Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 202747
Eingetragen
18.11.2010
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Einrichtungen für Laboratorien und naturwissenschaftliche Lehr- und Sammlungsräume sowie die Vornahme aller hiermit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Volker Deselaers
seit 19.4.2024
Prokura
Rudi Seiffert
seit 25.1.2011
Prokura
Frank Wesemann
seit 18.11.2010
Geschäftsführer
Robert Wesemann
seit 18.11.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

98.86% identifiziert1.14% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Robert WesemannWesemann Holding GmbH
49.43%
Frank WesemannWesemann Holding GmbH
49.43%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Wesemann GmbHEigenbeteiligung
1.14%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
524.000 €
98.86%
Germany
6.000 €
1.14%

Beteiligungen

NameAnteil
1.14%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wesemann GmbH

Syke

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.443,00 32.971,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 80.000,00
30.443,00 112.971,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 96.883,00 144.332,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 741.757,00 837.279,00
838.640,00 981.611,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 300,00 300,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.931.780,00 5.452.800,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 33.248.430,00 36.830.228,23
3. geleistete Anzahlungen 198.308,67 326.222,59
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38.378.518,67- 36.417.870,97-
0,00 6.191.379,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.678.913,37 13.849.096,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.392.360,25 662.675,42
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.144.048,26 994.189,06
19.215.321,88 15.505.960,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.684.775,00 10.946.570,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.276,33 61.456,76
35.812.756,21 33.800.249,81

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 530.000,00 530.000,00
eigene Anteile 6.000,00- 6.000,00-
eingefordertes Kapital 524.000,00 524.000,00
II. Kapitalrücklage 5.496.331,17 5.496.331,17
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 9.350.000,00 9.350.000,00
IV. Gewinnvortrag 10.141.988,93 11.457.208,32
V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 631.145,43 1.315.219,39-
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 949.740,33
2. sonstige Rückstellungen 1.402.747,66 1.540.887,27
1.402.747,66 2.490.627,60
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.022.023,58 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.290.385,63 3.131.802,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.326.590,53 2.016.811,34
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.627.543,28 648.688,69
8.266.543,02 5.797.302,11
- davon aus Steuern EUR 1.307.302,64 (EUR 368.872,39)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 49.467,50 (EUR 23.552,14) /
35.812.756,21 33.800.249,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 81.324.660,18 54.941.327,92
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.581.798,23 -11.354.138,23
3. sonstige betriebliche Erträge 400.369,22 1.000.351,74
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 80.032,43 (EUR 198.980,08)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.264.720,98 35.566.675,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.563.649,37 13.283.854,85
56.828.370,35 48.850.530,33
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.324.279,30 9.717.724,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.080.243,18 1.930.951,01
12.404.522,48 11.648.675,27
- davon für Altersversorgung EUR 30.489,38 (EUR 36.298,53)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 411.410,05 444.750,45
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.606.326,01 7.711.383,62
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 26.183,43 (EUR 565.501,92)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.728,00 26.580,00
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 1.559,00 (EUR 223,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 125.009,65 128.502,38
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 128.033,20 -158.252,77
11. Ergebnis nach Steuern 641.287,43 -1.303.191,39
12. sonstige Steuern 10.142,00 12.028,00
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 631.145,43 -1.315.219,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Wesemann GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Syke
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Walsrode
Register-Nr.: 202747

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Kleinwerkzeuge wurden mit einem Festwert angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden die einzubeziehenden angemessenen Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und der durch die Fertigung veranlasste Wertverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt. Dem Gebot verlustfreier Bewertung wird durch Abschreibungen Rechnung getragen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. In der Bilanz wurde vom Wahlrecht, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen vom Posten "Vorräte" abzusetzen, Gebrauch gemacht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um Einzelwertberichtigungen für das akute und eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 Prozent für das latente Ausfallrisiko, bewertet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Dabei erfolgte die Ermittlung des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Beachtung der in § 253 Abs. 2 Sätze 1 und 4 HGB genannten Abzinsung. Die Gewährleistungsrückstellung wurde auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit in Höhe eines pauschalen Prozentsatzes vom Umsatz gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB).

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Wesemann GmbH, Syke

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.037.619,58 20.394,80 0,00 2.058.014,38
2. geleistete Anzahlungen 80.000,00 0,00 80.000,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.117.619,58 20.394,80 80.000,00 2.058.014,38
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.400.922,11 5.835,90 0,00 2.406.758,01
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.794.177,01 252.873,35 37.500,00 4.009.550,36
Summe Sachanlagen 6.195.099,12 258.709,25 37.500,00 6.416.308,37
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 300,00 0,00 0,00 300,00
Summe Finanzanlagen 300,00 0,00 0,00 300,00
Summe Anlagevermögen 8.313.018,70 279.104,05 117.500,00 8.474.622,75
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Geschäftsjahr Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.004.648,58 22.922,80 0,00 2.027.571,38
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.004.648,58 22.922,80 0,00 2.027.571,38
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.256.590,11 53.284,90 0,00 2.309.875,01
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.956.898,01 335.202,35 24.307,00 3.267.793,36
Summe Sachanlagen 5.213.488,12 388.487,25 24.307,00 5.577.668,37
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.218.136,70 411.410,05 24.307,00 7.605.239,75
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.443,00 32.971,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 80.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 30.443,00 112.971,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 96.883,00 144.332,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 741.757,00 837.279,00
Summe Sachanlagen 838.640,00 981.611,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 300,00 300,00
Summe Finanzanlagen 300,00 300,00
Summe Anlagevermögen 869.383,00 1.094.882,00

Angaben zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.369.415,07

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 22.945,18

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Der Betrag der sonstigen Rückstellungen entfällt zu rd. 54 % auf Gewährleistungsverpflichtungen, zu rd. 18 % auf Verpflichtungen aus Beschäftigungsverhältnissen und zu rd. 28 % auf übrige Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 8.266.543,02 (Vorjahr: EUR 5.797.302,11). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 3.102.983,84 (Vorjahr: EUR 1.769.544,49).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten:

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 223.606,69

Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3.102.983,84

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.052.870,76 sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon > 1 Jahr: EUR 145.699,92). Diese betreffen in Höhe von EUR 560.634,60 Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mietverträge für Bürogebäude und übrige

Leasingverträge für Fahrzeuge

andere Leasingverträge

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Errichtung von Laboreinrichtungssystemen. Die Umsätze wurden in Höhe von TEUR 70.414 auf dem inländischen Markt und in Höhe von TEUR 10.911 außerhalb des inländischen Marktes erzielt.

Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 92.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 108,75
Angestellte 122,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 230,75
damit
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 202,75
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 28,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dipl.-Kfm. Robert Wesemann, Syke (kaufmännische Geschäftsführung, (CFO))
Dipl.-Ing. Frank Wesemann, Syke (operative Geschäftsführung, (CEO))

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführer haben wir von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 20.000,00 und beinhaltet Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Wesemann Holding GmbH mit Sitz in Syke einbezogen.

Der Konzernabschluss der Wesemann Holding GmbH, Syke, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

 

Syke, den 19. Februar 2025

Wesemann GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Robert Wesemann

gez. Frank Wesemann

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Wesemann GmbH gehört zu den führenden Produzenten von hochwertigen Laboreinrichtungen in Europa. Mit der Produktlinie System DELTA 30 bietet die Gesellschaft Laboreinrichtungen für den Bereich Wissenschaft und Forschung an. Mit dem Einrichtungsprogramm LABOdacta werden Schulen und Weiterbildungsstätten bedient.

Potentielle Auftraggeber der Gesellschaft sind staatliche und halbstaatliche Institutionen sowie die Industrie (hier mit Schwerpunkt im Bereich der chemisch-pharmazeutischen Industrie). Die öffentliche Hand bildete weiterhin eine maßgebliche Größe bei der Investitionstätigkeit.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 ins Stocken. Zwar hat im Verlauf des Jahres die Inflation nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt, allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus. In realen Zahlen ist ein langfristiger Rückgang der Einkommen in Deutschland zu verzeichnen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete gemäß den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang um 0,3 %. Unter Berücksichtigung kalenderbereinigter Daten ergab sich eine Abnahme des BIP von 0,1 %. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung jedoch um 0,4 % im Vorquartalsvergleich zurück. Die stärksten Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024).

Diese Entwicklung markiert einen Stillstand in der wirtschaftlichen Erholung Deutschlands, die nach dem starken Rückgang im Jahr 2020 infolge der Corona-Pandemie begonnen hatte. Im Jahr 2023 überstieg das preisbereinigte BIP lediglich um 0,7% den Stand vor der Pandemie im Jahr 2019. Diese Entwicklung führte zu einer spürbaren Verlangsamung des gesamtwirtschaftlichen Fortschritts (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024).

Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten auf dem deutschen Immobilienmarkt einen deutlichen Einbruch ein.

In einem schwierigen Umfeld zeigte sich der Arbeitsmarkt bislang, trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen, der Energiekrise und der hohen Inflation, robust. Die Erwerbstätigkeit stieg 2023 sogar auf den bislang höchsten Stand seit der Wiedervereinigung (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 001 vom 2. Januar 2024).

Im 4. Quartal 2023 wurde die Wirtschaftsleistung von rund 46,2 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 216.000 Personen oder 0,5 % mehr als ein Jahr zuvor (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024).

Neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel machten sich im Baugewerbe insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Betroffen hiervon war vor allem der Hochbau, die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe konnte gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024).

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren die gewerblichen Erzeugerpreise 2,4 % niedriger als im Jahresdurchschnitt 2022. Einen stärkeren Rückgang im Vorjahresvergleich hatte es zuletzt 2009 gegeben (-4,2 % gegenüber 2008). Allerdings blieben die Erzeugerpreise im Jahr 2023 auf einem hohen Niveau, nachdem sie in den Jahren 2021 (+10,5 % gegenüber 2020) und 2022 (+32,9 % gegenüber 2021) sehr stark gestiegen waren (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 030 vom 19. Januar 2024).

Auf Herstellerebene war 2023 in der Branche ein Konzentrationsprozess festzustellen. Die Wettbewerbssituation hielt sich stabil. Die Absatzpreise unserer Produkte haben sich aufgrund der stark gestiegenen Material- und Energiepreise im Berichtsjahr im Wesentlichen steigend verhalten.

2. Geschäftsverlauf

Mit ihren beiden Geschäftsfeldern ist die Gesellschaft gut aufgestellt und kann auf Marktentwicklungen flexibel reagieren. Aufgrund des weiterhin akuten Fachkräftemangels ist ein weiteres deutliches Wachstum momentan nicht geplant. Es wird weiterhin ein besonderer Fokus auf die Informations- und Prozesssicherheit gerichtet.

Die Gesamtleistung, die sich aus Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zusammensetzt, bewegt sich im Berichtsjahr oberhalb des Vorjahres. Den deutlich höheren Umsatzerlösen steht eine Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen gegenüber.

Der Auftragsbestand war im Geschäftsjahr 2023 wiederholt durch Großaufträge geprägt. Die Produktionskapazität war durchgängig sehr gut ausgelastet.

Der Auftragseingang lag im Berichtsjahr unterhalb des Vorjahres, aber weiterhin auf hohem Niveau. Für das Gesamtjahr 2024 liegt der Auftragseingang planmäßig oberhalb des Niveaus des Berichtsjahres.

Die in den Vorjahren stetig weiterentwickelten und optimierten Produkte verschaffen der Gesellschaft nach wie vor eine gute Position im Wettbewerb. Der LABworxx GmbH, die als Tochtergesellschaft der Wesemann Holding, den Unternehmen der Wesemann-Gruppe als Innovator dient, kommt dabei die zentrale Bedeutung zu.

Im Juni 2023 fanden die turnusmäßigen Überwachungsaudits unserer Managementsysteme (ISO 14001 und EMAS III sowie ISO 9001 und ISO 45001) durch die DQS statt. Dabei wurde, wie in den vergangenen Jahren, die hohe Qualität der Managementsysteme bestätigt.

Die Einkaufspreise für Materialien verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau. Diese Entwicklung hält auch die Preise für unsere Leistungen auf hohem Niveau.

Die Vorratshaltung, die ansonsten eng am Umfang der Produktion orientiert ist, ist aufgrund weiterhin gegebener Unsicherheiten im Zuliefermarkt auf hohem Niveau gehalten worden. Die Kapitalbindung bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen konnte leicht gesenkt werden, da sich die extrem langen Lieferzeiten, auf die - zur Sicherstellung der Lieferbereitschaft - mit einer Aufstockung der Lagerbestände reagiert worden ist, im Berichtsjahr wieder etwas reduziert haben.

Investitionsschwerpunkte waren auch in diesem Berichtsjahr die ganzheitliche EDV-Struktur, IT-Sicherheit und Datenschutz sowie die weitere Digitalisierung von Arbeitsabläufen.

Die Anzahl der im Durchschnitt des gesamten Berichtsjahres beschäftigten Personen lag leicht über dem Vorjahresniveau. Produktionsspitzen wurden dabei über Zeitarbeitsunternehmen und zum Teil durch Vergaben an Nachauftragnehmer abgedeckt.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verwendet zur internen Steuerung als finanzielle Kennzahlen einerseits die wöchentliche Leistungserbringung auf den Baustellen auf Basis des Eigenfertigungsanteils bewertet mit dem prozentualen Montage-Leistungsstand/Fertigstellungsgrad, sowie andererseits die wöchentlichen Umsatzerlöse auf Basis gelegter Teil- und Schlussrechnungen.

4. Lage des Unternehmens

a) Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr gestiegen, es konnte wieder ein Jahresüberschuss ausgewiesen werden. Auch wenn wir insgesamt mit dem Jahresergebnis der Gesellschaft im Jahr 2023 nicht zufrieden sind, so ist unsere wirtschaftliche Lage nach wie vor sehr gut. Im Jahresergebnis spiegelt sich wider, dass die erhöhten Absatzpreise, die wir am Markt durchsetzen konnten, noch durch die extremen Preissteigerungen bei Material- und Energiekosten in den Vorjahren und die weiterhin deutlich gestiegenen Kosten der Außenmontage überproportional belastet wurden. Die gute Auslastung mit langfristigen Verträgen bringt uns nun aber wieder ein planbares Maß an Sicherheit. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in mehreren Fertigungsbereichen und auf der Außenmontage machte sich zusätzlich insofern bemerkbar, dass Aufträge nicht immer so effizient wie geplant abgewickelt werden konnten. Hinzu kommen deutliche Ineffizienzen in der Außenmontage durch sich weiterhin verschlechternde Baustellenzustände.

Die Ertragslage hat sich wie folgt entwickelt:

2023 2022 Ergebnisveränderung
TEUR % TEUR % TEUR
ERGEBNISSTRUKTUR
Rohertrag 20.914 100,0 17.445 100,0 3.469
Sonstige betriebliche Erträge 400 1,9 1.000 5,7 -600
Personalaufwendungen -12.404 -59,3 -11.648 -66,8 -756
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -411 -2,0 -445 -2,6 34
Übrige Sachkosten -7.607 -36,4 -7.711 -44,2 104
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -128 -0,6 158 0,9 -286
Betriebsergebnis 764 3,7 -1.201 -6,9 1.965
Finanzergebnis -123 -0,6 -102 -0,6 -21
Ergebnis nach Steuern 641 3,1 -1.303 -7,5 1.944
sonstige Steuern -10 -0,0 -12 -0,1 2
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 631 3,0 -1.315 -7,5 1.946

Einzelne rundungsbedingte Abweichungen sind möglich

b) Finanzlage

Die Stände der erhaltenen Anzahlungen und der Vorräte haben erhebliche Auswirkungen auf den Stand der flüssigen Mittel. Der Bestand an Forderungen und Verbindlichkeiten ist in Abhängigkeit vom jeweiligen Stand der Abrechnung fertiger Leistungen im Wesentlichen stichtagbedingt. Aufgrund des weiterhin hohen Zinsniveaus steigt die Attraktivität, zukünftig wieder mit Anzahlungen zu kalkulieren.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geordnet. Am Abschlussstichtag ist das Anlagevermögen in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und liegt mit 73,0 % auf hohem Niveau. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft geordnet.

Die Vermögenslage hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
VERMÖGENSSTRUKTUR
Langfristig gebundenes Vermögen
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 30 0,1 113 0,3 -83
Sachanlagevermögen 839 2,3 981 2,9 -142
Finanzanlagevermögen 0 0,0 0 0,0 0
869 2,4 1.094 3,2 -225
Mittel- und kurzfristig gebundenes Vermögen
Umlaufvermögen
Vorräte saldiert mit erhaltenen Anzahlungen 0 0,0 6.191 18,3 -6.191
Kundenforderungen 16.679 46,6 13.849 41,0 2.830
Geldmittel 15.685 43,8 10.947 32,4 4.738
Übrige Forderungen 2.537 7,1 1.657 4,9 880
34.901 97,5 32.644 96,6 2.257
Rechnungsabgrenzungsposten 43 0,1 62 0,2 -19
GESAMTVERMÖGEN 35.813 100,0 33.800 100,0 2.013
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
KAPITALSTRUKTUR
Langfristig verfügbares Kapital
Eigenkapital 26.143 73,0 25.512 75,5 631
26.143 73,0 25.512 75,5 631
Mittel- und kurzfristig verfügbares Kapital
Rückstellungen 1.403 3,9 2.490 7,4 -1.087
Erhaltene Anzahlungen 1.022 2,9 0 0,0 1.022
Lieferantenverbindlichkeiten 2.290 6,4 3.132 9,3 -842
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.103 8,7 1.826 5,4 1.277
sonstige Verbindlichkeiten 1.852 5,2 840 2,5 1.012
9.670 27,0 8.288 24,5 1.382
GESAMTKAPITAL 35.813 100,0 33.800 100,0 2.013

Einzelne rundungsbedingte Abweichungen sind möglich

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die verhältnismäßig geringe Fertigungstiefe versetzt die Gesellschaft einerseits in die Lage, auf Absatzschwankungen flexibel zu reagieren, andererseits bleiben daraus erwachsende Abhängigkeiten sorgfältig zu überwachen. Die Gesellschaft arbeitet daher eng mit einigen Nachunternehmern zusammen, um Auftragsspitzen abzudecken. Den Bestand der Gesellschaft gefährdende Risiken bestanden nicht und sind auch für die absehbare Zukunft nicht zu erwarten.

Bei Kreditinstituten werden derzeit nur Avalkredite in Anspruch genommen. Auch in einem Umfeld eines stark gestiegenen Zinsniveaus sind daher Zins- und Liquiditätsrisiken gegenwärtig nicht erkennbar.

Die Gesellschaft hat personelle und organisatorische Vorkehrungen für ein Risikomanagement getroffen, die sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken frühzeitig erkennen zu können.

Es wird mehrheitlich auf Basis von VOB-Verträgen gearbeitet, vielfach lassen wir Verträge im Vorfeld regelmäßig juristisch überprüfen.

Das Ausfallrisiko im Bereich der finanziellen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Die Gesellschaft geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen das tatsächliche Risiko abgedeckt ist.

Die Gesellschaft wickelt ihre Geschäfte überwiegend in der Währung EURO und in untergeordnetem Umfang in der Währung Schweizer Franken ab. Sie ist keinen wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Kurssicherungsgeschäfte werden nicht vorgenommen.

Auf der Grundlage unserer derzeitigen Erkenntnisse lassen sich künftige Entwicklungen nur für die Zeit bis Ende 2024 beschreiben. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Da sie auch von Faktoren abhängen, die nicht unserem Einfluss unterliegen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Prognosen abweichen. Neben dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erhöht der jüngste Konflikt im Nahen Osten die geopolitischen Risiken, was aktuell zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Prognosefähigkeit führt; auf die diesbezüglichen nachfolgenden Ausführungen wird verwiesen.

Eine Eskalation des Konflikts im Nahen Osten könnte zu einem Anstieg der Energiepreise führen, was wiederum Auswirkungen auf die globale Wirtschaftstätigkeit und die Inflation haben könnte. Zu den weiteren Risiken gehören ein schwächer als erwartetes Wachstum in China und eine weitere Fragmentierung des Handels. Gleichzeitig werden die finanziellen Folgen des Klimawandels auch in den einzelnen Volkswirtschaften stärker spürbar. Es herrscht weitgehend Übereinkunft, dass Maßnahmen für eine Energiewende unabdingbar und entsprechende Investitionen vordringlich sind.

Aktuell gehen wir weiterhin von einer nur vorrübergehenden Auswirkung auf unsere Geschäftsfelder aus. Für das Geschäftsjahr 2024 werden nur bedingt negative Auswirkungen auf Umsätze und Gewinne der Wesemann GmbH mit ihren Vertriebsgesellschaften erwartet. Auch unter Berücksichtigung der bisher bekannten Auswirkungen ist die Liquidität der Gesellschaft gesichert, bestandsgefährdende Risiken erwachsen hieraus nicht.

Die Materialpreise bewegten sich zwar auf hohem Niveau, schwankten aber nicht mehr so stark. Auf hohem Niveau stabil waren auch die Energiepreise, obwohl auf dem Energiemarkt bereits wieder zu geringeren Preisen gehandelt wurde.

Alle unsere Schlüssellieferanten haben ihren Sitz in Europa, der größte Teil von ihnen in Deutschland. Das Risiko zu weiteren Engpässen in der Lieferkette beurteilen wir weiterhin als abnehmend. Die Liefertermine von spezifischen Bauteilen und auch von Rohstoffen haben sich wieder normalisiert, Lieferschwierigkeiten gab es kaum noch.

Für die Entwicklung im öffentlichen Bau sehen wir weiterhin ein potentielles Risiko in der stetig wachsenden finanziellen Belastung. Die Kommunen werden durch die wirtschaftlichen Folgewirkungen des Ukraine-Krieges, die finanziellen Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie und zunehmend asylbedingte und flüchtlingsbedingte Ausgaben - ebenso wie der Bund und die Länder - finanziell stark belastet. Die finanziellen Mehrbelastungen sind dabei sowohl einnahmenseitig als auch ausgabenseitig zu erwarten.

Die Sicherung von Fachkräften stellt sich als ein latentes Risiko für die Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre dar. Wir arbeiten kontinuierlich daran, uns nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Der aufgrund der vorhersehbaren und nicht vermeidbaren Altersfluktuation gegebene Bedarf an Fachkräften und Auszubildenden ist aufgrund der Bemühungen der letzten Jahre aktuell zufriedenstellend gedeckt.

Das mobile Arbeiten, das während der COVID-19-Pandemie als Maßnahme zum Gesundheits- und Quarantäneschutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns höchste Priorität hatte, hat sich als eine wichtige Säule unseres Arbeitsmodells etabliert.

Im Hinblick darauf, dass sich die positive Auftragslage durch konjunkturelle Einflüsse - so haben ein schwierigeres Finanzierungsumfeld und hohe Baupreise die Bauinvestitionen und damit die Baukonjunktur nach 2022 auch 2023 weiter auf Talfahrt geschickt - wieder verschlechtern könnte, ist uns weiterhin eine ausgeglichene Balance zwischen einer ausreichenden und qualitativ hochwertigen Personaldecke und der gebotenen Vorsicht bei dauerhaften Kostenbelastungen besonders wichtig. Aufgrund absehbar höherer Personalkostenbelastung werden Prozesse stetig auf Effizienz und allgemeine Geschäftskosten stetig auf Einsparpotenzial hin überprüft.

Das nationale und internationale Marktumfeld bleibt unverändert anspruchsvoll. Auf Basis unserer guten Stellung im Markt sehen wir uns gut gerüstet, unsere führende Marktposition auch zukünftig zu sichern.

Der starke Wettbewerb erfordert aktuell eine äußerst sorgfältige Kalkulation der Projekte, um bei Ausschreibungen erfolgreich zu sein. Gründliche Abstimmung rund um die Verhandlungstermine sichern die Auskömmlichkeit der Vertragsabschlüsse.

Auch in den kommenden Jahren werden wir kontinuierlich in die Fortentwicklung unserer Produktlinien investieren. In den letzten Jahren haben wir uns das Knowhow erarbeitet, um BIM-Projekte sowohl im Neubau als auch im Bestand auszuführen. Auch wenn dieses noch ein Nischengeschäft ist, gehen wir davon aus, dass das Thema BIM 2025 an Fahrt gewinnt, da unsere großen Industriekunden eine breite Anwendung der BIM-Methode bei ihren Projekten vorsehen. Die Digitalisierung zahlreicher betrieblicher Prozesse zur Erzielung deutlicher Effizienzvorteile helfen uns, die Qualität unserer Leistungen zu verbessern, Abstimmungsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig Zeit und Kosten zu optimieren.

Aus der anhaltenden Diskussion um den Klimawandel und der daraus erwachsenden Notwendigkeit, den öffentlichen und gewerblichen Gebäudebestand energetisch zu sanieren, ergeben sich Wachstumschancen für die Branche. Da die Gesellschaft in der energetischen Optimierung von Produkten über jahrelange Erfahrung verfügt, sieht die Geschäftsleitung im Bereich des Retrofitting (bestehende Anlagen um- oder nachzurüsten) ein weiteres Betätigungs-Potenzial für das Unternehmen.

Die Transformation der Wesemann GmbH hin zu einem nachhaltigen Unternehmen treiben wir weiter voran. Das Transformationskonzept gibt die für das Unternehmen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen vor. Diese sind: CO 2 -Emissionen und Energieverbrauch sowie Fachkräftesicherung, Arbeitssicherheit und Gesundheit, Innovation und Digitalisierung sowie Abfall und Kreislaufwirtschaft.

2025 werden wir erstmals eine Nachhaltigkeitserklärung (Sustainability Statement) nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) offenlegen.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist neben der Eigenkapitalausstattung wesentlich abhängig von den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Trotz aller präventiven Maßnahmen und Gegenmaßnahmen können wir 2024 und 2025 nicht verhindern, dass die Beschaffungspreissituation negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg hat. Wir erwarten für 2024 eine Gesamtleistung unterhalb des Niveau des Berichtsjahres. Die Ergebnisentwicklung wird wesentlich davon abhängen, ob und in welcher Höhe erhöhte Absatzpreise, die wir für unsere Produkte im Markt angesetzt haben, bei unseren Abnehmern im Marktumfeld weiterhin durchgesetzt werden können. Für 2024 erwarten wir, dass wir die erhöhten Absatzpreise soweit durchsetzen können, dass wieder ein positives Unternehmensergebnis vor Steuern erreicht werden kann, das über dem des Berichtsjahres liegt. Auf der Grundlage der prognostizierten Entwicklung der Gesamtleistung und der Ertragslage werden wir somit auch die Eigenkapitalausstattung weiter stärken können.

IV. Sonstige Angaben

Eine Zweigniederlassung wird in Neu-Ulm und eine Zweigstelle in Schkeuditz, Ortsteil Dölzig, unterhalten.

 

Syke, den 19. Februar 2025

Wesemann GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Robert Wesemann

gez. Frank Wesemann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wesemann GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wesemann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wesemann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 26. Februar 2025

RKH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Tobias Thieben, Wirtschaftsprüfer

gez. Marco Witt, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 8. April 2025 festgestellt.

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