MAREP GmbH Neubukow
Selbe AdresseGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Blumenthal seit 3.11.2023 | Prokura |
Christina John seit 6.6.2019 | Prokura |
Johannes Vlach seit 6.6.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAREP GmbHVehlowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2022 bis zum 30.11.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs MAREP GmbH Wie auch in den vergangenen Jahren erzielte die MAREP GmbH den größten Umsatzanteil mit dem Vertrieb von Landtechnik von Landmaschinenherstellern wie u. a. des CNH-Konzerns. Damit gehört sie zum Groß- und Einzelhandel im Bereich Landtechnik. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausrichtung des Unternehmens als Dienstleister für die Land- und Transportwirtschaft. Mit den Werkstätten wollen wir bester Dienstleister am Standort sein. Dies spiegelt sich in der Vision "Macht MAREP zum besten Dienstleistungspartner der Region" wider. Diese wurde im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet und wird konsequent umgesetzt. In diesem Bereich führt die MAREP GmbH folgende Tätigkeiten aus: Reparaturen von landtechnischen Maschinen und Geräten aller Art sowie von leichten und schweren Nutzfahrzeugen und den Vertrieb von Ersatzteilen für Landtechnik und Nutzfahrzeuge. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Jahresüberschuss von 583.097,47 EUR (Vj. 532.878,59 EUR) abgeschlossen. Der Cash-Flow beträgt in 2023 bei Betrachtung von Ergebnis, Abschreibungen und Abnahme der Pensionsrückstellung 818,1 TEUR (768,6 TEUR in 2022). Dies entspricht 4,37 % (2,90 % in 2022) des Umsatzes. I. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft Geschäfts- und Branchensituation Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägtem Umfeld ins Stocken. Die trotz der Rückgänge noch immer hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 laut Eckdaten des ifo-Instituts gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % gesunken. Im Vergleich zu 2019 war das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Zinsen und die ausgelaufenen Förderungen stellten eine Herausforderung für die Landwirte dar. II. Umsatz - und Auftragsentwicklung Die MAREP GmbH hat im Geschäftsjahr hauptsächlich die Marke Case für Traktoren und Mähdrescher des CNH-Konzerns sowie Maschinen der Hersteller Krone, Bobcat/Doosan, Kuhn, Strautmann, Lemken, Bednar, Amazone und Solis vertrieben. Der Umsatz im Handel (9.075 TEUR) ist gegenüber dem Vorjahr (15.388 TEUR) deutlich gesunken. Unsere Erwartungen bzgl. der Auftragseingänge und Umsatzentwicklung für das abgelaufene Geschäftsjahr haben sich im Landmaschinenhandel übererfüllt. Hier erzielten wir in unserem nach Standortverkauf verbliebenen Verkaufsgebiet in Brandenburg einen Marktanteil von 7,1 %. Im Vorjahr lag dieser bei 9,1 %. Aus der Statistik ist zu entnehmen, dass die Stückzahlen gestiegen sind. In den Dienstleistungsbereichen ist der Umsatz im Landmaschinenbereich aufgrund der Standortverkäufe Mühlengeez und Radelübbe im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im LKW-Bereich ist der Umsatz gestiegen. Insgesamt haben sich unsere Erwartungen in den Dienstleistungsbereichen erfüllt. III. Umsatzverteilung im Geschäftsjahr Die erreichten Umsätze der MAREP GmbH gliedern sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt: - Vertrieb von Landtechnik: 48,5 % (Vorjahr: 58,5 %) - Reparatur/Service von leichten und schweren Nutzfahrzeugen sowie landtechnischen Maschinen und Geräten aller Art: 46,8 % (Vorjahr: 38,0 %) - kurzfristige Vermietung von Fahrzeugen und Landtechnik: 1,2 % (Vorjahr: 0,4 %) - Sonstige Erlöse: 3,5 % (Vorjahr: 3,1 %). IV. Beschaffung Die wichtigsten Partner bei der Bereitstellung von Handelsprodukten und Ersatzteilen waren in 2023 der CNH-Konzern, Krone, Kuhn, Lemken, Amazone, Bednar, Solis und Volvo/Renault. Die Lieferung der Produkte und Teile von CNH erfolgen hauptsächlich aus Österreich, Deutschland und den USA. Von Krone, Kuhn, Amazone und Lemken werden die Maschinen und Ersatzteile aus Deutschland bezogen, von Bednar aus der Tschechischen Republik und die Solis-Traktoren über die Ilafa in Deutschland (hergestellt in Indien). Für CASE Erntetechnik haben wir eine zusätzliche Partnerschaftsvereinbarung mit CNH abgeschlossen. Hier bevorraten wir als sogenannter Hub-Dealer einen zusätzlichen Ersatzteilstock von lieferkritischen Komponenten. Die Teile werden vor der Saison geliefert und alle nicht verkauften Teile können nach der Saison vollständig zurückgeschickt werden. Teile, die aus dem Lager entnommen werden, für andere CASE Händler oder für den eigenen Bedarf, werden während der Saison automatisch nachgeordert. Das zentrale Ersatzteillager für den Volvo/Renault-Nutzfahrzeugbereich in Vehlow, und Eichstädt befindet sich, wie für sämtliche Volvo/Renault-Partner, in Gent. Sowohl im Landmaschinen - als auch im Nutzfahrzeugbereich - ist der Preis für die zu bestellenden Ersatzteile an das Bestellverhalten gekoppelt. Der günstigste Preis wird bei Bestellung über eine so genannte Monats- bzw. Stockorder erzielt. Im Umkehrschluss ist die Auslösung einer Sofortbestellung mit den geringsten Rabatten versehen. Die Ersatzteilversorgung für die Nutzfahrzeugläger erfolgt über eine automatische Lagerbewirtschaftung. Dies bedeutet, dass die Umschlagshäufigkeit jedes Ersatzteils ermittelt wird und die Teile dann automatisch für die Bestellung vorgeschlagen werden. Hierdurch wird die Teileverfügbarkeit gesteigert. Einmal jährlich ist es möglich, Teile mit geringer Umschlagshäufigkeit an Volvo zurückzuliefern, um toten Lagerbestand zu vermeiden. V. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von 602,6 TEUR (Vorjahr: 152,6 TEUR) getätigt. Darin enthalten sind Umgliederungen vom Umlaufvermögen ins Anlagevermögen von 348,5 TEUR. Die Zugänge betrafen im Wesentlichen Maschinen und Werkzeuge, PKW, Werkstattwagen, Betriebsausstattung inklusive GWG. VI. Finanzierung Neben den üblichen Finanzierungen werden, je nach Marktlage, die unterschiedlichsten Finanzierungsformen gewählt wie: • Öffentliche Einrichtungen • Objektfinanzierer • Verbundene Unternehmen • Gesellschafterdarlehen Für das gesamte Finanzwesen des Unternehmens existiert eine Finanzplanungsrechnung mit Soll- /Ist-Vergleich, welche permanent fortgeschrieben wird. VII. Personal- und Sozialbereich In der Personalpolitik stehen Teamarbeit und ein kooperativer Führungsstil im Vordergrund. Dabei setzt das Unternehmen auf Kontinuität, langfristiges Denken und Handeln. Am Anfang des Wirtschaftsjahres 2023 waren in der MAREP GmbH 108 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 31 Arbeitskräfte Auszubildende. Zum 30.11.2023 bestand die Belegschaft aus 72 Arbeitskräften, von denen 15 Auszubildende waren. Das Unternehmen legt nach wie vor sehr viel Wert auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Dies betrifft sowohl die Dienstleistungsbereiche für Nutzfahrzeuge und Landmaschinen als auch den logistischen und kaufmännischen Bereich. In 2023 wurden an allen Standorten junge Arbeitskräfte ausgebildet. Die Ausbildungsquote liegt zum Bilanzstichtag bei 20,8 % (Jahresdurchschnitt 22 %). Auch in den Folgejahren wird der Einsatz und die Ausbildung von Fachkräften ein Schwerpunkt in der Unternehmensstrategie bleiben. Die fachliche Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter erfolgt vorwiegend in den Schulungszentren der Hersteller, aber auch durch externe Trainer, die IHK, den Berufsbildungszentren und eigene Schulungen. Gegenüber den Umsatzerlösen beträgt der Aufwand für Löhne und Gehälter (ohne SV) 16,9 %. Die Quote ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 % gestiegen. VIII. Umweltschutz Der Umweltschutz ist, wie auch in der Vergangenheit, als Schwerpunkt in der Arbeit der Geschäftsleitung und in die Firmenstrategie integriert. Alle wichtigen Parameter sind in der DIN 9001/2015 und 14001/2015 sowie den Leitungsdokumenten festgehalten. Umwelt- und Abfallbeauftragte sind benannt und entsprechend geschult. Das Unternehmen ist nach DIN 14001 umweltzertifiziert. Die Umweltzertifizierung ist bis zum 15.12.2026 gültig. Durch Behörden und Ämter gab es während des abgelaufenen Wirtschaftsjahres keine Beanstandungen. IX. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Für die Nutzfahrzeugmarken Volvo und Renault wurden die Werkstattverträge für die Standorte Vehlow und Eichstädt weitergeführt. Im April 2023 wurden die Standorte in Mühlengeez und Radelübbe an die Titan Machinery Deutschland GmbH verkauft. Das Personal ist im Zuge des Teil-Betriebsüberganges mit an den Käufer übergegangen. Der Käufer ist gemäß § 613 a BGB in alle Rechte und Pflichten der bestehenden Arbeitsverhältnisse eingetreten. Mit dem Standortverkauf ist das Anlagevermögen an den Käufer übergegangen. Bestände des Umlaufvermögens wurden teilweise übernommen. Der Verkauf des Standortes wirkt sich künftig vor allem im Rückgang des Umsatzes für Reparaturleistungen, Ersatzteile und im Handel mit Landtechnik aus. Nachdem die digitale Rechnungsprüfung in den Verkaufsabteilungen und im Standort Vehlow etabliert worden ist, wurde sie in allen verbleibenden Standorten eingeführt. Ziel ist es, Rechnungen im gesamten Unternehmen ausschließlich digital zu bearbeiten, um Postwege zu vermeiden und Skontofristen noch besser nutzen zu können. Im Standort Neubukow ist der Handel mit Solis-Kleintraktoren inzwischen etabliert. In diesem Wirtschaftsjahr starteten wir auch in Vehlow mit dem Produkt. Außerdem wird der Standort Neubukow Reimo-Partner. B. Darstellung der Lage Durch die Ausrichtung des Unternehmens auf zwei Geschäftsfelder - Reparatur und Service mit Landmaschinenhandel und Reparatur und Service im Nutzfahrzeugbereich für mehrere Marken in beiden Sparten - ist das Unternehmen gut aufgestellt. Mit einer 34-jährigen kontinuierlichen und fairen Arbeit hat sich die MAREP GmbH einen umfangreichen Kundenstamm aufgebaut. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen schätzen wir die Lage sowohl im Handel als auch im Service- und Reparaturbereich durch die breite Aufstellung des Unternehmens, die konsequente Ausbildung des eigenen Nachwuchses und die breite Angebotspalette in allen Bereichen als stabil ein. Durch Thesaurierung konnte die Eigenkapitalquote von 39 % auf 42 % gesteigert werden. Die wirtschaftliche Lage kann somit als stabil angesehen werden. Die MAREP GmbH war jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. C. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung I. Chancen Die MAREP GmbH hat sich durch eine solide, qualifizierte, engagierte und effiziente Arbeit einen großen Kundenstamm aufgebaut. Die Dienstleistungen, welche wir im Landmaschinen- und Nutzfahrzeugbereich für unsere Kunden erbringen, erfolgen in 6 Werkstätten an 3 Standorten, die über eine hochmoderne Technik verfügen und sich in 2 Bundesländern - Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg - befinden. Außerdem haben wir mit dem Service für Caravan (Wohnwagen/Wohnmobile) einen weiteren vielversprechenden Servicebereich am Standort Neubukow erschlossen und ausgebaut - zusätzlich zur Nutzfahrzeug- und Landtechnik. Die Werkstätten erfüllen die neuesten Anforderungen des Arbeitsschutzes für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Somit finden diese sehr gute Arbeitsbedingungen vor. Auch unsere mobilen Werkstattwagen sind nach dem neusten Stand der Technik ausgestattet. Das gibt uns die Sicherheit, unsere Bestands- sowie auch unsere Neukunden weiterhin von unserer Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Mit unseren Dienstleistungen decken wir ein großes Areal in unserem Marktgebiet im Service- und Reparaturbereich zeitnah und effizient ab. Mit dem Verkauf der Standorte Mühlengeez und Radelübbe in 2023 und der Übernahme der Gesamtgeschäftsführung durch Johannes Vlach in 2024, ist die Umstrukturierung in der MAREP GmbH abgeschlossen. Durch diesen strukturellen Wandel und die Konzentration auf weniger Standorte konnten wir dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegenwirken. II. Risiken Ein Risiko sehen wir trotzdem weiterhin - wie in allen Branchen - in der Entwicklung von qualifiziertem Personal im Bereich der Land- und Baumaschinenmechatroniker. Um dieses zu minimieren, bilden wir kontinuierlich unseren eigenen Nachwuchs aus. Nach erfolgreicher Ausbildung bieten wir einen modernen, attraktiven Arbeitsplatz mit guter Entlohnung und weiteren Qualifizierungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen. Jungen Familien wird ein Zuschuss zur Kinderbetreuung gewährt. Ein weiteres Risiko für unser Handels- und Reparaturgeschäft in der Landwirtschaft sehen wir nach wie vor in der Abhängigkeit unserer Kunden von den Erträgen und den schwankenden Preisen für landwirtschaftliche Produkte. In schlechten Ertragsjahren leidet die Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Außerdem ist es weiterhin als Risiko für den Handel zu sehen, dass die vorhandenen Ackerflächen sich auf immer weniger Investoren konzentrieren. Mit dem Verkauf der Standorte und der Umstrukturierung der Verkaufsabteilungen senken wir diese Risiken und konzentrieren uns auf unser Stammgebiet. Der Russland-Ukraine-Konflikt stellt weiterhin ein hohes Risiko dar. Nachdem Maschinen in 2023 nur mäßig geordert werden konnten bzw. starke Lieferverzögerungen an der Tagesordnung waren, sind die Bestände in 2024 auf einem sehr hohen Niveau. Die Investitionsbereitschaft der Kunden hingegen ist aufgrund der Preissteigerungen und der hohen Finanzierungskosten sehr verhalten. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war und ist ständig gegeben. D. Ausblick I. Voraussichtliche Entwicklung 2024 und 2025 Laut Frühjahrsprognose des Ifo-Institutes deuteten die Frühindikatoren für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Laut Prognose dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte eine gesamtwirtschaftliche Erholung geben. Das Bruttoinlandsprodukt wird demzufolge im Jahr 2024 nur um 0,2 % zunehmen. In 2025 wir die Wirtschaftsleistung voraussichtlich dann um 1,5 % zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr vom Ifo-Institut um 0,7 % heruntergesetzt und für das kommende leicht angehoben. Anders als erwartet befand sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Laut der aktuellsten Mittelfristprognose vom Winter 2023/2024 sollte der Güterverkehr in Deutschland insgesamt leicht ansteigen, jährlich um rd. 1,6 %. Für das aktuelle Jahr 2024 sind die Aussichten für den Straßengüterverkehr allerdings vorerst verhalten. Es wird von einem Minus des Aufkommens um 0,8 % gerechnet. Es werden sich aber verbesserte gesamtwirtschaftliche Einflüsse und auch die Bauproduktion positiv auf den Straßengüterverkehr auswirken. Für den mittelfristigen Zeitraum wird eine moderater Wideranstieg von 1,1 % des Aufkommens prognostiziert. Die MAREP GmbH wird von dieser Entwicklung profitieren. Die Entwicklung des Unternehmens geht mit der Branchenentwicklung in 2024 konform. Im Nutzfahrzeugbereich einschließlich Handel mit Ersatzteilen erwarten wir für 2024 einen gleichbleibenden Umsatz im Vergleich zu 2023. Im Landmaschinenbereich gehen wir im Bereich Reparatur und Service, wie auch im Ersatzteilhandel, von einem leicht steigenden Umsatz in den verbliebenen Standorten aus, da wir mit dem Standort Neubukow ab Juni 2024 eine Kooperationsvereinbarung mit der Raiffeisen Technik HSL GmbH für den Service von Fendt-Maschinen beginnen und somit ausschließlich im Bereich Neubukow (Mecklenburg-Vorpommern) wieder direkter Servicepartner (kein Handel) für die Marke AGCO-Fendt sind. Im Service- und Reparaturbereich erreichten wir in den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 trotz der weltwirtschaftlichen Herausforderungen unsere geplanten Ergebnisse. Im Landtechnikhandel macht sich die gesamtwirtschaftliche Lage bemerkbar, was sich in zögerlicher Investitionsbereitschaft der Kundschaft widerspiegelt. Wir gehen trotzdem optimistisch davon aus, dass wir unser Umsatzziel im Wirtschaftsjahr 2024 erfüllen werden. In 2024 streben wir eine gleichbleibende Stückzahl in dem verbliebenen Verkaufsgebiet an. Im Bereich Service- und Reparaturleistungen sowie den Ersatzteilhandel für Landmaschinen gehen wir von einer positiven Entwicklung im weiteren Jahresverlauf aus. Im Landtechnikhandel wird es eine Herausforderung den Maschinenbestand abzubauen. Wir werden das Wirtschaftsjahr 2023/2024 mit einem guten positiven Ergebnis abschließen. Per April 2024 ist der Gesamtumsatz im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 24,5 % gesunken. Den größten Umsatz-Anteil mit 50,3 % hat erwartungsgemäß der Handel mit Landmaschinen erzielt. Insgesamt werden die Umsätze im Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund der Standortverkäufe deutlich niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die MAREP GmbH wird das Jahr 2024 mit einem positiven Ergebnis abschließen, welches deutlich unter dem Vorjahr liegen wird. Mit Notarvertrag vom April 2024 ist Johannes Vlach alleiniger Geschäftsführer der MAREP GmbH. Herr Eckhard Vlach hat sich in den lange geplanten Ruhestand verabschiedet. Damit ist der strukturelle Wandel der MAREP GmbH abgeschlossen. Mit den drei sehr gut aufgestellten Standorten in Vehlow, Eichstädt und Neubukow ist die MAREP GmbH weiterhin in der gewohnt professionellen Weise für ihre Kunden da. II. Zweigniederlassungen Die MAREP GmbH hatte zum Ende des Geschäftsjahres 2023 drei Betriebsteile (Vehlow, Eichstädt, und Neubukow).
Vehlow, den 27.05.2024 Johannes Vlach, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Jahresabschluss zum 30. November 2023MAREP GmbHFirmensitz: Vehlow Eingetragen im Handelsregister Neuruppin Registernummer: HRB 123 NP 1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der MAREP GmbH wurde nach den Vorschriften des HGB i.d.F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Weiterhin wurden die ergänzenden Regelungen des GmbHG berücksichtigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.2. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze AKTIVA Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig um die lineare Abschreibung vermindert. Für Geschäftsbauten und Außenanlagen, technische Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung, die mit ihren fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet sind, wird die Nutzungsdauer auf Grund betrieblicher Erfahrung bemessen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu 800,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. In 2023 waren dies 29.827,40 EUR (Vorjahr 15.648,88 EUR). Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der Bestimmungen des § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Wie in den Vorjahren wurden auch im Geschäftsjahr Sonderabschläge des Vorratsvermögens berücksichtigt (siehe dazu auch Punkt 3). Die Abwertungen entsprechen den empfohlenen Richtlinien des Verbandes der Landmaschinenfachbetriebe. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden entsprechend der allgemeinen Grundsätze bewertet. Erkennbaren Risiken wurde durch Abschreibungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Eine arbeitnehmerfinanzierte Rückdeckungsversicherung wurde 2014 verpfändet. Diese dient der Sicherung der Ansprüche des Versorgungsberechtigten aus der Pensionszusage. Der Zeitwert des Deckungsvermögens zum 30. November 2023 betrug 85.668,86 EUR und wurde mit der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen saldiert. Der Zeitwert des Deckungsguthabens wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals des Versicherungsvertrages zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen ermittelt. Aufwendungen in Höhe von 2.021,32 EUR wurden mit entsprechenden Erträgen verrechnet. Das Wahlrecht zur Bilanzierung von aktiven latenten Steuern wurde in Anspruch genommen. Der verwendete Steuersatz beträgt 27 %. PASSIVA Pensionsrückstellungen werden in Höhe des nach dem Teilwertverfahren versicherungsmathematisch berechneten Betrags angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen dienen die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wird pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz 1,78 %). Eine Dynamisierung ist nicht vorgesehen. Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach den gesetzlichen Anforderungen und vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven latenten Steuern wurden unter Verwendung eines Steuersatzes von 27 % ermittelt. Die Gesellschaft hat gem. § 274 Abs. 1 S. 3 HGB von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die sich ergebende Steuerbelastung und Steuerentlastung unverrechnet anzusetzen 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens wird gesondert in einem Anlagenspiegel dargestellt. Die Vorräte betreffen neue und gebrauchte Land- und Baumaschinen sowie diesbezügliche Bestände an Ersatzteilen, zzgl. Ersatzteile für Nutzfahrzeuge, Dieselkraftstoff und Heizöl in Höhe von 6.795.760,83 EUR sowie geleistete Anzahlungen in Höhe von 57.729,35 EUR. Bei der Bewertung des Bestandes an gebrauchten Landmaschinen wurden die voraussichtlichen Lagerkosten bis zum Verkauf anhand eines ermittelten und festgelegten Lagerkostensatzes vom Bestandswert bzw. vom voraussichtlichen Verkaufswert abgezogen. Hierdurch ergab sich eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert i. H. v. 121.998,04 EUR. Bei den Ersatzteilen im Landmaschinenbereich wurden an den Standorten Vehlow, Eichstädt und Neubukow Abschreibungen auf den beizulegenden Wert i. H. v. 35.820,37 EUR vorgenommen. Bei den Ersatzteilen im LKW Bereich wurden Teile im Wert von 24.971,03 EUR verschrottet. Im LM Bereich wurden Teile im Wert von 15.230,80 EUR verschrottet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von 2.750,00 EUR enthalten. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 38.493,51 EUR resultieren aus Bewertungsunterschieden in den Pensions- und Urlaubsrückstellungen.
Unter Berücksichtigung des Darlehens von Johannes Vlach mit Rangrücktrittserklärung (105.983,66 EUR) beträgt das wirtschaftlich haftende Kapital 4.225.705,87 EUR und damit 42,57 % des Gesamtkapitals (Vorjahr 40,52 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 3.217,00 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 343.706,82 EUR beinhalten Rückstellungen für Berufsgenossenschaft in Höhe von 3.107,00 EUR, Rückstellungen für Beitragsnachforderungen aus der Rentenversicherungsprüfung 2023 in Höhe von 87.618,21 EUR, ausstehende Urlaubsvergütung / Zielvereinbarungen, und Arbeitszeitkonten in Höhe von 124.248,96 EUR, Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht in Höhe von 3.256,00 EUR, Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 11.088,65 EUR, Rückstellungen für Gewinntantiemen in Höhe von 83.488,00 EUR sowie Rückstellungen für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von 30.900,00 EUR. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
RLZ = Restlaufzeiten BÜ = Bürgschaft BES = Besicherung GZ = Globalzession GS = Grundschulden SÜW = Sicherungsübereignung Waren EVW = Eigentumsvorbehalt Ware Herr Johannes Vlach hat als Kommanditist der Vlach Holding GmbH & Co. KG Darlehen in Höhe 105.983,66 EUR an die Gesellschaft gegeben. Für beide Darlehen gibt es eine Rangrücktrittsvereinbarung. Aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Vlach Holding GmbH & Co. KG werden unter anderem die Umsatzsteuerverbindlichkeiten unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Dieses Jahr betrug die Verbindlichkeit gegenüber der Vlach Holding GmbH & Co. KG 171.517,69 (Vorjahr: 261.658,44 EUR). Die passiven latenten Steuern in Höhe von 1.172,36 EUR resultieren aus Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen und der Aufbewahrungsrückstellung. Der verwendete Steuersatz beträgt 27 %. Aus dem Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 37.321,15 EUR. 4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 18.720,4 TEUR (Vorjahr 26.302,5 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsätze wurden in den Betriebsteilen Vehlow, Mühlengeez (bis 04/2023), Eichstädt, Radelübbe (bis 04/2023) und Neubukow erzielt. 5. Sonstige Angaben a) Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt, gemessen an der Anzahl der Mitarbeiter jeweils zu den Quartalsenden des Geschäftsjahres, waren ohne die Geschäftsführer und Auszubildende 66 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 37 Angestellte und 29 Lohnempfänger. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im Jahresdurchschnitt 19 Auszubildende. b) Geschäftsführer Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Eckhard Vlach, Kaufmann, Dannenwalde, sowie Herr Johannes Vlach, Dipl. Ing. oec. (TU), Waren (Müritz). Wegen der Angaben von § 285 Nr. 9a HGB machen wir von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. c) Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG Am Abschlussstichtag bestanden folgende Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter "Vlach Holding GmbH & Co. KG": Verbindlichkeiten: 171.517,69 EUR. d) Außerbilanzielle Geschäfte Außerbilanziell hat die Gesellschaft Leasing-Verträge mit einem Volumen von 170,6 TEUR abgeschlossen. e) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen und den außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 328,3 TEUR (davon 328,3 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen). Diese betreffen die Verpflichtungen zukünftiger Zahlungen aus Mietverträgen. f) Periodenfremde/Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft periodenfremde Erträge in Höhe von 3.615,84 EUR erzielt und hatte periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 79.704,14 EUR. Durch die Standortverkäufe Mühlengeez und Radelübbe erzielten wir einen Verkaufserlös von 1.906 TEUR. Dagegen stehen im Wesentlichen Buchwerte des Anlagevermögens in Höhe von 294 TEUR sowie Wareneinsatzwerte für das mitverkaufte Umlaufvermögen in Höhe von 575 TEUR. g) Steuern vom Einkommen und Ertrag Von dem ausgewiesenen Aufwand an Steuern auf Einkommen bezieht sich ein Betrag von 238.906,14 EUR auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres. Ein Betrag von 513,41 EUR resultiert aus Steuern aus den Vorjahren. h) Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 583.097,47 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. i) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Im April 2024 hat sich Herr Eckhard Vlach in den lange geplanten Ruhestand verabschiedet. Herr Johannes Vlach ist somit alleiniger Geschäftsführer.
Vehlow, 29.05.2024 Johannes Vlach, Geschäftsführer sonstige Berichtsbestandteile
Johannes Vlach, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGENABSCHLUSSPRÜFERS An die MAREP GmbH, Vehlow Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAREP GmbH, Vehlow, - bestehend aus der Bilanz zum 30. November 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAREP GmbH, Vehlow, für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. November 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Rostock-Bentwisch, 12. Juni 2024 ECOVIS
Audit AG
Christian Brion, Wirtschaftsprüfer |
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