Jünger Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alessandro Parimbelli seit 18.8.2025 | Geschäftsführer |
Massimiliano Vicini Ronchetti seit 4.3.2025 | Geschäftsführer |
Martin Oberberger seit 10.8.2020 | Prokura |
Andreas Schweikart seit 6.2.2019 | Prokura |
Felix Goldenthal seit 6.2.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
FlexLink AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FlexLink Systems GmbHOffenbach am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die FlexLink Systems GmbH, Offenbach am Main, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der Handelsregisternummer HRB 33984 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema, des Umsatzkostenverfahrens entsprechend § 275 Abs. 3 HGB beibehalten. Die FlexLink Systems GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Trotz hoher Verluste wird nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) bilanziert. Bezüglich der Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und hinsichtlich der wesentlichen Unsicherheiten, die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen, wird auf den Lagebericht (Abschnitt II. "Wirtschaftsbericht" Tz. 4. "Finanzlage") verwiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Erworbene Software wird über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben. Basis für die Nutzungsdauerannahme sind hier zum einen die Art und voraussichtliche Bestandsdauer der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte, da sich für diesen Zeitraum nach unseren Planungen und Erwartungen positive Ergebnisbeiträge ergeben. Zum anderen spricht der voraussichtliche Verbleib von wichtigen Mitarbeitern in den erworbenen Geschäftsbereichen aufgrund unserer Erfahrungen für die Annahme der gewählten Nutzungsdauer. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppen. Die Abschreibungsdauer liegt zwischen drei und dreizehn Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto- Einzelwert von EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr komplett abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. In Ausführung befindliche Aufträge werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Gegebenenfalls erforderliche Abwertungen zur verlustfreien Bewertung der in Ausführung befindlichen Aufträge werden vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten auf Basis der Durchschnittswertmethode bzw. zum am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt. Auf Forderungen, die durch bestimmte Risiken gefährdet sind, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Allgemeine Kreditrisiken werden mittels gebildeter Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Periode nach dem Abschluss-Stichtag darstellen. Die Gesellschaft ist gegenüber einzelnen Mitarbeitern Versorgungszusagen eingegangen, die Rentenzahlungen in Form von Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vorsehen und als Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden. Diese werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Die erwarteten Gehaltssteigerungen wurden unverändert mit 2,5 % und die erwarteten Rentensteigerungen mit unverändert 2,0 % berücksichtigt. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, die Abzinsung pauschal mit einem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für Laufzeiten von 15 Jahren vorzunehmen. Der angewendete Diskontierungszinssatz beträgt 1,83 % (i. Vj. 1,78 %). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der Umbewertung der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 41 (i. Vj. TEUR 200) und ist ausschüttungsgesperrt. Nach IDW RS HFA 30 kann der Zinsänderungsaufwand wahlweise als Personalaufwand oder beim Zinsergebnis ausgewiesen werden. Die Gesellschaft hat den Zinsänderungsaufwand beim Zinsergebnis erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erwarteten Erfüllungsbetrags bemessen. Die Ermittlung der Garantierückstellung basiert wie im Vorjahr auf einer zweijährigen Betrachtung und hat die Garantiequote der letzten drei Jahre gemittelt. Die Rückstellung wird auf Basis des Umsatzes des Geschäftsjahres und des Vorjahres berechnet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgte eine Bewertung - entsprechend der gesetzlichen Regelung des § 256a HGB - unter Außerachtlassung des Imparitäts- und Realisationsprinzips. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst; die in den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden durch entsprechende davon-Vermerke der Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben ebenso eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen TEUR 1.094 (i. Vj. TEUR 796) aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 2.473 (i. Vj. TEUR 3.609) aus einem Cash-Pool-Guthaben. Die Forderungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber denselben verbundenen Unternehmen wurden nicht saldiert. 3. Eigenkapital Gemäß § 253 Abs. 6 HGB unterliegt ein Betrag aus der Bewertungsänderung bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 200) einer Ausschüttungssperre. Mit Beschluss der Muttergesellschaft FlexLink AB, Göteborg/Schweden, vom 27. September 2021 wurde eine Zuführung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.000 beschlossen. Den entsprechenden Zahlungseingang konnte die Gesellschaft am 29. September 2021 verbuchen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.021, aufgrund der negativen Ergebnisentwicklung weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 4.670 aus. Da die Fortführung des Unternehmens durch eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft gegeben ist, erfolgt die Bilanzierung der Bilanzposten nach dem Going-Concern-Prinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Wir verweisen auch auf unsere Angaben im Abschnitt II. Wirtschaftsbericht 5. Vermögenslage im Lagebericht. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber dem Personal (TEUR 1.252; i. Vj. TEUR 746), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 1.334; i. Vj. TEUR 1.165), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 465; i. Vj. TEUR 376) sowie Rückstellungen für Verpflichtungen aus Garantie und Gewährleistungen (TEUR 456; i. Vj. TEUR 298). 5 Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 2.594 (i. Vj. TEUR 3.571) ausschließlich Lieferungen und Leistungen. Zum Bilanzstichtag sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 890 (i. Vj. TEUR 903) besichert. Die Besicherung betrifft erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Garantieverpflichtungen und erfolgt mittels Bürgschaften von Kreditinstituten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Materialaufwand Der Materialaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt TEUR 18.717 (i. Vj. TEUR 24.628) und setzt sich wie folgt zusammen:
2. Personalaufwand Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr 2023 betrug insgesamt TEUR 12.309 (i. Vj. TEUR 12.512) und setzt sich wie folgt zusammen:
Als Erträge für Altersversorgung wird im Geschäftsjahr 2023 ein Ertrag von TEUR 248 (i. Vj. ein Aufwand von TEUR 491) ausgewiesen. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Nr. 7 HGB bestanden am Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.770 (i. Vj. TEUR 2.882). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen mit TEUR 1.713 (i. Vj. TEUR 1.985) Grundstücke und Gebäude sowie mit TEUR 1.057 (i. Vj. TEUR 837) Kraftfahrzeuge und Geräte. Die zukünftigen Verpflichtungen verteilen sich vertragsgemäß auf die folgenden Jahre:
2. Anzahl der Beschäftigten Im Jahresdurchschnitt waren 136 (i. Vj. 131) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 10 (i. Vj. 12) leitende Angestellte, 116 (i. Vj. 109) Angestellte und 10 (i. Vj. 10) gewerbliche Arbeitnehmer. 3. Geschäftsführung Geschäftsführer sind bzw. waren die Herren
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Gehalt von der Gesellschaft bezieht. 4. Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der FlexLink AB, Göteborg/Schweden, die den Abschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt und der beim Bolagsverket (schwedisches Unternehmensregistrierungsbüro), Sundsvall, Registernummer 202100- 5489 offengelegt wird. Die Gesellschaft und ihre unmittelbare Muttergesellschaft werden in den Konzernabschluss der COESIA S.p.A., Bologna/Italien, einbezogen, die den Abschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Ort des Sitzes der Konzernobergesellschaft erhältlich. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Offenbach am Main, 5. November 2024 FlexLink Systems GmbH - Geschäftsführung - Enrico Gazzano Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die FlexLink Systems GmbH (FlexLink) projektiert, konstruiert, baut, liefert, montiert und wartet hochmoderne, modulare, flexible Materialflusssysteme für den Stückguttransport in Deutschland und angrenzenden Ländern. Von der Einzelkomponente bis hin zu Komplettanlagen ist FlexLink ein zuverlässiger, innovativer Partner für Kunden aus der Nahrungsmittel-, Non-Food-, Pharma-, Elektronik-, Automobil- und der optischen Industrie, sowie für OEMs und Systemintegratoren in diesen Bereichen als auch im Werkzeugmaschinen- und Verpackungsmaschinenbau. Die FlexLink Systems GmbH ist eingebunden in die schwedische FlexLink-Gruppe. ,Die FlexLink-Gruppe ist Teil der italienischen COESIA- Unternehmensgruppe mit innovativen und weltweit tätigen Industrieunternehmen. Mit unserem Komponenten-, System-, Service- und IT-Geschäft bieten wir unseren Kunden ein breites Portfolio an Produkt- und Servicelösungen an. 2. Forschung und Entwicklung Produktentwicklungen erfolgen abschließend durch die Muttergesellschaft, die FlexLink AB in Göteborg/Schweden. Die FlexLink Systems GmbH konzentriert sich auf projektbezogene Vorarbeiten und Tests und gibt markt- und kundenbezogene Anregungen zur Produktentwicklung an die Unternehmensgruppe. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Rahmenbedingungen sind auch 2023 weitgehend durch eine Volatilität der wirtschaftlichen Entwicklung gekennzeichnet, insbesondere aufgrund des anhaltenden Kriegs in der Ukraine, die hohe Inflation und die immer schnellere Änderung des Konsumentenverhaltens. Aktuell kommt der immer stärker bemerkbar werdende Mangel an qualifizierten Fachkräften hinzu. In der Folge setzen viele deutsche Kunden immer stärker auf eine Automatisierung der Produktion oder Fertigung, auf Prozessinnovationen, auch mit Fokus auf Industrie-4.0-fähige Lösungen, auf Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen, Qualitätsverbesserung und integrierte Lösungen, um insbesondere Ressourcenprobleme zu überwinden. Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch eine Ausweitung und Individualisierung und gleichzeitig Standardisierung des Angebots gekennzeichnet, insbesondere bei größeren Anbietern mit Fokus auf innovative Lösungen, aber auch durch viele kleinere Niedrigpreisanbieter mit geringerem Leistungsumfang. FlexLink Systems GmbH, als ein qualitativ und quantitativ führender Anbieter, agiert als ein aktiver Treiber in den Branchensegmenten. Dies geschieht durch einen ganzheitlichen Ansatz im Rahmen der Fabrikautomation mit innovativen Produkten, hoher Qualität und umfangreichen Serviceaktivitäten. Die Umstellung der Antriebstechnologie weg vom Verbrennungsmotor hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen beantwortet FlexLink mit einer intensiven Marktbearbeitung, Erschließung des neuen Kundensegmentes und der Anpassung des Portfolios. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft zeichnet sich vorrangig durch einen Mix aus Komponenten- und Projekt-Geschäft in verschiedenen Segmenten aus. Der bekannte Branchenmix innerhalb der FlexLink-Gruppe ist ein Schlüsselfaktor für nachhaltigen, ausgleichenden Geschäftserfolg. Insbesondere trägt die Erweiterung des Produktportfolios um die Bereiche Battery Automotive, Pharma, Optical, Electronics, mechatronische Module und zunehmend Industrie-4.0-fähige Lösungen dazu bei. Unsere wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Nicht-finanzielle Größen werden nicht für die Steuerung des Unternehmens verwendet. Die Umsatzerlöse haben sich von TEUR 40.914 im Vorjahr um lediglich TEUR 32 auf TEUR 40.882 verringert und somit nahezu auf Vorjahresniveau. Sie liegen damit jedoch unter den eigenen Budgetvorgaben für das Geschäftsjahr. Im Bereich des Systemgeschäfts wurde ein Umsatzrückgang mit TEUR 2.345 verzeichnet, auch das margenträchtige Komponentengeschäft hat sich um TEUR 1.663 verringert und setzt somit leider nicht den positiven Trend wie im Vorjahr fort. Das Servicegeschäft hat sich hingegen beachtlich um TEUR 1.129 gesteigert, dies bedeutet eine deutliche Steigerung um 53 %. Auch die Umsatzerlöse aus sonstigen Weiterbelastungen haben sich um TEUR 2.848 erhöht. Die Verteilung der Segmentumsätze ist weiterhin durch die Beibehaltung eines ausgewogenen Branchenmixes gekennzeichnet. Im Detail stellt sich die Verteilung der Umsatzerlöse wie folgt dar: Verteilung der Umsatzerlöse auf die Segmente:
Verteilung des Umsatzes nach Komponenten, Systemen und Services:
Der Markt erkennt weiterhin an, dass FlexLink Systems GmbH im Wettbewerbsumfeld ein leistungsfähiges und umfängliches Programm anbietet, welches teilweise durch die Kombination mit COESIA-Produkten ausführenden Technologien abgerundet und durch weltweiten Service sukzessive ergänzt werden kann. Die FlexLink Systems GmbH zielt darauf ab, alle Geschäftsbereiche (Komponenten, Systeme und Service) entsprechend den Marktbedingungen und der Gruppenstrategie langfristig auszubauen, vor allem durch organisches Wachstum und auch durch die vermehrte Zusammenarbeit mit den COESIA-Gesellschaften. Der zunehmende Einsatz komplexer und standardisierter Steuerungstechnik trägt maßgeblich zum Ausbau und Erfolg des Systemgeschäftes bei. Damit können die Kunden der FlexLink Systems GmbH von den innovativen Produkt- und Systemlösungen profitieren, die das integrierte Angebot einschließlich Steuerungstechnik bietet. Mit dem Einsatz der Steuerungstechnik auf hohem industriellen Niveau werden wir sowohl unsere Kompetenz im Systemgeschäft als auch den Durchdringungsgrad in der Industrie weiter ausbauen können. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 erneut ein schwieriges Jahr, im Ergebnis geprägt durch direkte und indirekte Auswirkungen aufgrund der Ukraine-Krise und der Corona- Pandemie, mit Rückgang verfügbarer Fachkräfte und teilweise massiven Einschnitten bei der Verfügbarkeit von elektronischen Vorprodukten, was in Summe deutliche Auswirkungen auf die Maschinenproduktion der Tier-1-Lieferanten und in der Folge auf den Auftragseingang von FlexLink in diesem Sektor hatte. 3. Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr ist der Auftragseingang 2023 mit insgesamt rd. EUR 37,1 Mio. um etwa EUR 1,1 Mio. höher ausgefallen. Eine Verringerung mit rd. EUR 1,5 Mio. im Komponentengeschäft wird durch die Erhöhung im Systemgeschäft genau ausgeglichen, während sich der Auftragseingang im Servicegeschäft mit EUR 1,1 Mio analog zum Umsatz deutlich verbessert hat. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 waren mit TEUR 40.882 nahezu auf Vorjahresniveau, jedoch führte die Verringerung der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen zu einer Erhöhung des Bruttoergebnisses vom Umsatz um TEUR 2.484 auf TEUR 11.140. Die Marge hat sich dabei insgesamt um etwa 6 %-Punkte auf 27 % verbessert. Die Vertriebskosten haben sich um TEUR 68 auf TEUR 7.701 gegenüber dem Vorjahr verringert. Auch die Verwaltungskosten haben sich um TEUR 14 auf TEUR 4.454 verringert. Im Verhältnis zum Umsatz haben sich die Vertriebs- und Verwaltungskosten insgesamt um etwa 0,2% verringert. Als Ergebnis nach Steuern/Jahresergebnis ergab sich ein deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen liegender Jahresfehlbetrag von TEUR 1.021 und damit gegenüber dem Vorjahr (Jahresfehlbetrag TEUR 3.723) eine deutliche Verringerung des Fehlbetrages um TEUR 2.702. Das negative Geschäftsergebnis ist nach wie vor, auf das zu geringe Wachstum der Umsatzerlöse zurückzuführen. Durch die wesentliche Verbesserung des Bruttoergebnisses vom Umsatz und die leichte Verringerung der Vertriebs- und Verwaltungskosten in Summe ist jedoch eine deutliche Ergebnisverbesserung gelungen. 4. Finanzlage Die Finanzierung der FlexLink Systems GmbH erfolgt durch Kundenanzahlungen und Lieferantenkredite, sowohl von externen Lieferanten als auch von Konzernunternehmen. Vorhandene Kreditlinien von Banken wurden bisher lediglich im Rahmen von Avalen ausgenutzt. Die Kundenanzahlungen betragen zum 31. Dezember 2023 37,3 % (Vorjahr 34,6 %) der Bilanzsumme. Das Geschäftsjahr endete mit einem Finanzmittelbestand von TEUR 2.998 im Vergleich zu TEUR 4.067 zum 31. Dezember 2022. Dabei betreffen TEUR 2.473 (Vorjahr TEUR 3.608) ein Cash-Pool-Guthaben bei der COESIA Finance S.p.A. Das Unternehmen verfügte während des gesamten Geschäftsjahres 2023 über eine ausreichende Liquiditätsausstattung. Die Zahlungsfähigkeit war durch den internen Finanzausgleich im Rahmen des gruppeninternen Cash-Poolings, das vom zentralen Cash-Management der COESIA Finance S.p.A. gesteuert wird, gewährleistet. Ungeachtet dessen wird für den Prognosezeitraum mit dem Eintritt von Liquiditätslücken geplant. Um diese Liquiditätslücken zu schließen, hat sich die Muttergesellschaft FlexLink AB, Göteborg/Schweden, im Wege einer bis mindestens zum 31. Dezember 2025 laufenden Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft finanziell zu unterstützen. Zudem ist die Gesellschaft in ein gruppeninternes Cash-Pooling eingebunden, das vom zentralen Cash-Management der COESIA Finance S.p.A. gesteuert wird. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 18.168 im Vorjahr um TEUR 487 auf TEUR 17.681 zum 31. Dezember 2023 verringert. Die Verringerung der Bilanzsumme im Berichtsjahr auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf die geringeren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 837 auf TEUR 3.567 und die geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 815 auf TEUR 1.666 im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen, jedoch die Erhöhung der unfertigen Leistungen, um TEUR 571 auf TEUR 6.892 und des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.670 hat dies teilweise kompensiert. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 ist mit TEUR 4.670 weiterhin im negativen Bereich. Auch wenn das Ergebnis der Gesellschaft mit TEUR 1.021 für 2023 negativ ist, verfügte das Unternehmen über ausreichende liquide Mittel, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Auf der Passivseite basiert die Verringerung der Bilanzsumme vor allem auf der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese bestehen im Wesentlichen aus FlexLink-Materiallieferungen und haben sich um TEUR 977 auf TEUR 2.594 verringert. Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 194 und die Rückstellung für Pensionen um TEUR 213 verringert. Die Zunahme der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 309 auf TEUR 6.591 und die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 798 auf TEUR 3.459, aufgrund höherer Personalrückstellungen, haben der Verringerung entgegengewirkt. 6. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Lage Während wir mit dem Geschäftsverlauf und der Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 nicht zufrieden sein können, sind Finanz- und Vermögenslage zufriedenstellend. III. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2023 konnte zwar der budgetierte Umsatzanstieg nicht erreicht werden, insbesondere ergab jedoch die deutliche Verbesserung der Margen im Projektgeschäft, dass das negative Ergebnis in Höhe von TEUR 1.021 deutlich geringer ausgefallen ist als im Vorjahr. Das prognostizierte positive Ergebnis wurde damit deutlich verfehlt, jedoch ist die Erwartung diesen positiven Trend fortzusetzen. Aufgrund des negativen Jahresergebnisses ergibt sich für die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.670. Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine deutlichere Steigerung des Auftragseingangs erwartet, bei leicht steigenden Umsatzerlösen und einer Verbesserung der Margen wird ein leicht positives Ergebnis erwartet. Sowohl die produzierende Industrie als auch der deutsche Maschinen- und Anlagenbau sind wesentliche Leistungsträger der deutschen Wirtschaft. Beide stehen für Innovationsstärke, Leistung und Zuverlässigkeit - sowohl in Deutschland als auch international. Der vielfältige Maschinenbau entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit weiter, insbesondere in Richtung digitaler Produkte und Prozesse. Der zunehmende Automatisierungsgrad, auch in Richtung Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Service unter Einsatz zunehmend disruptiver Technologien, hat das Potenzial, Geschäftsmodelle nachhaltig zu beeinflussen. FlexLink strebt daher kontinuierlich an, das eigene Geschäftsmodell hieran aktiv auszurichten und weiterhin, wie in den Vorjahren, durch Innovationen im Produktportfolio und in den Geschäftsprozessen die Marktstellung nachhaltig auszubauen. Die internationale Verflechtung der Märkte und unserer Kunden nimmt einerseits zu, andererseits sind Abschottungstendenzen in einigen Märkten wie zuvor auch im Jahr 2023 erkennbar. Dieses Umfeld kann potenziell Auswirkungen auf die deutsche produzierende Industrie und den Maschinenbau haben und dadurch auch auf FlexLink als Lieferant in eben diese Märkte. Den damit verbundenen Risiken begegnen wir aktiv, die Chancen bauen wir weiter aus, insbesondere durch Diversifizierung und Fokussierung auf investitionsstarke Branchen, zum Beispiel beim Ausbau der Business Areas Pharma, Battery Automotive, Tissue, Optical, E-Commerce, Logistics. Weitere Produkte und echte Innovationen werden hinzugenommen, wie z.B. Robotics im höheren Leistungs-/Gewichtbereich, neue Edelstahlförderer, Schwerlastsysteme für Batteriemodule, neue Race-Track-Technologie, Serialisierungs-Lösungen, intelligente Paletten Systeme, digitales Condition Monitoring. Das Partner Channel Business in Richtung Maschinenbau wird gezielt ausgebaut. Zunehmend setzt das Marktumfeld auf nachhaltige Lösungen und Produkte. Dazu gehören eingesetzte Materialien, die möglichst CO 2 -neutral sein sollen, sowie die dauerhafte, z.T. deutliche Reduzierung von eingesetzten Ressourcen, wie z.B. Energie. Die Fähigkeit von FlexLink, eigene Lösungen zu präsentieren, wird für den künftigen Markterfolg des Unternehmens mehr und mehr ausschlaggebend sein. Die Digitalisierung aller kundenbezogenen Geschäftsprozesse, beginnend mit Request for Quotation, über virtuelle Kommunikation anstelle von Dienstreisen, Rechnungsstellung, Verknüpfung der ERP-Systeme zwischen Kunde und Lieferant, nimmt deutlich an Fahrt auf, nicht zuletzt durch die Corona-Situation bedingt. Auch die Arbeit des nicht-produktiven Teils der Belegschaft aus dem Home-Office heraus wird die künftige Form der Arbeit bei FlexLink weiter zunehmend beeinflussen (new work). Aufgrund der Zugehörigkeit zum COESIA-Konzern hält die FlexLink Systems dem internationalen Wettbewerb stand und baut die starke Position bei sich verändernden Bedingungen stetig weiter aus. Insbesondere nimmt die Integration von Gesamtanlagen in verschiedenen Business Sectors zu, in denen FlexLink Systems GmbH eine zentrale Rolle als Lieferant von Materialflusslösungen spielen wird. Für die Zeit nach 2024 beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv, wenn auch nicht risikofrei. Die Marktsituation bietet, trotz der prognostizierten Rezessionsmöglichkeiten aufgrund der hohen Energiepreise und den Engpässen in den Lieferketten, dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau und damit auch der FlexLink Systems GmbH grundsätzlich weitere Wachstumspotenziale, insbesondere im Bereich Battery Automotive, E-Commerce, Logistic, Optical, Pharma. Vor allem in den vorgenannten Business Sectors sehen wir eine Bereitschaft zu langfristigen Investitionen in Neuanlagen und dem Erhalt bzw. der Verbesserung der vorhandenen Anlagen, mit Fokus auf kunden- und branchenspezifische Automationslösungen, Standardisierung und Modularisierung, OEE-Steigerung, Kostensenkung und Service. Um in Zukunft erfolgreich zu bleiben, verfolgen wir drei Hauptstrategien: Erstens eine Absicherung des Kerngeschäftes in den angestammten Bereichen, wie oben beschrieben. Zweitens eine zielgerichtete Innovations- und Wachstumsstrategie, mit der die Chancen und Herausforderungen der Internationalisierung unserer kleinen, mittleren und den global aufgestellten Schlüsselkunden mit den passenden Geschäftsmodellen angegangen werden. Drittens erfolgt eine zunehmende Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften in allen Aspekten. Dabei verfolgen wir insbesondere folgende Ziele:
IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken der künftigen Entwicklung von ihrer Bedeutung absteigend beschrieben. Branchenspezifische Risiken: Die hohen Zinsen und Absatzeinbußen bei unseren Kunden könnten zu Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis führen. Des Weiteren kann die möglicherweise stattfindende Beeinflussung der weiteren Marktentwicklung ab 2024 aufgrund der hohen Inflation, insbesondere bei den Energiepreisen, Auswirkungen auf die Steigerung in der Umsatzentwicklung zeigen. Der deutliche Rückgang im klassischen Automotive Business wird deutlich durch das Geschäft im Sektor Battery Automotive kompensiert, mit innovativen bzw. wettbewerbsfähigen Materialflusslösungen. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch ein erweitertes Produktportfolio, optimales Preismanagement, Verbesserung der Prozesse, Lösungs-Know-how, Innovationen, Kompetenzerweiterung, Service, Internationalität, Nachhaltigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen, sowohl in der Gruppe als auch lokal. Kosteneinsparpotenziale bei den indirekten Kosten werden konsequent realisiert. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 verursachten die Lockdowns und vor allem die stockenden und kostentreibenden Lieferketten bisher zum Teil deutliche Verzögerungen und Kostensteigerungen bei den Vorprodukten im Bereich der Elektronikkomponenten, Aluminiumteile und Kunststoffteile. Zum Teil haben Lieferanten ihre Lieferzeiten und Kosten erheblich erhöht, was zu einem weiteren Druck auf die Margen geführt hat. Ertragsorientierte Risiken: Risiken bestehen im Margendruck bei Komponenten und Systemen, ausgelöst durch Materialknappheit bei Vorprodukten und verschiedenen Materialien. Der zunehmende Preiswettbewerb aus Asien und die Abwicklung von komplexen Großaufträgen tragen ebenfalls hierzu bei. Dabei werden Abweichungen zu erstellten Projektbudgets aufgrund des fortlaufenden Projektcontrollings systematisch und frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen durch das Projektmanagement veranlasst. FlexLink folgt dabei der Systematik eines Qualitätsmanagementsystems gemäß ISO 9001 ff. und einem intensiven Projektcontrolling. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die FlexLink Systems GmbH verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden überwiegend innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Die Gesellschaft ist in das zentralisierte Liquiditäts- und Finanzierungsmanagement der COESIA-Gruppe eingebunden. Daher bestehen Cash-Pool-Forderungen gegen die COESIA Finance S.p.A., Bologna/Italien. Die Geschäftsführung wird laufend über die Entwicklung der COESIA-Gruppe informiert. Mit diesbezüglichen latenten Ausfallrisiken wird nicht gerechnet. Die Patronatserklärung der Muttergesellschaft deckt die laufenden Ergebnisverluste ab. Insofern besteht das Risiko der Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft bzw. die COESIA-Gruppe. 2. Chancenbericht Die Marktsituation bietet für die produzierende Industrie und den deutschen Maschinen- und Anlagenbau ein mögliches Wachstumspotenzial im Jahr 2024, trotz der Rezessionserwartungen. Nach den Rückschlägen während der Corona-Jahre 2020 und 2021 und der negativen Ergebnisse in den Jahren 2022 und 2023 ist ab 2024 von einer relativen Erholung für FlexLink auszugehen. Vor allem in dem FlexLink-Kerngeschäft (Standard-Business) durch Ausbau der Vertriebskapazitäten sowie in den Business Areas Battery Automotive und Pharma bestehen weiterhin interessante Wachstumschancen. Die weiteren Chancen der FlexLink Systems GmbH liegen in der breiten Branchenabdeckung. Der Auftragseingang in den letzten Jahren ist durch eine breite Streuung von Fast-Track-, Klein-, Mittel- und Großprojekten mit einem Auftragsvolumen über TEUR 500 sowie dem ertragreichen Komponentengeschäft geprägt. Gerade das Geschäft mit größeren Projekten über TEUR 500 bei stabiler Profitabilität nimmt weiter zu. Für die Zukunft setzen wir verstärkt auf die Balance zwischen dem weiteren Ausbau der Kernsegmente FlexLink-Komponenten und Materialflusssysteme mit hohem Anteil an FlexLink-Komponenten einerseits (Standardgeschäft) verbunden mit dem Ausbau des After-Sales-Servicegeschäftes. Insbesondere der stärkere Fokus auf komplexe, intelligente Materialflusslösungen als Turn-Key-Solutions eröffnet weitere Chancen zur Erweiterung der Kompetenzmatrix als führender Lösungsentwickler. 3. Gesamtaussage zur Prognose Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in dem erheblichen Margendruck und verzögerten Investitionsentscheidungen der Kunden sowie in den möglichen Rezessionsbewegungen in der deutschen Wirtschaft. Wir sehen uns für die Bewältigung der künftigen Risiken nach aktuellen Möglichkeiten gerüstet, da wir diesen vor allem durch ein aktives Risikomanagement auf allen Ebenen begegnen. Generell besteht für unsere Gesellschaft eine Abhängigkeit von den strategischen Entscheidungen innerhalb des Konzernverbundes sowie der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch den Konzern.
Offenbach am Main, den 5. November 2024 FlexLink Systems GmbH Geschäftsführung Enrico Gazzano Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FlexLink Systems GmbH, Offenbach am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FlexLink Systems GmbH, Offenbach am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FlexLink Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Angabe II. "Bilanzierung- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt II. "Wirtschaftsbericht" Tz. 4. "Finanzlage" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass für den Prognosezeitraum mit dem Eintritt von Liquiditätslücken geplant wird. Um diese Liquiditätslücken zu schließen, hat sich die Muttergesellschaft FlexLink AB, Göteborg/Schweden, im Wege einer bis mindestens zum 31. Dezember 2025 laufenden Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft finanziell zu unterstützen. Zudem ist die Gesellschaft in ein gruppeninternes Cash-Pooling eingebunden, das vom zentralen Cash-Management der COESIA Finance S.p.A. gesteuert wird. Wie in Angabe II. "Bilanzierung- und Bewertungsmethoden" im Anhang und in Abschnitt II. "Wirtschaftsbericht" Tz. 4. "Finanzlage" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 5. November 2024 KPMG
AG
Servos, Wirtschaftsprüfer Ellbracht, Wirtschaftsprüfer |
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