Schnellecke Logistics Sachsen GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandro Krzywania seit 16.5.2023 | Prokura |
Christian Fricke seit 21.3.2023 | Prokura |
Sandro Thiele seit 17.2.2022 | Prokura |
Ramona van den Bosch seit 11.1.2022 | Prokura |
Jürgen Karwehl seit 11.1.2022 | Geschäftsführer |
Thomas Andreovics seit 11.1.2022 | Prokura |
Ingo Walter seit 11.1.2022 | Prokura |
Ingo Federico Bach seit 11.1.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Malicke seit 11.1.2022 | Geschäftsführer |
Kareen Lietz seit 11.1.2022 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schnellecke Group AG & Co. KGWolfsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Grundlagen des KonzernsDie Schnellecke Group AG & Co. KG mit Sitz in Wolfsburg ist ein Logistikdienstleister und Zulieferer für die Automobilindustrie. Unter der Dachmarke Schnellecke Logistics entwickelt und realisiert das Familienunternehmen auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Logistiklösungen und optimierte Wertschöpfungsketten. Dazu gehören Modulmontagen, Sequenzen sowie die Versorgungs-, Verpackungs-, Lager- und Transportlogistik. Dieses Dienstleistungsportfolio deckt einen Großteil der Inbound Supply Chain in der Automobilindustrie ab, die die wesentliche Kundengruppe darstellt. Außerdem werden unter der Dachmarke KWD Automotive konstruktive Karosserielösungen inklusive der Herstellung von Pressteilen und Schweißzusammenbauten produziert. Dieser Geschäftsbereich besitzt Leichtbau-Kompetenz und produziert Karosserieteile und Baugruppen. Die nationalen und internationalen Standorte des größten Geschäftsbereiches Logistik & Transport sind in einer aus sechs Regionen und einem Transportbereich bestehenden Struktur organisiert. Die Standorte befinden sich nahe den Werken der Kunden, in denen PKW und leichte Nutzfahrzeuge produziert und entsprechende Dienstleistungen und Produkte nachgefragt werden. Hierbei bedient der Konzern mit seinen Produkten und Dienstleistungen sowohl die Automotive OEM 1 (BMW, Mercedes Benz, Fiat-Chrysler, Ford, GM, Nissan und die Volkswagen-Konzernmarken Audi, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge) als auch die First- und Second-Tier-Zulieferer 2 . Darüber hinaus arbeitet der Bereich Logistik & Transport zunehmend für Unternehmen der Konsumgüterindustrie und anderer Industriezweige. In der Strategie "SMART 25" sind die zukünftige Entwicklung, die Ziele und die zur Zielerreichung notwendigen Initiativen bis zum Jahr 2025 definiert. Diese dient als Leitfaden für die kurzfristigen Ziele der Geschäftsbereiche. Hier werden die Ziele in den Handlungsfeldern Marktstellung, Innovationsleistung, Produktivität & Effizienz, Attraktivität für gute Leute und Ertragskraft definiert, sowie die entsprechenden Initiativen und Maßnahmen festgeschrieben. Wesentliches Ziel der Strategie "SMART 25" ist ein moderates und profitables Umsatzwachstum auf ca. 1,4 Mrd. EUR bei einer EBIT Marge von ca. 3%. Dieses Wachstum soll im Wesentlichen organisch erreicht werden. Dabei wird die Diversifizierung in Bezug auf Regionen, Kunden und Produkte weiter vorangetrieben. Zudem soll der Anteil des Geschäfts in benachbarten Industrien weiter ausgebaut werden. Wesentliche Säulen der Strategie sind Innovation - hier werden Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle weiter vorangetrieben -, Effizienz - die genutzt wird, um das Ergebnis überproportional zu verbessern - sowie Attraktivität für gute Leute - wozu bereits seit einigen Jahren globale Maßnahmen implementiert werden.
1 OEM: "Original Equipment Manufacturer" steht
für Erstausrüster
B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDer Schnellecke-Konzern ist als wertschöpfender Logistikdienstleister und als Produzent von Karosseriebauteilen vor allem von der Automobilindustrie und deren Produktionsvolumina abhängig. Nachfolgend wird die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der für den Konzern wichtigen Teilmärkte dargestellt. Die internationale Konjunktur war 2021 weiterhin stark durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Die Erholung nach der massiven Einschränkung des öffentlichen Lebens und der wirtschaftlichen Tätigkeit im Jahr 2020 wurde 2021 von weiteren Pandemie-Wellen sowie fehlenden Materialien und unterbrochenen Lieferketten behindert. Die Erholung ging zunächst schneller voran als ursprünglich erwartet, verlangsamte sich aber im Laufe des Jahres 2021. Auch war die Entwicklung in den einzelnen Volkswirtschaften und Sektoren sehr unterschiedlich. Gemäß den Statistiken der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einem Rückgang im Vorjahr von 3,4% im Jahr 2021 um 5,6%. Damit hat die wirtschaftliche Tätigkeit insgesamt das Vorkrisenniveau überschritten, jedoch in unterschiedlicher regionaler Ausprägung. Während China und Indien 2021 ein Wachstum des BIP von 8,1% bzw. 9,4% verzeichnen konnten, wuchs die Wirtschaftsleistung der meisten anderen Länder moderater. Von den weiteren für die Schnellecke Group relevanten Ländern zeigte Italien mit 6,3% das stärkste Wachstum, gefolgt von Mexiko (5,9%), USA (5,6%), Polen (5,3%), Südafrika (5,2%), Portugal (4,8%) und Spanien (4,5%). Tschechien mit 2,5%, die Slowakei mit 3,2% und insbesondere der für Schnellecke wichtigste Markt Deutschland mit 2,9% wuchsen deutlich weniger stark und bleiben damit unter dem Vorkrisenniveau. Die Automobilindustrie war in besonderer Weise von den Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie betroffen. Besonders negativ hat sich die Verknappung von Halbleiterelementen und anderen Teilen aufgrund von Lieferengpässen und Unterbrechungen in den Transportketten ausgewirkt. Dadurch sanken im Laufe des Jahres 2021 die Produktionsvolumina zunehmend, vor allem im Segment der Kompaktfahrzeuge und der leichten Nutzfahrzeuge. Trotz des leichten Gesamtwachstums im Jahr 2021 gegenüber 2020 blieb die Gesamtproduktion so deutlich unter den Vor-Corona-Zahlen von 2019. Der Halbleitermangel hatte besondere Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen in Europa und hier vor allem auf die deutsche Entwicklung. Die Produktion im Euroraum lag um 26% niedriger als 2019, in Deutschland sogar um 30%. Die USA waren mit einem Rückgang von 10% etwas weniger stark betroffen. Darüber hinaus hat die schnellere Erholung in anderen Wirtschaftssektoren dazu geführt, dass Arbeitskräfte abgewandert sind. Dadurch sind Engpässe bei der Personalbeschaffung entstanden, die sich ebenfalls belastend ausgewirkt haben. Schließlich sind auch die Preise für Energie und Kraftstoffe im Laufe des Jahres global gestiegen und haben die Wirtschaftlichkeit der Schnellecke Group negativ beeinflusst. Die Preise für Energie sind 2021 im Schnitt über alle OECD-Länder um 15,4% gestiegen. 2. GeschäftsverlaufDie Schnellecke-Gruppe steuert ihre operative Geschäftstätigkeit vorrangig anhand der Leistungsindikatoren Umsatz, Wertschöpfung und Betriebsergebnis 3 :
Die Wertschöpfung ist wie folgt definiert:
Während die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Jahr 2021 noch immer spürbar waren und bewältigt werden mussten, wurde die Geschäftsentwicklung zudem massiv durch die oben genannten Störungen der Lieferketten und fehlenden Teile für die Automobilproduktion, insbesondere durch den Mangel an Halbleiterelementen, beeinflusst. Nach einem mäßigen Start ging die Schnellecke Group auf Basis der Ankündigungen der Kunden zunächst davon aus, dass sich die Volumensituation im Jahresverlauf weiter erholen würde. Stattdessen jedoch verschärfte sich die Situation. Neben sehr schwachen Gesamtvolumina, vor allem in den Monaten August, September und Oktober, wurden Produktionsausfälle seitens der Kunden sehr kurzfristig angekündigt und umgesetzt. Dies führte zusammen mit einer sehr volatilen Fahrweise in den Kundenwerken zu hohen Ineffizienzen in der Ausführung der logistischen Prozesse und Ressourcenplanung. Aufgrund dieser Umstände konnte trotz der bereits angelaufenen Neugeschäfte ein Umsatz nur etwa auf dem Niveau des Krisenjahres 2020 erzielt werden. Bestandteile der Wertschöpfung wie Bestandsveränderungen, Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren wie auch die sonstigen betrieblichen Erträge wurden von den Auswirkungen des veränderten Produktionsverhaltens der Kunden beeinflusst. Da sich zum einen die Einkaufspreise für Rohstoffe auf der anderen Seite aber auch Bewertungsansätze von Geschäftsvorfällen gravierend verändert haben. Somit lag auch die Wertschöpfung nur auf Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der schwachen und volatilen Volumensituation wurden im gesamten Konzern Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung implementiert. Durch die konsequente Umsetzung der Maßnahmen auf allen Ebenen konnte die Schnellecke Gruppe im Geschäftsjahr 2021 trotz des deutlich unter Planung liegenden Umsatzniveaus ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Geschäftsverlauf der Geschäftsbereiche Nachfolgend wird die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Jahr 2021 auf Basis der konsolidierten Werte dieser Geschäftsbereiche unter Berücksichtigung von intersegmentären Beziehungen zwischen diesen Geschäftsbereichen beschrieben.
Bedingt durch das Geschäftsmodell eines Logistikdienstleisters mit Schwerpunkt auf der Produktionsversorgung in der Automobilindustrie wirkten sich die niedrigen Produktionsvolumina der Kunden unmittelbar auf die Leistungserbringung des Bereichs Logistik & Transport aus. Dabei waren die Kunden von Schnellecke etwas stärker von dem Mangel an Halbleiterelementen betroffen als die Gesamtindustrie. Der Umsatz lag um 3% und die Wertschöpfung um 4% unter den jeweiligen Werten des Vorjahres. Dies entspricht in etwa dem Volumenrückgang der Produktion auf der Kundenseite. Bei einer durchschnittlichen Personalkostenquote von ca. 60% hat der Bereich vor allem mit personalbezogenen Maßnahmen auf die Krise reagiert, d.h. mit Kurzarbeit bzw. vergleichbaren Instrumenten in den Ländern außerhalb Deutschlands. Des Weiteren wurde ein genereller Ausgaben-, Investitions- und Einstellungsstopp eingeführt, um damit alle nicht zwingend notwendigen Kosten zu vermeiden. Diese Regelung sowie die enge operative Kostensteuerung wurden bis zum Ende des Jahres beibehalten. Darüber hinaus wurden Verhandlungen mit den Kunden zu Kompensationszahlungen aufgrund von Mindervolumina und kurzfristigen Produktionsschwankungen aufgenommen, die überwiegend bis Ende des Jahres abgeschlossen werden konnten und sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt haben. Der Bereich Logistik & Transport erreichte mit Hilfe der ergriffenen Maßnahmen trotz der schwierigen Situation ein positives Betriebsergebnis, welches über dem des Vorjahrs lag.
Der Bereich Produktion war als Automobilzulieferer von der Entwicklung auf der Markt- und Kundenseite gleichermaßen betroffen. Aufgrund von angelaufenen Neugeschäften konnte der Volumenrückgang aber überkompensiert werden, so dass der Umsatz um 3% und die Wertschöpfung sogar um 16% über dem jeweiligen Wert des Vorjahres lagen. Das Maßnahmenprogramm in der Produktion umfasste Kurzarbeit, Anpassungen in den Schichtmodellen, Optimierung der Anlagenauslastung sowie Verhandlung von Kompensationszahlungen aufgrund der Mindervolumina. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen erzielte der Bereich Produktion ein positives Betriebsergebnis. Dabei wirkten sich aufgrund der Wertsteigerung der Tschechischen Krone auch Währungskursgewinne ergebnisverbessernd aus.
3 Betriebsergebnis ist definiert als: Operatives
Ergebnis bereinigt um Aufwendungen aus Restrukturierung,
Ergebnis aus Anlagenabgängen sowie dem Ergebnis aus
Entkonsolidierungen; ab 2021 zusätzlich bereinigt um
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
für Restrukturierung sowie ergänzt um
Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage3.1 Ertragslage
Wie bereits erläutert, lag der Konzernumsatz nur leicht unter Vorjahresniveau. Bei einem Teil der Kundenaufträge in der Produktgruppe Modulmontagen im Geschäftsbereich Logistik & Transport sowie im gesamten Geschäftsbereich Produktion wird das verbaute Material selbst beschafft und an den Endkunden weiterberechnet. Diese Materialeffekte neutralisieren sich in der Wertschöpfungskennzahl. Somit ist die Wertschöpfung gegenüber der reinen Umsatzbetrachtung die aussagekräftigere Kenngröße für die Leistung des Konzerns. Auch diese lag 2021 annähernd auf dem Niveau des Jahres 2020. Die Personalaufwendungen inklusive Leiharbeiterkosten konnten um 12,0 Mio. EUR auf 432,7 Mio. EUR (ca. -3%) reduziert werden. Die Entwicklung der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Die Reduzierung der durchschnittlichen Zahl der Mitarbeiter ist im Wesentlichen Volumenreduzierungen sowie Veränderungen im Standortportfolio geschuldet. Der sonstige betriebliche Aufwand wurde um 4,3 Mio. EUR bzw. -3% auf 140,0 Mio. EUR reduziert. Darin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 5,0 Mio. EUR und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (gegenüber Vorjahr 3,9Mio EUR). Den Aufwendungen aus Wechselkursänderungen standen entsprechende Erträge in Höhe von 7,5 Mio. EUR, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst sind, gegenüber, so dass der saldierte Effekt bei 2,5 Mio. EUR (gegenüber Vorjahr -2,9 Mio EUR) lag. Das Betriebsergebnis betrug 18,3 Mio. EUR und lag 17,2 Mio. EUR über dem Vorjahr und wurde maßgeblich durch umsatzwirksame erfolgreiche Preis- und Kompensationszahlungs-Verhandlungen zum Jahresende beeinflusst. Das Finanzergebnis betrug -3,0 Mio. EUR nach -2,5 Mio. EUR im Vorjahr. Im Jahresverlauf lag die Kreditlinienausnutzung aufgrund eines höheren Bedarfs an Working Capital leicht über dem Vorjahr. Grund war vor allem eine Softwareumstellung bei einem großen Kunden, die zu Verzögerungen bei der Zahlung der Forderungen gegenüber diesem Kunden geführt hat. Der Steueraufwand lag mit 3,4 Mio. EUR um 1,5 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Auf das Wahlrecht der Aktivierung eines Aktivüberhangs aus latenten Steuern wurde verzichtet. Das Nachsteuerergebnis des Konzerns betrug 8,8 Mio. EUR nach -10,6 Mio. EUR im Vorjahr. 3.2 FinanzlageKapitalstruktur Die 2017 abgeschlossene Konsortialfinanzierung für den Schnellecke-Konzern, die 2022 vertragsgemäß ausgelaufen wäre, konnte zum Jahreswechsel erfolgreich abgelöst werden. Ziel der Refinanzierung war es u.a., die strategische Unabhängigkeit der beiden Geschäftsbereiche durch eine Trennung der Finanzierungskreise zu unterstützen und die Finanzierung stärker an den Anforderungen der jeweiligen Bereiche auszurichten. Darüber hinaus soll die in Teilen noch bestehende Komplexität der globalen Bankenbeziehungen reduziert werden. Zukünftig werden die an der Finanzierung beteiligten Kernbanken alle regionalen und produktbezogenen Anforderungen der Schnellecke Group abdecken und bestehende bilaterale Beziehungen ersetzen. Die neue Finanzierung mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Mio. EUR besteht aus je einem Konsortialkredit in Höhe von 70 Mio. EUR für die beiden Geschäftsbereiche sowie einer Factoringlinie in Höhe von 25 Mio. EUR für den Bereich Logistik & Transport und in Höhe von 35 Mio. EUR für den Bereich Produktion. Letztere ergänzen schrittweise die bestehende Factoringlinie und lösen diese nach dem Auslauf ihrer Vertragslaufzeit ab. Die noch teilweise laufenden Schuldscheine wurden ganz überwiegend bis Juli 2021 abgelöst. Ein noch bis 2028 laufender Schuldschein in Höhe von 5,1 Mio. EUR bleibt bestehen. Kreditlinien ausländischer Tochtergesellschaften bei lokalen Banken wurden dem Finanzierungkonzept folgend weiter reduziert und existieren nur noch sehr vereinzelt. Daneben bestehen Avallinien, Mietkauf- und Mietverträge sowie Leasingverträge, wobei das operative Leasing hierbei den größten Anteil hat. Das 2020 im Zuge der Covid-19-Pandemie genehmigte Darlehen in Höhe von 40 Mio. EUR, welches seitens der damaligen Konsortialbanken unter Zuhilfenahme von Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt worden war, konnte im Frühjahr 2021 ohne Inanspruchnahme zurückgegeben werden. Liquidität Die Gesellschaften des Schnellecke-Konzerns verfügten im Geschäftsjahr 2021 jederzeit über ausreichende Liquidität, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Zum Bilanzstichtag war die im Rahmen des Konsortialkreditvertrags zur Verfügung gestellte Kreditlinie mit einem Betrag von 2,2 Mio. EUR in Anspruch genommen, wobei diese Inanspruchnahme ausschließlich Avale betraf. Aufgrund der Schwankungen bei Zahlungsein- und -ausgängen wurde die Betriebsmittellinie unterjährig unterschiedlich stark beansprucht. Die ausländischen Tochtergesellschaften finanzierten sich grundsätzlich über ihren eigenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bzw. erhielten Intercompany-Darlehen. Wie oben bereits dargestellt, halten einige Gesellschaften darüber hinaus eigene Kontokorrentlinien bei lokalen Finanzierungspartnern vor. Zukünftig sollen Intercompany-Darlehen für Gesellschaften außerhalb des Euro-Raums ebenso wie die bilateralen Kreditlinien durch Abzweiglinien aus der neuen Konsortialfinanzierung ersetzt werden.
Die Kapitalflussrechnung für den Schnellecke-Konzern zeigt für das Geschäftsjahr 2021 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von +6,8 Mio. EUR (2020: +27,2 Mio. EUR). Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultierte vornehmlich aus reduzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -17,4 Mio. EUR. Zur Finanzierung von Investitionen wurden 32,7 Mio. EUR (2020: 29,7 Mio. EUR) verwendet. Es wurden Betriebsmittel und Anlagen in dem Geschäftsbereich Produktion im Rahmen von Sale-and-Lease-back Transaktionen veräußert. Insgesamt beliefen sich die hauptsächlich aus Sale-und Lease Back Transaktionen resultierenden Einzahlungen auf 13,9 Mio. EUR (Vorjahr: 11,3 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -2,9 Mio. EUR (Vorjahr: -4,7 Mio. EUR). Insgesamt resultiert daraus ein Zahlungsmittelabfluss für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von -13,5 Mio. EUR (2020: -6,7 Mio. EUR) und eine entsprechende Reduzierung des Finanzmittelfonds. Investitionen Im Jahr 2021 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 32,3 Mio. EUR (2020: 29,7 Mio. EUR) getätigt worden. Darin enthalten sind Investitionen in den Bau von Hallen und Außenanlagen, sowie den dazugehörigen technischen Anlagen, Maschinen und EDV-Hardware. Darüber hinaus investierte Schnellecke in die Entwicklung und den Rollout von IT-Systemen im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung von logistischen Prozessen sowie in die Harmonisierung und weltweite Standardisierung von operativen Anwendungen. Weiterführend wurden strategische Investitionen zur globalen Harmonisierung und Standardisierung des ERP-Systems getätigt. Die Unternehmen der Schnellecke-Gruppe finanzieren darüber hinaus Flurförderfahrzeuge, LKW und Auflieger, Lagertechnik, Schweißanlagen und Maschinen teilweise über operatives Leasing. 3.3 Vermögenslage
Das Anlagevermögen nahm aufgrund planmäßiger Abschreibungen sowie aufgrund der Veräußerungen von Anlagen und Maschinen im Rahmen von Sale-and-lease-back und durch die Veränderung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 3,6 Mio. EUR auf 107,4 Mio. EUR ab. Der Vorratsbestand stieg um 6,1 Mio. EUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um -5,4 Mio. EUR reduziert. Dies ist insbesondere mit einer Erhöhung des Factorings begründet. Das Guthaben bei Kreditinstituten sank gegenüber dem Vorjahr um -3,5 Mio. EUR. Die Eigenmittel nahmen hauptsächlich durch den Jahresüberschuss um 10,3 Mio. EUR auf 86,1 Mio. EUR zu. Die Rückstellungen, insbesondere die Rückstellungen für Urlaub- und Freizeitansprüche, sowie die Rückstellungen für Preiskorrekturen und ausstehende Rechnungen, und Sonderposten haben um 12,2 Mio. EUR abgenommen. Die Verbindlichkeiten haben sich mit 200,8 Mio. EUR nicht wesentlich verändert. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsAuch das Jahr 2021 war - bedingt durch die Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie und insbesondere durch den Mangel an Halbleiterbauteilen für die Automobilindustrie - wieder ein schwieriges. Dennoch ist es der Schnellecke Group gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen durch konsequentes Handeln zu begrenzen und das Jahr mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abzuschließen. Dadurch konnte die Substanz des Unternehmens wieder gestärkt werden, auch wenn die Belastung des Krisenjahres 2020 nicht vollständig kompensiert werden konnte. Die Eigenmittelquote inkl. Sonderposten stieg von 21,5% auf 24,5%. Darüber hinaus wurden in wesentlichem Umfang neue Geschäfte gewonnen, die Grundlage für zukünftiges Wachstum sind. Auch konnten wichtige strategische Projekte umgesetzt werden, wie z.B. der Rollout des Digital Control Tower an mehreren Standorten sowie die Einführung von SAP in den wesentlichen verbliebenen Ländern. Zudem hat sich gezeigt, dass die strukturellen Veränderungen, die im Vorjahr vorgenommen worden waren, wirksam sind und die Schnellecke Group widerstandsfähiger gemacht haben. Der Vorstand der Schnellecke Group AG & Co. KG ist daher der Überzeugung, dass das Unternehmen trotz der unvorhersehbaren Folgen des Ukraine-Konflikts gut aufgestellt ist, um auch zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Zur guten Aufstellung gehört auch die neue Finanzierung auf Ebene der Geschäftsbereiche, jeweils bestehend aus Konsortialkreditvertrag und Factoringprogramm, die zusammen mit der Nutzung von operativem Leasing jederzeit ausreichend Liquidität sicherstellt. C. Forschung & EntwicklungSchnellecke erhebt einen wachsenden Anspruch an seine Organisation zur "Adaptilität" und "Agilität". Dies bedeutet, dass der Konzern zur kontinuierlichen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit intensiv an der Verbesserung der Qualität der Leistungen und Produkte sowie der Prozesse der operativen Gesellschaften arbeitet. Dazu sollen bis 2025 30% aller Logistik-Prozesse automatisiert sein. Im Geschäftsbereich Logistik & Transport konzentrieren sich die Aktivitäten in der Forschung & Entwicklung (F&E) auf die Standardisierung, Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse, die Entwicklung von geeigneten Methoden, sowie die Neu- und Weiterentwicklung von IT-Lösungen und digitalen Arbeitsmitteln. Speziell vor dem Hintergrund der Digitalisierung in der Logistik werden ganzheitliche Daten- und Datennutzenkonzepte erarbeitet, die im Kontext von IoT 7 -Lösungen und integrierten Systemen angewendet werden. Die Adaptilität von smarten Lösungen wird durch das Scouting von Start-ups unterstützt. Die Bündelung der Aktivitäten des Konzerns in diesem Bereich erfolgen in der LOGIS GmbH (LOGIS). Über das Digital Innovation Management werden neue Ideen zur Digitalisierung im Rahmen von Ideation Workshops entwickelt, smarte Lösungen gescoutet und diese pilotiert. Die digitale Strategie umfasst eine ganzheitliche Vorgehensweise zur Schaffung einer datenbasierten, automatisierten und zukunftsorientierten Logistik bis 2025. Neben den technologischen Aspekten umfasst diese Strategie ebenso die kulturelle Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens, um den technologischen Anforderungen der veränderten Geschäftsmodelle im Sinne der Entwicklungen entsprechen zu können. LOGIS hat 2021 die Entwicklung und Ausrollung des Digital Control Towers (DCT) vorangetrieben, der im ersten Schritt die Transparenz in den operativen Prozessen in Echtzeit liefert. Hier werden Einflussfaktoren, die zu Störungen im Betrieb führen können, frühzeitig sichtbar und ermöglichen ein Gegensteuern durch die operative Leitung. Bis 2025 werden die prädiktiven Möglichkeiten durch Machine-Learning und Algorithmen deutlich gesteigert und darüber die Stabilität der Lieferkette noch zuverlässiger gestaltet. Entscheidungen im Prozess sollen dann teilweise durch den DCT automatisiert getroffen werden. Neben der Serienfertigung von Press- und Schweißzusammenbauten erfolgt in dem Geschäftsbereich Produktion eine auftragsbezogene Produktentwicklung. Von der Konzeptphase über die Designbegleitung bis zur Prozessplanung und Serienproduktion bietet Schnellecke zielführende Dienst- und Produktionsleistungen an. Im Vordergrund stehen dabei die Leichtbau-Kompetenz und die Realisierung innovativer Produktionsverfahren. D. Risiko- und ChancenberichtStrategiemanagement In einer Welt, die kontinuierlichem Wandel unterliegt, ist die Anpassungsfähigkeit von Organisationen fundamental. Dies beinhaltet vor allem auch die Fähigkeit, schnell auf Chancen und Bedrohungen zu reagieren, sobald sie auftauchen. Unternehmen müssen auf strukturelle Veränderungen des Marktes unverzüglich Antworten finden. Das Strategiemanagement stellt sicher, dass externe Trends und Veränderungen regelmäßig und systematisch analysiert werden. Die sich ergebenden Chancen und Bedrohungen, in Zusammenhang mit den eigenen Stärken und Schwächen, bilden die Grundlage für die Erarbeitung von Herausforderungen, mit denen die langfristigen strategischen Zielsetzungen, die sogenannten strategischen Stoßrichtungen, jährlich überprüft und geschärft werden. Aus den strategischen Stoßrichtungen erfolgt die Ableitung von strategischen Jahreszielen und Initiativen, die die zukünftige Entwicklung und Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens sicherstellen. Beim Schnellecke-Konzern ist man überzeugt, dass darüber hinaus die Kommunikation der Unternehmensstrategie zur effektiven Strategieumsetzung erforderlich ist. Dabei wird sichergestellt, dass die strategische Planung auf Ebene der Geschäftsbereiche, Regionen und Konzernbereiche eng verzahnt wird und synchron mit dem Budgetprozess erfolgt. Strategische Initiativen auf allen Ebenen tragen zur Umsetzung des Gesamtplans bei. Über hierarchisch verknüpfte Zielehäuser werden die strategischen Ziele in die Geschäftsbereiche, Regionen und Zentralbereiche delegiert. Die Entwicklungspläne und Einzelziele der Mitarbeiter sind eng mit strategischen Zielen der Zielehäuser verknüpft. Der Konzernbereich Strategy Management Office & Organization (SMO&O) koordiniert und steuert alle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Strategiemanagement. Der standardisierte Strategiemanagement-Prozess ist in der Organisation etabliert. Der Prozess wird durch ein IT-gestütztes Instrument in sämtliche Unternehmenseinheiten kaskadiert und verfolgt. Darüber hinaus besitzt die Schnellecke Group neben dem Einsatz der operativen Berichtssysteme der einzelnen Unternehmen ein zentrales Kontrollsystem, in welches alle Tochtergesellschaften eingebunden sind. Insbesondere durch das Qualitätssicherungssystem und das monatliche Finanzcontrolling, welches die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung überwacht, werden zeitnah Informationen erarbeitet, um Risiken zu identifizieren und frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Weiterhin steuern die Bereiche ihre Geschäftseinheiten auf Basis eines Berichtswesens. Dieses umfasst sowohl betriebswirtschaftliche als auch qualitäts- und produktivitätsrelevante Kennzahlen und dient als Frühwarnsystem. Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen Der Schnellecke-Konzern ist in beiden Geschäftsbereichen vor allem in der Automobilindustrie tätig und hier überwiegend für die großen Hersteller. Demzufolge unterliegt das Unternehmen den zyklischen Schwankungen und besonderen Herausforderungen dieser Industrie. Daraus folgt, dass alle internen Strukturen und Prozesse darauf ausgerichtet sein müssen, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Der Umgang mit der Covid-19-Pandemie und mit den Herausforderungen des Jahres 2021 hat gezeigt, dass dies erfolgreich gelingt. Der Volkswagen-Konzern ist nach wie vor der größte Kunde der Schnellecke-Gruppe, auch wenn die Abhängigkeit in den letzten Jahren schrittweise reduziert werden konnte. Diese Bestrebungen werden ebenso in Zukunft durch gezielte vertriebliche Aktivitäten mit dem Ziel des überproportionalen Wachstums mit anderen Kunden fortgesetzt. Darüber hinaus kommt der Stärkung internationaler Aktivitäten, insbesondere in bislang nicht oder nur unzureichend bedienten Märkten, eine hohe Bedeutung zu. Nachdem in den USA erfolgreich Neugeschäfte gewonnen werden konnten, gilt dies insbesondere für China. Des Weiteren soll auch die Diversifikation in vergleichbare Industrien weiter vorangetrieben werden. Der Trend zum Outsourcing bei den Herstellern der Automobilindustrie hält weiter an und nimmt aufgrund der Einführung zusätzlicher E- Fahrzeuge sogar zu. Hier konnte sich die Schnellecke-Gruppe bereits mit bedeutenden Aufträgen als Lieferant bzw. Dienstleister positionieren. Die Aus- und Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie halten weiter an und beeinträchtigen insbesondere die Automobilindustrie nach wie vor. Der im Februar 2022 begonnene Krieg Russlands gegen die Ukraine wirkt sich nun zusätzlich und massiv auf die Gesamtwirtschaft und auf die Automobilindustrie aus. Dies stellt die Schnellecke Group vor besondere Herausforderungen. Weitere Erläuterungen zur Situation und zu den ergriffenen Maßnahmen finden sich im folgenden Abschnitt und im Prognosebericht. Absatzrisiken und -chancen Der Schnellecke-Konzern arbeitet sowohl im Geschäftsbereich Logistik & Transport als auch im Geschäftsbereich Produktion für seine weltweit tätigen Kunden im Wesentlichen auf Basis mehrjähriger Verträge. Diese Verträge werden im Rahmen komplexer Ausschreibungsverfahren vergeben. Daraus ergibt sich einerseits die Chance, aufgrund technischer Kompetenz und wettbewerbsfähiger Preise auch in einem kompetitiven Umfeld stärker als der Markt zu wachsen. Andererseits besteht das Risiko, im Rahmen turnusmäßiger Ausschreibungen oder aufgrund eines Insourcings Bestandsaufträge zu verlieren. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesem Risiko durch eine professionelle und weltweit tätige Vertriebsorganisation, die nachweislich in der Lage ist, durch signifikantes Neugeschäft von Zeit zu Zeit auftretende Auftragsverluste mehr als zu kompensieren und damit zum Wachstum des Unternehmens beizutragen. Bei langfristigen Verträgen besteht zudem das Risiko, dass Fehler in der Kalkulation zu dauerhaften Verlusten führen. Schnellecke hat zur Vermeidung dieses Risikos einen global einheitlichen Tender-Management-Prozess auf Basis eines standardisierten Vorgehens und eines einheitlichen Kalkulationsschemas etabliert, der einen mehrstufigen Genehmigungsprozess vorsieht. Falls sich später, d.h. nach Beginn eines Projekts, Änderungen in den Annahmen zeigen, werden diese im Rahmen eines strukturierten Änderungsmanagements mit dem Kunden verhandelt. Der Schnellecke-Konzern ist noch immer überwiegend auf dem europäischen Markt, insbesondere in Deutschland tätig. Schnellecke wird seine Strategie zur Erweiterung des Geschäftsvolumens in anderen Regionen, vor allem in Asien und hier in China sowie in Nordamerika, weiter vorantreiben. Bei der Entwicklung des chinesischen Marktes konnten bereits mehrere Aufträge bei verschiedenen Herstellern gezeichnet werden. Auch in Nordamerika konnten die Geschäfte mit den Bestandskunden deutlich ausgebaut werden und ein neuer Auftrag im Bereich Versorgungslogistik für leichte Nutzfahrzeuge gezeichnet werden. Schnellecke konnte im Jahr 2021 unterdessen auch in der strategisch bedeutenden Kundendiversifizierung weitere Erfolge verzeichnen. Neben Neuaufträgen bei Bestandskunden konnte das Unternehmen sein Kundenportfolio um weitere führende Automobilhersteller erweitern. Die Initiative und die geschaffenen Ressourcen zur Industriediversifikation zeigten ebenfalls beachtliche Resultate. Neben kleineren Neuaufträgen ist inzwischen eine stabile Sales-Pipeline aufgebaut worden und für 2022 werden die ersten Großaufträge erwartet. Für 2022 war eine leichte Erholung in der Automobilindustrie erwartet worden. Zum Vorjahr wurde ein globales Wachstum der PKW-Produktion von 9 Mio. Fahrzeugen prognostiziert. Für die Märkte, die für die Schnellecke-Gruppe besonders relevant sind, wurde eine Steigerung des Fahrzeugproduktionsvolumens von 6% prognostiziert. Die Verfügbarkeit von Halbleitern für Steuergeräte und andere Komponenten am Fahrzeug sowie Störungen der Lieferketten durch pandemische und politische Ereignisse wurden und werden als wesentliche Risiken gesehen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine und der daraus resultierende Krieg ist ein zusätzliches Ereignis mit deutlichen Auswirkungen auf die Absatzsituation der Schnellecke-Gruppe, deren Folgen in Gänze derzeit noch nicht abzusehen sind. Damit sind auch die genannten Prognosen in Frage gestellt. Weitere Erläuterungen zur Situation und zu den ergriffenen Maßnahmen finden sich im Prognosebericht. Qualitätsrisiken und -chancen Die Umsetzung der kundenspezifischen Forderungen und die Erfüllung der definierten Kennzahlen tragen maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei. Das Verfehlen der hohen Qualitätsansprüche der Kunden kann zu Kostenbelastungen sowie zu Reputationsschäden führen. Alle zur Schnellecke Group gehörenden Unternehmen verfügen daher über ein zertifiziertes Qualitäts-Management-System. Die Art der Zertifikate ist abhängig vom Tätigkeitsfeld und wird den speziellen Kundenanforderungen gerecht. Entsprechend den Kundenvorgaben bzw. tätigkeitsspezifischen Anforderungen sind unsere Standorte nach ISO 9001, VDA 6.1, VDA 6.2, ISO 14001 und 50001 zertifiziert. Das Qualitätsmanagement erarbeitet für die einzelnen Gruppengesellschaften und deren Standorte Qualitätsstandards und -richtlinien und kontrolliert deren Einhaltung im Rahmen interner und externer Audits bzw. unterstützt bei notwendigen Anpassungen. Ebenso stellt das zentrale Qualitätsmanagement mit Hilfe des integrierten Management Systemhauses einen Methodenbaukasten bereit und befähigt die Nutzer zur Anwendung. Besondere Bedeutung haben hierbei Risikoanalysemethoden und systematische Ursachenanalysen mittels Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) und Problemlösungstechniken wie sogenannte Turtle-Diagramme. Zur Reduzierung der Risiken im Bereich Informationssicherheit wurde 2021 mit der Implementierung eines Informationssicherheits-Managementsystems begonnen. Die Einhaltung der Rechtskonformität wird mit Systemunterstützung sichergestellt und die Prüfung der Betroffenheit von kundenspezifischen Forderungen regelmäßig durchgeführt. Zur verbesserten Erfassung und Analyse von internen und externen Reklamationen wurde 2021 ein übergreifendes System implementiert und bereits in einer Region erfolgreich umgesetzt. Die vollständige Ausrollung ist für 2022 geplant. Die unternehmensweit definierten Qualitätsziele (Fehlerkosten, Auditergebnisse und Kundenzufriedenheit) werden im Rahmen regelmäßiger "Gemba"-Meetings detailliert und nachhaltig verfolgt. Das definierte Ziel der stabilen Anläufe von Neuprojekten unter Einhaltung der Budgetvorgaben und Umsetzung der Kundenvorgaben konnte dank der Implementierung von Prozessabnahmen (Q-Gates) 2021 voll erreicht werden. Digitalisierung logistischer Prozesse Die zunehmende Digitalisierung in der globalen Wirtschaft wirkt sich auch auf die Kontrakt-Logistik als dem größten Tätigkeitsbereich des Schnellecke-Konzerns aus. Insbesondere die zunehmende Leistungsfähigkeit von automatisierten und teilautonomen Logistik-Systemen (wie z.B. selbstfahrende Fahrzeuge [AGV's] oder Roboter) stehen in den nächsten Jahren im Fokus. Dies könnte zur Folge haben, dass derzeit bestehende Geschäftsmodelle zukünftig weniger erfolgreich sind. Auf der Kundenseite wird der Einsatz von neuen Logistiksystemen weiter forciert, um die heute personalintensiven Logistikleistungen schrittweise zu automatisieren. Die Anforderungen der Endkunden zwingen die Automobilhersteller, eine kundenzentrierte Flexibilität und Agilität in der Produktion zu erreichen. Dieser Trend erfordert seinerseits eine größere Flexibilität und Agilität in der Logistik. Gleichzeitig entstehen speziell im Transportbereich Plattformen, die auf eine Optimierung und Flexibilisierung in den Transportketten abzielen, was perspektivisch Auswirkungen auf die heute praktizierte Gebietsspedition haben kann. Zur Erhaltung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit arbeitet die Schnellecke-Gruppe intensiv an der Einführung digitaler Technologien, die ihrerseits im Kapitel Forschung & Entwicklung beschrieben sind. Mitarbeiterrisiken Ein zentraler Erfolgsfaktor für das Unternehmen Schnellecke sind gut eingearbeitete, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Risiken ergeben sich dann, wenn die zur Realisierung von gewonnenen Neuprojekten erforderlichen Mitarbeiter nicht verfügbar sind, wenn sprachliche und technische Kenntnisse der Mitarbeiter nicht (mehr) den Anforderungen der komplexen Kundenprojekte genügen oder wenn eine überdurchschnittliche Mitarbeiterfluktuation oder ein hoher Krankenstand die notwendige Belegschaft reduzieren. Diese Risiken können dazu führen, Neuprojekte nicht mehr zu gewinnen oder mit zu hohen Personalkosten betreiben zu müssen. Mitarbeiterabgänge können relevante Mehrkosten für Personalrekrutierungs- und Einarbeitungsmaßnahmen zur Folge haben. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesen Risiken, indem er sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert und eine langfristige Bindung von Fach- und Führungskräften anstrebt. Zu den entsprechenden personalpolitischen Maßnahmen gehören attraktive Arbeitsbedingungen, überwiegend tarifliche Bezahlung, attraktive Vergütungssysteme, individuelle Karrieremodelle durch Talentprogramme und umfassende Weiterbildungsmaßnahmen. Durch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen (Kooperationen mit Weiterbildungsinstituten bzw. Universitäten, verschiedene Trainee- und Ausbildungsprogramme) wird darauf hingearbeitet, neue Talente zu gewinnen, eigenen Nachwuchs zu fördern und das positive Image am Arbeitsmarkt auszubauen. Umfassende Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen, weltweite Mitarbeiterbefragungen und Beteiligung und Prämierung am betrieblichen Vorschlagswesen sorgen für Möglichkeiten der individuellen Arbeitsplatzgestaltung und Einbindung der Mitarbeiter in die Unternehmenskultur. Die Maßnahmen unterstellt Schnellecke auch externen Benchmarks und ist 2021 zum 11. Mal in Folge als TOP Arbeitgeber in Deutschland ausgezeichnet worden. IT-Risiken Die zunehmenden Cyber- und IT-Risiken sind im Fokus der IT. Schnellecke setzt auf moderne Endpoint Security Systeme (Firewalls, Antivirus, Malware, Spyware, etc.), die regional gemanagt und zentral überwacht werden. Es finden monatliche Patch-Days statt, an denen Betriebssysteme, Datenbanksysteme und Firmware upgedatet werden. Zusätzlich werden kontinuierlich aktualisierte Sicherheitsupdates und Patches eingespielt. Vor der Produktivsetzung finden Simulationen auf Testsystemen statt. 2021 wurde entschieden, die Informationssicherheit als ergänzenden Teil zum integrierten Managementsystem aufzubauen. Hierzu wurde ein Projektteam gebildet, welches sich an den Anforderungen des Standards TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) der Automobilindustrie orientiert. Die festgestellten Maßnahmen zur Risikominimierung werden sukzessive abgearbeitet. Finanzrisiken und -chancen Finanzielle Risiken und teilweise auch Chancen entstehen durch Marktschwankungen für Währungen, Zinsen und Rohstoffe, durch Spät- oder Nichtzahlung von Kunden sowie durch zeitlich auseinanderfallende Ein- und Auszahlungen. Der Schnellecke-Konzern begegnet diesen Risiken und Chancen durch ein systematisches und global koordiniertes Treasury Management. Da Schnellecke seine Dienstleistungen im Logistik- und Transportbereich in der Regel vor Ort anbietet und im Produktionsbereich der Exportanteil in Länder außerhalb des Euroraumes sehr gering ausfällt, ist das Wechselkursrisiko insgesamt relativ niedrig. Sofern in Einzelfällen die Währungen von Umsatz und zugehörigen Kosten voneinander abweichen, wird der Abschluss von Devisensicherungsgeschäften durch das zentrale Treasury geprüft und im Bedarfsfall durchgeführt. Der Großteil der in Anspruch genommenen Kredite, Darlehen und Factoring-Linien ist auf variabler Basis verzinst. Dem sich daraus ergebenden Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe von Zinssicherungsgeschäften (Zinsswaps) begegnet. Diese Sicherungsgeschäfte hatten zum Stichtag ein Gesamtvolumen von 42,0 Mio. EUR und gestaffelte Fälligkeiten von 2022 bis 2026. Damit ist ein bedeutender Anteil der variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert. Die niedrigen Forderungsausfälle der vergangenen Jahre belegen, dass die durch Schnellecke belieferten Kunden finanziell stabile Partner sind. Ausfallrisiken bzw. Zinsbelastungen aus Verzug wird durch ein kontinuierliches und global gesteuertes Forderungsmanagement begegnet. Zudem besteht eine globale Warenkreditversicherung für den Geschäftsbereich Logistik & Transport. Liquiditätsrisiken wird in der Schnellecke-Gruppe durch eine kurzfristige Liquiditätsplanung und -steuerung sowie durch eine mittelfristige Finanzplanung begegnet. Grundlage dafür ist die bewusst großzügig angelegte Konzernfinanzierung und ein konservatives Finanzmanagement. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation Der Vorstand und das Management der Schnellecke-Gruppe arbeiten kontinuierlich an der strategischen und strukturellen Entwicklung des Unternehmens sowie der Verbesserung der Instrumente zum Managen der Risiken und Chancen des Geschäfts. Daher ist der Vorstand der Ansicht, die Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, auch zukünftig Chancen unternehmerisch nutzen und mit Risiken umgehen zu können. Er sieht derzeit keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken. E. PrognoseberichtWährend die Aus- und Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie noch immer deutlich spürbar sind, insbesondere die Knappheit an Halbleiter-Elementen, stellt der Krieg Russlands gegen die Ukraine eine weitere schwerwiegende Herausforderung dar. Der Vorstand der Schnellecke Group blickt entsetzt und fassungslos auf die Ereignisse in der Ukraine und unterstützt Hilfsaktionen für die Menschen vor Ort und auf der Flucht im Rahmen seiner Möglichkeiten. Gleichzeitig ist er gemeinsam mit den Führungskräften in der Verantwortung, mit den geschäftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Ereignisses umzugehen. Unmittelbar nach Beginn des Krieges und der sich abzeichnenden Auswirkungen auf die globalen Lieferketten in der Automobilproduktion wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet und eine engmaschige Krisenkommunikation eingerichtet. Dazu gehören - vergleichbar mit den Vorjahren - Kurzarbeit bzw. ähnliche personalwirtschaftliche Maßnahmen, ein Einstellungs-, Investitions- und Ausgabenstopp sowie weitere ergebnis- und liquiditätsschonende Maßnahmen. Ausgenommen sind lediglich Neuanläufe bei Kunden und ausgewählte, strategische Projekte. Die OECD ging ursprünglich für 2022 von einer fortgesetzten Erholung der Weltwirtschaft aus - wenn auch etwas abgeschwächt. Das globale BIP sollte um 4,5% steigen und mit Raten von 4,3% für den Euroraum, 3,7% für die USA und 5,1% für China in den wesentlichen Regionen auf vergleichbarem Niveau wachsen. Im Laufe des Jahres 2023 sollten die wesentlichen volkswirtschaftlichen Indikatoren überwiegend wieder auf dem Vorkrisenniveau sein. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation wesentlich geändert. Prognosen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts sind nur unter bestimmten Annahmen möglich und mit einem hohen Unsicherheitsgrad behaftet. Die OECD geht in Ihrem aktuellen Bericht davon aus, dass sich das weltweite Wachstum in der Größenordnung von einem Prozentpunkt abschwächt, während der Effekt im Euroraum bei etwa 1,5 Prozentpunkten liegen soll - andere Analysen und Szenarien zeigen noch deutlich stärkere Auswirkungen. Dabei resultiert der dämpfende Effekt nicht so sehr aus dem zurückgehenden wirtschaftlichen Austausch mit Russland und der Ukraine, sondern aus massiv steigenden Preisen, insbesondere für Öl und Gas. Es war zunächst erwartet worden, dass sich die globale Automobilproduktion 2022 weiter erholt, jedoch immer noch hinter dem Vorkrisenniveau zurückbleibt. Durch den Krieg in der Ukraine sind die Lieferketten in der Automobilindustrie in Bezug auf bestimmte Teile bzw. Zulieferer erneut massiv beeinträchtigt worden. Wie stark und wie lange sich diese Beeinträchtigungen auswirken werden, lässt sich gegenwärtig nicht verlässlich abschätzen. Die Folgen für die Werke der Kunden der Schnellecke-Gruppe und damit für die Geschäftsentwicklung sind unterschiedlich und immer noch starken Änderungen unterworfen. Die Umsatzplanung des Schnellecke-Konzerns folgt grundsätzlich dem bestehenden Auftragsumfang und orientiert sich an den Produktionsplanungen der Kunden, von denen in begründeten Fällen Abschläge vorgenommen werden. Dabei wurde für 2022 ursprünglich davon ausgegangen, dass sich der Mangel an Halbleiterelementen als wesentlichem Produktionshemmnis bei den Kunden im Laufe des Jahres reduziert. Auf dieser Basis wurden zunächst Umsatz und Wertschöpfung, in Höhe von ca. 10% über 2021 geplant. Das Wachstum stützte sich vor allem auf ein signifikantes Volumen an Neuaufträgen. Aufgrund des Krieges in der Ukraine und den daraus folgenden zusätzlichen Volumeneinbrüchen ist diese Umsatzplanung mit Risiken behaftet. Wir gehen dennoch weiterhin von einer moderaten Umsatz- und Wertschöpfungssteigerung gegenüber dem Vorjahr aus. Vor dem Hintergrund der schwachen und volatilen Volumensituation wird ein Betriebsergebnis erwartet, das deutlich unter dem des Jahres 2021 liegt. Ebenso wird die EBIT-Marge voraussichtlich deutlich unter der des Vorjahres bleiben. Um einen erfolgreichen Verlauf des Geschäfts sicherzustellen wurden nichtfinanzielle Leistungsindikatoren geplant, die laufend nachverfolgt werden. Dazugehören u.a. eine Steigerung der Produktivität in allen Bereichen, die weitere Verbesserung des Nachhaltigkeits-Ratings sowie eine Reduzierung der Abwesenheits- und Fluktuationsquoten. Neben der Steuerung des laufenden Geschäfts treibt die Schnellecke-Gruppe wichtige, langfristige Projekte voran. Der Strategie "SMART 25" folgend hat sich das Unternehmen auch 2022 in den Handlungsfeldern Marktstellung, Innovationsleistung, Produktivität & Effizienz und Attraktivität für gute Leute entsprechende Ziele gesetzt und Maßnahmen initiiert. Neben vertriebsorientierten Aktivitäten wird weiter in konkreten Projekten an der Automatisierung und Digitalisierung gearbeitet. Zudem ist geplant, weitere Maßnahmen im Bereich des globalen Nachhaltigkeitsmanagements zu implementieren. Darüber hinaus sind die geplanten Programme zur Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung in der Umsetzung. Diese und weitere bilden die Grundlage für die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens.
Wolfsburg, den 28. April 2022 Schnellecke Group AG & Co Nikolaus Külps, Vorstand Dr. Tim Kannewurf, Vorstand Dr. Klaus van Marwyk, Vorstand Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Die Schnellecke Group AG & Co. KG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRA 200391 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Stellfelder Straße 39, 38442 Wolfsburg, Deutschland. Der abschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Dabei wurde für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die fristbedingten Vermerke werden im Anhang gemacht. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- 1 Einheit (t€, % usw.) auftreten. II. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der Schnellecke Group AG & Co. KG insgesamt 23 (im Vorjahr 27) inländische und 37 (im Vorjahr 36) ausländische Unternehmen. Die detaillierte Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 und 313 HGB ist diesem Konzernanhang beigefügt. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:
Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2021 ergaben sich aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises nicht. Daher wurden keine Angaben nach § 294 Abs. 2 HGB gemacht. Für die Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes in diesem Konzernanhang. III. Konsolidierungsmethoden Für die Kapitalkonsolidierung findet im Schnellecke-Konzern für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 die Buchwertmethode Anwendung. Danach wird das Eigenkapital des zu konsolidierenden Tochterunternehmens mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der Aktiva und Passiva zum maßgeblichen Verrechnungszeitpunkt entspricht. Die vorhandenen Anteile Dritter gehen ebenfalls zu Buchwerten in die bilanz ein. Seit dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Bei Gemeinschaftsunternehmen erfolgt eine quotale Einbeziehung gemäß § 310 Abs. 2 HGB. Eine Übersicht über die aus Gemeinschaftsunternehmen in Summe resultierenden Vermögenswerten, Schulden und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gibt folgende Tabelle:
Zwischenergebnisse werden, soweit wesentlich, nach § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Assoziierte Unternehmen werden gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 2 HGB mit dem Betrag, der ihrem anteiligen Eigenkapital entspricht, angesetzt. Die Aufnahme der assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 312 Abs. 3 HGB zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die assoziierten Unternehmen bilanzieren nach HGB. Das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. Einzige Ausnahme bildet die Schnellecke-Jeena Logistics India Private Limited, Mumbai, Indien. Bilanzstichtag dieser Gesellschaft ist der 31. März. Für Zwecke des Konzernabschlusses wurde ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte wurde von dem Wahlrecht zur Aktivierung Gebrauch gemacht. Die Aktivierungen betreffen ganz überwiegend die Entwicklung selbst erstellter Software. Die Aktivierung von Herstellungskosten im Sinne des § 255 Abs. 2a HGB aus Entwicklungsprojekten erfolgt nach Freigabe durch das Schnellecke Digital Innovation Board. Die aktivierten Kosten betreffen ausschließlich Entwicklungskosten inklusive angemessener Teile der Fertigungsgemeinkosten sowie Sonderkosten der Entwicklung. Enthalten sind angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit diese auf den Zeitraum der Entwicklung entfallen. Zinsen für Fremdkapital sind nicht enthalten. Nicht aktivierbare Entwicklungsaufwendungen wie interne Beratung im Zusammenhang mit der digitalen Transformation oder Training sind in den Aufwendungen verblieben. Es sind keine Forschungsaufwendungen angefallen. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und planmäßig linear abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag auf Dauer beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Bestehen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, erfolgen Zuschreibungen im Anlagevermögen. Die Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des niedrigeren Marktpreises oder beizulegenden Wertes bilanziert. Die Bewertung der unfertigen Leistungen sowie der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie etwaige Sondereinzelkosten der Fertigung. Angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens werden ebenfalls einbezogen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert ohne Umsatzsteuer. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken bei Lieferforderungen sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen, berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung dieser dienen (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die in den Einzelabschlüssen aufgrund des Wahlrechts der Beibehaltung gemäß Artikel 67 Abs. 3 S. 1 EGHGB ausgewiesenen Sonderposten mit Rücklageanteil werden im abschluss nicht übernommen, sondern gemäß § 298 Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 54 Abs. 2 EGHGB unter Berücksichtigung latenter Steuern innerhalb der Rücklagen ausgewiesen. Steuerfreie Investitionszuschüsse und -zulagen werden passivisch als Wertberichtigung zum Anlagevermögen unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Postens erfolgt ertragswirksam entsprechend dem Abschreibungsverlauf der entsprechenden Anlagegüter sowie bei Abgängen, sofern Restbuchwerte noch vorhanden waren. Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um am Bilanzstichtag erkennbare Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten zu erfüllen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 0,47 % (Vorjahr: 0,63 %) ermittelt. Ergebniseffekte aus der Veränderung des Zinssatzes werden im Zinsaufwand erfasst. Zum Ansatz kommen sowohl der Erfüllungsrückstand als auch die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen, sowie die wahrscheinlichen Aufwendungen für weitere Berechtigte. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff Dritter entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erlös bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Passive latente Steuern ergeben sich u. a. aus dem von den handelsrechtlichen Vorschriften abweichenden steuerlichen Ansatz von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens; aktive latente Steuern aus dem Rückstellungsbereich sowie aus dem Anlagevermögen (Sachanlagen, Forderungen). Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzbarkeit berücksichtigt. Die passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende nicht konsolidierungsbedingte aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt wegen unterschiedlicher Rechtsformen rechnerisch auf Basis eines gemischten Steuersatzes von 25 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag). Der ausgewiesene Konzernsteueraufwand unterscheidet sich vom erwarteten Konzernsteueraufwand überwiegend durch die Nichtaktivierung von latenten Steuern auf solche Rückstellungen, die steuerbilanziell mit einem geringeren Betrag anzusetzen oder vom Ansatz ausgeschlossen sind. Die Währungsumrechnung von Fremdwährungsposten einbezogener ausländischer Unternehmen erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode des § 308a HGB mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs. Dabei werden die jeweiligen Eigenkapitalgrößen der Tochtergesellschaften zu historischen Kursen, alle anderen Posten der Bilanz zum Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenkassamittelkurs bezogen auf das Geschäftsjahr umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital unter dem Posten 'Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung' ausgewiesen. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Bilanzstichtag gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von unter einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag gegebenenfalls zum höheren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Die Umrechnung kurzfristiger Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von unter Jahr) erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:
Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. V. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Übrigen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes hingewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 317 t€ (im Vorjahr: 574 t€), Forderungen aus kurzfristigen Darlehen in Höhe von 487 t€ (im Vorjahr: 654 t€), Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von 0 t€ (im Vorjahr: 128 t€) sowie übrige Vermögensgegenstände in Höhe von 1 t€ (im Vorjahr: 0 t€). Eigenkapital Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals wird als eigenständiger Bestandteil des abschlusses im eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. Die Darstellung des Eigenkapitalspiegels sowie der entsprechenden Posten in der Bilanz wurden an die für Kapitalgesellschaften vorgesehenen Strukturen angenähert. Dabei werden unter den Kapitalanteilen und Rücklagen ausschließlich die entsprechenden Posten des Mutterunternehmens ausgewiesen. Alle erwirtschafteten Jahresüberschüsse/ -fehlbeträge und Gewinn-/ Verlustvorträge der Tochtergesellschaften werden dagegen unabhängig von ihrer Abbildung im jeweiligen Jahresabschluss dem Bilanzgewinn als erwirtschaftetem Konzernergebnis zugeordnet. Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen beim Mutterunternehmen nicht. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen Die Reduzierung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet planmäßige Auflösungen in Höhe von 223 t€. Rückstellungen Der Posten sonstige Rückstellungen umfasst:
In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von 5.274 t€ enthalten. Zum Ansatz kamen gemäß IDW RS HFA 3 der Erfüllungsrückstand und die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge insgesamt in Höhe von 3.451 t€ für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung bereits Gebrauch machen, sowie die wahrscheinlichen Aufwendungen für weitere Berechtigte in Höhe von 1.016 t€. Die Ansprüche aus Erfüllungsrückständen sind durch Rückdeckungsversicherungen insolvenzgesichert. Aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB resultierte eine Saldierung der Rückstellungen in Höhe von 1.427 t€. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1.456 t€. Dieser Betrag (Rückkaufswert) entspricht deren beizulegenden Zeitwert. Die im Zusammenhang mit der Vermögensverrechnung zu verrechnenden Aufwendungen und Erträge sind von untergeordneter Bedeutung. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten mit den Restlaufzeiten sind in der nachstehenden Übersicht gezeigt:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise mit Eigentumsvorbehalten gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Cash Pooling in Höhe von 31 t€ (im Vorjahr: 33 t€). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3 t€ (im Vorjahr: 120 t€) und übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 21 t€ (im Vorjahr: 0 t€). Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 16.365 t€ auf Steuern (im Vorjahr: 15.005 t€) und 3.066 t€ auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (im Vorjahr: 2.586 t€). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2021 bestehen bedeutende sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs.1 Nr. 2a HGB in Höhe von insgesamt 117.550 t€. Davon entfallen 68.000 t€ auf Leasingverträge über die gesamte Restlaufzeit, 44.760 t€ auf Verpflichtungen aus befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten sowie 4.790 t€ auf Bestellobligos zum Erwerb von Sachanlagevermögen. Und aus den befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten resultieren jährliche Verpflichtungen in Höhe von 21.321 t€. Leasingverträge werden im Rahmen der Finanzierungsstrategie des Konzerns eingesetzt, um eine Diversifizierung der Kreditgeber zu erreichen. Immobilien werden überwiegend gemietet, um flexibel auf Veränderungen in der Auftragsstruktur reagieren zu können. Factoring wird insbesondere eingesetzt, um das Delkredererisiko zu reduzieren. Zum Stichtag waren Forderungen im Wert von 28.860 t€ verkauft. Finanzielle Verpflichtungen aus Gemeinschaftsunternehmen bestehen insgesamt in Höhe von 299 t€, davon aus Leasingverträgen über die gesamte Restlaufzeit in Höhe von 7 t€, befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen gegenüber Dritten in Höhe von 89 t€ sowie Bestellobligos zum Erwerb von Sachanlagevermögen in Höhe von 203 t€. Die jährliche Verpflichtung aus den befristeten und unbefristeten Dauerschuldverhältnissen beträgt für die Gemeinschaftsunternehmen 82 t€. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Der ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich dabei um außerbörslich gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz dieser Instrumente unterliegt internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des s sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente ist es, Verwerfungen in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsströme zu reduzieren, die aus der Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursen resultieren. Zum Bilanzstichtag waren Zinsswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von 52.500 t€ in Bewertungseinheiten zum einen auf der Grundlage von 'Micro-Hedges' (42.000 t€) und zum anderen auf der Grundlage von 'Macro-Hedges' (10.500 t€) einbezogen, die nach der Einfrierungsmethode abgebildet werden. Hierbei erfolgt bei einem 'Micro-Hedge' die Absicherung eines Einzelrisikos oder Einzelposition durch eine auf das Risikoprofil genau abgestimmte Sicherungstransaktion. Bei einem 'Macro-Hedge' wird die Risiko-kompensierende Wirkung von ganzen Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet. Bei der Einfrierungsmethode werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäftes eingefroren und in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt gelassen, soweit sich die Risiken ausgleichen. Der Marktwert aller zum Bilanzstichtag vorhandenen Zinsswaps beträgt -510 t€. Die Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken erfolgte für Zeiträume bis zu 4,5 Jahren. VI. Erläuterungen zur -Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Währungsergebnis Das Währungsergebnis wird wesentlich aus der tschechischen Gesellschaft KWD Bohemia s.r.o. beeinflusst und beträgt im Geschäftsjahr insgesamt 2.577 t€ (im Vorjahr: -2.918 t€). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 7.530 t€ (im Vorjahr: 7.569 t€) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 4.953 t€ (im Vorjahr: 10.487 t€) erfasst. Periodenfremde Erträge Von den Umsatzerlösen sind 111 t€ (im Vorjahr: 648 t€) periodenfremd. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen insgesamt 10.192 t€ (im Vorjahr: 6.915 t€) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, 910 t€ (im Vorjahr: 432 t€) auf Erträge aus Verkäufen von Anlagevermögen sowie übrige periodenfremde Erträge i. H. v. 6.468 t€ (im Vorjahr: 3.814 t€). Letztere beinhalten im Wesentlichen Erstattungen für Vorjahre, Erträge aus Nachberechnungen und sonstige zeitraumfremde Erträge. Erträge für Steuern vom Einkommen und Ertrag sind in Höhe von 1.148 t€ periodenfremd (im Vorjahr: -118 t€). Periodenfremde Aufwendungen Materialaufwendungen sind in Höhe von 301 t€ (im Vorjahr: 559 t€) periodenfremd. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 354 t€ (im Vorjahr: 888 t€) sowie übrige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.348 t€ (im Vorjahr: 3.727 t€) ausgewiesen. Außergewöhnliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erlöse aus dem Verkauf der Anteile an der Logtrans Spedition und Logistik GmbH in Höhe von 545 t€. Außergewöhnliche Aufwendungen Abschreibungen sind in Höhe 1.040 t€ außerplanmäßig getätigt worden. Es handelt sich hierbei um eine Anlage aus dem Geschäftsbereich Produktion, deren Nutzung aufgrund einer vorzeitigen Auftragsbeendigung eingestellt wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 1.804 t€ Restrukturierungsaufwand, welcher überwiegend aufgrund von Abwicklungs- und Abbruchkosten in Verbindung mit auslaufenden Bestandsgeschäften steht. Ferner ist eine Wertberichtigung in Höhe von 2.037 t€ auf eine Darlehensforderung gegenüber einem nicht konsolidierten Tochterunternehmen der Produktionssparte in den Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen auf Zinserträge aus verbundenen Unternehmen 144 t€ (im Vorjahr: 134 t€). Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgten aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von 39 t€ (im Vorjahr: 55 t€). Sonstige Maßnahmen In den Folgejahren ergeben sich durch das ausgeübte Wahlrecht der periodischen Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Erträge in Höhe von 1.285 t€. Dabei handelt es sich um den noch nicht aufgelösten Bestand des Sonderpostens zum 31. Dezember 2021. Jahresergebnisse "Nicht beherrschende Anteile" Der Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile setzt sich wie folgt zusammen:
VII. Sonstige Angaben Komplementärin Die SAG-Beteiligungs-AG, Salzburg, Österreich, ist Komplementärin des Mutterunternehmens der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg. Anteilsbesitz Die Angabe zu den Beteiligungsunternehmen erfolgt in der Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021 in diesem Konzernanhang. Zahl der beschäftigten Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2021 beträgt:
Durchschnittlich waren im Konzern 156 Auszubildende beschäftigt. In der Gesamtsumme sind 261 gewerbliche Arbeitnehmer, 81 Angestellte und 11 Aushilfe von quotal einbezogenen Unternehmen enthalten. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Abschlussprüfer gemäß § 314 Nr. 9 HGB auf Konzernebene setzt sich wie folgt zusammen:
Beirat Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Herr Prof. Rolf Schnellecke Herr Dr. h.c. Detlef Schmidt Herr RA Hans-Peter Kunze Herr Prof. Siegfried Bülow Herr Thomas Zernechel. Die Beiratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit insgesamt eine Vergütung in Höhe von 149 t€. Vorstand Herr Nikolaus Külps Herr Dr. Tim Kannewurf Herr Dr. Klaus van Marwyk (ab 01.03.2022) Die Gesamtbezüge 2021 der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf 1.046 t€. Nachtragsbericht Während die Aus- und Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie noch immer spürbar sind, insbesondere die Knappheit an Halbleiter-Elementen in der Automobilbranche, stellt der im Februar 2022 durch den Überfall Russlands begonnene Krieg in der Ukraine eine weitere schwerwiegende Herausforderung hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnis Erwartungen der Schnellecke Gruppe dar. Die OECD war eigentlich für das Jahr 2022 von einer leichten Erholung der Weltwirtschaft ausgegangen, welche sich durch stetigen Anstieg bis 2023 überwiegend auf das Vorkrisenniveau zubewegen sollte. Jedoch wurde durch den Kriegsausbruch in der Ukraine und den damit zusammenhängenden Volumenbeeinträchtigungen bei den OEM´s die Umsatzprognose massiv beeinflusst. Zu den Volumeneinbrüchen kommt auch noch eine angespannte Situation in der Kostenentwicklung im Bereich der Rohstoffe, hier insbesondere Öl und Gas, hinzu. Der Schnellecke-Konzern reagiert in ähnlicher Weise wie im Vorjahr mit einem strengen Kostenmanagement, welches ein Maßnahmenpaket aus Kurzarbeit bzw. ähnliche personalwirtschaftlichen Maßnahmen, einem Einstellungs-, Investitions- und Ausgabenstopp sowie weiteren ergebnis- und liquiditätsschonenden Maßnahmen vorsieht, auf die aktuellen Einflüsse des Ukraine-Kriegs. Der Vorstand und das Management der Schnellecke-Gruppe arbeiten kontinuierlich an der strategischen und strukturellen Entwicklung des Unternehmens sowie der Verbesserung der Instrumente zum Management der Risiken und Chancen des Geschäfts. Daher ist der Vorstand der Ansicht, die Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, auch zukünftig Chancen unternehmerisch nutzen und mit Risiken umgehen zu können. Er sieht derzeit keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken und geht gleichzeitig davon aus, dass zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität vorhanden sein wird. Konzernbeziehungen Die Schnellecke Group AG & Co. KG stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis auf, der im Bundesanzeiger offengelegt wird
Wolfsburg, den 28. April 2022 Nikolaus Külps Dr. Tim Kannewurf Dr. Klaus van Marwyk Konzern - Anlagenspiegel zum 31.12.2021
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2021I. Anteilsbesitz gem. §§ 285 und 313 HGB
1) Bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft 2) Befreiung gemäß § 264 b HGB 3) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB 4) Gemeinschaftsunternehmen, die gemäß § 310 Abs. 2 HGB quotal in den Konzernabschluss einbezogen sind; Anteil am Kapital = Anteil am Stimmrecht 5) Assoziierte Unternehmen, die gemäß § 311 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen sind; Anteil am Kapital = Anteil am Stimmrecht 6) keine Angabe von Eigenkapital und Ergebnis gemäß § 313 Abs. 3 Satz 5 HGB 7) keine Angabe von Eigenkapital und Ergebnis gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB Insgesamt sind diese Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss. *) Angaben zu I. Anteilsbesitz gem. §§ 285 und 313 HGB
II. Angaben zu sonstigen Beteiligungen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4
(Angaben beziehen sich auf den 31.12.2009) III. Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind
Insgesamt sind diese Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss. Kapitalflussrechnung
Der Finanzmittelfonds beinhaltet 1.837 T€ liquide Mittel von quotal einbezogenen Gesellschaften. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 28. April 2022 Deloitte
GmbH
Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Frank Hundgeburth, Wirtschaftsprüfer |
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