Vamilia Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Amelie Andrea Tautor seit 1.2.2024 | Prokura |
Valeria Sittner seit 1.2.2024 | Prokura |
Anna Magdalena Kanele seit 20.5.2022 | Prokura |
Simon Karl Ferdinand Biallowons seit 1.12.2020 | Geschäftsführer |
Philipp Willi Karlheinz Lindinger seit 1.12.2020 | Geschäftsführer |
Stefan Dr. Orth seit 23.11.2017 | Prokura |
Roman Holletschek seit 23.11.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Herder Verwaltungs GmbH | 94.90% |
Bartholomä Herder Stiftung | 5.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Verlag Herder GmbHFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024der Verlag Herder GmbH1. Grundlagen der GesellschaftDie ersten Herder-Bücher wurden 1798 von Bartholomä Herder in Rottweil verlegt. 1801 erhielt Herder in Meersburg die offizielle Befugnis, einen Verlag zu gründen. Seit 1808 hat dieser seinen Stammsitz in Freiburg. Neben Freiburg hat die Verlag Herder GmbH (nachfolgend auch Verlag Herder, Herder oder Verlag genannt) heute Niederlassungen in München und Berlin. Der Verlag mit seiner mittlerweile über 225-jährigen Geschichte wird innerhalb der Herder-Gruppe seit 2000 in sechster Generation von Manuel Herder geführt. Manuel Herder zog sich 2021 aus dem operativen Geschäft der Verlag Herder GmbH zurück. Seit März 2021 liegt sein Fokus auf den strategischen Aufgaben der Holding. Seither bilden Simon Biallowons und Philipp Lindinger die geschäftsführende Doppelspitze der Verlag Herder GmbH. Der Verlag Herder ist sowohl im B2C- als auch im B2B-Geschäft aktiv und veröffentlicht Bücher und Zeitschriften in Fach- und Publikumsmärkten. Herder setzte 2024 auf Expansion. Zum einen hat der Verlag zum 2. Januar 2024 Teile der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (wbg) erworben. Die Transaktion umfasst mehr als 200 lieferbare Back- und Frontlisttitel, die Zeitschriften „Archäologie in Deutschland“ und „Antike Welt“ sowie den Bereich „Publishing Services“. Herder erweiterte durch die Übernahme seine Präsenz im historischen Sach- und Fachbuch sowie dem Special Interest-Zeitschriftenmarkt. Zum anderen hat Herder zum 1. November 2024 den Geschäftsbereich „Historische Magazine“ der Roularta Media Group übernommen, dazu gehören die renommierten Titel „G/Geschichte“ und „G/Geschichte Portrait“. Mit dieser Übernahme stärkte Herder sein Portfolio historischer Inhalte und förderte die Synergie zwischen Zeitschriften- und Buchsegment. Im Buchbereich sind die Marken Herder und wbg Theiss für das Geschäftsjahr 2024 maßgeblich. Das Buchprogramm erstreckt sich über die Themenbereiche Theologie und Philosophie, Religion und Spiritualität, Lebensgestaltung und Psychologie, Pädagogik und Kinderbuch sowie Geschichte und Politik. Im Jahr 2024 wurden etwa 400 Neuerscheinungen veröffentlicht. Das Zeitschriftenprogramm umfasst 23 Objekte mit Schwerpunkten in den Bereichen Religion, Theologie, Geschichte und Pädagogik, insbesondere mit Fokus auf frühkindliche Pädagogik. Die religiös-theologischen Zeitschriften behandeln ein breites Spektrum von kirchlicher Praxis bis hin zu lebensnaher spiritueller Begleitung im Alltag und fachwissenschaftlichem Diskurs. Das Programm der Pädagogik enthält Fachzeitschriften für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Seit 2024 erweitern die Zeitschriften „Antike Welt“, „Archäologie in Deutschland“ und „G/Geschichte“ das Portfolio und bilden im historischen Spektrum Synergien mit dem Buchbereich. Die Unternehmensstruktur orientierte sich im Jahr 2024 an der sogenannten Holokratie, einer agilen Unternehmensorganisation. Sie umfasst drei Steuerungsteams: Business, Content und Reach. Gemeinsam mit der Geschäftsführung bilden die Steuerungsteams ein agiles Entscheidungsgremium, das sogenannte Management-Board. Es behandelt sowohl operative als auch strategische Themen. Die enge Verzahnung des Management-Boards zeigt sich unter anderem anhand eines gemeinsam abgestimmten Strategieprozesses, regelmäßiger bereichsübergreifender Projekte sowie von Austauschformaten. Außerdem unterstützen einheitliche Prozesse und Standards die Nutzung von Synergieeffekten. Das Management-Board steht entsprechend für eine direkte Einbindung der Mitarbeitenden. Herder fokussiert sich in Forschung und Entwicklung weiterhin auf eine inhaltliche Weiterentwicklung und die Anpassung des Produktportfolios, um den sich verändernden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Parallel dazu erweitert der Verlag kontinuierlich sein Produktportfolio durch den Ausbau des digitalen Angebots. Es umfasst die digitale Erweiterung von Zeitschriftenprodukten und des Webshops, wobei zielgruppenspezifische Angebote entwickelt werden, die einen Mehrwert beim Konsum bestehender Produkte bieten. Dies beinhaltet die Entwicklung von E-Paper-Apps, die etablierte Apps durch Paid-Content ergänzen. Um die Produkt- und Organisationsentwicklung weiter voranzutreiben, hat Herder im Digital Advisory Board externe Experten verschiedenster Branchen versammelt. Dieses beschäftigt sich prioritär mit der digitalen Produktentwicklung und der Portfoliostrategie. Verschiedene interne Projektteams sammeln als Vorreiter Erfahrungen rund um die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) zur Digitalisierung von Arbeitsprozessen. Das interdisziplinäre Team Kulturwandel hat im Jahr 2024 weiterhin intensiv Impulse zur Prozesserfassung im Verlag gesetzt und ein unternehmensweites Tool dazu ausgerollt. Außerdem wurde ein internes Format geschaffen, um den Austausch zum Thema KI zu fördern sowie Bewusstsein und Vertrauen dafür zu schaffen, Personen zu vernetzen und neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Im Bereich Human Resources fördert Herder proaktiv sein Employer Branding. In diesem Rahmen wurde Herder 2023 als Great Place to Work® ausgezeichnet und stärkt somit seine Positionierung als attraktiver Arbeitgeber in der Verlagsbranche. Der Verlag schafft Raum, um neue Formen der Zusammenarbeit zu etablieren, schafft Transparenz über die Transformation des Unternehmens und fördert durch zielgerichtete Maßnahmen die Arbeitsplatzkultur sowie die Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Dabei steht er für eine transparente Organisations- und nachhaltige Personalentwicklung, für die Professionalisierung von Arbeitsformen sowie für die Förderung der Arbeitsplatzzufriedenheit. Das IT - Management bei Herder setzte im Rahmen der Strategie 2024 weiterhin Schwerpunkte in der Digitalisierung und Optimierung interner Prozesse und Workflows. Hierzu gehört unter anderem der Ausbau des Projektes „Radar“ inklusive der KI-gesteuerten Absatzprognose, auch die Ablösung der bisherigen Rechte- und Lizenzdatenbank mit unserem Kooperationspartner Pondus als Verlagssoftware-Hersteller. Außerdem wurde das Business Analytics-System „Power BI“ mit dem Schwerpunkt Abonnement um weitere Berichte und KPI erweitert. Darüber hinaus fand die Durchführung verschiedener Cyber-Security-Maßnahmen zur Gewährung der Sicherheit des Verlages im digitalen Raum statt. Die finanziellen Leistungsindikatoren (KPIs) sind insbesondere die Umsatzerlöse sowie die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT = Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Steuern zu den Umsatzerlösen). 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung „Seit der Corona-Pandemie und dem russischen Überfall auf die Ukraine stagniert die deutsche Wirtschaft infolge der damit verbundenen Energiepreisanstiege und Kaufkraftverluste“, so das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Jahreswirtschaftsbericht 2025. Gemäß den Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % gesunken. Dr. Ruth Brand (Präsidentin Destatis) erläutert: „Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Weg. Dazu zählen zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau, aber auch unsichere wirtschaftliche Aussichten. In diesem Umfeld schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 erneut.“ Die Inflation srate stieg 2024 im Jahresdurchschnitt um 2,2 % im Vorjahresvergleich gemäß den Erhebungen von Destatis. Destatis erläutert „[D]ie Inflationsrate [...] [fiel] deutlich geringer aus als in den drei vorangegangenen Jahren. Im Jahresdurchschnitt hatte sie 2023 bei + 5,9 %, 2022 sogar bei + 6,9 % und 2021 bei + 3,1 % gelegen.“ Gemäß des Berichtes verteuerten sich 2024 insbesondere Dienstleistungen mit + 3,8 %. Waren verteuerten sich lediglich um + 1,0 %, zu welchen auch Nahrungsmittel (+ 1,4 %) zählen. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stiegen im Vorjahresvergleich um + 0,3 %. Destatis erläutert „Die sich abschwächende Teuerung und Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten die Käufe nur bedingt ankurbeln.“ Diese Zurückhaltung ergab sich trotz des gestiegenen verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte von 4,5 %. 2024 stieg die Anzahl der Erwerbstätigen um 72.000 (+ 0,2 %) auf einen Jahresdurchschnitt von 46,1 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland. Destatis ergänzt „Der Anstieg der Erwerbstätigkeit verlor [...] deutlich an Dynamik und kam gegen Ende des Jahres 2024 zum Erliegen.“ Ausschließlich der Dienstleistungsbereich hatte zum Beschäftigungsaufbau beigetragen. Das produzierende und Baugewerbe verzeichneten einen Beschäftigtenabbau. Die Arbeitslosenquote lag mit 6,0 % leicht über dem Vorjahr (5,7 %). 2.2. Branchenentwicklung „Für viele Verlage, Buchhandlungen und Buchlogistiker war 2024 ein herausforderndes Jahr: Die Branche bekommt weiterhin die allgemeine Kaufzurückhaltung zu spüren, zudem hält der Kostendruck bei steigendem Bürokratieaufwand unvermindert an“, kommentiert Karin Schmidt-Friderichs (Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) die Entwicklungen des Buchmarktes 2024. Gemäß Auswertungen aus Media Control hat die Entwicklung des deutschsprachigen Buchmarktes (DACH) 2024 die Gemeinsamkeit von Umsatz- und Preissteigerung. In den Ländern Deutschland und Schweiz fing die Preissteigerung den gesunkenen Absatz auf. Anders ist dies in Österreich, dort stieg sowohl der Umsatz als auch der Absatz. Die Marktgröße steht in Relation zur Einwohneranzahl des jeweiligen Landes, wobei Deutschland sowohl im Umsatz als auch Absatz leicht heraussticht. In Kennzahlen ausgedrückt:
Quellen: Media Control (Handelspanel), Destatis, Statistik Austria und Bundesamt für Statistik Schweiz. Anmerkung: Für die Schweiz wurden die Kennzahlen zum Ende Quartal 3, 2024 verwendet. In Deutschland wurde 2024 für ein Buch im Durchschnitt 15,50 EUR (Vj. 15,12 EUR) bezahlt. Die Preissteigerung fand in nahezu allen Warengruppen statt. Die Entwicklung innerhalb der Warengruppen fällt sehr unterschiedlich aus. Die Warengruppen Belletristik sowie Sachbuch haben in Bezug auf Absatzmenge die größte Entwicklung im Jahr 2024 erfahren. Aus diesen beiden Bereichen sind auch die drei meistverkauften Bücher (Hardcover). „Es werden etwas weniger Bücher verkauft als früher, aber der Anteil der Bestseller an allen Verkäufen steigt“, so die Süddeutsche Zeitung. Entsprechend ist die Konzentration auf wenige Spitzentitel weiterhin zu sehen. Grund hierfür ist wie vom Buchreport vor Längerem analysiert: „Die richtigen Inhalte, prominente Autoren und langlebige Medienmarken bleiben der zentrale Erfolgsfaktor.“ Verschärft wird dies durch den stationären Buchhandel, der sich oftmals auf schnell verkäufliche Ware, insbesondere Spitzentitel, fokussiert. 2.3. Entwicklung der Verlag Herder GmbH 2.3.1. Erläuterung zur Ertragslage Das Rohergebnis ist mit 18,2 Mio. EUR leicht gestiegen (Vj. 17,9 Mio. EUR). 2024 ergab sich eine solide Umsatzsteigerung um 2,0 %. Die Umsatzsteigerung ergab sich unter anderem im Rahmen des strategischen Zieles anorganischen Wachstums und der damit verbundenen Sortimentserweiterung. Die Umsatzsteigerung fällt etwas geringer aus als im Rahmen der Planung vorgesehen. Die Ist-Plan-Differenz ergab sich vor allem aufgrund der schwierigen Entwicklung der Rahmenbedingungen, die bereits in den Abschnitten 2.1 und 2.2 beschrieben wurden. Die Personalkosten stiegen 2024 auf 7,9 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. EUR). Die leichte Erhöhung ergibt sich zum einen aufgrund strategischer Entwicklung der Löhne und Gehälter und zum anderen aufgrund der positiven Personalentwicklung im Zusammenhang der beiden Zukäufe wbg und G/Geschichte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 9,2 Mio. EUR (Vj. 8,3 Mio. EUR) merklich gestiegen. Die Steigerung ergibt sich insbesondere aufgrund der seit Mitte 2023 ausgelagerten Verlagsauslieferung für End- und Handelskunden. Entsprechend handelt es sich hierbei um eine Kostenverschiebung, vor allem zugunsten des Personalaufwands, innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Vertriebs- und Verwaltungskosten. Die EBIT - Marge (Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) als wesentliche intern verwendete Kennzahl zur Darstellung des Geschäftsverlaufs fällt positiv aus, liegt jedoch unter dem Vorjahresniveau und damit unter den Erwartungen des Vorjahres. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Kosten zurückzuführen. Der Aufwand für Körperschaft- und Gewerbesteuer beläuft sich im Jahr 2024 auf 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,6 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern vor Gewinnabführung beträgt 0,5 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern kann an die Muttergesellschaft ein Gewinn in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vj. 1,2 Mio. EUR) abgeführt werden. 2.3.2. Erläuterung zur Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beläuft sich auf 20,9 Mio. EUR (Vj. 16,4 Mio. EUR). Das Anlagevermögen stieg auf 6,1 Mio. EUR (Vj. 2,0 Mio. EUR). Die Steigerung ergibt sich insbesondere aufgrund der Expansion und der damit verbundenen gestiegenen Geschäfts- und Firmenwerte. Außerdem hat die Verlag Herder GmbH ihre Beteiligung an der Kitalino GmbH auf 75,00 % erhöht. Den Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR standen Investitionen in Höhe von 4,6 Mio. EUR gegenüber. Der größte Teil der Investitionen floss in die beschriebenen beiden Zukäufe sowie in die Anteilserhöhung. Darüber hinaus fanden Investitionen in Software-Lizenzen statt, um die IT-Landschaft des Verlages auszubauen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beläuft sich auf 29,3 % (Vj. 12,1 %). Das Umlaufvermögen stieg leicht auf 14,7 Mio. EUR (Vj. 14,4 Mio. EUR). Die Vorräte erhöhten sich spürbar um 1,1 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR. Die Erhöhung ist vor allem von der Entwicklung der fertigen Erzeugnisse und Waren (+ 1,0 Mio. EUR) abzuleiten. Die Entwicklung ergibt sich unter anderem mit der (Teil-)Übernahme der beiden Lager wbg und G/Geschichte im Rahmen der Zukäufe. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 8,6 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR erhöht. Die Entwicklung basiert zum einen auf den gestiegenen Forderungen aus Lieferung und Leistung (+ 555 TEUR), ableitbar insbesondere von der Sortimentserweiterung und der damit einhergehenden Erweiterung an Kunden. Zum anderen stiegen die sonstigen Vermögensgegenstände um 34 TEUR. Die flüssigen Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um rund1,4 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR deutlich gesunken. Grund hierfür ist unter anderem das letztjährige Vorhalten des Kaufpreises für die Transaktion der wissenschaftlichen Buchgesellschaft. Das Eigenkapital beläuft sich auf 8,0 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR). Die Steigerung ergibt sich aufgrund einer Erhöhung zugunsten der Kapitalrücklagen durch eine Zuzahlung der Gesellschafterin. Die Eigenkapitalquote sank auf 38,1 % (Vj. 45,7 %). Die Rückstellungen sind von 3,3 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR gesunken. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Rückstellungen für ausstehende Absatzhonorare, Remissionen, Kundenboni und Rückstellungen aus dem Personalbereich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen auf 1,0 Mio. EUR (Vj. 0 TEUR). Die laufenden Bankkonten werden auf Guthabenbasis geführt. Zum Bilanzstichtag besteht eine nicht ausgenutzte Kreditlinie für die Herder-Gruppe in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 2,3 Mio. EUR (Vj. 1,3 Mio. EUR) deutlich gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) umfassen nebst der Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft nach Verrechnung mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen gegen die Muttergesellschaft auch ein kurzfristiges Darlehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen leicht auf 1,9 Mio. EUR (Vj. 1,3 Mio. EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um kreditorische Debitoren sowie Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzämtern. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen leicht auf 2,7 Mio. EUR (Vj. 2,0 Mio. EUR). Es handelt sich vor allem um Zeitschriften-Abonnement-Erlöse. Die Gesellschaft nutzt zur Finanzierung in erster Linie die bestehenden Bankguthaben und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die primäre Liquiditätsquelle zum Aufbau von Zahlungsmitteln und sonstigen Geldanlagen ist die laufende Geschäftstätigkeit. Mit einem soliden Bestand an liquiden Mitteln von 0,8 Mio. EUR werden Flexibilität, Sicherheit und Unabhängigkeit sichergestellt. Kreditlinien, über die im Bedarfsfall zusätzliche Liquiditätspotenziale genutzt werden können, stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung. Die Verlag Herder GmbH war im Geschäftsjahr 2024 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Sie hat im Berichtsjahr die aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft resultierende Zahlungsverpflichtung des Vorjahres von 1,2 Mio. EUR abgeführt. 2.3.3 Gesamtbetrachtung Das Geschäftsjahr 2024 der Verlag Herder GmbH war in der Gesamtbetrachtung erfolgreich. Der Verlag hat gemäß seiner Strategie 2024 anorganisches Wachstum in Form von zwei Zukäufen zur Sortimentserweiterung sowohl im Buch- als auch Zeitschriftenbereich durchgeführt. Die Expansion hat entsprechend auch zu einer Umsatzsteigerung beigetragen. Das Ziel einer steigenden EBIT-Marge konnte dennoch nicht erreicht werden. Grund hierfür ist nebst den Herausforderungen aus den Rahmenbedingungen auch Einmalkosten aufgrund der Zukäufe, die das Ergebnis der Verlag Herder GmbH entsprechend im Jahr 2024 belasten. Herder zeigte erneut seine Flexibilität und Reaktionsfähigkeit. Die eingeleiteten Maßnahmen konnten die Umweltfaktoren merklich abfedern. Die erfolgreiche Entwicklung der Verlag Herder GmbH ist nebst Erreichung der Strategie 2024 auch an Faktoren wie der Auszeichnung als Great Place to Work® , die Herder 2023 erhielt, erkennbar. Herder beweist erneut, wirksame Strategien nicht nur planen zu können, sondern diese erfolgreich umzusetzen, was wiederum die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv beeinflusst. 3. Prognosebericht3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung „Für das Jahr 2025 erwartet die Bundesregierung in ihrer Jahresprojektion einen moderaten Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts um 0,3 Prozent“, so der Jahreswirtschaftsbericht 2025. Im Bericht wird hierzu erläutert, dass „die Maßnahmen der Wachstumsinitiative als Folge des vorzeitigen Koalitionsendes nur zum Teil umgesetzt werden konnten. Zusätzlich haben sich die außenwirtschaftlichen Risiken mit Blick auf die angekündigte US-Handelspolitik deutlich erhöht, was die Exportperspektiven dämpft.“ Das ifo-Institut (Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung) rechnet in zwei Szenarien. Ausschlaggebend für die Entwicklung ist nach Ansicht des ifo-Institutes die Attraktivität des Standortes Deutschland für die Industrie. Sollte sich eine schleichende Deindustrialisierung ergeben, so wird das preisbereinigte BIP in 2025 lediglich um 0,4 % steigen. Alternativ, einhergehend „mit einer zügigen Verbesserung der Standortfaktoren“ prognostiziert das ifo-Institut ein preisbereinigtes BIP von 1,1 %. „Der Inflation sdruck nimmt in beiden Szenarien gleichermaßen ab. Allerdings dürfte die Inflationsrate im kommenden Jahr mit 2,3 % in etwa auf dem Niveau des laufenden Jahres liegen“, so die Einschätzungen des ifo-Institutes. Das BMWK geht von einer Inflationsrate von 2,2 % aus und erläutert: „Zwar entfallen tendenziell die inflationsdämpfenden Effekte seitens der Energie, aber die Preise an den Terminmärkten deuten derzeit nicht darauf hin, dass es erneut zu nennenswerten Preisniveauanstiegen kommt.“ Das BMWK schätzt, dass der private Konsum bis Frühjahr aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten verhalten ausfallen wird allerdings nach der Regierungsbildung „Fahrt aufnehme“, und prognostiziert einen Konsumzuwachs von 0,5 % im Vorjahresvergleich. Das BMWK geht für 2025 davon aus, dass die Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland um rund 120.000 Personen sinken wird. Hierbei sieht das BMWK einen „Beschäftigungsaufbau im Bereich der sozialen Dienstleistungen“ und einen weiteren „Abbau [...] in den produzierenden Branchen“. Außerdem sieht das BMWK ein qualifikatorisches Mismatch zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage. Das ifo-Institut prognostiziert in beiden Szenarien einen Anstieg der Arbeitslosenquote von 6,3 % bzw. 6,1 % bei einer Stabilisierung des Standortes für die Industrie. 3.2. Branchenentwicklung Gemäß Frau Schmidt-Fridrichs ist „die Lage auf dem Buchmarkt [...] - wie in der gesamten Wirtschaft - weiterhin stark angespannt.“ Sie betont, dass „Fakten, Wissen und inspirierende Geschichten [...] unerlässliche Werkzeuge [seien], um die komplexe und krisenbehaftete Wirklichkeit zu verstehen und zu bewältigen“. Entsprechend ist es ein wichtiger Faktor, als Medienunternehmen in diesen anhaltend unruhigen Zeiten die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit zu wahren. KI und deren Einsatz ist in der Verlagsbranchenentwicklung ein zentrales Thema. Der Einsatz kann in unterschiedlichen Feldern stattfinden, zum einen inhaltlicher Natur in Form von KI generierten Texten und Bildern, zum anderen in generellen Geschäftsprozessen und Abläufen. Diskurs findet aktuell insbesondere Content-seitig statt. „Während einige Unternehmen künstliche Intelligenz als Motor für Innovation und neue Geschäftsmodelle [sowie Effizienzsteigerung] betrachten, fürchten andere um ihre Inhalte [...] [in Bezug auf Qualität und Urheberrecht.]“. Unabhängig vom Dafür- oder Gegenhalten besteht Einigkeit, dass die Wahrung von Authentizität und Transparenz wichtig ist. Entsprechend zentral ist die Kennzeichnung und offene Kommunikation zum Einsatz von KI, so ein Artikel vom Medien Netzwerk Bayern. In diesem wird auch die KI-Expertin Dr. Léa Steinacker zitiert „Unsere größte Verantwortung ist es, herauszufinden, wo KI sinnvoll ist und wo wir besser auf menschliche Fähigkeiten vertrauen.“ KI als Assistenzsystem im Alltag wird als Chance in der Verlagsbranche angesehen. „Überall dort, wo Routineaufgaben und zeitfressende Tätigkeiten vereinfacht werden können, ist ein Einsatz denkbar und wahrscheinlich“, so ZMG. Trotz der Unterstützung von KI in generellen Geschäftsbereichen, wird - wie bereits im Vorjahr erkennbar - die technische Entwicklung den Fachkräftemangel nicht ausbremsen können. Gemäß einer Untersuchung von Prof. Seeger (Hochschule der Medien), durchgeführt bei Studierenden, zeigt die Wichtigkeit des Images eines Arbeitgebers auf. „Es wird sich zu einer zentralen Aufgabe entwickeln, junge Menschen mit marktfähigen Arbeitsverhältnissen in einer New-Work-Welt, die von Remote-Arbeit, wertschätzender Führung, aber auch einer persönlichen Förderung geprägt ist, von der Branche überzeugen zu können“, so die ZMG. Im Big Ideas 2025 von LinkedIn werden personalisierte Benefits als Must-have betitelt, d.h. Mitarbeitenden stellen die für sie relevanten Benefits zusammen. Darunter sind nebst Rentenplänen auch Fitness-Mitgliedschaften und flexible Arbeitszeitregelungen aufgeführt. 3.3. Prognose für die Verlag Herder GmbH Aufgrund der andauernden stark wandelnden Rahmenbedingungen ergibt sich verstärkt ein stetiger Bedarf an Flexibilität. Zwar ist der Verlag Herder in der Position, nicht nur auf teils sich schnell ändernde Bedürfnisse der Konsumenten, sondern auch auf Bedürfnisse der Mitarbeitenden, Lieferanten und B2B-Kunden zu reagieren, allerdings erschwert diese Schnelllebigkeit die Abgabe einer Prognose für die Verlag Herder GmbH. Der Fokus für das Geschäftsjahr 2025 und Folgejahre liegt auf der stetig positiven Entwicklung der EBIT-Marge. Hierzu wurde eine Organisationsumstrukturierung vorgenommen. Die Struktur setzt den Schwerpunkt auf unsere Produkte. Die Bereiche Content und Reach werden zusammengeführt und in den drei Themenwelten: Pädagogik & Familie, Geschichte & Zeitgeschehen sowie Religion & Theologie gedacht. Der Produktfokus ist auch im Projekt „FutureBrand“ mit Neuausrichtung der Corporate Identity und des Corporate Design ersichtlich. Der Business-Bereich entwickelt sich weiter: Human Resources wird zu People & Culture, mit Fokus auf Menschen und Kultur. Der Bereich Product wurde zu Operations erweitert und umfasst nun auch Prozessoptimierung, -automatisierung und KI-gestützte Prozesse. 2025 wird die technische Entwicklung, besonders im Finance-Bereich, voranschreiten und modernisiert. Entsprechend der neuen Struktur verfolgt die Strategie 2025 unter anderem die Ziele: Entwickelung passgenauer Kampagnen, Produkte und Erlösmodelle für unsere (neuen) Zielgruppen, Erhöhung der Sichtbarkeit im Markt und Steigern unserer Marktanteile, Optimierung unserer Prozesse und nachhaltige Wertschöpfung sowie Erweiterung der Bedingungen für flexibles und agiles Arbeiten. Die Strategie zahlt auf unsere Vision ein: Wir kennen unsere Märkte, erschließen neue und richten unsere Produkte konsequent an den Zielgruppen aus. Wir denken und arbeiten in Themenwelten & Kampagnen. Organisation & Prozesse sind KI-unterstützt, remote first, 100 Prozent in der Cloud und teambasiert, damit wir nachhaltig unsere Wertschöpfung steigern. Für 2025 rechnet Herder mit einem deutlich steigenden Umsatz gegenüber 2024. Darüber hinaus erwartet Herder eine deutlich positive EBIT-Marge, die leicht höher als im Vorjahr ausfallen wird. Mit Kostenbewusstsein, der weiteren Digitalisierung der Prozesse und der Umstrukturierung begegnet der Verlag den wirtschaftlichen Herausforderungen. 4. Chancen- und RisikoberichtAnhand der vorausgehenden Analysen ist erkennbar, dass für das kommende Jahr die drei größten Herausforderungen für Verlage in Deutschland
darstellen. Hieran ist erkennbar, dass die Herausforderungen im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben sind. Entsprechend zentral ist es, auf diese Herausforderungen aktiv zu reagieren und aus den sich hieraus ergebenden Potenzialen die Stärke auf dem Markt zu festigen und auszubauen. Herder hat bereits frühzeitig die sich ändernden Marktbedingungen erkannt und entsprechende Maßnahmen gegen den vorherrschenden Fachkräftemangel in Deutschland entwickelt. Die People-Culture-Abteilung hat ein breit angelegtes Programm zur Professionalisierung des Personalmanagements aufgebaut, in dem die Mitarbeitenden im Mittelpunkt stehen. Die sowohl nach innen als auch nach außen ausgelegten Maßnahmen heben die Qualität, die Herder als Arbeitgeber bietet, hervor und bauen diese aus. Aus diesem Grund versteht der Verlag diese Entwicklung als Chance, um auch zukünftig ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Die Wirkung dieser Maßnahmen ist an der Auszeichnung als Great Place to Work® erkennbar. Jede und jeder Mitarbeitende des Verlages erfährt eine individuell auf die Person zugeschnittene Förderung. Hierbei liegt der Fokus sowohl auf der fachlichen als auch auf der persönlichen Weiterentwicklung. Ziel ist es, die Zufriedenheit der bestehenden Mitarbeitenden auf ein nachhaltig hohes Niveau zu heben und zu halten. Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten, die Herder bietet, auch nach außen getragen werden, um so das Employer Branding Verlag Herder GmbH nachhaltig hervorzuheben und zu stärken. Die Konzentration auf wenige Spitzentitel beim Endkonsument ist bereits seit Längerem im Buchmarkt zu beobachten. Dies zeigen auch die Absatzkennzahlen aus Media Control im Geschäftsjahr 2024. Die Verschärfung dieses Trends ergibt sich zusätzlich durch den stationären Buchhandel und die damit einhergehende endliche Verkaufsfläche. Herder ist mit seinem breiten Angebot, das sowohl aus diversen Zeitschriften als auch Büchern besteht gut aufgestellt. Die Breite und Sicherstellung des Angebotes wurde im Jahr 2024 mittels zwei Zukäufen in Form der wbg und G/Geschichte untermalt. Der Verlag vertreibt nicht ausschließlich über den Handel, sondern verkauft seine Ware auch direkt an den Endkonsumenten. Herder legt unabhängig des Bereiches großen Wert auf eine Autorenschaftbindung. Sie sorgt dafür, dass Herder mit diversen Autoren bereits seit Langem erfolgreich Bücher auf den Markt bringt. Auch sorgt die enge Zusammenarbeit mit den Autoren dafür, dass die Kunden oftmals nicht nur über die Kommunikationswege des Verlages, sondern auch über die des Autors erreicht werden. Dennoch gilt es weiterhin, bei der Titelauswahl und -produktion sorgfältig den Markt zu analysieren und Risiken abzuwägen. Die Belastung des hohen Kostendruckes hat sich in der Verlagsbranche zu einem stetigen Thema entwickelt. Hierzu zählen zum einen die hohen Herstellkosten. Insbesondere Papier und Druck weisen eine hohe Energieintensität auf, die besonders seit dem Angriffskrieg Russlands einen zentralen Kostensteigerungspunkt umfasst. Zum anderen zählt die Notwendigkeit der technischen Weiterentwicklung unter anderem in Richtung KI dazu. Die entstandenen Belastungen und Handlungsfelder beeinflussen auch die Entscheidungen und Entwicklungen der Verlag Herder GmbH. Dies ist am Beispiel der gestiegenen Investitionskosten insbesondere in die technische Weiterentwicklung des Verlages zu sehen. Hieran ist zu erkennen, dass Herder diese Situation als Chance versteht, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Herder profitiert hinsichtlich der Teuerung der Herstellkosten von seiner langjährigen Erfahrung auf dem Markt und den gefestigten Geschäftsbeziehungen mit seinen Lieferanten. Die technische Weiterentwicklung gestaltet der Verlag bereits seit Jahren aktiv unter anderem zusammen mit seinem Kooperationspartner Pondus weiter. Die Verzahnung der beiden Themenfelder ist am Beispiel der Vermeidung von zu hohen Kosten durch die verbesserte Kalkulation der Auflagenhöhe mittels KI erkennbar. Anhand der aufgeführten Herausforderungen der Verlagsbranche ist erkennbar, dass die Verlag Herder GmbH hinsichtlich ihrer sehr guten Struktur sowie ausgereiften Prozesse in der Lage ist, auch kurzfristig auf die sich ergebenden Umweltfaktoren zu reagieren. Diese Flexibilität ist insbesondere aufgrund der mittel- und langfristig ausgelegten Strategien und Vision möglich. Jede und jeder Mitarbeitende kennt nicht nur das gemeinsame Ziel, sondern hat es auch selbst mitskizziert und kann es aktiv mitgestalten. Dies fördert nicht nur die Verbundenheit zum Verlag, sondern bietet Sicherheit und fördert die Gemeinschaft. Außerdem sind hierdurch potenzielle Risiken früh bekannt und eine schnelle Reaktion ist möglich. Die Führung des Verlages stellt sicher, dass Herder seinen Werten und Grundprinzipien in der Moderne treu bleibt und somit einen zuverlässigen Begleiter für seine Stakeholder darstellt. Gleichzeitig wird die Marke Herder weiterentwickelt, um als einer der Toparbeitgeber in der Region zu gelten. Auch wird durch Maßnahmen wie die Organisationsumstrukturierung der kontinuierliche Fokus auf das Programm und den Inhalt sowie die Bindung und Gewinnung von Autorinnen und Autoren garantiert. Hierdurch wird ebenfalls sichergestellt, dass Herder frühzeitig auf sich verändernde Kundenbedürfnisse und Marktentwicklungen reagiert. Hinzu kommt die Chancenergreifung der Digitalisierung: Herder investiert weiterhin in seine Technologien. Der Paradigmenwechsel der Branche wird nicht nur angenommen, sondern aktiv mitgestaltet, wie am Beispiel des Projektes „Radar“ erkennbar ist. Darüber hinaus sorgt Herder auch mittels des Digital Advisory Board und des Teams Kulturwandel dafür, dass die Produktformen und Geschäftsmodelle digital gedacht werden und der Transformationsprozess alle Mitarbeitenden miteinschließt. Die KPI-gesteuerte Ausrichtung stellt sicher, dass der Verlag die positive Entwicklung der vergangenen Jahre nicht nur beibehält, sondern ausbaut. Branchenübergreifende Unternehmensrisiken wie Forderungsausfall werden als gering eingeschätzt. Die Verlag Herder GmbH ist mit seinem Angebotsportfolio und der Kundenstruktur sehr breit aufgestellt, sodass Forderungsausfälle durch Insolvenzen in Bezug auf Umsatz und Forderungsbestand gering sind. Potenzielle Einzelausfallrisiken werden über ein kontinuierliches Debitoren-Management mittels Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Cyberangriffe werden als moderat eingestuft. Um diese zu verhindern ist ein detailliertes Risikomanagement implementiert. Wie für alle Unternehmen ist Cyber-Security auch für Herder ein andauernder Prozess, der in Zusammenarbeit mit externen Experten kontinuierlich weiterentwickelt wird. Das Risikomanagement fokussiert im Wesentlichen folgende Bereiche:
Etwaige Abweichungen der IST-Zahlen gegenüber der Jahres- und Monatsplanzahlen werden mit den jeweils Verantwortlichen der Geschäftsbereiche analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Hierauf basierend ergeben sich keine aggregierten Risiken. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich. Chancen und Risiken der Verlag Herder GmbH sind ausgewogen.
Freiburg im Breisgau, 22. April 2025 Simon Biallowons, Geschäftsführer Philipp Lindinger, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezemeber 2024AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezemeber 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Allgemeine HinweiseDie Verlag Herder GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 203 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher nachfolgend aufgegliedert sowie erläutert. Aus dem gleichen Grund sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und Davon-Vermerke nachfolgend dargestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über einen Zeitraum zwischen 3 und 5 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungszeiträume von erworbenen Geschäfts- und Firmenwerten werden anhand von Haltbarkeitsberechnungen des jeweiligen Objektes abgeleitet und liegen zwischen 9 und 12 Jahren. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum zwischen 2 und 13 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von 250,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Nettoeinzelwert von mehr als 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurde das Sammelpostenverfahren angewandt. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschalierend jeweils 20 % p. a. im Jahr für dessen Zugänge gebildet und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren kommt die Lifo-Methode (Last in, first out) zur Anwendung. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Kostenträgerrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren technischen Herstellungskosten und direkt zurechenbaren Pauschal- und Garantiehonoraren auch die Lektorats- und Herstellungsgemeinkosten je Programmbereich berücksichtigt wurden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten sowie aus verlustfreier Bewertung ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Der Ansatz eines Überhangs von aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nicht angesetzt. Als Steuersatz zur Ermittlung der latenten Steuern wurde der Steuersatz der Muttergesellschaft in Höhe von 30 % angewendet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips umgerechnet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Kursgewinne vereinnahmt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz in TEUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in TEUR
Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Forderungen gegen verbundene Unternehmen als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 204 TEUR (Vj. 258 TEUR) und in Höhe von 3.286 TEUR (Vj. 3.103 TEUR) als sonstige Vermögensgegenstände auszuweisen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen solche gegen Gesellschafter in Höhe von 0 TEUR (Vj. 0 TEUR). Die Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung wurde mit einer bestehenden Forderung gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 1 TEUR verrechnet. Eigenkapital Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich ausschließlich um andere Gewinnrücklagen nach § 266 Abs. 3 A.III.4 HGB. Die Erhöhung der Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2024 basiert auf einer Einzahlung der Gesellschafterin. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Körperschaft- und Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für noch zu zahlende Autorenhonorare, Remittenden, Übersetzungs- und Abdruckrechte sowie für Rückstellungen im Personalbereich und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt: Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind über eine Bürgschaft der Mutter abgesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind vorbehaltlich des gesonderten Ausweises in Höhe von 1.248 TEUR (Vj. 73 TEUR) als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 330 TEUR (Vj. 722 TEUR) als sonstige Verbindlichkeiten auszuweisen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegen Gesellschafter in Höhe von 330 TEUR (Vj. 722 TEUR). Haftungsverhältnisse Aus der Beanspruchung von Avalkrediten aus dem Kreditrahmenvertrag mit der Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau bestehen Haftungsverbindlichkeiten aus Bankbürgschaften in Höhe von 44 TEUR (Vj. 44 TEUR). Das Risiko einer Inanspruchnahme für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Gesellschaft als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4.189 TEUR (davon gegenüber der Gesellschafterin 952 TEUR). Im Einzelnen betreffen diese jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen. Die Mietverträge betreffen im Wesentlichen die Büroräume in München und Berlin. Die Dienstleistungsverträge betreffen im Wesentlichen einen mit der Gesellschafterin, der Herder GmbH, abgeschlossenen Konzernumlagevertrag über zentral erbrachte Dienstleistungen sowie EDV-Dienstleistungsverträge mit der badenIT GmbH sowie Pondus Software GmbH. Die Verträge enden zwischen 2025 und 2030.
Außerbilanzielle GeschäfteAuslagerung betrieblicher Funktionen - Zweck Die Verlagsauslieferung für End- und Handelskunden erfolgt über externe Dienstleister. Diese übernehmen die Einlagerung, Lagerhaltung sowie Auslieferung der Verlagswerke. Bei Handelskunden übernimmt der Dienstleister außerdem die Auftragsbearbeitung, Fakturierung und Debitorenbuchhaltung. Die IT-Infrastruktur des Verlages wird durch einen externen Dienstleister betrieben. Er übernimmt die Betreuung der gesamten Hard- und Software des Verlages, insbesondere den Betrieb der Server, Betriebssysteme, Datenbanken sowie die Erbringung von Cyber Security Maßnahmen als Generalunternehmer. Der Application Support und der Service Desk wurden 2023 wieder ins Haus geholt. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von 0 TEUR (Vj. 11 TEUR) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von 14 TEUR (Vj. 1 TEUR) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Steuern für Vorjahr in Höhe von 3 TEUR (Vj. 5 TEUR). Sonstige AngabenGeschäftsführung
Bezüglich der Angabe der Organgesamtbezüge wird von der Befreiung gemäß § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeitende Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden:
Nachtragsbericht Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor. Konzernverhältnisse Die Verlag Herder GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Herder GmbH, Freiburg i. Br. Es besteht gegenüber der Muttergesellschaft ein Ergebnisabführungsvertrag.
Freiburg i. Br., 22. April 2025 Simon Biallowons, Geschäftsführer Philipp Lindinger, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verlag Herder GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 24. April 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer ppa. Jan-Niklas Schreiber, Wirtschaftsprüfer ***** Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 29.04.2025 festgestellt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
27 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Betrieb von Sportanlagen
Einzelhandel mit Büchern
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Verlegen von Zeitungen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Bauträger für Wohngebäude
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Bauträger für Wohngebäude
Beteiligungsgesellschaften
Verlegen von Büchern
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
Musikverlage
Beteiligungsgesellschaften
Arztpraxen für Allgemeinmedizin
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen