F & D Invest GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Guido Emunds seit 10.9.2024 | Geschäftsführer |
Björn Zimmermann seit 7.7.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 22.60% | |
Kreis Düren | 2.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rurtalbahn GmbHDürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Rurtalbahn GmbH, DürenGrundlagen der Gesellschaft Die Rurtalbahn GmbH ist eine nichtbundeseigene Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Düren. Der Name Rurtalbahn wurde zunächst als Marke von der Abteilung Schiene der Dürener Kreisbahn für die auf den von der Deutschen Bahn übernommenen Strecken geführt. Das zum 1. Januar 2003 unter Beteiligung der R.A.T.H. GmbH als eigenständige Gesellschaft ausgegliederte Eisenbahnunternehmen erhielt dann den Namen Rurtalbahn GmbH. Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb von Straßen- und Eisenbahnen zur Personen- und Güterbeförderung, die Durchführung von Gelegenheitsverkehren im Rahmen des öffentlichen Verkehrs sowie die Durchführung von Infrastruktur- und Werkstattleistungen. Die Hauptgeschäftszweige betreffen die Personenbeförderung, deren Grundlage die Verkehrsverträge über das Erbringen von Eisenbahnverkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) inklusive Service- und Sicherheitsleistungen auf der SPNV-Linie RB 21 auf den Strecken Düren - Linnich und Düren - Heimbach sowie der SPNV-Linie RB 28 auf der Strecke Düren - Euskirchen des Aufgabenträgers Zweckverband go.Rheinland sind, sowie die Herstellung (Reaktivierung), den Betrieb und die Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur sowie die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen und Linienbussen. Als Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) betreibt die Gesellschaft 98 km Streckennetz und als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) erbringt die Gesellschaft 1,3 Millionen Zugkilometer. Die betriebliche Infrastruktur verteilt sich auf die Strecken Düren - Heimbach (30 km), Düren - Linnich (26 km), Düren - Euskirchen (30 km) und Heinsberg - Lindern (12 km). Bei diesen Strecken handelt es sich um Mischstrecken, auf denen Personen- sowie Güterverkehr durchgeführt wird. Insgesamt liegen 30 Bahnhöfe und Haltepunkte für den Personenverkehr an den Strecken Heimbach - Düren - Linnich, 7 Bahnhöfe und Haltepunkte an der Strecke Heinsberg - Lindern sowie 5 Bahnhöfe und Haltepunkte auf der Eifel-Bördebahn zwischen Düren und Zülpich. Aufbauend auf den umfassenden Erfahrungen im Bereich der Reaktivierung von Eisenbahnstrecken, der bedarfsgerechten Unterhaltung und des Betriebs von Nebenbahnen bietet die Rurtalbahn als Komplettdienstleister wirtschaftliche Lösungen für das gesamte Eisenbahnwesen mit dem Schwerpunkt „Regionalbahnen“ an. Dabei werden die im Unternehmen Rurtalbahn GmbH vorhandenen Kernkompetenzen im bedarfsgerechten Gleisbau (Unterhaltung und Neubau), der Planung von Bahnübergängen, der Projektsteuerung und der Baurechtsverfahren im Geschäftsbereich Planung gebündelt und im Bedarfsfall durch externe Fachplaner ergänzt. Weiterhin unterhält die Gesellschaft eine eigene Werkstatt, die als kombinierte Bus-/Schienenwerkstatt darauf spezialisiert ist, Nutzfahrzeuge für den öffentlichen Personenverkehr und Güterverkehr instand zu halten und zu setzen. Dem seit der Ausgliederung der Rurtalbahn GmbH aus der damaligen Dürener Kreisbahn GmbH stetig wachsenden Güterverkehrsanteil wurde im Geschäftsjahr 2010 durch die Gründung der RTB CARGO GmbH Rechnung getragen. Die Gesellschaft übernimmt im Rahmen von Dienst- und Kooperationsverträgen die selbstständige Durchführung der ehemaligen Güterverkehrssparte der Rurtalbahn GmbH. Die Dienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr werden vom Standort Düren aus im gesamten Kreis Düren erbracht. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Grundlage der Schätzung ist die gleitende Mittelfristprognose Winter 2023/2024 , die für den Güter- und Personenverkehr von der INTRAPLAN Consult GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) erstellt wurde. Dieser Bericht erstreckt sich auf die Jahre 2024 bis 2027 und gibt auch einen Überblick über die voraussichtliche Entwicklung im Jahr 2023. Hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, eine der zentralen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Güter-, aber auch des Personenverkehrs, bilden der Jahresbericht der Bundesregierung und die darauf aufbauende mittelfristige Projektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vom 21. Februar 2024 die Grundlage. Für die wichtigsten Kenngrößen des Wirtschafts- und Verkehrsgeschehens ist, aufgrund der gesamt- und branchenwirtschaftlichen sowie geopolitischen Lage, eine hohe Volatilität in der Entwicklung der letzten Jahre festzustellen. Auch im Prognosezeitraum ist weiterhin mit Unsicherheiten in den Bereichen Rohölnotierungen, Wechselkurse, geopolitischer Spannungen und zunehmender Verknappungen am Arbeitsmarkt zu rechnen. Die Unsicherheiten entstehen jetzt nicht mehr, wie im Jahr 2022, durch die unmittelbaren Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, sondern durch die größtenteils dadurch ausgelöste, anhaltend hohe Inflation und die, damit teilweise im Zusammenhang stehende, wirtschaftliche Abschwächung in der Welt und in Deutschland, sowie durch neuerliche geopolitische Krisen in Nahost (Taiwan/China u. a.). Zu den Folgen für den Rohölpreis, auf die Lieferkettenproblematik, die Importe von Energierohstoffen und andere Einflussfaktoren auf die Verkehrsentwicklung wurden im Rahmen der Mittelfristprognose Annahmen gesetzt, die zwangsläufig hohen Unsicherheiten unterliegen. Das deutsche preisbereinigte BIP ist im Jahr 2023, gemäß den derzeitigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts, um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Für 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 %, für 2025 eine Steigerung in Höhe von 1,0 % gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die Entwicklung im Personenverkehr war zum einen durch einen Aufholeffekt durch das Nachlassen der Auswirkungen der Corona-Pandemie, zum anderen auch durch starke Fahrgastzuwächse zunächst während der Gültigkeit des 9 €-Tickets, später durch die Einführung des Deutschlandtickets, getrieben. Im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr ist im Gesamtjahr 2023, im Vergleich zum Vorkrisenniveau des Jahres 2019, noch ein Rückgang von 5,5 % (Aufkommen) bzw. 0,5 % (Leistung) zu erwarten. Gegenüber 2022 bedeutet das allerdings einen Anstieg um jeweils 12 %. Im Fernverkehr lagen im Jahre 2023 noch spürbare Aufholpotentiale vor, weil im Vorjahr die Nachfrage maßnahmenbedingt noch spürbar gedrückt war. Dem entgegen standen die nochmals verschlechterte Zuverlässigkeit des Betriebsablaufs und die Verlagerungen zum SPNV in Folge des Deutschlandtickets. Im gesamten Jahr lag die Fahrgastzahl nur noch 1 % unter dem Vorkrisenstand, die Leistung sogar um 6,5 % darüber. Im Jahr 2024 wird der Eisenbahnverkehr - bei Eintreffen der Grundvoraussetzungen dieser Prognose - spürbar wachsen; quantifiziert wird dies mit einem Plus von rund 5 % (Fahrgastzahl) bzw. 6 % p. a. (Leistung) gegenüber 2023. Jedoch wird der Homeoffice-Effekt den SPNV nach aller Voraussicht stärker als alle anderen Verkehrsarten bremsen, da der Anteil des Berufsverkehrs hier rund ein Drittel beträgt und das Zuhause-Arbeiten bei längerer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz weit häufiger zum Tragen kommt. Im darauffolgenden Zeitraum bis zum Jahre 2027 wird sich im SPNV, vor allem infolge der Auswirkungen des Deutschlandtickets, sowohl die Fahrgastzahl um 8 % als auch die Leistung um 15 % gegenüber dem Vorkrisenniveau erhöhen. Für den Fernverkehr wird sich die konjunkturelle Erholung, die Fahrpreissenkung durch die Weitergabe der Absenkung des Mehrwertsteuersatzes in 2020 sowie die Verbesserung und Ausweitung des Angebotes auf die Zeit nach der Überwindung der Pandemie positiv auswirken. Dem stehen dauerhaft dämpfende Effekte aus der Pandemie, in erster Linie durch den Ersatz von Geschäftsreisen durch Videocalls etc., entgegen. Auch werden die aufgrund des Deutschlandticket erkennbaren Verlagerungen zum SPNV sowie die bis 2027 anhaltenden Reisezeitverlängerungen durch die geplanten Großbaustellen das Nachfragewachstum reduzieren. Somit verbleibt im Zeitraum von 2019 bis 2027 im SPFV ein solides Wachstum um 11 % (Fahrgastzahl) bzw. 18 % (Leistung). Für den gesamten Eisenbahnverkehr errechnet sich daraus für den Zeitraum 2019/2027 ein (gesamtes) Plus in Höhe von 8 % (Aufkommen) bzw. 17 % (Leistung). Bereits vor der Ausbreitung der Pandemie waren die Abwärtsrisiken größer als die aufwärtsgerichteten, vor allem hinsichtlich des außenwirtschaftlichen Umfelds. Seitdem haben sich Erstere sicherlich erhöht, vor allem hinsichtlich der Folgen des Ukraine-Krieges auf die gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Ein spürbarer Einfluss auf die Verkehrsentwicklung kann vom Rohölpreis ausgehen. Bereits in den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 bewegte sich der Rohölpreis in einem engen Spektrum zwischen 75 und 85 USD. Anschließend führte die im Juli begonnene Drosselung der Förderung Saudi-Arabiens, zusammen mit den abnehmenden Befürchtungen einer rezessionsbedingt spürbar schrumpfenden Weltölnachfrage, dazu, dass der Ölpreis bis September auf 94 USD stieg und damit den o. a. Korridor verließ. Nachdem sich die Weltwirtschaft im restlichen Verlauf des Jahres aber wieder abzukühlen begann, sank der Ölpreis bis zum Jahresende wieder auf 78 USD. Daraus errechnet sich ein Jahresdurchschnittspreis in Höhe von gut 82 USD. Das bedeutet eine Verbilligung gegenüber 2022 um 18 %. Trotz der leichten Aufwertung des Euro zum US-Dollar (um 2 % auf 1,08 USD), die die Preissenkung rechnerisch erhöht, ist der deutsche Einfuhrpreis im Jahr 2023 um 15 % gesunken. Für das Jahr 2024 sind die Unsicherheiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt weit geringer als in 2022. Das Weltmarktangebot hat sich stabilisiert, auch weil russisches Rohöl dem Weltmarkt weiterhin zur Verfügung steht und sich nur die Abnehmerländer verändern. Ein gewisser preistreibender Effekt kann aus der erwarteten Aufwärtsentwicklung der Weltwirtschaft entstehen. Deshalb rechnen sowohl die US-Energiebörde EIA als auch die Warenterminbörsen für 2024 mit einem Durchschnittspreis von 82 USD. Die Gründe werden vor allem in einem steigenden Angebot auf dem Weltmarkt gesehen. Im Jahr 2025 sollte sich einerseits die Weltölnachfrage mit der erwarteten Aufwärtsentwicklung der Weltwirtschaft beleben, andererseits aber auch das Weltrohölangebot erhöhen. Deshalb erwarten die EIA, die Konjunkturprognostiker und die Warenterminbörsen übereinstimmend einen weiteren geringen Preisrückgang auf knapp 80 USD (EIA: 79,5 USD), was einer Verbilligung um knapp 4 % entspricht. Im Vergleich zum drastischen Effekt des Rohölpreisanstiegs auf den Kraftstoffpreis verblasst die sog. ́CO2 -Bepreisung ́, die de facto einer Anhebung des Mineralölsteuersatzes gleichkommt. Wie im Vorjahr werden auch weiterhin durch die Aufgabenträger vermehrt Verkehrsleistungen in wettbewerblichen Verfahren vergeben. Steigerungen im Bereich der Fahrgastzahlen können zum Ausgleich der Kostensteigerung, insbesondere im Energiesektor, durch den Aufgabenträger (Bruttovertrag) oder das Eisenbahnverkehrsunternehmen (Nettovertrag) genutzt werden. Gemäß der Bund-Länder-Einigung vom 2. November 2022 hat die Bundesregierung beschlossen, den Ländern im Jahr 2022 zusätzliche Regionalisierungsmittel in Höhe von 1 Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen. Die jährliche Dynamisierungsrate der Regionalisierungsmittel wird ab dem Jahr 2023 von 1,8 % auf 3,0 % erhöht. Nach Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums werden die Länder in den Jahren 2022 bis 2031 zusätzliche Regionalisierungsmittel in Höhe von 17,3 Milliarden Euro erhalten. Es ist jedoch zweifelhaft, ob diese Finanzierung ausreicht, um die Kosten der angestrebten Verkehrswende sowie der Angebotsoffensive, wie sie in den nächsten Jahren mit dem Deutschlandtakt erreicht werden soll, zu tragen. Geschäftsverlauf Schienenpersonennahverkehr Der Geschäftsbetrieb des Schienenpersonennahverkehrs war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin durch Aufholeffekte der Auswirkungen der Corona-Pandemie, zum anderen auch durch die Einführung des Deutschlandtickets geprägt. Die hieraus resultierenden Fahrgaststeigerungen sind im Wesentlichen im Freizeitverkehr (Wochenende) merkbar. Weiterhin bilden Lieferkettenengpässe, steigende Materialpreise und ein knapper Arbeitsmarkt die entsprechenden Herausforderungen. Mindereinnahmen durch das preisgünstige Deutschlandticket konnten durch entsprechende Rettungsschirme kompensiert werden. Alle in den Jahren 2011, 2012, 2018 und 2019 angeschafften bzw. angemieteten Triebfahrzeuge der Baureihe Regio Shuttle RS1 (8 einteilige Einheiten) und Lint 54 (3 zweiteilige Einheiten) waren in 2023, gemäß vertraglicher Verpflichtung gegenüber dem go.Rheinland, auf den Strecken der Rurtalbahn Düren - Heimbach, Düren - Linnich sowie Düren - Euskirchen in Betrieb. Weiterhin wurde ein zusätzliches Fahrzeug vom Typ Regio Shuttle RS1 langfristig angemietet. Die am 7. Juli 2021 im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichte Vorinformation zur Vergabe von Verkehrsleistungen auf dem Netz der Rurtalbahn ab dem Fahrplanwechsel 2025/2026 mit Triebwagen basierend auf Wasserstoffantrieben (HEMU) hat bisher noch kein Vergabeverfahren nach sich gezogen. Die Verkehrsleistungen im Jahre 2023 auf der eigenen Infrastruktur der Rurtalbahn GmbH im Rahmen des Schienenpersonennahverkehrs betrugen rund 1.304.104 Zugkilometer. Der Stundentakt auf der Eifel - Bördebahn konnte, aufgrund von verspäteten infrastrukturellen Maßnahmen außerhalb des Einflusses der Rurtalbahn GmbH, am 8. Januar 2023 aufgenommen werden. Die Verkehrsverträge der RB 21 Nord und der RB 28 sind als sogenannte „Brutto-Verträge“ gestaltet, sodass die Erlösverantwortung auf diesen Linien durch den Aufgabenträger getragen wurde. Lediglich auf dem „Südast“ (RB21 Süd) obliegt die Erlösverantwortung der Rurtalbahn GmbH. Zur Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung der Marke Rurtalbahn und einer damit einhergehenden positiven Identifikation mit dem Unternehmen wurden auch in 2023 diverse Marketingmaßnahmen durchgeführt. Eisenbahninfrastruktur und Infrastruktur-Planung Das Geschäftsjahr 2023 war neben den üblichen Maßnahmen zur Wartung und Instandhaltung der Bahnanlagen geprägt durch die weiteren Planungen zum Streckenvollausbau der Eifel-Bördebahn (RB 28). Die Schwerpunkte lagen hier bei Planung weiterer Haltepunkte und Bahnübergangssicherungsanlagen. Die Auswirkungen des Jahrhunderthochwasser im Juli 2021 haben auch im Rurtal ihre Spuren hinterlassen. Obwohl die Talsperren Szenarien wie an Erft und Ahr verhindern konnten, trat die Rur über die Ufer und flutete Teile der Bahnanlagen im südlichen Streckenabschnitt zwischen Düren und Heimbach. Schäden sind insbesondere im Oberbau (Verschlammung) und in der Leit- und Sicherheitstechnik festzustellen. Der Betrieb ist dadurch nicht bzw. nur bedingt eingeschränkt, die Schadensbehebung aber unvermeidlich. Entsprechende Mittel wurden im Jahresabschluss 2021 berücksichtigt. Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Förderprogramm eingerichtet, es ist jedoch nach wie vor unklar, in welcher Höhe Mittel zur Schadensbehebung an den Strecken der Rurtalbahn GmbH zur Verfügung stehen. Die entsprechenden Risiken sind weiterhin im Jahresabschluss 2023 berücksichtigt und deren Auswirkungen sind auch für die Folgejahre noch zu erwarten. Im Juni 2022 ist in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen ein Regionalzug entgleist, mit tödlichen Folgen. Schon sehr schnell kam die Vermutung auf, dass beschädigte Betonschwellen die Ursache für die Entgleisung waren. Diese Vermutung wurde inzwischen durch einen Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) bestätigt. Seitens unserer Aufsichtsbehörde wurden wir aufgefordert, alle im Netz der Rurtalbahn verbauten Betonschwellen auf Rissbildung zu untersuchen und ggfs. ein Sanierungskonzept in Abhängigkeit vom Schadensbild aufzustellen und umzusetzen. Das Schadensbild tritt bei bestimmten Betonschwellen auf, die in ganz Deutschland verbaut wurden, unter anderem auch auf den Netzen der Rurtalbahn. Eine betriebliche Gefahr ist aktuell nicht gegeben und der Zustand der Schwellen wird engmaschig überwacht. Dennoch müssen die betroffenen Schwellen ausgetauscht werden. Die schadhaften Betonschwellen der Strecke Lindern - Heinsberg wurden im Jahr 2023 ausgetauscht. Betriebswerkstatt Neben der regelmäßigen und wiederkehrenden Instandhaltung der Schienenfahrzeugflotte des Geschäftsbereichs SPNV lag der Schwerpunkt der Tätigkeiten innerhalb der Betriebswerkstatt in der Instandhaltung der Busflotte der Rurtalbus GmbH und der VIAS BUS GmbH. Verwaltung Im kaufmännischen Bereich erfolgt die Abwicklung auf Basis von Dienstleistungsverträgen mit der Gesellschafterin R.A.T.H. GmbH. Das Kostenrechnungssystem und die kaufmännische Unternehmensorganisation unterliegen einer permanenten Anpassung an die sich ändernden Rahmenbedingungen. Geschäftsführung und Bereichsleiter erhalten monatliche Soll-/Ist-Abgleiche auf Basis des Businessplans. Die Ertragsdaten werden monatlich, die Liquiditätsvorschau wöchentlich analysiert. Des Weiteren werden monatlich Kennzahlen zur Steuerung der unternehmerischen und betrieblichen Belange ermittelt und der Geschäftsführung und den Leitern der Geschäftsbereiche zur Verfügung gestellt. Ein Aufgabenschwerpunkt im Geschäftsjahr lag in der Weiterentwicklung des bestehenden Datenmanagementsystems sowie der Optimierung bestehender Geschäftsbereiche in das Reporting-System. Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen wurden nicht eingeleitet. Darstellung der Lage a) Ertragslage Einen Überblick über die Entwicklung der Ertragslage gibt der nachfolgende Jahresvergleich. scroll
Die Ertragslage ist maßgeblich vom Betrieb des Schienenpersonennahverkehrs geprägt. Der überwiegende Teil des Umsatzes im Bereich Schienenpersonennahverkehr wurde durch Vergütungen aus Verkehrsverträgen, Zuscheidungen aus Einnahmeaufteilungen sowie Ausgleichszahlungen von Vertriebsdienstleistern erzielt. Daher ist ein Ausfallrisiko in diesem Segment begrenzt. Das Rohergebnis (Ergebnis aus Umsatzerlösen zzgl. sonstigen betrieblichen Erträgen inkl. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens abzüglich Materialaufwand und Aufwand für fremdbezogenes Personal) belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 21.854 (i. V. TEUR 19.403). Der Anstieg um TEUR 2.450 resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsatzerlösen (TEUR 1.121) sowie sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 1.231), bei einem leichten Aufwandsrückgang für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 387). Die Zunahme der Umsatzerlöse zeigt sich insbesondere in gestiegenen Zuschüssen des Aufgabenträgers sowie einem Anstieg von erhaltenen Übersteigerausgleichzahlungen. Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert primär aus der Zunahme periodenfremder Erträge, dem Anstieg von Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Ansprüchen aus dem Allgemeinen Eisenbahngesetz. Als bedeutsame, finanzielle Leistungsindikatoren und erfolgskritische Schlüsselkennzahlen verwendet die Rurtalbahn GmbH zur internen Steuerung des Unternehmens die Kennzahlen EK-Quote und Umsatzrentabilität. Die Umsatzrentabilität vor Steuern (Verhältnis vom Jahresergebnis zzgl. Steuern zu Umsatzerlösen zzgl. Erträgen aus der Auflösung des SoPos) beträgt 15,6 % (i. V. 12,2 %). Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert, und entspricht nicht der qualifiziert-komparativen Prognose aus 2022 einer leicht sinkenden Entwicklung der Umsatzrendite. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 4.399 (i. V. TEUR 3.304), bei gleichzeitig gestiegenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 28.051 (i. V. TEUR 26.930). Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 4.480 (i. V. TEUR 3.249), dies bedeutet eine Zunahme um TEUR 1.231 im Vergleich zum Vorjahr. Bund und Länder haben auch in 2023 den ÖPNV-Rettungsschirm fortgeführt. Die Rurtalbahn GmbH konnte durch die Mechanismen des Rettungsschirms entsprechende Einnahmenausfälle, bedingt durch das seit dem 1. Mai 2023 eingeführte Deutschlandticket für den ÖPNV, ausgleichen. Die Vergütungen im Rahmen der Verkehrserträge dienen als Ausgleich der Betriebskosten, die infolge der Verkehrsleistung und der notwendigen Trassenentgelte auf der Rurtalbahn entstehen. Darüber hinaus boten die Rettungsschirme eine Finanzierung der durch die Einführung des Deutschlandtickets entstandenen Fahrgeldmindereinnahmen. Die Verkehrsleistung auf dem Südast (RB 21 Süd) basiert derzeit auf einem Zuwendungsvertrag zwischen dem Zweckverband go.Rheinland und der Rurtalbahn GmbH vom Dezember 2010. Der Vertrag gilt bis Dezember 2025. Im Juni 2021 hat die Rurtalbahn vom Zweckverband go.Rheinland den Zuschlag für die Verkehrsleistungen auf den Netzen RB 21 Nord und RB 28 in den laufenden Vergabeverfahren bis Dezember 2025 erhalten. Die Trassenentgelte stehen der Rurtalbahn GmbH aufgrund des eingangs erwähnten Infrastrukturpachtvertrages langfristig zu. Auf der Aufwandsseite stellen die bezogenen Fremdpersonalleistungen in Höhe von TEUR 2.771 (i. V. TEUR 2.491) eine maßgebliche Position dar; in dieser Höhe sind die Aufwendungen auch für die Folgejahre zu kalkulieren. Die Preise und Konditionen auf den Beschaffungsmärkten haben sich steigend entwickelt. Die Entwicklung der Energiekosten ist insbesondere im Bereich der Dieselkraftstoffe stark von der weltweiten Nachfrage sowie des Angebotes auf den angespannten Rohstoffmärkten abhängig. Preissteigerungen am Markt werden insbesondere im Bereich der Treibstoffe durch eine permanente Anpassung der vertraglich vereinbarten Leistungsentgelte durch Indexmechanismen kompensiert. Der Personalaufwand, laut Posten 5 und 6 der Gewinn- und Verlustrechnung, betrug insgesamt TEUR 9.189 (i. V. TEUR 8.305) und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 884 erhöht. Ursachen für den Personalkostenanstieg sind geleistete Sonderzahlungen sowie die Auswirkungen der neu abgeschlossenen Tarifverträge, die in 2023 Tariferhöhungen vorsahen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.467 (i. V. TEUR 8.857) sind um TEUR 610 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Anstieg zeigt sich insbesondere in den Bereichen Mieten und Pachten (TEUR 185), periodenfremden Aufwendungen (TEUR 519), Marketing (TEUR 95) sowie Rechts-/Beratungskosten Konzern (TEUR 78) bei gleichzeitig gesunkenen Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen vorwiegend im Infrastrukturbereich (TEUR 384) sowie Weiterbelastungen (TEUR 93). Die rückläufige Entwicklung des Zinsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 95 resultiert aus deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen (TEUR 193) bei gleichzeitig nicht in dieser Höhe angefallenen Zinserträgen (TEUR 98). Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt TEUR 4.399 (i. V. TEUR 3.304). Dies bedeutet eine Zunahme um TEUR 1.095, und einen gleichzeitigen Anstieg des Aufwands aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um TEUR 381 auf TEUR 1.514 (i. V. TEUR 1.133). Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.872 (i. V. TEUR 2.158). b) Finanzlage Liquide Mittel werden mit TEUR 4.401 (i. V. TEUR 4.988) ausgewiesen. Dies bedeutet eine Abnahme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 587. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 6.085. Dieser zeigt eine hohe Innenfinanzierungskraft und Stabilität der Gesellschaft. Aufgrund der bestehenden Zuwendungsverträge über das Erbringen von Eisenbahnverkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr auf den SPNV-Linie RB 21 Strecken Düren - Linnich und Düren - Heimbach sowie der RB 28 des Aufgabenträgers Zweckverband go.Rheinland erhält die Rurtalbahn GmbH festgelegte Vergütungen des Auftraggebers, die einer in den Verkehrsverträgen festgeschriebenen jährlichen Dynamisierung bzw. Indexierung zur Abdeckung der marktbedingten Preissteigerungsraten durch den Auftraggeber unterliegen. Zur maßgeblichen Liquiditätssicherung leistet der Auftraggeber gegenüber der Rurtalbahn GmbH monatliche Abschlagszahlungen auf den Gesamtanspruch. Die hierfür erforderlichen Mittel werden dem go.Rheinland durch das Land NRW nach den einschlägigen Rechtsvorschriften, derzeit gemäß § 11 ÖPNVG NRW, zur Verfügung gestellt. Die Höhe des Anspruchs bestimmt sich nach den vertraglich vereinbarten SPNV-Leistungen im Gebiet des go.Rheinland im Umfang von rund 1.003 TZugkm/Normjahr. Die endgültige Abrechnung des bestellten Betriebsprogramms erfolgt für die RB 21 Süd und die RB 28 spätestens zum 31. März des jeweiligen Folgejahres auf der Grundlage eines Normjahres, für die RB 28 Nord hingegen bis zum 30. Juni des jeweiligen Folgejahres. Diese eigenen flüssigen Mittel stellen eine ausreichende Liquiditätsreserve dar, die die Rurtalbahn GmbH in die Lage versetzt, ihre Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen. Wöchentliche Liquiditätsübersichten an die Geschäftsführung runden die Liquiditätsplanung ab; die Geschäftsführung ist somit in der Lage, auftretende Engpässe frühzeitig zu erkennen und entsprechende Steuerungsmaßnahmen einzuleiten. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Rurtalbahn GmbH schließt zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 25.067 (i. V. TEUR 25.716). Dies bedeutet eine Vermögensabnahme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 649. Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 11.255 (i. V. TEUR 12.495). Der Rückgang in Höhe von TEUR 1.240 resultiert primär aus planmäßigen Abschreibungen sowie Abgängen im Sachanlagevermögen. Die Anlagendeckung (Verhältnis des Eigenkapitals einschließlich 65 % des Sonderpostens für Investitionszuschüsse sowie des langfristigen Fremdkapitals zum Bestand des Sachanlagevermögens inklusive der immateriellen Vermögensgegenstände) beträgt zum 31. Dezember 2023 rd. 303 %. Dies weist auf eine hohe finanzielle Stabilität der Gesellschaft hin. Weitere wesentliche Posten der Aktivseite sind die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 5.290 (i. V. TEUR 5.389). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich in Höhe von TEUR 186 auf TEUR 310 (i. V. TEUR 496) reduziert. Der Bestand der sonstigen Vermögensgegenstände erhöht sich um TEUR 403 auf TEUR 3.536 (i. V. TEUR 3.133). Die Steigerung resultiert größtenteils aus dem Anstieg der Ausgleichforderungen nach § 16 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) sowie Instandhaltungsabrechnungen gegenüber der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) (TEUR 2.020), Steuererstattungsforderungen (TEUR 682), Ansprüche aus Ausbildungsbeförderungspauschalen (TEUR 151) und die periodengerechte Erfassung von Einnahmen (TEUR 660). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 1.409 (i. V. TEUR 106). Der Anstieg resultiert primär aus der Vorauszahlung für die Pacht der Infrastruktur im Kreis Düren für die Jahre 2024 bis 2027 in Höhe von TEUR 1.350. Der Posten beinhaltet weiterhin anteilige Sponsoringmaßnahmen für 2024 in Höhe von TEUR 39 sowie eine Einmalzahlung für einen Triebwagen in Höhe von TEUR 15. Auf der Passivseite stellen die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.625 (i. V. TEUR 3.655, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.259 (i. V. TEUR 3.066) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.727 (i. V. TEUR 9.498) die wesentlichen Bilanzposten im Fremdkapital dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber der R.A.T.H. GmbH in Höhe von TEUR 1.353 (i. V. TEUR 2.110) aus Darlehensgewährung gemäß Mietkaufvertrag zur Finanzierung der RS 1-Fahrzeuge sowie weitere erhaltene Darlehen von Seiten der R.A.T.H. GmbH in Höhe von TEUR 4.150 (i. V. TEUR 7.150). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten größtenteils Verbindlichkeiten aus der Weiterleitung einer Versicherungserstattung an die VIAS Rail GmbH in Höhe von TEUR 53 (i. V. TEUR 53), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 55 (i. V. TEUR 40) sowie eine erhaltene Kaution in Höhe von TEUR 50 (i. V. TEUR 50). Das Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 7.866 (i. V. TEUR 7.152), dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 31,4 % (i. V. 27,8 %). Prognosebericht Wir erwarten für die Gesellschaft eine rückläufige Entwicklung im Hinblick auf das Jahresergebnis. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird in den kommenden Jahren durch Maßnahmen der schweren Instandhaltung an den Schienenfahrzeugen der Rurtalbahn GmbH geprägt sein. Diese Maßnahmen wurden kalkulatorisch berücksichtigt, sind aber ergebnismindernd im Jahr des tatsächlichen Aufwandes zu erfassen. Der Ausbruch des Ukraine-Krieges sowie die damit zusammenhängende Entwicklung der Energie- und Materialkosten hat weiterhin erhebliche Auswirkungen. Aufgrund der großen Unsicherheit der weiteren Entwicklung ist eine detaillierte abschließende Risikoeinschätzung noch immer nicht möglich. Die Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft befinden sich in einem noch überschaubaren Rahmen, die Planungen berücksichtigen die derzeit bekannten Risiken in entsprechendem Umfang. Allerdings sind insbesondere im Bereich der Materialbeschaffung und Fremdleistungen deutliche Preissteigerungen aufgrund der weitergereichten Inflationsentwicklung zu verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem graduell steigenden Umsatz, sowie einem leicht reduzierten Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 gerechnet. Weiterhin wird für das Jahr 2024 mit einer leicht sinkenden Umsatzrendite als auch mit einer leicht sinkenden Eigenkapitalquote gerechnet. Die im Vorjahr prognostizierte tendenziell sinkende Eigenkapitalquote hat sich in 2023 nicht realisiert. Wesentliche Änderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Folgejahre sind nicht ersichtlich. Chancen- und Risikobericht Die Rurtalbahn GmbH befindet sich in einer guten Ausgangsbasis für die zukünftigen Wettbewerbsverschärfungen und Wettbewerbschancen. Maßgeblich ist hier auch, dass sich die Rurtalbahn GmbH erfolgreich in der internationalen Verkehrsausschreibung des Zweckverbandes go.Rheinland um die Verkehrsleistung auf der eigenen Infrastruktur auf dem Streckenabschnitt Düren - Linnich sowie auf der Bördebahn mit Beginn ab dem Fahrplanwechsel 2021/2022 durchsetzen konnte und die Verkehrsleistung bis Dezember 2025 weiterhin erbringen kann. Zusätzlich konnte neben dem Eigentumserwerb der Strecke Düren - Euskirchen durch die BTG auch der betriebliche Teil des Bahnhofes Düren Nord erworben werden, der ebenfalls im Rahmen des langlaufenden Pachtvertrages der Rurtalbahn zum Betrieb übertragen wird und eine wesentliche Bedeutung für die weitere, selbstbestimmte Entwicklung in den kommenden Jahren darstellt. Der Bund stellte den Ländern Finanzmittel für den SPNV in Form der Regionalisierungsmittel zur Verfügung. Aufgrund der Steigerungen in den Preiskomponenten Energie und Personal finden intensive Verhandlungen zwischen den Aufgabenträgern und den Bundesländern statt, da die Regionalisierungsmittel in der Konsequenz der Verkehrsausweitungen durch die politisch gewollte Verkehrswende und die Kostensteigerung nicht ausreichend sind. Daher bleibt weiterhin abzuwarten, welche Lösungen in der Politik gefunden werden können. Die Verteilung der Regionalisierungsmittel auf die Bundesländer erfolgt nach den Festlegungen des Kieler Schlüssels, auf den sich die Länder im Oktober 2014 geeinigt hatten. Dabei handelt es sich um einen Zielschlüssel, der sich je zur Hälfte aus den Einwohnern und den bestellten Zugkilometern zusammensetzt. Ausgehend von der bis zum Jahr 2015 gültigen, konstanten horizontalen Mittelverteilung, findet im Zeitraum von 2016 bis 2031 Jahr für Jahr eine schrittweise Umverteilung der Länderanteile am Sockelbetrag der Regionalisierungsmittel statt, bis im Jahre 2031 der endgültige Zielschlüssel ́Kieler Schlüssel‘ erreicht ist. Für den Sockelbetrag ergeben sich im Zeitraum der Umverteilung somit je Bundesland jährlich unterschiedliche prozentuale Mittelanteile. Zur Absicherung gegenüber möglichen Risiken des Unternehmensfortbestandes bedient sich die Rurtalbahn GmbH eines umfassenden Früherkennungssystems durch die Implementierung von Daten der Finanzbuchhaltung und des Controllings in ein monatliches Reporting-System. Die so generierten Abweichungsberichte werden in Abstimmung mit der Geschäftsführung und den jeweiligen Geschäftsbereichsleitern zeitnah analysiert. Wöchentliche Liquiditätsübersichten werden der Geschäftsführung vorgelegt. Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen wird ein adäquates Forderungsmanagement eingesetzt, das durch eine permanente und zeitnahe Überwachung der Zahlungseingänge Forderungsausfälle nahezu ausschließt. Bei ausbleibendem Forderungsausgleich werden entsprechende Maßnahmen bis hin zum Mahnbescheid erlassen. Im Neukundenbereich sind vor der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen entsprechende Bonitätsauskünfte einzuholen. Die Gesellschaft besitzt infolge der guten Eigenkapitalbasis eine solide Innenfinanzierungskraft. Investitionen werden aus Eigenmitteln dargestellt. Eine Aufnahme von Fremdverbindlichkeiten ist aus Sicht der Geschäftsführung nicht notwendig. Preissteigerungen am Markt werden durch eine permanente Anpassung der vertraglich vereinbarten Leistungsentgelte oder Preisfortschreibungen in den Verkehrsverträgen kompensiert. Aufgrund der durchgeführten Analysen bestehen aus Sicht der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.
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Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Rurtalbahn GmbH, DürenA. Allgemeine Angaben Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Rurtalbahn GmbH, Düren (Amtsgericht Düren, HRB 4353) die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Gemäß § 13 des Gesellschaftsvertrages ist der Jahresabschluss jedoch nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufzustellen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das immaterielle- und Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Der Werteverzehr wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berücksichtigt. Das Bewertungswahlrecht für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wird analog § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie das Werkstattmaterial sind zu Lagereinstandspreisen bewertet. Abwertungen aufgrund niedrigerer Tageswerte sowie für Lager- und Verwertungsrisiken wurden, soweit notwendig, vorgenommen. Skonti und Rabatte sind abgesetzt worden. Die Bewertung des Dieselbestandes erfolgte anhand des Durchschnittsverfahrens bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten mit Rücklageanteil für erhaltene Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird über die Abschreibungsdauer der von der öffentlichen Hand bezuschussten Investitionsgüter aufgelöst. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit über einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.Die unter dem Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Sonstigen Ausleihungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Gesellschafter aus Darlehensgewährung in Höhe von TEUR 6.167 (i. V. TEUR 6.056). Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 50,0 % an der VIAS GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Die VIAS GmbH weist für das Jahr 2022 bei einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 940 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 16.220 aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen in voller Höhe eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsergebnis besteht, betreffen analog dem Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen Gesellschafter weisen in voller Höhe eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf und betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen in voller Höhe eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf und enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) (TEUR 2.020), Steuererstattungsforderungen (TEUR 682), Ansprüche aus Ausbildungsbeförderungspauschalen (TEUR 151) und die periodengerechte Erfassung von Einnahmen (TEUR 660). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Vorauszahlungen für die Pacht der Infrastruktur im Kreis Düren für die Jahre 2024 bis 2027. Bei den latenten Steuern übersteigen die aktiven Steuerlatenzen die passiven Steuerlatenzen. Es wurde das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Anspruch genommen und keine Steuerlatenzen ausgewiesen. Der aktive Überhang ergibt sich aus Differenzen bei den Wertansätzen der sonstigen Rückstellungen. Das vollständig eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.000, im Weiteren besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.994. Gesellschafter sind die R.A.T.H. GmbH (74,9 %) sowie die Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (25,1 %).Der Sonderposten mit Rücklageanteil für erhaltene Investitionszuschüsse ist in Höhe von TEUR 141 als Korrekturposten zum Anlagevermögen gebildet worden. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen betriebsübliche Verpflichtungen und setzen sich zusammen aus Rückstellungen für notwendige Instandhaltungsmaßnahmen (TEUR 2.563, i. V. TEUR 2.082), ausstehenden Eingangsrechnungen (TEUR 3.468, i. V. TEUR 934), Personalverpflichtungen (TEUR 460, i. V. TEUR 391), sowie Schadensabwicklungen und Versicherungsprämien (TEUR 134, i. V. TEUR 113). Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Weiterleitung einer Versicherungserstattung an die VIAS Rail GmbH i. H. v. TEUR 53 (i. V. TEUR 53) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer i. H. v. TEUR 55 (i. V. TEUR 40). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei den Umsatzerlösen wird unter Bezug auf die Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 2 HGB von einer Aufgliederung Abstand genommen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.058 (i. V. TEUR 292) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie um die nachträgliche Abrechnung von Einnahmen für die Jahre 2018 und 2019. Der Aufwand für fremdbezogenes Personal der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH und der R.A.T.H. GmbH wird hier gesondert ausgewiesen. Bei der Ausgliederung der Rurtalbahn GmbH aus der Dürener Kreisbahn GmbH wurde das Personal des übertragenen Geschäftsbereiches Schienenverkehr und Betriebswerkstatt von der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH durch die Rurtalbahn GmbH nicht übernommen. Daher werden die Leistungen im Rahmen der Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen und Verwaltungsdienstleistungen als Fremdpersonal bezogen. Die bezogenen Leistungen aus geschlossenen Geschäftsbesorgungsverträgen mit anderen Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 2.771 (i. V. TEUR 2.491) wurden wie im Vorjahr unter „Aufwand für fremdbezogenes Personal“ ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 720 (i. V. TEUR 201) enthalten. Es handelt sich insbesondere um die rückwirkende Anpassung der Verkehrsvertragabrechnung für das Jahr 2022. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag für das Jahr 2023. E. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 sind bei der Gesellschaft durchschnittlich 131 (i. V. 134) Mitarbeiter beschäftigt gewesen (davon 21 Mitarbeiter im Rahmen der Dienstüberlassung (i. V. 21), davon 20 (i. V. 19) Angestellte (ohne Geschäftsführung) und 109 (i. V. 94) gewerbliche Arbeitnehmer. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Herbert Häner (betrieblich-technischer Geschäftsführer), Herr Björn Zimmermann (kaufmännischer Geschäftsführer), bis 31.12.2023: Herr Walter Weinberger (Amtsleitung in Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung des Kreises Düren) ab 01.01.2024 bis 24.04.2024: Herr Jens Bröker (Geschäftsführer Indeland GmbH) ab 01.07.2024: Guido Emunds (Geschäftsführer Finanzen Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH) Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Mutterunternehmen Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der R.A.T.H. Holding GmbH & Co. KG, Düren, einbezogen. Dieser Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
Darüber hinaus bestehen Dienstleistungsverträge mit der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH. Diese Verträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die sich hieraus ergebende jährliche Verpflichtung beträgt derzeit TEUR 1.367; sie werden zukünftig sinken, da für ausscheidende Mitarbeiter im Rahmen der Dienstleistungsverträge kein neues Personal übernommen wird. Haftungsverhältnisse Im Geschäftsjahr bestanden abgegebene Bürgschaften in Höhe von TEUR 500 (i. V. TEUR 24.752), hiervon entfallen auf Bürgschaften für verbundene Unternehmen TEUR 500 (i. V. TEUR 24.752). Für die VIAS GmbH wurden Vertragserfüllungsbürgschaften (TEUR 500) abgegeben. Im Vorjahr waren Garantien für die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen aus Mietkaufverträgen (TEUR 24.252) enthalten. Die Wahrscheinlichkeit für die Inanspruchnahme aus den abgegebenen Bürgschaften für die VIAS GmbH ist aus folgenden Gründen als gering einzustufen: Die VIAS GmbH weist für das Jahr 2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 16.220 aus, was einer Eigenkapitalquote von 21,1 % entspricht. Da der Großteil der Gesamtleistung durch Einnahmen aus Verkehrs-Service-Verträgen erzielt wird, ist das Ausfallrisiko von Forderungen begrenzt. Zudem werden die Einnahmen aus den Verkehrs-Service-Verträgen auf Basis vertraglich vereinbarter Preisgleitklauseln zur Abdeckung der marktbedingten Preissteigerungsraten angepasst. Aufgrund der guten Ausgangssituation im Rahmen des Betriebs der Rheingaulinie, eines umfassenden Früherkennungssytems durch die Implementierung von Daten der Finanzbuchhaltung und des Controllings in ein monatliches Reporting-System sowie einem adäquaten Forderungsmanagement sind wesentliche Änderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Folgejahre nicht ersichtlich. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Die Honorare des Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 27 (i. V. TEUR 24) für a) Abschlussprüfungsleistungen TEUR 23 (i. V. TEUR 19) und b) andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 4 (i. V. TEUR 5). Aufsichtsrat Im Geschäftsjahr 2023 war der Aufsichtsrat wie folgt besetzt: Mitglieder: Landrat Wolfgang Spelthahn (Vorsitzender) Rolf Hamacher, Unternehmensberater (bis 02/2023) Ludwig Leonhards, Rentner (ab 03/2023) Helga Conzen, Leitung Bildungsstätte Thomas Schmitz, Kfm. Angestellter Ralph Schmitz, Kaufmann Hans-Peter Nießen, Dipl. Verwaltungsfachwirt Beratende Mitglieder: Georg Schmitz, Lokführer Heinz Frey, Sozialunternehmer Tim Breuer, Kfm. Angestellter Gunther Neubert, Fachverkäufer Zum Ersatz ihrer Aufwendungen, einschließlich der Sitzungsgelder, haben die Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2023 einen Betrag von TEUR 18 erhalten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.872 an die Gesellschafter auszuschütten.
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sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.10.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rurtalbahn GmbH, Düren Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rurtalbahn GmbH, Düren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rurtalbahn GmbH, Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 4. September 2024 RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG gez. Uwe Harr, Wirtschaftsprüfer gez. Michael Klotz, Wirtschaftsprüfer |
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