen.

Ende März 2023 wurde die Beilerei, der Onlineshop für Premiumfleischwaren der Hildener Landmetzgerei GmbH, geschlossen. Vor allem der inflationsbedingte rückläufige Fleischkonsum von insbesondere Premiumfleischwaren sowie andere Faktoren haben dieses Geschäftsfeld besonders stark getroffen.

Der seit Jahren rückläufige Rinderbestand in Norddeutschland sowie die Überkapazitäten am Schlachthofmarkt machen einen weiteren Schritt der Konsolidierung der Schlachthoflandschaft notwendig. Deshalb plant die Vion Beef B.V. zum 31. Juli 2023 den von der Vion Food North B.V. an die Vion Bad Bramstedt GmbH verpachteten Rinderschlacht- und Zerlegebetrieb in Bad Bramstedt zu schließen. Die geplante Schließung ist eine Folge der aktuellen Marktsituation, der Inflation und der hohen Preise sowie des allgemeinen gesellschaftlichen Trends zu weniger Fleischkonsum.

Die Vion Food Group hat Anfang Juni 2023 bekannt gegeben, dass es diverse Umstrukturierungen innerhalb der gesamten Vion Food Group geben wird. Es ist geplant in Zukunft zwei Länderorganisationen für Deutschland und die Beneluxländer zu gründen, die den Vieheinkauf, die Standorte mit Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung und Verpackung sowie den Vertrieb steuern werden. Hierdurch soll die Viehbeschaffung über den Betrieb der Standorte bis hin zum Vertrieb der Produkte aufeinander abgestimmt werden. Weiter soll die eigene Effizienz gesteigert und die Verbindung zwischen Landwirten und Kunden gestärkt werden. Darüber hinaus soll eine eigenständige Organisationen für Nebenprodukte eingeführt werden, um die Verwertung aller Teile des Tieres zu steigern. Damit wird noch stärker das Vion-Versprechen zu einer verantwortungsvollen Produktion und zur Minimierung von Abfällen eingelöst. Der Bereich Food Service wird auch weiterhin als eigenständige Einheit betrieben werden.

Mit einer noch stärkeren Ausrichtung auf Innovation und Nachhaltigkeit ist geplant das strategische Ziel, die Nummer eins unter den nachhaltigen Fleischunternehmen in Europa zu werden, zu unterstreichen. Die Vion Food Group ist zuversichtlich, dass die geplanten strategischen Veränderungen ein nachhaltiges Wachstum fördern, die Kettenstrategie des Unternehmens forcieren, Innovationen vorantreiben und die führende Position in der europäischen Lebensmittelindustrie stärken.

Die geplanten Änderungen sollen in den kommenden Monaten detailliert ausgearbeitet und ab dem vierten Quartal 2023 umgesetzt werden.

Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben könnten.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2021 der Vion Beef B.V. schließt im niederländischen Jahresabschluss mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 50.221 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Einbeziehung in den Vion Konzern

Der Konzernabschluss der Vion Beef B.V. wird in den Konzernabschluss der Vion Holding N.V., Best/Niederlande, einbezogen. Die Vion Holding N.V. erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen, denen die Vion Beef B.V. als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss der Vion Holding N.V. wird bei der Handelskammer von Eindhoven unter der Nummer 17053901 hinterlegt.

 

Buchloe, den 11. Juli 2023

Vion Beef. B.V.

David Alexander De Camp

Armin Trinkwalder

Konzern-Anlagenspiegel 2021

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.892.887,19 131.988,48 0,00 968.158,63 28.056.717,04
Geschäfts- oder Firmenwert 37.342.182,70 0,00 0,00 0,00 37.342.182,70
  66.235.069,89 131.988,48 0,00 968.158,63 65.398.899,74
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 250.074.802,80 1.496.335,40 857.375,11 9.986.288,71 242.442.224,60
Technische Anlagen und Maschinen 171.915.970,72 3.552.260,96 1.937.539,20 1.965.195,68 175.440.575,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und 24.419.113,60 3.824.513,37 227.622,57 1.746.980,82 26.724.268,72
Anlagen im Bau 5.050.754,65 9.300.536,16 -3.022.536,88 0,00 11.328.753,93
  451.460.641,77 18.173.645,89 0,00 13.698.465,21 455.935.822,45
Finanzanlagen          
Beteiligungen 313.902,13 0,00 0,00 0,00 313.902,13
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 4.190,34 0,00 0,00 0,00 4.190,34
  318.092,47 0,00 0,00 0,00 318.092,47
  518.013.804,13 18.305.634,37 0,00 14.666.623,84 521.652.814,66
Abschreibungen
Vortrag 1.1.2021
EUR
planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
außerplanmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Umbuchungen
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.975.581,88 2.800.671,76 557.383,31 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 13.943.601,55 2.489.479,00 0,00 0,00
  26.919.183,43 5.290.150,76 557.383,31 0,00
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 190.810.770,86 4.054.813,35 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 126.791.546,85 8.318.566,87 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und 19.116.772,61 1.955.888,37 0,00 0,00
Anlagen im Bau 24.000,00 0,00 0,00 0,00
  336.743.090,32 14.329.268,59 0,00 0,00
Finanzanlagen        
Beteiligungen 306.775,13 0,00 0,00 0,00
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
  306.775,13 0,00 0,00 0,00
  363.969.048,88 19.619.419,35 557.383,31 0,00
Abschreibungen
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 968.158,63 15.365.478,32
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 16.433.080,55
  968.158,63 31.798.558,87
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 9.976.766,44 184.888.817,77
Technische Anlagen und Maschinen 1.645.431,45 133.464.682,27
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und 1.321.630,84 19.751.030,14
Anlagen im Bau 0,00 24.000,00
  12.943.828,73 338.128.530,18
Finanzanlagen    
Beteiligungen 0,00 306.775,13
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00
  0,00 306.775,13
  13.911.987,36 370.233.864,18
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.691.238,72 15.917.305,31
Geschäfts- oder Firmenwert 20.909.102,15 23.398.581,15
  33.600.340,87 39.315.886,46
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 57.553.406,83 59.264.031,94
Technische Anlagen und Maschinen 41.975.892,93 45.124.423,87
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und 6.973.238,58 5.302.340,99
Anlagen im Bau 11.304.753,93 5.026.754,65
  117.807.292,27 114.717.551,45
Finanzanlagen    
Beteiligungen 7.127,00 7.127,00
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 4.190,34 4.190,34
  11.317,34 11.317,34
  151.418.950,48 154.044.755,25

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
1. Konsolidierungskreis    
1 Vion Crailsheim GmbH, Crailsheim 1) 2)   100,00
2 G. u. P. Salomon GmbH, Buchloe 1) 2)   100,00
3 CEMO GmbH, Buchloe 1) 2)   100,00
4 Salomon Hitburger GmbH, Großostheim-Ringheim 1) 2) über 2 100,00
5 Vion Convenience GmbH, Großostheim 1) 2)   100,00
6 Salomon Food World GmbH, Großostheim 1) 2) über 2 100,00
7 Vion Move GmbH, Buchloe 1) 2)   100,00
8 Vion Hilden GmbH, Hilden 1) 2)   94,90
9 Vion FKM Furth im Wald GmbH, Furth im Wald 1) 2)   70,00
10 Hildener Landmetzgerei GmbH, Hilden 1) 2) über 8 100,00
11 Vion Bad Bramstedt GmbH, Bad Bramstedt 1) 2)   100,00
12 FVZ Convenience GmbH, Holzwickede 1) 2) über 2 100,00
13 Otto Nocker GmbH, Germaringen 1) 2) 3)   100,00
14 Otto Nocker Fleischmärkte GmbH, Buchloe 1) 2)   100,00
15 Vion Beef Süd GmbH, München 1) 2)   94,44
16 Vion Bamberg GmbH, Bamberg 1) 2) über 15 100,00
17 Vion Waldkraiburg GmbH, Waldkraiburg 1) 2) über 15 100,00
18 Vion Altenburg GmbH, Altenburg 1) 2) über 15 100,00
19 WBA Wasserwerksbetriebsgesellschaft mbH Altenburg, Altenburg über 15 100,00
20 Unterstützungsfonds der Südvieh-Südfleisch GmbH, München über 15 100,00
21 Vion Food Service France Sarl, Fourqueux/Frankreich über 2 100,00
22 Vion Food Service Österreich Ges.m.b.H., Wien/Österreich über 2 100,00
23 Vion Food Service Italy S.R.L., Bruneck/Italien über 2 100,00
24 Südfleisch ITALIA S.r.L., Bruneck/Italien 3) über 15 100,00
25 BestHides GmbH, Eching-Weixerau 1) 2) über 3 60,00
26 Vion Beef Produktion GmbH 1) 2)   100,00
2. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen    
27 Trägergesellschaft Schlachthof Minden GbR, Minden 3) 4) über 15 95,00
28 LQB Landwirtschaftliche Qualitätssicherung Bayern GmbH, München 5) 14,00% über 15 28,00
29 Landwirtschaftliche Vermarktungsgesellschaft Altheim GmbH, Landshut   8,62
30 Agricola International S.A., Bacau/Rumänien   2,24

1) Ergebnisabführungsvertrag
2) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB
3) Geschäftsbetrieb ist eingestellt
4) Die Unternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil deren Jahresergebnis bzw. Umsatzerlöse in Bezug auf das Konzernergebnis bzw. den Konzernumsatz sowohl einzeln als auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung für den Konzern sind.
5) Die Beteiligungen wurden wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 311 Abs. 2 HGB zu Anschaffungskosten bilanziert.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen

Die Gesellschafter der vormaligen A. Moksel GmbH, Buchloe, hatten nach Maßgabe des Umwandlungsplans vom 23.11.2020 und des Gesellschafterbeschlusses vom selben Tage die grenzüberschreitende formwechselnde Umwandlung in die Vion Beef B.V. mit Sitz in Best/Niederlande beschlossen. Diese Umwandlung wurde am 20.01.2021 in das für die Gesellschaft zuständige niederländische Handelsregister (Kamer van Koophandel) unter der KVK-Nummer 81629605 eingetragen und wurde damit wirksam. Mit dem Wirksamwerden des Formwechsels befindet sich der Satzungssitz der formgewechselten Gesellschaft in den Niederlanden, während die Geschäftsanschrift sowie der Verwaltungssitz mit der tatsächlichen Geschäftsleitung jeweils unverändert in Buchloe verbleibt.

Gegenstand der Vion Beef-Gruppe, bestehend aus der Muttergesellschaft, der Vion Beef B.V., und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften (vormals Moksel-Gruppe) ist unter anderem der Betrieb von Großschlachtereien in eigenen und fremden Schlachthöfen, der Handel mit Vieh und Fleisch sowie anderen Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Produkten sowie die Herstellung und der Vertrieb von Fleischwaren aller Art und anderen Nahrungsmitteln.

Neben der Funktion als Konzernobergesellschaft der Vion Beef-Gruppe betreibt die Vion Beef B.V. einen Schlachthof auf eigenem Grundstück in Buchloe.

Sowohl bei den Umsatzerlösen als auch beim Betriebs- und Jahresergebnis handelt es sich um bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren der Vion Beef-Gruppe mit Bezug auf die Unternehmenssteuerung.

Die Kunden der Gruppengesellschaften kommen im Wesentlichen aus dem Lebensmitteleinzelhandel und der Industrie, aber auch aus den Bereichen Gastronomie und Catering.

Die Vion Beef-Gruppe betreibt Rinderschlachthöfe in Bad Bramstedt, Bamberg, Buchloe, Furth im Wald und Waldkraiburg. Am Standort in Crailsheim werden sowohl Rinder als auch Schweine geschlachtet und zerlegt. Der Standort in Altenburg konzentriert sich, nach der Schließung der Schweineschlachtung, auf die Rinderschlachtung und -zerlegung. Darüber hinaus ist der Konzern im Bereich Food Service und Retail mit Gesellschaften in Holzwickede, Großostheim und Buchloe tätig. Food Service Gesellschaften in Frankreich, Italien und Österreich gehören ebenfalls zum Konzernverbund. In Hilden ist die Gruppe mit Gesellschaften in der Verarbeitung von Rindfleisch sowie mit dem Handel von qualitativ hochwertigem Fleisch und Fleischwaren betraut. Mit der Vion Move GmbH ist dem Konzernverbund eine Gesellschaft, die für das Vion weite Fuhrpark- und Leergutmanagement verantwortlich ist, zugehörig. Diese Gesellschaft erbringt in erster Linie Dienst- und Serviceleistungen für deutsche Konzernunternehmen der Vion-Gruppe (Vion Holding N.V. und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften), insbesondere Logistikleistungen und die mietweise Überlassung von Kraftfahrzeugen, sowie die Beförderung von Gütern mit Kraftfahrzeugen. Die BestHides GmbH ist im Bereich der Be- und Verarbeitung von Rinderhäuten tätig sowie mit dem Handel und dem Im- und Export von Tierhäuten und Fellen betraut.

Die Zusammensetzung des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt geändert:

Ende des Geschäftsjahres 2020 wurde beschlossen, dass die Otto Nocker GmbH geschlossen werden soll. So wurde im Geschäftsjahr 2021 der Betrieb in Germaringen eingestellt.

Zum 31. März 2021 wurde für die betriebliche Altersversorgung der Vion Beef Süd GmbH (ehemals Südfleisch Holding GmbH) und deren Tochterunternehmen der Durchführungsweg geändert. Bis dahin erfolgte die Versorgung über den Unterstützungsfonds der Südvieh-Südfleisch-Gesellschaften. Zum 31. März 2021 übernahmen die ehemaligen Trägerunternehmen des Unterstützungsfonds die verbliebenen Pensionsverpflichtungen als Direktzusage in ihre Bilanz. Der Unterstützungsfonds der Südvieh-Südfleisch GmbH wurde anschließend liquidiert.

Die Gesellschafter sind die Vion N.V., Best/Niederlande (60,66 %), die Vion Food North B.V., Best/Niederlande (ehemals Vion Food North GmbH, Bad Bramstedt) (33,30 %) und die Peelse Barrier Holding B.V. & Co. KG, Buchloe (6,04 %).

Die Vion Beef B.V., Best/Niederlande, ist gemäß § 271 HGB mit der Vion Holding N.V., Best/Niederlande, und den zum Konzernkreis des Mutterunternehmens gehörenden Tochterunternehmen verbunden.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft konnte sich ein wenig vom Corona geprägten Jahr 2020 erholen.

Die Corona-Pandemie hinterließ aber dennoch auch im Jahr 2021 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Dabei gab es durchaus gegenläufige Entwicklungen: Der Onlinehandel nahm weiterhin deutlich zu, während der stationäre Handel sich zwar ein wenig erholen konnte, aber dennoch deutlich unter Vorkrisenniveau bewegte.

Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch sichtbar. Allerdings konnte wieder ein Anstieg von 3,3 % im Bereich der privaten Konsumausgaben verzeichnet werden.

Der Aufschwung nach dem Corona geprägten Jahr 2020 wirkte sich auch auf den Außenhandel aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen sind im Gegensatz zum Vorjahr im Jahr 2021 wieder gestiegen, die Exporte preisbereinigt um 9,4 %, die Importe um 8,6 %.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das Jahr 2021 endete ohne merkliche Veränderung der Anzahl Erwerbstätiger sowie mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,2 % im Vergleich zu 2020.

Die staatlichen Haushalte des Bundes und der Länder in Deutschland beendeten das Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 153,9 Milliarden EUR. Das Finanzierungsdefizit übertraf das Jahr 2020 und ist das zweithöchste Defizit seit der deutschen Wiedervereinigung. Gemessen am nominalen BIP beträgt die Defizitquote 4,3 %.

(Quelle: Destatis)

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % gegenüber 2020 und damit intensiver als im Vorjahr (2020: +0,5 %). Die Hauptursachen für den sprunghaften Anstieg der Inflationsrate werden vor allem im Anstieg der Rohölpreise nach dem massiven Verfall 2020, in der temporären Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Jahreshälfte 2020 und in den krisenbedingten Lieferschwierigkeiten bei wichtigen Vorprodukten gesehen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2021 gegenüber 2020 durchschnittlich um 3,2 %. Fleisch und Fleischwaren sind im Vergleich zu 2020 um 3,0 % im Preis angestiegen.

(Quelle: Destatis)

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: ZBW-Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Silke Tober, Inflation 2021)

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der deutsche Fleischmarkt war im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem weiteren Schrumpfungsprozess geprägt. Einige Bereiche des Fleischmarktes (Erzeugung, Verbrauch und In- und Export) lagen unter dem Umfang des Vorjahres. Die Bruttoeigenerzeugung an Fleisch erreichte eine Größenordnung von 8,31 Mio. t. Das waren 0,9 % weniger als noch ein Jahr vorher. Gegenüber dem Rekordjahr 2015, in dem noch 8,76 Mio. t Fleisch produziert wurden, lag in 2021 die Erzeugungsmenge um 5,1 % niedriger.

Der Fleischverbrauch verringerte sich um 4,9 % auf 6,54 Mio. t. Auch der Außenhandel war mit starken Veränderungen konfrontiert. Die Ausfuhren von Lebendvieh, Fleisch und Erzeugnissen mit 4,73 Mio. t konnten in 2021 jedoch auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Die Einfuhren von Lebendvieh, Fleisch und Erzeugnissen lagen mit 2,96 Mio. t um 8,1 % unter dem Vorjahr.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)

Der Rückgang der Fleischerzeugung betraf sowohl den Schweinefleisch- als auch den Rindfleisch-Bereich. Die Bruttoeigenerzeugung von Schweinefleisch fiel von 4,75 Mio. t um 0,9 % auf 4,70 Mio. t und die Bruttoeigenerzeugung von Rindfleisch von 1,16 Mio. t um 1,7 % auf 1,14 Mio. t. Die Geflügelfleischerzeugung hat einen Rückgang von 1,80 Mio. t auf 1,78 Mio. t (-1,0 %) zu verzeichnen. Bei Schaf- und Ziegenfleisch erhöhte sich die Erzeugung um 9,4 % auf 34.900 t. Mit einem Anteil an der Gesamtfleischerzeugung von 0,4 % kommt dem Schaf- und Ziegenfleisch allerdings nur eine untergeordnete Bedeutung auf dem deutschen Fleischmarkt zu.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Der Verbrauch von Rind- und Schweinefleisch in Deutschland ging im Berichtsjahr erneut zurück. Der Schweinefleischverbrauch steht mit einer Abnahme um 6,6 % auf 3,48 Mio. t an der Spitze der rückläufigen Entwicklung. Der Rindfleischverbrauch sank um 2,6 % auf 1,178 Mio. t. Bei Schaf- und Ziegenfleisch gingen die Verbrauchszahlen um 1,7 % auf 80.400 t zurück. Auch im Geflügelfleischverbrauch zeigten sich Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dieser sank um 1,8 % auf 1,82 Mio. t.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Bei der Entwicklung des Fleischverbrauchs spielen auch Änderungen der Ernährungsgewohnheiten in der Gesellschaft eine Rolle. Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2021 unter 23.000 Bürgern ab einem Alter von 14 Jahren betrug der Anteil der Vegetarier ca. 10 %. Hochgerechnet auf die Einwohner in Deutschland sind dies ca. 7,5 Millionen Einwohner. Im Jahr 2021 ist der Anteil der Vegetarier und Veganer auf insgesamt 2 % angestiegen. Die Nachfrage nach Fleischersatzprodukten ist in 2021 auch leicht gestiegen, das Marktvolumen hat sich um 17,7 Tsd. t erhöht im Vergleich zum Vorjahr. Diese Erhöhung ist aber primär darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Flexitarier in Deutschland stetig steigt.

(Quelle: Deutscher Bauernverband, Situationsbericht 2021/2022)

(Quelle: Statista)

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Von der Corona-Pandemie besonders betroffen war nach wie vor der Außer-Haus Konsum. Die Kapazitätsbegrenzungen und Einschränkungen aufgrund der Corona Politik, vor allem von Gaststätten, Restaurants und Kantinen führten weiterhin zu hohen Umsatzeinbrüchen in diesen Bereichen. Dieser für die Fleischindustrie sehr wichtige Absatzkanal konnte sich zwar ein wenig in 2021 erholen, aber der Umsatz in diesem Bereich hat nach wie vor Erholungsbedarf, um wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen.

Auch in 2021 führten die Beschränkungen im öffentlichen Leben zu einer hohen Nachfrage der Privathaushalte im In-Haus-Konsum. In den Haushalten wurde weiterhin viel zuhause gekocht. Die Einkaufsmengen der Verbraucher im Bereich Fleisch, Wurst und Geflügel sanken im Jahr 2021 zwar um 5,2 %, befinden sich dennoch auf einem hohen Niveau im Vergleich zu vor der Pandemie.

(Quelle: Deutscher Bauernverband, Situationsbericht 2021/2022)

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

In 2021 waren die Supermärkte laut Umfragen von Statista und der AMI Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH für die Privathaushalte die beliebtesten Einkaufsstätten für Lebensmittel in Deutschland. Der Edeka-Anteil am gesamten Umsatz (Food & Non-Food) in Deutschland lag im Jahr 2020 bei 25,2 %. Den größten Anteil am Gesamtumsatz als Discounter & SB-Warenhaus erzielte die Schwarzgruppe (Lidl, Kaufland) mit einem Anteil von 17,1 %. Der Lebensmitteleinzelhandel erwirtschaftete 2020 einen Gesamtumsatz von 267,1 Milliarden EUR. Für das Jahr 2021 wird mit einem Anstieg von etwa 1,0 % gerechnet. Der Anteil der Food-Vollsortimenter lag 2020 bei 42,7 %. Bei den SB-Warenhäusern ist der Anteil nach wie vor rückläufig. Er lag 2020 bei 11,0 %. Im Jahr 2015 betrug dieser noch 12,6 %. Das Discountergeschäft ist ebenfalls rückläufig und hat einen Anteil von 43,6 % im Jahr 2020, jedoch immer noch den größten Anteil am Gesamtumsatz. Auf sonstige Vertriebstypen entfielen 2,7 %. Ebenso kann festgehalten werden, dass der Mengenumsatz im Rind- und Schweinefleischbereich im Betrachtungszeitraum Januar bis Dezember 2021 um 6,0 % auf dem deutschen Markt rückläufig war. Konkret registrierten die Metzgereien einen Rückgang von 2,4 %, Dieser Trend setzt sich bei den Vollsortimentern (-3,6 %), den Discountern (-8,7 %) und den SB-Warenhäusern (-11,00 %) fort.

(Quelle: Statista)

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung, GfK)

Bio-Lebensmittel profitieren nach wie vor deutlich von der Corona-Pandemie. Die Einkaufsmengen der Privathaushalte von Biolebensmitteln im Vergleich zum Gesamtmarkt erhöhten sich im Jahresverlauf um 6,8 %. Bei Fleischwaren und Wurst betrug der Zuwachs 18,9 %. Der Bio-Trend wurde in 2021 somit fortgesetzt, wenn auch etwas in abgeschwächter Form.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: food-service.de, Bio-Lebensmittel)

2. a) Rindfleisch

Die Zahl der gesamten Rinderschlachtungen in Deutschland sank in 2021 auf 3,26 Mio. Stck. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,8 %. Bullen hatten mit 1,20 Mio. Stck. (bzw. 36,9 %) den höchsten Anteil an den Rinderschlachtungen. Der Rückgang lag bei -3,9 % im Gegensatz zur Entwicklung bei Kühen. Hier stiegen die Schlachtzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % auf 1,12 Mio. Stck. (34,4 %). Bei Färsen stiegen die Schlachtungen um 1,9 % auf insgesamt 580.379 Stck. (17,8 %). Darüber hinaus wurden im Jahr 2021 insgesamt 308.541 Kälber (9,5 %), 27.762 Ochsen (0,8 %) und 20.837 Jungrinder (0,6 %) geschlachtet.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: Destatis)

Nach einer jahrelangen kontinuierlichen Steigerung des Rind- und Kalbfleischverzehrs gingen die Verzehrmengen das zweite Jahr in Folge zurück. Der Pro Kopf-Verbrauch an Rind- und Kalbfleisch reduzierte sich um 0,3 kg auf 9,7 kg. Einen wesentlichen Einfluss auf diese Entwicklung hatten die durch die Corona Politik geprägten Einschränkungen des Außer-Haus Geschäftes, welche 2021 ebenso stark wie im Vorjahr ausgeprägt waren. Hinzu kommen die gesunkenen Einkaufsmengen der Privathaushalte bei Rindfleisch.

Der Selbstversorgungsgrad bei Rind- und Kalbfleisch erreichte in Deutschland 96 % (Vorjahr: 94 %).

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Im Zeitraum Januar bis Dezember 2021 wurden aus Deutschland insgesamt 333.893 t Rind- und Kalbfleisch exportiert. Das waren 2,1 % mehr als im Vorjahr. Der Handel mit Drittländern ging hingegen deutlich zurück, welcher um 9,9 % auf 47.081 t abnahm. Im Handel mit EU-Ländern konnten dagegen Zuwächse erzielt werden (+4,4 % auf 268.811 t).

Im EU-Bereich fallen geringere Exportgeschäfte besonders nach Griechenland (-28,3 %), Ungarn (-17,7 %) und Litauen (-14,5 %) auf. Exportsteigerungen gab es dagegen nach Bulgarien (+147,4 %), Zypern (+60,3 %) und Schweden (+43,4 %). Die Gründe hierfür sind unterschiedliche Nachfragedynamiken aufgrund der jeweils nationalen Preisentwicklungen.

Im Drittlandbereich waren Norwegen mit 13.172 t (+37,4 % gegenüber dem Vorjahr) und die Schweiz mit 8.131 t (+14,3 %) die größten Importeure von deutschem Rindfleisch. Außerdem lässt sich feststellen, dass zahlreiche Länder des Balkans, prozentual betrachtet, die Importe von deutschem Rindfleisch intensiviert haben.

Die Einfuhren von Rind- und Kalbfleisch gingen um 8,6 % auf 368.861 t zurück. Der Großteil der Einfuhren (88,7 %) kam aus den Ländern der EU. Gegenüber dem Vorjahr sanken die Einfuhren aus der EU um 6,8 % auf 327.030 t. Bedeutendes Einfuhrland waren die Niederlande mit 101.193 t (-13,6 % im Vergleich zu 2020).

Die Drittlandeinfuhren verminderten sich um 21,1 % auf 41.651 t.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Durch die Verknappung des Angebotes an Schlachtrindern auf dem Markt und des nur leicht gesunkenen Verbrauchs verlief die Preisentwicklung oberhalb der Vorjahrespreise. Im Jahresdurchschnitt wurden für Jungbullen im Mittel aller Tiere 4,05 €/kg gezahlt. Das waren 0,51 €/kg (+14,4 %) mehr als im Vorjahr. Kühe kosteten im Durchschnitt 3,16 €/kg (+0,63 €/kg) mehr und bei Färsen lag der Auszahlungspreis bei 3,61 €/kg (+0,51 €/kg).

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Die Rinderhaltung in den landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland ist weiter auf dem Rückzug. Nach der letzten Rinderzählung im November 2021 lag der Rinderbestand mit 11,0 Mio. Stck. um 2,3 % unter dem Ergebnis des Vorjahrs. Alle Bundesländer haben einen negativen Trend zu verzeichnen. Die Kuhbestände sanken abermals um 2,3 % auf 4,44 Mio. Stck. Der Mastbullenbestand (männliche Rinder zwischen 1 und 2 Jahren) schrumpfte um 2,7 % auf 0,81 Mio. Stck.

Die Reduzierung der Bestände wird zwangsläufig eine weitere Verknappung des Schlachtrinderangebotes zur Folge haben.

Die Anzahl der Rinderhalter verminderte sich weiter um 1,4 % auf 131.163 Betriebe.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: Destatis)

2. b) Schweinefleisch

Die Schweineschlachtzahlen sanken im Betrachtungszeitraum Januar bis Dezember 2021 erneut. Sie lagen mit 51,85 Mio. Stck. um 2,9 % unter dem Vorjahr. Den Schlachtbetrieben standen somit 3,34 Mio. Schlachtschweine weniger zur Verfügung als noch zwei Jahre zuvor. Einen enormen Einfluss auf die Entwicklung der Schlachtzahlen hatte weiterhin die Corona-Pandemie. Sie bereitete den Schlachtunternehmen nach wie vor große Schwierigkeiten. Auch im Jahr 2021 mussten immer wieder Fleischverarbeitungsbetriebe zeitweise schließen oder ihre Aktivitäten zumindest einschränken. Die Folge waren ein erheblicher Rückstau an Schlachtschweinen und enorme Überhänge über weite Teile des Jahres.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Parallel zum Rückgang der Erzeugung setzte sich auch die Verringerung beim Schweinefleischverzehr fort. Die seit Jahren rückläufige Entwicklung konnte nicht gestoppt werden. Der Pro-Kopf-Verzehr an Schweinefleisch sank um 2,0 kg auf 30,2 kg. Die anhaltende negative Berichterstattung über Schweinefleisch und die Schweinehaltung dürften sich zunehmend auf den Verbrauch auswirken.

Aufgrund der Erzeugungs- und Verbrauchsentwicklung stieg der Selbstversorgungsgrad um 8 Prozentpunkt von 127 % auf 135 % in 2021 an. Das ist die höchste Selbstversorgungsquote in Deutschland auf dem Schweinefleischmarkt bisher. Sie macht abermals deutlich, dass weiterhin eine enorme Exportnotwendigkeit in Deutschland besteht.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im September 2020 in Deutschland führte dazu, dass zahlreiche Länder einen Exportstopp für Schweinefleisch gegen Deutschland verhängten. Unter diesen Ländern waren insbesondere China und Hongkong, zusammen die größten Abnehmer von deutschem Schweinefleisch. Hierhin wurden 2020 noch insgesamt 598.795 t Schweinefleisch exportiert. Das Exportvolumen schrumpfte in 2021 gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Exportsperre in China um -97,1 % und in Hongkong um -46,8 %. Auch Südkorea (-98,7 %) und Japan (-99,5 %) beschränkten die Schweinefleischkäufe in Deutschland merklich.

Insgesamt verringerte sich der deutsche Schweinefleischexport um 7,4 % auf 2,69 Mio. t.

Die Verkäufe in EU-Länder konnten mit 2,14 Mio. t (+14,2 %) gegenüber dem Vorjahr) hingegen wieder ein deutliches Plus verzeichnen. Dagegen war die Exportsperre bei den Drittlandexporten mit einem Minus von 46,7 % auf 549.769 t extrem zu spüren.

Wichtigstes Exportland in der EU war die Niederlande mit einem Zuwachs von 12,9 % (auf insgesamt 397.257 t). Die Ausfuhren nach Italien als zweitwichtigstem Exportland stiegen um 11,2 % auf 377.224 t an.

Die Schweinefleischimporte fielen um 7,9 % auf 991.695 t. Zu 96,8 % wird das Schweinefleisch in EU-Ländern eingekauft. Wichtigste Lieferländer waren Dänemark (-8,6 % gegenüber dem Vorjahr), Belgien (-5,7 %) und die Niederlande (-3,0 %).

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Die Exportbeschränkungen infolge der ASP und des Corona-Lockdowns haben nach wie vor maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Schweinepreise. In der Handelsklasse E schwankten diese zwischen 1,21 €/kg und 1,57 €/kg im 1. und 2. Quartal 2021. Ab KW 33 war ein kontinuierlicher Abwärtstrend zu beobachten, welcher bis Jahresende anhielt. Im Jahresdurchschnitt errechnet sich ein Preisniveau für Schlachtschweine der Klasse E von 1,36 €/kg, das sind rund 14-15 % unter dem Vorjahresniveau.

(Quelle: Deutscher Bauernverband, Situationsbericht 2021/2022)

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Die Schweinebestände haben sich gegenüber 2020 stark dezimiert. Im November 2021 wurden in Deutschland 23,6 Mio. Schweine gezählt. Das waren 9,4 % weniger als noch im Jahr 2020. In vielen Bundesländern gab es zweistellige prozentuale Rückgänge. Sowohl der Zuchtsauenbestand mit 1,57 Mio. Stck. (-7,3 %) als auch die Mastschweinebestände (Tiere ab 50 kg Lebendgewicht) mit 10,88 Mio. Stck. (-8,9 %) sind im Jahr 2021 deutlich reduziert worden. Die signifikante Reduktion hängt insbesondere mit den extrem niedrigen Schlachtpreisen (€/kg) zusammen. Hinzu kommen immer schärfere Rahmenbedingungen für die landwirtschaftlichen Betriebe durch veränderte staatliche Vorgaben im Bereich Tierschutz und Nachhaltigkeit, aber auch durch höhere Qualitätsanforderungen der Abnehmer. So erklären Teile des Lebensmitteleinzelhandels, dass sie zukünftig nur noch Fleisch aus den Haltungsformen 3 und 4 abnehmen werden. Diese Maßnahmen erfordern von den landwirtschaftlichen Betrieben hohe Investitionen. Viele Betriebe sind finanziell überfordert und sehen sich deshalb dazu veranlasst ihren Betrieb einzustellen.

So sank die Anzahl der schweinehaltenden Betriebe in Deutschland deutlich um 7,8 % auf 18.800.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: tagesschau.de, Landwirtschaft, Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?)

(Quelle: agrarheute.com, Konjunturbarometer Agrar)

2. c) Food Service und Retail

Food-Service-Betriebe sind als Zulieferer insbesondere der Gastronomie, Kantinen und Mensen ein zentraler Teil der gesamten Wertschöpfungskette des Außer-Haus-Marktes.

Die Umsätze des Gastgewerbes in Deutschland sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin stark betroffen und liegen noch deutlich unter Vorkrisenniveau. Der Umsatz hat sich im Jahr 2021 preisbereinigt (real) gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % verringert. Nominal (nicht preisbereinigt) gibt es kaum eine Änderung (+0,1 %).

Im Betrachtungszeitraum 2021 lag die Entwicklung des preisbereinigten Umsatzes der Gastronomiebetriebe bei -4,0 % im Vergleich gegenüber dem Vorjahr und nominal bei -0,8 %.

In den Beherbergungsunternehmen kann allerdings ein Anstieg festgestellt werden. Im selben Betrachtungszeitraum real bei +1,3 % und nominal bei +2,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

(Quelle: Destatis)

Die Verbraucherausgaben im Außer-Haus-Markt konnten hingegen in 2021 um 6 % auf 56,9 Milliarden EUR gesteigert werden. Die Besucherzahlen der Gastronomie stiegen um 2 % an, der Durchschnittsumsatz je Gast lag bei 6,64 Euro. Dieser Umsatz liegt geringfügig über dem Vorjahreswert von 6,40 Euro.

(Quelle: CREST, npdgroup Deutschland)

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind nach wie vor extrem spürbar. Regionale Lockdowns, Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden - die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Gastronomie besonders hart getroffen. Der Umsatz in Restaurants und in der Hotellerie kam auch im Jahr 2021 zeitweise völlig zum Erliegen. Dieser Umsatz konnte sich jedoch in 2021 im Vergleich zu 2020 wieder etwas erholen (+6 %). Den größten Zuwachs hat der Bereich der Vollverpflegung mit +8,5 %, gefolgt von Quick Service Restaurants mit +7,2 %. Der Freizeitbereich liegt auf Vorjahresniveau mit +0,4 %. Verlierer ist weiterhin die Verpflegung am Arbeitsplatz mit -1,8 %.

(Quelle: CREST, npdgroup Deutschland)

Geschäftsverlauf/Geschäftsergebnis und Lage des Konzerns sowie finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die Vion Beef B.V. sowie die gesamte Vion Beef-Gruppe stellen neben den Umsatzerlösen, das Betriebs- und Jahresergebnis dar.

Personal- und Sozialbereich

Im Jahr 2021 lag die Zahl der im Teilkonzern im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter bei 3.026 (Vorjahr: 1.602 Mitarbeiter) und somit 1.424 Mitarbeiter über dem Vorjahresdurchschnitt. An den Standorten im Inland waren 3.017 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.593 Mitarbeiter).

Aufgrund der Abschaffung von Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassung in der Fleischwirtschaft ab dem 1. Januar 2021 befinden sich ehemalige Werkvertragsmitarbeiter, die in der Vergangenheit über Subunternehmer beschäftigt waren, nun direkt auf der Gehaltsliste von Vion. Dadurch durften mehrere Vion Beef Gruppengesellschaften im Jahr 2021 vor allem in den Bereichen Schlachtung, Zerlegung und Verpackung durchschnittlich 1.400 neue Mitarbeiter begrüßen. Alle Vion-Gesellschaften engagieren sich für das Wohlergehen der neuen Mitarbeiter und investieren auch weiterhin in die Belegschaft. Vor allem Übernahmen der ehemaligen Werkvertragsmitarbeiter an den Standorten in Crailsheim, Waldkraiburg, Bad Bramstedt, Buchloe und Großostheim haben zu diesem Anstieg der Mitarbeiterzahl geführt.

Die Vion Beef-Gruppe nimmt am Personalentwicklungsprogramm der Vion-Gruppe teil, bei welchem neben individuellen Einzelweiterbildungsmaßnahmen gezielt Gruppenweiterbildungsmaßnahmen für Fachbereiche stattfinden.

Ziel ist es, aus eigenen Reihen Fachkräfte im Rahmen der Vion-Akademie (konzerninternes Weiterbildungsprogramm) aufzubauen, die langfristig über ein gemeinsames Verständnis von Führung im Sinne der Unternehmensstrategie verfügen.

Gleich zu Beginn der Pandemie haben die Gruppengesellschaften zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter zu gewährleisten.

Vermögenslage

Innerhalb der Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2021 die Vermögenslage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2021 31.12.2020
AKTIVA TEUR % TEUR %
Langfristiges Vermögen 151.419 42,2 154.045 40,6
Kurzfristiges Vermögen 207.183 57,8 225.215 59,4
  358.602 100,0 379.260 100,0
PASSIVA        
Eigenkapital 29.571 8,2 53.056 14,0
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 24.659 6,9 28.748 7,5
Langfristiges Fremdkapital 53.055 14,8 51.594 13,6
Mittelfristiges Fremdkapital 122.000 34,0 124.640 32,9
Kurzfristiges Fremdkapital 129.317 36,1 121.222 32,0
  358.602 100,0 379.260 100,0

Die Bilanzsumme der Vion Beef-Gruppe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 20,7 Mio. EUR bzw. 5,5 % verringert und beträgt 358,6 Mio. EUR.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen von 40,6 % auf 42,2 % leicht erhöht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen zum 31. Dezember 2021 insgesamt 33,6 Mio. EUR (Vorjahr 39,3 Mio. EUR). Aufgrund von Abschreibungen haben sich sowohl der Geschäfts- oder Firmenwert um 2,5 Mio. EUR als auch die weiteren immateriellen Vermögensgegenstände um 3,2 Mio. EUR verringert.

Das Sachanlagevermögen des Konzerns beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 auf 117,8 Mio. EUR (Vorjahr 114,7 Mio. EUR). Das Sachanlagevermögen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 erhöhte sich somit gegenüber dem 31. Dezember 2020 um insgesamt 3,1 Mio. EUR vor allem aufgrund erhöhter Investitionen.

Im Konzern wurden im Geschäftsjahr 2021 neben Ersatz-, Erhaltungs- und Rationalisierungsinvestitionen überwiegend Investitionen im Rahmen des Aus- bzw. Umbaus einzelner Standorte unter anderem in Waldkraiburg, Holzwickede, Großostheim, Crailsheim, Buchloe und Hilden im Gesamtwert von insgesamt 18,3 Mio. EUR getätigt.

Das kurzfristige Vermögen ist mit 207,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 18,0 Mio. EUR reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte stellen mit 101,6 Mio. EUR weiterhin den größten Anteil am kurzfristigen Vermögen dar (49,0 %). Der Vorratsbestand zum 31.12.2021 ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag deutlich erhöht (+ 20,6 Mio. EUR) und entspricht 38,8 % des kurzfristigen Vermögens. Hier sind vor allem die deutlich gestiegenen Einkaufspreise im Vergleich zu den durchschnittlichen Vorjahrespreisen verantwortlich. Hingegen haben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit insgesamt 16,6 Mio. EUR zum Jahresende 2021 um - 68,3 % abgenommen im Vergleich zum Vorjahresstichtag. In erster Linie sind hier die wesentlich geringeren IntercompanyForderungen aus Cashpool gegenüber einer Vion internen Finanzierungsgesellschaft ausschlaggebend.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 86,0 Mio. EUR entspricht 24,0 % der Konzernbilanzsumme. Das gesamte Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, im Wesentlichen bedingt durch den Konzern-Jahresfehlbetrag, um 23,5 Mio. EUR auf 29,6 Mio. EUR verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 8,2 % (Vorjahr 14,0 %).

Aus der Erstkonsolidierung insbesondere der Südfleisch-Gesellschaften in 2017, sowie der BestHides GmbH in 2018 waren passive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 49,1 Mio. EUR entstanden. Diese Unterschiedsbeträge werden ergebniswirksam über 11 Jahre aufgelöst. Der verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beträgt zum 31.12.2021 insgesamt 24,7 Mio. EUR.

Im langfristigen Fremdkapital (mit Laufzeiten über fünf Jahren) sind, wie im Vorjahr, ausschließlich Pensionsrückstellungen enthalten. Diese sind aufgrund aktueller Gutachten zum Jahresende 2021 angepasst und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. EUR erhöht.

Das mittelfristige Fremdkapital (mit Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren) umfasst Darlehen der Konzernunternehmen, insbesondere der Vion Beef B.V. gegenüber verbundenen Unternehmen, von denen zum 31.12.2021 insgesamt 122,0 Mio. EUR genutzt wurden. Die Darlehen stehen den Unternehmen der Vion Beef-Gruppe bis zum 31. Dezember 2027 zur Verfügung.

Die Mehrheitsgesellschafterin hatte die Liquidität der Vion Beef B.V. mit einer entsprechenden Vereinbarung vom 28. Dezember 2021 unterlegt. Mit dieser Vereinbarung verpflichtete sich die Mehrheitsgesellschafterin, die Vion Beef B.V. bis zu einem Betrag von 10 Mio. EUR finanziell so auszustatten, dass sie ihre sämtlichen Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern stets erfüllen kann. Diese Vereinbarung wurde mit der Vereinbarung vom 26. Juni 2023 ersetzt. Mit der Vereinbarung mit Datum vom 26. Juni 2023 wurde zwischen der Vion N.V., Best/Niederlande, und der Vion Beef B.V. eine Vereinbarung zur Gewährung einer Liquiditätshilfe geschlossen, mit welcher sich die Vion N.V., Best/Niederlande bis zum 31. Dezember 2024 verpflichtet, die Vion Beef B.V. finanziell so auszustatten, dass sie ihren sämtlichen Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern stets erfüllen kann. Zur Vermeidung der Überschuldung oder sonstiger Insolvenzgründe (insbesondere Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO) hat sich die Vion N. V. zudem verpflichtet, mit ihrem Anspruch auf Rückzahlung der Liquiditätshilfe hinter sämtliche gegenwärtigen und künftigen Ansprüche Dritter im Rang zurückzutreten.

Das kurzfristige Fremdkapital (Laufzeit bis zu einem Jahr) ist zum 31. Dezember 2021 um 8,1 Mio. EUR auf 121,2 Mio. EUR angestiegen. Die Zunahme ist vor allem in höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten aufgrund der angestiegenen Einkaufspreise (+ 13,8 Mio. EUR) und in gesteigerten sonstigen Verbindlichkeiten (+1,9 Mio. EUR) begründet. Teils gegenläufig haben sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag die sonstigen Rückstellungen (- 5,6 Mio. EUR) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (- 2,6 Mio. EUR) entwickelt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten der Gruppe betragen am Ende des Geschäftsjahres 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR).

Seit 30. Oktober 2013 sind die Vion Beef-Gruppe und ihre Tochtergesellschaften Mitglied eines sogenannten "Zero Balancing" Cash Pools der Vion Food Group.

Finanzlage

Innerhalb des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2021 die Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2021 2020 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit TEUR -4.468 +38.237 -42.705
Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR -16.657 -17.209 +552
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR +21.249 -21.197 +42.446
Finanzmittelfonds am Jahresende TEUR +274 +150 +124

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt - 4,5 Mio. EUR nach + 38,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die Verminderung im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit innerhalb des Konzerns ist vor allem auf das negative Jahresergebnis aber auch zusätzlich auf die Abnahme der Verbindlichkeiten insbesondere im Verbundbereich sowie auf geringere sonstige Rückstellungen aufgrund verringerter Restrukturierungsvorhaben und eines verminderten Rechnungsausstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Das aktuelle Jahresergebnis ist unter anderem durch unterschiedlichste Auswirkungen der getroffenen Corona-Maßnahmen als auch durch die Preisentwicklungen im Rohstoffeinkauf negativ belastet.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich von - 17,2 Mio. EUR in 2020 auf -16,7 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelt. Der hohe negative Cashflow aus Investitionstätigkeit in 2021 resultiert hauptsächlich aus diversen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich von - 21,2 Mio. EUR im Vorjahr auf + 21,2 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr gedreht. Als Grund für diese Veränderung ist unter anderem die angepasste Konzernfinanzierung im Rahmen des Cash Poolings im Vergleich zur Vorjahresentwicklung zu sehen.

Der Finanzmittelfonds am Ende des Jahres beträgt 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR).

Ertragslage

Innerhalb des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2021 die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2021 2020 Veränderung
Umsatz TEUR 1.575.375 1.556.327 +19.048
Materialaufwand TEUR 1.320.361 1.304.923 +15.438
Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatz) % 83,8 83,8 +/-0,0
Personalaufwand TEUR 137.016 88.494 +48.522
Abschreibungen auf Anlagevermögen TEUR 20.177 22.562 -2.385
Sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 139.526 139.945 -419
Betriebsergebnis (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) TEUR -9.786 6.169 -15.955
Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis/Umsatz) % -0,6 0,4 -1,0
Jahresergebnis TEUR -21.880 -2.653 -19.227

Die Vion Beef-Gruppe ist in den Bereichen Schlachtung, Zerlegung, Weiterverarbeitung und dem Handel von Rind- und Schweinefleisch tätig. Die Gesellschaften der Gruppe sind im Wesentlichen in die Geschäftsbereiche Beef, Pork, Food Service und Retail aufgeteilt.

Die Covid-19 Pandemie hatte erhebliche Auswirkungen auch auf den Rindfleischmarkt in Deutschland. Die allgemeine Nachfrage nach Premium-Rindfleischprodukten ging aufgrund der vorübergehenden Schließung von Restaurants, Hotels und Cateringbetrieben während der Lockdowns in Deutschland und im übrigen Europa deutlich zurück.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden in der Gruppe an den Standorten in Buchloe, Bad Bramstedt, Crailsheim, Furth im Wald, Waldkraiburg, Altenburg und Bamberg insgesamt 637.067 (im Vorjahr: 660.790) Rinder geschlachtet, das entspricht einem Marktanteil von 19,7 % und liegt im Wesentlichen auf Vorjahresniveau. 2021 wurden in Deutschland insgesamt 3,2 Mio. Rinder geschlachtet.

Die Zahl der Schweineschlachtungen innerhalb der Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 9,4 % auf insgesamt 985.031 Schweine zurückgegangen. Hier ist unter anderem die Schließung der Schweineschlachtung in Altenburg im Jahr 2020 verantwortlich. Ab dem Jahr 2021 werden innerhalb der Gruppe nur noch am Standort in Crailsheim Schweine geschlachtet. In ganz Deutschland lag das Schlachtaufkommen bei 51,8 Mio. Schweinen.

Die Umsatzerlöse des Konzerns liegen im Jahr 2021 mit 1.575,4 Mio. EUR etwas über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 1.556,3 Mio. EUR). Sie resultieren überwiegend aus den operativen Geschäftstätigkeiten der einzelnen Konzerngesellschaften und sind um 19,0 Mio. EUR höher als im Vorjahreszeitraum. Für diese in 2021 lediglich leicht erhöhten Umsatzerlöse sind weiterhin vor allem die außergewöhnliche Situation aufgrund der pandemischen Lage mit den verhängten Lockdowns sowie kurzzeitigen Betriebsschließungen aufgrund des Infektionsgeschehens verantwortlich. In fast allen Bereichen konnte das Umsatzniveau des Vorjahres geringfügig überschritten werden. So liegen die Umsatzerlöse im Bereich Food Service und Retail um 12,6 Mio. EUR und im Bereich Sonstiges um 1,0 Mio. EUR über den entsprechenden Vorjahreswerten. Unter den sonstigen Umsatzerlösen sind die erzielten Erlöse aufgrund von weiterberechneten Managementdienstleistungen von insgesamt 10,1 Mio. EUR (Vorjahr 9,1 Mio. EUR) ausgewiesen. Für die Veränderung im Hauptbereich Beef innerhalb der gesamten Vion Beef-Gruppe (+ 56,5 Mio. EUR) sind trotz eines geringeren Rindfleischabsatzes vor allem die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Verkaufspreise ausschlaggebend. Die Rindfleischpreise stiegen sowohl im Einzelhandel als auch im Bereich Food Service wieder an. Der gesamte Rindfleischbereich erzielte somit einen höheren Umsatz, obwohl die Nachfrage nach Rindfleischprodukten aufgrund eines vergleichsweise nassen und kalten Sommers geringer als erwartet war. Andererseits zog das Gaststättengewerbe aufgrund längerer Öffnungszeiten wieder an, was zu einem deutlichen Anstieg im letzten Quartal 2021 führte.

Im Bereich Pork hingegen war aufgrund der Schließung in Altenburg ein Rückgang der Gesamtschlachtzahlen und somit auch ein Rückgang des Umsatzes in diesem Bereich zu verzeichnen (- 51,1 Mio. EUR). Verstärkt wurde diese Entwicklung durch einen deutlichen Preisrückgang bei der Vermarktung von Schweinefleisch.

Die gesamte Vion Beef-Gruppe erreichte in den inländischen Produktionsbetrieben ein Gesamtabsatzvolumen (einschließlich Nebenprodukte, ohne Häute) von 507.091 t und lag damit 3,2 % unter dem Vorjahresabsatz von 523.853 t. Das geringere Gesamtabsatzvolumen ist vor allem auf die Schließung in Altenburg als auch eine durch Corona bedingte verringerte Nachfrage nach Fleischprodukten und dem damit verbundenen Rückgang der Gesamtzerlegemenge zurückzuführen.

Wie schon im Jahr 2020 konnten einzelne Gruppen-Unternehmen ihre führende Position auf den jeweiligen Heimatmärkten weiter ausbauen. Regionalität und Qualität sind wichtige Treiber für den Rindfleischsektor, insbesondere in Deutschland. Die Vion Beef-Gruppe bestätigte ihre Rolle als Trendsetter mit der Einführung innovativer Vertriebsansätze, wie z.B. der Marke Goldbeef für Premium-Rindfleischspezialitäten. Obwohl der Fleischmarkt im Berichtszeitraum unter Druck stand, stieg die Nachfrage nach Premium-Rindfleischprodukten bei den Beef-Betrieben wieder etwas an. Der Absatz der Premiumprodukte innerhalb der Vion Beef-Gruppe wie Bio- oder regionales Rindfleisch hat sich im Jahr 2021 weiter verbessert. Darüber hinaus arbeiten die Unternehmen mit dem kundenindividuellen Warenfluss im Rahmen des Qualitätsprogramms Geprüfte Qualität Bayern, das für die gesamte Rindfleischgruppe konzipiert ist.

Im Bereich Food Service und Retail lag im Jahr 2021 der Absatz mit 60.103 t um 13,4 % über dem Niveau des Vorjahres mit 52.981 t.

Die Auslandsumsätze der Gruppe betrugen im Jahr 2021 insgesamt 439,3 Mio. EUR (Vorjahr 399,0 Mio. EUR) und entsprechen somit 27,9 % (Vorjahr 25,6 %) des Gesamtumsatzes. Diese Entwicklung spiegelt den allgemeinen Trend im Rind- und Kalbfleischexport wider. Die wichtigsten Märkte sind weiterhin Europa sowie Asien.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 22,4 Mio. EUR und liegen um lediglich 0,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Hier sind unter anderem Erträge aus der Weiterbelastung von angefallenen Kosten sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden zudem Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) ausgewiesen. Im aktuellen Geschäftsjahr ist ein Ertrag aufgrund der Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags in Höhe von 4,3 Mio. EUR (Vorjahr 4,8 Mio. EUR) in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Der Materialaufwand ist durch zwei unterschiedliche Effekte geprägt. Werden nur die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betrachtet, so ist ein Anstieg um 62,2 Mio. EUR bzw. 5,1 % zu verzeichnen. Ursächlich hierfür sind trotz der rückläufigen Schlachtzahlen vor allem die deutlich höheren Einkaufspreise im Rinderbereich als noch im Vorjahr. Durch die Verknappung des Schlachtrinderangebotes am deutschen Markt und des lediglich leicht gesunkenen Verbrauchs verlief die Preisentwicklung oberhalb der Vorjahreseinkaufspreise.

Der 2. Effekt innerhalb des Materialaufwandes wirkt teils gegenläufig und ist in der Veränderung der Aufwendungen für bezogene Leistungen zu sehen. So haben sich diese Aufwendungen im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46,7 Mio. EUR auf nunmehr 44,0 Mio. EUR reduziert. In dieser Position waren bis zum 31.12.2020 die externen Dienstleistungen im Zusammenhang mit den damaligen Werkvertragsverhältnissen mit erfasst.

Somit steigerten sich die gesamten Materialaufwendungen aufgrund dieser beiden konträren Effekte lediglich um 15,5 Mio. EUR auf 1.320,4 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlöse) liegt mit 83,8 % auf Vorjahresniveau.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 48,5 Mio. EUR auf 137,0 Mio. EUR angestiegen. Hintergrund ist hier die Übernahme der ehemaligen Werkvertragsmitarbeiter auf die Gehaltsliste mehrerer Vion Beef Gruppengesellschaften. Vor allem an den Standorten in Crailsheim, Waldkraiburg, Bad Bramstedt, Buchloe und Großostheim sind dadurch deutlich höhere Mitarbeiterzahlen zu verzeichnen als im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2021 waren im Teilkonzern im Jahresdurchschnitt insgesamt 1.424 Mitarbeiter mehr beschäftigt als noch im Vorjahr. In der Vergangenheit waren Aufwendungen für die bis Ende des Jahres 2020 extern beschäftigten Werkvertragsmitarbeiter in den Aufwendungen für bezogene Leistungen innerhalb des Materialaufwandes enthalten.

Aufgrund geplanter Umstrukturierungen sind im aktuellen Geschäftsjahr im Personalaufwand personalbezogene Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR enthalten (Vorjahr 3,3 Mio. EUR).

Die gesamten Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio. EUR auf 20,2 Mio. EUR verringert. Im Jahr 2020 wurden aufgrund der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen an den Standorten in Germaringen und Altenburg insgesamt 3,2 Mio. EUR an außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Im aktuellen Jahr sind lediglich 0,6 Mio. EUR an außerplanmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Kundenbeziehungen aufgrund der Schließung eines Fleischmarktes zu verzeichnen. Die planmäßigen Abschreibung sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. EUR auf 139,5 Mio. EUR. Vor allem die wiederholt geringere Geschäftstätigkeit im mittlerweile zweiten Corona-Jahr hat im Vergleich zu vor der Pandemie zu erneut niedrigeren Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sowie reduzierten Frachtkosten geführt. Zu einer teilweise gegenläufigen Entwicklung haben die leicht erhöhten Miet- und Leasingaufwendungen vor allem aufgrund der Anmietung von Wohnungen für die neuen Mitarbeiter beigetragen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR) ausgewiesen.

Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) fiel im Geschäftsjahr 2021 auf - 9,8 Mio. EUR und ist somit um 16,0 Mio. EUR niedriger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Das Finanzergebnis veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr um - 4,8 Mio. EUR auf insgesamt - 11,4 Mio. EUR. Die Zinsbelastung aus der Intercompany-Finanzierung ist im Vorjahresvergleich um 4,6 Mio. EUR angestiegen. Sie beträgt im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 7,3 Mio. EUR. Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt 4,1 Mio. EUR und liegt um 0,5 Mio. EUR über der Vorjahreszinsbelastung. Andere gegenläufige Veränderungseffekte betrugen in Summe - 0,3 Mio. EUR.

Nach Berücksichtigung eines Steueraufwands von 0,3 Mio. EUR und eines sonstigen Steueraufwands von 0,4 Mio. EUR ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 21,9 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 2,7 Mio. EUR).

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vion Beef-Gruppe

Die Ergebnisse diverser Gruppengesellschaften standen im Jahr 2021 unter Druck. Ursache hierfür waren deutlich gestiegene Rohstoffpreise, die nicht vollständig durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden konnten, Unterbrechungen in den globalen Lieferketten und höhere Personalkosten.

Die Ergebnisse mehrerer Unternehmen der Vion Beef-Gruppe für das Jahr 2021 waren durch die weltweiten Marktstörungen in der Fleischindustrie stark beeinträchtigt.

Die äußeren Bedingungen wirkten sich nicht nur auf die Einnahmen aus, sondern führten auch zu höheren Betriebskosten. Die Vion Beef-Gruppe hat zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, während die steigende Inflation zu höheren Fixkosten und Energiepreisen führte.

Einerseits sind die im Vorjahr angenommenen negativen Erwartungen hinsichtlich Umsatzentwicklung aufgrund der andauernden pandemischen Lage und der damals erwarteten Preisentwicklung nicht ganz eingetreten. Es war ein Umsatzplus von 1,2 %-Punkten zu verzeichnen. Andererseits war jedoch die negative Vorjahresprognose bezüglich des Betriebs- und Jahresergebnisses etwas übertroffen worden. Aufgrund der oben dargestellten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte sowohl das Betriebsergebnis als auch das Jahresergebnis aus dem Vorjahr nicht gehalten werden und hat sich etwas negativer entwickelt als ursprünglich angenommen.

C. Nachtragsbericht

Hinsichtlich der Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sei auf die Nachtragsberichterstattung innerhalb des Konzernanhangs verwiesen.

D. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Laut Pressemitteilung des Sachverständigenrates vom 22. März 2023 habe sich der kurzfristige Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gegenüber dem Herbst 2022 leicht verbessert, die Lage bleibe aber weiterhin angespannt. Die hohe Inflation stelle in diesem Jahr weiterhin eine große Belastung für die Konjunktur dar. Der Sachverständigenrat Wirtschaft erwartet im aktuellen Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 % und für das Jahr 2024 ein Wachstum von 1,3 %.

Nach Einschätzung des Sachverständigenrates habe die Inflation ihren Hochpunkt vom Herbst 2022 überschritten. Sie wäre aber immer noch deutlich erhöht und dürfte nur langsam zurückgehen. Im Jahresdurchschnitt würde der Sachverständigenrat im Jahr 2023 mit einer Inflationsrate von 6,6 % rechnen. Erst im Jahr 2024 könnte die Teuerungsrate merklich auf 3,0 % zurückgehen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts der hohen Inflation begonnen, ihre Anleihebestände zu reduzieren, und die Leitzinsen deutlich angehoben. Dies verschlechtert die Finanzierungsbedingungen für Haushalte und Unternehmen, was sowohl die Konsumnachfrage als auch die Investitionen dämpft.

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland stabil. Die Erwerbstätigkeit dürfte laut aktueller Mitteilung bis Ende 2024 leicht zunehmen. Für die Effektivlöhne erwartet der Sachverständigenrat aufgrund der zuletzt höheren Tarifabschlüsse und zusätzlicher Inflationsausgleichsprämien in den Jahren 2023 und 2024 einen deutlichen Anstieg von 5,9 beziehungsweise 4,5 %.

Für die öffentlichen Finanzen habe sich der Ausblick spürbar verbessert. Insbesondere die erwarteten Ausgaben für die Energiepreisbremsen würden deutlich niedriger ausfallen als im Herbst 2022 noch angenommen. Der Sachverständigenrat erwarte einen Finanzierungssaldo in Relation zum BIP von -1,6 % im Jahr 2023 und -0,4 % im Jahr 2024. Die Schuldenstandsquote dürfte von 67,4 % im vergangenen Jahr auf 63,5 % im kommenden Jahr sinken.

Begünstigt durch den milden Winter 2022/23 und die weiterhin geringe Gasnachfrage aus Ostasien habe sich die Energieversorgung vorerst stabilisiert. Die Großhandelspreise für Energie haben sich deutlich verringert. Insgesamt hätten damit die kurzfristigen Abwärtsrisiken für die deutsche Wirtschaft abgenommen. Für den Winter 2023/24 bleibe jedoch die Gefahr erneuter Preissprünge oder gar einer Gasmangellage bestehen. Die seit Januar geltenden Energiepreisbremsen begrenzen die möglichen Kostensteigerungen für die Endkundinnen und -kunden. Die aktuell niedrigeren Energiepreise dürften allerdings den Anreiz zum Energiesparen schwächen. Es würden weiterhin erhebliche Risiken für die Energieversorgungslage im kommenden Winter bestehen.

Positiv auf die Entwicklung des BIP-Wachstums könnte sich die Abkehr Chinas von der strikten Null-Covid-Politik auswirken. Dies dürfte die Nachfrage aus China erhöhen und damit den deutschen Außenhandel positiv beeinflussen. Gleichzeitig bestehe allerdings das Risiko, dass zunehmende geopolitische Spannungen zwischen den USA und China den Welthandel belasten.

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten wäre zwar durch die Schließung der Silicon Valley Bank und die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS zuletzt gestiegen. Anders als in der globalen Finanzkrise würden die Schwierigkeiten einzelner Banken aber nicht auf weitgehend wertlosen Finanzprodukten basieren. Zudem wären derzeit der Interbankenmarkt und die Kreditversorgung der Realwirtschaft nicht gestört. Die Finanzmarktstabilität dürfte daher nach Einschätzung des Sachverständigenrates aktuell nicht gefährdet sein.

(Quelle: Frühjahrsgutachten Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung)

In der deutschen Rinderhaltung dürfte sich der Strukturwandel auch 2023 fortsetzen und es ist mit moderaten Rückgängen zu rechnen. Abgeschwächt wird diese langjährige Tendenz durch die derzeitigen hohen Erlösmöglichkeiten. So wird bei der Rindfleischerzeugung von einem Anstieg der Produktionsmenge ausgegangen und es wird ein Pro-Kopf-Verzehr von ca. 9,0 kg (+2,2 %) prognostiziert. Mit der Produktionsausweitung werden weniger Einfuhren an Rindfleisch nötig sein und der Selbstversorgungsgrad wird voraussichtlich steigen. Auch für die Ausfuhr wird ein Rückgang erwartet. Die sehr begrenzte Anzahl an Schlachtrindern führte in 2022 zu hohen Preissteigerungen. Der Anstieg der Rinderschlachtungen im 1. Quartal 2023 (+1,3 % gegenüber 2022) und der Einbruch beim Rindfleischverbrauch (Nachfrage der privaten Haushalte nach Rindfleisch 1. Quartal 2023: -14,6 % gegenüber 2022) haben bisher in 2023 zu einem Preisrückgang bei Jungbullen (-2,3 % gegenüber 2022) und bei Kühen (-1,4 %) geführt. In 2023 dürften die Preise insgesamt unter dem Niveau von 2022 liegen.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Mit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest, der Corona-Pandemie und dem Angriff Russlands auf die Ukraine stand und steht der Schweinemarkt vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Dies hat zu einem deutlichen Einbruch der Bestände geführt, der sich 2023 noch stärker bemerkbar machen dürfte. Das Angebot ist bisher in 2023 stark gesunken. Im 1. Quartal fielen die Schweineschlachtungen um -8,0 % gegenüber 2022. Der deutlich stärkere Rückgang der Erzeugung im Vergleich zum Verbrauch (Nachfrage der privaten Haushalte nach Schweinefleisch im 1. Quartal 2023: -4,6 % gegenüber 2022) hat einen deutlichen Preisschub verursacht. Im 1. Quartal sind die Preise um 0,75 EUR/kg (+52,8 %) angestiegen. Der negative Trend bei der Erzeugung und dem Verbrauch wird voraussichtlich anhalten. Es ist davon auszugehen, dass das Preisniveau in 2023 insgesamt deutlich über dem Niveau von 2022 liegen wird.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Der Außer-Haus-Markt wird sich auch 2023 weiter von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen. Jedoch nur langsam, da der Ukraine-Krieg, die Lieferketten-Probleme, der massive Personalmangel und die Inflation für eine neue Unsicherheit in der Branche sorgen.

Der Gastro-Markt wird sich 2023 hinsichtlich Konsumentenausgaben ebenfalls weiter in Richtung Vor-Corona-Niveau bewegen. So kehrte bereits 2022 nach Aufhebung der Homeoffice-Empfehlung und Maskenpflicht wieder etwas Normalität ein. Auch waren Reisen und Diskothekenbesuche dann wieder möglich.

Der Umsatz für den gesamten Außer-Haus-Markt lag 2022 jedoch mit 76,8 Mrd. EUR noch -7,3 % unter dem Vor-Corona-Niveau aus 2019. Das ist auf erhöhte Ausgaben bei weniger Besuchen zurückzuführen. Das Segment Quick-Service-Restaurants/Handel konnte sogar Besucher hinzugewinnen, da es von Corona-Beschränkungen am wenigsten betroffen war. Seither greifen Verbraucher wieder auf Gastronomie-Angebote in allen Lebensbereichen - am Arbeitsplatz, auf Reisen oder in der Freizeit mit Freunden und Familie - zurück.

Für 2023 wird ein Anstieg des Umsatzes auf 81,9 Mrd. EUR prognostiziert - was immer noch ein Minus von -1,1 % im Vergleich zu 2019 entspräche.

(Quelle: CREST, npdgroup Deutschland)

Die Unternehmensgruppe trägt diesen Entwicklungen weiterhin mit einem am Markt platzierten und am Verbraucher orientierten Warenangebot Rechnung; die Aktivitäten sind auf die Anforderungen und Wünsche der Kunden ausgerichtet.

Mit Blick auf die Zukunft haben sich die Vion Beef Gruppengesellschaften dazu verpflichtet eine notwendige und unumgängliche Transformation zu beschleunigen, um ein nachhaltiger und widerstandsfähiger Lebensmittelkonzern zu werden. Dies bedeutet, dass Themen wie Innovation und Digitalisierung oder Nachhaltigkeitspraktiken verstärkt genutzt werden, um die Effizienz zu verbessern, die Umweltbelastung zu verringern und Werte für alle Vion Stakeholder zu schaffen.

Die Vion Food Group und die Vion Beef-Gruppe hat deshalb das unternehmensweite Programm "Change That Matters" Ende 2022 gestartet. Hierdurch soll die aktuelle Strategie zum Aufbau nachhaltiger Ketten ("Building Balanced Chains") beschleunigt und eine erfolgreiche Transformation der gesamten Gruppe bewerkstelligt werden. Den Landwirten soll eine Zukunft und den Verbrauchern eine Auswahl an nachhaltigen Lebensmittelketten angeboten werden. Das Programm konzentriert sich auf die Anpassung der gesamten Organisation, um schneller und effektiver ausgewogene Verbindungen mit Landwirten und Kunden aufzubauen. Erhebliche Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen sind ebenfalls Teil des neuen Programms. Change That Matters soll die Zukunft von Vion in den bevorstehenden Zeiten des Wandels nachhaltig stabilisieren.

Die einzelnen Vion Beef Konzerngesellschaften sind bestrebt die strategischen Ziele zu erreichen, die Prozesse zu straffen und die Effizienz zu verbessern. Vor diesem Hintergrund sind für das Jahr 2023 innerhalb der Gruppe Gesamtinvestitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 18,8 Mio. EUR geplant. Neben diversen Kleininvestitionen soll im Wesentlichen in technische Anlagen und Maschinen zur Effizienzsteigerung und weiteren Optimierung der vorhandenen Produktionsanlagen investiert werden. Ein Teil des Investitionsschwerpunkts bezieht sich auf die Verbesserung des Wohlbefindens der Tiere durch Investitionen in die Ställe und künstliche Intelligenz sowie auf die Reduzierung der vorhandenen CO 2-Emissionen. Vor allem an den Standorten in Altenburg, Crailsheim, Großostheim, Holzwickede, und Waldkraiburg sind in 2023 diverse Investitionen unter anderem in neue energieeffizientere Kälteanlagen und in den Brandschutz vorgesehen. Zusätzlich sind Investitionsprojekte in der Zerlegung in Altenburg und ein Neubau des Rinderstalls in Crailsheim geplant.

Auch im Jahre 2022 hat die Vion Beef-Gruppe mehrere Ausgleichsmaßnahmen ergriffen. Dazu gehörten unter anderem Kostensenkungsmaßnahmen sowie die Beschleunigung der Umsetzung strategischer Initiativen. Es wird erwartet, dass sich diese Maßnahmen positiv auf die Ergebnisse im Jahr 2023 und darüber hinaus auswirken werden.

Zielsetzung für die Jahre 2023 und 2024 werden dabei eine erneute Ausweitung des Absatzes auch wieder im Export, die Schaffung neuer Vermarktungsansätze für neue Verzehrsituationen, die frühzeitige Umsetzung von Produkt- und Verpackungsinnovationen und die Erschließung neuer Kundenpotenziale sein.

Die Umsatzentwicklung hängt weitgehend von der Entwicklung der Einkaufspreise für Lebendvieh ab, womit die Umsatzgröße und damit auch der Eintritt einer Prognose stark von wechselnden Ein- und Verkaufspreisen beeinflusst ist.

Trotz der klaren strategischen Ausrichtung und der daraus resultierenden unterschiedlichen Maßnahmen und Schwerpunkte operiert die Gruppe in einem herausfordernden Marktumfeld, in dem Faktoren wie eine angespannte Wirtschaftslage, verstärkter Wettbewerb und der im Februar 2022 begonnene Ukraine-Konflikt, sowie die anhaltende hohe Inflation dazu führen, dass die Aussichten für das Jahr 2023 und die Folgejahre nur schwer vorhersehbar sind.

Obwohl das vergangene Geschäftsjahr in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr war, nicht nur für die Vion Food Group und die Vion Beef-Gruppe, sondern für die gesamte Fleischindustrie, ist es gelungen, die guten Marktpositionen und das Engagement für das Erreichen der strategischen Ziele zu behaupten. Die einzelnen Vion Beef-Gruppengesellschaften tun dies, weil sowohl die Kunden und Verbraucher als auch die Gesellschaft als Ganzes zunehmend Transparenz, Tierschutz, Rückverfolgbarkeit, Verringerung des CO 2-Fußabdrucks, Schutz der biologischen Vielfalt und Regionalität fordern.

Während die langfristige Unternehmensstrategie klar ist, wird die Entwicklung der Märkte im Jahr 2023 durch eine Reihe spezifischer Auswirkungen beeinträchtigt. Durch die Entwicklung eines Transformation Office hat sich die Vion Food Group und Vion Beef B.V. zusätzlich auf die Bewältigung dieser Veränderungen konzentriert. Der durch die Marktentwicklung bedingte Rückgang der Herdengrößen sowie die Herausforderungen im Export bedeuten, dass die Produktionskapazitäten weiterhin an die Nachfrage anzupassen sind. Die Inflation hat sich zwar etwas abgeschwächt, wird aber 2023 auf einem vergleichsweise historisch hohen Niveau bleiben. Die höheren Kosten sind an die Kunden weiterzugeben, indem die Preise entsprechend angehoben werden. Dabei profitieren alle Vion-Betriebe von den vorhandenen BBC-Lösungen, die einen transparenten Anpassungsprozess in der gesamten Lieferkette ermöglichen.

Angesichts der sich ändernden Ernährungsgewohnheiten kann davon ausgegangen werden, dass das starke Wachstum bei pflanzlichen Lebensmitteln fortgesetzt wird. Das Ziel wird sein, die jeweiligen Marktpositionen zu stärken, indem pflanzliche Proteine als Fleischersatz in Form von schmackhaften Produkten in ganz Europa angeboten werden. Insbesondere das Food Service-Geschäft wird auch in den kommenden Jahren interessante und schmackhafte Snacks auf pflanzlicher Basis entwickeln.

Die Geschäftsführung ging für das Jahr 2022 davon aus, dass aufgrund der erwarteten Preisentwicklung bei voraussichtlich leicht verringerten Schlachtzahlen im Rinderbereich, die Umsatzerlöse aus 2021 dennoch erreicht werden können und sogar über dem Vorjahresniveau liegen werden (+ 13 % bis + 18 %). Die Geschäftsführung ging weiter davon aus, in 2022 das Betriebs- und Jahresergebnis der gesamten Vion Beef-Gruppe wieder etwas verbessern zu können. Es wurde aber dennoch, vor allem aufgrund der anhaltenden ungewissen pandemischen Wirtschaftslage und aufgrund der extrem angestiegenen Energiepreise bei einigen Gruppen-Gesellschaften weiterhin mit negativen Ergebnissen gerechnet. So wurde ein negatives Betriebs- und Jahresergebnis für die gesamte Gruppe in einem erneut außerordentlichen Geschäftsjahr 2022 angenommen (zwischen 0 Mio. EUR und - 5 Mio. EUR). Die in 2021 für das Geschäftsjahr 2022 angenommenen positiven Erwartungen hinsichtlich der Umsatzentwicklung konnten aufgrund der beschriebenen Preisentwicklung im abgelaufenen Jahr sogar übertroffen werden. Es war ein Umsatzplus von über 21 %-Punkten zu verzeichnen.

Für 2023 geht die Geschäftsführung davon aus, dass aufgrund der erwarteten Preisentwicklung bei voraussichtlich leicht gesteigerten Schlachtzahlen im Rinder- und Schweinebereich, die Umsatzerlöse aus 2022 erreicht werden können und sogar über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 liegen werden (+14 % bis +19 %). Die Geschäftsführung geht jedoch zusätzlich davon aus, in 2023 das Konzernbetriebs- und Konzernjahresergebnis der gesamten Vion Beef-Gruppe aus dem Geschäftsjahr 2022, aufgrund der andauernden Inflation und angespannten Wirtschaftslage, nicht erreichen zu können. Unter anderem aufgrund der anhaltenden ungewissen Wirtschaftsentwicklung und der konstant hohen Rohstoff- und Energiepreise wird bei einigen Gruppen-Gesellschaften weiterhin mit negativen Ergebnissen gerechnet. So wird ein negatives Konzernbetriebs- und Konzernjahresergebnis für die gesamte Gruppe in einem erneut schwierigen Geschäftsjahr 2023 angenommen (zwischen -7 Mio. EUR und -12 Mio. EUR). Für das Jahr 2024 geht die Geschäftsführung von ähnlichen Erwartungen aus, jedoch ist mit positiven Effekten aus dem Umstrukturierungsprogramm "Change That Matters" zu rechnen

Insgesamt erschwert zusätzlich die derzeit anhaltende Ungewissheit vor allem aufgrund des sehr volatilen Marktes und hinsichtlich des anhaltenden Ukraine Konfliktes und der daraus immer noch nicht abzusehenden Folgen eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung für das Jahr 2023 und das Folgejahr.

Risikobericht

Alle Konzernunternehmen sind eingebunden in das Risikomanagement der Vion Food Group.

Das Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie der Vion Food Group und der Vion Beef-Gruppe. Die Vion Food Group und die Vion Beef-Gruppe möchten die Chancen in den Märkten nutzen, in denen die jeweiligen Unternehmen aktiv sind. Gleichzeitig sollen aber unerwünschte negative Folgen im Falle des Eintritts von Risiken begrenzt werden.

Als Konzern der Lebensmittelbranche mit einem gegebenen krisenanfälligen Marktumfeld bewegt sich die Unternehmensgruppe operativ auf einem Markt mit einer Vielzahl an speziellen Risiken. Dies gilt gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung des Wettbewerbs sowie der sich schnell verändernden Strukturen in der deutschen Fleischwirtschaft. Daher zählt eine professionelle Bewertung und Bewältigung von Risiken für die Vion Food Group zur Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften und somit zum gewählten Selbstverständnis.

Im Jahr 2021 hat die Vion Food Group die Ausrichtung des Risikomanagements mit Hilfe des COSO 1-Rahmenwerks, einem üblichen Modell zum Enterprise Risk Management, fortgesetzt. Dieses die dezentrale Unternehmensphilosophie unterstützende Rahmenwerk stellt klare Kernprinzipien und Konzepte, eine einheitliche Terminologie sowie klare Anweisungen und Hilfestellungen bereit. Das Risikomanagement innerhalb der Vion Food Group wird auf allen organisatorischen Ebenen verwendet.

Ziel ist es, auf Basis einer umfassenden Kenntnis der Chancen und Risiken und deren Zusammenhänge Handlungsspielräume durch den bewussten Umgang mit Risiken optimal zu nutzen. Bestehende Chancen müssen erkannt und genutzt werden, um zur Steigerung des Unternehmenswertes beizutragen.

1 Rahmenwerk des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission

Strategische Risiken

Geschäftsrisiken

Die Vion Beef-Gruppe wird regelmäßig mit Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die sich sowohl negativ als auch positiv auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auswirken können. Unter Risiken verstehen wir das mögliche Eintreten von Entwicklungen und Ereignissen, die das Erreichen der kurz- und mittelfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können.

Konjunkturelle Einflüsse können das Konsumverhalten der Endverbraucher maßgeblich beeinträchtigen. Beispiel hierfür ist der seit Ende Februar 2022 herrschende Krieg zwischen der Ukraine und Russland, welcher sich bereits seit Beginn maßgeblich auf die Rohstoffpreise, die Nahrungsmittelpreise und die weltweite Konjunktur auswirkt.

Insbesondere das Wegbrechen von Absatzmärkten aufgrund von internationalen politischen Krisen, ist ein kaum kontrollierbares Risiko und kann nur schwer abgesehen werden.

(Quelle: tagesschau.de, Weltweite Konjunktur, Wie der Krieg auf die Wirtschaft wirkt)

Stetig sinkende Viehbestände, die Verringerung der Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe als Lieferanten und folglich ein sinkendes Rohstoffangebot führen bei einer unveränderten Wettbewerberstruktur zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck im Vieheinkauf. Zur Sicherung der Rohstoffbasis in einem enger werdenden Marktumfeld kommt es deshalb darauf an, Lieferanten stärker an das Unternehmen zu binden. Kernstück für diese Ausrichtung ist der strategische Plan von Vion "Building Balanced Chains", der Aufbau von Lieferketten vom Erzeuger bis zum Kunden. Durch diese Maßnahme soll die Rohstoffversorgung durch die Lieferanten und der Absatz zum Kunden hin in Menge, Sortiment und Qualität nachhaltig ermöglicht werden. Die Vion Beef-Gruppe beobachtet sehr genau, wie sich die Märkte auf der Einkaufs- und Verkaufsseite entwickeln und welche Anforderungen an Vion sich im Lieferanten- und Kundenbereich abzeichnen. Durch diese Erkenntnisse reagieren Vion-Unternehmen frühzeitig auf sich ändernde Entwicklungen und minimieren die sich daraus ergebenden Risiken.

Die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Viehproduktion werden sich aufgrund gesetzlicher Regelungen im Bereich Tierschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit weiterer verschärfen. Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration, Tierschutzhaltungs-Verordnung, Düngeverordnung, Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) sind neue Erlasse und Maßnahmen, die die Produktionskosten der Viehhaltung massiv erhöhen. Nicht jeder landwirtschaftliche Betrieb wird die finanzielle Kraft haben, hier die notwendigen Investitionen vorzunehmen. Einige Betriebe werden die Viehhaltung oder den ganzen Betrieb aufgeben müssen. Die seit Jahren rückläufigen Rinder- und Schweinebestände sind hierfür ein Spiegelbild. Die fleischverarbeitende Industrie muss zusehen, dass sie bei bestehenden Kapazitäten und einer Verknappung des Rohstoffes zurechtkommt. Strukturanpassungen werden hier unvermeidbar sein.

(Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)

Auch die Forderung des Handels an die Schweinemäster, dass nur noch Fleisch auf der 5D Grundlage (in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet) abgenommen wird, wird die Rohstoffbasis für die Schlachtbetriebe einschränken und langfristig zu steigenden Preisen führen und das Konsumverhalten der Verbraucher damit möglicherweise dämpfen.

(Quelle: Bayrischer Rundfunk, Agrarpolitik vor Kurswechsel: Mehr Tierwohl und Umweltschutz)

(Quelle: food-service.de, Lieferengpässe, Warum Rindfleisch teuer ist - und bleibt)

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

Der allgemeine Konsens nach mehr Tierwohl und Nachhaltigkeit steigt in Deutschland. Es ist eine Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft im Hinblick auf die Art und Weise der Tierhaltung und der Nahrungsmittelproduktion zu verzeichnen. Der Fleischkonsum, insbesondere im Schweinefleischbereich, ist seit Jahren rückläufig und dieser Trend setzte sich auch 2021 fort. Umfragen zeigen, dass für die Menschen Tierschutz, Produkte aus regionaler Herkunft und umweltschonende Methoden von großer Bedeutung sind. Ebenso sieht die Politik die Notwendigkeit, dieser geänderten Einstellung Rechnung zu tragen. Die Vieh- und Fleischwirtschaft wird gefordert sein, sich diesen Veränderungen anzupassen.

(Quelle: Bayrischer Rundfunk, Agrarpolitik vor Kurswechsel: Mehr Tierwohl und Umweltschutz)

Eine mögliche Weiterverbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland wird sich besonders auf die Schweinefleischbranche auswirken. Die Beschränkungen der bisher lukrativen Exporte in Drittländer (vor allem Asien) werden größtenteils bestehen bleiben und starken Druck auf das Schweinefleischgeschäft ausüben, da die Ware jetzt auf dem gesättigten inländischen oder EU-Markt abgesetzt werden muss. Es ist weiterhin mit deutlichen Margenverlusten zu rechnen.

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Afrikanische Schweinepest verhindern)

Die Vion Food Group beobachtet die Entwicklung dieser Rahmenbedingungen sehr genau. Aktuelle unternehmerische Entscheidungen werden auf Basis dieser neuen Marktentwicklungen vorbereitet und getroffen.

Sollte sich die Absatzsituationen in den relevanten Märkten in den nächsten Monaten nicht wieder normalisieren, können sich weitere Auswirkungen auf den Absatz sowie auf die gesamte Wertschöpfungskette ergeben, die zum aktuellen Zeitpunkt weder in der Dauer noch in der Belastung abgeschätzt werden können.

Die Vion Food Group und die Vion Beef-Gruppe beobachten die Situationsentwicklung fortlaufend und werden in der Lage sein entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Lieferanten- und Kundenrisiken

Auf enger werdenden Vieh- und Fleischmärkten kommt es darauf an, Rohstoffpotentiale und Absatzkanäle zu stabilisieren. Dies erfordert die ständige Beobachtung und zukünftige Einschätzung des Marktes. Maßnahmen zur Lieferanten- und Kundenbindung sind unerlässliche Instrumente, um Beschaffung und Absatz für die vom Markt geforderten Mengen und Qualitäten zu ermöglichen. Die Kenntnis der Leistungsmöglichkeiten der Lieferanten und Kunden stellt dafür eine wichtige Grundlage dar.

Durch bundesweite Präsenz der Vion Beef-Gruppe mit Schlacht-, Zerlege- und Produktionsbetrieben ist die Lieferanten- und Kundenstruktur von Vion vielfältig. Veränderungen in den Geschäftsbeziehungen im Einzelfall können so ohne Probleme ausgeglichen werden. Aufgrund der breitgefächerten Lieferanten- und Kundenstruktur gibt es keine Abhängigkeiten zu bestimmten Lieferanten und Kunden auf Konzernebene.

Operationelle Risiken

Produktionsrisiken

Besondere Ereignisse außerhalb der Kontrolle der Vion Beef-Gruppe wie Naturkatastrophen, Kriege, Epidemien - derzeit die Ausbreitung des Coronavirus - oder andere Ereignisse, wie zum Beispiel Brand, Explosion oder der Austritt von gesundheits- oder umweltschädlichen Substanzen, können die aktuelle Produktion stark beeinträchtigen.

Risiken im Zusammenhang mit Lebensmittelsicherheit und -qualität

Gesunde und sichere Lebensmittel gehören bei der Vion Beef-Gruppe zu den höchsten Prioritäten. Die Vion Beef-Gruppe legt hohe Standards an die Lebensmittelqualität und an die Lebensmittelsicherheit an. Ein Qualitätsproblem oder auch die veränderte Wahrnehmung der Qualität seitens der Verbraucher oder der Regierungen könnte weitreichende Konsequenzen für den Ruf und die Marktstellung der Vion Beef-Gruppe haben. Kunden und Regierungen stellen zunehmend höhere Qualitätsanforderungen an Lebensmittelproduzenten.

Die Lebensmittelsicherheit und -qualität sind Teil der Verfahrensregeln für alle Produktionsstandorte. Dementsprechend sind alle Produktionsstandorte von der Vion Beef-Gruppe gemäß ISO 9001 zertifiziert. Neben der Anwendung eigener Qualitätsstandards in den Betrieben, folgen alle Standorte von der Vion Beef-Gruppe zumindest einem der von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannten Qualitätsrahmen, wie zum Beispiel IFS und BRC.

Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse und Produktsicherheit

Die Vion Beef-Gruppe hat erkannt, dass Produkt- und Prozesssicherheit unverzichtbar sind, um als vertrauenswürdiger Lieferant wahrgenommen zu werden und um Gesundheitsprobleme zu verhindern. Die Rückverfolgbarkeit ist der Schlüssel, um die Nachhaltigkeit in einer Beschaffungskette zu steigern. Verbraucher und Kunden erwarten, dass die vermittelten Qualitätsmerkmale von Erzeugnissen auf dem Absatzmarkt eingehalten werden, und dass diese Eigenschaften zu jeder Zeit an jedem Vion-Standort stets Beachtung finden.

Um Produktsicherheit zu gewährleisten, hat die Vion Beef-Gruppe Prozesssicherheitssysteme innerhalb der Arbeitsabläufe etabliert. Produktintegrität und umfassende Transparenz werden als wichtige Herausforderungen in der aktuellen Zeit angesehen. Um Sicherheitssysteme zu professionalisieren, arbeitet die Vion Beef-Gruppe aktiv mit Standardisierungsgremien zusammen. Ziel ist es, einen weltweit wahrgenommenen und anerkannten Standard zu erhalten. Diese Bemühungen nimmt Vion auf sich, um die Sicherstellung einer vertrauenswürdigen Produktkette ("Chain of Custody") zu gewährleisten.

Risiken hinsichtlich Tierwohl und Tiergesundheit

Gesunde und sichere tierische Produkte können nur aus gesunden Viehbeständen entstehen. Zwischen dem Wohlergehen und der Gesundheit der Viehbestände besteht eine enge Verbindung. Ein großflächiger Ausbruch einer Tierkrankheit, wie beispielsweise die Afrikanische Schweinepest (ASP), könnte signifikante Folgen für die Aufrechterhaltung der Lieferströme an die Kunden der Unternehmen der Vion Food Group sowie die derzeit erkennbaren Impulse im Außenhandel insbesondere bezüglich der asiatischen Märkte haben. Ein Ausbreiten der ASP auf Mitteleuropa hätte verheerende Konsequenzen auf die gesamte Wertschöpfungskette.

Der Umgang mit den Viehbeständen in der Lebensmittelkette ist integraler Bestandteil der Qualitätsstandards. Dies impliziert, dass die Tiere in den landwirtschaftlichen Betrieben, während des Transports und in den Schlachtbetrieben tiergerecht behandelt werden. Zwischenhändler und Spediteure in der Lieferkette müssen sich diesen Standards ebenfalls verpflichten. In allen Schlachtbetrieben der Vion Beef-Gruppe arbeiten mehrere Tierschutzbeauftragte, die den Umgang mit Tieren überwachen, um die Einhaltung der Tierwohlstandards sicherzustellen.

IT-/Logistische Risiken

Eine effiziente Leitung und Lenkung der Konzerntätigkeiten erfordert ein umfassendes und komplexes Informationssystem. Die laufende Pflege, Aktualisierung und Optimierung unserer IT-Systeme obliegt qualifiziertem internen und externen Fachpersonal.

Personalrisiken

Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus dem Verlust von qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern und dem damit verbundenen Fachwissen. Ein wesentlicher Bestandteil der Personalpolitik ist daher, eine möglichst langfristige Bindung zu den Fach- und Führungskräften zu pflegen und gleichzeitig neue Mitarbeiter zu gewinnen und zu integrieren. Den Mitarbeitern werden umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowie leistungsbezogene Vergütungssysteme angeboten.

Umweltrisiken

Im Rahmen der Minimierung von Umweltrisiken nimmt die Vion Food Group sowohl bei der Strategie als auch bei ihrer Unternehmensführung eine auf Nachhaltigkeit zielende Abwägung zwischen wirtschaftlichen, sozialen und umweltschutzbezogenen Aspekten vor. Diesbezügliche Maßnahmen in den einzelnen Betrieben erstrecken sich u. a. auf die Bereiche der effizienteren Nutzung von elektrischer Energie und Wärme oder der Senkung des Wasserverbrauchs sowie auf eine Senkung des Schadstoffausstoßes im Transportwesen durch optimierte Logistikplanung.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiko

Die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften sehen sich einem schwierigen Marktumfeld gegenüber, das geprägt ist von sinkenden Viehbeständen und historisch hohen Einkaufspreisen als auch steigenden Energie- und Betriebskosten. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2021 ein negatives Konzernergebnis und negative Cash Flows, die auch für den Prognosezeitraum erwartet werden, für welche keine ausreichenden liquiden Mittel im Prognosezeitraum vorhanden sind. Um diesem schwierigen Marktumfeld zu begegnen, sind auf Ebene der obersten Muttergesellschaft Vion Holding N.V., Best/Niederlande, verschiedene Programme und Maßnahmen eingeleitet worden, welche direkte Auswirkungen auf die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften haben werden, mit dem Ziel die Finanz- und Liquiditätslage mittelfristig zu verbessern. Zur Umsetzung dieser konzernweiten Programme und Maßnahmen sowie aufgrund der im Prognosezeitraum erwarteten negativen Konzernergebnisse und negativen Cash Flows ist die Vion Beef B.V. auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Vereinbarung über die Gewährung einer Liquiditätshilfe

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. und des Konzerns hängt daher von der finanziellen Unterstützung durch die Mehrheitsgesellschafterin Vion N.V., Best/Niederlande, ab. Diese hat sich im Rahmen einer Vereinbarung über die Gewährung einer Liquiditätshilfe bis zum 31. Dezember 2024 verpflichtet, die Vion Beef B.V. finanziell so auszustatten, dass sie ihre sämtlichen Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern stets erfüllen kann und sich mit einer unbefristeten Rangrücktrittserklärung verpflichtet, hinter sämtliche gegenwärtigen und künftigen Ansprüche Dritter im Rang zurückzutreten.

Die oberste Muttergesellschaft Vion Holding N.V., Best/Niederlande, hat die gesamtschuldnerische Haftung für die aus den Rechtshandlungen der Vion N.V. entstehenden Schulden übernommen.

Für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Mehrheitsgesellschafterin Vion N.V., welche sich zur Gewährung der Liquiditätshilfe verpflichtet hat, und deren direkten Mehrheitsgesellschafterin, der obersten Muttergesellschaft Vion Holding N.V. sind die folgenden Ereignisse oder Gegebenheiten, Maßnahmen und wesentlichen Annahmen relevant, damit die Vion N.V. ihre Verpflichtung zur Liquiditätshilfe gegenüber der Vion Beef B.V. erfüllen kann, von welcher wiederum die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. abhängig ist:

Die aktuelle Finanzlage und die finanzielle Leistungsfähigkeit, mit ersichtlichen fundamentalen und unerwarteten Veränderungen auf dem Markt sowie geringeren als geplanten Ergebnissen;

Die Implementierung des "Change that Matters"-Programms, das die Umsetzung der Strategie des Unternehmens beschleunigen und erhebliche Kosteneinsparungen erzielen soll;

Die Einhaltung der geänderten Bank-Covenants, in Abhängigkeit von der zukünftigen Profitabilität;

Die Durchführbarkeit von Refinanzierungsoptionen für den Fall, dass die Einhaltung von Covenants gefährdet sein wird;

Die Erwartung, dass Kooperationen mit externen Stakeholdern realisiert werden, sofern erforderlich.

Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion Beef B.V. und ihrer Tochtergesellschaften ist damit von der finanziellen Unterstützung in erforderlichem Umfang im Rahmen der Gewährung der Liquiditätshilfe seitens der Vion N.V. abhängig. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Vion N.V. und deren direkten Mehrheitsgesellschafterin, Vion Holding N.V., ist wiederum von der Umsetzung der Maßnahmen und Annahmen auf Ebene der Muttergesellschaft Vion Holding N.V. abhängig.

Hinsichtlich weiterer Angaben zu den Ereignissen, Gegebenheiten, Maßnahmen und wesentlichen Annahmen auf Ebene der obersten Muttergesellschaft, Vion Holding N.V., wird auf nachfolgend in Anführungszeichen gesetzte dargestellte Erläuterung 2.1 des Konzernabschluss 2022 der Vion Holding N. V. verwiesen (die verwendeten Begriffe "Unternehmen" bzw. "Vion" beziehen sich dabei auf die Vion Holding N.V. bzw. die Vion Holding N.V. und ihre Tochtergesellschaften):

"Derzeitige und erwartete Profitabilität

Um den aktuellen und langfristigen Marktbedingungen Rechnung zu tragen, führte das Management detaillierte Analysen zu Planergebnissen für den Zeitraum 2023 bis 2027 durch.

Diese Analysen haben gezeigt, dass unter unveränderten Umständen und ohne Intervention die Einhaltung der Bestimmungen zur Working Capital Facility (Betriebsmittelfazilität) und der Schuldscheinklauseln gefährdet wären. Auf der Grundlage dieser Analyse haben wir mit Unterstützung externer Spezialisten Maßnahmen ergriffen, die sowohl kurz- als auch langfristig die Rentabilität, den Cashflow und die Liquidität verbessern sollen. Die Darlehensgeber der Betriebsmittelfazilität und die wichtigsten Kreditversicherer von Vion unterstützen diese Maßnahmen, indem sie die geforderten Änderungen der Nebenbedingungen und Vereinbarungen genehmigen.

Im Oktober 2022 haben wir unser Transformationsprogramm "Change That Matters" gestartet, um unsere Strategie zum Aufbau nachhaltiger Ketten zu beschleunigen, die den Landwirten eine Zukunft und den Verbrauchern eine Auswahl an nachhaltigen Lebensmittellieferketten bieten. Das Programm, das von externen Unternehmen bewertet wird, konzentriert sich auf die Anpassung unserer Organisation, um gemeinsam mit Landwirten und Kunden schneller und effektiver ausgewogene Lieferketten aufzubauen. Wir stehen in einem konstruktiven Dialog mit allen relevanten Interessengruppen, einschließlich der Kreditgeber für die Betriebsmittelfazilität und der wichtigsten Kreditversicherer, über die Fortschritte des Programms 'Change That Matters' sowie über die Entwicklung des Marktes.

Erhebliche Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen sind ebenfalls Teil dieses Programms. Das Programm soll bis 2025 jährliche Verbesserungen der operativen Performance um 150 bis 200 Mio. EUR ermöglichen, um ein zukunftssicheres operatives Management mit mehr Regionalität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Das Programm konzentriert sich dabei auf verschiedene Hebel zur Verbesserung unserer Leistung, wie z.B. betriebliche Effizienz, Beschaffung von Non-Food Produkten in großem Umfang, verbessertes Key Account Management, Cash Management, Footprint-Maßnahmen sowie die Veräußerung ungenutzter Vermögenswerte.

In den Jahren 2022 und 2023 hat Vion an mehreren Standorten bereits Anpassungen der Produktionskapazitäten vorgenommen und zusätzliche angekündigt, um vor allem vorhandenen Überkapazitäten und negativen Ergebnisentwicklungen entgegenzusteuern. Die Auswirkungen des aktuellen Jahres liegen leicht über dem Plan. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch einen strengen Durchführungsmechanismus, der installiert wurde. Das Programm basiert auf einem bewährten Konzept und wurde bewertet und für sehr umfassend und robust befunden. Die Umsetzung erfolgt durch ein engagiertes Vion-Team, das durch externe Spezialisten und relevante Stakeholder unterstützt wird.

Vion ist zuversichtlich, dass das Unternehmen "Change That Matters" (CTM) erfolgreich umsetzen, seine Strategie verstärken und seine Finanzergebnisse deutlich verbessern kann.

In Übereinstimmung mit dem CTM-Programm kündigte Vion am 7. Juni 2023 eine strategische Umstrukturierung an, die die Einrichtung von zwei Ländereinheiten in Deutschland und den Benelux-Ländern vorsieht, die den Vieheinkauf, den Betrieb vor Ort (Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung, Verpackung) und den Fleischverkauf überwachen sollen. Dieser Schritt zielt darauf ab, engere Verbindungen zwischen Landwirten und Kunden auf den Heimatmärkten zu schaffen. Vion ist zuversichtlich, dass diese strategischen Veränderungen zu nachhaltigem Wachstum, einer Beschleunigung der Vion-Kettenstrategie, zur Förderung von Innovationen und zur Stärkung der führenden Position des Unternehmens in der europäischen Lebensmittelindustrie führen werden. Sowohl für 2023 als auch für 2024 wird erwartet, dass sich dieser Plan auf künftige Ergebnisse, Cashflows sowie die Liquidität von Vion auswirken wird.

Mit Blick auf die Jahre 2023 und 2024 könnten viele der oben genannten Marktrisikofaktoren fortbestehen, was weiterhin zu einer hohen Inanspruchnahme unserer Finanzierungsfazilitäten und einem Druck auf die Ergebnisse führen würde, falls nichts unternommen wird. Um unsere Umstrukturierung unter den derzeitigen Marktbedingungen mit historisch hohen Schweinepreisen durchzuführen, verpflichtete Vion die Kreditgeber der Betriebsmittelfinanzierung und die wichtigsten Kreditversicherer, die auch die wichtigsten Finanzierungslinien für die Vion Food Group bereitstellen. In einer im Juni 2023 unterzeichneten Vereinbarung mit den Kreditgebern der Betriebsmittelfazilität hat sich Vion auf ein komplettes Paket von Unterstützungsmaßnahmen geeinigt, so dass sich Vion auf die Durchführung seines Programms "Change That Matters" konzentrieren kann. Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass immer ein inhärentes Marktrisiko aufgrund der Volatilität dieses speziellen Marktes besteht. Für den Fall, dass ungünstige Entwicklungen eine zusätzliche Finanzierung erforderlich machen sollten, verfügt das Unternehmen über genügend Vorlaufzeit und Optionen.

Zu diesem Paket gehören auch die folgenden Bankklauseln (Covenants):

Ein niedrigerer Interest Coverage Ratio Covenant (Zinsdeckungsquote): 4,5x für Q4 2023 und Q1 2024, bevor sie ab Q2 2024 wieder auf den ursprünglichen Wert von 5,00 zurückfällt. Für Q2 2023 und Q3 2023 wird kein Test durchgeführt.

Ein niedrigerer Net Working Capital Covenant (Nettoumlaufvermögen): 35 Mio. € bis einschließlich Q4 2024, 65 Mio. € für Q1 2025, bevor ab Q2 2025 wieder das ursprüngliche Niveau von 100 Mio. € erreicht wird.

Eine nicht zweckgebundene Fazilität wurde aufgestockt und ist Teil der gebundenen Finanzierung geworden, wodurch zusätzliche Liquidität generiert wurde. Wir stellen fest, dass durch die Anpassung der Betriebsmittelfazilität die Zinsklauseln weitgehend mit der ähnlichen Schuldscheinklausel übereinstimmen.

Aufgrund aller getroffenen Maßnahmen ist Vion der Ansicht, dass das Unternehmen in der Lage ist, seine Geschäftstätigkeit fortzuführen, und hat daher seinen Jahresabschluss auf der Grundlage der Unternehmensfortführung erstellt, trotz der Unvorhersehbarkeit des Marktes. Für den Fall, dass sich externe Faktoren und Risiken derart negativ auswirken, dass die Kreditvereinbarungen gefährdet sind, verfügt das Unternehmen über genügend Zeit und Optionen, um diese Auswirkungen abzumildern. Auf der Grundlage einer starken Bilanzposition mit einer geschätzten Solvabilität/Zahlungsfähigkeit zum Jahresende 2023 von 28 % und nicht verpfändeten Vermögenswerten von über 500 Mio. € gibt es mehrere Refinanzierungsoptionen. Zu diesen Optionen gehören unter anderem der Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten, die Refinanzierung der bestehenden und/oder die Aufnahme neuer Finanzierungsfazilitäten auf der Grundlage der aktuellen besicherten und unbesicherten Vermögenswerte innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens.

Die geänderten Bankenklauseln basieren auf unserer Prognose für die Jahre 2023 und 2024. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass das Ergebnis, der Cashflow und die Liquidität von Vion die Einhaltung dieser Covenants ermöglichen werden, auch unter Berücksichtigung der weiter oben in diesem Abschnitt erwähnten Marktrisiken. Vion hat zu diesem Zweck Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ungünstige Entwicklungen zu testen.

Das Ergebnis dieser Szenarien bietet die Gewissheit, dass das Unternehmen in der Lage sein wird, die Auswirkungen solcher Risikofaktoren unter Berücksichtigung der im vorigen Abschnitt beschriebenen Optionen zur Risikominderung aufzufangen. Die Ausführung dieser Optionen umfasst sowohl vollständig von Vion kontrollierte Maßnahmen als auch Optionen, die nur in Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern realisiert werden können.

In Anbetracht dieser Situation und auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen geht das Management davon aus, dass bei Bedarf eine Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern möglich sein wird. Dies ist eine wichtige Annahme, die die Einschätzung der Unternehmensfortführung stützt."

Auf der Grundlage der Vereinbarung über die Gewährung einer Liquiditätshilfe sowie der Beurteilung der Unternehmensfortführung durch die Vion Holding N.V. ist die Vion Beef B.V. der Meinung, dass sie in der Lage ist, die Unternehmenstätigkeit fortzuführen, und hat daher ihren Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss auf der Grundlage der Unternehmensfortführung (Going-Concern) erstellt.

Aufgrund der Tatsache, dass die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften auf die finanzielle Unterstützung der Vion N.V. angewiesen ist, besteht ein bestandsgefährdendes Risiko für die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften.

Weitere finanzwirtschaftliche Risiken

Die Vion Food Group ist ein global operierendes Unternehmen mit internationalen Geschäftsverbindungen, die grundsätzlich eine Vielzahl unterschiedlicher Währungsströme mit sich bringen. Währungsrisiken, die mit der Veränderung von Wechselkursen einhergehen, begegnet die Vion Food Group mit derivativen Finanzinstrumenten. Das Währungsmanagement übernimmt im Wesentlichen zentral der Bereich Konzern-Treasury in den Niederlanden. Da die Gesellschaften der Vion Beef-Gruppe im Wesentlichen in das europäische Ausland exportieren, spielen Fremdwährungsrisiken bei der Gruppe eine untergeordnete Bedeutung.

Gesetze und Regelungen

Die Compliance-Risiken, mit denen die Vion Beef-Gruppe konfrontiert werden kann, wurden identifiziert. Die Gesellschaft erfüllt aus heutiger Sicht alle relevanten gesetzlichen Bestimmungen und Regelungen. Eine fortlaufende Bestandsaufnahme und anschließende Umsetzung ggf. notwendiger Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen erfolgt auch im laufenden Jahr 2023 wieder auf der Ebene der operationalen Unternehmen.

Steuerliche Risiken

Die Gesellschaften sind steuerlichen Risiken ausgesetzt. Sie bilden hierfür Rückstellungen soweit eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe hinreichend sicher bestimmt werden kann. Die unterschiedliche Rechtsauslegung durch die Finanzverwaltung ist jedoch mit Unsicherheit behaftet und diesbezüglich können sich für die Gesellschaften, insbesondere im Bereich Umsatzsteuer, zukünftig weitere Risiken ergeben.

Sonstige Einflüsse

Darüber hinaus existieren, neben den in den Risikokategorien beschriebenen Risiken, Einflüsse, die nicht vorhersehbar und deren Folgen nur schwer kontrollierbar sind. Im Fall ihres Eintritts könnten sie die weitere Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen. Zu diesen Ereignissen werden insbesondere Naturkatastrophen, Terroranschläge, Epidemien - wie die Ausbreitung des Coronavirus - und gewaltsame Auseinandersetzungen - wie der Ukraine-Konflikt - gezählt. Aus diesen negativen Ereignissen können sich Risiken sowohl für das weltweite Wirtschaftswachstum als auch in der Folge Risiken für die Vion Beef-Gruppen-Gesellschaften vor allem im Hinblick auf die Produktion und den Vertrieb ergeben. Ebenso kann das aktuelle Risiko einer möglichen Gasmangellage in Deutschland zu potenziellen Problemen bei einzelnen Standorten führen.

Einschätzung der Risikolage

Auf der Grundlage der Vereinbarung über die Gewährung einer Liquiditätshilfe sowie der Beurteilung der Unternehmensfortführung durch die Vion Holding N.V. ist die Vion Beef B.V. der Meinung, dass sie in der Lage ist, die Unternehmenstätigkeit fortzuführen, und hat daher ihren Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss auf der Grundlage der Unternehmensfortführung (Going-Concern) erstellt. Aufgrund der Tatsache, dass die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften auf die finanzielle Unterstützung der Vion N.V. angewiesen ist, besteht ein bestandsgefährdendes Risiko für die Vion Beef B.V. und ihre Tochtergesellschaften.

Chancenbericht

Als Chancen werden mögliche künftige interne und externe Entwicklungen oder Ereignisse angesehen, die das Erreichen der Geschäfts- und Finanzziele positiv beeinflussen können.

Vor diesem Hintergrund haben die Vion Food Group und die Vion Beef-Gruppe einen strategischen Plan mit dem Schwerpunkt auf "Building Balanced Chains" (BBC) in enger Zusammenarbeit mit den Lieferketten-Partnern eingeführt, um so eine nachhaltige Zukunft für Lieferanten, Kunden und für Vion selbst aufrecht zu erhalten.

Im Segment Bio-Fleisch wird die Vion-Tochter De Groene Weg die Aktivitäten auf den deutschen Markt ausweiten und biologische Fleischlieferketten aufbauen. Hier ist bereits eine deutsche Gesellschaft "Der Grüne Weg GmbH" gegründet worden, welche die Akquise von Landwirten und die Vermarktung in Deutschland erleichtern soll.

Mit dem Produktionswerk für pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte in Leeuwarden (ME-AT) geht Vion den Weg in einen aufstrebenden Markt. Schon in ihrem ersten abgeschlossenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft namhafte Vertriebspartner im LEH in den Niederlanden und in Deutschland für sich gewinnen.

Auch die Salomon Food World GmbH hat sich mit vegetarischen Produkten wie den "Green Heroes" auf die geänderten Ernährungsgewohnheiten der Verbraucher eingestellt und profitiert von den Entwicklungen in diesem Segment.

(Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung, GfK)

(Quelle: Agrarmarkt Informationsgesellschaft, AMI)

(Quelle: food-service.de, Veganuary 2022, Ein Januar, so vegan wie noch nie)

(Quelle: LP.economy, Ausgabe November 2021, Eine Frage noch)

(Quelle: food-service.de, Salomon FoodWorld, Nuggets jetzt auch als vegane Variante)

Sowohl Risiken als auch Chancen können zu Abweichungen gegenüber den vorgesehenen Planungen führen.

Weiterhin sieht die Geschäftsführung durch die regionale Aufstellung der einzelnen Betriebe Chancen für die jeweiligen Standorte innerhalb der Vion Beef-Gruppe.

Die Unternehmen der Vion Beef-Gruppe richten ihre Vertriebsaktivitäten an den Märkten aus und sehen insbesondere in den innovativen und zeitgerechten Produkten und Dienstleistungen eine solide Basis, auch zukünftig die Nachfrage bei bestehenden Kunden auszubauen sowie neue Kunden gewinnen zu können. So bestätigte die Vion Beef-Gruppe ihre Rolle als Trendsetter mit der Einführung innovativer Vertriebsansätze, wie z.B. der Marke Goldbeef für Premium-Rindfleischspezialitäten.

Um für die Kunden attraktiv zu bleiben, wird auch zukünftig die Produktentwicklung weiter gestärkt werden.

Die Optimierung der Produktion durch Zentralisierung verschiedener Produktgruppen an ausgewählten Standorten innerhalb der Gruppe soll zur Steigerung des Betriebsergebnisses beitragen, um Produkte zu marktfähigen Preisen anbieten zu können. Dies bündelt Ressourcen und sichert die Nutzung von Synergieeffekten.

Interne Funktionen wie die Verwaltung werden durch weitere Zentralisierung und gemeinsame Systeme in der Qualität und Effizienz verbessert.

Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen, die auf den heute bekannten wirtschaftlichen und finanzpolitischen Rahmenbedingungen und den Erwartungen der Geschäftsführung beruhen. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Vion Beef-Gruppe liegen, bestimmen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse. Die tatsächlichen Ergebnisse können dadurch wesentlich von den Erwartungen abweichen.

 

Buchloe, den 11. Juli 2023

Die Geschäftsführung

David Alexander De Camp

Armin Trinkwalder

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