Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 203
Eingetragen
20.4.1964
Branche
Verlegen von BüchernVerlegen von ZeitschriftenVerlegen von Zeitungen
Gegenstand
Verlegen von Büchern, Medien und Zeitschriften in den Bereichen Religion, Erziehung und Lebensgestaltung auf Basis des christlichen Wertekanons, außerdem das Halten von notwendigen Beteiligungen an Dienstleistungsunternehmen zur Durchführung der genannten Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Valeria Sittner
seit 1.2.2024
Prokura
Anna Magdalena Kanele
seit 20.5.2022
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Stefan Dr. Orth
seit 23.11.2017
Prokura
Roman Holletschek
seit 23.11.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Herder Verwaltungs GmbH
94.90%
Bartholomä Herder Stiftung
5.10%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
52.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
75.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Verlag Herder GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

der Verlag Herder GmbH

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die ersten Herder-Bücher wurden 1798 von Bartholomä Herder in Rottweil verlegt. 1801 erhielt Herder in Meersburg die offizielle Befugnis, einen Verlag zu gründen. Seit 1808 hat dieser seinen Stammsitz in Freiburg. Neben Freiburg hat die Verlag Herder GmbH (nachfolgend auch Verlag Herder, Herder oder Verlag genannt) heute Niederlassungen in München und Berlin. Der Verlag mit seiner mittlerweile über 225-jährigen Geschichte wird innerhalb der Herder-Gruppe seit 2000 in sechster Generation von Manuel Herder geführt. Manuel Herder zog sich 2021 aus dem operativen Geschäft der Verlag Herder GmbH zurück. Seit März 2021 liegt sein Fokus auf den strategischen Aufgaben der Holding. Seither bilden Simon Biallowons und Philipp Lindinger die geschäftsführende Doppelspitze der Verlag Herder GmbH.

Der Verlag Herder ist sowohl im B2C- als auch im B2B-Geschäft aktiv und veröffentlicht Bücher und Zeitschriften in Fach- und Publikumsmärkten. Herder setzte 2024 auf Expansion. Zum einen hat der Verlag zum 2. Januar 2024 Teile der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (wbg) erworben. Die Transaktion umfasst mehr als 200 lieferbare Back- und Frontlisttitel, die Zeitschriften „Archäologie in Deutschland“ und „Antike Welt“ sowie den Bereich „Publishing Services“. Herder erweiterte durch die Übernahme seine Präsenz im historischen Sach- und Fachbuch sowie dem Special Interest-Zeitschriftenmarkt. Zum anderen hat Herder zum 1. November 2024 den Geschäftsbereich „Historische Magazine“ der Roularta Media Group übernommen, dazu gehören die renommierten Titel „G/Geschichte“ und „G/Geschichte Portrait“. Mit dieser Übernahme stärkte Herder sein Portfolio historischer Inhalte und förderte die Synergie zwischen Zeitschriften- und Buchsegment.

Im Buchbereich sind die Marken Herder und wbg Theiss für das Geschäftsjahr 2024 maßgeblich. Das Buchprogramm erstreckt sich über die Themenbereiche Theologie und Philosophie, Religion und Spiritualität, Lebensgestaltung und Psychologie, Pädagogik und Kinderbuch sowie Geschichte und Politik. Im Jahr 2024 wurden etwa 400 Neuerscheinungen veröffentlicht.

Das Zeitschriftenprogramm umfasst 23 Objekte mit Schwerpunkten in den Bereichen Religion, Theologie, Geschichte und Pädagogik, insbesondere mit Fokus auf frühkindliche Pädagogik. Die religiös-theologischen Zeitschriften behandeln ein breites Spektrum von kirchlicher Praxis bis hin zu lebensnaher spiritueller Begleitung im Alltag und fachwissenschaftlichem Diskurs. Das Programm der Pädagogik enthält Fachzeitschriften für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Seit 2024 erweitern die Zeitschriften „Antike Welt“, „Archäologie in Deutschland“ und „G/Geschichte“ das Portfolio und bilden im historischen Spektrum Synergien mit dem Buchbereich.

Die Unternehmensstruktur orientierte sich im Jahr 2024 an der sogenannten Holokratie, einer agilen Unternehmensorganisation. Sie umfasst drei Steuerungsteams: Business, Content und Reach. Gemeinsam mit der Geschäftsführung bilden die Steuerungsteams ein agiles Entscheidungsgremium, das sogenannte Management-Board. Es behandelt sowohl operative als auch strategische Themen. Die enge Verzahnung des Management-Boards zeigt sich unter anderem anhand eines gemeinsam abgestimmten Strategieprozesses, regelmäßiger bereichsübergreifender Projekte sowie von Austauschformaten. Außerdem unterstützen einheitliche Prozesse und Standards die Nutzung von Synergieeffekten. Das Management-Board steht entsprechend für eine direkte Einbindung der Mitarbeitenden.

Herder fokussiert sich in Forschung und Entwicklung weiterhin auf eine inhaltliche Weiterentwicklung und die Anpassung des Produktportfolios, um den sich verändernden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Parallel dazu erweitert der Verlag kontinuierlich sein Produktportfolio durch den Ausbau des digitalen Angebots. Es umfasst die digitale Erweiterung von Zeitschriftenprodukten und des Webshops, wobei zielgruppenspezifische Angebote entwickelt werden, die einen Mehrwert beim Konsum bestehender Produkte bieten. Dies beinhaltet die Entwicklung von E-Paper-Apps, die etablierte Apps durch Paid-Content ergänzen. Um die Produkt- und Organisationsentwicklung weiter voranzutreiben, hat Herder im Digital Advisory Board externe Experten verschiedenster Branchen versammelt. Dieses beschäftigt sich prioritär mit der digitalen Produktentwicklung und der Portfoliostrategie. Verschiedene interne Projektteams sammeln als Vorreiter Erfahrungen rund um die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) zur Digitalisierung von Arbeitsprozessen.

Das interdisziplinäre Team Kulturwandel hat im Jahr 2024 weiterhin intensiv Impulse zur Prozesserfassung im Verlag gesetzt und ein unternehmensweites Tool dazu ausgerollt. Außerdem wurde ein internes Format geschaffen, um den Austausch zum Thema KI zu fördern sowie Bewusstsein und Vertrauen dafür zu schaffen, Personen zu vernetzen und neue Möglichkeiten aufzuzeigen.

Im Bereich Human Resources fördert Herder proaktiv sein Employer Branding. In diesem Rahmen wurde Herder 2023 als Great Place to Work® ausgezeichnet und stärkt somit seine Positionierung als attraktiver Arbeitgeber in der Verlagsbranche. Der Verlag schafft Raum, um neue Formen der Zusammenarbeit zu etablieren, schafft Transparenz über die Transformation des Unternehmens und fördert durch zielgerichtete Maßnahmen die Arbeitsplatzkultur sowie die Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Dabei steht er für eine transparente Organisations- und nachhaltige Personalentwicklung, für die Professionalisierung von Arbeitsformen sowie für die Förderung der Arbeitsplatzzufriedenheit.

Das IT - Management bei Herder setzte im Rahmen der Strategie 2024 weiterhin Schwerpunkte in der Digitalisierung und Optimierung interner Prozesse und Workflows. Hierzu gehört unter anderem der Ausbau des Projektes „Radar“ inklusive der KI-gesteuerten Absatzprognose, auch die Ablösung der bisherigen Rechte- und Lizenzdatenbank mit unserem Kooperationspartner Pondus als Verlagssoftware-Hersteller. Außerdem wurde das Business Analytics-System „Power BI“ mit dem Schwerpunkt Abonnement um weitere Berichte und KPI erweitert. Darüber hinaus fand die Durchführung verschiedener Cyber-Security-Maßnahmen zur Gewährung der Sicherheit des Verlages im digitalen Raum statt.

Die finanziellen Leistungsindikatoren (KPIs) sind insbesondere die Umsatzerlöse sowie die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT = Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Steuern zu den Umsatzerlösen).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

„Seit der Corona-Pandemie und dem russischen Überfall auf die Ukraine stagniert die deutsche Wirtschaft infolge der damit verbundenen Energiepreisanstiege und Kaufkraftverluste“, so das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Jahreswirtschaftsbericht 2025. Gemäß den Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % gesunken. Dr. Ruth Brand (Präsidentin Destatis) erläutert: „Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Weg. Dazu zählen zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau, aber auch unsichere wirtschaftliche Aussichten. In diesem Umfeld schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 erneut.“

Die Inflation srate stieg 2024 im Jahresdurchschnitt um 2,2 % im Vorjahresvergleich gemäß den Erhebungen von Destatis. Destatis erläutert „[D]ie Inflationsrate [...] [fiel] deutlich geringer aus als in den drei vorangegangenen Jahren. Im Jahresdurchschnitt hatte sie 2023 bei + 5,9 %, 2022 sogar bei + 6,9 % und 2021 bei + 3,1 % gelegen.“ Gemäß des Berichtes verteuerten sich 2024 insbesondere Dienstleistungen mit + 3,8 %. Waren verteuerten sich lediglich um + 1,0 %, zu welchen auch Nahrungsmittel (+ 1,4 %) zählen. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stiegen im Vorjahresvergleich um + 0,3 %. Destatis erläutert „Die sich abschwächende Teuerung und Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten die Käufe nur bedingt ankurbeln.“ Diese Zurückhaltung ergab sich trotz des gestiegenen verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte von 4,5 %.

2024 stieg die Anzahl der Erwerbstätigen um 72.000 (+ 0,2 %) auf einen Jahresdurchschnitt von 46,1 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland. Destatis ergänzt „Der Anstieg der Erwerbstätigkeit verlor [...] deutlich an Dynamik und kam gegen Ende des Jahres 2024 zum Erliegen.“ Ausschließlich der Dienstleistungsbereich hatte zum Beschäftigungsaufbau beigetragen. Das produzierende und Baugewerbe verzeichneten einen Beschäftigtenabbau. Die Arbeitslosenquote lag mit 6,0 % leicht über dem Vorjahr (5,7 %).

2.2. Branchenentwicklung

„Für viele Verlage, Buchhandlungen und Buchlogistiker war 2024 ein herausforderndes Jahr: Die Branche bekommt weiterhin die allgemeine Kaufzurückhaltung zu spüren, zudem hält der Kostendruck bei steigendem Bürokratieaufwand unvermindert an“, kommentiert Karin Schmidt-Friderichs (Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) die Entwicklungen des Buchmarktes 2024.

Gemäß Auswertungen aus Media Control hat die Entwicklung des deutschsprachigen Buchmarktes (DACH) 2024 die Gemeinsamkeit von Umsatz- und Preissteigerung. In den Ländern Deutschland und Schweiz fing die Preissteigerung den gesunkenen Absatz auf. Anders ist dies in Österreich, dort stieg sowohl der Umsatz als auch der Absatz. Die Marktgröße steht in Relation zur Einwohneranzahl des jeweiligen Landes, wobei Deutschland sowohl im Umsatz als auch Absatz leicht heraussticht. In Kennzahlen ausgedrückt:

Entwicklung von 2023 zu 2024
Umsatz Absatz Preis
Deutschland 1,5 % - 1,0 % 2,5 %
Österreich 4,8 % 3,4 % 1,4 %
Schweiz 3,2 % - 0,6 % 3,8 %
Durchschnitt 3,2 % 0,6 % 2,6 %
Gewichtung Markt 2024 Einwohner
Ende 2024
Umsatz Absatz in Mio.
Deutschland 86,5 % 88,8 % 83,6 82,1 %
Österreich 7,7 % 7,4 % 9,2 9,0 %
Schweiz 5,9 % 3,8 % 9,0 8,8 %
Durchschnitt - - - -

Quellen: Media Control (Handelspanel), Destatis, Statistik Austria und Bundesamt für Statistik Schweiz.

Anmerkung: Für die Schweiz wurden die Kennzahlen zum Ende Quartal 3, 2024 verwendet.

In Deutschland wurde 2024 für ein Buch im Durchschnitt 15,50 EUR (Vj. 15,12 EUR) bezahlt. Die Preissteigerung fand in nahezu allen Warengruppen statt. Die Entwicklung innerhalb der Warengruppen fällt sehr unterschiedlich aus. Die Warengruppen Belletristik sowie Sachbuch haben in Bezug auf Absatzmenge die größte Entwicklung im Jahr 2024 erfahren. Aus diesen beiden Bereichen sind auch die drei meistverkauften Bücher (Hardcover). „Es werden etwas weniger Bücher verkauft als früher, aber der Anteil der Bestseller an allen Verkäufen steigt“, so die Süddeutsche Zeitung. Entsprechend ist die Konzentration auf wenige Spitzentitel weiterhin zu sehen. Grund hierfür ist wie vom Buchreport vor Längerem analysiert: „Die richtigen Inhalte, prominente Autoren und langlebige Medienmarken bleiben der zentrale Erfolgsfaktor.“ Verschärft wird dies durch den stationären Buchhandel, der sich oftmals auf schnell verkäufliche Ware, insbesondere Spitzentitel, fokussiert.

2.3. Entwicklung der Verlag Herder GmbH

2.3.1. Erläuterung zur Ertragslage

Das Rohergebnis ist mit 18,2 Mio. EUR leicht gestiegen (Vj. 17,9 Mio. EUR). 2024 ergab sich eine solide Umsatzsteigerung um 2,0 %. Die Umsatzsteigerung ergab sich unter anderem im Rahmen des strategischen Zieles anorganischen Wachstums und der damit verbundenen Sortimentserweiterung. Die Umsatzsteigerung fällt etwas geringer aus als im Rahmen der Planung vorgesehen. Die Ist-Plan-Differenz ergab sich vor allem aufgrund der schwierigen Entwicklung der Rahmenbedingungen, die bereits in den Abschnitten 2.1 und 2.2 beschrieben wurden.

Die Personalkosten stiegen 2024 auf 7,9 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. EUR). Die leichte Erhöhung ergibt sich zum einen aufgrund strategischer Entwicklung der Löhne und Gehälter und zum anderen aufgrund der positiven Personalentwicklung im Zusammenhang der beiden Zukäufe wbg und G/Geschichte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 9,2 Mio. EUR (Vj. 8,3 Mio. EUR) merklich gestiegen. Die Steigerung ergibt sich insbesondere aufgrund der seit Mitte 2023 ausgelagerten Verlagsauslieferung für End- und Handelskunden. Entsprechend handelt es sich hierbei um eine Kostenverschiebung, vor allem zugunsten des Personalaufwands, innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Vertriebs- und Verwaltungskosten.

Die EBIT - Marge (Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) als wesentliche intern verwendete Kennzahl zur Darstellung des Geschäftsverlaufs fällt positiv aus, liegt jedoch unter dem Vorjahresniveau und damit unter den Erwartungen des Vorjahres. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Kosten zurückzuführen.

Der Aufwand für Körperschaft- und Gewerbesteuer beläuft sich im Jahr 2024 auf 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,6 Mio. EUR).

Das Ergebnis nach Steuern vor Gewinnabführung beträgt 0,5 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern kann an die Muttergesellschaft ein Gewinn in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vj. 1,2 Mio. EUR) abgeführt werden.

2.3.2. Erläuterung zur Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf 20,9 Mio. EUR (Vj. 16,4 Mio. EUR). Das Anlagevermögen stieg auf 6,1 Mio. EUR (Vj. 2,0 Mio. EUR). Die Steigerung ergibt sich insbesondere aufgrund der Expansion und der damit verbundenen gestiegenen Geschäfts- und Firmenwerte. Außerdem hat die Verlag Herder GmbH ihre Beteiligung an der Kitalino GmbH auf 75,00 % erhöht. Den Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR standen Investitionen in Höhe von 4,6 Mio. EUR gegenüber. Der größte Teil der Investitionen floss in die beschriebenen beiden Zukäufe sowie in die Anteilserhöhung. Darüber hinaus fanden Investitionen in Software-Lizenzen statt, um die IT-Landschaft des Verlages auszubauen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beläuft sich auf 29,3 % (Vj. 12,1 %).

Das Umlaufvermögen stieg leicht auf 14,7 Mio. EUR (Vj. 14,4 Mio. EUR). Die Vorräte erhöhten sich spürbar um 1,1 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR. Die Erhöhung ist vor allem von der Entwicklung der fertigen Erzeugnisse und Waren (+ 1,0 Mio. EUR) abzuleiten. Die Entwicklung ergibt sich unter anderem mit der (Teil-)Übernahme der beiden Lager wbg und G/Geschichte im Rahmen der Zukäufe.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 8,6 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR erhöht. Die Entwicklung basiert zum einen auf den gestiegenen Forderungen aus Lieferung und Leistung (+ 555 TEUR), ableitbar insbesondere von der Sortimentserweiterung und der damit einhergehenden Erweiterung an Kunden. Zum anderen stiegen die sonstigen Vermögensgegenstände um 34 TEUR.

Die flüssigen Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um rund1,4 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR deutlich gesunken. Grund hierfür ist unter anderem das letztjährige Vorhalten des Kaufpreises für die Transaktion der wissenschaftlichen Buchgesellschaft.

Das Eigenkapital beläuft sich auf 8,0 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR). Die Steigerung ergibt sich aufgrund einer Erhöhung zugunsten der Kapitalrücklagen durch eine Zuzahlung der Gesellschafterin. Die Eigenkapitalquote sank auf 38,1 % (Vj. 45,7 %).

Die Rückstellungen sind von 3,3 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR gesunken. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Rückstellungen für ausstehende Absatzhonorare, Remissionen, Kundenboni und Rückstellungen aus dem Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen auf 1,0 Mio. EUR (Vj. 0 TEUR). Die laufenden Bankkonten werden auf Guthabenbasis geführt. Zum Bilanzstichtag besteht eine nicht ausgenutzte Kreditlinie für die Herder-Gruppe in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 2,3 Mio. EUR (Vj. 1,3 Mio. EUR) deutlich gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) umfassen nebst der Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft nach Verrechnung mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen gegen die Muttergesellschaft auch ein kurzfristiges Darlehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen leicht auf 1,9 Mio. EUR (Vj. 1,3 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um kreditorische Debitoren sowie Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzämtern.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen leicht auf 2,7 Mio. EUR (Vj. 2,0 Mio. EUR). Es handelt sich vor allem um Zeitschriften-Abonnement-Erlöse.

Die Gesellschaft nutzt zur Finanzierung in erster Linie die bestehenden Bankguthaben und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die primäre Liquiditätsquelle zum Aufbau von Zahlungsmitteln und sonstigen Geldanlagen ist die laufende Geschäftstätigkeit. Mit einem soliden Bestand an liquiden Mitteln von 0,8 Mio. EUR werden Flexibilität, Sicherheit und Unabhängigkeit sichergestellt. Kreditlinien, über die im Bedarfsfall zusätzliche Liquiditätspotenziale genutzt werden können, stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung. Die Verlag Herder GmbH war im Geschäftsjahr 2024 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Sie hat im Berichtsjahr die aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft resultierende Zahlungsverpflichtung des Vorjahres von 1,2 Mio. EUR abgeführt.

2.3.3 Gesamtbetrachtung

Das Geschäftsjahr 2024 der Verlag Herder GmbH war in der Gesamtbetrachtung erfolgreich. Der Verlag hat gemäß seiner Strategie 2024 anorganisches Wachstum in Form von zwei Zukäufen zur Sortimentserweiterung sowohl im Buch- als auch Zeitschriftenbereich durchgeführt. Die Expansion hat entsprechend auch zu einer Umsatzsteigerung beigetragen. Das Ziel einer steigenden EBIT-Marge konnte dennoch nicht erreicht werden. Grund hierfür ist nebst den Herausforderungen aus den Rahmenbedingungen auch Einmalkosten aufgrund der Zukäufe, die das Ergebnis der Verlag Herder GmbH entsprechend im Jahr 2024 belasten. Herder zeigte erneut seine Flexibilität und Reaktionsfähigkeit. Die eingeleiteten Maßnahmen konnten die Umweltfaktoren merklich abfedern. Die erfolgreiche Entwicklung der Verlag Herder GmbH ist nebst Erreichung der Strategie 2024 auch an Faktoren wie der Auszeichnung als Great Place to Work® , die Herder 2023 erhielt, erkennbar. Herder beweist erneut, wirksame Strategien nicht nur planen zu können, sondern diese erfolgreich umzusetzen, was wiederum die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv beeinflusst.

3. Prognosebericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

„Für das Jahr 2025 erwartet die Bundesregierung in ihrer Jahresprojektion einen moderaten Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts um 0,3 Prozent“, so der Jahreswirtschaftsbericht 2025. Im Bericht wird hierzu erläutert, dass „die Maßnahmen der Wachstumsinitiative als Folge des vorzeitigen Koalitionsendes nur zum Teil umgesetzt werden konnten. Zusätzlich haben sich die außenwirtschaftlichen Risiken mit Blick auf die angekündigte US-Handelspolitik deutlich erhöht, was die Exportperspektiven dämpft.“ Das ifo-Institut (Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung) rechnet in zwei Szenarien. Ausschlaggebend für die Entwicklung ist nach Ansicht des ifo-Institutes die Attraktivität des Standortes Deutschland für die Industrie. Sollte sich eine schleichende Deindustrialisierung ergeben, so wird das preisbereinigte BIP in 2025 lediglich um 0,4 % steigen. Alternativ, einhergehend „mit einer zügigen Verbesserung der Standortfaktoren“ prognostiziert das ifo-Institut ein preisbereinigtes BIP von 1,1 %.

„Der Inflation sdruck nimmt in beiden Szenarien gleichermaßen ab. Allerdings dürfte die Inflationsrate im kommenden Jahr mit 2,3 % in etwa auf dem Niveau des laufenden Jahres liegen“, so die Einschätzungen des ifo-Institutes. Das BMWK geht von einer Inflationsrate von 2,2 % aus und erläutert: „Zwar entfallen tendenziell die inflationsdämpfenden Effekte seitens der Energie, aber die Preise an den Terminmärkten deuten derzeit nicht darauf hin, dass es erneut zu nennenswerten Preisniveauanstiegen kommt.“ Das BMWK schätzt, dass der private Konsum bis Frühjahr aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten verhalten ausfallen wird allerdings nach der Regierungsbildung „Fahrt aufnehme“, und prognostiziert einen Konsumzuwachs von 0,5 % im Vorjahresvergleich.

Das BMWK geht für 2025 davon aus, dass die Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland um rund 120.000 Personen sinken wird. Hierbei sieht das BMWK einen „Beschäftigungsaufbau im Bereich der sozialen Dienstleistungen“ und einen weiteren „Abbau [...] in den produzierenden Branchen“. Außerdem sieht das BMWK ein qualifikatorisches Mismatch zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage. Das ifo-Institut prognostiziert in beiden Szenarien einen Anstieg der Arbeitslosenquote von 6,3 % bzw. 6,1 % bei einer Stabilisierung des Standortes für die Industrie.

3.2. Branchenentwicklung

Gemäß Frau Schmidt-Fridrichs ist „die Lage auf dem Buchmarkt [...] - wie in der gesamten Wirtschaft - weiterhin stark angespannt.“ Sie betont, dass „Fakten, Wissen und inspirierende Geschichten [...] unerlässliche Werkzeuge [seien], um die komplexe und krisenbehaftete Wirklichkeit zu verstehen und zu bewältigen“. Entsprechend ist es ein wichtiger Faktor, als Medienunternehmen in diesen anhaltend unruhigen Zeiten die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit zu wahren.

KI und deren Einsatz ist in der Verlagsbranchenentwicklung ein zentrales Thema. Der Einsatz kann in unterschiedlichen Feldern stattfinden, zum einen inhaltlicher Natur in Form von KI generierten Texten und Bildern, zum anderen in generellen Geschäftsprozessen und Abläufen. Diskurs findet aktuell insbesondere Content-seitig statt. „Während einige Unternehmen künstliche Intelligenz als Motor für Innovation und neue Geschäftsmodelle [sowie Effizienzsteigerung] betrachten, fürchten andere um ihre Inhalte [...] [in Bezug auf Qualität und Urheberrecht.]“. Unabhängig vom Dafür- oder Gegenhalten besteht Einigkeit, dass die Wahrung von Authentizität und Transparenz wichtig ist. Entsprechend zentral ist die Kennzeichnung und offene Kommunikation zum Einsatz von KI, so ein Artikel vom Medien Netzwerk Bayern. In diesem wird auch die KI-Expertin Dr. Léa Steinacker zitiert „Unsere größte Verantwortung ist es, herauszufinden, wo KI sinnvoll ist und wo wir besser auf menschliche Fähigkeiten vertrauen.“ KI als Assistenzsystem im Alltag wird als Chance in der Verlagsbranche angesehen. „Überall dort, wo Routineaufgaben und zeitfressende Tätigkeiten vereinfacht werden können, ist ein Einsatz denkbar und wahrscheinlich“, so ZMG.

Trotz der Unterstützung von KI in generellen Geschäftsbereichen, wird - wie bereits im Vorjahr erkennbar - die technische Entwicklung den Fachkräftemangel nicht ausbremsen können. Gemäß einer Untersuchung von Prof. Seeger (Hochschule der Medien), durchgeführt bei Studierenden, zeigt die Wichtigkeit des Images eines Arbeitgebers auf. „Es wird sich zu einer zentralen Aufgabe entwickeln, junge Menschen mit marktfähigen Arbeitsverhältnissen in einer New-Work-Welt, die von Remote-Arbeit, wertschätzender Führung, aber auch einer persönlichen Förderung geprägt ist, von der Branche überzeugen zu können“, so die ZMG. Im Big Ideas 2025 von LinkedIn werden personalisierte Benefits als Must-have betitelt, d.h. Mitarbeitenden stellen die für sie relevanten Benefits zusammen. Darunter sind nebst Rentenplänen auch Fitness-Mitgliedschaften und flexible Arbeitszeitregelungen aufgeführt.

3.3. Prognose für die Verlag Herder GmbH

Aufgrund der andauernden stark wandelnden Rahmenbedingungen ergibt sich verstärkt ein stetiger Bedarf an Flexibilität. Zwar ist der Verlag Herder in der Position, nicht nur auf teils sich schnell ändernde Bedürfnisse der Konsumenten, sondern auch auf Bedürfnisse der Mitarbeitenden, Lieferanten und B2B-Kunden zu reagieren, allerdings erschwert diese Schnelllebigkeit die Abgabe einer Prognose für die Verlag Herder GmbH.

Der Fokus für das Geschäftsjahr 2025 und Folgejahre liegt auf der stetig positiven Entwicklung der EBIT-Marge. Hierzu wurde eine Organisationsumstrukturierung vorgenommen. Die Struktur setzt den Schwerpunkt auf unsere Produkte. Die Bereiche Content und Reach werden zusammengeführt und in den drei Themenwelten: Pädagogik & Familie, Geschichte & Zeitgeschehen sowie Religion & Theologie gedacht. Der Produktfokus ist auch im Projekt „FutureBrand“ mit Neuausrichtung der Corporate Identity und des Corporate Design ersichtlich. Der Business-Bereich entwickelt sich weiter: Human Resources wird zu People & Culture, mit Fokus auf Menschen und Kultur. Der Bereich Product wurde zu Operations erweitert und umfasst nun auch Prozessoptimierung, -automatisierung und KI-gestützte Prozesse. 2025 wird die technische Entwicklung, besonders im Finance-Bereich, voranschreiten und modernisiert.

Entsprechend der neuen Struktur verfolgt die Strategie 2025 unter anderem die Ziele: Entwickelung passgenauer Kampagnen, Produkte und Erlösmodelle für unsere (neuen) Zielgruppen, Erhöhung der Sichtbarkeit im Markt und Steigern unserer Marktanteile, Optimierung unserer Prozesse und nachhaltige Wertschöpfung sowie Erweiterung der Bedingungen für flexibles und agiles Arbeiten. Die Strategie zahlt auf unsere Vision ein: Wir kennen unsere Märkte, erschließen neue und richten unsere Produkte konsequent an den Zielgruppen aus. Wir denken und arbeiten in Themenwelten & Kampagnen. Organisation & Prozesse sind KI-unterstützt, remote first, 100 Prozent in der Cloud und teambasiert, damit wir nachhaltig unsere Wertschöpfung steigern.

Für 2025 rechnet Herder mit einem deutlich steigenden Umsatz gegenüber 2024. Darüber hinaus erwartet Herder eine deutlich positive EBIT-Marge, die leicht höher als im Vorjahr ausfallen wird. Mit Kostenbewusstsein, der weiteren Digitalisierung der Prozesse und der Umstrukturierung begegnet der Verlag den wirtschaftlichen Herausforderungen.

4. Chancen- und Risikobericht

Anhand der vorausgehenden Analysen ist erkennbar, dass für das kommende Jahr die drei größten Herausforderungen für Verlage in Deutschland

der andauernde Fachkräftemangel,

Konzentration auf Spitzentitel im Buchmarkt sowie

der verstärke Kostendruck (Herstellung und technische Weiterentwicklung)

darstellen. Hieran ist erkennbar, dass die Herausforderungen im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben sind. Entsprechend zentral ist es, auf diese Herausforderungen aktiv zu reagieren und aus den sich hieraus ergebenden Potenzialen die Stärke auf dem Markt zu festigen und auszubauen.

Herder hat bereits frühzeitig die sich ändernden Marktbedingungen erkannt und entsprechende Maßnahmen gegen den vorherrschenden Fachkräftemangel in Deutschland entwickelt. Die People-Culture-Abteilung hat ein breit angelegtes Programm zur Professionalisierung des Personalmanagements aufgebaut, in dem die Mitarbeitenden im Mittelpunkt stehen. Die sowohl nach innen als auch nach außen ausgelegten Maßnahmen heben die Qualität, die Herder als Arbeitgeber bietet, hervor und bauen diese aus. Aus diesem Grund versteht der Verlag diese Entwicklung als Chance, um auch zukünftig ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Die Wirkung dieser Maßnahmen ist an der Auszeichnung als Great Place to Work® erkennbar. Jede und jeder Mitarbeitende des Verlages erfährt eine individuell auf die Person zugeschnittene Förderung. Hierbei liegt der Fokus sowohl auf der fachlichen als auch auf der persönlichen Weiterentwicklung. Ziel ist es, die Zufriedenheit der bestehenden Mitarbeitenden auf ein nachhaltig hohes Niveau zu heben und zu halten. Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten, die Herder bietet, auch nach außen getragen werden, um so das Employer Branding Verlag Herder GmbH nachhaltig hervorzuheben und zu stärken.

Die Konzentration auf wenige Spitzentitel beim Endkonsument ist bereits seit Längerem im Buchmarkt zu beobachten. Dies zeigen auch die Absatzkennzahlen aus Media Control im Geschäftsjahr 2024. Die Verschärfung dieses Trends ergibt sich zusätzlich durch den stationären Buchhandel und die damit einhergehende endliche Verkaufsfläche. Herder ist mit seinem breiten Angebot, das sowohl aus diversen Zeitschriften als auch Büchern besteht gut aufgestellt. Die Breite und Sicherstellung des Angebotes wurde im Jahr 2024 mittels zwei Zukäufen in Form der wbg und G/Geschichte untermalt. Der Verlag vertreibt nicht ausschließlich über den Handel, sondern verkauft seine Ware auch direkt an den Endkonsumenten. Herder legt unabhängig des Bereiches großen Wert auf eine Autorenschaftbindung. Sie sorgt dafür, dass Herder mit diversen Autoren bereits seit Langem erfolgreich Bücher auf den Markt bringt. Auch sorgt die enge Zusammenarbeit mit den Autoren dafür, dass die Kunden oftmals nicht nur über die Kommunikationswege des Verlages, sondern auch über die des Autors erreicht werden. Dennoch gilt es weiterhin, bei der Titelauswahl und -produktion sorgfältig den Markt zu analysieren und Risiken abzuwägen.

Die Belastung des hohen Kostendruckes hat sich in der Verlagsbranche zu einem stetigen Thema entwickelt. Hierzu zählen zum einen die hohen Herstellkosten. Insbesondere Papier und Druck weisen eine hohe Energieintensität auf, die besonders seit dem Angriffskrieg Russlands einen zentralen Kostensteigerungspunkt umfasst. Zum anderen zählt die Notwendigkeit der technischen Weiterentwicklung unter anderem in Richtung KI dazu. Die entstandenen Belastungen und Handlungsfelder beeinflussen auch die Entscheidungen und Entwicklungen der Verlag Herder GmbH. Dies ist am Beispiel der gestiegenen Investitionskosten insbesondere in die technische Weiterentwicklung des Verlages zu sehen. Hieran ist zu erkennen, dass Herder diese Situation als Chance versteht, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Herder profitiert hinsichtlich der Teuerung der Herstellkosten von seiner langjährigen Erfahrung auf dem Markt und den gefestigten Geschäftsbeziehungen mit seinen Lieferanten. Die technische Weiterentwicklung gestaltet der Verlag bereits seit Jahren aktiv unter anderem zusammen mit seinem Kooperationspartner Pondus weiter. Die Verzahnung der beiden Themenfelder ist am Beispiel der Vermeidung von zu hohen Kosten durch die verbesserte Kalkulation der Auflagenhöhe mittels KI erkennbar.

Anhand der aufgeführten Herausforderungen der Verlagsbranche ist erkennbar, dass die Verlag Herder GmbH hinsichtlich ihrer sehr guten Struktur sowie ausgereiften Prozesse in der Lage ist, auch kurzfristig auf die sich ergebenden Umweltfaktoren zu reagieren. Diese Flexibilität ist insbesondere aufgrund der mittel- und langfristig ausgelegten Strategien und Vision möglich. Jede und jeder Mitarbeitende kennt nicht nur das gemeinsame Ziel, sondern hat es auch selbst mitskizziert und kann es aktiv mitgestalten. Dies fördert nicht nur die Verbundenheit zum Verlag, sondern bietet Sicherheit und fördert die Gemeinschaft. Außerdem sind hierdurch potenzielle Risiken früh bekannt und eine schnelle Reaktion ist möglich.

Die Führung des Verlages stellt sicher, dass Herder seinen Werten und Grundprinzipien in der Moderne treu bleibt und somit einen zuverlässigen Begleiter für seine Stakeholder darstellt. Gleichzeitig wird die Marke Herder weiterentwickelt, um als einer der Toparbeitgeber in der Region zu gelten. Auch wird durch Maßnahmen wie die Organisationsumstrukturierung der kontinuierliche Fokus auf das Programm und den Inhalt sowie die Bindung und Gewinnung von Autorinnen und Autoren garantiert. Hierdurch wird ebenfalls sichergestellt, dass Herder frühzeitig auf sich verändernde Kundenbedürfnisse und Marktentwicklungen reagiert.

Hinzu kommt die Chancenergreifung der Digitalisierung: Herder investiert weiterhin in seine Technologien. Der Paradigmenwechsel der Branche wird nicht nur angenommen, sondern aktiv mitgestaltet, wie am Beispiel des Projektes „Radar“ erkennbar ist. Darüber hinaus sorgt Herder auch mittels des Digital Advisory Board und des Teams Kulturwandel dafür, dass die Produktformen und Geschäftsmodelle digital gedacht werden und der Transformationsprozess alle Mitarbeitenden miteinschließt. Die KPI-gesteuerte Ausrichtung stellt sicher, dass der Verlag die positive Entwicklung der vergangenen Jahre nicht nur beibehält, sondern ausbaut.

Branchenübergreifende Unternehmensrisiken wie Forderungsausfall werden als gering eingeschätzt. Die Verlag Herder GmbH ist mit seinem Angebotsportfolio und der Kundenstruktur sehr breit aufgestellt, sodass Forderungsausfälle durch Insolvenzen in Bezug auf Umsatz und Forderungsbestand gering sind. Potenzielle Einzelausfallrisiken werden über ein kontinuierliches Debitoren-Management mittels Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Cyberangriffe werden als moderat eingestuft. Um diese zu verhindern ist ein detailliertes Risikomanagement implementiert. Wie für alle Unternehmen ist Cyber-Security auch für Herder ein andauernder Prozess, der in Zusammenarbeit mit externen Experten kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Das Risikomanagement fokussiert im Wesentlichen folgende Bereiche:

tägliche Kontrolle der Liquiditätsentwicklung,

tägliche Kontrolle der Umsatzentwicklung,

monatliche Kontrolle sämtlicher Kostenblöcke sowie

monatliche Kontrolle der Ergebnisentwicklung.

Etwaige Abweichungen der IST-Zahlen gegenüber der Jahres- und Monatsplanzahlen werden mit den jeweils Verantwortlichen der Geschäftsbereiche analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Hierauf basierend ergeben sich keine aggregierten Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich. Chancen und Risiken der Verlag Herder GmbH sind ausgewogen.

 

Freiburg im Breisgau, 22. April 2025

Simon Biallowons, Geschäftsführer

Philipp Lindinger, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezemeber 2024

AKTIVA

EUR EUR EUR 31.12.2023
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.706,41 393
2. Geschäfts- und Firmenwert 2.672.332,69 0
3. Geleistete Anzahlungen 27.608,76 28
2.966.647,86 422
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 49.635,34 60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 266.820,16 291
316.455,50 351
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 2.847.286,00 1.220
2.847.286,00 1.220
6.130.389,36 1.993
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.991,13 37
2. unfertige Erzeugnisse 517.171,98 360
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.060.322,61 3.108
4.592.485,72 3.505
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.073.575,24 4.519
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.488.248,10 3.361
3. sonstige Vermögensgegenstände 741.819,81 708
9.303.643,15 8.588
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 841.531,66 2.276
14.737.660,53 14.370
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.938,16 72
20.939.988,05 16.434

PASSIVA

EUR EUR 31.12.2023
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52
II. Kapitalrücklagen 7.881.355,82 7.404
III. Gewinnrücklagen 47.920,03 48
7.981.275,85 7.504
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 1
2. sonstige Rückstellungen 3.141.380,12 3.266
3.141.380,12 3.267
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000.000,00 0
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 360.238,23 189
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.259.029,47 1.342
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.578.627,79 795
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.907.193,60 1.327
7.105.089,09 3.652
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.712.242,99 2.012
20.939.988,05 16.434

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezemeber 2024

EUR EUR EUR EUR 31.12.2023
TEUR
1. Rohergebnis 18.182.854,04 17.877
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.515.546,37 6.270
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.393.514,57 1.325
davon für Altersversorgung: 150,72 EUR (Vj. 118,92 EUR)
7.909.060,94 7.596
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 476.200,26 356
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.245.951,91 8.283
17.631.213,11 16.235
551.640,93 1.642
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 183.401,59 118
davon aus verbundenen Unternehmen: 182500 EUR (Vj. 115536,67 EUR)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.869,59 26
davon an verbundenen Unternehmen: 22351,78 EUR (Vj. 17182,06 EUR)
140.532,00 92
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 241.758,26 547
8. Ergebnis nach Steuern 450.414,67 1.188
9. Sonstige Steuern 262,00 0
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -450.152,67 -1.187
11. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Allgemeine Hinweise

Die Verlag Herder GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 203 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher nachfolgend aufgegliedert sowie erläutert. Aus dem gleichen Grund sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und Davon-Vermerke nachfolgend dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über einen Zeitraum zwischen 3 und 5 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungszeiträume von erworbenen Geschäfts- und Firmenwerten werden anhand von Haltbarkeitsberechnungen des jeweiligen Objektes abgeleitet und liegen zwischen 9 und 12 Jahren. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum zwischen 2 und 13 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von 250,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Nettoeinzelwert von mehr als 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurde das Sammelpostenverfahren angewandt. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschalierend jeweils 20 % p. a. im Jahr für dessen Zugänge gebildet und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren kommt die Lifo-Methode (Last in, first out) zur Anwendung.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Kostenträgerrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren technischen Herstellungskosten und direkt zurechenbaren Pauschal- und Garantiehonoraren auch die Lektorats- und Herstellungsgemeinkosten je Programmbereich berücksichtigt wurden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten sowie aus verlustfreier Bewertung ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bilanziert.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Der Ansatz eines Überhangs von aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nicht angesetzt. Als Steuersatz zur Ermittlung der latenten Steuern wurde der Steuersatz der Muttergesellschaft in Höhe von 30 % angewendet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips umgerechnet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Kursgewinne vereinnahmt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz in TEUR

Eigenkapital Ergebnis Beteiligung
Inland
Kitalino GmbH, Berlin - 3.512 - 1.396 75,00 %

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in TEUR

31.12. 2024 31.12. 2023
Forderungen aus Lieferung und Leistung 5.074 4.519
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.488 3.361
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 742 708
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
9.304 8.588

Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Forderungen gegen verbundene Unternehmen als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 204 TEUR (Vj. 258 TEUR) und in Höhe von 3.286 TEUR (Vj. 3.103 TEUR) als sonstige Vermögensgegenstände auszuweisen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen solche gegen Gesellschafter in Höhe von 0 TEUR (Vj. 0 TEUR). Die Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung wurde mit einer bestehenden Forderung gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 1 TEUR verrechnet.

Eigenkapital

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich ausschließlich um andere Gewinnrücklagen nach § 266 Abs. 3 A.III.4 HGB. Die Erhöhung der Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2024 basiert auf einer Einzahlung der Gesellschafterin.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Körperschaft- und Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für noch zu zahlende Autorenhonorare, Remittenden, Übersetzungs- und Abdruckrechte sowie für Rückstellungen im Personalbereich und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12. 2024
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit ≤ 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 1.000 0 1.000
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 360 0 0 360
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 2.259 0 0 2.259
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1.579 0 0 1.579
Sonstige Verbindlichkeiten 1.907 0 0 1.907
davon aus Steuern 519 0 0 519
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
6.105 1.000 0 7.105
31.12. 2023
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit ≤ 1 Jahr > 1 Jahr
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 189 0 189
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.342 0 1.342
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 795 0 795
Sonstige Verbindlichkeiten 1.327 0 1.327
davon aus Steuern 818 0 818
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0
3.652 0 3.652

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind über eine Bürgschaft der Mutter abgesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind vorbehaltlich des gesonderten Ausweises in Höhe von 1.248 TEUR (Vj. 73 TEUR) als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 330 TEUR (Vj. 722 TEUR) als sonstige Verbindlichkeiten auszuweisen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegen Gesellschafter in Höhe von 330 TEUR (Vj. 722 TEUR).

Haftungsverhältnisse

Aus der Beanspruchung von Avalkrediten aus dem Kreditrahmenvertrag mit der Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau bestehen Haftungsverbindlichkeiten aus Bankbürgschaften in Höhe von 44 TEUR (Vj. 44 TEUR).

Das Risiko einer Inanspruchnahme für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Gesellschaft als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4.189 TEUR (davon gegenüber der Gesellschafterin 952 TEUR). Im Einzelnen betreffen diese jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen. Die Mietverträge betreffen im Wesentlichen die Büroräume in München und Berlin. Die Dienstleistungsverträge betreffen im Wesentlichen einen mit der Gesellschafterin, der Herder GmbH, abgeschlossenen Konzernumlagevertrag über zentral erbrachte Dienstleistungen sowie EDV-Dienstleistungsverträge mit der badenIT GmbH sowie Pondus Software GmbH.

Die Verträge enden zwischen 2025 und 2030.

Fälligkeit
in TEUR
Im Folgejahr 2.563
Innerhalb von 2 bis 5 Jahren 1.627

Außerbilanzielle Geschäfte

Auslagerung betrieblicher Funktionen - Zweck

Die Verlagsauslieferung für End- und Handelskunden erfolgt über externe Dienstleister. Diese übernehmen die Einlagerung, Lagerhaltung sowie Auslieferung der Verlagswerke. Bei Handelskunden übernimmt der Dienstleister außerdem die Auftragsbearbeitung, Fakturierung und Debitorenbuchhaltung.

Die IT-Infrastruktur des Verlages wird durch einen externen Dienstleister betrieben. Er übernimmt die Betreuung der gesamten Hard- und Software des Verlages, insbesondere den Betrieb der Server, Betriebssysteme, Datenbanken sowie die Erbringung von Cyber Security Maßnahmen als Generalunternehmer. Der Application Support und der Service Desk wurden 2023 wieder ins Haus geholt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von 0 TEUR (Vj. 11 TEUR) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von 14 TEUR (Vj. 1 TEUR) enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Steuern für Vorjahr in Höhe von 3 TEUR (Vj. 5 TEUR).

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

 

Simon Biallowons, verlegerischer Geschäftsführer, München

 

Philipp Lindinger, kaufmännischer Geschäftsführer, Freiburg

Bezüglich der Angabe der Organgesamtbezüge wird von der Befreiung gemäß § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeitende

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden:

2024
Angestellte 163
Arbeitende 2
Geringfügig Beschäftigte 15
180

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.

Konzernverhältnisse

Die Verlag Herder GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Herder GmbH, Freiburg i. Br. Es besteht gegenüber der Muttergesellschaft ein Ergebnisabführungsvertrag.

 

Freiburg i. Br., 22. April 2025

Simon Biallowons, Geschäftsführer

Philipp Lindinger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.415.683,58 115.387,40 660,00 24.836,23 6.506.894,75
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 2.811.905,00 0,00 0,00 2.811.905,00
3. Geleistete Anzahlungen 28.268,76 0,00 -660,00 0,00 27.608,76
6.443.952,34 2.927.292,40 0,00 24.836,23 9.346.408,51
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 480.841,19 0,00 0,00 0,00 480.841,19
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 752.341,03 59.246,48 0,00 25.479,19 786.108,32
1.233.182,22 59.246,48 0,00 25.479,19 1.266.949,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.219.786,00 1.627.500,00 0,00 0,00 2.847.286,00
1.219.786,00 1.627.500,00 0,00 0,00 2.847.286,00
8.896.920,56 4.614.038,88 0,00 50.315,42 13.460.644,02
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2024
EUR
Umbuchungen
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.022.350,76 242.673,81 24.836,23 6.240.188,34
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 139.572,31 0,00 139.572,31
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.022.350,76 382.246,12 0,00 24.836,23 6.379.760,65
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 420.756,31 10.449,54 0,00 431.205,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.262,75 83.504,60 25.479,19 519.288,16
882.019,06 93.954,14 0,00 25.479,19 950.494,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.904.369,82 0,00 476.200,26 0,00 50.315,42 7.330.254,66
Buchwerte
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.706,41 393.332,82
2. Geschäfts- und Firmenwert 2.672.332,69 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 27.608,76 28.268,76
2.966.647,86 421.601,58
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 49.635,34 60.084,88
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.820,16 291.078,28
316.455,50 351.163,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.847.286,00 1.219.786,00
2.847.286,00 1.219.786,00
6.130.389,36 1.992.550,74

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verlag Herder GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 24. April 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan-Niklas Schreiber, Wirtschaftsprüfer

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Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 29.04.2025 festgestellt.

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