Miedl GmbH
Bahnhofstraße 47, 83093 Bad Endorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Angelika Franziska Miedl seit 9.1.2003 | Geschäftsführer |
Manfred Georg Peter Miedl seit 5.4.2001 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Miedl GmbHBad EndorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Miedl GmbH, Bad EndorfA. Geschäftsmodell Geschäftstätigkeit Unsere Geschäftstätigkeit umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Backwaren und Konditoreierzeugnissen. Die von uns hergestellten Waren werden einerseits über unseren Großhandelsbereich an eine Vielzahl von Großabnehmern vertrieben. Andererseits verfügt unser Unternehmen über ein eigenes Netz an Verkaufsfachgeschäften in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. In diesen Verkaufsfachgeschäften werden neben den von uns produzierten Back- und Konditoreiwaren auch Snacks, Kaffee und sonstige Getränke zur Mitnahme oder zum Vor-Ort-Verzehr angeboten. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Backwaren sowie der Vertrieb von Lebensmitteln und Gemischtwaren. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Konjunktur Krisen, Kriege, Konsumflaute: Die deutsche Wirtschaft steckt im Tief. Im vergangenen Jahr ist Europas größte Volkswirtschaft in die Rezession gerutscht. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes schrumpfte die preisbereinigte Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. Im Jahr zuvor hatte es nach jüngsten Berechnungen noch 1,8 Prozent Wachstum gegeben. Milliardenhilfen in der Energiekrise drückten den deutschen Staatshaushalt im vergangenen Jahr ins Minus. Der aktuelle Sparzwang infolge des Karlsruher Richterspruchs zum zweiten Nachtragshaushaltsgesetz lässt für 2024 wenig Optimismus aufkommen, was staatliche Konjunkturmaßnahmen angeht. Doch Ökonomen sehen auch manches Hoffnungszeichen. Im Jahr 2023 dümpelte die Konjunktur vor sich hin. Nach neuen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gab es im ersten Quartal ein Miniwachstum von 0,1 Prozent. Im zweiten und dritten Vierteljahr stagnierte die Wirtschaft. Im Schlussquartal 2023 schrumpfte die Wirtschaftsleistung in Europas größter Volkswirtschaft einer ersten Schätzung der Wiesbadener Behörde zufolge preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zum Vorquartal. "Die deutsche Wirtschaft bewegt sich seit fast vier Jahren in einem nahezu andauernden Krisenmodus", hielt jüngst das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) fest. Auf die Corona-Krise folgte im Februar 2022 der russische Angriff auf die Ukraine, der die Preise für Energie und Nahrungsmittel zeitweise extrem steigen ließ. Der Nahostkonflikt sorgt für neue Unsicherheit, zudem triff die jüngste Haushaltskrise Deutschland in einem Moment wirtschaftlicher Schwäche. Bei den Preisen dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher Entspannung erwarten. Volkswirte rechnen damit, dass der Preisdruck im laufenden Jahr nachlassen wird, wenn auch nicht so rasch wie erhofft. Denn die Anhebung des CO 2 -Preises von 30 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO 2 ) auf 45 Euro zu Jahresbeginn sowie die Rückkehr zur höheren Mehrwertsteuer in der Gastronomie dürften die Preise anheizen. Die beiden vergangenen Jahre waren mit 6,9 Prozent (2022) und voraussichtlich 5,9 Prozent (2023) Inflation im Jahresschnitt die beiden zweitteuersten Jahre seit der Wiedervereinigung. Ökonomen gehen davon aus, dass sich der private Konsum mit sinkender Inflationsrate und steigenden Löhnen allmählich erholen wird. Dass zuletzt die Bauzinsen wieder gesunken sind, könnte zudem die Bauwirtschaft ankurbeln. https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/fragen-antworten-deutsche-wirtschaft-im-tief-was-bringt-2024/ar-AA1mZKUA 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Bäcker Branche leidet unter den stark gestiegenen Energiekosten. Aber das sind bei Weitem nicht die einzigen Probleme der Unternehmen. Steigende Rohstoffkosten, Fachkräftemangel und der höhere Mindestlohn belasten die Bäckereien noch stärker. Dennoch sind Backwaren, wie Brot und Brötchen bei der Bevölkerung weiterhin sehr beliebt. Die Einkaufsmenge Brot je Haushalt ist in Deutschland gestiegen und liegt derzeit bei rund 40,7 Kilogramm. Misch- und Toastbrot stellen die beliebtesten Brotsorten dar. Der Anteil am Toastbrot lag in 2023 bei 28,3 %. Die überwiegende Mehrzahl der Verbraucher in Deutschland kauft ihr Brot und ihre Brötchen beim Bäcker. Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz durch den Lebensmitteleinzelhandel und Selbstbedienungskonzepte (wie z.B. BackWerk und Back-Factory) ist die Zahl der Betriebe im Bäckerhandwerk tendenziell rückläufig. Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 9.242 Bäckereibetriebe, im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 365 zurückgegangen. Zusätzlich zu den aktuell 9.242 Meisterbetrieben kommen rund 35.000 Filialen, wodurch sich eine Gesamtzahl von etwa 45.000 Verkaufsstellen ergibt. 1 3. Verlauf des Geschäftsjahres 2023 Trotz der eingeschränkten Kauflaune der Kunden, des Ukraine Krieges und steigender Inflationsrate, ist eine starke Nachfrage an unseren Produkten zu spüren. Ertragslage
Ergebnissituation Die Gesamtumsatzerlöse liegen mit 16.367 T€ um 1.235 T€ über dem Vorjahr. Der Rohertrag lag bei 13.528 T€ (Vorjahr: 12.389 T€) und damit mit 1.137 T€ über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür war das weitere Umsatzwachstum bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Materialeinsatzquote. Gegenläufig haben sich die Personalaufwendungen durch Neueinstellungen sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen zusammen mit den Betriebskosten sowohl absolut als auch quotal leicht erhöht. Infolgedessen liegt das Betriebsergebnis mit 5,8 % leicht unterhalb des Vorjahres (7,2 %). Nach Abzug von Ertragsteuern belief sich der Jahresüberschuss auf 764 T€ und befindet sich somit in etwa auf dem Vorjahresniveau (779 T€).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug insgesamt 1.619 T€ (Vorjahr 1.835 T€). Das Ergebnis vor Steuern betrug 1.033 T€ (Vorjahr: 1.122 T€). Vermögenslage
Die Miedl GmbH verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2023 über ein Eigenkapital in Höhe von 3.901 T€ (Vorjahr 3.137 T€). Das positive Gesamtergebnis wirkte sich mit 764 T€ eigenkapitalerhöhend aus. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 67,3 % (Vorjahr 50,9 %). Es waren Steuerrückstellungen in Höhe von lediglich 10 T€ (Vorjahr 602 T€) zu bilden, da die Gesellschaft im Berichtsjahr bereits entsprechende Steuervorauszahlungen geleistet hat. Die gesamten Verbindlichkeiten lagen zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 1.404 T€ (Vorjahr 1.908 T€). Aufgrund der Reduzierung der Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten haben sich die liquiden Mittel entsprechend in 2023 reduziert. Die Bezahlung der Lieferanten erfolgt in der Regel innerhalb von 14 Tagen mit Skontoabzug. Das Zahlungsziel liegt in der Regel bei 30 Tagen. Finanzlage Die Finanzpolitik ist auf die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet. Risiken außerhalb der Geschäftstätigkeit sind weitestgehend auszuschließen. Die Liquiditätskennzahlen unserer Gesellschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die angegebenen Kennzahlen sind wie folgt definiert: Liquidität 1. Grades: Flüssige Mittel / Kurzfristige Verbindlichkeiten x 100 Liquidität 2. Grades: (Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen) / Kurzfristige Verb. x 100 Liquidität 3. Grades: (Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte) / Kurzfristige Verb. x 100 Working Capital: Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte - kurzfristige Verbindlichkeiten 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung der Miedl GmbH blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. 5. Finanziellen Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: a) Umsatzentwicklung b) EBITDA Der Umsatz steigt von 15.132 T€ um 1.235 T€ auf 16.367 T€ (bzw. um 8,16 %). Das EBITDA ist um 216 T€ gesunken, die Rendite (EBITDA/Leistung in %) ist mit 9,9 % weiterhin gut. Die Vorjahresprognose konnte sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA aufgrund der zum Teil abklingenden Auswirkungen der Ukraine-Krise übertroffen werden. Risiko- und Chancenbericht Langfristiger Unternehmenserfolg in einem dynamischen Markt lässt sich nur erreichen, wenn Chancen frühzeitig erkannt und genutzt werden. Diese Notwendigkeit gehört zu den fundamentalen unternehmerischen Pflichten. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt. Diese beinhalten: Die Anwendung einheitlicher Richtlinien. Den Einsatz zuverlässiger Software. Die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals. Abweichungsanalysen und Maßnahmenpläne. Arbeitsanweisungen. Regelungen zur Vertretungsvollmacht. Maßnahmen zur Funktionssteuerung. Budgeterstellung und -verfolgung. Hierarchische Zahlungsfreigaben im 4-Augenprinzip. Das Unternehmen Miedl GmbH ist externen und internen Einflussfaktoren unterworfen, die das Geschäft mittel- oder unmittelbar beeinflussen können. Die Miedl GmbH klassifiziert diese Potentiale nach quantitativen und qualitativen Indikatoren. Diese so identifizierten Risiken und Chancen werden vom Management permanent geprüft. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Für Zwecke der Risikoüberwachung und Risikobewertung hat die Miedl GmbH die Risiken in folgende Risikoklassen eingeteilt: Klasse A - wesentliche Risiken Hierunter fallen Risiken, die im Falle ihres Eintritts möglicherweise den Bestand des Unternehmens gefährden und deren Verringerung oder Überwälzung durch entsprechende Steuerung nur begrenzt - oder gar nicht - möglich ist. Klasse B - akzeptable, aber dennoch relevante Risiken In diese Kategorie fallen Risiken, die entweder ein hohes Schadenspotenzial bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit haben oder bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ein geringes Schadenspotenzial. Klasse C - nicht relevante Risiken Risiken, die aufgrund ihres Schadensausmaßes sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als gering einzustufen sind. Durch eine permanente Evaluierung besteht frühzeitig die Möglichkeit, Probleme vorzubeugen, sie abzuwenden oder brachliegende Potenziale zur Wertschöpfung zu nutzen. Die Miedl GmbH setzt hier auf Strukturen der Kommunikation und der engen Einbindung der Geschäftsführung in die Steuerung des Unternehmens. So finden hier mindestens wöchentlich Gespräche mit der Produktions- und Verwaltungsleitung statt, die auch bei wichtigen Kundenterminen persönlich eingebunden wird. 1. Umfeldrisiken Gesamtwirtschaftliche Risiken (Klasse B) Trotz wachsender Europa-Skepsis in etlichen EU-Ländern bleibt festzuhalten, dass die Miedl GmbH aufgrund der geringen Exportquote in den Euro-Raum mit Deutschland einen Markt bedient, der sowohl in Bezug auf die Nachfrage nach günstigen Backwaren als auch in Bezug auf Wachstumsmöglichkeiten bei einer sich momentan nicht abzeichnenden wirtschaftlichen Abschwächung robust sein dürfte. Ukrainekrise (Klasse B) Große Verlierer des Ukraine Krieges sind das Gastgewerbe und die Gastronomiebereiche. Gestiegene Preise für Energie und Lebensmittel, zudem hohe Inflation sind deren Folgen des Ukraine Krieges. Energierisiken (Klasse C) Sowohl Produktion als auch Fachgeschäfte sind in erheblichem Umfang energieintensiv und auf eine jederzeit ausreichend verfügbare Stromversorgung angewiesen. Fachkräftemangel (Klasse B) Die Gründe für einen Fachkräftemangel sind vielfältig: Globalisierung, demografischer Wandel und eine stetig wachsende Wirtschaft sind nur einige Ursachen für den zunehmenden Mangel an qualifizierten Fachkräften. 2. Branchenrisiken Risiken in der Ausrichtung des backenden Handels und der Kunden (Klasse B) Der seit Gründung der Miedl GmbH anhaltende Trend zur Stärkung des Angebotes im backenden Handel aus der eigenen Backleistung kann grundsätzlich eines Tages nach vollständiger Markterschließung zum Erliegen kommen. Aufgrund der hohen Bedeutung des Frequenzbringers "Backware" für den Handel, ist eine vollständige Abkehr von diesem Marktsegment jedoch eher unwahrscheinlich. Der Prozess der Verschiebung der Marktanteile vom selbständigen Bäcker hin zum backenden Handel ist ungebrochen. 3. Leistungswirtschaftliche Risiken Lieferantenrisiken (Klasse B) Zur reibungslosen Versorgung mit Rohstoffen und Verpackungen ist die Miedl GmbH auf zuverlässige Lieferanten angewiesen. Für jeden wichtigen Rohstoff sind mehrere Lieferanten aktiv im Einsatz. Versorgungssicherheit geht vor Optimierung des Einkaufspreises. Bei starken Anstiegen wichtiger Bezugsartikel besteht ausreichend Zeit, kurzfristige starke Schwankungen abzuwarten. Logistikrisiken (Klasse C) Der hohe Durchsatz an Rohstoffen und Verpackungen für die mehrschichtige Produktion auf vielen Fertigungslinien erfordert eine Just-in-time-Belieferung durch die Lieferanten, die ausschließlich über die Straße erfolgt. Im Falle von Störungen der Verkehrsinfrastruktur kann es sowohl auf der Versorgungsseite, als auch auf der Abverkaufsseite zu Stockungen kommen, die eine Stilllegung von Produktionskapazitäten erforderlich machen könnte. Aufgrund der hohen Bedeutung der stark vernetzten Produktions- und Handelslogistik in Deutschland werden derartige Risiken jedoch als gering angesehen. 4. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzierungsrisiken (Klasse B) Durch die europäische Staatschuldenkrise, deren Ende weiterhin nicht absehbar ist, kann es in Zukunft auch für Industrie und Handel zu momentan nicht absehbaren Schwierigkeiten und Restriktionen bei der Kreditvergabe durch Banken kommen. Sowohl die Finanzierungsstruktur mit mehreren klassischen Kreditgebern als auch der Einsatz einer Reihe von Leasing-Finanzierungs-Gesellschaften sowie die Einräumung von Kontokorrentlinien durch alle Hausbanken, gepaart mit der starken Eigenkapitalstruktur sorgen hier für eine stabile Basis. Durch eine vorausschauende und täglich kontrollierte Cash- und Liquiditätsplanung wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sichergestellt. 5. Sonstige Risiken Risiken, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, bestehen im Rahmen der allgemeinen, nach heutigen Erkenntnissen noch nicht vorhersehbaren, branchenbezogenen bzw. konjunkturellen Entwicklung. In den letzten Jahren hat sich das Problem des Nachwuchsmangels bedenklich ausgeweitet, was sich an der Entwicklung der Azubi-Zahlen in den letzten Jahren widerspiegelt. Hier wirkt sich einerseits aus, dass die Anzahl der Schulabgänger aus demografischen Gründen gesunken ist und in den nächsten Jahren noch sinken wird. Darüber hinaus hat das Lebensmittelhandwerk für junge Menschen nicht den besten Ruf, was sich gerade im Bäcker- und Konditorenhandwerk - insbesondere auch angesichts unattraktiver Arbeitszeiten - auf die Bewerberzahlen auswirkt. 6. Chancen Die Krise bietet Chance zur Restrukturierung und zur Optimierung der bestehenden Prozesse Weiterhin bestehen Chancen durch Expansion im Filialbereich durch die Eröffnung neuer Filialen an guten Standorten. 7. Gesamtbewertung der Chancen-/Risikosituation Die Geschäftsführung der Miedl GmbH hält zum aktuellen Zeitpunkt die oben genannten Risiken für beherrschbar oder aufgrund ihrer geringen Wahrscheinlichkeit für vernachlässigbar. Sie erwartet zudem für die nächste Zeit keine beachtenswerte Verschiebung der gegenwärtigen Risiko- und Chancensituation. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten und die einen besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Die Geschäftsführung verweist dabei auf die solide Basis der Ertragskraft des Unternehmens als Garant für eine positive Geschäftsentwicklung. C. Prognosebericht Die Miedl GmbH strebt auch 2024 Beständigkeit und gesundes Wachstum an, sodass mit einem moderaten Anstieg im Umsatz und Ergebnis zu rechnen ist. Die finanzielle Lage wird sich aufgrund der planbaren Tilgung von Fremdkapital nochmals erheblich verbessern. 1 Quelle Statistiken zum Bäckerhandwerk in Deutschland | Statista BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Miedl GmbH hat ihren Sitz in Bad Endorf. Sie ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein Abteilung B, unter der Nummer 1919 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 HGB). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das bewegliche und unbewegliche Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der von der Gesellschaft ermittelten Nutzungsdauern der Wirtschaftsgüter vorgenommen. Die Bemessung der Nutzungsdauern erfolgt auf Basis der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Sonstige Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Pensionsrückstellung wurde für Anwartschaften und laufende Verpflichtungen gebildet und ist voll dotiert. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung wird mit dem Zeitwert des Anspruchs auf der Rückdeckungsversicherung saldiert und der Saldo unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht bezahlten Steuern des Vorjahres sowie noch nicht veranlagte Steuern des laufenden Jahres. Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die passiven latenten Steuern werden für Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Jahresergebnissen und den steuerlichen Einkommen angesetzt. Bewertungsbasis war die Summe dieser Unterschiede aus den vergangenen Jahren bis einschließlich des laufenden Geschäftsjahres. Die Berechnung erfolgte auf Grundlage der erwarteten zukünftigen Steuersätze. III. Bilanzerläuterungen 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 und die Entwicklung im Berichtszeitraum sowie die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 hierauf vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel. 2. Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 239 (Vorjahr: T€ 239). 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Beträge betreffen im Wesentlichen die Kautionen in Höhe von T€ 239 (Vj. T€ 239), debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 153 (Vj. T€ 24), Steuerforderungen in Höhe von T€ 24 (Vj. T€ 13), Forderungen aus dem Zahlungsverkehr in Höhe von T€ 46 (Vj. T€ 25) und die im Folgejahr abziehbarer Vorsteuern in Höhe von T€ 9 (Vj. T€ 43). 4. Rückstellungen In der Position Rückstellungen für Pensionen wird der Saldo aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 109 und dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 72 ausgewiesen. Dabei wurde die Pensionsrückstellung nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Für die Berechnung wurde ein Zinssatz von 1,82 % und Gehaltssteigerungen von 0,0 % angenommen sowie die Sterbetafel nach Heubeck aus dem Jahr 2018 verwendet. Bei den Rückstellungen aus Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Markzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 0. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von T€ 109 (Vj. T€ 65), Tantiemen in Höhe von T€ 78 (Vj. T€ 134), Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 45 (Vj. T€ 48) und sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 136 (Vj. T€ 136). 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht: Verbindlichkeitenspiegel per 31. Dezember 2023
Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Beträge betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt T€ 189 (Vj. T€ 220) und aus Steuern T€ 53 (Vj. T€ 352). Daneben waren Verbindlichkeiten aus Tantiemen T€ 134 (Vj. T€ 0), Verbindlichkeiten ggü Angelika Miedl T€ 16 (Vj. T€ 16) und sonstige Verbindlichkeiten T€ 57 (Vj. T€ 44) zu erfassen. 6. Passive latente Steuern Ausgehend vom Anfangsbestand in Höhe vom T€ 122 haben sich die latenten Steuerverbindlichkeiten im laufenden Geschäftsjahr um T€ 44 verringert und betragen zum 31.12.2023 T€ 78. Der Abbau betraf mit T€ 1 aktive latente Steuern sowie mit T€ 45 passive latente Steuern. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gemieteten Räumen. Die finanziellen Verpflichtungen aus den Mietverträgen betragen für die Restlaufzeit T€ 2.671(incl. Umsatzsteuer). In Höhe von T€ 357 (incl. Umsatzsteuer) bestehen die finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Aus Fahrzeugleasingveträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Hohe von T€ 20 (incl. Umsatzsteuer). V. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer: In der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden durchschnittlich 217 Mitarbeiter (Vorjahr: 212) beschäftigt,
Die genannten Zahlen beinhalten nicht die Mitglieder der Geschäftsführung. 2. Honorar des Wirtschaftsprüfers: Das Honorar des Abschlussprüfers wird der Wirtschaftsprüferkammer auf schriftliche Anfrage mitgeteilt. 3. Geschäftsführung: Geschäftsführer sind: Herr Manfred Miedl, Kaufmann, gesamtverantwortlicher Geschäftsführer Frau Angelika Miedl, Kauffrau, gesamtverantwortliche Geschäftsführerin Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB an dieser Stelle abgesehen. 4. Ergebnisverwendungsvorschlag:Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 764.314,83 dem Gewinnvortrag in Höhe von € 3.111.179,82 zuzuschlagen und auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige Berichtsbestandteile
gez. Herr Manfred Miedl Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 17.03.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Miedl GmbH, Bad Endorf: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Miedl GmbH, Bad Endorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Miedl GmbH, Bad Endorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ravensburg, den 17. März 2025 F
/ T / P Bodensee-Gruppe GmbH
Frank, Wirtschaftsprüfer Asbrede, Wirtschaftsprüfer |
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Aktuelle Insolvenzverfahren
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