Johannes Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Kunststoffen in Primärformen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Till Fritz Karnath seit 30.1.2024 | Geschäftsführer |
Benedikt Brenken seit 22.6.2020 | Prokura |
Zheng Yong Yang seit 4.12.2019 | Prokura |
Volkmar Dr. Kruk seit 4.12.2019 | Prokura |
Karsten Kratz seit 4.12.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hans Reifenhäuser Holding GmbH (vormals: Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG)TroisdorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, Troisdorf1) Grundlage des Konzerns Die Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG (im Folgenden auch "HRH", "Holding" oder "Reifenhäuser-Gruppe" genannt) ist mit ihren Business Units in einer Reihe von Geschäftsfeldern tätig, die alle der Kunststoffindustrie zuzurechnen sind. Das mit Abstand größte Tätigkeitsfeld der Reifenhäuser-Gruppe ist die Entwicklung und Herstellung von Kunststoffverarbeitungsmaschinen. Zu dem Tätigkeitsfeld Kunststoffverarbeitungsmaschinen gehören Flachfolienanlagen, Blasfolienanlagen sowie Vliesstoffanlagen. Ein weiteres Geschäftsfeld der Gruppe liegt in der Herstellung von Komponenten für den Kunststoffmaschinenbau. Neben verschleißfesten Schnecken und Zylindern für die kunststoffverarbeitende Industrie gehören hierzu auch Extruder und Extrusionswerkzeuge sowie Spinndüsen. Dieses Geschäftsfeld wird in der Business Unit Reifenhäuser Extrusion Systems zusammengefasst. In der Business Unit Reifenhäuser Digital werden Lösungen zur intelligenten Produktion entwickelt und somit der klassische Maschinenbau und die Digitalisierung zusammengeführt. 2) Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftlicher Geschäftsverlauf und Branchensituation Weltwirtschaftliches Umfeld Auf einen zaghaften Aufschwung im Jahr 2021 folgte eine zunehmend düstere Entwicklung im Jahr 2022, als sich die Risiken zu materialisieren begannen. Mehrere Schocks haben die durch die Pandemie bereits geschwächte Weltwirtschaft getroffen: eine unerwartet hohe Inflation weltweit - insbesondere in den Vereinigten Staaten und den großen europäischen Volkswirtschaften die zu einer Verschärfung der finanziellen Bedingungen geführt hat; eine unerwartet starke Abschwächung in China, die auf COVID-19-Ausbrüche und Schließungen zurückzuführen ist; und weitere negative Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Die Basisprognose geht davon aus, dass sich das Wachstum von 6,1 % im vergangenen Jahr auf 3,2 % im Jahr 2022 verlangsamen wird, was 0,4 %-punkte niedriger ist als im Weltwirtschaftsausblick vom April 2022. Quelle: IMF World Economic Outlook, Update July 2022 Deutscher Maschinenbau Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau entwickelte sich im Jahr 2021 ausgesprochen positiv. Begünstigt durch die niedrige Vorjahresbasis im Verein mit einer ungewöhnlich schnellen Erholung und um sich greifenden Engpässen gab es in einigen Monaten lang nicht dagewesene Rekordzuwächse im Auftragseingang. Insgesamt stand real ein Plus von 32 % im Jahresvergleich zu Buche. Dabei wuchsen Bestellungen aus dem Inland um 18 %, Orders aus dem Ausland um 39 %. Quelle: VDMA - Maschinenbau in Zahl und Bild 2022 Konjunktureller Ausblick - Deutscher Maschinenbau Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 hat den deutschen Maschinen- und Anlagenbau massiv beeinträchtigt. Die noch zu Beginn des Jahres vorhandene Aufbruchstimmung in der Branche hat sich komplett ins Gegenteil verkehrt. Sechs von zehn Entscheider:innen blicken inzwischen pessimistisch auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den nächsten zwölf Monaten. Vor der russischen Invasion waren es nicht einmal zwei von zehn. Auch der Blick auf die globale Konjunktur hat sich binnen weniger Tage dramatisch verschlechtert: Vor Kriegsbeginn blickte rund die Hälfte der Befragten positiv auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, danach sind es gerade noch 13 % - der niedrigste Wert seit zwei Jahren. Quelle: https://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2022/deutscher-maschinenbau-resilienz-ist-das-gebot-der-stunde.html Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021/2022 war eines der erfolgreichsten der Unternehmensgeschichte für die Reifenhäuser-Gruppe. Der Auftragseingang und Auftragsbestand konnten nach dem bereits sehr guten Vorjahr erneut Rekordhöhen erreichen. Durch die gruppeninterne Ressourcenallokation konnten Kapazitätsbedarfsspitzen in bestimmten Bereichen durch Unterauslastungen anderer Bereiche ausgefüllt werden. Geschäftsfeld "Kunststoffverarbeitungsmaschinen" Durch die weltweite COVID-19-Pandemie und die damit verbundene Nachfrage nach Anlagen zur Herstellung von hochwertigem Meltblown Vlies für Atemschutzmasken konnte Reifenhäuser von der strategischen Ausrichtung auf Hygiene- und medizinische Anwendungen profitieren und Rekord-Auftragseingänge verzeichnen. Auch die Geschäftsbereiche Folien konnten gute Auftragseingänge verbuchen. Geschäftsfeld "Komponenten für den Kunststoffmaschinenbau" Durch die insgesamt sehr zufriedenstellende Auftragslage der Maschinenbau Business Units konnten auch die vorgelagerten Komponenten Business Units gut ausgelastet werden. Der Automotive-Bereich hat auch wieder angezogen. Beschaffung Der Beschaffungsmarkt war in 2021 geprägt durchwachsende Verfügbarkeitsprobleme in fast allen Bereichen, jedoch insbesondere im Elektronik-Bereich. Durch weltweiten Chipmangel sind intelligente Baugruppen mit erheblichen Lieferproblemen belastet. Eine Entspannung ist nicht vor Ende 2023 zu erwarten. Durch die anhaltende Verzerrung der weltweiten Logistik haben sich zusätzliche Risiken im Bereich der globalen Beschaffung ergeben, die jedoch durch Second-Source-Lieferanten abgefedert werden konnten. Die Versorgungslage konnte v. a. durch den Einsatz von geeigneten Forecast-Instrumenten, die die kritischen Materialien rechtzeitig identifiziert und geordert haben, aufrechterhalten werden. In Ausnahmefällen wurde durch Design-Anpassung und Wechsel auf Alternativprodukte die Situation gelöst, was jedoch für alle Beteiligten mit erheblichem Mehraufwand verbunden ist. Neben den Lieferproblemen hat sich ebenfalls die Kosten- und Preissituation verschärft. Die in 2020 üblichen temporären Teuerungszuschläge wurden im angelaufenen Geschäftsjahr überwiegend in dauerhafte Preissteigerungen umgesetzt. Positiv dabei ist jedoch, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette die tatsächlichen Kostensteigerungen transparent dargestellt und somit steigende Kosten auf faire Weise weitergegeben werden. Hier ist auch die gute Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Vertrieb zu erwähnen, da die Mehrbelastungen aus gestiegenen Kosten frühzeitig intern kommuniziert wurden und somit diese Kosten auch in den Angeboten an Kunden berücksichtigt werden konnten. Prozesse/Organisation Prozessharmonisierung ist für die Reifenhäuser-Gruppe ein fortlaufendes Projekt, um Synergien zu heben und Prozesse der unterschiedlichen Business Units sowie Standorte zu vereinheitlichen und zu optimieren. Als optimale Basis haben wir den Process-Owner-Ansatz identifiziert, der als Grundlage unseres Proceed-Projects dient. Personal Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021/2022 waren in den Konzerngesellschaften der HRH insgesamt 1.648 Mitarbeiter beschäftigt. Im Rahmen der Reifenhäuser "Lehrwerkstatt" stehen weiterhin vielfältige Personalentwicklungsangebote zu den Themen Lernen und Qualifizieren im Vordergrund. Dabei erweisen sich die seit Jahren eingeführten Unternehmens- und Führungsgrundsätze als sichere Leitlinie für die Mitarbeiter. Die Gesellschaft legt weiterhin Wert auf die Ausbildung von eigenen Nachwuchskräften; zurzeit werden von der "Lehrwerkstatt" in Troisdorf, Worms, Heinsberg und Kabelsketal ca. 58 interne und externe Auszubildende der verschiedensten Fachrichtungen betreut. Unter dem Motto "Keep Fit" hat Reifenhäuser in Kooperation mit den Krankenkassen und einem Fitnessstudio ein Sport- und Regenerationsangebot für die Mitarbeiter ins Leben gerufen. Regelmäßige Informationsveranstaltungen zum Thema Gesundheit und Ernährung sowie die regelmäßige Teilnahme von Reifenhäuser-Teams an externen sportlichen Veranstaltungen komplettieren das Bestreben von Reifenhäuser, die Mitarbeitergesundheit zu fördern. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Veränderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und aktivierte Eigenleistungen) von EUR 752,8 Mio. gegenüber EUR 578,8 Mio. im Vorjahr erreicht. Das EBITDA beträgt im Verhältnis zur Gesamtleistung 17,0 % nach 16,2 % im Vorjahr. Insgesamt konnte ein Jahresergebnis von EUR 83,2 Mio. nach EUR 68,4 Mio. im Vorjahr erwirtschaftet werden. Finanzlage Kapitalstruktur Die Finanzlage des Reifenhäuser-Konzerns ist durch die unverändert gute Eigenkapital-Ausstattung geprägt. Das Konzerneigenkapital beträgt EUR 221,0 Mio. (i. V. EUR 279,2 Mio.) und mithin die Konzerneigenkapitalquote 33,9 % (i. V. 43,5 %). Unter Berücksichtigung der Gesellschafterverrechnungskonten ergibt sich eine Quote von 52,0 % (i. V. 53,9 %). Die Bilanzsumme hat sich von EUR 641,6 Mio. auf EUR 652,0 Mio. erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie höheren Gesellschafterverrechnungskonten und Rückstellungen. Die Anstiege wurden teilweise kompensiert durch gesunkene Posten Flüssige Mittel sowie Eigenkapital aufgrund von beschlossenen Ausschüttungen. Die Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik nimmt im Konzern die zentrale Rolle bei der Finanzierung und der Sicherung der Liquiditätsausstattung wahr. Benötigte Fremdmittel werden überwiegend von ihr aufgenommen und den Konzerngesellschaften bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des zentralen Cash-Poolings übernimmt sie überschüssige Mittel von den Konzerngesellschaften und stellt ihrerseits Liquidität zur Verfügung. Dadurch wird ein vorteilhafter Finanzausgleich im Konzern gewährleistet und die Finanzierungskosten, insbesondere im kurzfristigen Bereich, reduziert. Liquidität In der Kapitalflussrechnung des Reifenhäuser-Konzerns werden die Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus operativem Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt. Unter Einbeziehung des Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode sowie zahlungsunwirksamer Veränderungen der liquiden Mittel aus Wechselkursänderungen und konsolidierungskreisbedingter Änderungen errechnet sich die Höhe der Zahlungsmittel zum Ende des Geschäftsjahres. Der Mittelbedarf im Konzern konnte vollständig aus dem Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Dieser war durch hohe Kundenanzahlungen aufgrund des positiven Auftragseingangs geprägt. Insgesamt konnten Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 98,7 Mio. verzeichnet werden. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt aufgrund von Zuflüssen im Bereich der Finanzanlagen sowie niedrigeren Investitionen ins Sachanlagevermögen lediglich EUR 0,9 Mio. gegenüber EUR 34,3 Mio. im Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war durch die Veränderungen von Gesellschafterverrechnungskonten geprägt. Insgesamt hat sich aus der Finanzierungstätigkeit ein Mittelabfluss von EUR 105,7 Mio. ergeben. Als Folge der beschriebenen Cashflow-Veränderungen verringerte sich der Bestand an Zahlungsmitteln auf EUR 105,3 Mio. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 30. Juni 2022 EUR 652,0 Mio. (i. V. EUR 641,6 Mio.). Die Finanzmittel und kurzfristig verwertbaren Wertpapiere sind mit EUR 188,6 Mio. (i. V. EUR 275,1 Mio.) auf einem sehr guten Niveau. Die Rückstellungen betragen aufgrund gestiegener Auftrags- sowie Steuerrückstellungen EUR 128,0 Mio. (i. V. EUR 88,5 Mio.). Die Pensionsrückstellungen wurden im Berichtsjahr weitgehend durch treuhänderisch gehaltenes Vermögen finanziert. Die Verbindlichkeiten betragen per 30. Juni 2022 EUR 184,1 Mio. (i. V. EUR 205,7 Mio.). Die nicht mit angearbeiteten Aufträgen verrechneten Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf EUR 124,8 Mio. (i. V. EUR 135,5 Mio.). Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Geschäftsentwicklung ist für den Reifenhäuser-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen. Der Konzern ist weiterhin solide finanziert und die Ertragslage stellt sich positiv dar. Die Auftragslage ist weiterhin gut. Es haben sich nach dem Bilanzstichtag keine Erkenntnisse ergeben, die auf eine andere Einschätzung hindeuten. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Gesellschaften des Konzerns erstellen unterjährig Berichte für die Konzernleitung, die ebenfalls für Zwecke der internen Unternehmenssteuerung verwendet werden. Für die unterjährige Planung werden monatliche Soll-/Ist-Vergleiche erstellt, die einen Teil des Reports ausmachen. Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft werden als finanzielle Leistungsindikatoren die Gesamtleistung sowie das EBIT und das EBITDA verwendet. Die Vorjahresprognose, die für das Berichtsjahr eine höhere Gesamtleistung verbunden mit deutlichen Steigerungen im EBIT und EBITDA vorsah, konnte in allen Bereichen erreicht werden. Das EBIT (unter Einbeziehung des Finanzergebnisses) des Geschäftsjahres beträgt EUR 108,8 Mio. (i. V. EUR 75,6 Mio.) und die EBIT-Marge (EBIT im Verhältnis zur Gesamtleistung) 14,5 % (i. V. 13,1 %). Das EBITDA von EUR 127,9 Mio. (i. V. EUR 93,7 Mio.) entspricht einer Quote (EBITDA im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 17,0 % (i. V. 16,2 %). 3) Risikobericht Aussage zum Risiko- und Chancenmanagement Chancen und Risiken gehören für Reifenhäuser als global tätige Unternehmensgruppe zusammen. Primäres Ziel für Reifenhäuser ist nicht die Vermeidung aller Risiken, sondern deren Identifizierung und - darauf aufbauend - deren aktive Steuerung. Das Risikomanagementsystem ist ein untrennbarer Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die operativen Bereiche sind für das Risikomanagement zuständig und berichten der Geschäftsleitung hierüber regelmäßig. Corona-Pandemie, Energie-Krise, Ukraine-Krieg Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation COVID-19 zu einer globalen Pandemie und empfahl weltweite Eindämmungsmaßnahmen. Das Ausmaß der Auswirkungen von COVID-19 auf die betriebliche und finanzielle Leistung des Unternehmens wird von den zukünftigen Entwicklungen abhängen, einschließlich die Dauer, die Ausbreitung und die Intensität der Pandemie. Die Pandemie wirkt sich sehr unterschiedlich auf die einzelnen Geschäftsbereiche der Reifenhäuser-Gruppe aus. Einige Bereiche profitieren in Form von sehr hohen Auftragseingängen, in anderen Bereichen haben sich die Auftragseingänge reduziert. In einer Gesamtbetrachtung der Gruppe lässt sich feststellen, dass das Geschäft des Reifenhäuser-Konzerns eher positiv durch die Pandemie beeinflusst wurde. Aus der Energie-Krise ergibt sich für Reifenhäuser kein signifikantes Risiko, da die Produktionsprozesse nicht von der Gasverfügbarkeit abhängig sind. Der Angriff der Russischen Föderation auf das Nachbarland Ukraine am 24. Februar 2022 hat zu einer völligen Neueinschätzung der Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene geführt. Wie sich die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die in der Folge verhängten weitreichenden Sanktionen gegen die Russische Föderation auf Wirtschaft und Märkte insgesamt auswirken werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich beurteilen. Markt- und Branchenrisiken Bei den Business Units der Reifenhäuser-Gruppe liegen die wesentlichen Unsicherheiten für die zukünftige Nachfrageentwicklung vor allem im konjunkturellen Verlauf der wichtigsten Abnehmermärkte sowie in der Preisentwicklung der erdölbasierten Rohstoffe. Die sich hieraus ergebenden Nachfrageschwankungen beeinflussen maßgeblich die Auslastung und damit das Ergebnis. Dieser Unsicherheit wird durch eine starke Kundenorientierung, die Entwicklung von Maschinenkonzepten zur Verwendung nachwachsender Rohstoffe, eine flexible Ablauforganisation sowie Maßnahmen zur Senkung der Gewinnschwelle entgegengesteuert. Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts ist Aufgabe des dezentral eingerichteten Controllings. Die Genehmigung und Verfolgung von identifizierten Risiken bei Großprojekten ist durch Genehmigungsregeln festgelegt sowie durch ein Projektcontrolling gesteuert. Über das System zur Früherkennung von Risiken hinaus, kommen zunehmend ebenfalls fachübergreifende Risikoanalysen bereits in der Angebotsphase eines Auftrages zum Einsatz. Das Risiko von Fehlentwicklungen im Bereich Forschung und Entwicklung ergibt sich aufgrund stetig wechselnder Kundenanforderungen und der Kapitalintensität dieser Entwicklungen. Diesem Risiko begegnet Reifenhäuser durch den regelmäßigen Abgleich der Kundenanforderungen mit den verfolgten Entwicklungszielen. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aufgrund des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aus der Finanzierung des Konzerns sowie aus Währungs-, Zins- und Preisänderungen ergeben. Ein Teil der von dem Konzern erbrachten Leistungen muss vorfinanziert werden. Mit Hilfe von Akkreditiven oder Bankgarantien (Zahlungsgarantien) sowie durch Anzahlungen von Kunden wird das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minimiert. Zur Absicherung der politischen und wirtschaftlichen Risiken aus dem Liefer- und Leistungsgeschäft werden entsprechende Versicherungen von staatlichen Exportkreditversicherungs-Agenturen eingesetzt. Für darüberhinausgehende Risiken im operativen Bereich verfügt der Konzern über angemessene Rückstellungen. Das internationale Geschäft des Konzerns zeichnet sich durch eine Vielzahl von Zahlungsströmen aus. Direkte Währungsrisiken entstehen jedoch nur begrenzt, da über 90 % des Umsatzes in Euro fakturiert werden. Aufträge, die in Fremdwährungen abgeschlossen werden, unterliegen dem Risiko von Wechselkursschwankungen. Zur Absicherung dieser Risiken werden alle wesentlichen Fremdwährungspositionen im Konzern gepoolt und aktiv gemanagt. Bei Bedarf werden derivative Finanzierungsinstrumente in Form von Termin- und Optionsgeschäften sowie Swaps eingesetzt. Chancenmanagement Durch die internationale Ausrichtung der Unternehmensgruppe sieht sich Reifenhäuser verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen Märkten gegenüber. Die sich ergebenden Chancenpotenziale will Reifenhäuser auch künftig optimal nutzen. Die Prüfung dieser Chancenpotenziale erfolgt kontinuierlich in allen Bereichen und ist damit elementarer Bestandteil der Unternehmensstrategie. Wesentliche Chancen ergeben sich vorrangig durch die Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen. Auch ergeben sich Geschäftschancen durch die Entwicklung von digitalen Produkten, die in unsere Maschinen einfließen oder als eigenständige Produkte Kunden angeboten werden können. 4) Forschungs- und Entwicklungsbericht Am Standort Troisdorf betreibt Reifenhäuser das weltweit größte Forschungs- und Entwicklungszentrum für Kunststoffextrusionstechnologie. Wer richtungsweisende Technologien und Produkte entwickeln möchte, braucht Raum zum Forschen und Entwickeln. Reifenhäuser hat am Standort Troisdorf das weltweit größte privat betriebene Forschungs- und Entwicklungszentrum für Vliesstoffe und Folien errichtet. Insgesamt sieben Hightech Produktionsanlagen für Vliesstoffe und Folien hat Reifenhäuser ausschließlich für Forschung und Entwicklung installiert. Hier entwickeln unsere Kunden neue Produkte unter Produktionsbedingungen, während die eigene Produktion weiterläuft. Im Reifenhäuser Entwicklungszentrum arbeiten die Expertenteams teilweise in zwei Schichten, um Kunden, Lieferanten und Rohstoffhersteller bei ihren Versuchen zu unterstützen. Wir stellen die Anlagentechnologie zur Verfügung und bieten gleichzeitig unser Know-how für eine erfolgreiche Versuchsplanung, Versuchsdurchführung und Auswertung. 5) Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2022/2023 erwartet die Unternehmensgruppe insgesamt eine Gesamtleistung, die unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt. Daher werden EBIT und EBITDA in 2022/2023 voraussichtlich deutlich unterhalb der Werte des Berichtsjahres liegen, aber immer noch zufriedenstellend sein. Die für den Plan notwendigen Auftragseingänge sind weitgehend bereits fest verbucht und entsprechende Anzahlungen eingegangen.
Troisdorf, 16. Oktober 2022 Hans Reifenhäuser Verwaltungs-GmbH Geschäftsführung gez. Bernd Reifenhäuser Konzernbilanz zum 30. Juni 2022der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, TroisdorfAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, Troisdorf
Konzerneigenkapitalspiegel im Geschäftsjahr 2020/2021 und 2021/2022der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 20212022der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, TroisdorfDie nachstehende Kapitalflussrechnung ist eine komprimierte Fassung des DRS 21 und zeigt Mittelzufluss und -abfluss nach Art der Tätigkeit (Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit). Positive Beträge (+) bedeuten Mittelzufluss, negative Beträge (-) stehen für Mittelabfluss. Transaktionen von ausländischen Tochtergesellschaften wurden nicht mit dem Kurs des jeweiligen Zahlungszeitpunktes, sondern mit Stichtagskursen umgerechnet. Daraus resultierende Wechselkursschwankungen wurden in einem separaten Posten berücksichtigt. Die Kapitalflussrechnung geht von Finanzmittelbeständen (Finanzmittelfonds) und deren Veränderungen aus. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Wertpapiere und liquide Mittel, die nicht zur freien Verfügung stehen, werden nicht dem Finanzmittelfonds zugerechnet. Festgeldanlagen mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten wurden mangels kurzfristiger Liquidierbarkeit ebenfalls nicht in den Finanzmittelfonds einbezogen. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten mindern den Finanzmittelfonds.
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, TroisdorfDie Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG (Amtsgericht Siegburg, HRA 5919) ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. I. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG 29 verbundene Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Zum 30. Juni 2022 stellt sich der Konsolidierungskreis wie folgt dar:
Folgende Unternehmen sind für die Aussage des Konzernabschlusses nicht wesentlich und werden mit ihrem Beteiligungsbuchwert in den Konzernabschluss einbezogen:
Im Geschäftsjahr wurde die e3 Plastech entkonsolidiert. Eine Beeinflussung der Aussagekraft des Konzernabschlusses hat sich aus diesem Vorgang nicht ergeben. II. Stichtag des Konzernabschlusses Der Stichtag des Konzernabschlusses ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB der 30. Juni 2022. Da das einbezogene Unternehmen Reifenhäuser Plastic Machinery (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China, einen abweichenden Bilanzstichtag von mehr als drei Monaten hat (31. Dezember 2021), wurde im Rahmen des Konzernabschlusses ein Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 erstellt. III. Konsolidierungsgrundsätze Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Im Übrigen wurden der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden beachtet. 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitpunkt der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Aufgrund der unveränderten Struktur des Teilkonzerns Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik und Identität der Gesellschafterstruktur, wird innerhalb des Teilkonzerns Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a. F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Die Konsolidierungsbuchungen werden unverändert fortgeschrieben. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung vor dem 1. Januar 2010 werden nach Berücksichtigung etwaiger stiller Reserven offen von den Rücklagen abgesetzt. Die Bilanzergebnisse der einbezogenen Unternehmen werden - soweit sie nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgerechnet werden oder bereits den Verrechnungskonten der Gesellschafter gutgeschrieben wurden - mit den Auswirkungen erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen zusammengefasst und unter der Position "Bilanzergebnis" ausgewiesen. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 30. Juni 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernkreis. Die Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter bemessen sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. 2. Schuldenkonsolidierung Alle zwischen den einbezogenen Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sind aufgerechnet worden. Rückstellungen zur Abdeckung von Verpflichtungen gegenüber einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich eliminiert. Die sich gegenüber dem Vorjahr ergebende Veränderung der Differenzen wurde erfolgswirksam verrechnet. 3. Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebniseliminierung, die aus innerkonzernlichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen resultieren, wurden im Berichtsjahr eliminiert. 4. Währungsumrechnung Die Werte der Bilanz der ausländischen Gesellschaften wurden mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Erstkonsolidierungspflichtiges Eigenkapital wird mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten, der auf fremder Währung lautende Abschlüsse von voll einbezogenen Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Eigenkapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. 5. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind Innenumsätze mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenden Unternehmen verrechnet oder als Bestandsveränderung ausgewiesen. Gruppeninterne Aufwendungen und Erträge werden gegeneinander aufgerechnet. Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen wurden konsolidiert. 6. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Ausweis der Posten bestimmt sich nach § 266 Abs. 2 HGB, § 264c HGB bzw. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten und die der Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Abschreibungen errechnen sich auch bei den beweglichen Anlagegütern grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Die Abschreibung erfolgt unter Zugrundelegung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die aus Kapitalkonsolidierungen stammenden, nicht mit den Rücklagen verrechneten Geschäfts- oder Firmenwerte, werden aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle sowie der voraussichtlichen Nutzbarkeit und da eine verlässliche Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer nicht möglich ist, linear über einen Zeitraum von fünf (bis 2016) bzw. zehn Jahren (seit 2017) abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Sinne von § 6 Abs. 2a EStG wurden bis zum 31. Dezember 2009 bei Anschaffungskosten bis EUR 150,00 im Zugangsjahr direkt als Aufwand verbucht. Bei Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurden Anlagegüter in einem Sammelposten erfasst und über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2010 wurde von dem Bewertungswahlrecht für bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410,00 und ab dem 1. Januar 2018 bis zu EUR 800,00 unter Beachtung der Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht. Geleistete Anzahlungen, die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten nach § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB bewertet. Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten nach § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Stichtagskurs angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Rabatte und Skonti, bzw. zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten und der notwendigen Fertigungsgemeinkosten einschließlich freiwilliger sozialer Leistungen. Fremdkapitalzinsen und allgemeine Verwaltungskosten werden nicht einbezogen. Lager- und Verkaufsrisiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen werden teilweise offen von den Vorräten abgesetzt. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt grundsätzlich zum Nominalbetrag. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden abgezinst. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Wertpapiere werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Wertpapiere dienen ausschließlich der Erfüllung von Altersteilzeit- und Pensionsverpflichtungen, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und von einem Treuhänder gehalten. Insofern kann die Gesellschaft nicht frei über die sowohl im Anlagevermögen als auch im Umlaufvermögen ausgewiesenen Wertpapiere verfügen. Bilanziell werden diese gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensions- bzw. Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet dargestellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nominalbetrag oder Barwert bzw. Rückzahlungsbetrag bewertet. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Renten mit einer Anpassungsgarantie von 1 % und bei den übrigen Renten von 1,30 %. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 4,50 %. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert in 2021/2022 - entsprechend der gesetzlichen Neuregelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,78 % (i. V. 2,09 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 30. Juni 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen (Bewertungsänderung) in Höhe von TEUR 2.707 (i. V. TEUR 3.929) (Unterschiedsbetrag). Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Guthaben aus zur Insolvenzsicherung gehaltenem Kontokorrentkonto sowie die treuhänderisch gehaltenen Kontokorrentkonten (TEUR 19.995) wurden mit der Rückstellung (TEUR 37.032) saldiert, was zu einem Passivüberhang in Höhe von TEUR 17.037 führte. Die Altersteilzeitverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt unter Inanspruchnahme des Wahlrechtes nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB 1,37 % p. a. Weiterhin wurde eine Lohn- und Gehaltsdynamik von 2,00 % p. a. unterstellt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind analog des Vorjahres innerhalb eines Jahres fällig. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Latente Steuern Aus der Ermittlung von latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie aus Verlustvorträgen nach § 274 HGB haben hat sich insgesamt eine Steuerentlastung ergeben. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB verzichtet die Reifenhäuser-Gruppe auf eine Aktivierung von latenten Steuern. 5. Eigenkapital Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen laut Gesellschaftsvertrag TEUR 6.000. 6. Pensionsrückstellungen Es bestehen Pensionszusagen an Arbeitnehmer. Für alle Zusagen sind zum 30. Juni 2022 Pensionsrückstellungen in Höhe von insgesamt brutto TEUR 37.032 (i. V. TEUR 34.613) gebildet worden. Angaben zur Verrechnung mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für etwaige Garantieleistungen, ausstehende Montageleistungen und personalbezogene Verpflichtungen sowie noch zu erteilende Gutschriften. Angaben zur Verrechnung mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
8. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignung besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Kursgewinne enthalten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 betrugen die periodenfremden Erträge TEUR 7.020 (i. V. TEUR 4.631). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von TEUR 8.066 (i. V. TEUR 4.107) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen hauptsächlich Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie Lizenzgebühren. Im Geschäftsjahr 2021/2022 betrugen die periodenfremden Aufwendungen TEUR 1.418 (i. V. TEUR 2.285). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Währungsverluste in Höhe von TEUR 1.045 (i. V. TEUR 5.615). 4. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 845 (i. V. TEUR 1.024) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, welche mit Zinserträgen in Höhe von TEUR 493 (i. V. TEUR 662) saldiert werden. Angaben zur Verrechnung mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine latenten Steuern enthalten, sondern laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. VII. Sonstige Angaben 1. Personal Im Durchschnitt des Geschäftsjahres beschäftigten die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 1.648 Mitarbeiter (i. V. 1.559). Geschäftsführer sind hier nicht berücksichtigt. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen, die von untergeordneter Bedeutung sind, beinhalten im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen sowie das Bestellobligo im üblichen Umfang. 3. Finanzderivate Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB. Die Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro-Hedges, bei dem ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. 4. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung obliegt der Hans Reifenhäuser Verwaltungs-GmbH, Troisdorf, vertreten durch ihren Geschäftsführer:
Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. 5. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Das Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers betreffen Leistungen aus Abschlussprüfungstätigkeiten in Höhe von TEUR 209 sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 29. 6. Befreiende Wirkung Der Konzernabschluss der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG hat gemäß § 291 Abs. 1 HGB befreiende Wirkung hinsichtlich der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses bei den Gesellschaften
Diese Gesellschaften und die Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG sowie
sind gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB auch von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit. 7. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 30. Juni 2022 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. September 2022 wurde die Obergesellschaft in die Hans Reifenhäuser Holding GmbH formgewechselt.
Troisdorf, 16. Oktober 2022 Hans Reifenhäuser Verwaltungs-GmbH Geschäftsführung gez. Bernd Reifenhäuser Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, Troisdorf
Bestätigungsvermerk des unabhängigen KonzernabschlussprüfersAn die Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, Troisdorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, Troisdorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hans Reifenhäuser Holding GmbH & Co. KG, Troisdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreterin für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzliche Vertreterin ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die gesetzliche Vertreterin dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 16. Oktober 2022 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
gez. Torsten Janßen, Wirtschaftsprüfer gez. Alexander Schönberger, Wirtschaftsprüfer Die Billigung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 8. Dezember 2022. |
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