Schnellecke Logistics Sachsen GmbHLiquidiert

08371 Glauchau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 34624
Vorher
Schnellecke Modul- und Lieferantenzentrum GmbH
Eingetragen
18.9.2008
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenPaket- und ExpressdiensteVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Erbringung logistischer Dienstleistungen aller Art, insbesondere der Lagerhaltung, Kommissionierung, Montage, Verpackung und Distribution, der zeitgerechte Transport von Waren sowie die Entwicklung und Realisierung logistischer Konzepte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandro Krzywania
seit 16.5.2023
Prokura
Christian Fricke
seit 21.3.2023
Prokura
Sandro Thiele
seit 17.2.2022
Prokura
Ramona van den Bosch
seit 11.1.2022
Prokura
Jürgen Karwehl
seit 11.1.2022
Geschäftsführer
Thomas Andreovics
seit 11.1.2022
Prokura
Ingo Walter
seit 11.1.2022
Prokura
Ingo Federico Bach
seit 11.1.2022
Geschäftsführer
Matthias Malicke
seit 11.1.2022
Geschäftsführer
Kareen Lietz
seit 11.1.2022
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schnellecke Group AG & Co. KG

Wolfsburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen des Konzerns

Die Schnellecke Group AG & Co. KG mit Sitz in Wolfsburg ist ein Logistikdienstleister und Zulieferer für die Automobilindustrie.

Unter der Dachmarke Schnellecke Logistics entwickelt und realisiert das Familienunternehmen auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Logistiklösungen und optimierte Wertschöpfungsketten. Dazu gehören Modulmontagen, Sequenzen sowie die Versorgungs-, Verpackungs-, Lager- und Transportlogistik. Dieses Dienstleistungsportfolio deckt einen Großteil der Inbound Supply Chain in der Automobilindustrie ab, die die wesentliche Kundengruppe darstellt.

Außerdem werden unter der Dachmarke KWD Automotive konstruktive Karosserielösungen inklusive der Herstellung von Pressteilen und Schweißzusammenbauten produziert. Dieser Geschäftsbereich besitzt Leichtbau-Kompetenz und produziert Karosserieteile und Baugruppen.

Die nationalen und internationalen Standorte des größten Geschäftsbereiches Logistik & Transport sind in einer aus sechs Regionen und einem Transportbereich bestehenden Struktur organisiert. Die Standorte befinden sich nahe den Werken der Kunden, in denen PKW und leichte Nutzfahrzeuge produziert und entsprechende Dienstleistungen und Produkte nachgefragt werden. Hierbei bedient der Konzern mit seinen Produkten und Dienstleistungen sowohl die Automotive OEM 1 (BMW, Mercedes Benz, Fiat-Chrysler, Ford, GM, Nissan und die Volkswagen-Konzernmarken Audi, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge) als auch die First- und Second-Tier-Zulieferer 2 . Darüber hinaus arbeitet der Bereich Logistik & Transport zunehmend für Unternehmen der Konsumgüterindustrie und anderer Industriezweige.

In der Strategie "SMART 25" sind die zukünftige Entwicklung, die Ziele und die zur Zielerreichung notwendigen Initiativen bis zum Jahr 2025 definiert. Diese dient als Leitfaden für die kurzfristigen Ziele der Geschäftsbereiche. Hier werden die Ziele in den Handlungsfeldern Marktstellung, Innovationsleistung, Produktivität & Effizienz, Attraktivität für gute Leute und Ertragskraft definiert, sowie die entsprechenden Initiativen und Maßnahmen festgeschrieben. Wesentliches Ziel der Strategie "SMART 25" ist ein moderates und profitables Umsatzwachstum auf ca. 1,4 Mrd. EUR bei einer EBIT Marge von ca. 3%. Dieses Wachstum soll im Wesentlichen organisch erreicht werden. Dabei wird die Diversifizierung in Bezug auf Regionen, Kunden und Produkte weiter vorangetrieben. Zudem soll der Anteil des Geschäfts in benachbarten Industrien weiter ausgebaut werden. Wesentliche Säulen der Strategie sind Innovation - hier werden Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle weiter vorangetrieben -, Effizienz - die genutzt wird, um das Ergebnis überproportional zu verbessern - sowie Attraktivität für gute Leute - wozu bereits seit einigen Jahren globale Maßnahmen implementiert werden.

1 OEM: "Original Equipment Manufacturer" steht für Erstausrüster
2 First Tier oder auch Tier 1 beschreibt die Position des Lieferanten in der Zuliefererpyramide

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Schnellecke-Konzern ist als wertschöpfender Logistikdienstleister und als Produzent von Karosseriebauteilen vor allem von der Automobilindustrie und deren Produktionsvolumina abhängig. Nachfolgend wird die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der für den Konzern wichtigen Teilmärkte dargestellt.

Die internationale Konjunktur war 2021 weiterhin stark durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Die Erholung nach der massiven Einschränkung des öffentlichen Lebens und der wirtschaftlichen Tätigkeit im Jahr 2020 wurde 2021 von weiteren Pandemie-Wellen sowie fehlenden Materialien und unterbrochenen Lieferketten behindert. Die Erholung ging zunächst schneller voran als ursprünglich erwartet, verlangsamte sich aber im Laufe des Jahres 2021. Auch war die Entwicklung in den einzelnen Volkswirtschaften und Sektoren sehr unterschiedlich.

Gemäß den Statistiken der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einem Rückgang im Vorjahr von 3,4% im Jahr 2021 um 5,6%. Damit hat die wirtschaftliche Tätigkeit insgesamt das Vorkrisenniveau überschritten, jedoch in unterschiedlicher regionaler Ausprägung. Während China und Indien 2021 ein Wachstum des BIP von 8,1% bzw. 9,4% verzeichnen konnten, wuchs die Wirtschaftsleistung der meisten anderen Länder moderater. Von den weiteren für die Schnellecke Group relevanten Ländern zeigte Italien mit 6,3% das stärkste Wachstum, gefolgt von Mexiko (5,9%), USA (5,6%), Polen (5,3%), Südafrika (5,2%), Portugal (4,8%) und Spanien (4,5%). Tschechien mit 2,5%, die Slowakei mit 3,2% und insbesondere der für Schnellecke wichtigste Markt Deutschland mit 2,9% wuchsen deutlich weniger stark und bleiben damit unter dem Vorkrisenniveau.

Die Automobilindustrie war in besonderer Weise von den Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie betroffen. Besonders negativ hat sich die Verknappung von Halbleiterelementen und anderen Teilen aufgrund von Lieferengpässen und Unterbrechungen in den Transportketten ausgewirkt. Dadurch sanken im Laufe des Jahres 2021 die Produktionsvolumina zunehmend, vor allem im Segment der Kompaktfahrzeuge und der leichten Nutzfahrzeuge. Trotz des leichten Gesamtwachstums im Jahr 2021 gegenüber 2020 blieb die Gesamtproduktion so deutlich unter den Vor-Corona-Zahlen von 2019. Der Halbleitermangel hatte besondere Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen in Europa und hier vor allem auf die deutsche Entwicklung. Die Produktion im Euroraum lag um 26% niedriger als 2019, in Deutschland sogar um 30%. Die USA waren mit einem Rückgang von 10% etwas weniger stark betroffen.

Darüber hinaus hat die schnellere Erholung in anderen Wirtschaftssektoren dazu geführt, dass Arbeitskräfte abgewandert sind. Dadurch sind Engpässe bei der Personalbeschaffung entstanden, die sich ebenfalls belastend ausgewirkt haben. Schließlich sind auch die Preise für Energie und Kraftstoffe im Laufe des Jahres global gestiegen und haben die Wirtschaftlichkeit der Schnellecke Group negativ beeinflusst. Die Preise für Energie sind 2021 im Schnitt über alle OECD-Länder um 15,4% gestiegen.

2. Geschäftsverlauf

Die Schnellecke-Gruppe steuert ihre operative Geschäftstätigkeit vorrangig anhand der Leistungsindikatoren Umsatz, Wertschöpfung und Betriebsergebnis 3 :

Konzern (konsolidiert;
in Mio. EUR)
2021 2020 Abweichung
Umsatzerlöse 1.017,5 1.024,9 -7,4
Wertschöpfung 595,1 596,0 -0,9
Betriebsergebnis 18,3 1,1 +17,2

Die Wertschöpfung ist wie folgt definiert:

Konzern (konsolidiert;
in Mio. EUR)
2021 2020
Umsatzerlöse +1.017,5 +1.024,9
Bestandsveränderungen +8,1 -3,3
Andere aktivierte Eigenleistungen +2,7 +0,9
Sonstige betriebliche Erträge (operativ) 4 +25,8 +15,8
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -356,2 -340,4
Aufwendungen für bezogene Leistungen ohne Aufwendungen für Leiharbeiter -102,8 -101,9
Wertschöpfung +595,1 +596,0

Während die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Jahr 2021 noch immer spürbar waren und bewältigt werden mussten, wurde die Geschäftsentwicklung zudem massiv durch die oben genannten Störungen der Lieferketten und fehlenden Teile für die Automobilproduktion, insbesondere durch den Mangel an Halbleiterelementen, beeinflusst. Nach einem mäßigen Start ging die Schnellecke Group auf Basis der Ankündigungen der Kunden zunächst davon aus, dass sich die Volumensituation im Jahresverlauf weiter erholen würde. Stattdessen jedoch verschärfte sich die Situation. Neben sehr schwachen Gesamtvolumina, vor allem in den Monaten August, September und Oktober, wurden Produktionsausfälle seitens der Kunden sehr kurzfristig angekündigt und umgesetzt. Dies führte zusammen mit einer sehr volatilen Fahrweise in den Kundenwerken zu hohen Ineffizienzen in der Ausführung der logistischen Prozesse und Ressourcenplanung.

Aufgrund dieser Umstände konnte trotz der bereits angelaufenen Neugeschäfte ein Umsatz nur etwa auf dem Niveau des Krisenjahres 2020 erzielt werden. Bestandteile der Wertschöpfung wie Bestandsveränderungen, Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren wie auch die sonstigen betrieblichen Erträge wurden von den Auswirkungen des veränderten Produktionsverhaltens der Kunden beeinflusst. Da sich zum einen die Einkaufspreise für Rohstoffe auf der anderen Seite aber auch Bewertungsansätze von Geschäftsvorfällen gravierend verändert haben. Somit lag auch die Wertschöpfung nur auf Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der schwachen und volatilen Volumensituation wurden im gesamten Konzern Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung implementiert.

Durch die konsequente Umsetzung der Maßnahmen auf allen Ebenen konnte die Schnellecke Gruppe im Geschäftsjahr 2021 trotz des deutlich unter Planung liegenden Umsatzniveaus ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Geschäftsverlauf der Geschäftsbereiche

Nachfolgend wird die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Jahr 2021 auf Basis der konsolidierten Werte dieser Geschäftsbereiche unter Berücksichtigung von intersegmentären Beziehungen zwischen diesen Geschäftsbereichen beschrieben.

Geschäftsbereich Logistik & Transport
(in Mio. EUR)
2021 2020 Abweichung
Umsatz 623,4 643,1 -19,7
Wertschöpfung 478,5 497,8 -19,3
Betriebsergebnis 12,4 10,2 +2,2

Bedingt durch das Geschäftsmodell eines Logistikdienstleisters mit Schwerpunkt auf der Produktionsversorgung in der Automobilindustrie wirkten sich die niedrigen Produktionsvolumina der Kunden unmittelbar auf die Leistungserbringung des Bereichs Logistik & Transport aus. Dabei waren die Kunden von Schnellecke etwas stärker von dem Mangel an Halbleiterelementen betroffen als die Gesamtindustrie. Der Umsatz lag um 3% und die Wertschöpfung um 4% unter den jeweiligen Werten des Vorjahres. Dies entspricht in etwa dem Volumenrückgang der Produktion auf der Kundenseite.

Bei einer durchschnittlichen Personalkostenquote von ca. 60% hat der Bereich vor allem mit personalbezogenen Maßnahmen auf die Krise reagiert, d.h. mit Kurzarbeit bzw. vergleichbaren Instrumenten in den Ländern außerhalb Deutschlands. Des Weiteren wurde ein genereller Ausgaben-, Investitions- und Einstellungsstopp eingeführt, um damit alle nicht zwingend notwendigen Kosten zu vermeiden. Diese Regelung sowie die enge operative Kostensteuerung wurden bis zum Ende des Jahres beibehalten. Darüber hinaus wurden Verhandlungen mit den Kunden zu Kompensationszahlungen aufgrund von Mindervolumina und kurzfristigen Produktionsschwankungen aufgenommen, die überwiegend bis Ende des Jahres abgeschlossen werden konnten und sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt haben.

Der Bereich Logistik & Transport erreichte mit Hilfe der ergriffenen Maßnahmen trotz der schwierigen Situation ein positives Betriebsergebnis, welches über dem des Vorjahrs lag.

Geschäftsbereich Produktion (n
Mio. EUR)
2021 2020 Abweichung
Umsatz 399,5 387,9 +11,6
Wertschöpfung 120,5 103,7 +16,8
Betriebsergebnis 7,2 -7,9 +15,1

Der Bereich Produktion war als Automobilzulieferer von der Entwicklung auf der Markt- und Kundenseite gleichermaßen betroffen. Aufgrund von angelaufenen Neugeschäften konnte der Volumenrückgang aber überkompensiert werden, so dass der Umsatz um 3% und die Wertschöpfung sogar um 16% über dem jeweiligen Wert des Vorjahres lagen. Das Maßnahmenprogramm in der Produktion umfasste Kurzarbeit, Anpassungen in den Schichtmodellen, Optimierung der Anlagenauslastung sowie Verhandlung von Kompensationszahlungen aufgrund der Mindervolumina.

Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen erzielte der Bereich Produktion ein positives Betriebsergebnis. Dabei wirkten sich aufgrund der Wertsteigerung der Tschechischen Krone auch Währungskursgewinne ergebnisverbessernd aus.

3 Betriebsergebnis ist definiert als: Operatives Ergebnis bereinigt um Aufwendungen aus Restrukturierung, Ergebnis aus Anlagenabgängen sowie dem Ergebnis aus Entkonsolidierungen; ab 2021 zusätzlich bereinigt um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierung sowie ergänzt um Abschreibungen auf Finanzanlagen.
4 Sonstige betriebliche Erträge (operativ) enthalten gegenüber der GuV gemäß HGB keine Erträge aus Anlagenabgängen, Wechselkursänderungen, periodenfremden Sachverhalten und der Herabsetzung der Wertberichtigung von Forderungen.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in Mio. EUR
2021 2020
Umsatzerlöse 1.017,5 1.024,9
Wertschöpfung 595,1 596,0
Gesamtaufwendungen 585,0 592,4
Betriebsergebnis 18,3 1,1
Ergebnis vor Steuern 5 12,2 -5,7
Jahresergebnis 8,8 -10,6

Wie bereits erläutert, lag der Konzernumsatz nur leicht unter Vorjahresniveau. Bei einem Teil der Kundenaufträge in der Produktgruppe Modulmontagen im Geschäftsbereich Logistik & Transport sowie im gesamten Geschäftsbereich Produktion wird das verbaute Material selbst beschafft und an den Endkunden weiterberechnet. Diese Materialeffekte neutralisieren sich in der Wertschöpfungskennzahl. Somit ist die Wertschöpfung gegenüber der reinen Umsatzbetrachtung die aussagekräftigere Kenngröße für die Leistung des Konzerns. Auch diese lag 2021 annähernd auf dem Niveau des Jahres 2020.

Die Personalaufwendungen inklusive Leiharbeiterkosten konnten um 12,0 Mio. EUR auf 432,7 Mio. EUR (ca. -3%) reduziert werden. Die Entwicklung der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Anzahl Mitarbeiter Durchschnitt 2021 Durchschnitt 2020
Gewerbliche 10.627 12.506
Angestellte 4.395 3.300
Leiharbeiter 2.249 2.836
Aushilfen 28 18
Gesamt 17.299 18.660

Die Reduzierung der durchschnittlichen Zahl der Mitarbeiter ist im Wesentlichen Volumenreduzierungen sowie Veränderungen im Standortportfolio geschuldet.

Der sonstige betriebliche Aufwand wurde um 4,3 Mio. EUR bzw. -3% auf 140,0 Mio. EUR reduziert. Darin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 5,0 Mio. EUR und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (gegenüber Vorjahr 3,9Mio EUR). Den Aufwendungen aus Wechselkursänderungen standen entsprechende Erträge in Höhe von 7,5 Mio. EUR, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst sind, gegenüber, so dass der saldierte Effekt bei 2,5 Mio. EUR (gegenüber Vorjahr -2,9 Mio EUR) lag. Das Betriebsergebnis betrug 18,3 Mio. EUR und lag 17,2 Mio. EUR über dem Vorjahr und wurde maßgeblich durch umsatzwirksame erfolgreiche Preis- und Kompensationszahlungs-Verhandlungen zum Jahresende beeinflusst.

Das Finanzergebnis betrug -3,0 Mio. EUR nach -2,5 Mio. EUR im Vorjahr. Im Jahresverlauf lag die Kreditlinienausnutzung aufgrund eines höheren Bedarfs an Working Capital leicht über dem Vorjahr. Grund war vor allem eine Softwareumstellung bei einem großen Kunden, die zu Verzögerungen bei der Zahlung der Forderungen gegenüber diesem Kunden geführt hat.

Der Steueraufwand lag mit 3,4 Mio. EUR um 1,5 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Auf das Wahlrecht der Aktivierung eines Aktivüberhangs aus latenten Steuern wurde verzichtet. Das Nachsteuerergebnis des Konzerns betrug 8,8 Mio. EUR nach -10,6 Mio. EUR im Vorjahr.

5 Das Management Reporting weicht von der HGB-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe der sonstigen Steuern ab

3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die 2017 abgeschlossene Konsortialfinanzierung für den Schnellecke-Konzern, die 2022 vertragsgemäß ausgelaufen wäre, konnte zum Jahreswechsel erfolgreich abgelöst werden. Ziel der Refinanzierung war es u.a., die strategische Unabhängigkeit der beiden Geschäftsbereiche durch eine Trennung der Finanzierungskreise zu unterstützen und die Finanzierung stärker an den Anforderungen der jeweiligen Bereiche auszurichten. Darüber hinaus soll die in Teilen noch bestehende Komplexität der globalen Bankenbeziehungen reduziert werden. Zukünftig werden die an der Finanzierung beteiligten Kernbanken alle regionalen und produktbezogenen Anforderungen der Schnellecke Group abdecken und bestehende bilaterale Beziehungen ersetzen.

Die neue Finanzierung mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Mio. EUR besteht aus je einem Konsortialkredit in Höhe von 70 Mio. EUR für die beiden Geschäftsbereiche sowie einer Factoringlinie in Höhe von 25 Mio. EUR für den Bereich Logistik & Transport und in Höhe von 35 Mio. EUR für den Bereich Produktion. Letztere ergänzen schrittweise die bestehende Factoringlinie und lösen diese nach dem Auslauf ihrer Vertragslaufzeit ab. Die noch teilweise laufenden Schuldscheine wurden ganz überwiegend bis Juli 2021 abgelöst. Ein noch bis 2028 laufender Schuldschein in Höhe von 5,1 Mio. EUR bleibt bestehen.

Kreditlinien ausländischer Tochtergesellschaften bei lokalen Banken wurden dem Finanzierungkonzept folgend weiter reduziert und existieren nur noch sehr vereinzelt. Daneben bestehen Avallinien, Mietkauf- und Mietverträge sowie Leasingverträge, wobei das operative Leasing hierbei den größten Anteil hat.

Das 2020 im Zuge der Covid-19-Pandemie genehmigte Darlehen in Höhe von 40 Mio. EUR, welches seitens der damaligen Konsortialbanken unter Zuhilfenahme von Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt worden war, konnte im Frühjahr 2021 ohne Inanspruchnahme zurückgegeben werden.

Liquidität

Die Gesellschaften des Schnellecke-Konzerns verfügten im Geschäftsjahr 2021 jederzeit über ausreichende Liquidität, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Zum Bilanzstichtag war die im Rahmen des Konsortialkreditvertrags zur Verfügung gestellte Kreditlinie mit einem Betrag von 2,2 Mio. EUR in Anspruch genommen, wobei diese Inanspruchnahme ausschließlich Avale betraf. Aufgrund der Schwankungen bei Zahlungsein- und -ausgängen wurde die Betriebsmittellinie unterjährig unterschiedlich stark beansprucht.

Die ausländischen Tochtergesellschaften finanzierten sich grundsätzlich über ihren eigenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bzw. erhielten Intercompany-Darlehen. Wie oben bereits dargestellt, halten einige Gesellschaften darüber hinaus eigene Kontokorrentlinien bei lokalen Finanzierungspartnern vor. Zukünftig sollen Intercompany-Darlehen für Gesellschaften außerhalb des Euro-Raums ebenso wie die bilateralen Kreditlinien durch Abzweiglinien aus der neuen Konsortialfinanzierung ersetzt werden.

Kapitalflussrechnung
(in Mio. EUR)
2021 2020 Abweichung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +6,8 +27,2 -20,4
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -17,4 -15,7 -1,7
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2,9 -4,7 +1,8
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,1 +0,9 -0,8
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 30,9 44,3 -13,4

Die Kapitalflussrechnung für den Schnellecke-Konzern zeigt für das Geschäftsjahr 2021 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von +6,8 Mio. EUR (2020: +27,2 Mio. EUR). Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultierte vornehmlich aus reduzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -17,4 Mio. EUR. Zur Finanzierung von Investitionen wurden 32,7 Mio. EUR (2020: 29,7 Mio. EUR) verwendet. Es wurden Betriebsmittel und Anlagen in dem Geschäftsbereich Produktion im Rahmen von Sale-and-Lease-back Transaktionen veräußert. Insgesamt beliefen sich die hauptsächlich aus Sale-und Lease Back Transaktionen resultierenden Einzahlungen auf 13,9 Mio. EUR (Vorjahr: 11,3 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -2,9 Mio. EUR (Vorjahr: -4,7 Mio. EUR).

Insgesamt resultiert daraus ein Zahlungsmittelabfluss für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von -13,5 Mio. EUR (2020: -6,7 Mio. EUR) und eine entsprechende Reduzierung des Finanzmittelfonds.

Investitionen

Im Jahr 2021 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 32,3 Mio. EUR (2020: 29,7 Mio. EUR) getätigt worden.

Darin enthalten sind Investitionen in den Bau von Hallen und Außenanlagen, sowie den dazugehörigen technischen Anlagen, Maschinen und EDV-Hardware. Darüber hinaus investierte Schnellecke in die Entwicklung und den Rollout von IT-Systemen im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung von logistischen Prozessen sowie in die Harmonisierung und weltweite Standardisierung von operativen Anwendungen. Weiterführend wurden strategische Investitionen zur globalen Harmonisierung und Standardisierung des ERP-Systems getätigt.

Die Unternehmen der Schnellecke-Gruppe finanzieren darüber hinaus Flurförderfahrzeuge, LKW und Auflieger, Lagertechnik, Schweißanlagen und Maschinen teilweise über operatives Leasing.

3.3 Vermögenslage

Konzern-Bilanz
(in Mio. EUR)
31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen 107,4 111,0
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12,1 13,1
II. Sachanlagen 93,8 94,7
III. Finanzanlagen 1,5 3,2
B. Umlaufvermögen 231,0 233,7
I. Vorräte 50,8 44,7
II. Forderungen und sonstige Vermögens-Gegenstände 138,9 144,3
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 41,2 44,7
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13,4 7,4
AKTIVA 351,9 352,1
A. Eigenmittel 6 86,1 75,8
B. Rückstellungen und Sonderposten 64,0 76,2
C. Verbindlichkeiten 200,8 198,6
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64,1 53,2
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86,4 95,4
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,1
5. Sonstige Verbindlichkeiten 50,2 49,9
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,9 1,5
PASSIVA 351,9 352,1

Das Anlagevermögen nahm aufgrund planmäßiger Abschreibungen sowie aufgrund der Veräußerungen von Anlagen und Maschinen im Rahmen von Sale-and-lease-back und durch die Veränderung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 3,6 Mio. EUR auf 107,4 Mio. EUR ab.

Der Vorratsbestand stieg um 6,1 Mio. EUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um -5,4 Mio. EUR reduziert. Dies ist insbesondere mit einer Erhöhung des Factorings begründet.

Das Guthaben bei Kreditinstituten sank gegenüber dem Vorjahr um -3,5 Mio. EUR.

Die Eigenmittel nahmen hauptsächlich durch den Jahresüberschuss um 10,3 Mio. EUR auf 86,1 Mio. EUR zu.

Die Rückstellungen, insbesondere die Rückstellungen für Urlaub- und Freizeitansprüche, sowie die Rückstellungen für Preiskorrekturen und ausstehende Rechnungen, und Sonderposten haben um 12,2 Mio. EUR abgenommen.

Die Verbindlichkeiten haben sich mit 200,8 Mio. EUR nicht wesentlich verändert.

6 Eigenmittel sind definiert als: Eigenkapital sowie der als Eigenkapital zu klassifizierende Anteil aus Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (80%); der als Schulden zu klassifizierende Anteil ist in den Rückstellungen erfasst.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Auch das Jahr 2021 war - bedingt durch die Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie und insbesondere durch den Mangel an Halbleiterbauteilen für die Automobilindustrie - wieder ein schwieriges. Dennoch ist es der Schnellecke Group gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen durch konsequentes Handeln zu begrenzen und das Jahr mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abzuschließen. Dadurch konnte die Substanz des Unternehmens wieder gestärkt werden, auch wenn die Belastung des Krisenjahres 2020 nicht vollständig kompensiert werden konnte. Die Eigenmittelquote inkl. Sonderposten stieg von 21,5% auf 24,5%.

Darüber hinaus wurden in wesentlichem Umfang neue Geschäfte gewonnen, die Grundlage für zukünftiges Wachstum sind. Auch konnten wichtige strategische Projekte umgesetzt werden, wie z.B. der Rollout des Digital Control Tower an mehreren Standorten sowie die Einführung von SAP in den wesentlichen verbliebenen Ländern. Zudem hat sich gezeigt, dass die strukturellen Veränderungen, die im Vorjahr vorgenommen worden waren, wirksam sind und die Schnellecke Group widerstandsfähiger gemacht haben. Der Vorstand der Schnellecke Group AG & Co. KG ist daher der Überzeugung, dass das Unternehmen trotz der unvorhersehbaren Folgen des Ukraine-Konflikts gut aufgestellt ist, um auch zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.

Zur guten Aufstellung gehört auch die neue Finanzierung auf Ebene der Geschäftsbereiche, jeweils bestehend aus Konsortialkreditvertrag und Factoringprogramm, die zusammen mit der Nutzung von operativem Leasing jederzeit ausreichend Liquidität sicherstellt.

C. Forschung & Entwicklung

Schnellecke erhebt einen wachsenden Anspruch an seine Organisation zur "Adaptilität" und "Agilität". Dies bedeutet, dass der Konzern zur kontinuierlichen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit intensiv an der Verbesserung der Qualität der Leistungen und Produkte sowie der Prozesse der operativen Gesellschaften arbeitet. Dazu sollen bis 2025 30% aller Logistik-Prozesse automatisiert sein.

Im Geschäftsbereich Logistik & Transport konzentrieren sich die Aktivitäten in der Forschung & Entwicklung (F&E) auf die Standardisierung, Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse, die Entwicklung von geeigneten Methoden, sowie die Neu- und Weiterentwicklung von IT-Lösungen und digitalen Arbeitsmitteln. Speziell vor dem Hintergrund der Digitalisierung in der Logistik werden ganzheitliche Daten- und Datennutzenkonzepte erarbeitet, die im Kontext von IoT 7 -Lösungen und integrierten Systemen angewendet werden. Die Adaptilität von smarten Lösungen wird durch das Scouting von Start-ups unterstützt.

Die Bündelung der Aktivitäten des Konzerns in diesem Bereich erfolgen in der LOGIS GmbH (LOGIS). Über das Digital Innovation Management werden neue Ideen zur Digitalisierung im Rahmen von Ideation Workshops entwickelt, smarte Lösungen gescoutet und diese pilotiert. Die digitale Strategie umfasst eine ganzheitliche Vorgehensweise zur Schaffung einer datenbasierten, automatisierten und zukunftsorientierten Logistik bis 2025. Neben den technologischen Aspekten umfasst diese Strategie ebenso die kulturelle Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens, um den technologischen Anforderungen der veränderten Geschäftsmodelle im Sinne der Entwicklungen entsprechen zu können.

LOGIS hat 2021 die Entwicklung und Ausrollung des Digital Control Towers (DCT) vorangetrieben, der im ersten Schritt die Transparenz in den operativen Prozessen in Echtzeit liefert. Hier werden Einflussfaktoren, die zu Störungen im Betrieb führen können, frühzeitig sichtbar und ermöglichen ein Gegensteuern durch die operative Leitung. Bis 2025 werden die prädiktiven Möglichkeiten durch Machine-Learning und Algorithmen deutlich gesteigert und darüber die Stabilität der Lieferkette noch zuverlässiger gestaltet. Entscheidungen im Prozess sollen dann teilweise durch den DCT automatisiert getroffen werden.

Neben der Serienfertigung von Press- und Schweißzusammenbauten erfolgt in dem Geschäftsbereich Produktion eine auftragsbezogene Produktentwicklung. Von der Konzeptphase über die Designbegleitung bis zur Prozessplanung und Serienproduktion bietet Schnellecke zielführende Dienst- und Produktionsleistungen an. Im Vordergrund stehen dabei die Leichtbau-Kompetenz und die Realisierung innovativer Produktionsverfahren.

7 IoT - Das "Internet of Things" bzw. "Internet der Dinge" beschreibt, dass Computer in der digitalen Welt zunehmend von "intelligenten Gegenständen" bis hin zu künstlicher Intelligenz ergänzt werden. Statt selbst Gegenstand der menschlichen Aufmerksamkeit zu sein, soll das "Internet der Dinge" den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützen.

D. Risiko- und Chancenbericht

Strategiemanagement

In einer Welt, die kontinuierlichem Wandel unterliegt, ist die Anpassungsfähigkeit von Organisationen fundamental. Dies beinhaltet vor allem auch die Fähigkeit, schnell auf Chancen und Bedrohungen zu reagieren, sobald sie auftauchen. Unternehmen müssen auf strukturelle Veränderungen des Marktes unverzüglich Antworten finden. Das Strategiemanagement stellt sicher, dass externe Trends und Veränderungen regelmäßig und systematisch analysiert werden. Die sich ergebenden Chancen und Bedrohungen, in Zusammenhang mit den eigenen Stärken und Schwächen, bilden die Grundlage für die Erarbeitung von Herausforderungen, mit denen die langfristigen strategischen Zielsetzungen, die sogenannten strategischen Stoßrichtungen, jährlich überprüft und geschärft werden. Aus den strategischen Stoßrichtungen erfolgt die Ableitung von strategischen Jahreszielen und Initiativen, die die zukünftige Entwicklung und Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens sicherstellen.

Beim Schnellecke-Konzern ist man überzeugt, dass darüber hinaus die Kommunikation der Unternehmensstrategie zur effektiven Strategieumsetzung erforderlich ist. Dabei wird sichergestellt, dass die strategische Planung auf Ebene der Geschäftsbereiche, Regionen und Konzernbereiche eng verzahnt wird und synchron mit dem Budgetprozess erfolgt. Strategische Initiativen auf allen Ebenen tragen zur Umsetzung des Gesamtplans bei. Über hierarchisch verknüpfte Zielehäuser werden die strategischen Ziele in die Geschäftsbereiche, Regionen und Zentralbereiche delegiert. Die Entwicklungspläne und Einzelziele der Mitarbeiter sind eng mit strategischen Zielen der Zielehäuser verknüpft.

Der Konzernbereich Strategy Management Office & Organization (SMO&O) koordiniert und steuert alle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Strategiemanagement. Der standardisierte Strategiemanagement-Prozess ist in der Organisation etabliert. Der Prozess wird durch ein IT-gestütztes Instrument in sämtliche Unternehmenseinheiten kaskadiert und verfolgt.

Darüber hinaus besitzt die Schnellecke Group neben dem Einsatz der operativen Berichtssysteme der einzelnen Unternehmen ein zentrales Kontrollsystem, in welches alle Tochtergesellschaften eingebunden sind. Insbesondere durch das Qualitätssicherungssystem und das monatliche Finanzcontrolling, welches die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung überwacht, werden zeitnah Informationen erarbeitet, um Risiken zu identifizieren und frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

Weiterhin steuern die Bereiche ihre Geschäftseinheiten auf Basis eines Berichtswesens. Dieses umfasst sowohl betriebswirtschaftliche als auch qualitäts- und produktivitätsrelevante Kennzahlen und dient als Frühwarnsystem.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen

Der Schnellecke-Konzern ist in beiden Geschäftsbereichen vor allem in der Automobilindustrie tätig und hier überwiegend für die großen Hersteller. Demzufolge unterliegt das Unternehmen den zyklischen Schwankungen und besonderen Herausforderungen dieser Industrie. Daraus folgt, dass alle internen Strukturen und Prozesse darauf ausgerichtet sein müssen, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Der Umgang mit der Covid-19-Pandemie und mit den Herausforderungen des Jahres 2021 hat gezeigt, dass dies erfolgreich gelingt.

Der Volkswagen-Konzern ist nach wie vor der größte Kunde der Schnellecke-Gruppe, auch wenn die Abhängigkeit in den letzten Jahren schrittweise reduziert werden konnte. Diese Bestrebungen werden ebenso in Zukunft durch gezielte vertriebliche Aktivitäten mit dem Ziel des überproportionalen Wachstums mit anderen Kunden fortgesetzt. Darüber hinaus kommt der Stärkung internationaler Aktivitäten, insbesondere in bislang nicht oder nur unzureichend bedienten Märkten, eine hohe Bedeutung zu. Nachdem in den USA erfolgreich Neugeschäfte gewonnen werden konnten, gilt dies insbesondere für China. Des Weiteren soll auch die Diversifikation in vergleichbare Industrien weiter vorangetrieben werden.

Der Trend zum Outsourcing bei den Herstellern der Automobilindustrie hält weiter an und nimmt aufgrund der Einführung zusätzlicher E- Fahrzeuge sogar zu. Hier konnte sich die Schnellecke-Gruppe bereits mit bedeutenden Aufträgen als Lieferant bzw. Dienstleister positionieren.

Die Aus- und Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie halten weiter an und beeinträchtigen insbesondere die Automobilindustrie nach wie vor. Der im Februar 2022 begonnene Krieg Russlands gegen die Ukraine wirkt sich nun zusätzlich und massiv auf die Gesamtwirtschaft und auf die Automobilindustrie aus. Dies stellt die Schnellecke Group vor besondere Herausforderungen. Weitere Erläuterungen zur Situation und zu den ergriffenen Maßnahmen finden sich im folgenden Abschnitt und im Prognosebericht.

Absatzrisiken und -chancen

Der Schnellecke-Konzern arbeitet sowohl im Geschäftsbereich Logistik & Transport als auch im Geschäftsbereich Produktion für seine weltweit tätigen Kunden im Wesentlichen auf Basis mehrjähriger Verträge. Diese Verträge werden im Rahmen komplexer Ausschreibungsverfahren vergeben. Daraus ergibt sich einerseits die Chance, aufgrund technischer Kompetenz und wettbewerbsfähiger Preise auch in einem kompetitiven Umfeld stärker als der Markt zu wachsen. Andererseits besteht das Risiko, im Rahmen turnusmäßiger Ausschreibungen oder aufgrund eines Insourcings Bestandsaufträge zu verlieren. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesem Risiko durch eine professionelle und weltweit tätige Vertriebsorganisation, die nachweislich in der Lage ist, durch signifikantes Neugeschäft von Zeit zu Zeit auftretende Auftragsverluste mehr als zu kompensieren und damit zum Wachstum des Unternehmens beizutragen.

Bei langfristigen Verträgen besteht zudem das Risiko, dass Fehler in der Kalkulation zu dauerhaften Verlusten führen. Schnellecke hat zur Vermeidung dieses Risikos einen global einheitlichen Tender-Management-Prozess auf Basis eines standardisierten Vorgehens und eines einheitlichen Kalkulationsschemas etabliert, der einen mehrstufigen Genehmigungsprozess vorsieht. Falls sich später, d.h. nach Beginn eines Projekts, Änderungen in den Annahmen zeigen, werden diese im Rahmen eines strukturierten Änderungsmanagements mit dem Kunden verhandelt.

Der Schnellecke-Konzern ist noch immer überwiegend auf dem europäischen Markt, insbesondere in Deutschland tätig. Schnellecke wird seine Strategie zur Erweiterung des Geschäftsvolumens in anderen Regionen, vor allem in Asien und hier in China sowie in Nordamerika, weiter vorantreiben. Bei der Entwicklung des chinesischen Marktes konnten bereits mehrere Aufträge bei verschiedenen Herstellern gezeichnet werden. Auch in Nordamerika konnten die Geschäfte mit den Bestandskunden deutlich ausgebaut werden und ein neuer Auftrag im Bereich Versorgungslogistik für leichte Nutzfahrzeuge gezeichnet werden.

Schnellecke konnte im Jahr 2021 unterdessen auch in der strategisch bedeutenden Kundendiversifizierung weitere Erfolge verzeichnen. Neben Neuaufträgen bei Bestandskunden konnte das Unternehmen sein Kundenportfolio um weitere führende Automobilhersteller erweitern. Die Initiative und die geschaffenen Ressourcen zur Industriediversifikation zeigten ebenfalls beachtliche Resultate. Neben kleineren Neuaufträgen ist inzwischen eine stabile Sales-Pipeline aufgebaut worden und für 2022 werden die ersten Großaufträge erwartet.

Für 2022 war eine leichte Erholung in der Automobilindustrie erwartet worden. Zum Vorjahr wurde ein globales Wachstum der PKW-Produktion von 9 Mio. Fahrzeugen prognostiziert. Für die Märkte, die für die Schnellecke-Gruppe besonders relevant sind, wurde eine Steigerung des Fahrzeugproduktionsvolumens von 6% prognostiziert. Die Verfügbarkeit von Halbleitern für Steuergeräte und andere Komponenten am Fahrzeug sowie Störungen der Lieferketten durch pandemische und politische Ereignisse wurden und werden als wesentliche Risiken gesehen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine und der daraus resultierende Krieg ist ein zusätzliches Ereignis mit deutlichen Auswirkungen auf die Absatzsituation der Schnellecke-Gruppe, deren Folgen in Gänze derzeit noch nicht abzusehen sind. Damit sind auch die genannten Prognosen in Frage gestellt. Weitere Erläuterungen zur Situation und zu den ergriffenen Maßnahmen finden sich im Prognosebericht.

Qualitätsrisiken und -chancen

Die Umsetzung der kundenspezifischen Forderungen und die Erfüllung der definierten Kennzahlen tragen maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei.

Das Verfehlen der hohen Qualitätsansprüche der Kunden kann zu Kostenbelastungen sowie zu Reputationsschäden führen. Alle zur Schnellecke Group gehörenden Unternehmen verfügen daher über ein zertifiziertes Qualitäts-Management-System. Die Art der Zertifikate ist abhängig vom Tätigkeitsfeld und wird den speziellen Kundenanforderungen gerecht. Entsprechend den Kundenvorgaben bzw. tätigkeitsspezifischen Anforderungen sind unsere Standorte nach ISO 9001, VDA 6.1, VDA 6.2, ISO 14001 und 50001 zertifiziert.

Das Qualitätsmanagement erarbeitet für die einzelnen Gruppengesellschaften und deren Standorte Qualitätsstandards und -richtlinien und kontrolliert deren Einhaltung im Rahmen interner und externer Audits bzw. unterstützt bei notwendigen Anpassungen. Ebenso stellt das zentrale Qualitätsmanagement mit Hilfe des integrierten Management Systemhauses einen Methodenbaukasten bereit und befähigt die Nutzer zur Anwendung. Besondere Bedeutung haben hierbei Risikoanalysemethoden und systematische Ursachenanalysen mittels Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) und Problemlösungstechniken wie sogenannte Turtle-Diagramme.

Zur Reduzierung der Risiken im Bereich Informationssicherheit wurde 2021 mit der Implementierung eines Informationssicherheits-Managementsystems begonnen.

Die Einhaltung der Rechtskonformität wird mit Systemunterstützung sichergestellt und die Prüfung der Betroffenheit von kundenspezifischen Forderungen regelmäßig durchgeführt. Zur verbesserten Erfassung und Analyse von internen und externen Reklamationen wurde 2021 ein übergreifendes System implementiert und bereits in einer Region erfolgreich umgesetzt. Die vollständige Ausrollung ist für 2022 geplant.

Die unternehmensweit definierten Qualitätsziele (Fehlerkosten, Auditergebnisse und Kundenzufriedenheit) werden im Rahmen regelmäßiger "Gemba"-Meetings detailliert und nachhaltig verfolgt. Das definierte Ziel der stabilen Anläufe von Neuprojekten unter Einhaltung der Budgetvorgaben und Umsetzung der Kundenvorgaben konnte dank der Implementierung von Prozessabnahmen (Q-Gates) 2021 voll erreicht werden.

Digitalisierung logistischer Prozesse

Die zunehmende Digitalisierung in der globalen Wirtschaft wirkt sich auch auf die Kontrakt-Logistik als dem größten Tätigkeitsbereich des Schnellecke-Konzerns aus. Insbesondere die zunehmende Leistungsfähigkeit von automatisierten und teilautonomen Logistik-Systemen (wie z.B. selbstfahrende Fahrzeuge [AGV's] oder Roboter) stehen in den nächsten Jahren im Fokus. Dies könnte zur Folge haben, dass derzeit bestehende Geschäftsmodelle zukünftig weniger erfolgreich sind. Auf der Kundenseite wird der Einsatz von neuen Logistiksystemen weiter forciert, um die heute personalintensiven Logistikleistungen schrittweise zu automatisieren.

Die Anforderungen der Endkunden zwingen die Automobilhersteller, eine kundenzentrierte Flexibilität und Agilität in der Produktion zu erreichen. Dieser Trend erfordert seinerseits eine größere Flexibilität und Agilität in der Logistik.

Gleichzeitig entstehen speziell im Transportbereich Plattformen, die auf eine Optimierung und Flexibilisierung in den Transportketten abzielen, was perspektivisch Auswirkungen auf die heute praktizierte Gebietsspedition haben kann.

Zur Erhaltung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit arbeitet die Schnellecke-Gruppe intensiv an der Einführung digitaler Technologien, die ihrerseits im Kapitel Forschung & Entwicklung beschrieben sind.

Mitarbeiterrisiken

Ein zentraler Erfolgsfaktor für das Unternehmen Schnellecke sind gut eingearbeitete, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Risiken ergeben sich dann, wenn die zur Realisierung von gewonnenen Neuprojekten erforderlichen Mitarbeiter nicht verfügbar sind, wenn sprachliche und technische Kenntnisse der Mitarbeiter nicht (mehr) den Anforderungen der komplexen Kundenprojekte genügen oder wenn eine überdurchschnittliche Mitarbeiterfluktuation oder ein hoher Krankenstand die notwendige Belegschaft reduzieren.

Diese Risiken können dazu führen, Neuprojekte nicht mehr zu gewinnen oder mit zu hohen Personalkosten betreiben zu müssen. Mitarbeiterabgänge können relevante Mehrkosten für Personalrekrutierungs- und Einarbeitungsmaßnahmen zur Folge haben.

Der Schnellecke-Konzern begegnet diesen Risiken, indem er sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert und eine langfristige Bindung von Fach- und Führungskräften anstrebt. Zu den entsprechenden personalpolitischen Maßnahmen gehören attraktive Arbeitsbedingungen, überwiegend tarifliche Bezahlung, attraktive Vergütungssysteme, individuelle Karrieremodelle durch Talentprogramme und umfassende Weiterbildungsmaßnahmen. Durch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen (Kooperationen mit Weiterbildungsinstituten bzw. Universitäten, verschiedene Trainee- und Ausbildungsprogramme) wird darauf hingearbeitet, neue Talente zu gewinnen, eigenen Nachwuchs zu fördern und das positive Image am Arbeitsmarkt auszubauen.

Umfassende Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen, weltweite Mitarbeiterbefragungen und Beteiligung und Prämierung am betrieblichen Vorschlagswesen sorgen für Möglichkeiten der individuellen Arbeitsplatzgestaltung und Einbindung der Mitarbeiter in die Unternehmenskultur.

Die Maßnahmen unterstellt Schnellecke auch externen Benchmarks und ist 2021 zum 11. Mal in Folge als TOP Arbeitgeber in Deutschland ausgezeichnet worden.

IT-Risiken

Die zunehmenden Cyber- und IT-Risiken sind im Fokus der IT. Schnellecke setzt auf moderne Endpoint Security Systeme (Firewalls, Antivirus, Malware, Spyware, etc.), die regional gemanagt und zentral überwacht werden. Es finden monatliche Patch-Days statt, an denen Betriebssysteme, Datenbanksysteme und Firmware upgedatet werden. Zusätzlich werden kontinuierlich aktualisierte Sicherheitsupdates und Patches eingespielt. Vor der Produktivsetzung finden Simulationen auf Testsystemen statt.

2021 wurde entschieden, die Informationssicherheit als ergänzenden Teil zum integrierten Managementsystem aufzubauen. Hierzu wurde ein Projektteam gebildet, welches sich an den Anforderungen des Standards TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) der Automobilindustrie orientiert. Die festgestellten Maßnahmen zur Risikominimierung werden sukzessive abgearbeitet.

Finanzrisiken und -chancen

Finanzielle Risiken und teilweise auch Chancen entstehen durch Marktschwankungen für Währungen, Zinsen und Rohstoffe, durch Spät- oder Nichtzahlung von Kunden sowie durch zeitlich auseinanderfallende Ein- und Auszahlungen. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesen Risiken und Chancen durch ein systematisches und global koordiniertes Treasury Management.

Da Schnellecke seine Dienstleistungen im Logistik- und Transportbereich in der Regel vor Ort anbietet und im Produktionsbereich der Exportanteil in Länder außerhalb des Euroraumes sehr gering ausfällt, ist das Wechselkursrisiko insgesamt relativ niedrig. Sofern in Einzelfällen die Währungen von Umsatz und zugehörigen Kosten voneinander abweichen, wird der Abschluss von Devisensicherungsgeschäften durch das zentrale Treasury geprüft und im Bedarfsfall durchgeführt.

Der Großteil der in Anspruch genommenen Kredite, Darlehen und Factoring-Linien ist auf variabler Basis verzinst. Dem sich daraus ergebenden Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe von Zinssicherungsgeschäften (Zinsswaps) begegnet. Diese Sicherungsgeschäfte hatten zum Stichtag ein Gesamtvolumen von 42,0 Mio. EUR und gestaffelte Fälligkeiten von 2022 bis 2026. Damit ist ein bedeutender Anteil der variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert.

Die niedrigen Forderungsausfälle der vergangenen Jahre belegen, dass die durch Schnellecke belieferten Kunden finanziell stabile Partner sind. Ausfallrisiken bzw. Zinsbelastungen aus Verzug wird durch ein kontinuierliches und global gesteuertes Forderungsmanagement begegnet. Zudem besteht eine globale Warenkreditversicherung für den Geschäftsbereich Logistik & Transport.

Liquiditätsrisiken wird in der Schnellecke-Gruppe durch eine kurzfristige Liquiditätsplanung und -steuerung sowie durch eine mittelfristige Finanzplanung begegnet. Grundlage dafür ist die bewusst großzügig angelegte Konzernfinanzierung und ein konservatives Finanzmanagement.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Der Vorstand und das Management der Schnellecke-Gruppe arbeiten kontinuierlich an der strategischen und strukturellen Entwicklung des Unternehmens sowie der Verbesserung der Instrumente zum Managen der Risiken und Chancen des Geschäfts. Daher ist der Vorstand der Ansicht, die Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, auch zukünftig Chancen unternehmerisch nutzen und mit Risiken umgehen zu können. Er sieht derzeit keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken.

E. Prognosebericht

Während die Aus- und Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie noch immer deutlich spürbar sind, insbesondere die Knappheit an Halbleiter-Elementen, stellt der Krieg Russlands gegen die Ukraine eine weitere schwerwiegende Herausforderung dar. Der Vorstand der Schnellecke Group blickt entsetzt und fassungslos auf die Ereignisse in der Ukraine und unterstützt Hilfsaktionen für die Menschen vor Ort und auf der Flucht im Rahmen seiner Möglichkeiten. Gleichzeitig ist er gemeinsam mit den Führungskräften in der Verantwortung, mit den geschäftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Ereignisses umzugehen.

Unmittelbar nach Beginn des Krieges und der sich abzeichnenden Auswirkungen auf die globalen Lieferketten in der Automobilproduktion wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet und eine engmaschige Krisenkommunikation eingerichtet. Dazu gehören - vergleichbar mit den Vorjahren - Kurzarbeit bzw. ähnliche personalwirtschaftliche Maßnahmen, ein Einstellungs-, Investitions- und Ausgabenstopp sowie weitere ergebnis- und liquiditätsschonende Maßnahmen. Ausgenommen sind lediglich Neuanläufe bei Kunden und ausgewählte, strategische Projekte.

Die OECD ging ursprünglich für 2022 von einer fortgesetzten Erholung der Weltwirtschaft aus - wenn auch etwas abgeschwächt. Das globale BIP sollte um 4,5% steigen und mit Raten von 4,3% für den Euroraum, 3,7% für die USA und 5,1% für China in den wesentlichen Regionen auf vergleichbarem Niveau wachsen. Im Laufe des Jahres 2023 sollten die wesentlichen volkswirtschaftlichen Indikatoren überwiegend wieder auf dem Vorkrisenniveau sein. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation wesentlich geändert. Prognosen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts sind nur unter bestimmten Annahmen möglich und mit einem hohen Unsicherheitsgrad behaftet. Die OECD geht in Ihrem aktuellen Bericht davon aus, dass sich das weltweite Wachstum in der Größenordnung von einem Prozentpunkt abschwächt, während der Effekt im Euroraum bei etwa 1,5 Prozentpunkten liegen soll - andere Analysen und Szenarien zeigen noch deutlich stärkere Auswirkungen. Dabei resultiert der dämpfende Effekt nicht so sehr aus dem zurückgehenden wirtschaftlichen Austausch mit Russland und der Ukraine, sondern aus massiv steigenden Preisen, insbesondere für Öl und Gas.

Es war zunächst erwartet worden, dass sich die globale Automobilproduktion 2022 weiter erholt, jedoch immer noch hinter dem Vorkrisenniveau zurückbleibt. Durch den Krieg in der Ukraine sind die Lieferketten in der Automobilindustrie in Bezug auf bestimmte Teile bzw. Zulieferer erneut massiv beeinträchtigt worden. Wie stark und wie lange sich diese Beeinträchtigungen auswirken werden, lässt sich gegenwärtig nicht verlässlich abschätzen. Die Folgen für die Werke der Kunden der Schnellecke-Gruppe und damit für die Geschäftsentwicklung sind unterschiedlich und immer noch starken Änderungen unterworfen.

Die Umsatzplanung des Schnellecke-Konzerns folgt grundsätzlich dem bestehenden Auftragsumfang und orientiert sich an den Produktionsplanungen der Kunden, von denen in begründeten Fällen Abschläge vorgenommen werden. Dabei wurde für 2022 ursprünglich davon ausgegangen, dass sich der Mangel an Halbleiterelementen als wesentlichem Produktionshemmnis bei den Kunden im Laufe des Jahres reduziert. Auf dieser Basis wurden zunächst Umsatz und Wertschöpfung, in Höhe von ca. 10% über 2021 geplant. Das Wachstum stützte sich vor allem auf ein signifikantes Volumen an Neuaufträgen. Aufgrund des Krieges in der Ukraine und den daraus folgenden zusätzlichen Volumeneinbrüchen ist diese Umsatzplanung mit Risiken behaftet. Wir gehen dennoch weiterhin von einer moderaten Umsatz- und Wertschöpfungssteigerung gegenüber dem Vorjahr aus. Vor dem Hintergrund der schwachen und volatilen Volumensituation wird ein Betriebsergebnis erwartet, das deutlich unter dem des Jahres 2021 liegt. Ebenso wird die EBIT-Marge voraussichtlich deutlich unter der des Vorjahres bleiben.

Um einen erfolgreichen Verlauf des Geschäfts sicherzustellen wurden nichtfinanzielle Leistungsindikatoren geplant, die laufend nachverfolgt werden. Dazugehören u.a. eine Steigerung der Produktivität in allen Bereichen, die weitere Verbesserung des Nachhaltigkeits-Ratings sowie eine Reduzierung der Abwesenheits- und Fluktuationsquoten.

Neben der Steuerung des laufenden Geschäfts treibt die Schnellecke-Gruppe wichtige, langfristige Projekte voran. Der Strategie "SMART 25" folgend hat sich das Unternehmen auch 2022 in den Handlungsfeldern Marktstellung, Innovationsleistung, Produktivität & Effizienz und Attraktivität für gute Leute entsprechende Ziele gesetzt und Maßnahmen initiiert. Neben vertriebsorientierten Aktivitäten wird weiter in konkreten Projekten an der Automatisierung und Digitalisierung gearbeitet. Zudem ist geplant, weitere Maßnahmen im Bereich des globalen Nachhaltigkeitsmanagements zu implementieren. Darüber hinaus sind die geplanten Programme zur Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung in der Umsetzung. Diese und weitere bilden die Grundlage für die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens.

 

Wolfsburg, den 28. April 2022

Schnellecke Group AG & Co

Nikolaus Külps, Vorstand

Dr. Tim Kannewurf, Vorstand

Dr. Klaus van Marwyk, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021
t€
31.12.2020
t€
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Werte 1.475 884
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.429 12.079
3. Geleistete Anzahlungen 194 130
  12.099 13.093
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 33.010 31.776
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.668 24.913
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.378 20.726
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.766 17.283
  93.822 94.698
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 115 120
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - 1.837
3. At Equity bewertete Beteiligungen 603 646
4. Übrige Beteiligungen 645 629
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 105 -
6. Genossenschaftsanteile 6 6
  1.474 3.239
  107.395 111.030
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.950 24.493
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 24.235 16.125
3. Fertige Erzeugnisse 7.948 7.529
4. Waren 317 301
5. Geleistete Anzahlungen 480 477
6. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -8.082 -4.225
  50.849 44.700
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106.909 123.325
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52 39
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 806 1.357
4. Sonstige Vermögensgegenstände 31.167 19.542
  138.933 144.263
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 41.219 44.676
  231.001 233.640
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.427 7.400
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 30 40
Summe Aktiva 351.852 352.111

PASSIVA

   
31.12.2021
t€
31.12.2020
t€
A. Eigenkapital    
I. Kapitalanteile    
1. Kapitalanteile des persönlich haftenden Gesellschafters - -
2. Kapitalanteile der Kommanditisten 1.000 1.000
  1.000 1.000
II. Rücklagen 35.418 36.494
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -6.973 -9.135
IV. Bilanzgewinn 53.369 44.254
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 2.290 1.935
  85.104 74.548
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 1.285 1.508
C. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 5.828 6.870
2. Sonstige Rückstellungen 57.947 69.061
  63.775 75.930
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64.058 53.197
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.417 95.381
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31 33
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein ein Beteiligungsverhältnis besteht 24 120
5. Sonstige Verbindlichkeiten 50.221 49.890
  200.751 198.621
E. Rechnungsabgrenzungsposten 937 1.503
Summe Passiva 351.852 352.111

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
t€
2020
t€
1. Umsatzerlöse 1.017.484 1.024.930
2. Erhöhung/ Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 8.051 -3.263
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.724 899
4. Sonstige betriebliche Erträge 43.035 28.109
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 356.213 340.421
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 153.228 156.623
  509.441 497.043
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 319.777 324.799
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 62.492 65.254
  382.269 390.053
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21.940 21.314
8. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 223 226
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 139.986 144.243
10. Operatives Ergebnis 17.882 -1.752
11. Erträge aus Beteiligungen 161 93
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 108 0
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 802 631
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.080 600
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.910 3.176
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.361 4.883
17. Ergebnis nach Steuern 9.602 -9.687
18. Sonstige Steuern 756 945
19. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) 8.846 -10.632
20. Ergebnisanteil nicht beherrschende Anteile -207 -238
21. Kursdifferenz Durchschnitts-/Stichtagskurs - -308
22. Jahresergebnis Konzernanteil 8.639 -11.179
23. Ergebnisvortrag 44.254 47.567
24. Entnahmen aus Rücklagen 476 7.866
25. Bilanzgewinn 53.369 44.254

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Schnellecke Group AG & Co. KG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRA 200391 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Stellfelder Straße 39, 38442 Wolfsburg, Deutschland.

Der abschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Dabei wurde für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die fristbedingten Vermerke werden im Anhang gemacht.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- 1 Einheit (t€, % usw.) auftreten.

II. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der Schnellecke Group AG & Co. KG insgesamt 23 (im Vorjahr 27) inländische und 37 (im Vorjahr 36) ausländische Unternehmen. Die detaillierte Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 und 313 HGB ist diesem Konzernanhang beigefügt.

Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Anwachsung der Cotrans Logistic GmbH & Co. KG an die Schnellecke Transportlogistik GmbH mit Wirkung zum 31. März 2021 durch Ausscheidungs-/ Übernahmevereinbarung vom 15. März 2021

Gründung der Schnellecke South Carolina, LLC, Ladson, USA zum 23. August 2021

Entkonsolidierung der bisher quotal einbezogenen Logtrans Spedition und Logistik GmbH, Wolfsburg, aufgrund der Kauf- und Abtretungsverträge vom 15. März 2021 und 21. Juni 2021

Verschmelzung der Schnellecke Digital Innovations GmbH, Wolfsburg, auf die LOGIS GmbH, Wolfsburg, mit notarieller Urkunde vom 24. Juni 2021 und Wirkung zum 01. Januar 2021 (Verschmelzungsstichtag)

Verschmelzung der Schnellecke Logistics Sachsen GmbH, Glauchau, auf die Schnellecke Modul- und Lieferantenzentrum GmbH, Leipzig, mit notarieller Urkunde vom 24. November 2021, rückwirkend zum 01. Januar 2021. Die übernehmende Gesellschaft firmiert seither als Schnellecke Logistics Sachsen GmbH, Leipzig.

Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2021 ergaben sich aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises nicht. Daher wurden keine Angaben nach § 294 Abs. 2 HGB gemacht.

Für die Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes in diesem Konzernanhang.

III. Konsolidierungsmethoden

Für die Kapitalkonsolidierung findet im Schnellecke-Konzern für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 die Buchwertmethode Anwendung. Danach wird das Eigenkapital des zu konsolidierenden Tochterunternehmens mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der Aktiva und Passiva zum maßgeblichen Verrechnungszeitpunkt entspricht. Die vorhandenen Anteile Dritter gehen ebenfalls zu Buchwerten in die bilanz ein. Seit dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode.

Bei Gemeinschaftsunternehmen erfolgt eine quotale Einbeziehung gemäß § 310 Abs. 2 HGB. Eine Übersicht über die aus Gemeinschaftsunternehmen in Summe resultierenden Vermögenswerten, Schulden und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gibt folgende Tabelle:

2021
T€
2020
T€
Kurzfristige Vermögenswerte 13.401 12.371
Langfristige Vermögenswerte 6.038 6.081
Kurzfristige Schulden 13.439 11.353
Langfristige Schulden 0 278
Aufwendungen 20.885 22.070
Erträge 20.706 21.975

Zwischenergebnisse werden, soweit wesentlich, nach § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Assoziierte Unternehmen werden gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 2 HGB mit dem Betrag, der ihrem anteiligen Eigenkapital entspricht, angesetzt. Die Aufnahme der assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 312 Abs. 3 HGB zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die assoziierten Unternehmen bilanzieren nach HGB.

Das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. Einzige Ausnahme bildet die Schnellecke-Jeena Logistics India Private Limited, Mumbai, Indien. Bilanzstichtag dieser Gesellschaft ist der 31. März. Für Zwecke des Konzernabschlusses wurde ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte wurde von dem Wahlrecht zur Aktivierung Gebrauch gemacht. Die Aktivierungen betreffen ganz überwiegend die Entwicklung selbst erstellter Software. Die Aktivierung von Herstellungskosten im Sinne des § 255 Abs. 2a HGB aus Entwicklungsprojekten erfolgt nach Freigabe durch das Schnellecke Digital Innovation Board. Die aktivierten Kosten betreffen ausschließlich Entwicklungskosten inklusive angemessener Teile der Fertigungsgemeinkosten sowie Sonderkosten der Entwicklung. Enthalten sind angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit diese auf den Zeitraum der Entwicklung entfallen. Zinsen für Fremdkapital sind nicht enthalten. Nicht aktivierbare Entwicklungsaufwendungen wie interne Beratung im Zusammenhang mit der digitalen Transformation oder Training sind in den Aufwendungen verblieben. Es sind keine Forschungsaufwendungen angefallen.

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und planmäßig linear abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Gebäude- und Grundstückseinrichtungen 5 bis 20 Jahre
Technische Anlagen und -Maschinen 7 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag auf Dauer beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Bestehen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, erfolgen Zuschreibungen im Anlagevermögen.

Die Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des niedrigeren Marktpreises oder beizulegenden Wertes bilanziert.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen sowie der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie etwaige Sondereinzelkosten der Fertigung. Angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens werden ebenfalls einbezogen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert ohne Umsatzsteuer.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken bei Lieferforderungen sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen, berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung dieser dienen (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die in den Einzelabschlüssen aufgrund des Wahlrechts der Beibehaltung gemäß Artikel 67 Abs. 3 S. 1 EGHGB ausgewiesenen Sonderposten mit Rücklageanteil werden im abschluss nicht übernommen, sondern gemäß § 298 Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 54 Abs. 2 EGHGB unter Berücksichtigung latenter Steuern innerhalb der Rücklagen ausgewiesen.

Steuerfreie Investitionszuschüsse und -zulagen werden passivisch als Wertberichtigung zum Anlagevermögen unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Postens erfolgt ertragswirksam entsprechend dem Abschreibungsverlauf der entsprechenden Anlagegüter sowie bei Abgängen, sofern Restbuchwerte noch vorhanden waren.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um am Bilanzstichtag erkennbare Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten zu erfüllen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 0,47 % (Vorjahr: 0,63 %) ermittelt. Ergebniseffekte aus der Veränderung des Zinssatzes werden im Zinsaufwand erfasst. Zum Ansatz kommen sowohl der Erfüllungsrückstand als auch die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen, sowie die wahrscheinlichen Aufwendungen für weitere Berechtigte.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff Dritter entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erlös bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Passive latente Steuern ergeben sich u. a. aus dem von den handelsrechtlichen Vorschriften abweichenden steuerlichen Ansatz von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens; aktive latente Steuern aus dem Rückstellungsbereich sowie aus dem Anlagevermögen (Sachanlagen, Forderungen). Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzbarkeit berücksichtigt. Die passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende nicht konsolidierungsbedingte aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt wegen unterschiedlicher Rechtsformen rechnerisch auf Basis eines gemischten Steuersatzes von 25 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag). Der ausgewiesene Konzernsteueraufwand unterscheidet sich vom erwarteten Konzernsteueraufwand überwiegend durch die Nichtaktivierung von latenten Steuern auf solche Rückstellungen, die steuerbilanziell mit einem geringeren Betrag anzusetzen oder vom Ansatz ausgeschlossen sind.

Die Währungsumrechnung von Fremdwährungsposten einbezogener ausländischer Unternehmen erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode des § 308a HGB mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs. Dabei werden die jeweiligen Eigenkapitalgrößen der Tochtergesellschaften zu historischen Kursen, alle anderen Posten der Bilanz zum Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenkassamittelkurs bezogen auf das Geschäftsjahr umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital unter dem Posten 'Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung' ausgewiesen.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Bilanzstichtag gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von unter einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag gegebenenfalls zum höheren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Die Umrechnung kurzfristiger Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von unter Jahr) erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

Stichtagskurs (1 Euro =) Durchschnittskurs (1 Euro =)
31.12.2021 31.12.2020 2021
Chinesische Renminbi Yuan 7,1947 8,0225 7,6282
Indische Rupien 84,2292 89,6605 87,4392
Mexikanische Peso 23,1438 24,4160 23,9852
Polnische Zloty 4,5969 4,5597 4,5652
Russischer Rubel 85,3004 91,4671 87,1527
Südafrikanische Rand 18,0625 18,0219 17,4766
Tschechische Kronen 24,8580 26,2420 25,6400
Ungarische Forint 369,1900 363,8900 358,5200
US Dollar 1,1326 1,2271 1,1827

Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Übrigen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes hingewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2021
t€
bis zu 1 Jahr
t€
über 1 Jahr (31.12.2020)
t€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106.909 106.598 311
      (0)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 51 51 0
      (0)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 806 806 0
      (0)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 31.167 31.134 33
      (818)
Summe: 138.933 138.589 344
      (818)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 317 t€ (im Vorjahr: 574 t€), Forderungen aus kurzfristigen Darlehen in Höhe von 487 t€ (im Vorjahr: 654 t€), Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von 0 t€ (im Vorjahr: 128 t€) sowie übrige Vermögensgegenstände in Höhe von 1 t€ (im Vorjahr: 0 t€).

Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals wird als eigenständiger Bestandteil des abschlusses im eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. Die Darstellung des Eigenkapitalspiegels sowie der entsprechenden Posten in der Bilanz wurden an die für Kapitalgesellschaften vorgesehenen Strukturen angenähert. Dabei werden unter den Kapitalanteilen und Rücklagen ausschließlich die entsprechenden Posten des Mutterunternehmens ausgewiesen. Alle erwirtschafteten Jahresüberschüsse/ -fehlbeträge und Gewinn-/ Verlustvorträge der Tochtergesellschaften werden dagegen unabhängig von ihrer Abbildung im jeweiligen Jahresabschluss dem Bilanzgewinn als erwirtschaftetem Konzernergebnis zugeordnet. Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen beim Mutterunternehmen nicht.

Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen

Die Reduzierung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet planmäßige Auflösungen in Höhe von 223 t€.

Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen umfasst:

t€
Personalbereich 24.200
Ausstehende Rechnungen 20.826
Vertragliche Preiskorrekturen 4.479
Risiken und Gewährleistungen 5.466
Abschluss- und Prüfungskosten 877
Unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung 163
Übrige 1.935
  57.947

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von 5.274 t€ enthalten. Zum Ansatz kamen gemäß IDW RS HFA 3 der Erfüllungsrückstand und die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge insgesamt in Höhe von 3.451 t€ für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen, sowie die wahrscheinlichen Aufwendungen für weitere Berechtigte in Höhe von 1.016 t€. Die Ansprüche aus Erfüllungsrückständen sind durch Rückdeckungsversicherungen insolvenzgesichert. Aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB resultierte eine Saldierung der Rückstellungen in Höhe von 1.427 t€. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1.456 t€. Dieser Betrag (Rückkaufswert) entspricht deren beizulegenden Zeitwert. Die im Zusammenhang mit der Vermögensverrechnung zu verrechnenden Aufwendungen und Erträge sind von untergeordneter Bedeutung.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit den Restlaufzeiten sind in der nachstehenden Übersicht gezeigt:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2021
t€
bis zu 1 Jahr (31.12.2020)
t€
über 1 Jahr (31.12.2020)
t€
davon über 5 Jahre
t€
davon besichert (31.12.2020)
t€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64.058 63.648 410 0 0
    (2.919) (50.278) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.417 86.224 193 0 0
    (94.992) (389) (5) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31 31 0 0 0
    (33) (0) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 24 24 0 0 0
    (120) (0) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 50.221 45.120 5.100 5.100 0
    (44.215) (5.674) (5.100) (0)
Summe : 200.751 195.047 5.703 5.100 0
    (142.280) (56.341) (5.105) (0)

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise mit Eigentumsvorbehalten gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Cash Pooling in Höhe von 31 t€ (im Vorjahr: 33 t€). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3 t€ (im Vorjahr: 120 t€) und übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 21 t€ (im Vorjahr: 0 t€).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 16.365 t€ auf Steuern (im Vorjahr: 15.005 t€) und 3.066 t€ auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (im Vorjahr: 2.586 t€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2021 bestehen bedeutende sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs.1 Nr. 2a HGB in Höhe von insgesamt 117.550 t€. Davon entfallen 68.000 t€ auf Leasingverträge über die gesamte Restlaufzeit, 44.760 t€ auf Verpflichtungen aus befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten sowie 4.790 t€ auf Bestellobligos zum Erwerb von Sachanlagevermögen. Und aus den befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten resultieren jährliche Verpflichtungen in Höhe von 21.321 t€.

Leasingverträge werden im Rahmen der Finanzierungsstrategie des Konzerns eingesetzt, um eine Diversifizierung der Kreditgeber zu erreichen. Immobilien werden überwiegend gemietet, um flexibel auf Veränderungen in der Auftragsstruktur reagieren zu können.

Factoring wird insbesondere eingesetzt, um das Delkredererisiko zu reduzieren. Zum Stichtag waren Forderungen im Wert von 28.860 t€ verkauft.

Finanzielle Verpflichtungen aus Gemeinschaftsunternehmen bestehen insgesamt in Höhe von 299 t€, davon aus Leasingverträgen über die gesamte Restlaufzeit in Höhe von 7 t€, befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten in Höhe von 89 t€ sowie Bestellobligos zum Erwerb von Sachanlagevermögen in Höhe von 203 t€. Die jährliche Verpflichtung aus den befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen beträgt für die Gemeinschaftsunternehmen 82 t€.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Der ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich dabei um außerbörslich gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz dieser Instrumente unterliegt internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des s sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente ist es, Verwerfungen in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsströme zu reduzieren, die aus der Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursen resultieren.

Zum Bilanzstichtag waren Zinsswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von 52.500 t€ in Bewertungseinheiten zum einen auf der Grundlage von 'Micro-Hedges' (42.000 t€) und zum anderen auf der Grundlage von 'Macro-Hedges' (10.500 t€) einbezogen, die nach der Einfrierungsmethode abgebildet werden. Hierbei erfolgt bei einem 'Micro-Hedge' die Absicherung eines Einzelrisikos oder Einzelposition durch eine auf das Risikoprofil genau abgestimmte Sicherungstransaktion. Bei einem 'Macro-Hedge' wird die Risiko-kompensierende Wirkung von ganzen Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet. Bei der Einfrierungsmethode werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäftes eingefroren und in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt gelassen, soweit sich die Risiken ausgleichen.

Der Marktwert aller zum Bilanzstichtag vorhandenen Zinsswaps beträgt -510 t€. Die Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken erfolgte für Zeiträume bis zu 4,5 Jahren.

VI. Erläuterungen zur -Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

- nach Geschäftsbereichen: 2021
t€
2020
t€
Logistik und Transport 613.097 632.803
Produktion 403.057 390.627
Verwaltung / Immobilien 1.330 1.500
  1.017.484 1.024.930
- nach Regionen: 2021
T€
2020
T€
Deutschland 542.523 560.447
Übriges Europa 313.891 301.304
Nord-, Mittel- und Südamerika 126.906 134.250
Südafrika 9.130 6.209
Asien 25.034 22.720
  1.017.484 1.024.930

Währungsergebnis

Das Währungsergebnis wird wesentlich aus der tschechischen Gesellschaft KWD Bohemia s.r.o. beeinflusst und beträgt im Geschäftsjahr insgesamt 2.577 t€ (im Vorjahr: -2.918 t€). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 7.530 t€ (im Vorjahr: 7.569 t€) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 4.953 t€ (im Vorjahr: 10.487 t€) erfasst.

Periodenfremde Erträge

Von den Umsatzerlösen sind 111 t€ (im Vorjahr: 648 t€) periodenfremd. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen insgesamt 10.192 t€ (im Vorjahr: 6.915 t€) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, 910 t€ (im Vorjahr: 432 t€) auf Erträge aus Verkäufen von Anlagevermögen sowie übrige periodenfremde Erträge i. H. v. 6.468 t€ (im Vorjahr: 3.814 t€). Letztere beinhalten im Wesentlichen Erstattungen für Vorjahre, Erträge aus Nachberechnungen und sonstige zeitraumfremde Erträge.

Erträge für Steuern vom Einkommen und Ertrag sind in Höhe von 1.148 t€ periodenfremd (im Vorjahr: -118 t€).

Periodenfremde Aufwendungen

Materialaufwendungen sind in Höhe von 301 t€ (im Vorjahr: 559 t€) periodenfremd.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 354 t€ (im Vorjahr: 888 t€) sowie übrige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.348 t€ (im Vorjahr: 3.727 t€) ausgewiesen.

Außergewöhnliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erlöse aus dem Verkauf der Anteile an der Logtrans Spedition und Logistik GmbH in Höhe von 545 t€.

Außergewöhnliche Aufwendungen

Abschreibungen sind in Höhe 1.040 t€ außerplanmäßig getätigt worden. Es handelt sich hierbei um eine Anlage aus dem Geschäftsbereich Produktion, deren Nutzung aufgrund einer vorzeitigen Auftragsbeendigung eingestellt wurde.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 1.804 t€ Restrukturierungsaufwand, welcher überwiegend aufgrund von Abwicklungs- und Abbruchkosten in Verbindung mit auslaufenden Bestandsgeschäften steht.

Ferner ist eine Wertberichtigung in Höhe von 2.037 t€ auf eine Darlehensforderung gegenüber einem nicht konsolidierten Tochterunternehmen der Produktionssparte in den Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen auf Zinserträge aus verbundenen Unternehmen 144 t€ (im Vorjahr: 134 t€).

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgten aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von 39 t€ (im Vorjahr: 55 t€).

Sonstige Maßnahmen

In den Folgejahren ergeben sich durch das ausgeübte Wahlrecht der periodischen Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Erträge in Höhe von 1.285 t€. Dabei handelt es sich um den noch nicht aufgelösten Bestand des Sonderpostens zum 31. Dezember 2021.

Jahresergebnisse "Nicht beherrschende Anteile"

Der Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile setzt sich wie folgt zusammen:

2021
t€
2020
t€
Jahresüberschüsse (-) -207 -240
Jahresfehlbeträge 0 2
Jahresergebnisse -207 -238

VII. Sonstige Angaben

Komplementärin

Die SAG-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich, ist Komplementärin des Mutterunternehmens der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg.

Anteilsbesitz

Die Angabe zu den Beteiligungsunternehmen erfolgt in der Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021 in diesem Konzernanhang.

Zahl der beschäftigten Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2021 beträgt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 10.627
Angestellte 4.395
Aushilfen 28
  5.050

Durchschnittlich waren im Konzern 156 Auszubildende beschäftigt.

In der Gesamtsumme sind 261 gewerbliche Arbeitnehmer, 81 Angestellte und 11 Aushilfe von quotal einbezogenen Unternehmen enthalten.

Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Abschlussprüfer gemäß § 314 Nr. 9 HGB auf Konzernebene setzt sich wie folgt zusammen:

2021
t€
2020
T€
Abschlussprüfungsleistungen 382 392
Sonstige Leistungen 0 14
  382 406

Beirat

Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Prof. Rolf Schnellecke

Herr Dr. h.c. Detlef Schmidt

Herr RA Hans-Peter Kunze

Herr Prof. Siegfried Bülow

Herr Thomas Zernechel.

Die Beiratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit insgesamt eine Vergütung in Höhe von 149 t€.

Vorstand

Herr Nikolaus Külps

Herr Dr. Tim Kannewurf

Herr Dr. Klaus van Marwyk (ab 01.03.2022)

Die Gesamtbezüge 2021 der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf 1.046 t€.

Nachtragsbericht

Während die Aus- und Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie noch immer spürbar sind, insbesondere die Knappheit an Halbleiter-Elementen in der Automobilbranche, stellt der im Februar 2022 durch den Überfall Russlands begonnene Krieg in der Ukraine eine weitere schwerwiegende Herausforderung hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnis Erwartungen der Schnellecke Gruppe dar.

Die OECD war eigentlich für das Jahr 2022 von einer leichten Erholung der Weltwirtschaft ausgegangen, welche sich durch stetigen Anstieg bis 2023 überwiegend auf das Vorkrisenniveau zubewegen sollte. Jedoch wurde durch den Kriegsausbruch in der Ukraine und den damit zusammenhängenden Volumenbeeinträchtigungen bei den OEM´s die Umsatzprognose massiv beeinflusst. Zu den Volumeneinbrüchen kommt auch noch eine angespannte Situation in der Kostenentwicklung im Bereich der Rohstoffe, hier insbesondere Öl und Gas, hinzu.

Der Schnellecke-Konzern reagiert in ähnlicher Weise wie im Vorjahr mit einem strengen Kostenmanagement, welches ein Maßnahmenpaket aus Kurzarbeit bzw. ähnliche personalwirtschaftlichen Maßnahmen, einem Einstellungs-, Investitions- und Ausgabenstopp sowie weiteren ergebnis- und liquiditätsschonenden Maßnahmen vorsieht, auf die aktuellen Einflüsse des Ukraine-Kriegs.

Der Vorstand und das Management der Schnellecke-Gruppe arbeiten kontinuierlich an der strategischen und strukturellen Entwicklung des Unternehmens sowie der Verbesserung der Instrumente zum Management der Risiken und Chancen des Geschäfts. Daher ist der Vorstand der Ansicht, die Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, auch zukünftig Chancen unternehmerisch nutzen und mit Risiken umgehen zu können. Er sieht derzeit keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken und geht gleichzeitig davon aus, dass zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität vorhanden sein wird.

Konzernbeziehungen

Die Schnellecke Group AG & Co. KG stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis auf, der im Bundesanzeiger offengelegt wird

 

Wolfsburg, den 28. April 2022

Nikolaus Külps

Dr. Tim Kannewurf

Dr. Klaus van Marwyk

Konzern - Anlagenspiegel zum 31.12.2021

Angaben
in t€
Anschaffungs- oder Herstellkosten kumuliert
Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Werte 884 - - 952
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.085 168 -144 2.544
3. Geleistete Anzahlungen 130 - - 193
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 39.099 168 -144 3.689
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 86.185 1.187 -2.600 3.548
2. Technische Anlagen und Maschinen 146.085 1.961 -22 4.892
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.963 890 -1.739 7.519
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.598 641 - 12.702
Summe Sachanlagen 323.832 4.678 -4.361 28.661
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 464 - - -
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 3.037 - - 200
3. At Equity bewertete Beteiligungen 26 - - -
4. Übrige Beteiligungen 629 - 16 -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - 105
6. Genossenschaftsanteile 6 - - -
7. Sonstige Ausleihungen 129 - - -
Summe Finanzanlagen 4.291 - 16 305
Summe Anlagevermögen 367.221 4.846 -4.489 32.654
Angaben in t€        
Anschaffungs- oder Herstellkosten kumuliert
Umbuchung Abgänge Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Werte - - 1.836
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 167 1.246 39.573
3. Geleistete Anzahlungen -60 68 194
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 107 1.314 41.604
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -16 233 88.070
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.489 2.232 154.175
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -200 7.431 73.001
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -3.380 13.464 14.097
Summe Sachanlagen -107 23.360 329.343
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - 5 459
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen - - 3.237
3. At Equity bewertete Beteiligungen - - 26
4. Übrige Beteiligungen - - 645
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - 105
6. Genossenschaftsanteile - - 6
7. Sonstige Ausleihungen - - 129
Summe Finanzanlagen - 5 4.606
Summe Anlagevermögen - 24.679 375.553
Angaben
in t€
Abschreibungen kumuliert
Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Veränderungen Konsolidierungskreis Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Werte - - - 361
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.005 119 -74 4.096
3. Geleistete Anzahlungen - - - -
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 26.005 119 -74 4.457
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 54.409 485 -2.305 2.704
2. Technische Anlagen und Maschinen 121.173 1.265 -22 8.355
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.237 698 -1.244 6.423
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 315 16 - -
Summe Sachanlagen 229.133 2.464 -3.571 17.483
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 343 - - -
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.200 - - 2.037
3. At Equity bewertete Beteiligungen -620 - - 43
4. Übrige Beteiligungen - - - -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - -
6. Genossenschaftsanteile - - - -
7. Sonstige Ausleihungen 129 - - -
Summe Finanzanlagen 1.052 - - 2.080
Summe Anlagevermögen 256.190 2.583 -3.645 24.020
Angaben
in t€
Abschreibungen kumuliert Buchwert
Umbuchung Abgänge Stand am 31.12.2021 31.12.2021 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Werte - - 361 1.475 884
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 1.002 29.144 10.429 12.079
3. Geleistete Anzahlungen - - - 194 130
Summe immaterielle Vermögensgegenstände - 1.002 29.505 12.099 13.093
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten - 233 55.060 33.010 31.776
2. Technische Anlagen und Maschinen 339 2.604 128.507 25.668 24.913
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -339 7.151 51.623 21.378 20.726
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - 331 13.766 17.283
Summe Sachanlagen - 9.988 235.521 93.822 94.698
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - 343 115 120
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen - - 3.237 - 1.837
3. At Equity bewertete Beteiligungen - - -577 603 646
4. Übrige Beteiligungen - - - 645 629
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - 105 -
6. Genossenschaftsanteile - - - 6 6
7. Sonstige Ausleihungen - - 129 - -
Summe Finanzanlagen - - 3.132 1.474 3.239
Summe Anlagevermögen - 10.991 268.158 107.395 111.030

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2021

I. Anteilsbesitz gem. §§ 285 und 313 HGB

Lfd. Nr. Name und Sitz Anteil am Kapital 1)
In %
gehalten über Nr.
1 Schnellecke Group AG & Co. KG (Mutterunternehmen)     2)
  Logistik      
2 Schnellecke Logistics SE, Wolfsburg 100 1 3) 6)
3 Schnellecke Logistics AG & Co. KG, Wolfsburg 100 2 2) 6)
4 SAG-Logistics-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich 100 2 7)
5 Schnellecke Logistics Deutschland GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
6 Schnellecke Logistics Wolfsburg GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
7 Schnellecke Logistics I GmbH, Wolfsburg 100 6 7)
8 Schnellecke International Holding II GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
9 LOGIS GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
10 Schnellecke Logistics Sachsen GmbH, Leipzig 100 3 3) 6)
11 Schnellecke Sachsen GmbH, Leipzig 100 3 3) 6)
12 Schnellecke Modul GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
13 Schnellecke Logistics Verpackung GmbH, Wolfsburg 100 3 3) 6)
14 Schnellecke Logistics Dingolfing GmbH, Dingolfing 100 3 3) 6)
15 movizon GmbH, Lehrte 50 3 4) *)
16 Schnellecke Logistics España, S.A., Orcoyen (Navarra), Spanien 100 3/44 *)
17 Plantfield - Logística e Transporte, Unipessoal, Lda.,      
  Palmela, Portugal 100 3 *)
18 Schnellecke Logistics Portugal, Lda., Palmela, Portugal 100 3 *)
19 SCHNELLECKE SLOVAKIA, s.r.o., Lozorno, Slowakei 100 3 *)
20 SCHNELLECKE POLSKA Sp. z.o.o., Poznan, Polen 100 3 *)
21 Schnellecke Bohemia Services s.r.o., Dobrovice, Tschechien 100 3 *)
22 OOO "Schnellecke Rus", Nizhny Novgorod, Russische Föderation 100 8/3 6)
23 SCHNELLECKE ITALIA S.r.l., Bologna, Italien 100 3 6)
24 Schnellecke Logistics Hungary Kft. v.a., Györ, Ungarn 100 3 *)
25 Schnellecke South Africa (Pty)Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 3 6)
26 Schnellecke Logistics Services (Pty) Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 3 6)
27 Schnellecke Logistics Parts and Accessories (Pty) Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 28 6)
28 Schnellecke Logistics Tailored Solutions (Pty) Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 25 6)
29 Rolf Schnellecke, S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 99,01 3 6)
30 Seglo S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 29/3 6)
31 Procesos Operativos de Materiales, S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 29/3 6)
32 Seglo Operaciones Logisticas, S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 29/3 6)
33 Seglo Mexicana, S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 29/3 6)
34 Logis Americas S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 100 29/3 6)
35 Schnellecke of America, LLC, Kent County, USA 100 8 6)
36 Schnellecke Logistics USA, LLC, County of New Castle, USA 100 35 6)
37 Schnellecke Logistics Alabama, LLC, Birmingham, USA 100 35 6)
38 Schnellecke Packing Logistics AL, LLC, Delaware, USA 100 35 6)
39 Schnellecke Logistics South Carolina, LLC, Ladson, USA 100 35 6)
40 Schnellecke-Jeena Logistics India Private Ltd., Mumbai, Indien 51 3 *)
41 Dalian Schnellecke Logistics Limited Liability Company, Dalian, China 65 3 *)
42 CDC Schnellecke Logistics Co. Ltd., Wuhu, China 50 8 4) 6)
  Transport      
43 SAG-Transport-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich 100 44 7)
44 Schnellecke Transportlogistik GmbH, Braunschweig 100 2 3) 6)
45 Schnellecke Transport Slovakia, s.r.o., Lozorno, Slowakei 100 2/44 *)
46 Cotrans Logistic Verwaltungs-GmbH, Wolfsburg 100 44 7)
47 Cotrans Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakai 100 44 *)
48 NORDCARGO Internationale Spedition GmbH, Wolfsburg 100 44 *)
49 ASTRAL Automotive System Transport Logistics GmbH, Köln 25 44 5) *)
  Produktion      
50 KWD Automotive AG & Co. KG, Wolfsburg 100 1 2) 6)
51 SAG-KWD-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich 100 1 7)
52 KWD Automobiltechnik GmbH, Wolfsburg 100 50 3) 6)
53 Karosseriewerke Dresden GmbH, Radeberg 100 50 3) 6)
54 KWD Bohemia, s.r.o., Dobrovice, Tschechien 100 50 *)
55 Karosseriewerke Dresden España, S.L., Orcoyen (Navarra), Spanien 100 1 *)
56 KWD Portugal, Unipessoal, Lda, Palmela, Portugal 100 50 *)
57 Dalian KWD Innovation Automotive Parts Limited Liability Company, y, Dalian, China 50 50 4) 6)
  Immobilie      
58 Schnellecke Real Estate GmbH & Co. KG, Wolfsburg 100 1 2) 6)
59 Schnellecke Verwaltungs GmbH, Wolfsburg 100 1 7)
60 M. Schnellecke GmbH & Co. KG, Wolfsburg 100 58 2) 6)
61 Schnellecke Bohemia s.r.o., Dobrovice, Tschechien 100 58 *)

1) Bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft

2) Befreiung gemäß § 264 b HGB

3) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

4) Gemeinschaftsunternehmen, die gemäß § 310 Abs. 2 HGB quotal in den Konzernabschluss einbezogen sind; Anteil am Kapital = Anteil am Stimmrecht

5) Assoziierte Unternehmen, die gemäß § 311 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen sind; Anteil am Kapital = Anteil am Stimmrecht

6) keine Angabe von Eigenkapital und Ergebnis gemäß § 313 Abs. 3 Satz 5 HGB

7) keine Angabe von Eigenkapital und Ergebnis gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB

Insgesamt sind diese Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss.

*) Angaben zu I. Anteilsbesitz gem. §§ 285 und 313 HGB

Name Eigenkapital 2021
T€
Jahresergebnis 2021
T€
movizon GmbH -89 -436
SCHNELLECKE POLSKA Sp. z.o.o. 1.256 67
SCHNELLECKE SLOVAKIA, s.r.o. 1.463 -911
Schnellecke Transport Slovakia, s.r.o. 426 -273
Schnellecke Logistics Hungary Kft. v.a. 882 296
Schnellecke Bohemia s.r.o. 2.364 116
Schnellecke Bohemia Services s.r.o. 2.322 42
KWD Bohemia, s.r.o. -7.252 -7.708
Schnellecke-Jeena Logistics India Private Ltd. 894 1
Plantfield - Logística e Transporte, Unipessoal, Lda. 314 -136
Schnellecke Logistics Portugal, Lda., -3.091 -1.163
Schnellecke Logistics España, S.A 10.928 768
Karosseriewerke Dresden España, S.A 8.735 -353
KWD Portugal, Unipessoal, Lda. 6.847 899
Cotrans Slovakia s.r.o. 169 -25
NORDCARGO Internationale Spedition GmbH -1.855 -199
ASTRAL Automotive System Transport Logistics GmbH 1.863 277
Dalian Schnellecke Logistics Limited Liability Company 3.270 349

II. Angaben zu sonstigen Beteiligungen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4

Name und Sitz Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital Jahresergebnis
SELPA LTDA., Vinhedo, Brasilien 25 - 4.574 TBRL -8.240 TBRL

(Angaben beziehen sich auf den 31.12.2009)

III. Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind

Name und Sitz Anteil am Kapital
in %
Grund für Nichteinbeziehung
Schnellecke Logistics II GmbH, Wolfsburg 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
MMT Verwaltungs GmbH, Wolfsburg 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
Schnellecke Logistics Verwaltungs GmbH, Berlin 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
Schnellecke II - Logística e Transporte Unipessoal, Lda, Palmela, Portugal 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
K2012003775 (South Africa) (Pty) Ltd., Uitenhage, Südafrika 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
KWD PHS GmbH, Wolfsburg 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
PREVENT Immobilien GmbH, Wolfsburg 50 Wesentlichkeit
Schnellecke Brasil Ltda., Taubate, Brasilien 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
Seglo Logistica Brasil Ltda., Vinhedo, Brasilien 100 Keine aktive Geschäftstätigkeit
SG Logistica Ltda., Sao Carlos, Brasilien 50 Keine aktive Geschäftstätigkeit
JUST IN TIME PACK, S.L., Barcelona, Spanien 50 in Liquidation

Insgesamt sind diese Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss.

Kapitalflussrechnung

Indirekte Methode
t€
2021 2020
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag einschliesslich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 8.846 -10.632
Abschreibungen/ Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 24.020 21.918
Zu-/ Abnahme der Rückstellungen -11.724 9.278
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge -217 -238
Zu-/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.506 -6.846
Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -11.972 9.889
Gewinn/ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -556 456
Zinsaufwendungen/ Zinserträge 3.101 2.557
Sonstige Beteiligungserträge -161 -93
Ertragsteueraufwand/ -ertrag 3.146 5.855
Ertragsteuerzahlungen -4.188 -4.952
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.790 27.192
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen 312 1.734
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.689 -4.631
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 13.928 11.335
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -28.661 -24.909
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 5 142
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -305 -130
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 74 -
Erhaltene Zinsen 802 631
Erhaltene Dividenden 161 93
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -17.373 -15.736
Gewinnentnahmen/ Ergebnisverwendung Gesellschafter -38 -1.106
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 3.892 2.991
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -2.787 -3.444
Gezahlte Zinsen -3.903 -3.188
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -50 -
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.887 -4.746
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -13.470 6.710
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 69 875
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 44.272 36.687
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 30.871 44.272
Finanzmittelfonds:    
Liquide Mittel -41.219 -44.676
Kontokorrentkonten 10.348 404
  -30.871 -44.272

Der Finanzmittelfonds beinhaltet 1.837 T€ liquide Mittel von quotal einbezogenen Gesellschaften.

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Angaben
in T€
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Kapitalanteil des persönlich haftenden Gesellschafters Kapitalanteile der Kommanditisten gesamthänderisch gebundene Rücklage Summe
Stand am 31.12.2019 - 1.000 45.263 46.263
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - - -7.866 -7.866
Währungsumrechnung - - - -
Sonstige Veränderungen - - -903 -903
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag - - - -
Stand am 31.12.2020 - 1.000 36.494 37.494
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - - -476 -476
Währungsumrechnung - - - -
Sonstige Veränderungen - - - -
Änderungen des Konsolidierungskreises - - -600 -600
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag - - - -
Stand am 31.12.2021 - 1.000 35.418 36.418
Angaben
in T€
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 31.12.2019 -6.523 47.567 87.307
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - 7.866 -
Währungsumrechnung -2.612 -308 -2.920
Sonstige Veränderungen -   -903
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag - -10.871 -10.871
Stand am 31.12.2020 -9.135 44.254 72.613
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - 476 -
Währungsumrechnung 2.162 - 2.162
Sonstige Veränderungen - - -
Änderungen des Konsolidierungskreises - - -600
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag - 8.639 8.639
Stand am 31.12.2021 -6.973 53.369 82.814
Angaben
in T€
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Konzerneigenkapital Summe
Stand am 31.12.2019 1.696 -578 -174 945 88.252
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - - - - -
Währungsumrechnung - -100 - -100 -3.020
Sonstige Veränderungen 852 - - 852 -51
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag - - 238 238 -10.632
Stand am 31.12.2020 2.548 -678 65 1.935 74.548
Entnahmen/ Einstellung in Rücklagen - - - - -
Währungsumrechnung - 198 - 198 2.360
Sonstige Veränderungen -50 - - -50 -50
Änderungen des Konsolidierungskreises - - - - -600
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag - - 207 207 8.846
Stand am 31.12.2021 2.498 -480 272 2.290 85.104

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 28. April 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

Frank Hundgeburth, Wirtschaftsprüfer

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