Beteiligungsgesellschaften
Osthus GmbHLiquidiert
Augustaanlage 62, 68165 Mannheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Laurent Couston seit 2.6.2023 | Geschäftsführer |
Christopher Gauglitz seit 2.6.2023 | Geschäftsführer |
Andreas Mohr seit 12.11.2014 | Geschäftsführer |
Stefan Dr. Geyser seit 24.9.2014 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Osthus GmbHAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtA. Darstellung der Geschäfts- und der Rahmenbedingungen I. Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur Die Osthus GmbH (nachfolgend auch Osthus oder Gesellschaft genannt) wurde im Jahr 1995 gegründet und hat ihren Sitz in Aachen, Nordrhein-Westfallen. Im August 2021 sind 100 % der Geschäftsanteile der Osthus an die PharmaLex GmbH in Friedrichsdorf veräußert worden, die im Rahmen einer Buy und Build Strategie durch den Erwerb weiterer Spezialdienstleister in Europa, USA und Asien wachsen will. Die Osthus ist handelsrechtlich eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Mit einer über 20-jährigen Firmengeschichte kann das Unternehmen auf Wertbeiträge für zahlreiche Life Science Eco-Systems zurückblicken und ist unter anderem als Framework Architekt für die Allotrope Foundation tätig. Mit Fokus auf den Bereich Forschung Life Sciences, hat sich Osthus zu einem führenden Lösungsanbieter für Digitalisierung mit mehr als 780 Projekten und über hundert Experten weltweit entwickelt. Das Beratungsspektrum reicht von der Beratung, über die Implementierung bis zum Service. Zu den Kunden zählen weltweit führende Pharma-, Tier- und Pflanzenschutz sowie Biotechnologie Unternehmen. Als Systemintegrator mit Fachwissen in allen Bereichen der Life Science Industrie unterstützt Osthus ihre Kunden bei der Implementierung innovativer Lösungen, die deren Anforderungen entsprechen und die Produktivität steigern. Osthus arbeitet ständig daran, die Produkte sowie den Service in allen Bereichen zu optimieren - auch in punkto Qualitätssicherung. Aus dem Grund hat die Gesellschaft ein Qualitäts-Managementsystem eingeführt, offiziell bestätigt durch die erfolgreichen Zertifizierungen nach DIN ISO 9001:2015 und nach DIN ISO/IEC 27001:2013. Neben hoher Qualität und fachlicher Kompetenz können die Kunden von der Osthus auch hoch motivierte Mitarbeiter erwarten, die für Kundennähe, Service und Flexibilität stehen. Aus diesem Grund setzt das Unternehmen auf die Aus- und Fortbildung eigener qualifizierter Nachwuchskräfte. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie Das Ziel des Unternehmens ist, System- und Dienstleistungen mit größtmöglicher Effizienz zum höchsten Nutzen zu hohen Margen für die Kunden zu erbringen. Das Wachstum soll durch finanzielle Stabilität im Konzernverbund abgesichert werden. Es wird eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals angestrebt. Geschäft und Rahmenbedingungen Die deutsche Volkswirtschaft erholte sich im Jahr 2022 bis in den Spätsommer hinein. Zum Ende des Jahres schrumpft die deutsche Wirtschaft allerdings wieder. Zwar sind die Einschränkungen der Produktionskapazitäten als Folge der Corona- und Energiekrise spürbar rückläufig, allerdings ist eine abgeschwächte Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen seit Herbst 2022 zu verzeichnen. Über das Berichtsjahres verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt trotzdem einen Zuwachs von 1,8 %. Die hohen Inflationsraten in 2022 führten zu einer hohen Belastung der Konsum- und Baukonjunktur. Es ist davon auszugehen, dass der Höhepunkt der Inflationswelle erreicht wurde. Dennoch ist von einem nur langsamen Sinken der Inflationsrate auszugehen. Laut der ifo Konjunkturprognose, wird die Inflationsrate in 2023 mit durchschnittlich 6,2 % nur leicht zurückgehen (durchschnittlich 6,9 % in 2022). Aufgrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen hat sich die im Vorjahr eingesetzte positive Entwicklung nicht fortgesetzt. B. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage Während der Geschäftsverlauf in 2021 durch Umstrukturierungsmaßnahmen beeinflusst war, hat sich die abschwächende Konjunktur deutlich in 2022 auf den Geschäftsverlauf negativ ausgewirkt. Im Berichtsjahr hat die Osthus GmbH Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.693 (Vorjahr: TEUR 13.859) erwirtschaftet. Die Gesellschaft ist überwiegend im Wirtschaftsraum der Europäischen Union tätig und war im Jahr 2022 für mehr als 20 Kunden tätig. Der Materialaufwand des Unternehmens beträgt EUR 4.268 (Vorjahr: TEUR 4.133) und setzt sich fast ausschließlich aus bezogenen Leistungen zusammen, welche für den Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verantwortlich sind. Diese entstehen bei Osthus regelmäßig durch die Einbeziehung von externen Fachkräften, die für Kundenaufträge mit bestimmten Anforderungsprofilen oft kurzfristig angefordert werden. Die Materialaufwandsquote als % vom Umsatz liegt im Jahr 2022 bei 36,5 (Vorjahr: 29,8 %). Der Personalaufwand sinkt um TEUR 434 (-6 %) auf TEUR 6.580, im Wesentlichen verursacht durch den Abgang von Fachkräften. Im Verhältnis zum Umsatz betragen die Personalaufwendungen ca. 56 % (Vorjahr: 51 %). Der Anstieg ist bedingt durch die ausbleibende Nachbesetzung von internen Stellen und der damit verbundene Bedarf an externen Fachkräften. Die sonstigen betrieblichen Erträge sinken von TEUR 1.198 in 2021 auf TEUR 151 in 2022 was im Wesentlichen auf höhere Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen und höheren Erträge aus der Zuschreibung zum Umlaufvermögen in 2021 zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 1.641 und liegen damit um TEUR 368 höher als im Vorjahr im Wesentlichen verursacht durch erhöhte Ausgaben für Freelancer. Wesentliche Posten innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen im Jahr 2022 Raumkosten (TEUR 567), Telekommunikation & IT (TEUR 124), Werbe- und Reisekosten (TEUR 311), Mietleasing (TEUR 169), Fortbildung (TEUR 40), Kursdifferenzen (TEUR 54), Buchführung (TEUR 53) sowie Fahrzeuge (TEUR 45) dar. Das EBITDA der Gesellschaft beträgt TEUR -719 (Vorjahr TEUR 2.830), daraus ergibt sich eine EBITDA Marge in Höhe von -1.626 % (Vorjahr 20 %). Unterhalb des EBITDA beträgt das Finanzergebnis (Zinserträge plus Erträge aus Beteiligungen minus Zinsaufwendungen) TEUR -131. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.232 erfasst, die Wertberichtigungen von unfertigen Leistungen bei einem Großkunden und von nicht werthaltigen Forderungen gegenüber dem früheren Konzernverbundkreis betreffen, die das Jahresergebnis negativ belasteten. Der Steueraufwand im Berichtsjahr beträgt TEUR 1. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Bilanzgewinn von TEUR 577 (Vorjahr Bilanzgewinn: TEUR 1.462). II. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 7.915 im Jahr 2021 auf TEUR 5.823 in 2022 verringert, insbesondere aufgrund des Rückgangs an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die Aktivseite der Bilanz setzt sich auf der einen Seite aus dem Umlaufvermögen (TEUR 5.581 vs. TEUR 7.591 in 2021) zusammen. Neben den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.920 (Vorjahr TEUR 3.176) stellen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 2.565 (Vorjahr TEUR 3.424) im Jahr 2022 den größten Posten im Umlaufvermögen dar. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte überwiegend aufgrund der Ausweisänderungen von Leistungs- und Darlehensforderungen gegenüber ehemaligen verbundenen Unternehmen. Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen abschreibungsbedingt gefallen (TEUR 97 in 2022 vs. TEUR 256 in 2021). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten steigen von TEUR 68 auf TEUR 145. Im Eigenkapital wirkt sich der im Jahr 2022 erzielte Jahresfehlbetrag negativ aus und fällt entsprechend. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag rd. 14 % (Vorjahr 21 %). Die Rückstellungen sind deutlich unter Vorjahresniveau (TEUR 684 vs TEUR 1.266 in 2021) aufgrund von geringeren Rückstellungen für Steuern, für Drohverluste und für Personal. Bei den Verbindlichkeiten (TEUR 4.217 in 2022 vs TEUR 4.287 in 2021) stellen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 2.584 in 2022 den größten Posten dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen unverändert zum Vorjahr in Höhe von TEUR 30. III. Investitionen und Finanzierung Die Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 17 betreffen im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Zahlungsmittel betrugen zum 31. Dezember 2022 TEUR 775 und damit TEUR 458 mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Zahlungsmittel an der Bilanzsumme beträgt 13 % (Vorjahr: 4,0 %). Für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 stets ausreichend eigene Mittel zur Verfügung. Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2022 und bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses jederzeit in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die für das Jahr 2022 gesetzten Umsatzziele konnten nicht erreicht werden, insbesondere ab Q4 haben Kunden Aufträge storniert bzw. verschoben oder reduziert. Zum einen haben einige Kunden intern umstrukturiert, zum anderen hat der Beschaffungspreis für Strom und Gas negativ die Lage bei energieintensiven Unternehmen verändert. Die Geschäftsbeziehungen mit großen Kunden wie Arxada, Evotec, MSD und Sanofi wurden in 2022 ausgebaut. Gerade die Digitalisierung birgt gute Chancen für eine erfolgreiche Entwicklung in den nächsten Jahren. Die Bereiche Data Strategie, Data Governance und IT-Strategie sind wichtige Standbeine, um die Osthus GmbH gut für die Zukunft zu positionieren. Für das kommende Jahr wird ein stärkerer Vertriebserfolg aufgrund der engeren Zusammenarbeit mit dem Mutterunternehmen erwartet und damit von wachsenden Erträgen ausgegangen. Wegen der sich erst am Jahresende leicht abschwächenden Inflation und trotz der angespannten Weltlage ist für das kommende Jahr zumindest von einer positiven Ertragsprognose auszugehen. II. Chancen- und Risikobericht Das Thema Digitalisierung nimmt bei den Kunden der Osthus GmbH eine hohe Bedeutung ein und es ist zu erwarten, dass sich daraus auch zukünftig eine weiter wachsende Nachfrage entwickelt. Risiken für Unternehmen sind aus der aktuellen Sicht insbesondere Personal-/IT-Ausfall bzw. Abnahmebereitschaft/-bedarf der Kunden (aus der gleichlautenden Perspektive). Das Risiko von Darlehensausfällen bei Ausleihungen und Forderungen ist sowohl von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als auch von der individuellen finanziellen Situation der Geschäftspartner und Kunden abhängig. Den Risiken aus Forderungsausfällen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bei erkennbaren Risiken werden geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Für Risiken im IT-Umfeld werden laufend geeignete Maßnahmen zur Risiko-Identifikation, Risiko-Vermeidung und Maßnahmen für mögliche Schadenseintritte ergriffen. Die Sicherheitskonzepte werden ständig überprüft und den aktuellen Anforderungen angepasst. Die IT-Systeme sind redundant ausgelegt und für das weitere Wachstum dimensioniert. Die Datenschutzanforderungen werden im Alltag effizient gesteuert und kontinuierlich verbessert. Die Gesellschaft ist mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um den Bestand und die Weiterentwicklung sichern zu können. Für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen der Gesellschaft im Berichtsjahr stets ausreichend eigene Mittel zur Verfügung. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Basierend auf Analysen des zukünftigen Bedarfs entwickelt die Gesellschaft entsprechende Maßnahmen zur Personalrekrutierung. Eine wettbewerbsfähige Vergütung sowie umfangreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sind wichtige Bestandteile der Personalpolitik. Die WHO erwartet im Jahresverlauf 2023 das Ende der Corona-Pandemie. In Folge des Kriegs Russlands gegen die Ukraine kam es zu einer Dämpfung des Wirtschaftswachstums seit Jahresbeginn. Als Reaktion wurden seitens der EU, USA und Großbritannien umfassende Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Versiegende Gaslieferungen aus Russland und Verknappung und Verteuerung von Energierohstoffen belasten die Wirtschaft. Osthus hat weder Mitarbeiter noch Kunden in dieser Region und ist daher nicht direkt von dem Kriegsgeschehen betroffen. Wirtschaftliche Folgen werden viel langsamer eintreten. Insbesondere die Energiepreiserhöhungen werden sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken. Der Preisanstieg wird auch die Inflation anheizen, die in den USA, Europa und anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften bereits auf dem höchsten Stand seit einer Generation ist. Darüber hinaus werden die Verteidigungshaushalte in Europa, den USA und einigen anderen Ländern wahrscheinlich steigen, um der zunehmend gefährlichen globalen Situation Rechnung zu tragen. Dies wird das BIP-Wachstum nicht verringern, aber es wird den Wohlstand schmälern, da die für die Verteidigung aufgewendeten Mittel nicht für den Konsum oder für Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur verwendet werden können. Darüber hinaus sind keine Risiken erkennbar, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. III. Prognosebericht Die Geschäftsführung geht auf Grundlage der Planung von folgender Geschäftsentwicklung für das Jahr 2023 aus: • Es wird erwartet, dass der in 2022 erreichte Gesamtumsatz und Rohertrag sich in 2023 deutlich reduzieren wird. • Beim Betriebsaufwand (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) wird von einem starken Rückgang ausgegangen. Die Personalaufwendungen werden unter dem Wert aus 2022 liegen, die Abschreibungen werden deutlich unter dem Wert aus 2022 liegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden leicht über dem Vorjahreswert liegen. • Die Geschäftsführung geht gegenüber 2022 in 2023 von einem leicht negativen Betriebsergebnis und einem stark sinkenden Jahresfehlbetrag aus. IV. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Aachen, den 27. Juni 2023 gez. Andreas Mohr gez. Christopher Gauglitz gez. Laurent Couston 1 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als eine mittelgroße Kapitalgesellschaft anzusehen. Die Osthus GmbH wird in den gemäß §§ 290ff. HGB aufgestellten Konzernabschluss der PharmaLex Holding GmbH, Friedrichsdorf, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Die einzelnen Vermögens- und Schuldposten wurden nach den folgenden Grundsätzen bilanziert: Die Sachanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen, nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (linear), vermindert. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wird in Anlehnung an die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung festgelegt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertberichtigung bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bilanziert. Die unfertigen Leistungen werden zum jeweiligen projektbezogenen Selbstkostenpreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 (5) S. 2 HGB offen aktivisch abgesetzt. Die folgenden Bilanzpositionen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bilanziert: - Beteiligungen - Anteile an verbundenen Unternehmen - Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten - Rechnungsabgrenzungsposten Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die erkennbaren Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für vor dem Bilanzstichtag geleistete Ausgaben und Einnahmen, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die noch im Vorjahr voraussichtlich zu erwartende Beendigung des im Jahre 2018 begonnenen gemeinsamen EU-VIMMP Projekt wurde erneut um ca. bis zu einem Jahr verschoben. Eine Wertaufholung der zu diesem Posten gebildeten Einzelwertberichtigung (auf Restforderung) erfolgte nicht. Die Steuerverbindlichkeiten des Vorjahres wurden unter der entsprechenden Position passiviert. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach voraussichtlicher Inanspruchnahme, ermittelt in der Höhe, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Ertragsteuern wurden aufgrund des steuerlichen Ergebnisses ermittelt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 wird durch den Bruttoanlagenspiegel dargestellt. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft die folgenden Beteiligungen bzw. Anteile an verbundenen Unternehmen: OSTHUS Inc., Melbourne Florida (USA) Gez. Kapital: 1,00 USD Anteil: 100,00 % Jahresergebnis 2022: -164.553 USD Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt 10.656,00 Euro handelt es sich um den Saldo der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Tochtergesellschaft, der Firma OSTHUS Inc. Die in Fremdwährung lautenden Forderungen wurden zum Stichtag, soweit die voraussichtliche Restlaufzeit über einem Jahr lag und dies zu einem niedrigeren Wert geführt hat, mit Devisen-Kassamittelkurs (Euro-Referenzkurs) bewertet. Bei Forderungen in Fremdwährung und einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden die etwaigen nicht realisierten Gewinne, soweit von materiellen Bedeutung, entsprechend aktiviert. Vor dem Hintergrund der im Vorjahr durchgeführten Umstrukturierungsmaßnahmen (Gesellschafterwechsel und die Fokussierung der Gesamttätigkeit auf die Serviceleistungen) sind die zum Stichtag bilanzierte Forderungen gegen den früheren Konzernverbundkreisunter der Position sonstige Vermögensgegenstände mit insgesamt 1.518.474,46 Euro vertreten. Bei dem Saldo handelt es sich, aufgrund vorliegenden Stundungsvereinbarungen, um reine Forderungen (Nominalwerte aus bereits in den Vorjahren erbrachten Lieferungen und Leistungen sowie Darlehensvergabe). Die Stundung wird auf die Dauer von einem Jahr zinsfrei gewährt. Ab dem Jahre 2024, sollten die Forderungen noch nicht beglichen worden sein, erfolgt die Verzinsung mit einem Zinssatz von 1 % p.a.. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind ferner die geleisteten Kautionen für die Büro/Lagerräumlichkeiten, Forderungen aus Forschungsprojekt (EU), die im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuern sowie die voraussichtlich zu erwartenden Steuererstattungen des lfd. Jahres ausgewiesen. Die in Fremdwährung lautenden Bankguthaben wurden zum Stichtag mit Devisenkassakurs bewertet und etwaige Korrekturen zum Stichtag unter dem Posten "Bewertungskorrektur Bankguthaben" ausgewiesen. Bei den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Software-/Lizenzgebühren sowie Fremdarbeiten des Folgejahres. Rückstellungen für Pensionen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt (Anwartschaftsbarwertverfahren). Der Berechnung wurde die Sterbetafel nach Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G, PUC-Methode) zugrunde gelegt. Das Gutachten berücksichtigt den Verzicht aller Anwärter auf Future-Service sowie Beschluss der Gesellschaft, den aus der geänderten Rückstellungsbewertung zum 01.01.2010 resultierenden Differenzbetrag in Höhe von 17.953,00 Euro, gemäß Art. 67 EGHGB gleichmäßig über 15 Jahre anzusammeln. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen: Zinssatz 1,78 % p.a., Rententrend 2,25 % p.a. (Vorjahr: 1,0 %) erwartete Gehaltssteigerungen 0 % p.a, Fluktuationswahrscheinlichkeit 0 %. Aus der Änderung des Rententrends hat sich im Berichtsjahr ein negativer erfolgswirksamer Effekt von 88 TEUR ergeben, der das Jahresergebnis belastete. Aus der aufgrund der Einführung des BilMoG (Art. 67 EGHGB) geänderten Bewertung der laufenden Pensionen war eine Zuführung der Rückstellungen erforderlich. Der erhöhte Zuführungsbetrag wird über 15 Jahre angesammelt; zum 31.12.2022 beträgt die Unterdeckung 2.392,00 Euro. Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB (Pensionsrückstellung) Die Pensionsrückstellung wurde zum Stichtag mit einem Abzinsungssatz von 1,78 % (bei Anwendung des 10-Jahres-Durchschnitts) ermittelt. Der Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB (gegenüber dem Zinssatz von 1,44 % (bei Anwendung des 7-Jahresdurchschnitts) zum Stichtag beträgt laut versicherungsmathematischen Gutachten insgesamt 46.797,00 Euro. Dieser unterliegt der sogenannten Ausschüttungssperre. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände deutlich über den Anschaffungskosten liegt, allerdings den Erfüllungsbetrag der Schulden nicht übersteigt. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 234.142,94 Euro). Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 2.048.171,54 Euro (Vorjahr: 1.349.800,15 Euro). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit einem bis fünf Jahren beträgt 799.687,93 Euro (Vorjahr: 1.376.559,51 Euro). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer als fünf Jahre beträgt 1.368.758,85 Euro (Vorjahr: 1.560.238,56 Euro). Angaben zu Rückstellungen/Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Rückstellungen für Nebenkostenabrechnungen sowie für Abschluss- und Prüfungskosten. Bis auf die mit 29.559,60 Euro dotierte Kautionsverbindlichkeit für das Mietobjekt (Firmensitz) sind im Laufe des Jahres alle bis dato bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vollständig getilgt worden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Laufzeit unter einem Jahr) in Höhe von insgesamt 418.508,05 Euro beinhalten, abweichend zu den Werten des Vorjahres, keine Verbindlichkeiten ggü. den ehemaligen verbundenen Unternehmen (siehe auch Erläuterungen zu sonstigen Forderungen). Die in Fremdwährung lautenden Verbindlichkeiten wurden, soweit zutreffend, zum Stichtag mit Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.583.767,29 Euro handelt es sich um die Verbindlichkeiten gegenüber der Mutter- sowie den Tochter- und Schwestergesellschaften. Der Saldo beinhaltet, soweit die Verbindlichkeiten verzinslich waren, auch die angefallenen zum Stichtag noch nicht beglichenen Zinsen des laufenden Jahres. Die in Fremdwährung lautenden Verbindlichkeiten wurden zum Stichtag, soweit dies zu einem höherem Wert geführt hat, mit Devisenkassamittelkurs bewertet. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem die Verbindlichkeiten aus Mietzinszahlungen in Höhe von insgesamt 41.279,91 Euro, Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 799.170,43 Euro, sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt in Höhe von insgesamt 292.057,80 Euro sowie Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern in Höhe von insgesamt 22.154,20 Euro. Die o.a. Steuerverbindlichkeiten beinhalten die Umsatzsteuer für die letzten zwei Monate sowie die Lohnsteuer des letzten Monats des Berichtsjahres. Bei den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich grds. um die bereits erhaltenen, noch nicht durch eigene Leistung/Aufwand gedeckten Zahlungseingänge (div. Projekte). Sonstige Angaben Auf die Angabe des Geschäftsführergehaltes wurde, unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB, verzichtet. Von dem Wahlrecht die Steuerentlastung gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB als aktive latente Steuern zu erfassen/auszuweisen wurde kein Gebrauch gemacht. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus Auflösung von im Vorjahr gebildeten Personal-/Garantie-Rückstellungen in Höhe von insgesamt 52.500,00 Euro, Erträge aus verrechneten sonstigen Sachbezügen in Höhe von insgesamt 50.075,02 Euro sowie aus Fremdwährungsumrechnungen von 29.205,98 Euro. Es sind periodenfremde Erträge von insgesamt 71.336,29 Euro ausgewiesen, die im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen betreffen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen von 53.899,85 Euro und aus der jährlichen Zuführung zur Pensionsrückstellung (Art. 67 EGHGB) von insgesamt 1.197,00 Euro. Es sind periodenfremde Aufwendungen von insgesamt 98.936,59 Euro ausgewiesen, die im Wesentlichen Zinskorrekturen für Vorjahre und Nachzahlungen für Vorjahre sowie ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen. Es sind unter dem Posten Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von 1.231.779,89 Euro erfasst, die außerplanmäßige Abschreibungen von unfertigen Leistungen bei einem Großkunden betreffen und von nicht werthaltigen Forderungen gegenüber dem früheren Konzernverbundkreis, die unter sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen waren. Der Zinsanteil (Zuführung zur Pensionsrückstellungen) von 7.330,00 Euro wird, wie in den Vorjahren, unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstige finanzielle Verpflichtungen beträgt 2.870.342,82 Euro. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen die bis zu Beendigung des bestehenden Mietvertrags (14.02.2029) anfallenden Mietzinsen in Höhe von insgesamt 2.781.503,13 Euro sowie diverse Leasingraten für Kraftfahrzeuge und Büroausstattungen in Höhe von insgesamt 88.839,69 Euro. Zu dem Gesamtbetrag sind die folgenden Restlaufzeiten zu vermerken:
Geschäftsführer der Gesellschaft Herr Andreas Mohr, Herr Dr. Thomas Dobmeyer, bis 19. Juni 2023, Herr Christopher Gauglitz, seit 2. Juni 2023, Herr Laurent Couston, seit 2. Juni 2023. Zu den Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB (Geschäftsführerbezüge) sowie § 285 Satz 1 Nr. 9b HGB (Bezüge ehemaliger Geschäftsführer) wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 75. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Es sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung zu vermerken, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind: Mit der AB Global Pharma Investments GmbH mit Sitz in Bad Homburg v.d. Höhe als herrschendem Unternehmen ist am 02.01.2023 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden. Ihm hat die Gesellschafterversammlung vom 02.01.2023 zugestimmt. Die B Global Pharma Investments GmbH ist auch das herrschende Unternehmen über die Muttergesellschaft.
Aachen, den 27. Juni 2023 gez. Andreas Mohr gez. Christopher Gauglitz gez. Laurent Couston sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.12.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Osthus GmbH, Aachen: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Osthus GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Osthus GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 10. August 2023 Rödl
& Partner GmbH
gez. Michael Giebermann, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Schöffel, Wirtschaftsprüfer |
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