Nilit Plastics Europe GmbHLiquidiert

79694 Utzenfeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 710179
Vorher
Drachenfelssee 358. V V GmbHNilit Germany GmbH
Eingetragen
12.1.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Nylonproduktion sowie das Compoundieren und Recyceln von Kunststoffen (insbesondere aus Nylon), das Masterbatchgeschäft sowie die Herstellung, Be- und Verarbeitung und der Vertrieb von synthetischen und sonstigen Fasern (insbesondere Nylonprodukten) einschließlich aller damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Kutta
seit 15.5.2017
Geschäftsführer
Thomas Dr. Niethammer
seit 12.7.2013
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nilit Plastics Europe GmbH

Utzenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nilit Plastics Europe GmbH, Utzenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Villingen-Schwenningen, 16. Juni 2015

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nietzer, Wirtschaftsprüfer

Busser, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

EUR EUR 31.12.2013
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   9.858,90 5.299,99
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 933.012,90   868.766,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.842.721,21   3.285.929,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 952.125,35   785.934,95
4. Geleistete Anzahlungen 0,00   609.665,78
    4.727.859,46 5.550.296,07
III. Finanzanlagen      
Genossenschafts- und Verbandsanteile   780,00 780,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.835.004,29   6.534.991,57
2. Unfertige Erzeugnisse 2.508.481,65   3.235.359,66
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.423.818,42   6.658.264,62
    15.767.304, 36 16.428.615,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.724.122,42   4.104.381,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 562.269,97   347.525,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 865.505,61   621.832,42
    5.151.898,00 5.073.738,64
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   40.545,17 65.587,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten   57.536,71 94.794,18
    25.755.782,60 27.219.111,77

Passiva

     
  EUR EUR 31.12.2013
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00   500.000,00
II. Kapitalrücklage 52.372.073,48   52.372.073,48
III. Gewinnrücklagen 702.890,00   702.890,00
IV. Verlustvortrag -46.140.826,44   -48.590.473,56
V. Jahresfehlbetrag (Vj. -überschuss) -10.713,42   2.449.647,12
    7.423.423,62 7.434.137,04
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.682.467,00   6.219.941,00
2. Steuerrückstellungen 68.463,90   246.011,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.509.606,00   1.535.215,00
    8.260.536,90 8.001.167,00
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.040.385,36   5.228.213,38
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.524,20   17.757,43
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 869.462,00   3.711.813,82
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.375.064,46   2.085.837,92
5. Sonstige Verbindlichkeiten 758.386,06   740.185,18
davon aus Steuern EUR 469.808,09 (Vj. EUR 431.971,12)      
    10.071.822,08 11.783.807,73
    25.755.782,60 27.219.111,77

Gewinn- und Verlustrechnung für 2014

EUR EUR 2013
EUR
2013 Pro-Forma
EUR
1. Umsatzerlöse   96.679.128,62 37.440.041,86 91.820.091,65
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -925.417,85 -3.526.974,97 -2.146.419,77
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   23.834,05 19.477,02 28.113,92
    95.777.544,82 33.932.543,91 89.701.785,80
4. Sonstige betriebliche Erträge   717.990,90 488.378,56 705.531,82
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 152,69 (Vj. EUR 5.642,79)        
    96.495.535,72 34.420.922,47 90.407.317,62
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -65.622.949,16   -21.904.187,04 -61.115.450,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.423.232,40   -1.361.293,14 -2.422.992,37
    -68.046.181,56 -23.265.480,18 -63.538.442,39
6. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -7.850.685,04   -3.174.637,02 -7.445.615,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.824.910,87   -834.376,58 -1.649.747,00
davon von Altersversorgung EUR 225.753,59 (Vj. EUR 192.385,11)        
    -9.675.595,91 -4.009.013,60 -9.095.362,38
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -873.007,15 -323.274,95 -798.771,64
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -9.028.087,44 -3.718.046,50 -8.378.985,32
davon aus Währungsumrechnung EUR -4.770,52 (Vj. EUR -13.793,78)        
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 39,00   26,43 26,43
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 899,86   1.092,93 1.092,93
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -566.420,42   -411.542,52 -524.535,47
davon aus der Abzinsung EUR -308.763,00 (Vj. EUR -291.917,00)        
    -565.481,56 -410.423,16 -523.416,11
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   8.307.182,10 2.694.684,08 8.072.339,78
13. Außerordentliche Erträge   0,00 7.541.045,92 2.703.990,04
14. Außerordentliche Aufwendungen   -8.307.182,10 -8.150.101,38 -8.150.101,38
15. Außerordentliches Ergebnis   -8.307.182,10 -609.055,46 -5.446.111,34
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -9.190,61 364.827,50 35.523,07
17. Sonstige Steuern   -1.522,81 -809,00 -212.104,39
18. Jahresfehlbetrag (Vj. -überschuss)   -10.713,42 2.449.647,12 2.449.647,12

Die Spalte "2013 Pro-Forma" stellt die Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich der Annahme dar, dass die Verschmelzung der Nilit Plastics Europe Verwaltungs GmbH bzw. die Anwachsung der Nilit Plastics Europe GmbH & Co. KG bereits zu Beginn des Jahres 2013 stattgefunden hätte.

Anhang für 2014

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung (Verschmelzung der Nilit Plastics Europe Verwaltungs GmbH auf die Nilit Germany bzw. der Anwachsung der Nilit Plastics Europe GmbH & Co KG auf die Nilit Germany GmbH mit anschliessender Umfirmierung und Sitzverlegung der Nilit Germany GmbH) erfolgte die handelsrechtliche Rechnungslegung der fusionierten Gesellschaft ab August 2013, so dass die Vorjahreszahlen nur bedingt vergleichbar sind. Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit wurde daher für das Vorjahr die Gewinn- und Verlustrechnung um eine weitere Spalte erweitert, in der als pro-forma Angabe die Werte für den Zeitraum des Kalenderjahres 2013 so dargestellt wurden, als ob die Umstrukturierung bereits zum 1. Januar 2013 erfolgt wäre.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, die im Vorjahr zugegangen sind, wurde die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen entsprechen dem wirtschaftlichen Werteverzehr der Vermögensgegenstände.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die vorhandenen Sammelposten sind in Summe von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Lieferverpflichtungen aus dem Auftragsbestand sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,62 % (Stand 31. Oktober 2014) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden auf der Basis der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssätzen (RückAbzinsVO) abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Von dem Wahlrecht, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt - unter getrennter Berücksichtigung von Zu- bzw. Abgängen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz aufgegliederten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen allesamt Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzerngesellschaften. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestanden nicht.

Eigenkapital

Im Zusammenhang mit der Verschmelzung in 2013 wurde das Stammkapital der Gesellschaft um TEUR 475 auf TEUR 500 durch Sacheinlage erhöht.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen ganz überwiegend die Pensionszusagen zu Gunsten der ehemaligen Mitarbeiter der Nilit Germany GmbH aus ihrem früheren Beschäftigungsverhältnis bei Invista. Das Versorgungswerk ist seit Jahren für Neuzugänge geschlossen. In geringem Umfang sind Altersversorgungszusagen für einige ehemalige leitende Mitarbeiter der Nilit Germany GmbH aus Gehaltsumwandlung ("Versorgungslohn") enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Erfolgsbeteiligungen, Urlaubs- und Gleitzeitansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen, Gewährleistungsansprüche und Jubiläumsgelder gebildet.

Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2014
TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Sachanlagen -205
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Pensions- und Sonstige Rückstellungen 561
Latente Steuerschulden auf Differenz § 5 Abs. 7 EStG Rücklage -104
Latente Steueransprüche auf Differenz Ergänzungsbilanz 621
Latente Steueransprüche auf Differenzen aus Forderungen verb. Unternehmen gem. Betriebsprüfung 164
Latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen 7.920
Latente Steueransprüche netto 8.957

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,79 % (bezüglich Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Von dem Wahlrecht gem. § 274 HGB zur Aktivierung aktiver latenter Steuern wurde nicht Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

in TEUR 31.12.2014
Restlaufzeit gesichert mit/ Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.100 0 1.502 6.040
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 29 0 0 29
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 870 0 0 870
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.375 0 0 2.375
5. Sonstige Verbindlichkeiten 758 0 0 758
- davon aus Steuern 470 0 0 470
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7 0 0 7
  9.132 0 1.502 10.072

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 1.502 durch Sicherungsübereignung der zu finanzierenden Maschinen gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.768 (Vj. TEUR 1.600) die Rückzahlungsverpflichtung gegenüber der Gesellschafterin aus einem Besserungsschein in Verbindung mit dem Forderungsverzicht gegenüber der ehemaligen Nilit Germany GmbH vom 30. Dezember 2011 sowie in Höhe von TEUR 600 (Vj. TEUR 481) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber übrigen Konzerngesellschaften.

Außerbilanzielle Verpflichtungen

TEUR
Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen 172

Zweck und Vorteile der Leasingverträge sind die Liquiditätserhaltung und partiell die Vermeidung von Restwertrisiken. Risiken liegen in der Vertragsbindung über die Gesamtlaufzeit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 1.568 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 1.350
Jährliche Zahlungsverpflichtung aus Wartungsverträgen 62
Bestellobligo 156
  1.568

Die Mietverträge enden zwischen 2015 und 2027.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit nahe stehenden Personen und Unternehmen sind Geschäfte nur zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zur Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde bei der Darstellung der Vorjahreswerte aus Gründen der besseren Transparenz auf die handelsrechtliche Darstellung verzichtet und auf die "Als ob"-Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung zurückgegriffen.

Umsatzerlöse

2014 2013 Pro-Forma
TEUR % TEUR %
nach Sparten        
Elektro-/Elektronikindustrie 48.709 51 46.406 51
Automobilindustrie 35.091 37 34.158 37
Übrige (Plastics Division) 11.000 10 9.302 10
Textilindustrie (Fibers Division) 4.039 4 3.653 4
  98.839 102 93.519 102
Erlösschmälerungen -2.160 -2 -1.699 -2
  96.679 100 91.820 100
2014 2013 Pro-Forma
TEUR % TEUR %
nach Regionen        
Inland 64.543 67 61.059 66
Übriges Europa 32.632 34 30.911 34
Nordamerika 72 0 137 0
Fernost 1.011 1 835 1
Übrige Länder 581 1 577 1
  98.839 102 93.519 102
Erlösschmälerungen -2.160 -2 -1.699 -2
  96.679 100 91.820 100

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 243 handelt es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 180), um eine Weiterbelastung von Dienstleistungen auf dem Vorjahr (TEUR 49), die Erstattung von Energiesteuer (TEUR 5) aus dem Vorjahr sowie um die Endabrechnung des Abwasserverbandes für 2013 (TEUR 6).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 80 und betreffen Umsatzsteuer Spanien aus dem Jahr 2013 (TEUR 30), Jahresabschlusskosten 2013 sowie Gebühren für Umsatzsteuerabwicklung Spanien 2013 (TEUR 26), die Endabrechnung 2013 der Berufsgenossenschaft (TEUR 8) sowie Verbandsbeiträge für Vorjahre (TEUR 9).

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.307 betreffen die Aufwendungen aus einem Besserungsschein gegenüber der Gesellschafterin. Im Zusammenhang mit einem Forderungsverzicht in Höhe von EUR 19,2 Mio. gegenüber der ehemaligen Nilit Germany GmbH wurde eine Besserungsabrede vereinbart.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren:

 

Dr. Thomas Niethammer, Schopfheim, Dipl.-Volkswirt

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Befreiung zur Angabe wird gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Verwaltung 26
Vertrieb 17
Produktion 112
  155
Auszubildende 7
  162

In diesen Zahlen sind zwei Mitarbeiter der ehemaligen Nilit Germany GmbH enthalten.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der NILIT B.V., Amsterdam/Niederlande, einbezogen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüferleistungen 45
Andere Bestätigungsleistungen 4
Steuerberatungs- und sonstige Leistungen 53
  102

 

Utzenfeld, 15. Juni 2015

Geschäftsführung

gez. Dr. Thomas Niethammer

Entwicklung des Anlagevermögens 2014

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 427.042,65 8.927,28 0,00 0,00 435.969,93
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.742.622,13 97.071,71 30.515,78 0,00 2.870.209,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.982.627,06 471.556,44 579.150,00 994.536,86 16.038.796,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.059.577,40 370.197,07 0,00 59.441,86 4.370.332,61
4. Geleistete Anzahlungen 609.665,78 0,00 -609.665,78 0,00 0,00
  23.394.492,37 938.825,22 0,00 1.053.978,72 23.279.338,87
III. Finanzanlagen          
Genossenschafts- und Verbandsanteile 780,00 0,00 0,00 0,00 780,00
  23.822.315,02 947.752,50 0,00 1.053.978,72 23.716.088,80
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 421.742,66 4.368,37 0,00 426.111,03
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.873.856,02 63.340,70 0,00 1.937.196,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.696.697,83 601.661,30 102.283,70 13.196.075,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.273.642,45 203.636,78 59.071,97 3.418.207,26
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  17.844.196,30 868.638,78 161.355,67 18.551.479,41
III. Finanzanlagen        
Genossenschafts- und Verbandsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
  18.265.938,96 873.007,15 161.355,67 18.977.590,44
Buchwerte
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.858,90 5.299,99
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 933.012,90 868.766,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.842.721,21 3.285.929,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 952.125,35 785.934,95
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 609.665,78
  4.727.859,46 5.550.296,07
III. Finanzanlagen    
Genossenschafts- und Verbandsanteile 780,00 780,00
  4.738.498,36 5.556.376,06

Lagebericht für den Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014

Nilit Plastics Europe GmbH, Utzenfeld

I. Gesellschaftsrechtliche Veränderungen im Vorjahr

Im Laufe des Vorjahres ergaben sich umfassende Änderungen in der gesellschaftsrechtlichen Struktur des Unternehmens: Verschmelzung der Nilit Plastics Europe Verwaltungs GmbH auf die Nilit Germany bzw. der Anwachsung der Nilit Plastics Europe GmbH & Co KG auf die Nilit Germany GmbH mit anschließender Umfirmierung und Sitzverlegung der Nilit Germany GmbH.

Aufgrund dieser Veränderungen, die zum 1. August 2013 wirksam wurden, wird bei den nachfolgenden Ausführungen zur Erörterung der Gewinn- und Verlustrechnung auf die Als-ob-Darstellung zurückgegriffen, d. h. als ob die Fusion bereits zum 1. Januar 2013 erfolgt wäre (Pro-forma-Zahlen).

II. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Unternehmensprofil

Nilit Plastics Europe ist ein Hersteller von Spezialcompounds aus Polyamiden (Typ 6 und 6.6) und gehört seit August 2007 zur Plastics-Division der israelischen Nilit-Gruppe. Am Hauptsitz Utzenfeld werden hochwertige Compounds vorwiegend für die E&E- sowie für die Automobil-Industrie hergestellt. Am Standort Wehr erfolgt eine Spezialisierung auf die Verarbeitung von Sekundärrohstoffen, insbesondere aus Faser- und Geweberesten aus Polyamiden.

Das Unternehmen hat auf dem Markt der technischen Kunststoffe in dem Marktsegment Polyamid-Compounds aufgrund der ausgeprägten Innovations- und Wachstumsorientierung europaweit eine führende Position inne, insbesondere auf dem Gebiet der flammgeschützten Kunststoffe. Die konsequente Beobachtung und Erforschung des Marktes, enge Kundenbeziehungen, kontinuierliche Produktinnovationen sowie ein modernes und leistungsfähiges Labor sind die Grundlagen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit.

Entwicklung von Branche und Markt

Die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2014 hat sowohl in Deutschland wie auch in Europa erfolgversprechend begonnen, sich jedoch zur Jahresmitte deutlich eingetrübt (Ukraine-Krise, Griechenland-Krise) und blieb insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Die deutsche Volkswirtschaft ist in 2014 zwar noch um 1,6 % gewachsen - dies zeigt jedoch, dass die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung weiterhin auf sich warten lässt. Ungünstiger verlief die Wirtschaftsentwicklung in den für uns wichtigen Auslandsmärkten in Europa. Im gesamten Euroraum stieg die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,9 %, in dem für uns wichtigsten Auslandsmarkt Italien war sogar ein Rückgang um 0,4 % zu verzeichnen.

Verhalten entwickelte sich auch die Branchenkonjunktur. Zwar erzielte die Chemische Industrie in Deutschland in 2014 ein Umsatzplus von rd. 1,5 % (in Europa + 0,3 %). Allerdings war die Produktion in der Polymerchemie um rd. 2,5 % rückläufig Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland konnte sich mit einem Umsatzplus von insgesamt rd. 2,6 % (Inland + 1,9 %) überdurchschnittlich gut behaupten. In den von Nilit belieferten Segmenten wurden sogar Wachstumsraten von 3,6 % (Technische Teile) bzw. 3,1 % (Sonstige Anwendungen) erzielt.

Umsatzentwicklung

In den Umsatzerlösen von EUR 96,7 Mio. sind EUR 3,9 Mio. aus dem Fibers-Geschäft der ehemaligen Nilit Germany GmbH, d. h. mit Kunden aus der Textilindustrie enthalten. Der Umsatz aus dem Geschäftsbereich Plastics beträgt somit EUR 92,8 Mio., was einer Zunahme um rd. 5 % gegenüber dem Vorjahr und damit auch der letztjährigen Prognose entspricht. 51 % des Plastics-Umsatzes (Vorjahr 51 %) wurden mit Kunden aus der Elektro- und Elektronikindustrie und 37 % (Vorjahr 37 %) mit Kunden aus der Automobilindustrie getätigt. Der Rest verteilte sich auf diverse Branchen.

Rund 67 % des Umsatzes wurden mit Kunden aus dem Inland realisiert. Das Exportgeschäft wurde zu rd. 95 % im europäischen Ausland getätigt.

Produktion

Die Produktionskapazität in der Extrusion war im Jahresdurchschnitt zu 77 % ausgelastet. Die Produktionsleistung an Fertigerzeugnissen betrug 27.685 to und an Halbfertigerzeugnissen 7.086 to.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +1- Bestandsveränderungen an Fertig- und Halbfertigerzeugnissen + aktivierte Eigenleistungen) belief sich auf EUR 95,7 (Vorjahr 89,7) Mio. Bezogen auf durchschnittlich 162 Arbeitnehmer (Kapazität) entspricht dies einer Gesamtleistung pro Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 591.

Das Unternehmen ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2000 und nach DIN 50.001 (Energiemanagementsystem) .

Beschaffung/Materialwirtschaft

Die Materialaufwandsquote (incl. bezogene Waren und Leistungen) betrug 71,0 % der Gesamtleistung (Vorjahr 70,8 %). Die Konstanz gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf den im Jahresdurchschnitt weitgehend stabilen Rohstoffpreisen.

Investitionen

Investitionen wurden ausschließlich im Geschäftsbereich Plastics vorgenommen.

Im Berichtszeitraum erfolgten Anlagenzugänge in Höhe von EUR 0,95 Mio., hiervon entfielen EUR 0,35 Mio. auf die Fertigstellung zweier Laboranlagen im Extrusionstechnikum, EUR 0,17 Mio. auf Mietereinbauten (u.a. neuer Aufzug, Bau neuer Büroräume, Klimatisierung von Besprechungsräumen, Bau zusätzlicher Parkplätze), EUR 0,1 Mio. auf Erweiterungen bestehender Anlagen und EUR 0,16 Mio. auf Geräte und Betriebsvorrichtungen. Der Rest verteilte sich auf eine Vielzahl kleinerer Maßnahmen.

Die Abschreibungen waren mit TEUR 873 knapp 10 % höher als der Vorjahreswert (TEUR 799).

Finanzierung und Liquidität

Die im Working Capital gebundenen finanziellen Mittel betrugen EUR 16,9 Mio. und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,0 Mio. erhöht. Dies beruht im Wesentlichen auf dem Rückgang der Lieferantenverbindlichkeiten infolge geänderter Zahlungsdispositionen zum Jahresende.

Das Umlaufvermögen wurde teilweise über kurzfristige Kredite, kleinere Investitionen wurden aus dem Cashflow finanziert. Die kurzfristigen Banklinien standen im Berichtsjahr unverändert zur Verfügung, sie waren durchschnittlich mit rd. 42 % in Anspruch genommen. Die beiden neuen Anlagen im Extrusionstechnikum wurden über Leasing realisiert.

Bestehende langfristige Darlehen wurden in Höhe von TEUR 509 planmäßig getilgt.

Alle Zahlungsansprüche konnten stets termingerecht bedient werden. Jederzeit bestand die Möglichkeit, die Inanspruchnahme von Skontoabzügen auszunutzen.

Human Resources (Personal)

Mit Wirkung vom 1. Juli 2014 wurde die Personalabrechnung auf ein externes Service-Unternehmen ausgelagert.

Zum Stichtag waren 169 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, hierin enthalten sind zwei Mitarbeiter der ehemaligen Nilit Germany GmbH sowie zehn Auszubildende/Studenten. Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum TEUR 9.676 (Vorjahr TEUR 9.095). Hierin enthalten sind TEUR 226 (Vorjahr TEUR 192) an Aufwendungen für Altersversorgung für Rentner und Anwärter der früheren Nilit Germany GmbH. Zum 31. Dezember 2014 bezogen 40 (Vorjahr 18) Personen eine betriebliche Altersversorgung.

Die Personalaufwandsquote betrug unverändert 10,1 % bezogen auf die Gesamtleistung.

III. Lage des Unternehmens

Vermögens- und Finanzlage

Trotz des Umsatzanstiegs sind die Vorräte dank des konsequenten Bestandsmanagements im Berichtszeitraum um EUR 0,6 Mio. auf EUR 15,8 Mio. zurückgegangen, hierbei im Wesentlichen die unfertigen Erzeugnisse.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Jahresende EUR 3,7 Mio. (Vorjahr EUR 4,1 Mio.).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind gegenüber dem Vorjahresstand um EUR 2,8 Mio. zurückgegangen. Die konzerninternen Lieferantenverbindlichkeiten sind nur unwesentlich um EUR 0,1 Mio. angestiegen. Gegenüber der Konzern-Holding besteht ferner eine Verbindlichkeit in Höhe von EUR 1,8 Mio. (Vorjahr EUR 1,6 Mio.) im Zusammenhang mit einer Besserungsabrede aus einem Forderungsverzicht gegenüber der ehemaligen Nilit Germany GmbH. In 2014 erfolgten hieraus Tilgungsleistungen in Höhe von EUR 6,5 Mio. Aus dem Besserungsschein ist nunmehr noch ein Restbetrag von EUR 2,8 Mio. zu leisten.

Die Bankverbindlichkeiten sind um EUR 0,8 Mio. angestiegen und betrugen zum Jahresende EUR 6,0 Mio.

Die Eigenkapitalquote beträgt 28,8 % (Vorjahr 27,4 %). Der Anstieg beruht ausschließlich auf der rückläufigen Bilanzsumme, da aufgrund des Besserungsscheines kein weiteres Eigenkapital akkumuliert werden konnte.

Ertragslage

In der Verschlechterung des Finanzergebnisses um rd. TEUR 42 wirken sich insbesondere der erhöhte Abzinsungsaufwand für die Pensionsrückstellungen und der Zinsaufwand aus Factoring (im Vorjahr nur zeitanteilig) aus.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt EUR 8,3 Mio. (im Vorjahr EUR 8,1 Mio. in der Pro-Forma Darstellung), d. h. 8,7 % der Gesamtleistung.

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 8,3 Mio. betreffen die Aufwendungen aus dem erwähnten Besserungsschein gegenüber der Gesellschafterin.

Der Ertragsteueraufwand in Höhe von TEUR 9 resultiert noch aus Vorgängen aus dem Vorjahr, insbesondere im Zusammenhang mit den abgeschlossenen Betriebsprüfungen bei den Vorgängergesellschaften.

Das Jahresergebnis (-TEUR 11) entspricht aufgrund der Aufwendungen aus dem Besserungsschein dem Ertragsteueraufwand.

IV. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben, insbesondere sind keinerlei bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

V. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Auch wenn sich die weltweite Konjunktur in 2014 nicht in dem prognostizierten Ausmaß verbessert hat, erwarten wir in Übereinstimmung mit den Wirtschaftsforschungsinstituten für Deutschland wieder eine deutliche Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2015, ebenso sind auch für den gesamten europäischen Wirtschaftsraum verbesserte Wachstumsimpulse zu erwarten. Das Wirtschaftswachstum in den ersten Monaten des Geschäftsjahres wird jedoch voraussichtlich ganz wesentlich getragen vom privaten Konsum. Die Auftragseingänge in der Industrie hinken hier noch nach; eine deutliche Erholung in der Investitionsgüter- und Ausrüstungsindustrie wird erst in der 2. Jahreshälfte erwartet

Für das Geschäftsjahr 2015 rechnen wir daher erneut mit einem moderaten Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, so dass die grundsätzlich positive Ergebnissituation fortgesetzt werden kann. Für 2016 gehen wir von einer weiteren Belebung der positiven konjunkturellen Situation aus, so dass die europäische Wirtschaft insgesamt wachsen wird und wir mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einem anhaltend guten Ertragsniveau rechnen können.

VI. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Chancen

Neben den hohen Investitionen und den technischen bzw. organisatorischen Verbesserungen der Vorjahre hat die Gesellschaft gerade durch die Einbindung in eine internationale, finanzstarke Unternehmensgruppe unverändert eine sehr gute Grundlage für eine mittelfristig erfolgreiche Entwicklung geschaffen. Dass die Rückwärtsintegration mit einem Polymer-Hersteller für die Sicherstellung einer ausreichenden Rohstoffversorgung ein ganz wesentlicher Aspekt ist, hat sich angesichts verknappter Rohstoffmärkte in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt.

Neben dem einheitlichen Marktauftritt zusammen mit unserer italienischen Schwestergesellschaft als Nilit Plastics Europe und der zwischenzeitlich vereinheitlichten und erweiterten Produktpalette wird die Gesellschaft neben den vertriebsseitigen Synergien verstärkt Synergien in der Produktion sowie in Forschung und Entwicklung erzielen und so Wachstumsmöglichkeiten in den Stamm-Märkten bzw. bei Stamm-Kunden (Zulieferer bzw. Systemlieferanten der Automobil- und der Elektroindustrie) erschließen.

Zahlreiche Projekte mit Kunden befinden sich derzeit in der Bemusterungsphase. Die beschlossene Mehrjahresstrategie für die Plastics-Division wird planmäßig umgesetzt.

Risiken

Die insgesamt erfreuliche gesamtwirtschaftliche Perspektive, insbesondere in Deutschland, wirkt sich positiv auf die Risikoposition des Unternehmens aus. Allerdings hat sich durch die Staatsschulden- und Eurokrise die Volatilität der Märkte (und nicht nur der Kapitalmärkte) in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Bei wieder wachsenden Märkten ist zwar grundsätzlich mit einem höheren Liquiditätsrisiko unserer Kunden zu rechnen. Allerdings wird unser Ausfallrisiko durch das unverändert strikte Debitorenmanagement unter konsequenter Einbeziehung des Instruments "Kreditversicherung" begrenzt. Positiv auf die Risikosituation wirkt sich auch die kurze Außenstandsdauer der Debitoren aus.

Risiken aus der Produktqualität beugen wir durch intensive Qualitätssicherungsmaßnahmen vor. Hierzu zählt auch der konsequente Ausbau unserer Zertifizierungen: Im Laufe des Jahres 2015 werden wir voraussichtlich auch nach ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) zertifiziert sein. Daneben besteht ein umfassender Versicherungsschutz gegen Haftpflichtrisiken.

Mit einer gewissen Sorge verfolgen wir die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten. Die Ende 2014/Anfang 2015 erkennbaren Preisreduktionen werden im 2. Quartal 2015 die Talsohle durchschritten haben. Spätestens ab dem 3. Quartal 2015 dürfte wieder mit einem Anstieg der Rohstoffpreise zu rechnen sein. Diese Entwicklung versuchen wir mit synchronen und zeitnahen Anpassungen unserer Verkaufspreise zu kompensieren. Dass sich im Zuge des zunächst moderat erwarteten Wirtschaftsaufschwungs wieder eine Verknappung bei bestimmten Rohstoffen einstellt, ist nicht zu befürchten. Hier können wir von unseren langjährigen stabilen Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten, von unserem Recycling-Geschäft sowie von der Rückwärtsintegration zu Nilit als Rohstofflieferant profitieren.

Nach wie vor werden fast alle Geschäftsvorfälle in EURO abgewickelt, so dass praktisch kein Fremdwährungsrisiko besteht. Das Zinsniveau befindet sich auf einem historisch tiefen Niveau. Wir rechnen nicht damit, dass von dem prognostizierten Wirtschaftswachstum in 2015/2016 größere Inflationsgefahren ausgehen werden. Durch verschiedene Maßnahmen wird dem Zinsänderungsrisiko der kommenden Jahre sowohl auf Unternehmens- als auch auf Konzernebene Rechnung getragen. Im Übrigen kann von einer weiterhin bereitwilligen Kreditvergabepolitik von Banken und Kreditversicherern ausgegangen werden.

 

Utzenfeld, 15. Juni 2015

Nilit Plastics Europe GmbH

gez. Dr. Thomas Niethammer, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 wurde am 7. Juli 2015 festgestellt.

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