Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 7419
Vorher
STARBIKE G.m.b.H.
Eingetragen
3.3.2004
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb und Handel mit Motorrädern und Karts, Reperaturen von Motorrädern aller Art, Planung und Durchführung von Events. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft darf im Inund Ausland andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen; sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Pascal Schneider
seit 23.6.2025
Geschäftsführer
Stefan Schmidt
seit 11.2.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
99.00%
S***** S******
1.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GoM GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MCA GmbH

Altendiez

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

HRB 7419

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5,00 3.073,00
II. Sachanlagen 465.420,00 464.697,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 6.383.820,08 5.940.696,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.508.465,54 1.520.793,37
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 35.341,23 33.346,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.192,86 3.264,54
8.395.244,71 7.965.870,88

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 141.000,00 141.000,00
III. Bilanzgewinn 1.457.552,99 1.399.794,02
1.623.552,99 1.565.794,02
B. Rückstellungen 179.894,86 197.252,59
C. Verbindlichkeiten 6.591.796,86 6.202.824,27
8.395.244,71 7.965.870,88
2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 2.992.687,33 3.118.971,83
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 875.364,42 944.860,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 224.113,03 228.387,26
- davon für Altersversorgung: EUR 5.276,64 (Vj.: EUR 6.671,54) 1.099.477,45 1.173.247,92
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 107.434,48 101.033,85
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.358.126,22 1.215.878,17
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 243.739,38 115.920,25
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 55.734,51 145.853,75
7. Ergebnis nach Steuern 128.175,29 367.037,89
8. Sonstige Steuern 10.416,32 7.134,89
9. Jahresüberschuss 117.758,97 359.903,00
10. Gewinnvortrag 1.399.794,02 1.109.891,02
11. Ausschüttung 60.000,00 70.000,00
12. Bilanzgewinn 1.457.552,99 1.399.794,02

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma MCA GmbH mit Sitz in Altendiez im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur, Abteilung B, unter Nr. 7419 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Zur Erhöhung der Klarheit und Transparenz wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Verbundunternehmen unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Des Weiteren wurde die Gliederungen der Bilanz als auch der Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der teilweisen Ergebnisverwendung jeweils um den Posten des Bilanzgewinns erweitert. Der jeweilige Vorjahresausweis wurde zu Vergleichszwecken entsprechend angepasst. Darüber hinaus sind die Gliederungen unverändert geblieben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den Erleichterungen nach § 276 HGB wurde im Rahmen der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung Gebrauch gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Die Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Auf die Zugänge wurden zeitanteilige Abschreibungen verrechnet.

Die Abschreibungen erfolgen planmäßig entsprechend der ermittelten Nutzungsdauer nach der linearen bzw. degressiven Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 netto wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.

Die Warenvorräte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abschläge berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden grundsätzlich in Höhe des Anzahlungsbetrages angesetzt (Nettomethode) und soweit verrechenbar offen von den Vorräten abgesetzt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind entsprechend § 250 HGB die Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr wurden entsprechend ihrer Laufzeit mit dem durch die Bundesbank vorgegebenen Zinssatz zum Bilanzstichtag abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich zukünftig voraussichtlich abbauen, werden latente Steuern nur bilanziert, falls ein passiver Überhang besteht. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (letzte Seite dieses Anhangs) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 803 688
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 155 368
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (75) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 550 465
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
1.508 1.521

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten TEUR 96 Forderungen gegen den Geschäftsführer, welcher auch Gesellschafter der Muttergesellschaft (GOM GmbH) ist. Dabei entfallen TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 48) auf Forderungen aus Lieferung und Leistungen und TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8) auf sonstige Vermögensgegenstände. Es wurden keine Zinsen vereinbart.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 367) um Forderungen aus Lieferung und Leistungen, die restlichen TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen eine kurzfristige Ausleihung an die MCA Limburg GmbH.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten keine Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die voraussichtliche Gewerbe- und Körperschaftsteuerschuld für das aktuelle Jahr und das Vorjahr.

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr beträgt TEUR 6.495 (Vorjahr: TEUR 6.163). Insgesamt haben TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 35) eine Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren liegen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 5) vor.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.409 (Vorjahr: TEUR 4.950) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 4.539 (Vorjahr: TEUR 4.445) durch Sicherungsübereignungen und Grundpfandrechte besichert.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung in Höhe von TEUR 495, die im Wesentlichen künftige Miet- und Leasingverpflichtungen betreffen.

D. Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Unternehmensorgane

Geschäftsführer:

 

Stefan Schmidt, Holzappel.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Konzernverhältnisse

Die MCA GmbH, Altendiez, ist 100%-ige Tochtergesellschaft der GoM GmbH, Altendiez, die beim Amtsgericht Montabaur unter HRB 25639 geführt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 29.

Abschlussprüferhonorare

Auf die Angabe und eine Aufschlüsselung für den Abschlussprüfer wurde gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresgewinn 2023 in Höhe von EUR 117.758,97 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Saarbrücken, den 04. April 2025

gez. Stefan Schmidt

Der Jahresabschluss wurde am 14.04.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.520,89 0,00 0,00 11.520,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.205,28 0,00 0,00 16.205,28
27.726,17 0,00 0,00 27.726,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.401,78 0,00 0,00 41.401,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 120.363,54 0,00 0,00 120.363,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 867.892,11 105.089,48 1.920,12 971.061,47
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 80.520,76 0,00 0,00 80.520,76
1.110.178,19 105.089,48 1.920,12 1.213.347,55
1.137.904,36 105.089,48 1.920,12 1.241.073,72
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.448,89 3.068,00 0,00 11.516,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.204,28 0,00 0,00 16.204,28
24.653,17 3.068,00 0,00 27.721,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.207,78 2.520,00 0,00 19.727,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 93.892,54 6.316,00 0,00 100.208,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.906,11 82.077,48 1.920,12 564.063,47
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 50.474,76 13.453,00 0,00 63.927,76
645.481,19 104.366,48 1.920,12 747.927,55
670.134,36 107.434,48 1.920,12 775.648,72
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 3.072,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
5,00 3.073,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.674,00 24.194,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.155,00 26.471,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.998,00 383.986,00
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 16.593,00 30.046,00
465.420,00 464.697,00
465.425,00 467.770,00

Lagebericht 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die M CA GmbH wurde am 01.01.2004 gegründet. Die Gesellschaft betreibt am Standort in der Bökelmannstrasse 2 in Altendiez ein Multi-Marken-Motorradfachgeschäft mit angeschlossener Motorradwerkstatt. Das Geschäft umfasst insbesondere den Handel mit Motorrädern, Bekleidung und Zubehör der Marken BMW, Honda, Ducati, KTM, Vespa und einiger anderer namhafter Hersteller vornehmlich von Neufahrzeugen aber auch von Gebraucht- und Vorführfahrzeugen. Muttergesellschaft der M CA ist die GoM GmbH mit Sitz in Altendiez, zu deren Tochtergesellschaften neben der MCA GmbH auch die MCA Limburg GmbH, Limburg, mit Schwerpunkt auf Bekleidung und Zubehör sowie mehrheitlich die M CA Frankfurt GmbH, Frankfurt als selbständige Einheiten zählen. Zusammen stellen sie untereinander verbundene Unternehmen dar. Mehrheitsgesellschafter der Familienholding GoM GmbH und Geschäftsführer ist Stefan Schmidt.

2. Forschung und Entwicklung

Mit dem Handel als Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit stellen Forschung und Entwicklung ein untergeordnetes Segment dar. In Zusammenhang mit der Aufbereitung von Motorrädern für den professionellen Rennsport werden regelmäßig neueste Techniken zur Verbesserung der Fahreigenschaften dieser Motorräder erprobt und weiterentwickelt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Am 01. Januar 2024 belief sich der Kraftradbestand in der Bundesrepublik auf rd. 4,99 Millionen, was den höchsten Bestand seit 2008 bedeutet (seit 2008 werden vorübergehend angemeldete Krafträder in der Statistik nicht mehr berücksichtigt).

Trotz dieser Höchstwerte für die Motorradbranche war und ist das gesamtwirtschaftliche Umfeld geprägt von globalen Großereignissen wie insbesondere den Folgen der Corona-Pandemie sowie dem Ukraine-Krieg mit den bekannten Folgen einer Energiekrise und steigenden Preisen in nahezu allen Bereichen. Lag die Erwartung der Bundesregierung im Jahreswirtschaftsbericht 2022 für die Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes im Januar 2022 noch bei 3,6 %, so betrug sie letztlich nur 1,8 %. Im Jahr 2023 ist das BIP gar um 0,3 % gesunken, aktuell geht die Bundesregierung von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 % für das laufende Jahr 2024 aus. Insbesondere die Energiekrise, geopolitische Spannungen und die die aktuell zunehmende Handlungslosigkeit der Politik verunsichern Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten gleichermaßen. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft aber auch den Verbrauchersektor trifft. Insgesamt keine günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Im Motorradhandel spielen die Kaufkraft sowie die Interessen älterer Altersgruppen eine nicht unerhebliche Rolle, entsprechend sind die "schweren" Maschinen auf dem Vormarsch. Gefragt sind u.a. Retro-Bikes, Klassiker, die in den 1950er- und 60er-Jahren entworfen und dann jahrzehntelang nicht mehr gebaut wurden. Jetzt kommen sie in alter Bauweise, aber mit moderner Technik wieder aus den Fabriken und haben 2023 rund ein Drittel Marktanteil. Diese "Naked Bikes" eignen sich für das Customizing, fördern also auch das nachträgliche Geschäft mit ergänzenden Komponenten. Nachfolgend die sechs stärksten Marktsegmente bei Krafträdern:

Quelle IVM 2023 Zulassungen Marktanteil And. VJ
Naked Bikes 57.963 33,59% 13,20%
Adventure 25.327 14,68% 7,10%
City-Classic 14.752 8,55% -4,10%
Enduro/Supermotot 14.616 8,47% 4,40%
SBK/SSP/Sport 11.942 6,92% 37,00%
Chopper 10.679 6,19% 12,40%
135.279 78,40%

Neben dem Neufahrzeughandel wird allerdings der Markt mit Gebrauchtkrädern immer bedeutender; selbst bei Kult-Maschinen wie den Harleys, die i. d. R. von gutbetuchten Mittelständlern gekauft werden, kommen mittlerweile auf eine Neuzulassung zwei Besitzumschreibungen.

2. Geschäftsverlauf im Überblick

Die positive Nachfrageentwicklung nach Motorrädern hat auch sich auch im Berichtsjahr fortgesetzt, wobei im Zuge der allgemeinen Konjunkturstimmung ein Rückgang bei den Verkaufspreisen und damit ein M argenrückgang zu verzeichnen war, was in der Konsequenz einen Rückgang des Rohgewinns nach sich zog.

Die in Teilen erreichten Kosteneinsparungen konnten insgesamt die Reduzierung des Rohergebnisses nicht kompensieren, so dass ein Jahresergebnis von 118 T€ nach 360 T€ im Vorjahr realisiert wurde.

3. Lage der Gesellschaft

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zu wesentlichen Teilen aus kurzfristig gebundenen Werten wie Warenvorräten mit 6.384 T€ = 76,0 % der Bilanzsumme sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 803 T€ =9,6 % der Bilanzsumme von 8.395 T€.

Die Finanzierung erfolgt mit 5.409 T€ =64,4 % der Bilanzsumme überwiegend durch Kreditinstitute in Form von Darlehensfinanzierungen des Anlagevermögens (154 T€), Fahrzeugfinanzierungen (4.960 T€) sowie Kontokorrent (295 T€).

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 rd. 1.623 T€. Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich aus einer Gewinnausschüttung von 60 T€ und dem Jahresergebnis von 117,8 T€ Die Eigenkapitalquote lag bei gestiegener Bilanzsumme bei 19,3 % gegenüber 19,7 % im Vorjahr. Das erzielte Jahresergebnis der M CA GmbH verringerte sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 242 T€. Trotz einer Umsatzsteigerung haben bei überproportionalem Anstieg des Wareneinsatzes die hierdurch niedrigere Rohergebnis von 2.993 T€ gegenüber 3.119 T€ im Vorjahr sowie gestiegene Sach- und Finanzierungskosten das Ergebnis belastet.

Der operative Cash-Flow des Unternehmens belief sich in 2023 auf 294 T€. Daraus waren Investitionen in Höhe von 105 T€ zu bedienen. Zudem fanden Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen einschließlich der Fahrzeugfinanzierungen in Höhe von 671 T€ sowie Auszahlungen zur Darlehenstilgung von 337 T€ sowie Ausschüttungen an den Gesellschafter mit 60 T€ statt. Insgesamt hat sich durch die vorstehenden Cash-Flow-Bestandteile der kurzfristig verfügbare Cash-Bestand im laufenden Jahr 2023 um 122 T€ auf -260 T€ vermindert.

Mit Blick auf die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Rohergebnis, Jahresergebnis und Eigenkapitalquote hat das Geschäftsjahr 2023 die Erwartungen nicht erfüllt. Insgesamt sieht die Geschäftsführung die durch viele negative äußere Einflüsse geprägte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage noch als zufriedenstellend an.

4. Investitionen

Die Investitionen im Geschäftsjahr belaufen sich insgesamt auf 105 T€ und betreffen überwiegend Ersatzinvestitionen.

5. Mitarbeiter

Mit im Durchschnitt 29 Arbeitnehmern gegenüber 30 Arbeitnehmern im Vorjahr zeigt sich die durch Kontinuität und respektvollen Umgang in einem familiären Umfeld geprägte Personalpolitik.

III. Prognosebericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entscheidend für die Nachfrage nach Motorrädern als Produkte, die vorwiegend den persönlichen Hobbies zuzurechnen sind, ist die Konsumlaune der Bevölkerung. Bei einem nach der Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums vom 15. Januar 2025 um 0,2 % gesunkenen Bruttoinlandsprodukt kamen vom privaten Konsum 2024 (+0,3 % gegenüber dem Vorjahr) nur schwache Signale.

Die Inflationsrate 2024 fiel mit 2,2 % im Jahresdurchschnitt niedriger aus als in den drei Vorjahren, was als positives Signal gewertet werden kann.

2. Zukunftsprognose

Die M CA GmbH geht in ihrem Budget für 2024 von einem positivem Jahresergebnis in Höhe von 175 T€ aus, liegt jedoch bis Ende Q3 ca. 25 % hinter diesem Ziel zurück. Da die Motorradsaison jedenfalls bezogen auf den Verkauf ohnehin weitgehend abgeschlossen ist, wird dieser Trend sich auch in die Ergebniserwartung für das gesamte Jahr 2024 fortsetzen.

Für 2025 steht die M otorradbranche vor Herausforderungen; die oben genannten wirtschaftlichen eher negativen Rahmenbedingungen werden voraussichtlich noch anhalten, der Kostendruck insbesondere im Finanzierungsbereich wird nach wie vor die Rendite belasten. Für MCA gilt es insbesondere, Bestände abzubauen, den Werkstattbetrieb zu optimieren sowie in der Gruppe Synergien zu nutzen.

IV. Risiken und Chancen

Für die MCA bieten sich sowohl Chancen als auch Risiken; die Chancen gilt es zu nutzen, den Risiken, soweit möglich mit geeigneten M aßnahmen entgegen zu wirken.

1. Risiken

Auf Grund der rückläufigen konjunkturellen Rahmenbedingungen, die auch den Konsumbereich negativ beeinflussen, stehen die Hersteller wie die Händler gleichermaßen unter Druck. Die Hersteller versuchen ihre Verkaufszahlen möglichst zu steigern mindestens zu halten. Die Hersteller versuchen gleichzeitig ihre eher hohen Bestände abzubauen, so dass es voraussichtlich zu Überangeboten und Preiszugeständnissen zur Erreichung der mengenmäßigen Absatzziele und in der Folge zu Margenverlusten kommen wird. Überdies sind die Händler teils existenzsichernd auf zielgerichtete Bonuszahlungen der Hersteller angewiesen; werden diese Ziele verfehlt, drohen negative Betriebsergebnisse. Des Weiteren ist die Personalrekrutierung zunehmend schwierig, der Fachkräftemangel macht auch vor der Motorradbranche nicht halt. Im Weiteren kann sich die verhaltene Konsumneigung auch auf die Zahlungsmoral bzw. die Bonität der Kunden negativ auswirken.

2. Chancen

Die MCA begegnet diesen Risiken durch ständigen Ausbau des Bekanntheitsgrades etwa via Präsenz in den sozialen Medien, gezielten Kundenansprachen sowie regelmäßigen Kundenevents inkl. Racing-Teilnahmen. Zudem ist das Händlernetz im Umkreis von 100 - 150 km in den letzten Jahren stark ausgedünnt; M CA konnte in diesem Zuge seine Marktposition deutlich steigern, was auch die Wachstumszahlen der letzten Jahre zeigen; das Umsatzwachstum lag im Mittel der letzten 4 Jahre für M CA bei 5,7 %.

Des Weiteren bietet MCA seinen Kunden einen ausgewählten Mix an Markenvielfalt, pflegt den regelmäßigen und guten Kontakt mit den Herstellern und versucht in angemessenem Umfang auf deren Bedürfnisse zu reagieren. Neben dem Motorradhandel im Gebraucht- und Neufahrzeugbereich konnte MCA im Zuge der Ausweitung des Geschäftsbetriebes den Werkstattbereich zunehmend stärken und die saisonalen Schwankungen aus dem M otorradverkauf dadurch etwas glätten.

Zudem wurden Lagerkapazitäten für Wintereinlagerungen geschaffen, auch dies hilft die saisonal bedingt ertragsschwächeren Perioden zu stärken.

Positiv sehen wir das in 2024 wieder gesunkene Zinsniveau mit Blick auf die zukünftigen Finanzierungskosten.

3. Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen

Die Geschäftsführung der MCA überwacht und bewertet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und insbesondere branchenbezogene Entwicklungen und Trends, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

In der konsolidierten Betrachtung von Chancen und Risiken überwiegen auch in der gegenwärtig geopolitisch unsicheren Situation bei verhaltenen konjunkturellen Aussichten die erkennbaren Chancen die bekannten Risiken. Hierauf aufbauend geht die Geschäftsführung von einer weiterhin positiven Entwicklung des Unternehmens aus.

 

Altendiez, den 04.04.2025

gez. Stefan Schmidt

Vorstehender zur Offenlegung bestimmter und nach § 327 HGB verkürzter Jahresabschluss zum 31.12.2023 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MCA GmbH, Altendiez

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MCA GmbH, Altendiez, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MCA GmbH, Altendiez, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Januar 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Wir konnten uns nicht von der Vollständigkeit und Richtigkeit der in den Jahresabschluss einbezogenen Vorräte durch geeignete Prüfungshandlungen überzeugen, da wir zur Teilnahme an der Inventur infolge verspäteter Bestellung zum Abschlussprüfer nicht in der Lage waren und alternative Prüfungshandlungen ebenfalls nicht möglich waren. Da die Vorräte einen wesentlichen Teil des Jahresabschlusses ausmachen, schränken wir unser Prüfungsurteil in diesem Punkt ein.

Diese Einschränkung betrifft auch die in den Lagebericht aufgenommenen Aussagen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, die auf den Beständen der Vorräte beruhen.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der MCA GmbH, Altendiez, für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023 sind, wurden nicht geprüft.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht

aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 4. April 2025

THS Wirtschaftsprüfung GmbH
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