Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 12032
Eingetragen
13.6.2012
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Der Handel mit Chemikalien

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Walter Panzer
seit 13.6.2019
Prokura
Ralf Nolte
seit 13.6.2019
Prokura
Michael Seimetz
seit 13.6.2019
Prokura
Joachim Fuchs
seit 13.6.2019
Prokura
Gerhard Meinel
seit 13.6.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 6 angezeigt

Germany
71.250 €
28.50%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VMP Chemiekontor GmbH

Siegburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1.) Geschäftsverlauf, Rahmenbedingungen und wesentliche Leistungsindikatoren

Die VMP Chemiekontor GmbH ist im Bereich des internationalen Chemikalienhandels tätig. Das Unternehmen mit Sitz in Siegburg sowie Tochtergesellschaften in Hongkong, Zürich und Hamburg konzentriert sich auf den Großhandel mit Rohstoffen für die Kosmetikindustrie, Lebensmittelzusatzstoffen für die Nahrungsmittelindustrie, CASE-Rohstoffen und weiteren Chemikalien wie Lösemitteln, Säuren, Laugen und Feststoffen für die chemische Industrie. Zu den größten Wettbewerbern im Chemikalienhandel gehören Unternehmen wie Brenntag, IMCD, Azelis und die Stockmeier-Gruppe.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens wird wesentlich von der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone beeinflusst. Diese blieb auch im Jahr 2023 schwach und die industrielle Produktion sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 ?%. Die hohe Inflation, die restriktiveren Finanzierungsbedingungen und die schwache Auslandsnachfrage haben das Vertrauen der Unternehmen und Verbraucher weiter belastet. In Deutschland verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt einen Rückgang von 0,3% (im Vorjahr lag es bei +1,9%).

Obwohl China, wo das Unternehmen einen Großteil seiner Waren bezieht, nach wie vor einen wichtigen Beitrag zum globalen Wachstum leistet, blieb die chinesische Wirtschaft vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2023 angesichts des schwachen Konsums und der schwachen Exporte hinter den Wachstumsraten vergangener Jahre zurück. Die industrielle Produktion in China wuchs im Jahr 2023 um 4,4%.

Die Umsatzprognosen der Gesellschaft haben sich für das Jahr 2023 nicht bestätig und sanken von 29.085 TEUR im Vorjahr auf 24.339 TEUR um 16,3 %. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den Rückgang der Einkaufspreise für Chemikalien zurück zu führen, was niedrigere Absatzpreise im Vergleich zum Vorjahr zur Folge hatte. Darüber hinaus haben sich die erhöhten Lagerbestände bei den Kunden, die in den Vorjahren aufgrund von Lieferengpässen aufgebaut wurden, negativ auf den Markt ausgewirkt und zu Preissenkungen auf der Nachfrage- und Angebotsseite geführt. Dies und der steigende Konkurrenz- und Margendruck infolge der zunehmenden Internationalisierung hat zu einem schwierigen Marktumfeld im Berichtsjahr geführt.

Trotzdem konnte die Rohgewinnmarge im Berichtsjahr stabil gehalten werden und gegenüber dem Vorjahr sogar verbessert werden.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, die Bruttogewinnmarge, die Höhe des Lagerbestandes sowie dessen Umschlaghäufigkeit und die Höhe des Working Capitals. Die Bruttogewinnmarge ermittelt sich aus (Umsatzerlöse + sonstige betriebliche Erträge - Kosten der verkauften Waren) / Umsatzerlöse. Die Umschlaghäufigkeit des Warenbestands Kennzahl misst, wie oft ein Unternehmen seinen Lagerbestand innerhalb eines Jahres verkauft und ersetzt. Sie wird berechnet als Umsatz / durchschnittlicher Lagerbestand. Das Working Capital ist die Differenz zwischen den kurzfristigen Vermögenswerten und den kurzfristigen Verbindlichkeiten.

2.) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr leicht um TEUR 134 angestiegen. Die Ausleihungen betreffen langfristig gewährte Darlehen an die Lucridis AG, Zürich. Die Gesellschaft hat einen Rangrücktritt auf ihre Darlehensforderungen erklärt. Die Lucridis AG, Zürich, weist zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TCHF 1.430 aus.

Der unter den Vorräten ausgewiesene Warenbestand der Gesellschaft zuzüglich der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte ist im Geschäftsjahr um TEUR 875 (31.12.2023: TEUR 4.567; Vorjahr: TEUR 5.442) gesunken. Hauptursache hierfür war der im Geschäftsjahr stattgefundene Preisverfall bei Chemikalien. Die Umschlaghäufigkeit der Vorräte betrug unverändert zum Vorjahr 5,3.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich demgegenüber leicht von TEUR 2.376 auf TEUR 2.622 um TEUR 246 erhöht.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des erzielten Jahresüberschusses 2023 in Höhe von TEUR 628 auf TEUR 2.564 erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus von der Kreissparkasse Köln und der Commerzbank gewährten Darlehen und haben sich durch Tilgungsleistungen um TEUR 477 von TEUR 2.827 auf TEUR 2.350 reduziert. Demgegenüber ist ein von dem verbundenen Unternehmen Quaan GmbH, Hamburg, gewährtes Darlehen um TEUR 579 angestiegen. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 142 geringer.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.275 um TEUR 939 auf TEUR 2.336 korrespondierend zu den Warenbeständen reduziert. Das Working Capital beträgt demnach zum 31.12.2023 1.634 (Vorjahr: TEUR 1.190).

Die Bilanzsumme der Gesellschaft reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des gesunkenen Warenbestandes. Die Eigenkapital-Quote stieg im Geschäftsjahr auf 21,5% (Vorjahr: 15,7%).

Die Umsatzerlöse der VMP Chemiekontor GmbH haben sich vor allem preisbedingt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.746 von TEUR 29.085 auf TEUR 24.339 reduziert. In gleichem Maße sind die Materialaufwendungen um TEUR 5.310 von TEUR 24.421 auf TEUR 19.111 gesunken. Durch diese Entwicklungen ist das Rohergebnis von TEUR 4.988 (2022) auf TEUR 5.511 in 2023 angestiegen.

Der Jahresüberschuss ist um TEUR 209 gestiegen. Die Umsatzrentabilität beträgt in 2023 2,6% gegenüber 1,4%. Die Eigenkapitalrentabilität ist auf 24,5% gegenüber 21,6% im Vorjahr gestiegen.

Die Finanzlage ist wesentlich durch die im Geschäftsjahr stattgefundenen Darlehenstilgungen der von Kreditinstituten gewährten Darlehen durch operative Finanzmittelüberschüsse geprägt. Dem stehen Darlehenserhöhungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 579 und -verminderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 142 gegenüber. Der preisbedingte Rückgang der Warenbestände ging mit einer Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einher.

3.) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

4.) Chancen- und Risikobericht

Es besteht das Risiko, dass angelegte Warenbestände preis- und nachfragebedingt nicht zu dem geplanten Verkaufspreis verkauft werden können oder ihr Wert aufgrund zu langer Lagerzeiten sinkt. Hierzu kommt das Risiko von Wechselkursschwankungen, da ein Großteil der Warenbestände in fremder Währung eingekauft wird. Dem Risiko wird begegnet, indem teilweise Wareneinkäufe getätigt werden, die gezielt zur Erfüllung von Warenbestellungen durch Kunden verwendet werden. Die Preis- und Nachfrageentwicklungen stellen umgekehrt eine Chance für das Unternehmen dar, indem die Nachfrage und/ oder der Preise, inklusive der Wechselkurse, sich positiv für das Unternehmen entwickelt und die Margenentwicklung positiv beeinflusst.

Darüber hinaus besteht das Risiko, dass Forderungen gegenüber Kunden uneinbringlich werden. Um diesem Risiko zu begegnen, holt das Unternehmen vor Abschluss eines Auftrags mit Neukunden oder bestimmten Bestandskunden regelmäßig Bonitätsinformationen von Auskunfteien ein.

Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit, Tochterunternehmen und hier speziell die Lucridis Distribution AG, Zürich/ Schweiz, mit Liquidität zu unterstützen. Das Tochtergesellschaften erschließt neue Märkte in der Schweiz mit Unterstützung der VMP Chemiekontor GmbH. Die Lucridis AG, Zürich, weist zum 31.12.2023 ein negatives Eigenkapital in Höhe von TCHF 1.430 aus.

Es besteht zudem das Risiko, dass sich Umsatzerlöse konjunktur- und wirtschaftsbedingt negativ entwickeln. Die Gesellschaft versucht, dieser Entwicklung mit neuen Produkten aus den Bereichen Food, Kosmetik und CASE entgegenzuwirken. Messen und Ausstellungen werden genutzt, um weiter Kunden und Lieferanten zu gewinnen und an die Gesellschaft zu binden. Ziel der Gesellschaft ist es, ein Umsatzwachstum und damit seinen Marktanteil zusammen mit seinen Tochterunternehmen nachhaltig zu vergrößern.

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in der VMP Chemiekontor GmbH ein in die Aufbau- sowie in die Ablauforganisation eingebetteter, fortwährender Prozess. Betriebsrisiken begegnet die Gesellschaft durch ein nach DIN ISO 9001/2015 TÜV Austria-zertifiziertes Qualitäts-Managementsystem. Ziel ist es, dieses System in 2024 konzernübergreifend zertifizieren zu lassen.

Den erkennbaren Risiken wird durch umfangreichen Versicherungsschutz Rechnung getragen.

Die Wettbewerbsrisiken im Markt haben durch die fortschreitende Globalisierung weiter zugenommen. Der internationale Datentransfer sorgt dafür, dass Informationen über Verkaufspreise in anderen Ländern zunehmend transparenter werden, was zu einem erhöhten Preisdruck und damit zu Margeneinbußen führen kann. So sind beispielsweise Verkaufspreise in anderen Ländern auch für deutsche Kunden einsehbar, was den Wettbewerb auf dem heimischen Markt intensiviert.

5.) Prognosebericht

Die Gesellschaft plant, auch im Jahr 2024 ihre Kernkompetenzen im internationalen Großhandel mit Chemikalien weiter auszubauen. Als Teil der internationalen VMP-Gruppe wird das operative Geschäft in enger Zusammenarbeit mit den verbundenen Unternehmen weiterentwickelt.

Auf Grundlage der aktuellen Einschätzungen wird für die kommenden Jahre eine stagnierende Geschäftsentwicklung erwartet, bedingt durch die insgesamt schwache wirtschaftliche Lage. Für 2025 wird jedoch eine leichte Erholung prognostiziert.

Potenzielle Risiken für das Geschäft ergeben sich insbesondere aus der angespannten wirtschaftlichen Situation in China sowie dem anhaltenden Ukraine-Konflikt. Diese geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen könnten das Tagesgeschäft negativ beeinflussen, insbesondere durch Preisinstabilitäten und eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Produkten.

Für das Jahr 2024 wird insgesamt eine eher negative Geschäftsentwicklung erwartet. Obwohl sich der Umsatz im ersten Halbjahr positiv Entwicklung hat, bleibt die allgemeine wirtschaftliche Stimmung weiterhin von Pessimismus geprägt, was sich auch in den monatlichen Umfragen des VCH (Verband Chemiehandel e.V.) widerspiegelt.

 

Siegburg, 30.09 2024

VMP Chemiekontor GmbH

Gerhard Meinel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.524.145,85 4.448.614,56
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 49.809,50 68.756,50
II. Sachanlagen 117.066,00 159.821,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.065,00 159.820,00
III. Finanzanlagen 4.357.270,35 4.220.037,06
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.635.670,45 2.635.670,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.718.599,90 1.584.366,61
3. Sonstige Finanzanlagen 3.000,00
B. Umlaufvermögen 7.392.092,16 7.860.791,70
I. Vorräte 4.567.128,78 5.441.712,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.811.215,06 2.417.113,24
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 139.871,70
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.671.343,36 2.417.113,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.748,32 1.965,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.451,93 16.761,18
D. Aktive latente Steuern 14.396,39 16.850,73
Summe Aktiva 11.950.086,33 12.343.018,17

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.563.596,98 1.936.057,89
I. ausgegebenes Kapital 212.500,00 212.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
2. eigene Anteile -37.500,00 -37.500,00
II. Kapitalrücklage 100.000,00 100.000,00
III. Gewinnrücklagen -107.500,00 -107.500,00
IV. Gewinnvortrag 1.731.057,89
V. Jahresüberschuss 627.539,09
VI. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 1.731.057,89
davon Gewinn-/Verlustvortrag 1.312.898,14
B. Rückstellungen 232.661,96 124.878,96
C. Verbindlichkeiten 9.153.739,59 10.281.697,51
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.350.387,29 2.827.257,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.268.242,78 860.591,23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.082.144,51 1.966.666,64
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.400.000,00 2.042.057,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 84.093,10
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.400.000,00 1.957.964,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.922.735,56 1.343.768,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.922.735,56 1.343.768,04
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.480.616,74 4.068.614,29
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.480.616,74 3.568.614,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 500.000,00
D. Passive latente Steuern 87,80 383,81
Summe Passiva 11.950.086,33 12.343.018,17

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.510.558,48 4.987.704,08
2. Personalaufwand 2.226.730,00 1.880.423,56
a) Löhne und Gehälter 1.806.335,47 1.570.137,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 420.394,53 310.285,64
davon für Altersversorgung 3.229,95 5.105,81
3. Abschreibungen 57.902,39 64.442,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 57.902,39 64.442,40
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.050.178,39 2.254.511,40
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 45.357,45 73.660,28
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.233,29 36.541,32
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 248.382,70 185.898,12
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 330.166,63 217.632,95
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.158,33 19.532,63
8. Ergebnis nach Steuern 631.431,66 421.336,97
9. sonstige Steuern 3.892,57 3.177,22
10. Jahresüberschuss 627.539,09 418.159,75
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.312.898,14
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 1.731.057,89

Anhang

I Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die VMP Chemiekontor GmbH hat ihren Sitz in Siegburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der Handelsregisternummer HRB 12032 eingetragen.

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) erstellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen des § 266 und 275 HGB. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags grundsätzlich beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung basiert auf dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung im Rahmen des Jahresabschlusses erfolgen auf der Grundlage der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern).

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Für die Bemessung der Abschreibungen wird zeitanteilig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Die zugrundeliegenden Nutzungsdauern liegen zwischen 2 - 20 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR und bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von netto 800,00 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung der geringwertigen Anlagegüter erfolgt unter Anwendung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung gegeben ist.

Die in den Vorräten enthaltenen Waren werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Im Geschäftsjahr wurde erstmalig eine Wertberichtigung in Höhe von EUR 90.371,86 gebildet, um die Vorräte mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bzw. zur Berücksichtigung des Alters der Vorratsbestände zu bewerten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bewertet.

Flüssige Mittel werden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr 2023 geleisteten Zahlungen abgegrenzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Eigene Anteile werden offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. In den Gewinnrücklagen sind der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennbetrag der eigenen Anteile ausgewiesen.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen und sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden angesetzt. Es wurde ein Steuersatz in Höhe von ca. 34% berücksichtigt.

Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen sind stichtagsbezogen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffend die Lucridis Distribution AG beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 1.718.599 EUR. Die VMP Chemiekontor GmbH hat einen Rangrücktritt auf ein Darlehen in Höhe von TCHF 1.507 ausgesprochen.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

Die Vorräte entfallen in Höhe von 4.016.634 EUR auf Waren sowie 550.495 EUR auf geleistete Anzahlungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Handelsregistereintrag und ist in voller Höhe eingezahlt. Der auf gehaltene eigene Anteile entfallende Anteil am Stammkapital ist offen abgesetzt.

Die Kapitalrücklage resultiert aus Einlagen der Gesellschafterin, die als sonstige Zuzahlungen der Gesellschafterin im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet worden sind.

Der unter der Gewinnrücklage ausgewiesene Betrag resultiert aus dem Rückkauf von eigenen Anteilen und entfällt auf den Betrag, der über den Nennwert der Anteile ausbezahlt wurde.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 ist nachfolgend wiedergegeben:

davon mit Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahren über 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.350.387,29 1.015.772,12 1.334.615,17 -
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.580,00 12.580,00 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.336.071,32 2.336.071,32 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterm 2.400.000,00 500.000,00 - 1.900.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.922.735,56 1.922.735,56 - -
sonstige Verbindlichkeiten 131.965,42 131.965,42 - -
davon aus Steuern 29.605,30 29.605,30 - -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11.114,80 11.114,80 - -
9.153.739,59 5.919.124,42 1.334.615,17 1.900.000,00

Sonstige betriebliche Erträge/ sonstige betriebliche Aufwendungen

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 43.273,54 (Vorjahr: TEUR 99) bzw. EUR 49.908,24 (Vorjahr: TEUR 74) ausgewiesen.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5) enthalten.

Zinserträge/ Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen

Für das Darlehen an die Lucridis Distribution AG sind Zinserträge bzw. aus Darlehen von verbundenen Unternehmen (Quaan GmbH) und Gesellschaftern (Aquavista GmbH bzw. von Manteuffel) Zinsaufwendungen aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr TEUR 36) bzw. TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 136) angefallen.

IV Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Eventualverbindlichkeiten oder andere nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an den folgenden Unternehmen mit mindestens einem Fünftel beteiligt:

Firma, Sitz Anteilsbesitz Buchwert des Anteils
(in EUR)
Gezeichnetes Kapital der Gesellschaft Eigenkapital
(in EUR)
Jahresergebnis
(in EUR)
Lucridis Distribution AG, Zürich 80% 105.253,99 100.000 CHF -1.429.860,69 CHF 11.805,76 CHF
QUAAN GmbH, Hamburg 100% 2.515.374,85 25.000 EUR 1.902.055,56 EUR 232.447,87 EUR
FotraChem UG, Hamburg 100% 5.243,95 1.000 EUR 13.147,36 EUR 6.317,19 EUR
VMP Chemical Distributer Asia LTD , Hong Kong 80% 9.797,66 100.000 HKD 1.457.289,41 HKD 276.572,93 HKD

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum 31.12.2023 folgende finanzielle Verpflichtungen:

in TEUR < 1 Jahr 1 Jahr - 5 Jahre > 5 Jahre
Darlehen 1.016 1.032 0
Miete 84 334 432
Leasing 101 119 0

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt zum Stichtag EUR 14.396,39.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 29 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich für Abschlussprüfungsleistungen auf 23.200 EUR.

Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist Herr Gerhard Meinel, Kaufmann, Troisdorf

 

Siegburg, 30.09 2024

VMP Chemiekontor GmbH

Gerhard Meinel, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die VMP Chemiekontor GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VMP Chemiekontor GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VMP Chemiekontor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bergisch Gladbach, 4. Dezember 2024

Schober, Wirtschaftsprüfer

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