Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 92555
Vorher
Coatec Gesellschaft für Oberflächenveredlung mbHCoatec Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH
Eingetragen
8.9.2008
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Gegenstand
Produktion von Schichtsystemen auf metallischen und nichtmetallischen Grundwerkstoffen, die Herstellung von Grundmaterialien für den Beschichtungsprozess sowie die Herstellung und Anpassung entsprechender Apparate und Maschinen, der Betrieb solcher Anlagen als Dienstleister auf eigenem Gelände oder beim Kunden und die Vergabe von Lizenzen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Mathis Sulzbach
seit 1.8.2024
Prokura
Derek Hileman
seit 1.8.2024
Geschäftsführer
Jason Sahall
seit 14.6.2023
Geschäftsführer
Sabine Adam
seit 14.6.2023
Prokura
Georg Schneider
seit 14.6.2023
Prokura
Ronny Geißler
seit 16.7.2020
Prokura
Helge Dr. Reymann
seit 13.3.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PRAXAIR Euroholding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
125.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH

Schlüchtern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht 2017

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

COATEC entwickelt und produziert kundenspezifische, spezielle Oberflächenbeschichtungen für kritische Bauteile wie Gasturbinenschaufeln, stromisolierte Wälzlager für Hochgeschwindigkeitszüge (TGV, ICE), Windkraftanlagen und Elektromotoren, sowie Komponenten aus Stahl oder aus CFK für die Druck- und Papierindustrie und ab 2018 auch die Beschichtung von "fliegenden Teilen" für das neue Segment "Luftfahrt".

Weltweit gibt es nur wenige Spezialisten mit der hierfür notwendigen langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Werkstofftechnik, der Prozesstechnologie sowie der Beschichtungsanlagentechnik.

Wesentlicher Wettbewerbsvorteil der COATEC ist die einmalige Kombination von Know-how auf diesen Gebieten. Die angewandte Prozesstechnologie umfasst nahezu alle Varianten des Thermischen Spritzens und der Diffusionsbeschichtungen.

Insbesondere das Thermische Spritzen ist eine extrem vielseitig anwendbare Prozesstechnologie im Bereich der Oberflächentechnik. Sehr kleine und sehr große Bauteile können nahezu problemlos beschichtet werden. Die dabei realisierten Schichtdicken können variieren mit sehr dünnen (wenige µm), bis zu sehr dicken Schichten (in den cm-Bereich).

1.2. Ziele und Strategien

Durch den Aufbau ganzer Schichtsysteme können die Eigenschaften eines Bauteils den geplanten Beanspruchungen sehr gut angepasst werden.

Deshalb bietet sich generell die genannte Prozesstechnologie überall dort an, wo extreme Ansprüche an die Eigenschaften des beschichteten Bauteils gestellt werden, wie z. B. durch Verschleiß, Hitze und Korrosion.

Die Stärke von COATEC liegt im Lösen von Kundenproblemen auf Ingenieursniveau. Dazu erfolgt im Allgemeinen eine Kundenberatung, gefolgt von einer Problemanalyse und einer Problemlösung mittels der Oberflächentechnik, die dann industriell umgesetzt wird.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten erfolgen im Wesentlichen entsprechend der Planung unserer Kunden und OEMs vorlaufend zu erwarteten Produktionszyklen und werden in kooperativer Zusammenarbeit mit diesen durchgeführt. Dies mit dem Ziel, höchste Qualitätsanforderungen zu erfüllen, bei größtmöglicher Prozessstabilität. Letzteres ist erfahrungsgemäß mit marktüblichen Produktionsanlagen kaum erreichbar. Deshalb wurde die überwiegende Mehrzahl von Produktionsanlagen in Eigenregie konstruiert, gebaut, in Betrieb genommen und basierend auf gemachten Produktionserfahrungen stetig weiter optimiert.

Mit dieser Vorgehensweise und gepaart mit der überdurchschnittlichen Ausstattung von persönlichem Know-how konnten wir uns bei der Lösung von Problemen bei unseren Großkunden qualifizieren und sind sehr zuversichtlich, künftigen Problemstellungen seitens unserer Kundschaft positiv entgegenzutreten und somit eine kooperative, längerfristige Geschäftsbeziehung sicherzustellen.

COATEC stimmt relevante Entwicklungen mit der Muttergesellschaft Praxair Surface Technologies GmbH ab und kann dort entwickelte Prozesse übernehmen sowie die Laborkapazitäten nutzen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung und deren Rahmenbedingungen lassen sich auf Grund von eigenen Beobachtungen und Kundengesprächen sowie aus Kommentaren der Fachliteratur, wie International Turbomachinery und Forecast International, in Bezug auf unsere Geschäftstätigkeit wie folgt darstellen:

Im Bereich der Beschichtung von Turbinenschaufeln für stationäre Gasturbinen (IGT) herrschte während des Geschäftsjahres bei COATEC eine deutlich schwächere Nachfrage (-36%) als im Geschäftsjahr 2016. Hauptgründe hierfür sind die stark gesunkenen Umsätze mit zwei Hauptkunden. Ursächlich hierfür ist der bei unseren Kunden starke weltweite Rückgang für große Gasturbingen durch Verzögerungen bei Projekten im Nahen und Mittleren Osten sowie die Zurückhaltung von Kunden wegen der fortwährenden Unsicherheiten wegen möglicher Anpassungen der Marktstruktur gepaart mit einem schwachen Zuwachs bei der Energie. Im Bereich der Gasturbinen hat sich der Markt in den vergangenen drei Jahren massiv verändert. Der Weltmarkt für große Gasturbinen hat sich von 300 auf 120 Maschinen pro Jahr reduziert. Dies wird auch an den von den großen OEM GE und Siemens angekündigten Anpassungen (weltweit: GE Power 12.000 Mitarbeiter, Siemens Energy 6.900 Mitarbeiter) sichtbar. Hervorgerufen durch eine verstärkte Erzeugung durch regenerative Energieträger und ein Wiedererstarken der Kohletechnologie, auch wenn dies Umweltzielen nicht zuträglich ist. Dazu kommt ein erheblicher Kostendruck und dadurch auch Verschiebungen in den eingesetzten Technologien (Bsp. HVOF/APS flash anstatt LPPS), was zu einer erhöhten Konkurrenzsituation führt. Durch vermehrte dezentrale Energieversorgung erreichen die mittleren und kleinen Gasturbinen größere Marktanteile, sind aber aufgrund der Größe im Umsatzvolumen weniger wirksam.

Für 2018 erwartet COATEC daher nur eine leichte Erholung in diesem Segment (+4% gegenüber 2017). Für 2019 wird aus heutiger Sicht von einem ähnlichen Umsatzniveau wie für 2018 ausgegangen.

Im Bereich der graphischen Industrie hat sich die Übersättigung des Marktes mit Druckkapazitäten bislang nicht aufgelöst und es finden Konzentrationsprozesse in der Branche statt, die auch zur Stilllegung einiger Druckereien in Europa geführt haben. Es herrscht bei allen Maschinenherstellern weiterhin ein hoher Kostendruck. Darüber hinaus drängen immer mehr Digitaldruckmaschinen in den Markt, die im Segment der niedrigen Druckauflagen den konventionellen Bogendruckmaschinen Konkurrenz machen.

Unsere innovativen Produkte sind allerdings größtenteils durch Alleinstellungsmerkmale gekennzeichnet und finden deutlich stärker als früher im Endverbrauchermarkt (Druckereien) ihre Absatzmärkte. Manche Druckerei hat ihre Investitionen in neue Druckmaschinen nicht umgesetzt und hält mit Ersatzteilen die Altmaschinen produktionsbereit bzw. modernisieren diese. Daher erhalten wir in zunehmendem Maße Aufträge zur Reparatur, Instandsetzung bzw. Modernisierung gebrauchter Druckmaschinenkomponenten. Mit unseren Produkten für die grafische Industrie haben wir uns im Branchenvergleich gut entwickelt und erreichten in 2017 annähernd das erhöhte Umsatzniveau des Vorjahres (-6,8% nach einem plus von 40% im Vorjahr). Für 2018 rechnet das Unternehmen mit etwas geringeren Umsätzen in diesem Segment als in 2017.

Im Bereich General Engineering hat sich ein dauerhafter Kundenstamm aus den Branchen Maschinenbau und Verfahrenstechnik etabliert, der überwiegend die elektrische Isolation von Maschinenbauteilen oder Beschichtungen zur Lösung von Verschleißproblemen benötigt. Am Wachstum der Windkraftanlagen partizipieren wir indirekt, da diese Maschinen mittlerweile vielfach mit stromisolierten Lagern aus unserer Fertigung versorgt werden. Insofern haben sich unsere Investitionen in Produktionskapazität und Automatisierung als marktgerecht erwiesen. Diese Produkte für die elektrische Isolation hochwertiger Maschinenbauelemente nehmen im Bereich General Engineering einen dominanten Raum ein, weil es zur elektrischen Isolation keine vernünftige Alternative gibt und dieser Markt langfristig wachsen wird. Allerdings wurde bei einem Großkunden in 2017 gegenüber 2016 ein Umsatzrückgang von ca. € 1,2 Mio. in diesem Segment realisiert. Grund hierfür war die weltweit geringere Nachfrage bei diesem Kunden. Für 2018 gehen wir wieder von einem Zuwachs von ca. € 0,6 Mio. Euro in diesem Segment aus, da die Nachfrage speziell von unserem Großkunden wieder angezogen hat.

Ende Q3 2017 wurde die strategische Entscheidung getroffen, einen neuen Geschäftsbereich Luftfahrt aufzubauen. Dies drängte sich auf, da der vorhandene Leistungsumfang des Bereichs IGT auch für den neuen Bereich Luftfahrt genutzt werden kann. Hierzu wurde begonnen die notwendigen Vorrausetzungen für die Umsetzung der DIN 9100 und NADCAP Zertifizierung im Jahre 2018 in die Wege zu leiten. Im Bereich Luftfahrt wird bereits im nächsten Geschäftsjahr 2018 - parallel zu den notwendigen Auditierungen - mit ersten nennenswerten Umsätzen gerechnet (2018 Plan: ca. € 1,5 Mio.). Durch diesen Bereich soll auf mittelfristige Sicht der gesunkene Umsatz aus dem Bereich IGT kompensiert werden.

2.2. Personal- und Sozialbereich

In 2017 reduzierte sich die Mitarbeiterzahl inklusive Auszubildenden zum Bilanzstichtag von 264 auf 254.

Um die wirtschaftlichen Folgen des Umsatzrückgangs in 2017 abzumildern und zur Überbrückung der vorübergehend eingeschätzten Unterauslastung hat das Unternehmen ab März 2017 (bis einschließlich Monat September) in Teilbereichen Kurzarbeit eingeführt. Auf Grund der anhaltend reduzierten Nachfrage unserer Hauptkunden im Gasturbinenbereich wird das Unternehmen in 2018 jedoch voraussichtlich weitere Stellen abbauen.

Im Produktionsbereich wird überwiegend im 2 bis 3-Schichtbetrieb gearbeitet.

Mitarbeiter haben an internen Schulungsprogrammen wie auch an externen Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogrammen teilgenommen.

Unser Unternehmen bildet in der Produktion aus und stellt 6 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

2.3 Umweltschutz

Der Umweltschutz ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Um diese Unternehmensphilosophie zu unterstreichen wurde unsere ISO 14001 Zertifizierung durch DNV GL erneuert. Die gesetzlichen Vorgaben werden als Mindestmaß vorgegeben und strikt beachtet.

Zur Abdeckung von eventuell bestehenden Umweltrisiken wurden entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

2.4. Geschäftsentwicklung

Die Gesamtumsatzerlöse betrugen T€ 24.406. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Umsatzreduzierung von -27,8 % zu verzeichnen. Der Bereich stationäre Gasturbinen für die Stromerzeugung mit T€ 14.305 (Vorjahr: T€ 22.427) ist weiterhin unser Hauptumsatzträger, der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 58,6 %. In 2017 ist eine Umsatzreduzierung von T€ 8.122 (-36 %) gegenüber 2016 in diesem Segment zu verzeichnen.

Im Bereich der grafischen Industrie ist gegenüber dem Vorjahr eine leichte Umsatzreduzierung von 6,8 % und im Bereich General Engineering eine erwartungsgemäße Reduzierung von 12,5 % festzuhalten.

Der stichtagsbezogene Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresende um 22,0 %, was vor allem durch längerfristige Entwicklungsaufträge aus Vormonaten resultiert.

2.4.1. Produktion

Im Geschäftsjahr 2017 wurden die Produktionsabläufe hinsichtlich der Durchlaufzeiten analysiert und verbessert. Dies wird in 2018 durch einzelne Projekte mit externer Unterstützung intensiviert. In 2017 wurde ein "PlazJet System" beschafft mit einem Investitionsvolumen in Höhe von T€ 338, um eine höhere Wirtschaftlichkeit bei der Beschichtung neuerer Wärmedämmschicht-Systeme zu erzielen. Zusätzlich wurde eine Vielzahl kleinerer weiterer die Produktivität verbessernde Investitionen getätigt.

Unser Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001 - 2000 und DIN EN ISO 14001 durch die DNV GL zertifiziert und darüber hinaus wurden turnusgemäß interne Audits durch unsere Großkunden erfolgreich durchgeführt.

COATEC hat die Auditierung nach DIN EN 9100 im November 2017 mit Zertifikat abgeschlossen. Weiterhin wird die Qualifizierung der speziellen Prozesse nach "NADCAP" angestrebt (voraussichtliches Zertifizierungsaudit im November 2018).

Anfang 2018 wurden wichtige neue Projekte - unter Einbeziehung auch externer Berater - zur Verbesserung der Durchlaufzeiten zur Stärkung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit gestartet.

2.4.2. Beschaffung

Mit unseren Hauptlieferanten von Gasen, Pulvern und Rohmaterialien wurden auf Basis der bisher bezogenen Kontingente und der prognostizierten Volumen für das laufende Geschäftsjahr die Preise neu verhandelt und teilweise festgeschrieben.

2.4.3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2017 wurden im Wesentlichen Rationalisierungsinvestitionen getätigt, wie die Umgestaltung im LPPS-Bereich. Zudem wurde in ein neues "PlazJet-System investiert, welches höhere Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung von Wärmedämmschicht-Systemen ermöglicht. Darüber hinaus wurde in Sicherheitstechnik investiert.

Für 2018 bzw. 2019 plant COATEC erhebliche Investitionen für weitere Rationaliserungsprojekte sowie die Erweiterung bestimmter vorhandener Anlagenkapazitäten als auch in neue Techniken, um für unsere Kunden auch weiterhin als innovatives Unternehmen attraktiv zu bleiben.

2.4.4. Finanzierung

Die Gesellschaft finanziert sich hinsichtlich des langfristig gebundenen Vermögens durch Eigenkapital. Das Gesellschafterdarlehen wurde Ende 2017 getilgt. Das laufende Geschäft wird überwiegend selbst finanziert; darüber hinaus ist die Gesellschaft in den Cash-Pool im Konzern eingebunden. Auf Grund der Integration in den Konzern besteht keine Notwendigkeit, weitere Vereinbarungen zur Einräumung von wesentlichen Kreditlinien mit Banken vorzunehmen.

2.5. Lage der Gesellschaft

2.5.1. Vermögens- und Finanzlage

Sachinvestitionen wurden in Höhe von T€ 865 getätigt bei planmäßigen Abschreibungen von T€ 1.877. Die Bilanzsumme reduziert sich von T€ 36.084 auf T€ 22.807 im Wesentlichen durch die Rückführung des Darlehens über T€ 12.719 an die Muttergesellschaft. Das Eigenkapital beträgt T€ 15.726 zum 31. Dezember 2017 gegenüber T€ 15.223 zum Vorjahr. Somit beträgt die Eigenkapitalquote 69 % nach 42 % im Vorjahr.

Aufgrund des geringeren Volumens reduzierten sich die Lieferforderungen um T€ 1.223 auf T€ 4.265 und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 514 auf T€ 357.

Bei den Rückstellungen sind die Pensionsrückstellungen um T€ 717 gestiegen, was im Wesentlichen durch die Zinssenkung begründet ist. Aufgrund des rückläufigen Ergebnisses sind die Steuerrückstellungen um T€ 425 auf T€ 0 zurückgegangen. Die Abnahme der sonstigen Rückstellungen von T€ 1.537 auf T€ 720 betrifft im Wesentlichen die Restrukturierungsrückstellungen und die Garantierückstellungen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergibt sich unter Einbeziehung der Rückführung eines Darlehens (T€ 12.719) an die Muttergesellschaft ein entsprechende Verminderung der flüssigen Mittel. Die Gesellschaft ist in den Cash-Pool der Praxair - Gruppe einbezogen. Die Cash-Pool Forderungen belaufen sich auf T€ 8.571 nach T€ 19.718 im Vorjahr.

2.5.2. Ertragslage

Der Umsatz lag mit T€ 24.406 um T€ 9.387 unter dem Vorjahr. Das EBIT von T€ 1.221 im laufenden Geschäftsjahr lag entsprechend um T€ 6.398 unter dem Vorjahresergebnis. Die erwirtschafteten Umsatzerlöse sowie das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in 2017 entsprechen nahezu unserer Vorjahresprognose:

Prognose 2017
T€
Ist 2017
T€
Umsatzerlöse 24.160 24.406
EBIT 1.360 1.221

Die Umsatzrentabilität ist aufgrund des stark gesunkenen Umsatzes bei einem entsprechenden Rückgang des Materialaufwands, leicht rückläufigen betrieblichen Aufwendungen (geringeres Volumen, Kurzarbeit in Teilbereichen) und stabilen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr von 22,5 % auf 5,0% zurückgegangen. Im Wesentlichen ist dies auf den Umsatzrückgang bei den Beschichtungen von Turbinenschaufeln für stationäre Gasturbinen sowie im Bereich General Engineering zurückzuführen.

Nach Berücksichtigung eines Zinsergebnisses auf Vorjahresniveau und Ertragssteuern von T€ 366 (Vorjahr T€ 2.143) ergibt sich einen Jahresüberschuss von T€ 503 nach T€ 5.148 im Vorjahr.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert. Hierzu gehört insbesondere die konjunkturelle Entwicklung in den für uns relevanten Absatzmärkten, in denen sich der Wettbewerb weiter intensivieren wird. Aufgrund unserer außerordentlich wettbewerbsfähigen Produkte, unserer technischen Kompetenz, Kraft zu Veränderungen und Anpassungsfähigkeit an veränderte Rahmenbedingungen sind wir zuversichtlich, uns auch zukünftig erfolgreich auf unseren Märkten zu behaupten und neue Märkte und neue Kunden in bestehenden Märkten (aktuell: Beschichtungen für die zivile Luftfahrt) hinzu gewinnen bzw. ausbauen zu können. Der Ausbau unseres Luftfahrtgeschäfts steht hierbei im Fokus.

Im Rahmen eines Planungs- und Controlling - Prozesses (Frühwarnsystem) erfassen, analysieren und bewerten wir kontinuierlich die technischen und kaufmännischen Rahmenbedingungen sowie die unternehmerischen Chancen und Risiken in den einzelnen Geschäftsfeldern.

4.2. Betriebsrisiken und finanzwirtschaftliche Risiken

Entlang unserer Wertschöpfungskette betreiben wir ein System von Wartung und Qualitätssicherung, um mögliche Produktionsausfälle, die unser Ergebnis beeinträchtigen können, zu vermeiden.

Produkt- und Umweltrisiken begegnen wir mit Qualitäts- und Prozesssicherungssystemen, die eine hohe Produktqualität gewährleisten, das Risiko von Umweltschäden minimieren sowie störungs- und unfallfreie Betriebsabläufe ermöglichen.

Preis- und Absatzrisiken:

Dem heute bestehenden Preisdruck auf verschiedenen wichtigen Märkten begegnen wir mit Steigerungen der Produktivität.

Absatzrisiken werden durch Einholung von Bonitätsmerkmalen bei Neukunden sowie durch enge Kooperationen mit unseren Schlüsselkunden minimiert. Auf Grund des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes wird zwischenzeitlich bei allen Kunden das Ausfallrisiko in Form von Einholung aktueller Auskünften und Branchenindikatoren laufend neu bewertet.

Durch die Gewinnung von weiteren Großkunden im Bereich Beschichtung für stationäre Gasturbinenteile und die Qualifizierung für Serienteile konnte eine Risikodiversifikation herbeigeführt werden.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft im überschaubaren Umfang ausgesetzt. Zur Vorbeugung von Forderungsausfällen haben wir ein sehr straffes Mahnsystem integriert. Insbesondere besteht ein enger, zeitnaher Kontakt zu den Verantwortlichen bei unseren Großkunden.

Der Bestand unserer Kundenforderungen beträgt per 31. Dezember 2017 T€ 4.265, wobei lediglich überfällige Forderungen mit 30 Tagen und mehr von T€ 9 bestanden. Es wurden keine Einzelwertberichtigungen gebildet. Wesentliche Währungsrisiken sind nicht gegeben, da wir ganz überwiegend in Euro fakturieren.

Unser Qualitätssystem ist nach DIN EN ISO 9001 - 2000 und DIN EN ISO 14001 zertifiziert.

Für Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, die finanzielle Risiken begrenzen bzw. ausschließen. Der Versicherungsschutz wird laufend überprüft und bedarfsorientiert angepasst.

Gegenwärtig und für die nahe Zukunft sind keine den Fortbestand von COATEC gefährdenden Risiken erkennbar.

4.3. Chancen

Unsere Chancen sehen wir in der Weiterentwicklung und Verbesserung der von uns eingesetzten Verfahren und Technologien. Durch die fortlaufenden Verbesserungen und Weiterentwicklungen erwarten wir, die Kooperation mit unseren Großkunden weiter zu intensivieren, noch weitere Großkunden zu gewinnen und unseren Marktanteil auszuweiten.

COATEC hat die Auditierung nach DIN EN 9100 im November 2017 erfolgreich abgeschlossen. Weiterhin wird die Qualifizierung der speziellen Prozesse nach "NADCAP" (National Aerospace and Defense Contractors Accreditation Program) angestrebt (voraussichtliches Zertifizierungsaudit im November 2018). Neben gegebenenfalls zusätzlichen Sachinvestitionen bilden die vorgenannten Zertifizierungen die Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Markteintritt und in die Fertigung von Teilen für die zivile Luftfahrt.

5. Prognosebericht

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2018 wird insbesondere durch das Verhalten der Märkte für große Gasturbinen bestimmt. Die Entwicklung neuerer, effizienterer Gasturbinen durch die Haupt OEMs wird sich in den kommenden Jahren langsam bemerkbar machen. Diese großen Gasturbinen bieten Vorteile für den Ersatz von Kohlekraftwerken, um die CO 2 Emissionen deutlich zu verringern. Gleichzeitig können sie die Schwankungen der regenerativen Energieträger ausgleichen, da sich Gasturbinen durch schnelle An- und Abfahreigenschaften auszeichnen. Durch die Übernahme der Aktivitäten der ehemaligen Alstom durch Ansaldo gibt es einen weiteren OEM mit dem COATEC eng zusammen arbeitet und derzeit diverse Bemusterungsprojekte durchführt. Dadurch ist COATEC bei nahezu allen Wettbewerbern im Markt an der Herstellung der neuen Maschinen beteiligt.

Ebenso zuversichtlich sehen wir unsere Neuprodukte im Bereich der grafischen Industrie, bei denen es sich um Nischenprodukte handelt, die erst am Anfang ihres Produktlebensdauerzyklus sind. Die Nachfrage nach Beschichtungsanwendungen in der grafischen Industrie wird sich merklich von den Maschinenherstellern zu den Endverbrauchern verlagern.

Die elektrische Isolation hochwertiger Rollenlager ist das wichtigstes Produkt unseres Geschäftsfeldes "General Engineering". Hier zeichnet sich in 2018 eine Erholung im Vergleich zu 2017 ab.

Ausblick 2018: Leichtes Wachstum im Bereich General Engineering und bei den stationären Gasturbinen, erste Umsätze im Bereich Luftfahrt (plus € 1,5 Mio.) und stabile Umsätze im Segment grafische Industrie. Insgesamt geht das Unternehmen davon aus, dass die Umsätze wieder um ca. € 2,5 Mio. gegenüber 2017 steigen werden, wovon der größte Teil auf den neuen Bereich Luftfahrt entfällt. Wir rechnen mit einem positiven Ergebnis in Höhe von € 1,3 Mio. (EBIT) nach Berücksichtigung eines entsprechenden Aufwands für die weitere Reduzierung von Mitarbeitern.

In den Folgejahren (ab 2019) rechnen wir vor allem wegen weiter steigenden Umsätzen im Bereich "Luftfahrt" wieder mit steigenden Gesamtumsätzen bei entsprechender Ergebnisverbesserung. Für die Bereiche "General Engineering" und graphische Industrie" rechnen wir in 2019 mit Umsatzerlösen und Ergebnissen auf dem Niveau von 2018. Im Segment "Gasturbinenschaufeln" rechnen wir bei leicht steigenden Umsätzen gegenüber 2018 und den abgeschlossenen Projekten zur Effizienzsteigerung wieder mit einem höheren Segmentergebnis.

 

Schlüchtern, den 15. Juni 2018

Die Geschäftsführung

Markus Kirst

Steven Cast

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.209,45 54.908,55
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 201.009,45 348.015,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.317.662,78 5.221.423,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 965.031,94 1.050.463,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.158.365,04 1.049.203,17
  6.642.069,21 7.669.106,29
  6.704.278,66 7.724.014,84
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.727.924,54 1.833.110,92
2. Unfertige Erzeugnisse 399.062,61 522.314,26
3. Fertige Erzeugnisse 157.221,89 146.507,85
  2.284.209,04 2.501.933,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.265.051,31 5.488.143,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.579.408,46 19.718.174,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 960.589,55 641.660,30
  13.805.049,32 25.847.977,77
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 890,01 1.122,01
  16.090.148,37 28.351.032,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.034,47 9.372,30
  22.807.461,50 36.084.419,95

Passiva

   
  31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
II. Kapitalrücklage 3.110.657,28 3.110.657,28
III. Gewinnvortrag 11.987.733,37 6.839.078,16
IV. Jahresüberschuss 502.624,04 5.148.655,21
  15.726.014,69 15.223.390,65
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 5.783.657,00 5.066.262,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 425.214,04
3. Sonstige Rückstellungen 719.778,56 1.537.348,24
  6.503.435,56 7.028.824,28
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.632,00 16.929,29
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 356.767,84 871.013,80
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.675,47 12.819.176,60
(davon gegenüber Gesellschaftern € 55.285,50; Vorjahr € 12.724.637,73)    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 119.935,94 125.085,33
(davon aus Steuern € 119.891,43; Vorjahr € 124.979,13)    
  578.011,25 13.832.205,02
  22.807.461,50 36.084.419,95

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2016
1. Umsatzerlöse 24.405.900,19 33.793.043,40
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -112.537,61 -181.239,93
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 89.147,27 68.624,82
4. Sonstige betriebliche Erträge 570.561,34 290.839,10
(davon aus Währungsumrechnung € 1.824,26; Vorjahr € 3.309,30)    
  24.953.071,19 33.971.267,39
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -2.373.979,31 -3.600.474,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -924.234,56 -897.641,91
  -3.298.213,87 -4.498.116,75
  21.654.857,32 29.473.150,64
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -10.242.592,24 -11.314.638,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.646.424,30 -2.381.098,38
(davon für Altersversorgung € 628.760,96; Vorjahr € 276.233,80)    
  -12.889.016,54 -13.695.736,48
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.903.960,13 -1.887.434,92
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.640.412,78 -6.270.640,28
(davon aus Währungsumrechnung € 26.719,92; Vorjahr € 17.349,35)    
  1.221.467,87 7.619.338,96
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 671,49 7.949,54
(davon aus verbundenen Unternehmen € 671,49; Vorjahr € 282,54)    
(davon aus Abzinsung € 0,00; Vorjahr € 7.019,00)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -352.825,97 -335.431,15
(davon an verbundene Unternehmen € 142.445,97; Vorjahr € 143.977,03)    
(davon aus Aufzinsung € 203.361,00; Vorjahr € 185.240,00)    
  -352.154,48 -327.481,61
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -366.259,35 -2.143.270,14
12. Ergebnis nach Steuern 503.054,04 5.148.587,21
13. Sonstige Steuern -430,00 68,00
14. Jahresüberschuss 502.624,04 5.148.655,21

Anhang 2017

Allgemeine Angaben

Die COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH hat ihren Sitz in Schlüchtern und ist unter der HR B-Nr. 92555 im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Darstellung der Ergebnisrechnung richtet sich nach den handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften für das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen und die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen entgeltlich erworbenen EDV-Programme sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich aufgelaufener Abschreibung, angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialkosten, Lohnkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren und sind unverändert gegenüber dem Vorjahr. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 410,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen zum Bilanzstichtag erfolgt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden ausgehend von den voraussichtlichen Verkaufserlösen retrograd bewertet. Für nicht aktivierungsfähige Kosten und für den Unternehmensgewinn wurden Abschläge je nach Fertigungsgrad zwischen 30 % und 50 % vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung von 2 % der Nettoforderungen berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten vorausbezahlte Ausgaben für Aufwendungen des nächsten Geschäftsjahres.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abzuzinsen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde ein Zinssatz von 3,68 % (Stand 31. Dezember 2017, Deutsche Bundesbank), jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % zugrunde gelegt. Aufgrund der Struktur der Anspruchsberechtigten wurde eine Fluktuationsrate von 0,0 % unterstellt. Die Auswirkung der Änderung des Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen liegen um T€ 427 (Vorjahr T€ 535) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2017 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank) abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit den konzerneinheitlichen Kursen gemäß den Konzernrichtlinien zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebene Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr sind aus dem beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 8.571 (Vorjahr T€ 19.718) Forderungen aus dem Cash-Pool und mit T€ 8 (Vorjahr T€ 0) den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Das Stammkapital unserer Gesellschaft beträgt € 125.000,00. Der alleinige Gesellschafter ist die Praxair Surface Technologies GmbH, Ratingen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsrückstände und Überstunden sowie sonstigen Verpflichtungen im Personalbereich (T€ 438) und für ausstehende Rechnungen und Stromkosten (T€ 188).

Wie auch im Vorjahr haben die Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 68 (Vorjahr T€ 101) den Lieferungs- und Leistungsverkehr (davon T€ 55; Vorjahr T€ 6 gegenüber Gesellschaftern) sowie mit T€ 0 (Vorjahr T€ 12.719) die Gesellschafterkonten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

2017
T€
2016
T€
Beschichtung von Turbinenkomponenten 14.305 22.427
Beschichtung für graphische Industrie 2.364 2.537
General Engineering 7.737 8.829
  24.406 33.793

Die Umsätze wurden zu 53,1% mit Kunden im Inland und zu 46,9% mit Kunden im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 475 aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich wie folgt:

1 Jahr
T€
2-5 Jahre
T€
Summe
T€
Mietverpflichtung Gebäude 697 1.428 2.125
Leasingverpflichtungen Pkw 35 45 80
Sonstige Leasingverpflichtungen 9 19 28

Bei den Leasingverträgen handelt es sich im sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen. Dazu gehören auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Mit verbundenen Unternehmen wurden folgende wesentliche Geschäfte getätigt:

T€
Bezug von Lieferungen 1.145
Bezug von Dienstleistungen 195
Zinsaufwendungen 142
Zinserträge < 1

Wir verweisen auch auf die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen und die in Zinsaufwendungen und -erträge enthaltenen Beträge. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH setzt sich wie folgt zusammen:

 

Steven Cast, General Manager North Europe der Praxair Surface Technologies, Batheaston / Vereinigtes Königreich

 

Markus Kirst, Büttelborn

Herr Kirst übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben, weil nur Herr Kirst Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft belaufen sich auf T€ 791. Die Bezüge von ehemaligen Geschäftsführern der Gesellschaft belaufen sich auf T€ 90.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen und beläuft sich auf T€ 34.

Arbeitnehmerzahl

Im Jahresdurchschnitt belief sich die Mitarbeiterzahl auf 254 (Vorjahr 264). Sie gliedert sich wie folgt auf:

Angestellte Mitarbeiter: 74 (77)
Gewerbliche Mitarbeiter: 180 (187)

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Konzernobergesellschaft

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der Praxair Euroholding S.L., Madrid/Spanien, und der für den größten Kreis verbundener Unternehmen wird von der Praxair Inc., Danbury, Connecticut/USA, erstellt. Der Konzernabschluss der Praxair Euroholding S.L. wird in deutscher Sprache beim Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Praxair Inc. ist unter www.praxair.com veröffentlicht.

Die Gesellschaft hat als verbundene Unternehmen alle Unternehmen angesehen, an der die Praxair Inc., Danbury, Connecticut/USA, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schlüchtern, den 15. Juni 2018

Die Geschäftsführung

Markus Kirst

Steven Cast

Entwicklung des Anlagevermögens 2017

Anschaffungskosten
01.01.2017
Zugänge
Umbu - chungen
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 300.210,61 19.375,00 14.698,80 334.284,41
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.752.789,10 0,00 0,00 2.752.789,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.191.035,05 161.680,98 394.021,98 30.746.738,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.829.944,57 62.590,08 122.695,24 5.015.229,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.049.203,17 640.577,89 -531.416,02 1.158.365,04
  38.822.971,89 864.848,95 -14.698,80 39.673.122,04
  39.123.182,50 884.223,95 0,00 40.007.406,45
Abschreibungen
01.01.2017
Zugänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 245.302,06 26.772,90 272.074,96
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten      
auf fremden Grundstücken 2.404.773,30 147.006,35 2.551.779,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.969.611,06 1.459.464,17 26.429.075,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.779.481,24 270.716,71 4.050.197,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
  31.153.865,60 1.877.187,23 33.031.052,83
  31.399.167,66 1.903.960,13 33.303.127,79
Restbuchwerte
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.209,45 54.908,55
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 201.009,45 348.015,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.317.662,78 5.221.423,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 965.031,94 1.050.463,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.158.365,04 1.049.203,17
  6.642.069,21 7.669.106,29
  6.704.278,66 7.724.014,84

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH, Schlüchtern

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH, Schlüchtern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH, Schlüchtern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen- des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. Juni 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Dr. Dieter Hovenjürgen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Richard Hindmarsh, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde am 18. Februar 2019 festgestellt.

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