Value Intelligence Advisors GmbH

Rauchstraße 4, 81679 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 184353
Eingetragen
26.2.2010
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Anlageberatung, Anlage- und Abschlußvermittlung, Finanzportfolioverwaltung sowie allgemeine Unternehmensberatung, soweit die dafür notwendigen Erlaubnisse der zuständigen Aufsichtsbehörden vorliegen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Wiedemann
seit 9.10.2017
Prokura
Stefan Rehder
seit 26.2.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stefan Rehder
Rauchstraße 4, 81679 München
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Value Intelligence Advisors GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 stellte die Weltwirtschaft weiterhin vor vielfältige Herausforderungen. Die Inflation, wenn auch rückläufig, blieb erhöht, und die globale Wirtschaftstätigkeit verlangsamte sich. Die geopolitischen Krisen, insbesondere der Krieg in der Ukraine, trugen zur anhaltenden Unsicherheit bei. Gleichzeitig kehrte die Zinspolitik nach Jahren der Niedrigzinsen zu einem restriktiveren Kurs zurück.

Trotz dieser widrigen Umstände zeigte sich die Weltwirtschaft widerstandsfähig. Eine globale Rezession konnte vermieden werden, und die Inflation näherte sich wieder den Zielwerten der Zentralbanken an. Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Aussicht einer weniger restriktiven Geldpolitik, was sich in steigenden Aktienbewertungen und Kapitalzuflüssen in viele Schwellenländer widerspiegelte.

Insbesondere die rückläufige Inflation und die damit verbundenen Hoffnungen auf Zinssenkungen sowie das Ausbleiben einer Rezession verhalfen den globalen Aktienmärkten zu einem starken Jahr 2023. Unsere wertorientierten, vermögensverwaltenden Aktienfonds blieben nach der sehr robusten Performance des Vorjahres konservativ positioniert. Wir gehen unverändert von einem für die Kapitalmärkte sehr anspruchsvollen, stagflationären zukünftigen Anlageumfeld aus, sprich anhaltend hoher Inflation, erhöhten Kapitalkosten und schwachen Wirtschaftswachstum. Dementsprechend war die Performance unserer Fonds im Geschäftsjahr 2023 zwar ordentlich in absoluter Höhe, blieb aber im relativen Vergleich deutlich hinter der der großen Indizes zurück. Der Value Intelligence Fonds AMI erzielte eine Performance von 7,18%, der Value Intelligence ESG Fonds AMI erreichte 5,86% und der Value Intelligence Gold Company Fonds AMI 5,26%.

Trotz der moderaten Performance im Vergleich zum Gesamtmarkt wurden unsere beiden vermögensverwaltenden Aktienfonds erneut mit 5 Sternen im Gesamtrating von Morningstar ausgezeichnet. Das verwaltete Vermögen stieg zum Jahresende um gut 20% auf 423,6 Mio. Euro, verglichen mit 352,1 Mio. Euro im Vorjahr.

Die deutsche Asset-Management-Industrie verzeichnete 2023 ein beachtliches Wachstum, trotz der anhaltenden geopolitischen Krisen, Inflation und steigenden Zinsen. Offene Publikumsfonds konnten nach Abflüssen im Vorjahr wieder Mittelzuflüsse von 12,9 Milliarden Euro verzeichnen. Aktienfonds führten die Absatzliste mit Zuflüssen von 12,9 Milliarden Euro an, vor allem bei global investierenden Fonds. Rentenfonds konnten sich nach Abflüssen im Vorjahr erholen und verzeichneten Zuflüsse von 12,7 Milliarden Euro. Mischfonds hingegen - zu denen gemäß der Klassifizierung von Morningstar auch unsere vermögensverwaltenden Aktienfonds zählen - verzeichneten Abflüsse von 15,5 Milliarden Euro. Offene Spezialfonds, die hauptsächlich für institutionelle Anleger wie Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungen verwaltet werden, verzeichneten Zuflüsse von 33,7 Milliarden Euro. Insgesamt stieg das verwaltete Vermögen der Branche um neun Prozent auf 4.149 Milliarden Euro. Der deutsche Fondsmarkt bestätigte damit erneut seine Position als größter Fondsmarkt in der EU.

In einer Welt, die von Stagflation geprägt sein dürfte, werden noch zahlreiche große Herausforderungen auf die Anleger zukommen - in fast allen Assetklassen. Wir werden aus diesem Grunde nicht von unserer vorsichtigen Route abweichen und dem Erhalt der uns anvertrauten Kundengelder oberste Priorität einräumen. Trotz unserer anhaltend defensiven Anlagepolitik sind wir davon überzeugt, dass die Beteiligung an produktiven Assets im Allgemeinen sowie der Aktie im speziellen, einen wichtigen Beitrag zum realen Werterhalts des Vermögens leisten kann. Voraussetzung dafür ist aber mehr denn je die Differenzierung zwischen Wert und Preis, sprich aktives Value Investing im originären Sinne. Da dieses das wohl wichtigste Differenzierungsmerkmal unsere Fondsprodukte ist, sind wir zuversichtlich, dass der Mehrwert unserer Arbeit für Anleger zukünftig noch transparenter wird und sich dies auch in der Geschäftsentwicklung widerspiegeln wird.

Das Unternehmen

Die Value Intelligence Advisors GmbH ist eine Vermögensverwaltung mit Sitz in München und wurde im November 2009 gegründet. Die Gesellschaft verfügt über eine BaFin-Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum Erbringen von Finanzdienstleistungen als Anlageberater, als Vermögensverwalter sowie für die Anlage- und die Abschlussvermittlung gemäß § 2 WpIG, das im Zuge der Anpassung an EU-konforme Richtlinien ab dem 26.06.2021 als Wertpapierinstitut i. S. v. § 2 WpIG gilt und dem nach § 15 Abs. 1 WpIG die Erlaubnis erteilt wurde. Die wesentliche Dienstleistung der Gesellschaft ist die Anlageberatung nach § 2 WpIG zum Zwecke der Erzielung von Erträgen aus der Verwaltung von Vermögen.

Die Grundlage der Beratungsleistung bilden aktuelle Ansätze aus der Theorie und Praxis der wertorientierten, langfristigen Kapitalanlage. Ziel der Value Intelligence Advisors GmbH ist es, ausschließlich solche Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die für den Kunden einen Mehrwert in Form einer attraktiven, risikoadjustierten, langfristigen Rendite generieren bzw. dazu beitragen. Zielkunden der Gesellschaft sind institutionelle Kunden, z.B. Finanzinstitute, Vermögensverwaltungen, Stiftungen und Family Offices.

Die Produkte und Dienstleistungen

Die Value Intelligence Advisors GmbH bietet ihren Kunden Beratungsleistungen auf der Grundlage eines wertorientierten Investmentansatzes an. Zum Kerngeschäft der Gesellschaft zählt insbesondere die Beratung des am 5. Mai 2010 in Zusammenarbeit mit der Ampega Investment GmbH aufgelegten "Value Intelligence Fonds AMI" (ISIN I-Tranche DE000A0YAX80, P-Tranche DE000A12BRE4, S-Tranche DE000A2N6527), ein globaler Aktienfonds, für den die Value Intelligence Advisors GmbH als alleiniger Advisor fungiert. Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine weitere Tranche für einen vertrieblichen Kooperationspartner eingerichtet (W-Tranche DE000A2QFHG1)

Der zweite Fonds, der Value Intelligence ESG Fonds AMI (ISIN I-Tranche DE000A2DJT31 & P- Tranche DE000A2DJT49), wurde im Mai 2017 aufgelegt. Er ist ein streng nachhaltiger Ableger des Value Intelligence Fonds AMI, ist noch flexibler in der Aktienquote, verfolgt aber ansonsten die gleiche Anlagestrategie. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine weitere Tranche für den Vertrieb in der Schweiz aufgelegt. (CH-Tranche DE000A3DDXF1)

Der dritte Fonds wurde im August 2019 aufgelegt. Der Value Intelligence Gold Company Fonds AMI (ISIN: S-Tranche DE000A2N65Y2; I-Tranche DE000A2N6519; P-Tranche DE000A2P36B6) ist ein UCITS IV konformer, aktiv gemanagter Aktienfonds der weltweit in Unternehmen investiert, deren Aktivitäten überwiegend im Zusammenhang mit der Förderung von Gold stehen. Sub-Advisor des VIA-Fonds ist Caesar Bryan, GAMCO Asset Management, einer der erfahrensten und erfolgreichsten Goldminenfondsmanager weltweit mit einem Track Record von mehr als 28 Jahren.

Die Value Intelligence Advisors GmbH berücksichtigt Nachhaltigkeitskriterien mittlerweile bei jeder Anlageentscheidung. Neben der Sinnhaftigkeit nachhaltigen Denkens für die Gesellschaft, sieht die Gesellschaft in der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien auch ein sinnvolles Instrument im Rahmen des Risikomanagements. Insofern passt nachhaltiges Denken sehr gut zu einer Gesellschaft, die dem Kapitalerhalt immer oberste Priorität einräumt.

Die Ampega Investment GmbH mit Sitz in Köln, fungiert als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) für die von der Vermögensverwaltung initiierten Fonds. Die Ampega Investment gehört zu den führenden Asset Management Gesellschaften in Deutschland. Die State Street Bank GmbH, München, erbringt die Depotbanktätigkeit für alle drei Fonds der Value Intelligence Advisors GmbH. State Street ist der weltweit führende Anbieter für diese Dienstleistung.

Neben dem Fondsadvisory gehören regelmäßige Veranstaltungen mit den Themenschwerpunkten Value Investing und Behavioral Finance zu den Dienstleistungen der Value Intelligence Advisors GmbH. Hierzu zählt u.a. die jährliche "Value Intelligence Conference", ein Treffen führender Akademiker und Anwender der Value Philosophie. Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Know-How Transfer zwischen den erfolgreichsten Protagonisten der wertorientierten Anlagephilosophie und Investoren im deutschsprachigen Raum zu fördern und gleichzeitig für die Dienstleistungen und Produkte der Value Intelligence Advisors GmbH zu werben.

Die Geschäftsentwicklung

Wichtigste Ertragsquelle der Gesellschaft sind die Provisionserträge aus der Kooperation mit der Ampega Investment GmbH. Der primäre Wachstumstreiber dieser Provisionserträge ist das Wachstum des Fondsvermögens des Value Intelligence Fonds AMI, des Value Intelligence ESG Fonds AMI und des Value Intelligence Gold Company Fonds AMI durch Mittelzuflüsse bzw. einer Erhöhung der umlaufenden Anteile sowie Steigerungen des Wertes der Anteile.

Das verwaltete Vermögen der drei Fonds betrug zum Jahresende EUR 423,6 Mio. und lag damit deutlich über dem Niveau von EUR 352,1 Mio. per ultimo 2022. Die Nettomittelzuflüsse der Gesellschaft lagen 2023 insgesamt bei EUR 48,6 Mio.

Der Anteilspreis des Value Intelligence Fonds AMI stieg im Berichtszeitraum von EUR 229,49 (30. Dezember 2022) auf EUR 245,50 per 30. Dezember 2023. Die Nettomittelzuflüsse des Fonds betrugen im Geschäftsjahr 2023 EUR 25,6 Mio.

Der Anteilspreis des Value Intelligence ESG Fonds AMI stieg im Berichtszeitraum von EUR 130,27 (31. Dezember 2022) auf EUR 137,84 per 30. Dezember 2023. Der streng nachhaltige Ableger verzeichnete 2023 Nettomittelzuflüsse von EUR 24,4 Mio.

Der Anteilspreis des Value Intelligence Gold Company Fonds AMI stieg im Berichtszeitraum leicht von EUR 113,46 (31. Dezember 2022) auf EUR 119,01 per 30. Dezember 2023. Die Nettomittelabflüsse des Fonds lagen im Geschäftsjahr 2023 bei EUR -1,4 Mio.

2. Ertragslage

Das Provisionsergebnis von T€ 2.747,9 ist gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.840,5) deutlich angestiegen. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.141,2) um T€ 243,3 auf T€ 1.384,5. Unter Berücksichtigung der genannten Veränderungen entstand im Jahr 2023 ein Jahresüberschuss von T€ 910,1 (2022: T€ 473,1).

Als primäre Leistungsindikatoren betrachtet die Gesellschaft eine Veränderung des verwalteten Vermögens und sich das direkt daraus - durch einen festgelegten Faktor - ableitende Provisionsergebnis. Obwohl sich das verwaltete Vermögen temporär auch durch marktbedingte Kursbewegungen verändern kann, so spiegelt es zumindest langfristig auch die Qualität der Leistungserbringung für den Kunden wider. Aussagekräftige Indikatoren für den Erfolg der Gesellschaft sind deshalb die Nettomittelzu- und abflüsse sowie die Performance der Fonds.

Da die Gesellschaft eigentümergeführt ist und eine sehr langfristige Strategie verfolgt, liegt es nicht im Interesse der Gesellschaft die Gewinne kurzfristig zu optimieren. Im Vordergrund steht vielmehr die Sicherstellung der Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit der Gesellschaft auf der Grundlage einer starken Eigenkapitalbasis. Somit ist das harte Kernkapital gemäß Definition Bundesbank von € 228.183 im Jahr 2015 auf € 1.565.328 im Jahr 2023 angestiegen. Die Eigenkapitalrendite stieg trotz einer deutlich höheren Eigenkapitalbasis deutlich von 30,2% im Jahr 2022 auf 58,1% im Geschäftsjahr 2023.

3. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zu 66,0 % aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr 55,0 %), 10,1 % aus Forderungen gegenüber Kunden (Vorjahr 13,1 %) sowie zu 21,1% aus Sonstigen Vermögensgegenständen (Vorjahr 29,3%).

Die Forderungen an Kreditinstitute (31. Dezember 2023: T€ 1.676) stiegen gegenüber dem Vorjahr (31. Dezember 2022: T€ 997) um T€ 679. Darüber hinaus stiegen die Sonstigen Vermögensgegenstände (31. Dezember 2023: T€ 535) um T€ 5 an (31. Dezember 2022: T€ 530).

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter der GmbH lag unverändert bei 3 Mitarbeitern (einschließlich des Geschäftsführers) während des Geschäftsjahres. Während des Geschäftsjahres 2023 wurden zwei Werkstudenten beschäftigt.

Die Value Intelligence Advisors GmbH legt besonderen Wert auf eine kontinuierliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Die Gesellschaft profitiert dabei von ihren engen Kontakten zu angesehenen Akademikern in Europa und den USA. Nachdem bereits im Jahr 2022 das gesamte Team der Gesellschaft zur Hauptversammlung Berkshire Hathaways gereist ist, dessen CEO Warren Buffett der bekannteste und erfolgreichste Value-Investor ist, wird diese Weiterbildungsreise für das Jahr 2024 erneut geplant. So wird auch für die Reise im Jahr 2024 geplant neben der Hauptversammlung weitere Veranstaltungen, wie z.B. eine Conference von Gabelli Asset Management oder das Graham & Dodd Dinner der Columbia Business School zu besuchen. Diese Veranstaltungen ermöglichen den Austausch mit gleichgesinnten Investoren aus der gesamten Welt.

Umweltbericht

Die durch die Value Intelligence Advisors GmbH erbrachten Dienstleistungen haben keinerlei nennenswerte Eigenschaften, die die Umwelt belasten. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt.

5. Risikobericht

a) Grundsätze des Risikomanagements

Die Value Intelligence Advisors GmbH hat als Wertpapierinstitut die Mindestanforderungen an das Risikomanagement der BaFin insoweit zu beachten, wie dies vor dem Hintergrund der Institutsgröße sowie von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten zur Einhaltung der gesetzlichen Pflichten aus § 41 WpIG geboten erscheint. Aufgrund der Komplexität und der größtenteils selbst entwickelten Produkte im Portfoliomanagement sind die MaRisk in erhöhtem Maße zugrunde zu legen.

b) Geschäfts- und Risikostrategie

Zum Ende eines jeden Geschäftsjahres wird im Rahmen einer Strategiesitzung des Geschäftsführers die Geschäftsstrategie und die dazu konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr festgelegt. Dabei werden die in der Geschäftsstrategie niedergelegten Ziele und Planungen der wesentlichen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt. Im Falle von gravierenden Änderungen während des Geschäftsjahres werden Anpassungen vorgenommen.

c) Risikotragfähigkeit

Mindestens einmal im Jahr wird die Risikotragfähigkeit der Value Intelligence Advisors GmbH für das kommende Geschäftsjahr errechnet. Ziel hierbei ist die Sicherstellung des GuV- Mindestergebnisses (d.h. ein ausgeglichenes Ergebnis), die nachhaltige Sicherung der Arbeitsplätze, der Erhalt des bilanziellen Eigenkapitals - mindestens aber der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderung - und die dauerhafte Bedienung der Ansprüche der Eigenkapitalgeber. Auf der Kostenseite verfügt die Gesellschaft über erheblichen Handlungsspielraum da die Kosten skalierbar sind und jederzeit kurzfristig auf Ertragseinbrüche reagiert werden kann, z.B. durch Gehaltsverzicht, Einsparungen bei Datendiensten oder Reduzierung des Marketingbudgets. Potenzielle Risiken ergeben sich aus dem Verlust von Fondsinvestoren bzw. rückläufigen Aktiennotierungen, die zu einem niedrigeren Fondsvermögen und damit niedrigeren Provisionserträgen der Gesellschaft führen könnten.

Diese potenziellen Risiken für die Provisionserträge werden in Form von Stresstests abgebildet. In den Stresstests werden Worst-Case-Bruttoprovisionserträge den Gesamtkosten gegenübergestellt und Worst-Case-Verluste ermittelt. Anschließend wird die verfügbare Risikodeckungsmasse den unerwarteten und Worst-Case Verlusten gegenübergestellt. Die potenziellen Verluste finden bereits in der Planung Berücksichtigung. Insgesamt darf das Risikopotenzial die verfügbare Risikodeckungsmasse nie übersteigen.

d) Risikosteuerungs- und Controllingprozesse

Die Value Intelligence Advisors GmbH verfügt über angemessene Risikosteuerungs- und Controllingprozesse, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gemäß den Anforderungen der MaRisk gewährleisten. Diese Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise dargestellt werden. Weiterhin werden diese regelmäßig überprüft und zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst.

Nach der Geschäfts- und Risikostrategie der Value Intelligence Advisors GmbH betreffen Adressrisiken die Gefahr der Entstehung von Verlusten durch eine Bonitätsverschlechterung oder den Ausfall eines Geschäftspartners. Für die inländischen Banken, bei denen die Gesellschaft Einlagen unterhält, besteht ebenfalls ein Adressenausfallrisiko. Emittentenrisiken werden als Bonitätsrisiken des Emittenten von Wertpapieren definiert und mangels Wertpapierbeständen derzeit nicht weiter berücksichtigt.

Marktpreisrisiken stellen keine originären Risiken dar, da die Gesellschaft nicht für die Wertentwicklung des verwalteten Vermögens ihrer Kunden haftet. Ein Risiko resultiert hier jedoch aus den marktbewerteten Depots als Bemessungsgrundlage für die Beratungserlöse der Gesellschaft. Aus den Einlagen der liquiden Mittel bei inländischen Banken resultieren grundsätzlich keine nennenswerten Marktpreisrisiken, insbesondere kein Zinsänderungsrisiko.

Als Liquiditätsrisiken wird die Gefahr angesehen, fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht zu jedem Zeitpunkt und in erforderlicher Höhe nachkommen zu können. Die Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen erfolgt im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition der Berichtsgesellschaft. Der mittel- bis langfristige Liquiditätsüberschuss der Berichtsgesellschaft wird regelmäßig ermittelt, berichtet und dient zur Disposition der überschüssigen Liquidität sowie zum Treffen der entsprechenden Anlageentscheidung. Gemäß Risikoreport und Bilanz verfügt die Gesellschaft zum 31.12.2023 über einen Überschuss an freier Liquidität bei Drittinstituten im Vergleich zu den Zahlungsverpflichtungen. Gemäß der Liquiditätsanforderungen ist die Gesellschaft verpflichtet, Liquidität auf Bankkonten in Höhe von 1/12 der fixen Gemeinkosten kontinuierlich vorzuhalten. Dies wurde über das gesamte Geschäftsjahr 2023 eingehalten.

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken. Ausgenommen sind strategische und Reputationsrisiken. Das operationelle Risiko wird bei der Value Intelligence Advisors GmbH als wesentliches Risiko eingestuft. Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken wird anhand des vom Geschäftsführer durchgeführten Self Assessments vorgenommen.

6. Prognosebericht

Die Ertragsentwicklung der Value Intelligence Advisors GmbH wird wesentlich von der langfristigen Performance der Fonds, ihrem Risiko-Ertrags-Profil und dem Volumen des verwalteten Vermögens der beratenden Fondsmandate bestimmt. Performance und Risikoprofil des Value Intelligence Fonds AMI, des Value Intelligence ESG Fonds AMI sowie des Value Intelligence Gold Company Fonds AMI liegen seit Auflage der Fonds im Rahmen unserer Erwartungen. Insbesondere die sehr guten risikoadjustierten Ergebnisse der beiden vermögensverwaltenden Aktienfonds seit Auflage - sowohl des Value Intelligence Fonds AMI (Auflage 2010) und des Value Intelligence ESG Fonds AMI (Auflage 2017) - bilden eine geeignete Grundlage für zukünftiges Wachstum.

Die Gesellschaft erwartet nach einem für die globalen Aktienmärkte überraschend ertragreichen Jahr 2023 ein im Jahresverlauf zunehmend anspruchsvolles Marktumfeld für das Geschäftsjahr 2024. Wir gehen davon aus, dass das Zinsniveau trotz kurzfristig moderaterer Inflationsdaten entgegen den Erwartungen der meisten Marktteilnehmer ansteigen könnte. So sind insbesondere die USA gezwungen, das steigende Haushaltsdefizit durch die vermehrte Ausgabe von Staatsanleihen zu finanzieren. Da es für diese aufgrund einer fortschreitenden Deglobalisierung immer weniger Käufer gibt, sind steigende Zinsen das realistischere Szenario. Ohne die vom Markt antizipierten Zinssenkungen könnte es zu einer erneuten Korrektur in allen Assetklassen kommen, auch am Aktienmarkt. Besonders gefährdet sind für uns indexnahe Investment in beliebte und hochpreisige US-Technologiewerte, d.h. jene Segmente, die wir auf Grund der hohen Bewertungen und ihres glamourösen Images bereits seit 2021 gemieden haben. Stattdessen investieren wir verstärkt in Unternehmen in Länder wie Japan und Südkorea, deren wirtschaftliche Perspektiven auch deshalb deutlich positiver ausfallen, weil sie von der Nähe zur potenziell wachstumsstärksten Region der nächsten 10 Jahre - Südostasien - profitieren.

Es ist ein Kennzeichen unserer Anlagephilosophie in multiplen Szenarien zu denken. Neben einer stagflationären Entwicklung haben wir deshalb auch der Deflationsgefahr im Rahmen der Portfoliokonstruktion unserer Fonds Rechnung getragen. Die Duration unsere Anlagen auf der Aktien- und Anleiheseite ist sehr kurz, konjunktursensitive Unternehmen und Indexschwergewichte werden in der Regel gemieden und zu den bevorzugten Anlagen zählen regionale Dienstleister mit geringer Abhängigkeit von globaler Arbeitsteilung. Zudem achten wir mehr denn je darauf zwischen einem guten Unternehmen und einem guten Investment zu unterscheiden, nicht zu sehr an den Favoriten des letzten Jahrzehnts festzuhalten, sondern stattdessen abseits der großen Indizes nach unterbewerteten Qualitätsunternehmen zu suchen - ein Rezept, dass sich im stagflationären Umfeld der 70er Jahre sehr gut bewährt hat.

Eine Prognose bezüglich der weiteren Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft bleibt auch 2024 mit Unsicherheit behaftet. Das Geschäftsjahr 2022 hat gezeigt, dass die beiden Stärken der Gesellschaft, die aktive Aktienselektion und das Risikomanagement, in einem zunehmend anspruchsvolleren Umfeld an Attraktivität gewinnen und auch bei unvorteilhafter Marktentwicklung zu einem hohen Wachstum des beratenen Vermögens führen können. Angesichts der erneut sehr guten Performance unserer Fonds in den jüngsten Stressphasen des Marktes ist die Ausgangslage auch für das Geschäftsjahr 2024 somit grundsätzlich günstig.

Auch die langfristigen Perspektiven für aktienaffine, wertorientierte und nachhaltige Allwetter- Fonds und damit der Geschäftsentwicklung der Value Intelligence Advisors GmbH beurteilen wir unverändert positiv. Ausgewählte Aktien qualitativ hochwertiger Unternehmen sind für Anleger ein historisch sehr geeignetes Vehikel, den realen Wert ihres Vermögens zu erhalten. Sie passen in ein Anlageumfeld, bei dem vieles dafürspricht, dass erhöhte Inflation und hohe negative Realzinsen zu dauerhaften Wegbegleitern werden.

Unabhängig vom Anlageumfeld im Jahr 2024 halten wir daran fest, dass ein verantwortungsvoller, treuhänderischer Umgang mit dem uns anvertrauten Vermögen die beste Grundlage für ein langfristiges Wachstum der Gesellschaft darstellt.

 

München, 18. April 2024

gez. Stefan Rehder, Geschäftsführender Gesellschafter

JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

Stand 31.12.2022
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.175.877,20 996.500,57
b) andere Forderungen 500.000,00 1.675.877,20 0,00
2. Forderungen an Kunden 256.494,76 237.031,90
3. Sachanlagen 30.633,50 27.407,50
4. Sonstige Vermögensgegenstände 534.930,40 530.323,52
5. Rechnungsabgrenzungsposten 42.417,75 21.757,61
SUMME AKTIVA 2.540.353,61 1.813.021,10

PASSIVA

Stand 31.12.2022
Euro Euro Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten 33.195,57 144.940,94
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 381.238,21
b) andere Rückstellungen 560.592,00 90.930,75
941.830,21 341.904,00
432.834.75
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 85.000,00 85.000,00
c) Gewinnvortrag 520.245,41 627.127,82
d) Jahresüberschuss 910.082,42 473.117,59
1.565.327,83 1.235.245,41
SUMME PASSIVA 2.540.353,61 1.813.021,10

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2022
Euro Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.178,08 0,00
2. Zinsaufwendungen -202,00 2.976,08 0,00
3. Provisionserträge 2.920.838,29 2.077.605,23
4. Provisionsaufwendungen -172.969,38 2.747.868,91 -237.146,18
5. Sonstige betriebliche Erträge 783,25 14.296,49
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -1.075.798,53 -796.697,26
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung (- Altersversorgung Euro 0,00) -41.085,71 -1.116.884,24 -34.375,67
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -267.592,73 -1.384.476,97 -310.116,31
7. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -8.472,95 -6.152,48
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.358.678,32 707.413,82
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -448.595,90 -234.296,23
10. Jahresüberschuss 910.082,42 473.117,59

ANHANG zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Value Intelligence Advisors GmbH mit Sitz in München ist beim Handelsregister München unter B 184353 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Value Intelligence Advisors GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Zudem waren die ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute zu beachten.

Die Gesellschaft gilt gem. § 340 Abs. 4a i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB als große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Darstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) nach dem Formblatt 1 (Bilanz) bzw. nach dem Formblatt 3 (Gewinn- und Verlustrechnung in Kontoform).

B. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten stehen dem nicht entgegen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB wurden nicht gebildet.

Die Umrechnung von Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und Anhangangaben in fremder Währung am Abschlussstichtag erfolgte zum Devisenkassamittelkurs. Auf fremde Währung lautende Aufwendungen und Erträge wurden unterjährig zum jeweiligen Tageskurs bewertet.

C. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

1.) Forderungen

Der Ausweis der Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden erfolgt zum Nennwert. Aufgrund der Werthaltigkeit der Forderungen wurde keine Einzelwertberichtigung oder Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig in Höhe von € 1.175.877,20 (§ 8 Abs. 3 RechKredV) und andere Forderungen in Höhe von € 500.000,00 mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten (§ 8 Abs. 1 RechKredV), die Forderungen gegen über Kunden haben eine Restlaufzeit von unter drei Monaten (§ 9 RechKredV).

2.) Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige sowie gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über Euro 250,00 bis Euro 800,00 werden gem. § 8 KStG in Verbindung mit § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Einzelnen ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

BRUTTOANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2023

Gegenstand Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bestand 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Bestand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Sachanlagen
670 GWG 0,00 1.398,34 -1.398,34 0,00 0,00
690 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.312,25 10.300,61 0,00 0,00 77.612,86
67.312,25 11.698,95 -1.398.34 0,00 77.612,86
Gegenstand Kumulierte Abschreibungen
Bestand 01.01.2023 Abschreibung Zuschreibung
Euro Euro Euro
Sachanlagen
670 GWG 0,00 1.398,34 0,00
690 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.904,75 7.074,61 0,00
39.904,75 8.472,95 0,00
Gegenstand Kumulierte Abschreibungen
Umbuchung Abgang Bestand 31.12.2023
Euro Euro Euro
Sachanlagen
670 GWG 0,00 -1.398,34 0,00
690 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 46.979,36
0,00 -1.398,34 46.979,36
Gegenstand Buchwerte
Bestand 01.01.2023 Bestand 31.12.2022
Euro Euro
Sachanlagen
670 GWG 0,00 0,00
690 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.633,50 27.407,50
30.633,50 27.407,50

3.) Sonstige Vermögensgegenstände

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zum Nennwert ausgewiesen. Die sich im Bestand befindlichen Goldmünzen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten lag, erfolgte eine Abschreibung. Im Falle einer Wertsteigerung erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zu den Anschaffungskosten.

4.) Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, abgegrenzt. Der Ansatz erfolgt mit dem zeitanteiligen Ausgabebetrag.

5.) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und sind spätestens innerhalb eines Jahres ab Bilanzstichtag zur Zahlung fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Euro Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.812,04 71.552,03
Verbindlichkeiten Geschäftsführer 68,18 17.339,68
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 16.152,92 14.566,70
Verbindlichkeiten Sozialversicherung 823,52 1.164,44
Verbindlichkeiten aus Steuern 2.256,97 30.561,78
Verbindlichkeiten Arbeitnehmer 247,74 6.756,12
Sonstiges 834,20 3.000,19
33.195,57 144.940,94

6.) Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden restlaufzeitkongruent auf Basis der durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssätze diskontiert.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EUR EUR
Tantiemen und Boni 532.892,00 315.804,00
Prüfung Jahresabschluss 11.900,00 11.900,00
Offenlegung Jahresabschlüsse 1.400,00 1.400,00
Erstellung Jahresabschluss 10.000,00 8.000,00
Aufbewahrung 4.400,00 4.400,00
Beitrag Berufsgenossenschaft 0,00 400,00
560.592.00 341.904,00

7.) Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 50.000,00 und ist in voller Höhe einbezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert EUR 85.000,00

8.) Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren aus der Anlageberatung und entfallen alle auf das Inland.

9.) Provisionsaufwendungen

Die Summe der Provisionsaufwendungen ergibt sich aus Aufwendungen für Subadvisory mit EUR 158.899,48 und den sonstigen Fremdarbeiten von EUR 14.069,90.

9.) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die Erträge aus der Zuschreibung im Umlaufvermögen, der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Währungsdifferenzen und aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten.

10.) Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt brutto EUR 5.950,00. Weitere Honorare an den Abschlussprüfer fielen nicht an.

12.) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht getätigt.

D Sonstige Angaben

1.) Geschäftsführer

Herr Dipl.-Kfm. Stefan Rehder, Geschäftsführer

Auf die Angabe des Gehalts wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen am Bilanzstichtag bestehen in Höhe von EUR 24.860,00 für den jährlichen Mietzins und gegenüber Börsendiensten in Höhe von ca. EUR 29.000,00.

3.) Beschäftigte

Neben dem Geschäftsführer wurden zwei Mitarbeiter beschäftigt.

4.) Nachtragsbericht/ Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge mit Auswirkungen auf den Jahresabschluss sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Seit dem 24. Februar 2022 wird ein russisch-ukrainischer Konflikt militärisch ausgetragen. Als Reaktion darauf erfolgten seitens der USA und Europäischen Union Sanktionen gegen Russland. Welche nachhaltigen Auswirkungen sich hieraus auf die globalen Aktienmärkte ergeben, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Im Übrigen verweise ich auf die Anmerkungen im Lagebericht.

5.) Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer der Gesellschaft schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 910.082,42 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 20.03.2024

Dipl.-Kfm. Stefan Rehder, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Value Intelligence Advisors GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Value Intelligence Advisors GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Value Intelligence Advisors GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 31. Mai 2024

Rupp & Epple GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rupp-Helferich, Wirtschaftsprüfer

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