SERVICE 1 MBG Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Müller seit 3.8.2023 | Geschäftsführer |
Dieter Robrecht seit 12.1.2017 | Prokura |
Norbert Armbruster seit 14.9.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank | 88.89% |
| 11.11% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SERVICE 1 GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Unternehmen 1. Geschäftsmodell und Leistungsportfolio Die SERVICE 1 GmbH (im folgenden "SERVICE 1") (www.service1.com) entwickelt und vertreibt seit über 30 Jahren - als einer der führenden Spezialisten für Field Service Lösungen Standardsoftware sowie Beratungs- und Supportleistungen für alle Aufgaben- und Einsatzbereiche im Field Service Management (FSM) für den technischen Kundendienst. Das Produktportfolio umfasst (on-/offlinefähige) Applikationen für Mobile Service, high-performance real-time Termin-, Einsatz- und Tourenoptimierung, Service Management, selbstlernende Wissensdatenbanken sowie Portallösungen für Service Partner und Customer Self Service. Unter der Produktbezeichnung SERVICE 1 werden die Lösungen als "cloud naitive" Managed Service mit Schwerpunkt in der DACH-Region vertrieben und von einigen der international bekanntesten Unternehmen in über 70 Ländern weltweit eingesetzt. Der Zielmarkt bezieht sich auf alle Unternehmen mit Serviceorganisationen, deren Schwerpunkt der Field Service für technische Produkte bildet (Appointment- / Equipment Centric). Die Entwicklung und der Vertrieb konzentrieren sich bei branchenübergreifender Einsatzmöglichkeit auf Serviceorganisationen aus den Bereichen: Home Appliances & Electronics / Life Sciences & MedTech / Heizungs-, Klima- und Kältetechnik (HVAC) / Automaten , Manufacturing / Renewable energy & Environmental Services / Telko, Infrastructure & IT Services / Logistics & Industry Services / Agriculture Services. Die SERVICE 1 entwickelt und implementiert Field Service Management Lösungen für den gehobenen Mittelstand und international agierende Großunternehmen. Sie bietet alle erforderlichen Dienste rund um die Konzeption, Einführung und den Betrieb der Lösungen und betreut die Kunden über den gesamten Lifecycle der Anwendung. Die SERVICE 1 ist ein zu 100 % der GMS Holding GmbH, Paderborn, gehörendes Tochterunternehmen. Über die GMS MBG (MitarbeiterBeteiligungsGesellschaft) sind Mitarbeiter der GMS Development beteiligt. Seit dem 9. Juli 2024 firmiert die ehemalige GMS Development GmbH als SERVICE 1 GmbH. Produkte und Dienstleistungen SERVICE 1 ist eine umfassende, cloudbasierte Lösung für das Field Service Management. Als cloudagnostischer Managed Service nutzt SERVICE 1 skalierbare Standardtechnologie und erfüllt modernste Sicherheitsrichtlinien. Die Plattform ermöglicht es, Anwendungen weltweit effizient zu implementieren und an länderspezifische Anforderungen wie Prozesse, Regularien, Sprachen und Support anzupassen. Dank ihrer Standardisierung bietet die Lösung hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit, selbst bei großen Benutzerzahlen. SERVICE 1 ist modular aufgebaut und fügt sich nahtlos in die IT-Architektur und -Strategie eines Unternehmens ein. Kunden können die Plattform als Komplettlösung nutzen, um den gesamten Serviceprozess autark abzubilden (Best of Breed), oder einzelne Module in bestehende ERP- und CRM-Systeme, wie SAP oder Microsoft Dynamics, integrieren. Mit intelligenten, KI-gestützten Funktionen wie Chatbots und individuell anpassbaren Benutzeroberflächen optimiert SERVICE 1 die Bearbeitungszeit von Anfragen und verbessert die Kundenerfahrung. Ein intuitives Kundenportal ermöglicht es Nutzern, selbstständig Informationen abzurufen, Service-Tickets zu erstellen und Termine zu vereinbaren. Automatisierte Updates und Erinnerungen entlasten das Backoffice und steigern die Kundenzufriedenheit. Das Vertragsmanagement deckt alle relevanten Bereiche ab, von Service- und Partnerverträgen bis hin zu Versicherungen und Mandantenvereinbarungen. Flexible Konditionen erlauben eine präzise Planung von Wartungen und Prüfungen. Die Echtzeit-Scheduling-Engine berechnet optimale Routen und Zeitpläne, reduziert manuelle Eingriffe und steigert die Produktivität der Techniker. Die SERVICE 1 App unterstützt diese vor Ort durch automatisierte Auftragsbearbeitung und integriertes Wissensmanagement. Sie ist geräteunabhängig und ermöglicht den Zugriff auf Echtzeitdaten, wodurch Produktivität und Servicequalität erheblich verbessert werden. Mitarbeiter profitieren zudem von schnellen Zugängen zu aktuellen Servicedokumenten sowie KI-gestützter Unterstützung bei komplexen Fragen. Durch den Einsatz von Technologien wie Trusted GenAI und Llamma steigert SERVICE 1 die betriebliche Effizienz und erleichtert das Auffinden relevanter Informationen. SERVICE 1 Analytics liefert datenbasierte Entscheidungsgrundlagen mit umfassenden Dashboards, Reporting- und Datenservices. Für die Integration in zentrale ERP- und CRM-Lösungen stehen standardisierte Integrationsservices zur Verfügung. Mit diesen umfassenden Funktionalitäten ermöglicht SERVICE 1 eine erfolgreiche Implementierung im Enterprise-Umfeld und bietet eine zukunftssichere Lösung für modernes Field Service Management. Professional Services Das Professional Services Team setzt sich aus erfahrenen Projektmanagern und Implementierungs-Consultants zusammen, die über langjährige Expertise in der Durchführung von Kundenprojekten verfügen. Die angebotenen Professional Services umfassen sämtliche Schritte von der Analyse und Konzeption über die Planung bis hin zur Implementierung der GMS-Lösungen. Das Expertenteam greift dabei auf spezialisierte Tools, erprobte Methoden und umfangreiche Praxiserfahrung (Best Practices) zurück, um Projekte erfolgreich umzusetzen. Lösungsarchitekten arbeiten eng mit den Stakeholdern auf Kundenseite zusammen, um basierend auf einem tiefen Verständnis der Geschäftsprozesse und Anforderungen maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Dabei unterstützen wir unterschiedliche Projektansätze, von klassischen Wasserfallmodellen über Agile und Scrum bis hin zu hybriden Vorgehensweisen. Das Project Life-Cycle Modell der SERVICE 1 deckt die gesamte Nutzungsdauer der implementierten Lösungen ab. Es stellt sicher, dass Kunden dauerhaft auf ein Expertenteam zugreifen können, das sowohl die spezifischen Anforderungen ihrer Serviceorganisation als auch die unterstützenden IT-Lösungen umfassend kennt. Um eine kontinuierliche Betreuung sicherzustellen, bietet SERVICE 1 zudem projektspezifischen Premium Support an. Solution Support Der Solution Support bietet ein umfassendes Leistungsspektrum, das in den Varianten Basic und Premium Support verfügbar ist. Diese Optionen sind individuell auf die Anforderungen der jeweiligen Serviceorganisation abgestimmt, insbesondere in Bezug auf Verfügbarkeit und Unterstützungsbedarf. Da viele Systeme weltweit und oft über mehrere Zeitzonen hinweg genutzt werden, kann jeder Ausfall erhebliche Kosten verursachen. Der direkte Zugang zu qualifizierten Support-Mitarbeitern ist daher von entscheidender Bedeutung. Mit dem Premium Support von SERVICE 1 erhalten Kunden eine kompetente und langfristige Projektbetreuung. Dedizierte Ansprechpartner, die bereits während der Projektphase umfassend mit den spezifischen Anforderungen der Serviceorganisation vertraut gemacht werden, sorgen für eine kontinuierliche Betreuung. Im Rahmen des Premium Supports werden zudem Monitoring und proaktive Supportleistungen angeboten, die eine kontinuierliche Überwachung der Systemleistung und -verfügbarkeit sicherstellen. In Zusammenarbeit mit unseren Experten in Asien bieten wir einen 24/7-Support, um maximale Verfügbarkeit zu gewährleisten. 2. Forschung und Entwicklung Die Weiterentwicklung der Produkte und Funktionen von SERVICE 1 erfolgt in enger Abstimmung mit der SERVICE 1 Roadmap und strategischen Kunden. Hierbei werden neue Anforderungen priorisiert und umgesetzt. Bisher wurden jährlich zwei Releases (Sommer und Winter) veröffentlicht und über regelmäßige Release-Ankündigungen kommuniziert. Im zweiten Halbjahr 2023 wurde der Entwicklungsbereich restrukturiert, wobei verschiedene Projekte zusammengelegt, neu priorisiert oder eingestellt wurden. Der Fokus lag dabei auf der Weiterentwicklung der Mobile App, des Contract Managements sowie der Integration Services. Im Rahmen strategischer Projekte wurde der Managed Service der Advanced Scheduling Engine weiterentwickelt. Um schneller auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse reagieren zu können, wurden die Release-Zyklen auf monatliche Veröffentlichungen umgestellt. Ein neuer Head of Development, der im November 2023 eingestellt wurde, setzt die begonnenen organisatorischen und prozessualen Veränderungen kontinuierlich fort. Im Bereich Mobile Service (SERVICE 1 Mobile) lag 2023 ein besonderer Fokus auf der Erweiterung der Konfigurierbarkeit, um den individuellen Serviceprozessen der Kunden besser gerecht zu werden. Die Server-Komponente zur synchronisierten Kommunikation mit Backoffice- und Vorsystemen (wie ERP und CRM) wurde komplett überarbeitet, und kundenindividuelle Anforderungen wurden in den Standard überführt. Auch die Layout- und Designmöglichkeiten wurden erheblich erweitert, um eine flexible Anpassung an kundenspezifische Bedürfnisse zu ermöglichen. Die Usability wurde für verschiedene Endgeräte optimiert, und der Umbau zu einer standardisierten Softwarelösung wurde bis Ende 2023 abgeschlossen. Das Entwicklungsteam wurde neu aufgestellt, um die kontinuierliche Weiterentwicklung sicherzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Fertigstellung von SERVICE 1 Contract, einem eigenständigen Modul für Vertragsmanagement und -ausführung. Dieses Modul deckt alle relevanten Vertragsarten im Serviceumfeld ab, einschließlich Serviceverträge, Partner- und Mandantenverträge sowie Versicherungen. Es ermöglicht die Verwendung von im ERP gepflegten Verträgen oder die eigenständige Verwaltung, wenn beim Kunden kein Vertragsmanagement vorhanden ist. Die Konfigurierbarkeit der Verträge ermöglicht eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse von Kunden und Partnern, wodurch eine optimale Marktausrichtung in diesem Bereich erreicht wird. Die Version 1 von SERVICE 1 Contract wurde Ende 2023 abgeschlossen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Mit der steigenden Nachfrage nach systemübergreifenden Serviceprozessen hat SERVICE 1 2023 seine Strategie für Integrationen angepasst. Alle bestehenden Schnittstellen wurden überarbeitet und in die SERVICE 1 Integration Services überführt, um eine standardisierte und effiziente Integration in Vorsysteme, einschließlich SAP S/4, zu gewährleisten. Die Weiterentwicklung der Advanced Scheduling Engine Next Generation (ASE NG) wurde 2022 stark vorangetrieben, mit einem Fokus auf Branchen, die mehrtägige Einsätze und große Installationen erfordern. Die Echtzeit-Routing-Engine (RRE) wurde erweitert, um große Netzwerke wie die USA zu unterstützen, was eine verbesserte Performance bei tagesübergreifenden Optimierungen, Simulationen und Massendispositionen ermöglicht. Dadurch entstehen neue Marktchancen für GMS mit der composable SERVICE 1 Scheduling Engine. Darüber hinaus wurde das Wissensmanagement mit SERVICE 1 Knowledge weiter integriert. Die Nutzung von Partnerlösungen und Large Language Models (LLM) sowie Chatbots wurde sowohl im Backoffice als auch in der Mobile App implementiert. GenAI-Integrationen ermöglichen schnellen Zugriff auf relevantes Wissen. Im Jahr 2023 wurden rund 28 % des Umsatzes für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten investiert, sowohl in die Produktentwicklung als auch in kundenspezifische Projekte. Durch die Umstrukturierung des Entwicklungsbereichs werden die Aufwendungen für externe F&E-Leistungen im kommenden Jahr signifikant reduziert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2023 war durch eine Reihe von Herausforderungen geprägt, darunter die anhaltenden Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die Energiekrise und die hohe Inflation. Trotz dieser widrigen Umstände zeigte die deutsche Wirtschaft eine gewisse Resilienz. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam in einem weiterhin krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise entlang der gesamten Wirtschaftskette dämpften die Konjunktur, während ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine rückläufige Nachfrage aus dem In- und Ausland die Erholung der deutschen Wirtschaft weiter erschwerten. Damit konnte sich die Wirtschaft nicht von dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Die hohen Energiepreise und die Inflation wirkten sich erheblich auf die Kaufkraft der privaten Haushalte aus und zwangen die Europäische Zentralbank zu deutlichen Zinserhöhungen (Bundesministerium der Finanzen). Dies führte zu einem Rückgang des privaten Konsums und einer Schwächung der Bauwirtschaft. Auch die industrielle Produktion blieb hinter den Erwartungen zurück. Trotz temporär (regional) reduzierter Investitionstätigkeit verzeichnet der globale Markt für Field Service Management (FSM) ein starkes Wachstum, angetrieben durch technologische Fortschritte wie Software-as-a-Service (SaaS), mobile Technologien und maschinelles Lernen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) tragen maßgeblich zum Marktwachstum bei, indem sie zunehmend FSM-Lösungen implementieren, um ihre Geschäftsabläufe zu optimieren. Große Unternehmen dominieren jedoch weiterhin den Markt aufgrund ihrer komplexen Anforderungen an Service-Management-Lösungen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in Deutschland zeigt der globale FSM-Markt eine anhaltende Wachstumsdynamik, getrieben von technologischen Innovationen und einer steigenden Akzeptanz in verschiedenen Industriezweigen und Regionen (Grand View Research, Future Market Insights, Markets and Markets, IMARC, Reports and Data). Geschäftsverlauf Um das Unternehmen auf den nächsten Wachstumsschritt vorzubereiten, lag Im Geschäftsjahr 2023 der Fokus zunehmend auf der Umstrukturierung und Neupositionierung des Gesamt-Unternehmens. Sowohl die Produktentwicklung als auch alle weiteren Bereiche des Unternehmens werden neu aufgestellt. Dieser Prozess wird in 2024 fortgeführt und abgeschlossen. 1. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Ertragslage
In der Gesamtleistung [=Umsatzerlöse + Erhöhung des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge + andere aktivierte Eigenleistungen] sind 116 T€ aktivierte Eigenleistungen für selbsterstellte Software enthalten. Der Rückgang der Umsätze bei einem Großkunden aufgrund interner Restrukturierung und Auslagerungen konnte durch gesteigerte Umsätze im Bereich des Supports und der Professional Services nahezu aufgefangen werden. Insgesamt reduziert sich der Umsatz leicht auf 10.304T€ (VJ 10.597T€). Der durchschnittliche Personalbestand zum Vorjahr ist mit durchschnittlich 74 Mitarbeitern um 4,2% angestiegen. Investitionen in selbsterstellte Software haben zu einem Anstieg der Abschreibung für immaterielle Vermögensgüter auf 971T€ (VJ 413T€) geführt, wovon 217T€ aufgrund von Umstrukturierungen in der Produktentwicklung außerplanmäßige Abschreibungen sind. Die sonstigen Abschreibungen (Sachanlagen, Kfz, GWG) sind auf 56T€ gesunken (VJ 89T€). Die Aufwendungen für bezogene Lizenzen und Dienstleistungen (Materialaufwand) sind aufgrund von erweiterten Lizenzaufwendungen für Leistungen von Software-Plattform Anbieter als auch zusätzliche eingekaufte und weiterberechnete Fremdleistungen um 272T€ auf 1.218T€ gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 825T€ auf 1.963T€ durch höhere Beratungskosten und eine deutliche Reduktion aktivierter Fremdleistungen. Der EBITDA [=Ergebnis nach Steuern + Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsen und ähnliche Aufwendungen - sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + Abschreibungen] sinkt um 2.787T€ auf 1.354T€ und damit die EBITDA-Marge [=EBITDA / Gesamtleistung] auf 13,0% (VJ 36,1%). Der Gewinn wird, unter Berücksichtigung der Auflösung von anderen Gewinnrücklagen i.H.v. 219T€ aufgrund der Verringerung des Buchwerts von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen an die Muttergesellschaft GMS Holding GmbH abgeführt. Zwischen den beiden Gesellschaften besteht eine ertragsteuerliche Organschaft, so dass die Gesellschaft keine Körperschaft- und Gewerbesteuer und auch keine latenten Steuern ausweist. b) Finanzlage Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets durch schnelle Zahlung erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 1.822T€ (VJ 3.848T€). Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf 805T€ (VJ 1.943T€) und resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von selbst erstellter Software. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf 2.147T€ (VJ 1.690T€) aus Zahlungen an die Gesellschafterin im Zusammenhang mit Gewinnabführungen. Die kurzfristigen Finanzmittel sind insgesamt um 1.130T€ auf 3.876T€ gesunken. Im Finanzmittelfonds ist eine Festgeldanlage in Höhe von 1.304T€ (VJ 751T€) enthalten, die in den liquiden Mitteln ausgewiesen wird. Im Vorjahr wurde eine entsprechende Festgeldanlage bei einer Versicherung innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen. Die für das nächste Geschäftsjahr geplanten Investitionen können aus dem laufenden Cashflow finanziert werden und es besteht kein Fremdfinanzierungsbedarf. Insgesamt wird die Finanzlage weiterhin als sehr gut eingeschätzt. c) Vermögenslage
Die reduzierte Aktivierungshöhe der selbsterstellten Software sowie die deutlich zugenommene Abschreibungsrate für immaterielles Vermögen führen zu einer leichten Reduktion der immateriellen Vermögensgegenstände um 219T€. Gleichzeitig hat sich die Anlagenintensität [=Summe Anlagevermögen / Bilanzsumme * 100] aufgrund des vergleichsweise deutlicher gesunkenen Umlaufvermögens auf 37,9% (VJ 34,0%) erhöht.
Das Eigenkapital reduziert sich entsprechend der Auflösung der anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 219T€. Die Eigenkapitalquote hat sich um 10,7%-Punkte auf 79,1% (Vorjahr: 68,4%) erhöht. Die Verbindlichkeiten haben sich um 1,7M€ auf 1,0M€ reduziert, was maßgeblich an der reduzierten Gewinnausschüttungshöhe an die Muttergesellschaft liegt. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt auf Basis regelmäßig wöchentlich aktualisierter Liquiditätspläne, monatlicher Umsatz-, Kosten- und Ergebnisrechnungen mit Soll-Ist-Vergleichen. Das periodengerechte, automatisierte und zeitnahe Finanzcontrolling wurde weiter verfeinert und um eine Business-Controlling-Komponente erweitert. Relevante finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere die Gesamtleistung und das EBITDA. 1. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als gut bewertet. Die Umsatzentwicklung stagniert jedoch derzeit noch oder ist leicht rückläufig, was auf den laufenden Transformationsprozess von einem On-Premise-Modell (Einmallizenz) hin zu einem On-Demand-Vergütungsmodell (Subscription) zurückzuführen ist. Aufgrund deutlich gesunkener aktivierter selbsterstellter Software, wurde das Ertragsziel des Berichtsjahres nicht erreicht. Das Unternehmensergebnis insgesamt bleibt zufriedenstellend. Der Übergang zu einem auf Subscription basierenden SaaS-Modell konnte, wie im Vorjahr, erfolgreich vorangetrieben werden. Insbesondere der Umsatz mit Neukunden in diesem Segment konnte gesteigert werden. Kurz- bis mittelfristig wird es entscheidend sein, den erwarteten Umsatzrückgang bei bedeutenden Bestandskunden zu kompensieren. Die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des SaaS-Geschäfts sind durch fortlaufende Investitionen in modulare, skalierbare Lösungen sowie in eine plattformübergreifend einsetzbare mobile Technologie gegeben. Diese Investitionen in zukunftsorientierte Technologien bilden die Grundlage für weiteres Wachstum und eine erfolgreiche Transformation. III. Prognosebericht Der Markt für Field Service Management (FSM) bleibt stark fragmentiert, geprägt von einer Zunahme an Fusionen, Partnerschaften und Kooperationen zwischen Marktteilnehmern. Obwohl es zahlreiche Anbieter von FSM-Softwarelösungen gibt, dominiert bislang kein einzelner Anbieter den globalen oder regionalen Markt. Allerdings gewinnen Plattformanbieter durch Übernahmen zunehmend Marktmacht, insbesondere bei globalen und großen internationalen Unternehmen. Gleichzeitig treten spezialisierte Nischenanbieter entlang der Wertschöpfungskette in den Markt ein. Mittelfristig ist mit einer steigenden Nachfrage und Investitionsbereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen zu rechnen, die ihre Serviceprozesse digitalisieren wollen. Zum aktuellen Zeitpunkt deuten die neu angebahnten Geschäfte auf einen positiven Geschäftsverlauf in den kommenden Jahren hin. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten, insbesondere bei großen Kunden, die mit den aktuellen Konjunktur-Herausforderungen als auch der eigenen Transformation ihres Geschäftes zu kämpfen haben. Wir rechnen für das kommende Jahresergebnis mit einem vorübergehenden, deutlichen Rückgang von Umsatz und Ergebnis. Dies ist einerseits auf die aktuelle Konjunktur-Unsicherheit im Markt und Kundenumfeld, notwendige Restrukturierungsmaßnahmen als auch auf Anlaufkosten bei neuen Kundenprojekten zurückzuführen. Andererseits wird der Ersatz von Lizenzerlösen aus auslaufenden Projekten (SaaS) durch neue Projekte eine Übergangsphase erfordern. Für 2024 zeichnet sich eine konjunkturell bedingte Investitionsstagnation bei unseren Kunden ab. Diese Entwicklung wird hauptsächlich durch die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten in Europa, insbesondere durch die Energiekrise, beeinflusst. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat keine nennenswerten direkten Auswirkungen auf unsere bestehenden Geschäftsbeziehungen. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels, der gestiegenen Energiekosten und des Fortschreitens der digitalen Transformation erwarten wir, dass Serviceorganisationen in den kommenden Jahren vermehrt in Kosten- und Prozesseffizienz und Einsatz- und Tourenoptimierung für ihre mobilen Techniker investieren werden und trotz der aktuellen Marktherausforderungen der Technologieeinsatz mit zunehmender Geschwindigkeit ansteigt. IV. Chancen- und Risikobericht Risiken aus operativer Tätigkeit Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken hinzuweisen, die die künftige Entwicklung des Unternehmens gefährden oder erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten. Zur Identifikation und Bewertung solcher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem in unsere Unternehmensplanung integriert, das kontinuierlich an neue Erkenntnisse angepasst wird. Im Rahmen der ISO-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 und ISO 27001 führen wir regelmäßige Managementbewertungen durch, um Chancen und Risiken zu überwachen. Diese umfassen unter anderem jährliche externe Audits zur Überprüfung der Prozess- und Produktqualität, der DSGVO-Konformität, der Kundenzufriedenheit, der Innovationskraft sowie der Notfallpläne. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die IT-Sicherheitsmaßnahmen durch Schulungen und interne sowie externe (Penetrations-)Tests weiter intensiviert. Um den wachsenden Anforderungen im Bereich der IT-Sicherheit gerecht zu werden, wird die SERVICE 1 weiterhin in Sicherheitssysteme und Schulungen investieren. Ein wesentliches Ertragsrisiko besteht in der Dynamik eines sich konsolidierenden Marktes sowie in der Preispolitik der Konkurrenz, insbesondere von Plattform- und ERP-Anbietern. Dadurch könnten sich negative Auswirkungen auf unsere operative Ergebnissituation, insbesondere bei Großkunden, ergeben. Die Kundenbasis der SERVICE 1 besteht überwiegend aus Branchenführern mit hoher Bonität. Um das Abwanderungsrisiko zu minimieren und die Kundenbindung zu stärken, wurde der Bereich Customer Success Management etabliert. Hier werden die Aktivitäten des Customer Advisory Boards, der dedizierte Premium Support und die individuelle Kundenbetreuung zusammengeführt. Wie in vielen Unternehmen bestehen auch bei uns marktübliche Risiken in den Bereichen Personal, Kunden, Technologie, Wettbewerb und Marktveränderungen. Die enge Kundenbindung birgt sowohl Risiken, wie den Verlust großer Kunden, als auch Chancen zur Erschließung zusätzlicher Potenziale. Durch Investitionen in die verstärkte Modularisierung unserer Lösung mittels Microservices möchten wir die Abhängigkeit von Großkunden verringern und gleichzeitig die Möglichkeiten zur Erweiterung der Kundenbeziehungen nutzen. Ein weiteres Risiko stellt der Verlust von hochqualifiziertem Schlüsselpersonal dar. Im Berichtsjahr haben wir Maßnahmen des neuen Bereichs Personal Development & Learning umgesetzt, die verstärkte Weiterbildung, Kompetenz-Sharing, gezielte individuelle Personalentwicklung sowie flexible Arbeitszeiten und -orte umfassen. Zudem fördern wir den regelmäßigen Informationsaustausch, um die Work-Life-Balance unserer Mitarbeiter zu stärken. Weitere Maßnahmen zur Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter, insbesondere durch Hochschulmarketing und digitale Recruiting-Plattformen, sind in Arbeit, ebenso wie die Stärkung unserer Arbeitgebermarke. Alle uns bekannten Risiken sind nach aktuellem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Eine präzise Quantifizierung der Auswirkungen dieser Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage ist jedoch derzeit nicht möglich. Bestandsgefährdende Risiken liegen nach unseren aktuellen Erkenntnissen nicht vor. Rechtliche Risiken Mögliche erkennbare (vertragliche oder sonstigen rechtliche) Risiken werden laufend von internen und externen Experten überprüft. Die Geschäftsführung schätzt potentielle rechtliche Risiken als insgesamt überschau- und gut beherrschbar ein. Etwaige Risiken aus anhängigen und/oder zu erwartenden Rechtsstreitigkeiten bestehen nicht bzw. sind nicht erkennbar. Chancen Das umfassende, technologisch modular aufgebaute Produktportfolio ermöglicht es, kundenspezifische FSM-Lösungen effizient und in kurzer Zeit zu implementieren. Dabei spielt das Know-how und die Projekterfahrung unserer Experten eine entscheidende Rolle bei der Auswahl von FSM-Lösungen, insbesondere in komplexen Umgebungen. Als naitive "managed cloud service" bietet unser Leistungsangebot erhebliche Wettbewerbsvorteile, die den gestiegenen Erwartungen der Kunden gerecht werden. Angesichts der zunehmenden Internationalisierung und Digitalisierung vieler Unternehmen sowie des steigenden Bedarfs an flexiblen und skalierbaren FSM-Lösungen (SaaS) wird weiterhin ein überdurchschnittliches Marktwachstum erwartet. Für SERVICE 1 ergeben sich Chancen durch die Alleinstellungsmerkmale unserer Produktweiterentwicklung, die auf unserer fundierten Prozessexpertise basieren. Die modulare und plattformunabhängige Architektur, die nahtlose Integrierbarkeit in unterschiedlichste ERP und CRM Systeme als auch die Betriebssystem unabhängige Einbindung jeglicher mobiler Geräte, bietet das Potenzial, den adressierbaren Markt erheblich zu erweitern. Durch Standardisierung und Modularisierung können wir Unternehmen mit neuester Technologie ansprechen. Gerade die Nähe zu marktbestimmenden Systemen, wie SAP, Salesforce oder Microsoft eröffnen zukünftige Potentiale. Künstliche Intelligenz und verwandte Technologien bleiben zentrale Treiber für zukünftige Innovationen. Diese Chancen werden wir durch gezielte Weiterentwicklungen unserer mobilen Applikationen, optimierte Algorithmen und die Erweiterung unserer Microservice-Module in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern nutzen. Einschätzung Für das kommende Jahr erwartet die Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund der aktuellen Marktsituation, Veränderungen in Kundenstruktur als auch durch Umstrukturierungskosten wird mit einem vorübergehenden, deutlichen Rückgang der Gesamtleistung und des EBITDA gerechnet. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Unternehmen kann ohne Inanspruchnahme von Krediten jederzeit seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen. Forderungen gegenüber Kunden wurden und werden stets beglichen. Neben vorsorglich eingeplanten Wertberichtigungen bestehen keine weiteren erkennbaren Risiken. Die Liquiditäts- und Finanzplanung erfüllt die derzeit erforderliche Planungs-, Steuerungs- und Kontrollfunktion.
Paderborn, den 17. Oktober 2024 Für die Geschäftsführung gez. Carsten Müller, CEO gez. Norbert Armbruster, CTO BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter der Nummer HRB 1422 als SERVICE 1 GmbH registriert. Sie hat ihren Sitz in Paderborn. Der Jahresabschluss der SERVICE 1 GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt. Gegenüber den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB enthält der vorliegende Jahresabschluss geschäftszweigtypische Ergänzungen. Die Ergänzungen sind erforderlich, um einen besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erhalten. Dies betrifft beim Ausweis des Anlagevermögens die Position "in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte". Gegenüber dem Vorjahr wird ab dem Geschäftsjahr 2023 von dem Wahlrecht der Aktivierung neu selbst geschaffener Software kein Gebrauch gemacht. Bei selbstgeschaffener Software, die bereits in Vorjahren unter Anwendung des Wahlrechts aktiviert wurde und zum letzten Abschlussstichtag unter den in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurde, wurden die bis zur Fertigstellung angefallenen Herstellungskosten aktiviert. Die Abweichung von der im Vorjahr angewendeten Ansatzmethode führt nach Einschätzung der neuen Geschäftsführung zu einer besseren Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens- und Ertragslage. Im Geschäftsjahr erfüllte keine von der Gesellschaft erstmalig entwickelte Software die Ansatzvoraussetzungen für einen immateriellen Vermögensgegenstand. Daher hat die Methodenänderung im Geschäftsjahr keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - mit Ausnahme der oben dargestellten Änderungen - wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Angaben zur Bilanz und GuV Die Reihenfolge der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze folgt dem gesetzlichen Gliederungsschema. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Die im Geschäftsjahr noch fertiggestellten selbst geschaffenen immaterielle Vermögensgegenstände werden über die Zeiterfassung mit den Mitarbeiterstundensätzen auf der Basis von Fertigungseinzel- und -gemeinkosten aktiviert und nach Fertigstellung planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig linear, im Jahr des Zugangs pro rata temporis, vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert bis zu 800,00 Euro wurden voll abgeschrieben. Die sonstigen Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Unfertige Leistungen wurden mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Kosten verlustfrei bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt weniger als ein Jahr. Die Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die flüssigen Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden zeitanteilig zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bilanziert. Die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen beläuft sich auf 211.467,10 Euro (Vorjahr: 465.227,62 Euro) und resultiert aus den Anteilen, die die Gesellschaft an der GMS Mitarbeiter Beteiligungsgesellschaft UG & Co. KG, Paderborn, hält, die wiederum Anteile an der GMS Holding GmbH, Paderborn, hält. Der im Bilanzgewinn enthaltene Gewinnvortrag beläuft sich auf 3.086.102,48 Euro (Vorjahr: 3.086.102,48 Euro). Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Bonusrückstellungen (250 TEuro), Tantiemerückstellungen (89 TEuro), nicht genommenen Urlaub von Mitarbeitern (131 TEuro), pauschal ermittelte Gewährleistungen (51 TEuro), Beratungs- u. Prüfungskosten (30 TEuro) sowie noch zu erbringende Leistungen (87 TEuro). Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr beträgt 1.021.127,65 Euro (Vorjahr 2.755.918,13 Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen 602.694,06 Euro (Vorjahr 2.147.153,79 Euro). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen 12.596,27 Euro (Vorjahr 12.844,25 Euro). Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen 157.482,07 Euro (Vorjahr 193.771,78 Euro). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr ist eine außerplanmäßige Abschreibung auf einen Teil der in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt. Aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen wurde die Weiterentwicklung dieser Projekte eingestellt. Sonstige Angaben § 285 Nr. 3 - sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von 29 TEuro. § 285 Nr. 7 - Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 74 Mitarbeiter. Bei allen Mitarbeitern handelt es sich um Angestellte. § 285 Nr. 9 - Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angabe der Vergütung der Geschäftsführung von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. § 285 Nr. 10 - Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren: Herr Jens Härtel, Stadtsteinach (bis 08.09.2023) Herr Dipl.-Ing. Norbert Armbruster, Paderborn Herr Carsten Müller, Hamburg (ab 01.07.2023 § 285 Nr. 22 - Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres belaufen sich auf 2.943.133,00 Euro; davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 751.918,00 Euro. § 285 Nr. 28 - Für die in der Bilanz ausgewiesenen selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 2.929.240,00 Euro (Vorjahr 3.148.051,00 Euro) besteht eine Ausschüttungssperre. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Gewinn des Geschäftsjahres wird aufgrund des am 10. Juni 2016 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Organträgerin, die GMS Holding GmbH, Paderborn abgeführt. Soweit der Gewinn auf aktivierte selbst geschaffene Software entfällt, wurde der Betrag in den Vorjahren in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im aktuellen Jahr wurden Gewinnrücklagen in Höhe von 218.811,00 Euro entnommen, da sich die Buchwerte der selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte verringert haben.
Paderborn, 17. Oktober 2024 gez. Carsten Müller, Geschäftsführer gez. Norbert Armbruster, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.10.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SERVICE 1 GmbH, Paderborn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SERVICE 1 GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Service 1 GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 17. Oktober 2024 NHS
GmbH
Mathias Niehaus, Wirtschaftsprüfer Wilhelm Hilgers, Wirtschaftsprüfer |
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