B & T Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Felix Albrecht seit 21.1.2025 | Geschäftsführer |
Erik Hofstädter seit 12.3.2024 | Geschäftsführer |
Hamid Dastmalchian seit 6.6.2023 | Geschäftsführer |
Alexander Ralfs seit 23.4.2018 | Prokura |
Wibke Bachor seit 6.10.2014 | Prokura |
Ralph Dirk Ludwig seit 15.10.2010 | Prokura |
Esref Önal Öncebe seit 18.3.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
maxingvest agHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BERICHT DES AUFSICHTSRATSIn den Herausforderungen für die Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 nahm der Aufsichtsrat seine Aufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung wahr. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig innerhalb und außerhalb der Sitzungen über den Geschäftsverlauf sowie einzelne Projekte. Der Vorstand und die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Finanz- und Audit-Ausschuss standen in engem Austausch. Neben den operativen Fragestellungen begleitete der Aufsichtsrat die Vorbereitung des Formwechsels der maxingvest ag in eine GmbH & Co. KGaA und damit verbundene Maßnahmen, auch innerhalb der Gruppe und zur Umsetzung der Erstverantwortlichkeiten auch auf Gesellschafterebene. Insgesamt begrüßt der Aufsichtsrat die zukunftsweisenden Entscheidungen und Strukturen zur Sicherung aller Unternehmungen. Michael Herz wurde im März 2022 erneut zum Vorstand der Gesellschaft bestellt. Prof. Dr. Eva Eberhartinger legte ihr Aufsichtsratsmandat zum Jahresende 2022 nieder; die Hauptversammlung bestellte an ihrer Stelle Inken Hollmann-Peters. Das Plenum tagte drei Mal. Die Sitzungen im Juni und Dezember fanden hybrid statt, die Sitzung im März als Telefon-/ Videokonferenz. Alle Aufsichtsratsmitglieder nahmen an den Sitzungen teil; ein Mitglied fehlte einmal entschuldigt. In allen Sitzungen wurde über den aktuellen Geschäftsverlauf und den Ausblick auf das verbleibende Geschäftsjahr der Gesellschaft und der wesentlichen Tochtergesellschaften berichtet. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten über deren Sitzungen und Beschlüsse. Bestimmende Themen der Sitzung vom 24. März 2022 waren Jahres- und Konzernabschluss und deren Prüfung. Der Abschlussprüfer präsentierte das Ergebnis seiner Prüfung und berichtete umfassend. Der Aufsichtsrat stellte den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Der Aufsichtsrat fasste Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung, entschied über die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder und deren Zielsetzung für das laufende Geschäftsjahr. In der Sitzung am 23. Juni 2022 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Gründungsprüfung und diskutierte die Erreichung der Zielgröße des Frauenanteils in Vorstand und Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat legte eine neue Zielgröße fest und bereitete die ordentliche Hauptversammlung vor. In der Sitzung am 14. Dezember 2022 behandelte der Aufsichtsrat die Strategien der wesentlichen Tochtergesellschaften, die Risiken der Zukunft sowie das Kaufverhalten der Kundinnen und Kunden in den unterschiedlichen Produktkategorien. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit dem bevorstehenden Formwechsel und beschloss, soweit gesetzlich zulässig, weitere Maßnahmen zur Umsetzung der Erstverantwortlichkeiten an den Vorstandsausschuss zu delegieren. Im Vorstandsausschuss (eine Sitzung) wurde der Vorschlag zu Zielerreichung und Zielsetzung der Vorstandsmitglieder vorbereitet. Der Präsidialausschuss (zwei Sitzungen) beschloss, die Abhaltung einer virtuellen Hauptversammlung zu ermöglichen, und befasste sich mit den Parametern der Planung für das laufende Geschäftsjahr und mit der Planung für das Geschäftsjahr 2023. Der Finanz- und Audit-Ausschuss (vier Sitzungen) bereitete die Beschlussfassung des Plenums zu Jahresabschluss, Konzernabschluss und Abschlussprüfung vor. Er beschäftigte sich mit dem Halbjahresabschluss, den Ergebnissen der Revision und den Punkten aus den Management-Lettern. Der Ausschuss befasste sich mit den vorläufigen Ergebnissen der Abschlussprüfung sowie den Prüfungsschwerpunkten, der Ausschreibung des Jahres- und Konzernabschlussprüfers des Teilkonzerns Tchibo und der Vorbereitung der Gründungsprüfung für den Formwechsel der Gesellschaft in eine KGaA. Er ließ sich über den Stand wichtiger IT-Projekte und Strategien einzelner Tochtergesellschaften detailliert berichten. Er genehmigte mehrere Darlehen zwischen Gruppengesellschaften. Der Ausschuss diskutierte die Auswirkungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und die erforderlichen Maßnahmen in der Gesellschaft und der Gruppe. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss (Art. 5 lit. b IAS-VO, § 315e Abs. 3 HGB), der Konzernlagebericht und der Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG) wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und uneingeschränkt bestätigt. Zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) bestätigte der Abschlussprüfer nach pflichtgemäßer Prüfung und Beurteilung, dass dessen tatsächliche Angaben richtig sind und bei den aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zugehörigen Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht. Er prüfte die Berichte des Abschlussprüfers, der die Ergebnisse seiner Prüfung unter Einbeziehung der Prüfungsschwerpunkte und des internen Kontroll- und Risikomanagements in der Sitzung am 23. März 2023 erläuterte. Der Aufsichtsrat prüfte ohne Einwendungen die Erklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht und die weiteren ihm vorgelegten Dokumente. Er schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an und billigte den Jahres- und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 in seiner Sitzung am 23. März 2023. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Die Unternehmen stellten sich im Geschäftsjahr tatkräftig unterschiedlichsten Herausforderungen. Das bestimmte positiv das Geschäftsjahr der Gesellschaft insgesamt; ihre Stabilität bewährte sich dabei. Die allmähliche Rückkehr zu einem normaleren öffentlichen Leben in einem international beunruhigenden Umfeld veränderte auch das Kaufverhalten. Die andauernden und neuen Verwerfungen der Lieferketten verstärkten den Kosten- und Wettbewerbsdruck. Auf der lange erarbeiteten, festen Grundlage des Kundenvertrauens bewältigten die Mitarbeitenden der Unternehmen die sich daraus ergebenden Aufgaben mit hohem persönlichem Einsatz und mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In der bewährten Zusammenarbeit mit den Handels- und Geschäftspartnern dienten die Unternehmen damit wie stets wirksam dem Nutzen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Ihnen allen dankt der Aufsichtsrat mit großem Respekt und mit günstigen Erwartungen zu den Herausforderungen des neuen Geschäftsjahrs.
23. März 2023 Reinhard Pöllath KONZERNLAGEBERICHTGESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGENDER MAXINGVEST KONZERN *OrganisationDer maxingvest Konzern besteht aus der Holdinggesellschaft maxingvest ag, den beiden operativ tätigen Unternehmen Tchibo und Beiersdorf sowie weiteren, überwiegend vermögensverwaltenden Tochtergesellschaften. Die Holding befindet sich in Familienbesitz und konzentriert sich auf die strategische Unternehmenssteuerung.
An der TCHIBO GmbH ist die maxingvest ag zu 100 % beteiligt. Die BBG Beteiligungsgesellschaft mbH, eine Tochtergesellschaft der maxingvest ag, ist mit 50,46 % an der Beiersdorf AG beteiligt. Die maxingvest ag hält zum Bilanzstichtag zudem weitere Aktien in Höhe von 0,72 % des Grundkapitals der Beiersdorf AG und kontrolliert somit mehr als 50 % der Stimmrechte an der Beiersdorf AG. Die Beiersdorf AG ist die Führungsgesellschaft des Beiersdorf Konzerns, in welchem tesa als unabhängiger Teilkonzern geführt wird.
* Dieser Abschnitt ist kein
prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts.
Geschäft und Strategie
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Im Unternehmensbereich Consumer liegt der Fokus auf dem Bereich der Haut- und Körperpflege. Beiersdorfs starkes Portfolio umfasst Marken wie NIVEA, Eucerin, La Prairie und Hansaplast, die bei Menschen auf der ganzen Welt großes Vertrauen genießen. |
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Im Unternehmensbereich tesa konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung innovativer Klebebänder und selbstklebender Systemlösungen für Industrie, Gewerbe sowie Endverbraucherinnen und Endverbraucher. Seit 2001 wird tesa als eigenständiger Teilkonzern geführt. |
Der Name Beiersdorf steht seit 1882 für Hautpflege. Das ist die Kernkompetenz des Unternehmens - und in diesem Bereich will Beiersdorf für seine Verbraucherinnen und Verbraucher Mehrwerte schaffen und dafür sorgen, dass sich Menschen weltweit in ihrer Haut wohlfühlen.
Mit C.A.R.E.+ hat Beiersdorf im Jahr 2019 seine Unternehmensstrategie im Unternehmensbereich Consumer formuliert. Sie beschreibt die strategischen Prioritäten und mit ihr will das Unternehmen sein wettbewerbsfähiges, nachhaltiges Wachstum sichern. Sie umfasst folgende Schwerpunkte:
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Stärkung der Marken durch einen Markenzweck (Purpose) |
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Digitale Transformation beschleunigen |
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Mit Hautpflege gewinnen |
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Wachstumspotenziale erschließen (sogenannte "White Spots") |
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Wachstum durch Produktivitätssteigerung beschleunigen |
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Auf starkem Fundament aufbauen: Kultur - Core Values - Fähigkeiten - Care Beyond Skin |
Bei der Umsetzung seiner Strategie C.A.R.E.+ hat Beiersdorf im Berichtsjahr bedeutende Fortschritte erreicht. Im Folgenden werden die wichtigsten davon kurz vorgestellt.
Der sogenannte "Marken-Purpose" hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, denn für Konsumentinnen und Konsumenten zählt nicht mehr nur die reine Produktleistung. Sie wollen wissen, wofür eine Marke steht und wofür sie sich einsetzt.
Die ikonischen Marken NIVEA, Eucerin und Hansaplast von Beiersdorf leben und kommunizieren ihren jeweiligen Purpose bereits seit einigen Jahren. NIVEA stellt mit "Care for Human Touch to Inspire Togetherness" die menschliche Berührung und mehr Miteinander in den Mittelpunkt. Mit dem Purpose "WE BELIEVE IN THE LIFE-CHANGING POWER OF DERMATOLOGICAL SKINCARE" drückt das Unternehmen aus, dass Eucerin die Lebensqualität von Menschen nachhaltig verbessern will - und zwar mit dermokosmetischen Lösungen für ganz individuelle Hautprobleme. Die Marke Hansaplast, die im Jahr 2022 ihr 100-jähriges Jubiläum feierte, begleitet die Konsumentinnen und Konsumenten mit dem Anspruch: "We've got you covered. For a life uninterrupted."
Die Digitalisierung im Unternehmen und in seinem Geschäft spielt für Beiersdorf bei der Erschließung neuer Wachstumspotenziale eine entscheidende Rolle. Das Unternehmen treibt sie daher im Rahmen seiner Strategie C.A.R.E.+ seit Jahren konsequent voran. Sein E-Commerce-Geschäft wächst konstant mit jedem Geschäftsjahr. Gleichzeitig will Beiersdorf mit seiner Digitalstrategie seine Verbraucherinnen und Verbraucher immer gezielter ansprechen und ihre individuellen Wünsche erfüllen. Das heißt: Das Unternehmen will dort sein, wo sie sich digital bewegen. Und jeweils die richtige Botschaft zur richtigen Zeit senden. Im Berichtsjahr hat Beiersdorf erneut im großen Umfang in digitale Ansätze, insbesondere im Bereich der Social-Media-Kanäle, investiert und die personalisierte Ansprache der Verbraucherinnen und Verbraucher durch sogenanntes Präzisionsmarketing, zum Teil auch über Influencer-Kooperationen oder Partnerschaften mit Anbietern digitaler Technologien, wie MikMak, Google und Amazon, immer stärker vorangetrieben. Auf diese Weise will Beiersdorf nah an seinen Zielgruppen sein, Vertrauen schaffen und die Effektivität seiner Marketingaktivitäten erhöhen.
Ergänzend zu seinen Marketingaktivitäten und den Investitionen in das E-Commerce-Geschäft hat das Unternehmen im Jahr 2022 eine Reihe von Initiativen umgesetzt, mit denen es die digitale Transformation innerhalb von Beiersdorf weiter beschleunigt hat. Auch sie sind Teil seines strategischen Programms "Digital Fast Forward", mit dem Beiersdorf bis zum Jahr 2025 die Vision verfolgt, sein Geschäft zu digitalisieren, um das Leben seiner Verbraucherinnen und Verbraucher nachhaltig zu verbessern. Beispiele für diese Initiativen sind seine Bemühungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), etwa bei der schnellen Entwicklung effektiver, nachhaltiger und sicherer Formeln. Um die digitale Transformation insgesamt zu beschleunigen, ist es der Anspruch von Beiersdorf, auch in die digitalen Fähigkeiten seiner Mitarbeitenden zu investieren. Das Unternehmen macht ihnen verschiedene Angebote, damit sie mit der rasanten digitalen Entwicklung Schritt halten können.
Sein strategischer Schwerpunkt "Mit Hautpflege gewinnen" ist für Beiersdorf ein weiterer essenzieller Baustein des Erfolgs. Das Unternehmen hat den Anspruch, bedeutende Innovationen mit echtem Mehrwert auf den Markt zu bringen, indem es weniger, aber bessere und größere Innovationen entwickelt und Kampagnen global umsetzt. Konkret heißt dies, dass Innovationen und Kampagnen künftig grundsätzlich in allen für das Unternehmen relevanten Märkten stattfinden. Im Berichtsjahr hat Beiersdorf zudem damit begonnen, NIVEA als weltweit führende Hautpflegemarke weiterzuentwickeln mit dem Ziel, dass NIVEA eine noch globalere, digitalere und nachhaltigere Marke wird, die seine Verbraucherinnen und Verbraucher auf der ganzen Welt begeistert. Ein gutes Beispiel für das Potenzial von NIVEA ist die im Jahr 2020 eingeführte Gesichtspflegeserie LUMINOUS630® Anti-Pigmentflecken, die inzwischen eine globale Erfolgsgeschichte schreibt und sich zu einem Wachstumstreiber entwickelt hat.
Weitere Fortschritte hinsichtlich seiner strategischen Zielsetzung "Mit Hautpflege gewinnen" erzielte Beiersdorf im Berichtsjahr auch mit seinem Nachhaltigkeitsengagement. Durch die Überarbeitung bestehender und besonders beliebter Produkte hat das Unternehmen es geschafft, die Hautpflegeroutinen von Millionen Menschen weltweit nachhaltiger zu gestalten und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Beiersdorf nimmt hinsichtlich Zielsetzung, Fortschritt und Transparenz in den Bereichen Klima, Wald und Wasser eine führende Rolle in der Branche ein. Zum Ende des Berichtsjahrs wurde Beiersdorf von der Non-Profit-Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) dafür mit der Bestnote ausgezeichnet und erhielt als eines von 13 Unternehmen weltweit einen Platz auf der " Triple A"-Liste.
Ein weiterer Baustein der Beiersdorf Strategie C.A.R.E.+ besteht in der Erschließung neuer Wachstumspotenziale. Dabei konzentriert Beiersdorf sich auf Märkte und Geschäftsfelder, in denen das Unternehmen noch nicht präsent ist oder seine Präsenz weiter ausbauen will, sogenannte "White Spots". Im Geschäftsjahr betrat Beiersdorf beispielsweise mit den Produkten von Eucerin Sun den größten Sonnenschutzmarkt der Welt, die USA. Mit seiner Marke Chantecaille will das Unternehmen sein Wachstum im Prestige-Kosmetik-Segment auf den nordamerikanischen und asiatischen Märkten - und hier insbesondere in China - weiter beschleunigen. Auch für sein E-Commerce-Geschäft konnte Beiersdorf mit dem jüngsten Launch von La Prairie auf der chinesischen Online-Plattform JD.com weitere Wachstumspotenziale auf dem für das Unternehmen strategisch so wichtigen Markt erschließen.
Wichtige Basis für weiteres Wachstumspotenzial ist sowohl das globale Produktions- und Logistiknetzwerk als auch das Innovationsnetzwerk. Das hochmoderne Innovationszentrum in New Jersey, USA, das im Berichtsjahr eröffnet wurde, ist das erste globale Kompetenzzentrum für Sonnenpflegeprodukte von Beiersdorf außerhalb Hamburgs. Durch die Entwicklung spezieller, auf die US-Regularien abgestimmter Produkte von Eucerin Sun und die Schärfung des Coppertone-Sortiments wird das Innovationszentrum zum Wachstum des Geschäfts in dieser Region beitragen.
Im Berichtsjahr hat Beiersdorf vielfältige Maßnahmen ergriffen, um die Effizienz, Agilität und Widerstandsfähigkeit seiner Supply Chain weiter zu steigern und noch besser auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen reagieren zu können. In Polen investiert Beiersdorf fast 200 Mio. € in die Erweiterung des Produktionsstandorts. Nach Abschluss der Erweiterung im Jahr 2024 wird Beiersdorf Manufacturing Mexico einer der drei größten Beiersdorf Produktionsstandorte sein. Auch am Standort Leipzig hat das Unternehmen kräftig investiert, um eine zukunftsfähige, hochmoderne Supply-Chain-Infrastruktur für Zentraleuropa zu schaffen. Fast 300 Mio. € fließen in den Bau des neuen Produktionswerks, das 2023 in den Betrieb gehen soll. Pro Jahr werden im neuen Werk mit einer Grundfläche von 32.000 m 2 bis zu 450 Millionen Kosmetikprodukte vom Band laufen - insbesondere Deodorants und Rasierschäume für den gesamten europäischen Markt und für den Export. Abhängig von der Markt- und Geschäftsentwicklung können die Kapazitäten in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. In direkter Nachbarschaft zum neuen Werk entsteht bis 2027 mit einem Investitionsvolumen von über 200 Mio. € ein hochmodernes Hub, ein Drehkreuz für das europäische Supply-Chain-Netzwerk. Bei allen Produktionsgebäuden strebt Beiersdorf höchste Nachhaltigkeitsstandards an: Die neuen Produktionswerke und Erweiterungen sollen eine Gold-Zertifizierung nach dem anerkannten Klassifizierungssystem für nachhaltige Gebäude, LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), erhalten.
Seine Mitarbeitenden sind das wichtigste Kapital von Beiersdorf. Sie tragen maßgeblich zu dem geschäftlichen Erfolg bei und prägen spürbar die einzigartige Unternehmenskultur, die von Werten wie Offenheit, Vertrauen, Ehrlichkeit und Respekt geprägt ist. Gestützt wird die Unternehmenskultur von Beiersdorf durch seine Grundwerte, die sogenannten Core Values, "Care" (Fürsorge), "Simplicity" (einfaches, unkompliziertes Handeln), "Courage" (Mut) und "Trust" (gegenseitiges Vertrauen). Sie sorgen dafür, dass die Mitarbeitenden von Beiersdorf als Team handeln und sich gegenseitig unterstützen - immer mit dem Ziel, die Wünsche und Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten bestmöglich zu erfüllen und der Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden.
Mit dem Purpose "Care Beyond Skin" drückt Beiersdorf aus, wofür das Unternehmen steht und was es ausmacht - denn die Pflege und Fürsorge geht weit über seine Kernkompetenz, die Haut, hinaus. Durch verantwortungsbewusstes Handeln, zum Beispiel über Soforthilfen in Krisensituationen oder durch seine diversen Initiativen im Sinne seiner Nachhaltigkeitsagenda, will das Unternehmen seinem Purpose Ausdruck verleihen.
Auch den Wandel hin zu einer neuen, modernen Arbeitswelt treibt Beiersdorf seit einigen Jahren mit Nachdruck voran. Er ist Teil eines umfassenden Kulturwandels, der das Unternehmen, aber auch die Belegschaft fit für die Herausforderungen der Zukunft macht. Ob hybrides beziehungsweise flexibles Arbeiten oder moderne Arbeitswelten - Beiersdorf ist bemüht, viel zu unternehmen, um die künftige Arbeitswelt von morgen aktiv zu gestalten.
Die tesa SE ist einer der weltweit führenden Hersteller selbstklebender Produkte und Systemlösungen für Industriekunden sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Beiersdorf AG bildet die tesa SE einen unabhängig geführten Teilkonzern, der als direkte beziehungsweise indirekte Muttergesellschaft von 61 tesa-Tochtergesellschaften (Vorjahr: 61) mit rund 5.000 Mitarbeitenden in mehr als 100 Ländern aktiv ist.
Im Bereich Industry versorgt tesa Industriekunden - insbesondere aus den Branchen Automobil, Elektronik, Druck und Papier sowie Bau und Konstruktion - auf direktem Wege mit spezialisierten Systemlösungen. Der strategische Fokus liegt vorrangig auf dem Auf- und Ausbau ertragreicher Geschäftsfelder in technologisch anspruchsvollen Anwendungsbereichen. Die Systemlösungen von tesa werden zur Optimierung und Effizienzsteigerung von Produktionsprozessen, als Befestigungslösungen in konstruktiven Anwendungsbereichen sowie als maßgeschneiderte Schutz- und Verpackungssysteme eingesetzt.
Neben dem Direktgeschäft gehört der technische Handel zum Bereich Industry. tesa bietet über Handelspartner eine vielfältige Produktpalette für ein breites Anwendungsspektrum in unterschiedlichen Industriebranchen an. Dazu gehören beispielsweise Sortimente für Montage und Reparatur, Transportsicherungsbänder oder auch Klebelösungen für die Verpackungsindustrie.
Der Bereich Consumer umfasst diejenigen Märkte, deren Endkundinnen und Endkunden tesa über Handelspartner oder handelsähnliche Kanäle mit marktgerechten Produkten versorgt. Hierzu zählen Sortimente für private Konsumentinnen und Konsumenten sowie handwerkliche Fachkräfte. Darüber hinaus nutzt tesa das Online-Geschäft, um Endkundinnen und Endkunden auf direktem Weg Produkte zum Kauf anzubieten. Das Consumer Geschäft ist auf Europa und Lateinamerika konzentriert. Vermarktet werden sowohl lang bewährte wie auch innovative Produktlösungen, die unter anderem für den täglichen Gebrauch in Büro und Haushalt sowie im Handwerk bestimmt sind.
Tchibo verbindet höchste Kaffeekompetenz, Kaffeegenuss in den eigenen Kaffee Bars und innovative, wöchentlich wechselnde Gebrauchsartikel mit Dienstleistungen wie Reisen und Mobilfunk. Die Produkte werden über ein vernetztes, zentral gesteuertes Vertriebssystem angeboten. Kundinnen und Kunden beziehen die Produkte über das Internet, Filialen oder Depots des Fach- und Lebensmittelhandels. Die verschiedenen Kanäle (Multichannel) werden zunehmend miteinander verbunden. Gewerbliche Kunden wie Büros und Gastronomie werden im Out-of-home-Geschäft von Tchibo Coffee Service beliefert.
Die Marke Tchibo erfreut sich einer weitreichenden Markenbekanntheit in deutschsprachigen Ländern und in großen Teilen Osteuropas. Die Marken Tchibo, Eduscho, Davidoff Café und Molinari sowie lokale Marken wie Jihlavanka in Tschechien stehen international erfolgreich im Wettbewerb. Auf dem Röstkaffeemarkt ist Tchibo sowohl in Deutschland als auch in Österreich, Tschechien und Ungarn Marktführer und nimmt eine Spitzenposition im europäischen Out-of-home-Markt ein.
Die Erfolgsfaktoren, die die Einzigartigkeit der Marke Tchibo ausmachen, wurden in den Tchibo Unternehmensgrundsätzen festgehalten und lassen sich durch die folgenden übergeordneten Bereiche zusammenfassen:
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Kaffee-Expertise |
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Non Food-Konzept |
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Vertriebssystem |
| ― |
Unternehmenskultur |
Die Unternehmensgrundsätze beschreiben verbindlich die Erfolgsfaktoren, die die Stärke von Tchibo ausmachen und bewahrt werden sollen.
Der Umsatz von Tchibo lag auf dem Niveau des Vorjahres und damit leicht unter den eigenen Erwartungen. Die uneinheitliche Entwicklung der verschiedenen Vertriebskanäle im Berichtsjahr war geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den damit einhergehenden stark steigenden Preisen, insbesondere für Nahrungsmittel und Energie, die zu einer allgemeinen Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten geführt haben.
Das Filial-Geschäft war im Berichtsjahr aufgrund der sich abschwächenden COVID-19-Pandemie nicht mehr durch behördliche Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie beeinträchtigt und konnte trotz rückläufiger Kundenfrequenzen Umsatzzuwächse im Kaffee- und Gebrauchsartikelgeschäft verzeichnen. Ebenso profitierte das Out-of-home-Geschäft der Kaffeemaschinenvermietung sowie des damit verbundenen Kaffeeverkaufs von der Öffnung der Gastronomie, dem sich normalisierenden Reise- und Freizeitverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten sowie dem rückläufigen Anteil der Arbeit im eigenen Haushalt. Diese Erholung konnte die rückläufige Entwicklung des Gebrauchsartikelgeschäfts nahezu ausgleichen.
Darüber hinaus hatte die COVID-19-Pandemie auch im Berichtsjahr noch einen deutlichen Einfluss auf die Beschaffung von Gebrauchsartikeln. So führten staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ("Lockdown") in verschiedenen Beschaffungsländern, Produktionsverzögerungen sowie Probleme im Warenzulauf zu Verzögerungen im Beschaffungsprozess. Eine Belastung der Wareneinstandspreise ergab sich durch die negative Rohstoffkostenentwicklung, insbesondere durch gestiegene Baumwollkosten, und die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Frachtraten im Seeverkehr. Zudem verzeichnete Tchibo im Kaffeegeschäft hohe Beschaffungspreise an den Rohkaffeemärkten und deutlich gestiegene Kosten für Erdgas und Strom an den eigenen Produktionsstandorten. Diese konnten durch die erfolgten Kaffeepreisanpassungen nicht vollständig kompensiert werden.
Um der rückläufigen Ergebnisentwicklung zu begegnen, wurden die eingeleiteten Reorganisations- und Restrukturierungsmaßnahmen weitergeführt.
Die Zielgröße der strategischen Unternehmensführung im maxingvest Konzern ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Die maxingvest ag verfolgt eine langfristige Wachstumsstrategie. Beiersdorf und Tchibo steuern intern nach den langfristigen Hauptsteuerungsgrößen in Form des Umsatzwachstums in Verbindung mit der Marktanteilsentwicklung und des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) beziehungsweise der EBIT-Umsatzrendite. Die Steuerung auf Gesamtkonzernebene erfolgt auf Basis des EBIT beziehungsweise der EBIT-Umsatzrendite. Durch kontinuierliche Investitionen in Wachstumsmöglichkeiten, konsequentes Kostenmanagement und hohe Effizienz beim Einsatz der Ressourcen sollen international wettbewerbsfähige Renditen erwirtschaftet werden.
Die Unternehmensführung leitet die Vorgaben an die einzelnen Einheiten für die Unternehmensplanung des kommenden Jahres aus den strategischen Zielen des Konzerns ab. Diese Planung umfasst sämtliche Bereiche und alle Tochtergesellschaften. Die Planung des Konzerns für das Folgejahr wird von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet. Im Einzelfall wird die Planung im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen erst zu Beginn des Geschäftsjahrs finalisiert.
Im Verlauf des Geschäftsjahrs erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der aktuellen Entwicklung der Hauptsteuerungsgrößen mit den erwarteten Werten und der aktuellen Prognose für das Gesamtjahr. Daraus abgeleitet wird das Geschäft zielgerichtet gesteuert.
Für ein innovationsgetriebenes Unternehmen wie Beiersdorf ist die Forschung und Entwicklung von besonderer Bedeutung. Sie ist für das Unternehmen nicht nur der Schlüssel zum Erfolg, sondern Teil seiner unternehmerischen DNA. Regelmäßig evaluiert Beiersdorf seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und formuliert - abhängig vom Unternehmensbereich - klare Fokusthemen:
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Im Unternehmensbereich Consumer entwickelt Beiersdorf innovative und hochwertige Produkte im Bereich der Hautpflege. Mit ihnen geht das Unternehmen ein auf die Wünsche seiner Verbraucherinnen und Verbraucher, unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten sowie relevanter Themen wie Nachhaltigkeit. |
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Im Unternehmensbereich tesa widmet sich Beiersdorf der Entwicklung innovativer Klebebänder und selbstklebender Systemlösungen für Industrie, Gewerbekunden sowie Endverbraucherinnen und Endverbraucher. Nachhaltigkeit und energieschonende Produktionsverfahren stehen hier ebenso im Fokus wie die flexible Reaktion auf aktuelle Bedarfe und Markttrends - immer mit dem Ziel, die Arbeitsabläufe der Kundinnen und Kunden weltweit noch besser und umweltfreundlicher zu gestalten. |
Zum 1. Juni 2022 hat Beiersdorf die F&E-Organisation neu aufgestellt. Mit der neuen Struktur will das Unternehmen den Bereich zukunftsfähig gestalten und im Sinne des unternehmensweiten Transformationsprozesses noch stärker auf die veränderten Rahmenbedingungen und Ansprüche der Verbraucherinnen und Verbraucher eingehen. Ziel ist es, sich auf weniger Innovationen mit mehr Durchschlagskraft zu fokussieren ("FEWER, BIGGER, BETTER") und sie deutlich schneller auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig sollen so die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, um vernetzter zusammenzuarbeiten, gemeinsam zu lernen und noch stärker Synergien zu nutzen - zwischen dem Headquarter und den Innovationszentren sowie den Entwicklungslaboren, aber auch mit anderen Funktionen innerhalb der Organisation. Dabei stützt sich das Modell auf vier Eckpfeiler: "Breakthrough Innovations" (Bahnbrechende Innovationen), "Grow the Core" (Kerninnovation und Portfolioerweiterung), "One Global R&D" (Starkes globales R&D-Netzwerk) und "Sustainability" (Nachhaltigkeit).
Die Zusammenarbeit mit externen Partnern ist für Beiersdorf ein wichtiger Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Das globale Kollaborationsnetzwerk von Beiersdorf umfasste im Berichtsjahr eine Vielzahl unterschiedlicher Forschungsinstitute, Hochschulen, Start-ups, unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Lieferanten. Mit dem Ziel, den Austausch mit interessanten Start-ups zu intensivieren und zugleich Partner mit innovativen und nachhaltigen Rohstoff- und Verpackungslösungen zu finden, initiierten Kolleginnen und Kollegen des F&E-Start-up-Scouting-Teams gemeinsam mit dem langjährigen Partner und Spezialchemie-Unternehmen Evonik im Berichtsjahr den "Joint Corporate Start-up Pitch Day on Sustainability". Aus mehr als 100 Bewerbungen wurden 15 Start-ups aus verschiedenen Ländern ausgewählt, um an diesem Tag ihre Technologien und Geschäftsmodelle - primär in den Bereichen nachhaltige Biotechnologie, grüne Chemie, nachhaltige Verpackung und digitale Lösungen - detailliert vorzustellen und gemeinsam Möglichkeiten einer Partnerschaft zu evaluieren.
Beiersdorf zeichnet sich durch eine globale Präsenz von Forschung und Entwicklung aus. Neben dem großen Hautforschungszentrum in Hamburg umfasst sein globales Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk auch zwei große Innovationszentren in Shanghai, China, und New Jersey, USA, sowie Entwicklungslabore in Brasilien, Indien und Japan. Sie ermöglichen es dem Unternehmen, auf die kulturellen, ästhetischen und klimatischen Gegebenheiten einzugehen und Produkte zu entwickeln, die den individuellen lokalen Bedürfnissen und Präferenzen entsprechen. Gleichzeitig nimmt Beiersdorf durch dieses Netzwerk am globalen Innovationsgeschehen teil und hat Zugang zu lokalen Expertinnen und Experten sowie Talenten, was wiederum für seine globale Forschungs- und Entwicklungsarbeit wertvolle Impulse und Erkenntnisse liefert.
Themen wie künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung gewinnen in der Hautforschung zunehmend an Bedeutung. Auch Beiersdorf trieb die Forschungsaktivitäten und die Weiterentwicklung in diesen Bereichen im Berichtsjahr voran. Das Unternehmen sieht in der künstlichen Intelligenz ein großes Potenzial und wird die Möglichkeiten daher auch in Zukunft für sich nutzen und damit die Digitalisierung in der Forschung ausbauen.
Ein Kriterium, das aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewann, ist die Umweltverträglichkeit der Produkte von Beiersdorf. Dies gilt sowohl für die Formeln der Produkte als auch deren Verpackungen. Aus Überzeugung optimiert Beiersdorf beides Jahr für Jahr im Sinne der vier Nachhaltigkeitsprinzipien "Vermeiden, Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln". Das heißt, das Unternehmen verwendet beispielsweise Inhaltsstoffe mit geringeren Emissionen oder es reduziert Material- oder Abfallmengen, integriert recycelte Materialien und verwendet Alternativen zu erdölbasiertem Kunststoff. Dazu passend hat Beiersdorf im Jahr 2021 den eigenen Anspruch in seinem F&E-Nachhaltigkeitsversprechen festgehalten. Demnach will das Unternehmen mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen die maximale Produktwirkung erzielen und wann immer möglich nachhaltige, biologisch abbaubare und/oder erneuerbare Rohstoffe und Verpackungen verwenden.
Auch die Kreislaufwirtschaft wird von Beiersdorf mit großer Priorität gezielt gefördert. Dabei geht es darum, Materialien immer wieder zu verwenden, ohne dass neue, zusätzliche Ressourcen verbraucht werden.
Die Weltwirtschaft war im Jahr 2022 von Turbulenzen geprägt. Insbesondere geopolitische und ökonomische Ereignisse verursachten eine volatile Gesamtwirtschaft. Zwar führten die Lockerungen der COVID-19-Restriktionen am Anfang des Jahres zu einer initialen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, jedoch flachte dies durch die russische Invasion in die Ukraine schnell wieder ab. Zusammenfassend war das Jahr gekennzeichnet durch einen unerwartet starken wirtschaftlichen Abschwung. Die Inflation erreichte im Zusammenspiel mit einem Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage eine Höhe, wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Die Zentralbanken sahen sich daher veranlasst, Zinserhöhungen vorzunehmen. So konnte zwar die globale Wachstumsrate der Inflation in der zweiten Jahreshälfte verlangsamt werden, jedoch wurde zeitgleich das Finanzierungsumfeld in vielen Regionen erschwert. Des Weiteren übten Engpässe auf den Arbeitsmärkten im Zusammenhang mit dem Verlust an Kaufkraft Druck auf die Lohn- und Gehaltsstrukturen aus. Die Lieferkettenproblematik blieb auch im Jahr 2022 ein bremsender Faktor für die globale Wirtschaft, jedoch besserte sich die Lieferkettensituation zum Jahresende hin.
Die europäische Wirtschaft wurde im Jahr 2022 insbesondere durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs beeinflusst. Ökonomisch gesehen hatte der Überfall Russlands eine unsichere Versorgungslage im Hinblick auf Gas und einen dramatischen Anstieg der Energiepreise im Euroraum zur Folge. Im Zusammenhang mit den Energiepreisen stand auch ein dramatischer Anstieg der Inflationsrate, welcher sich in einen Anstieg der Verbraucherpreise übersetzte. Das europäische Konsumverhalten fiel entsprechend niedrig aus. Insbesondere der Dienstleistungssektor war von dem zurückhaltenden Konsumverhalten betroffen. Die Industrie im Euroraum litt zusätzlich durch die anhaltende Lieferkettenproblematik. Insbesondere fehlende Vorprodukte behinderten die Produktion der europäischen Industrie. Als Reaktion auf die hohe Inflation reagierte die Europäische Zentralbank (EZB) seit der Jahresmitte mit einer Erhöhung des Leitzinses. Das erschwerte Finanzierungsumfeld hinterließ bereits erste Spuren in zinssensitiven Märkten, wie der Immobilienwirtschaft, und hatte sinkende Immobilienpreise im Euroraum zur Folge.
Als Teil der Weltwirtschaft war auch die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2022 zahlreichen Belastungsfaktoren ausgesetzt. Dramatische Inflationsraten, Lieferengpässe und Unsicherheiten durch die russische Invasion in die Ukraine bremsten die deutsche Wirtschaft. Auch das deutsche Exportgeschäft litt bei gleichzeitig steigenden Importausgaben, die durch teure Energieimporte aus dem Ausland getrieben wurden. Die von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungspakete konnten jedoch zumindest rechnerisch die Verteuerung der Energieimporte größtenteils ausgleichen. Die zur Inflationsbekämpfung angehobenen Zinsen führten seit Jahresmitte zu einem Rückgang der Wohnimmobilienpreise in Deutschland. Die Fertigung des produzierenden Gewerbes ist leicht gestiegen und auch die Lieferkettenprobleme entspannten sich etwas zum Jahresende.
Wirtschaftlich gesehen, startete das Jahr 2022 für die USA mit einer deutlichen Abschwächung des Wachstums, welche bis zur Jahresmitte zu beobachten war. Im Juni erreichte die Inflation den höchsten Wert seit vier Jahrzehnten. Die Federal Reserve reagierte mit kräftigen Zinserhöhungen über das gesamte Jahr verteilt. Die Inflation konnte abgeschwächt werden, blieb jedoch immer noch auf einem hohen Niveau. Zinssensitive Märkte wie die Immobilienwirtschaft zeigten bereits Reaktionen auf die Zinserhöhung. So war ab Juni 2022 ein Sinken der Immobilienpreise in den USA beobachtbar. Andere Sektoren reagierten robust auf die restriktivere Geldpolitik der Federal Reserve. Teilweise ist dies mit dem hohen Rückstau an Nachfrage zu erklären, der sich im zweiten Halbjahr entlud. Hierbei half auch, dass sich Lieferengpässe, die aus den COVID-19-Maßnahmen resultierten, entspannten. Ein Beispiel hierfür ist die Automobilindustrie. Zusammenfassend konnte sich die amerikanische Volkswirtschaft nach einem schwierigen Start in das Wirtschaftsjahr 2022 in der zweiten Jahreshälfte erholen.
Zwar erholten sich die Wachstumsmärkte wirtschaftlich von der Pandemie, sie wurden jedoch durch die angespannte Weltwirtschaftslage wieder unter Druck gesetzt. Insgesamt konnte die Volkswirtschaft Chinas durch Anlageinvestitionen in die Infrastruktur und in das verarbeitende Gewerbe stabil gehalten werden. Der Konsum chinesischer Privathaushalte blieb allerdings aufgrund der Null-COVID-Politik auf einem niedrigen Niveau. Durch die schwierige globale Wirtschaftssituation ist die Nachfrage aus dem Ausland zurückgegangen, wodurch ein wichtiger Wachstumstreiber der chinesischen Konjunktur wegbrach. Der Mittlere Osten profitierte von der höchsten Wachstumsrate seit 2016. Im Wesentlichen waren hohe Ölpreise dafür verantwortlich. Es konnte aber auch Wachstum in nicht erdölfördernden Sektoren erwirtschaftet werden. In Indien hat das Exportgeschäft verglichen mit dem Importgeschäft deutlich nachgelassen. Innerhalb der Wirtschaftssektoren sind die Verkaufszahlen im Allgemeinen zurückgegangen, da die Nachfrage sowohl nach Gebrauchs- als auch Verbrauchsgütern weit unter dem "Vor Pandemie"-Niveau lag. Die industrielle Produktion befindet sich jedoch noch auf dem gleichen Niveau wie vor der Pandemie. In den südostasiatischen Schwellenländern hat die Inflation Ende 2022 ihren Höhepunkt erreicht. Die Wiedereröffnung der Grenzen ermöglichte eine wirtschaftliche Erholung, vor allem des kontaktintensiven Dienstleistungssektors. Die russische Wirtschaft wurde von den Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 geprägt. So wirkten nach Angabe der Europäischen Union - die sich auf unabhängige Analysen der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bezieht - die beschlossenen Sanktionen. Die russische Wirtschaft schrumpfte und ein rückläufiger Handel war zu beobachten. Hohe Inflationsraten erschwerten auch in Russland das wirtschaftliche Umfeld. Die Teilmobilisierung der russischen Bevölkerung im Zuge des Ukraine-Kriegs wirkte ebenfalls dämpfend auf die Wirtschaft.
Das globale Marktumfeld war im Jahr 2022 von hoher Volatilität und Herausforderungen geprägt. Seit dem Ausbruch des Kriegs Russlands gegen die Ukraine sind die Märkte mit gestiegenen Rohstoffpreisen und erheblichen Versorgungsengpässen in den Energiemärkten konfrontiert. Die Kombination aus erhöhten Rohstoffpreisen und anhaltenden Währungsabwertungen führte in vielen Ländern zu einer höheren Inflation, verbunden mit wachsender Rezessionsangst.
Der globale Kosmetikmarkt wuchs trotz der Volatilität des Umfelds und der herausfordernden Umstände und erreichte das Niveau von vor der COVID-19-Pandemie. Bei Beiersdorf konnten insbesondere die Kategorien SUN, Lip und Deo im Vergleich zum Vorjahr zulegen sowie alle Regionen außer Nordostasien. Die Geschäftstätigkeit von tesa war im Jahr 2022 durch eine hohe Unsicherheit charakterisiert. Harte Lockdown-Maßnahmen in der Volksrepublik China infolge der COVID-19-Pandemie haben die lokale Marktentwicklung zeitweise geschwächt und auch die anhaltenden Komplikationen in den weltweiten Lieferketten haben die Entwicklung beeinträchtigt. Ferner trugen die fortgesetzte mangelnde Verfügbarkeit von Halbleitern und weiterer Industriematerialien zu einer hohen Inflation bei. Die industriellen Absatzmärkte zeigten sich in diesem Umfeld jedoch ausgesprochen robust. Die globalen Automobilmärkte konnten gegenüber dem Vorjahr spürbar zulegen, insbesondere gegenüber dem schwächeren zweiten Halbjahr 2021. Das Handelsgeschäft mit Endverbraucherinnen und Endverbrauchern sowie industriellen Abnehmern war unterschiedlich betroffen. Während der traditionelle Handel nur noch geringfügig von COVID-19-Beschränkungen betroffen war und zulegen konnte, schwächte sich das Wachstum im Online-Handel spürbar ab.
Der für Tchibo bedeutsame deutsche Einzelhandelsumsatz ist 2022 laut Statistischem Bundesamt real um 0,6% niedriger und nominal um 7,8% höher ausgefallen. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war insbesondere durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs in Form von deutlich gestiegenen Verbraucherpreisen unter anderem für Energie und Lebensmittel, die abgeschwächt weiterhin bestehenden Lieferkettenengpässe sowie den aufgrund der demografischen Entwicklung sich verschärfenden Fachkräftemangel negativ beeinflusst und führte im Jahresverlauf zu einer zunehmenden Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten. Laut dem Handelsverband Deutschland - HDE e. V. (HDE) sind im Berichtsjahr die Umsätze im stationären Handel real um 0,7 % und nominal um 8,8% gestiegen, wohingegen der Online-Handel real um 6,9 % und nominal um 2,0% zurückging. Gleichwohl berichtete der HDE von dem fortbestehenden Trend rückläufiger Kundenfrequenzen im stationären Handel aufgrund des veränderten Verhaltens der Konsumentinnen und Konsumenten infolge der COVID-19-Pandemie sowie der weiterhin zunehmenden Bedeutung des Online-Handels, die den Strukturwandel im Einzelhandelssektor begünstigten.
Das Marktvolumen für Röstkaffee (inklusive Einzelportionssysteme) auf dem deutschen Haushaltsmarkt lag mit 660 Mio. Pfund um - 4 % unter dem Vorjahresniveau von 687 Mio. Pfund. Das Marktsegment Espresso/Caffè Crema wuchs dabei um 6 % zum Vorjahr. Rückläufig entwickelten sich hingegen das Filterkaffeesegment (- 9 % zum Vorjahr), das Marktsegment Pads (- 10 % zum Vorjahr) sowie das Segment mit Kapseln (- 13 % zum Vorjahr). Der deutsche Röstkaffeemarkt lag, im Wesentlichen getrieben durch gestiegene durchschnittliche Verkaufspreise, wertmäßig um 9 % über dem Vorjahr.
Das Jahr 2022 war geprägt von kontinuierlichen Lieferengpässen und einer signifikanten Inflation auf den meisten Roh-/Packstoff- und Logistikmärkten. Dies lag zum einen an COVID-19-bedingten Kapazitätsbeschränkungen vieler Produzenten und ganzer Lieferländer, wie beispielsweise China. Zum anderen hat der Ukraine-Krieg die bereits im Jahr 2021 gestiegenen Energiekosten auf neue Höchststände gebracht, was zu einem starken Anstieg der Produktionskosten der Lieferanten geführt hat. All dies führte dazu, dass sich die Preise für Roh- und Packstoffe und Logistikdienstleistungen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, deutlich über Vorjahresniveau bewegten. Durch ein fokussiertes und abteilungsübergreifendes Engpassmanagement und Kundenpräferenz bei wichtigen Lieferanten ist es Beiersdorf gelungen, negative Auswirkungen der Lieferschwierigkeiten für seine Produktionsstandorte und Handelspartner zu begrenzen.
Die Tchibo betreffenden Rohkaffeenotierungen für Arabica waren im Jahr 2022 von großer Unsicherheit geprägt. Nachdem sich die Notierungen an der New Yorker Terminbörse im Jahr 2021 von 120 cts/lb bis auf knapp 250 cts/l b mehr als verdoppelt hatten, zeigten sie sich zu Beginn des ersten Quartals 2022 an der Börse in New York stabil auf sehr hohem Niveau. Die Sorge vor geringeren Erntemengen in den Hauptanbauländern sowie der global leicht steigende Kaffeekonsum infolge der Lockerungen der Corona-Restriktionen aufgrund der abflachenden COVID-19-Pandemie führten zu Höchstkursen von über 250 cts/lb im Februar. Der Ende Februar begonnene Krieg von Russland gegen die Ukraine wirkte sich insbesondere aufgrund der hieraus erwachsenden weitreichenden Inflationssorgen auf den Kaffeemarkt aus. Ein gutes Wachstum der Kaffeepflanzen im Hauptanbauland Brasilien führte zu einer leichten Entspannung. So gingen die Arabica-Preise im zweiten Quartal zunächst bis auf unter 210 cts/lb zurück und verharrten danach in einer Preisspanne zwischen 210 cts/lb und 240 cts/lb. Infolge größerer Kauforders der Kaffee-Industrie stabilisierten sich die Notierungen, bis die Kurse im Verlauf des dritten Quartals dann nachgaben. Eine große Kaffeeblüte ließ die Kurse im September nachhaltig fallen, da institutionelle Anleger in großem Umfang Futures verkauften. Die Kurse gaben im Zeitraum von September bis Mitte November von 240 cts/lb bis auf knapp 155 cts/lb nach. Bis zum Jahresende tendierten die Preise in einer Preisspanne von 155 cts/lb bis 170 cts/lb.
Die Notierungen am Robusta-Markt entwickelten sich vergleichbar zu den Notierungen an der New Yorker Terminbörse. Nachdem auch die Robusta-Kurse im Vorjahr bis auf einen Höchststand von 2.370 USD/to steil angestiegen waren, gaben diese bis Mitte Juli 2022, unter anderem aufgrund guter Ernten in Vietnam und Brasilien, bis auf 1.950 USD/to nach. Die steigende Nachfrage nach Robusta-Kaffee der Industrie ließ die Kurse im Verlauf des dritten Quartals erneut bis auf 2.300 USD/to ansteigen. Analog zum Arabica-Markt gaben die Kurse im letzten Quartal 2022 deutlich nach und notierten zum Jahresende bei 1.800 USD/to.
Die Kursentwicklung des US-Dollars zum Euro in den ersten drei Quartalen wirkte sich ebenfalls negativ auf die Beschaffungspreise des Rohkaffees aus, da der Euro im Laufe des Geschäftsjahrs 2022 im Vergleich zum US-Dollar an Wert verlor. Erst im letzten Quartal erholte sich der Euro von seinen Tiefständen.
Die für Tchibo relevante Beschaffung der Gebrauchsartikel für den Verkauf im Jahr 2022 erfolgte zum Großteil im Vorjahr, so dass sich der im Jahresverlauf 2021 stärker gewordene US-Dollar negativ auf die Wareneinstände auswirkte. Eine Belastung der Wareneinstände ergab sich durch die negative Rohstoffkostenentwicklung, insbesondere durch gestiegene Baumwollkosten. Die Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie führten auch im Geschäftsjahr 2022 unter anderem bei den Produzenten zur Verlagerung der Produktion an andere Standorte. Auch dies wirkte sich negativ auf die Warenbeschaffungskosten aus.
Trotz der weiterhin hohen Volatilität in der globalen Wirtschaft im Jahr 2022 konnte sich der weltweite Kosmetikmarkt positiv entwickeln. Hauptgründe waren hierbei insbesondere die weitreichenden Normalisierungen des alltäglichen Lebens nach den Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie in den Vorjahren. Sowohl der Bereich Skin Care (Hautpflegeprodukte) als auch der Bereich Personal Care (Seifen, Duschgels) konnten ein starkes Wachstum vorweisen. Der Fokus im Unternehmensbereich Consumer lag hierbei auf dem Bereich Skin Care, in den stark investiert wurde. Alle Unterkategorien des Bereichs Skin Care konnten in 2022 wachsen und haben zudem größtenteils Marktanteilsgewinne verzeichnet.
Im Unternehmensbereich tesa zeigten sich auch im Jahr 2022 deutliche Auswirkungen der COVID-19-Pandemie durch die weiterhin angespannte Situation in den globalen Wertschöpfungsketten. Zusätzlich haben sich durch den Ausbruch des Ukraine-Kriegs die Preise für Rohstoffe, Logistik und Energie deutlich erhöht. tesa verzeichnete trotz schwieriger Rahmenbedingungen Umsatzzuwächse, auch durch notwendige Preiserhöhungen in den beiden Hauptbereichen Industry und Consumer.
Der Umsatz von Tchibo lag trotz der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine mit der damit einhergehenden allgemeinen Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten infolge stark gestiegener Preise nominal und organisch auf dem Niveau des Vorjahres. Das Filial-Geschäft war nicht mehr durch behördliche Anordnungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie beeinträchtigt und konnte trotz rückläufiger Kundenfrequenzen Umsatzzuwächse im Kaffee- und Gebrauchsartikelgeschäft verzeichnen. Ebenso profitierte das Out-of-home-Geschäft von der Aufhebung der COVID-19-Einschränkungen. Diese Erholung konnte die rückläufige Entwicklung des Gebrauchsartikelgeschäfts nahezu ausgleichen. Staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in verschiedenen Beschaffungsländern, Produktionsverzögerungen sowie Probleme im Warenzulauf führten aber auch im Berichtsjahr noch zu Verzögerungen im Beschaffungsprozess der Gebrauchsartikel. Eine Belastung der Wareneinstandspreise ergab sich durch die negative Rohstoffkostenentwicklung, insbesondere durch gestiegene Baumwollkosten, und die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Frachtraten im Seeverkehr.
Im Geschäftsjahr 2022 lag der Konzernumsatz bei 12.044 Mio. € (Vorjahr: 10.883 Mio. €) und damit nominal um 1 % über dem Vorjahreswert. Organisch nahm der Umsatz um 7 % zu.
Im Ausland wurden 69 % der Umsätze erwirtschaftet. Der wesentliche Teil hiervon fiel - wie in den Vorjahren - bei Beiersdorf an.
Bei Beiersdorf verbesserte sich der Umsatz von 7.627 Mio. € auf 8.799 Mio. €. Nominal erhöhte sich der Konzernumsatz um 15 % gegenüber dem Vorjahr. Organisch verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 10%. Der höhere Umsatz resultierte aus beiden Unternehmensbereichen. Der Unternehmensbereich Consumer erzielte einen Umsatz von 7.131 Mio. € (Vorjahr: 6.129 Mio. €) und lag damit nominal um 16 % und organisch um 11 % über dem Vorjahresniveau. Der Unternehmensbereich tesa konnte einen Umsatzanstieg um nominal 11 % von 1.498 Mio. € auf 1.668 Mio. € erzielen. Organisch erhöhte sich der Umsatz von tesa um 9 %.
Im Unternehmensbereich Consumer trugen alle Regionen und Marken zum Wachstum bei. Beiersdorf konnte auf allen Kontinenten Marktanteile hinzugewinnen, insbesondere mit der Marke NIVEA in Europa mit einer sehr starken Entwicklung in der Schweiz, Großbritannien und Spanien, sowie im Bereich Derma mit den Marken Eucerin und Aquaphor in den USA, Mexiko und Deutschland. Der Bereich Healthcare konnte ebenfalls Marktanteile hinzugewinnen, insbesondere in Australien, Mexiko und Indonesien. In allen Regionen entwickelten sich die Umsatzwachstumsraten positiv, insbesondere in den Regionen Amerika und Afrika/Asien/Australien, in denen das Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr lag. NIVEA erzielte insgesamt starke Wachstumsraten. Die Bereiche Derma und Healthcare trugen mit einem starken Wachstum zur sehr guten Entwicklung des Unternehmensbereichs bei.
NIVEA ist im Jahr 2022 weltweit organisch um 10% gewachsen. Nominal stieg der Umsatz von 4.116 Mio. € auf 4.652 Mio. €. Das starke, fast zweistellige prozentuale Umsatzwachstum basierte auf Marktanteilsgewinnen in allen Regionen und fast allen Hauptkategorien. NIVEA wuchs sowohl mengen- als auch preismäßig. Dazu trugen insbesondere die Region Emerging Markets, die Einführung neuer Produkte und eine starke Entwicklung des Basissortiments bei. Alle Hauptkategorien verzeichneten im Jahr 2022 ein Wachstum. Die wichtigsten Wachstumstreiber waren NIVEA Deo, NIVEA SUN, NIVEA Body, NIVEA Lip und NIVEA Face. In der Kategorie NIVEA Deo zählten bestehende Produktlinien wie Black & White und Fresh sowie erweiterte Linien wie Pearl & Beauty zu den wichtigsten Wachstumstreibern. Das Geschäft von NIVEA Sun zeigte über fast alle Sortimente und Regionen hinweg ein bemerkenswertes Wachstum und übertraf das Umsatzniveau vor der COVID-19-Pandemie. Auch im Kerngeschäft Körperpflege erzielte NIVEA mit Sortimenten wie Essentials eine sehr positive Umsatzentwicklung. NIVEA Lip wuchs in fast allen Sortimenten und Regionen stark. In der Kategorie NIVEA Face trug insbesondere die weiterhin hervorragende Entwicklung des neu eingeführten NIVEA Cellular LUMINOUS630® zum starken Umsatzwachstum bei. Die Kategorie NIVEA Haarpflege war weiterhin rückläufig.
Besonders erfreulich entwickelte sich der Bereich Derma mit einem organischen Umsatzwachstum von 24 %. Nominal stieg der Umsatz auf 1.026 Mio. € (Vorjahr: 790 Mio. €). Das Umsatzwachstum wurde durchgängig in allen Regionen und Kategorien erzielt. Eine starke Wachstumsbeschleunigung wurde in dem Schlüsselmarkt USA, in den Regionen Südamerika und MEA sowie in dem White-Spot-Markt China erzielt. Ein positiver Wachstumsbeitrag kam vor allem aus der Gesichtskategorie von Eucerin. Darüber hinaus trug die Sonnenkategorie zu einem starken überproportionalen Wachstum bei, unterstützt durch die Einführung von Eucerin Sun in den USA. Generell war der Online-Vertriebskanal ein wichtiger Umsatztreiber. Healthcare verzeichnete ein organisches Umsatzwachstum von 13 % und erreichte einen neuen Meilenstein von 261 Mio. € (Vorjahr: 225 Mio. €). Das zweistellige prozentuale Umsatzwachstum basierte auf starker, konsequenter Umsetzung von Markeninnovationen, einschließlich nachhaltiger Pflaster im Bereich der Wundversorgung. Dieses Wachstum war in allen wichtigen Märkten zu verzeichnen. Im Bereich der selektiven Kosmetik steigerte die Marke La Prairie den organischen Umsatz um 2 %. Der nominale Umsatz stieg von 599 Mio. € auf 655 Mio. €. Dieses Ergebnis ist vor allem auf die Erholung des wichtigen Reiseeinzelhandelsgeschäfts und den Aufschwung des stationären Geschäfts in Nordamerika zurückzuführen, während der lokale Markt in China durch die COVID-19-Restriktionen stark herausgefordert wurde. Die Einführungen von White Caviar Essence Extraordinaire, Pure Gold Radiance Nocturnal Balm und Skin Caviar Harmony L'Extrait waren die Wachstumstreiber.
Der Umsatz im Bereich tesa Industry konnte deutlich zulegen. Neben einem erfolgreichem Projektgeschäft im Bereich Consumer Electronics und infolge der Erholung in den Automotive-Märkten trugen Preiserhöhungen in signifikantem Umfang zu dieser Entwicklung bei. Der Bereich Industry verzeichnete organisch ein Umsatzwachstum von 10 %. Nominal erhöhte sich der Umsatz um 13 % auf 1.297 Mio. € (Vorjahr: 1.145 Mio. €). Der Umsatz im Bereich Consumer erhöhte sich organisch um 5 %, was nominal einem Umsatzwachstum von 5 % auf 363 Mio. € (Vorjahr: 346 Mio. €) entspricht. Das Geschäft mit privaten Endverbraucherinnen und Endverbrauchern sowie professionellen Handwerkern ist in Europa moderat und in Lateinamerika deutlich gewachsen. Hierzu trugen sowohl signifikante Preisanpassungen als auch Produkteinführungen und erfolgreich realisierte Kundenprojekte bei.
Bei Tchibo lag der Umsatz mit 3.245 Mio. € nominal auf dem Niveau des Vorjahres von 3.256 Mio. €. Organisch lag der Umsatz ebenfalls auf dem Vorjahresniveau. Die Umsätze der verschiedenen Vertriebe entwickelten sich uneinheitlich. Das Filial-Geschäft war im Berichtsjahr aufgrund der sich abschwächenden COVID-19-Pandemie nicht mehr durch behördliche Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie beeinträchtigt und konnte trotz rückläufiger Kundenfrequenzen Umsatzzuwächse im Kaffee- und Gebrauchsartikelgeschäft verzeichnen. Ebenso profitierte das Out-of-home-Geschäft der Kaffeemaschinenvermietung sowie des damit verbundenen Kaffeeverkaufs von der Öffnung der Gastronomie, dem sich normalisierenden Reise- und Freizeitverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten sowie dem rückläufigen Anteil der Arbeit im eigenen Haushalt. Diese Erholung konnte die rückläufige Entwicklung des Gebrauchsartikelgeschäfts nahezu ausgleichen.
Das EBIT des maxingvest Konzerns lag im Berichtsjahr bei 897 Mio. € (Vorjahr: 1.114 Mio. €). Der Konzern erzielte eine EBIT-Umsatzrendite von 7,4 % (Vorjahr: 10,2 %).
Die Kosten der umgesetzten Leistungen nahmen um 17 % zu. Bei Beiersdorf sind die Kosten infolge des gestiegenen Umsatzvolumens im Vorjahresvergleich angestiegen. Daneben wirkten sich die Wechselkurse negativ aus. Diese wurden durch Preis- und Mixeffekte partiell kompensiert. Insgesamt ergab sich infolge des gestiegenen Kostendrucks auf den Beschaffungsmärkten im Berichtsjahr ein verringertes Brutto-Ergebnis in Relation zum Umsatz. Bei Tchibo wirkten sich insbesondere die gestiegenen Rohwarenkosten, die höheren Energiekosten im Bereich der Produktion sowie die anhaltend angespannte Situation in den Supply-Chain-Prozessen, die weiterhin hohe Frachtkosten bedingte, negativ auf die Marge aus. Die im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegenen Restantenbestände führten zu einer deutlich höheren Ergebnisbelastung aus der Restantenabwertung. Aus der Einstellung des Kaffeegeschäfts in Russland resultierte insgesamt eine Ergebnisbelastung.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um 5 %. Die Marketing- und Vertriebskosten lagen im Berichtsjahr bei 4.405 Mio. € (Vorjahr: 4.042 Mio. €) und damit um 9 % über dem Vorjahr. Während bei Beiersdorf die Marketing-und Vertriebskosten im Vergleich zum Vorjahr um 12 % zunahmen, lagen sie bei Tchibo leicht über dem Vorjahr.
Die Marketing- und Vertriebskosten entwickelten sich bei Beiersdorf durch den effizienten Einsatz der Mittel unterproportional zum Umsatz. Dies wurde durch Optimierungen bei den Marketingausgaben und fokussierte Werbekampagnen erreicht. Der Marketingetat wird stetig an die geänderten Marktbedingungen und insbesondere an das geänderte Medienverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher angepasst.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen insbesondere aufgrund von höheren Währungsgewinnen sowie höheren Erträgen aus Anlagenabgängen bei Beiersdorf gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 108 Mio. € von 415 Mio. € auf 523 Mio. € an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um 183 Mio. € auf 585 Mio. € (Vorjahr: 402 Mio. €) zu. Dies resultierte vor allem aus im Vergleich zum Vorjahr höheren Währungsverlusten bei Beiersdorf.
Bei Beiersdorf lag das EBIT bei 1.092 Mio. € (Vorjahr: 933 Mio. €). Die Beurteilung der operativen Ertragslage des Beiersdorf Konzerns erfolgt anhand des betrieblichen Ergebnisses (EBIT) ohne Sondereffekte. Diese Kennzahl ist nicht Bestandteil der IFRS und nur als freiwillige Zusatzinformation zu betrachten. Sondereffekte sind einmalige, nicht operative Geschäftsvorfälle. Bei Beiersdorf erreichte das EBIT ohne Sondereffekte 1.158 Mio. € (Vorjahr: 993 Mio. €), die EBIT-Umsatzrendite lag bei 13,2 % (Vorjahr: 13,0 %). Der Unternehmensbereich Consumer erzielte ein EBIT ohne Sondereffekte von 880 Mio. € (Vorjahr: 740 Mio. €), die EBIT-Umsatzrendite erreichte 12,3 % (Vorjahr: 12,1 %). tesa verzeichnete ein EBIT ohne Sondereffekte von 278 Mio. € (Vorjahr: 253 Mio. €) und eine EBIT-Umsatzrendite von 16,7 % (Vorjahr: 16,9 %).
Die Sondereffekte im Beiersdorf Konzern beliefen sich insgesamt auf 66 Mio. € (Vorjahr: 60 Mio. €). Die gezeigten Sondereffekte des Berichtsjahrs beinhalten im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen, und zwar vor allem der Supply-Chain-Organisation von 43 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €), Aufwendungen aus dem "Care Beyond Skin"-Programm von 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) und sonstige Aufwendungen von 18 Mio. €, welche durch die Integration des Chantecaille-Geschäfts von 4 Mio. € sowie durch die Aufwendungen von 6 Mio. € im Zusammenhang mit der Veräußerung der tesa Labtec und der Wertminderung des Firmenwerts der tesa Twinlock von 8 Mio. € ent standen sind.
Bei Tchibo lag das EBIT mit - 167 Mio. €, insbesondere aufgrund geringerer Deckungsbeiträge infolge von gestiegenen Rohwaren-, Energie- und Frachtkosten, deutlich unter dem Vorjahreswert von 176 Mio. €. Die EBIT-Umsatzrendite lag bei - 5,1 % (Vorjahr: 5,4 %).
Das EBIT des Konzernbereichs Holding betrug für das Berichtsjahr - 28 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).
Der Steueraufwand des maxingvest Konzerns belief sich im Jahr 2022 auf 275 Mio. € (Vorjahr: 286 Mio. €). Im Berichtsjahr betrug der latente Steuerertrag 84 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Die laufenden Ertragsteuern beliefen sich auf 359 Mio. € (Vorjahr: 289 Mio. €).
Im Vorjahr haben Wertverluste bei Finanzanlagen das Finanzergebnis von Beiersdorf geprägt.
Der Konzernjahresüberschuss betrug 612 Mio. € (Vorjahr: 802 Mio. €) und lag damit 24 % unter dem Vorjahreswert. Beiersdorf erreichte einen Jahresüberschuss von 771 Mio. € und lag damit über dem Vorjahreswert in Höhe von 655 Mio. €. Der Jahresüberschuss von Tchibo lag mit - 138 Mio. € insbesondere aufgrund geringerer Deckungsbeiträge deutlich unter dem Vorjahreswert von 164 Mio. €.
Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS nach Fremdanteilen betrug 56,27 € (Vorjahr: 121,09 €). Der Berechnung lag im Berichtsjahr unverändert die durchschnittliche Anzahl von 3.660.001 Stück nennwertloser Stückaktien zugrunde.
Die Bilanzsumme des maxingvest Konzerns belief sich zum Bilanzstichtag auf 20.022 Mio. € (Vorjahr: 18.989 Mio. €).
Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 12.898 Mio. € lagen im Wesentlichen aufgrund der Zunahme der immateriellen Vermögenswerte infolge des im Rahmen der Chantecaille-Akquisition entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerts sowie des Sachanlagevermögens bei Beiersdorf, welche die Abnahme der langfristigen Wertpapiere bei Beiersdorf überkompensieren konnte, über dem Vorjahreswert von 12.713 Mio. €. Die Investitionen in Sachanlagen bei Beiersdorf entfielen im Wesentlichen auf die Werke der beiden Unternehmensbereiche Consumer und tesa sowie den Bau der neuen Consumer-Konzern zentrale.
Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen von 6.276 Mio. € auf 7.124 Mio. € zu. Der Anstieg beruht vor allem auf einer Zunahme der Vorräte bei Beiersdorf und Tchibo sowie der operativ bedingten Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Beiersdorf.
Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um 7 % von 12.236 Mio. € auf 13.095 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 65 % (Vorjahr: 64 %).
Die langfristigen Schulden in Höhe von 2.360 Mio. € lagen um 376 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 2.736 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Beiersdorf und verminderten sich bedingt durch die Anhebung des Zinssatzes von 1.084 Mio. € auf 587 Mio. €. Im Zusammenhang damit nahmen die latenten Steuerverbindlichkeiten um 106 Mio. € zu.
Die kurzfristigen Schulden beliefen sich insgesamt auf 4.567 Mio. € und lagen um 550 Mio. € über dem Vorjahreswert von 4.017 Mio. €. Die Zunahme beruhte insbesondere auf der operativ bedingten Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei Beiersdorf sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Konzernbereich Holding.
Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit betrug 564 Mio. € und lag damit 575 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 1.139 Mio. €.
Der Mittelabfluss für investive Tätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 334 Mio. € (Vorjahr: 1.096 Mio. €). Den Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte von 649 Mio. € (Vorjahr: 611 Mio. €), den Auszahlungen für Unternehmenserwerbe von 545 Mio. € (Vorjahr: keine Auszahlungen) sowie den Auszahlungen für Investitionen in assoziierte Unternehmen von 7 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) standen Nettoeinzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren von 747 Mio. € (Vorjahr: Nettoauszahlungen aus dem Erwerb von 600 Mio. €), Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlage vermögen von 26 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €) und aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften von 10 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €) sowie Zinsen und sonstige Finanzeinzahlungen von 84 Mio. € (Vorjahr: 60 Mio. €) gegenüber.
Der Free Cashflow von 230 Mio. € lag über dem Vorjahreswert von 43 Mio. €.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag bei 432 Mio. € (Vorjahr: 290 Mio. €). An die Gesellschaftergruppen wurden insgesamt 123 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €) ausgeschüttet.
Der Finanzmittelfonds reduzierte sich um 205 Mio. € auf 678 Mio. € (Vorjahr: 883 Mio. €).
Der maxingvest Konzern investierte im Jahr 2022 insgesamt 645 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (Vorjahr: 584 Mio. €).
Von den Investitionen entfielen 548 Mio. € (Vorjahr: 413 Mio. €) auf Beiersdorf, von denen 543 Mio. € in Sachanlagen investiert wurden. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen die Werke der beiden Unternehmensbereiche Consumer und tesa sowie den Bau der neuen Consumer-Konzernzentrale. Auf Tchibo entfielen 97 Mio. € (Vorjahr: 171 Mio. €), von denen 85 Mio. € in Sachanlagen investiert wurden. Ein Großteil dieser Investitionen stand im Zusammenhang mit der Neuordnung des Logistikverbunds, der Optimierung der stationären Vertriebskanäle, der Verbesserung der Informationstechnologie sowie der Erneuerung und Erweiterung der Kapazitäten zur Kaffeeproduktion.
Das Berichtsjahr war für die Unternehmen des maxingvest Konzerns in vielerlei Hinsicht anspruchsvoll. Es war geprägt vom Krieg in der Ukraine, von geopolitischen Umbrüchen, von hohen Inflationsraten und dramatischen Kostensteigerungen sowie von zahlreichen Engpässen in der Lieferkette. Es war ein Jahr voller Unsicherheiten und multipler Krisen, welche die Unternehmen des maxingvest Konzerns vor große Herausforderungen stellten. In diesem herausfordernden Umfeld haben sich Beiersdorf und Tchibo unterschiedlich entwickelt.
Beiersdorf erreichte im Jahr 2022 einen Umsatz von 8.799 Mio. € (Vorjahr: 7.627 Mio. €). Der Umsatz lag organisch um 10 % über dem Vorjahreswert (Vorjahr: Zunahme um 10 %). Das EBIT ohne Sondereffekte erreichte 1.158 Mio. € (Vorjahr: 993 Mio. €). Die EBIT-Umsatzrendite ohne Sondereffekte betrug 13,2 % (Vorjahr: 13,0 %).
Der Unternehmensbereich Consumer blickt auf ein starkes Geschäftsjahr 2022 zurück. Dabei konnten sowohl die Umsätze als auch die Marktanteile gesteigert werden und gleichzeitig wurde weiter in die Strategie C.A.R.E.+ investiert. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem Bereich Digitalisierung, ein Bereich, der den Erfolg auch mittel- und langfristig für die Beiersdorf AG sichern soll. Im Berichtsjahr zeigten sich hier schon erste Erfolge. So konnten die Online-Umsätze signifikant gesteigert werden. Sie sind ein maßgeblicher Wachstumstreiber des Consumer Geschäfts. Insgesamt konnte der Bereich Consumer im Jahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von 11 % erzielen. Das Wachstum von NIVEA war dabei breit gefächert. Sowohl der Bereich Skin Care als auch der Bereich Personal Care konnten ein sehr gutes Wachstum erzielen. Im Bereich Skin Care wuchs unter anderem die Unterkategorie Sonnenpflege stark, aber auch der Gesichtspflegebereich konnte sich dank starker Innovationen sehr positiv entwickeln. Der Dermabereich konnte seine Erfolgsgeschichte aus 2021 ebenso fortsetzen und wuchs dank Innovationen und eines guten Online-Geschäfts erneut stark zweistellig organisch. Auch der Bereich Healthcare wuchs erneut zweistellig und liegt weit über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Trotz einer volatilen Performance von La Prairie innerhalb des Jahres 2022, welche stark von den politischen Entscheidungen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in China abhing, konnte der organische Umsatz für das Gesamtjahr 2022 leicht gesteigert werden. Auf Regionsebene ist im Bereich Consumer besonders das signifikante Umsatzwachstum in Lateinamerika und den USA hervorzuheben.
Der Unternehmensbereich tesa konnte in 2022 in einem schwierigen globalen Marktumfeld - beeinflusst von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sowie weiterhin auch von der COVID-19-Pandemie - ein organisches Umsatzwachstum von 9 % erzielen. Dabei verzeichneten sowohl das Industriegeschäft, das die direkten Geschäfte mit Industriekunden und dem industriellen Handel abbildet, als auch der Geschäftsbereich Consumer, der die Umsätze mit Endverbraucherinnen und Endverbrauchern sowie Handwerkern beinhaltet, eine deutliche Umsatzsteigerung. Insbesondere die Geschäftsfelder Electronics und Automotive zeigten eine deutlich positive Umsatzentwicklung.
Das betriebliche Ergebnis (EBIT, ohne Sondereffekte) und die entsprechende EBIT-Umsatzrendite konnten trotz signifikanter Investitionen zur Umsetzung der Strategie und stark gestiegener Rohstoffkosten leicht gesteigert werden.
| Prognose 2022 im Geschäftsbericht 2021 | Ergebnis 2022 | |
| Umsatzwachstum (organisch) | Im mittleren einstelligen Bereich | 10 % |
| EBIT-Umsatzrendite (ohne Sondereffekte) | Auf Vorjahresniveau (13,0 %) | 13,2 % |
Tchibo erzielte einen Umsatz von 3.245 Mio. € (Vorjahr: 3.256 Mio. €). Das EBIT betrug - 167 Mio. € (Vorjahr: 176 Mio. €). Die EBIT-Umsatzrendite betrug - 5,1 % (Vorjahr: 5,4 %).
Der Umsatz von Tchibo lag nominal und organisch auf dem Niveau des Vorjahres und damit leicht unter der prognostizierten Umsatzentwicklung. Die uneinheitliche Entwicklung der verschiedenen Vertriebskanäle im Berichtsjahr war geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den damit einhergehenden stark steigenden Preisen, insbesondere für Nahrungsmittel und Energie, die zu einer allgemeinen Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten geführt haben. Die positive Entwicklung im Filial- und Out-of-home-Geschäft, die aufgrund der sich abschwächenden COVID-19-Pandemie nicht mehr durch behördliche Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie beeinträchtigt waren, sowie im Kaffeegeschäft konnte die Abschwächung des Gebrauchsartikelgeschäfts nahezu ausgleichen. Das EBIT lag entsprechend den Erwartungen insbesondere aufgrund geringerer Deckungsbeiträge infolge von gestiegenen Rohwaren-, Energie- und Frachtkosten deutlich unter dem Vorjahreswert.
| Prognose 2022 im Geschäftsbericht 2021 | Ergebnis 2022 | |
| Umsatzwachstum | Umsatz leicht über Vorjahr | Umsatz auf Vorjahresniveau |
| EBIT | Deutlich unter Vorjahr (176 Mio. €) | - 167 Mio. € |
Für den maxingvest Konzern resultierte aus diesen Entwicklungen ein Umsatz von 12.044 Mio. € (Vorjahr: 10.883 Mio. €). Der Umsatzanstieg um 11 % führte zu einer deutlich positiven Abweichung von der Prognose einer leichten Verbesserung des Umsatzes. Für das EBIT des Berichtsjahrs wurde im Geschäftsbericht 2021 eine Entwicklung leicht unter dem Niveau des Vorjahres erwartet. Da die Entwicklung des maxingvest Konzerns im Wesentlichen von der Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften geprägt ist, wirkte sich insbesondere der Rückgang der Ergebnisse bei Tchibo und im Konzernbereich Holding auf das EBIT aus, welches mit 897 Mio. € um 217 Mio. € unter dem des Vorjahres von 1.114 Mio. € lag. Durch die Verbesserung des Ergebnisses bei Beiersdorf wurde diese Entwicklung teilweise kompensiert.
Das Streben nach einem Ausgleich zwischen wirtschaftlichem Erfolg, Umweltschutz und der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung ist ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik des maxingvest Konzerns. Beiersdorf und Tchibo haben Corporate Responsibility in ihre Managementsysteme integriert und folgen dabei dem Grundsatz, ihre diesbezüglichen Unternehmensleistungen von Jahr zu Jahr zu verbessern.
Nachhaltigkeit ist in der Unternehmenskultur von Beiersdorf fest verankert und ein wesentliches Element der Entscheidungs- und Geschäftsprozesse. Nachhaltiges Handeln bedeutet für Beiersdorf, die Umwelt nicht zu belasten oder zu schädigen, Menschenrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette einzuhalten und zudem einen relevanten gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.
Das Unternehmen hat sich bereits 2020 zu ambitionierten Klimazielen verpflichtet, die für beide Unternehmensbereiche, Consumer und tesa, gelten: Bis 2025 will Beiersdorf eine absolute Reduktion der energiebezogenen Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 30 % (im Vergleich zu 2018) erreichen. Indirekte Treibhausgas-Emissionen (THG) entlang der Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen) des Unternehmens sollen bis 2025 um 10 % reduziert werden. Diese Klimaziele wurden von der Science Based Target Initiative anerkannt und stehen im Einklang mit der Forderung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Darüber hinaus haben die beiden Unternehmensbereiche Consumer und tesa die langfristige freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, bis spätestens 2050 "net zero emissions" (Netto-Null-Emissionen) zu erreichen. Im Berichtsjahr hat Beiersdorf zusammen mit externen Beratungsunternehmen begonnen, eine Net-Zero-Strategie im Einklang mit dem von der Science Based Targets Initiative im Jahr 2021 veröffentlichten Standard zu entwickeln.
2022 wurde Beiersdorf für seine hervorragende Nachhaltigkeitsleistung ausgezeichnet: Die Beiersdorf AG bekam von der Non-Profit-Organisation Carbon Disclosure Project für ihre führende Rolle hinsichtlich Zielsetzungen, Fortschritt und Transparenz in den Bereichen Klima, Wald und Wasser eine Auszeichnung und erhält damit einen Platz auf der renommierten "Triple A"-Liste. Dieser Meilenstein zeigt die Fortschritte, die Beiersdorf in den letzten Jahren bei der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsagenda gemacht hat.
* Dieser Abschnitt ist kein
prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts.
Integraler Bestandteil von C.A.R.E.+ ist seit 2020 die Nachhaltigkeitsagenda CARE BEYOND SKIN. Sie umfasst sieben Fokusfelder, die den Einfluss der Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette abbilden: von den Auswirkungen der Produkte und Prozesse auf das Klima, der Kreislauffähigkeit der eingesetzten Ressourcen und deren Einfluss auf die Land- und Wassernutzung über die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden und Verbraucherinnen und Verbraucher bis hin zu dem Engagement für eine inklusive Gesellschaft. In allen Bereichen hat Beiersdorf sich ambitionierte Ziele gesetzt, die sie bis 2025 beziehungsweise 2030 erreichen wollen.
Der Unternehmensbereich Consumer hat sich die zusätzlichen Ziele gesetzt, bis 2025 die absoluten Scope-3-Emissionen um 30 % gegenüber 2018 zu reduzieren, und für alle Produktionszentren bis 2030 die Klimaneutralität zu erreichen.
Entlang der Wertschöpfungskette entstehen ebenfalls Emissionen, beispielsweise durch den Bezug von Waren und Dienstleistungen oder Transportaktivitäten. Die Reduzierung dieser Scope-3-Emissionen stellt eine große Herausforderung dar, da sich die Entstehung der Emissionen der direkten betrieblichen Kontrolle von Beiersdorf entzieht. Deshalb arbeitet das Unternehmen funktionsübergreifend und mit seinen Lieferbetrieben zusammen, um innovative Maßnahmen zur Reduzierung seines CO 2 -Fußabdrucks zu etablieren.
Ein wichtiger Hebel zur Reduzierung der THG-Bilanz der Produkte und Verpackungen von Beiersdorf ist die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen auch bei seinen Zulieferfirmen. Damit dieses Ziel erreicht wird, führt Beiersdorf intensive Gespräche mit Lieferbetrieben und drittherstellenden Unternehmen und sucht gemeinsam nach Lösungen, um auch hier eine Umstellung auf erneuerbare Energien zu erreichen. 2022 haben alle Fremdherstellerfirmen und Fremdlagerbetreiber, die in der Datenabfrage des Unternehmens erfasst sind, Strom aus erneuerbaren Energien bezogen oder ihr Strombezug wurde über entsprechende Energiezertifikate abgedeckt.
Auch im Bereich Transport lassen sich Emissionen einsparen und vermeiden. Sofern möglich, soll der Transport der Güter von Beiersdorf auf den Schienenverkehr verlagert werden. Dies gilt insbesondere in Europa und Nordamerika, wo sich die größten Märkte des Unternehmens befinden. Zudem untersucht Beiersdorf Möglichkeiten zur Nutzung weiterer alternativer Kraftstoffe wie den Einsatz von Lkws, die mit Strom oder Wasserstoff betrieben werden.
Die größten Verpackungsemissionen werden durch Kunststoffe und Aluminium verursacht. Daher arbeitet Beiersdorf an innovativen Lösungen zur Vermeidung, Reduzierung, Wiederverwendung und zum Recycling seiner Produktverpackungen bis 2025. Beiersdorf strebt danach, mehr Rezyklat in Aluminiumverpackungen zu verwenden und Aluminium mit einem geringeren CO 2 -Fußabdruck zu beziehen.
Damit die Maßnahmen messbar sind, hat sich Beiersdorf im Bereich Verpackungen folgende globale Ziele bis 2025 gesetzt: Das Unternehmen möchte im Vergleich zu 2019 50 % weniger erdölbasiertes Neuplastik in seinen Verpackungen einsetzen und mindestens 30 % Rezyklat, also recyceltes Material, in die Kunststoffverpackungen integrieren. 100 % der Verpackungen von Beiersdorf sollen wiederbefüllbar, wiederverwendbar oder recyclingfähig sein. 2022 ist Beiersdorf auf dem Weg zu seinen Zielen wie folgt vorangekommen: 15 % Reduktion von erdölbasiertem Neuplastik in den Verpackungen (2021: 9 %) und 10 % Rezyklat in den Kunststoffverpackungen (2021: 7 %).
Wie in 2021 angekündigt, führte Beiersdorf im Berichtsjahr mit "Design for Recycling" eine weitere Kenngröße ein, nach der eine Verpackung von Beginn an in mindestens einem Land recycelbar sein muss, auch wenn dies in der heutigen Infrastruktur noch nicht global möglich ist. So waren im Berichtsjahr 80% aller Verpackungen recyclingfähig gestaltet. 67 % aller Verpackungen galten als global recycelbar.
Um die Kreislauffähigkeit von Produktformeln zu optimieren, hat Beiersdorf sich Ziele gesetzt, sowohl hinsichtlich des Verzichts auf Mikroplastik gemäß der Definition des Umweltprogramms der Vereinten Nationen als auch für den Einsatz von biologisch abbaubaren Polymeren.
Für das Jahr 2022 kann Beiersdorf hierbei den folgenden Fortschritt berichten: Bezogen auf das Rohstoffvolumen hat das Unternehmen den Einsatz von Mikroplastik zwischen 2018 und 2022 um 76% verringert. Am Ende des Berichtsjahrs verblieben noch elf Rezepturen von Eucerin, die Mikroplastik enthalten. Diese werden aktuell überarbeitet und sollen bis Ende 2023 ebenfalls mikroplastikfrei sein. Für die Marke NIVEA wurde der Produktionsstopp für mikroplastikhaltige Kosmetika bereits mit Ende des Berichtsjahrs 2021 erfolgreich umgesetzt.
Beiersdorf strebt an, bis Ende 2025 ausschließlich biologisch abbaubare Polymere in seinen europäischen Produktformeln zu verwenden. Darüber hinaus hat das Unternehmen das Ziel, den Einsatz von Rohstoffen aus nicht fossilen, erneuerbaren Materialien zu erhöhen und gleichzeitig eine nachhaltigere Beschaffung zu ermöglichen. So will Beiersdorf negative Umweltauswirkungen durch eine erhöhte Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen verhindern.
Durch Zertifizierung, Transparenz und langfristige Veränderung will Beiersdorf die ökologischen und sozialen Risiken entlang der Lieferkette von palm(kern)öl-basierten Rohstoffen identifizieren und minimieren. Mit seiner "Palm Sustainability Roadmap" und "Sustainable Palm Policy" setzt sich Beiersdorf bei seinen Aktivitäten weltweit für eine nachhaltige Rohstoffbeschaffung ein und möchte beispielsweise die Arbeitsbedingungen der im Anbau tätigen Personen vor Ort verbessern. Beiersdorf verfolgt das Ziel, seine Palm(kern)öl-Derivate entwaldungsfrei zu beschaffen.
Beiersdorf will die Herkunft seiner Rohstoffe bis auf die Ebene von Raffinerien, Mühlen und Plantagen zurückverfolgen können. Deshalb ist das Unternehmen Gründungsmitglied der seit 2019 bestehenden branchenübergreifenden Initiative "Action for Sustainable Derivatives" (ASD). Ziel der jährlichen Rückverfolgung der Rohstoffe ist es, die Transparenz in der Palm(kern)öl- Lieferkette von Beiersdorf zu steigern, "Hot Spots" zu identifizieren und gezielt Projekte vor Ort zu unterstützen.
Beiersdorf engagiert sich direkt in den Palmöl-Anbaugebieten, um die lokalen Arbeits- und Lebensbedingungen von Kleinbäuerinnen und -bauern langfristig zu verbessern sowie die Umwelt zu schützen. Ziel ist es, die kleinbäuerlichen Betriebe davon zu überzeugen, dass der Umstieg auf eine nachhaltige Bewirtschaftung von Ölpalmen ohne weitere Entwaldung ihre Lebens- und Einkommenssituation erleichtern kann.
Im Berichtsjahr hat tesa die bestehende Nachhaltigkeitsstrategie überarbeitet und das bisherige Ambitionslevel erhöht. Die Ambition lautet nun: tesa will all sein technologisches Know-how und seine Leidenschaft dafür einsetzen, nachhaltigere Klebelösungen und Produkte zu entwickeln.
Den Rahmen bilden fünf strategische Handlungsfelder, für die tesa langfristige Ziele bis 2030 definiert hat. Die Felder decken die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmensbereichs ab und lauten: Verringerung der Emissionen, verantwortungsvolle Beschaffung, Verwendung von recycelten und biobasierten Materialien, Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung sowie Kundinnen und Kunden bei ihren Nachhaltigkeitszielen unterstützen.
Ein Baustein der Strategie ist weiterhin die Nachhaltigkeitsagenda, die sich an den zehn Prinzipien des "Global Compact" der Vereinten Nationen (UNGC) und den "Sustainable Development Goals" (SDGs) der Vereinten Nationen orientiert. Die Agenda hat tesa 2022 ebenfalls leicht angepasst. Sie reflektiert den Anspruch des Unternehmens, Nachhaltigkeit ganzheitlich zu verstehen, und beinhaltet somit auch Themen, die über die strategischen Handlungsfelder hinausgehen - zum Beispiel Arbeitssicherheit.
Die Energieverbräuche sind wichtige Steuerungsgrößen, um die Umweltauswirkungen des Unternehmens zu verringern. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und auf Grundlage des Umweltprogramms sowie der Umwelt-Audits identifiziert tesa weitere Energieeinsparmöglichkeiten, optimiert energieintensive Prozesse und senkt den CO 2 -Ausstoß sowie die damit verbundenen Kosten. Die tesa-Unternehmensführung wird jedes Jahr über einen Management-Review in diesen Prozess einbezogen.
Ein weiterer strategischer Ansatzpunkt, um die Energieeffizienz zu erhöhen, ist der Einsatz energie- und ressourcensparender Technologien. Dazu zählt tesa auch die effiziente Eigenerzeugung von Energie: An mehreren Produktionsstandorten setzt das Unternehmen Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungs-(KWKK-) beziehungsweise Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK-)Anlagen ein. Hierbei wird neben der elektrischen Energie auch die entstehende Wärme genutzt - etwa für Produktionsprozesse oder zum Heizen. In Summe konnte das Unternehmen 2022 über 50% seines Strombedarfs über energieeffiziente KWK-Anlagen selbst produzieren.
Mit innovativen Produktlösungen will tesa seinen Kundinnen und Kunden technologischen Fortschritt bieten und zugleich einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Dazu setzt das Unternehmen bei seinen Produkten und Verpackungen vermehrt recycelte und nachwachsende Rohstoffe ein. Ziel des Unternehmens ist es bis 2030, dass 70 % der Materialien für die Produkte und Verpackungen aus recycelten oder biobasierten Stoffen bestehen. Neben der Produktentwicklung umfasst das Verständnis von Produktnachhaltigkeit auch die Nutzungsphase bei den Kundinnen und Kunden.
Mit seinem "Project Sustainability Assessment" hat tesa bereits 2020 ein Instrument etabliert, mit dem das Unternehmen Projekte im Bereich der Produkt- und Technologieentwicklung frühzeitig auf ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit bewertet. Im Berichtsjahr hat tesa die Bewertungsmethodik überarbeitet und an die strategischen Handlungsfelder seiner Nachhaltigkeitsstrategie angepasst. Alle neuen Entwicklungsprojekte müssen das Assessment durchlaufen. Die Ergebnisse werden genutzt, um das Entwicklungsportfolio weiter zu steuern.
Zulieferbetriebe, die den Unternehmensbereich tesa direkt beliefern, verpflichtet das Unternehmen zur Unterzeichnung des "Code of Conduct for Suppliers" (CoCS). Der CoCS ist die Basis für eine verantwortungsvolle Gestaltung der globalen Beschaffungsprozesse von tesa und beschreibt grundlegende Regeln und Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes und der Korruptionsprävention. Ihm liegen die zehn Prinzipien des UN Global Compact, die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die "OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen" zugrunde. tesa erwartet von seinen Zulieferbetrieben, dass sie diese Standards einhalten und bei Verstößen die Missstände beheben.
Ziel des Unternehmens ist es auch, die Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette Schritt für Schritt zu erhöhen. Im ersten Schritt hat tesa im Berichtsjahr einen systematischen Bewertungsprozess für seine rund 10.000 Lieferanten eingeführt: Dieser Screeningprozess der Lieferbetriebe wird einmal jährlich und anlassbezogen, zum Beispiel bei neuen Zulieferfirmen, durchgeführt. Bereits seit 2020 lädt das Unternehmen direkte Zulieferbetriebe über die Plattform "EcoVadis" ein, eine Selbstbewertung durchzuführen. Lieferanten mit einem Rating können dadurch nachweisen, inwieweit sie Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und Umweltaspekte einhalten sowie ihre Produkte, Rohstoffe und Dienstleistungen verantwortungsvoll erzeugen und beschaffen. Ende 2022 lagen für 54 % (2021: 43 %) des direkten Einkaufsvolumens EcoVadis-Selbstauskünfte vor. In den kommenden Jahren will tesa diesen Anteil schrittweise erhöhen: Für insgesamt 80 % des direkten Einkaufsvolumens sollen bis 2025 Nachhaltigkeitsbewertungen vorliegen. Bis 2030 - so das Ziel - will tesa 80 % des Einkaufsvolumens nur noch an Lieferanten vergeben, die den Ansprüchen des Unternehmens in Hinblick auf verantwortungsvolle Lieferketten genügen - das heißt, die unter anderem ein EcoVadis Assessment von mindestens 45 Punkten haben.
Ausführlichere Informationen zu dem Engagement von Beiersdorf im Bereich Nachhaltigkeit sind unter www.beiersdorf.com/nachhaltigkeit/reporting/downloads zu finden. Darüber hinaus stehen unter www.beiers-dorf.de/nachhaltigkeit beziehungsweise www.tesa.com/de-de/ueber-uns/sustainability weitere Inhalte zum Thema Nachhaltigkeit zur Verfügung.
Bei Beiersdorf waren im Quartalsdurchschnitt weltweit 21.233 (Vorjahr: 20.478) Mitarbeitende beschäftigt.
Der wirtschaftliche Erfolg von Beiersdorf beruht wesentlich auf dem Engagement und der fachlichen Kompetenz der Mitarbeitenden. Ihr Verdienst ist es, dass die Marken und Produkte auf der ganzen Welt geschätzt und gekauft werden. Gleichzeitig bietet Beiersdorf seinen Mitarbeitenden ein attraktives Arbeitsumfeld und die Chance, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln, ihre individuellen Talente zu entfalten und gezielt Zukunftskompetenzen aufzubauen.
Die Anforderungen an die Personalarbeit werden zunehmend komplexer. Es gilt, eine Vielfalt an Themen gleichzeitig zu jonglieren und dabei die digitale Transformation mitzugestalten. Der steigende Fachkräftebedarf und der "War for Talents" stellen weitere Herausforderungen dar, und die hybride, moderne Arbeitswelt erfordert ein Höchstmaß an Flexibilität und Offenheit für Neues. Der Personalbereich von Beiersdorf hat sich in den vergangenen Jahren auf die sich insbesondere im Zuge der COVID-19-Pandemie verändernden Rahmenbedingungen eingestellt und das Unternehmen ist davon überzeugt, dass eine Kultur des vertrauensvollen Miteinanders, Offenheit für agile Formen der Zusammenarbeit und die Bereitschaft zur ständigen Weiterentwicklung und Digitalisierung eine gute Basis schaffen, um den Wandel zu begleiten und Mitarbeitende bei Veränderungsprozessen bestmöglich zu unterstützen. Zukunftsinvestitionen in die Personalarbeit, wie Beiersdorf sie im Rahmen seiner Strategie C.A.R.E.+ gezielt fördert, helfen dem Unternehmen dabei, seine Personalarbeit auf die Anforderungen der Zukunft auszurichten und die Arbeitskultur noch weiter zu verbessern. Schwerpunkte sieht Beiersdorf hier insbesondere in Themen wie der lernenden Organisation, der neuen Arbeitswelt (New Work), Digitalisierung sowie Konzepten zur Förderung von Diversity & Inclusion (D&I).
Die Mitarbeitenden schätzen die einzigartige Unternehmenskultur von Beiersdorf. Sie basiert auf Offenheit, Vertrauen und Wertschätzung von kultureller Vielfalt und Internationalität. Zudem fördert das Unternehmen ein Arbeitsumfeld, in dem Teamwork und gegenseitiger Respekt einen hohen Stellenwert besitzen. Beiersdorf ist es wichtig, die emotionale Bindung zwischen Menschen und Unternehmen zu stärken und Mitarbeitende auf allen Ebenen darin zu unterstützen, dass sie dem immer komplexer werdenden Arbeitsumfeld stets gewachsen sind.
Die emotionale Bindung seiner Mitarbeitenden ist für Beiersdorf ein hohes Gut. Das gilt in Zeiten von Homeoffice und hybridem Arbeiten mehr denn je. Aus diesem Grund führt Beiersdorf regelmäßig globale Mitarbeitendenbefragungen durch. Ziel dieser Befragungen ist es, den kontinuierlichen Dialog zwischen Führungskräften und ihren Teams zu fördern, Verbesserungsmaßnahmen anzugehen und Mitarbeitenden die Chance zu geben, das Arbeitsumfeld der Zukunft aktiv mitzugestalten.
Im vierten Quartal des Berichtsjahres hat Beiersdorf seine etablierte Engagement-Umfrage "teampulse" erneut weltweit durchgeführt. Sie ermöglicht dem Unternehmen schnell und unkompliziert einen unmittelbaren "PulsCheck" und lenkt seine Aufmerksamkeit so auf Themen, die den Mitarbeitenden weltweit wichtig sind. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten, basierte die Umfrage auf den gleichen Kernfragen. Diese wurden um einige neue Fragen ergänzt, um globalen Trends, aber auch dem Feedback aus dem vorangegangenen Jahr Rechnung zu tragen. Wie im Vorjahr lag die Rücklaufquote der "teampulse"-Umfrage bei 89 %. Als Bestätigung der vorangegangenen Jahre, finden auch in diesem Berichtsjahr die Beiersdorf Kultur, die sinnstiftende Arbeit und der Glaube an die vier Core Values ("Care", "Simplicity", "Courage" und "Trust") eine hohe Zustimmung in den jeweiligen Tochtergesellschaften. Zudem lässt sich ableiten, dass die globalen D&I-Aktivitäten als glaubhaft wahrgenommen werden, etwa durch die mehrheitliche Rückmeldung, dass die Unternehmensleitung ihr Diversity-Commitment sichtbar zeigt. Ergänzend zu den Antworten aus dem standardisierten Fragebogen erhielt das Führungsteam in über 22.200 Kommentaren detailliertes Feedback. Diese Rückmeldungen dienen den jeweiligen Teams weltweit als Basis, um in den Dialog zu treten und das Arbeitsumfeld der Zukunft bei Beiersdorf gemeinsam gestalten zu können.
Partizipation und Teilhabe sowie Transparenz und Dialog auf Augenhöhe sind wesentliche Erfolgsfaktoren für eine gute Unternehmenskultur bei Beiersdorf und sollen die Attraktivität als arbeitgebendes Unternehmen steigern. Darüber hinaus wird bei Beiersdorf durch den zunehmenden Anteil von hybridem Arbeiten die innerbetriebliche Kommunikation mithilfe von digitalen Lösungen weiter forciert. Digitale und hybride Townhall-Meetings und Betriebsversammlungen sowie zahlreiche Online-Events mit Dialogmöglichkeiten gehörten im Berichtsjahr erneut zu den klassischen Maßnahmen, um alle Mitarbeitenden weltweit zu involvieren und anzusprechen. Die Nähe vom Management zur Belegschaft, vor allem aber auch die Nähe untereinander, soll damit gestärkt und das Team-Gefühl gefördert werden.
Auch die enge Einbindung von Arbeitnehmendenvertretungen ist Teil der Unternehmenskultur - sie ermöglicht Beiersdorf durch eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtige, manchmal auch schwierige Entscheidungen gemeinsam zu treffen und zu realisieren. Auch der "European Dialogue", der Zusammenschluss europäischer Arbeitnehmendenvertretungen bei Beiersdorf, setzte 2022 seine Arbeit fort.
Ein weiteres Beispiel für Partizipation und Teilhabe betrifft das Thema Arbeiten an einem flexiblen Arbeitsort, das seit dem 1. Dezember 2020 über eine Betriebsvereinbarung für die Beiersdorf AG, Beiersdorf Customer Supply GmbH und Beiersdorf Shared Services GmbH geregelt ist.
Die Basis für ein attraktives und wertschätzendes Arbeitsumfeld, in dem alle Mitarbeitenden ihr Bestes geben können, ist eine offene und moderne Führungskultur. Um sie zu etablieren, hat Beiersdorf bereits im Jahr 2017 mit "Leadership the Beiersdorf Way" sein Verständnis einer guten Führungskultur formuliert. Dieses Führungsverständnis fußt auf den Unternehmenswerten "Care", "Simplicity", "Courage" und "Trust" und zielt darauf ab, Führungspersönlichkeiten zu entwickeln, die authentisch sind, inspirieren und ihr Team zu herausragenden Leistungen befähigen. Beiersdorf setzt seit 2021 auf den sogenannten "Development & Potential Process", um neue Führungstalente zu identifizieren und zu fördern. Er stellt unter dem Motto "Develop your way" die individuelle Entwicklung aller Mitarbeitenden in den Mittelpunkt und besteht aus drei Stufen: der fokussierten Selbstreflexion, einer Austauschrunde zwischen Führungskräften (Development Reviews) und dem individuellen Entwicklungsgespräch, in dem die mitarbeitende Person zusammen mit der Führungskraft den individuell zugeschnittenen Entwicklungsplan bespricht. Das erklärte Ziel besteht darin, die Mehrheit der Managementpositionen mit Talenten aus den eigenen Reihen zu besetzen. Künftige Führungskräfte bereitet Beiersdorf auf diese neue Rolle durch verschiedene Maßnahmen und Programme vor. Im Geschäftsjahr 2022 hat Beiersdorf 100 % der Stellen der ersten Managementgruppe (Vorjahr: 100 %) und 89 % der zweiten Managementgruppe (Vorjahr: 88 %) an interne Talente vergeben.
Die COVID-19-Pandemie hat die digitale Transformation der Arbeitswelt beschleunigt. Auch die Art der Zusammenarbeit wurde dadurch beeinflusst. Hybrides Arbeiten, also wechselweise mobil und im Büro, hat sich bei Beiersdorf in vielen Bereichen als gängiges Arbeitsmodell etabliert. Beiersdorf hat sich diesbezüglich klar positioniert: Auch in Zukunft will das Unternehmen das hybride beziehungsweise flexible Arbeiten fördern. Gleichzeitig will Beiersdorf die Bürowelt an die heutige Zeit anpassen und Orte schaffen, an denen sich Menschen begegnen und in wechselnden Formationen zusammenarbeiten können. Ergänzend dazu arbeitet Beiersdorf kontinuierlich daran, an seinen weltweit über 170 Standorten passgenaue Lösungen für eine moderne Form der Zusammenarbeit zu entwickeln. Das bedeutendste Beispiel hierfür ist der Bau des künftigen Beiersdorf Campus in Hamburg, der im Sommer 2023 nach einer Corona-bedingten Verzögerung eröffnet werden soll.
Um die Transformation im Unternehmen zu beschleunigen, hat Beiersdorf auch im Berichtsjahr sein zukunftsorientiertes "Digital Fast Forward"-Programm weiter vorangetrieben. Über dieses Programm möchte Beiersdorf unter anderem bis zum Jahr 2025 weltweit 20 % aller Geschäftsprozesse automatisieren. Darüber hinaus will das Unternehmen dadurch dem durch digitale Medien veränderten Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten stärker Rechnung tragen.
Auch die Personalarbeit selbst unterstützte im abgelaufenen Geschäftsjahr, wie auch schon in den Jahren zuvor, die digitale Transformation auf verschiedenen Ebenen. Durch die weltweit wachsende Flexibilität der Arbeitsplatzwahl steigt der Anteil des hybriden Arbeitens spürbar an. Durch die Unterstützung gezielter Trainingsmaßnahmen arbeitet mittlerweile mehr als die Hälfte der Beiersdorf Belegschaft regelmäßig mobil. Dies zeigt sich auch deutlich in den veränderten Kommunikationsprozessen innerhalb des Unternehmens. Microsoft Teams nahm hierbei im vergangenen Geschäftsjahr eine zentrale Rolle ein. Diese Entwicklung zeigt, wie sehr der digitale Austausch der Mitarbeitenden weltweit zur Selbstverständlichkeit und "neuen Normalität" geworden ist.
Zudem baute Beiersdorf im Berichtsjahr die digitale Transformation mit dem Personalmanagementsystem COMPASS weiter aus. Basierend auf dem bereits im Jahr 2021 eingeführten einheitlichen globalen Stammdatenmodul " Employee Central" wurde das COMPASS-System mit "SimPay" um ein weiteres Modul ergänzt. Das globale Gehaltsmanagement-Tool ermöglicht eine sichere, globale Gehaltsplanung für Führungskräfte.
Auch viele Aktivitäten der Nachwuchsförderung wurden im Berichtsjahr digital umgesetzt. Hierzu zählte beispielsweise der bereits mehrfach durchgeführte "Virtual Open House Day", bei dem sich Beiersdorf, Tchibo und tesa gemeinsam Nachwuchstalenten vorstellen und Einblicke in ihre Unternehmen und die verschiedenen Einstiegsprogramme geben.
"Care" ist ein wesentlicher Baustein der Unternehmenskultur von Beiersdorf. Demzufolge ergreift Beiersdorf Jahr für Jahr diverse Maßnahmen, um die Kolleginnen und Kollegen auf unterschiedliche Weise zu unterstützen. Hierzu gehört beispielsweise, dass Beiersdorf technisches Equipment wie auch Schulungen bietet, um die Belegschaft optimal auf die neue Arbeitswelt vorzubereiten. Über sein Gesundheitsmanagement leistet das Unternehmen zudem seinen Beitrag, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhalten, gezielt zu fördern und im Falle einer Erkrankung aktiv wiederherzustellen. Es umfasst die drei Teams "Medical", "Wellbeing" und "Social", die unter dem gemeinsamen Dach "GOOD FOR ME" gebündelt sind.
Als global agierendes Unternehmen versteht Beiersdorf die Vielfalt seiner Belegschaft als Chance und als einen wichtigen Schlüssel zu seinem wirtschaftlichen Erfolg. Beiersdorf ist davon überzeugt, dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen verschiedene Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen einbringen und somit zu mehr Kreativität, Innovationsstärke und Kundennähe beitragen. Aus diesem Grund ist Beiersdorf bestrebt, eine Organisation aufzubauen, die die Vielfalt seiner globalen Konsumentinnen und Konsumenten widerspiegelt, die Geschlechterparität auf allen Managementebenen erreicht und die sicherstellt, dass das Unternehmen eine Kultur der Integration fördert, in der sich jede und jeder frei entfalten kann und alle die gleichen Chancen haben. Beiersdorf sensibilisiert seine Beschäftigten aller Ebenen über verschiedene Dialogformate, Vorträge und Trainings für dieses wichtige Thema.
Um "Diversity & Inclusion" bei Beiersdorf insgesamt zu stärken, hat das Unternehmen im Jahr 2020 direkt unterhalb des Vorstands die Position des "Global Director Diversity & Inclusion (D&I)" geschaffen. Diese führt und koordiniert gemeinsam mit einem kleinen Team die konzernweiten D&I-Initiativen. Ein crossfunktionales D&I-Kernteam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem oberen Management sowie ein globales Netzwerk aus über 100 D&I-Champions in den internationalen Tochtergesellschaften bringen das Thema zusätzlich voran. Darüber hinaus prüft und fördert der Diversity-Ausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig verschiedene Initiativen.
Mit der 2021 formulierten "Diversity & Inclusion Agenda", seiner globalen "D&I Roadmap", möchte Beiersdorf einen ganzheitlichen Ansatz umsetzen, um allen Diversity-Dimensionen gerecht zu werden, (unbewusste) Vorurteile abzubauen und eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur zu fördern.
Neben der internationalen und kulturellen Vielfalt steht das Thema "Gender" - speziell die Chancengleichheit aller Geschlechter - bei Beiersdorf im besonderen Fokus. Die Aktivitäten zum Weltfrauentag sowie die jährliche "Wo * Men in Leadership Convention", die sich an alle Mitarbeitenden weltweit richtet und dieses Mal unter dem Motto "Forward: #StrongerTogether" stand, sind weitere Maßnahmen, um Gender Balance im Unternehmen zu fördern.
Um darüber hinaus einen inklusiven Arbeitsplatz zu schaffen und das Ziel der 50:50-Genderparität zu fördern, bietet Beiersdorf vielfältige Möglichkeiten zur flexiblen Arbeitsgestaltung beziehungsweise zur leichteren Vereinbarung von Privatleben und Beruf. 75 % (Vorjahr: 69 %) seiner Organisationen bieten Gleitzeit, 95 % (Vorjahr: 98 %) mobiles Arbeiten oder Homeoffice, 48 % (Vorjahr: 54 %) Teilzeitangebote und 35 % (Vorjahr: 34 %) Sabbaticals. Um zudem auf globaler Ebene den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, hat Beiersdorf im Jahr 2018 auch ein globales Ziel für den Anteil weiblicher Führungskräfte in den drei höchsten Managementgruppen (MG 1-3) formuliert. Demnach wollte das Unternehmen bis zum 30. Juni 2022 in den Managementgruppen 1-3 eine Zielgröße von 35 % Frauen erreichen. Dieses Ziel hat Beiersdorf zum genannten Stichtag mit einem Frauenanteil von 37 % erreicht (Vorjahr: 34 %).
Neben Internationalität beziehungsweise kultureller Vielfalt und "Gender Balance" forciert Beiersdorf auch die gute Zusammenarbeit unterschiedlicher Generationen. Dem Unternehmen geht es darum, die jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnisse aller Mitarbeitenden im Blick zu haben, auch speziell der älteren. Um die Mitarbeitenden 50+ zu unterstützen, bietet die Beiersdorf AG interne Weiterbildungsangebote an, die auf die Bedarfe der Zielgruppe zugeschnitten sind. Ein Schwerpunkt ist dabei die Lernoffensive zu digitalen Themen. Darüber hinaus setzt sich das Mitarbeitenden-Netzwerk "Neue Generation 50+" dafür ein, Alter als Karrierehindernis zu hinterfragen und Wege aufzuzeigen, wie berufliches Weiterkommen altersunabhängig gelingen kann.
Die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen ist für Beiersdorf als arbeitgebendes Unternehmen ein weiteres Anliegen, das es weiter forcieren will. Seine Belegschaft umfasst verschiedene Menschen mit Behinderungen, ergänzend dazu unterstützt Beiersdorf seit 2021 die bundesweite Initiative "Innoklusio". Ihr Ziel besteht darin, die Inklusionskompetenz auf allen Ebenen zu fördern, um mehr Menschen mit Behinderungen im Arbeitsmarkt zu integrieren. Es geht dabei um eine gezielte Bewusstseinsbildung, um Voreingenommenheit und Ausgrenzung von Menschen mit Handicap abzubauen und einen tiefgreifenden Kulturwandel zu bewirken. Ende September traf sich das Inklusionsteam mit den Macherinnen und Machern des Modellprojekts Innoklusio, um zusammen mit Schlüsselfunktionen aus dem Unternehmen bei einem gemeinsamen Kick-off konkrete Umsetzungsschritte für die Inklusionswende festzulegen.
Als einer der weltweiten Technologieführer im Bereich technische Klebebänder und Klebesystemlösungen positioniert sich tesa als attraktiver und nachhaltiger Arbeitgeber. Es ist für das Unternehmen von erheblicher Bedeutung, hochqualifizierte Mitarbeitende zu rekrutieren und langfristig an sich zu binden, um so eine wichtige Voraussetzung für eine anhaltend positive Unternehmensentwicklung zu schaffen.
Auch im Jahr 2022 hat tesa in die Qualifizierung seiner Mitarbeitenden investiert und weitere attraktive Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen. Im Berichtsjahr wurde das Entwicklungsangebot um weitere Online-Lernangebote erweitert, um der nach wie vor global anhaltenden COVID-19-Pandemie Rechnung zu tragen. Speziell für seine High Potentials hat tesa unter anderem Development Center angeboten und diese durch individualisierte Entwicklungsmaßnahmen weiter gefördert.
Die Fähigkeit von Führungskräften, Mitarbeitenden ein motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten und die Entfaltung ihrer Talente zu fördern, ist entscheidend für den Geschäftserfolg von tesa und seine Attraktivität als Arbeitgeber. Bereits 2019 hat tesa deshalb begonnen, ein neues Management-Development-Programm zu konzipieren. Das Programm zielt darauf ab, Managerinnen und Manager in Themen wie zum Beispiel Strategieentwicklung, Finance & Controlling bis hin zu Supply-Chain- und HR-Management wesentliche Führungsfähigkeiten zu vermitteln.
Ein weiteres Schwerpunktthema der HR-Arbeit ist die Förderung der tesa-Talente. Im Rahmen des sogenannten "Competencies Review" bekommen Talente die Chance, an berufsrelevanten Übungen - vergleichbar mit denen eines Assessment-Centers - teilzunehmen. Anschließend erhalten die Teilnehmenden ein qualifiziertes Feedback zu ihren Stärken und Entwicklungsfeldern anhand der tesa Key Competencies.
Im Berichtsjahr war die Qualifizierung und Weiterentwicklung der Führungskräfte und Mitarbeitenden pandemie-bedingt weiterhin vor Herausforderungen gestellt. Die weltweiten Trainingsprogramme in Präsenzform konnten auch 2022 nur vereinzelt angeboten werden und wurden in digitale Formate und virtuelle Trainings übertragen und entsprechend durchgeführt. Im Bereich der Wissensvermittlung setzt tesa weiterhin auf E-Learning-Formate. Bereits im Einsatz sind E-Learnings zu Themenfeldern wie Compliance, Arbeitssicherheit, Nachhaltigkeit, Produkt-und Technologieentwicklung, Sales sowie Supply Network. Über einen digitalen Learning Hub sind den Mitarbeitenden alle Weiterbildungsangebote bei tesa jederzeit zugänglich.
Den Mitarbeitenden bietet tesa in der Unternehmenszentrale seit Jahren unter der Dachmarke "It's for you!" ein umfassendes Gesundheitsmanagement mit den Themenschwerpunkten "Arbeitsumgebung", "Balance", "Bewegung", "Ernährung" und "Vorsorge".
Im Jahr 2022 hat tesa mit dem neuen Frauennetzwerk #SisterhoodisPower von Beiersdorf kooperiert. Unterjährig haben dort regelmäßig Online-Veranstaltungen stattgefunden. Interne und externe Speakerinnen und Speaker lieferten unterschiedliche Key Notes zu Karriere, Familie sowie Resilienz und eigenem Empowerment.
tesa hat massiv in IT- und Kommunikationstechnologie für hybrides Arbeiten investiert sowie Sozialräume wie Kantine und Kaffeebar modernisiert. Diese laden zu Meetings und kreativem Zusammenarbeiten am Standort ein. Gleichermaßen testet tesa erste Shared-Desk-Konzepte um eine noch größere individuelle Freiheit in der Wahl des Arbeitsorts zu ermöglichen und um somit der Arbeit in Matrix-Strukturen gerecht zu werden.
Das Familienunternehmen Tchibo orientiert sich seit seiner Gründung vor über 70 Jahren an dem Leitbild des ehrbaren hanseatischen Kaufmanns. Im Jahr 2006 wurde eine nachhaltige Geschäftstätigkeit erstmals als explizites Ziel der Unternehmensstrategie festgelegt. Seitdem hat sich das Unternehmen auf den Weg gemacht, sein Geschäft systematisch an ökologischen und sozialen Kriterien auszurichten.
Tchibo verfolgt dabei systemische Veränderungen in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren im Markt: Bereits seit 2009 bekennt sich das Unternehmen zu den Prinzipien des "Global Compact" der Vereinten Nationen (UNGC). Es ist zudem Mitbegründer der Sektorinitiativen "Bangladesch Accord", "ACT on Living Wages" und des "Organic Cotton Accelerator" im Bekleidungssektor sowie Mitglied zahlreicher freiwilliger Allianzen wie der "World Coffee Research" und der "Initiative for coffee&climate" im Kaffeebereich.
Eine Schlüsselrolle für eine nachhaltige Geschäftstätigkeit haben insbesondere die Verbraucherinnen und Verbraucher: Sie bestimmen täglich mit ihrer Kaufentscheidung über den Wert gesellschaftlicher Verantwortung. Daher erweitert Tchibo kontinuierlich das Angebot nachhaltiger Sortimente und Dienstleistungen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Tchibo Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Geschäftstätigkeit erzielt: Innerhalb der Wertschöpfungskette Kaffee wurde die Überarbeitung des Nachhaltigkeitsprogramms abgeschlossen und mit der Implementierung begonnen. Zudem hat Tchibo die Integration der Lieferkettenprogramme in den Wertschöpfungsketten der Gebrauchsartikel sowie den Ausbau des Angebots nachhaltiger Produkte und Services weiter vorangetrieben. Die Kundinnen und Kunden setzten weiterhin großes Vertrauen in Tchibo und das Nachhaltigkeitsimage konnte weiter verfestigt werden.
* Dieser Abschnitt ist kein
prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts.
Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Geschäftstätigkeit verfolgt Tchibo das Ziel, mittelfristig ausschließlich Kaffee anzubieten, dessen Anbau einerseits die Wirtschaftlichkeit der Kaffeefarmen in den Anbauregionen gewährleistet, aber andererseits auch zunehmend ökologische und soziale Anforderungen erfüllt.
Hierzu setzt sich das Unternehmen mit einem umfassenden Konzept für die Weiterentwicklung der Kaffeelieferketten ein. Der bestehende Ansatz, zertifizierte Kaffees einzukaufen, an internationalen Initiativen zur Lösung von systemischen Problemen im Kaffeesektor teilzunehmen und im Rahmen der "Tchibo Joint Forces!®"-Projekte Kleinfarmerinnen und -farmer direkt zu unterstützen, wurde fortgesetzt. Der Anteil zertifizierter Rohkaffees lag wie im Vorjahr bei 21 %.
Hinzugekommen ist ein umfangreiches Nachhaltigkeitsprogramm für das gesamte Kaffeesortiment. Ziel des neu verabschiedeten Programms ist es, ebenfalls beim Anbau konventioneller Kaffees (circa 80 % der aktuellen Rohkaffeekäufe) soziale und ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Das Nachhaltigkeitsprogramm ist datengestützt, risikobasiert und unter Berücksichtigung des zum 1. Januar 2023 in Kraft tretenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes konzipiert. Das Programm ist in den wichtigen Einkaufsländern Vietnam, Brasilien und Honduras gestartet und wird in den nächsten Jahren auf weitere Länder ausgeweitet.
Tchibo ist Mitglied mehrerer Partnerschaften im Kaffeesektor ("World Coffee Research", "International Coffee Partners", "Public Private Taskforce der International Coffee Organization" und "coffee&climate"), welche das Ziel verfolgen, in Innovationen im Kaffeeanbau zu investieren, Kaffeefarmerinnen und Kaffeefarmer in den Regionen zu unterstützen und globale Herausforderungen im Kaffeesektor (zum Beispiel Klimawandel und faire Einkommen) anzugehen.
Im Bereich der Kaffeeverpackungen ist es das Ziel, alle Verpackungen bis 2025 auf recyclingfähige Materialien umzustellen. Im vergangenen Jahr wurden Tests mit recyclingfähigen Folien erfolgreich abgeschlossen, so dass die Markteinführung erster recyclingfähiger Kaffeeverpackungen im Jahr 2023 erfolgen wird.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Integration von nachhaltigen und innovativen Non Food-Rohstoffen und -Materialien vorangetrieben sowie die Arbeit zur Verminderung negativer Auswirkungen auf Mensch und Umwelt fortgeführt. Mit dem Qualifizierungsprogramm WE (Worldwide Enhancement of Social Quality) verfolgt Tchibo seit 2007 das Ziel, gemeinsam mit den Produzenten die Einhaltung von Menschenrechten und die dauerhafte Verbesserung von sozialen Bedingungen in den Produktionsstätten durch Dialogformate zu erreichen. Das Programm ist in allen außereuropäischen Ländern aktiv, die für die Herstellung der Tchibo Produkte strategisch wichtig sind: China, Bangladesch, Indien, Kambodscha, Türkei, Pakistan und Vietnam. Bis Ende 2022 waren 434 (Vorjahr: 432) Produzenten darin eingebunden.
Zur Unterstützung von Beschäftigten und Gewerkschaften bei der Verhandlung über Löhne, Sozialleistungen und Arbeitszeiten in den Zulieferbetrieben für Gebrauchsartikel unterzeichnete Tchibo 2016 eine globale Rahmenvereinbarung mit dem internationalen Gewerkschaftsverband "IndustriALL Global Union". Zusammen mit IndustriALL Global Union und 18 weiteren Unternehmen engagiert sich Tchibo zudem in der Initiative "ACT on Living Wages", um branchenweite kollektive Lohnverhandlungen zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebern der Textilindustrie in Schwerpunktländern zu erreichen.
Zum Ende des Jahres 2022 wurde das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz in Pakistan mit Wirkung ab 2023 verkündet. Als Erstunterzeichner des "Internationalen Abkommens für Gesundheit und Sicherheit in der Textil- und Bekleidungsindustrie" ("International Accord for Health and Safety in the Textile and Garment Industry") begrüßt Tchibo diesen Schritt.
Mit dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wird ab 2023 ein einheitlicher Standard für Unternehmensverantwortung verpflichtend. Im Jahr 2022 wurde das bestehende System für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten entsprechend den gesetzlichen Regelungen angepasst.
Im Bereich Wasserschutz wurde die Qualifikation von Nassproduktionsstätten für Tchibo Textilien ausgebaut, um den schädlichen Einfluss von Chemikalien zu reduzieren. So liegt der Anteil der Textilien aus Detox-qualifizierten Produktionsstätten aktuell bei 95 % (Vorjahr: 81 %). Um nachhaltige Lösungen in besonders kritischen Flusseinzugsgebieten umzusetzen, beteiligt sich Tchibo im Rahmen des "Water Stewardship"-Ansatzes seit 2019 an Sektorprojekten in Partnerschaft mit dem WWF, aktuell in der Türkei am Fluss Büyük Menderes und in China im Taihu-Flussgebiet.
Tchibo hat sich nach den Methoden der Science Based Targets Initiative das Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu leisten. Konkret bedeutet das eine absolute Reduktion der Treibhausgasemissionen an eigenen Standorten sowie beim Bezug von Strom und Wärme (Scope 1 und 2) um 50% bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2018. Zudem verpflichtet sich Tchibo, die absoluten Treibhausgasemissionen in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten (Scope 3) im gleichen Zeitraum um 15 % zu reduzieren. Zur Umsetzung dieser ambitionierten Ziele im Textilsortiment hat sich Tchibo der "Fashion Industry Charter for Climate Action" angeschlossen. Bei sechs Produktionsstätten in Bangladesch wurde in 2022 gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Pilotprojekt zur Installation von Photovoltaik-Anlagen durchgeführt.
Besonders hervorzuheben sind die Weiterentwicklungen im Bereich der Baumwolle: Erstmalig wurden Anfang des Jahres Artikel mit recycelter Baumwolle verkauft. Darüber hinaus ist bei allen Fasertypen eine Erhöhung des nachhaltigen Anteils zu verzeichnen. Der Anteil nachhaltiger Textilprodukte am Gesamttextilsortiment lag 2022 bei circa 82%. Weiterhin wurden verschiedene nachhaltige Materialien und Produktzertifizierungen innerhalb des Hartwarensortiments ausgebaut. Dazu zählen zum Beispiel der erstmalige Einsatz von Weihnachtsbeleuchtung mit "FSC®"-zertifiziertem Papier und Holz sowie Haushaltsprodukte mit recyceltem Kunststoff, die nach dem "Global Recycled Standard (GRS)" zertifiziert sind.
Im Bereich Verpackungen hat sich Tchibo auf die drei wesentlichen Bausteine der Kreislaufwirtschaft (Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln) fokussiert. Die Gebrauchsartikelverpackungen konnten durch verschiedene Reduzierungsmaßnahmen (zum Beispiel Reduktion der Anzahl an Hangtags) weiter optimiert werden. Die entsprechenden Einsparungsmaßnahmen werden bereits in 2023 in einzelnen Produktkategorien sichtbar sein. Im Bereich Mehrweglösungen wurde in Österreich ein weiterer Praxistest mit Mehrwegversandtaschen durchgeführt, um offene Fragestellungen in diesem Bereich zu untersuchen. 2023 folgt dann in Deutschland ein Test mit eigenen Mehrwegversandtaschen, um unter anderem die intralogistischen Prozesse bei mehrmaligen Umläufen der Taschen zu testen. Darüber hinaus werden seit Ende 2022 in den deutschen Tchibo Filialen Mehrwegbecher angeboten.
Die kundenrelevante Wahrnehmung des Tchibo Nachhaltigkeitsengagements konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden. Im Fokus stand die dauerhafte Sichtbarkeit von Nachhaltigkeitsbotschaften an produktnahen und reichweitenstarken Kommunikationspunkten. Hierzu zählten unter anderem die Weiterentwicklung von aussagekräftigen Botschaften auf Non Food-Produktverpackungen und im Online-Shop. Zudem erfolgte eine Einführung von Nachhaltigkeitsbotschaften auf Produktetiketten und auf den Versandkartons. Im Bereich Kaffee wurde für die Sorte Tchibo BARISTA im Sommer eine 360-Grad-Kampagne unter dem Motto "Genuss zum FAIRlieben" in Kooperation mit Fairtrade umgesetzt.
Detaillierte Informationen können im Tchibo Nachhaltigkeitsbericht unter www.tchibo-nachhaltigkeit.de abgerufen werden.
Die Zahl der Mitarbeitenden (Beschäftigungsverhältnisse im Quartalsdurchschnitt) nahm im Vergleich zum Vorjahr mit 11.318 Beschäftigten (Vorjahr: 11.237 Beschäftigte) leicht zu.
Als Familienunternehmen ist Tchibo davon überzeugt, dass die wichtigste Ressource des Unternehmens seine Mitarbeitenden sind. Daher unterstützt Tchibo seine Mitarbeitenden, berufliche und familiäre Ziele miteinander in Einklang zu bringen, sowie bei der körperlichen und psychischen Gesunderhaltung. In Deutschland wurden die im Vorjahr getroffenen staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie gesetzlich aufgehoben. Die während der COVID-19-Pandemie geltende Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten wurde mit der gesetzlichen Aufhebung der staatlichen Pandemiemaßnahmen gekündigt. Stattdessen gilt seit Juli 2022 die Betriebsvereinbarung "Hybrides Arbeiten", die es den Mitarbeitenden ermöglicht, circa 40% ihrer Arbeitszeit mobil zu arbeiten. Im Jahr 2022 bestand keine pandemiebedingte Notwendigkeit zur Schließung von Filialen. Daher wurde die im Vorjahr geltende Betriebsvereinbarung zur Regelung der Kurzarbeit in den Filialen und einzelnen weiteren Bereichen im Innendienst gekündigt. Der Regelbetrieb konnte ganzjährig aufrechterhalten werden. Am 1. Oktober 2022 wurde die neue Arbeitsschutzverordnung zur Abwehr von COVID-19 veröffentlicht. Das für Tchibo geltende Hygienekonzept greift auf die bereits zuvor erprobten Maßnahmen zurück. Diese umfassten neben Abstandsregeln auch die unentgeltliche Zurverfügungstellung von Masken und COVID-19-Tests.
Mit dem Ziel, eine familienbewusste Unternehmenskultur in allen Unternehmensbereichen und Standorten zu schaffen, die ein Arbeiten in Balance mit dem Privatleben ermöglicht, wurde Tchibo von der berufundfamilie Service GmbH zertifiziert. Seither wurden zahlreiche Ziele wie beispielsweise Vertrauensarbeitszeit, individuelle Schicht- und Teilzeitmodelle, unbezahlte Freistellung, Belegplätze in Kitas in Hamburg, Ferienprogramme, Einsatz eines professionellen Dienstleisters für Familienservices sowie Flexibilisierung des Arbeitsorts umgesetzt.
Das betriebliche Gesundheitsmanagement verfolgt die körperliche und psychische Gesunderhaltung der Mitarbeitenden. Hierzu wurden gesundheitsfördernde Maßnahmen zu den Schwerpunkten psychische Gesundheit, medizinische Beratung, Arbeitsschutz sowie Bewegung und Ernährung für die bundesweiten Standorte entwickelt.
Diverse Angebote und Prozesse des Personalbereichs wie Seminare, Fortbildungen oder Einstellungsgespräche wurden aufgrund der Auswirkungen der Pandemie im Jahr 2022 weiterhin in digitaler Form durchgeführt. Im Laufe des Jahres gab es vermehrt die Möglichkeit, Angebote in Form von Präsenzveranstaltungen wahrzunehmen.
Für die Weiterentwicklung und kontinuierliche Optimierung der Talentgewinnungsprozesse wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Insbesondere für das Recruiting des Filialpersonals wurden innovative, niedrigschwellige Bewerbungsverfahren durchgeführt, wie zum Beispiel ein sprachgesteuerter Bewerbungsprozess ("Talk'n'Jobs") oder Bewerbertage, die direkt in den Filialen vor Ort stattfanden. Darüber hinaus wurde eine Software ("MARS") implementiert, mit der Tchibo den Stellenvermarktungsprozess für alle Zielgruppen analysieren kann, um neue Stellenanzeigen effizienter und wirksamer platzieren zu können.
Im Bereich der Nachwuchsförderung wurden im Jahr 2022 erstmalig zwei neue Traineeprogramme eingeführt. Hinzugekommen sind die Programme "International Business" und "Traineeship Marketing & Communication". Des Weiteren wurde ein Talentbindungsprogramm ("Tchibo Qualifier") eingeführt, durch welches Potenzialkandidatinnen und -kandidaten innerhalb der Praktikantinnen und Praktikanten sowie in der Gruppe der Werkstudierenden zielgerichtet identifiziert und für künftige Einstiegspositionen an das Unternehmen gebunden werden sollen.
Im Bereich "Diversity-Management" wurde ein Leitfaden für gendergerechte Sprache entwickelt. Zusätzlich wurde ein Netzwerk innerhalb interner Abteilungen sowie mit "Diversity-Managern" externer Unternehmen aufgebaut. Das Thema "Hybrides Arbeiten" stand auch im Jahr 2022 im Fokus der Teamentwicklungsmaßnahmen. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf den Themen Agilität, Projektmanagement, Resilienz und Change Management, zu denen es diverse Angebote für die Mitarbeitenden gab.
Infolge eines technischen Zwischenfalls am 24. Januar 2023 in der italienischen Tochtergesellschaft Comet SpA in Solbiate con Cagno/Lombardei mussten Teile der Produktion an diesem Standort außer Betrieb genommen werden. Es wurden unmittelbar umfassende Maßnahmen eingeleitet, um mögliche Lieferausfälle zu kompensieren. Beiersdorf geht derzeit von einem Erhaltungsaufwand im einstelligen Millionenbereich aus. Die Produktion eines großen Teils der Produkte kann, nach ersten Analysen, ohne Liefereinschränkungen an andere tesa-Produktionsstandorte verlagert werden. Eine vollständige Verlagerung ist voraussichtlich nicht möglich. Trotz eingeleiteter kompensatorischer Maßnahmen sind daher Umsatzausfälle nicht ausgeschlossen, deren Höhe zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht hinreichend quantifiziert werden kann.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Berichtsjahrs nicht eingetreten.
Wie schon die Jahre zuvor unterliegt die Weltwirtschaft auch im Jahr 2023 großen Unsicherheiten. Insbesondere das Potenzial politischer Konflikte birgt Risiken für die Weltwirtschaft im kommenden Jahr. Der russische Krieg gegen die Ukraine wirkte bereits negativ auf die Weltwirtschaft. Ebenfalls unklar ist die weitere Entwicklung des Konflikts. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass die ohnehin schon schwierige wirtschaftliche Situation sich weiter verschlimmert. Geldpolitisch wird weiter von einer globalen Straffung ausgegangen, wodurch sich eine globale Rezession abzeichnet. Jedoch wird erwartet, dass diese eher mild ausfallen wird und keinen ökonomischen Kollaps verursacht. Sollten die amerikanische und die europäische Zentralbank im Frühjahr auf den Rückgang der Inflation mit einem Ende des Zinserhöhungszyklus reagieren, würden die Anleiherenditen wieder fallen. Positiv zu beobachten ist, dass China von der Null-COVID-Politik abrückt. Es ist davon auszugehen, dass sich die Probleme hinsichtlich Lieferketten weiter entspannen werden.
Zwar ist davon auszugehen, dass sich die europäische Wirtschaft begleitet von einer weiterhin hohen Inflation und steigenden Zinsen durch die Europäische Zentralbank in eine milde Rezession entwickeln wird. Es ist jedoch kein Kollaps der Konjunktur zu erwarten. Das hat zum einen damit zu tun, dass die Gasversorgung, als eine wichtige Energiequelle, gesichert scheint. Zum anderen wird es politische Hilfen für die Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger geben. Durch die Entspannung hinsichtlich der Lieferkettenproblematik wird die europäische Wirtschaft in die Lage versetzt, angestaute Aufträge abzuarbeiten. All diese Faktoren werden sich mildernd auf das schlechte wirtschaftliche Umfeld auswirken. Nichtsdestotrotz werden private Ausgaben, Anlageinvestitionen sowie das Export- und Importgeschäft im Vergleich zu den Vorjahren voraussichtlich zurückgehen. Außerdem wird von einem steigenden Druck auf die Lohn- und Gehaltsstruktur ausgegangen, da die Gewerkschaften anstreben werden, in Tarifverhandlungen die Inflation auszugleichen.
Im Jahr 2023 wird für Deutschland mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts und einer Inflationsrate im einstelligen Bereich gerechnet. Es ist zu erwarten, dass die Energiepreise im Jahr 2023 wieder sinken werden. Daher werden nicht mehr die Kosten für Energie als wesentlicher Inflationstreiber erwartet, sondern das hohe Niveau der Lebensmittelkosten. Außerdem ist davon auszugehen, dass das produzierende Gewerbe die gestiegenen Produktionskosten bisher noch nicht vollständig an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben hat, was weitere Preissprünge für 2023 erwarten lässt. Grundsätzlich ist durch die übliche Wirkungsverzögerung der Geldpolitik in die Realwirtschaft, mit einer schwächeren Konjunktur im Frühjahr 2023 zu rechnen. Grundsätzlich wird jedoch ein milder Rezessionsverlauf für die deutsche Wirtschaft erwartet.
Durch das versetzte Wirken von Geldpolitik wird Anfang 2023 von einer schwächeren Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft ausgegangen. Obwohl die Inflationsrate abgeschwächt werden konnte, wird diese auch in 2023 bemerkbar bleiben. Die Wirkung der bereits vorgenommenen Zinsschritte wird sich erst langsam in der Realwirtschaft bemerkbar machen. Erst am Ende des kommenden Fiskaljahres dürfte sich die erste Leitzinssenkung durch die Federal Reserve andeuten. Beachtlich war jedoch schon das starke letzte Quartal 2022 der amerikanischen Wirtschaft. Wachstumstreiber war insbesondere der private Konsum. Daher ist davon auszugehen, dass eine sich anbahnende Rezession eher milde ausfallen wird. Die Immobilienwirtschaft ausgenommen, haben die meisten Wirtschaftssektoren in den USA die restriktivere Geldpolitik gut verkraftet.
Auch die Wachstumsmärkte bewegen sich ökonomisch im Rahmen der schwächelnden Weltwirtschaft. Gleichzeitig bieten sich Chancen, sich gut für die Zukunft zu positionieren und die Wirtschaft neu auszurichten. Die abrupte Abkehr von der Null-COVID-Politik der chinesischen Regierung kann zu erhöhten Infektionszahlen führen, welche insbesondere zu Beginn des Jahres 2023 das Wirtschaftswachstum dämpfen könnten. Ab dem zweiten Quartal des Jahres 2023 kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Wirtschaftstätigkeit Chinas sich wieder normalisieren wird. Außerdem ist zu erwarten, dass sich die Belastungen der chinesischen Immobilienwirtschaft dank staatlicher Unterstützungsmaßnahmen im Jahr 2023 verringern werden. Es wird davon ausgegangen, dass Russland einen erheblichen Inflationsanstieg erleben wird. Im Zusammenspiel mit dem Weiterwirken der Sanktionen gegen Russland ist von einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung auszugehen. Den südostasiatischen Schwellenländern steht im Jahr 2023 eine profitable Trendwende im Dienstleistungssektor bevor. Zwar bewegen sie sich innerhalb eines angespannten weltwirtschaftlichen Rahmens, jedoch kann davon ausgegangen werden, dass ein leichtes Wirtschaftswachstum zu beobachten sein wird. Für die indische Volkswirtschaft wird ein sinkendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts prognostiziert. Ursächlich werden im Wesentlichen das schwierige globale Finanzierungsumfeld und die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland sein. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum des Mittleren Ostens wird durch ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum der großen Volkswirtschaften und aufgrund der Möglichkeit einer Rezession in Europa geschmälert. Das langsamere Wirtschaftswachstum in den USA und China stellt ein Abwärtsrisiko dar, insbesondere für Entwicklungsländer, die Öl importieren und stärker auf den Handel mit Europa angewiesen sind.
Das Jahr 2023 startet aufgrund des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds auf einem sehr hohen Materialkostenniveau. Mittlerweile hat auf Märkten wichtiger Vorrohstoffe wie beispielsweise Aluminium, Silikon und natürlichen Ölen eine Korrekturbewegung eingesetzt, die zu positiven Preiseffekten im zweiten Halbjahr führen kann. Diese werden jedoch durch die Produktionskosteninflation der Lieferanten von Beiersdorf, vor allem im Zusammenhang mit der Energiemarktentwicklung überlagert.
Nach einem herausfordernden Jahr bleibt das Umfeld von Beiersdorf angesichts wirtschaftlicher und politischer Volatilität unsicher. Mit weiterhin hohen Rohstoffpreisen, anhaltenden Versorgungsengpässen, steigenden Inflationsraten und knappen Budgets der Verbraucherinnen und Verbraucher steht der für Beiersdorf relevante Kosmetikmarkt vor ständigen Herausforderungen. Die Erwartung eines inflationären Umfelds mit zunehmendem Risiko einer globalen Rezession hält an. Entsprechend erwartet Beiersdorf für das Gesamtjahr 2023 ein Marktwachstum in Wert aufgrund von umgesetzten Preiserhöhungen zur Kompensation von gestiegenen Produktkosten, jedoch aufgrund der zu erwartenden Konsumzurückhaltung einen Marktrückgang in Menge. Ein stärkeres Wachstum in Wert wird vor allem in den Hautpflegekategorien und in den Wachstumsmärkten sowie Nordamerika erwartet und vor allem im Online-Handel weltweit.
tesa erwartet für 2023 eine anhaltend volatile Geschäftsentwicklung. Vorsichtig planend geht das Unternehmen in Europa und Nordamerika für 2023 gegenüber dem Vorjahr von weniger positiven Impulsen für das Geschäft aus. In Asien rechnet tesa mit einem moderaten Wachstum, das sehr eng an die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft gekoppelt sein wird. Stark beeinflusst werden die Entwicklungen durch das Konsumklima sowie die fortschreitende Inflation in Europa, die Entwicklung des globalen Automobilmarkts und die eher zurückhaltenden Erwartungen in der Elektronikindustrie.
Der Handelsverband Deutschland - HDE e. V. (HDE) rechnet für 2023 mit einem real um 3 % und nominal um 2 % rückläufigen Einzelhandelsumsatz. Für den Online-Handel erwartet der HDE auch im kommenden Jahr aufgrund des veränderten Konsumverhaltens ein deutliches Wachstum von real 4 % und von nominal 8 %. Nach Ansicht des HDE werden die Unsicherheiten, die mit dem Ukraine-Krieg, der weiterhin negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie den sich weiter abschwächenden Lieferschwierigkeiten verbunden sind, voraussichtlich in 2023 bestehen bleiben. Ebenso werden sich die Preissteigerungen, insbesondere bei Energie und Lebensmitteln, fortsetzen und in der Folge zu einer Anpassung des Konsumverhaltens führen, da die Wohlstandsverluste über sinkende Realeinkommen zunehmend auch die Mittelschicht erreichen.
Hinsichtlich der Beschaffung der Handelswaren für das Gebrauchsartikelgeschäft von Tchibo wird mit einer Entspannung der Marktsituation im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Es werden geringere Kosten für Seefrachten und Containerkapazitäten sowie rückläufige Rohstoffpreise erwartet, allerdings wird mit einem Risiko durch die US-Dollar-Entwicklung gerechnet.
Die Tchibo betreffenden Rohkaffeenotierungen zeigten sich zu Beginn des Jahres 2023 zunächst auf dem Niveau zum Ende des Jahres 2022. Im weiteren Verlauf zu Jahresbeginn zeigten sich die Notierungen am Arabica-Markt schwächer und fielen zunächst auf 145 cts/lb, tendierten aber Ende Januar aufgrund kurzfristig aufgetretener Angebotssorgen aus Brasilien wieder fester bei 170 cts/lb. Die Robusta-Notierungen wurden dagegen durch eine höhere industrielle Nachfrage nach günstigem Robusta-Kaffee gestützt. Die Kurse stiegen bis Ende Januar auf knapp 2.000 USD/to. Das Jahr 2023 wird im Hinblick auf die Rohkaffeenotierungen weiterhin durch eine erhöhte Unsicherheit geprägt sein. Aufgrund der suboptimalen klimatischen Voraussetzungen in Brasilien führte die Blüte nur in moderatem Maße zum Kirschenansatz, so dass infolgedessen mit deutlichen Einbußen in der diesjährigen Arabica- und Robusta-Ernte gerechnet wird. Neben den möglichen Auswirkungen auf der Angebotsseite könnte im weiteren Jahresverlauf ein Drehen der aktuellen Short-Positionen der institutionellen Marktteilnehmer aufgrund der physischen Ausgangslage zu einem zusätzlichen Katalysator für steigende Preise werden.
Weiterhin ist im Kaffeegeschäft mit einer hohen Wettbewerbsintensität zu rechnen, da sowohl der Lebensmitteleinzelhandel infolge des gesunkenen Konsumklimas und der allgemeinen Preissteigerungen als auch der Discounthandel zum Nachweis seiner Preisführerschaft im Markt das Produkt Kaffee zunehmend als Mittel zur Erhöhung der Kundenfrequenz einsetzen. Tchibo ist sich der starken Wettbewerbssituation bewusst und wird - auf die Wettbewerbsintensität reagierend - neue Wege ins Auge fassen.
Regulatorische Änderungen erfordern im derzeitigen Umfeld besondere Anstrengungen des Unternehmens und können kurzfristig Kosten und somit Ergebnisbelastungen verursachen.
Der Übergang vom Jahr 2022 zum neuen Jahr 2023 ist geprägt von Unsicherheiten bezüglich einer anstehenden Rezession. Der signifikante Anstieg der Inflation durch den Ukraine-Krieg, Verknappungen der Rohstoffe und Engpässe in der Logistik sind hierbei die Haupttreiber. Daher wird für 2023 ein schwieriges Jahr für die Weltwirtschaft prognostiziert. Dennoch geht Beiersdorf zuversichtlich in das neue Jahr. Durch die gezielten zusätzlichen Investitionen, insbesondere im Bereich Digital, sowie den großen Anteil an alltäglichen Produkten in seinem Portfolio geht das Unternehmen im neuen Jahr davon aus, dass es im Unternehmensbereich Consumer gut positioniert ist und ein über dem Markt liegendes Wachstum erzielen kann.
Basierend auf einer soliden Finanzstruktur und einer starken Ertragsposition in Verbindung mit seinen engagierten Mitarbeitenden wird Beiersdorf mit seinem international erfolgreichen Markenportfolio auch künftig die Chancen nutzen, die sich dem Unternehmen bieten. Umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für erfolgreiche, an den Wünschen der Verbraucherinnen und Verbraucher orientierte Innovationen werden durch gezielte Marketingmaßnahmen gestützt und schaffen nachhaltiges Vertrauen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Unabhängig von dem Wachstum des Hautpflegemarkts wird Beiersdorf weiterhin ein über dem Markt liegendes Wachstum erzielen. Beiersdorf erwartet für den globalen Hautpflegemarkt eine anhaltende Verbesserung auch im Jahr 2023. Unter dieser Annahme geht Beiersdorf für das Consumer Geschäft von einem organischen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich aus. Die operative EBIT-Umsatzrendite des laufenden Geschäfts ohne Sondereffekte wird im Unternehmensbereich Consumer 50 Basispunkte über dem Vorjahresniveau erwartet.
Die Wachstumserwartung von tesa für das kommende Jahr liegt leicht über der Weltmarktentwicklung. Dies gilt sowohl für das Geschäft mit Endkonsumentinnen und Endkonsumenten als auch mit den Industriekunden. Die enge Zusammenarbeit mit der Elektronikindustrie im asiatischen Raum ist weiterhin konstruktiv, allerdings stellt der Projektcharakter der Zusammenarbeit wie bisher ein hohes Schwankungsrisiko dar. Durch fortlaufende Investitionen in Forschung und Entwicklung innovativer Produkte erwartet tesa eine Stärkung der Marktposition. Unter der gleichen Unsicherheit in Bezug auf die Marktentwicklung 2023 erwartet Beiersdorf für das Geschäft mit tesa ebenfalls ein über dem Markt liegendes Umsatzwachstum. Unter dieser Annahme wird das organische Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich liegen. Die operative EBIT-Umsatzrendite des laufenden Geschäfts ohne Sondereffekte wird leicht unter Vorjahr liegen.
Auf Basis der Prognose der beiden Unternehmensbereiche geht Beiersdorf für den Konzern von einem organischen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich aus. Die operative EBIT-Umsatzrendite des laufenden Geschäfts ohne Sondereffekte erwartet Beiersdorf für den Konzern leicht über Vorjahresniveau.
Der Ausblick von Tchibo für das Jahr 2023 geht aufgrund eines weiterhin schwachen Konsumklimas, das unter anderem durch die hohe Inflation und die hohen Energiepreise getrieben ist, von einem Umsatz leicht über dem Niveau des Vorjahres bei einem deutlich verbesserten und positiven EBIT aus.
Zukunftsgerichtete Projekte, wie Investitionen in die stationären Vertriebe, die Internationalisierung und in die Digitalisierung, werden weiter vorangetrieben.
Aufgrund der dargestellten Herausforderungen in weiten Teilen der Welt und der daraus resultierenden außergewöhnlich hohen Unsicherheit hinsichtlich der Zukunftsaussichten für die Absatzmärkte und die Geschäftsentwicklung ist die Prognosefähigkeit des maxingvest Konzerns wesentlich beeinträchtigt.
Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Lage und der geplanten Entwicklung der Tochterunternehmen erwartet der Vorstand für den maxingvest Konzern eine leichte Verbesserung des Umsatzes sowie ein EBIT deutlich über dem Vorjahresniveau.
Der Vorstand ist davon überzeugt, dass der maxingvest Konzern mit seinen starken Marken, bewährten und neuen Produkten sowie den engagierten Mitarbeitenden auch weiterhin für die künftige Entwicklung gut aufgestellt ist.
Der maxingvest Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken und Chancen ausgesetzt. Diese resultieren unter anderem aus dem unternehmerischen Handeln mit dem Ziel, Chancen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erschließen und zu nutzen. Risiken und Chancen umfassen spezifische Ereignisse und Entwicklungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und wesentliche negative beziehungsweise positive finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Erreichung der Ziele des maxingvest Konzerns haben können. Der maxingvest Konzern setzt ein integriertes Risiko- und Chancenmanagementsystem ein, um die wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent durch gegensteuernde Maßnahmen zu begrenzen. Das Risikomanagement wird in der Konzernzentrale koordiniert.
Im maxingvest Konzern ist das Risiko- und Chancenmanagementsystem ein integraler Bestandteil der zentralen und dezentralen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse in den einzelnen Gesellschaften, auf Ebene der Unternehmen Beiersdorf und Tchibo sowie auf Konzernebene. Ergänzt wird das Risiko- und Chancenmanagement durch die jeweiligen rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsysteme, die verschiedenen in- und externen Überwachungsgremien - unterstützt von der internen Revision - sowie die externen Prüferinnen und Prüfer.
Das Risiko- und Chancenmanagement orientiert sich direkt an der Unternehmensstrategie und unterstützt den maxingvest Konzern dabei, seine Potenziale zu erkennen und optimal auszuschöpfen. So ermöglichen beispielsweise regelmäßig durchgeführte Kundschafts- und Wettbewerbsanalysen eine zeitnahe Reaktion auf das dynamische Marktgeschehen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden dabei konkrete Marktrisiken und -chancen abgeleitet.
Der maxingvest Konzern geht Risiken aktiv nur dann ein, wenn diesen die Chance auf eine angemessene Wertsteigerung entgegensteht und sie mittels anerkannter Methoden und Maßnahmen innerhalb der jeweiligen Organisation handhabbar sind. In Fällen, in denen eine vollständige Vermeidung von Risiken nicht möglich oder sinnvoll ist, werden sie durch geeignete Maßnahmen reduziert oder auch auf Dritte transferiert, beispielsweise auf Versicherungsunternehmen.
Im Risikomanagementprozess werden mittels periodisch vorgenommener Inventuren die wesentlichen Risiken gemeinsam mit den risikosteuernden Maßnahmen strukturiert identifiziert, bewertet, dokumentiert sowie nachfolgend kommuniziert. Die entsprechenden Grundsätze, Reporting- und Rückkopplungsprozesse sowie die entsprechenden Verantwortlichkeiten sind in einer konzernweit gültigen Richtlinie geregelt. Diese wird regelmäßig aktualisiert.
Der maxingvest Konzern unterscheidet strategische, funktionale und operative Risiken. Dabei werden unter strategischen Risiken grundsätzliche Rahmenbedingungen, Entwicklungen und Ereignisse betrachtet, die geeignet sein könnten, das Geschäftsmodell des Konzerns oder seiner Unternehmen wesentlich zu beeinflussen. Funktionale Risiken sind geschäftsmodellimmanente Herausforderungen. Ihnen wird von den verschiedenen Fachfunktionen in aller Regel auf Ebene der Unternehmen sowohl durch dauerhafte aufbau- und ablauforganisatorische als auch durch konkrete Einzelmaßnahmen begegnet. Insbesondere im strategischen und funktionalen Risikomanagement sind auch die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und Chancen integriert. Operative Risiken und Chancen sind Sachverhalte, die die konkreten kurzfristigen Umsatz- und Ergebnisentwicklungen der Unternehmen beeinflussen können.
Diesen Risikokategorien sind adäquate Betrachtungszeiträume zugeordnet, die für strategische Risiken grundsätzlich fünf Jahre, für funktionale Risiken in der Regel zwei Jahre und für kurzfristige operative Risiken ein Jahr betragen.
Die Darstellung einzelner Risiken erfolgt in der konzerninternen Berichterstattung einheitlich durch Positionierung innerhalb des sogenannten Risiko-Radars. Die verschiedenen Felder spiegeln die für die Gesellschaft wesentlichen unternehmensinternen und -externen Themenbereiche zusammengefasst wider, aus denen sich Ursachen für Risiken ergeben können.
Die nachfolgende Grafik zeigt schematisch die Struktur des Risiko-Radars von strategischen Risiken:
Zudem werden die Risiken pro Kategorie auf der Grundlage ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der potenziellen finanziellen und nichtfinanziellen Auswirkungen bei Eintritt des Risikos klassifiziert. Es werden Nettorisiken betrachtet, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten und deren Auswirkungen nach Durchführung von risikosteuernden Maßnahmen - beziehungsweise bei Vorliegen konkreter Planungen unter deren Berücksichtigung - ermittelt werden.
Vorstand und Aufsichtsgremien werden regelmäßig auf Ebene der Unternehmen Beiersdorf und Tchibo sowie auf Konzernebene über die Risikolage informiert. Daneben stellen direkte Informationswege sicher, dass plötzlich auftretende, wesentliche Risiken darüber hinaus sofort der Unternehmensführung gemeldet werden.
Wie bereits im Vorjahr haben sich Vorstand und Aufsichtsrat bei der Auseinandersetzung mit den wesentlichen Risiken und Chancen intensiv mit dem Vergleich des aktualisierten, qualitativ und quantitativ aggregierten Risikoportfolios zur finanziellen, ebenfalls aktualisierten Gesamt-Risikotragfähigkeit beschäftigt. Dabei war das Ziel erneut, zu ermitteln, ob auf dieser Basis die bisherige Gesamtbeurteilung der Risikolage verändert werden müsste.
Zur Sicherstellung einer höchstmöglichen Transparenz und Nachvollziehbarkeit wird die finanzielle Risikotragfähigkeit des maxingvest Konzerns prospektiv für einen Zeitraum von 24 Monaten ab dem Bilanzstichtag des laufenden Geschäftsjahrs auf Basis der verfügbaren finanziellen Vermögenswerte zuzüglich verfügbarer Kreditlinien und unter Berücksichtigung von Rentabilitätstrends und Liquiditätsentwicklungen ermittelt.
Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit basiert auf einem konservativen Ansatz, da sie grundsätzlich mögliche und durchaus bedeutsame kurzfristige Erhöhungen der Liquidität bewusst außer Acht lässt, die in tatsächlichen Krisensituationen abgestuft eingesetzt werden könnten. Zu diesen Erhöhungen zählten zum Beispiel die Neubeschaffung und/oder Erhöhung von Kreditlinien, die Auflösung stiller Reserven, die Veräußerung von Anlagevermögen, einzelnen Geschäftsfeldern oder den im Bestand von Beiersdorf befindlichen eigenen Aktien bis hin zu zeitweiser Aussetzung der Dividendenzahlung oder Verringerung der beabsichtigten Investitionen in den Markt.
Als Ergebnis des Vergleichs der Risikolage mit der entsprechenden Tragfähigkeit lässt sich festhalten, dass das derzeitige, im Berichtsjahr neu bewertete Risikoportfolio im relevanten Betrachtungszeitraum der nächsten zwei Jahre nicht im Stande wäre, eine bestandsgefährdende finanzielle Situation herbeizuführen.
Die im Berichtsjahr 2022 neu aufgetretenen beziehungsweise sich teils deutlich verschärften wirtschaftlichen und politischen globalen Rahmenbedingungen haben zu einer umfangreichen Überprüfung der Einschätzungen der strategischen Risiken durch die Unternehmen im maxingvest Konzern geführt. Als ein Ergebnis dieser Prüfung haben die Unternehmen die in ihrer Definition teilweise nachgeschärften Risiken im Vergleich zum Vorjahr quantitativ höher eingeschätzt.
Erhalt und Ausbau des Werts der großen verbrauchernahen Marken mit ihrer breiten Tragfähigkeit sind für die wirtschaftliche Entwicklung von Beiersdorf weiterhin von entscheidender Bedeutung. Wesentlich hierfür ist das immer wieder neu zu bestätigende Vertrauen der Kunden und insbesondere der Konsumentinnen und Konsumenten der Produkte. Beiersdorf hat sein Risikomanagementsystem darauf ausgerichtet, dieses Vertrauen jederzeit in vollem Umfang zu rechtfertigen und so den Wert seiner Marken dauerhaft und erfolgreich zu schützen. Beiersdorf prüft kontinuierlich seine internen Prozesse in allen Bereichen des Unternehmens, um bei eventuellem Auftreten von potenziell rufschädigenden beziehungsweise rufgefährdenden Vorgängen angemessen, sachlich korrekt und wirkungsvoll reagieren zu können. Beiersdorf geht davon aus, dass dies, gemeinsam mit allen im Folgenden beschriebenen Aktivitäten zur Optimierung der Qualität seiner Produkte und seines gesamten Marktauftritts, dazu beitragen kann, dass es bei trotzdem auftretenden möglichen Reputationsproblemen zu keinem kritischen Sachverhalt kommen kann. Dies gilt sowohl für seine Marken als auch für das Unternehmen als Ganzes. Gleichzeitig erlauben unter anderem die umfangreichen Maßnahmen, die Beiersdorf sowohl in der Umsetzung als auch in der Kommunikation in Bezug auf Nachhaltigkeit, Diversity und weitere Aspekte der Corporate Social Responsibility (CSR) realisiert hat, die Risiken für die Reputation seiner Marken und seines Unternehmens insgesamt als lediglich signifikant und unwahrscheinlich einzustufen.
Die sich verändernden Wünsche und Verhaltensweisen seiner Kunden, insbesondere aber der Konsumentinnen und Konsumenten hat Beiersdorf im Rahmen der Schärfung der strategischen Risikodarstellung nunmehr deutlicher thematisch voneinander abgegrenzt. Die weiter wachsenden Erwartungen in Bezug auf die Digitalisierung einerseits und andererseits die Anforderungen, denen sich das Unternehmen im Verhältnis zur Öffentlichkeit in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und allgemein guter Unternehmensführung (auch bezeichnet als ESG-Anforderungen) stellt, erfordern ganz unterschiedliche Aktivitäten zu ihrer erfolgreichen Bewältigung. In der abgelaufenen Periode hat Beiersdorf die Kontaktmöglichkeiten insbesondere mit seinen Endkundinnen und Endkunden weiter ausgebaut. Hierzu nutzt das Unternehmen eine wachsende Anzahl von Plattformen in den Bereichen E-Commerce, Social Media und die direkte Ansprache durch eigene Internetauftritte sowie weitere immer vielfältigere Instrumente bis hin zu einzelnen sehr breit wahrgenommenen Aktionen der direkten Kontakt- und Austauschmöglichkeit mit seinem Topmanagement. Daneben unterstützt Beiersdorf seine direkten Handelspartner in vielfältiger Weise durch eine kontinuierliche Ausweitung der elektronischen Austauschmöglichkeiten verknüpft mit zum Beispiel wechselseitigen Hinweisen auf Internetauftritte.
Neben weiteren Nachhaltigkeitskriterien beachtet Beiersdorf insbesondere die Diskussionen zur Vermeidung von bestimmten Verpackungs- und Einsatzmaterialien, unter anderem durch das aufmerksame Monitoring des " European Green Deals". Die im Vorjahr verkündete neue Plastikkreislaufstrategie setzt das Unternehmen ebenso konsequent fort wie auch seine Bestrebungen zur Entwicklung und dem Einsatz nachhaltiger Verpackungs- und Nutzungskonzepte. Gleichzeitig stärkt Beiersdorf auch das Bewusstsein seiner Mitarbeitenden und Führungskräfte durch eine ausführliche Berichterstattung über die vielfältigen sowohl dezentralen als auch firmenweiten Aktivitäten, die sich sowohl mit dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit, angefangen von lokalen Umweltschutzaktionen in diversen internationalen Tochtergesellschaften bis hin zu einem firmenweiten Nachhaltigkeits-Summit, als auch mit dem klaren Bekenntnis zu "Diversity & Inclusion" beschäftigen.
Trotz der genannten Unterschiede schätzt Beiersdorf Risiken sowohl aus dem sich einerseits verändernden Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung als auch der stetig steigenden öffentlichen Erwartungen an das Unternehmen in Bezug auf Umweltschutz, Nachhaltigkeit und sein Verhalten als "Corporate Citizen" weiterhin jeweils als kritisch und wahrscheinlich ein.
Durch eine am nachhaltigen Erfolg seiner Marktaktivitäten orientierte Steuerung stellt Beiersdorf sicher, dass das Unternehmen sowohl marken- und produktbezogen als auch regional in zukunftsträchtige Märkte investiert. Beiersdorf betreibt hierzu aktiv unter anderem das Screening neuer Geschäftsfelder sowie die selektive Beteiligung an Start-ups (einschließlich sogenannter Accelerator-Programme), durch die das Unternehmen spezialisiertes Know-how aus Forschung und Entwicklung schnell für sich nutzbar machen kann. In seine konkreten Planungen hat das Unternehmen dabei nur bereits greifbare Ergebnisse einfließen lassen. Auch hier hält Beiersdorf über seine Planungen hinausgehende, zusätzliche Marktchancen zwar für möglich, hat sie jedoch im Rahmen einer vorsichtigen Einschätzung aus der Ermittlung des Nettorisikoportfolios herausgenommen.
In der Berichtsperiode hat sich die globale politische Lage - teils erheblich - weiter verschlechtert. Insbesondere der Krieg in der Ukraine sowie die teils immer noch mit den Auswirkungen der Pandemie verbundenen Beschränkungen, ergänzt durch Spannungen sowohl im chinesisch-amerikanischen als auch im amerikanisch-europäischen Verhältnis, behindern die weitere Entwicklung in einigen der Märkte, in denen Beiersdorf tätig ist. Das Unternehmen hat die nach seiner bestmöglichen Einschätzung konkreten Negativauswirkungen in seinen Planungen entsprechend berücksichtigt, betrachtet die damit verbundenen, verbleibenden Risiken insgesamt jedoch als kritisch und sehr wahrscheinlich.
Risiken in der Beschaffung bezüglich Verfügbarkeit, Liefertreue und der in der Betrachtungsperiode weiter stark gestiegenen Kosten bei Rohstoffen, Packmaterialien und sonstigen Einsatzprodukten, natürlichen Ressourcen und Energie sowie der Inanspruchnahme von Dienstleistungen begegnet Beiersdorf sowohl durch ein kontinuierliches Monitoring seiner Märkte und Lieferanten als auch durch ein adäquates Vertragsmanagement sowie eine gezielte Steuerung der Aktivitäten in Bezug auf Umfang, Zeitpunkt und Frequenz der einzelnen Einkäufe. Strategische Partnerschaften sind dabei wichtige Bestandteile der aktiven Steuerung des Lieferantenportfolios ebenso wie interne Programme, die die Agilität der gesamten Wertschöpfungskette und deren Resilienz bei Störungen sicherstellen sollen. Daneben ist Beiersdorf im Rahmen der Fortsetzung seines breit angelegten "Value Engineering"-Projekts weiterhin auf der intensiven Suche nach Kostensenkungspotenzialen im gesamten Wertschöpfungsprozess. Neben den in seinen Planungen bereits enthaltenen Erwartungen schätzt Beiersdorf die zusätzlichen strategischen beziehungsweise funktionalen Risiken im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit und der Preisentwicklung auf der Beschaffungsseite insgesamt als kritisch beziehungsweise erheblich, aber unwahrscheinlich ein.
Das Risiko aus der Bedrohung seiner und der IT-Systeme seiner direkten Geschäftspartner hat Beiersdorf im Rahmen der Überprüfung seiner strategischen Risiken nunmehr mit anderen, ähnlich wirkenden Zugangsbeschränkungen beziehungsweise den Nichtverfügbarkeiten kritischer Infrastruktur zusammengefasst. Hierzu zählt Beiersdorf sowohl verschiedene IT-bezogene Themen wie den teilweisen oder vollständigen Ausfall des Internets als auch Einschränkungen zum Beispiel der physischen Transportmöglichkeiten. Dabei konnte Beiersdorf sich auch im Jahr 2022 erfolgreich gegen direkte und indirekte Angriffe auf seine eigenen IT-Systeme durch weitergehende Verbesserungen der IT-Infrastruktur, die steigende Nutzung von Cloudservices bei gleichzeitig weiter steigender Standardisierung seiner Anwendungssysteme in allen Bereichen sowie vielfältige Absicherungsmechanismen der mobilen Arbeitsweise im Rahmen des Homeoffice wehren. Daneben stattet Beiersdorf zum Beispiel seine wertschöpfungsrelevanten IT- und Produktionsstätten mit Notstromaggregaten und autonomen Energiegewinnungsanlagen aus, die zumindest teilweise etwaige Ausfälle abfedern können. Beiersdorf ordnet Risiken aus diesem Bereich insgesamt für das Unternehmen als lediglich signifikant, aber weiterhin als wahrscheinlich ein.
In einer weiteren teilweisen Überarbeitung seiner Risikodarstellung hat Beiersdorf externe Risiken aus stetig steigenden regulatorischen Anforderungen nunmehr themenübergreifend zusammengefasst. Beiersdorf bezieht sich dabei sowohl auf verschärfte Vorschriften zu Einsatz und Verwendung von bestimmten Rohstoffen und Packmaterialien als auch zum Beispiel auf die Entwicklung von stetig wachsenden Informations- und Dokumentationspflichten bei Datenschutz und Verbraucherkontakten. Beiersdorf bewältigt diese Herausforderungen im erstgenannten Fall durch die Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die das Unternehmen durch spezialisierte Regulatory-Affairs-Funktionen wirksam und vorausschauend so unterstützen, dass es zum Beispiel ein potenzielles, kurzfristig anberaumtes Verbot bestimmter Einsatzstoffe durch geeignete Alternativformulierungen rechtzeitig beantworten kann. Trotzdem kann Beiersdorf das Risiko, dass das Unternehmen trotz aller Vorkehrungen gegebenenfalls nicht rechtzeitig in der Lage wäre, diese in seinen Rezepturen kurzfristig zu ersetzen, nicht vollständig ausschließen und bewertet dieses Risiko als wahrscheinlich, wenn auch nur signifikant.
Zum anderen hilft Beiersdorf das nun schon seit einigen Jahren erfolgreich europaweit im Einsatz befindliche Datenschutzsystem, einen sicheren Umgang mit sensiblen Daten des Unternehmens und seiner Geschäftspartnern sowie Konsumentinnen und Konsumenten kontinuierlich zu gewährleisten, zum Beispiel bei der Entwicklung und Nutzung seiner Auftritte in den sozialen Medien oder bei der Entwicklung neuer Softwarelösungen. Ergänzt werden diese Bemühungen durch klare interne Verhaltensregeln, transparente Führungsstrukturen, begleitet von umfangreichen Schulungs- und Kontrollaktivitäten sowie, im Fall des Datenschutzes, weiteren Unternehmungen zum weltweiten Rollout. Risiken aus den hier genannten Themenkreisen schätzt Beiersdorf weiterhin als lediglich signifikant und unwahrscheinlich ein.
Es besteht das Risiko, dass die allgemeinen makroökonomischen Faktoren (Inflation, Energiekrise, steigende Zinsen) zu einer Verunsicherung der Bevölkerung und damit zu nachhaltig negativen Auswirkungen auf die verfügbaren Einkommen der Konsumentinnen und Konsumenten für die Tchibo-relevanten Warengruppen führt. Diesem Risiko soll mit einem konsequenten Margen-Management und einem auf die jeweiligen Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten ausgerichteten Produktsortiment begegnet werden. Das Risiko schätzt Tchibo als kritisch und wahrscheinlich ein.
Tchibo unterliegt als Einzelhändler im Non Food-Segment grundsätzlich dem Risiko einer Sättigung in Einzelmärkten, das zu stagnierenden oder zurückgehenden Absätzen führen kann. Diesem Risiko soll durch eine innovative Produktpolitik begegnet werden, die Trends und Stimmungen in den relevanten Absatzmärkten genau beobachten und entsprechend reagieren soll. Damit soll gewährleistet werden, dass Wachstumspotenziale in sich neu ergebenden nationalen und internationalen Einzelmärkten ausgeschöpft werden. Das strategische Risiko bewertet Tchibo als kritisch und sehr wahrscheinlich.
Das Non Food-Geschäft im Fachhandel (Depot) hat für Tchibo eine hohe Bedeutung. Es besteht das kritische und wahrscheinliche Risiko, dass das Non Food-Geschäft von Tchibo für die Depotpartner unattraktiv wird und die Depotpartner dieses Geschäft nicht mehr fortführen. Diesem Risiko soll mit einer weiteren Digitalisierung des Depotgeschäfts, einer Sortiments- und Warensteuerung über moderne Predictive-Methoden sowie einer differenzierten Format- und Lagenstrategie begegnet werden.
Im Bereich Kaffee sieht sich Tchibo dem Risiko eines steigenden Wettbewerbsdrucks ausgesetzt. Diesem strategischen Risiko soll mit einer kontinuierlichen Premiumisierung von Kaffee über alle Segmente, der Entwicklung und Umsetzung einer Kapsel- und Maschinen-Strategie sowie der Internationalisierung in neue Märkte begegnet werden. Das Risiko schätzt Tchibo aufgrund seiner sehr guten Marktposition als signifikant und unwahrscheinlich ein.
Die fortwährende Veränderung der Handelslandschaft, welche aktuell durch eine zunehmende Handelskonzentration, einen erhöhten Wettbewerbsdruck im stationären Handel und den ungebrochenen Trend zum E-Commerce geprägt ist, stellt Tchibo vor Herausforderungen. Diesen Herausforderungen soll mit einer differenzierten Format-und Lagenstrategie sowie einer Modernisierung des Stationärvertriebs, der Stärkung des E-Commerce sowie einer übergreifenden Vertriebsstrategie über alle Vertriebskanäle (Crosschannel/Omnichannel) begegnet werden. Tchibo schätzt das Risiko als kritisch und sehr wahrscheinlich ein.
Die sich stark verändernde Handelslandschaft und immer schneller fortschreitende Technologiewechsel erfordern darüber hinaus ständige Investitionen in Infrastruktur und Systeme. Diesem kritischen und wahrscheinlichen Risiko soll mit fortlaufenden Investitionen in die für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens wesentlichen Bereiche begegnet werden.
Dem immer bedeutsamer werdenden Thema der Nachhaltigkeit im Sinne von ökologischer und sozialer Verantwortung soll mit einem breiten nachhaltigen Warenangebot, innovativen Lieferkettenprogrammen, einer hohen Expertise im gesamten Bereich der Nachhaltigkeit sowie einer hohen Innovationskraft begegnet werden. Für Tchibo ergeben sich insbesondere Chancen, da das Unternehmen aufgrund seines langjährigen Engagements ein hohes Vertrauen und eine hohe Glaubwürdigkeit als Nachhaltigkeitsleader in Deutschland und bei internationalen Stakeholdern aufgebaut hat. Die Risiken aus diesem Themenkomplex schätzt Tchibo daher als signifikant und unwahrscheinlich ein.
Der generelle Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel stellt für Tchibo ein signifikantes und sehr wahrscheinliches Risiko dar. Diesem Risiko soll mit einer modernen Unternehmens- und Führungskultur und einem zielgruppenspezifischen Recruiting und Employer Branding begegnet werden.
Das Fundament von Tchibo bildet eine starke Marke, mit der die Kundinnen und Kunden Werte wie Qualität, Verantwortung, Vertrauen, aber auch Nähe, Lebensfreude und Inspiration verbinden. Langfristige Kundenbeziehungen sichert Tchibo durch die Erlebbarkeit der Markenwerte und das Versprechen, dass bei Tchibo jede und jeder Tag für Tag wirklich Gutes entdecken kann. Sämtliche Sachverhalte, die die Marke oder die Beziehung zu den Kundinnen und Kunden nachhaltig schädigen, stellen für Tchibo ein Risiko dar. Durch sorgfältige Qualitätskontrollen, die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards sowie eine ausgewogene Kommunikationspolitik soll dieses Risiko wirkungsvoll begrenzt werden. Das Image der Marke Tchibo soll durch den Mut zur Innovation, verbunden mit dem Ziel, Markttrends zu erkennen und die Risiken und Chancen bei Einführung von neuen Produkten unter Berücksichtigung der Zielgruppen abzuwägen, getragen werden. Im Falle eines Ausbleibens dieser kreativen Wettbewerbsfähigkeit besteht das Risiko, dass Tchibo als Marke an Relevanz verliert. Um dies zu verhindern, baut Tchibo ein Lieferantenportfolio aus, das Qualität, Innovation und das Einhalten seiner Corporate Social Responsibility-Vorgaben sichern soll. Zudem fördert Tchibo kontinuierlich seine Mitarbeitenden und baut dynamische Prozesse bei der Produktentwicklung auf. Diese Maßnahmen erlauben es, die Eintrittswahrscheinlichkeit der kritischen Risiken für die Reputation der Marke als unwahrscheinlich einzustufen.
Für die Beschaffung von Non Food-Produkten haben global verschiedene Regionen eine hohe Bedeutung für Tchibo. Die durch den Klimawandel begünstigten zunehmenden Naturkatastrophen sowie geopolitische Konflikte können dazu führen, dass ganze Regionen oder Länder für die Beschaffung von Non Food-Produkten ganz oder teilweise ausfallen. Diesem kritischen Risiko mit einer unwahrscheinlichen Eintrittswahrscheinlichkeit soll mit einer ständigen Beobachtung der geopolitischen Entwicklungen sowie einer Analyse des Lieferanten-Portfolios und dem Aufbau von Alternativen begegnet werden.
Es besteht das grundsätzliche Risiko, dass die von Tchibo verkauften Produkte mangelhaft sind und eine Gesundheitsgefährdung für die Verbraucherinnen und Verbraucher darstellen. Diesem signifikanten Risiko mit einer unwahrscheinlichen Eintrittswahrscheinlichkeit soll mit einem ausgefeilten Qualitätssicherungssystem begegnet werden. Das verbleibende Restrisiko wird auf Versicherungen transferiert.
Für das Systemgeschäft von Tchibo sind spezifische Produktions- und Lagerstandorte inklusive ihrer IT-Infrastruktur ein integraler Bestandteil. Betriebsausfälle können zu einer signifikanten Beeinträchtigung der zeitkritischen Lieferkette führen. Zur Begrenzung dieses moderaten Risikos mit unwahrscheinlicher Eintrittswahrscheinlichkeit werden Notfallpläne, Anpassungsmaßnahmen sowie gezielte Versicherungslösungen eingesetzt.
Die IT-gestützten Geschäftsprozesse von Tchibo sind verschiedenen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Tchibo überprüft daher kontinuierlich seine Prozesse und Technologien, um die Sicherheit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit auf einem hohen Niveau zu halten. Die Systeme werden bei Bedarf unmittelbar aktualisiert und Prozesse angepasst. Außerdem werden die Mitarbeitenden regelmäßig zum Thema IT-Sicherheit informiert, um sichere Verhaltensweisen zu fördern. Für die als kritisch eingestuften Prozesse wurden Business-Continuity- Konzepte erstellt. Zur Absicherung des Restrisikos werden gezielte Versicherungslösungen eingesetzt. Die Zahl der Angriffe auf die IT-Infrastruktur großer deutscher Unternehmen nimmt weiter zu. Tchibo schätzt dieses Risiko daher als signifikant mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit ein.
Dem Risiko der Verletzung von datenschutzrechtlichen Bestimmungen soll mit einer Implementierung der zentralen Datenschutzprinzipien (Datensparsamkeit, Zweckbindung, Transparenz, Datensicherheit, gründliche Abwägung der Interessen) in allen Prozessen, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, begegnet werden. Das Risiko schätzt Tchibo als signifikant mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit ein.
Ein detailliertes Monitoring der Kundenbeziehungen, ein aktives Forderungsmanagement sowie der selektive Einsatz von Warenkreditversicherungen wirken im maxingvest Konzern Risiken durch Forderungsausfälle entgegen. Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Treasury Management auf der Basis weltweit geltender Richtlinien. Sie werden weitestgehend zentral gesteuert und gesichert. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche Handel, Abwicklung und Kontrolle beachtet. Vor diesem Hintergrund ergibt sich auch hier insgesamt ein wesentliches Risikopotenzial.
Potenzielle Ausfallrisiken im Zusammenhang mit der Anlage der Konzernliquidität werden im maxingvest Konzern dadurch begrenzt, dass Anlagen nur bei definierten sicheren Kontrahenten erfolgen. Das Kontrahentenrisiko wird täglich anhand von Ratings und haftendem Eigenkapital der Kontrahenten sowie fortlaufend aktualisierten Risikoindikatoren überwacht. Mithilfe dieser Parameter werden Höchstbeträge für Anlagen bei Partnerbanken und Wertpapieremittenten ermittelt (Kontrahentenlimits), denen regelmäßig die tatsächlich getätigten konzernweiten Anlagen gegenübergestellt werden. Der maxingvest Konzern hat den überwiegenden Teil seiner Liquidität in risikoarmen Titeln angelegt (wie zum Beispiel Staats-/Industrieanleihen und Pfandbriefe). Aufgrund der allgemein gestiegenen Volatilität schätzen maxingvest und Beiersdorf Marktrisiken aus der Anlage der freien Liquidität daher aktuell als signifikant, jedoch aufgrund der oben beschriebenen Maßnahmen als unwahrscheinlich ein.
Wie in vielen anderen Themenfeldern auch, stellen die mit dem Krieg in der Ukraine sowie der globalen COVID-19-Pandemie einhergehenden beziehungsweise darauf basierenden wirtschaftlichen Krisen, Volatilitäten und Engpasssituationen in den für den maxingvest Konzern wesentlichen Beschaffungs-, Transport- und Absatzmärkten weiterhin die bestimmenden Faktoren bei der Analyse und Bewertung der operativen Risiken dar. Insbesondere die fortgesetzten Materialpreissteigerungen mit weiter nicht vollständig abschätzbaren Entwicklungen stellen eine signifikante Herausforderung für die Margen- und Profitabilitätsentwicklung dar. Der maxingvest Konzern geht allerdings davon aus, dass die einzelnen Konzerngesellschaften in ihren Planungen die auf Basis der jeweiligen Marktbeobachtungen abgeschätzten maßgeblichen Effekte so weit berücksichtigt haben, dass aus heutiger Betrachtung über das eingeplante Volumen hinaus zusätzliche signifikante Risiken weiterhin als unwahrscheinlich erachtet werden können.
Das grundsätzliche Risiko einer Pandemie war in den Unternehmen des maxingvest Konzerns seit vielen Jahren in den funktionalen Risiken mit entsprechenden Maßnahmen abgebildet. In der aktuell abgelaufenen Periode hat sich die letztjährige Einschätzung der möglichen grundsätzlich schwerwiegenden Folgen, die der maxingvest Konzern in dieser Ausprägung jedoch weiterhin als unwahrscheinlich betrachtet, nicht verändert.
Das Geschäftsmodell von Tchibo mit seiner doppelten Diversifikation aus Kaffee und Gebrauchsartikeln sowie den verschiedenen Vertriebskanälen (eigene Shops, Fachhandel, E-Commerce, Export) hat sich während der COVID-19-Pandemie als sehr robust erwiesen.
Die stetig wachsenden globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und die damit verbundene Unsicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Verwerfungen in der globalen Supply Chain mit verspäteten Lieferungen und stark gestiegenen Frachtkosten haben das Ergebnis von Tchibo belastet und werden das Unternehmen auch noch weiterhin begleiten. Tchibo stuft dieses signifikante Risiko mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit ein.
Es besteht das kritische und wahrscheinliche Risiko, dass der Fachhandel versuchen wird Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen durch Konditionsanpassungen in den Verträgen mit Tchibo zu kompensieren. Dem Risiko soll mit einer Sicherung der Flächenproduktivität und Attraktivität der Fachhandelsoberfläche durch Einbau potenzialgerechter Möbelgrößen sowie durch eine enge und priorisierte Betreuung der Fachhandelspartner begegnet werden.
Beim Einkauf von Rohkaffee und Gebrauchsartikeln unterliegt Tchibo Preistrends. Rückläufige Preise und positive Kursentwicklungen werden dazu genutzt, vorteilhafte Einkaufskontrakte abzuschließen. Der Einkauf von Rohkaffee erfolgt auf internationalen Märkten und ist dabei dynamischen Marktpreisänderungen ausgesetzt. Mit dem Ziel, diesem Risiko entgegenzuwirken, werden die Preise nach strengen Richtlinien durch die Reichweitenpolitik abgesichert. Zudem erfolgt zur Absicherung des Volatilitätsrisikos im operativen Bereich des Rohkaffeeeinkaufs der Abschluss von Rohstoffterminkontrakten durch die Treasury-Abteilung der maxingvest ag im Namen und Auftrag von Tchibo. Bei der Beschaffung von Gebrauchsartikeln und Rohkaffee wird Tchibo mit Währungsrisiken konfrontiert, die durch Finanzinstrumente entstehen, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Risiken entstehen demnach aus Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten, wenn andere Währungen, insbesondere der US-Dollar, gegenüber dem Euro schwanken. Diese Kursrisiken werden ebenfalls durch die Treasury-Abteilung der maxingvest ag im Namen und Auftrag von Tchibo durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt.
Die verbleibenden, wichtigen operativen Nettorisiken ergeben sich aus rechtlichen oder steuerlichen Verfahren sowie Betriebsprüfungen. Diese Risiken wurden soweit möglich durch interne und externe Expertinnen und Experten angemessen und mit Vorsicht bewertet. Einschätzungen zu Verlauf und Ergebnissen von Rechtsstreitigkeiten sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Auf Basis der derzeit vorliegenden Informationen sind keine wesentlichen Belastungen für den maxingvest Konzern zu erwarten, die als wahrscheinlich einzuschätzen wären.
Das formale Monitoring der strategischen und funktionalen Risiken inklusive der entsprechenden mitigierenden Maßnahmen findet in den Konzernunternehmen einmal jährlich auf Ressort- und Vorstands- beziehungsweise Geschäftsführungsebene sowie anschließend in den Aufsichtsgremien statt. Daneben begleiten diese Themen natürlich ebenso wie die Beachtung der risikopolitischen Grundsätze jede wesentliche Geschäftsentscheidung, die auf den verschiedenen Ebenen in den Unternehmen des maxingvest Konzerns getroffen wird.
Das Monitoring der operativen Risiken und Chancen erfolgt in Ergänzung zu den oben genannten Berichten kontinuierlich im Rahmen des finanziellen Planungs-, Forecasting- und Reportingprozesses auf lokaler und zentraler Ebene. Hierbei wird darauf geachtet, dass unter Berücksichtigung getroffener beziehungsweise konkret geplanter Maßnahmen, zum Beispiel auch durch Bildung von Rückstellungen, alle eher wahrscheinlichen Umsatz- und Ergebniseffekte angemessen in die Finanzdarstellung direkt einfließen.
Unter Führung der Konzerncontrollingfunktion wird dies zusätzlich durch einen regelmäßigen Review wesentlicher Finanzkennzahlen der Konzerngesellschaften ergänzt, um potenziell kritische Entwicklungen schnell und zielgerichtet mit den Beteiligten ansprechen und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen einleiten zu können.
Aktuelle Informationen zur Risikoentwicklung fließen somit auch regelmäßig unterjährig in die Steuerungs- und Planungssysteme der Unternehmenseinheiten ein und sind Gegenstand der Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Durch die direkte Verzahnung von Risikoinventur- und Planungsprozess wird das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt und ein unternehmensweites Risikobewusstsein verankert.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die grundlegende Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit der wesentlichen Risiken sowohl in der Einzelbetrachtung als auch gesamthaft nicht verändert. Und auch wenn die Unternehmen des maxingvest Konzerns ihre Einschätzungen der möglichen finanziellen Auswirkungen bei Eintritt dieser Risiken teilweise merkbar erhöht haben, hat sich insgesamt kein Erfordernis zur qualitativen Neupositionierung speziell der strategischen Risiken ergeben.
Auch unter Berücksichtigung dieser aktualisierten Einschätzungen ergibt sich keine grundlegende Änderung der Bewertung der gesamthaften Risikolage. Wie im Vorjahr wurde diese Bewertung untermauert durch eine Gegenüberstellung des aktuellen, quantitativ wie qualitativ aggregierten Risiko-Gesamtprofils mit der konservativ ermittelten aktuellen Risikotragfähigkeit des maxingvest Konzerns. Die maxingvest ag sieht sich damit auch zu diesem Zeitpunkt in der Überzeugung bestärkt, dass keine bestandsgefährdenden Risiken, weder für den maxingvest Konzern insgesamt noch für einzelne Segmente seines Geschäfts, vorliegen.
Ziel des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems ist es, durch Implementierung geeigneter Grundsätze, Verfahren und Kontrollen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Buchführung und der Finanzberichterstattung des Abschlusses und des Lageberichts des maxingvest Konzerns sowie der maxingvest ag entsprechend den gesetzlichen Vorschriften sowie den relevanten Rechnungslegungsstandards sicherzustellen.
Der Umfang und die Ausrichtung des eingerichteten internen Kontrollsystems wurden durch den Vorstand anhand der konzernspezifischen Anforderungen ausgestaltet. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem besteht aus den Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilungsprozess, Kontrollaktivitäten, Information, Kommunikation und Überwachung.
Im Rahmen einer Analyse wurden die Posten und Positionen mit den wesentlichen Risiken für den Abschluss identifiziert, denen anschließend die zugrunde liegenden Prozesse zugeordnet wurden. Für diese Prozesse wurden konzernweit präventive, überwachende und aufdeckende Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen im Rechnungswesen, in der Informationsverarbeitung und in operativen Funktionen definiert. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem Funktionstrennungen, manuelle und IT-gestützte Genehmigungsprozesse nach dem Vier-Augen-Prinzip, IT-Kontrollen, Zugriffsbeschränkungen und Berechtigungskonzepte im IT-System sowie systemgestützte Verfahren zur Verarbeitung konzernrechnungslegungsbezogener Daten. Eine Aktualisierung dieser Maßnahmen erfolgt regelmäßig.
Die wesentlichen Rechnungslegungsprozesse der maxingvest ag und der meisten Tochtergesellschaften werden durch in- und externe Shared Service Center einheitlich - in Teilen mithilfe vollautomatisierter Prozesse - abgedeckt. Die rechnungslegungsbezogene Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften sowie die Konsolidierung erfolgen weitgehend mithilfe standardisierter IT-Systeme. Verfahrensanweisungen, standardisierte Meldeformate und IT-gestützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse unterstützen die rechnungslegungsbezogene Berichterstattung.
Der Konzernabschluss basiert auf einer von der maxingvest ag vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie. Auf Basis einer kontinuierlichen Analyse von Änderungen im regulatorischen Umfeld hinsichtlich Relevanz und Auswirkungen erfolgt eine laufende Anpassung dieser Richtlinie.
Auch der Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der Kontrollanforderungen und der Bilanzierungsrichtlinie von den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
Weiterhin gilt, dass auch angemessen und funktionsfähig eingerichtete Systeme keine absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Rechnungslegung gewährleisten. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Falle ihres Auftretens können sie zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontrollsystems führen.
Die Aufsichtsgremien und die interne Revision sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Kontrollsystem des maxingvest Konzerns eingebunden. Die interne Revision beurteilt systematisch die Integrität der Finanzbuchhaltung, die Effektivität des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie die Einhaltung der Compliance-Regeln. Als prozessunabhängige Instanz prüft sie risikoorientiert die Geschäftsprozesse, die installierten Systeme, die implementierten Kontrollen und die finanzielle Abbildung der Geschäftsvorgänge. Die Erkenntnisse aus den Prüfungen werden für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Geschäftssteuerung sowie der präventiven und detektiven Kontrollen genutzt.
Des Weiteren beurteilen die Konzernabschlussprüferinnen und Konzernabschlussprüfer gemäß § 317 Abs. 4 HGB sowie § 91 Abs. 2 AktG die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystems. Die interne Revision sowie die Konzernabschlussprüferinnen und Konzernabschlussprüfer berichten regelmäßig die Prüfungsergebnisse an die Aufsichtsgremien.
Der Finanz- und Audit-Ausschuss der maxingvest ag überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des internen Revisionssystems. Dabei werden neben Standardberichten regelmäßig auch vertiefende Analysen zu einzelnen Grundsatz- und/oder aktuell relevanten Themen zur Information herangezogen.
| in Mio. € | Anhang | 2022 | 2021 |
| Umsatzerlöse | (1) | 12.044 | 10.883 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | - 5.745 | - 4.897 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 6.299 | 5.986 | |
| Marketing- und Vertriebskosten | (2) | - 4.405 | - 4.042 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (3) | - 290 | - 268 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 645 | - 575 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (4) | 523 | 415 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (5) | - 585 | - 402 |
| Betriebliches Ergebnis (EBIT) | 897 | 1.114 | |
| Finanzergebnis | (6) | - 10 | - 26 |
| Ergebnis vor Steuern | 887 | 1.088 | |
| Ertragsteuern | (8) | - 275 | - 286 |
| Jahresüberschuss | 612 | 802 | |
| davon entfallen auf Anteilseigner der maxingvest ag | 206 | 443 | |
| davon entfallen auf nicht beherrschende Anteile | (9) | 406 | 359 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | (11) | 56,27 | 121,09 |
| 2022 | 2021 | |||||
| in Mio. € | Gesamt | Anteilseigner der maxingvest ag | Nicht beherrschende Anteile | Gesamt | Anteilseigner der maxingvest ag | Nicht beherrschende Anteile |
| Jahresüberschuss | 612 | 206 | 406 | 802 | 443 | 359 |
| Marktbewertung von Cashflow Hedges | 29 | 14 | 15 | - 15 | - 9 | - 6 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | - 23 | - 16 | - 7 | - 4 | - 3 | - 1 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 68 | 40 | 28 | 53 | 27 | 26 |
| In den Folgeperioden erfolgswirksam umzugliederndes sonstiges Ergebnis | 74 | 38 | 36 | 34 | 15 | 19 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen | 365 | 202 | 163 | 127 | 70 | 57 |
| Marktwertänderung der erfolgsneutral bewerteten Eigenkapitalinstrumente | 3 | 2 | 1 | 8 | 4 | 4 |
| In den Folgeperioden nicht erfolgswirksam umzugliederndes sonstiges Ergebnis | 368 | 204 | 164 | 135 | 74 | 61 |
| Sonstiges Ergebnis | 442 | 242 | 200 | 169 | 89 | 80 |
| Gesamtergebnis | 1.054 | 448 | 606 | 971 | 532 | 439 |
AKTIVA
| in Mio. € | Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 6.353 | 5.781 |
| Sachanlagen | (13) | 2.849 | 2.509 |
| Langfristige Wertpapiere | (16), (23), (24) | 3.184 | 3.937 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | (24) | 88 | 74 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 17 | 32 | |
| Latente Steueransprüche | (8) | 407 | 380 |
| 12.898 | 12.713 | ||
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Vorräte | (14) | 2.535 | 1.901 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15), (24) | 1.623 | 1.433 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | (24) | 168 | 153 |
| Ertragsteuerforderungen | (8) | 284 | 265 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 271 | 236 | |
| Kurzfristige Wertpapiere | (16), (23), (24) | 1.014 | 1.060 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (17), (24) | 1.194 | 1.228 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und | |||
| Veräußerungsgruppen | (18) | 35 | - |
| 7.124 | 6.276 | ||
| 20.022 | 18.989 | ||
|
PASSIVA |
|||
| in Mio. € | Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| EIGENKAPITAL | (19) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 125 | 125 | |
| Kapitalrücklage | 173 | 173 | |
| Gewinnrücklagen | 7.590 | 7.242 | |
| Sonstiges Eigenkapital | - 97 | - 134 | |
| Anteile der Anteilseigner der maxingvest ag | 7.791 | 7.406 | |
| Nicht beherrschende Anteile | (10) | 5.304 | 4.830 |
| 13.095 | 12.236 | ||
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (20) | 587 | 1.084 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (21) | 189 | 167 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (22), (24) | 303 | 309 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (22) | - | 1 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | (8) | 1.281 | 1.175 |
| 2.360 | 2.736 | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Kurzfristige Rückstellungen | (21) | 748 | 726 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 202 | 184 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (22), (24) | 2.603 | 2.262 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (22), (23), (24) | 787 | 617 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (22) | 227 | 228 |
| 4.567 | 4.017 | ||
| 20.022 | 18.989 |
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Jahresüberschuss | 612 | 802 |
| Ertragsteuern | 275 | 286 |
| Finanzergebnis | 10 | 26 |
| Auszahlungen für Ertragsteuern | - 402 | - 362 |
| Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 456 | 443 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen (ohne Zinsanteil und erfolgsneutrale Veränderungen) | 21 | - 8 |
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 12 | - 9 |
| Veränderung der Vorräte | - 616 | - 319 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | - 225 | - 239 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen | 421 | 519 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 564 | 1.139 |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte | - 649 | - 611 |
| Auszahlungen für Unternehmenserwerbe (abzüglich abgegangener Zahlungsmittel) | - 545 | - |
| Auszahlungen für Investitionen in assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen | - 7 | - 20 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften | 10 | 10 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen | - | 8 |
| Einzahlungen aus Desinvestitionen und dem Verkauf von Anlagevermögen | 26 | 57 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren | - 384 | - 2.276 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 1.131 | 1.676 |
| Zinseinzahlungen | 40 | 40 |
| Dividenden- und sonstige Finanzeinzahlungen | 44 | 20 |
| Cashflow aus investiver Tätigkeit | - 334 | - 1.096 |
| Free Cashflow | 230 | 43 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten und Auszahlungen für die Tilgung von Krediten (inklusive Leasingverbindlichkeiten) | - 169 | - 143 |
| Zinsauszahlungen | - 25 | - 20 |
| Sonstige Finanzauszahlungen | - 43 | - 27 |
| Auszahlung für Dividende der maxingvest ag | - 29 | - |
| Auszahlungen für Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner | - 94 | - 100 |
| Auszahlungen zum Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss und ohne Kontrollwechsel | - 72 | - |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 432 | - 290 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands | - 3 | 26 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | - 205 | - 221 |
| Finanzmittelfonds am 1. Januar | 883 | 1.104 |
| Finanzmittelfonds am 31. Dezember | 678 | 883 |
Für die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds wird auf die Anhangangabe zu Textziffer 17 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verwiesen.
| Sonstiges Eigenkapital | ||||
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Unterschied aus Währungsumrechnungen |
| 01.01.2021 | 125 | 173 | 6.726 | - 160 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 513 | 27 |
| Dividende Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - | - | - | - |
| Umgliederungen | - | - | 3 | - |
| 31.12.2021 = 01.01.2022 | 125 | 173 | 7.242 | - 133 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 408 | 40 |
| Dividende maxingvest ag für das Vorjahr | - | - | - 29 | - |
| Dividende Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - | - | - | - |
| Veränderung Anteile Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss und ohne Kontrollverlust | - | - | - 33 | - 1 |
| Umgliederungen | - | - | 2 | - |
| 31.12.2022 | 125 | 173 | 7.590 | - 94 |
| Sonstiges Eigenkapital | ||
| in Mio. € | Sicherungsinstrumente aus der Absicherung von Zahlungsströmen | Fremdkapitalinstrumente |
| 01.01.2021 | 1 | 9 |
| Gesamtergebnis der Periode | - 9 | - 3 |
| Dividende Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| 31.12.2021 = 01.01.2022 | - 8 | 6 |
| Gesamtergebnis der Periode | 14 | - 16 |
| Dividende maxingvest ag für das Vorjahr | - | - |
| Dividende Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - | - |
| Veränderung Anteile Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss und ohne Kontrollverlust | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| 31.12.2022 | 6 | - 10 |
| Sonstiges Eigenkapital | ||||
| in Mio. € | Eigenkapitalinstrumente | Anteilseigner der maxingvest ag | Nicht beherrschende Anteile | Gesamt |
| 01.01.2021 | - | 6.874 | 4.491 | 11.365 |
| Gesamtergebnis der Periode | 4 | 532 | 439 | 971 |
| Dividende Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - | - | - 100 | - 100 |
| Umgliederungen | - 3 | - | - | - |
| 31.12.2021 = 01.01.2022 | 1 | 7.406 | 4.830 | 12.236 |
| Gesamtergebnis der Periode | 2 | 448 | 606 | 1.054 |
| Dividende maxingvest ag für das Vorjahr | - | - 29 | - | - 29 |
| Dividende Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - | - | - 94 | - 94 |
| Veränderung Anteile Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss und ohne Kontrollverlust | - | - 34 | - 38 | - 72 |
| Umgliederungen | - 2 | - | - | - |
| 31.12.2022 | 1 | 7.791 | 5.304 | 13.095 |
Die maxingvest ag (im Folgenden auch "Gesellschaft") hat ihren Firmensitz in der Straße Alter Wandrahm 17/18, Hamburg, Deutschland, und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 21337 eingetragen.
Die Aktivitäten der maxingvest ag und ihrer Tochtergesellschaften ("maxingvest Konzern") umfassen bei Beiersdorf die Herstellung und den Vertrieb von Markenartikelprodukten in den Bereichen Haut- und Körperpflege sowie die Herstellung und den Vertrieb von technischen Klebebändern (Segment Beiersdorf) und bei Tchibo die Produktion und den Vertrieb von Kaffee, Gebrauchsartikeln sowie Dienstleistungen wie Mobilfunk und Reisen (Segment Tchibo). Im Segment Holding werden im Wesentlichen die vermögens- und beteiligungsverwaltenden Aktivitäten des maxingvest Konzerns gebündelt.
Der Konzernabschluss der maxingvest ag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde am 15. März 2023 durch den Vorstand aufgestellt und anschließend zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat weitergeleitet.
Der Konzernabschluss der maxingvest ag wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich der Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee zu den IFRS (IFRIC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die zum 31. Dezember 2022 von der EU-Kommission übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind Finanzinstrumente der Kategorien "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (FVOCI) und "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVPL) sowie derivative Finanzinstrumente, die jeweils zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden.
Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzernanhang teilweise detailliert nach Fristigkeit ausgewiesen werden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden.
Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung sowie in der Konzernbilanz zu verbessern, wurden einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Im Konzernabschluss müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Durch die mit den Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ergebnisse entstehen, die in künftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die wichtigsten vom Management getroffenen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, bei denen auch die möglichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie berücksichtigt wurden, werden nachstehend erläutert.
Die Identifizierung von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hindeuten, die Schätzung künftiger Cashflows sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte sind wesentlich durch Schätzungen des Managements in Bezug auf die Identifizierung und Überprüfung von Anzeichen für eine Wertminderung, die erwarteten Cashflows, die Abzinsungssätze, die jeweiligen Nutzungsdauern und die Restwerte beeinflusst.
Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens. Die in diesem Zusammenhang notwendige Prognose der erwarteten Cashflows ist von Einschätzungen des Managements unter anderem hinsichtlich Marktanteilsentwicklungen, Standortprognosen und Investitionen abhängig. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 12 "Immaterielle Vermögenswerte" verwiesen.
Die Pensionsverpflichtungen für die leistungsorientierten Altersversorgungspläne werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich der Abzinsungssätze, der Lohn-und Gehaltsentwicklungen, der Lebenserwartung sowie der erwarteten Erträge aus Planvermögen beruhen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagieren leistungsorientierte Verpflichtungen sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Weitere Einzelheiten zu den bei der Bewertung von leistungsorientierten Altersversorgungsplänen verwendeten Parametern sind in der Anhangangabe zu Textziffer 20 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" zu finden.
Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten unterliegen hinsichtlich ihres Ansatzes und ihrer Bewertung in wesentlichem Umfang den Einschätzungen des Managements, da die Bemessung einer möglichen Zahlungsverpflichtung und die Beurteilung der Möglichkeit der Entstehung einer Verbindlichkeit auf einer Einschätzung der jeweiligen Situation durch das Management beruht. Rückstellungen stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Da diese Schätzungen mit Prognoseunsicherheiten verbunden sind, können die tatsächlichen Werte von der Schätzung und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 21 "Kurzfristige und sonstige langfristige Rückstellungen" verwiesen.
Speziell bei der Abbildung von rechtlichen Risiken aus Schadensersatzforderungen sowie Steuer- und Zollrisiken erfordern die bestehenden Unsicherheiten wesentliches Ermessen bei der Beurteilung, ob und in welcher Höhe ein möglicher Schaden entstanden ist und wie hoch die Inanspruchnahme sein könnte. Bei der Ermittlung der Höhe eines möglichen Schadens besteht ein besonderes Ermessen in Bezug auf die Festlegung der Ausprägung der der Kalkulation zugrunde gelegten Faktoren "Overcharge" und "Pass-on rate". Für weitere Informationen wird auf Textziffer 25 "Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und rechtliche Risiken" verwiesen.
Die Bemessung von Steuerrückstellungen sowie Rückstellungen für Prozess- und Mietzinsrisiken unterliegen ebenfalls in erheblichem Maße Schätzungen. Bei der Beurteilung des Risikos nutzt der Konzern das Fachwissen interner Fachabteilungen sowie die Dienste externer Berater wie beispielsweise Steuer- oder Rechtsberater.
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass bei der jeweiligen Steuerverwaltung und der jeweiligen Steuerart in künftigen Perioden ausreichendes zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der künftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Der Konzern verfügt über steuerliche Verlustvorträge und noch nicht genutzte Steuergutschriften, auf die zum Teil keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden. Diese bestehen überwiegend bei Tochterunternehmen mit einer Historie von Verlusten. Das jeweilige Tochterunternehmen verfügt weder über zu versteuernde temporäre Differenzen noch über ausreichend nachhaltige Gewinnerwartungen, die entweder zu einem Vollansatz oder Teilansatz latenter Steueransprüche führen. Weitere Einzelheiten sind der Textziffer 8 "Ertragsteuern" zu entnehmen.
Der Konzern schätzt den der Bewertung von Leasingverbindlichkeiten zugrunde liegenden Grenzfremdkapitalzinssatz anhand beobachtbarer Inputfaktoren (zum Beispiel Marktzinssätze), sofern diese verfügbar sind, und nimmt bestimmte unternehmensspezifische Schätzungen vor (zum Beispiel länderspezifische Risikoauf- oder -abschläge für das jeweilige Tochterunternehmen). Der maxingvest Konzern hat mehrere Leasingverträge abgeschlossen, die Verlängerungs- und Kündigungsoptionen enthalten. Bei der Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung beziehungsweise zur Kündigung des Leasingverhältnisses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird, werden Ermessensentscheidungen getroffen. Dabei werden alle relevanten Faktoren in Betracht gezogen, die einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, die Verlängerungs- oder Kündigungsoption auszuüben. Weitere Informationen in Bezug auf die Leasingverhältnisse im Rahmen der IFRS 16-Anwendung befinden sich in den Anhangangaben zu Textziffer 6 " Finanzergebnis", zu Textziffer 13 "Sachanlagen" sowie zu Textziffer 22 "Verbindlichkeiten".
Im Geschäftsjahr 2022 haben sich keine wesentlichen Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung neuer Standards oder Interpretationen ergeben. Darüber hinaus hat das IASB weitere Rechnungslegungsstandards und Interpretationen überarbeitet oder veröffentlicht, die künftig anzuwenden sind, aber keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.
Tchibo beantragte staatliche Unterstützungsmaßnahmen, die als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie eingeführt wurden. In diesem Zusammenhang musste Tchibo beurteilen, ob das Unternehmen die mit den staatlichen Zuschüssen verbundenen Bedingungen erfüllen wird. Im Berichtsjahr wurden insgesamt Zuwendungen der öffentlichen Hand von 1 Mio. € (Vorjahr: 21 Mio. €) vereinnahmt. Sie entfallen im Wesentlichen auf die Erstattung von gezahlten Lohnersatzleistungen und Sozialversicherungsabgaben im Zusammenhang mit Kurzarbeit in Deutschland. Die Zuwendungen wurden als Reduktion der mit diesen im Zusammenhang stehenden Kosten in der Konzerngewinn-und -verlustrechnung erfasst.
In den Konzernabschluss werden neben der maxingvest ag 30 (Vorjahr: 32) deutsche und 196 (Vorjahr: 186) internationale Gesellschaften einbezogen, die die maxingvest ag mittelbar oder unmittelbar beherrscht.
Im Geschäftsjahr wurden dreizehn Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss der maxingvest ag einbezogen. Darüber hinaus wurden zwei Gesellschaften aufgelöst und drei Gesellschaften verkauft.
Mit dem Erwerb von 65 % weiterer Anteile an der Swiss Cosmetics Production AG zu einem Kaufpreis von 7 Mio. € (7 Mio. CHF) hat die La Prairie Group AG, Schweiz, ihre Beteiligung weiter aufgestockt und hält mit Wirkung zum 5. Januar 2022 100% der Anteile. Unter Berücksichtigung der bisher gehaltenen Anteile beläuft sich der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert auf 10 Mio. € (10 Mio. CHF).
Bei der übernommenen Gesellschaft handelt es sich um einen Hersteller und Produzenten von Schweizer Premium-Kosmetik. Die Übernahme wird es La Prairie ermöglichen, die Produktion seiner edlen Hautpflegekollektionen am Schweizer Standort zu besitzen, die Effizienz in Produktion und Logistik zu steigern und besser auf unvorhergesehene Marktschwankungen zu reagieren.
Am 1. Februar 2022 übernahm Beiersdorf die Chantecaille Beaute Inc., USA, ein Unternehmen für Prestige-Kosmetik, zu 100 % für einen Kaufpreis von 529 Mio. € (590 Mio. USD). In Abhängigkeit von der künftigen Entwicklung des Chantecaille-Geschäfts kann sich der Kaufpreis in den nächsten drei Jahren um bis zu 90 Mio. € (100 Mio. USD) zusätzlich erhöhen. Zum Stichtag wurde die Kaufpreisallokation abgeschlossen. Nachfolgend sind die Wertansätze der endgültigen Kaufpreisaufteilung dargestellt.
Der im Rahmen der Kaufpreisaufteilung angesetzte Gesamtkaufpreis beträgt 553 Mio. € (617 Mio. USD). Dieser ergibt sich aus einem Basiskaufpreis nach Kaufpreisanpassungen von 533 Mio. € (595 Mio. USD) und erfolgsabhängigen Kaufpreiskomponenten von 20 Mio. € (22 Mio. USD), die mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet worden sind und erst in der Zukunft zur Zahlung fällig werden.
Chantecaille wurde 1997 gegründet und bietet innovative Hautpflege-, Duft- und Kosmetikprodukte an, die auf pflanzlichen Inhaltsstoffen basieren. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in New York und ist weltweit vertreten, mit starker Präsenz in Nordamerika und Asien. Durch die Übernahme von Chantecaille erweitert Beiersdorf das Portfolio im Prestige-Kosmetik-Segment und stärkt seine Position, insbesondere in den USA, China und Korea. Chantecaille wird bei Beiersdorf im Bereich Consumer als komplementäre Selektivkosmetikmarke geführt.
Die erworbenen Chantecaille-Gesellschaften trugen in der Zeit von Februar bis Dezember 2022 mit 88 Mio. € Umsatzerlösen und einem betrieblichen Ergebnis (EBIT) unter Berücksichtigung von Sonder- und Erstkonsolidierungseffekten mit - 3 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Für den gesamten Berichtszeitraum (zwölf Monate) der Chantecaille-Gesellschaften würden sich die geschätzten Umsatzerlöse auf etwa 93 Mio. € und das geschätzte betriebliche Ergebnis (EBIT) unter Berücksichtigung von Sonder- und Erstkonsolidierungseffekten auf etwa -4 Mio. € belaufen. Bei der Ermittlung dieser Beträge wurde angenommen, dass die vorläufig ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2022 gültig gewesen wären.
Die Akquisition fand im Rahmen eines Share Deals statt. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 452 Mio. € (504 Mio. USD) umfasst den Wert der erwarteten Geschäftspotenziale aus dem Erwerb der Gesellschaft. Für steuerliche Zwecke wird die Akquisition als Asset Deal behandelt und führt steuerlich zu abzugsfähigen Abschreibungsbeträgen in den USA; dies gilt auch für den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Die erworbenen Vermögenswerte stellen sich aufgrund der endgültigen Kaufpreisaufteilung zum 1. Februar 2022 wie folgt dar:
| Gesamtkaufpreis | 553 |
| Vermögenswerte bewertet zum Zeitwert | 62 |
| Schulden bewertet zum Zeitwert | 31 |
| Markenrechte | 58 |
| Kundenstamm | 16 |
| Latente Steuerverpflichtung | 4 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 452 |
Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen beträgt 12 Mio. € (13 Mio. USD) und entspricht dem beizulegenden Zeitwert, wobei davon ausgegangen werden kann, dass die vertraglich vereinbarten Beträge in voller Höhe vereinnahmt werden können. Zum Erwerbszeitpunkt wurden keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Zum 15. Dezember 2022 hat Beiersdorf weitere Anteile an S-Biomedic NV, Belgien, erworben und hält damit eine Mehrheitsbeteiligung von 92,53 %. Vorbehaltlich einer endgültigen Kaufpreisaufteilung und für erste Indikationszwecke ist davon auszugehen, dass der Kaufpreis im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte entfallen wird.
S-Biomedic wurde 2014 gegründet. Das Unternehmen erforscht das empfindliche Gleichgewicht des Hautmikrobioms und entwickelt Wirkstoffe für kosmetische Produkte, die auf lebenden Hautbakterien basieren. Beiersdorf hat das Potenzial des Hautmikrobioms für die Hautpflege frühzeitig erkannt und verstärkt mit seiner Akquisition die Expertise auf dem Gebiet der Aknebehandlung.
Zum Zweck eines Wertminderungstests werden die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Geschäftspotenzial aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren und daraus resultierende Cashflows erwirtschaften. Im Rahmen der Chantecaille-Akquisition wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert von 452 Mio. € (504 Mio. USD) auf die neue zahlungsmittelgenerierende Einheit Chantecaille (bestehend aus den einzelnen Ländergesellschaften der Chantecaille-Gruppe) allokiert. Der aus dem Erwerb von Swiss Cosmetics Production AG entstandene Geschäfts- oder Firmenwert von 10 Mio. € (10 Mio. CHF) wurde auf die neue zahlungsmittelgenerierende Einheit La Prairie (bestehend aus den Einzelgesellschaften La Prairie Group Switzerland und La Prairie China) allokiert.
Mit Wirkung zum 30. September 2022 hat die tesa SE die Tochtergesellschaft tesa Labtec GmbH für eine Gegenleistung von 9 Mio. € verkauft. Die tesa Labtec entwickelt und produziert arzneimittelhaltige Pflaster, sogenannte transdermale therapeutische Systeme, sowie Oral- und Bukkalfilme (arzneimittelhaltige Folien, die den Wirkstoff im Mund freisetzen beziehungsweise über die Mundschleimhaut abgeben) für die Pharmaindustrie. Das Ergebnis aus der Veräußerung der Gesellschaft von -6 Mio. € ist bei Beiersdorf vollständig den Sondereffekten zugeordnet.
Mit Wirkung zum 1. Juni 2022 wurden sämtliche Anteile an der TCHIBO C.I.S. LLC, Russische Föderation, an das lokale Management veräußert. Die Gesellschaft ist im Vertrieb von Kaffeeprodukten tätig. Die TCHIBO GmbH hat für die Veräußerung im Geschäftsjahr eine Gegenleistung von 5 Mio. € erhalten. Eine darüberhinausgehende offene Kaufpreisforderung von 7 Mio. € wurde zum 31. Dezember 2022 vollständig wertgemindert, der Aufwand ist in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das Ergebnis aus der Entkonsolidierung von - 15 Mio. € ist in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
Darüber hinaus gab es im Konzern im Berichtsjahr keine wesentlichen Divestments.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss werden die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Ergebnis und Eigenkapital von Tochterunternehmen werden gesondert in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung und innerhalb des Eigenkapitals in der Konzernbilanz ausgewiesen. Verluste eines Tochterunternehmens werden den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss auch dann zugeordnet, wenn dies zu einem negativen Saldo führt. Beim Erwerb weiterer Anteile von Tochterunternehmen wird der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten dieser Anteile und dem zuvor im Konzern für diese Anteile ausgewiesenen Anteil ohne beherrschenden Einfluss erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben erfolgt eine erfolgswirksame Neubewertung von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs bereits gehaltenen Anteilen in Abhängigkeit ihrer Klassifizierung entweder erfolgsneutral (FVOCI) oder erfolgswirksam (FVPL). Nachträgliche Anpassungen bedingter Kaufpreisbestandteile werden erfolgswirksam erfasst.
Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert. Für Konsolidierungsmaßnahmen mit ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt.
In den Konzernabschluss werden die maxingvest ag und ihre Tochtergesellschaften einbezogen, über die sie Beherrschung im Sinne von IFRS 10 ausübt. Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens liegt vor, wenn die maxingvest ag unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen besitzt, den variablen Rückflüssen aus dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit besitzt, die variablen Rückflüsse des Beteiligungsunternehmens mittels ihrer Verfügungsmacht zu beeinflussen.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Der Euro entspricht der funktionalen Währung und der Darstellungswährung der maxingvest ag. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Millionen Euro (Mio. €) gerundet. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Aufgrund finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Selbstständigkeit der ausländischen Tochtergesellschaften entspricht die funktionale Währung jeweils der Landeswährung. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung monetärer Posten werden erfolgswirksam erfasst. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet.
Zum Bilanzstichtag werden bei ausländischen Tochterunternehmen mit nicht auf den Euro lautender funktionaler Währung die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahrs umgerechnet. Die hieraus entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst.
Die Bilanzierungsvorschriften von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" wurden aufgrund des nur unwesentlichen Effekts auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des maxingvest Konzerns nicht angewendet.
Die Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Waren und Erzeugnisse geliefert beziehungsweise die Leistungen erbracht sind und die Kontrolle auf den Kunden übergegangen ist. Skonti, Kundschaftsboni und Rabatte werden von den Umsatzerlösen abgesetzt, ebenso Leistungen an Handelspartner, soweit ihnen nicht eindeutig identifizierbare Gegenleistungen gegenüberstehen, deren beizulegender Zeitwert sich verlässlich schätzen lässt. Die Wahrscheinlichkeit von Rücklieferungen wird bei der Realisierung und Bemessung der Umsatzerlöse berücksichtigt.
Bestimmte Verträge räumen einem Kunden das Recht ein, die Produkte innerhalb einer festgelegten Frist zurückzugeben. Mithilfe der Erwartungswertmethode wird die variable Gegenleistung für die nicht zurückgegebenen Produkte, auf die der Konzern Anspruch hat, geschätzt. Für die an die Vertriebspartner im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel ausgelieferten, aber noch nicht an Endkundinnen und Endkunden abgesetzten Produkte werden die zugehörigen Umsatzerlöse, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die entsprechenden Vertriebsvergütungen noch nicht ausgewiesen. Die entsprechenden Waren werden weiterhin im Vorratsvermögen bilanziert. Für erwartete Produktrückgaben wird eine Rückerstattungsverbindlichkeit erfasst. Zudem wird für das Recht auf Rückerhalt von Produkten von einem Kunden ein Vermögenswert aus Rückgaberechten (und eine entsprechende Anpassung der Umsatzkosten) erfasst. Dieser Vermögenswert wird unter Bezugnahme auf den vorherigen Buchwert des Produkts abzüglich potenzieller Wertminderungen angesetzt und innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.
Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der umgesetzten, selbsterstellten Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind die Abwertungen auf Vorräte enthalten.
Die Marketing- und Vertriebskosten enthalten die Kosten für Marketing, Vertriebsorganisation sowie Vertriebslogistik. Diese Position enthält auch die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Forschungskosten werden im laufenden Jahr im Periodenergebnis erfasst. Entwicklungskosten für neue Produkte werden aktiviert, soweit sie die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen. Dies ist regelmäßig nicht der Fall, da der erwartete künftige Nutzen nicht verlässlich bestimmt werden kann, solange die Produkte noch keine Marktreife erlangt haben. Sonstige Entwicklungskosten (zum Beispiel für Informationssysteme) werden unter der Bedingung als immaterieller Vermögenswert aktiviert, dass die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Nach ihrer erstmaligen Aktivierung werden sie linear über die geplante wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Unter den allgemeinen Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen, soweit sie nicht intern mit anderen Funktionsbereichen verrechnet werden.
Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswerts erfasst und innerhalb der Finanzerträge ausgewiesen.
Dividenden werden aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten vereinnahmt und erfolgswirksam mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfasst.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wie Schutzrechte, Markenrechte und Software werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden regelmäßig überprüft. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung.
Die Sachanlagen, mit Ausnahme von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft. Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen, mit Ausnahme von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 10 - 33 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 - 15 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 15 Jahre |
Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen werden anhand direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie der anteiligen herstellungsbezogenen Gemeinkosten ermittelt. Zinsen für Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst, soweit es sich nicht um die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte handelt. Kosten für die Reparatur und Wartung von Sachanlagen stellen ebenso Periodenaufwand dar. Umfangreiche Erneuerungen oder Verbesserungen, die die Produktionskapazität wesentlich erhöhen oder die Lebensdauer eines Vermögenswerts deutlich verlängern, werden aktiviert. Komponenten, die auf diese Weise zuvor aktiviert und durch neu zu aktivierende Maßnahmen ersetzt wurden, werden entsprechend als Abgänge berücksichtigt. Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten.
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen. Ein Leasingverhältnis liegt vor, wenn ein Vertrag den Konzern berechtigt, einen identifizierbaren Vermögenswert gegen Entgelt für einen vereinbarten Zeitraum zu nutzen. Leasingverhältnisse betreffen im maxingvest Konzern vor allem die Filialen von Tchibo, Büroflächen, Logistik- und Produktionsgebäude sowie Fahrzeuge.
Leasingverbindlichkeiten werden innerhalb der Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen angesetzt. Die Abzinsung wird grundsätzlich unter Anwendung laufzeit- und währungsspezifischer Grenzfremdkapitalzinssätze ermittelt.
Nutzungsrechte werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen den Barwert der gesamten voraussichtlichen Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize, die anfänglichen direkten Kosten sowie Rückbauverpflichtungen. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibungen erfolgen linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit und erwarteter Nutzungsdauer der Leasingverhältnisse.
Die Laufzeit der Leasingverhältnisse beginnt am Bereitstellungsdatum und umfasst auch etwaige mietfreie Zeiträume. Bei Leasingverträgen, die neben der unkündbaren Grundlaufzeit auch Verlängerungs- und Kündigungsoptionen beinhalten, werden bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Eine Ausübung beziehungsweise Nichtausübung dieser Optionen wird nur berücksichtigt, wenn sie mit hinreichender Sicherheit stattfinden wird.
Der Leasingstandard wird nicht angewendet auf Rechte, die ein Leasingnehmer im Rahmen von Lizenzvereinbarungen im Anwendungsbereich von IAS 38 hält. Des Weiteren macht der maxingvest Konzern von seinem Wahlrecht Gebrauch, geringwertige und kurzfristige Leasingverhältnisse nicht zu bilanzieren, sondern weiterhin im operativen Aufwand über die jeweilige Leasinglaufzeit abzubilden.
Bei Änderungen des Leasingverhältnisses, der Laufzeit, der Leasingzahlungen oder der Einschätzung zur Ausübung von Optionen erfolgt eine Neubewertung des Nutzungsrechts sowie der Leasingverbindlichkeit.
Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt bei Geschäfts- oder Firmenwerten sowie immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen und Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln ermittelt. Sofern ein Vermögenswert keine weitgehend von anderen Vermögenswerten unabhängigen Mittelzuflüsse erzeugt, erfolgt die Ermittlung auf Basis einer Gruppe von Vermögenswerten, die als zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Betrag, der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbar ist, abzüglich seiner Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird grundsätzlich auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mithilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus der Unternehmensplanung abgeleitet, aktuelle Entwicklungen werden berücksichtigt. Sie werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst.
Im Segment Holding wird bei Markenrechten mit unbestimmter Nutzungsdauer der erzielbare Betrag unter Zuhilfenahme der Methode der Lizenzpreisanalogie (Relief from Royalty Method) ermittelt. Im Rahmen dieses Verfahrens werden Kosteneinsparungen geschätzt, die daraus resultieren, dass der Konzern die Marken selbst hält und keine Gebühr an einen Lizenzgeber zahlen muss. Der erzielbare Betrag der Markenrechte wird durch die Abzinsung dieser Kosteneinsparungen mit einem risikoäquivalenten Kapitalisierungszinssatz auf den Zeitpunkt der Überprüfung der möglichen Wertminderung ermittelt.
Bei Entfall des Grunds für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung erfolgt, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, eine Wertaufholung bis höchstens auf die fortgeführten Anschaffungskosten.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vorräte werden nach der Durchschnittsmethode bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Darüber hinaus werden die anteiligen Kosten für die betriebliche Altersversorgung und für freiwillige soziale Leistungen des Unternehmens sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten einbezogen.
Die Zahlungsmittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristige liquide Anlagen, die jederzeit in einen festgelegten Betrag umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind gemäß IFRS 9 der Kategorie AC zugeordnet.
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn ihr Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Die Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erfolgt mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 3), sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Dabei bestimmt sich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten im Allgemeinen aus (laufenden) Kaufpreisverhandlungen mit potenziellen Käufern.
Hierfür ist Voraussetzung, dass die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei muss die Veräußerung innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Einstufung erfolgen. Vor der Umgliederung etwaiger Vermögenswerte in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden die für den Bilanzposten einschlägigen Bewertungsvorschriften letztmalig angewandt. Nach der Einstufung werden für die Vermögenswerte keine planmäßigen Abschreibungen mehr erfasst. Ein sich aus der Anwendung oben aufgeführter Bewertungsgrundsätze ergebender Aufwand aus der Abwertung auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Die finanziellen Vermögenswerte im Sinne von IFRS 9 werden im maxingvest Konzern in folgende Kategorien eingeteilt:
| ― |
Die Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) umfasst finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, das vorsieht, das Instrument zu halten, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Sie werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten und abzüglich etwaiger Wertminderungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. |
| ― |
Die Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (FVOCI) umfasst finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, das grundsätzlich das Halten der Vermögenswerte vorsieht, aber bei Bedarf auch Veräußerungen erlaubt. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die daraus resultierenden Wertänderungen werden in einer gesonderten Rücklage im sonstigen Ergebnis erfasst. Mit Abgang oder bei Wertberichtigung dieser finanziellen Vermögenswerte werden die kumulierten im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste erfolgswirksam in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Diese Kategorie enthält auch Eigenkapitalinstrumente, für die die einmalige Option zur erfolgsneutralen Erfassung der Zeitwertänderungen unwiderruflich ausgeübt wurde. Spätere Wertänderungen verbleiben beim Abgang oder einer Wertminderung im Eigenkapital und werden nicht in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. |
| ― |
Die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVPL) umfasst finanzielle Vermögenswerte, die nicht in eine andere Kategorie fallen. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die daraus resultierenden Wertänderungen werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. |
Finanzielle Verbindlichkeiten werden nach ihrer erstmaligen Erfassung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Gewinne und Verluste werden im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode sowie bei Ausbuchung der Verbindlichkeiten erfolgswirksam erfasst. Als langfristig werden Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über zwölf Monaten eingestuft.
Derivative Finanzinstrumente mit einer Hedge-Beziehung sind gemäß IFRS 9 keiner separaten Kategorie zuzuordnen; im maxingvest Konzern werden diese unter "Derivative Finanzinstrumente" (DF) subsumiert.
Derivative Finanzinstrumente werden im maxingvest Konzern zur Steuerung von gegenwärtigen und künftigen Währungsrisiken eingesetzt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Devisentermingeschäfte. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt dabei zum Zeitwert. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten beziehungsweise unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente hängt davon ab, ob diese Instrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und sie die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 erfüllen. Sind diese Voraussetzungen trotz Vorliegens eines wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nicht gegeben, werden die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäft für den beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden (Fair Value Hedges), werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die entsprechende Änderung des beizulegenden Zeitwerts wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen. Der Buchwert des gesicherten Vermögenswerts oder der Schuld wird um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts berichtigt. Die aus den Änderungen resultierenden Gewinne oder Verluste werden im Periodenergebnis erfasst.
Für derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente bestimmt wurden und die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung für die Absicherung von Zahlungsströmen erfüllen (Cashflow Hedges), wird der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen erfasst. Der unwirksame Teil wird sofort erfolgswirksam erfasst. Führt die abgesicherte Transaktion später zum Ansatz eines nichtfinanziellen Postens, wird der im Eigenkapital kumulativ erfasste Betrag von der separaten Eigenkapitalkomponente in die erstmaligen Anschaffungskosten des abgesicherten Vermögenswerts umgebucht. Dies stellt keinen Umgliederungsbetrag dar und wird somit nicht im sonstigen Ergebnis der Berichtsperiode erfasst.
Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen beziehungsweise für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der dem Preis zugrunde liegende Geschäftsvorfall entweder auf dem Hauptmarkt oder dem vorteilhaftesten Markt, zu dem der maxingvest Konzern Zugang hat, stattfindet. Der Preis bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung zugrunde legen würden. Alle Finanzinstrumente, für die der beizulegende Zeitwert im Abschluss ausgewiesen wird, sind in den folgenden Hierarchiestufen gemäß IFRS 13 eingeordnet:
| ― |
Stufe 1: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden. |
| ― |
Stufe 2: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf direkt oder indirekt beobachtbaren Marktdaten basieren. |
| ― |
Stufe 3: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. |
Bei Finanzinstrumenten, die regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, wird anhand einer Neubeurteilung zum Ende des Geschäftsjahrs festgestellt, ob es zu Umgruppierungen zwischen den Hierarchiestufen gekommen ist.
Das Vorliegen einer Wertminderung wird bei finanziellen Vermögenswerten zu jedem Bilanzstichtag ermittelt. Nach IFRS 9 wird eine Risikovorsorge auf Basis der erwarteten Kreditverluste (Expected Loss Model) der nächsten zwölf Monate gebildet. Die Schätzung erfolgt auf Basis von Ratings sowie fortlaufend aktualisierten Risikoindikatoren. Darüber hinaus werden aktuelle CDS-Spreads und Anleihenspreads der Anleihenemittenten für die Berechnung herangezogen. Die Wertminderung finanzieller Vermögenswerte wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorie AC reduziert die Wertminderung den Ansatz des Vermögenswerts in der Bilanz; bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorie FVOCI wird die Wertminderung in einer gesonderten Rücklage im sonstigen Ergebnis erfasst. Auf Vermögenswerte, die keine wesentliche Finanzierungskomponente beinhalten, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wird ein vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung der Wertminderung angewandt. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt. Die Schätzung der Wertminderung bei Forderungen basiert hauptsächlich auf den Ergebnissen des bisherigen Zahlungsverhaltens, der Berücksichtigung der Altersstruktur, einer substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit oder einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz eines Schuldners sowie Veränderungen politischer und makroökonomischer Rahmenbedingungen. Bei finanziellen Vermögenswerten wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird aufgrund der sehr kurzen Laufzeiten (teilweise täglich fällig) und der Bonität der Vertragspartner nicht mit einer Wertminderung basierend auf erwarteten Kreditverlusten gerechnet.
Ausbuchungen finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten erfolgen, wenn die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte verloren beziehungsweise die zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Bei Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit Reverse-Factoring-Vereinbarungen liegt keine substanzielle Modifikation der Vertragsbedingungen vor, daher werden sie weiterhin als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Die erfolgten Zahlungen werden in der Kapitalflussrechnung als Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit erfasst.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im maxingvest Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die Rückstellungen für leistungsorientierte Altersversorgungspläne im maxingvest Konzern. Die Plangestaltung variiert je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und basiert in der Regel auf Beschäftigungsdauer, Entgelt, Status sowie auf der Eigenleistung der Mitarbeitenden. Die wichtigsten Versorgungspläne befinden sich in den deutschen Gesellschaften. Die internationalen leistungsorientierten Pläne verteilen sich im Wesentlichen auf die Standorte in Großbritannien, in der Schweiz und in den USA. Die Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Die zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Mitarbeitenden verteilt. Die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-/Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends. Die Bewertung erfolgt zu den jeweils gültigen lokalen Parametern. In Deutschland wurden für die Mortalitätsrate die Heubeck'schen Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt, international die jeweils lokal anerkannten Richttafeln. Die jeweiligen Diskontierungssätze orientieren sich grundsätzlich an den Renditen hochwertiger, laufzeit- und währungsadäquater Unternehmensanleihen mit mindestens einem AA-Rating. Es werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Die Angemessenheit aller Annahmen wird zu jedem Abschlussstichtag überprüft.
Der als Rückstellung erfasste Betrag umfasst die Summe des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Planvermögens den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, wird nur unter Berücksichtigung der Obergrenze für den Vermögenswert (Asset Ceiling) ein Nettovorsorgevermögen ausgewiesen.
Der Dienstzeitaufwand wird nach funktionaler Zuordnung als Bestandteil des EBIT erfasst, der Nettozinserfolg als Bestandteil des Finanzergebnisses. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen beziehungsweise aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben sowie aus Änderungen in der Rendite des Planvermögens, werden sofort und vollständig bei ihrer Entstehung erfolgsneutral im Konzerneigenkapital innerhalb der Gewinnrücklagen berücksichtigt. Sie werden zu keinem späteren Zeitpunkt erfolgswirksam erfasst und verbleiben im Konzerneigenkapital.
Bei beitragsorientierten Plänen werden auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Beiträge an öffentliche oder private Pensionsversicherungspläne entrichtet. Über die Beiträge hinaus bestehen für den Konzern keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden erfolgswirksam als Bestandteil des EBIT erfasst.
Aufwendungen für die leistungsorientierten und beitragsorientierten Versorgungszusagen sind, mit Ausnahme des Zinsergebnisses, in den Kosten der Funktionsbereiche enthalten. Die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Nettopensionsverpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren künftigen Zahlungsverpflichtungen, Risiken und ungewissen Verpflichtungen des Konzerns, die auf gegenwärtigen gesetzlichen oder faktischen Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse basieren und bei denen eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sie haben überwiegend eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die langfristigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, soweit der Zinseffekt wesentlich ist.
Für Restrukturierungsmaßnahmen und abfindungsbezogene Aufwendungen im Rahmen von Restrukturierungen werden Rückstellungen nur dann gebildet, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan besteht und entweder mit der Umsetzung des Restrukturierungsplans begonnen wurde oder bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Bei der Bewertung der Restrukturierungsrückstellungen werden nur die Ausgaben berücksichtigt, die unmittelbar im Rahmen der Restrukturierung entstehen und nicht mit den laufenden Aktivitäten des Unternehmens im Zusammenhang stehen.
Vertragsverbindlichkeiten bestehen für Prämienanrechte, die in Form von sogenannten "TreueBohnen" im Rahmen des Kundenbindungsprogramms "TchiboCard" entstehen und so lange als Vertragsverbindlichkeit ausgewiesen werden, bis das Prämienanrecht in Anspruch genommen wird oder verfällt.
Tatsächliche Erstattungsansprüche und Schulden für Ertragsteuern für laufende und frühere Perioden werden mit dem erwarteten Betrag angesetzt. Zur Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den steuerbilanziellen und den im IFRS-Abschluss berücksichtigten Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode und beruht auf der Anwendung der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt erwarteten Steuersätze. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen gesetzlichen Regelungen. Für Unterschiede aus der erstmaligen Bilanzierung von Vermögenswerten oder Schulden, die nicht aus Unternehmenserwerben resultieren und weder den Konzerngewinn noch den steuerlichen Gewinn berühren, werden keine latenten Steuern gebildet.
Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Nutzung dieser Steueransprüche verfügbar sein wird. Die aktivierten latenten Steuern werden jährlich auf ihre Realisierbarkeit überprüft. Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst.
Tatsächliche Steueransprüche und -schulden sowie latente Steueransprüche und -schulden werden jeweils miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, über den die entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, verbucht werden. Der maxingvest Konzern hat sich dafür entschieden, aufwandsbezogene Zuwendungen in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung von den entsprechenden Aufwendungen abzuziehen.
Vereinbarungen, die das Recht zur Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum gegen Zahlung gewähren, gelten als Leasingverträge. Auf Seiten des Leasinggebers wird zwischen Finanzierungs- und Operating Leasing unterschieden. Bei Vorliegen eines Finanzierungsleasings werden alle mit dem Eigentum an einem zugrunde liegenden Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen übertragen. Beim Operating Leasing bleiben die Risiken und Chancen im Wesentlichen beim Leasinggeber. Der maxingvest Konzern vermietet als Leasinggeber bewegliche Sachanlagen im Coffee-Service-Geschäft. In diesen Fällen werden die vermieteten Gegenstände, die als Operating-Leasingverhältnis qualifiziert werden, zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert und über die Nutzungsdauer linear auf die Restwerte abgeschrieben. Besteht dagegen eine Finanzierungsleasingvereinbarung, ist eine Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis anzusetzen.
AKTIVA
| Bilanzposten | Bewertungsmethode |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und erzielbarem Betrag |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | |
| mit unbestimmter Nutzungsdauer | Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und erzielbarem Betrag |
| mit bestimmter Nutzungsdauer | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Sachanlagen | |
| Eigene Sachanlagen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (FVOCI) | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert |
| "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVPL) | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
| Vorräte | Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | Niedrigerer Wert aus (fortgeführten) Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert |
|
PASSIVA |
|
| Rückstellungen | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | Anwartschaftsbarwertmethode |
| Sonstige Rückstellungen | Erfüllungsbetrag (mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit) |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Sonstige Verbindlichkeiten | Erfüllungsbetrag |
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Segment Beiersdorf | 8.799 | 7.627 |
| Segment Tchibo | 3.245 | 3.256 |
| 12.044 | 10.883 |
Eine Unterteilung der Umsätze nach Regionen ergibt sich wie folgt:
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Deutschland | 3.674 | 3.765 |
| Europa ohne Deutschland | 3.471 | 3.166 |
| Afrika/Asien/Australien | 2.773 | 2.424 |
| Amerika | 2.126 | 1.528 |
| 12.044 | 10.883 |
Ausführliche Erläuterungen zur Entwicklung der Umsatzerlöse sind dem Kapitel "Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage" im Konzernlagebericht zu entnehmen.
Der Marketingaufwand für klassische Werbung, Werbung am Verkaufsort (Point of Sale), Handelsmarketing und ähnliche Positionen betrug 2.130 Mio. € (Vorjahr: 1.947 Mio. €).
Die Forschungs- und Entwicklungskosten von Beiersdorf beliefen sich auf 290 Mio. € (Vorjahr: 268 Mio. €). Sie betrugen im Unternehmensbereich Consumer 215 Mio. € (Vorjahr: 202 Mio. €). Im Unternehmensbereich tesa beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf 75 Mio. € (Vorjahr: 66 Mio. €).
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Währungsgewinne | 213 | 113 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 85 | 76 |
| Wertaufholungen auf erworbene Marken | - | 11 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen und Abgängen von sonstigen Vermögenswerten | 17 | 5 |
| Übrige Erträge | 208 | 210 |
| 523 | 415 |
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren unter anderem aus nicht benötigten Personal-, Prozessrisiko- sowie sonstigen Rückstellungen. Die Gewinne aus Anlagenabgängen und Abgängen von sonstigen Vermögenswerten ergaben sich im Wesentlichen aus der Veräußerung eines nicht mehr benötigten Grundstücks bei der La Prairie Group AG. Die übrigen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von nicht benötigten abgegrenzten Verbindlichkeiten sowie Wertberichtigungen zu Forderungen und weitere aperiodische Erträge. Im Vorjahr sind in den übrigen Erträgen 30 Mio. € aus der Umsetzung eines im Zuge der Coppertone-Akquisition übernommenen Liefervertrags enthalten, welcher im Geschäftsjahr 2022 ausgelaufen ist.
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Währungsverluste | 284 | 110 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 17 | 54 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 22 | 5 |
| Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte | 1 | 24 |
| Übrige Aufwendungen | 261 | 209 |
| 585 | 402 |
Die Restrukturierungsaufwendungen betreffen insbesondere Maßnahmen in der Supply Chain sowie andere laufende Reorganisationen des Consumer-Geschäfts von Beiersdorf. Die Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte entfallen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung der Beiersdorf AG identifizierten Markenrechte des Segments Holding. In den übrigen Aufwendungen sind die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem "Care Beyond Skin"-Spendenprogramm von Beiersdorf in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration der Chantecaille-Gesellschaften in Höhe von 6 Mio. € enthalten. Weiterhin ist in den sonstigen Aufwendungen das Ergebnis aus der Veräußerung der tesa Labtec GmbH in Höhe von 6 Mio. € berücksichtigt. Im Vorjahr umfassen die sonstigen Aufwendungen außerdem Aufwendungen aus einem im Zuge der Coppertone-Akquisition übernommenen Liefervertrag in Höhe von 28 Mio. €, welcher im Geschäftsjahr 2022 ausgelaufen ist. Des Weiteren beinhalten die übrigen Aufwendungen Zuführungen zu Rückstellungen für rechtliche und sonstige Risiken und andere betriebliche Aufwendungen.
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Zinserträge | 43 | 38 |
| Zinsaufwendungen | - 37 | - 30 |
| Sonstige finanzielle Erträge | 240 | 115 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | - 256 | - 149 |
| - 10 | - 26 |
Die Zinserträge resultieren hauptsächlich aus den Positionen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie "Kurzfristige Wertpapiere" und "Langfristige Wertpapiere". Die sonstigen finanziellen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Finanzinvestitionen sowie Gewinne aus Währungen.
Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren eingegangenen Nettopensionsverpflichtungen, Zinsaufwendungen aus Steuernachveranlagungen sowie Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €).
Unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen werden insbesondere Verluste aus Währungen und Beteiligungen erfasst.
Die folgende Tabelle stellt die Gesamtzinserträge und -aufwendungen berechnet nach der Effektivzinsmethode für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Gesamtzinserträge | 21 | 21 |
| Gesamtzinsaufwendungen | - | 2 |
Der Ertragsteueraufwand einschließlich der latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Ertragsteuern | ||
| Deutschland | 76 | 84 |
| International | 283 | 205 |
| 359 | 289 | |
| Latente Steuern | - 84 | - 3 |
| 275 | 286 |
Es bestehen steuerliche Verlustvorträge und noch nicht genutzte Steuergutschriften in Höhe von 165 Mio. € (Vorjahr: 270 Mio. €), für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert worden sind. Die Verfallsdaten der steuerlichen Verlustvorträge sind nachfolgend dargestellt.
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Verfallsdatum innerhalb von | ||
| 1 Jahr | 1 | - |
| 2 Jahren | 20 | 1 |
| 3 Jahren | 6 | 18 |
| mehr als 3 Jahren | 55 | 171 |
| Unbegrenzt vortragsfähig | 83 | 80 |
| 165 | 270 |
Auf thesaurierte Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften werden grundsätzlich keine latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne aus heutiger Sicht in den Unternehmen permanent investiert bleiben sollen. In Fällen, in denen Ausschüttungen geplant sind, werden die steuerlichen Konsequenzen solcher Ausschüttungen abgegrenzt. Für die Berechnung wird der jeweils anzuwendende Quellensteuersatz, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der deutschen Besteuerung von ausgeschütteten Dividenden, herangezogen. Im Berichtsjahr sind hierfür 26 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €) passive latente Steuern angesetzt worden.
Die latenten Steuern betreffen die folgenden Bilanzposten und Sachverhalte:
| Latente Steueransprüche | Latente Steuerverbindlichkeiten | |||
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Anlagevermögen | 49 | 45 | 1.321 | 1.318 |
| Vorräte | 45 | 34 | 51 | 35 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 49 | 42 | 27 | 19 |
| Rückstellungen | 142 | 255 | 116 | 63 |
| Verbindlichkeiten | 236 | 217 | 11 | 12 |
| Verlustvorträge | 131 | 59 | - | - |
| 652 | 652 | 1.526 | 1.447 | |
| Saldierungen | - 245 | - 272 | - 245 | - 272 |
| Latente Steuern laut Bilanz | 407 | 380 | 1.281 | 1.175 |
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2022 saldiert eine latente Steuerverbindlichkeit von 874 Mio. € (Vorjahr: 795 Mio. €). Von der Veränderung in Höhe von - 79 Mio. € (Vorjahr: - 42 Mio. €) wurden erfolgsneutral und eigenkapitalmindernd - 166 Mio. € gebildet (Vorjahr: eigenkapitalmindernd - 47 Mio. €). 84 Mio. € wurden ertragswirksam erfasst (Vorjahr: 3 Mio. €). Währungseffekte beeinflussten die Position mit 3 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). Der Anstieg der latenten Steuerforderungen auf Verlustvorträge im Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus den steuerlichen Verlusten des Organkreises der TCHIBO GmbH.
Der tatsächlich erfasste Ertragsteueraufwand liegt bei einer effektiven Steuerquote von 31,0 % (Vorjahr: 26,2 %) um 82 Mio. € über dem erwarteten Ertragsteueraufwand. Der erwartete Steuersatz wird als gewichteter Durchschnitt aus den Steuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften ermittelt und beträgt 21,8 % (Vorjahr: 23,5 %).
Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 887 | 1.088 |
| Steuersatz in % | 21,8 | 23,5 |
| Erwarteter Steueraufwand | 193 | 256 |
| Auswirkungen von Steuersatzänderungen | 2 | 1 |
| Auswirkungen von Ansatzkorrekturen/Wertberichtigungen latenter Steuern | 3 | 2 |
| Auswirkungen von im Geschäftsjahr erfassten Steuern für Vorjahre | 5 | - 21 |
| Auswirkungen nicht abziehbarer Betriebsausgaben | 58 | 61 |
| Auswirkungen steuerfreier Erträge | - 20 | - 21 |
| Sonstige Effekte | 34 | 8 |
| Tatsächlicher Steueraufwand laut Gewinn- und Verlustrechnung | 275 | 286 |
| Effektiver Steuersatz in % | 31,0 | 26,2 |
Ertragsteuerforderungen zum Bilanzstichtag resultieren bei Beiersdorf aus Erstattungsansprüchen sowie Forderungen in Zusammenhang mit unsicheren Steuerpositionen nach IFRIC 23.
Vom Jahresüberschuss des maxingvest Konzerns entfallen auf nicht beherrschende Anteile 406 Mio. € (Vorjahr: 359 Mio. €). Nicht beherrschende Anteilseigner sind insbesondere an der Beiersdorf AG, Hamburg, und der BBG Beteiligungsgesellschaft mbH, Gallin, beteiligt.
Zum 31. Dezember 2022 beliefen sich die nicht beherrschenden Anteile an der Beiersdorf AG, Hamburg, auf 51,89 %. Die maxingvest ag beherrscht die Beiersdorf AG, da ihr über die Mehrheitsbeteiligung an der BBG Beteiligungsgesellschaft mbH, Gallin, die Mehrheit der Stimmrechte an der Beiersdorf AG zuzurechnen ist. Für die Beiersdorf AG werden daher die folgenden zusätzlichen Finanzinformationen angegeben:
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.542 | 4.631 |
| Langfristige Vermögenswerte | 9.220 | 9.084 |
| Kurzfristige Schulden | 3.775 | 3.339 |
| Langfristige Schulden | 782 | 1.080 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 797 | 993 |
| Cashflow aus investiver Tätigkeit | - 402 | - 845 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 345 | - 141 |
Die auf die nicht beherrschenden Anteile bezogenen Angaben zum Gewinn oder Verlust sowie zum Gesamtergebnis beziehen sich nahezu ausschließlich auf die Beiersdorf AG. Der sich aus der Erstkonsolidierung der Beiersdorf AG ergebende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.735 Mio. €, der nicht in den vorstehenden langfristigen Vermögenswerten enthalten ist, ist ausschließlich der maxingvest ag zuzurechnen.
Das Ergebnis je Aktie beträgt im Berichtsjahr 56,27 € (Vorjahr: 121,09 €). Basis für die Berechnung ist das Ergebnis nach Steuern ohne das Ergebnis, das auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt. Der Berechnung liegt wie im Vorjahr die durchschnittliche Anzahl von 3.660.001 Stück nennwertloser Stückaktien zugrunde.
Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, ergibt sich kein abweichendes verwässertes Ergebnis je Aktie.
| in Mio. € | Patente, Marken, Lizenzen und Ähnliches | Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer | Geschäfts- oder Firmenwerte | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungskosten Stand 01.01.2021 | 723 | 3.717 | 2.003 | 19 | 6.462 |
| Währungsänderungen | - 26 | - | 14 | - | - 12 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 5 | - | 3 | - | 8 |
| Zugänge | 24 | - | - | 7 | 31 |
| Abgänge | - 17 | - | - 9 | - 1 | - 27 |
| Umbuchungen | 21 | - | - | - 17 | 4 |
| Stand 31.12.2021 | 730 | 3.717 | 2.011 | 8 | 6.466 |
| Währungsänderungen | 4 | - 1 | 31 | - | 34 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 47 | - | 498 | - | 545 |
| Zugänge | 8 | - | - | 10 | 18 |
| Abgänge | - 27 | - | - | - 1 | - 28 |
| Umbuchungen | 7 | - | - | - 5 | 2 |
| Stand 31.12.2022 | 769 | 3.716 | 2.540 | 12 | 7.037 |
| Abschreibungen Stand 01.01.2021 | 587 | 75 | 27 | - | 689 |
| Währungsänderungen | - 29 | - 1 | - | - | - 30 |
| Zuschreibungen | - | - 11 | - | - | - 11 |
| Abschreibungen | 41 | - | - | - | 41 |
| Wertminderungen | 1 | 9 | 9 | - | 19 |
| Abgänge | - 14 | - | - 9 | - 23 | |
| Stand 31.12.2021 | 586 | 72 | 27 | - | 685 |
| Währungsänderungen | 1 | - | - 1 | - | - |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - 28 | - | - 1 | - | - 29 |
| Abschreibungen | 45 | - | 9 | - | 54 |
| Wertminderungen | 1 | 1 | - | - | 2 |
| Abgänge | - 26 | - | - | - | - 26 |
| Umbuchungen | - 2 | - | - | - | - 2 |
| Stand 31.12.2022 | 577 | 73 | 34 | - | 684 |
| Buchwert 31.12.2022 | 192 | 3.643 | 2.506 | 12 | 6.353 |
| Buchwert 31.12.2021 | 144 | 3.645 | 1.984 | 8 | 5.781 |
Im Segment Tchibo wurde im Berichtsjahr ein Wertminderungstest für einen Teil der Patente, Marken und Lizenzen auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit für Kapselmaschinen durchgeführt. Hierbei ergab sich aufgrund von geänderten Absatzplanungen ein Wertminderungsbedarf von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Dieser Aufwand ist in den Marketing- und Vertriebskosten enthalten.
Zum 31. Dezember 2022 wurden im maxingvest Konzern zum Zwecke der Beurteilung der Werthaltigkeit bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Markenrechte alle relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierbei wurde der erzielbare Betrag auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die den Werthaltigkeitstests zugrunde liegenden wesentlichen Schätzparameter waren unter anderem Marktanteile und Umsatzwachstumsraten sowie Preisentwicklungen bei Rohstoffen, Bruttogewinnmargen und entsprechende Diskontierungssätze. Die Detailplanung sieht jeweils ein moderates Umsatzwachstum sowie eine in den Unternehmen des maxingvest Konzerns geschäftsübliche EBIT-Umsatzrendite vor. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Chantecaille von Beiersdorf sieht die Detailplanung ein für die entsprechenden Märkte geschäftsübliches Umsatzwachstum und eine geschäftsübliche EBIT-Umsatzrendite vor. Die geschätzten künftigen Cashflows basieren auf der Finanzplanung mit einem Planungshorizont von bis zu fünf Jahren. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung einer individuellen Wachstumsrate unter Berücksichtigung externer makroökonomischer und geschäftsspezifischer Faktoren extrapoliert.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte im Segment Holding beinhalten im Wesentlichen den sich aus der Erstkonsolidierung der Beiersdorf AG ergebenden Geschäfts- oder Firmenwert von 1.735 Mio. €. Für die Überprüfung einer möglichen Wertminderung wurde der Beiersdorf Konzern als zahlungsmittelgenerierende Einheit definiert, da der Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen des Anteilserwerbs dem Beiersdorf Konzern zugeordnet wurde und auf dieser Ebene von der maxingvest ag überwacht wird. Zum 31. Dezember 2022 lagen der Nutzungswertberechnung folgende wesentliche Parameter und Annahmen zugrunde: Die Nutzungswertberechnung wird unter Verwendung von Cashflow-Prognosen durchgeführt, die auf den von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen der Geschäftsjahre 2023 bis 2025 basieren. Zahlungsströme, die nach dem Detailplanungszeitraum von drei Jahren anfallen, werden mit einer Wachstumsrate von 0,5 % pro Jahr fortgeschrieben. Der für die Abzinsung der Cashflows verwendete Zinssatz liegt bei 6,4 % (Vorjahr: 3,3 %) nach Steuern und wurde nach der WACC-Methode als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt. Der Wertminderungstest hat im Geschäftsjahr 2022 hinsichtlich des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Erwerb der Anteile der Beiersdorf AG zu keinen Wertminderungen geführt.
Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte im Segment Beiersdorf haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 522 Mio. € auf 766 Mio. € (Vorjahr: 244 Mio. €) erhöht. Die Veränderung zum Vorjahr ist insbesondere auf den im Rahmen der Chantecaille-Akquisition entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert von 473 Mio. € zurückzuführen, welcher vollständig auf die neue zahlungsmittelgenerierende Einheit Chantecaille allokiert worden ist. Weiterhin enthalten die Geschäfts- oder Firmenwerte im Unternehmensbereich Consumer im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Nordamerika in Höhe von 168 Mio. € (Vorjahr: 159 Mio. €) sowie den auf die Beiersdorf AG, Schweiz, entfallenden Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 59 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr (oder für Chantecaille: gegenüber dem Wertansatz zum Erwerbszeitpunkt) ist auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Der individuellen Wachstumsrate jenseits des Planungshorizonts (ewige Wachstumsrate) liegen für Nordamerika und die Schweiz jeweils ein Prozentsatz von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) sowie für Chantecaille ein Prozentsatz von 2,5 % zugrunde. Der zur Diskontierung der geschätzten Cashflows herangezogene gewichtete Vorsteuerdiskontierungssatz beträgt für Nordamerika 6,9 % (Vorjahr: 5,6 %), für die Schweiz 5,0 % (Vorjahr: 4,2 %) und für Chantecaille 8,3 %. Aufgrund des erhöhten Wettbewerbsdrucks sowie steigender Beschaffungspreise und der damit einhergehenden schlechteren erwarteten Cashflows in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit tesa Twinlock ergab sich im Rahmen des Werthaltigkeitstests eine Wertminderung von 8 Mio. € auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Die Wertminderung wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und entfällt auf den Unternehmensbereich tesa.
Die im Segment Holding im Rahmen der Erstkonsolidierung der Beiersdorf AG identifizierten Markenrechte wurden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt in Höhe von 3.500 Mio. € angesetzt. Da ein Ende der wirtschaftlichen Nutzung für die aktivierten Markenrechte der Beiersdorf AG nicht absehbar ist, werden diese unverändert als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer eingestuft. Der Buchwert dieser Markenrechte beträgt zum Bilanzstichtag 3.445 Mio. € (Vorjahr: 3.446 Mio. €).
Die Markenrechte im Segment Beiersdorf enthalten im Wesentlichen erworbene Markenrechte aus dem Kauf des Coppertone-Geschäfts von 188 Mio. € (Vorjahr: 188 Mio. €). Die Markenrechte sind in ihren Märkten etabliert und werden auch in Zukunft weiterhin beworben. Sie stellen daher immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer dar. Im Rahmen der Kaufpreisaufteilung der Chantecaille-Akquisition wurden Markenrechte sowie Kundenbeziehungen aufgedeckt. Diese wurden vollständig als immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer klassifiziert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Zum Stichtag beträgt der Buchwert 70 Mio. €.
Aus den Werthaltigkeitstests aller anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des maxingvest Konzerns hat sich im Berichtsjahr kein Wertminderungsbedarf eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder von Markenrechten ergeben. Für diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten geht der maxingvest Konzern davon aus, dass auch bei nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderungen der Parameter des Werthaltigkeitstests der erzielbare Betrag den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts übertrifft. In dieser Betrachtung sind auch mögliche Auswirkungen der COVID-19-Pandemie berücksichtigt. Diese betreffen im Wesentlichen die Absatzmärkte und damit die Entwicklung der prognostizierten Umsätze.
| in Mio. € | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungskosten Stand 01.01.2021 | 1.253 | 1.427 | 1.201 | 356 | 4.237 |
| Währungsänderungen | 15 | 10 | 13 | 5 | 43 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 3 | 2 | 2 | - | 7 |
| Zugänge | 59 | 47 | 87 | 360 | 553 |
| Abgänge | - 56 | - 44 | - 83 | - 17 | - 200 |
| Umbuchungen | 40 | 64 | 13 | - 121 | - 4 |
| Stand 31.12.2021 | 1.314 | 1.506 | 1.233 | 583 | 4.636 |
| Währungsänderungen | 11 | 6 | 2 | 6 | 25 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 3 | - 12 | - 1 | - | - 10 |
| Zugänge | 13 | 44 | 98 | 472 | 627 |
| Abgänge | - 42 | - 50 | - 99 | - 7 | - 198 |
| Umbuchungen | 11 | 39 | 36 | - 170 | - 84 |
| Stand 31.12.2022 | 1.310 | 1.533 | 1.269 | 884 | 4.996 |
| Abschreibungen Stand 01.01.2021 | 564 | 968 | 920 | - 2 | 2.450 |
| Währungsänderungen | 5 | 5 | 8 | - | 18 |
| Abschreibungen | 44 | 102 | 97 | - | 243 |
| Wertminderungen | - | 1 | 1 | - | 2 |
| Abgänge | - 38 | - 37 | - 76 | - | - 151 |
| Stand 31.12.2021 | 575 | 1.039 | 950 | - 2 | 2.562 |
| Währungsänderungen | 2 | 2 | 3 | 1 | 8 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - 2 | - 12 | - 2 | - | - 16 |
| Abschreibungen | 42 | 85 | 110 | - | 237 |
| Wertminderungen | - | 3 | 5 | - | 8 |
| Abgänge | - 34 | - 48 | - 96 | - | - 178 |
| Umbuchungen | - 41 | - 16 | - 5 | - | - 62 |
| Stand 31.12.2022 | 542 | 1.053 | 965 | - 1 | 2.559 |
| Buchwert 31.12.2022 | 768 | 480 | 304 | 885 | 2.437 |
| Buchwert 31.12.2021 | 739 | 467 | 283 | 585 | 2.074 |
Die Investitionen im Segment Beiersdorf betrafen im Wesentlichen die Werke der beiden Unternehmensbereiche Consumer und tesa sowie den Bau der neuen Konzernzentrale. Die größten Investitionsprojekte umfassen dabei die Erweiterung der Werkstandorte in Deutschland, in Polen sowie in Mexiko. Im Segment Tchibo standen die Investitionen insbesondere im Zusammenhang mit der Neuordnung des Logistikverbunds, der Optimierung der stationären Vertriebskanäle, der Verbesserung der Informationstechnologie sowie der Erneuerung und Erweiterung der Kapazitäten zur Kaffeeproduktion.
| in Mio. € | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungskosten Stand 01.01.2021 | 673 | 3 | 63 | - | 739 |
| Währungsänderungen | 6 | - | - | - | 6 |
| Zugänge | 189 | 1 | 17 | - | 207 |
| Abgänge | - 93 | - | - 11 | - | - 104 |
| Stand 31.12.2021 | 775 | 4 | 69 | - | 848 |
| Währungsänderungen | 3 | - | - | - | 3 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 3 | - | - | - | 3 |
| Zugänge | 119 | - | 16 | - | 135 |
| Abgänge | - 32 | - | - 16 | - | - 48 |
| Stand 31.12.2022 | 868 | 4 | 69 | - | 941 |
| Abschreibungen Stand 01.01.2021 | 298 | 1 | 32 | - | 331 |
| Währungsänderungen | 3 | - | - | - | 3 |
| Abschreibungen | 122 | 1 | 19 | - | 142 |
| Wertminderungen | 7 | - | - | - | 7 |
| Abgänge | - 60 | - | - 10 | - | - 70 |
| Stand 31.12.2021 | 370 | 2 | 41 | - | 413 |
| Währungsänderungen | 3 | - | - | - | 3 |
| Abschreibungen | 122 | - | 17 | - | 139 |
| Wertminderungen | 17 | - | - | - | 17 |
| Abgänge | - 27 | - | - 16 | - | - 43 |
| Stand 31.12.2022 | 485 | 2 | 42 | - | 529 |
| Buchwert 31.12.2022 | 383 | 2 | 27 | - | 412 |
| Buchwert 31.12.2021 | 405 | 2 | 28 | - | 435 |
Im Berichtsjahr entfielen Wertminderungen von 15 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) auf Nutzungsrechte im Bereich der Filialen und Wertminderungen von 1 Mio. € (Vorjahr: keine) auf Nutzungsrechte im Bereich der Logistik des Segments Tchibo.
Die Leasingaufwendungen des Berichtsjahres beinhalteten Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse von 26 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €), Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte von 2 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) sowie Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen von 7 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €). Insgesamt beliefen sich die Leasingauszahlungen in 2022 auf 190 Mio. € (Vorjahr: 179 Mio. €).
Die künftigen Zahlungsmittelabflüsse aus Verlängerungsoptionen, deren künftige Ausübung aufgrund der fehlenden hinreichenden Sicherheit bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten unberücksichtigt geblieben ist, betragen rund 245 Mio. € (Vorjahr: 269 Mio. €).
| in Mio. € | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau | Gesamt |
| Eigene Sachanlagen | 739 | 467 | 283 | 585 | 2.074 |
| Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 405 | 2 | 28 | - | 435 |
| Stand 31.12.2021 | 1.144 | 469 | 311 | 585 | 2.509 |
| Eigene Sachanlagen | 768 | 480 | 304 | 885 | 2.437 |
| Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 383 | 2 | 27 | - | 412 |
| Stand 31.12.2022 | 1.151 | 482 | 331 | 885 | 2.849 |
Der maxingvest Konzern mietet in der Kategorie "Grundstücke und Bauten" im Wesentlichen Büroflächen, Läger und Ladenflächen. Die Leasingvertragskonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Mietverträge werden in der Regel für drei bis zehn Jahre abgeschlossen und können Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen enthalten. Die Kategorie "Betriebs- und Geschäftsausstattung" umfasst vor allem Leasingfahrzeuge.
Der maxingvest Konzern hat Operating-Leasingverträge für seine als Sachanlagen gehaltenen Kaffeemaschinen abgeschlossen, die er im Out-of-home-Geschäft als Leasinggeber vermietet. Diese Leasingverträge haben Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren. Die während des Berichtsjahres erzielten Mieterträge des Konzerns beliefen sich auf 34 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €).
Jeweils zum 31. Dezember bestehen folgende Forderungen auf künftige Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen:
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Während des 1. Jahres | 34 | 35 |
| 2. bis 5. Jahr | 96 | 95 |
| 130 | 130 |
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 562 | 420 |
| Unfertige Erzeugnisse | 79 | 63 |
| Fertige Erzeugnisse, Handelswaren | 1.889 | 1.413 |
| Anzahlungen | 5 | 5 |
| 2.535 | 1.901 |
Von den am 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Vorräten sind 641 Mio. € (Vorjahr: 487 Mio. €) zu ihrem niedrigeren Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 263 Mio. € (Vorjahr: 189 Mio. €).
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vor Wertberichtigungen) | 1.689 | 1.494 |
| Wertberichtigungen | - 66 | - 61 |
| 1.623 | 1.433 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind der Bewertungskategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet. Sie werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Stand 01.01. | 61 | 59 |
| Zuführungen | 12 | 21 |
| Auflösungen | - 7 | - 18 |
| Inanspruchnahmen | - 1 | - 2 |
| Währungsänderungen | 1 | 1 |
| Stand 31.12. | 66 | 61 |
Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| davon überfällig | ||||||
| in Mio. € | Buchwert | davon nicht überfällig | < 30 Tage | > 30 und < 90 Tage | > 90 und < 180 Tage | > 180 und < 360 Tage |
| 31.12.2022 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.623 | 1.380 | 135 | 38 | 26 | 41 |
| 31.12.2021 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.433 | 1.269 | 105 | 21 | 16 | 20 |
| davon überfällig | |
| in Mio. € | > 360 Tage |
| 31.12.2022 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3 |
| 31.12.2021 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2 |
Weitere Informationen zu der Berechnung der Wertberichtigungen sind in Textziffer 23 "Finanzrisikomanagement und Finanzinstrumente" enthalten.
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Langfristige Wertpapiere | 3.184 | 3.937 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 3.184 | 3.937 |
| Kurzfristige Wertpapiere | 1.014 | 1.060 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 560 | 539 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 370 | 471 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 84 | 50 |
| 4.198 | 4.997 |
Der maxingvest Konzern hält insgesamt 4.198 Mio. € (Vorjahr: 4.997 Mio. €) an börsennotierten Staats- und Industrieanleihen, Commercial Papers, geldmarktnahen Publikumsfonds sowie Aktien und Aktienfonds. Bei Wertpapieren mit einem Buchwert von 3.184 Mio. € (Vorjahr: 3.937 Mio. €) wird mit einer Realisierung später als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag gerechnet. Langfristige Wertpapiere haben eine Laufzeit von bis zu acht Jahren.
Auf Wertpapiere zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere werden Wertminderungen anhand der erwarteten Kreditausfälle der nächsten zwölf Monate gebildet. Am Ende der Periode betrug die Wertminderung insgesamt 7 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Für weitere Informationen wird auf Textziffer 23 "Finanzrisikomanagement und Finanzinstrumente" verwiesen.
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Zahlungsmittel | 1.116 | 1.144 |
| Zahlungsmitteläquivalente | 78 | 84 |
| Zahlungsmittel/-äquivalente laut Bilanz | 1.194 | 1.228 |
| Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - 307 | - 90 |
| Tagesgeldaufnahmen/-anlagen mit Beteiligungsunternehmen | - 209 | - 255 |
| Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung | 678 | 883 |
Aufgrund der sehr kurzen Laufzeiten (zum Beispiel täglich fällig) und der Bonität der Vertragspartner des maxingvest Konzerns erfolgt keine Wertminderung basierend auf erwarteten Kreditverlusten.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen entfallen auf Beiersdorf und belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf 35 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Veräußerung eines Produktionsstandorts (Veräußerungsgruppe von 26 Mio. € bestehend aus Anlagevermögen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen) in Nordamerika sowie auf die geplante Veräußerung eines Erbpachtgrundstücks (einschließlich Gebäuden) von 9 Mio. € in Asien für den Unternehmensbereich Consumer zurückzuführen. Die Veräußerung des Produktionsstandorts erfolgte zum 1. Februar 2023, die Veräußerung des Erbpachtgrundstücks soll im Laufe des Geschäftsjahres 2023 erfolgen. Die Bewertung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen auf einen unterhalb des Buchwerts liegenden beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten führte im Geschäftsjahr 2022 zu einem Aufwand in Höhe von 9 Mio. €. Der hieraus resultierende Bewertungseffekt ist vollständig den Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit Maßnahmen der Supply-Chain-Organisation zuzuordnen.
Für die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals im Berichts- und Vorjahr wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Das gezeichnete Kapital beträgt 125 Mio. €. Es ist wie im Vorjahr in 3.660.001 nennwertlose Stückaktien eingeteilt.
Die Gewinnrücklagen enthalten das Nettoergebnis des Geschäftsjahres sowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen der Vorjahre enthalten.
Die Rücklage für Unterschiede aus der Währungsumrechnung im sonstigen Eigenkapital dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften, die nicht den Euro als funktionale Währung haben.
In der im sonstigen Eigenkapital erfassten Rücklage für Sicherungsinstrumente aus der Absicherung von Zahlungsströmen wird die Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die künftige Zahlungsströme absichern, ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag wurden Marktwerte in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: - 8 Mio. €) nach Abzug latenter Steuern erfolgsneutral erfasst.
Weiterhin umfasst das sonstige Eigenkapital die Rücklage für Zeitwertänderungen von Eigenkapital- und Fremdkapitalinstrumenten. Hierunter wurden zum Bilanzstichtag die Marktwertänderungen auf Wertpapiere der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" in Höhe von - 10 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) nach Abzug latenter Steuern erfasst. Diese Position enthält auch die Wertminderungen auf Wertpapiere der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert". Ebenso werden Marktwertänderungen auf Eigenkapitalinstrumente, die unter IFRS 9 der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet wurden, hier erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Marktwertänderungen in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €) erfasst. Davon sind 2 Mio. € durch Verkauf realisiert und in die Gewinnrücklagen umgegliedert worden.
Die nicht beherrschenden Anteile enthalten das jeweilige anteilige Eigenkapital von Tochterunternehmen, an denen Dritte beteiligt sind.
Der maxingvest Konzern verfolgt das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu sichern und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften, um die Liquidität und die Dividendenfähigkeit der maxingvest ag sicherzustellen.
Zum 31. Dezember 2022 lag die Eigenkapitalquote bei 65 % (Vorjahr: 64 %) und die Eigenkapitalrendite bei 4,7 % (Vorjahr: 6,6 %). Darüber hinaus erfolgt auf Gesamtkonzernebene die operative Steuerung anhand des betrieblichen Ergebnisses (EBIT) beziehungsweise der EBIT-Marge. Die EBIT-Marge im maxingvest Konzern liegt im Berichtsjahr bei 7,4 % (Vorjahr: 10,2 %).
Die maxingvest ag schüttete im Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 29 Mio. € (Vorjahr: keine) aus. Darüber hinaus wurden im maxingvest Konzern 94 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €) an nicht beherrschende Anteils eigner ausgeschüttet.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Altersversorgungsverpflichtungen | 583 | 1.078 |
| Abfertigungen | 4 | 6 |
| 587 | 1.084 |
Wesentliche Aufwendungen und Erträge infolge der Beendigung von Versorgungsplänen oder wegen der Kürzung und Übertragung der Versorgungsleistungen haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. Aufgrund einer ergänzend eingeführten Einmalleistung für Bestandsrentnerinnen und Bestandsrentner sowie künftige Renteneintritte der Trägerunternehmen der TROMA Stiftung ist bei Beiersdorf im Geschäftsjahr nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand in Deutschland entstanden.
Der Gesamtaufwand für leistungs- und beitragsorientierte Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:
| in Mio. € | 2022 | 2021 | ||||
| Deutschland | Andere Länder | Konzern | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 47 | 15 | 62 | 56 | 14 | 70 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 9 | - | 9 | - | - | - |
| Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungsleistungen * | 56 | 15 | 71 | 56 | 14 | 70 |
| Zinsergebnis für leistungsorientierte Versorgungsleistungen | 13 | 1 | 14 | 9 | 1 | 10 |
| Gesamtaufwendungen für leistungsorientierte Versorgungsleistungen | 69 | 16 | 85 | 65 | 15 | 80 |
| Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungsleistungen * | 66 | 31 | 97 | 63 | 32 | 95 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | 135 | 47 | 182 | 128 | 47 | 175 |
Die Aufteilung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen sowie der Rückstellungen in der Bilanz zwischen Deutschland und den übrigen Ländern stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||||
| Deutschland | Andere Länder | Konzern | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen | 1.427 | 270 | 1.697 | 1.921 | 335 | 2.256 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | - 872 | - 275 | - 1.147 | - 868 | - 329 | - 1.197 |
| Nettoverpflichtung | 555 | - 5 | 550 | 1.053 | 6 | 1.059 |
| Andere in der Bilanz angesetzte Beträge | - | 37 | 37 | - | 25 | 25 |
| Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen | 555 | 32 | 587 | 1.053 | 31 | 1.084 |
Der Großteil der Leistungszusagen im maxingvest Konzern entfällt auf Mitarbeitende in Deutschland. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Verpflichtungen zur Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung als Ergänzung zu den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Pensionszusagen in Deutschland bestehen im Wesentlichen in Form von unmittelbaren und mittelbaren Zusagen. Die Leistungen hängen von der Betriebszugehörigkeit und der durchschnittlichen Vergütung des Mitarbeitenden während der letzten drei Jahre vor Eintritt des Versorgungsfalls ab.
Die leistungsorientierten Verpflichtungen werden ausschließlich über Arbeitgeberzahlungen finanziert. Es besteht in Deutschland keine Mindestdotierungspflicht. Dennoch haben die Gesellschaften des maxingvest Konzerns Fondsvermögen ausgegliedert. Darüber hinaus sind die Versorgungsleistungen gegen die Folgen einer Insolvenz nach Maßgabe des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG) gesichert. Hierfür werden jährliche Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein geleistet.
Die Beiersdorf AG hat Planvermögen in der Rechtsform einer Stiftung (TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung, Hamburg) ausgegliedert. Der Stiftungsvorstand besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Unternehmens und des Konzernbetriebsrats. Der Stiftungsvorstand ist für die Festlegung und Umsetzung der Anlagestrategie verantwortlich. Die Strategie wird anhand der aktuellen Entwicklungen in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Das Planvermögen der tesa SE wird durch ein Contractual Trust Agreement (CTA) von einem unabhängigen Treuhänder investiert und verwaltet. Ein Investitionsausschuss, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Unternehmens sowie des Betriebsrats, legt die Anlagestrategie fest. In regelmäßigen Abständen werden die Portfolioperformance sowie die aktuelle Lage analysiert und falls notwendig wird die Anlagestrategie an die geänderten Bedingungen angepasst.
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen sowie der Barwert der Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt.
Der Bewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:
| 2022 | 2021 | |||
| Deutschland | Andere Länder | Deutschland | Andere Länder | |
| Abzinsungssätze | 3,70 % | 3,62 % | 1,25 % | 1,37 % |
| Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen | 3,14 % | 2,70 % | 2,93 % | 2,45 % |
| Erwartete Rentensteigerungen | 2,25 % | 1,81 % | 1,72 % | 2,11 % |
| Erwartete Fluktuation | 2,55 % | 8,52 % | 2,55 % | 8,49 % |
Die dargestellten Werte sind Durchschnittswerte. Die lokalen Parameter wurden mit den Barwerten der jeweiligen definierten leistungsorientierten Verpflichtungen gewichtet.
Während der Berichtsperiode veränderte sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen gemäß der folgenden Tabelle. Die versicherungsmathematischen Gewinne im Berichtsjahr aufgrund der Veränderung finanzieller Parameter sind im Wesentlichen auf die Erhöhung der Abzinsungssätze zurückzuführen. Die sonstigen Veränderungen im Berichtsjahr sind bei Beiersdorf im Wesentlichen auf Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen.
| in Mio. € | 2022 | 2021 | ||||
| Deutschland | Andere Länder | Konzern | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |
| Eröffnungssaldo des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen | 1.921 | 335 | 2.256 | 2.052 | 318 | 2.370 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 47 | 15 | 62 | 56 | 14 | 70 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 9 | - | 9 | - | - | - |
| Zinsaufwand | 23 | 5 | 28 | 16 | 3 | 19 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - 528 | - 84 | - 612 | - 159 | - 7 | - 166 |
| davon erfahrungsbedingte | 51 | 8 | 59 | 4 | 4 | 8 |
| davon aufgrund der Veränderung finanzieller Parameter | - 633 | - 90 | - 723 | - 163 | - 7 | - 170 |
| davon aufgrund der Veränderung demografischer Parameter | 54 | - 2 | 52 | - | - 4 | - 4 |
| Beiträge für Teilnehmer des Plans | 10 | 4 | 14 | 9 | 4 | 13 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 52 | - 16 | - 68 | - 52 | - 11 | - 63 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | - 3 | 11 | 8 | - 1 | 14 | 13 |
| Schlusssaldo des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen | 1.427 | 270 | 1.697 | 1.921 | 335 | 2.256 |
Der Finanzierungsstatus des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen im Konzern stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||||
| Deutschland | Andere Länder | Konzern | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |
| Ganz oder teilweise aus Fonds finanzierte leistungsorientierte Verpflichtungen | 1.222 | 248 | 1.470 | 1.643 | 312 | 1.955 |
| Nicht aus Fonds finanzierte leistungsorientierte Verpflichtungen | 205 | 22 | 227 | 278 | 23 | 301 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen | 1.427 | 270 | 1.697 | 1.921 | 335 | 2.256 |
Während der Berichtsperiode veränderte sich das Planvermögen wie folgt:
| in Mio. € | 2022 | 2021 | ||||
| Deutschland | Andere Länder | Konzern | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |
| Eröffnungssaldo des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens | 868 | 329 | 1.197 | 822 | 283 | 1.105 |
| Erträge aus Planvermögen | 11 | 4 | 15 | 6 | 3 | 9 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - 14 | - 68 | - 82 | 3 | 20 | 23 |
| Tatsächliche Erträge aus Planvermögen | - 3 | - 64 | - 67 | 9 | 23 | 32 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 4 | 9 | 13 | 33 | 10 | 43 |
| Beiträge für Teilnehmer des Plans | 13 | 5 | 18 | 12 | 4 | 16 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 8 | - 12 | - 20 | - 8 | - 7 | - 15 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | - 2 | 8 | 6 | - | 16 | 16 |
| Schlusssaldo des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens | 872 | 275 | 1.147 | 868 | 329 | 1.197 |
Im Geschäftsjahr 2023 werden sich die Zuführungen des Arbeitgebers zum Planvermögen voraussichtlich auf 15 Mio. € belaufen.
Zum Bilanzstichtag setzte sich das Planvermögen wie folgt zusammen:
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||||
| Deutschland | Andere Länder | Konzern | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |
| Eigenkapitalinstrumente | 76 | 87 | 163 | 84 | 117 | 201 |
| Fremdkapitalinstrumente | 265 | 97 | 362 | 304 | 106 | 410 |
| Immobilien | 169 | 36 | 205 | 171 | 45 | 216 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 317 | 21 | 338 | 284 | 19 | 303 |
| Sonstiges | 45 | 34 | 79 | 25 | 42 | 67 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 872 | 275 | 1.147 | 868 | 329 | 1.197 |
Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der Leistungsverpflichtungen. Die Unterlegung dieser Leistungsverpflichtungen mit Finanzmitteln stellt eine Vorsorge für künftige Mittelabflüsse dar. Die übergeordnete Anlagepolitik und Anlagestrategie basiert auf dem Ziel, mittelfristig eine Rendite auf Planvermögen zu erwirtschaften, die zusammen mit den Beiträgen ausreicht, den Vorsorgeverpflichtungen nachzukommen. Um eine Risikokonzentration zu vermeiden, wird das Planvermögen in verschiedenen Anlageklassen investiert.
Die Eigenkapitalinstrumente umfassen Investitionen in Aktienfonds und direkte Anlagen. In der Regel haben diese notierte Marktpreise in einem liquiden Markt. Fremdkapitalinstrumente können Investitionen in Fonds und direkte Investitionen in Anleihen sein. In der Regel haben diese notierte Marktpreise in einem liquiden Markt. Immobilien verteilen sich auf Wohn- und Gewerbeimmobilien. Es können sowohl Anlagen in notierten Immobilienfonds als auch direkt gehaltene Immobilien sein. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen sowohl Bankguthaben als auch Anteile an Geldmarktfonds. Darüber hinaus enthält die Position eine kurzfristige Geldanlage der TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung bei der Beiersdorf AG in Höhe von 204 Mio. € (Vorjahr: 246 Mio. €).
Die folgende Übersicht zeigt Informationen zur gewichteten durchschnittlichen Laufzeit des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen sowie zur Fälligkeitsanalyse erwarteter Pensionszahlungen:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||||
| Deutschland | Andere Länder | Konzern | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |
| Duration des Barwerts der Pensionsverpflichtungen (in Jahren) | 15 | 13 | 14 | 18 | 17 | 18 |
| Fälligkeitsanalyse der erwarteten Pensionszahlungen (in Mio. €) | ||||||
| bis 1 Jahr | 68 | 14 | 82 | 59 | 12 | 71 |
| über 1 bis 5 Jahre | 291 | 57 | 348 | 252 | 48 | 300 |
| über 5 bis 10 Jahre | 387 | 79 | 466 | 357 | 68 | 425 |
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkung von singulären Parameteränderungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||||
| in Mio. € | Deutschland | Andere Länder | Konzern | Deutschland | Andere Länder | Konzern |
| Diskontierungszins | ||||||
| + 0,50 % | - 94 | - 12 | - 106 | - 176 | - 24 | - 200 |
| - 0,50 % | 106 | 11 | 117 | 203 | 27 | 230 |
| Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen + 0,25 % | 2 | 1 | 3 | 7 | 2 | 9 |
| - 0,25 % | - 2 | - 1 | - 3 | - 7 | - 2 | - 9 |
| Erwartete Rentensteigerung + 0,25 % | 26 | 3 | 29 | 48 | 6 | 54 |
| - 0,25 % | - 25 | - 3 | - 28 | - 45 | - 5 | - 50 |
| Erwartete Fluktuation + 0,25 % | - | - 1 | - 1 | - | - 2 | - 2 |
| - 0,25 % | - | 1 | 1 | - | 2 | 2 |
| Lebenserwartung | ||||||
| Zunahme um 1 Jahr | 52 | 4 | 56 | 93 | 3 | 96 |
| Abnahme um 1 Jahr | - 50 | - 3 | - 53 | - 87 | - 3 | - 90 |
Die Sensitivitätsanalyse beruht auf per Ende des Berichtsjahres realistisch möglichen Änderungen. Sie wurde mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert. Jede Änderung einer wesentlichen versicherungsmathematischen Annahme wurde dabei separat analysiert. Interdependenzen wurden nicht berücksichtigt.
| in Mio. € | Leistungen an Arbeitnehmende | Marketing- und Vertriebsaufwendungen | Restrukturierungsmaßnahmen | Übrige | Gesamt |
| Stand 01.01.2022 | 451 | 98 | 12 | 332 | 893 |
| davon langfristig | 92 | - | - | 75 | 167 |
| Währungsänderungen | 2 | 1 | - | 7 | 10 |
| Zuführung | 283 | 104 | 1 | 113 | 501 |
| Verbrauch | - 266 | - 60 | - 3 | - 49 | - 378 |
| Auflösung | - 28 | - 5 | - 4 | - 52 | - 89 |
| Stand 31.12.2022 | 442 | 138 | 6 | 351 | 937 |
| davon langfristig | 88 | - | - | 101 | 189 |
Die Leistungen an Arbeitnehmende betreffen im Wesentlichen Abfindungen, Jahressonderzahlungen, Vergütungen für Mehrarbeitsstunden, Urlaubsgelder sowie Altersteilzeitverpflichtungen. Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2019 im Segment Tchibo durchgeführten Netzwerkanalyse wurde eine langfristige Logistik-Netzwerkstruktur festgelegt, die zu Standortschließungen und zum Abbau von Arbeitsplätzen führt. Die in diesem Zusammenhang ausgewiesenen Rückstellungen für Abfindungen und Außenvermittlung ausscheidender Mitarbeitender betrugen im Berichtsjahr 13 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €). Aufgrund von Inanspruchnahmen und Personalfluktuation ergab sich zum 31. Dezember 2022 ein geringerer Rückstellungsbedarf.
Die Rückstellungen für Marketing und Vertrieb decken im Wesentlichen erwartete Belastungen für nachträgliche Minderungen bereits erzielter Verkaufserlöse ab. Hierzu zählen noch zu gewährende Boni, Rabatte und sonstige Preisnachlässe, die den Vertragspartnern im Berichtsjahr eingeräumt wurden, aber erst im Folgejahr zur Auszahlung gelangen.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Prozessrisiken.
Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 303 Mio. € (Vorjahr: 309 Mio. €), welche in Höhe von 299 Mio. € (Vorjahr: 309 Mio. €) auf Leasingverbindlichkeiten entfallen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in Mio. € | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (AC) | 2.603 | 2.262 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 787 | 617 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten (AC/FVOCI) | 768 | 588 |
| Negative Zeitwerte von Derivaten (DF) | 19 | 29 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 227 | 228 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 170 | 165 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 14 | 12 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 43 | 51 |
| 3.617 | 3.107 |
Die anderen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen kurzfristige Darlehen gegenüber Banken in Höhe von 314 Mio. € (Vorjahr: 99 Mio. €), Verbindlichkeiten von Beiersdorf gegenüber der TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung in Höhe von 204 Mio. € (Vorjahr: 246 Mio. €) aus Anlagetätigkeiten des TROMA-Planvermögens, Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 150 Mio. € (Vorjahr: 153 Mio. €) sowie sonstige andere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 100 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €).
Da die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für die kurzfristigen Verbindlichkeiten innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag liegen, entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Der maxingvest Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Währungs-, Zinsänderungs-, Rohstoffrisiken sowie Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Ziel der Unternehmenspolitik ist es, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage durch ein systematisches Finanzmanagement zu minimieren. Das Risikomanagement erfolgt dabei durch die Konzern-Treasury-Abteilungen auf Grundlage verabschiedeter Finanzrichtlinien.
Zur Sicherung des operativen Geschäfts und wesentlicher unternehmensnotwendiger Finanztransaktionen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Für den maxingvest Konzern sind dies im Wesentlichen Währungs-, Zins- und Marktpreisrisiken. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Unter dem Währungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken.
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung bilanziert sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen der Tochtergesellschaften in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Relevante Risikovariablen sind daher grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen im maxingvest Konzern Finanzinstrumente gehalten werden. Durch die internationale Ausrichtung des maxingvest Konzerns mit Dominanz im Euroraum fungiert der Euro als Leitwährung. Risiken entstehen im Konzern demnach aus Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten, wenn andere Währungen gegenüber dem Euro schwanken.
Bei konzerninternen grenzüberschreitenden Finanzierungen werden Währungsrisiken grundsätzlich zentral durch Devisentermingeschäfte fristenkongruent und vollständig gesichert (Fair Value Hedges). Aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten ist der maxingvest Konzern zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt. Den Ergebniseffekten aus den Devisentermingeschäften stehen in gleicher Höhe Wertschwankungen der abgesicherten Grundgeschäfte gegenüber. Die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente im Rahmen von Fair Value Hedges lagen bei 3 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €). Die Nominalwerte betrugen 764 Mio. € (Vorjahr: 798 Mio. €). Die Restlaufzeiten betragen bis zu einem Jahr.
Im operativen Bereich des Rohkaffeeeinkaufs bei Tchibo werden Devisen- und Warentermingeschäfte zur Absicherung von künftigen Zahlungsströmen (Cashflow Hedges) für das Rohkaffeegeschäft eingesetzt. Dies hat zur Folge, dass die Ergebnisse der unrealisierten Devisen- und Warentermingeschäfte im Rohkaffeebereich erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung der steuerlichen Implikationen erfasst werden.
Für den operativen Bereich wird im maxingvest Konzern üblicherweise der Großteil der Zahlungsströme in nicht funktionaler Währung für die nächsten 36 Monate durch Standarddevisentermingeschäfte gesichert. Diese Transaktionen werden zentral in den Treasury-Managementsystemen erfasst, bewertet und gesteuert. Daher ist der maxingvest Konzern zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungsrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.
Da wesentliche originäre Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transformiert sind, haben daraus resultierende Währungskursänderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Der maxingvest Konzern ist demzufolge im Wesentlichen nur Risiken aus Devisentermingeschäften ausgesetzt, die als Sicherungsinstrument bestimmt sind und die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung für die Absicherung von erwarteten beziehungsweise geplanten Zahlungsströmen erfüllen (Cashflow Hedges on Forecasted Transactions). Kursänderungen wirken sich im Wesentlichen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte aus.
Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte betrugen zum Stichtag 23 Mio. € (Vorjahr: - 14 Mio. €), die Nominalwerte lagen bei 1.130 Mio. € (Vorjahr: 1.251 Mio. €). Wie im Vorjahr betrugen die Restlaufzeiten weniger als ein Jahr. Die Nominalwerte zeigen die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Bei den ausgewiesenen Nominalwerten werden Beträge nicht saldiert.
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2022 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären die Marktwerte der direkt innerhalb der Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfassten Devisentermingeschäfte um 32 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) höher gewesen. Bei einer entsprechenden Abwertung von 10 % wären die Marktwerte der direkt innerhalb der Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfassten Devisentermingeschäfte um 43 Mio. € (Vorjahr: 51 Mio. €) niedriger gewesen. Eine Aufwertung des Euros um 10 % hätte bei der Bewertung der erfolgswirksam erfassten Devisentermingeschäfte ohne Sicherungsbeziehung das Finanzergebnis um 5 Mio. € (Vorjahr: um 16 Mio. € belastet) belastet. Eine entsprechende Abwertung um 10 % hätte das Finanzergebnis um 5 Mio. € (Vorjahr: um 24 Mio. € erhöht) erhöht.
Darüber hinaus verbleiben im Konzern Wechselkursrisiken aus nicht in funktionaler Konzernwährung denominierten originären monetären Finanzinstrumenten sowie aus Devisentermingeschäften, die nicht einer Sicherungsbeziehung im Sinne des IFRS 9 unterliegen. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte betrugen zum Stichtag 0 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €). Die Nominalwerte lagen bei 37 Mio. € (Vorjahr: 179 Mio. €). Die Restlaufzeiten betragen bis zu einem Jahr.
Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Der maxingvest Konzern besitzt nur wenige langfristige Finanzinstrumente, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sowie keine Zinsderivate. Daher sind Zeitwertänderungen für den maxingvest Konzern nur von untergeordneter Bedeutung.
Wäre das Zinsniveau zu den Quartalsenden des Geschäftsjahres parallel zur Zinsstrukturkurve jeweils 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen, wäre das Finanzergebnis um 5 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen. Dies hätte keine Auswirkung auf das kumulierte sonstige Konzernergebnis im Eigenkapital gehabt.
Der maxingvest Konzern nutzt Devisenterminkontrakte als Sicherungsinstrument zur Absicherung des aus festen Verpflichtungen und erwarteten Transaktionen resultierenden Währungsrisikos und Rohstoffterminkontrakte zur Absicherung des Volatilitätsrisikos bei Warenpreisen. Der unwirksame Teil einer Sicherungsbeziehung mit Devisenterminkontrakten wird im sonstigen Ergebnis erfasst, während der unwirksame Teil einer Sicherungsbeziehung mit Rohstoffterminkontrakten in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst wird. Wenn das Preisniveau für Rohkaffee zum 31. Dezember 2022 um 20 % höher gewesen wäre, wäre das hypothetische Ergebnis im Gesamtergebnis um 5 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. € niedriger) höher gewesen. Wenn das Preisniveau für Rohkaffee zum 31. Dezember 2022 um 20 % niedriger gewesen wäre, wäre das hypothetische Ergebnis im Gesamtergebnis um 6 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. € höher) niedriger gewesen.
Der maxingvest Konzern unterliegt im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten und im operativen Bereich Ausfallrisiken. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2022 7.271 Mio. € (Vorjahr: 7.885 Mio. €).
Zur Ermittlung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach IFRS 9 wird das vereinfachte Verfahren angewendet. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt. Die Einschätzung der erwarteten Ausfälle ergibt sich aus der Analyse historischer Forderungsausfälle, der Altersstruktur des Forderungsbestands sowie aktuellen Konjunkturentwicklungen und Beurteilungen der Kreditwürdigkeit einzelner Kunden. Aufgrund der geringen historischen und erwarteten Ausfallquoten haben die Wertminderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenswerte oder das Eigenkapital. Ein detailliertes Monitoring der Kundschaftsbeziehungen, ein aktives Forderungsmanagement sowie der selektive Einsatz von Warenkreditversicherungen wirken Risiken durch Forderungsausfälle entgegen.
Potenzielle Ausfallrisiken im Zusammenhang mit der Anlage der Konzernliquidität werden dadurch begrenzt, dass Anlagen nur bei definierten sicheren Kontrahenten erfolgen. Das Kontrahentenrisiko überwacht der maxingvest Konzern anhand von Ratings und haftendem Eigenkapital der Kontrahenten sowie fortlaufend aktualisierten Risikoindikatoren. Mithilfe dieser Parameter werden Höchstbeträge für Anlagen bei Partnerbanken und Wertpapieremittenten ermittelt (Kontrahentenlimits), denen regelmäßig die tatsächlich getätigten konzernweiten Anlagen gegenübergestellt werden. Der maxingvest Konzern hat den überwiegenden Teil seiner Liquidität in risikoarmen Titeln angelegt (wie zum Beispiel Staats-/Industrieanleihen und Pfandbriefe).
Wertminderungen für die erwarteten Kreditverluste der nächsten zwölf Monate werden auf Wertpapiere gebildet, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Schätzung erfolgt auf Basis von Ratings und fortlaufend aktualisierten Risikoindikatoren. Darüber hinaus werden aktuelle CDS-Spreads und Anleihenspreads der Anleihenemittenten für die Berechnung herangezogen.
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Wertpapiere der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" | 6 | 4 |
| Wertpapiere der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" | 1 | 1 |
| 7 | 5 |
Bei finanziellen Vermögenswerten wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich unter anderem um Guthaben bei Kreditinstituten und sehr kurzfristige liquide Anlagen. Sie sind der Bewertungskategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet. Aufgrund der sehr kurzen Laufzeiten (zum Beispiel täglich fällig) und der Bonität der Vertragspartner erfolgt keine Wertminderung basierend auf erwarteten Kreditverlusten.
Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat. Aufgrund des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Wertpapieren zum Stichtag ist der maxingvest Konzern derzeit keinem Liquiditätsrisiko ausgesetzt. Um die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Konzerns jederzeit sicherzustellen, werden zudem Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien vorgehalten.
Die nachfolgenden Angaben in der Tabelle stellen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des maxingvest Konzerns zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021 dar.
| Wertansatz nach IFRS 9 | |||||
| in Mio. € | Buchwert 31.12.2022 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert - erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert - erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert 31.12.2022 |
| AKTIVA | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | 6.727 | 6.727 | - | - | 6.727 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 44 | 44 | - | - | 44 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.623 | 1.623 | - | - | 1.623 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 122 | 122 | - | - | 122 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.194 | 1.194 | - | - | 1.194 |
| Wertpapiere | 3.744 | 3.744 | - | - | 3.744 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) | 374 | - | 374 | - | 374 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 3 | - | 3 | - | 3 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1 | - | 1 | - | 1 |
| Wertpapiere | 370 | - | 370 | - | 370 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) | 125 | - | - | 125 | 125 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 41 | - | - | 41 | 41 |
| Wertpapiere | 84 | - | - | 84 | 84 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung (DF) | 44 | - | 35 | 9 | 44 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) | 1 | - | - | 1 | 1 |
| PASSIVA | |||||
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten (AC) | 3.673 | 3.673 | - | - | 3.673 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 303 | 303 | - | - | 303 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.603 | 2.603 | - | - | 2.603 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 767 | 767 | - | - | 767 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) | 1 | - | 1 | - | 1 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1 | - | 1 | - | 1 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung (DF) | 18 | - | 13 | 5 | 18 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) | 1 | - | - | 1 | 1 |
| Wertansatz nach IFRS 9 | |||||
| in Mio. € | Buchwert 31.12.2021 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert - erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert - erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 |
| AKTIVA | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | 7.293 | 7.293 | - | - | 7.293 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 31 | 31 | - | - | 31 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.433 | 1.433 | - | - | 1.433 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 125 | 125 | - | - | 125 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.228 | 1.228 | - | - | 1.228 |
| Wertpapiere | 4.476 | 4.476 | - | - | 4.476 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) | 476 | - | 476 | - | 476 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 5 | - | 5 | - | 5 |
| Wertpapiere | 471 | - | 471 | - | 471 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) | 88 | - | - | 88 | 88 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 38 | - | - | 38 | 38 |
| Wertpapiere | 50 | - | - | 50 | 50 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung (DF) | 26 | - | 11 | 15 | 26 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) | 2 | - | - | 2 | 2 |
| PASSIVA | |||||
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten (AC) | 3.154 | 3.154 | - | - | 3.154 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 309 | 309 | - | - | 309 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.262 | 2.262 | - | - | 2.262 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 583 | 583 | - | - | 583 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) | 5 | - | 5 | - | 5 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5 | - | 5 | - | 5 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung (DF) | 29 | - | 25 | 4 | 29 |
Die folgende Übersicht zeigt, in welche Hierarchiestufe gemäß IFRS 13 die Finanzinstrumente eingestuft sind, die wiederkehrend zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden:
| Bewertungshierarchien nach IFRS 13 | ||||
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe Beizulegender Zeitwert 31.12.2022 |
| AKTIVA | ||||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) | 370 | 1 | 3 | 374 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | - | - | 3 | 3 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | - | 1 | - | 1 |
| Wertpapiere | 370 | - | - | 370 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) | 84 | 35 | 6 | 125 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | - | 35 | 6 | 41 |
| Wertpapiere | 84 | - | - | 84 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung (DF) | - | 44 | - | 44 |
| In Verbindung mit Fair Value Hedges | - | 9 | - | 9 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | - | 35 | - | 35 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) | - | 1 | - | 1 |
| PASSIVA | ||||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) | - | 1 | - | 1 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1 | - | 1 | |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung (DF) | - | 18 | - | 18 |
| In Verbindung mit Fair Value Hedges | - | 5 | - | 5 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | - | 13 | - | 13 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) | - | 1 | - | 1 |
| Bewertungshierarchien nach IFRS 13 | ||||
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 |
| AKTIVA | ||||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) | 471 | - | 5 | 476 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | - | - | 5 | 5 |
| Wertpapiere | 471 | - | - | 471 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) | 50 | 35 | 3 | 88 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | - | 35 | 3 | 38 |
| Wertpapiere | 50 | - | - | 50 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung (DF) | - | 26 | - | 26 |
| In Verbindung mit Fair Value Hedges | - | 15 | - | 15 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | - | 11 | - | 11 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung (FVPL) | - | 2 | - | 2 |
| PASSIVA | ||||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) | - | 5 | - | 5 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | - | 5 | - | 5 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung (DF) | - | 29 | - | 29 |
| In Verbindung mit Fair Value Hedges | - | 4 | - | 4 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | - | 25 | - | 25 |
Die im maxingvest Konzern zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapiere fallen unter die Fair-Value-Hierarchiestufe 1 und werden zu Kursnotierungen am Bilanzstichtag bewertet.
Die derivativen Finanzinstrumente fallen unter die Fair-Value-Hierarchiestufe 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte werden anhand des Wechselkurses zum Stichtag ermittelt und auf Basis ihrer jeweiligen Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die beizulegenden Zeitwerte der Warentermingeschäfte werden unter Einbezug aktueller Marktpreisnotierungen für Kaffee und aktueller Wechselkurse zum Stichtag mithilfe geeigneter finanzmathematischer Modelle ermittelt.
Die Fair-Value-Hierarchiestufe 3 enthält im Wesentlichen Marktwerte von Unternehmensbeteiligungen sowie Beteiligungen an Private-Equity-Fonds. Die Marktwerte von Unternehmensbeteiligungen werden der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (FVOCI) zugeordnet, während die Beteiligungen an Private-Equity-Fonds in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVPL) erfasst werden. Die beizulegenden Zeitwerte der in den Private- Equity-Fonds enthaltenen Vermögenswerte werden anhand von Referenzwerten vergleichbarer Unternehmen mit Umsatz- und EBITDA-Multiples der entsprechenden Branche oder anhand von Referenzpreisen aus Markttransaktionen bewertet. Darüber hinaus fließen vor allem operative Ergebnisse, die Finanzlage und die aktuelle Marktsituation in die Bewertung ein.
Im Jahr 2022 hat Beiersdorf Anleihen mit einem Buchwert von 240 Mio. € aus der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) in die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVPL) umgegliedert und anschließend verkauft. Daraus resultierte ein Verlust in Höhe von 2 Mio. € im Finanzergebnis.
Für die Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, liegen die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine überwiegend innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Eine Ausnahme bilden die Wertpapiere, die als "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) klassifiziert wurden. Die für diese Position angegebenen beizulegenden Zeitwerte fallen unter die Fair-Value-Hierarchiestufe 1.
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Stand 01.01. | 3 | 3 |
| Zugänge | 2 | - |
| Stand 31.12. | 5 | 3 |
Das Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten und der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte beinhaltet im Wesentlichen Ergebnisse aus Zinserträgen und Fremdwährungsbewertungen. Die im Finanzergebnis berichteten Zinserträge resultieren hauptsächlich aus den Positionen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie "Wertpapiere". Die hierin enthaltenen Nettoerträge aus Finanzinvestitionen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, betrugen 16 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €). Die Nettoerträge aus Finanzinvestitionen, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, betrugen 5 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).
Das Nettoergebnis aus anderen finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet Fremdwährungsverluste sowie Zinsaufwendungen. Die im Finanzergebnis berichteten Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus finanziellen Verbindlichkeiten.
Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode, während die Cashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode ermittelt werden.
Der Finanzmittelfonds umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Schwankungen unterliegen.
Der maxingvest Konzern unterliegt möglichen Verpflichtungen. Sofern der Abfluss von wirtschaftlichen Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtungen wahrscheinlich ist, sind Rückstellungen gebildet worden.
Die seit 2016 anhängige Klage des Insolvenzverwalters der Schlecker e. K. gegen die Beiersdorf AG in Bezug auf ein abgeschlossenes deutsches Kartellverfahren wurde in erster und zweiter Instanz abgewiesen. Die Revision wurde auf die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers hin ohne Begründung durch den Bundesgerichtshof (BGH) zugelassen. Der BGH hob das Berufungsurteil auf und hat das Verfahren an die zweite Instanz zur neuen Entscheidung zurückverwiesen. Das Verfahren richtet sich auch noch gegen sechs weitere Unternehmen. Es beinhaltet eine gesamtschuldnerisch gegen alle Beklagten erhobene Schadenersatzforderung in Höhe von etwa 200 Mio. € plus Zinsen. Entscheidungen über weitere erst- beziehungsweise zweitinstanzlich gerichtlich geltend gemachte Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit diesem Kartellverfahren stehen noch aus. Beiersdorf bestreitet die Forderungen.
Der Bundesstaat São Paulo fordert von den brasilianischen Tochtergesellschaften des Unternehmensbereichs Consumer von Beiersdorf Steuernachzahlungen in Höhe von 77 Mio. € (Vorjahr: 66 Mio. €) für die Jahre 2005 bis 2009. Der Betrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr bedingt im Wesentlichen durch Zinsen und den geänderten Wechselkurs. Die Steuerbehörden führten an, dass die Umsatzsteuer auf Importe im Bundesstaat São Paulo hätte gezahlt werden müssen und nicht in dem brasilianischen Bundesstaat, in dem die Importe bezogen wurden. Alle Fälle befinden sich in Finanzgerichtsverfahren. Mögliche Steuernachforderungen für die Jahre 2010 bis 2017 sind zwischenzeitlich verjährt, weshalb für diesen Zeitraum keine weiteren Bescheide mit Steuernachzahlungen ergehen können. Darüber hinaus erhoben die brasilianischen Steuerbehörden weitere aus Sicht von Beiersdorf nicht gerechtfertigte Umsatzsteuerforderungen aus unterschiedlichen Sachverhalten in mindestens ähnlicher Größenordnung, gegen die sich die brasilianischen Tochtergesellschaften in behördlichen Verfahren wehren. Eine endgültige Entscheidung durch die brasilianischen Gerichte in allen Fällen ist erst in einigen Jahren zu erwarten. Im Beiersdorf Konzern bestehen für diese Fälle Rückstellungen in Höhe von 27 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €).
Einige der Tochtergesellschaften unterliegen aktuellen Betriebsprüfungen. In Einklang mit IFRIC 23 sind strittige Steuerpositionen mit ihrem wahrscheinlichsten Zahlungsmittelabfluss angesetzt. In einem Beiersdorf betreffenden Fall hat die Finanzbehörde in Österreich einen angesetzten Liquidationsverlust steuerlich nicht anerkannt. Gegen die Bescheide der betroffenen Jahre hat das Unternehmen Rechtsmittel eingelegt. Beiersdorf ist der Überzeugung, dass das Unternehmen in dem Verfahren seine Auffassung durchsetzen wird. Eine finale Entscheidung ist erst in einigen Jahren zu erwarten. Eine endgültige Nichtanerkennung des steuerlich geltend gemachten Verlusts würde das Konzernergebnis mit etwa 47 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) belasten.
Darüber hinaus unterliegen einige Tochtergesellschaften Zollprüfungen. Für die daraus resultierenden Risiken hat Beiersdorf Rückstellungen in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) gebildet.
Einschätzungen zum Verlauf und zu den Ergebnissen von Rechtsstreitigkeiten sowie von Steuer- und Zollprüfungen sind mit erheblichen Schwierigkeiten und Unsicherheiten verbunden. Ergebnisse, die von den Erwartungen des maxingvest Konzerns abweichen, können eine Auswirkung auf die Höhe der erfassten Kosten und Rückstellungen oder Verbindlichkeiten haben. Zum Abschlussstichtag geht der maxingvest Konzern davon aus, dass auf Basis der derzeit vorliegenden Informationen keine weiteren wesentlichen Belastungen für den Konzern zu erwarten sind.
Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 99 Mio. € (Vorjahr: 97 Mio. €).
Für den maxingvest Konzern ergeben sich im Jahresdurchschnitt folgende Personalzahlen (ohne Vorstand):
| 2022 | 2021 | |
| Segment Beiersdorf | 21.233 | 20.478 |
| Segment Tchibo | 11.318 | 11.237 |
| Segment Holding | 37 | 36 |
| 32.588 | 31.751 |
Die Beschäftigten sind in folgenden betrieblichen Funktionsbereichen tätig:
| 2022 | 2021 | |
| Marketing und Vertrieb | 15.713 | 15.496 |
| Produktion | 8.577 | 8.274 |
| Andere Funktionen | 8.298 | 7.981 |
| 32.588 | 31.751 |
Die Personalaufwendungen des maxingvest Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
| in Mio. € | 2022 | 2021 |
| Löhne und Gehälter | 1.799 | 1.634 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 289 | 257 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 136 | 136 |
| Personalnebenkosten | 19 | 17 |
| 2.243 | 2.044 |
Herr Michael Herz ist Vorstandsmitglied und Herr Wolfgang Herz ist Mitglied des Aufsichtsrats der maxingvest ag. Ein wesentlicher Teil der Aktien der maxingvest ag wird von ihnen kontrolliert. Sie sind somit als nahestehende Personen im Sinne von IAS 24 anzusehen.
Die operativen Geschäftsbeziehungen der maxingvest ag und ihrer Tochterunternehmen zu den Unternehmen der nahestehenden Personen beschränken sich in geringem Umfang von 3 Mio. € auf Mietverträge, Einkaufskooperationen, Warenlieferungen, Lizenzvereinbarungen, Provisionsgeschäfte und die Erbringung beziehungsweise den Einkauf von Dienstleistungen. In diesem Zusammenhang unterhält der maxingvest Konzern vereinzelte Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen der Blume2000-Gruppe, Norderstedt, zur Participia Holding GmbH, Hamburg, zur Polaris Immobilienmanagement GmbH, Hamburg, zur Überseering Immobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Norderstedt, sowie zur Überseering 33/33a Immobilien GmbH & Co. KG, Hamburg (nahestehende Unternehmen über Herrn Michael Herz beziehungsweise Herrn Wolfgang Herz).
Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Zu Angaben zur Vergütung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Managements des maxingvest Konzerns in Schlüsselpositionen wird auf die nachfolgenden Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand verwiesen. Daneben haben keine wesentlichen Transaktionen mit diesen nahestehenden natürlichen Personen stattgefunden.
Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Anteile an der TCHIBO C.I.S. LLC, Moskau/Russische Föderation an das lokale Management veräußert. Es wird auf die Angaben zu den wesentlichen Divestments im Abschnitt "Konsolidierung" verwiesen.
Die Mitglieder des Managements des maxingvest Konzerns in Schlüsselpositionen haben im Geschäftsjahr 2022 die im Folgenden genannten Bezüge erhalten:
| ― |
Kurzfristig fällige Leistungen in Höhe von 18 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) |
| ― |
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses von 2 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) |
| ― |
Andere langfristig fällige Leistungen von 19 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) |
| ― |
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses von 1 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) |
| ― |
Keine anteilsbasierten Vergütungen |
Zum Management in Schlüsselpositionen zählen die Mitglieder des Vorstands der maxingvest ag und der Beiersdorf AG sowie die Mitglieder der Geschäftsführung der TCHIBO GmbH.
Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten Gesamtbezüge in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der maxingvest ag und der Beiersdorf AG sowie der Geschäftsführung der TCHIBO GmbH und den jeweiligen Hinterbliebenen wurden insgesamt 75 Mio. € (Vorjahr: 84 Mio. €) zurückgestellt.
Da sich im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, hieraus die Bezüge der Mitglieder feststellen lassen würden, wird auf die Angabe zu den Gesamtbezügen der Vorstandsmitglieder der maxingvest ag gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Mitglieder der Aufsichtsräte der oben genannten Gesellschaften haben im Geschäftsjahr 2022 kurzfristig fällige Bezüge von insgesamt 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) erhalten, davon entfallen auf die Aufsichtsratsmitglieder der maxingvest ag 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €).
Es bestehen keine Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.
Die nachgenannten Gesellschaften sind unmittelbar oder mittelbar durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der maxingvest ag verbunden:
| ― |
maxingvest Beteiligungsverwaltung GmbH, Hamburg, |
| ― |
TCHIBO Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg, |
| ― |
Tchibo Coffee Service GmbH, Hamburg, |
| ― |
Tchibo Coffee SERVICE-TEAM GmbH, Hamburg, |
| ― |
TCHIBO GmbH, Hamburg, |
| ― |
G.C. Breiger & Company GmbH, Hamburg. |
Die genannten Gesellschaften werden als deutsche Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der maxingvest ag einbezogen und machen mit Rücksicht auf diese Einbeziehung von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Alle Gesellschafter der genannten Gesellschaften haben der Befreiung für das Geschäftsjahr 2022 zugestimmt. Die betreffenden Beschlüsse der Gesellschafter werden gemäß § 325 HGB offengelegt.
Des Weiteren haben die nachfolgend aufgeführten Personenhandelsgesellschaften
| ― |
Meister-Kaffee GmbH & Co. Vertriebs KG, Hamburg, |
| ― |
Olymp Vermögensverwaltung GmbH & Co. Dienstleistungs-KG, Leezen, |
| ― |
Tchibo Markenverwaltungs GmbH & Co. KG, Leezen, |
| ― |
TCHIBO Manufacturing GmbH & Co. KG, Hamburg, |
die ebenfalls in den Konzernabschluss der maxingvest ag einbezogen werden, von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch gemacht.
Die Beiersdorf AG, Hamburg, ist ein börsennotiertes Unternehmen, das in den Konzernabschluss der maxingvest ag einbezogen wird. Vorstand und Aufsichtsrat der Beiersdorf AG haben im Dezember 2022 die Entsprechenserklärung für das Geschäftsjahr 2022 zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG abgegeben. Beiersdorf erfüllt demnach mit wenigen Ausnahmen alle Empfehlungen sowie darüber hinaus alle Anregungen des Kodex. Es gibt keine Empfehlungen des Kodex, die aufgrund vorrangiger gesetzlicher Bestimmungen für Beiersdorf nicht anwendbar sind. Die Entsprechenserklärung 2022 wurde auch auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.beiersdorf.de/entsprechenserklaerung dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Die nachfolgende Tabelle umfasst den vollständigen Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB der maxingvest ag.
| Name der Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital in % |
| KONZERNBEREICH HOLDING | ||
| Inland | ||
| BBG Beteiligungsgesellschaft mbH | Gallin | 84,39 |
| BBG Geschäftsführungs GmbH | Hamburg | 100,00 |
| BBG Holding GmbH & Co. KG | Leezen | 100,00 |
| maxingvest Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH | Gallin | 100,00 |
| Olymp Vermögensverwaltung GmbH | Gallin | 100,00 |
| maxingvest Beteiligungsverwaltung GmbH | Hamburg | 100,00 |
| PACK und TRINK Getränkeservice GmbH | Hamburg | 100,00 |
| TCHIBO Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,00 |
| GIG City Nord GmbH | Hamburg | 25,00 |
| Fernkälte Geschäftsstadt Nord GbR | Hamburg | 9,28 |
| Ausland | ||
| HMO Luxembourg S.à.r.l. | LU, Luxemburg | 100,00 |
| Tchibo Holding Finance B.V. | NL, Amsterdam | 100,00 |
| KONZERNBEREICH TCHIBO | ||
| Inland | ||
| Olymp Vermögensverwaltung GmbH & Co. Dienstleistungs-KG | Leezen | 100,00 |
| Tchibo Markenverwaltungs GmbH & Co. KG | Leezen | 100,00 |
| G.C. Breiger & Company GmbH | Hamburg | 100,00 |
| International Coffee Partners GmbH | Hamburg | 12,50 |
| Meister-Kaffee GmbH | Hamburg | 75,00 |
| Meister-Kaffee GmbH & Co. Vertriebs KG | Hamburg | 75,00 |
| Next Commerce Accelerator Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | Hamburg | 9,90 |
| Tchibo Coffee Service GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Tchibo Coffee SERVICE-TEAM GmbH | Hamburg | 100,00 |
| TCHIBO GmbH | Hamburg | 100,00 |
| TCHIBO Manufacturing GmbH & Co. KG | Hamburg | 100,00 |
| TCHIBO Mobilfunk Beteiligungs-GmbH | Hamburg | 50,00 |
| TCHIBO Mobilfunk GmbH & Co. KG | Hamburg | 50,00 |
| TCHIBO Produktions GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Bertsch Industries GmbH | Überlingen | 8,85 |
| B&T Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH | Hamburg | 55,34 |
| Ausland | ||
| EDUSCHO (Austria) GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| Tchibo (Austria) Group Finance GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| Tchibo (Austria) Holding GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| Tchibo Coffee Service (Austria) GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| Tchibo Manufacturing (Austria) GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| TCHIBO BULGARIA EOOD | BG, Sofia | 100,00 |
| Cetco Burundi S.U.R.L. | BI, Bujumbura | 100,00 |
| Ipanema Agricola S.A. | BR, Alfenas | 29,50 |
| Ipanema Comercial e Exportadora S.A. | BR, Alfenas | 29,50 |
| Tchibo International Ltd. | CA, Mississauga | 100,00 |
| MM Meyer Markenverwaltung & Co. | CH, Bremgarten | 100,00 |
| Tchibo (Schweiz) AG | CH, Wallisellen | 100,00 |
| Tchibo (Dongguan) Services Ltd. | CN, Shatian Dongguan | 100,00 |
| Tchibo Merchandising Hongkong LP | CN, Hongkong | 100,00 |
| Tchibo Merchandising Hongkong Ltd. | CN, Hongkong | 100,00 |
| Tchibo Coffee Service Czech Republic spol. s.r.o. | CZ, Prag | 100,00 |
| Tchibo Praha spol. s.r.o. | CZ, Prag | 100,00 |
| Dualtrade Ltd. | GB, Glasgow | 100,00 |
| Espresso Warehouse Ltd. | GB, Glasgow | 100,00 |
| Matthew Algie & Company Ltd. | GB, Glasgow | 100,00 |
| Matthew Algie SERVICE-TEAM Limited | GB, Glasgow | 100,00 |
| Shearer Supplies Ltd. | GB, Glasgow | 100,00 |
| Tchibo Coffee International Ltd. | GB, Epsom | 100,00 |
| TCHIBO Budapest Kft. | HU, Budapest | 100,00 |
| Tchibo Israel Ltd. | IL, Tel Aviv | 100,00 |
| Caffè Molinari S.p.A. | IT, Modena | 79,00 |
| Tchibo Cetco Limited | KE, Nairobi | 100,00 |
| Tchibo Coffee Nederland B.V. | NL, Eemnes | 100,00 |
| Tchibo Manufacturing Poland Sp.z o.o. | PL, Marki | 100,00 |
| Tchibo Coffee Service Polska Sp.z o.o. | PL, Warschau | 100,00 |
| Tchibo Warszawa Sp.z o.o. | PL, Warschau | 100,00 |
| Tchibo Coffee Services S.R.L. | RO, Bukarest | 99,00 |
| TCHIBO BRANDS S.R.L. | RO, Bukarest | 100,00 |
| TCHIBO Slovensko spol. s.r.o. | SK, Bratislava | 100,00 |
| Tchibo Kahve Mamülleri Dagitim ve Pazarlama Ticaret Limited Sirketi | TR, Istanbul | 100,00 |
| Block & Bocha Company Ltd. | TZ, Moshi | 77,50 |
| Blue Mountain Coffee Farm Ltd. | TZ, Moshi | 77,47 |
| CETCO (TANZANIA) LIMITED | TZ, Moshi | 100,00 |
| Cetco (Uganda) Ltd. | UG, Kampala | 100,00 |
| Tchibo USA, Inc. | USA, Dover | 100,00 |
| Tchibo Coffee Trading DWC - LLC | VE, Dubai | 100,00 |
| Suki Teahouse Ltd. | XI, Belfast | 40,00 |
| Capitol Foods Ltd. | XI, Lisburn | 100,00 |
| KONZERNBEREICH BEIERSDORF | ||
| Beiersdorf AG | Hamburg | 43,31 |
| ANTEILSBESITZ DER BEIERSDORF AG | ||
| Inland | ||
| Beiersdorf Manufacturing Berlin GmbH | Berlin | 100,00 |
| Dermanostic GmbH | Düsseldorf | 9,71 |
| La Prairie Group Deutschland GmbH | Düsseldorf | 100,00 |
| Tape International GmbH | Gallin | 100,00 |
| tesa Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbh & Co. KG | Gallin | 100,00 |
| Beiersdorf Customer Supply GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Beiersdorf Dermo Medical GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Beiersdorf Hautpflege GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Beiersdorf Immo GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Beiersdorf Immobilienentwicklungs GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Beiersdorf Manufacturing Hamburg GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Beiersdorf Shared Services GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Phanex Handelsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,00 |
| T.D.G. Vertriebs GmbH & Co. KG | Hamburg | 100,00 |
| T.D.G. Vertriebs Verwaltungs GmbH | Hamburg | 100,00 |
| tesa Manufacturing Hamburg GmbH | Hamburg | 100,00 |
| tesa Werk Hamburg GmbH | Hamburg | 100,00 |
| Ultra Kosmetik GmbH | Hamburg | 100,00 |
| W5 Immobilien GmbH & Co. KG | Hamburg | 100,00 |
| WINGMAN-STUDIOS GmbH | Hamburg | 100,00 |
| tesa nie wieder bohren GmbH | Hanau | 100,00 |
| Beiersdorf Beteiligungs GmbH | Leezen | 100,00 |
| tesa SE | Norderstedt | 100,00 |
| tesa Werk Offenburg GmbH | Offenburg | 100,00 |
| Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH | Waldheim | 100,00 |
| Europa ohne Deutschland | ||
| Beiersdorf CEE Holding GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| Beiersdorf Ges mbH | AT, Wien | 100,00 |
| La Prairie Group Austria GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| Skin Care Emerging Markets GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| tesa GmbH | AT, Wien | 100,00 |
| S-Biomedic NV | BE, Berse | 92,53 |
| SA Beiersdorf NV | BE, Brüssel | 100,00 |
| tesa sa-nv | BE, Brüssel | 100,00 |
| Beiersdorf Bulgaria EOOD | BG, Sofia | 100,00 |
| Beiersdorf AG | CH, Basel | 100,00 |
| Swiss Cosmetics Production AG | CH, Berneck | 100,00 |
| tesa tape Schweiz AG | CH, Urdorf | 100,00 |
| La Prairie Group AG | CH, Volketswil | 100,00 |
| La Prairie Operations AG | CH, Volketswil | 100,00 |
| Laboratoires La Prairie SA | CH, Volketswil | 100,00 |
| Beiersdorf spol. s.r.o. | CZ, Prag | 100,00 |
| tesa tape s.r.o. | CZ, Prag | 100,00 |
| tesa A/S | DK, Allerød | 100,00 |
| Beiersdorf A/S | DK, Kopenhagen | 100,00 |
| Beiersdorf Manufacturing Argentona, S.L. | ES, Argentona | 100,00 |
| tesa tape S.A. | ES, Argentona | 100,00 |
| La Prairie Group Iberia S.A.U. | ES, Madrid | 100,00 |
| Beiersdorf Holding, S.L. | ES, Tres Cantos | 100,00 |
| Beiersdorf Manufacturing Tres Cantos S.L. | ES, Tres Cantos | 100,00 |
| Beiersdorf S.A. | ES, Tres Cantos | 100,00 |
| Beiersdorf Oy | FI, Turku | 100,00 |
| tesa Oy | FI, Turku | 100,00 |
| La Prairie Group France S.A.S. | FR, Boulogne-Billancourt | 100,00 |
| tesa s.a.s. | FR, Lieusaint | 100,00 |
| Beiersdorf Holding France | FR, Paris | 100,00 |
| Beiersdorf s.a.s. | FR, Paris | 99,93 |
| CHANTECAILLE-Paris SARL | FR, Paris | 100,00 |
| Beiersdorf UK Ltd. | GB, Birmingham | 100,00 |
| Chantecaille (UK) Ltd. | GB, Chorleywood | 100,00 |
| FormFormForm Ltd. | GB, London | 100,00 |
| La Prairie (UK) Limited | GB, London | 100,00 |
| tesa UK Ltd. | GB, Milton Keynes | 100,00 |
| The Salford Valve Company Ltd. | GB, York | 13,20 |
| Beiersdorf Hellas A.E. | GR, Athen | 100,00 |
| tesa tape A.E. | GR, Gerakas | 100,00 |
| Beiersdorf d.o.o. | HR, Zagreb | 100,00 |
| Beiersdorf Kft. | HU, Budapest | 100,00 |
| Tartsay Beruházó Kft. | HU, Budapest | 100,00 |
| tesa tape Ragasztószalag Termelö ès Kereskedelmi Kft. | HU, Budapest | 100,00 |
| Alpa-BDF Ltd. | IL, Herzeliya | 60,00 |
| Beiersdorf ehf | IS, Reykjavik | 100,00 |
| Beiersdorf SpA | IT, Mailand | 100,00 |
| La Prairie SpA | IT, Mailand | 100,00 |
| tesa SpA | IT, Mailand | 100,00 |
| Comet SpA | IT, Solbiate con Cagno | 100,00 |
| Beiersdorf Kazakhstan LLP | KZ, Almaty | 100,00 |
| tesa tape UAB | LT, Wilna | 100,00 |
| Beiersdorf Holding B.V. | NL, Amsterdam | 100,00 |
| Beiersdorf NV | NL, Amsterdam | 100,00 |
| tesa BV | NL, Hilversum | 100,00 |
| tesa Western Europe B.V. | NL, Hilversum | 100,00 |
| tesa TL B.V. | NL, Nijkerk | 100,00 |
| Beiersdorf AS | NO, Oslo | 100,00 |
| tesa AS | NO, Oslo | 100,00 |
| Beiersdorf Manufacturing Poznan Sp. z o.o. | PL, Posen | 100,00 |
| Beiersdorf Shared Services Poland Sp. z o.o. | PL, Posen | 100,00 |
| NIVEA Polska Sp. z o.o. | PL, Posen | 100,00 |
| tesa tape Sp. z o.o. | PL, Posen | 100,00 |
| Beiersdorf Portuguesa, Limitada | PT, Barcarena Queluz de Baixo | 100,00 |
| tesa Portugal - Produtos Adesivos, Lda. | PT, Barcarena Queluz de Baixo | 100,00 |
| Beiersdorf Romania s.r.l. | RO, Bukarest | 100,00 |
| tesa tape s.r.l. | RO, Cluj-Napoca | 100,00 |
| Beiersdorf d.o.o. | RS, Belgrad | 100,00 |
| Beiersdorf LLC | RU, Moskau | 100,00 |
| La Prairie Group (RUS) LLC | RU, Moskau | 100,00 |
| tesa tape OOO | RU, Moskau | 100,00 |
| Beiersdorf Aktiebolag | SE, Göteborg | 100,00 |
| Beiersdorf Nordic Holding AB | SE, Göteborg | 100,00 |
| tesa AB | SE, Kungsbacka | 100,00 |
| Beiersdorf d.o.o. | SI, Ljubljana | 100,00 |
| tesa tape posrednistvo in trgovina d.o.o. i.L. | SI, Ljubljana | 100,00 |
| Beiersdorf Slovakia, s.r.o. | SK, Bratislava | 100,00 |
| tesa Bant Sanayi ve Ticaret A.S. | TR, Istanbul | 100,00 |
| Beiersdorf Ukraine LLC | UA, Kiew | 100,00 |
| Amerika | ||
| Beiersdorf S.A. | AR, Buenos Aires | 100,00 |
| tesa tape Argentina S.R.L. | AR, Buenos Aires | 100,00 |
| Beiersdorf S.R.L. | BO, Santa Cruz de la Sierra | 100,00 |
| tesa Brasil Ltda. | BR, Curitiba | 100,00 |
| Beiersdorf Indústria e Comércio Ltda. | BR, Itatiba | 100,00 |
| BDF NIVEA LTDA. | BR, São Paulo | 100,00 |
| Beiersdorf Canada Inc. | CA, Saint-Laurent | 100,00 |
| Chantecaille Beaute Canada Inc. | CA, Toronto | 100,00 |
| tesa tape Chile S.A. | CL, Las Condes | 100,00 |
| Beiersdorf S.A. | CL, Providencia | 100,00 |
| Beiersdorf S.A. | CO, Bogotá | 100,00 |
| tesa Tape Colombia S.A.S. | CO, Cali | 100,00 |
| BDF Costa Rica S.A. | CR, San José | 100,00 |
| Beiersdorf, SRL | DO, Santo Domingo | 100,00 |
| Beiersdorf S.A. | EC, Quito | 100,00 |
| BDF Centroamérica, S.A. | GT, Guatemala-Stadt | 100,00 |
| tesa tape Centro América S.A. | GT, Guatemala-Stadt | 100,00 |
| BDF México S.A. de C.V. | MX, Mexiko-Stadt | 100,00 |
| BSS HUB MÉXICO, S.C. | MX, Mexiko-Stadt | 100,00 |
| tesa tape México, S.A. de CV | MX, Mexiko-Stadt | 100,00 |
| Beiersdorf Manufacturing México, S.A. de C.V. | MX, Silao | 100,00 |
| BDF Panamá, S.A. | PA, Panama-Stadt | 100,00 |
| Beiersdorf S.A.C. | PE, Lima | 99,81 |
| Beiersdorf S.A. | PY, Asunción | 100,00 |
| BDF El Salvador, S.A. de C.V. | SV, San Salvador | 100,00 |
| tesa tape inc. | US, Charlotte, NC | 100,00 |
| Beiersdorf Manufacturing, LLC | US, Cleveland, TN | 100,00 |
| Sugru Inc. | US, Livonia, MI | 100,00 |
| Chantecaille Beaute Inc. | US, New York City, NY | 100,00 |
| LaPrairie.com LLC | US, New York City, NY | 100,00 |
| Functional Coatings LLC | US, Newburyport, MA | 100,00 |
| La Prairie, Inc. | US, Piscataway, NJ | 100,00 |
| tesa Plant Sparta LLC | US, Sparta, MI | 100,00 |
| Beiersdorf, Inc. | US, Stamford, CT | 100,00 |
| Beiersdorf North America Inc. | US, Stamford, CT | 100,00 |
| Panda International Holdings Inc. | US, Wilmington, DE | 100,00 |
| Pangolin Holdings Inc. | US, Wilmington, DE | 100,00 |
| tesa Functional Coatings Inc. USA | US, Wilmington, DE | 100,00 |
| tesa TL LLC | US, Wilmington, DE | 100,00 |
| Beiersdorf S.A. | UY, Montevideo | 100,00 |
| Beiersdorf S.A. | VE, Caracas | 100,00 |
| Afrika, Asien, Australien | ||
| Beiersdorf Middle East FZCO | AE, Dubai | 100,00 |
| Beiersdorf Near East FZ-LLC | AE, Dubai | 100,00 |
| TESA ME FZE | AE, Dubai | 100,00 |
| Beiersdorf Australia Ltd. | AU, North Ryde, NSW | 100,00 |
| Beiersdorf Health Care Australia Pty. Ltd. | AU, North Ryde, NSW | 100,00 |
| La Prairie Group Australia Pty. Ltd. | AU, Rosebery, NSW | 100,00 |
| tesa tape Australia Pty. Ltd. | AU, Sydney, NSW | 100,00 |
| Beiersdorf Hong Kong Limited | CN, Hongkong | 100,00 |
| Chantecaille Beaute Hong Kong Limited | CN, Hongkong | 100,00 |
| La Prairie Hong Kong Limited | CN, Hongkong | 100,00 |
| tesa tape (Hong Kong) Limited | CN, Hongkong | 100,00 |
| Beiersdorf Trading (Shanghai) Co., Ltd. | CN, Shanghai | 100,00 |
| Chantecaille (Shanghai) Co., Ltd. | CN, Shanghai | 100,00 |
| La Prairie (Shanghai) Co., Ltd. | CN, Shanghai | 100,00 |
| NIVEA (Shanghai) Company Limited | CN, Shanghai | 100,00 |
| tesa tape (Shanghai) Co., Ltd. | CN, Shanghai | 100,00 |
| tesa Plant (Suzhou) Co., Ltd. | CN, Suzhou | 100,00 |
| tesa tape (Suzhou) Co., Ltd. | CN, Suzhou | 100,00 |
| Beiersdorf Daily Chemical (Wuhan) Co., Ltd. | CN, Wuhan | 100,00 |
| Beiersdorf Egypt for Trading JSC | EG, Kairo | 100,00 |
| Beiersdorf LLC | EG, Kairo | 100,00 |
| Beiersdorf Nivea Egypt LLC | EG, Kairo | 100,00 |
| Beiersdorf Ghana Limited | GH, Accra | 100,00 |
| P.T. Beiersdorf Indonesia | ID, Jakarta | 91,00 |
| Beiersdorf India Pvt. Limited | IN, Mumbai | 51,00 |
| Beiersdorf India Service Private Limited | IN, Mumbai | 100,00 |
| NIVEA India Pvt. Ltd. | IN, Mumbai | 100,00 |
| tesa tapes (India) Private Limited | IN, Navi Mumbai | 100,00 |
| Beiersdorf Holding Japan Yugen Kaisha | JP, Tokio | 100,00 |
| La Prairie Japan K.K. | JP, Tokio | 100,00 |
| Nivea - Kao Co., Ltd. | JP, Tokio | 60,00 |
| tesa tape K.K. | JP, Tokio | 100,00 |
| Beiersdorf East Africa Limited | KE, Nairobi | 100,00 |
| Alkynes Co. Ltd. | KR, Gyeonggi-do | 31,43 |
| Beiersdorf Korea Limited | KR, Seoul | 100,00 |
| Chantecaille Beaute Korea Ltd. | KR, Seoul | 100,00 |
| La Prairie Korea Limited | KR, Seoul | 100,00 |
| LYCL Inc. | KR, Seoul | 24,09 |
| tesa tape Korea Limited | KR, Seoul | 100,00 |
| Beiersdorf S.A. | MA, Casablanca | 100,00 |
| Beiersdorf (Myanmar) Ltd. | MM, Rangun | 100,00 |
| tesa tape (Malaysia) Sdn. Bhd. | MY, Bandar Baru Bangi | 96,25 |
| tesa tape Industries (Malaysia) Sdn. Bhd. | MY, Bandar Baru Bangi | 96,25 |
| Beiersdorf (Malaysia) SDN. BHD. | MY, Petaling Jaya | 100,00 |
| Beiersdorf Nivea Consumer Products Nigeria Limited | NG, Lagos | 100,00 |
| Beiersdorf Philippines Incorporated | PH, Taguig Bonifacio Global City | 100,00 |
| Beiersdorf Pakistan (Private) Limited | PK, Lahore | 100,00 |
| Turath Al-Bashara for Trading Limited (Skin Heritage for Trading) | SA, Jeddah | 70,00 |
| Beiersdorf Singapore Pte. Ltd. | SG, Singapur | 100,00 |
| Chantecaille Beaute Singapore Pte. Ltd. | SG, Singapur | 100,00 |
| tesa tape Asia Pacific Pte. Ltd. | SG, Singapur | 100,00 |
| Beiersdorf (Thailand) Co., Ltd. | TH, Bangkok | 100,00 |
| tesa tape (Thailand) Limited | TH, Bangkok | 90,57 |
| Nivea Beiersdorf Turkey Kozmetik Sanayi ve Ticaret A.S. | TR, Istanbul | 100,00 |
| La Prairie (Taiwan) Limited | TW, Taipeh | 100,00 |
| NIVEA (Taiwan) Ltd. | TW, Taipeh | 100,00 |
| tesa Site Haiphong Company Limited | VN, Haiphong | 100,00 |
| tesa Vietnam Limited | VN, Hanoi | 100,00 |
| Beiersdorf Vietnam Limited Liability Company | VN, Ho-Chi-Minh-Stadt | 100,00 |
| Beiersdorf Consumer Products (Pty.) Ltd. | ZA, Umhlanga | 100,00 |
Der Gesellschaft wurden bis zum Tag der Aufstellung der Bilanz (15. März 2023) folgende gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 4 AktG mitteilungspflichtige Beteiligungen gemeldet:
Herr Michael Herz hat unter Verweis auf § 20 Abs. 1 AktG i. V. m. § 16 AktG mitgeteilt, dass ihm mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört, da ihm die Anteile der von ihm über die SPM Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH beherrschten Trivium Vermögensverwaltungs GmbH nach § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind.
Die Trivium Vermögensverwaltungs GmbH hat
a) unter Verweis auf § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört;
b) unter Verweis auf § 20 Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihr auch ohne Hinzurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört.
Die SPM Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH hat
a) unter Verweis auf § 20 Abs. 1 AktG i. V. m. § 16 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört, da ihr die Anteile der von ihr beherrschten Trivium Vermögensverwaltungs GmbH nach § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind;
b) unter Verweis auf § 20 Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihr auch ohne Hinzurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört, da ihr die Anteile der von ihr beherrschten Trivium Vermögensverwaltungs GmbH nach § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind.
Herr Wolfgang Herz hat unter Verweis auf § 20 Abs. 1 AktG i. V. m. § 16 AktG mitgeteilt, dass ihm mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört, da ihm die Anteile der von ihm über die E.H. Real Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH beherrschten Scintia Vermögensverwaltungs GmbH nach § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind.
Die Scintia Vermögensverwaltungs GmbH hat
a) unter Verweis auf § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört;
b) unter Verweis auf § 20 Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihr auch ohne Hinzurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört.
Die E.H. Real Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH hat
a) unter Verweis auf § 20 Abs. 1 AktG i. V. m. § 16 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört, da ihr die Anteile der von ihr beherrschten Scintia Vermögensverwaltungs GmbH nach § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind;
b) unter Verweis auf § 20 Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihr auch ohne Hinzurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG mehr als der vierte Teil der Aktien der maxingvest ag gehört, da ihr die Anteile der von ihr beherrschten Scintia Vermögensverwaltungs GmbH nach § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über das Gesamthonorar der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft:
| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 2.478 | 2.121 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 316 | 267 |
| Steuerberatungsleistungen | - | 133 |
| Sonstige Leistungen | 170 | 359 |
| 2.964 | 2.880 |
Hamburg, 15. März 2023
maxingvest ag
Der Vorstand
Michael Herz
Frédéric Pflanz
"An die maxingvest ag
Wir haben den Konzernabschluss der maxingvest ag, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzerngewinn- und -verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der maxingvest ag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 HGB i. V. m. § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu den in der Anlage genannten Bestandteilen des Konzernlageberichts ab. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrates verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in der Anlage genannten Bestandteile des Geschäftsberichts.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 HGB i. V. m. § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraft setzen interner Kontrollen beinhalten können; |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 3 HGB i. V. m. § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; |
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holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Die nachfolgend aufgeführten lageberichtsfremden Angaben, die zu den "Sonstigen Informationen" zählen, haben wir nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Konzernlageberichtsind Angaben, die weder nach §§ 315, 315a HGB bzw. nach §§ 315b bis 315d HGB vorgeschrieben, noch nach DRS 20 gefordert sind:
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Im Kapitel "Geschäft und Rahmenbedingungen" der Abschnitt "Der maxingvest Konzern". |
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Kapitel "Nachhaltigkeit". |
Zu den "Sonstigen Informationen" zählen ferner weitere, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerkes erlangt haben, insbesondere die Abschnitte:
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die Versicherung des Vorstands nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB im Abschnitt "Bestätigungen" und |
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die Abschnitte "Daten und Fakten", "Management und Aufsichtsrat", einschließlich des "Berichts des Aufsichtsrates" sowie "Geschaffene Werte bewahren", |
aber nicht den Konzernabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk."
Hamburg, 16. März 2023
Ernst
& Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jeschonneck, Wirtschaftsprüfer
Siemer, Wirtschaftsprüferin
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, 15. März 2023
Der Vorstand
Michael Herz
Frédéric Pflanz
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