KBS Group GmbHLiquidiert
44319 Dortmund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gudrun Brandt seit 10.1.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Familienstiftung Felix und Moritz Kühn | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KBS Group GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BILANZ zum 31. Dezember 2021der KBS Group GmbH, DortmundAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021der KBS Group GmbH, Dortmund
ANHANG für das Geschäftsjahr 2021der KBS Group GmbH, DortmundI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Dortmund und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund in der Abteilung B unter der Nummer 23582 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der KBS Group GmbH wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§264 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Wertansätze des Jahresabschlusses der KBS Group GmbH zum 31.12.2020 wurden unverändert übernommen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Erleichterungen gemäß §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurden in vollem Umfang in Anspruch genommen. Die in den Vorjahren angewandten Abschreibungsmethoden wurden im Geschäftsjahr beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung entsprechend der Nutzungsdauer von drei Jahren, bewertet. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung entsprechend der Nutzungsdauer, und die Zugänge mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Die Anlagegegenstände wurden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Werteverzehr linear, sowie monatsgenau abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagespiegel wird ein fiktiver Abgang im gleichen Jahr unterstellt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von Euro 5.685,00 vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Sie wurden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen. II. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegüter im Geschäftsjahr 2021 ist dem Anlagenspiegel auf der nachfolgenden Seite zu entnehmen. Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31. Dezember 2021der KBS Group GmbH, Dortmund
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von Euro 965.410,97 (Vj.:Euro 945.473,82). Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten waren zum 31. Dezember 2021 im wesentlichen Versicherungsbeiträge und Leasingsonderzahlungen auszuweisen. Im Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen sind die Umweltboni enthalten, welche über die Bindungsfristen aufgelöst werden. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Arbeitnehmeransprüche (TEUR 446) und für die Jahresabschlusserstellung bzw. Jahresabschlussprüfung (TEUR 40). Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel in TEUR zusammenfassend dargestellt:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEuro 517 (Vj.: TEuro 1.070) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEuro 282 (Vj.: TEuro 509) enthalten. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte, soweit Lieferantenzahlungen erst im folgenden Geschäftsjahr erfolgen. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 0,00 (Vj.: Euro 250.000,00), Coronaentschädigungen bzw. -prämien in Höhe von Euro 95.950,12 (Vj.: Euro 276.563,17), Versicherungsentschädigungen in Höhe von Euro 114.179,73 (Vj.: Euro 195.848,29), Erträge aus Zuschüssen in Höhe von Euro 210.000,00 (Vj.: Euro 0,00) sowie Aufwandsausgleichserstattungen in Höhe von Euro 242.293,00 (Vj.: Euro 219.270,18) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von Euro 319,27 (Vj.: Euro 13.252,75) sowie Aufwendungen für diverse Wertberichtigungen in Höhe von Euro 84.522,29 (Vj.: Euro 577.851,99) enthalten. Des Weiteren sind hier auch coronabedingte Aufwendungen (Masken, Desinfektionsmittel, Tests usw.) in Höhe von Euro 280.049,11 (Vj.: Euro 549.455,70) enthalten, welche für den Eigenverbrauch und den Verkauf bestimmt waren. IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht ein Factoringvertrag, welcher die Liquidität der Gesellschaft sicherstellen soll. Des Weiteren sind aus diversen langfristigen Leasing- und Mietverträgen monatliche Aufwendungen in Höhe von rund TEuro 58 (Leasing) und rund TEuro 41 (Mieten) zu erwarten. V. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl, getrennt nach Gruppen ist aus folgender Aufstellung ersichtlich:
Die Gesellschaft ist an zwei Unternehmen zu 100 % beteiligt, da die Beteiligungen und alle Forderungen abgeschrieben wurden, wird nach § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB auf die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Geschäftsführung hauptberuflich durch Frau Gudrun Brandt, Dortmund, Frau Brand ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführung macht von der Regelung des § 284 Abs. 4 HGB Gebrauch. Der seit dem Jahr 2020 ausgerufene Gesundheitsnotstand durch die WHO hält weiter an. Wir verfolgen permanent den Verlauf der Pandemie. Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich die wirtschaftliche Situation nicht verbessert. Die Inflation sowie die Energiepreise erreichen ungeahnte Höhen. Aufgrund dessen könnten sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertrgslage 2022 ergeben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Kapitel "Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung". Die Geschäftsführerin schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von Euro 653.622,45 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von Euro 629.314,81 zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.
Dortmund,den 21. März 2023 KBS Group GmbH Geschäftsführung Gudrun Brandt Lagebericht für das Jahr 2021I. Grundlagen des Unternehmens Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die KBS Group GmbH hat ihren Sitz in Dortmund. Die Geschäftstätigkeit umfasst seit der Gründung im Jahr 2011 vorwiegend die klassische Arbeitnehmerüberlassung und wurde im Geschäftsjahr 2020 um den Handel mit persönlicher Schutzausrüstung sowie das Betreiben von mobilen Teststationen erweitert. Neben der Zentrale in Dortmund bestehen mittlerweile 15 weitere Niederlassungen bundesweit. Die KBS Group GmbH ist als familiär geführtes Unternehmen im Bereich der Personaldienstleistung und Direktvermittlung tätig. Sie agiert bundesweit in den Bereichen Gesundheit und Soziales sowie Gewerbe und Industrie. Eine starke Marktposition erreichte die KBS Group GmbH durch klares Definieren ihrer Visionen und Ziele, einer gesunden Risikobereitschaft und insbesondere durch den direkten Kontakt zu ihren Kunden und Mitarbeitern. Auch in Zukunft wird die KBS Group GmbH ihre Strategie der nachhaltigen Personalpolitik mit Fokus auf innovative Zukunftssicherung, Kontinuität, Arbeitssicherheit und weitere Markterschließungen verfolgen. Die KBS Group GmbH begreift sich als Partner ihrer Kunden und Mitarbeiter, setzt ihr Hauptaugenmerk auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und sichert damit ihren langfristigen Unternehmenserfolg. Die individuelle Nutzung sowie Förderung der Stärken und Kompetenzen ihrer Mitarbeiter und die systematische Umsetzung ihres Qualitätsmanagement-Systems sind die Basis für die erfolgreiche Implementierung der Unternehmensziele der KBS Group GmbH. II. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,7 Prozent höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft hat sich somit nach dem Einbruch im Jahr 2020 wieder etwas erholen können. Da jedoch auch das Jahr 2021 noch stark vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit im Zusammenhang stehenden Schutzmaßnahmen geprägt war, konnte die Wirtschaftsleistung das Vorkriesenniveau noch nicht wieder erreichen. Im Vergleich zum Jahr 2019 war das BIP noch um 2,0 Prozent niedriger. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Dieser Wert entspricht mit 7.000 Personen (0,0 Prozent) mehr in etwa dem Vorjahresniveau. An dem vor der Corona-Pandemie stetig anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigkeit konnte somit nicht wieder angeknüpft werden. Im Vorjahresvergleich werden in mehreren Branchen Anstiege ausgewiesen, die allerdings im bisherigen Verlauf der Corona-Krise kleiner wurden. Die absolut größten Zuwächse registrierten das Gesundheitswesen, der Öffentliche Dienst und der Bereich Erziehung also die Bereiche, die selbst im Krisenjahr 2020 noch einen Zuwachs erzielen konnten. Im Bereich des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) sank die Erwerbstätigenzahl um rund 1.2 Prozent. (Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung 001/ Januar 2022) Zeitarbeits-/ Arbeitnehmerüberlassungsbranche Im Jahresdurchschnitt 2021 waren 816.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Deutschland entweder sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. Der Anteil an der Gesamtbeschäftigung lag bei 2,1 Prozent. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist die dominierende Beschäftigungsform in der Zeitarbeit. Mit 772.000 waren im Jahresdurchschnitt 2021 knapp 95 Prozent der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. ("Entwicklung in der Zeitarbeit" der Bundesagentur für Arbeit, Juli 2022) Die meisten der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit sind in Vollzeit: Im Jahresdurchschnitt 2021 waren 83 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Zeitarbeitnehmer vollzeitbeschäftigt und 17 Prozent teilzeitbeschäftigt. Im direkten Vergleich mit der Entwicklung bei allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg die Zahl der vollzeitbeschäftigten Zeitarbeitnehmer (+6 Prozent; alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten +0,5) stärker an. Bei Teilzeitbeschäftigten war der Anstieg hingegen mit jeweils rund zwei Prozent nahezu gleich. ("Entwicklung in der Zeitarbeit" der Bundesagentur für Arbeit, Juli 2022) Geschäftsentwicklung Die Geschäftsentwicklung 2021 hat sich leicht besser entwickelt als prognostiziert. Der Umsatz der KBS Group GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 4,95 % auf T€ 20.662. Die Zahl der Mitarbeiter war im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Im Durchschnitt wurden rund 714 Arbeitnehmer im Jahr 2021 beschäftigt. Vermögenslage Die Bilanzsumme sank gegenüber dem Vorjahr um 11,82 % auf T€ 4.099. Trotz des Rückgangs konnte im Bereich des Sachanlagevermögens ein Zuwachs um rund T€ 257 (74,24 %) verzeichnet werden. Dieses ist vor allem auf Investitionen im Bereich der Geschäftsausstattung zurückzuführen. Auf der Passivseite hat sich die Eigenkapitalquote von 14,19 % auf 32,04 % erhöht. Die Rückstellungen konnten um rund T€ 129 abgebaut werden. Hier waren vor allem die sonstigen Rückstellungen rückläufig. Die Verbindlichkeiten haben sich um rund T€ 1.134 abgebaut. Durch den im Geschäftsjahr erwirtschafteten operativen Cashflow war jederzeit ausreichende Liquidität sichergestellt, so dass die Investitionszahlungen ohne Aufnahme von Darlehen bezahlt werden konnten. Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von T€ 508. Ertragslage Die Ertragslage ist durch eine gestiegene Gesamtleistung von 4,95 % gekennzeichnet, wobei das Rohergebnis analog um 4,06 % gestiegen ist. Die Personalaufwendungen sind trotz niedrigerem Personalbestand um 2,86 % auf T€ 16.367 gestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Vollzeitbeschäftigten gestiegen ist. Die Abschreibungen erhöhten sich investitionsbedingt um 40,89 % (T€ 27) gegenüber dem Vorjahr. Der unterproportionale Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung betrug 1,77 % (T€ 86). Diese Entwicklung ist vor allem auf die Wertberichtigungen zurückzuführen, welche von T€ 578 auf T€ 85 gesunken sind. Die gestiegenen Umsätze wirkten sich trotz gestiegener Kosten positiv auf den Jahresüberschuss aus. Nach Steuern lag der Jahresüberschuss mit nunmehr rund T€ 654 deutlich im Plus und gut T€ 325 über dem Vorjahreswert; dies entspricht einer Erhöhung von rund 98,94 %. Finanzlage Der Finanzmittelbestand (flüssige Mittel und Kontokorrentverbindlichkeiten) lag mit T€ 508 um rund T€ 224 niedriger als im Vorjahr und ist auf die Rückführung der Verbindlichkeiten zurückzuführen. Aufgrund ausreichender Kontokorrentlinien bestehen keinerlei Liquiditätsengpässe. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsleitung der KBS Group GmbH zieht zur internen Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag pro Mitarbeiter und die Umsatzrendite heran. Bei den Mitarbeitern wird der Geschäftsführer mitgezählt. Zwischen Vollzeit- und Teilzeitkräften wurde nicht unterschieden, Aushilfen bleiben unberücksichtigt. Die Umsatzrendite berechnet sich mit dem Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz. Der Rohertrag pro Mitarbeiter beträgt T€ 36, die Umsatzrendite 5,09 %. III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Branchen- und ertragsorientierte Risiken Die aufgekommene Corona-Pandemie hat die Geschäftsleitung der KBS Group GmbH bereits im Jahr 2020 dazu bewegt, den Geschäftszweck der Gesellschaft zu erweitern sowie sich noch intensiver zu bemühen, ihren Kundenstamm zu pflegen und zu erweitern und weiterhin viel Wert auf erstklassige Beratung, hohen Service und freundliches sowie kompetentes Personal zu legen. Des Weiteren wird darauf geachtet, dass durch entsprechendes Controlling und antizyklische Maßnahmen das Gesamtkonzept im Gleichgewicht bleibt, um ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, insbesondere da sich zwischenzeitlich die Risiken aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld durch die Ausbreitung des Corona-Virus sowie den begonnenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine erhöht haben und aus Sicht der Gesellschaft auch nicht kalkulierbar sind. Die damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen und Risiken sind gegenwärtig noch schwer abschätzbar. Chancen Wie die Historie zeigt, bringt jede Krise insbesondere für die Branche der Arbeitnehmerüberlassung auch die Chance mit sich, gestärkt aus dieser hervorzugehen. Als Beispiel könnte die Finanzkrise 2008 dienen, da entscheidend für die Erholungsphase die Abdeckung des Arbeitnehmermehrbedarfs in vielen Unternehmen durch das Instrument der Zeitarbeit erfolgte. Dieses Phänomen kam während der Corona-Pandemie insbesondere auch durch die Erweiterung der Geschäftstätigkeit auch der KBS Group GmbH zu Gute. Auch die z.Zt. herrschende sehr schwierige wirtschaftliche Situation begründet durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine stellt neue Herausforderungen an unser Team. Es wird versucht, auch diese Situation zu meistern, in dem wir Hand in Hand mit unseren Mitarbeitern und unseren Kunden alles uns Mögliche tun, um dagegen anzusteuern und uns auch von dieser Krise nicht schwächen sondern stärken zu lassen. Hilfreich ist natürlich auch die erarbeitete Bekanntheit, welche wir durch Präsenz in allen zur Verfügung stehenden Bereichen zu nutzen versuchen, und unser Ruf, gegenüber unseren Arbeitnehmern und unseren Kunden fair zu sein. Risiken Ein erhöhtes Risiko für die Ertragslage liegt zurzeit sicherlich darin, dass viele Firmen um ihr Überleben kämpfen und vielleicht sogar von der Insolvenz betroffen sind. Dies könnte zu dem Verlust von Kunden oder zu Forderungsausfällen führen. Darüber hinaus wird es auch immer schwieriger, gutes Personal zu finden und zu motivieren. Dieser allgemein bekannte Mangel an Fachkräften kann sich ebenfalls negativ auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Des Weiteren ist zu befürchten, dass die Inflation und die aktuelle Energiekrise die Fixkosten in z.Zt. nicht einschätzbare Höhen treibt und hierdurch unsere Möglichkeit, wirtschaftlich und kundenorientiert agieren zu können, massiv einschränken könnte. Auch der zum 1. Oktober 2022 auf 12,00 Euro erhöhte Mindestlohn dürfte sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Diese Auswirkungen dürften aber in einem kleinen überschaubaren Rahmen bleiben, da wir den meisten unserer Angestellten mehr als die 12,00 Euro zahlen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund von ausreichend zur Verfügung stehender eigener liquider Mitte! und zusätzlich ausreichender bestehender Kontokorrentlinien bestehen zurzeit keinerlei Liquiditätsengpässe. Gesamtaussage Die positive Entwicklung unseres Unternehmens konnte im Berichtsjahr trotz der schwierigen Umstände fortgeführt werden. Wir werden weiterhin versuchen, uns mit Hilfe der im Risikobericht erläuterten Instrumente auch den weiteren künftigen Herausforderungen zu stellen. IV. Prognosebericht Stand heute kann die Geschäftsleitung der KBS Group GmbH, wie wahrscheinlich auch alle Experten, nicht vorhersagen, wie sich das Corona Virus, der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, die Entwicklung der Inflation, die Energiekrise und die aktuell vorherrschenden Lieferengpässe auf die Wirtschaft auswirken. Mit Sicherheit kann man nur sagen, dass die aktuelle Situation die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft und aller anderen Länder mehr oder weniger einschränkt - und hoffentlich nicht langfristig lahmlegt. Unter dieser Ungewissheit hat natürlich auch die Branche der Personaldienstleister zu leiden. Laut einer Branchenumfrage rechnen die Unternehmen für 2022, wie im Vorjahr, mit einem entsprechenden Marktwachstum, welches jedoch die Umsatzgrößen noch nicht auf Vorkrisenniveau bringen wird. Aus diesem Grund sieht sich die Gesellschaft mehr denn je in der Pflicht, sowohl für ihre Mitarbeiter als auch für ihre Kunden nach vorne zu blicken und mit den ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Sicherheit und Wohlbefinden zu erzeugen. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein positives Jahresergebnis, leicht über Vorjahresniveau, erwartet. Wir rechnen damit, dass der Rohertrag pro Mitarbeiter in 2022 in etwa gleichbleibt, aber sich unsere Umsatzrendite leicht verbessern wird. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmittel und Lieferantenkrediten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden regelmäßig Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermitteln. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein adäquates Debitorenmanagement. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft war 2021 mit 16 Niederlassungen (incl. Zentrale) in ganz Deutschland vertreten. In 2022 sind weitere Niederlassungen geplant. VII. Erklärung zur Unternehmensführung Chancengleichheit Bei der KBS Group GmbH wird die Chancengleichheit aller Menschen unterstützt und sich bewusst gegen Diskriminierung jeder Art gestellt. Niemand darf aufgrund der Hautfarbe, der Abstammung, des Glaubens, der politischen Einstellung, des Alters, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der körperlichen Verfassung, des Aussehens oder sonstiger persönlicher Eigenschaften diskriminiert werden. Das Miteinander ist von gegenseitigem Respekt geprägt. Der Umgang untereinander ist offen, fair und wertschätzend. Es werden keine Beleidigungen, Erniedrigungen oder Belästigungen geduldet. Die Führungskräfte der Gesellschaft haben dabei eine besondere Verantwortung und dienen als Vorbilder. Des Weiteren wird auf eine ausgeglichene Frauenquote auf allen Ebenen der Gesellschaft geachtet. Die Frauenquote in der Geschäftsführung beträgt 100 %.
Gudrun Brandt, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KBS Group GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KBS Group GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KBS Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 239f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lichtenfels, 27. März 2023 Lichtenfelser
Revision GmbH
Achim Böhnke, Wirtschaftsprüfer |
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