Doppstadt Calbe GmbHLiquidiert

Barbyer Straße 3, 39240 Calbe (Saale), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 100158
Eingetragen
12.7.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, der Vertrieb von Förderanlagen und Baugruppen aller Art im Bereich Umwelttechnik. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen im In- und Ausland erwerben, sich an solchen beteiligen und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte einzugehen, die der Förderung des vorgenannten Gegenstandes des Unternehmens dienen.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

75.00% identifiziert25.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Stefan RehseDoppstadt Umwelttechnik GmbH+2
50.00%
Renate Widl-LerchDoppstadt Umwelttechnik GmbH+2
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SMI Immobilien GmbH
25.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Doppstadt Beteiligungs GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Doppstadt Calbe GmbH

Calbe (Saale)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Wirtschaftsbericht

Doppstadt ist ein weltweit agierender Lösungsanbieter und legt Wert auf qualitativ beste und wirtschaftlich sinnvolle Recyclinglösungen mit mobilen Maschinen und stationären Komponenten.

Innerhalb der Doppstadt-Gruppe agiert die Doppstadt Calbe GmbH als Variantenfertiger. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung von mobilen Maschinen im Bereich der Umwelt- und Recyclingbranche. Zudem ist der Standort Calbe verantwortlich für Entwicklung und Konstruktion, den strategischen Einkauf, den internationalen Service der mobilen Maschinen und den nationalen Service (Sachsen, Sachsen-Anhalt). Der Market Entry Support ist im Jahr 2019 neu etabliert worden, um die Zufriedenheit der Kunden weiter zu verbessern.

Die Neuausrichtung der Vorfertigung wurde im Jahr 2019 kontinuierlich weiterverfolgt. Grundsätzlich wurden Maschinen ersetzt und Abläufe weiter optimiert, um höhere Effizienzen zu erreichen. Im Bereich der Laser- und Plasmaanlage ist das Ziel, beide Anlagen mit 1 Person/Schicht zu fahren und das Abräumen zu automatisieren. Im Bereich der Chassis Fertigung konnten Kranwartezeiten minimiert und Krantätigkeiten durch Installation von L-Manipulatoren reduziert werden. Darüber hinaus wurden zusätzlich die Schweißnahtqualitäten verbessert, die Schweißzeiten reduziert sowie die Arbeitssicherheit verbessert. Im Bereich der Siebtrommelfertigung wurde eine neue Walze incl. Rollenbahn angeschafft. Die Siebtrommelfertigung wird bis Mitte 2020 aus verschiedenen Bereichen komplett in die Produktionshalle 1 umgezogen sein.

Im Bereich der Montage sind Steigerungen der Effizienz durch eine Vielzahl organisatorischer Maßnahmen und den Einsatz moderner Montagetechniken zu verzeichnen. In der Zukunft ist die Einrichtung einer weiteren Linie für Maschinen mit kurzen Durchlaufzeiten geplant. Ziel in diesem Fertigungsbereich ist die Erschließung weiterer Einsparpotentiale und damit die Kostensenkung.

Das im Unternehmen vorhandene Qualitätsmanagementsystem besteht seit 1996 und wird ständig auf der Grundlage der Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff. weiterentwickelt. Das Projekt QM@Doppstadt wird weiter fortgeführt. Schwerpunkte sind Beanstandungsmeldungen und 5D-Methode, das Monitoring von Lieferantenentwicklung und die Einführung FMEA. Zudem wird die QM-Dokumentation fortlaufend überarbeitet/aktualisiert und es wird geprüft, ob PRO.FILE zum DMS ausgebaut werden und zukünftig auch als Ablage für QM-Dokumente dienen kann.

Im Jahr 2019 erfolgte weiterhin die zeitpunktbezogene Betrachtung des Energieeinsatzes und der Energieverwendung unter Einbezug aller Energien. Es erfolgte die Analyse des Energieverbrauchs, die Erarbeitung von Energieeffizienzmaßnahmen und der Aufbau eines Messstellenkonzeptes. Steigende Energiekosten, Klimawandel, Verknappung von Ressourcen hat dazu geführt, dass Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit einen immer stärkeren Focus bei Doppstadt erhält. Die gesetzlichen Vorschriften zur Umwelt und zur Arbeitssicherheit werden eingehalten.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Jahr 2019 ist für die Doppstadt Calbe GmbH durch die erzielte Betriebsleistung und den damit erreichten Jahresüberschuss ein positives Geschäftsjahr. Die ursprünglich geplante weitere deutliche Umsatzsteigerung konnte jedoch nicht erreicht werden.

Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 31.12.2019 beträgt die Bilanzsumme 63.877 T€ (Vorjahr: 79.818 T€).

Das Anlagevermögen verringerte sich um 10,2 % auf 21.431 T€ (Vorjahr: 23.860 T€). Dies resultiert überwiegend aus der Veräußerung der Beteiligung an der Wilsdruffer Maschinen- und Anlagenbau GmbH zum 1. Januar 2019 an die LIG GmbH (vormals: Doppstadt Familienholding GmbH). Das Umlaufvermögen einschließlich der Rechnungsabgrenzungsposten verringert sich mit 42.446 T€ um 24,2 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 55.958 T€). Der Bestand an Vorräten sank um 9,1 % auf 25.776 T€ (Vorjahr: 28.350 T€). Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den Verbrauch der Vorbaumotoren zurückzuführen, deren Bestand bereits in 2018 auf Grund gesetzlicher Bestimmungen aufgebaut werden musste. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 36,2 % auf 14.985 T€ (Vorjahr: 23.491 T€). Diese Reduzierung ist das Resultat der veränderten Finanzierungsstruktur auf Konzernebene. In dem Zusammenhang verringert sich der Bestand an liquiden Mitteln um 60 % auf 1.607 T€ (Vorjahr: 4.020 T€).

Das Unternehmen weist zum 31.12.2019 ein Eigenkapital von 44.127 T€ (Vorjahr: 43.902 T€) aus. Die Eigenkapitalquote liegt bei 69,1 % (Vorjahr: 55,0 %). Das Unternehmen ist weiterhin gut mit Eigenmitteln ausgestattet. Der Bestand an Rückstellungen, inkl. Steuerrückstellungen, liegt bei 4.444 T€ (Vorjahr 6.539 T€). Er ist gegenüber dem Vorjahr vornehmlich durch die Reduzierung der Steuerrückstellungen, Personalrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Instandhaltungen gesunken. Die Höhe der Verbindlichkeiten wurde um 48 % auf 15.190 T€ (Vorjahr: 29.199 T€) reduziert. Der Grund hierfür liegt vorwiegend in der veränderten Finanzierungsstruktur.

Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 13.435 T€ erzielt. Der Mittelabfluss für Investitionsaktivitäten liegt bei -736 T€ und liegt damit unter dem Vorjahr (-880 T€). Der Cashflow aus Finanzierungsaktivitäten beträgt -15.112 T€. Die Veränderung der Liquiden Mittel beträgt -2.413 T€.

Im Juni 2019 wurde in der Doppstadt-Gruppe eine neue Finanzierungsstruktur in Form eines revolvierenden syndizierten Darlehens (RCF = revolving credit facility) etabliert. Darlehensnehmerin ist die Langenberger Innovation Group (LIG GmbH). Mit dem Konsortium ist eine sogenannte Negativerklärung vereinbart. Dies bedeutet, dass außerhalb des Konsortiums keine weiteren Finanzierungen mit anderen Kreditgebern aufgenommen werden, ausgenommen UPG (Factoring), Warehousing sowie bereits bestehende Finanzverbindlichkeiten. Es besteht zum 31.12.2019 bei der Doppstadt Calbe GmbH eine Kreditlinie in Höhe von 12,5 Mio. €, von der 4,5 Mio. € nicht ausgenutzte sind.

Die Fähigkeit des Unternehmens seinen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen war jederzeit gegeben. Die Doppstadt Calbe GmbH weist weiterhin eine gesicherte Finanzlage aus.

Ertragslage

Zum Jahresanfang 2020 kann die Doppstadt Calbe GmbH einen Auftragsbestand in Höhe von 38 Mio. € ausweisen. Dieser spiegelt die Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr wider und weist den Weg in eine stabile Umsatz- und Ertragslage für 2020 auf.

Der Umsatz hat sich in 2019 positiv entwickelt. Die Umsatzplanung von 124,9 Mio. € konnte jedoch nicht erreicht werden. Die Materialaufwandsquote liegt mit 68,7 % im Jahr 2019 auf annähernd gleichem Niveau wie in 2018 mit 68,0 %. Die Personalaufwandsquote beträgt im Jahr 2019 15,3 % nach 15,9 % im Vorjahr. Die Quote der Abschreibung zur Gesamtleistung ist mit 2,9 % fast unverändert zum Vorjahr mit 3,0 %. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr von 11,8 auf 11,0 % gesunken.

Das Finanzergebnis stellt sich im Jahr 2019 mit einem Aufwand von 503 T€ dar. Dieses Ergebnis liegt unter dem Niveau des Vorjahres. Die Finanzierungskosten des Unternehmens konnten durch die Umfinanzierung gesenkt werden.

Die Doppstadt Calbe GmbH kann für das Geschäftsjahr 2019 eine Umsatzrendite von 2,0 % ausweisen. Die Umsatzrendite liegt auf dem Niveau des Vorjahres (2,1 %).

2. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Doppstadt Calbe GmbH hat im Geschäftsjahr 2019 die Arbeit im Bereich Forschung und Entwicklung erfolgreich fortgesetzt. Der im Jahr 2017 eingeführte ganzheitliche Produkt-Entstehungs-Prozess (PEP) mit dem Ziel der Verkürzung der Produkt-Entwicklungszeiten wurde auch in 2019 konsequent fortgeführt.

Die Entwicklungsquote liegt mit 6,6 % durch den Umsatzanstieg unter der Quote des Vorjahres.

Die Entwicklungsaktivitäten im Jahr 2019 konzentrierten sich auf folgende Themen:

Der Schwerpunkt im AK/DH-Maschinenbereich lag in der Entwicklung und Erprobung der Antriebseinheiten nach der Abgasgesetzgebung Stufe V.

Im Zuge der Überarbeitung der AK-Baureihe hinsichtlich der Abgasnorm Stufe V wurde die mittlere Baureihe AK565 (gleiche Antriebseinheiten) so überarbeitet, dass diese als Maschine mit einem Kettenfahrwerk (AK565K) angeboten werden kann. Zu dem Projekt wurde in 02/2019 der Prototyp fertiggestellt, der danach in die Felderprobung gegangen ist. Der 0-Serienstart ist vorbereitet und findet in 02/2020 statt.

Im Zuge der umfangreichen Felderprobungen der Prototypen wurden auch Verbesserungen am Zerkleinerungswerkzeugsystem durchgeführt. Insbesondere wurde die Standzeit des Wechselkorbsystems verbessert, dies ist ein direkter Mehrwert für den Kunden. Im I. Halbjahr 2020 liegt der Schwerpunkt weiterhin auf die Inmarktbringung der Maschinen mit dem Abgassystem Stufe V.

Als neuartige Separationstechnologie wurde die SWS (Spiralwellenseparation) -Technik vom Kooperationspartner übernommen, für Doppstadt-Trägersysteme vorbereitet und für die Serienmontage in Calbe überarbeitet.

Die Spiralwellenseparation ist ein wichtiger Baustein, damit der Kunde zukünftig, auch bei schwierigen Materialien, ein fertiges Endprodukt generieren kann.

Auch im Bereich der mobilen Siebmaschinen lag der Schwerpunkt auf die Umstellung der Motoren auf Stufe V. Weiterhin wurde mit der Entwicklung einer mobilen Siebmaschine mit Spiralwellentechnik für Steinbrüche begonnen. Die ersten Erprobungen der Prototypen werden in 2020 erfolgen.

Im DW-Bereich wurde die Serieneinführung des Inventhor 9 aktiv begleitet und vorangetrieben. Der Hauptschwerpunkt der Entwicklungstätigkeiten im DW-Bereich, war die Entwicklung des Inventhor 6. Der Verkaufsstart der Maschine erfolgt ab Mitte 2020.

3. Personalbericht

Für das Wachstum des Unternehmens ist die Sicherung der Fachkräfte im Unternehmen weiterhin unabdingbar. So wurden in den Bereichen Garantie/Service, strategischer Einkauf, Lager/Logistik, Produktion, IT sowie Entwicklung/Konstruktion 18 qualifizierte Fachkräfte eingestellt. Weiterhin wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 10 Leiharbeitnehmer verschiedener Bereiche in ein festes Arbeitsverhältnis mit der Doppstadt Calbe GmbH übernommen.

Durch eine zielbewusste und innovative Kooperation zwischen den regionalen Sekundarschulen, Gymnasien, Hochschuleinrichtungen und dem Unternehmen wurde strategisch eine zukunftsorientierte Ausrichtung des Unternehmens zudem konsequent gefördert. Dies führte zur Umsetzung weiterer Schülerpraktika, Einstellung von Auszubildenden, Hochschulpraktika und Abschlussarbeiten.

Im Bereich der Berufsausbildung sind im 2. und 3. Quartal 2019 umfangreiche Modernisierungs- und Investitionsmaßnahmen an der Lehrausbildungswerkstatt, deren technischer Ausstattung und Mobiliar durchgeführt worden.

Die Anzahl der technischen Ausbildungsplätze pro Lehrjahr wurde somit von 8 auf 12 aufgestockt. Unsere 8 Auszubildenden des vierten Lehrjahres haben am 31.01.2019 erfolgreich ihre Berufsausbildung beendet und konnten alle in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Die zur Vorsorge und Erbringung gesundheitsfördernder Maßnahmen vom Unternehmen angebotenen Rückenschulkurse wurden auch im Jahr 2019 von einer Vielzahl von Mitarbeitern positiv angenommen. Des Weiteren unterstützten wir für den 1. Firmenstaffellauf in Magdeburg 6 Doppstadt-Teams mit insgesamt 30 Läufern aus unserem Unternehmen. Zur weiteren Gesundheitsvorsorge konnten alle Mitarbeiter im 4. Quartal 2019 an einer betrieblichen Grippeschutz- und Tetanusimpfung teilnehmen.

Im Bereich der Personalentwicklung und Mitarbeiterqualifizierung haben wir neben einer Vielzahl von externen sowie internen Fach- und Spezialschulungen unserer Mitarbeiter weiterhin den Fokus auf nachhaltige Personalentwicklungskonzepte gelegt. Im Verlauf des Jahres wurden weitere Mitarbeiter in das Führungskräfte-Entwicklungsprogramm aufgenommen und auch zusätzliche Mitarbeiter zum Thema Projektmanagement geschult. Zudem wurden fachbereichsübergreifende Schulungen wie z. B. zum Themenfeld "FMEA-Basiswissen", "Software-Pro File" und "Ladungssicherung" durchgeführt.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Doppstadt Calbe GmbH verfolgt weiterhin das Ziel, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und nur Risiken einzugehen, die im Gegenzug zu einer langfristigen Wertsteigerung und einer Ergebnisverbesserung führen. Dies ist ein kontinuierlicher Prozess im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, der als zentrale tägliche Aufgabe der Geschäftsführung und aller Mitarbeiter getragen wird. Das Risikomanagementsystem gilt als eingerichtetes, fortlaufend ausgebautes und angepasstes System.

Ziel des Unternehmens ist es, eine wirksame und effiziente Identifikation, Bewertung und Steuerung der Chancen und Risiken (inkl. Überwachung) zu gewährleisten. Neben dem in der Doppstadt-Gruppe implementierten standardisierten Berichtswesen wird im Unternehmen über auftretende wesentliche Risiken jederzeit Bericht erstattet. Im Unternehmen werden Chancen und Risiken transparent aufbereitet und systematisch in unternehmerische Entscheidungen einbezogen.

Die größten Chancen und gleichzeitig Herausforderungen ergeben sich für Doppstadt nach wie vor aus der Entwicklung der Märkte. Die Umwelttechnik erfährt durch ein stetig wachsendes Bewusstsein bei Verbrauchern eine weiterhin stark wachsende Nachfrage, wodurch diese Branche nach wie vor als weltweiter Wachstumstreiber angesehen wird. Trotz weiterhin schwieriger gesetzlicher Rahmenbedingungen, einem starken Wettbewerb sowie einem spürbaren Preisdruck bei Maschinen und Ersatzteilen haben wir die große Chance unsere bestehende Marktposition und unsere Marktanteile weiter auszubauen. Die Entwicklung von neuen, innovativen Produkten zu marktfähigen Preisen und die Entwicklung von kundenspezifischen Lösungen werden wir in den kommenden Jahren weiter voranbringen. Neue oder optimierte Verfahren, innovative Lösungen, kundenorientierte, weltweit standardisierte Service- und Support-Levels werden von Doppstadt auf dem Markt etabliert.

Weiterhin sieht Doppstadt in der Digitalisierung zahlreiche Chancen das Unternehmen nachhaltig wettbewerbsfähig halten zu können. Mit Hilfe der Industrie 4.0 können die Prozesse von der Produktion bis hin zu Lieferketten und Lebenszyklen deutlich beschleunigt werden. Wir sehen großes Potential in der Kostensenkung durch die Digitalisierung, auch wenn anfänglich mit hohen Investitionskosten zu rechnen ist.

An der Verbesserung der Infrastruktur und dem Aufbau von IT Know-How in der Doppstadt-Gruppe wird kontinuierlich gearbeitet, um die positive Entwicklung der Digitalisierung zu gewährleisten.

Die Doppstadt Calbe GmbH ist zahlreichen Faktoren ausgesetzt, die die Planungssicherheit und somit die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele beeinflussen und ein gewisses Risikopotential bergen. Der Herausforderung sehen wir uns jederzeit gewachsen.

Unternehmensrisiken sind gegenwertig nicht bekannt und es liegen auch keine den Bestand gefährdenden Risiken vor.

5. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft hat sich im dritten Quartal 2019 stabilisiert. Für den Euroraum wurde im Dezember 2019 eine leichte konjunkturelle Erholung prognostiziert.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2019, haben verschiedene Einflussfaktoren die Einkaufsaktivitäten der Doppstadt Calbe GmbH stark bestimmt. Waren es zu Beginn des Jahres noch lange Lieferzeiten und knappe Kapazitäten, so änderte sich diese Situation ab Mitte des zweiten Quartals 2019 gravierend. In Folge der Diskussion über den Einsatz von Dieselmotoren und alternativen Energieträgern, fielen insbesondere die Lieferzeiten für Hydraulische Komponenten auf ein erträgliches Maß für die Beschaffung. Versorgungsengpässe für die Produktion konnten auch 2019 weitestgehend vermieden werden. Neben der Entwicklung der Materialkosten wird das Umfeld des Einkaufs 2020 weiterhin insbesondere durch folgende Faktoren geprägt: eine steigende Variantenvielfalt im Produktportfolio und eine immer später getroffene Kaufentscheidung durch die Kunden.

Ursprünglich hat das Unternehmen eine für 2020 gegenüber 2019 verhaltenere Planung mit positivem Ergebnis angesetzt. Diese ursprüngliche Einschätzung ist nun durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Europa völlig anders zu bewerten. Wir erwarten nun einen massiven Umsatzeinbruch um ca. 30% für 2020 und sind aktuell dabei Maßnahmen zu definieren, um entsprechende massive Kostensenkungen erreichen zu können. Somit ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft im Jahr 2020 einen Verlust ausweisen wird.

Aufgrund der sehr hohen Eigenkapitalquote sehen wir die Fortführung des Unternehmens als nicht gefährdet an.

Im Mittelpunkt aller Unternehmensaktivitäten steht weiterhin die Vision "Urbanisierung ressourcenschonend und nachhaltig mitgestalten". Doppstadt investiert auf der Basis seiner Kompetenzen und Skills in Geschäftsfelder mit dem Fokus der Ressourcenschonung. Unser Ziel ist es, Mehrwerte für unsere Kunden durch Angebote geeigneter Lösungen, Systeme und Services zu schaffen. Nachhaltig handeln - Werte schaffen!

 

Calbe, 31. März 2020

gez. Brar Friedrichsen

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2018
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 183.141,00 253.126,00
183.141,00 253.126,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.257.388,38 12.867.629,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.320.039,00 5.704.828,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.469.546,00 2.720.005,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.201.189,61 0,00
21.248.162,99 21.292.462,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.314.013,80
0,00 2.314.013,80
21.431.303,99 23.859.602,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.350.999,10 21.791.223,03
2. Unfertige Erzeugnisse 5.166.838,84 5.521.300,42
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.257.940,38 1.037.552,88
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
25.775.778,32 28.350.076,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 132.346,96 460.877,74
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.930.480,43 22.435.042,55
3. Sonstige Vermögensgegenstände 921.873,92 595.115,76
14.984.701,31 23.491.036,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.607.374,81 4.020.068,43
42.367.854,44 55.861.180,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.035,04 97.033,43
63.877.193,47 79.817.816,42

Passiva

31.12.2018
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.681.906,82 1.681.906,82
III. Gewinnvortrag 39.220.285,40 39.013.137,47
IV. Jahresüberschuss 2.224.338,14 2.207.147,37
44.126.530,36 43.902.191,66
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 1.116,00 1.818,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 107.189,82 1.368.757,97
2. Sonstige Rückstellungen 4.336.862,78 5.170.267,26
4.444.052,60 6.539.025,23
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.065.249,60 23.194.590,73
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.692.083,59 3.083.287,14
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.810.508,47 2.343.775,99
4. Sonstige Verbindlichkeiten 622.355,96 577.175,67
davon aus Steuern EUR 161.054,92 (Vj. TEUR 151)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 15.278,99 (Vj. TEUR 17)
15.190.197,62 29.198.829,53
E. Passive latente Steuern 115.296,89 175.952,00
63.877.193,47 79.817.816,42

Gewinn- und Verlustrechnung für 2019

2018
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 109.379.179,52 102.677.098,08
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 866.121,86 -987.654,63
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.562.788,82 2.822.490,25
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 40,92 (Vj. TEUR 0)
111.808.090,20 104.511.933,70
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 69.285.925,87 62.239.725,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.492.628,08 6.884.440,12
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.015.949,26 13.493.570,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.844.013,39 2.695.105,55
davon für Altersversorgung EUR 9.499,54 (Vj. TEUR 10)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.151.127,68 3.007.435,22
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.986.861,93 11.980.701,79
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 120,26 (Vj. TEUR 0)
107.776.506,21 100.300.979,20
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.504,24 138,70
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 7.875,00 (Vj. TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 524.658,75 630.275,71
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 81.855,010 (Vj. TEUR 0)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 8.871,39 (Vj. TEUR 14)
-503.154,51 -630.137,01
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.280.784,92 1.376.171,88
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 60.655,11 (Vj. TEUR 51)
11. Ergebnis nach Steuern 2.247.644,56 2.204.645,61
12. Sonstige Steuern 23.306,42 -2.501,76
13. Jahresüberschuss 2.224.338,14 2.207.147,37

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Angaben

1. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie gemäß § 42 GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

2. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren beibehalten.

3. Die Gesellschaft ist unter der Firma Doppstadt Calbe GmbH, Calbe (Saale) im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 100158 eingetragen.

II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Aufstellung erfolgte unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Aktivseite

1. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

2. Das abnutzbare Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

3. Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind die ab dem Jahr 1999 gewährten Investitionszuschüsse in einem gesonderten Posten gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB bilanziert.

4. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

5. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Die Waren sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Soweit ein niedrigerer Wert der Vorräte vorliegt, der diesen Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, sind Abschreibungen gem. § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen worden.

6. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

7. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Passivseite

8. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

9. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

10. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Grundsätzlich unterbleibt die Aktivierung eines aktiven Überhangs in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,09 % zugrunde gelegt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Aktivseite

1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und Umsatzsteuererstattungsansprüchen. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.183 (Vj. TEUR 1.149).

3. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 14.985 (Vj. TEUR 23.491) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Passivseite

4. Der Sonderposten enthält empfangene Investitionszuschüsse und wird über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.

5. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Verpflichtungen aus Gewährleistungen, Verpflichtungen gegenüber dem Personal und Verpflichtungen aus Beratungsleistungen und Jahresabschlusserstellung.

6. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeitenspiegel 2019

Posten bis zu 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichk. gegenüber Kreditinstituten 646 970 449 2.065
(Vorjahr) (19.371) (3.118) (706) (23.195)
Verbindlichk.aus L+L 3.692 0 0 3.692
(Vorjahr) (3.083) (0) (0) (3.083)
Verbindlichk. gegenüber verb. Unternehmen 8.811 0 0 8.811
(Vorjahr) (2.344) (0) (0) (2.344)
Sonstige Verbindlichkeiten 622 0 0 622
(Vorjahr) (577) (0) (0) (577)
- davon aus Steuern 161 0 0 161
(Vorjahr) (151) (0) (0) (151)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15 0 0 15
(Vorjahr) (17) (0) (0) (17)
Gesamt 13.771 970 449 15.190
(bis 1 Jahr Vorjahr) (25.375) (3.118) (706) (29.199)

7. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie einem Darlehen der LIG. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 8.199 (Vj. TEUR 1.187).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsätze

Nach Tätigkeitsbereichen: 2019 2018
TEUR TEUR
Recycling 106.472 97.322
Mineral & Rohstoffe 1.446 3.722
Dienstleistungen 611 739
sonstiger Umsatz 861 917
gewährte Skonti -11 -23
109.379 102.677

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2019
TEUR
Inland 109.158
Europäisches Ausland 66
Amerika 122
Übrige 33
109.379

Periodenfremdes Ergebnis

2019
TEUR
Ertrag
Periodenfremder Ertrag IC 893
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen 217
Erträge aus Auflösung oder Herabsetzung Einzel- und Pauschalwertberichtigungen von Forderungen 113
Ertrag aus Versicherungserstattungen 79
sonstige periodenfremde Erträge 118
1.420

Aufwand

Periodenfremder Aufwand IC 333
Forderungsverluste 126
Verluste aus Abgang Anlagevermögen 20
479
941

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer im Quartalsdurchschnitt:

Jahresdurchschnitt 2019
Gewerbliche Arbeitnehmer Produktion 244
Angestellte Verwaltung und Vertrieb 110
Gesamt 354
Auszubildende 31

2. Investitionszulagen

In der Vergangenheit sind der Gesellschaft Investitionszulagen gewährt worden, welche an bestimmte Voraussetzungen (Verbleiben von Gegenständen) geknüpft sind und rückforderbar werden, wenn diese Voraussetzungen in der Zukunft nicht mehr gegeben sind. Der Betrag der Investitionszulagen, an die noch Voraussetzungen gebunden sind, beläuft sich auf TEUR 0 (Vj. TEUR 513).

3. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet als Garantin für die Verpflichtungen der verbundenen Unternehmen aus einem Konsortialkreditvertrag mit der Bayerischen Landesbank und der Commerzbank Aktiengesellschaft über einen Kreditrahmen in Höhe von TEUR 60.000, der mit TEUR 21.000 in Anspruch genommen wurde.

Hinzu kommen die Inanspruchnahmen der Kontokorrentlinien der einzelnen Gesellschaften in Höhe von TEUR 3.967, für deren Ausnutzung alle Gesellschaften wiederum gemeinschaftlich haften.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Verpflichtungen aus Leasingverträgen

Restlaufzeit weniger als ein Jahr TEUR 140
Restlaufzeit von ein bis 5 Jahren TEUR 146
Verpflichtung gesamt TEUR 286

Weitere im Anhang oder unter der Bilanz zu vermerkende Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

5. Passive latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2019 31.12.2017
TEUR TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
Sachanlagevermögen -314 -378
-314 -378
Latente Steueransprüche auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
Immaterielle Vermögensgegenstände 5 16
Sachanlagevermögen 93 75
Sonstige Rückstellungen 101 111
Sonstige Verbindlichkeiten 0
199 202
Latente Steuerschulden / Steueransprüche (netto) -115 -176

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,09 % zugrunde gelegt.

6. Konzern

Die Langenberger Innovation Group (LIG GmbH, Velbert), stellt einen Konzernabschluss nach § 290 HGB auf, in den die Doppstadt Calbe GmbH nach § 294 HGB einbezogen ist. Dieser stellt sowohl den kleinsten als auch den größten Konsolidierungskreis dar. Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger und ist deshalb über www.Unternehmesregister.de erhältlich.

7. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehören an:

Herr Brar Friedrichsen, Geschäftsführer

Herr Erik Muhme, Geschäftsführer (bis 19.Januar 2020)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

8. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

9. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2019 betrug das Honorar des Abschlussprüfers:

Für Abschlussprüferleistungen TEUR 47 sowie

Für Steuerberatungsleistungen TEUR 54.

10. Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2019 auf neue Rechnung vorzutragen.

11. Nachtragsbericht

Aufgrund der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie in Europa wird für das Geschäftsjahr 2020 ein massiver Umsatzeinbruch sowie eine Ergebnisverschlechterung erwartet. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Lagebericht.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Calbe (Saale), 31. März 2019

Doppstadt Calbe GmbH Calbe (Saale)

gez. Brar Friedrichsen

Entwicklung des Anlagevermögens 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.061.807,87 18.306,74 1.679,76 3.078.434,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 24.029.167,60 465.400,81 0,00 24.494.568,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.322.446,04 972.532,90 164.264,64 19.130.714,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.036.358,50 385.316,23 121.826,93 7.299.847,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.201.189,61 0,00 1.201.189,61
49.387.972,14 3.024.439,55 286.091,57 52.126.320,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.334.179,60 0,00 2.334.179,60 0,00
54.783.959,61 3.042.746,29 2.621.950,93 55.204.754,97
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.808.681,87 88.291,74 1.679,76 2.895.293,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.161.538,22 1.075.641,81 0,00 12.237.180,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.617.618,04 1.357.321,90 164.264,64 13.810.675,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.316.353,50 629.872,23 115.923,93 4.830.301,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
28.095.509,76 3.062.835,94 280.188,57 30.878.157,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.165,80 0,00 20.165,80 0,00
30.924.357,43 3.151.127,68 302.034,13 33.773.450,98
Buchwerte
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 183.141,00 253.126,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.257.388,38 12.867.629,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.320.039,00 5.704.828,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.469.546,00 2.720.005,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.201.189,61 0,00
21.248.162,99 21.292.462,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.314.013,80
21.431.303,99 23.859.602,18

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Doppstadt Calbe GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Doppstadt Calbe GmbH, Calbe (Saale) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Doppstadt Calbe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ?

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;?

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 8. Mai 2020

Ernst & Young GmbH
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