Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 100968
Vorher
ELS Deutschland GmbH
Eingetragen
14.5.2013
Branche
BeteiligungsgesellschaftenRechtsanwaltskanzleien und NotariateVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Die Konzeption, Erstellung, Bereitstellung und der Vertrieb von Informationen insbesondere in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern in Deutschland sowie in angrenzenden Fachgebieten. Zu diesem Zweck kann die Gesellschaft Unternehmen gründen, Anteile an Unternehmen erwerben, halten und veräußern, auch als persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitalbeteiligung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Samuel Van Oostrom
seit 9.8.2021
Geschäftsführer
Olivier Campenon
seit 20.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LEFEBVRE SARRUT Société anonymeFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

LEFEBVRE SARRUT Société anonyme
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lefebvre Sarrut GmbH

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.938.501,00 12.082.518,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.848.668,00 22.787.169,00 13.229.095,00 25.311.613,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.214,05 15.351,05
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.000,00 220.214,05 0,00 15.351,05
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 10.225,00 10.225,00
23.017.608,05 25.337.189,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.661,69 14.943,68
2. Geleistete Anzahlungen 17.005,00 29.666,69 14.100,82 29.044,50
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 947.785,67 1.287.125,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.597.664,63 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 474.599,75 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 140.995,85 4.161.045,90 16.520,09 1.303.645,75
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.344.366,30 1.828.788,07
5.535.078,89 3.161.478,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 123.614,41 38.114,08
28.676.301,35 28.536.781,45

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.400.000,00 1.400.000,00
III. Gewinnvortrag 463.961,54 28.439,55
IV. Jahresüberschuss 110.046,68 435.521,99
1.999.008,22 1.888.961,54
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 407.474,53 240.942,98
2. Sonstige Rückstellungen 849.226,24 687.045,89
1.256.700,77 927.988,87
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 980.820,46 469.939,82
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.360.369,56 25.106.334,55
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.360.369,56 (i. Vj. EUR 1.106.334,55) -
- davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren EUR 4.000.000,00 (i. Vj. EUR 4.000.000,00) -
- davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren EUR 19.000.000,00 (i. Vj. EUR 20.000.000,00) -
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 24.360.369,56 (i. Vj. EUR 25.106.334,55) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 29.010,61 0,00
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 50.391,73 139.475,24
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
- davon aus Steuern EUR 36.349,84 (i. Vj. EUR 90.153,81) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 884,79) -
25.420.592,36 25.715.749,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 4.081,43
28.676.301,35 28.536.781,45

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.516.709,26 5.980.898,47
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen -2.281,99 4.441,69
3. Sonstige betriebliche Erträge 14.509,31 2.067,38
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 539.018,79 339.916,78
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.711.953,45 5.250.972,24 1.873.792,09 2.213.708,87
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.983.241,03 1.124.679,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 417.959,15 3.401.200,18 174.206,38 1.298.885,65
- davon für Altersversorgung EUR 9.035,33 (i. Vj. EUR 4.903,66) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.549.906,95 1.057.161,57
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.456.857,49 637.267,72
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 10,76) -
8. Erträge aus Beteiligungen 2.560,33 2.415,79
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.079,28 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 20.060,28 (i. Vj. EUR 0,00) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 616.061,10 106.334,55
- davon an verbundene Unternehmen EUR 616.061,10 (i. Vj. EUR 106.334,55) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 166.531,55 240.942,98
12. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 110.046,68 435.521,99

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Firmenname laut Registergericht: Lefebvre Sarrut GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Saarbrücken
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Saarbrücken
Register-Nr.: 100968

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft wendet die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften an.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Mit Wirkung zum 1. August 2021 hat die Gesellschaft vom Verkäufer, der Stollfuß Medien GmbH & Co. KG (seit 27. Mai 2022: STOTaX GmbH & Co. KG), Bonn, den Bereich "Textware" mit sämtlichen Rechten an den immateriellen Wirtschaftsgütern sowie diversen bilateralen Verträgen erworben. Weiterhin wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs "Textware" und die Autorenverträge übernommen. Es handelte sich um einen reinen Asset Deal; dieser umfasste im Wesentlichen noch Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Abgrenzungsposten und Rückstellungen. Im Vorjahr wurden im Bereich "Textware" Umsatzerlöse von rund EUR 6 Mio und ein EBITDA von rund EUR 1,8 Mio erzielt. Aufgrund der im Vorjahr nur fünf Monate andauernden operativen Tätigkeit sind die Zahlen des Berichtsjahres mit denen der Vergleichsperiode nur eingeschränkt vergleichbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert:

Nutzungsdauer (Jahre)
Entgeltlich erworbene Konzessionen 3
Marke "Stollfuß" -
Kundenstamm "Partner & Bookstores" 8
Kundenstamm "Direct" 6
Geschäfts- oder Firmenwert 10

Der entgeltlich erworbenen Marke "Stollfuß" wird eine zeitlich unbegrenzte Nutzungsdauer zugeordnet. Die Geschäftsführung geht nicht von einer zeitlich begrenzten Nutzungsabsicht der Marke aus. Die Typisierung der Marke als Dach- bzw. Produktmarke unterliegt keiner Abnutzung bzw. keinem erkennbaren Lebenszyklus. In dem durch die Marke genutzten Marktsegment ist davon auszugehen, dass die Marke, unabhängig von den darunter vermarkteten Produkten und den genutzten Vertriebskanälen, eine hohe Marktrelevanz behalten wird. Potenzielle Kunden assoziieren seit Jahrzehnten für die Gesellschaft und ihre Produkte wesentliche und kaufentscheidende Merkmale mit der erworbenen Marke. Die exklusive Nutzung der Marke ist zeitlich nicht begrenzt. Ein immaterieller Vermögensgegenstand, dessen Nutzung zeitlich unbegrenzt ist, ist nicht planmäßig abzuschreiben.

Die Nutzungsdauer des Kundenstamms "Partner & Bookstores" berücksichtigt die bisherigen durchschnittlichen Vertragslaufzeiten und erwarteten Verlängerungen, die Erwartung, dass auch zukünftig der Vertriebsweg über die vorhandenen Partner im Buchhandel bestehen bleiben wird bzw. diese Branchen weiter stabil sind, sowie dass in diesem Segment auch weiterhin Printprodukte nachgefragt werden.

Die Nutzungsdauer für den Kundenstamm "Direct" basiert auf den bisherigen durchschnittlichen Vertragslaufzeiten und erwarteten Verlängerungen, der Erwartung, dass auch zukünftig der Vertriebsweg über die vorhandenen Partner im Buchhandel bestehen bleiben wird bzw. diese Branchen weiter stabil sind und dass in diesem Segment auch weiterhin Printprodukte nachgefragt werden, sowie einer im Vergleich zu dem Vertriebskanal "Partner & Bookstores" größeren Fluktuation der Vertriebspartner.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Basis hierfür sind die langfristigen Kundenbeziehungen sowie die Stabilität und die Entwicklungen in der Branche, insbesondere die (den Preis- und Innovationsdruck erhöhende) Konzentration im Bereich der Wettbewerber und damit erhöhte Marktanteile einzelner Wettbewerber sowie die Veränderung der Vertriebsstrukturen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt drei Jahre. Dabei wurden die Abschreibungen linear pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens, deren Wert im Einzelfall EUR 800,00 nicht übersteigt, wurden grundsätzlich im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt; gegebenenfalls erfolgt der Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nominalwert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt; dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Ein Ansatz permanenter Differenzen unterbleibt. In Anwendung von § 274 HGB unterbleibt ein Ansatz aktiver latenter Steuern.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Buchwert 31.12.2022 Abschreibung 2022
(TEUR) (TEUR)
Entgeltlich erworbene Konzessionen 14 9
Marke "Stollfuß" 4.559 -
Kundenstamm "Partner & Bookstores" 3.794 576
Kundenstamm "Direct" 2.574 562
Geschäfts- oder Firmenwert 11.849 1.380
Summe 22.787 2.527

2. Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren aus der konzernweit vereinbarten Convention Tresorerie Intragroupe.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen sowie personalbezogene Rückstellungen.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 24.000; Vorjahr TEUR 25.000) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

5. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden zu 99% im Inland erzielt.

6. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 19 (Vorjahr TEUR 2).

D. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 1.436. Sie resultieren aus Mietverträgen und Leasingverträgen, deren Laufzeiten zwischen zwölf und 60 Monaten betragen. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen TEUR 9 auf Fahrrad-Leasingverträge und TEUR 1.427 auf Mietverträge für Geschäftsräume und Bürogeräte. Miet- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel; Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände.

2. Beteiligungen

Die Gesellschaft ist an der Verlegervereinigung Rechtsinformatik Beteiligungsgesellschaft GbR (VRI) beteiligt.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Lefebvre Sarrut GmbH wird in den Konzernabschluss der Lefebvre Sarrut SA, Levallois-Perret/Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Er ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich.

4. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 35 (Vorjahr 34) Arbeitnehmer beschäftigt. Im Monat Dezember 2022 waren insgesamt 37 (Vorjahr 34) Arbeitnehmer beschäftigt. Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer teilen sich wie folgt auf:

2022 2021
Weiblich 17 16
Männlich 18 18
35 34

5. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Geschäfte der Gesellschaft werden durch folgende - hauptberuflich als Geschäftsführer tätigen - Personen geführt:

 

Olivier Campenon, Ingenieur, Saint Germain en Laye/Frankreich

 

Samuel van Oostrom, Master of Laws, Saarbrücken

Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB.

6. Ergebnisverwendung

Es wird der Gesellschafterversammlung von der Geschäftsführung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 110.046,68 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Nachtragsbericht

Zum 1. April 2023 wurden die Verlagsrechte der Steuerzeitschrift "Kölner Steuerdialog" ("kösdi") vom Arbeitskreis für Steuerrecht erworben. Dies stellt ein wertbegründendes Ereignis dar und hat daher keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Wir rechnen mit einem positiven Effekt auf das Geschäft in Form von Umsatzsteigerung und der Erweiterung des Kundenkreises der Lefebvre Sarrut GmbH.

 

Saarbrücken, den 7. Dezember 2023

Olivier Campenon

Samuel van Oostrom

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.560.000,00 2.495,00 12.562.495,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.804.273,01 0,00 13.804.273,01
26.364.273,01 2.495,00 26.366.768,01
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.852,61 127.830,95 147.683,56
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 100.000,00 100.000,00
19.852,61 227.830,95 247.683,56
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 10.225,00 0,00 10.225,00
26.394.350,62 230.325,95 26.624.676,57
Abschreibungen Buchwerte
1.1.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 477.482,00 1.146.512,00 1.623.994,00 10.938.501,00 12.082.518,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 575.178,01 1.380.427,00 1.955.605,01 11.848.668,00 13.229.095,00
1.052.660,01 2.526.939,00 3.579.599,01 22.787.169,00 25.311.613,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.501,56 22.967,95 27.469,51 120.214,05 15.351,05
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 100.000,00 0,00
4.501,56 22.967,95 27.469,51 220.214,05 15.351,05
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 10.225,00 10.225,00
1.057.161,57 2.549.906,95 3.607.068,52 23.017.608,05 25.337.189,05

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft wurde 2013 mit dem Ziel gegründet, Informationen - insbesondere in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern in Deutschland sowie in angrenzenden Fachgebieten - zu konzipieren, zu erstellen, bereitzustellen und zu vertreiben. Zwischenzeitlich hatte die Gesellschafterversammlung vom 21. Dezember 2016 die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Die Liquidation wurde am 24. November 2017 in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschafterversammlung vom 28. Oktober 2020 hatte eine Änderung des Gesellschaftsvertrages und mit ihr die Änderung der Firma in Lefebvre Sarrut GmbH beschlossen; die Gesellschaft ist fortgesetzt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 20. April 2021. Am 11. Januar 2022 wurde die Errichtung der Bonner Zweigniederlassung unter der Firma: Stollfuß Verlag - Zweigniederlassung der Lefebvre Sarrut GmbH in das Handelsregister eingetragen.

Der Stollfuß Verlag wurde 1913 gegründet und ist ein Anbieter für Fachliteratur in den Bereichen Steuern, Wirtschaft und Recht. Im Jahr 2021 wurde der Stollfuß Verlag von Lefebvre Sarrut SA, Levallois-Perret/Frankreich, übernommen. Die französische Unternehmensgruppe zählt zu den großen europäischen Verlagshäusern und Marktführern auf dem Gebiet der LTR-Fachliteratur und ist bereits seit vielen Jahren an der juris GmbH Juristisches Informationssystem für die Bundesrepublik Deutschland, Saarbrücken, beteiligt.

Der Verlag versteht sich als Informationsdienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Notare, Finanz- und Bilanzbuchhalter sowie Lohnbüros. Die für diese Zielgruppen optimierten Produkte gewährleisten eine anspruchsvolle Beratung im Steuerrecht und in weiteren Rechtsgebieten. Zum Verlagsprogramm gehören unter anderem Fachzeitschriften, Kommentare sowie praxisorientierte Ratgeber renommierter Autoren und Herausgeber.

B. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeiner Geschäftsverlauf/Branchensituation

Der Markt für Rechts-, Wirtschafts- und Steuerinformationen in Deutschland ist, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, nach wie vor durch den noch immer relativ geringen Online-Anteil und die anhaltende Migration von Print auf Online gekennzeichnet. Mittlerweile bestehen große Unterschiede zwischen den traditionellen Verlagen, was die Transition von Print hin zu Online betrifft.

Der Stollfuß Verlag hat diesbezüglich eine klare Vision. Die Digitalisierung der Rechtswelt sowie der immer größere Bedarf nach individuellen und praxisorientierten Lösungen prägen unseren Blick in die Zukunft. Viele Verlagsprodukte sind schon heute auch als digitale Lösungen verfügbar und ermöglichen Anwendern ein neues Maß an Effizienz sowie Individualisierung in der täglichen Praxis.

Als Mitglied der jurisAllianz, einem übergreifenden Netzwerk renommierter Fachverlage, kooperiert der Stollfuß Verlag mit juris und ermöglicht seinen Kunden über das Portal "Stollfuß powered by juris" die Nutzung der intelligenten juris Wissensmanagement-Technologie. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit eröffnet allen Beteiligten neue Potenziale und trägt zu einer noch größeren inhaltlichen Vielfalt für unsere Kunden bei.

2. Geschäftsverlauf der Lefebvre Sarrut GmbH

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des Geschäftsjahres 2022, wobei die für die Steuerung des Unternehmens bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis darstellen.

Das Geschäftsjahr 2022 ist durch die Neu-Ausrichtung des Stollfuß-Verlags nach der Übernahme durch Lefebvre Sarrut SA in 2021 geprägt.

2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse betragen erwartungsgemäß EUR 14,5 Mio. im Jahr 2022. Die im Vorfeld der Akquisition erwartete Entwicklung von Print Produkten zu den Online-Angeboten hat schon im Vorjahr früher und etwas kräftiger eingesetzt und sich im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt, wobei trotz dieses Verlaufs das Betriebsergebnis vor Sondereffekten auf dem geplanten Level leicht übertroffen wurde. Das Netto-Betriebsergebnis wurde beeinflusst durch Kosten, die für die räumliche, technische und organisatorische Entflechtung vom Verkäufer angefallen sind.

Dem Trend, dass sich die Nutzung der Inhalte von Print-Produkten sukzessive auf die Online-Plattformen verlagert, begegnet der Stollfuß Verlag durch die Strategie, in Kooperation mit der jurisAllianz, die Print-Inhalte auf die Online-Plattformen zu überführen. Dieser Prozess ist mittlerweile abgeschlossen und positive Effekte sind schon zu erkennen.

Weitere Aktivitäten bestehen in der Durchdringung des Marktes mit Angebotsformen aus einer Kombination von Primär- und Sekundärcontent, durch neue Produktangebote, aber auch durch die Gewinnung neuer Kunden im Rahmen einer intensiven Marktbearbeitung. Basis für die Kundenbeziehungen bleiben nach wie vor die pauschalierten Abonnementverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Der Post-Akquisitions-Geschäftsverlauf im Jahr 2022 erfüllt, auch unter Einbeziehung der eingetretenen Unsicherheiten durch die entstandenen Krisen wie dem Ukraine Krieg, die Erwartungen in unterschiedlicher Weise: Während die Print Umsätze hinter dem Plan zurückliegen, konnte im Online-Geschäft ein höherer Umsatz erzielt werden, das operative Ergebnis liegt leicht über dem Plan. Die ersten Monate im Geschäftsjahr 2023 liegen leicht unter Plan, wobei im 2. Quartal eine deutlich positive Entwicklung im Online-Geschäft zu erkennen ist.

2.2 Wesentliche Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres

Im Jahr 2022 wurde zum 1. Januar 2023 ein Mietvertrag für den Bezug neuer Büro- und Geschäftsräume am Kanzlerplatz in Bonn abgeschlossen. Weiterhin wurden im Rahmen der Aktivitäten für die organisatorische Entflechtung vom Verkäufer eine völlig neue IT-Infrastruktur aufgesetzt und die Hardware ersetzt.

In 2022 wurden der Gesellschaft die Rechte zum Erwerb der Verlagsrechte der Steuerzeitschrift "Kölner Steuerdialog" ("kösdi") vom Arbeitskreis für Steuerrecht angeboten. Nach einer eingehenden Buchprüfung wurde der Kauf von unserer Muttergesellschaft genehmigt und zum 1. April 2023 abgeschlossen.

3. Investitionen

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2022 Anlagevermögen in Höhe von TEUR 23.018 (VJ TEUR 25.337) aktiviert. Investitionen für Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden in Höhe von TEUR 128 (VJ TEUR 20) getätigt.

4. Personal und Organisation

Zum 31. Dezember 2022 beschäftigt die Gesellschaft 37 (VJ 35) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter IT-Fachkräfte, Kaufleute, Juristen und Dokumentare. Hierin enthalten sind im Jahresdurchschnitt auch eine Aushilfe und ein freier Mitarbeiter. Die Frauenquote im Unternehmen beträgt 50%.

5. Ertragslage

Die Lefebvre Sarrut GmbH erzielte nach Übernahme des Stollfuß Verlags Umsatzerlöse von EUR 14,5 Mio. (VJ EUR 6,0 Mio.) und erwirtschaftete einen EBIT von EUR 0,8 Mio. (VJ 0,8 Mio.)

Die Personalaufwendungen betrugen EUR 3,4 Mio. (VJ EUR 1,3 Mio.), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen - zu einem Gutteil durch Rechts- und Beratungskosten sowie Entflechtungskosten geprägt - EUR 2,5 Mio. (VJ EUR 0,6 Mio.). Die Abschreibungen in Höhe von EUR 2,5 Mio. (VJ 1,1 Mio.) sind von den Abschreibungen auf die übernahmebedingt aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände bestimmt. Als Ergebnis vor Steuern stehen EUR 0,3 Mio. (VJ EUR 0,7 Mio.) zu Buche. Nach Abzug der Steuern verbleibt für 2022 ein Jahresüberschuss von EUR 0,1 Mio. (VJ EUR 0,4 Mio.). Das Geschäft konnte dabei - unbeeinflusst von der Übernahme des Verlags - fortgeführt werden.

6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 28.676 (VJ TEUR 28.537). Den wesentlichen Anteil auf der Aktivseite nimmt das Anlagevermögen mit TEUR 23.018 (VJ TEUR 25.337) ein; davon entfällt auf die übernahmebedingt aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände - nach erfolgten Abschreibungen - TEUR 22.787 (VJ TEUR 25.312). Diese bestehen im Wesentlichen aus der Marke "Stollfuß" (TEUR 4.559, VJ TEUR 4.559), dem Kundenstamm "Partner & Bookstores" TEUR 3.793 (VJ TEUR 4.369), dem Kundenstamm "Direct" TEUR 2.570 (VJ TEUR 3.131) sowie dem Geschäfts- oder Firmenwert als Restgröße im Rahmen der Kaufpreisaufteilung TEUR 11.849 (VJ TEUR 13.229). Letztgenannter repräsentiert im Wesentlichen den strategischen Mehrwert für die erwerbende Gesellschaft.

Das Umlaufvermögen beinhaltet Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.161 (VJ TEUR 1.304). Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2022 betragen TEUR 1.344 (VJ TEUR 1.829). TEUR 2.598 sind im Zuge einer "Convention Tresorerie Intragroupe" im Umlaufvermögen unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 1.999 (VJ TEUR 1.889), was in einer Eigenkapitalquote von 7,0% (VJ 6,6%) resultiert. Zum Zwecke der Finanzierung der Übernahme des Stollfuß-Verlags wurde der Gesellschaft durch ihre Gesellschafterin ein langfristig laufendes Darlehen gewährt, welches zum 31. Dezember 2022 mit TEUR 24.000 (VJ TEUR 25.000) valutiert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist einen Betrag von TEUR 0 aus (VJ eine Abgrenzung des Umsatzes von TEUR 4).

7. Finanzlage

Die Gesellschaft ist in den Lefebvre Sarrut SA-Konzern eingebunden. Die Gesellschafterfinanzierung diente der Übernahme des Stollfuß Verlages. Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Jahr 2022 gut. Aus heutiger Sicht sind im Prognosezeitraum keine Liquiditätsrisiken ersichtlich.

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft den in die Übernahme gesetzten Erwartungen entsprechend entwickelt und ist damit günstig verlaufen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Lefebvre Sarrut SA unterhält ein unternehmensweites Risikomanagementsystem, mit dem bestehende und potenzielle Risiken systematisch erfasst und analysiert werden. Im Rahmen des Forecasts erfolgt eine Überprüfung bzw. Bewertung der Maßnahmen zur Umsetzung der Zielsetzungen des laufenden Jahres. Bei der Budgetplanung und der damit einhergehenden Langzeitplanung wird die strategische Ausrichtung grundsätzlich und vor dem Hintergrund der jeweils aktuellen Markt- und Rahmenbedingungen überprüft und ggf. angepasst. Die Lefebvre Sarrut GmbH antizipiert somit die sich wandelnden Marktgegebenheiten, wie z. B. die Zunahme von frei verfügbarem Content für Wirtschafts- und Steuerrecht im Internet und den immer härteren Wettbewerb. Ziel ist es, auch in Zukunft die Alleinstellungsmerkmale zu stärken. Dies wird kontinuierlich umgesetzt, insbesondere im Rahmen der strategischen Allianz mit juris. Auf Basis dieser Strategie ist die Gesellschaft zuversichtlich, auch langfristig die bisherige Marktposition des Stollfuß Verlags im Wettbewerbsumfeld erfolgreich behaupten zu können.

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal bleibt auch weiterhin, die hohe Qualität der Fachliteratur auf hohem Niveau aufrecht zu erhalten.

Die nachfolgenden Risiken sind absteigend nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft genannt:

Der Anfang 2022 begonnene Ukraine-Krieg hat bis heute Auswirkungen, unter anderem steigende Inflation im Besonderen in den Papier-, Energie- und Personalkosten bei Dienstleistern und eigenem Personal. Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurden die Gehälter um 4,5% erhöht sowie eine einmalige Sonderzahlung geleistet, um die Auswirkungen der Inflation abzumildern. Den Auswirkungen dieser Entwicklung wird dadurch entgegengewirkt, dass Maßnahmen zu Kosteneinsparungen, wie z. B. Modifizierung der Steuerung der Auflagenhöhen und Papiersortenwechsel, getroffen wurden. Zudem wurden die Verkaufspreise marktgerecht angepasst.

Weitere, u.a. durch den Ukrainekrieg und die Diskussionen um die Klimakrise bedingte mögliche negative Folgeerscheinungen für die Wirtschaft in Deutschland lassen sich in ihren Auswirkungen auf den für die Gesellschaft relevanten Markt und dessen Klientel nur schwer abschätzen, wobei zurzeit keine signifikanten Änderungen für das Geschäft sichtbar sind. Die Steigerung der Inflationsrate hat sich zwar abgeflacht, aber vor dem Hintergrund der o.g. Problematiken sowie die Risiken aus gestörten Lieferketten können weitere Kostensteigerungen nicht ausgeschlossen werden.

Auf dieser Basis und vor dem Hintergrund, dass der Markt für die Fachliteratur im Wirtschafts- und Steuerrecht in den kommenden Jahren, insbesondere wegen der anhaltenden Migration von Print auf Online und der Entwicklung weiterer Angebote, weiterhin Potenzial bietet, wird für das neue Geschäftsjahr ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse bei einem stabilen Betriebsergebnis angestrebt.

Das wirtschafts- und gesellschaftspolitische Umfeld, in dem sich Deutschland noch nie zuvor befunden hat, stellt jedes Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen. Auch wenn derzeit noch völlig unklar ist, wie lange und wie schwerwiegend die Auswirkungen andauern werden, ist die Lefebvre Sarrut GmbH zuversichtlich, sich behaupten zu können. Aus heutiger Sicht sind, unter Berücksichtigung des zuvor Genannten, keine bestandsgefährdenden Risiken im Prognosezeitraum erkennbar.

 

Saarbrücken, den 7. Dezember 2023

Olivier Campenon

Samuel van Oostrom

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lefebvre Sarrut GmbH, Saarbrücken

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lefebvre Sarrut GmbH, Saarbrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lefebvre Sarrut GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 7. Dezember 2023

KPMG AG
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Obergarz, Wirtschaftsprüfer

Hofmann, Wirtschaftsprüfer

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