Bearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
SAXONIA EuroCoin GmbH
Erzstraße 5A, 09633 Halsbrücke, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Bilas seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Stephan Siegel seit 22.1.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mint of Finland GmbHHalsbrückeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Mint of Finland GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) fertigt Münzrohlinge, sogenannte Münzronden. Dazu gehören die galvanische Veredlung mit Nickel-, Kupfer-, Messing- und Bronzeoberflächen sowie die Produktion von Buntmetallronden. Das Geschäft mit Münzronden hat nahezu ausschließlich Projektcharakter und wird durch Ausschreibungen der weltweit ansässigen Münzstätten und Nationalbanken bestimmt. Seit April 2011 ist die Mint of Finland Ltd. ("MoF") mit Sitz in Vantaa/Finnland alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft. Bei der MoF handelt es sich um die Finnische Münzstätte, ein Unternehmen, welches sich zu 100 % im Besitz des finnischen Staates befindet. Mit der Akquisition der Gesellschaft ist die MoF-Gruppe in der Lage, am Markt sowohl als Anbieter von fertig geprägten Münzen als auch als Münzrondenhersteller zu agieren. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013, zuletzt geändert am 12. Januar 2017, wurde zwischen der Gesellschaft und der MoF ein Lohnleistungsvertrag abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrags stellt die Gesellschaft für die MoF Münzronden her und rechnet diese projektbezogen ab. Der Vertrag hat keine feste Mindestlaufzeit und kann mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Die Unternehmensstrategie ist es, als ein Anbieter am Markt zu agieren und Endkunden durch MoF zu beliefern. Neue Verträge für die Lieferung von Münzronden werden nur noch durch die MoF abgeschlossen. Um die Chancen und Risiken im Lohnleistungsmodell angemessen zu verteilen, wurde darüber hinaus auch die Beschaffung von Produktionsmaterial bei MoF zentralisiert. Die Steuerung der Produktion und die Disposition der Lieferungen erfolgt weiterhin durch die Gesellschaft. Das Lohnleistungsmodell wurde in 2017 erstmals zu 100 % umgesetzt, es gab keine Direktgeschäfte der Gesellschaft mit Endkunden mehr. Neuentwicklungen werden projektbezogen aus Vantaa/Finnland gesteuert. In Halsbrücke liegt der Schwerpunkt auf Projekten zur Qualitätsverbesserung und Kosteneinsparung im Produktionsprozess. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz um 9 % von TEUR 11.954 auf TEUR 13.013. Der Grund für den Anstieg ist auf einen höheren Umfang an erbrachten Lohnleistungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 insbesondere aufgrund von zwei Großprojekten zurückzuführen. Aufgrund der weltweiten Ausrichtung ist die Geschäftstätigkeit nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung einer Region abhängig. Bei den Kunden handelt es sich größtenteils um Zentralbanken oder staatliche Münzstätten. Die größten Herausforderungen für den Absatz von Münzronden sind wie im Vorjahr der Preisdruck und die von den Kunden bereits in der Ausschreibung festgelegte Lieferfähigkeit von oftmals nur vier Monaten. Damit ist eine kritische Grenze für die Beschaffung von Produktionsmaterial und Werkzeugen erreicht. Aufgrund des Lohnleistungsmodells müssen die Verkaufspreise die erwarteten Fertigungskosten der Gesellschaft decken, so dass der am Markt weiter zunehmende Preisdruck sich vor allem auf die Deckungsbeiträge von MoF auswirkt. Herausforderungen aus der in 2021 gegebenen Corona-Pandemie wurden mit einem zielgerichteten Hygiene-Konzept erfolgreich gemeistert. Es gab nur geringe durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen im Geschäftsbetrieb. 77 % des Umsatzerlöses aus Lohnarbeit wurde im Geschäftsjahr 2021 im Geschäftsfeld Münzrohling erzielt, womit sich der Schwerpunkt der Fertigung deutlich verlagert hat Vorjahr (2020: 36 %). 2. Lage der Gesellschaft 2.1 Ertragslage Der Umsatzanstieg um 9 % auf TEUR 13.013 wurde in der Planung für 2021 in ähnlichem Maße erwartet (Planwert TEUR 13.000). Die Gesamtleistung der Gesellschaft hat sich dabei unter Berücksichtigung der Verminderung der Bestände von TEUR 12.226 auf TEUR 12.492 erhöht. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 110 (Vj. TEUR 75) waren Effekte aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 41 enthalten. Der Anstieg des Materialaufwands um 25 % auf TEUR 2.860 ist in höherem Maße als der Anstieg der Gesamtleistung ausgefallen. Ursache ist im Wesentlichen, der deutliche Anstieg bei den Energiekosten. Der Personalaufwand ohne Leiharbeit erhöhte sich um 11 % auf TEUR 3.404. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf einer höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Die Abschreibungen haben sich aufgrund auslaufender Abschreibungen älterer Anlagen in 2021 um 9% auf TEUR 899 verringert. Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 11 % auf TEUR 5.134 resultiert vor allem aus dem im letzten Quartal gesunkenen Produktionsniveau. Unter anderem sind durch einen geänderten Projektmix die Abwasserkosten um TEUR 280 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Aufwand für Reparaturen und Instandhaltung hat sich aufgrund der einiger Generalreparaturen von TEUR 1.127 auf TEUR 1.410 erhöht. Darüber hinaus hat ein geringerer Personalbedarf vor allem zu einer Senkung der Kosten für Leiharbeit von TEUR 1.073 auf TEUR 823 geführt. Aus der Beteiligung an der Tochtergesellschaft Compania Europea de Cospeles S. A., Madrid/Spanien, hat die Gesellschaft in 2021 keine Dividendenzahlungen (Vj. EUR 0) erhalten. Mit dem vorliegenden Jahresabschluss wird ein Verlust in Höhe von TEUR 5.981 für das Geschäftsjahr 2021 (Vj. -1.719) ausgewiesen. Damit ist das Eigenkapital der Tochtergesellschaft fast aufgebraucht. Daher wurde die Beteiligung bis auf 0 Euro abgeschrieben. Nach einem Jahresergebnis von TEUR 129 im Vorjahr hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 unter Berücksichtigung der konzerninternen Abrechnungsmethodik einen Jahresüberschuss ohne die Abschreibung der Beteiligung in Höhe von TEUR 267 erwirtschaftet. Hinzu kommt allerdings die außerplanmäßige Beteiligungsabschreibung in Höhe von TEUR 1.656. Somit ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.389. 2.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich mit TEUR 9.774 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 12.232) vermindert. Die Verringerung des Sachanlagevermögens von TEUR 8.943 auf TEUR 8.548 in 2021 ist durch das im Vergleich zum Vorjahr geringere Investitionsvolumen unter Berücksichtigung geringerer Abschreibungen bedingt. Die Investitionen lagen mit TEUR 506 unter dem Vorjahr (TEUR 246) und unter den Abschreibungen für Abnutzung in Höhe von TEUR 899. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit 2021 lag wie 2020 auf Prozessverbesserungen. Die Beteiligung an der Compania Europea de Cospeles S. A., Madrid/Spanien wurde wie vorangestellt, vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Der Vorratsbestand ist gegenüber dem Vorjahr mengenbedingt von TEUR 549 auf TEUR 27 gesunken. Der leichte Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 786 (Vj. TEUR 707) ist durch kurzfristige Lieferungen zum Jahresende bedingt. Das Eigenkapital verringerte sich im Geschäftsjahr 2021 um den Jahresfehlbetrag von TEUR 1.389 auf TEUR 4.810. Unter Berücksichtigung der geringeren Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote leicht von 51 % auf 49 %. Eine Dividende für 2020 wurde im Geschäftsjahr 2021 nicht ausgeschüttet. 2.3 Finanzlage Seit 2012 ist die Gesellschaft in eine Topping/Sweeping-Vereinbarung mit der Nordea Bank Finland Plc., Frankfurt am Main, eingetreten, wodurch täglich bestehende Liquiditätsüberschüsse und -bedarfe mit der Muttergesellschaft ausgeglichen werden. Die Vereinbarung hat einen Rahmen von maximal TEUR 6.000 und ein Tageslimit von TEUR 3.000. Sie wurde zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 3.632 (Vorjahr: TEUR 4.203) in Anspruch genommen. Die Gesellschafterversammlung hat am 21. September 2021 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020 auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten. Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft stellt sich anhand einer Kapitalflussrechnung in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 21 wie folgt dar:
Der Finanzmittelfonds umfasst dabei die liquiden Mittel (TEUR 9,2), abzüglich Cash-Pool-Verbindlichkeiten (TEUR -3.632). Insbesondere aufgrund von einer zum Bilanzstichtag gegebenen Reduzierung der Vorräte ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit vergleichbar mit dem Vorjahr (TEUR 1.622, Vorjahr TEUR 1.796). C. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 1. Kennzahlenübersicht
1 Die übrigen Kennzahlen werden nicht
geplant.
2 Materialintensität =
Materialaufwand/Betriebsleistung.
3 Personalintensität =
Personalaufwand/Betriebsleistung.
6 Investitionsquote =
Investitionen/Abschreibungen (ohne Sonderabschreibungen)
7 Gesamtkapitalrentabilität =
(Jahresergebnis + Zinsaufwendungen/Bilanzsumme)
2. Personal Die Anzahl der festangestellten und temporär beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Laufe des Geschäftsjahres von 86 (inklusive 5 Auszubildende und 1 Geschäftsführer) zu Beginn des Jahres auf 82 (inklusive 8 Auszubildende und 1 Geschäftsführer) zum Geschäftsjahresende verringert. Der Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf der Weiterführung der in den Vorjahren eingeführten, systematischen Personalentwicklung und der Weiterentwicklung von Führungskompetenzen. Im Zuge einer organisatorischen Neustrukturierung wurden Verantwortungsbewusstsein und Performance, vor allem in den Fertigungsbereichen, weiterhin gestärkt. Ein weiterer Fokus lag auf der Stärkung der Eigenverantwortung von Mitarbeiter*innen und der damit verbundenen Korrektheit von Abrechnungsdaten durch die Einführung eines Workflowsystems zur Erfassung von abrechnungsrelevanten An- und Abwesenheitszeiten. Des Weiteren wurde das Augenmerk weiter auf die Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität zur Gewinnung von qualifizierten Fachkräften gelegt. Ein eigener Internetauftritt zur Rekrutierung von Auszubildenden und Fachkräften sowie Verbesserungen im Vergütungsgefüge und die Überarbeitung des hauseigenen Tarifvertrags wurden im Berichtsjahr initiiert. 3. Umweltschutz und Qualitätsmanagement In der MoF Gruppe ist ein Qualitätsmanager verantwortlich für die Standorte Halsbrücke und Vantaa/Finnland (MoF). Seine Aufgaben umfassen unter anderem auch die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des gemeinsamen Managementsystems für Qualität, Umwelt und Energie. Notwendige externe Audits wurden im Geschäftsjahr 2021 durch den TÜV Süd vorgenommen. Interne Audits wurden durch externe Berater als auch die interne Qualitätsorganisation durchgeführt. Im Bereich Qualitätsmanagement, Energiemanagement und Umweltmanagement wurde im Oktober 2021 das reguläre, integrierte Überwachungsaudit-Audit gemäß DIN ISO9001:2015, DIN ISO14001:2015 und DIN ISO50001:2018 erfolgreich absolviert. Im Rahmen dieses Audits wurde der Zertifizierungsstandard für das Energiemanagementsystem auf die aktuelle Fassung DIN ISO50001:2018 umgestellt. Durch das Audit wurde die Konformität zu den Standards nachgewiesen, unter anderem wurde eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz bestätigt. Es wurden keine wesentlichen Abweichungen festgestellt. Der Schwerpunkt des Qualitätsmanagers und der beteiligten Mitarbeiter lag für das integrierte Managementsystem in 2021 in der Umstellung des Energiemanagementsystems sowie der kontinuierlichen Verbesserung der Geschäfts- und Produktionsprozesse. Im Bereich der sozialen Verantwortung haben MoF und die Gesellschaft im Jahr 2021 kontinuierlich an der Vertiefung der Umsetzung der DIN ISO 26000:2011 gearbeitet. Dies umfasste 2021 unter anderem den weiteren Rollout des "Business Partner Code of Conduct" auf weitere Lieferanten und Partner. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2022 mit Umsatzerlösen von TEUR 10.939 und einem Jahresergebnis von TEUR - 421. Ein Umsatz aus Direktgeschäften ist nicht geplant. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 lag mit TEUR 3.594 signifikant unter dem Niveau des Vorjahresstichtags von TEUR 10.903. Mit dem Auftragsbestand zum Bilanzstichtag sind ca. 33 % der in 2022 geplanten Umsätze gedeckt. Das Investitionsvolumen wird sich im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr erhöhen und beträgt im Plan TEUR 1.410. Die Investitionen sollen im Wesentlichen der Produktivitätssteigerung dienen. Nach aktuellem Forecast wird der Umsatz signifikant geringer als in der ursprünglichen Planung ausfallen. Aufgrund des Tolling-Vertrages werden eventuelle Verluste entsprechend ausgeglichen. 2. Chancen- und Risikobericht Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 deckt etwa 33 % der geplanten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 ab. Zum Stichtag bestehen keine Aufträge für Direktlieferungen. Aufgrund des Lohnleistungsmodells liegt das Preisrisiko für den Materialeinsatz der Lohnfertigung bei der Muttergesellschaft. Der geringere Auftragsbestand führt voraussichtlich bis in das dritte Quartal 2022 zu einer deutlich reduzierten Kapazitätsauslastung in der Produktion, welche mit geplanter Kurzarbeit kompensiert wird. Neben der Verfügbarkeit von Maschinen und ausgebildeten Produktionsmitarbeitern stellt die Behandlung der Produktionsabwässer eine wesentliche Voraussetzung für die Fertigung von Münzronden dar. Die in Vorjahren getätigte Investition in die eigene Behandlung der Produktionsabwässer reduziert die Abhängigkeit der Fertigung von den Leistungen Dritter. Die geplanten Investitionen in Anlagen und Prozesse werden dazu führen, dass die verbrauchten Mengen an Medien und Chemikalien und die damit verbundenen Kosten gesenkt werden. Ebenso sind Investitionen geplant, die zu einer Reduzierung von Abfallmengen und den hierzu korrespondierenden Kosten führen sollen. Durch die energieintensive Produktion besteht darüber hinaus das Risiko, dass sich die Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft bei stark steigenden Energiepreisen oder einer geänderten Gesetzeslage für den Strom- und Energieverbrauch verschlechtert, da Preissteigerungen aufgrund langfristiger Lieferzeiten und des globalen Wettbewerbs kurzfristig nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Auch ist das Risiko gegeben, dass sich durch die Corona-Pandemie negative Entwicklungen für die Geschäftstätigkeit ergeben können. Dieses Risiko wird durch die konsequente Umsetzung eines definierten Hygienekonzeptes reduziert. Die Mint of Finland GmbH unterhält keine Geschäftsbeziehungen mit russischen oder ukrainischen Geschäftspartnern. Dennoch wird erwartet, dass dieser Konflikt zu einer weiteren Verknappung und damit einher gehenden Preissteigerungen insbesondere bei Energiekosten führen wird. Dieses Risiko ist in der Planung teilweise berücksichtigt. Eine etwaige Steigerung von Rohstoffpreisen hat aufgrund des Tooling Modells keinen direkten Einfluss auf die Mint of Finland GmbH. Aufgrund des Lohnleistungsmodells bestehen zum 31. Dezember 2021 keine Währungsrisiken.
Halsbrücke, den 28. Juni 2022 Mint of Finland GmbH, Halsbrücke Dr. Dirk Höhne, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021(1) Allgemeine Angaben Die Mint of Finland GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz, Abteilung B, Nr. 7936. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich Bilanzierung, Bewertung und Gliederung die Vorschriften des HGB (i. d. F. des BilRUG) und GmbHG beachtet. Die Gliederung der Bilanz zum 31. Dezember 2021 erfolgte entsprechend dem Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB unter Beachtung der einschlägigen Be-stimmungen des Handelsgesetzbuches. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen bei abnutzbaren Vermögensgegenständen linear über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern gemäß der einschlägigen AfA-Tabellen (Nutzungsdauern von 3 bis 33 Jahre). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 800,00 (netto) werden sofort abgeschrieben. In Vorjahren für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 (netto) bis EUR 1.000,00 (netto) gebildete Sammelposten werden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bzw. dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Der Arbeitsanteil in den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen wird zu den, für die jeweiligen Fertigungsstufen ermittelten, Herstellungskosten angesetzt. Dabei werden angemessene Fertigungsgemeinkosten sowie der auf die Fertigung entfallende Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen wurden dabei nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die fertigen Buntmetall- sowie galvanischen Ronden werden zum Stichtag unter den "Fertigen Erzeugnissen" ausgewiesen. Fertige Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Da die Materialien ausschließlich vom Auftraggeber beigestellt werden, enthalten die Herstellungskosten ebenfalls keine Materialkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Flüssigen Mittel werden zu Nennwerten berücksichtigt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Erhaltene Investitionszuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen wurden in einen Sonderposten für Zuschüsse eingestellt. Dieser wird entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter erfolgswirksam linear aufgelöst. Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 1,0 % (Vj. 1,0 %) des gewährleistungsbehafteten Umsatzes gebildet. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. (3) Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021 ergibt sich aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang). Die Anteile an den verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.656 sind aufgrund des vorliegenden Jahresabschlusses der Compania Europea de Cospeles S.A., Madrid/ Spanien, welcher einen Verlust für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von TEUR -5.981 und damit ein nur noch verbleibendes Eigenkapital von TEUR 597 ausweist, vollständig abgeschrieben worden. 2. Vorräte Die in den unfertigen und fertigen Erzeugnissen aufgeführte Lohnarbeit beträgt TEUR 27 (Vj. TEUR 549). 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 786 (Vj. TEUR 707) den Lieferungs- und Leistungsverkehr und bestehen in Höhe von TEUR 786 (Vj. TEUR 707) gegen den Gesellschafter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4. Flüssige Mittel In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Barmittel, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Fälligkeit von weniger als drei Monaten in Höhe von TEUR 9,2 (Vj. TEUR 0,2) ausgewiesen, die nicht verfügungsbeschränkt sind. 5. Eigenkapital Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21. Juni 2021 wurde das Jahresergebnis 2020 in Höhe von TEUR 129 mit dem Verlustvortrag von TEUR 4.893 verrechnet. Außerdem wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020 keine Dividende an den Gesellschafter auszuschütten. 6. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Im Sonderposten sind die in den Geschäftsjahren 2007 bis 2010 erhaltenen Zuschüsse der SAB Sächsische Aufbaubank - Förderbank -, Dresden, für Investition enthalten. Diese Investitionszuschüsse werden gemäß der Nutzungsdauer der Anlagen auf einen Zeitraum zwischen 3 und 33,3 Jahren verteilt jährlich aufgelöst. Die Auflösung des Sonderpostens für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 19 (Vj. TEUR 21). 7. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 555 (Vj. TEUR 447) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 163; Vj. TEUR 156), für ausstehende Rechnungen (TEUR 250; Vj. TEUR 158) sowie für Gewährleistungen (TEUR 130; Vj. TEUR 120). 8. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
9. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.644 (Vj. TEUR 4.216) sind in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 3.631 (Vj. TEUR 4.203) Verbindlichkeiten aus Cashpool sowie Darlehensverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 3.644 (Vj. TEUR 4.216) gegenüber dem Gesellschafter. 10. Latente Steuern Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert. Dabei werden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Die überschießende aktive latente Steuer wird nicht bilanziert. Der angewandte Steuersatz beträgt 29,13 % (Vj. 29,13 %). GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse 2021 setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen.
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 110 (Vj. TEUR 75) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen von TEUR 19 (Vj. TEUR 21), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 41 (Vj. TEUR 7) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 7). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 5.134 (Vj. TEUR 5.766) enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 4). (4.) Sonstige Angaben 1. Anteilsbesitz Compania Europea de Cospeles S.A., Madrid/ Spanien:
Im Geschäftsjahr 2021 wurde durch die Compania Europea de Cospeles S.A. keine Dividende (Vj. TEUR 0) an die Gesellschaft ausgeschüttet. 2. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB. 3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte i. S. v. § 285 Nr. 3 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. v. § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, bestehen aus folgenden Sachverhalten: Aus Miet- und Leasingverträgen folgen eingegangene Zahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 367 (Vj. TEUR 460), diese entfallen auf:
Es besteht ein Bestellobligo für produktionsbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 44 (Vj. TEUR 514) zum Bilanzstichtag. Für Investitionen in das Anlagevermögen besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo von TEUR 27 (Vj. TEUR 186). Gegenüber sonstigen Dritten besteht bei der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 keine Sicherheitsleistung in Form einer Bürgschaft oder Garantie. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. 4. Arbeitnehmer Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021 waren bei der Gesellschaft 77 Mitarbeiter (Vj. 70 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 66 (Vj. 58) gewerbliche Arbeitnehmer und 11 (Vj. 12) Angestellte. Es war zudem ein Geschäftsführer (Vj. 1) bestellt. Außerdem bestanden 7 (Vj. 6) Ausbildungsverhältnisse. 5. Geschäftsführung Geschäftsführer war im Geschäftsjahr:
Im Übrigen hat die Gesellschaft in Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet, da die Gesellschaft im Geschäftsjahr nur die Bezüge eines Organmitglieds getragen hat. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EUR -1.389.022,17 mit dem Verlustvortrag EUR -4.763.921,19 zu verrechnen und im Übrigen EUR -6.152.943,36 auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Nachtragsbericht Obwohl die Mint of Finland GmbH keine direkten Geschäftsbeziehungen in die Ukraine oder Russland hat ist davon auszugehen, dass vor allem der Energiemarkt sich weiter zuspitzen wird. Ein eventuelles ausbleiben der Gasenergie kann durch Elektroenergie kompensiert werden. Auch die deutliche Verteuerung bei den Compounds (chemische Poliermittel) haben die Notwendigkeit der geplanten Investitionen nochmals verdeutlicht. 8. Mutterunternehmen/Konzernverhältnisse Die Geschäftsanteile werden zum Bilanzstichtag zu 100 % von der Mint of Finland Ltd., Vantaa/Finnland, gehalten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Mint of Finland Ltd. (Suomen Rahapaja Oy, Vantaa/Finnland) einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten (zugleich kleinsten) Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Mint of Finland Ltd., FI-01741 Vantaa/Finnland, erhältlich. Der Konzernabschluss wird nach finnischen Rechnungslegungsvorschriften erstellt und geprüft.
Halsbrücke, den 28. Juni 2022 Mint of Finland GmbH, Halsbrücke Dr. Dirk Höhne, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mint of Finland GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mint of Finland GmbH, Halsbrücke - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mint of Finland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 29. August 2022 Ernst
& Young GmbH
Fleischer, Wirtschaftsprüfer Salzer, Wirtschaftsprüfer Shareholder resolution / Gesellschafterbeschluss Mint of Finland Ltd, Vantaa, the sole shareholder of Mint ofFinland Ltd, Vantaa, Alleingesellschafterin der Mint of Finland GmbH, Halsbrücke, (Amtgericht Chemnitz HRB 7936) represented by Jonne Hankimaa, CEO , waiving any formal/invitation requirements held today a general assembly and made the following resolutions: vertreten durch Jonne Hankimaa, CEO , hat heute unter Verzicht auf alle Frist- und Formerfordernisse eine Gesellschafterversammlung abgehalten und die folgenden Beschlüsse gefasst: The annual statements 2021, issued by the managing directors and audited and approved with unlimited auditors opinion by Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dresden, shows a result for the year 2021 of -1,389,022.17 Euro. Adding the retained profits from previous periods the retained losses as per 31.12.2020 amount to -6,152,943.36 Euro. It was decided to pay no dividend to the owner. The result of 2021 will be carried forward to new account. Der von der Geschäftsführung aufgestellte und von der Emst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dresden, geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 weist ein Jahresergebnis von - 1.389.022,17 Euro aus. Zuzüglich des Verlustvortrags aus dem Vorjahr beträgt der Bilanzverlust zum 31.12.2021 demnach -6.152.943,36 Euro. Aus dem Bilanzverlust wird keine Dividende ausgeschüttet. Das Jahresergebnis aus 2021 wird auf neue Rechnung vorgetragen. The annual statements as per 31.12.2021 are herewith approved; the annual statements are therefore herewith binding. Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wird genehmigt, er ist damit festgestellt. The managing directors are herewith discharged from their duties for the year 2021. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. As auditor for the year 2022 we herewith appoint: Ernst & Young GmbH, Forststrasse 2a, 01099 Dresden. Als Prüfer für das Geschäftsjahr 2022 wird hiermit bestellt: Ernst & Young GmbH, Forststrasse 2a, 01099 Dresden.
Vantaa, 10st October 2022 Mint of Finland Ltd. Jonne Hankimaa, CEO, Mint of Finland Ltd. |
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