Kohler Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dennis Neumann seit 8.4.2025 | Prokura |
Andreas Eichelberger seit 8.4.2025 | Prokura |
Artur Laitenberger seit 8.4.2025 | Prokura |
Robert Ronai seit 2.5.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kohler GmbHNeckarsulmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31.12.2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Jahresabschluss 2022der Firma Kohler GmbHI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma Kohler GmbH mit dem Sitz in 74172 Neckarsulm, Rötelstraße 17 ist unter der Nr. HRB 103186 beim Amtsgericht Stuttgart (Registergericht) eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung Der Jahresabschluss 2022 ist nach den Vorschriften des HGB unter Einschluss des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes erstellt worden und entsprechend gegliedert. Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie unter Beachtung der ergänzenden Regelungen für Kapitalgesellschaften nach den §§ 264 ff. HGB und des GmbHG erstellt. Die Vorjahreszahlen im Sinne des § 265 (2) HGB sind angegeben. Notwendige Bilanzvermerke sind jeweils den einzelnen Bilanzposten beigefügt. Die Größenmerkmale für eine mittelgroße Gesellschaft liegen gem. § 267 (2) HGB weiterhin vor. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Gesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden insofern keine Bewertungseinheiten zu bilden waren. Das Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde beachtet. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. Im Einzelnen wurde wie folgt bewertet: Die in Vorjahren entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte wurden aufgrund der Entwicklung und Bedeutung für die Firmengruppe mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Firmenwerte sind vollumfänglich abgeschrieben. Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Anlagenspiegel als Bestandteil des Anhangs dargestellt; daraus ergeben sich sämtliche Angaben, wie sie in § 284 (3) HGB verlangt werden. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen nach handelsrechtlich zulässigen Sätzen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungs- zzgl. Nebenkosten bewertet. Die Vorräte - Handelswaren - sind zu durchschnittlichen Netto-Einstandspreisen und abzüglich erforderlicher Bewertungs- und Verwertungsabschläge bewertet. Die Bewertungs- und Verwertungsabschläge wurden nach der Gängigkeit der Waren ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Einzelwertberichtigungen wurden in notwendigem Umfang vorgenommen; das allgemeine Risiko ist durch pauschale Wertberichtigung abgegolten. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Auflösung und Neubildung der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt nach zeitgemäßer Zuordnung und entsprechender Abrechnung der Einzelposten. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung besteht ein Aktivierungswahlrecht nach § 274 (1) S. 2 HGB; hiervon wird kein Gebrauch gemacht. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 (1) S. 3 HGB sind die latenten Steuern saldiert auszuweisen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist unverändert mit € 1.000.000,00 ausgewiesen. Die Steuerbelastung wird grundsätzlich nach dem voraussichtlichen Bedarf ermittelt. Rückstellungen für Kosten sowie alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten sind in angemessener und erforderlicher Höhe nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung eingestellt. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden grundsätzlich erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 (2) HGB). Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss wurden die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Bestandteil des Anhangs dargestellt. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 21.125,93 (i/Vj. T€ 8). Diese haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen insgesamt € 62.299,53 und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit insgesamt € 20.612,35. Die Abgrenzung durch die sonstigen Vermögensgegenstände dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Die Auflösung des Postens der Rechnungsabgrenzung erfolgt nach zeitgemäßer Zuordnung oder entsprechender Abrechnung der Einzelposten im Folgejahr. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert € 1.000.000,00 im Jahresabschluss und ist im Handelsregister eingetragen. 5. Rückstellungen Steuerrückstellungen waren nicht zu bilden. Die Rückstellungen für Risiken und Kosten sind angemessen und nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeit wurde eine Abzinsung im Sinne des § 253(2) HGB nicht berücksichtigt. 6. Verbindlichkeiten Der Ansatz sämtlicher Verbindlichkeiten erfolgte zum Rückzahlungsbetrag.
7. Latente Steuern Eine latente Steuerabgrenzung für die Gesellschaft war im Berichtszeitraum nicht zu bilden; von dem Wahlrecht nach § 274 (1) S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. V. Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufstellung erfolgte in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Es wird der Bilanzverlust/-gewinnn ausgewiesen gemäß § 268 (1) HGB. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung liegen im Berichtsjahr nicht vor. VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i.S. des § 251 HGB aus Wechselbürgschaften zugunsten von Kunden (Umkehrwechsel) bestehen zum Stichtag nicht. Die Haftsumme aus Genossenschaftsanteilen betrug zum Stichtag € 320,00. Das Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 1.096.561,81 ist besichert durch Sicherungsübereignung Warenlager mit € 6.996.849,70. Die Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen mit € 2.700.176,71 dienen ebenfalls der Besicherung dieses Darlehens mit einem Teilbetrag von € 759.785,68 und der verbleibende Betrag mit € 1.940.391,03 ist Bestandteil des Factoringvertrages. Restverbindlichkeiten aus eigenen Leasingverträgen bestanden zum 31.12.2022 in Höhe von € 92.600,49. Es bestehen Mietverhältnisse zu verschiedenen Objekten an verschiedenen Standorten; es wurden Mieten im Berichtszeitraum in Höhe von € 779.569,07 bezahlt. 2. sonstige Angaben: Die Offenlegung des Abschlusses 2021 ist im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache erfolgt. Die steuerliche Außenprüfung wurde in 2020 für den Zeitraum 2016-2018 durchgeführt. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten:
Für die Bezüge der Geschäftsführung Hinweis auf § 286 (4) HGB. Als Geschäftsführer sind bzw. waren tätig: Herr Michael Hulm, Dipl.-Ing.(FH), Ottobrunn - bestellt zum 12.01.2021 - einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit - 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung Trotz gestiegener Kosten im Einkauf sowie Energiesektor konnte eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Die Maßnahmen des Sanierungsprogrammes sind deutlich erkennbar. Wir gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft weiter über das Jahr 2023 hinaus sukzessive verbessern wird. Eine positivere Umsatzentwicklung zeichnet sich weiter ab. Wir haben den Jahresabschluss daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Für weitergehende Informationen verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht. 5. Vorschlag für die Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung der Firma Kohler GmbH schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Vorjahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung vom 24.02.2023 festgestellt.
Neckarsulm, den 28.06.2023 Geschäftsführer: Michael Hulm Anlagenspiegel zum 31.12.2022
Lagebericht zum Jahresabschluss des Geschäftsjahrs 20221. Grundlagen des Unternehmens Wir bieten Technik und Lösungen - Technik, die sicher verbindet und Lösungen bietet, wenn kein anderer eine Lösung hat. Mit diesem Motto kann Kohler GmbH, Neckarsulm, Kunden aus den Industrien Anlagen- und Maschinenbau, Automotive, Lebensmittel, Pharma und Chemie seit nunmehr 89 Jahren mit Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Hydraulik und Pneumatik überzeugen. Kohler GmbH ist über die Buckow Group - Technischer Handel und Dienstleistungen Holding GmbH, Karlsruhe (100%) seit nunmehr 08.01.2021 mittelbare Tochter des Family Offices Buckow Group Holding, Karlsruhe (100%) (vormals: JUNIS Trust Capital GmbH, München), welches seinen Fokus auf nachhaltige Unternehmensentwicklung legt. Neben Schlauch- und Rohrleitungen beliefern wir unsere Kunden insbesondere mit Verbindungselementen, Befestigungstechnik, Dichtungstechnik und Montagegeräten. Wir bieten im Rahmen dieser Produkte umfassende Dienstleistungen von der Produktschulung bis zur Montage, Wartung, Komponentenbau, sowie Instandsetzung und unterhalten für unsere Kunden KANBAN Prozesse zur JIT (just in time) / JIS (just in sequence) Versorgung von deren Produktionslinien. Wir betreiben Niederlassungen in Mannheim, Oberndorf, Stuttgart, Ulm und Hanau. Der Verwaltungssitz der Kohler GmbH befindet sich in Neckarsulm. Im Oktober 2022 wurde im Zuge der Expansionsstrategie der jüngste Standort in Hanau eröffnet. Dieser Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmens-tätigkeit aufgestellt. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen a. Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland Der Jahresbeginn in 2023 deutet auf eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Jahresende 2022 hin: "Die Zuwächse bei Produktion und Aufträgen des Produzierenden Gewerbes im Februar sprechen für eine robuste Industriekonjunktur im ersten Quartal. Die Geschäftsaussichten der Unternehmen hellten sich Umfragen zufolge zuletzt weiter auf. Hinzu kommen die gute Auftragslage sowie die sich nach und nach auflösenden Lieferengpässe. Dass sich auch die Herstellung in den energieintensiven Industriezweigen merklich ausweitete, deutet darauf hin, dass die Talsohle der Energiekrise durchschritten wurde. Insgesamt zeichnet sich nach dem schwachen Jahresendquartal 2022 zu Jahresbeginn 2023 eine konjunkturelle Erholung ab." (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, 04/2023) Gemäß dem ifo Geschäftsklimaindex zeichnet sich ebenfalls in den ersten beiden Quartalen eine Verbesserung der deutschen Konjunktur im Jahr 2023 ab. Der Indexwert stieg vom Tiefststand Oktober 2022 von 85,1 auf einen Stand von 93,4, im April 2023. Seit April ist die Entwicklung jedoch wieder rückläufig. Der Stand ist im Juni 2023 bei 88,5, was dem Stand vom Jahresende 2022 gleicht (Dezember 2022 - 88,6). Durch den anhaltenden Ukraine Krieg, Rohstoffmangel und die erhöhten Energiepreise bleibt das Geschäftsklima gedämpft. (Quelle: Ifo-Institut - Geschäftsklima Deutschland, 06/2023) Weiter haben sich die Inflationsraten wieder im Vergleich zum Vorjahr gesenkt. Der Verbraucherpreisindex fiel von 8,8% im November 2022 auf 6,1% im Mai 2023. (Quelle: Statista, Monatliche Inflationsrate in Deutschland bis Mai 2023, 06/2023) Die Auswirkung auf Kohler waren bisher moderat. Preiserhöhungen konnten seit dem letzten Jahr systematisch an die Endkunden weitergegeben werden. Die Auftragseingänge entwickelten sich gemäß dem ifo Geschäftsklimaindex tendenziell positiv. b. Entwicklung der Branche Die Industrie- und Handelskammer der Region Stuttgart blickt mit Zuversicht auf die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau: "Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau blickt nach einem schwierigen Jahr 2022 mit Zuversicht auf das Jahr 2023; dies hat eine aktuelle Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ergeben. Trotz diverser Schwierigkeiten wie der Inflation, dem Krieg in der Ukraine, Materialengpässen und weiteren Einschränkungen konnten deutsche Unternehmen einen Produktionsrückgang in 2022 verhindern und sehen für 2023 ebenso eine relativ positive Prognose. Auf den Märkten weltweit ist weiterhin mit Einschränkungen zu rechnen - durch Hürden in der Energieversorgung, aber auch durch protektionistische Maßnahmen und Krisen einzelner Staaten. Gleichzeitig halten Investitionsbestrebungen in einzelnen Ländern die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen hoch." (Quelle: IHK Stuttgart, Branchentrends International, 06/2023) Der Anlagen und Maschinenbau bildet bei der derzeitigen Kundenstruktur bei Kohler die größte Konzentration. Die Nachfrage stieg bei Exportstarken Großkunden und beeinflusste den Umsatz und Wareneingang im Jahr 2023 bisher positiv. Weitere Entwicklungen sind abzuwarten. c. Entwicklung des Unternehmens Das Geschäftsjahr 2022 wurde im Wesentlichen von einer guten Nachfrage mit einhergehender Umsatzsteigerung gegenüber Vorjahr von +6% bestimmt. Der Auftragseigang überstieg auch in 2022 den Umsatz, sodass auch in 2023 eine weitere Umsatzsteigerung eintreten wird, nicht zuletzt auch durch die Neuausrichtung des Vertriebes in 2021 beeinflusst. 3. Lage des Unternehmens a. Ertragslage Die Ertragslage 2022 hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Rohmarge stieg von 34% im Vorjahr auf 39% in 2022. Das in Q3/2021 gestartete Projekt "Margensteigerung" wurde erfolgreich umgesetzt und ebnet die Grundlage für künftige Ertragsverbesserungen. b. Finanzlage Das Unternehmen hatte im Geschäftsjahr 2022 ausreichend liquide Mittel, um alle Rechnungen im Rahmen der Vereinbarungen und sogar teilweise durch Zahlung innerhalb der Skontofristen auszugleichen. Das Unternehmen hat die Finanzierung in 2021 neu aufgestellt mit der Ablösung der bisherigen Geschäftsbanken Mitte 2021 und hat sich im Nachgang auf Basis niedriger Refinanzierungszinsen bei anderen Finanzierungsgebern refinanziert. Das Eigenkapital liegt demnach zum Stichtag 31.12.2022 bei 25,45%, welches einem absoluten Wert von 2,7 Mio. € entspricht. c. Vermögenslage Bilanzsumme und Eigenkapitalquote haben sich durch den Umsatz- und somit Working-Capital-Zuwachs und den eingetretenen Überschuss wie folgt verändert:
Für das Jahr 2023 wird mit einem positiven Ergebnis gerechnet. 4. Entwicklung a. Voraussichtliche Entwicklung Das Unternehmen hat sich mit zwei neuen Finanzierungsgebern ausreichend mit liquiden Mitteln versorgt. Das Unternehmen erwirtschaftete auch in 2022 einen positiven operativen Cashflow. Mit Eintritt des neuen Gesellschafters im Januar 2021 wurde das Unternehmen einem umfangreichen strategischen und operativen Sanierungsprogramm unterzogen mit dem Ziel einer nachhaltigen Ertragsteigerung und Unternehmensentwicklung. b. Chancen 1.1. Digitalisierung der Prozesse Durch die erfolgreiche Einleitung von Sanierungsmaßnahmen konnten Prozesspotentiale erkannt werden, welche nun durch Projekte im Bereich der Digitalisierung gehoben werden und zu einer langfristigen Wettbewerbsfähigkeit beitragen. 1.2. Restrukturierung Das Unternehmen wird seit Januar 2021 in allen Bereichen einem umfangreichen Restrukturierungsprogramm unterzogen. Die Kernbereiche sind dabei die Erhöhung der Rohmarge, die Neuausrichtung des Vertriebes, eine veränderte Personalpolitik und die Reorganisation von operativen Prozessen inklusive der IT. 1.3. Veränderung der Organisationsstruktur Schlüsselpositionen wurden neu besetzt, um die Ziele des Unternehmens: Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsparameter, zu unterstützen. Hieraus hat sich ein planmäßiges Umsatzwachstum, eine Effizienzsteigerung und eine Kostensenkung ergeben. 1.4. Mehrjahresplanung Das Unternehmen verfügt seit 03.2021 über ein ausgereiftes Reporting über alle Leistungskennziffern. Hieraus wurde eine Mehrjahresplanung abgeleitet. Auf Abweichungen wird umgehend reagiert und Veränderungsprozesse konsequent definiert und umgesetzt. 1.5. Veränderung des Kundenfokus Unsere Kunden sind im Schwerpunkt Maschinen- und Anlagenbauer, sowie Firmen in der Automobilindustrie. Unsere vertriebliche Ausrichtung nimmt vermehrt Kunden in den Fokus, die den Einflüssen durch die Elektromobilität nicht ausgesetzt sind. Darüber hinaus orientieren sich auch die Maschinen- und Anlagebauer vermehrt in Bereichen fern der Automobilindustrie. Hieraus ergibt sich ein doppelter Effekt zur Umsatzsteigerung. c. Risiken 1.1.Ukraine-Krise Die Ukraine-Krise birgt ein latentes gesamtwirtschaftliches Risiko durch eine Abschwächung der Nachfrage, insbesondere durch die Energiepreissteigerungen und der daraus folgenden Inflationstendenzen. 1.2.Kunden- und Preisänderungsrisiko Preisänderungen werden mit deutlichem Vorlauf von den Herstellern der durch uns vertriebenen Produkte angekündigt. Es besteht jedoch das Risiko, dass Preissteigerungen aufgrund von vereinbarten Preisbindungen bei einzelnen Kunden nicht vollständig umgelegt werden können. Dem Risiko wurde durch die Implementierung eines schnellen Preisanpassungsprozesses für die Überwälzung von einkaufsseitigen Preissteigerungen auf die Kunden grundsätzlich erfolgreich begegnet, sodass auf Unternehmensebene insgesamt kein negativer Einfluss auf die Rohmarge entstand. Grundsätzlich besteht ein Kundenrisiko hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Folgen der Ukraine-Krise im Hinblick auf die Kundennachfrage oder auf Forderungsausfälle. 1.3.Kreditrisiko Das Unternehmen ist stabil finanziert, unterliegt jedoch dem derzeitigen Zinssteigerungsrisiko, welches jedoch insgesamt von der Höhe her unbedeutend ist. 1.4.Lieferantenrisiko Kohler ist im Bereich der Hydraulik einer der größten Parker-Händler Europas und der Größte in Deutschland. Bei steigender Nachfrage oder auch Unterbrechungen der Lieferketten könnten Lieferengpässe entstehen. Diesen begegnen wir mit höheren Lagerreichweiten. Die Preispolitik des größten Lieferanten Parker zeigte jedoch deutlich weniger Volatilität als noch im Vorjahr. 1.5.Fachkräftemangel Kohler steht für Qualität und Beständigkeit. Trotz der immer enger werdenden Verfügbarkeit von Fachpersonal entscheiden sich Arbeitnehmer sehr häufig für uns als beständigen Arbeitgeber. Bislang waren wir stets in der Lage die offenen Stellen zu besetzen. Ich versichere nach bestem Wissen den Lagebericht und Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft so dargestellt zu haben, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wurde und dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen beschrieben sind.
Neckarsulm, 27. Juni 2023 Kohler GmbH Michael Hulm, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGNEN ABSCHLUSSPÜRFERSAn die Kohler GmbH, 74172 Neckarsulm Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Kohler GmbH, 74172 Neckarsulm - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Kohler GmbH, 74172 Neckarsulm für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Ich verweise auf Angaben VI.4. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 4. a und b des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft einen Sanierungsprozess durchläuft. Die Sanierungsmaßnahmen zeigen zum Zeitpunkt der Durchführung der Jahresabschlussprüfung für die laufende Umsatzentwicklung eine Stabilisierung und leicht positive Entwicklung. Die Darlegungen (VI.4.) und (4.a und b) und die damit verbundenen Gegebenheiten, deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, welche Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen könnte. Meine Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich zusammen mit meinem Prüfungsteam pflichtgemäßes Ermessen aus und wir bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Heilbronn, den 30.06.2023 Michael Straub, vereidigter Buchprüfer |
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