DOMO Engineering Plastics GmbH

Paul-Schlack-Straße 2, 14727 Premnitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 18324
Vorher
DOMO Premnitz GmbH
Eingetragen
21.3.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Betrieb von chemischen Produktionsanlagen, insbesondere zur Herstellung von Polymeren und deren Vertrieb

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Juha Jokinen
seit 27.11.2025
Geschäftsführer
Christian Hinz
seit 17.11.2022
Prokura
Cornelia Lange
seit 13.9.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Domo Chemicals Holding NVBEL
89.99%
Domo Chemicals Holding NVBEL
10.01%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
DOMO Caproleuna GmbH
Germany
75.00%
DOMO Caproleuna GmbH
Germany
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DOMO Engineering Plastics GmbH

Premnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 13.055,80 1
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 45.000,00 60
58.055,80 61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.532,75 43
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.500.627,18 2.384
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 475.670,61 381
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.245,81 711
4.037.076,35 3.519
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 550.039,58 0
4.645.171,73 3.580
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.879.438,55 5.804
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.595.833,99 2.826
3. Geleistete Anzahlungen 1.881.480,20 0
9.356.752,74 8.630
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 162.724,45 57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.895.929,28 7.589
3. Sonstige Vermögensgegenstände 103.581,61 177
9.162.235,34 7.823
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 387
18.518.988,08 16.840
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 172
23.164.159,81 20.592

Passiva

31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 1.618.807,12 1.619
1.718.807,12 1.719
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen 16.689,16 30
16.689,16 30
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 91.696,76 122
2. Sonstige Rückstellungen 392.260,98 234
483.957,74 356
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.277.908,79 2.868
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.591.637,00 15.576
3. Sonstige Verbindlichkeiten 75.160,00 43
davon aus Steuern EUR 28.480,08 (Vj.: TEUR 39)
20.944.705,79 18.487
23.164.159,81 20.592

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2021
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 68.056.394,41 63.651
2. Erhöhung (+)/Verminderung (-) des Bestands an fertigen Erzeugnissen -1.229.931,92 1.694
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.113.164,74 304
68.939.627,23 65.649
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 55.827.656,35 50.275
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.581.399,77 3.489
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 821.834,63 701
davon für Altersversorgung EUR 71.858,39 (Vj.: TEUR 78)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 777.287,43 818
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.557.093,01 6.742
67.565.271,19 62.025
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 692,15 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 232.273,54 70
davon an verbundene Unternehmen EUR 229.925,74 (Vj.: TEUR 67)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 2.160,83 (Vj.: TEUR 3)
10. Steuer vom Einkommen und vom Ertrag -1.767,31 2
11. Ergebnis nach Steuern 1.144.541,96 3.552
12. Sonstige Steuern 2.621,77 2
13. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.141.920,19 3.550
14. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um den Posten "Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne" gemäß § 277 Abs. 3 Satz 2 HGB erweitert.

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen" ergänzt.

Aufgrund eines im Jahr 2011 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages hat sich DOMO Engineering Plastics GmbH verpflichtet, den gesamten Gewinn an die Gesellschafterin abzuführen. Im Fall eines Verlustes erfolgt ein entsprechender Ausgleich durch die Gesellschafterin.

II. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma DOMO Engineering Plastics GmbH mit Sitz in Premnitz im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 18324P eingetragen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Hinsichtlich der bestandsgefährdenden Risiken wird auf die Ausführungen im Lagebericht unter Abschnitt 2. Prognose-, Chancen- und Risikobericht verwiesen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Kosten (Einzelkosten) sowie Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Planmäßige Abschreibungen für abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens wurden nach der linearen Methode pro rata temporis ermittelt.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer bei technischen Anlagen und Maschinen liegt zwischen 5 und 20 Jahren sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 19 Jahren.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren und Ersatzteile wurden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bei einzelnen Materialpositionen waren Gängigkeitsabwertungen erforderlich.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die verlustfreie Bewertung wurde durch angemessene Abwertungen gewährleistet. Eventuelle Kosten der Minderauslastung wurden berücksichtigt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Einzeln erkennbare Risiken sowie das allgemeine Kreditrisiko wurden durch angemessene Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für die Folgezeit darstellen.

Die Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen werden entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagegüter aufgelöst, für die die Zuschüsse und Zulagen gewährt wurden.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Barwert der anteilig erworbenen planmäßigen Anwartschaft (sog. PUC-Methode), unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G", bewertet. Als Zinssatz für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wurde der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung in Höhe von 1,78% p. a. verwendet. Mögliche Gehalts- und Rentensteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Die Fluktuation wurde altersabhängig mit einer Rate von 6,24 % p. a. berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen, Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatz von Pensionsrückstellungen ermittelt. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der DOMO Caproleuna GmbH sind latente Steuern nur auf der Ebene des Organträgers zu bilanzieren.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Gesellschaft besitzt eine Beteiligung:

Währung Anteil am Stammkapital Eigenkapital 31.03.2022 Ergebnis 04.2021 -
% EUR * 03.2022 EUR **
Ausland
DOMO ENGINEERING PLASTICS INDIA EUR 99,9 1.045.237 -98.791

* Bewertet mit Währungskurs zum 31. März 2022

** Bewertet mit Monatsendstandsdurchschnitts-Währungskurs (04.2021 - 03.2022)

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 8.849 (Vj.: TEUR 7.404), wobei gegen die Gesellschafterin, DOMO Caproleuna GmbH, Forderungen i. H. v. TEUR 258 (Vj.: TEUR 511) bestehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 76 (Vj.: TEUR 70) und Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzämtern in Höhe von TEUR 27 (Vj.: TEUR 108).

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(3) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt EUR 100.000.

(4) Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse betrifft Kapazitätserweiterungen im Bereich der Polymerisation und Compoundierung.

Die Investitionszulagen wurden für Investitionen in die Caprolactamreinigung, Polymerisation und Compoundierung gewährt.

(5) Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2022 beträgt die Pensionsrückstellung TEUR 220, das zu verrechnende Deckungsvermögen TEUR 129. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 220
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 129
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 129
Verrechnete Aufwendungen 1
Verrechnete Erträge 1

Der Bewertungsunterschied aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem zehnjährigen Durchschnittszinssatz zum siebenjährigen Durchschnittszinssatz (1,44 % p. a.) gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 139 (Vj.: TEUR 113) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i. H. v. TEUR 160 (Vj.: TEUR 106).

(6) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

in TEUR 31.12.2022
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert mit gesamt
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.278 0 0 0 2.278
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.592 0 0 0 18.592
3. Sonstige Verbindlichkeiten 75 0 0 0 75
Gesamt 20.945 0 0 0 20.945
in TEUR 31.12.2021
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.868 0 2.868
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.576 0 15.576
3. Sonstige Verbindlichkeiten 43 0 43
Gesamt 18.487 0 18.487

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 18.592 (Vj.: TEUR 15.576) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling mit der DOMO Chemicals GmbH in Höhe von TEUR 14.920 (Vj.: TEUR 8.687), Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung an die DOMO Caproleuna GmbH in Höhe von TEUR 1.142 (Vj.: TEUR 3.550), Verbindlichkeiten aus umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von TEUR 976 (Vj.: TEUR 699) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 792 (Vj.: TEUR 2.022).

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 2.539 (Vj.: TEUR 5.994) und betreffen im Geschäftsjahr 2022 Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.142 (Vj.: TEUR 3.550), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 421 (Vj.: TEUR 1.745) und Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuerorganschaft TEUR 976 (Vj.: TEUR 699).

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 28 (Vj.: TEUR 39) ausgewiesen.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Aufgliederung der Umsatzerlöse

Umsatzerlöse 2022 2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
nach Tätigkeitsbereichen
Polyamid 6 Compoundierung 63.897 94% 56.509 89% 7.388 13%
Lohnfertigung für verbundene Unternehmen 4.084 6% 5.251 8% -1.167 -22%
Sonstiger Umsatz 75 0% 1.891 3% -1.816 -96%
Gesamtergebnis 68.056 100% 63.651 100% 4.405 7%
nach Regionen
Umsatzerlöse Inland 4.159 6% 5.538 9% -1.379 -25%
Umsatzerlöse Ausland 63.897 94% 58.113 91% 5.784 10%
Gesamtergebnis 68.056 100% 63.651 100% 4.405 7%

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 2.113 handelt es sich im Wesentlichen um Intercompany Erträge aus Geschäftsleasing mit der DOMO Engineering Plastics Europe SP, Italien (TEUR 1.601; Vj.: TEUR 0) sowie die Weiterberechnung von konzernintern verauslagten Kosten (TEUR 247; Vj.: TEUR 240). Des Weiteren sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 35; Vj.: TEUR 14) enthalten. Sonstige wesentliche periodenfremde Erträge sind nicht enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind darüber hinaus Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 2 (Vj.: TEUR 1) enthalten.

(3) Personalaufwand

Die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung betragen TEUR 72 (Vj.: TEUR 78).

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0,9 (Vj.: TEUR 0,4) enthalten.

(5) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen an verbundene Unternehmen enthalten die Zinsaufwendungen an die Gesellschafterin DOMO Caproleuna GmbH laut Ergebnisabführungsvertrag i. H. v. TEUR 88 (Vj.: TEUR 13), die Zinsen für die Nutzung der Cashpoolingfunktion mit der DOMO Chemicals GmbH in Höhe von TEUR 142 (Vj.: TEUR 54) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen TEUR 2 (Vj.: TEUR 3).

VI. Haftungsverhältnisse

Für die Verbindlichkeit des verbundenen Unternehmens DOMO Chemicals GmbH aus einer Konsortialfinanzierung mit 6 Finanzinstituten in Höhe von TEUR 410.000 zum 31. Dezember 2022 haftet die Domo Engineering Plastics GmbH gesamtschuldnerisch zusammen mit anderen Bürgen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen der DOMO Chemicals GmbH als gering eingeschätzt.

VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 440 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 302
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 74
Sonstiges (Wartungsverträge) 64

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen dem 31. Dezember 2023 und dem 10. Oktober 2024.

VIII. Sonstige Angaben

(1) Geschäftsführung

Luc De Raedt, Leuna - Diplom-Chemieingenieur

Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird entsprechend der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(2) Muttergesellschaft

Über die Muttergesellschaft, die DOMO Caproleuna GmbH, Leuna, gehört die Gesellschaft zum Konzern der DOMO Chemicals Holding N. V., Zwijnaarde/Belgien, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die DOMO Chemicals Holding N. V. stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die DOMO Chemicals Holding N. V.wird einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstellen, der durch Einstellung im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

(3) Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 78 Mitarbeiter, davon 49 Gewerbliche und 29 Angestellte.

(4) Nachtragsbericht

Mit Datum vom 29. Juni 2023 hat sich die Domo Chemicals Holding N. V. verpflichtet, die Gesellschaft auf erstes Anfordern mit den erforderlichen finanziellen Mitteln auszu-statten, um es der DOMO Engineering Plastics GmbH zu ermöglichen, alle Forderungen ihrer Gläubiger im Zeitpunkt von deren Fälligkeit zu befriedigen und dadurch eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden bzw. zu beseitigen.

Im Übrigen sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022 haben. Wir verweisen hier auf die Ausführungen im Lagebericht (Abschnitt "Ausblick").

(5) Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 66 und betrifft mit TEUR 45 Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 21 Steuerberatungsleistungen.

 

Premnitz, 30. Juni 2023

Luc de Raedt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 198.070,44 14.749,60 0,00 0,00 212.820,04
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 75.000,00 0,00 0,00 0,00 75.000,00
273.070,44 14.749,60 0,00 0,00 287.820,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.532,75 0,00 0,00 0,00 42.532,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.434.811,86 1.195.569,62 161.168,50 703.488,00 13.172.700,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.829.232,65 230.534,32 9.389,19 1.720,00 2.052.097,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 710.756,93 12.696,88 0,00 -705.208,00 18.245,81
14.017.334,19 1.438.800,82 170.557,69 0,00 15.285.577,32
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.029.623,96 550.039,58 0,00 0,00 2.579.663,54
2.029.623,96 550.039,58 0,00 0,00 2.579.663,54
16.320.028,59 2.003.590,00 170.557,69 0,00 18.153.060,90
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 196.642,19 3.122,05 0,00 199.764,24
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 15.000,00 15.000,00 0,00 30.000,00
211.642,19 18.122,05 0,00 229.764,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.050.529,81 621.543,99 0,00 9.672.073,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.448.194,97 137.621,39 9.389,19 1.576.427,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.498.724,78 759.165,38 9.389,19 11.248.500,97
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.029.623,96 0,00 0,00 2.029.623,96
2.029.623,96 0,00 0,00 2.029.623,96
12.739.990,93 777.287,43 9.389,19 13.507.889,17
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 13.055,80 1
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 45.000,00 60
58.055,80 61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.532,75 43
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.500.627,18 2.384
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 475.670,61 381
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.245,81 711
4.037.076,35 3.519
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 550.039,58 0
550.039,58 0
4.645.171,73 3.580

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Die Produktion von Compounds (technische Kunststoffe) ist das Hauptgeschäftsmodell der DOMO Engineering Plastics GmbH. Des Weiteren werden im Auftrag chemische Anlagen zur Herstellung von Polyamiden betrieben.

1. Wirtschaftsbericht

Überblick

Zu Beginn des Jahres 2020 erfolgte eine Umstrukturierung des europäischen Geschäfts des Business Segments "Engineered Materials". Es erfolgte eine Trennung der Funktionen Produktion und Vertrieb, so dass sich die DOMO Engineering Plastics GmbH als Produktionsstandort in der Organisation einordnet. Die neu gegründete italienische Gesellschaft DOMO Engineering Plastics Europe S. p. A. mit Sitz in Arco/Italien, hat als geschäftsbereichsinterne Distributionsgesellschaft den Vertrieb der Endprodukte übernommen.

Im Geschäftsjahr 2022 stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.405 aufgrund gestiegener Verkaufspreise (Preis im Jahr 2022 für Polyamid 6 stieg von Januar bis zum Dezember um 14 %) bei gleichzeitig rückläufigen Verkaufsmengen.

Die Nachfrage nach den Produkten der Gesellschaft (u.a. Engineering material) lag im Gesamtjahr 2022 unter den Erwartungen, hauptsächlich aus zwei Gründen: Erstens die Knappheit von Elektronischen Bauteilen (Chips), welche sich letztlich auf die Nachfrage in allen Märkten auswirkte. Zweitens der Ukraine-Krieg, der zu zusätzlichen Engpässen in der Autoindustrie führte, insbesondere bei den in der Ukraine ansässigen Kabelzulieferern.

In Folge des Ukraine-Kriegs kam es außerdem zu einem enormen Anstieg der Gaspreise, wodurch die variablen Kosten (Rohstoffe, Energien und Betriebsmittel) der DOMO Engineering Plastics GmbH stiegen. Dadurch wurde die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Importen aus den USA und Asien geschwächt.

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung sank um T€ 2.408. Die im Vorjahr getroffene Prognose der Absatzmenge konnte aus vorgenannten Gründen nicht erreicht werden.

Einflüsse auf das Geschäftsergebnis

Mit der Untererfüllung des EBITDA-Zieles für 2022 beträgt das Ergebnis vor Gewinnabführung TEUR 1.142 und hat sich somit um TEUR 2.408 im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Wesentlich haben dazu die um TEUR 4.183 auf TEUR 49.813 gestiegenen Aufwendungen für Rohstoffe und die um TEUR 1.426 auf TEUR 4.663 gestiegenen Energiekosten beigetragen. Der beschriebene Kostenanstieg konnte durch die um TEUR 4.405 auf TEUR 68.056 gestiegenen Umsatzerlöse nicht vollumfänglich kompensiert werden.

Einflüsse auf den Umsatz

Der Umsatz wird neben den Rohstoffpreisschwankungen auch durch die Transferpreise bestimmt. Der bereinigte Umsatz (vor Erlösschmälerung) je Produktgruppe in unseren Kerngeschäften entwickelte sich wie folgt:

in k€ 2022 2021
PA Compounds 56.991 54.014 6%
PP Compounds 1.074 0 100%
Lohnfertigung 4.084 5.251 -22%
Umsatz Kerngeschäft 62.149 59.265 5%

Die Umsatzentwicklung des Kerngeschäfts basiert auf steigenden Preisen (Preiseffekt: T€ +20.847) bei gleichzeitig rückläufigen Verkaufsmengen (Mengeneffekt: T€ -17.963).

Finanzlage

Der Finanzmittelbedarf wurde auf Grund des insgesamt negativen Cashflows durch eine höhere Inanspruchnahme des Cash Pools gedeckt.

Das Umlaufvermögen stieg leicht durch erhöhte Vorratsmengen von Rohstoffen auf höherem Preisniveau, den Anstieg der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte und durch gestiegenes Verkaufsvolumen und den damit verbundenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Mit der Muttergesellschaft DOMO Caproleuna GmbH besteht darüber hinaus ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds und die einzelnen Cashflows stellen sich wie folgt dar:

Berichtsjahr Vorjahr
T€ T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.451 1.057
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.926 -436
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.550 1.762
Veränderung Finanzmittelfonds -6.927 2.383
Finanzmittel am Anfang der Periode -8.300 -10.683
Finanzmittel am Ende der Periode -15.227 -8.300
Zusammensetzung Finanzmittelfonds:
Verbindlichkeiten Cash Pool -15.227 -8.687
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 387

Bilanz

Das Umlaufvermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.682. Die Finanzierung des Umlaufvermögens erfolgte überwiegend über das Cash-Pooling mit der DOMO Chemicals GmbH.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 1.065 im Jahr 2022.

2020 2021 2022
Anlagenintensität Anlagevermögen abzügl. Finanzanlagen / Gesamtkapital % 21,8 17,4 17,7
Umschlagshäufigkeit der Vorräte Umsatzerlöse/ durchs. Vorratsvermögen o.D. 9,1 9,8 7,6
Umschlagshäufigkeit der Forderungen Umsatzerlöse/ durchs. kurzfr. Forderungen o.D. 5,5 7,2 8,0
Kapitalumschlagshäufigkeit Umsatzerlöse/ durchs. Gesamtkapital o.D. 2,4 3,3 3,1
Eigenkapitalquote Eigenkapital+anteil. Sonderposten/ Gesamtkapital % 8,4 8,5 7,5
Eigenkapitalrentabilität Jahresüberschuss * / durchs. Eigenkapital+anteil. SoPo % 41,0 216,7 65,5
Gesamkapitalrentabilität Jahresergebnis * vor Zinsaufwand/durchs. Gesamtkapital % 3,6 18,7 6,3

* vor Gewinnabführung bzw. vor Verlustübernahme

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 1.439 getätigt, davon T€ 1.196 in Maschinen und technische Ausstattung und T€ 230 in Geschäftsausstattung und Infrastruktur. Darüber hinaus enthalten die Zugänge im Geschäftsjahr Anlagen im Bau in Höhe von T€ 13, die überwiegend Technische Anlagen betreffen.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2022 betrug 78 (Vorjahr: 76).

Sicherheit, Umweltschutz und Energiemanagement

Als Unternehmen der Chemischen Industrie räumen wir den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz einen sehr hohen Stellenwert ein. Im Berichtsjahr 2022 ereignete sich kein Unfall (Vorjahr: 1 Unfall, 25 Tage Arbeitsausfall).

Am Standort besteht ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50 001.

2. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikobericht

Chancen sehen wir im weiteren stetigen Wachstum der asiatischen Schwellenländer, insbesondere Indien, China als auch Thailand. Darüber hinaus gewinnt das Global Key-Account-Management an Bedeutung.

Durch Produktneuentwicklungen sowie durch den guten Fortschritt bei Kundenprojekten (neue und bestehende Produkte) in den letzten drei Jahren wird die volle Kapazitätsauslastung in 2023 in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung geplant.

Als mittelständisches Unternehmen der Chemischen Industrie und Konzentration auf Standardprodukte unterliegt die DOMO Engineering Plastics GmbH insbesondere dem Konjunkturrisiko. Gleichzeitig reduzieren die mit der konzerninternen Vertriebsgesellschaft abgeschlossenen Verträge, inklusive einer Mindestabnahmemenge, das Geschäftsrisiko und damit auch das Liquiditätsrisiko.

Zur weiteren Risikominimierung ist es das Ziel des Unternehmens, seine Wettbewerbsfähigkeit im Konzern weiter zu verbessern und durch Optimierungen in der Produktionstechnologie und der Produktionsprozesse, die Prozesskosten weiter zu senken.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2015 nach der Norm IATF 16949 zertifiziert, um die Wettbewerbsfähigkeit im Automobilsektor zu erhöhen. Die Rezertifizierung fand im Februar 2021 statt.

Des Weiteren wird durch flache Organisationsstrukturen und effiziente Prozesse eine höhere Flexibilität der Gesamtorganisation erreicht. Als Bestandteil des Risikocontrollings werden wesentliche Indikatoren und Kennzahlen analysiert, um längerfristige Tendenzen zu erkennen und entsprechende Steuerungsmaßnahmen einzuleiten.

Produkt- und Umweltschutzrisiken begegnen wir durch Zertifizierung nach internationalen Normen. Technische Risiken werden sowohl durch interne Sicherheitsexpertisen (HAZOP-Verfahren) als auch durch FMEA-Analysen regelmäßig untersucht und minimiert.

Das verbleibende Kreditrisiko aus Geschäften mit Dritten wird in Zusammenarbeit mit dem DOMO-Gruppen-Kreditmanagement gesteuert. Es besteht ein Factoring-Vertrag, der auch Forderungsausfälle abdeckt. Das individuelle Kreditrisiko wird anhand der Bonität und bisherigen Zahlungsmoral der Kunden eingeschätzt. In Abhängigkeit des Geschäftsumfangs werden daraus resultierend individuelle Kreditlimits festgelegt und potenzielle Ausfallrisiken überwacht.

Liquiditätsrisiken werden in Zusammenarbeit mit dem DOMO-Gruppen Cash Management durch eine gemeinsame regelmäßige kurz- und mittelfristige Finanzmittelplanung frühzeitig erkannt und durch Verteilung auf mehrere Unternehmen gestreut. Die DOMO Engineering Plastics GmbH ist in das Cash Pooling Verfahren der Gruppe integriert. Währungsrisiken werden auf Gruppenebene abgesichert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die DOMO Engineering Plastics GmbH stets in der Lage, die finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Die Liquiditätsversorgung erfolgte dabei primär über das Cash-Pooling der DOMO-Gruppe. Der Saldo der Cash-Pool-Verbindlichkeit beträgt am Bilanzstichtag TEUR 15.228. Aus der Planung geht hervor, dass im Prognosezeitraum positive operative Cashflows erzielt werden sollen. Diese reichen jedoch nicht aus, um die Zahlungsmittelabflüsse im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag sowie die kurzfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten bei Fälligkeit zu bedienen. Darüber hinaus bestehen Planungsunsicherheiten, die im Prognosezeitraum zu weiteren Zahlungsmittelabflüssen führen können. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum ist die die DOMO Engineering Plastics GmbH daher auf die Unterstützung der Domo Chemicals Holding N. V., Zwijnaarde/ Belgien, angewiesen, die mit Schreiben vom 29. Juni 2023 eine betraglich unbegrenzte Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 abgegeben hat. Gemäß den Bestimmungen dieser Patronatserklärung hat sich die Domo Chemicals Holding N. V., Zwijnaarde/ Belgien, dazu verpflichtet, die Gesellschaft auf erstes Anfordern mit den erforderlichen finanziellen Mitteln auszustatten, um es der die DOMO Engineering Plastics GmbH zu ermöglichen, alle Forderungen ihrer Gläubiger bei Fälligkeit zu befriedigen und dadurch eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden bzw. zu beseitigen. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt daher davon ab, dass der die DOMO Engineering Plastics GmbH bei Bedarf zusätzliche Zahlungsmittel zur Verfügung gestellt werden.

Gegen Risiken aus Produkthaftung inkl. Rückruf, Feuer, Explosion und Maschinenbruch, die im Bereich der Chemischen Industrie zu existenzgefährdenden Situationen führen können, ist die Gesellschaft versichert.

Das Standard-Berichtswesen liefert grundlegende Informationen über den Geschäftsverlauf. Mit finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen ist die Geschäftsführung in der Lage, rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sofern der aktuelle vom erwarteten Verlauf abweicht bzw. zukünftig abzuweichen droht.

Strategie

Der Standort Premnitz ist in Europa der Hauptproduktionsstandort für Kommoditäten insbesondere für den Automobilsektor und Industrie-Konsumgüter. Im Jahr 2022 wurde die Compoundierungskapazitäten in Premnitz in den ersten 3 Quartalen nahezu ausgelastet.

Im Jahr 2016 wurde in Indien eine eigenständige Gesellschaft eröffnet. Die Beteiligung der DOMO Engineering Plastics GmbH daran beträgt 99,998 %. Das Ergebnis der Gesellschaft war im Jahr 2021/2022 negativ (Jahresfehlbetrag TEUR 99).

Durch Abschluss neuer Projekte sowie den Start von verzögerten Projekten wird mit einer vollen Anlagenauslastung im Laufe des Jahres 2023 gerechnet. In der stetigen Zusammenarbeit mit Umarbeiten werden Nachfragespitzen abgefangen. Die Auslastung bleibt aber weiter abhängig von der Nachfrageentwicklung nach Standardprodukten sowie der konjunkturellen Entwicklung.

Die Mitarbeiteranzahl wird sich entsprechend der Produktionskapazität und Auslastung anpassen.

Prozessoptimierungen sowie eine Neuordnung der Produktionsprogramme der einzelnen Gesellschaften in Europa sind ein kontinuierlicher Prozess, um Einsparungen bei der DOMO Engineering Plastics GmbH zu erreichen.

Mittelfristig sehen wir uns als ein mittelständisch strukturiertes Unternehmen und Bestandteil des globalen Business-Segments mit dem Schwerpunkt Produktion von technischen Kunststoffen.

Das Hauptziel besteht in der mittel- und langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes und der Erwirtschaftung eines angemessenen Gewinnes auf das eingesetzte Kapital (Return On Capital Invested). Zur Zielerreichung sind für das Unternehmen folgende Aspekte von gesteigerter Bedeutung:

1. Prozessoptimierungen

Durch Prozessoptimierungen wird die Anlagenverfügbarkeit und die sich daraus ergebende verfügbare Kapazität kontinuierlich erhöht.

2. Kapazitätserweiterung

Der weitere Kapazitätsaufbau wird in Einklang mit dem angestrebten Mengenwachstum vollzogen und mittelfristig zur Erweiterung der Geschäftstätigkeit beitragen.

Weitere mögliche Investitionen, Kooperationen oder Akquisitionen erfolgen im Rahmen der Strategie der DOMO Gruppe. Dabei konzentriert man sich auf Kundengruppen, die einen günstigen Mix aus Aufwand der Produktenwicklung, potenzieller Projektdauer und Produktmenge haben.

Ausblick

Für 2023 wurde im Vergleich zum Vorjahr von einem moderarten Wirtschaftswachstum ausgegangen. Angesichts der Auswirkungen des Russland - Ukraine Kriegs und der durch diesen ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen, sind die mittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit schwer vorhersehbar. Vieles hängt davon ab, wie lange die kritische Situation anhält, wann und wie schnell sich die Wirtschaft erholt und ob insbesondere Lieferkettenprobleme und Rohstoffknappheiten zu einer anhaltend reduzierten Nachfrage führen. Im Automobilsektor wird von einer Erholung der Halbleiterkrise im 2. Halbjahr 2023 ausgegangen. Weiterhin sind kurzfristige Schwierigkeiten in der Lieferkette möglich.

Die weltweiten Produktionskapazitäten im Caprolactam werden größer, auch wenn der Anstieg deutlich langsamer als erwartet stattfindet. Die gestiegenen Kapazitäten führen zu einem ausreichenden Angebot des Rohstoffs Benzen und somit von Caprolactam und Polyamid 6.

Die Margenentwicklung für technische Kunststoffe wird stabil eingeschätzt. Das im vorherigen Absatz beschriebene Marktumfeld hält den Margendruck hoch.

Die Preise für Rohstoffe und Energie werden grundsätzlich dem Ölpreis folgen. Nach einem deutlichen Anstieg der Preise für Rohstoffe und Energie im Jahr 2022 wird ein leichter Rückgang frühestens in 2023 erwartet. Eine starke Volatilität des Ölpreises ist eine große Herausforderung bei der Preisgestaltung, sowohl im steigenden als auch im fallenden Szenario.

In Abhängigkeit der Volatilität der Rohstoffpreise und Mengenentwicklung wird für das Jahr 2023 ein Umsatzanstieg von 12 % und ein gleichbleibendes Margenniveau erwartet. Neben striktem Fixkostenmanagement wird dies zu einem leicht steigenden Ergebnis sowie Anstieg im operativen Cashflow führen.

 

Premnitz, den 30. Juni 2023

Luc de Raedt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DOMO Engineering Plastics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DOMO Engineering Plastics GmbH, Premnitz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DOMO Engineering Plastics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt III. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs sowie in den Abschnitt 2 "Prognose-, Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass am Bilanzstichtag der Saldo der Cash-Pool-Verbindlichkeit TEUR 15.228 beträgt und dass ausgehend von der Planung im Prognosezeitraum positive operative Cashflows erzielt werden sollen, diese jedoch nicht ausreichen, um die Zahlungsmittelabflüsse im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag sowie die kurzfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten bei Fälligkeit zu bedienen. Darüber hinaus bestehen Planungsunsicherheiten, die im Prognosezeitraum zu weiteren Zahlungsmittelabflüssen führen können. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum ist die DOMO Engineering Plastics GmbH daher auf die Unterstützung der Domo Chemicals Holding N. V., Zwijnaarde/Belgien, angewiesen. Letztere hat mit Schreiben vom 29. Juni 2023 eine betraglich unbegrenzte Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 abgegeben. Gemäß den Bestimmungen dieser Patronatserklärung hat sich die Domo Chemicals Holding N. V. dazu verpflichtet, die Gesellschaft auf erstes Anfordern mit den erforderlichen finanziellen Mitteln auszustatten, um es der DOMO Engineering Plastics GmbH zu ermöglichen, alle Forderungen ihrer Gläubiger bei Fälligkeit zu befriedigen und dadurch eine etwaig bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden bzw. zu beseitigen. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt davon ab, dass der DOMO Engineering Plastics GmbH bei Bedarf zusätzliche Zahlungsmittel zur Verfügung gestellt werden. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 30. Juni 2023

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