Dockweiler Edelstahl GmbH

Buchtallee 13, 21465 Reinbek, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 1708 RE
Eingetragen
5.1.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Erwerb und die Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen jeglicher Art und sonstiger Vermögensanlagen im In- und Ausland sowie die Ausübung und Ausführung der Geschäftsführung und persönlichen Haftung bei Beteiligungsgesellschaften. Die Gesellschaft darf alle sonstigen Geschäfte betreiben, die ihrem Hauptzweck zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, gleichartige oder ähnliche Unternehmen erweben sowie sich an solchen unmittelbar oder mittelbar beteiligen. Ferner darf sich die Gesellschaft mit anderen in- oder ausländischen Unternehmen ähnlicher Art zu Arbeits- und Interessengemeinschaften zusammenschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Nietner
seit 3.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

Reinbek
1.596.000 €
28.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dockweiler Edelstahl GmbH

Reinbek

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht Geschäftsjahr 2023

Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe

Reinbek

Inhalt

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

3. Vermögens- und Finanzlage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

A. Branchenspezifische Risiken

B. Ertragsorientierte Risiken

C. Finanzwirtschaftliche Risiken

D. Compliance Risiken

2. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

3. Forschung und Entwicklung

4. Umwelt- und Energiepolitik

5. Mitarbeiter

6. Chancenbericht

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Die Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen der Dockweiler Edelstahl GmbH bilden eine Unternehmensgruppe mit Produktionsstandorten in Deutschland, Schweden und Thailand als international führender Hersteller von Edelstahlrohrsystemen für den Anlagenbau (Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe - DWE). Das Kerngeschäft umfasst die Erarbeitung von Installationslösungen für den Umgang mit flüssigen und gasförmigen Medien in der Halbleiter- und Pharma-Industrie, New Energy sowie Life Science. Das Produktionsspektrum reicht von Rohren, Formteilen, Kugelhähnen, Schläuchen und Komponenten bis hin zu komplexen kundenspezifischen Sonderanfertigungen. In speziellen Produktlinien werden höchste Anforderungen an Oberflächenqualität und Reinheit erfüllt.

Die Dockweiler Edelstahl GmbH übt als Konzernmuttergesellschaft die Leitung und Verwaltung der Konzernaktivitäten der Dockweiler Unternehmensgruppe aus (Holding Gesellschaft). Die operative Geschäftstätigkeit im In- und Ausland erfolgt sowohl in den jeweiligen Tochtergesellschaften als auch in Beteiligungsunternehmen, insbesondere GHWA Industries Ltd. in Thailand. Produktionsstandorte der DWE finden sich in Deutschland mit dem Stammwerk in Neustadt- Glewe, Schweden und Thailand. In Großbritannien, den Niederlanden, den USA, Österreich, Israel, Japan, Indien und China bestehen eigene Vertriebsgesellschaften, die von mehr als 40 Vertriebspartnern weltweit ergänzt werden. Der Sitz des Fertigungsstandorts für die Automatisierung industrieller Produktion sowie die Fertigung von Einzelkomponenten und Modulen für den Maschinenbau (Dockweiler Industrial Automation) befindet sich in Königsbach-Stein, Deutschland.

Mit einem hochqualifizierten Mitarbeiterteam werden Anlagekomponenten und Module gefertigt, die bei Bedarf unter Reinraumbedingungen (ISO 14644-1) verarbeitet und endkonditioniert werden können. Mit dieser Leistung unterstützt Dockweiler Anlagenbauer mit einer Komplettlösung für die Rohrleitungskonstruktion, -fertigung und -bearbeitung.

Die Unternehmensgruppe ist in Familienbesitz. Leitlinien der Familie definieren die Grundsätze des Handelns.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Einschätzung des Institutes für Weltwirtschaft in Kiel (ifw Kiel) verlor die Weltkonjunktur gegen Ende des Jahres 2023 wieder etwas an Fahrt. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr in recht moderatem Tempo. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Maßgeblich war ein geringerer Anstieg der Produktion in den Schwellenländern, nicht zuletzt in China, während sie in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt mit wenig veränderter, wenngleich sehr mäßiger Rate zunahm.

Die Industrieproduktion legte nur schwach zu, und der Welthandel war in der Tendenz rückläufig. Obwohl sich die Rahmenbedingungen durch die Beendigung der restriktiven Corona-Politik in China verbessert hatten, legte die industrielle Erzeugung im vergangenen Jahr weltweit kaum zu. Im Jahresdurchschnitt ergab sich ein Zuwachs um 0,9 %. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wurde die Produktion sogar eingeschränkt, besonders deutlich im Euroraum.

Der Tiefpunkt im Welthandel scheint nach Einschätzung des ifw Kiel trotz der Belastungen durch die Krise im Nahen Osten durchschritten. In der zweiten Jahreshälfte 2023 hat sich das Welthandelsvolumen allmählich stabilisiert, gegen Jahresende stieg es sogar wieder etwas. Zwar wird der Suezkanal aufgrund des Risikos eines Beschusses durch die jemenitischen Huthi-Rebellen derzeit gemieden - die Frachtmenge im Suezkanal ist seit Oktober um mehr als zwei Drittel gesunken (Kiel Trade Indicator, Februar 2024) -; die damit verbundene erhebliche Verlängerung der Transportwege zwischen Asien und Europa dürfte den Welthandel aber allenfalls kurzfristig stören.

Die chinesische Wirtschaft kommt nur langsam aus der Flaute. Anders als in vergangenen weltwirtschaftlichen Abschwüngen, etwa in der großen Rezession 2008/2009 oder in der Coronakrise 2020, als das Land Nachfrage entfaltete und über den Handel die Weltkonjunktur stützte, gehen von China derzeit nur wenig Impulse für die globale Aktivität aus. Eine stark gestiegene Verschuldung bei Unternehmen und Haushalten und beträchtliche Überkapazitäten im Gebäudesektor, die zur Insolvenz großer Immobilienentwickler geführt haben, bremsen die Aktivität und verunsichern die privaten Haushalte.

Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts reduzierte sich 2023 mit 3,0 % gegenüber dem Jahr 2022 (+3,3 %), wohingegen der Anstieg der Verbraucherpreise von 8,8 % im Jahr 2022 auf 8,0 % im Jahr 2023 gebremst wurde.

Die Hauptabsatzbranchen der Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe sind die Halbleiter- und Pharmaindustrie. Auch im Jahr 2023 stand besonders die Halbleiterindustrie im Fokus. Die zyklische Halbleiterindustrie hatte lt. dem Verband der Halbleiterindustrie (Semiconductor Industry Association, SIA) ein schwieriges Jahr 2023, dem siebten Abschwung seit 1990, mit einem erwarteten Umsatzrückgang von 9,4 % (auf 520 Milliarden US-Dollar) für das Jahr erwartet. Nach aktuellen Schätzungen wurde für den weltweiten Gesamtmarkt ein Umsatz von 515 Milliarden US-Dollar für 2023 erreicht, gegenüber 574 Milliarden US-Dollar in 2022. Für das Jahr 2024 wird nun ein weltweiter Umsatz von 588 Milliarden US-Dollar prognostiziert, was nicht nur einer Steigerung von rd. 14,2 % gegenüber 2023 entspricht, sondern auch 2,4 % höher als der Rekordumsatz der Branche von 574 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 liegt.

Der Markt für pharmazeutische Arzneimittel ist in den letzten Jahren stark gewachsen und erreichte It. Analysen von Research and Markets mit einem Gesamtvolumen von 1.199,86 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 ein neues Rekordniveau. Für die kommenden Jahren wird mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 5,6 % gerechnet. Die Expansion im historischen Zeitraum lässt sich auf einen Aufschwung des Gesundheitsbewusstseins, eine erhöhte Prävalenz von Atemwegserkrankungen, veränderte Lebensgewohnheiten, einen Anstieg der Ausgaben für pharmazeutische Forschung und Entwicklung (F&E), eine zunehmende Alterung der Bevölkerung, einen Anstieg der Zahl der chirurgischen Eingriffe, ein robustes Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern und eine erhöhte Anzahl von Zulassungen für hämatologische/onkologische (Krebs-) Medikamente zurückführen.

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Für die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe war 2023 vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds ein gutes Umsatzjahr, indem sich der Umsatz mit -3 % auf einem vergleichbaren Niveau zum Vorjahr gehalten hat. Gleichzeitig führten die Unsicherheiten am Markt allerdings ebenfalls zu -18 % Umsatz im Vergleich mit der der initialen Planung. Der Auftragseingang verlief im Geschäftsjahr 2023 nach einem durchwachsenen Start insgesamt zufriedenstellend. Durch konjunkturbedingte Unsicherheiten kam es im ersten Halbjahr zu einem Rückgang des Auftragseingangs und infolgedessen einem Abbau des Auftragsbestandes. Dieser konnte jedoch im zweiten Halbjahr stabilisiert werden und lag zum Bilanzstichtag bei rd. 59 Mio. Euro.

Im Rückblick auf die vorjährige Prognose lässt sich feststellen, dass sich der Umsatz in 2023 in Höhe von 163 Mio. Euro unterhalb der im Vorjahr prognostizierten Bandbreite von 180 - 200 Mio. EUR befindet. Darüber hinaus verzeichnete die Dockweiler Edelstahl Gruppe im Berichtszeitraum eine leichte Verbesserung der Rohertragsmarge. Das Konzern-Ergebnis (EBT = Jahresüberschuss vor Ertragsteuern) ging unter anderem durch Volumeneffekte auf insgesamt TEUR 9.378 zurück und somit kam es nicht zur prognostizierten Verbesserung des EBT zum Vorjahr.

Im Jahr 2023 wurden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgengestände in Entwicklung und entsprechende aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 251 bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände stellen im Wesentlichen selbstgeschaffene Softwarelösungen zur effizienteren und professionalisierten internen Prozesssteuerung in der Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe dar.

Insgesamt beschäftigt das Unternehmen zum Stichtag 783 Mitarbeiter, inklusive den Vorständen, Trainees, dualen Studenten und Leiharbeitnehmern. Das sind 61 Mitarbeiter mehr als zum Schluss des vorangegangenen Geschäftsjahres 2022. Der Anstieg der Personalaufwendungen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf eine allgemeine Gehaltsanpassung, die Auszahlung von Inflationsprämien, Übernahme von Leiharbeitern und Abfindungszahlungen zurückzuführen.

Aufgrund der Durchführung einer strikten Kostendisziplin und Einsparungsprogrammen wurden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hauptgrund dafür ist der Rückgang der neutralen Erträge aus Währungsumrechnung.

Die Abschreibungen stiegen im Wesentlichen bedingt durch zusätzliche Investitionen in den Vorjahren und dem laufenden Geschäftsjahr um rd. 8,6 % zum Vorjahr. Unter anderem wurde 2023 in den Standorten Dockweiler AG (Deutschland), Dockweiler Asien (Thailand) und Calamo (Schweden) in Maschinen, Gebäudeerweiterungen und IT-Infrastruktur investiert.

Die Zinsaufwendungen haben sich in Folge der gestiegenen Fremdkapitalfinanzierung für den weiteren Aufbau des Working Capital von TEUR 983 auf TEUR 1.637 erhöht.

Das assoziierte Unternehmen GHWA Industries Co., Ltd. konnte seine Profitabilität weiter steigern. Aus dem Jahresüberschuss 2022 wurde in 2023 eine anteilige Dividende von TEUR 1.697 an die Dockweiler Edelstahl GmbH ausgeschüttet (Vorjahr TEUR 0). Die Erträge aus assoziierten Unternehmen resultieren aus dem Jahresüberschuss der GHWA Industries Co., Ltd.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzlage der Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe ist auch in diesem Berichtsjahr weiterhin grundsolide und sicher.

Das Finanzmanagement nutzt Instrumente/Kennzahlen, die jederzeit einen aktuellen Finanzstatus aufzeigen. Hieraus werden entsprechende Maßnahmen kurzfristig abgeleitet. Dies betrifft auch das Thema Forderungsmanagement, indem die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe im Jahr 2023 weitere Instrumente zum verbesserten Trade-Working Capital Management eingesetzt hat. Die Dockweiler Edelstahl Gruppe hat über Jahre nur sehr geringe Ausfälle zu verzeichnen.

Ersatzinvestitionen aus Eigenmitteln erfolgten kontinuierlich nach Plan, wie in allen Geschäftsjahren zuvor. Der Anstieg der Sachanlagen ergibt sich hauptsächlich durch zusätzliche Investitionen für technische Anlagen in den Produktionsstandorten Dockweiler AG (Deutschland), Calamo (Schweden) und Dockweiler Asien (Thailand). In der Dockweiler AG wurde neben Ersatzinvestitionen in die Produktion mit der Erweiterung des zentralen Verwaltungsgebäudes begonnen, in der neben dem großen Kantinenraum mit einer Kapazität von über 300 Personen ebenfalls neue Konferenz-, Seminar- sowie Büroräume entstehen. Darüber hinaus wurden in Schweden Betriebsgrundstücke und Gebäude, die vormals an die schwedische Tochtergesellschaft vermietet waren, für TEUR 4.236 von dieser verschmolzen.

Die Summe der Eigenmittel einschließlich des passivischen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung mit Eigenkapitalcharakter, der Dockweiler Edelstahl Gruppe hat sich im Geschäftsjahr um 12,4 % erhöht (Eigenkapital von TEUR 82.196 auf TEUR 92.354), dabei erreicht die Eigenkapitalquote 59,2 % (Vorjahr 56,2 %).

Zusätzliche langfristige Bankdarlehen in Höhe von 13,5 Mio. Euro wurden im Bereich der Unternehmensfinanzierung aufgenommen. Diese Mittel sollen hauptsächlich dazu dienen, die Investitionen zu realisieren und das Working Capital von Dockweiler nachhaltig zu finanzieren.

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds der Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe von TEUR 2.138 ergibt sich aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.H.v. TEUR -2.288 sowie dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit i.H.v. TEUR -11.743 und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 16.169.

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist in Folge der signifikanten Ausweitung des Geschäftsvolumens trotz des erwirtschafteten Konzernjahresüberschusses von TEUR 7.543 durch die Ausweitung des Working-Capitals bedingt.

Die erheblichen Investitionen des Konzerns sowie der Aufbau des Working-Capitals wurden durch die Aufnahme langfristiger Bankdarlehen finanziert; für Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter der Dockweiler Edelstahl GmbH sind liquide Mittel von TEUR 400 im Jahr 2023 aus dem Konzern abgeflossen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf TEUR 17.523 (Vorjahr TEUR 18.147) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 10.289 (Vorjahr TEUR 20.949) reduziert worden. Der Hauptgrund für die deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten kommt im Wesentlichen aus der weltweiten Abschwächung der Nachfrage nach Rohstoffen und Komponenten sowie dem stetig weiterentwickelten Trade-Working-Capital Management innerhalb der Dockweiler Gruppe. Im gleichen Zeitraum sanken, ebenfalls durch intensives Trade-Working-Capital Management, die Vorräte auf TEUR 67.772 (Vorjahr TEUR 70.799).

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Berichtszeitraum auf TEUR 2.939 (Vorjahr TEUR 2.084) aufgrund der Aufnahme langfristiger Darlehen nahestehender Unternehmen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich erwartungsgemäß in 2023 u.a. aufgrund von niedrigeren Restforderungen aus dem Verkauf der LR Pure Systems GmbH auf TEUR 10.468 verringert (Vorjahr TEUR 12.319).

Die erhaltenen Anzahlungen von Kunden wurden mit TEUR 2.131 (Vorjahr TEUR 7.672) offen von den Vorräten abgesetzt.

Das assoziierte Unternehmen GHWA Industries Co., Ltd. hat im Geschäftsjahr 2023 hohe Investitionen in Gebäude und Produktionsanlagen getätigt. Das Anlagevermögen wurde um 42 % zum Vorjahr auf TBHT 357.913 gesteigert. Die Eigenkapitalquote konnte gleichwohl auf 80 % erhöht und die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten deutlich reduziert werden. Der Anstieg der Anteile an assoziierten Unternehmen ist durch das Ergebnis der GHWA Industries Co., Ltd.

abzüglich der Ausschüttung von TEUR 1.697 an die Dockweiler Edelstahl GmbH bedingt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Steuerung wird ein finanzielles Steuerungssystem angewendet, welches die Kennzahlen für das Wachstum der Gesamtleistung, der Profitabilität, der Warenwirtschaft sowie der Kapitalstruktur definiert. In Form eines monatlichen Reportings gibt dies im Zuge des Monatsabschlusses einen zusammenfassenden Blick auf die finanzielle Stabilität der Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe. Zur internen Unternehmenssteuerung werden detaillierte Budgetpläne erstellt, die mit monatlichen Ergebnisvergleichen verprobt werden, so dass aus der Planung geeignete Maßnahmen zur Unternehmenssteuerung abgeleitet werden. Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist neben den Umsatzerlösen das Jahresergebnis vor Ertragsteuern (EBT).

Mithilfe der CPM-Software (Corporate Performance Management) werden diese finanziellen Leistungsindikatoren für die Erstellung des monatlichen Reportings bereitgestellt. Im vergangenen Jahr wurde die Software erheblich weiterentwickelt und wird auch zukünftig einen zentralen Punkt für die Weiterentwicklung sowie die damit verbundene zusätzliche Transparenz darstellen.

Im Tagesgeschäft wurden die bereichsspezifischen Reportings der Gruppe deutlich verbessert. Insbesondere wurden klare Zielgrößen und Verantwortlichkeiten an kritischen Stellen der Warenwirtschaft definiert. Unter anderem wurden in der Lagerverwaltung Zielwerte für den wertmäßigen Wareneingang und Zielgrößen für den Lagerbestand etabliert. Dies gewährleistet, dass die einzelnen Organisationen rasch auf Veränderungen reagieren können. Gleichzeitig werden die Zielgrößen regelmäßig intern kommuniziert, um die Transparenz und Akzeptanz innerhalb des Unternehmens zu fördern. Der Abgleich mit der Planung und die daraus resultierenden Maßnahmen führen in der Regel kurzfristig zu den gewünschten Ergebnissen.

III. Prognosebericht

Das ifw Kiel erwartet für das Jahr 2024 eine weitere Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums auf 2,8 %. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften rechnet das ifw Kiel mit einer Steigerungsrate von nur noch 1,4 Prozent, dabei wird das prognostizierte Wachstum im Euroraum (0,8 Prozent) noch deutlich unterhalb der Entwicklung in den USA (2,1 Prozent) erwartet. Das Wachstum der Entwicklungs- und Schwellenländer wird uneinheitlich, aber insgesamt mä- ßig erwartet, insbesondere die geringe Dynamik in China bleibt eine Belastung für die Weltkonjunktur (4,4 Prozent 2024, nach 5,2 Prozent 2023).

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verringern sich die konjunkturellen Unterschiede nach Einschätzung des ifw Kiel allmählich. Das derzeit ausgeprägte Konjunkturgefälle zwischen den Vereinigten Staaten einerseits und Europa sowie Japan andererseits dürfte im Prognosezeitraum nach und nach geringer werden. Während die US-Wirtschaft wohl etwas an Fahrt verliert, weil Impulse von der Finanzpolitik auslaufen und die Konsumneigung der privaten Haushalte geringer werden dürfte, scheint der Tiefpunkt der Konjunktur im Euroraum, im Vereinigten Königreich und in Japan erreicht. In diesen Wirtschaftsräumen haben die energiepreisbedingten Verluste aus Lieferbedingungen die Wirtschaft zwischenzeitlich ungleich stärker belastet, und mit wieder niedrigeren Rohstoffpreisen sowie anziehenden Reallöhnen dürfte vor allem der private Konsum zu einer konjunkturellen Belebung beitragen. Anregungen werden auch von dem sich anbahnenden Anziehen des Welthandels ausgehen. Bei alledem bleibt das Expansionstempo in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften mäßig. Die Inflation auf der Verbraucherebene geht bei den getroffenen Annahmen weiter zurück, liegt aber wohl erst Ende 2025 wieder in der Nähe des Ziels der Notenbanken von 2 Prozent. Bei alldem steigt die Arbeitslosigkeit zunächst wohl etwas, dürfte sich aber bis zum Ende des Prognosezeitraums wieder auf die zuletzt verzeichneten, zumeist sehr niedrigen Niveaus, zurückbilden.

Europa wird sich nach zwischenzeitlicher Konjunkturschwäche weiterentwickeln, der European Chip Act und viele Investitionen in neue Pharmawerke sorgen für weiterhin steigenden Bedarf. Ebenfalls wird in den USA mit einem kontinuierlichen Wachstum im Halbleitermarkt gerechnet. Entsprechend wurde bereits zum 01.01.2023 in den USA eine neue Gesellschaft gegründet, um nah am Kunden und der derzeitigen Marktentwicklung zu sein. Im asiatischen Markt gibt es bereits erste Anzeichen der Erholung und entsprechend wurde die Präsenz in Thailand ausgebaut und um eine neue Tochtergesellschaft in Indien ergänzt. In China hat sich aufgrund der Sanktionen der USA sowie der politischen Entwicklungen die Wachstumsdynamik etwas verlangsamt, allerdings sind hier ebenfalls erste Anzeichen einer Erholung zu erkennen.

Die Entwicklung im ersten Quartal 2024 und die Auftragssituation liegen im Bereich der Planung. Die sich entspannenden Lieferketten mit kürzeren Verfügbarkeiten sorgen dafür, dass die Lagerbestände reduziert werden und kurzfristiger bestellt wird. Die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe ist mit einem Auftragsbestand von rund 59 Mio. Euro in das neue Geschäftsjahr gestartet. Für 2024 besteht die Erwartung, das hohe Umsatzniveau im Bereich von 150 - 170 Mio. Euro des Vorjahres zu bestätigen. Darüber hinaus wird ein verstärkter Fokus auf die Optimierung des Produktmixes gelegt. In Kombination mit der gestrafften Kostenstruktur und den höheren Prozesseffizienzen wird mit einer verbesserten Rentabilität gerechnet und folglich einem EBT im Bereich von 7 - 10 Mio. Euro.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Risikomanagement ist ein Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist es nach Auffassung des Vorstandes daher unerlässlich, die Risiken effektiv zu identifizieren, zu analysieren, zu dokumentieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. Unser aktives Risikomanagement eröffnet uns somit auch Chancen. Wir haben eine Reihe von aufeinander abgestimmten Risikomanagement- und Kontrollsystemen, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Besonderes Gewicht haben dabei unsere konzernweiten Prozesse für die strategische Planung und das interne Berichtswesen.

A. Branchenspezifische Risiken

Wachstumsrisiko

Die Anforderungen des Marktes durch starkes Wachstum in den nächsten Jahren könnte wieder Lieferketten und Marktteilnehmer überfordern. Wenn es nicht gelingt, die Wachstumsraten nachhaltig mitzugehen, könnten sich Mitbewerber der Attraktivität bewusstwerden und die Lücken füllen. Um diesem Risiko vorzubeugen, betreibt Dockweiler ein intensives Lieferantenmanagement, in dem bestehende Beziehungen gepflegt und neue Lieferanten qualifiziert werden. Darüber hinaus wurde innerhalb der Straffung der Organisationsstruktur ein besonderer Fokus auf die Weiterentwicklung der Kapazitätsplanung gelegt, um eine gründliche Planung der Produktions- und Betriebskapazitäten zu ermöglichen und ggf. rechtzeitig zusätzliche Ressourcen beschaffen zu können.

Technologierisiko

Unsere Geschäftstätigkeit ist auf digitale Technologien angewiesen. Die von uns beobachtete weltweite Zunahme von Bedrohungen für die Informationssicherheit und eine größere Professionalität in der Computerkriminalität führen zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit der Produkte, Systeme und Netzwerke sowie zu Risiken hinsichtlich der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Daten. Wir ergreifen zur Risikominimierung eine Reihe von Maßnahmen, unter anderem die Schulung von Mitarbeitern, umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme sowie Einsatz von Sicherungs- und Schutzsystemen wie Firewalls und Virenscannern. Unsere Vereinbarungen mit IT-Dienstleistern zielen darauf ab, dass diese Risiken in ausreichendem Maße verringert werden. Dennoch bleiben unsere Systeme, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen und die unserer Dienstleister potenziell anfällig für Angriffe. Diese könnten potenziell zur Offenlegung, Verfälschung oder zum Verlust von Informationen, Missbrauch von Informationssystemen oder zu Produktfehlern und Lieferengpässen führen.

Länderkonfliktrisiko

Die Situation in der Ukraine bzw. eine weitere Ausweitung des Konflikts, sowie eine mögliche Eskalation des Konflikts zwischen China und Taiwan können sich unmittelbar auf die Geschäftstätigkeit auswirken, z.B. durch Sanktionen, erhöhte Länderrisiken oder steigende Energiekosten. Darüber hinaus können auch mittelbare Auswirkungen, wie z.B. weitere Preisänderungen oder Unterbrechungen von Lieferketten auftreten. Zusätzlich birgt der Konflikt zwischen Israel und der Hamas ein mittelbares Risiko für die Geschäftstätigkeit der Dockweiler Gruppe bzw. ein unmittelbares Risiko der Tochtergesellschaft "Dockweiler Middle East" in Israel.

Versand- und Logistiksituation

Bei der Versand- und Logistiksituation, insbesondere für Warenströme nach und von Asien zu unseren europäischen Produktions- und Lagerstandorten, hat sich die Verfügbarkeit von Containern entspannt, ebenfalls hat sich die Ratenentwicklung für das Jahr 2023 deutlich abgekühlt. Allerdings wurde die Verwundbarkeit der globalen Warenwirtschaft erneut anhand des Suez-Kanals bzw. durch die Angriffe der Huthi-Rebellen verdeutlicht. Dieses Risiko scheint vor dem Hintergrund der Wichtigkeit unserer Materialien und Bauteile für die Fertigstellung von Kundenprojekte überschaubar, sodass notfalls auf Luftfrachten, welche vom Kunden übernommen werden, ausgewichen werden kann. Es wird mit einer Preisentwicklung auf vergleichbaren Vorjahresniveaus erwartet.

B. Ertragsorientierte Risiken

Ausfallrisiko

Dockweiler hat in der Vergangenheit keine nennenswerten Ausfallrisiken zu verzeichnen gehabt. Regelmäßiges Monitoring in Form von wöchentlichen Forderungsübersichten, ein stringentes internationales Forderungsmanagement und direkter Kontakt zu den Kunden unterstützen dies.

Beteiligungsrisiko

Generell beteiligt sich Dockweiler nur an eigenen Unternehmen über die mittels Beteiligungscontrolling direkter Einfluss genommen werden kann.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist aufgrund der hohen Eigenkapitalquote sowie der ausreichend von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditlinie gering.

Länderrisiko

In den Ländern mit Tochtergesellschaften sind wir im regelmäßigen Austausch (monatlich) über die Begebenheiten im Markt. Darüber hinaus besteht das Thema Export Compliance (Export Compliance Verantwortlicher) bei Dockweiler und deren Tochtergesellschaften. Dies beinhaltet auch die Kontrolle der Embargos.

Entwicklung Personalstamm

Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter ist in den Branchen und Regionen, in denen die Geschäftseinheiten von Dockweiler agieren, weiterhin sehr intensiv. Der künftige Erfolg bei Dockweiler hängt zum Teil davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, Fachpersonal einzustellen, zu integrieren, weiterzuentwickeln und dauerhaft an Dockweiler zu binden. Wir begegnen diesem Risiko mit vielfältigen Maßnahmen, zum Beispiel durch Leben einer offenen, integrativen familienfreundlichen Unternehmenskultur zur Bindung der Mitarbeiter an den Arbeitgeber oder durch vielfältige Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Es besteht jedoch keine Garantie, dass es uns nachhaltig weiter gelingen wird, all die hochqualifizierten Mitarbeiter und Kompetenzträger, die wir in Zukunft bei Dockweiler brauchen werden, in den jeweiligen Regionen gewinnen und an uns binden zu können. Sollte uns dies nicht gelingen, könnte das erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Entwicklung Materialkosten

Die Planbarkeit und Verlässlichkeit der Lieferanten hat sich im Laufe 2023 deutlich verbessert, dementsprechend können wieder verbindliche Preisabsprachen und Lieferzeiten fixiert werden, teilweise werden die Preise an den aktuellen Markpreis bei Auslieferung adaptiert. Nichtsdestotrotz stellen die Risiken durch geopolitische Entwicklungen ebenfalls ein großes Risiko für die Materialbeschaffungspreise dar.

Dockweilers Image im Markt basiert auf dem hohen Qualitätsbewusstsein und dem damit einhergehenden Anspruch. Hiermit können durchaus Wettbewerbsvorteile generiert werden. Vermehrt spielen bei vielen Installationen die Dokumentation über Umwelt-, Sozial- und Regierungs-, Amts- oder Unternehmensführung eine gewichtigere Rolle, deren Erfüllung und Qualität werden in Zukunft möglicherweise einen Einfluss auf die Zusammenarbeit mit Partnern und folglich möglicherweise einen Einfluss auf Beschaffungspreise haben. Das Risiko wird allerdings als überschaubar eingeschätzt.

C. Finanzwirtschaftliche Risiken

Kapitalkosten und Verfügbarkeit von Kreditlinien

Dockweiler erhält von einer Gruppe von Finanzdienstleistern Bar- und Avalkreditlinien, die vertraglich vereinbarten Covenants unterliegen. Unsere derzeitige Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird wesentlich durch die bereits erreichten und die erwarteten Ergebnisse von Dockweiler beeinflusst. Eine unerwartete Verschlechterung unserer Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte zu einer Verschlechterung im Rahmen des vereinbarten Margengitters führen und unsere Kapitalkosten erhöhen bzw. zum Bruch von Covenants und dementsprechend Vertragsstrafen oder -kündigungen führen.

Währungs-, Zins- und Kreditrisiken

Die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe unterliegt dem Einfluss von Wechselkursschwankungen. Dockweiler wendet kein Hedge Accounting an und berücksichtigt im Einzelfall die eingesetzten Instrumente zur Währungssicherung zum jeweiligen Stichtag mit ihrem Marktwert der offenen Positionen.

Unsere Forderungen sind Gegenstand von Kreditrisiken. Aufgrund der Größe unseres Kundenstamms sowie der Verteilung unseres Umsatzes auf verschiedene Branchen, Länder und Regionen sehen wir allerdings kein gebündeltes Kreditrisiko gegenüber einzelnen Kunden.

Auf der Finanzierungsseite unterliegen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen bezüglich der kurz- und langfristigen Finanzschulden dem Risiko sich ändernder Zinssätze. Aus einer Erhöhung des Marktzinsniveaus können sich negative Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital der Gesellschaft ergeben; eine Reduzierung des Marktzinsniveaus, welches nicht erwartet wird, hätte in ungefähr gleicher Größenordnung positive Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital der Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe.

D. Compliance Risiken

Regulatorische Risiken

Im Zusammenhang mit unserer internationalen Geschäftstätigkeit sind wir regulatorischen Risiken ausgesetzt. Protektionismus in der Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld in Märkten, in denen Dockweiler Geschäfte macht, Import- und Exportkontrollen, Zollbestimmungen, Handelshemmnisse, Preis- und Währungsbeschränkungen an verschiedenen nationalen Märkten können einen negativen Einfluss auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen unsere Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen, und dazu führen, dass wir steigenden Kosten zur Rechtsdurchsetzung und/oder der Umsetzung angemessener Compliance-Programme unterliegen. Das internationale HUB-Konzept mit direkter Präsenz in allen entscheidenden Wirtschaftsräumen in Verbindung mit dem aktiven Risikomanagement stellt die Grundlage für mögliche Handlungsalternativen in Anbetracht regulatorischer und ggf. makropolitischer Änderungen.

Untersuchungen von Steuer- und Finanzbehörden / Änderungen in den Steuergesetzen und -Regelungen im In- und Ausland

Die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe ist in einer Vielzahl von Ländern tätig und unterliegt damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der Steuergesetze und -regelungen in diesen Jurisdiktionen könnten zu höheren Steueraufwendungen und höheren Steuerzahlungen führen und weiterhin die Höhe der bilanzierten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie unsere aktiven und passiven latenten Steuern beeinflussen. Als global tätige Unternehmensgruppe agiert Dockweiler auch in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die ebenfalls unterschiedlich ausgelegt werden können. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Wir werden regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft.

2. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt Dockweiler über ein aktives und stets zeitnahes Debitorenmanagement. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Skontier-Möglichkeiten werden dabei grundsätzlich genutzt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels kurzfristiger Bank- und Lieferantenkredite. Darüber hinaus stehen Gesellschafterdarlehen zur Verfügung. Des Weiteren nutzt die Gesellschaft Finanzierungspotenziale über langfristige Nutzungsvereinbarungen in Form von Miete und Leasing. Im Rahmen des operativen Working Capital Managements werden seit 2023 zudem weitere Finanzierungsinstrumente zur Verlängerung der operativen Zahlungsziele und eine optimierte Finanzierung der Lieferkette einerseits sowie Finanzierungsinstrumente zur Reduzierung von Forderungslaufzeiten andererseits verwendet.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein aktives und stets zeitnahes Debitorenmanagement.

3. Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der integrierten Vertriebsorganisation lassen sich die wesentlichen Prozesse der Produktmanagementtätigkeiten in vier Kernprozesse abbilden:

(1) Produkt-Entwicklungs-Prozess für die gezielte Entwicklung neuer Produkte, Services & Dienstleistungen mit definierten Abbruchkriterien an Zwischenmeilensteinen, um unnötige Kosten durch Fehlentwicklungen zu vermeiden.

(2) Der Produkt-Lebenszyklus-Prozess zur Überwachung der Produkt-Performance am Markt.

(3) Produkt-Modifikation-Prozess zur Einleitung gegensteuernder Maßnahmen bei abnehmender Marktperformance und

(4) Produkt-Ausphasungs-Prozess für das abgestimmte Zurückziehen aus dem Markt.

Der Fokus des Produktmanagements wurde auf die strategische Produktgruppenplanung und -steuerung gelegt. Hierbei stehen die systematischen Ermittlungen von Kennzahlen, wie Absatz, Umsatz und Days Inventory Outstanding (DIO) im Vordergrund.

Neben den klassischen Geschäftsfeldaktivitäten gehören auch die Entwicklung und Bewertung neuer Verfahren, die zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder und Prozessinnovationen beitragen, zur Geschäftstätigkeit. In diesem Zusammenhang wurden im Berichtsjahr TEUR 251 aus laufenden Entwicklungsprojekten aktiviert.

Die produktpolitischen Ziele wurden im Rahmen einer globaleren Ausrichtung aktualisiert und mit regionalen Anforderungen abgeglichen. Im Rahmen der operativen Pflege und strategischen Weiterentwicklung des Produktportfolios finden regelmäßige globale Abstimmungen statt. Ziel dieses Austausches ist es ebenfalls Bedarfe zu definieren, Synergien zu heben und Expertisen auszutauschen. Der Fokus liegt hierbei auf dem Kerngeschäft und somit auf der kritischen Durchleuchtung des bestehenden Produktportfolios und dies zu konsolidieren.

Die Integration der Dockweiler Industrial Automation in die Dockweiler Gruppe konnte 2023 prozessual und organisatorisch abgeschlossen werden. Durch die neugewonnenen Fähigkeiten zur Automatisierung von internen Fertigungs-kapazitäten wurde die Stärkung der Prozesssicherheit für die gesamte Unternehmensgruppe deutlich gesteigert und folglich eine wichtige Voraussetzung für die Zukunft geschaffen.

4. Umwelt- und Energiepolitik

Der ressourcenschonende Einsatz von Materialien, Energien und Betriebsstoffen ist nicht nur eine unserer Leitlinien bei der Herstellung der Dockweiler-Produkte, sondern auch Selbstzweck zur Entlastung der Lieferketten.

Der Energieaspekt steht dabei für die gesamte Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe im In- und Ausland im Vordergrund, da es das Ziel ist, die Umweltbelastungen vor Ort aufgrund der implementierten Prozesse und Produkte zu minimieren. Im Rahmen des Gesellschafterpositionspapier wird Nachhaltigkeit und der schonende Umgang mit Ressourcen als einer der Grundwerte bestätigt.

Im Rahmen der Energiepolitik erweitern wir kontinuierlich unsere Eigenversorgung mit Strom, neben eigenen Photovoltaikanlagen, bezieht die Dockweiler AG am Standort Neustadt-Glewe seit 01.01.2023 100% Strom aus erneuerbaren Energien.

Seit 2011 ist die Dockweiler AG DIN EN ISO 14001 (Anforderungen an das Umweltmanagement eines Unternehmens) sowie seit 2021 zusätzlich nach Ecovadis zertifiziert. Ecovadis ist eine international anerkannte und genutzte Zertifizierung für ein vergleichbares Nachhaltigkeitsranking (CSR-Corporate Social Responsibility) der Unternehmen.

Die Kunden von Dockweiler fordern zunehmend Informationen zum Carbon- Footprint ihrer Produkte. Gleichzeitig strebt das Unternehmen danach, sämtliche verfügbaren Instrumente und Tools zu kennen, um klimaneutral zu werden. Als Familienunternehmen hat sich Dockweiler dazu entschieden, seinen Beitrag zur Erreichung von Klimaneutralität zu leisten.

In Vorbereitung auf einen Treibhausgas-Bilanzbericht und die Erstellung einer detaillierten Klimastrategie wurde der Status-Quo in Form eines Unternehmens- Kohlendioxid-Fußabdrucks gemäß den Standards des GHG (Greenhous Gas)- Protokolls erarbeitet. Dieses Transformationskonzept, das vom Bund unterstützt wird, beinhaltet die Evaluierung des Company Carbon Footprint (CCF) über sämtliche Aktivitäten der Dockweiler AG im Jahr 2022. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind in ein umfassendes Maßnahmenpaket eingeflossen, das die wirksamsten und effizientesten Handlungsempfehlungen aufzeigt und priorisiert umsetzt.

Die Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele unterteilen sich in Scope 1 und Scope 2: Maßnahmen, Rohreinkauf und die restlichen Scopes (Mobilität, Transport und Abfall). Die Maßnahmen in Scope 1 und 2 liegen im direkten Einflussbereich der Dockweiler AG. Die Umsetzbarkeit kann im Zeithorizont der Klimaziele bis 2030 stattfinden.

Als primäre Maßnahmen um die Scope 1 und 2 Emissionen zu reduzieren wird angestrebt, die indirekten Emissionen, die durch die Verbrennung von Erdgas entstehen, durch erneuerbare Alternativen, wie strombetriebene Wärmepumpen, Biogas- oder Fernwärmebezug zu eliminieren.

Die größte Menge an Emissionen entsteht durch die vorgelagerten Prozesse (Scope 3) in der Herstellung der Edelstahlrohre. Wesentliches Hemmnis zur Emissionsreduktion ist hier allerdings die fehlende Transparenz von Informationen in der Lieferkette. Kurzfristig besteht die wichtigste Maßnahme in Scope 3 daher in der Verbesserung und Vereinheitlichung der Datenqualität. Hierfür wurden im Rahmen des Projekts Lieferantendialoge für den Einkauf von Edelstahlrohren angestoßen.

Die restlichen Emissionen machen ca. 17 % der Gesamtemissionen aus. Für diese Mengen wird ein Mobilitätskonzept zur Reduzierung der Mobilitätsemissionen entwickelt.

Für die Formulierung von Klimazielen wurde das Tool zur Entwicklung des projizierten Reduktionspfades entwickelt. Die schließlich gesetzten Klimaziele

I.

bis 2027 Reduktion um 50 % in Scope 1 & 2 gegenüber dem Niveau von 2022 (entsprechend Anforderungen des EEW-Förderprogramms)

II.

bis 2030 Reduktion um 64 % in Scope 1 & 2 gegenüber dem Niveau von 2022 (entsprechend Anforderungen des EEW-Förderprogramms)

III.

bis 2030 Reduktion um 32 % in Scope 3 gegenüber dem Niveau von 2022

IV.

bis 2035 Treibhausgas-Neutralität in Scope 1 & 2 (entsprechend Anforderungen des EEW-Förderprogramms)

5. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe durchschnittlich rund 800 Mitarbeiter. Die Kombination zwischen langjähriger Firmenzugehörigkeit und Neueinstellungen sorgt für ein Betriebsklima, das Innovation fördert. Dockweiler-Kunden schätzen die Kompetenz, Innovationskraft und Zuverlässigkeit unserer Mitarbeiter.

Angesichts des zunehmend engen Fachkräftemarktes gewinnt die Arbeitgeberattraktivität für Dockweiler eine immer größere Bedeutung. Wir erkennen die vielfältigen Facetten dieser Attraktivität, die über gute Führung hinausgehen und Aspekte wie die Gestaltung räumlich ansprechender und ergonomischer Arbeitsplätze sowie Sozialräume, Sonderurlaube bei besonderen Familienereignissen, flexible Arbeitszeitmodelle, regelmäßige Mitarbeitergespräche, Gesundheitszusatzversicherungen, Sportprogramme und ein umfassendes Mitarbeiterweiterbildungsprogramm umfassen. Durch die kontinuierliche Steigerung der Attraktivität unserer Standorte streben wir danach, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sowohl die berufliche als auch die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter unterstützt und fördert. Aktuell gelingt es unseren Standorten immer noch, gute Fachkräfte zu überzeugen sich für Dockweiler zu entscheiden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde bei der Dockweiler AG ein Betriebsrat etabliert, der als wichtiges Bindeglied zwischen der Belegschaft und der Unternehmensleitung fungiert. Durch regelmäßige Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen dem Betriebsrat und der Unternehmensführung streben wir an, ein unterstützendes und produktives Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter zu schaffen.

Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden sind von höchster Priorität für Dockweiler. Im Berichtszeitraum haben wir unsere Bemühungen für Arbeitssicherheit weiter verstärkt, indem wir umfassende Maßnahmen zur Gewährleistung einer sicheren Arbeitsumgebung implementiert haben. In der gesamten Unternehmensgruppe werden Sicherheitsstandards nach den hohen europäischen Standards umgesetzt. Durch regelmäßige Schulungen, strengere Sicherheitsrichtlinien und die kontinuierliche Überwachung von Arbeitsprozessen haben wir dazu beigetragen, das Risiko von Unfällen und Verletzungen am Arbeitsplatz zu minimieren. Darüber hinaus fördern wir eine offene Kommunikationskultur, die es den Mitarbeitenden ermöglicht, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu melden. Wir sind fest davon überzeugt, dass eine sichere Arbeitsumgebung nicht nur das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden fördert, sondern auch zur Steigerung der Produktivität und zur Stärkung der Unternehmenskultur beiträgt.

6. Chancenbericht

Als Lieferant für die Industrie im Bereich Halbleiter, Pharma und erneuerbare Energien profitiert die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe weiterhin von den derzeitigen Megatrends und umfangreichen Anreizen vieler Regierungen in diese Branchen zu investieren. Mit den bereits adressierten und bekanntgegebenen Investitionsvolumina zur Entwicklung von Kapazitäten, Technologien und Verfahren, beispielsweise durch den American- und European Chip Act, ergibt sich ein großes Skalierungspotenzial. Dies führt insgesamt zu überaus positiven mittel- bis langfristigen Wachstumsaussichten für die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe.

Unsere Kunden stellen uns nicht nur ständig vor neue Herausforderungen, sondern eröffnen uns zudem Möglichkeiten, neue zukunftsorientierte Geschäftsfelder zu erschließen und unsere Leistungsangebote auf höchstem Qualitätsstandard gemeinsam mit ihnen weiterzuentwickeln. Insbesondere im Bereich der kundenspezifischen Lösungen ergeben sich aktuell viele neue Möglichkeiten und Wachstumspotenziale bei der Herstellung von Lithographie-Systemen und Kernfusion.

Die Dockweiler Edelstahl Unternehmensgruppe hat in den letzten Jahren ein kontinuierliches Wachstum generiert und dabei seine gute Anpassungsfähigkeit auf geänderte Marktbedingungen erfolgreich unter Beweis gestellt. Neben der Weiterentwicklung der Organisation auf Standort- und Gruppenebene wird auch die regionale Aufstockung der Fertigungskapazitäten und die Weiterentwicklung der internen Prozesse innerhalb der Gruppe die Geschäftsentwicklung langfristig absichern. Die Prognose für die Zielmärkte von Dockweiler ist weiterhin vielversprechend. Halbleiter, Pharma und New Energy sind die Megatrends der Gegenwart und der Zukunft. Mit einem diversifizierten Produktportfolio bestehend aus einem gelungenen Mix aus Standardartikeln, Kompetenten und maßgeschneiderten Kundenlösungen umgesetzt in einer schlanken, flexiblen und kosteneffizienten Organisation mit starkem Kundenfokus ist Dockweiler sehr gut aufgestellt, um das künftige Wachstum und die steigenden Anforderungen der Kunden nachhaltig und profitabel zu bedienen.

 

Reinbek, den 2. Juli 2024

Julia Pauline Neth

Geschäftsführung

Jens Nietner

Geschäftsführung

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. In der Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 1.257.947 1.053.869
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 519.317 853.669
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 464.279 600.977
2.241.543 2.508.515
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.290.438 11.004.858
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.964.689 4.993.832
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.967.246 3.055.165
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.937.561 38.159.934 5.594.297 24.648.152
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.382 25.382
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 8.363.506 7.744.318
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.769 8.410.657 29.103 7.798.803
48.812.134 34.955.470
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 33.968.452 55.985.125
2. Unfertige Erzeugnisse 3.656.402 3.558.888
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 32.026.175 18.132.699
4. Geleistete Anzahlungen 252.209 793.598
5. Erhaltene Anzahlungen -2.130.829 67.772.409 -7.671.633 70.798.677
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.523.087 18.146.502
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21.021 1.278
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 0
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.467.894 28.012.002 12.318.700 30.466.480
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.018.856 9.224.328
105.803.267 110.489.485
C. Rechnungsabgrenzungsposten 450.846 416.868
D. Aktive latente Steuern 940.997 376.199
156.007.244 146.238.022

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.700.000 5.700.000
II. Konzernrücklagen
1. Satzungsmäßige Rücklagen 5.898.451 5.554.867
2. Andere Gewinnrücklagen 29.380.984 35.279.435 20.601.473 26.156.340
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -1.172.044 -716.637
V. Konzernbilanzgewinn 48.026.386 50.023.769
VI. Nicht beherrschende Anteile 2.162.178 1.032.334
89.995.955 82.195.806
B. Passivischer Unterschiedbetrag aus Kapitalkonsolidierung 2.358.221 0
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen 424.209 484.054
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 770.347 822.555
2. Steuerrückstellungen 624.517 2.061.050
3. Sonstige Rückstellungen 6.584.771 7.979.635 7.202.866 10.086.471
10.762.065 10.570.525
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39.016.374 23.273.918
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.288.567 20.949.295
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht 1.614.067 2.091.739
4. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmer 482.898 4.950.628
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.939.147 2.083.678
- davon aus Steuern EUR 1.015.137 (i. Vj. EUR 760.575) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR O (i. Vj. EUR 24.601) - 54.341.053 53.349.258
54.341.053 53.349.258
F. Passive latente Steuern 908.171 122.433
156.007.244 146.238.022

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 163.467.239 168.861.613
2. Bestandsveränderung 9.037.818 8.206.216
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.171.174 996.505
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.580.072 6.635.556
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 93.402.633 100.461.908
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.147.806 107.550.440 10.239.258 110.701.166
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.933.596 24.291.140
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.086.170 35.019.765 4.831.979 29.123.119
- davon für Altersversorgung: EUR 615.581 (i. Vj. TEUR 381.345) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.451.338 3.177.451
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.634.304 26.463.158
9. Erträge aus Beteiligungen 1.278 50.978
10. Erträge aus assoziierten Unternehmen 2.298.503 2.326.821
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 171.782 20.453
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.637.072 982.651
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.835.448 3.193.295
14. Ergebnis nach Steuern 7.599.501 13.457.304
15. Sonstige Steuern 56.736 116.746
16. Konzernjahresüberschuss 7.542.765 13.340.557
17. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Konzernjahresüberschuss 17.052 248.982
18. Einstellung in satzungsmäßige Rücklagen 343.583 1.350.103
19. Gewinnvortrag 40.844.257 38.282.297
20. Konzernbilanzgewinn 48.026.386 50.023.769

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Vorbemerkung

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt. Die Dockweiler Edelstahl GmbH (im Folgenden auch: "Gesellschaft") stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Die Dockweiler Edelstahl GmbH ist ein in Deutschland ansässiges, über ihre Tochtergesellschaften international aufgestelltes Unternehmen mit Sitz in Reinbek, Buchtallee 13. Die Dockweiler Edelstahl GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter HRB 1708 RE eingetragen.

Die Gesellschaft übt als Konzernmuttergesellschaft die Leitung und Verwaltung der Konzernaktivitäten der Dockweiler Group aus. Die operative Geschäftstätigkeit im In- und Ausland erfolgt in den jeweiligen Tochtergesellschaften, im Folgenden wird die Unternehmensgruppe als "DWE" bezeichnet. Die funktionale Währung der DWE ist, wie die Berichtswährung dieses Konzernabschlusses, der Euro.

Der Konzernabschluss wurde in Euro (gerundet) aufgestellt. Die Anhangangaben werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben.

Das Konzerngeschäftsjahr ist das Kalenderjahr; die Jahresabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind grundsätzlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Im Fall von rechtlich abweichenden Geschäftsjahren werden für Zwecke des Konzernabschlusses der DWE entsprechende Zwischenabschlüsse auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt.

Für die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Konzern-Anlagenspiegel wurde die Vorjahresanpassung bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen im aktuellen Jahr von den Abschreibungen in die Anschaffungskosten umgegliedert. Bei der Tochtergesellschaft Dockweiler AG wurden zum 31. Dezember 2023 innerhalb der Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erstmalig gesondert ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

2. Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag

Die Einbeziehung von Unternehmen in den Konsolidierungskreis erfolgt nach den Vorschriften der §§ 290-296 HGB. Der Konzernabschluss der DWE umfasst die Dockweiler Edelstahl GmbH und diejenigen Tochterunternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Die nachfolgenden Unternehmen sind im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der DWE zum 31. Dezember 2023 einbezogen:

Name Sitz Konzernanteil am Kapital
Dockweiler AG Neustadt-Glewe/Deutschland 100,0%
Dockweiler B.V. Zeewolde/Niederlande 100,0%
Dockweiler Middle East Ltd. Givatajim/Israel 100,0%
Dockweiler UK Ltd. Wrexham/Großbritannien 100,0%
Dockweiler Japan Ltd. Tokio/Japan 100,0%
Dockweiler Asia Co. Ltd. Bangkok/Thailand 90,0%
Dockweiler Austria Stahl und Metallhandel GesmbH Ried im Innkreis/ Österreich 100,0%
Calamo AB Molkom/Schweden 100,0%
DWE Immobilien GmbH & Co. KG Reinbek/Deutschland 90,0%
Dockweiler Tube System (Suzhou) Co. Ltd. Suzhou/China 100,0%
Dockweiler Tube System (Zhejiang) Co. Ltd. Pinghu/China 100,0%
Dockweiler Industrial Automation GmbH Walzbachtal/Deutschland 100,0%
Dockweiler USA Inc. Delaware/USA 100,0%
Dockweiler India Private Limited Gurgaon/Indien 100,0%

Im Konzerngeschäftsjahr 2023 haben sich folgende Veränderungen des Konsolidierungskreises im Vergleich zum Vorjahr ergeben:

a)

Zum 01. Januar 2023 wurde die Tochtergesellschaft Dockweiler USA Inc./Delaware gegründet mit dem Ziel, die internationale Marktpräsenz zu diversifizieren.

b)

Die Tochtergesellschaft Dockweiler India Private Limited wurde zum 08.05.2023 gegründet, um die Präsenz auf dem asiatischen Markt zu stärken.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 21. April ("closing") hat die Calamo AB sämtliche Geschäftsanteile an der Molkom Real Estate Holding AB mit Sitz in Karlstad/Schweden erworben. Zum Vermögen der Molkom Real Estate Holding AB gehörten zum Erwerbszeitpunkt jeweils 100%ige Beteiligungen an den beiden Tochtergesellschaften Molkom Real Estate West AB, Karlstad/Schweden, und Molkom Real Estate East AB, Karlstad/Schweden. Die Molkom Real Estate West AB und die Molkom Real Estate East AB waren Eigentümer von Betriebsgrundstücken und Gebäuden, die an die Calamo AB in Schweden vermietet waren. Im Oktober 2023 wurde die 3 Molkom Real Estate-Gesellschaften im Zuge einer einheitlichen Transaktion nach schwedischem Recht auf die Calamo AB verschmolzen.

Durch diese Veränderungen ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum 31.12.2023 mit dem Vorjahr nur geringfügig beeinflusst.

Die GHWA Industries Ltd. mit Sitz in Bangkok/Thailand (Kapitalenteil DWE am 31.12.2023: 39,49%; 31.12.2022: 39,49%) wird gemäß § 312 HGB als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Die folgenden Unternehmen werden im Finanzanlagevermögen als Beteiligungen erfasst:

Name Sitz Konzernanteil am Kapital
Henkel Beiz- und Elektropoliertechnik GmbH & Co. KG Neustadt-Glewe/Deutschland 10,0%
SPS Schiekel Präzisionssysteme GmbH Dohna/Deutschland 24,9%

Die Bewertung der Beteiligung an der SPS Schiekel Präzisionssysteme GmbH erfolgt unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der Equity-Methode, da sie keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage von DWE hat.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode bzw. bei Erwerbsvorgängen, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, nach der Buchwertmethode. Die gemäß § 301 Abs. 3 HGB auf Konzernebene verbleibenden Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert auf der Aktivseite bzw. unter den anderen Gewinnrücklagen auf der Passivseite (für Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010) ausgewiesen. Aufgrund von Erstkonsolidierungen nach dem 1. Januar 2010 entstandene passive Unterschiedsbeträge werden auf der Passivseite der Konzernbilanz als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen (§ 301 Abs. 3 Satz 1 HGB).

Aufstockungen von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Unternehmen wurden erfolgsneutral als Kapitalvorgang behandelt.

Unternehmen, an denen das Mutterunternehmen Anteile von 20% bis 50% besitzt und bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt wird, werden nach der sog. Equity-Methode gemäß § 312 HGB einbezogen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der DWE einbezogen werden, sind unter entsprechender Bezeichnung gesondert in der Konzernbilanz erfasst.

Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Die Fremdwährungsumrechnung von Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften, die ihren Jahresabschluss in Landeswährung und nicht in Euro aufstellen, erfolgt gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagsmethode.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Einheitliche Bewertung

Der Grundsatz der einheitlichen Bewertung nach § 308 HGB ist gewahrt. Gemäß § 308 Abs. 2 Satz 3 HGB ist auf die einheitliche Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens verzichtet worden, da die Auswirkungen einer einheitlichen Bewertung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer orientiert sich dabei an der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um aufgelaufene Abschreibungen bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht berücksichtigt.

Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände verteilt.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB wird zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 in Anspruch genommen. Diese werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Die selbst geschaffenen Vermögensgegenstände werden nach Abschluss der Entwicklung linear über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten zum Stichtag in Entwicklung befindliche Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 825 (Vorjahr: TEUR 1.054).

Der Abschreibungszeitraum beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände überwiegend 3 bis 5 Jahre, soweit sich nicht ein abweichender Zeitraum, beispielsweise aufgrund einer vertraglichen Laufzeit, ergibt.

Die Gebäude werden über eine Nutzungsdauer von 20 bis 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über eine Nutzungsdauer von 3 bis 16 Jahre und andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Für Zwecke des Anlagenspiegels wird im Jahr des Zugangs auch ein Abgang unterstellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, soweit die zugehörigen Geschäftsanteile nicht konsolidiert werden.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach dem Niederstwertprinzip zu Konzern-Anschaffungs- bzw. Konzern-Herstellungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. In den Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht berücksichtigt. Es wurden Abwertungen zur Berücksichtigung von Lagerrisiken sowie gesunkenen Wiederbeschaffungskosten vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert ggf. abgezinst bei Restlaufzeiten über einem Jahr bewertet. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zusätzlich wurde das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel (Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten) werden zu Nennwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuern

Die Abgrenzung der latenten Steuern enthält nach dem bilanzorientierten Prinzip ermittelte Bilanzierungs- und Bewertungsabweichungen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie den steuerlichen Wertansätzen. Bei der Berechnung wurden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Latenzen entstehen im Wesentlichen aus der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten sowie unterschiedlichen Forderungsbewertung für Fremdwährungen auf der Aktivseite und den Rückstellungsbewertungen auf der Passivseite. Darüber hinaus erfolgte die Berücksichtigung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen, insbesondere der Zwischenergebniseliminierung im Vorratsvermögen, sowie der Berücksichtigung von passiven latenten Steuern aufgrund der Aufdeckung von stillen Reserven im Zuge der Kaufpreisallokation bei Erwerbsvorgängen bzw. der Anpassung von Wertansätzen für Zwecke der Konzernbilanzierung ausländischer Tochtergesellschaften (sog. HB Il-Anpassungen).

Der verwendete Steuersatz zur Ermittlung der Steuerlatenzen orientiert sich vorwiegend an dem in Deutschland geltenden Durchschnittsteuersatz der Muttergesellschaft und beträgt unverändert zum Vorjahr 30%.

Passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Im Berichtsjahr ist aus der Kapitalerstkonsolidierung der Molkom Real Estate Holding AB, einschließlich deren beider 100%iger Tochtergesellschaften, zum Erwerbsstichtag ein Passiver Unterschiedsbetrag von (umgerechnet) TEUR 2.474 entstanden. Der Unterschiedsbetrag ist ursächlich auf einen günstigen Gelegenheitskauf zurückzuführen und wird planmäßig linear über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen Vermögensgegenstände von 10 Jahren vereinnahmt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge ein Betrag von TEUR 163 ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für inländische Konzerngesellschaften auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) unter der Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet. Es handelt sich um eine unverfallbare Pensionszusage. Bei der Berechnung des Zuführungsbetrages wurde der zum 31. Dezember 2023 gültige Zinssatz, durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, von 1,82% (Vorjahr: 1,80%) angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zur Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 18).

Die Altersteilzeitrückstellungen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens und den Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet worden. Der für die Bewertung zugrunde liegende Zinssatz beträgt 1,04% (Vorjahr: 1,46 %). Künftige Gehaltssteigerungen werden mit 2,0 % (Vorjahr: 2,0%) berücksichtigt.

Die Jubiläumsrückstellungen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens und den Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet worden. Der für die Bewertung zugrunde liegende Zinssatz beträgt 1,74% (Vorjahr: 1,44 %).

Im Rahmen der Ermittlung der Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellung wurde von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, einen Marktzinssatz zu verwenden, der sich bei angenommener Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, Gebrauch gemacht.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorge für Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, für erwartete Gewährleistungsansprüche, für Tantiemen und Mitarbeitergewinnbeteiligung sowie für Prüfung und Aufsichtsratsvergütung. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsbewertung

In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Währungskurs im Entstehungszeitpunkt eingebucht und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs neu bewertet. Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist im Konzernanlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung belaufen sich auf TEUR 464 (Vorjahr: TEUR 601). Im Berichtsjahr haben sich die Geschäfts- und Firmenwerte in Folge planmäßiger Amortisationen um TEUR 137 verringert. Anhand der durchschnittlichen Laufzeiten der erworbenen Absatz- und Beschaffungsverträge werden sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte über eine Nutzungsdauer von jeweils 10 Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände von insgesamt TEUR 10.468 (Vorjahr: TEUR 12.319) enthalten Restforderungen aus dem Verkauf der LR Pure Systems GmbH von TEUR 4.915 (Vorjahr: TEUR 6.204), von denen TEUR 3.550 (Vorjahr: TEUR 5.459) eine Laufzeit von über einem Jahr haben. Für diesen Betrag wurde zum Bilanzstichtag eine kumulierte Abzinsung in Höhe von TEUR 544 (Vorjahr: TEUR 620) erfasst. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird ein Darlehen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 304) zur Förderung der Geschäftsbeziehung an einen Vertriebspartner ausgewiesen. Des Weiteren beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände hinterlegte Kreditsicherheiten in Höhe von 480 TEUR mit einer Laufzeit von über einem Jahr.

Alle übrigen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen für die Steuerdestinationen in Israel TEUR 181 (Vorjahr: TEUR 202) und Österreich TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 11) sowie saldiert für die weiteren Steuerdestinationen unter Berücksichtigung der Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen mit insgesamt TEUR 735 (Vorjahr: TEUR 163).

Die passiven latenten Steuern resultieren zum Großteil aus dem Erwerb Molkom Real Estate-Gesellschaften durch die schwedische Tochtergesellschaft Calamo und den daraus resultierenden temporären Bewertungsunterschieden in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen mit TEUR 775. Des Weiteren gehen aus den temporären Bewertungsunterschieden zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen für die Steuerdestination in Großbritannien TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 11) sowie aus den Differenzen aus der Stornierung steuerbedingter Bilanzierungshilfen ebenfalls bei der schwedischen Tochtergesellschaft TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 111) hervor.

Die Posten der latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt verändert:

Angaben in TEUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Stand am 1.1.2023 376 (122)
Veränderung in 2023 749 (970)
Saldierung (184) 184
Ausweis Konzernbilanz 31.12.2023 941 (908)

Die passiven latenten Steuern haben sich im Zuge der Erstkonsolidierung der Molkom Real Estate Gesellschaften um (umgerechnet) TEUR 771 erhöht. Aus der Gesamtveränderung der latenten Steuern ergibt sich für 2023 ein latenter Steuerertrag von TEUR 597 (Vorjahr latenter Steuerertrag: TEUR 387), der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst ist.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Mutter-Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 5.700.

Aus der Kapitalerstkonsolidierung der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ergaben sich passive Unterschiedsbeträge von insgesamt TEUR 18.736, die aus dem Erwerb von Kapitalanteilen inklusive thesaurierter Gewinne zwischen Gründung und Erstkonsolidierung ergaben und haben somit Eigenkapitalcharakter. Die Beträge sind in den Konzernrücklagen/Andere Gewinnrücklagen erfasst. Bezüglich der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel verwiesen.

Für die nach der Equity-Methode einbezogene GHWA Industries Ltd. ergab sich zum 31. Dezember 2022 ein aktiver Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital von TEUR 3.944. Zum 31. Dezember 2023 erfolgte die Bewertung nach der Equity-Methode zum rechnerischen Anteil des anteiligen Kapitals von TEUR 8.364 und führte einem aktiven Unterschiedsbetrag von TEUR 4.564.

Steuerrückstellungen

Bei den Steuerrückstellungen von TEUR 625 (Vorjahr: TEUR 2.061) handelt es sich um Abgrenzungen für laufende Ertragsteuern.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Personalaufwendungen inklusive Tantieme und Boni von TEUR 2.262 (Vorjahr: TEUR 3.721), Altersteilzeitverpflichtungen von TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 398), sonstige Personalrückstellungen von TEUR 1.889, Provisionen und Kundenboni von TEUR 571 (Vorjahr: TEUR 1.458), Gewährleistung von TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 336) sowie Abschluss- und Prüfungskosten von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 158). Darüber hinaus enthalten die sonstigen Rückstellungen mit TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 428) Verpflichtungen aus einer offenen Kaufpreisverpflichtung (earn-out).

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 10.225 (Vorjahr: TEUR 4.472) eine Restlaufzeit unter einem Jahr, TEUR 27.222 (Vorjahr: TEUR 18.420) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und TEUR 1.569 (Vorjahr: TEUR 382) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 23) sind durch Grundschulden auf den Betriebsgrundstücken in Neustadt-Glewe besichert. Darüber hinaus sind ausländische Bankschulden von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 161) durch Grundschulden besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen und sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber nahestehenden Unternehmen und resultieren aus langfristigen Darlehensverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren.

Alle anderen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich am 31. Dezember 2023 auf TEUR 2.917 (Vorjahr: TEUR 3.347), davon sind TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 1.683) innerhalb eines Jahres fällig und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 22) nach Ablauf von 5 Jahren fällig. Darin sind insbesondere Verpflichtungen aus laufenden Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen enthalten.

6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsätze gliedern sich nach geographischen Regionen und nach Erzeugnissen wie folgt:

Geographische Märkte 2023 TEUR 2022 TEUR
Inland 39.423 47.947
Europa 82.282 79.664
Asien 28.997 33.543
Amerika 12.417 6.655
RoW 348 1.053
Gesamt 163.467 168.862
Erzeugnisse 2023 TEUR 2022 TEUR
Tubes 66.284 61.327
Fittings 40.415 39.622
Non DW Products 31.454 45.780
Summe Standard 138.153 146.729
Kundenspezifische Fertigungen 21.215 18.700
Dienstleistungen und sonstige Erlöse 4.099 3.433
Gesamt 163.467 168.862

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.390 (Vorjahr: TEUR 5.696). Die realisierten Kursgewinne betragen TEUR 2.059 (Vorjahr: TEUR 3.558) und die nicht realisierten Kursgewinne aus der Stichtagsbewertung TEUR 1.331 (Vorjahr: TEUR 2.138). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von insgesamt TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 86), Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 67) und Wertberichtigungen zu Forderungen von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 24) enthalten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 0) Erträge aus der anteiligen Vereinnahmung des Passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 3.207 (Vorjahr: TEUR 5.029). Die realisierten Kursverluste betragen TEUR 1.701 (Vorjahr: TEUR 3.293) und die nicht realisierten Kursverluste aus der Stichtagsbewertung TEUR 1.506 (Vorjahr: TEUR 1.736).

Erträge aus assoziierten Unternehmen

Die ausgewiesenen Erträge ergeben sich mit ihrem Gesamtbetrag jeweils aus der Anwendung der Equity-Bewertung auf die Beteiligung an der GHWA Industries Ltd.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 69) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen und TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 492) aus der Abzinsung langfristiger Forderungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung latenter Steuern von TEUR 597 (Vorjahresertrag: TEUR 387).

7. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter im Konzern

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren in der DWE neben den Vorständen insgesamt 360 Angestellte (Vorjahr: 280) und 413 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 357) beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt im Jahr 2023 demnach 773 (Vorjahr: 637).

Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers, Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 128) enthalten. Davon entfallen TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 111) auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 17) auf Steuerberatungsleistungen. Von den Aufwendungen für Abschlussprüfungen im Jahr 2023 entfallen TEUR 49 auf den Einzelabschluss der DW AG und TEUR 50 auf (Teil-) Konzernabschlussprüfungen für 2023.s

8. Organe

Geschäftsführung

Als Geschäftsführerin der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 und sind bestellt:

 

Julia Pauline Neth, geb. Fiebig, Kauffrau, Reinbek

 

Jens Nietner, Rechtsanwalt, Reinbek (seit dem 1. Januar 2024)

Die Berufsbezeichnung entspricht jeweils der Organstellung.

Die Dockweiler Edelstahl GmbH macht bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung von der Anwendung der Schutzklausel nach § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Familienbeirat

Dem Familienbeirat der Gesellschaft gehören die folgenden Mitglieder an:

 

Klaus-Dieter Fiebig, Kaufmann, Reinbek

 

Susanna Fiebig, Kauffrau, Hamburg

 

Sonja Wilke, geb. Fiebig, Kauffrau, Hamburg

 

Julia Pauline Neth, geb. Fiebig, Reinbek

Die Mitglieder des Familienbeirats haben im Geschäftsjahr keine Vergütung für ihre Beiratstätigkeit bezogen.

9. Ereignisse nach dem Stichtag

Vorgänge von besondere Bedeutung nach § 314 Nr. 25 HGB sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht aufgetreten.

 

Reinbek, den 02. Juli 2024

Dockweiler Edelstahl GmbH

Julia Pauline Neth

Geschäftsführung

Jens Nietner

Geschäftsführung

Konzern-Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anlagevermögen Stand 1.1.2023 Veränderung d. Verschmelzung in den Konsolidierungskreis Fremdwährungs umbewertung Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EUR EUR EUR EUR
1. In der Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 1.053.869 0 0 251.174
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3.483.876 0 -1.372 44.658
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.369.391 0 0 0
5.907.136 0 -1.372 295.832
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.813.004 4.235.979 -17.526 1.145.461
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.207.643 0 -96.300 2.631.430
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.784.899 0 -77.251 1.007.932
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.612.721 0 -15.104 8.089.473
44.418.267 4.235.979 -206.180 12.874.296
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.382 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 5.485.868 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 35.768 0 -2.013 0
5.547.018 0 -2.013 0
55.872.421 4.235.979 -209.565 13.170.128
Anlagevermögen Equity Veränderung Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EUR EUR EUR EUR
1. In der Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 1.305.043
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 0 -59.817 51.131 3.518.476
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 -547 0 1.368.844
0 -60.364 51.131 6.192.363
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 -600.767 46.461 21.622.612
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 -267.593 1.581.234 17.056.414
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 -674.242 -49.128 8.992.211
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 -102.512 -1.629.699 11.954.879
0 -1.645.115 -51.130 59.626.116
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 25.382
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 619.188 2.258.450 0 8.363.506
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 -11.986 0 21.769
619.188 2.246.464 0 8.410.657
619.188 540.986 0 74.229.136
Anlagevermögen Stand 1.1.2023 Fremdwährungs umbewertung Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. In der Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 -47.096 0 -47.096
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen -2.630.207 936 -476.801 59.817 47.096 0 -2.999.159
3. Geschäfts- oder Firmenwert -768.414 0 -136.698 547 0 0 -904.565
-3.398.621 936 -613.499 60.364 0 0 -3.950.820
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -5.808.146 41.552 -811.742 240.467 5.696 0 -6.332.174
2. Technische Anlagen und Maschinen -8.213.811 34.962 -982.203 145.597 -76.455 185 -9.091.725
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.729.734 35.782 -1.043.894 641.949 70.761 173 -6.024.964
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -18.424 1.105 0 0 0 0 -17.319
-19.770.115 113.401 -2.837.840 1.028.013 0 357 -21.466.182
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.258.450 0 0 -2.258.450 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens -6.665 0 0 6.665 0 0 0
2.251.785 0 0 -2.251.785 0 0 0
-20.916.951 114.337 -3.451.338 -1.163.408 0 357 -25.417.002
Anlagevermögen Stand 31.12.2023 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EUR EUR
1. In der Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 1.257.947 1.053.869
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 519.317 853.669
3. Geschäfts- oder Firmenwert 464.279 600.977
2.241.543 2.508.515
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.290.438 11.004.858
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.964.689 4.993.832
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.967.246 3.055.165
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.937.561 5.594.297
38.159.934 24.648.152
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.382 25.382
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 8.363.506 7.744.318
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.769 29.103
8.410.657 7.798.803
48.812.134 34.955.470

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Konzernjahresüberschuss 7.542.766 13.340.558
2. Abschreibungen aus Gegenstände des Anlagevermögens 3.451.338 3.177.451
3. Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 6.918 4.794
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 119.451 382.053
5. Auflösung Sonderposten -59.845 -66.928
6. Veränderungen der Rückstellungen -670.304 1.791.782
7. Veränderungen der Fremdwährungsrücklage -468.155 -655.035
8. Veränderung Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung -115.933 0
9. Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.827.045 -34.182.255
10. Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -14.786.731 12.369.649
11. Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 1.465.290 962.198
12. Sonstige Beteiligungserträge -2.299.782 -2.377.799
13. Ertragsteueraufwand 1.835.448 3.193.295
14. Ertragsteuerzahlungen -4.135.563 -2.898.737
15. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -2.288.056 -4.958.974
16. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -295.832 -1.568.055
17. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 610.183 2.470.319
18. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -12.874.296 -11.576.554
19. Nettoauszahlungen für Akquisitionen -964.877 -196.073
20. Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 5.321 -20.302
21. Erhaltene Dividenden 1.680.593 50.978
22. Erhaltene Zinsen 95.859 20.453
23. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -11.743.049 -10.819.234
24. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 18.706.811 19.278.512
25. Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -1.589.217 -341.373
26. Gezahlte Zinsen -1.674.511 -453.434
27. Gezahlte Dividenden an Aktionäre des Mutterunternehmens -400.000 -4.500.000
28. Zuzahlung in die Kapitalrücklagen durch andere Gesellschafter 1.125.540 0
29. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 16.168.623 13.983.705
30. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.137.518 -1.794.503
31. Bewertungsbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -52.288 -247.320
32. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.756.359 7.798.182
33. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.841.589 5.756.359
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.018.856 9.224.328
./. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrent) -2.177.267 -3.467.969
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.841.589 5.756.359

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2023

Konzernrücklagen
Gezeichnetes Kapital Satzungsmäßige Rücklage Andere Gewinnrücklagen Differenz aus der Währungsumrechnung
in € in € in € in €
Stand 1.1.2022 5.700.000 4.204.764 20.601.473 -61.602
Konzernjahresüberschuss
Dividendenausschüttung
Einstellung in Rücklagen 1.350.103
Währungsrechnung -655.035
Stand 31.12.2022 5.700.000 5.554.867 20.601.473 -716.637
Konzernjahresüberschuss
Dividendenausschüttung
Einstellung in Rücklagen 343.583 8.779.512
Währungsrechnung -455.407
Stand 31.12.2023 5.700.000 5.898.451 29.380.985 -1.172.044
Konzern-bilanzgewinn Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile GESAMT
in € in € in € in €
Stand 1.1.2022 42.782.296 73.226.932 783.352 74.010.284
Konzernjahresüberschuss 13.091.576 13.091.576 248.982 13.340.558
Dividendenausschüttung -4.500.000 -4.500.000 -4.500.000
Einstellung in Rücklagen -1.350.103 0 0
Währungsrechnung -655.035 -655.035
Stand 31.12.2022 50.023.769 81.163.471 1.032.334 82.195.806
Konzernjahresüberschuss 7.525.713 7.525.713 17.052 7.542.764
Dividendenausschüttung -400.000 -400.000 1.125.540 725.540
Einstellung in Rücklagen -9.123.095 0 0
Währungsrechnung -455.407 -12.748 -468.155
Stand 31.12.2023 48.026.386 87.833.777 2.162.178 89.995.955

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dockweiler Edelstahl GmbH, Reinbek

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Dockweiler Edelstahl GmbH, Reinbek, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dockweiler Edelstahl GmbH, Reinbek, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 2. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Tanita Niemann, Wirtschaftsprüferin

Gesellschafterbeschluss und Poolbeschluss Dockweiler Edelstahl GmbH

(Abstimmung I, 100% der Stimmrechte sind vertreten)

Feststellung des Konzernjahresabschluss 2023

Wahl des Abschlussprüfers 2024

Die Gesellschafter der Dockweiler Edelstahl GmbH, Buchtallee 13, 21465 Reinbek, Herr Klaus-Dieter Fiebig (Reinbek), Frau Susanna Fiebig (Hamburg), Frau Sonja Wilke (Hamburg), Frau Julia Pauline Neth (Reinbek), halten unter Verzicht auf sämtliche Frist- und Formvorschriften eine Gesellschafterversammlung ab und beschließen Folgendes:

a)

Vorlage und Genehmigung des Konzern-Jahresabschlusses 2023 der Dockweiler Edelstahl GmbH

Beschluss: Der Konzern-Jahresabschluss 2023 der Dockweiler Edelstahl GmbH in der Form des Prüfungsberichts der Deloitte GmbH, Hamburg vom 2. Juli 2024 wird genehmigt und damit einstimmig festgestellt.

b)

Wahl des Abschlussprüfers für den Konzern-Jahresabschluss 2024 der Dockweiler Edelstahl GmbH

Beschluss: Mit der Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH, Hamburg, beauftragt.

Der Gesellschafterbeschluss beinhaltet den Poolbeschluss der 24% Gesellschafterinnen.

[X] Zustimmung

Enthaltung

Keine Zustimmung

 

Reinbek, den 16.07.2024

Klaus - Dieter Fiebig

[X] Zustimmung

Enthaltung

Keine Zustimmung

 

Julia Neth

[X] Zustimmung

Enthaltung

Keine Zustimmung

 

Sonja Wilke

[X] Zustimmung

Enthaltung

Keine Zustimmung

 

Susanna Fiebig

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