Westfalen Operations AG & Co. KG
Selbe AdresseSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Juliana Kortmann seit 17.4.2024 | Prokura |
Sandra Schütte seit 24.1.2024 | Prokura |
Susanne Heike Dr. Dilsen seit 24.1.2024 | Prokura |
Christian Dr. Schürmann seit 3.12.2021 | Prokura |
Wilbert Bosch seit 3.12.2021 | Prokura |
Rüdiger Jesko Alexander Freiherr von Stechow seit 20.1.2020 | Vorstandsmitglied |
Andreas Weisheit seit 19.7.2019 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Westfalen AktiengesellschaftMünsterJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Zusammengefasster (Konzern-) Lagebericht 20231. Grundlagen der Westfalen Gruppe Die Westfalen Gruppe ist ein europaweit tätiges Technologieunternehmen der Energiewirtschaft mit einer 100-jährigen Tradition. Die Westfalen AG ist das Mutterunternehmen der Westfalen Gruppe und hat ihren Sitz in Münster. Die Geschäftstätigkeit der Westfalen AG umfasst die Bereiche Industrial Gases & Services, Energy Solutions, Mobility und Respiratory Homecare. Die Lageberichte für die Westfalen AG und für die Westfalen Gruppe sind in diesem Bericht zusammengefasst. Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich die nachfolgenden Aussagen auf die Westfalen Gruppe. Informationen zur Entwicklung der Westfalen AG sind unter "Erläuterungen zum Abschluss der Westfalen AG" enthalten. 1.1. Industrial Gases & Services Die Westfalen Gruppe produziert und vertreibt mit sieben Tochtergesellschaften in den europäischen Ländern Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Schweiz und Österreich mehr als 300 technische Gase und Gasgemische für nahezu alle Einsatzbereiche in Industrie und Handwerk, Lebensmittelherstellung, Labor, Pharmazie, Medizin und Respiratory Homecare. Dazu gehören die Luftgase Stickstoff, Sauerstoff und Argon, die in drei eigenen Luftzerlegungsanlagen in Deutschland und Frankreich erzeugt werden, sowie Helium, Acetylen und Wasserstoff als auch zahlreiche kundenspezifische Spezial- und Sondergase. Kältemittel und Wärmeträger für die Kühl- und Klimatechnik ergänzen das vielseitige Lieferprogramm. 1.2. Energy Solutions Mit den Marken Westfalengas und GlobalGas gehört die Westfalen Gruppe zu dem führenden Propan/Flüssiggas-Versorgern in Deutschland. Flüssiggas eignet sich für viele Anwendungen: als netzunabhängige Wärmeenergie zur Beheizung von Werkhallen und landwirtschaftlichen Gebäuden, für thermische Prozesse in der Industrie, als flexible Energiequelle in Flaschen für Freizeitzwecke oder als umweltschonende Antriebsenergie für Pkw oder Gabelstapler. Westfalen bezieht Propan zu ca. 80-90 % aus niederländischen Terminals und zu ca. 10-20 % aus inländischen Raffinerien. Darüber hinaus hat die BU Energy Solutions einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung des Wärmebereiches von den konventionellen Energieträgern hin zu nachhaltigen Energiesystemen gemacht und spezialisiert sich nun auch auf strombasierte Heizungs- und Gebäudetechnik, insbesondere in der Planung, Installation und Wartung von Wärmepumpen für Haushalte und Gewerbe. 1.3. Mobility Mit rund 260 Stationen verfügt die Westfalen Gruppe über das größte Netz konzernunabhängiger Markentankstellen in Deutschland. Die Stationen befinden sich überwiegend in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Neben den gängigen Kraftstoffen bieten die beiden Marken Westfalen und Markant an ihren Stationen auch Alternativenergien wie Ladestrom, Bio- CNG, Bio-LNG und Wasserstoff an. In den Bereichen Convenience und Food Service punktet die Westfalen Gruppe mit einem eigenen Shop-Konzept "Alvore", das an ausgewählten Standorten zum Einsatz kommt. Die Westfalen Service Card, eine Tankkarte mit attraktiven Zusatzleistungen für Unternehmen mit Fahrzeugflotten, wird an rund 5.500 Tankstellen deutschlandweit als bargeldloses Zahlungsmittel akzeptiert. Mit der Erweiterung eCharge kann zusätzlich europaweit an rund 200.000 Ladestationen und in Kombination mit der Unternehmenslösung Fleet@Home auch zu Hause geladen werden. 1.4. Respiratory Homecare Die Westfalen Gruppe bietet mit der Business Unit Respiratory Homecare in Deutschland und in den Niederlanden Versorgung für Menschen mit respiratorischen Erkrankungen sowie B2B- Lösungen für Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeheime und Schlaflabore an. Fokus ist dabei die Bereitstellung von Sauerstoff-, Obstruktive Schlafapnoe (OSA)-, Vernebelung und Beatmungstherapie. Bis 2022 wurde der Geschäftsbereich als Teil der BU Industrial Gases & Services geführt. Die Organisation als eigene Business Unit trägt der gewachsenen Bedeutung Rechnung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach den Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist das Jahr 2023 von einem weltweiten wirtschaftlichen Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) in Höhe von 3,0 %, gemessen am realen BIP, gekennzeichnet. 1 Im Vergleich zum Wachstum des Vorjahres in Höhe von 3,5 % hat sich das wirtschaftliche Wachstum reduziert und liegt laut IWF unterhalb des historischen Durchschnitts von 2000-2019 in Höhe von 3,8 %. 2 Begründet wird diese Entwicklung im Wesentlichen durch die Zinspolitik der Zentralbanken, welche auf die Bekämpfung der stark gestiegenen Inflationsraten abzielt sowie den am 24. Februar 2022 begonnenen Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen den souveränen Nachbarstaat Ukraine mit massiven Auswirkungen auf das Energiepreisniveau in ganz Europa. 3 In Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Euroraum, kam es im Jahr 2023 zu einem Rückgang des BIP in Höhe von -0,5 %. Deutschland ist somit - trotz des generell verhaltenen Wachstums im Euroraum - das einzige Land, welches in der aufgeführten Vergleichsgruppe einen Rückgang des realen BIP verzeichnen muss.
1 Quelle: International Monetary Fund, Oktober
2023, S.xvi
(https://www.imf.org/-/media/Files/Publications/WEO/2022/October/English/text.ashx)
Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts
Quelle: International Monetary Fund, Datenstand Oktober 2023 (https://www.imf.org/external/datamapper/NGDP RPCH@WEO/OEMDC/ADVEC/WEOWORLD) Trotz des anhaltend kriegs- und inflationsgeprägten Umfelds waren die Wechselkurse weniger volatil als im Vorjahr. Die Entwicklung des US-Dollars ist für die Westfalen Gruppe besonders auf der Einkaufsseite wichtig. Der Kurs des US-Dollars im Verhältnis zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 1,05 und 1,13. Zum Jahresende war der Euro rund 3 % stärker als zu Beginn des Jahres 2023. 4 Der Rohölpreis der Sorte Brent war im Jahr 2023 mit durchschnittlich rund 82,5 US-Dollar/Barrel um rund 18,3 % günstiger gegenüber dem Durchschnittswert des Vorjahres (101 US-Dollar/Barrel). 5 Im Jahresverlauf schwankte der monatliche Ölpreis zwischen 75 US-Dollar/Barrel im Juni und 94 US-Dollar/Barrel im September. 6 Im Vergleich zum Ölpreis stiegen die Gas- und Strompreise in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. 7
3 Quelle: International Monetary Fund, Januar
2024, S.xvi
(https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024)
2.2. Geschäftsentwicklung der Westfalen Gruppe Im Geschäftsjahr 2023 realisierte die Westfalen Gruppe einen Umsatz von 2.252,0 Mio. €, nach 2.307,5 Mio. € im Vorjahr. Das EBIT stieg von 70,0 Mio. € auf 73,5 Mio. €. Die Erläuterungen zur Entwicklung des Ergebnisses der Westfalen Gruppe sind im Abschnitt "Ertragslage" enthalten. Nachfolgend wird der Prognose-Ist-Vergleich für 2023 dargestellt. 2.3. Prognose-Ist-Vergleich Prognose-Ist-Vergleich
Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag zum Jahresende 2023 bei 73,5 Millionen Euro und 22 % unter der Prognose. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass ein für 2023 erwarteter Sondereffekt erst im Jahr 2024 realisiert werden kann. Das Ergebnis der Business Unit Industrial Gases & Services lag deutlich über der Erwartung. Auf der anderen Seite konnten die Business Units Energy Solutions und Mobility die Prognose nicht erfüllen. In beiden Geschäftsbereichen lagen die Margen unter den Erwartungen und dem Vorjahr. Auch die Business Unit Respiratory Homecare hat die Prognose verfehlt, zeigt aber eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung für uns wichtiger Kennzahlen in den einzelnen Geschäftsfeldern wird nachfolgend dargestellt. 2.3.1. Industrial Gases & Services Kennzahlen Industrial Gases & Services
Der Umsatz in der Business Unit Industrial Gases & Services lag aufgrund deutlicher Preissteigerungen über dem Vorjahr, während die Absatzmenge kaum verändert ist. Vor dem Hintergrund des starken Anstiegs der Energiepreise und der für alle Marktteilnehmer herausfordernden Situation am Beschaffungsmarkt ist die Gesamtabsatzmenge auf dem Niveau des Vorjahres ein großer Erfolg. Die Investitionen beinhalten einen weiteren Ausbau des Flaschenbestandes und der Flaschenbündel zur Stärkung des Geschäfts im In- und Ausland, Kaltvergaser und Onsite-Anlagen. Die Weiterentwicklung des Angebots für Wasserstoff, mit einer optimalen Logistikkette von der Herstellung bis zum Kunden, konnte durch eine Erweiterung der Trailer-Flotte und entsprechende Projekte weiter vorangetrieben werden. Größere Investitionen wurden für den Neubau eines neuen Abfüllwerkes in Lanken und Tankanlagen für ein Pilotprojekt zur Herstellung von CO 2 freien Zement getätigt. 2.3.2. Energy Solutions Kennzahlen Energy Solutions
Der Umsatz im Geschäftsfeld Energy Solutions lag im Wesentlichen mengenbedingt unter dem Vorjahr. Zusätzlich ist das Preisniveau nach dem Rekordjahr 2022 gefallen. Der Absatzrückgang ist vor allem auf die erneut sehr milden Temperaturen zurückzuführen, 2023 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Investitionen steigen insbesondere durch die strategische Neuausrichtung der Energy Solutions in die Heizungs- und Gebäudetechnik. Die sonstigen Investitionen wurden für den Fuhrpark und die Beschaffung von Neuflaschen getätigt. 2.3.3. Mobility Kennzahlen Mobility
Der Umsatz mit Kraftstoffen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des gesunkenen Preisniveaus unter dem Niveau des Vorjahres. Das Produktsegment Kraftstoff hat unverändert den größten Umsatzanteil im Bereich Mobility. Neben den klassischen Kraftstoffen setzt die Westfalen Gruppe u.a. auf Bio-LNG und Bio-CNG. Im August 2023 wurde unsere erste eigene Bio-CNG Tankstelle speziell für LKWs in Kooperation mit remondis in Coesfeld eröffnet, seit Dezember 2023 bieten wir an allen vier LNG Tankstellen Bio-LNG an. 2023 war abermals ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr im Bereich Shop. Der Umsatz im Shop-Geschäft hat sich über das gesamte Jahr auf hohem Niveau bewegt. Der Absatz im Waschgeschäft liegt aufgrund des schlechten Wetters deutlich unter dem Vorjahr. Mit der fillibri App können Kunden direkt mobil an der Säule, an der Waschanlage oder Kaffee im Shop bezahlen. Die fillibri App erfreut sich für den B2C Bereich wachsender Beliebtheit. Im Jahr 2023 sind wir darüber hinaus für den B2B Bereich mit der App Westfalen easy.move mit pay@pump und pay@wash gestartet. Die Investitionen des Berichtsjahres umfassten neben Bestandsinvestitionen hauptsächlich den Ausbau bestehender Tankstellen in Richtung Mobility Hubs. Die so genannten Mobility Hubs beinhalten insbesondere das Alvore-Shopkonzept sowie eine stärkere Präsenz nachhaltiger Antriebsenergien. Außerdem heben sich diese Standorte durch ein modernes Erscheinungsbild in Holz- und Steinoptik auch äußerlich von einer klassischen Tankstelle ab. Zudem wurde die Bio-CNG Tankstelle in Coesfeld in Betrieb genommen. An bestehenden Standorten wurden 17 zusätzliche Schnellladepunkte geschaffen. Darüber hinaus betreibt die Westfalen Gruppe zahlreiche Ladestationen abseits der Tankstellen und bietet individuelle Ladelösungen für Kunden an. Auch für die heimischen Wallboxen konnte mit Fleet@Home eine passende Abrechnungslösung entwickelt werden, die das Laden des Dienstwagens zuhause ermöglicht - eingebettet in das Westfalen Mobility Portal. Mit dem Pilotprojekt "Alvore Smart Shop" testet Westfalen derzeit zudem erste Lösungen für unbemannte Tankstellen-Shops. Der Smart Shop bietet eine innovative Möglichkeit, Nahversorgung schnell, convenient und kontaktlos anzubieten. 2.3.4. Respiratory Homecare Kennzahlen Respiratory Homecare
Der Umsatz der Business Unit Respiratory Homecare lag über den Werten des Vorjahres und bestätigt den eingeschlagenen Wachstumskurs. Getragen wurde diese gute Entwicklung in den Niederlanden und Deutschland durch eine verstärkte Marktdurchdringung in alle Therapien. Die in Deutschland im Jahr 2020 gestartete Konzentration auf die Versorgung von Patienten mit respiratorischen Erkrankungen konnte im Jahr 2023 erfolgreich weiter vorangetrieben werden. Der Anstieg an zu versorgenden Patienten bedingt weitere Investitionen in Sauerstoff-, OSA (Obstruktive Schlafapnoe), - Verneblung-, und Beatmungsgeräte bzw. den Austausch von vorhandenen Geräten. 2.4. Vermögenslage Konzernbilanz (Kurzfassung)
Die Vermögenslage der Westfalen AG zeigt einen Anstieg der Bilanzsumme um 62,9 Mio. €. Dies ist vorwiegend auf die nachhaltig hohen Investitionen in das Anlagevermögen zurückzuführen, welches in Summe um 33,0 Mio. € im Buchwert ansteigt. Ebenso ist ein Anstieg der Vorräte zu verzeichnen, was sich im Wesentlichen durch einen Mengeneffekt zum Stichtag im Bereich Propan erklären lässt. Aufgrund der insgesamt gestiegenen Geschäftstätigkeit steigen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 15,6 Mio. € an. Deutlich rückläufig verhält sich das übrige Umlaufvermögen und der Rechnungsabgrenzungsposten mit -29,4 Mio. €. Dies resultiert vorrangig aus im Vorjahresvergleich deutlich gesunkenen Steuerforderungen gegenüber dem Finanzamt. Zum Stichtag belaufen sich die flüssigen Mittel auf 33,9 Mio. €. Die positive Veränderung des Eigenkapitals der Westfalen Gruppe resultiert aus dem Konzern- Jahresüberschuss inkl. Minderheiten in Höhe von 53,3 Mio. €, der im Verhältnis zum Eigenkapital einer Rendite von 15,8 % entspricht. Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, kann wiederholt gesteigert werden und beträgt 41,7 % (Vorjahr: 39,6 %). Die Erhöhung der Rückstellungen resultierte hauptsächlich aus dem Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, der Rückstellung für die Verpflichtung zur Rückzahlung erfolgswirksam vereinnahmter Pfandgelder auf Gasflaschen der Westfalen AG sowie der Pensionsrückstellung. 2.5. Finanzlage 2.5.1. Liquidität Netto-Liquidität der Westfalen Gruppe
Die Netto-Liquidität hat sich im Vergleich zum Vorjahr ins Positive gedreht und beläuft sich auf 4,2 Mio. € zum 31.12.2023. Dies ist auf das sehr gute Ergebnis in Verbindung mit nicht durchgeführten Investitionen zurückzuführen. Darüber hinaus konnte durch einen Einmaleffekt ein Cash-Inflow in Höhe von 8,0 Mio. € realisiert werden. 2.5.2. Kreditlinien Der Westfalen Gruppe standen am Bilanzstichtag zur allgemeinen Finanzierung freie Kreditlinien bei Banken im Gesamtvolumen von 81,0 Mio. € (im Vorjahr 37,3 Mio. €) zur Verfügung. 2.5.3. Cashflows Konzern-Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
Die Veränderung des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit ist vorwiegend auf das positive Jahresergebnis, die Abschreibungen und den Anstieg der Rückstellungen zurückzuführen und beläuft sich für das Jahr 2023 auf 147,6 Mio. €. Diese innenerwirtschafteten Mittel wurden in Höhe von 106,3 Mio. € investiert. Die Veränderung des Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit beinhaltet überwiegend verstärkte Investitionen in Sachanlagen. Des Weiteren erfolgte ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 7,1 Mio. €. Dieser wurde im Wesentlichen durch die Aufnahme von Darlehen erzielt. 2.5.4. Investitionen der Westfalen Gruppe (ohne Finanzanlagen)
2.6. Ertragslage Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)
Die Westfalen Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 2.252,0 Mio. €, nach 2.307,5 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatz wurde überwiegend in Deutschland erzielt. Das Rohergebnis, als Saldo aus Umsatzerlösen und Materialaufwand, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 26,4 Mio. €, also 5,4 %. Da der Anstieg des Rohergebnisses im Wesentlichen preisbedingt ist, verbesserte sich das Verhältnis von Rohergebnis zu Umsatz um 1,7%-Punkte auf 23,0%. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Mio. € verbessert. Das Zinsergebnis umfasst die Verzinsung von Tagesgeldanlagen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit 73,8 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres (68,4 Mio. €). Die Konzernsteuerquote verbesserte sich leicht von 28,7 % auf 28,3 %. Die Umsatzrendite betrug 2,3 % im Vergleich zu 2,1 % im Jahr 2022. 3. Nachhaltigkeit Als Familienunternehmen denkt die Westfalen Gruppe seit jeher in Generationen und übernimmt entsprechend Verantwortung für die Gesellschaft. Nachhaltigkeit dient in der Unternehmensstrategie als Differenzierungsfaktor und führt gleichzeitig dazu, das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Die Westfalen Gruppe integriert gezielt Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Geschäftsaktivitäten und unterstützt insbesondere ihre Kunden mit Produkten und Dienstleistungen auf dem Weg, nachhaltiger zu werden. Dabei wird Nachhaltigkeit vor allem als eines verstanden: als andauernder Prozess, ein beständiges Lernen und Weiterentwickeln - aber richtig angewandt auch als Wettbewerbsvorteil gegenüber Marktbegleitern. 3.1. Allgemeine Informationen Selbstverpflichtung Die Werte und Grundsätze der Westfalen Gruppe sind in ihrem Leitbild, ihrer Nachhaltigkeitsleitlinie, dem Verhaltenskodex sowie in weiteren, themenspezifischen Richtlinien verankert. Die Westfalen Gruppe hat sich ausdrücklich zu den 10 Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen (UN) bekannt und unterstützt die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (Sustainable Development Goals, SDGs). Struktur/Organisatorischer Nachhaltigkeitsansatz Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit liegt bei dem Vorstandsvorsitzenden. Die Nachhaltigkeitsaktivitäten im Unternehmen werden von einem interdisziplinären Sustainability Team gesteuert und weiterentwickelt. Das Gremium setzt sich aus Vertretern relevanter Abteilungen des Unternehmens zusammen und wird von der Sustainability-Managerin des Unternehmens geleitet. Wichtige Entscheidungen für das Unternehmen werden durch das Sustainability-Committee bestehend aus der Geschäftsleitung und dem Vorstand getroffen. Wesentlichkeitsprozess und Handlungsfelder In einem umfassenden Wesentlichkeitsprozess identifizierte Westfalen die Nachhaltigkeitsthemen, die für die Ausrichtung der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Berichterstattung relevant sind. Dazu wurden die Interessen der wichtigsten Stakeholdergruppen Westfalens systematisch erfasst und bewertet. Die so ermittelten wesentlichen Themen wurden zusammen mit dem Vorstand in den sechs Handlungsfeldern Zukunftsfähige Geschäftsmodelle, Standorte mit Zukunft, Attraktiver Arbeitgeber, Transparenz in der Lieferkette, Nachhaltige Produkte und Lösungen für unseren Kunden sowie Verantwortliches Handeln zusammengefasst und bilden den Rahmen für die Nachhaltigkeitsstrategie. In Vorbereitung auf die zukünftige Nachhaltigkeitsberichterstattungspflicht nach Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wurde in 2023 der Prozess zur Ermittlung der wesentlichen Themen nach CSRD-Anforderung gestartet, welcher Anfang 2024 beendet sein wird. Externe Anerkennung Die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Westfalen Gruppe in Bezug auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, ESG) werden immer öfter von externen Organisationen bewertet. Dabei helfen z.B. Nachhaltigkeitsratings den Kunden, das Nachhaltigkeitsengagement der Westfalen Gruppe besser zu bewerten. Gleichzeitig helfen diese Ratings der Westfalen Gruppe selbst, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten durchgehend zu überprüfen und bei Bedarf zu ergänzen. Dabei ist insbesondere das EcoVadis-Rating für Westfalen als bedeutend identifiziert worden. EcoVadis ist der weltweit größte Anbieter von Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen. Angelehnt an internationale Nachhaltigkeitsstandards werden die Unternehmen nach insgesamt 21 Kriterien in den Themenbereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung bewertet. Im Januar 2023 wurde der Westfalen Gruppe für ihr nachhaltiges Engagement eine EcoVadis Gold-Medaille verliehen. Damit gehört die Westfalen Gruppe zu den besten fünf Prozent aller insgesamt bewerteten Unternehmen. 3.2. Klima Die Westfalen Gruppe sieht sich den Zielen des Pariser Klimaabkommens verpflichtet und versucht als Unterstützer der Sustainable Development Goals (SDGs) und der lokalen Initiative ,Münsters Allianz für Klimaschutz', den Umweltschutz voranzutreiben. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Reduzierung der Treibhausgas (THG)-Emissionen. Deswegen hat sich die Westfalen Gruppe 2022 entsprechende Klimaziele gesetzt, um die durch sie verursachten THG-Emissionen zu reduzieren und langfristig klimaneutral zu werden. Die Ziele beziehen sowohl die eigenen erzeugten Emissionen (Scope 1 & 2) als auch die durch die verkauften Energieträger verursachten Emissionen (Scope 3) ein. Dabei bilanziert die Westfalen Gruppe ihren Ausstoß an Treibhausgasen gemäß dem international anerkannten Standard Greenhouse Gas (GHG) Protocol. An allen umweltrelevanten Standorten, d. h. allen Produktionsstandorten und relevanten Verwaltungsstandorten mit wesentlichem Umwelteinfluss, werden sowohl direkte THG-Emissionen, z. B. aus der Verbrennung von fossilen Energieträgern (Scope 1), als auch indirekte Emissionen aus der Beschaffung und dem Verbrauch extern erzeugter Energiearten (Scope 2) in die Berechnungen eingeschlossen. Die Treibhausgasemissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) werden in den wesentlichen Kategorien erfasst. Konkret hat sich die Westfalen Gruppe zum Ziel gesetzt,
3.3. Mitarbeitende Personalkennzahlen Die Mitarbeitenden Westfalens tragen durch ihre Fähigkeiten und den persönlichen Einsatz maßgeblich zum Erfolg der Westfalen Gruppe bei. Dabei handeln sie im Sinne unserer Unternehmenswerte und -ziele und bringen sich ein. Der Personalaufwand lag mit 169,8 Mio. € um rund 10,5 % über dem Vorjahr (153,7 Mio. €). Zum 31. Dezember 2023 waren in der Westfalen Gruppe insgesamt 2.185 (im Vorjahr 1.949) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 82 % in Deutschland. Personalkennzahlen
Attraktiver Arbeitgeber Als internationales Unternehmen schaffen wir je nach Standort Anreize für die Mitarbeitenden. Dazu gehören z. B. flexible Arbeitszeitmodelle sowie die Möglichkeit, einen Teil der Arbeitszeit mobil zu verrichten. Über den Zukunftsbeitrag können die Tarifmitarbeitenden zwischen zusätzlichen Freistellungstagen oder einer Barauszahlung wählen. Zusätzlich werden die Mitarbeitenden über variable Vergütungsmodelle am Unternehmenserfolg beteiligt. Jobtickets, Massagen am Arbeitsplatz und das Angebot, ein Jobrad zu erwerben, runden das Angebot ab. Die Fluktuationsrate aufgrund von Kündigungen durch Mitarbeitende lag im Jahr 2023 bei 4,0 %. In 2023 wurde zum zweiten Mal eine gruppenweite Mitarbeitendenbefragung durchgeführt. Sie ist ein wichtiges Instrument der Organisationsentwicklung und hilft dabei, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu erfassen sowie Verbesserungspotenziale aufzudecken. Aus den Antworten wird der Engagement-Score errechnet. Er zeigt auf, wie verbunden und zufrieden die Mitarbeitenden mit ihrem Arbeitgeber sind. Insgesamt haben 70% der Mitarbeitenden an der Befragung teilgenommen. Im Vergleich zu 2021 ist der Engagement Score von 71 (2021) auf 76 gestiegen, womit wir gleichzeitig über dem globalen Benchmark liegen. Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretern Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen Management, Mitarbeitenden und Arbeitnehmervertretung gehört zur Unternehmenskultur bei Westfalen. Ein offener und regelmäßiger Dialog zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretern ist dabei wichtig und gelebte Praxis. Westfalen-Mitarbeitende können sich bei Bedarf neben ihren Führungskräften an die Personal- oder Compliance-Abteilung sowie an den Betriebsrat wenden. Kollektive Regelungen wie Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen galten im Berichtsjahr für 71 % unserer Mitarbeitenden. Für die Westfalen AG und die Westfalen Industriegase GmbH gelten die Tarifverträge der chemischen Industrie und für die caratgas GmbH die Tarifverträge für Arbeitnehmer im Groß- und Außenhandel. Für die außertariflichen Mitarbeitenden der Westfalen AG, der Westfalen Industriegase GmbH sowie der caratgas GmbH gelten ebenfalls die betrieblichen Vereinbarungen. Ausbildung Am 31. Dezember 2023 waren im Inland 59 (Vorjahr: 62) Auszubildende beschäftigt. Die Westfalen Gruppe bildet in insgesamt 19 verschiedenen technischen und kaufmännischen Berufen sowie dualen Studiengängen aus. Offenheit, Vielfalt, Chancengleichheit Eine diverse Belegschaft sowie Chancengleichheit sind für die Westfalen Gruppe eine Selbstverständlichkeit, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag zu unserem Geschäftserfolg. Durch Offenheit und Vielfalt entsteht eine Kultur der Kreativität und des unternehmensweiten Austausches. Um die Wichtigkeit nochmal zu unterstreichen, hat Westfalen 2022 die Charta der Vielfalt unterzeichnet und sich dazu bekannt, die Vielfalt im Unternehmen zu fördern. Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgebendeninitiative, welche 2006 ins Leben gerufen wurde. Sie wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration unterstützt und hat zum Ziel, ein wertschätzendes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden zu schaffen - unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. 2023 nahm die Westfalen Gruppe erstmalig am deutschen Diversity Tag teil. Im Vorfeld des Diversity Tages wurden ein großes Vielfaltsvideo zusammengestellt, in welchem sich die Mitarbeitenden der Westfalen Gruppe zu ihrer Vorstellung von Vielfalt äußern konnten. Am Tag selbst fand neben anderen Aktionen ein Online-Lunchtalk statt, in welcher eine externe Referentin die Themen Diversität, Respekt und unbewusste Verzerrungen vermittelte Die Westfalen Gruppe ist der Überzeugung, dass jeder dieselben Chancen verdient, sein Potenzial zu entfalten und beruflich zu wachsen. Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion sind somit fester Bestandteil der Personalarbeit. So hat die Westfalen Gruppe bereits seit Längerem Diversitätsziele, die entsprechend verfolgt werden. Bezogen auf das deutsche Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wurden im Jahr 2016 die Zielvorgaben bis zum Jahr 2019 beschlossen und anschließend für Aufsichtsrat und Vorstand um weitere drei Jahre verlängert. Für den Aufsichtsrat und Vorstand lag die Quote bei 20 %. Im Aufsichtsrat gab es im Berichtszeitraum keine personellen Wechsel, sodass dessen Quote unverändert geblieben ist. Im Vorstand gab es ebenfalls keine personelle Veränderung im Berichtszeitraum, die erreichte Quote liegt jedoch deutlich über dem seinerzeit gesetzten Ziel. Durch Beschluss des Vorstandes wurde das Ziel für die erste und zweite Führungsebene unter dem Vorstand auf 20 % bis 2025 festgelegt. Für die erste Führungsebene unter dem Vorstand wurde die Zielvorgabe im Berichtszeitraum weit übertroffen. Auf der zweiten Führungsebene fällt die erreichte Quote im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Organisationsveränderungen und internen Nachbesetzungen von Stellen mit männlichen Führungskräften niedriger aus. Die Westfalen Gruppe erhofft sich von den deutlich höheren Quoten im Vorstand und auf der ersten Führungsebene eine Sogwirkung für die zweite und die weiteren Führungsebenen. 3.4. Governance Als international tätiges Unternehmen unterliegt die Westfalen Gruppe einer Vielzahl von Gesetzen, Richtlinien, Vorschriften und Verordnungen. Neben der Einhaltung von Regelwerken sind Aufrichtigkeit und Integrität eine wichtige Maxime, weswegen die Westfalen Gruppe einen Verhaltenskodex im Jahr 2022 erarbeitet und im Jahr 2023 aktualisiert hat. Der Kodex steht in den Landessprachen deutsch, französisch und niederländisch zur Verfügung. Und gilt für alle Mitarbeitenden auf allen Ebenen des Unternehmens. Er soll ihnen bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeit Orientierung geben und korrektes Verhalten fördern, welches zusätzlich durch Schulungen gestärkt und überprüft wird. Des Weiteren unterstützt der Verhaltenskodex nicht nur die Mitarbeitenden, wie mit Verstößen umgegangen werden soll, sondern verdeutlicht auch unseren Geschäftspartner:innen unsere Unternehmenswerte. Zusätzlich wurde ein Lieferantenkodex veröffentlicht, welcher die Anforderungen Westfalens an ihre Lieferanten zusammenfasst, welcher 2023 aktualisiert wurde. Sollte dennoch ein Verstoß vorkommen, stehen den unterschiedlichen Stakeholdergruppen verschiedene Beschwerdewege zur Verfügung. Zu den bereits vorhandenen Wegen wurde 2022 zusätzlich ein digitales Online-Hinweisgebersystem eingeführt, über welches Verstöße (anonym) gemeldet werden können. Die erhaltenen Informationen werden stets streng vertraulich behandelt. Aus diesem Grund wurden alle Personen der internen Meldestelle dazu verpflichtet, Vertraulichkeitsvereinbarungen zu unterzeichnen. Alle eingegangenen Meldungen werden gewissenhaft überprüft und bei Vorliegen eines Compliance-Verstoßes werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Gleichzeitig ist es allen potenziellen Hinweisgebenden möglich, die generellen Informationen zur Lösung und zusammenhängenden Abläufe in unserer Richtlinie "Hinweismanagement der Westfalen Gruppe" nachzulesen, welche 2023 veröffentlicht wurde. Die eingegangenen Meldungen werden überprüft und bei Vorliegen eines Compliance-Verstoßes werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Im Jahr 2023 gab es keine Meldungen zu Korruption oder Bestechung (2022: 0). Aufgrund der Vielzahl von Compliance-Maßnahmen und Fristen, die aus unterschiedlichen Quellen an die Westfalen Gruppe herangetragen werden (DSGVO, LkSG, Ecovadis, Risikobewertungsanforderungen etc.), wurde im Jahr 2023 ein Compliance-Tool eingeführt, um gruppenweit Compliance-Themen bearbeiten zu können. Durch den Einsatz des neuen Tools verbessert sich die Interaktion in den verschiedenen gruppenweiten Einheiten inklusive des standardisierten Verteilens und Erfassens von Aktionsplänen, Bewertungen und Kennzahlen. Auch steht uns seitdem in jeder Gesellschaft ein konkreter Ansprechpartner für Compliancerechtliche Themen zur Verfügung, was die Kommunikation erheblich vereinfacht. Um sich zu Compliance-Aspekten extern auszutauschen, ist die Westfalen AG seit 2023 Mitglied im Deutschen Institut für Compliance e.V. (DICO). DICO ist ein Verband, der sich für die Förderung von Compliance in Unternehmen und Organisationen einsetzt und Mitglieder aus verschiedenen Bereichen wie Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft, Verwaltung, Beratung und Politik umfasst. 4. Erläuterungen zum Abschluss der Westfalen AG Der Einzelabschluss der Westfalen AG wird maßgeblich durch den Geschäftsverlauf in den Geschäftsfeldern Mobility, Energy Solutions und Industrial Gases & Services sowie bei den Tochterunternehmen beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung der Westfalen AG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die der Westfalen Gruppe. Der Ausblick für die Westfalen Gruppe spiegelt aufgrund der Verflechtungen mit den Tochtergesellschaften und der Bedeutung der Westfalen AG in der Westfalen Gruppe größtenteils auch die Erwartungen für die Westfalen AG wider. Daher gelten die vorstehenden Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Gruppe größtenteils auch für die Westfalen AG. 4.1. Ertragslage Westfalen AG Gewinn- und Verlustrechnung der Westfalen AG (Kurzfassung)
Das EBIT der Westfalen AG beläuft sich im Geschäftsjahr auf 58,8 Mio. € und liegt leicht unter dem Vorjahresniveau. Während das Rohergebnis, als Saldo aus Umsatzerlösen und Materialaufwand sich absolut um 36,8 Mio. € insbesondere durch Preiseffekte verbesserte, verschlechtere sich das Beteiligungsergebnis um 25,6 Mio. €. Ursächlich hierfür waren hohe Energie- und Stromkosten in den produktionslastigen Beteiligungsunternehmen. Der Saldo aus den übrigen Aufwendungen und Erträgen ist positiv beeinflusst durch einen Buchgewinn im Rahmen eines Grundstückverkaufs. Das Beteiligungsergebnis umfasst neben den Erträgen aus Beteiligungen und verbundenen Unternehmen im Wesentlichen die Ergebnisbeiträge aus den Gewinnabführungs- bzw. Verlustübernahmeverträgen mit verbundenen Unternehmen. Unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses in Höhe von 4,8 Mio. € und dem Abzug von Ertragssteuern in Höhe von 17,8 Mio. € weist die Westfalen AG einen im Vorjahresvergleich unveränderten Jahresüberschuss in Höhe von 45,8 Mio. € aus. 4.2. Vermögens- und Finanzlage Westfalen AG Bilanz der Westfalen AG (Kurzfassung)
Die Westfalen AG wies zum 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme von 753,6 Mio. € aus, gegenüber 703,7 Mio. € im Vorjahr. Das Anlagevermögen ist aufgrund der anhaltend hohen Investitionen um 40,7 Mio. € auf 400,1 Mio. € gestiegen. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahezu auf Vorjahresniveau verbleiben, hat sich das sonstiges Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten um 27,3 Mio. € verringert. Letzteres ist auf geringere Steuerforderungen gegenüber den Finanzämtern zurückzuführen. Auf der Passivseite ist ein Anstieg der Rückstellungen um 18,5 Mio. € zu verzeichnen. Dies ist hauptsächlich auf den Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (+8,6 Mio. €) sowie der Rückstellung für die Verpflichtung zur Rückzahlung erfolgswirksam vereinnahmter Pfandgelder auf Gasflaschen (+6,3 Mio. €) zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich analog zu den verminderten Materialaufwendungen stichtagsbedingt um 5.2 Mio. € rückläufig. Die Eigenkapitalquote der Westfalen AG belief sich am Bilanzstichtag auf 43,1 % (im Vorjahr: 41,8 %), was im Wesentlichen auf das gute Jahresergebnis zurückzuführen ist. 5. Ausblick 5.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 ist durch ein geringes erwartetes Wirtschaftswachstum geprägt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2024 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum von 0,9 %. Für Deutschland ist die Wachstumsprognose des IWF mit 0,5 % geringer. 8 Die Bundesbank prognostiziert ein Wachstum von 0,4 %. 9 Positiver ist die Prognose der Bundesregierung mit einem Wachstum von +1,3 %. 10 Es kann davon ausgegangen werden, dass das Wirtschaftswachstum in 2024 weiterhin auf einem niedrigen Niveau liegen wird. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist seit Mai 2023 gefallen und reflektiert eine verhaltene Erwartung für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. 11 5.2. Erwartete Geschäftsentwicklung der Gruppe In der Prognose für das Jahr 2024 gehen wir von einem geringen wirtschaftlichen Wachstum aus. Wir erwarten Umsatzerlöse, die insgesamt leicht unter dem Vorjahr liegen werden. Ursächlich dafür ist das insgesamt leicht gesunkene Preisniveau insbesondere für Kraftstoffe. Aufgrund der Preisvolatilitäten wird es zu Ausschlägen in den Umsatzerlösen und Materialaufwendungen kommen, die aber auf die absolute Höhe des geplanten Rohertrages keinen signifikanten von der Planung abweichenden Wert hervorbringen werden.
8 Quelle: International Monetary Fund, Januar
2024
(https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024)
Für das Jahr 2024 gehen wir von einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) aus. Insbesondere erwarten wir einen einmaligen, positiven Sondereffekt. Operativ wird das EBIT zurückgehen, weil das hohe Margenniveau des Jahres 2023 in der Business Units Industrial Gases & Solutions nicht gehalten werden kann. Das EBIT der Business Unit Mobility und der Business Unit Respiratory Homecare wird sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Das EBIT der Business Unit Energy Solutions wird deutlich steigen, weil wir von einer Verbesserung der Margen im Bereich Heat ausgehen und die Business Unit durch das anorganische Wachstum deutlich vergrößert wurde. 5.3. Erwartete Geschäftsentwicklung der Geschäftsfelder 5.3.1. Industrial Gases & Services Der Start in das Geschäftsjahr 2024 ist wesentlich geprägt von den weiterhin bestehenden Unsicherheiten an den Energiemärkten, die wesentlichen Einfluss auf die Verfügbarkeit einzelner Gase als auch auf die Höhe der Produktionskosten haben. Unsere Kunden agieren bedingt durch einen unsicheren konjunkturellen Ausblick auf das Jahr 2024 vorsichtig. Trotz aller Unwägbarkeiten wird erwartet, dass der Absatz im Geschäftsfeld Industrial Gases & Services das Niveau des Jahres 2023 erreichen und der Umsatz durch das gestiegene Preisniveau darüber liegen wird. Ein geplanter weiterer Anstieg des Absatzes in den Tochtergesellschaften sowie von Wasserstoff und Spezialgasen sollte positiv zur Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs beitragen. Allerdings gehen wird davon aus, dass das Margenniveau im Jahr 2024 sinken wird. Die Investitionsplanung für das aktuelle Geschäftsjahr reflektiert die strategische Weiterentwicklung in den Tochtergesellschaften, den Ausbau der Geschäftsaktivitäten mit Wasserstoff und berücksichtigt den unsicheren konjunkturellen Ausblick auf das Jahr 2024. 5.3.2. Energy Solutions Trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine scheint sich der Markt für Propan im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 weiter zu normalisieren. Insbesondere die OnCost-Sätze (Handlingsgebühren der Terminals und Raffinerien) sind im Vergleich zum Jahr 2023 stark gesunken. Es wird erwartet, dass die Margenniveaus im Vergleich zu 2023 steigen werden. Durch die Kopplung des Gebäudeenergiegesetztes (GEG) an die kommunale Wärmeplanung werden für das Jahr 2024 nur kleinere Auswirkungen auf das Propangeschäft erwartet. Durch den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung ist der Business Unit der Einstieg in den strombasierten Wärmemarkt gelungen. Ihr Beitrag wird 2024 zu einem Anstieg des Ergebnisses führen. Wesentliche Bau- und Modernisierungsmaßnahmen sind im Jahr 2024 nicht geplant. 5.3.3. Mobility Für das Gesamtjahr gehen wir von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Die Westfalen Gruppe wird sich weiterhin intensiv mit der Entwicklung der Tankstellen in Richtung Mobility Hubs beschäftigen. Darüber hinaus wird der Fokus auch weiterhin auf alternativen Antriebsenergien liegen. Zum einen wird aufgrund der schnell voranschreitenden E-Mobilität ein deutlich stärkerer Ausbau des Tankstellennetzes mit Schnellladeinfrastruktur und Ladeinfrastruktur abseits der Tankstelle angestrebt. Zum anderen plant die Westfalen Gruppe 2024 die Umsetzung einer Bio-CNG Tankstelle an unserem bestehenden Standort in Herford sowie den Startschuss für einen weiteren, fünften Bio-LNG Standort. Zudem beschäftigt sich die Westfalen Gruppe intensiv mit den Themen Wasserstoff als Antriebsenergie sowie HVO und E-Fuels als Ersatz für herkömmliche Kraftstoffe. Im Bereich Wasserstoff wird die Gründung eines Joint Ventures mit RWE angestrebt. 5.3.4. Respiratory Homecare Sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden wird ein Wachstum der zu versorgenden aktiven Patienten geplant, wodurch der Umsatz steigt. Zusammen mit der Umsetzung weiterer Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen wird sich dies positiv auf das Ergebnis auswirken. Die Investitionen für 2024 dienen zur Beschaffung der für die Patientenversorgung notwendigen Geräte. 6. Risiken und Chancen 6.1. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Als international tätige Unternehmensgruppe ist die Westfalen Gruppe Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Möglichen Risiken präventiv zu begegnen, eingetretene Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen auf sie zu reagieren, sind zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems der Westfalen Gruppe. Bei Westfalen bedeutet unternehmerisches Handeln auch, kalkulierbare Risiken bewusst einzugehen, um damit verbundene Chancen nutzen zu können. Die Wahrnehmung von Chancen und die Aufdeckung von wesentlichen und unter Umständen bestandsgefährdenden Risiken sowie der angemessene Umgang mit ihnen stützen sich auf ein einheitliches Risikomanagementsystem, das ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung und der Controlling-Organisation ist. Die vom Gesetzgeber geforderte Frühwarnfunktion wird durch das bestehende System und seine kontinuierliche Weiterentwicklung nach der Einschätzung des Vorstands in vollem Umfang erfüllt. Die Überwachung der Angemessenheit, Ordnungsmäßigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt der Internen Revision der Westfalen AG. Nachfolgend werden die geschäftsfeldbezogenen und allgemeinen Risiken und Chancen näher dargestellt. 6.2. Geschäftsfeldbezogene Risiken und Chancen 6.2.1. Industrial Gases & Services Zu den Kunden des Geschäftsfelds Gase gehört eine große Bandbreite von Industrien und Branchen, wie beispielsweise die Metallverarbeitung, die Chemische Industrie, die Automobilindustrie, die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie das Gesundheitswesen. Viele Lieferverträge sind langfristig sowie mit Preisgleitklauseln abgeschlossen. Dennoch könnte ein signifikanter Rückgang der Marktnachfrage in einigen dieser Industrien und Branchen die zukünftige Entwicklung des Ergebnisses nachteilig beeinflussen. Bei den Industriegasen, deren Produktion sehr energieintensiv ist, könnten durch Veränderungen im regulatorischen Umfeld zusätzliche Risiken für die Westfalen Gruppe entstehen. So könnten steigende Strompreise aufgrund höherer gesetzlich verursachter Abgaben und anderer regulatorischer Eingriffe in die Strommärkte zusätzlich die Rentabilität belasten. Tendenziell sind steigende Öl- und Energiepreise mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Einkaufspreise der benötigten Betriebsstoffe zu erwarten. Zudem schwanken die Einkaufspreise für einzelne bedeutende Produkte, wie zum Beispiel Helium, Wasserstoff oder Kältemittel, stark. Die Entwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen wird stetig analysiert und die Mitarbeiter werden entsprechend geschult. An den Standorten in Hörstel und Laichingen (beide Deutschland) sowie in Le Creusot (Frankreich) werden Luftzerlegungsanlagen betrieben. Eine Betriebsunterbrechung könnte zu Lieferausfällen bei Kunden führen. Dieses Risiko wird durch regelmäßige Wartung und Überwachung der Anlagen minimiert. Zudem bestehen verschiedene Not- und Ausfallpläne, um die finanziellen Folgen einer Unterbrechung zu mindern. Chancen bestehen in einem Ausbau der Kundendichte um die bestehenden Abfüllwerke sowie der Erweiterung- und Neubau von Abfüllwerken in Ländern und Regionen, die nur mit hohem logistischen Aufwand zu erreichen sind. In der Folge können die Flaschenabsätze gesteigert werden in Kombination mit niedrigen Frachtkosten durch optimierte Logistikwege. Zusätzliche Chancen existieren im Wasserstoffmarkt durch eine Weiterentwicklung von Anwendungsgebieten für die Mobilität, die industrielle Nutzung und als Substitut für fossile Brennstoffe. Durch die Energiekrise ist es zu einer signifikanten Zunahme in der Nachfrage nach Wasserstoff gekommen und die Weiterentwicklung der Anwendungsgebiete ist deutlich beschleunigt. Im Einzelnen liegen die Chancen in einer zusätzlichen Versorgung der bereits bestehenden Kunden mit Wasserstoff in Flaschen und als Bulk. Darüber hinaus ergeben sich weitere Chancen als Produzent und Lieferant von Wasserstoff in ausgewählten Regionen. 6.2.2. Energy Solutions Grundsätzlich besteht ein allgemeines Risiko der Produktverfügbarkeit insb. aus geopolitischen Extremsituationen, zuletzt erlebt mit dem Ausbruch des Ukrainekrieges und den daraus resultierenden Sanktionen. Die Westfalen AG hat darauf mit einer Anpassung der Lieferantenstrategie reagiert. Eine mögliche allgemeine Produktknappheit stellt für die Westfalen AG aufgrund der trimodalen Anbindung des Drehkreuzes in Krefeld eher eine Chance dar. Zur Reduzierung von Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten werden in geringem Umfang derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Temporäre Versorgungsengpässe könnten sich bei niedrigen Flusspegeln im Falle der Versorgung durch Schiffe oder durch logistische Probleme bei den Exportterminals im ARA-Raum (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) ergeben. Durch die Nutzung verschiedener Versorgungswege und permanente Marktbeobachtung werden diese Risiken minimiert. Risiken auf den Absatzmärkten resultieren im Wesentlichen aus klimatischen Veränderungen, die die Temperaturen nachhaltig über Normalniveau steigen lassen. Die Versorgung der Neukunden und die dafür notwendige Installation der Hardware kann durch gestörte Lieferketten in diesem Bereich beeinträchtigt werden. Dem begegnet die Westfalen AG mit einem sorgfältigen Projektmanagement und hohen Sicherheitsstandards. Chancen ergeben sich aus der im Jahr 2023 optimierten internen Bulk-Logistik und der engen Verzahnung mit dem Flüssiggastanklager in Krefeld. Neben den Kostenvorteilen aus der besseren Auslastung der Supply Chain wird sich die optimierte Versorgung auch positiv auf die Kundenzufriedenheit auswirken. Die intern abgestimmten Prozesse kombiniert mit einem hohen Digitalisierungsgrad erlauben einen agileren Marktauftritt, als dies in der Vergangenheit der Fall war. 6.2.3. Mobility Risiken könnten sich vor allem auf der Kraftstoff-Beschaffungsseite aus Preisänderungen und Verfügbarkeiten ergeben. Diesen Risiken begegnet die Westfalen Gruppe mit einem effizienten und vorausschauenden Supply Chain Management. Die Tankstellenbranche in Deutschland muss sich verschiedensten Herausforderungen stellen. Insbesondere der Markt für Antriebsenergien ist einem drastischen Wandel unterworfen. Gesetzliche Rahmenbedingungen wirken sich auf die Mineralölindustrie und damit auf den Bereich Mobility der Westfalen Gruppe aus, wie beispielsweise die Vergabe von Fördermitteln für unterschiedliche Antriebsformen sowie verschärfte Abgasnormen. Um die Risiken hinsichtlich der klassischen Kraftstoffe angemessen abzubilden, berücksichtigt die Westfalen Gruppe im Rahmen der strategischen Planung neben den genannten alternativen Antriebsenergien auch den Ausbau bestehender und potenzieller neuer Geschäftsfelder im Mobilitätsbereich. Weiterhin wird sich die Westfalen Gruppe auf Trends und Entwicklungen wie Digitalisierung, autonomes Fahren sowie ein verändertes Konsumverhalten einstellen. Die Westfalen Gruppe hat vor, die sich ergebenden Chancen schnell und flexibel mit innovativen Konzepten, einem maßgeschneiderten Sortiment, Convenience-Produkten und passgenauen Services zu nutzen. Die Tankstelle der Zukunft stellt sich die Westfalen Gruppe als Mobility Hub vor, der die Bedürfnisse mobiler Menschen an einem Ort befriedigt. Eine Tankstelle muss heute wie morgen der zentrale Anlaufpunkt sein; wichtige Stichworte für den Mobility Hub sind digitale Vernetzung und Nachhaltigkeit. Chancen bestehen zudem im Waschgeschäft als Teil von Mobility Hubs, das sich in den nächsten Jahren auch unabhängig von der Antriebsart stabil entwickeln wird. 6.2.4. Respiratory Homecare Mögliche Risiken ergeben sich aus steigenden Kosten, bspw. aufgrund einer hohen Inflation. Aufgrund der stark steigenden makroökonomischen Gesundheitskosten sind die Krankenversicherer bei der Anpassung ihrer Tagessätze für unsere Leistungen sehr zurückhaltend. Dies kann sich zusammengenommen negativ auf unsere Ergebnisse auswirken. Chancen ergeben sich aus der demografischen Entwicklung, die dazu führt, dass die Zahl der Patienten steigt, die eine Sauerstoff-, OSA-, Vernebler- oder Beatmungstherapie benötigen. 6.3. Allgemeine Risiken und Chancen 6.3.1. IT-Risiken und Chancen Die hohe Anzahl an weltweiten Krisen und Bedrohungslagen veranlasst die Westfalen Gruppe, weiterhin in Sicherheits- und Monitoringlösungen zu investieren. Die grundlegende Motivation des Handelns für die IT bleibt die Sicherstellung von verfügbaren Systemen und integren Daten, sowie der Schutz vertraulicher Informationen. Gleichzeitig unterstützt die IT im Rahmen der Unternehmensvision 2030 die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens. Neben der Professionalisierung der Services durch vereinheitlichte Prozesse und der Bereitstellung passender Tools, spielt die fortführende Integration in die Standards der Westfalen Gruppe einen entscheidenden Faktor. Durch den Einsatz moderner Lösungen, gerade auch im Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI), bleibt die Westfalen Gruppe zukunftsorientiert aufgestellt. 6.3.2. Personalrisiken/-chancen Die Westfalen Gruppe hat einen kontinuierlichen Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Risiken könnten sich aus einer zeitlich verzögerten Besetzung kritischer Stellen ergeben. Diesen Risiken begegnet die Westfalen Gruppe vor allem mit einer zielgruppengerechten Bewerberansprache, einer attraktiven Unternehmenskultur und einem modernen Arbeitsumfeld. Darüber hinaus bietet die Westfalen Gruppe den Mitarbeitenden leistungsgerechte Vergütungssysteme, systematische Aus- und Weiterbildung sowie ein Gesundheitsmanagement mit zahlreichen Angeboten rund um die Themen Ernährung, Bewegung und Wohlbefinden. 6.3.3. Rechtliche Risiken und Chancen Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit ist die Westfalen Gruppe einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können vor allem Risiken aus dem Bereich Kartellrecht, Datenschutz, Steuerrecht und Umweltschutz gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen oder künftigen Verfahren sind oft mit großen Unsicherheiten verbunden. Ausgewählte Risiken werden auf Versicherungsunternehmen übertragen. Dennoch können Aufwendungen entstehen, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind. Durch die jährliche Risikoinventur werden grundsätzlich auch diejenigen Risiken erfasst, die aus einer Nichtbeachtung gesetzlicher Vorschriften und interner Regelungen entstehen könnten (Compliance-Risiken). Durch entsprechende Richtlinien sowie regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden wird solchen Risiken im Rahmen des Compliance-Managementsystems begegnet. 6.3.4. Finanzielle Risiken und Chancen Die Westfalen Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit vor allem Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Risiken und Chancen, die sich aus der Veränderung von Zinsen oder Währungskursen ergeben, ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Risiken aus Preisänderungen bei Rohstoffen, die den Wareneinsatz erhöhen könnten. Die Risiken werden kontinuierlich überwacht und gesteuert. Kreditrisiken, die sich aus Zahlungsausfällen oder -verzögerungen ergeben könnten, werden durch ein effektives Forderungsmanagement sowie durch eine enge Zusammenarbeit mit Kreditinstituten und Kreditversicherungen minimiert. Aufgrund der hohen Anzahl an Kunden ist kein einzelner Kunde für einen wesentlichen Teil des Gesamtvolumens der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verantwortlich. Liquiditätsrisiken könnten sich aus einer erheblichen Verschlechterung des operativen Geschäfts aber auch als Konsequenz aus den übrigen Risiken ergeben. Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit ist das absolute Basisziel des Liquiditätsmanagements. Das Vorhalten von ausreichenden Kreditlinien und liquiden Mitteln dient diesem Ziel. Die Liquiditätsentwicklung wird zudem laufend analysiert und ist Bestandteil der internen Berichterstattung an den Vorstand der Westfalen AG. Der zukünftige Liquiditätsbedarf wird im Rahmen des Finanzplanungsprozesses regelmäßig prognostiziert. Zur Reduzierung von Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken werden in geringem Umfang Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zur Absicherung werden vor allem Devisentermingeschäfte eingesetzt. Die Risiken hieraus sind für die Beurteilung der Vermögens- und Finanzlage unbedeutend. 6.4. Gesamtaussage zur Risiken- und Chancensituation des Konzerns Ausgehend von den im Geschäftsjahr 2023 kontinuierlich durchgeführten Analysen und der durch das Risikomanagement und das Risikocontrolling bereitgestellten Informationen wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. Trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund steigender Inflationsraten, der Verknappung an den Beschaffungsmärkten sowie Krisen und Kriege in verschiedenen Teilen der Welt, ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Jahr 2023 stabil. Mit Hilfe des Risikomanagements werden mögliche Risiken frühzeitig identifiziert und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist für den weiteren Verlauf des Jahres 2024 nicht erkennbar, dass der Fortbestand wesentlicher Tochtergesellschaften oder der Westfalen Gruppe insgesamt gefährdet sein könnte. 7. Abhängigkeitsbericht Bei der Westfalen AG haben in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 keine berichtspflichtigen Vorgänge i.S.v. Rechtsgeschäften oder Maßnahmen vorgelegen. 8. Schlussbemerkung Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 hat die Erwartungen erfüllt. Insbesondere die Business Unit Industrial Gases & Solutions konnte das Jahr sehr erfolgreich abschließen. Der Rückgang der Margen in den Business Units Mobility und Energy Solutions war nach den sehr hohen Margen im Jahr 2022 nicht überraschend, aber deutlicher als prognostiziert. Zusätzlich befindet sich die neue, vierte Business Unit Respiratory Homecare auf einem erfolgreichen Wachstumspfad. Die Anfang 2023 für die Westfalen Gruppe ausgearbeitete Vision 2030 ist in der Umsetzung. Das Fundament der Zukunftsvision 2030 sind unsere Unternehmenswerte Zusammenhalt, Neugier, Verantwortung, Freude und Kundenliebe. Darauf aufbauend stellt sich die Westfalen Gruppe der Herausforderung des kompletten Ausstiegs aus fossiler Energie in Europa, der unsere Geschäftsmodelle drastisch verändern wird. Klimaneutrale Produkte wie Wasserstoff als Prozessenergie und Kraftstoff oder strombasierte Wärmekonzepte für Endkunden werden erheblich an Bedeutung gewinnen. Dies ist in unserer Zukunftsvision für 2030 durch einen Fokus auf die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle reflektiert. Die Organisation des Geschäftsbereichs Respiratory Homecare als vierte Business Unit unterstreicht dessen gewachsene Bedeutung. Mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung wurde der Eintritt in den strombasierten Wärmemarkt erfolgreich vollzogen. Neben der Erschließung neuer Geschäftsfelder arbeitet die Westfalen Gruppe aktiv an dem Veränderungsprozess, der durch die Vision 2030 ausgelöst wird. Diesen Weg werden wir im Jahr 2024 konsequent fortsetzen.
Münster, den 21.03.2024 Westfalen Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Thomas Perkmann Dr. Meike Schäffler Jesko von Stechow Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2023
Konzernbilanz der Westfalen Gruppe zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2023
Konzern-Kapitalflussrechnungder Westfalen Gruppe für den Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel der Westfalen Gruppe zum 31.12.2023
Zusammengefasster (Konzern-)Anhang für das Geschäftsjahr 2023(1) Allgemeine Angaben Die Westfalen Aktiengesellschaft (Westfalen AG), Münster, ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Münster unter der Nummer HRB186 eingetragen. Die Westfalen AG ist das Mutterunternehmen der Westfalen Gruppe. Sie nimmt neben zentralen Aufgaben im Interesse der Gruppe sowie der in- und ausländischen Gesellschaften auch operative Tätigkeiten in den Geschäftsbereichen Industrial Gases & Services, Energy Solutions, Respiratory Homecare und Mobility wahr. Der Jahres- bzw. Konzernabschluss der Westfalen AG bzw. der Westfalen Gruppe wird jeweils nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und ergänzenden gesetzlichen Regelungen des AktG erstellt. Der Anhang und Konzernanhang werden gemäß § 298 Abs. 3 Satz 1 HGB zusammengefasst. Angaben, die nicht für beide Abschlüsse gelten, erfolgen gesondert. Die Bilanz der Westfalen AG und die Konzernbilanz sind unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind unter Anwendung des § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB bestimmte Posten in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang einzeln aufgeführt. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss werden in TEUR aufgestellt. Die Anwendung der DRS erfolgt nur insoweit, wie sie im Einklang mit den handelsrechtlichen Normen stehen. Handelsrechtlich zulässige Wahlrechte werden auch entgegen der DRS ggf. in Anspruch genommen, dies betrifft: DRS 23 "Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)" Abweichend vom DRS 23 fand bei den Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 im Rahmen der Erstkonsolidierung die Buchwertmethode Anwendung. Zudem wurde der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende Unterschiedsbetrag mit dem Eigenkapital verrechnet. Einzelheiten zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich unter Ziffer (6). Der Vorstand der Westfalen AG hat den Konzernabschluss am 21.03.2024 aufgestellt. Die Billigung durch den Aufsichtsrat ist für die ordentliche Hauptversammlung am 14.06.2024 vorgesehen. (2) Konsolidierungskreis In den Konsolidierungskreis werden alle finanziell wesentlichen Unternehmen einbezogen, die von der Westfalen AG direkt oder indirekt beherrscht werden. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden zwei inländische Tochterunternehmen sowie sieben assoziierte Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Westfalen Gruppe ist als Anlage zum Anhang aufgeführt. Stichtag Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens zum 31. Dezember aufgestellt. Mit Ausnahme einer Gesellschaft, deren Bilanzstichtag der 31. März ist, entspricht der Stichtag der Einzelabschlüsse dem Stichtag des Konzernabschlusses. Diese Gesellschaft hat - mangels relevanter Auswirkung - keinen Zwischenabschluss erstellt. (3) Neugründungen, Anteilserwerbe und Desinvestitionen In den Konzernabschluss der Westfalen AG werden im Geschäftsjahr 2023 zwei weitere Unternehmen vollkonsolidiert einbezogen. Dabei handelt es sich um die NGC.Tec GmbH, die auf den 1.9.2023 erstkonsolidiert wurde sowie die Westfalen Waterstof Zutphen B.V., eine 98%ige Tochtergesellschaft der Westfalen Gassen Netherlands B.V. mit Neugründung im Dezember 2023. Aus der Erstkonsolidierung der NGC.tec GmbH resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 20.359 TEUR. Dieser wurde als Geschäfts- und Firmenwert aktiviert. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss ist dahingehend eingeschränkt. Die Neugründung der Westfalen Waterstof Zutphen B.V. hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Erwerb der NGC.Tec GmbH wirkt sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt aus:
Des Weiteren hat die Westfalen AG zum 30.06.2023 die Beteiligung an der Sustayn GmbH veräußert. Aus der Entkonsolidierung ergab sich ein Ertrag in Höhe von 1.159 TEUR. (4) Konsolidierungsmethoden Die Erstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Unternehmen erfolgt grundsätzlich auf den Bilanzstichtag des Konzernabschlusses. Tochterunternehmen, deren Geschäftsjahr nicht am 31. Dezember endet, stellen grundsätzlich zu diesem Termin einen Zwischenabschluss auf. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen den konsolidierten Tochterunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in den Fällen der Erstkonsolidierung vor dem 1. Januar 2010 im Rahmen der Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F. durch Verrechnung der Anschaffungskosten für die jeweiligen Anteile an den Tochterunternehmen mit dem jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Ab dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Erstkonsolidierung gem. § 301 Abs. 2 HGB n.F. nach der Neubewertungsmethode. Übersteigt der Kaufpreis das neu bewertete anteilige Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- und Firmenwert aktiviert und linear über 10 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde in Anlehnung an den erwarteten Lebenszyklus des erworbenen Produktportfolios gewählt. Anteile an assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Ein eventuell erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht gesondert ausgewiesen, sondern ist im Wertansatz enthalten. Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen aus Lieferungen zwischen assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen erfolgt aufgrund der aktuell untergeordneten Bedeutung für die Westfalen Gruppe nicht. (5) Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit den relevanten Wechselkursen zum Zeitpunkt der Transaktion erfasst. In Folgeperioden werden Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die bis zum Bilanzstichtag aus der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingetretenen Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Aktiv- und Passivposten der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren Abschluss nicht in Euro aufgestellt wird, werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird im Konzerneigenkapital im Posten Währungsumrechnung erfasst. Für die Währungsumrechnung bei der Westfalen Gruppe sind die Wechselkurse des US-Dollars sowie des Schweizer Franken von Bedeutung. (6) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Hierbei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Die Anschaffungskosten sind unmittelbar um erhaltene Zuschüsse gekürzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Die zur Abfüllung genutzten Stahlflaschen (ohne Pfand) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die übrigen geringwertigen Vermögensgegenstände werden in Anlehnung an die steuerlichen Grundsätze höchstmöglich abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder einem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Vorräte Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bzw. zu Festwerten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Sofern Bestandsrisiken vorliegen, werden in angemessenem Umfang Bewertungsabschläge vorgenommen. Unter den Handelswaren werden gekaufte Emissionszertifikate nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern Bestandsrisiken vorliegen, werden in angemessenem Umfang Bewertungsabschläge vorgenommen. Die erhaltenen Abschlagszahlungen aus dem abgegrenzten, noch nicht abgelesenen bzw. abgerechneten Verbrauch der Kunden aus dem Bereich Energy Solutions werden als erhaltene Anzahlungen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten bilanziert. Bestehende Ausfallrisiken und das allgemeine Kreditrisiko sind durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel umfassen den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Der Ansatz erfolgt zum jeweiligen Nominalwert. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zu erwartender Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Für die Verpflichtung zur Rückzahlung erfolgswirksam vereinnahmter Pfandgelder auf Gasflaschen wird eine Rückstellung gebildet. Bei der Bewertung der Rückstellung für Pfandgelder wird ein Abschlag für nicht zurückgegebene Gasflaschen berücksichtigt. Die Rückstellung für die Verpflichtung zur Rückgabe der Emissionszertifikate nach dem BEHG im Folgejahr wird mit den Anschaffungskosten der im Bestand befindlichen Zertifikate sowie mit dem Zeitwert der für das Berichtsjahr noch zu erwerbenden Zertifikate bewertet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre gem. Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method") ermittelt. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die bei der Ermittlung der Verpflichtung zugrunde gelegte Lebenserwartung basiert auf den Richttafeln 2018G von K. Heubeck. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes wird in Anwendung des § 253 Abs. 2 HGB eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Folgende Annahmen liegen der Bewertung in Deutschland zugrunde:
Durch die Verwendung des gesetzlich vorgeschriebenen 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes bei der Berechnung der inländischen Pensionsrückstellung ergibt sich im Vergleich zum 7-Jahres-Durchschnittssatz eine um 1,0 Mio. € (Vorjahr: 4,2 Mio. €) geringere Pensionsrückstellung. Der Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. Vom Barwert der Pensionsverpflichtungen wird das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Deckungsvermögen abgezogen, so dass sich die Nettopensionsverpflichtung bzw. die Pensionsrückstellung ergibt. Das Deckungsvermögen umfasst pauschalversteuerte Direktversicherungen. Da kein aktiver Markt für das Deckungsvermögen vorliegt, anhand dessen eine Marktpreisermittlung erfolgen kann, wird als beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens das von den Versicherungsunternehmen ermittelte Deckungskapital verwendet, das gleichzeitig den Anschaffungskosten entspricht. Die Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtung saldiert und als Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Dabei sind neben den Unterschieden aus der Steuerbilanz der jeweiligen Tochtergesellschaft auch Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wurde ein Steuersatz von 31,4% (Vorjahr: 31,2 %) verwendet. Er setzt sich aus dem inländischen Körperschaftsteuersatz, dem Solidaritätszuschlag sowie der Gewerbesteuer zusammen. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern die jeweiligen landesspezifischen Steuersätze verwendet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert auf der Passivseite ausgewiesen. Derivate Finanzinstrumente, Bewertungseinheiten Die Westfalen AG geht Bewertungseinheiten in Form von Mikro-Sicherungsbeziehungen ein, um sich gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken abzusichern. Dabei wird die Einfrierungsmethode angewendet. Dementsprechend werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Einer etwaigen negativen Ineffektivität aus der Bewertungseinheit wird durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung Rechnung getragen. Zur Beurteilung der Wirksamkeit erfolgt die Effektivitätsmessung in allen Fällen über die Critical-Terms-Match Methode. Hierbei werden die bewertungsrelevanten Positionen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrumenten verglichen. Es wird ein Wertausgleich von 100 % erwartet. Die Sicherungsbeziehungen werden in allen Fällen über die Laufzeit des abzusichernden Grundgeschäfts gebildet. Realisierung von Umsatzerlösen Diejenigen Energiesteuern, die mit dem Umsatz verbunden sind, werden von den Bruttoumsatzerlösen direkt abgezogen. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt demnach nach Abzug dieser Energiesteuern. Die übrigen Verbrauchsteuern, die in den Umsatzerlösen enthalten sind, werden im Anhang angegeben. Die entsprechenden Aufwendungen sind in gleicher Höhe im Materialaufwand enthalten. Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse für solche Verkäufe, denen mengenmäßig entsprechende Rückkäufe von gleichen Vertragspartnern an anderen Orten oder zu anderen Zeitpunkten gegenüberstehen. Erläuterungen zu den Bilanzen (7) Immaterielle Vermögensgegenstände
(8) Sachanlagen
(9) Finanzanlagen
(10) Vorräte
In den fertigen Erzeugnissen und Handelswaren sind Emissionszertifikate in Höhe von 32,6 Mio. € (Vorjahr 23,0 Mio. €) enthalten. (11) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
(12) Eigenkapital Als gezeichnetes Kapital und eigene Anteile sind im Konzernabschluss die entsprechenden Beträge aus dem Einzelabschluss der Westfalen AG ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital der Westfalen AG ist in 585.000 Vorzugsaktien und 19.415.000 Stammaktien im Nennbetrag von je 1 Euro eingeteilt. Je 1 Euro Nennbetrag einer Aktie gewährt eine Stimme. Die Vorzugsaktien sind sachverhaltsbezogen mit einem Mehrfachstimmrecht verbunden. Der Bestand an eigenen Anteilen betrug am Geschäftsjahresende 2,0 Mio. Aktien. Im Konzern-Eigenkapitalspiegel sind die Entwicklung des Eigenkapitals sowie Detailinformationen zur Veränderung der Gewinnrücklagen und des Bilanzgewinns dargestellt. Die Gewinnrücklagen enthalten gesetzliche Rücklagen in Höhe von 2,0 Mio. €. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttete Dividende belief sich auf 14,9 Mio. €.
(13) Rückstellungen
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen betrug am Stichtag 83,3 Mio. €. Nach Saldierung mit dem Zeitwert des Planvermögens in Höhe von 19,3 Mio. € ergibt sich die ausgewiesene Pensionsverpflichtung. Der gesamte Ertrag aus dem Planvermögen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) und ist im Finanzergebnis enthalten. Zum Bilanzstichtag verrechnete Vermögensgegenstände im Konzern:
Pensionsverpflichtungen:
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen in absteigender Reihenfolge die Verpflichtungen aus der Rückzahlung von Pfandgeldern, der Rückgabe von CO 2 -Zertifikaten nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), mitarbeiterbezogene Verpflichtungen, Abbruchsverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen. (14) Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 4,1 Mio. € (Vorjahr: 7,7 Mio.€) grundpfandrechtlich gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten übliche Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen wie im Vorjahr in voller Höhe Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen. (15) Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Unterschiedsbeträge in den Bilanzposten und wurden unter Anwendung eines durchschnittlichen Ertragssteuersatzes von 31,4 % ermittelt:
Erläuterungen zu den Gewinn- und Verlustrechnungen (16) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse sind zum überwiegenden Teil in Deutschland angefallen. Diejenigen Energiesteuern, die direkt mit dem Umsatz verbunden sind, beliefen sich im Berichtsjahr bei der Westfalen AG auf 17,9 Mio. € (Vorjahr: 10,8 Mio. €) und sind mit den Aufwendungen saldiert. Die übrigen im Umsatz enthaltenen Verbrauchsteuern beliefen sich in Summe auf 436,1 Mio. € (Vorjahr: 355,4 Mio. €). Die entsprechenden Aufwendungen sind im Materialaufwand enthalten. (17) Sonstige betriebliche Erträge
Die übrigen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 2,4 Mio. €. (18) Materialaufwand
(19) Personalaufwand und Mitarbeiter
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ist wie folgt:
(20) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die übrigen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2,4 Mio. €. (21) Beteiligungsergebnis
(22) Zinsergebnis
Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen betreffen hauptsächlich die Pensionsverpflichtungen. (23) Ertragsteuern
Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten jeweiligen Ertragssteuersätze lagen zwischen 18 % und 31 %. Die Ertragsteuern sind im Berichtsjahr um 2,3 Mio. € niedriger (Vorjahr 1,7 Mio. € niedriger) als der theoretische Steueraufwand, der sich bei Anwendung des zusammengefassten inländischen Konzernsteuersatzes von 31,4 % auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte. Die Überleitung vom theoretischen zum effektiven Steueraufwand zeigt die nachfolgende Tabelle:
Sonstige Angaben (24) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen umfassen hauptsächlich Grund und Boden, Gebäude sowie den Fuhrpark. Die Miet- und Leasingverpflichtungen sind innerhalb der nächsten drei Jahre fällig. Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte dienen der Entlastung der Kapitalbindung und der Flexibilisierung der Betriebsstrukturen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen (Patronatserklärungen) wird aufgrund der guten Ertragslage als gering eingeschätzt. (25) Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die nachfolgende Tabelle zeigt die bestehenden derivativen Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten:
Nicht bilanzierte, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungen resultieren aus am Bilanzstichtag geplanten, noch nicht kontrahierten Beschaffungsgeschäften über Propangas und Helium. Das abgesicherte Risiko in Höhe von insgesamt 18 T€ entspricht dem Ergebnis aus vermiedenem Anstieg von Verbindlichkeiten und der unterlassenen Bildung von Drohverlustrückstellungen, welches aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten nicht bilanziert werden mussten. (26) Vorstand der Westfalen AG
Alle Vorstandsmitglieder üben die Tätigkeiten bei der WAG hauptberuflich aus. (27) Aufsichtsrat der Westfalen AG
(28) Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Die laufenden Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 3,9 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €). Für die ehemaligen Mitglieder des Vorstands wurden Ruhestandsbezüge in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) geleistet. Die bilanzierten Verpflichtungen für die laufenden Pensionen und für die Anwartschaften der ehemaligen Mitglieder des Vorstands betragen zum Bilanzstichtag 28,7 Mio. € (Vorjahr: 26,7 Mio. €). Die Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €). (29) Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
(30) Befreiung von der Aufstellung eines Lageberichts sowie von der Offenlegung Für folgende Tochterunternehmen wurde von der Befreiung von Aufstellungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
Mit diesen Gesellschaften bestanden zum 31. Dezember 2023 Ergebnisabführungsverträge. (31) Nahestehende Unternehmen und Personen Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden entsprechend § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB nicht zu marktunüblichen Bedingungen abgewickelt. (32) GewinnverwendungsvorschlagEs wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der Westfalen AG in Höhe von 122,9 Mio. € für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 116,0 Mio. € zur Ausschüttung einer Dividende von 6,44 € je dividendenberechtigter Aktie zu verwenden und zu 6,9 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen. Die Fritsch-Albert Stiftung als Eigentümerin plant der Westfalen AG im Geschäftsjahr 2024 ein langfristiges Darlehen in Höhe von 100,0 Mio. € zu gewähren, um die langfristige Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe aus Eigenmitteln sicherzustellen. (33) Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westfalen Gruppe vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Westfalen AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Westfalen Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Westfalen Gruppe beschrieben sind.
Münster, den 21.03.2024 Westfalen Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Thomas Perkmann Dr. Meike Schäffler Jesko von Stechow Liste der Beteiligungen
1) Ergebnisabführungsvertrag; Befreiung
gem. § 264 Abs. 3 HGB
Bericht des Vorstands der Westfalen AGüber Beziehungen zu verbundenen Unternehmengemäß § 312 AktGAbhängigkeitsverhältnis Das Grundkapital der Westfalen AG, Münster (im Folgenden auch "Gesellschaft"), steht zu 90 % im Eigentum der Fritsch-Albert-Stiftung, Münster (im Folgenden auch "Stiftung"), einer rechtsfähigen Stiftung bürgerlichen Rechts. Die verbleibenden 10 % des Grundkapitals werden als Eigene Anteile von der Gesellschaft gehalten. Im Ergebnis kontrolliert somit die Stiftung das gesamte Grundkapital der Gesellschaft. Folglich war die Westfalen AG im Geschäftsjahr 2023 ein von der Fritsch-Albert-Stiftung abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG. Ein Beherrschungsvertrag wurde nicht geschlossen. Weitere mit der Stiftung verbundene Unternehmen im Sinne des § 15 AktG bestehen nicht. Der Abhängigkeitsbericht umfasst die Rechtsgeschäfte und Maßnahmen der Westfalen AG in Beziehung zur Fritsch-Albert-Stiftung im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Rechtsgeschäfte/Maßnahmen Am 27.04.2023 wurde die 70% Beteiligung der grounded GmbH, Münster, einer 100% Tochter der Westfalen AG, an der Sustayn GmbH, Essen, für 661.000 Euro an die Sustayn-Beteiligungs-GmbH verkauft. Die Gesellschafter der Sustayn-Beteiligungs-GmbH sind zu 51 % die Meluz UG, zu 39 % die Fritsch-Albert-Stiftung und zu 10 % Frau Dr. Meike Schäffler. Dementsprechend lag ein Rechtsgeschäft zwischen der Fritsch-Albert-Stiftung und einem verbundenen Unternehmen vor. Dem Kaufpreis lag ein unabhängiges Gutachten durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Ermittlung des marktüblichen Unternehmenswertes zugrunde. Der Kaufpreis lag innerhalb der ermittelten Bandbreite, so dass der Westfalen AG keine Nachteile entstanden sind. Die Westfalen AG hat im Geschäftsjahr 2023 darüber hinaus keine weiteren Rechtsgeschäfte mit der Fritsch-Albert-Stiftung als herrschendem Unternehmen, einem verbundenen Unternehmen, mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse dieser verbundenen Unternehmen, vorgenommen. Ebenso lagen keine Maßnahmen der Westfalen AG vor, die sie im Interesse des herrschenden Unternehmens oder im Interesse eines verbundenen Unternehmens vorgenommen oder unterlassen hat. Schlusserklärung Bei der Westfalen AG haben in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 keine berichtspflichtigen Vorgänge i. S. v. Rechtschäften oder Maßnahmen vorgelegen.
Münster, der 29. Februar 2024 Westfalen AG Der Vorstand Dr. Thomas Perkmann Dr. Meike Schäffler Jesko von Stechow BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Westfalen AG, Münster Prüfungsurteile Wir haben den Jahres- und den Konzernabschluss der Westfalen AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, der Konzernkapitalflussrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und dem zusammengefassten (Konzern-)Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht der Westfalen AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Angaben zur Nachhaltigkeit im Abschnitt "3 Nachhaltigkeit" inkl. der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 1 HGB (Angabe zur Frauenquote im Abschnitt "3.3 Mitarbeitende") haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses und des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen bzw. den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss und zum zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) im Abschnitt "3.3 Mitarbeitende" sowie die weiteren Angaben zur Nachhaltigkeit im Abschnitt "3 Nachhaltigkeit" des Lageberichtes. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahres-/ Konzernabschluss und den zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahres-/Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahres-/ Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahres-/Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahres-/Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft bzw. des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft/des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres-/Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahres-/Konzernabschlusses und des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres-/Konzernabschlusses und des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres-/ Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste (Konzern-)Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres-/Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahres-/Konzernabschluss und zum zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahres-/Konzernabschlusses und zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 30. April 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Stefan Berning, Wirtschaftsprüfer Philipp Jarzina, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats der Westfalen AktiengesellschaftIm Geschäftsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat der Westfalen Aktiengesellschaft in vier Sitzungen sowie durch schriftliche und mündliche Berichte fortlaufend über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft informiert und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Als Vorlagen dienten Berichte des Vorstands über die strategische Ausrichtung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen sowie die operativen Entscheidungen in der Gruppe. Auch im vergangenen Jahr beriet der Aufsichtsrat wieder ausführlich zu einer Vielzahl von Themen. Zu den Schwerpunkten der Beratungen im Aufsichtsrat gehörten die Absatz- und Ergebnisvorausschau sowie der Geschäftsverlauf verglichen mit den internen Schätzungen, ferner die Entgegennahme der Berichte der Abschlussprüfer und die Prüfung der Jahresabschlüsse der Westfalen Aktiengesellschaft und der Westfalen Gruppe für das Geschäftsjahr 2022 sowie die Planungen für das Jahr 2023 und die beiden Folgejahre. Ausführlich diskutiert wurde die Unternehmensstrategie und die "Vision 2030" sowie die Aktivitäten im Bereich "Nachhaltigkeit" und "Unternehmenskultur". In seiner Juni-Sitzung beriet der Aufsichtsrat umfassend zum Akquisitionsvorhaben "Sonntark" und dem damit verbundenen Einstieg in das Geschäft mit der Installation von Wärmepumpen. Weitere Themen und Diskussionen betrafen Bereiche wie die Planungen der 100-Jahr-Feier der Westfalen AG, die Auswirkungen der Strompreisbremse, das Unternehmensprogramm "Simplify" und der geplante Verkauf des Anteils am polnischen Joint Venture "Baltykgaz". Weitere Berichte gab es aus zu den Arbeiten der Internen Revision, zum Stand der Compliance-Aktivitäten und zu Personalangelegenheiten. Die von der Hauptversammlung am 16. Juni 2023 zum Abschlussprüfer des Geschäftsjahres 2023 gewählte Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dortmund, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss und den Lagebericht der Westfalen Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte sowohl für den Jahres- als auch für den Konzernabschluss uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 14. Juni 2024 zusammen mit dem Abschlussprüfer umfassend diskutiert. Der Aufsichtsrat stimmt nach eigener Prüfung dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Einwendungen sind, nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung, nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt damit den Jahresabschluss und Konzernabschluss, wodurch Ersterer gemäß § 172 AktG damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns und zur Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2023 schloss sich der Aufsichtsrat an. Die Herausforderung des neuen Geschäftsjahres sind vielfältig: insbesondere die weitere Umsetzung der Unternehmensvision 2030, die damit verbundenen hohen Investitionen aber auch die weitere Arbeit an der Verschlankung von Prozessen und der dauerhaften Optimierung und Digitalisierung in allen Unternehmensbereichen. Von besonderer Bedeutung für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens ist dabei auch die ständige Weiterentwicklung der Unternehmenskultur durch die Ausrichtung von Bewährtem an die Herausforderungen der heutigen Zeit. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Westfalen AG mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern das 100-jährige Bestehen des Unternehmens feiern. Das Jahr war gleichzeitig auch eines der erfolgreichsten Jahre in der Unternehmensgeschichte. Der gesamte Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Westfalen Gruppe, die mit unermüdlicher Leistungsbereitschaft und hoher Motivation alle gemeinsam zum Erfolg des Geschäftsjahres 2023 beigetragen haben.
Münster, den 14. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Wolfgang Fritsch-Albert, Vorsitzender Auszug aus dem Protokoll der Bilanzsitzung vom 14.06.2024Vorschlag zur Ergebnisverwendung und Feststellung des JahresabschlussesHerr Fritsch-Albert teilte mit, dass gegen den vorliegenden Entwurf des Jahresabschlusses 2023, dem Lagebericht und dem Prüfungsbericht keine Einwände zu erheben sind. Der Aufsichtsrat schließt sich einstimmig dem Ergebnis des Abschlussprüfers an und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht zum 31. Dezember 2023 sowie den nachfolgenden Gewinnverwendungsvorschlag. Der Jahresabschluss 2023 ist damit gem. § 172 AktG festgestellt. Vom Konzernabschluss, vom Konzernlagebericht und vom Bericht des Konzernabschlussprüfers nimmt der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, vom Jahresüberschuss von EUR 45.766.686,50 einen Betrag in Höhe von EUR 22.883.343,25 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Weiter schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat vor, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 122.883.343,25 zur Zahlung einer Dividende in Höhe von EUR 115.986.372,14 (rd. 6,44 € je Aktie) zu verwenden und im Übrigen die verbleibenden EUR 6.896.971,11 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Münster, 14.06.2024 Wolfgang Fritsch-Albert, Aufsichtsratsvorsitzender Renate Karrengarn, Protokollführerin |
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