Char-Broil Europe GmbH

Gasstraße 4C, 22761 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 140126
Eingetragen
9.2.2016
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von nichtelektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Vertrieb von Grills aller Art und Outdoor Kochprodukten in Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jeffery Jay Wells
seit 5.2.2025
Geschäftsführer
Frerk Petersen
seit 13.5.2024
Geschäftsführer
Thomas Allen Penner
seit 19.6.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
W.C. Bradley Co.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

W.C. Bradley Co.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Char-Broil Europe GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

A. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Char-Broil Europe GmbH ist ein führender Anbieter von Kohle-, Gas- und Elektrogrills sowie des dazu passenden Zubehörs und wurde 2016 in Hamburg gegründet. Mit der operativen Geschäftstätigkeit wurde 2018 begonnen. Es existieren Zweigniederlassungen in Frankreich, England und Dänemark. Die Muttergesellschaft sitzt in Columbus GA / USA und besteht sehr erfolgreich seit 1949.

Die Produkte werden in Europa vom europäischen Produktmanagement zusammen mit der Entwicklungsabteilung in den USA für den europäischen Markt entwickelt. Der überwiegende Anteil der Beschaffung erfolgt nach unseren Vorgaben bei Vertragslieferanten in Asien.

Die Char-Broil Europe GmbH liefert in ganz Europa an Baumärkte, Supermärkte, Online-Händler, Großhändler und Fachgeschäfte. Für eine schnelle Lieferbereitschaft stehen drei Lager über Europa verteilt zur Verfügung.

Die Marke Char-Broil befindet sich in Europa weiter im Aufbau. Die Hauptmärkte sind Deutschland, Skandinavien, Frankreich und England. Es wird mit einem starken Wachstum in den nächsten Jahren gerechnet.

B. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen (BIP) in den Ländern der europäischen Union um 8,8 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen (2021: Anstieg um 7,9 %). Das BIP-Wachstum in der EU überraschte im Jahr 2022 positiv, da die Verbraucher ihre Ausgaben, nach der Lockerung der COVID-19-Dämpfungsmaßnahmen, kräftig wieder steigerten. Die Expansion setzte sich bis zum Jahresende fort, wenn auch in deutlich abgeschwächter Form.

In unseren Hauptmärkten lag die BIP-Veränderung wie folgt: Dänemark (+11,4 %), Deutschland (+7,3 %), Frankreich (+5,6 %) und England (+4,4 %)

(Quellen: Webseiten der Europäischen Kommission https://ec.europa.eu und Wirtschaftskammer Österreich https://wko.at sowie https://germany.representation.ec.europa.eu/news/wirtschaftsprognose)

C. Geschäftsverlauf

Angesichts eines unsicheren wirtschaftlichen Umfelds wurde erwartet, dass die meisten EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2022 in eine Rezession abgleiten werden. Die Gründe dafür waren: der Kriegsbeginn in der Ukraine, die hohen Energiepreise, die hohe Inflationsrate, ein schwächeres außenwirtschaftliches Umfeld und steigende Zinsen. (Quelle:https://germany.representation.ec.europa.eu/news/Wirtschaftsprognose).

Das Geschäftsjahr 2022 hatte aufgrund dieser schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in Europa einen deutlichen Umsatzrückgang (-19,2 %) gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 zu verzeichnen. Zu Beginn des Jahres 2022 lagen die Umsätze über denen von 2021. Im März 2022 ist das Bild jedoch schlagartig gekippt, durch den Beginn des Ukraine-Krieges.

Durch gestiegene Energiepreise und andere Kosten (Inflation bei fast 8 %) ist der Konsum der privaten Haushalte eingebrochen. Unsere Kunden hatten einen geringen Abverkauf und Neubestellungen blieben aus.

Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr 2021 ist der Umsatz um fast 20 % gesunken und das Rohergebnis hat sich um MioEUR 0,5 verschlechtert. Unsere Umsatzerwartung in den europäischen Ländern und dem Onlinehandel konnten nicht erfüllt werden. Das Rohergebnis sank von MioEUR 10,6 auf jetzt MioEUR 10,1 (-4,7 %) trotz um MioEUR 0,6 höheren Währungserträgen.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber 2021 von MioEUR 5,4 auf MioEUR 5,6 geringfügig erhöht. Trotz des Personalaufbaus stieg der Personalaufwand nur leicht, da in 2022 ein geringerer Managementbonus (Mio EUR 0,07, Vorjahr MioEUR 0,5) angefallen ist.

Der Abschreibungsaufwand hat sich mit MioEUR 0,7 gegenüber dem Vorjahr MioEUR nicht verändert. Wir arbeiten verstärkt mit Shop-in-Shop-Displays in Fachmärkten und Baumärkten, die im Eigentum von Char-Broil verbleiben. Sie werden über eine Laufzeit von 3 Jahren abgeschrieben.

Der sonstige betriebliche Aufwand ist von MioEUR 7,7 auf MioEUR 12,2 angewachsen (+59 %), davon resultieren MioEUR 0,8 aus dem Anstieg der Währungsverluste Weitere Hauptveränderungen betrafen Kosten für die Lagerhaltung (Anstieg um MioEUR 1,8), Projektkosten für die Einführung von SAP-S/4HANA in Höhe von MioEUR 0,6 sowie höhere Marketingkosten (MioEUR +1,6).

Auch der Zinsaufwand ist mit MioEUR 0,4 gegenüber dem Vorjahr (MioEUR 0,2) gestiegen.

Bedingt durch diese schwierigen Rahmenbedingungen wurde ein negatives Ergebnis von MioEUR -8,9 im Geschäftsjahr 2022 ausgewiesen. Dies ist eine Verschlechterung von MioEUR -5,6 gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 (negatives Ergebnis von MioEUR - 3,3).

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote lag zum 31.12.2022 bei -33,7 % (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von MioEUR 13,0) und hat sich gegenüber dem Vorjahr (negative Eigenkapitalquote von -14,1 %) signifikant verschlechtert. Die Gesellschaft befindet sich weiter im Markt-Aufbau und macht noch keine Gewinne. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war der Cash-Flow mit MioEUR 18,6 negativ. Die Hauptgründe waren ein negatives Ergebnis von MioEUR -9,0, eine Reduzierung der Lieferanten-Verbindlichkeiten (-MioEUR 8,5) und einen Aufbau der Vorräte (+ MioEUR 2,4).

Die Liquidität ist mit einem mittelfristigen Kredit über MioEUR 7,15 und einer Kreditlinie beim Mutterkonzern über MioEUR 30,0 sichergestellt. Beide Kredite haben eine Laufzeit bis September 2026. Die Inanspruchnahme am Stichtag 30.09.2023 liegt insgesamt bei MioEUR 34,7. Unsere Verbindlichkeiten zahlen wir innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen. Ein aktives Forderungsmanagement sorgt dafür, dass unsere Kunden die Rechnungen überwiegend innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele ausgleichen.

Vermögenslage

Im Jahr 2022 wurde geringer als in den Vorjahren in unsere Shop-in-Shop-Displays investiert. Insgesamt ist das Netto-Anlagevermögen geschrumpft und beläuft sich auf MioEUR 0,9 mit einem Anteil von 2,3 % (Vorjahr 4,1 %) an der Bilanzsumme i.H.v. MioEUR 38,5 (Vorjahr MioEUR 29,4). Die Vorräte sind zum Vorjahr um MioEUR 2,4 angewachsen und betragen MioEUR 21,8. Der Grund für den Anstieg war die verminderte Nachfrage aufgrund des eingetretenen Ukraine-Kriegs und eine hohe Inflation. Die Forderungen sanken von MioEUR 2,9 auf MioEUR 1,1.

Die Rückstellungen von MioEUR 1,4 haben sich hauptsächlich durch gesunkene Personalrückstellungen verändert (Vorjahr MioEUR 1,7). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von MioEUR 13,2 auf MioEUR 4,7.

Die getätigten Investitionen 2022 i.H.v. MioEUR 0,6 sind überwiegend Shop-in-Shop-Displays. Die Abschreibungen beliefen sich auf MioEUR 0,7. Insgesamt verringerte sich das Anlagevermögen im Jahr um MioEUR 0,3.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von MioEUR 13,6 auf MioEUR 32,0 erhöht und bestehen gegenüber unserer Muttergesellschaft und zwei Schwester-Unternehmen in den USA und Dänemark. Gegenüber unserer Muttergesellschaft bestehen die Verbindlichkeiten im Wesentlichen aufgrund von Kreditverträgen und enthalten auch unbeglichene Lizenzgebühren. Gegenüber den zwei Schwester-Gesellschaften in den USA und Dänemark bestehen Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und bezogenen Dienstleistungen.

D. Prognosebericht

Für das aktuelle Jahr 2023 rechnen wir mit einem Umsatzrückgang von ca. (-33 %) gegenüber dem Vorjahr 2022. Die Konsumenten waren aufgrund der hohen Inflation (über 6 % im Mai 2023) restriktiv mit ihren Ausgaben. Aber es zeigen sich auch positive Entwicklungen: die Inflationsrate sank für Deutschland von März 2023 bis jetzt, der USD liegt wieder über 1,00 EUR/USD, die Container-Schiffs-Raten sind stark gesunken und sind zum Teil unter dem Stand von 2019. Wir erwarten für das Jahr 2023 ein negatives Ergebnis von über 10 Millionen Euro.

Nächstes Jahr 2024 gehen wir von einer steigenden Nachfrage nach Char-Broil Produkten aus trotz des aktuell angespannten wirtschaftlichen Umfelds. Die Startbedingungen des nächsten Jahres sind besser als dieses Jahr (siehe auch weiter unter Ifo-Institut). Zum Jahresanfang 2023 hatten unsere Kunden noch hohe Waren-Bestände aus dem verhaltenen Vorjahr 2022. Diese Bestände wurden jedoch im Jahr 2023 kontinuierlich abgebaut. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer leicht steigenden Konsumenten-Nachfrage. Viele unserer Kunden haben erheblich niedrigere Waren-Bestände im Vergleich zum Jahresbeginn und wir erwarten deshalb höhere Umsätze ggü. dem Jahr 2023. Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2024 eine Umsatzsteigerung von 49 % und wären damit auf dem Umsatzniveau vom Jahr 2022.

Unsere Erwartung ist, dass sich nächstes Jahr die Rohertragsmarge leicht positiv entwickelt. Mit unseren Lieferanten konnten wir für das folgende Geschäftsjahr Preis- Reduzierungen aushandeln, die Container Fracht-Raten haben sich ggü. dem Jahr 2022 erheblich verringert und wir gehen von einem stabileren USD-Kurs über 1,02 (EUR/USD) aus.

Es wurde ein Kosteneinsparungsprogramm im Jahr 2023 gestartet, um die Kosten (Personal, Marketing, Lagerkosten, Sachaufwendungen) für das folgende Geschäftsjahr 2024 um mehr als 20 % zu reduzieren.

Es wird aber trotzdem mit einem negativen Ergebnis knapp über zwei Millionen Euro gerechnet. Das Erreichen der Gewinnschwelle ist für das Jahr 2025 auf einem höheren Umsatzniveau gemäß Mehr-Jahresplanung vorgesehen.

Wir legen einen starken Fokus auf eine detaillierte Cash Planung. Für das nächste Jahr rechnen wir mit einem positiven Cash-Flow und einer Reduzierung der in Anspruch genommen Kredite von MioEUR 35,8 zum Jahresende 2023 auf MioEUR 34,7 am Jahresende 2024. Die Gründe dafür sind eine erhebliche Verbesserung des Jahresergebnisses und eine weitere Reduzierung unserer Lagerbestände. Es sind kleinere Investitionen im Bereich Internet-Plattform und im Bereich SIS-Displays für das kommende Geschäftsjahr geplant, aber im geringeren Ausmaß als in den Vorjahren.

Auf Grundlage unserer Unternehmensplanung mit den dargestellten Prämissen sind wir davon überzeugt, dass wir im Geschäftsjahr 2024 einen positiven Cashflow erreichen werden. Weiter erwarten wir, dass unser derzeit bestehender Finanzierungsrahmen bei der Gesellschafterin zu jedem Zeitpunkt ausreichend sein wird, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten. Wir haben mit hoher Sorgfalt die Planung 2024 durchgeführt und sind im stetigen Austausch mit unseren Kunden und Lieferanten. Das Ifo-Institut prognostiziert für das Jahr 2024 eine Steigerung des BIP von 1,4 % (-0,4 J2023), eine Verbesserung der Inflationsrate auf 2,6 % (6,0 % J2023) und eine Erholung des privaten Konsums (https://www.ifo.de/fakten/2023-09-07/ifo-konjunkturprognose-herbst-2023-konjunktur-deutschland-kuehlt-weiter-ab). Diese Faktoren wurden bei unserer Planung berücksichtigt. Im aus unserer Sicht unwahrscheinlichen Fall, dass die tatsächlichen zukünftigen Umsätze um mehr als 7 % geringer ausfallen als geplant, wäre es erforderlich, weitere Maßnahmen zu ergreifen, damit die Liquidität gewährleistet bleibt. Die Schritte wären eine Reduzierung des Beschaffungsvolumens und Einsparungen bei unseren Ausgaben (z.B. Marketing). Falls dies nicht ausreichen würde, gäbe es die Möglichkeit, bei mehreren unserer Großkunden ein vorzeitiges Factoring in Anspruch zu nehmen. Im sehr unwahrscheinlichen Fall, dass auch dies nicht ausreichend wäre, gehen wir davon aus, dass unsere Gesellschafterin uns über eine Erweiterung des Finanzierungsrahmens mit ausreichend zusätzlicher Liquidität ausstatten würde.

E. Risikobericht (Geschäftsrisiken und -chancen)

Das Unternehmen verfügt über angemessene Planungs- und Kontrollsysteme, die ständig aktualisiert werden. Sie erfüllen vollumfänglich den Zweck, die Geschäftsleitung frühzeitig über bestehende Chancen und Risiken zu informieren. Wir erstellen monatlich eine aktuelle Jahresvorausschau und jährlich eine Mehr- Jahresplanung, die mit der Konzernzentrale abgestimmt werden. Parallel dazu gibt es eine zentrale Abteilung Internal Audit aus dem Mutterkonzern in den USA, die regelmäßig unsere Geschäftsprozesse und Berichte überprüft. Ein Forderungsausfallrisiko ist aufgrund unserer Warenkreditversicherung sehr reduziert. Es bestehen langfristige Beziehungen mit unseren Lieferanten, die auch auf Langfristigkeit ausgelegt sind. Unsere Produzenten geben uns frühzeitige Signale bzgl. der zukünftigen Produktionskosten, die wir rechtzeitig in unsere Preisgestaltung einfließen lassen. Auch haben wir die Risiken, die sich aus der Lieferkette ergeben, weitgehend minimiert. Der Großteil unserer Wareneinkäufe wird in USD gemacht. Um das entsprechende Währungsrisiko zu minimieren, setzen wir marktübliche Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte ein. Das Zinsrisiko besteht aus der variablen Verzinsung der Finanzierung durch unsere Muttergesellschaft und ist in unserer Cash-Planung berücksichtigt.

Im Januar 2023 wurde Char-Broil Europe von dem ERP-System Dynamics-C5 und der Finanzbuchhaltung DATEV auf die integrierte ERP-Softwarelösung SAP-S/4HANA umgestellt. Wir sind damit schneller und besser in der Lage, Geschäftsrisiken zu erkennen sowie auf Markt-Veränderungen zu reagieren. Alles ist darauf ausgelegt, mit der Marke Char-Broil weiter im europäischen Markt zu expandieren.

Gegenüber dem Wettbewerb sehen wir uns in Bezug auf unsere Produkte gut aufgestellt. Wir werden nächstes Jahr weitere innovative Produkte in den Markt einführen, die die Marke Char-Broil als hochwertiges Qualitätsprodukt stärken, und es wird kontinuierlich an Produktinnovationen gearbeitet.

Insgesamt sind wir vor dem Hintergrund unserer Innovationskraft und der guten Produkt- und Marktaufstellung davon überzeugt, dass wir nach der Bewältigung der kurzfristigen Herausforderungen mittel- und langfristig weiter in Europa wachsen und weitere Marktanteile in Europa gewinnen werden.

 

Hamburg, 10.11.2023

Geschäftsführung

Steve Dean

Ian Michael Railton

Thomas Allen Penner

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5,00 59.798,00
II. Sachanlagen 879.353,00 1.194.961,82
879.358,00 1.254.759,82
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 21.819.616,04 19.392.344,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.235.659,51 4.089.220,32
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 473.609,82 506.576,21
24.528.885,37 23.988.140,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.125,90 45.965,41
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 13.049.472,99 4.146.228,49
38.506.842,26 29.435.094,68

PASSIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 19.257.149,48 19.257.149,48
III. Verlustvortrag - 23.428.377,97 - 20.084.426,38
IV. Jahresfehlbetrag - 8.903.244,50 - 3.343.951,59
- 13.049.472,99 - 4.146.228,49
Ausweis auf der Aktivseite als Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 13.049.472,99 4.146.228,49
0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.360.018,25 1.891.613
C. Verbindlichkeiten 37.146.824,01 27.543.481,59
38.506.842,26 29.435.094,68

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 10.064.469,86 10.622.396,95
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 4.826.045,41 - 4.617.012,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 787.589,86 762.971,99
- 5.613.635,27 - 5.379.984,21
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 654.413,81 - 673.768,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen - 12.208.005,74 - 7.672.982,51
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 419.307,73 - 178.955,21
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 66.802,11 - 58.100,00
7. Ergebnis nach Steuern - 8.897.694,80 - 3.341.393,39
8. sonstige Steuern 5.549,70 2.558,20
9. Jahresfehlbetrag - 8.903.244,50 - 3.343.951,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Erläuterungen

Die Char-Broil Europe GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 140126 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB wurde von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß der §§ 276 und 288 HGB Gebrauch gemacht.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind die gesetzlich vorgesehenen "davon-Vermerke" statt in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang wiedergegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 13.049 (Vorjahr TEUR 4.146). Gleichzeitig besteht zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung ein qualifizierter Rangrücktritt des Gesellschafters W.C. Bradley Co. für Darlehensverbindlichkeiten der Gesellschaft, die zum Stichtag mit TEUR 31.402 (Vorjahr TEUR 12.858) valutieren.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige sowie außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 3 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 2 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 Jahre

Selbstständig nutzbare geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00 werden analog zu den steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt. Neben Einzelwertberichtigungen, die auf Kundenforderungen mit individuell erkennbaren Ausfallrisiken gebildet werden, werden auf die übrigen Forderungen in Abhängigkeit ihrer Altersstruktur prozentuale Abschläge zur Abbildung des hieraus abgeleiteten Ausfallrisikos vorgenommen. Die gesamte Wertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.).

Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Betrages passiviert worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem notwendigen Erfüllungsbetrag entspricht.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden Gewinne und Verluste aus Kursänderungen aufgrund der Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag berücksichtigt.

III. Erläuterungen einzelner Posten zur Bilanz zum 31. Dezember 2022

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben allesamt - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 31.999.011,00 (Vorjahr EUR 13.649.128,82) enthalten, die in Höhe von EUR 597.417,36 (Vorjahr EUR 791.109,08) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und EUR 31.401.593,64 (Vorjahr EUR 12.858.019,74) eine Laufzeit von einem bis fünf Jahren haben. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen EUR 31.401.593,64 (Vorjahr EUR 12.858.019,74) im Rahmen von Finanzierungsverträgen und EUR 597.417,36 (Vorjahr EUR 791.109,08) entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von EUR 109.695,44 (Vorjahr EUR 100.974,33).

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen EUR 418.009,01 (Vorjahr EUR 176.102,79) auf verbundene Unternehmen.

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen im Berichtsjahr EUR 1.187.708,36 (Vorjahr EUR 623.587,82). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen im Berichtsjahr EUR 1.561.460,45 (Vorjahr EUR 731.887,66).

V. Sonstige Angaben

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 77 (Vorjahr 64). Die Mitarbeiter sind im kaufmännischen Bereich tätig.

Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung durch

Steve Dean, Kaufmann, Columbus, GA / USA (seit 6. Juli 2021)

Ian Michael Railton, Kaufmann, Hamburg (seit 28. Juli 2020)

Mark Steven Werner, Kaufmann, Mequon / USA (seit 28. Juli 2020 bis 19. Juni 2023) Thomas Allen Penner, Kaufmann, Columbus, GA / USA (seit 19. Juni 2023)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen per 31.12.2022 bestehen aus dem Bestellobligo für Vorräte sowie Mietverträgen und betragen TEUR 10.546 (davon Restlaufzeit < 1 Jahr TEUR 5.288; Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre TEUR 5.257).

Die Char-Broil Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der W.C. Bradley Co., Columbus, Georgia, USA, einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Muttergesellschaft erhältlich.

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, 10.11.2023

Steve Dean

lan Michael Railton Thomas

Allen Penner

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde in der Gesellschafterversammlung am 22.11.2023 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 245.278,79 0,00 0,00 245.278,79
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 487.321,29 3.042,69 0,00 490.363,98
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.584.487,06 128.439,30 314.028,82 3.026.955,18
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 314.028,82 147.530,00 -314.028,82 147.530,00
3.385.837,17 279.011,99 0,00 3.664.849,16
3.631.115,96 279.011,99 0,00 3.910.127,95
Abschreibungen Buchwerte
01.01.2022 Zugänge 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 185.480,79 59.793,00 245.273,79 5,00 59.798,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 70.362,29 160.237,69 230.599,98 259.764,00 416.959,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.120.513,06 434.383,12 2.554.896,18 472.059,00 463.974,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 147.530,00 314.028,82
2.190.875,35 594.620,81 2.785.496,16 879.353,00 1.194.961,82
2.376.356,14 654.413,81 3.030.769,95 879.358,00 1.254.759,82

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Char-Broil Europe GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Char-Broil Europe GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Char-Broil Europe GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 21. November 2023

Grant Thornton AG
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Wolfgang Völker, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Preisegger, Wirtschaftsprüfer

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