Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 4337
Vorher
Autohaus Innsbrucker Straße GmbH
Eingetragen
11.12.1991
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugteilen und -zubehörartikeln sowie Durchführung aller Kraftfahrzeugreparaturen, dies insbesondere als autorisierter Vertriebspartner eines Kfz-Herstellers, und die Vermietung von Kraftfahrzeugen.

Historie

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Management

NameRolle
Siv Zenker
seit 3.9.2025
Prokura
Ulf Pfeiffer
seit 21.1.2014
Geschäftsführer
Stefan Rust
seit 23.3.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

25.00% identifiziert75.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
75.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DIA Albert Still GmbH
Germany
750.000 €
75.00%
Stefan Rust
01454 Ullersdorf
250.000 €
25.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

AIS Dresden GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum 31.08.2019

Lagebericht

A. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Europäische Kommission und das Institut für Weltwirtschaft (IfW) sagen für 2019 und für 2020 ein moderates, jährliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes jeweils um 1,4 % für 2019 bzw. für das Jahr 2020 um 1,6 % voraus, das durch die verhaltene Entwicklung in der Wirtschaft der Europäischen Union geprägt ist. Die Konjunktur sei vor allem durch den privaten Konsum getragen, der unter anderem von einer steigenden Beschäftigung sowie einer geringen Inflation profitiere. Trotz der konjunkturellen Abschwächung hat sich der Rückgang der Erwerbslosenquote in der Europäischen Union kaum verlangsamt. Bis Mitte 2019 ist sie auf 7,5 % zurückgegangen. In Europa haben gegenwärtig mehr Menschen eine Arbeit als je zuvor.

Laut Deutscher Bundesbank ist die Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft mit realen Wachstumsraten von über 2 % in der ersten Jahreshälfte 2019 zum Ende gekommen. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte sind zwar nach wie vor intakt, doch die konjunkturelle Grundtendenz ist nur verhalten. Ausschlaggebend hierfür ist der Abschwung in der Industrie, die unter der schleppenden Export leidet.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der europäische Neuwagenmarkt steht vor einer Trendwende. Nachdem der Markt in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gewachsen ist, rechnet nun selbst der europäische Herstellerverband Acea für 2019 mit rückläufigen Pkw-Absatzzahlen. Derzeit prognostiziert der Verband einen Gesamtabsatz für das gesamte Jahr 2019 von knapp 15,5 Millionen Fahrzeugen. Das entspricht einem Rückgang von 1,0 % im Vergleich zu 2018.

Die Herausforderungen für die Branche sind groß. In China - weltgrößter Automarkt - sind die Absatzzahlen eingebrochen.

Die Experten des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen gehen deshalb davon aus, dass in Deutschland in diesem Jahr so wenige Autos gebaut werden wie seit 20 Jahren nicht mehr. Der vom Zentralverband der deutschen Kfz-Betriebe (ZDK) herausgegebene Geschäftsklimaindex bestätigt diese Entwicklung im dritten Quartal 2019. Der Index ist auf den tiefsten Stand der vergangenen fünf Jahre gefallen. Mit einem Wert von 90,4 Punkten beurteilten die Autohäuser und Werkstätten die Geschäftslage im dritten Quartal 2019 über alle drei Bereiche - Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie Service - hinweg weniger optimistisch. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist der Index um knapp vier Punkte abgerutscht. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 ist die Kennziffer um mehr als 13 Punkte abgesackt.

Nur jeder fünfte Kfz-Betrieb im Inland hat die Geschäftslage im dritten Quartal 2019 als "gut" bewertet. Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als jeder vierte inländische Kfz-Betrieb (26,2 %). 29,4 % (Vj: 27,0 %) berichteten von einem "schlechten", 50,3 % (Vj: 46,8 %) von einem "befriedigenden bzw. saisonüblichen" Gesamtgeschäft.

Die Verkaufszahlen der ersten acht Monate des Jahres 2019 zeigen laut Kraftfahrt Bundesamt (KBA) ein bis dato besseres Bild. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte die Branche mit 2.495.536 verkauften Pkws die Neuzulassungen um moderate +0,9 %. Beim Blick auf den Monat August rückten die SUVs mit 22,2 % erstmals in 2019 an die erste Stelle. Die Kompaktklasse, das langjährig stärkste Segment, büßte -11,6 % ein und lag mit einem Anteil von 18,9 % hinter den SUVs. Die Segmente Kleinwagen (13,9 % / -2,4 %) und Geländewagen (10,1 % / -1,4 %) erreichten ebenfalls zweistellige Anteilswerte. Die deutlichste Einbuße verzeichnete die Oberklasse mit -29,6 %. 61,4 % der Neuwagen waren mit einem Benzinmotor ausgestattet (-2,0 %), 30,2 % waren Dieselfahrzeuge (-8,2 %). 19.852 Pkw und damit 6,3 % waren Hybride (+55,1 %), darunter 3.120 Plug-in-Hybride (1,0 % / -9,1 %. Die Neuzulassung von 5.001 Elektrofahrzeugen bescherte ein Plus von 103,5 %. Ihr Anteil: 1,6 %. Die Prognose für Deutschland bei der Pkw-Nachfrage für das Jahr 2019 bleibt stabil. Im Jahr 2018 waren es ca. 3,4 Millionen Pkw-Neuzulassungen.

In nachfolgender Tabelle findet sich der auf das AVAG-Geschäftsjahr abgestimmte Neuwagenmarkt, der eine leicht rückläufige Entwicklung zeigt. Somit zeigt der Neuwagenmarkt bezogen auf unser Wirtschaftsjahr mit bundesweit 3.458.030 (Vj.: 3.590.760) zugelassenen Fahrzeugen ein Minus von 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr auf.

Sept. 18 bis Aug. 19 in % Sept. 17 bis Aug. 18
Zulassungen in Stück Marktanteil
in %
Veränderung der Zulassungen zu 2017/18 Zulassungen in Stück Marktanteil
in %
Volkswagen 610.600 17,7 -12,8 700.044 19,5
Mercedes 328.648 9,5 4,7 314.010 8,7
BMW 316.954 9,2 3,3 306.899 8,5
Ford 270.474 7,8 5,7 255.823 7,1
Audi 244.814 7,1 -17,3 295.965 8,2
Opel 231.167 6,7 -0,2 231.619 6,5
Skoda 202.329 5,9 -3,2 209.040 5,8
Renault 122.659 3,5 -15,4 144.955 4,0
Hyundai 122.340 3,5 5,0 116.530 3,2
Toyota/Lexus 87.172 2,5 -0,8 87.919 2,4
Fiat (inkl. Alfa + Lancia) 89.077 2,6 2,3 87.061 2,4
Peugeot 71.213 2,1 -6,3 76.038 2,1
Dacia 75.985 2,2 0,1 75.883 2,1
Kia 67.186 1,9 -0,5 67.491 1,9
Mazda 69.057 2,0 3,2 66.912 1,9
Volvo 52.444 1,5 22,6 42.766 1,2
Nissan 37.923 1,1 -36,9 60.078 1,7
Suzuki 38.015 1,1 0,8 37.707 1,1
Honda 14.590 0,4 -28,7 20.473 0,6
Subaru 6.114 0,2 -21,4 7.774 0,2
Chevrolet 1.601 0,0 59,8 1.002 0,0
Cadillac 611 0,0 16,8 523 0,0
Gesamtzulassung 3.458.030 100 -3,7 3.590.760 100

Insgesamt hat sich Toyota/Lexus auf dem deutschen Markt, bezogen auf das AVAG-Geschäftsjahr, mit Blick auf den Marktanteil stabil entwickelt. Die Neuzulassungen zeigen einen nur leichten Rückgang von 0,8 % auf 87.172 (Vj.: 87.919) Neuwagen im Vergleich zum Rückgang des Gesamtmarktes von 3,7 %. Somit stieg der Marktanteil von 2,4 % auf 2,5 %. Von Januar bis August 2019 verzeichnete der Toyota Yaris mit 14.685 Einheiten, gefolgt vom Toyota Aigo 9.397 und dem C-HR mit 9.187 Fahrzeugen die meisten Neuzulassungen.

Die Toyota/Lexus-Hybridtechnik bleibt bei den Kunden in Europa populär. Im ersten Halbjahr 2019 verkaufte der Hersteller in Europa 578.400 Neufahrzeuge, darunter 50 % mit Hybridantrieb. 20 Hybridmodelle, darunter vier neue Modelle, trugen mit 303.400 Einheiten (+18 %) maßgeblich zu den starken Ergebnissen bei. Toyota hat zudem zwei Klassiker neu aufgelegt: Seit Frühling 2019 ist nach 17 Jahren der legendäre GR Supra zurück, sehr zur Freude vieler Automobil-Enthusiasten. Europaweit sind 900 Fahrzeuge verfügbar. Beim neuen Camry setzt Toyota, seit der Markteinführung im ersten Quartal 2019, ganz auf Hybrid. Er wird ausschließlich mit dem 2,5-Liter Dynamic-Force-Hybridantrieb angeboten. Bei Lexus waren der NX Hybrid und der neue UX Hybrid die Top-Seller.

Seit mittlerweile über 20 Jahren nimmt der Toyota Prius eine Vorreiterrolle bei alternativen Antrieben ein. Strom und Benzin: Die Plug-in-Variante kombiniert das Beste aus zwei Welten: Hohe elektrische Reichweite und Alltagstauglichkeit. Im Modelljahr 2019 überzeugt unter anderem der Prius Plug-in Hybrid durch mehr Platz im Innenraum, durch das Safety Sense System und das PreCollision, ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung. Bei der großen Hybrid-Testaktion im September 2019 überzeugten sich die Kunden bei Toyota-Händlern vor Ort über das Modellprogramm - vom Kleinwagen Yaris bis zum RAV4. Besonders der neue Toyota Corolla mit großem Platzangebot, vielseitig nutzbarem Gepäckabteil und sportlichem Design begeisterte die Kunden.

Die Premiummarke Lexus hat die neueste Auflage seines RX vorgestellt. Die SUV-Baureihe zählt zu den Säulen im Modellprogramm. Mit der jüngsten Version, die im Herbst 2019 zu den Händlern rollt, überarbeitet Lexus sein Top-Modell und stärkt seine Marktposition in der Premium-SUV-Klasse. Der neue Lexus UX führte auf seiner bundesweiten Roadshow die Gegensätze Tradition und Moderne zusammen. Der Premium-Crossover vereint den innovativen Luxus und die hohen Sicherheitsstandards mit Designelementen und hocheffizienten Antriebssträngen.

Mit 4.879.149 (Vj.: 4.892.356) Besitzumschreibungen von Januar bis August 2019 verpasste das Gebrauchtwagen-Geschäft knapp das Niveau des Vorjahres. Im Jahresverlauf liegen die Nutzfahrzeug-Neuzulassungen bei Lastkraftwagen mit 254.586 Einheiten gut vier Prozent über dem Niveau 2018.

Das vergangene Geschäftsjahr 2018/19 hat sich im Bereich Service leicht über Vorjahresniveau entwickelt. Das Servicegeschäft bzw. die Werkstattauslastung hat sich bundesweit auf dem Niveau des vergangenen Jahres stabilisiert. Bezüglich des weiteren Bedarfs an Reparatur- und Wartungsarbeiten im Jahr 2019 wird es sehr darauf ankommen, wie stark der Fahrzeugbestand in Deutschland bewegt werden wird. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet für das restliche Kalenderjahr mit einem vorrübergehenden Rückgang der Werkstattauslastung im After-Sales-Bereich. Dieser Meinung schließen wir uns an.

3. Geschäftsverlauf des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Kraftfahrzeugen, Fahrzeugteilen und -zubehörartikeln sowie die Durchführung von Kraftfahrzeugreparaturarbeiten, insbesondere als autorisierter Vertriebspartner der relevanten Kraftfahrzeughersteller Toyota und Lexus sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen.

Das Autohaus AIS Dresden GmbH mit seinen 4 Standorten hat in einem abnehmenden Gesamtmarkt (-3,7 %) und bei stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seine Position im Marktverantwortungsgebiet ausbauen können. Im Marktverantwortungsgebiet repräsentiert das Autohaus einen Marktanteil, der deutlich über dem Toyota-Marktanteil im Bund von 2,4 % liegt.

Mit dem Ergebnis im Geschäftsjahr 2018/19 liegen wir insgesamt deutlich über unseren Erwartungen. Die Umsatzerlöse sind gemäß der Planung leicht zurückgegangen. Somit ist die Umsatzrendite nicht wie erwartet leicht zurückgegangen, sondern von 2,5 % auf 2,7 % gestiegen.

4. Lage der Gesellschaft

4.1. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Umsatzerlöse 94.806 TEUR (i. Vj. 101.489 TEUR) bei einem Materialaufwand in Höhe von 83.227 TEUR (i. Vj. 89.996 TEUR).

Die wesentlichen Gründe für den Rückgang der Umsatzerlöse resultieren aus dem geringeren Verkauf von Neufahrzeugen und Fastneuwagen. Dagegen konnte in den anderen Bereichen wie Gebrauchtwagen, Teile und Service leichte Umsatzsteigerungen erzielt werden.

Der Bruttoertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) erhöhte sich auf 11.579 TEUR (i. Vj. 11.493 TEUR).

Der Personalaufwand erhöhte sich auf 4.769 TEUR (i. Vj. 4.639 TEUR) insbesondere aufgrund Lohn- und Gehaltsteigerungen. Im Berichtszeitraum waren (ohne Geschäftsführung) durchschnittlich 26 (i. Vj. 26) gewerbliche Arbeitnehmer, 69 (i. Vj. 69) Angestellte, 7 (i. Vj. 7) Aushilfen und 18 (i. Vj. 18) Auszubildende beschäftigt.

Bei den Abschreibungen war ein Rückgang von 894 TEUR auf 772 TEUR insbesondere aufgrund von geringeren Abschreibungen für Mietwagen/Vorführwagen zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind leicht auf 3.323 TEUR v.a. durch höhere Gas- und Stromkosten gestiegen (i. Vj. 3.295 TEUR).

Es konnte somit ein Ergebnis vor Steuern von 2.556 TEUR (i. Vj. 2.575 TEUR) erzielt werden.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit 839 TEUR auf Vorjahresniveau.

Der Jahresüberschuss beträgt nach 1.741 TEUR im Vorjahr im laufenden Geschäftsjahr 1.717 TEUR. Die Umsatzrendite (Jahresergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) ist von 2,5 % auf 2,7 % bedingt durch die niedrigeren Umsatzerlöse gestiegen.

4.2. Finanzlage

Der Jahres-Cash Flow (Jahresergebnis + Abschreibungen) beläuft sich auf 2.490 TEUR (i. Vj. 2.636 TEUR). Über den Cash Pool im AVAG-Konzern mit der AVAG Holding SE, Augsburg, wird der über die Fahrzeugfinanzierung und den langfristigen Bereich hinausgehende Teil der finanziellen Mittel bereitgestellt bzw. freie Liquidität an den Cash Pool abgeführt.

4.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31.08.2019 12.405 TEUR (i. Vj. 13.049 TEUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Das Sachanlagevermögen hat sich von 2.592 TEUR auf 2.573 TEUR verringert, was im Wesentlichen auf den Rückgang bei den Bauten auf fremden Grundstücken durch planmäßige Abschreibungen zurückzuführen ist.

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr von 3.416 TEUR auf 4.438 TEUR erhöht, insbesondere durch einen gestiegenen Neu- und Gebrauchtwagenbestand.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 342 TEUR auf 507 TEUR angestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von 6.102 TEUR auf 4.361 TEUR durch geringere konzerninterne Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückgegangen.

Die Eigenkapitalquote hat sich auf 21,9 % (i. Vj. 21,0 %) durch die geringere Bilanzsumme erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen sind von 1.367 TEUR auf 1.452 TEUR angestiegen, was vor allem auf erhöhte Rückstellungen für Kundenbindungsprogramme zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 6.698 TEUR nahezu auf Vorjahresniveau (6.767 TEUR). Dagegen konnten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt von 699 TEUR auf 332 TEUR abgebaut werden. Die Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter dagegen sind von 415 TEUR auf 613 TEUR gestiegen. Durch geringere Umsatzsteuerverbindlichkeiten sind die sonstigen Verbindlichkeiten von 1.052 TEUR auf 584 TEUR zurückgegangen.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das operative Geschäft steuert die Gesellschaft auf Basis der Umsatzerlöse, des Ergebnisses vor Steuern und der Umsatzrendite. Weiterer wichtiger nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Mitarbeiterzahl des Unternehmens.

B. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht und Risikomanagementsystem

Gesamtwirtschaftliche Risiken können unterschiedliche Ursachen haben. Konjunkturelle Risiken erwachsen aus einer ungünstigen Entwicklung globaler oder regionaler Märkte, so beispielsweise aus einer möglichen Verschärfung der politischen Krisen im Nahen und Mittleren Osten sowie internationale Handelsstreite und die andauernden Brexit-Verhandlungen, die zu erheblichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und Konjunktur führen können.

Die weltweiten konjunkturellen Risiken werden durch die Präsenz im lokalen deutschen Markt begrenzt. Damit ist die Entwicklung der Gesellschaft stark von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland abhängig. Das Eintreten solcher Risiken kann den Absatzerfolg der Gesellschaft wesentlich beeinflussen.

Aus diesem Grunde hat die AVAG Gruppe ein zentrales Risikomanagementsystem installiert, welches in allen Autohäusern der AVAG Gruppe Anwendung findet. Dadurch sollen Risiken frühzeitig erkannt, deren Auswirkung durch geeignete Maßnahmen reduziert sowie eine Bestandsgefährdung des jeweiligen Unternehmens vermieden werden. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der strategischen, operativen und finanziellen Ziele der AVAG Gruppe und der einzelnen Autohäuser und soll zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes beitragen. Es beinhaltet ein umfangreiches Berichtswesen und umfasst unter anderem eine tägliche Analyse, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt. Darüber hinaus erfolgt ein tägliches Management der Fahrzeugbestände und der Verkaufszahlen. Im Bereich Service erfolgt eine tägliche Analyse der Auslastung und der Wertschöpfung.

In regelmäßigen Meetings der Geschäftsführung mit dem Bereichsvorstand werden auf Markenebene die Entwicklung der einzelnen Autohäuser und der vertriebenen Marken analysiert und das weitere Vorgehen bzw. zukünftige Entwicklungen besprochen.

Marktrisiken

Änderungen im branchenspezifischen Umfeld können sich ebenfalls negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken.

Die Treiber der Risikoeinschätzung im Automobilhandel sind die Entwicklung der Inlandsnachfrage insgesamt, der jeweiligen Marke des Autohauses sowie dessen Positionierung im regionalen Markt. Bedingt durch einen relativ konstanten Gesamtbestand von über 50 Mio. Fahrzeugen und Neuzulassungen von jährlich 3,4 bis 3,5 Mio. in umkämpften Segmenten, ist der Automobilhandel unverändert einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt, der schlussendlich zu einem Rückgang der Anzahl der Händlerbetriebe führt. In der AVAG Gruppe ist daher eine tägliche Analyse installiert, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt.

Aktuelle Themen wie Digitalisierung oder die Entwicklung des Online-Handels und deren möglichen Auswirkungen auf den stationären Fahrzeughandel und Service sind aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Die Umsetzung von Fahrverboten in Innenstädten oder Verschärfungen gesetzlicher Vorschriften bei Fahrzeugemissionen, hat es in jüngster Vergangenheit bereits gegeben. Wie diese Verbote sich konkret auf die Absatzmarktentwicklung auswirken wird von uns aufmerksam beobachtet und bei Bedarf zeitnah in den Planungen berücksichtigt.

Bei der Dieselthematik spielen auch der Einsatz und die Entdeckung unzureichender Abgasreinigungssysteme bei Dieselfahrzeugen bzw. Modellvarianten betroffener Hersteller eine besondere Rolle, dies sowohl für die Vermarktungsfähigkeit einzelner Fahrzeuge als auch für die entsprechende Markenwahrnehmung. Mögliche Folgen können je nach markenspezifischen Dieselanteil geringere Absatzzahlen sowie Margen im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft sein.

Gleichzeitig wird die Auto-Branche mit verschärften Abgasregeln der EU konfrontiert. Bereits im Jahr 2020 soll die CO 2-Emission neu verkaufter Autos im Schnitt auf 95 Gramm je Kilometer sinken - bis 2030 um zusätzlich 37,5 Prozent. Bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Strafzahlungen. Hier ist Toyota mit seinen Hybridmodellen seit Jahren Vorbild bei den CO 2-Emissionen. Die Automobilindustrie steht durch die Entwicklung elektrifizierter Antriebe, vernetzter Automobile sowie das Autonome Fahren vor einem Transformationsprozess mit tiefgreifenden Veränderungen. Diese sind für unseren Absatz sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Ausgehend von der derzeit noch geringen Anzahl reiner Elektrofahrzeuge im gesamten Fahrzeugmarkt werden mögliche Risiken aus zum Beispiel verändertem Serviceumfang kurz- und mittelfristig als gering eingeschätzt. Aktuell ist hier keine schnelle Veränderung zu erwarten, jedoch wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt.

Ein wesentlicher Risikofaktor im Autohandel ist das Management der Neuwagen- und Gebrauchtwagenbestände. Dies erfolgt in der AVAG-Gruppe vornehmlich zentral je Fahrzeugmarke. Hier werden beispielsweise die Vorteile des zentral gesteuerten Bestandsmanagements genutzt, das dem einzelnen Autohaus einen Zugriff auf sämtliche Fahrzeuge erlaubt. So kann dem Kunden eine breite Angebotspalette an Neu- und Gebrauchtwagen präsentiert werden.

Operativ stellen die Leasing-Rücknahmeverpflichtungen für uns gegenwärtig kein wesentliches Risiko dar. Das Restwertrisiko der Leasingrückläufer steuern wir über eine sorgfältige Kalkulation beim Vertragsabschluss und regelmäßige Überwachung der Restwerte. Zusätzlich bilden wir eine Rückstellung, die eventuelle nicht vorhersehbare Entwicklungen auffängt.

Die Einkaufs- und Absatzfinanzierung im Automobilhandel ist heute wesentlicher Erfolgsfaktor. Die Finanzierung der Autohäuser sowie die Absatzfinanzierung in der AVAG-Gruppe werden über die AVAG Holding SE gesteuert. Die auf diversen Standbeinen basierende Neuwagenbestands- und Neuwagenendkundenfinanzierung beruht im Wesentlichen auf den Herstellerbanken. Im Gebrauchtwagenbereich arbeiten wir mit mehreren Finanzpartnern, sowohl bei der Einkaufs- als auch Absatzfinanzierung, zusammen.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können im Wesentlichen aus Rechtsstreitigkeiten, Reklamationen oder Garantieansprüchen erwachsen.

Für die gegenwärtig anhängigen Verfahren wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Einzelrisiken mit wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft und damit das Ergebnis des Unternehmens liegen nicht vor.

Finanzrisiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen in erster Linie Liquiditäts-, Zins-, Ausfall- und Steuerrisiken.

Liquiditätsversorgung und Liquiditätssteuerung erfolgen im Konzernverbund ebenfalls durch die AVAG Holding SE. Die Verfügbarkeit von Liquidität und die Stabilität der Gesamtfinanzierung des AVAG Konzerns, und damit auch der Gesellschaft, haben oberste Priorität. Ein Teil dieser Finanzierungspositionen unterliegt einem Zinsänderungsrisiko, welches teilweise durch den Abschluss entsprechender Zinssicherungsvereinbarungen auf Ebene der AVAG Holding SE gruppenweit fixiert oder nach oben hin gedeckelt ist.

Im Hinblick auf das Forderungs-Ausfallrisiko bei gewerblichen Kunden genießt das Autohaus im Rahmen des mit der AVAG Holding SE geschlossenen Betreuungs- und Beratungsvertrages und darüber hinaus durch die mit geschlossenen Forderungsausfallversicherungen Schutz bei Ausfällen. Diese stellen demnach ebenso kein wesentliches Risiko für die Gesellschaft dar.

Steuerrisiken bestehen im Wesentlichen durch den Export von Fahrzeugen und Ersatzteilen ins europäische und nicht europäische Ausland. Diesem Risiko wird durch einen einheitlichen Prozess bei Exporten innerhalb der gesamten AVAG-Gruppe begegnet, welches zur Risikominimierung beitragen soll.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Unternehmens

Die Einschätzung der gesamten Risikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Zu den Treibern der Risikoeinschätzung und wesentlichen Risikofaktoren verweisen wir auf die oben genannten Marktrisiken. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind uns derzeit nicht bekannt.

2. Chancen- und Prognosebericht

2.1. Erweiterte Rahmenbedingungen

Konflikte und Unsicherheiten lasten auf der weltweiten Konjunktur. Neben dem Handelsstreit zwischen den USA und China, Umweltauflagen der EU, dem Angriff auf die größte Erdölraffinerie der Welt in Saudi-Arabien und einem wahrscheinlichen No-Deal-Brexit prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) einen Wachstumsrückgang im Europaraum von 0,2 Prozentpunkten, in Deutschland von 0,4 Prozentpunkten. Die Produktionsleistung der auf den Export spezialisierten deutschen Industrie sinkt kontinuierlich seit einem Jahr. Es fehlt die Nachfrage aus dem europäischen Ausland. Bisher stützt noch eine kräftige Binnennachfrage die deutsche Wirtschaft. Allerdings brachen im zweiten Quartal 2019 die Investitionen in Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge ein. Das deutet laut DIW auf eine Schwächephase in der zweiten Jahreshälfte hin.

2.2. Ausblick 2019/20

Nach den Boomjahren 2017 und 2018 erlebt die deutsche Wirtschaft im Jahr 2019 eine Abkühlung, die auch die starke Automobilindustrie betrifft, eine Branche, in der fast eine Million Menschen in Deutschland beschäftigt sind. Zahlen des aktuellen Geschäftsklimaindex, den der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) ermittelt, bestätigen, dass die Geschäftsentwicklung gegenüber dem Vorjahr zum Jahresende 2019 zurückgegangen ist.

Der Index-Wert für die zur erwartende Geschäftslage für das vierte Quartal 2019 fällt über die drei Geschäftsbereiche des Autohandels, Neu-, Gebrauchtwagen und After-Sales, auf 96,3 Punkte zurück - im Vergleichsquartal 2018 lag er noch bei 103,9 Punkten. Insbesondere beim Werkstattgeschäft gehen die Werte zurück, nur 30,2 % der befragten Autohäuser rechnen mit einer besseren Auftragslage, 2018 waren es noch 48,0 %.

Sollten nach einem No-Deal-Brexit die Gespräche über ein neues Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU scheitern, stellt dieses Szenario für die deutsche Exportindustrie eine Gefahr dar. Ein No-Deal-Brexit verschlechtert unmittelbar die Bedingungen, da WTO-Zölle und eine Abwertung des Pfunds deutsche Exporte verteuern. 18 % aller in Großbritannien verbauten Autoteile sind aus deutscher Herstellung und bereits vor der Endmontage war das Fahrzeug selbst schon ein eifriger europäischer Grenzgänger. Mehrmals werden Bestandteile eines Autos heutzutage in der Produktion von Land zu Land hin und her verschickt, veredelt, verbaut und weitergereicht. Laut einer aktuellen Deloitte-Studie lassen sich die konkreten Folgen für die Zulieferer mit Zahlen verdeutlichen. Knapp vier Milliarden Euro, etwa fünf Prozent des Gesamtumsatzes, stehen im Falle des No-Deal-Brexits auf dem Spiel.

Elektrifizierung, autonomes Fahren, künstliche Intelligenz - die automobile Branche steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen.

Toyota blickt mit der Vision "Mobilität für alle" mit innovativen Ideen in die Zukunft. Schwerpunkt bei dieser Entwicklung sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Dabei sollen unter anderem der Ausbau der Elektrifizierung der Fahrzeugpalette forciert sowie künstliche Intelligenz und neue Sicherheitstechnologien eingesetzt werden. Von diesen Technologien wird auch der deutsche Absatzmarkt von Toyota profitieren.

Toyota hat für die kommenden Jahre neue Pläne für das Nutzfahrzeuggeschäft. Mit der Markenstrategie "Toyota Professional" wollen die Japaner in diesem Segment weiter wachsen. Im Vordergrund steht der neue Toyota Proace City, der Anfang 2020 im Segment der kompakten Hochdachkombis an den Start geht. In vielen europäischen Städten gelten bereits neue Abgasvorschriften zur Steigerung der Luftqualität. In Zusammenarbeit mit der PSA Gruppe wird Toyota daher batterieelektrische Versionen des Proace und Proace City auf den Markt bringen. Die neuen Varianten werden 2020 bzw. 2021 eingeführt.

Lexus will eine Kundenzufriedenheit auf hohem Niveau erreichen und hat die neue Technologie Augmented Reality für die Zukunft getestet. Das Pilotprojekt war sehr erfolgreich und soll zeitnah in den Autohäusern umgesetzt werden. Mit der AR-Brille sollen die Lexus Partnerbetriebe noch stärker unterstützt werden. Bei einem technischen Problem kann sich der Service-Mitarbeiter einfach mit einem Spezialisten aus der Deutschland-Zentrale in Verbindung setzen. Dieser ist nun in Echtzeit dabei, kann Anweisungen geben und zur Problemlösung beitragen. Das spart Zeit und Geld, da der Techniker nicht persönlich anwesend sein muss. Zudem verkürzt sich die Wartezeit für den Kunden: Im Regelfall muss er sein Fahrzeug nur noch einmal in die Werkstatt bringen, lästige Folgetermine gehören der Vergangenheit an. In Zukunft wäre es denkbar, dem Auto-Besitzer per E-Mail einen Link zur Live-Übertragung der Inspektion zu schicken, die er dann im Büro oder von zu Hause verfolgen kann.

In Summe erscheint uns das modellpolitische Vorgehen (Markenentwicklung) von Toyota/Lexus und dessen Erfolge in der Entwicklung moderner, zeitgemäßer Antriebstechnologien in der Konzeption richtig. Wir sind der Ansicht, dass Toyota/Lexus mit den neuen und bestehenden Modellen über eine attraktive, ansprechende und vor allem zeitgerechte Modellpalette verfügt, mittels derer weitere Marktanteilsgewinne gelingen können.

Grundsätzlich blicken wir zuversichtlich in die Zukunft und vertrauen fest auf unsere eigenen Stärken! Unsere Strategie ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, auf dem von uns erwarteten Markt von 3,4 bis 3,5 Millionen Neuzulassungen in Deutschland in 2020 nachhaltig profitabel zu arbeiten.

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir unter der Annahme von gleichbleibenden Konzernumsätzen einen deutlich spürbaren Umsatzanstieg und im Vergleich zum sehr guten Geschäftsverlauf im Berichtsjahr einen deutlich spürbaren Rückgang des Ergebnisses vor Steuern. Die Anzahl der Mitarbeiter wird gleich bleiben, die Umsatzrendite wird ebenfalls deutlich spürbar zurückgehen.

Wir weisen darauf hin, dass durch

1) gravierende Gesamtmarktschwankungen

2) wesentliche Marktanteilsschwankungen der vertriebenen Fabrikate oder

3) unvorhergesehene Restrukturierungen, z. B. Veränderungen der Zahl der Standorte, innerhalb des Gesamtunternehmens

4) Maßnahmen bzw. die Entwicklung unseres Hauptlieferanten Toyota/Lexus

5) Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

die tatsächlichen Ergebnisse durchaus von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

Dresden, den 30. September 2019

Stefan Rust

Ulf Pfeiffer

Bilanz

Aktiva

31.8.2019 31.8.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   2,00   2,00
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 319.080,00   377.505,00  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.254.357,00 2.573.437,00 2.214.228,00 2.591.733,00
    2.573.439,00   2.591.735,00
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte   4.438.264,51   3.416.136,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 507.003,89   342.196,36  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.361.176,86   6.102.207,91  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 402.841,48 5.271.022,23 476.850,75 6.921.255,02
III. Kassenbestand   101.915,49   104.808,57
    9.811.202,23   10.442.200,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten   20.093,02   15.436,57
    12.404.734,25   13.049.371,60

Passiva

       
31.8.2019
EUR
31.8.2018
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag     4.558,77 3.201,05
III. Jahresüberschuss     1.717.368,79 1.741.357,72
      2.721.927,56 2.744.558,77
B. Rückstellungen     1.451.641,85 1.367.182,75
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten     6.697.959,70 6.766.758,53
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     332.079,40 699.019,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     4.205,08 4.836,56
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern     613.247,12 415.236,61
5. Sonstige Verbindlichkeiten     583.673,54 1.051.779,30
- davon aus Steuern EUR 277.599,74 (i. Vj. EUR 731.194,46) -        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.226,10 (i. Vj. EUR 26.246,43) -        
      8.231.164,84 8.937.630,08
      12.404.734,25 13.049.371,60

Gewinn- und Verlustrechnung

2018/2019 2017/2018
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis   11.590.000,67   11.532.465,31
2. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 3.981.684,31   3.883.199,10  
b) Soziale Abgaben 787.503,65 4.769.187,96 755.453,63 4.638.652,73
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   772.260,59   894.274,13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   3.322.822,85   3.294.677,73
    2.725.729,27   2.704.860,72
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00   844,99  
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 844,99) -        
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 169.498,02 -169.498,02 130.718,13 -129.873,14
- davon an verbundene Unternehmen EUR 38.355,17 (i. Vj. EUR 29.305,30) -        
7. Ergebnis vor Steuern   2.556.231,25   2.574.987,58
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   838.862,46   833.629,86
9. Jahresüberschuss   1.717.368,79   1.741.357,72

Anhang

Der Jahresabschluss der AIS Dresden GmbH mit Sitz in Dresden, eingetragen im Amtsgericht Dresden HRB 4337, wurde zum 31. August 2019 nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes zur Rechnungslegung erstellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenklassen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti und planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer analog den steuerlichen AFA-Tabellen mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Im Jahr des Zugangs werden die Abschreibungen monatsgenau verrechnet.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 410,00 bis 31. Dezember 2017 bzw. bis zu EUR 800,00 ab 1. Januar 2018 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang dargestellt.

Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Vorführ- und Leihwagen/Mietwagen trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Anlagevermögen der Gesellschaft ausgewiesen.

Leihwagen/Mietwagen werden mit 33,3 % linear pro rata temporis abgeschrieben. Vorführwagen und Geschäftsfahrzeuge werden mit 20,0 % linear pro rata temporis abgeschrieben.

Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Anschaffungskosten von Ersatzteilen und Zubehör werden aus gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Erhaltene Anzahlungen werden aktivisch von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Wertberichtigungen erfasst.

Der Kassenbestand ist zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen sind einzeln erfasst und zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die übrigen Rückstellungen sind entsprechend den erkennbaren Risiken ausreichend bemessen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungen sind mit den anteilig abgegrenzten Aus- bzw. Einzahlungsbeträgen angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind vor der vorgenommenen Saldierung mit Verbindlichkeiten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 4.795 (i. Vj. TEUR 6.102) ausgewiesen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 196 (i. Vj. TEUR 213) enthalten, die im Wesentlichen aus Boni von Herstellerbanken resultieren.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 1.000.000,00 entspricht der Eintragung ins Handelsregister.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend den Personalbereich, Gewährleistungen, Rücknahmeverpflichtungen und Kundenbindungsprogramme.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Beträge in Höhe von TEUR 6.677 (i. Vj. TEUR 6.713) besichert. Diese betreffen die Lagerwagenfinanzierung. Die finanzierten Fahrzeuge sind sicherungsübereignet und im Anlagevermögen und bei den Vorräten ausgewiesen. Im Falle des Weiterverkaufs dieser Fahrzeuge sind diese Forderungen aus dem Fahrzeughandelsgeschäft abgetreten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 3 (i. Vj. TEUR 3) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, der DIA Albert Still GmbH, Augsburg.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Gesamt
bis ein Jahr
TEUR
ein bis fünf Jahre
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
31.8.2019
TEUR
31.8.2018
TEUR
Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 977 2.144 402 3.523 3.992
Rücknahmeverpflichtungen Kundenleasing 2.489 9.622 0 12.111 10.083
  3.466 11.766 402 15.634 14.075

Von den Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen bestehen insgesamt TEUR 3.126 (i. Vj. TEUR 3.608) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personal

Im Berichtszeitraum waren (ohne Geschäftsführung) durchschnittlich 26 (i. Vj. 26) gewerbliche Arbeitnehmer, 69 (i. Vj. 69) Angestellte, 7 (i. Vj. 7) Aushilfen und 18 (i. Vj. 18) Auszubildende beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 42 (i. Vj. TEUR 32) sonstige Steuern enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 1 Aufwendungen für Vorjahre (i. Vj. TEUR 3) und TEUR 2 Erträge für Vorjahre (i. Vj. TEUR 4).

Sonstige Angaben

Das Autohaus ist Tochterunternehmen der DIA Albert Still GmbH, Augsburg, und wird mit dieser in den Konzernabschluss der AVAG Holding SE, Augsburg, einbezogen, der zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird. Oben genannte Gesellschaften sowie sämtliche andere Tochterunternehmen der AVAG Holding SE, Augsburg, sind verbundene Unternehmen nach § 271 Abs. 2 HGB. Die jeweiligen Teilkonzerne sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 1 HGB befreit.

Zu jeweils einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind Herr Stefan Rust, Kaufmann, Radeberg, und Herr Ulf Pfeiffer, Kaufmann, Wolfratshausen, bestellt. Da nur einer der zwei bestellten Geschäftsführer die Bezüge von der Gesellschaft erhält und die Bezüge des weiteren Geschäftsführers nicht der Gesellschaft belastet werden, wird auf die Angabe gemäß § 285 Nr. 9 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ereignisse nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem zum 31. August 2019 ausgewiesenen Jahresüberschuss von EUR 1.717.368,79 und Gewinnvortrag von EUR 4.558,77 einen Teilbetrag von EUR 1.720.000,00 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dresden, den 30. September 2019

Stefan Rust

Ulf Pfeiffer

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. September 2018 bis 31. August 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.9.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.8.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.054.983,92 5.958,83 0,00 1.060.942,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.008.256,92 4.841.807,64 4.662.742,21 4.187.322,35
  5.063.240,84 4.847.766,47 4.662.742,21 5.248.265,10
  5.313.240,84 4.847.766,47 4.662.742,21 5.498.265,10
Kumulierte Abschreibungen
1.9.2018
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.8.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 249.998,00 0,00 0,00 249.998,00
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 677.478,92 64.383,83 0,00 741.862,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.794.028,92 707.876,76 568.940,33 1.932.965,35
  2.471.507,84 772.260,59 568.940,33 2.674.828,10
  2.721.505,84 772.260,59 568.940,33 2.924.826,10
Buchwerte
31.8.2019
EUR
31.8.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 2,00 2,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 319.080,00 377.505,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.254.357,00 2.214.228,00
  2.573.437,00 2.591.733,00
  2.573.439,00 2.591.735,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die AIS Dresden GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AIS Dresden GmbH, Dresden - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AIS Dresden GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 21. November 2019

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Querfurth, Wirtschaftsprüfer

Klopsch-Rauhut, Wirtschaftsprüferin

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